Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 2Ob252/71 1Ob144/72 4Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0043168

Geschäftszahl

2Ob252/71; 1Ob144/72; 4Ob520/73; 2Ob161/73; 8Ob250/73; 2Ob113/74 (2Ob114/74); 5Ob123/74; 3Ob111/74; 8Ob116/75; 5Ob644/76; 8Ob28/78; 2Ob175/78; 8Ob177/78; 6Ob589/79; 1Ob706/79; 8Ob240/79; 4Ob529/80; 3Ob544/80; 1Ob743/80; 6Ob515/81; 8Ob176/81; 8Ob95/81; 2Ob170/81; 5Ob578/82; 5Ob512/83; 2Ob569/84; 8Ob564/84; 2Ob546/85; 2Ob3/85; 8Ob629/86; 7Ob659/86; 2Ob689/86; 1Ob704/86; 10ObS146/88; 10ObS197/88; 10ObS178/88; 2Ob545/89; 10ObS260/02m; 10ObS280/02b; 10ObS274/03x; 10Ob324/02y; 16Ok1/05; 16Ok46/05; 3Ob15/09s; 7Ob81/10b (7Ob97/10f); 5Ob206/10w; 8Ob75/11d; 5Ob65/11m; 16Ok8/10; 7Ob85/12v; 7Ob145/12t; 6Ob25/12p; 10ObS54/13h; 10ObS61/13p; 10ObS95/13p; 10ObS90/13b; 16Ok6/12; 10ObS164/13k; 7Ob215/13p; 10ObS65/14b; 10ObS81/14f; 10ObS138/14p; 1Ob135/14f; 10Ob46/15k; 10ObS65/15d; 4Ob125/15h; 3Ob141/16f

Entscheidungsdatum

28.03.1972

Norm

ZPO §503 Z2 C3c
ZPO §503 Z4 E4c5

Rechtssatz

Die Würdigung der tatsächlichen Feststellungen des Gutachtens und der zur Gewinnung der Tatsachenfeststellungen vom Sachverständigen angewandten Regeln der Wissenschaft und Sachkunde, die ihrerseits Erfahrungssätze zur Gewinnung des Sachverhaltes darstellen, ist nicht unter dem Gesichtspunkt eines Verfahrensmangels anzufechten, sondern allenfalls unter dem der unrichtigen rechtlichen Beurteilung. Das ist aber nur unter der Voraussetzung möglich, dass der Sachverständige bei seinen Schlussfolgerungen gegen zwingende Denkgesetze oder gegen die objektiv überprüfbaren zwingenden Gesetze des sprachlichen Ausdruckes verstoßen hat (EvBl 1959/160, EvBl 1956/258, SZ 22/126 und anderes mehr).

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 252/71
    Entscheidungstext OGH 28.03.1972 2 Ob 252/71
  • 1 Ob 144/72
    Entscheidungstext OGH 30.08.1972 1 Ob 144/72
    Ähnlich
  • 4 Ob 520/73
    Entscheidungstext OGH 10.04.1973 4 Ob 520/73
  • 2 Ob 161/73
    Entscheidungstext OGH 17.10.1973 2 Ob 161/73
  • 8 Ob 250/73
    Entscheidungstext OGH 18.12.1973 8 Ob 250/73
  • 2 Ob 113/74
    Entscheidungstext OGH 04.04.1974 2 Ob 113/74
    Beisatz: Hier: Berechnung und Feststellung des Verdienstentgangs eines Rechtsanwaltes durch Sachverständigen. (T1)
  • 5 Ob 123/74
    Entscheidungstext OGH 29.05.1974 5 Ob 123/74
    Vgl auch
  • 3 Ob 111/74
    Entscheidungstext OGH 28.05.1974 3 Ob 111/74
  • 8 Ob 116/75
    Entscheidungstext OGH 04.06.1975 8 Ob 116/75
  • 5 Ob 644/76
    Entscheidungstext OGH 21.09.1976 5 Ob 644/76
  • 8 Ob 28/78
    Entscheidungstext OGH 12.04.1978 8 Ob 28/78
  • 2 Ob 175/78
    Entscheidungstext OGH 09.11.1978 2 Ob 175/78
  • 8 Ob 177/78
    Entscheidungstext OGH 21.11.1978 8 Ob 177/78
    Vgl
  • 6 Ob 589/79
    Entscheidungstext OGH 23.05.1979 6 Ob 589/79
  • 1 Ob 706/79
    Entscheidungstext OGH 12.11.1979 1 Ob 706/79
    Ähnlich; nur: Das ist aber nur unter der Voraussetzung möglich, daß der Sachverständige bei seinen Schlußfolgerungen gegen zwingende Denkgesetze oder gegen die objektiv überprüfbaren zwingenden Gesetze des sprachlichen Ausdruckes verstoßen hat. (T2)
    Beisatz: Hier: Im Rekursverfahren. (T3)
  • 8 Ob 240/79
    Entscheidungstext OGH 22.11.1979 8 Ob 240/79
  • 4 Ob 529/80
    Entscheidungstext OGH 03.06.1980 4 Ob 529/80
    nur T2
  • 3 Ob 544/80
    Entscheidungstext OGH 04.06.1980 3 Ob 544/80
    Auch
  • 1 Ob 743/80
    Entscheidungstext OGH 18.03.1981 1 Ob 743/80
    nur T2; Veröff: JBl 1982,491
  • 6 Ob 515/81
    Entscheidungstext OGH 13.07.1981 6 Ob 515/81
  • 8 Ob 176/81
    Entscheidungstext OGH 03.09.1981 8 Ob 176/81
    nur T2
  • 8 Ob 95/81
    Entscheidungstext OGH 03.09.1981 8 Ob 95/81
  • 2 Ob 170/81
    Entscheidungstext OGH 17.11.1981 2 Ob 170/81
  • 5 Ob 578/82
    Entscheidungstext OGH 27.04.1982 5 Ob 578/82
    nur T2
  • 5 Ob 512/83
    Entscheidungstext OGH 08.03.1983 5 Ob 512/83
  • 2 Ob 569/84
    Entscheidungstext OGH 05.06.1984 2 Ob 569/84
    nur T2
  • 8 Ob 564/84
    Entscheidungstext OGH 13.12.1984 8 Ob 564/84
    nur T2
  • 2 Ob 546/85
    Entscheidungstext OGH 23.04.1985 2 Ob 546/85
    nur T2
  • 2 Ob 3/85
    Entscheidungstext OGH 02.07.1985 2 Ob 3/85
    Beis wie T1 nur: Berechnung und Feststellung des Verdienstentgangs durch Sachverständigen. (T4)
  • 8 Ob 629/86
    Entscheidungstext OGH 18.09.1986 8 Ob 629/86
    Auch
  • 7 Ob 659/86
    Entscheidungstext OGH 23.10.1986 7 Ob 659/86
    Beisatz: § 232 Abs 2 AußStrG (T5)
  • 2 Ob 689/86
    Entscheidungstext OGH 18.11.1986 2 Ob 689/86
  • 1 Ob 704/86
    Entscheidungstext OGH 14.01.1987 1 Ob 704/86
    nur T2
  • 10 ObS 146/88
    Entscheidungstext OGH 05.07.1988 10 ObS 146/88
  • 10 ObS 197/88
    Entscheidungstext OGH 20.09.1988 10 ObS 197/88
    nur T2
  • 10 ObS 178/88
    Entscheidungstext OGH 20.09.1988 10 ObS 178/88
    nur T2; Beisatz: Beschränkt sich der Sachverständige im Rahmen seiner Erkenntnisquelle und Schlußfolgerungen auf die Beurteilung der naturwissenschaftlichen, medizinischen Kausalität und legt das Gericht diese Schlußfolgerungen seinen tatsächlichen Feststellungen zugrunde, so stellt deren Bekämpfung den irrevisiblen Anfechtungsgrund der unrichtigen Tatsachenfeststellung und Beweiswürdigung dar. (T6)
  • 2 Ob 545/89
    Entscheidungstext OGH 28.02.1990 2 Ob 545/89
    Veröff: JBl 1990,786
  • 10 ObS 260/02m
    Entscheidungstext OGH 27.08.2002 10 ObS 260/02m
    Auch; Beisatz: Oder erkennbar ist, dass der Sachverständige erheblichen Verhandlungsstoff außer Acht gelassen hat und dies die Unrichtigkeit des Gutachtens zur Folge hat. (T7)
  • 10 ObS 280/02b
    Entscheidungstext OGH 26.11.2002 10 ObS 280/02b
    Auch; nur T2
  • 10 ObS 274/03x
    Entscheidungstext OGH 16.12.2003 10 ObS 274/03x
    Auch; Beis wie T6; Beis wie T7
  • 10 Ob 324/02y
    Entscheidungstext OGH 18.05.2004 10 Ob 324/02y
  • 16 Ok 1/05
    Entscheidungstext OGH 14.02.2005 16 Ok 1/05
    Auch
  • 16 Ok 46/05
    Entscheidungstext OGH 27.02.2006 16 Ok 46/05
    Beisatz: Eine Anfechtung der Ergebnisse von Sachverständigengutachten, die Tatsacheninstanzen ihren Entscheidungen zu Grunde legten, wegen unrichtiger rechtlicher Beurteilung ist nach ständiger Rechtsprechung nur insoweit möglich, als dabei dem Sachverständigen bei seinen Schlussfolgerungen ein Verstoß gegen zwingende Denkgesetze oder gegen objektiv überprüfbare Gesetze sprachlichen Ausdrucks unterlaufen ist. (T8)
  • 3 Ob 15/09s
    Entscheidungstext OGH 25.02.2009 3 Ob 15/09s
    Beisatz: Dass das Berufungsgericht das mit der Berufung des Beklagten vorgelegte Privatgutachten nicht berücksichtigt hat, begründet keinen Mangel des Berufungsverfahrens. (T9)
    Beisatz: Ein Sachverständigengutachten kann im Revisionsverfahren nur bei einem Verstoß gegen zwingende Denkgesetze angefochten werden. (T10)
  • 7 Ob 81/10b
    Entscheidungstext OGH 26.05.2010 7 Ob 81/10b
    Auch; Beis wie T8
  • 5 Ob 206/10w
    Entscheidungstext OGH 08.03.2011 5 Ob 206/10w
    Auch; Beis wie T2
  • 8 Ob 75/11d
    Entscheidungstext OGH 29.09.2011 8 Ob 75/11d
    Auch
  • 5 Ob 65/11m
    Entscheidungstext OGH 14.09.2011 5 Ob 65/11m
    Vgl; Beis auch wie T10
  • 16 Ok 8/10
    Entscheidungstext OGH 12.12.2011 16 Ok 8/10
    Auch; Beis wie T8; Beisatz: Die Frage der Tauglichkeit einer bestimmten wissenschaftlichen Untersuchungsmethode kann vor dem Obersten Gerichtshof releviert werden, siehe RS0127336. (T11)
    Beisatz: Hier: Kartellverfahren. (T12)
    Veröff: SZ 2011/148
  • 7 Ob 85/12v
    Entscheidungstext OGH 30.05.2012 7 Ob 85/12v
    Auch
  • 7 Ob 145/12t
    Entscheidungstext OGH 19.12.2012 7 Ob 145/12t
    Auch
  • 6 Ob 25/12p
    Entscheidungstext OGH 27.02.2013 6 Ob 25/12p
    Vgl
  • 10 ObS 54/13h
    Entscheidungstext OGH 16.04.2013 10 ObS 54/13h
  • 10 ObS 61/13p
    Entscheidungstext OGH 28.05.2013 10 ObS 61/13p
    Beisatz: Eine Anfechtung der Ergebnisse von Sachverständigengutachten, welche die Tatsacheninstanzen ihren Entscheidungen zugrunde legten, kann unter dem Gesichtspunkt eines Verfahrensmangels somit gar nicht erfolgen. (T13)
  • 10 ObS 95/13p
    Entscheidungstext OGH 23.07.2013 10 ObS 95/13p
    Auch; Beis wie T8; Beis wie T13
  • 10 ObS 90/13b
    Entscheidungstext OGH 23.07.2013 10 ObS 90/13b
    Beis wie T8; Beis wie T13
  • 16 Ok 6/12
    Entscheidungstext OGH 02.12.2013 16 Ok 6/12
    Vgl auch; nur T2; Beis wie T12
  • 10 ObS 164/13k
    Entscheidungstext OGH 19.11.2013 10 ObS 164/13k
    Beis wie T8
  • 7 Ob 215/13p
    Entscheidungstext OGH 11.12.2013 7 Ob 215/13p
    Auch; Beis wie T13; Beisatz: Mit Rechtsrüge wären die Gutachtensergebnisse nur bekämpfbar, wenn dabei ein Verstoß gegen zwingende Denkgesetze, (sonstige) Erfahrungssätze oder zwingende Gesetze des sprachlichen Ausdrucks unterlaufen wäre. (T14)
  • 10 ObS 65/14b
    Entscheidungstext OGH 17.06.2014 10 ObS 65/14b
    Vgl; Beis wie T6
  • 10 ObS 81/14f
    Entscheidungstext OGH 26.08.2014 10 ObS 81/14f
    Auch; Beis wie T10
  • 10 ObS 138/14p
    Entscheidungstext OGH 25.11.2014 10 ObS 138/14p
    Auch; Beis wie T14
  • 1 Ob 135/14f
    Entscheidungstext OGH 22.10.2014 1 Ob 135/14f
    Auch
  • 10 Ob 46/15k
    Entscheidungstext OGH 30.06.2015 10 Ob 46/15k
    Auch; Beis wie T14
  • 10 ObS 65/15d
    Entscheidungstext OGH 30.07.2015 10 ObS 65/15d
    Vgl auch; Beis wie T8
  • 4 Ob 125/15h
    Entscheidungstext OGH 17.11.2015 4 Ob 125/15h
    Auch; Beis wie T4; Beis wie T14
  • 3 Ob 141/16f
    Entscheidungstext OGH 26.01.2017 3 Ob 141/16f
    Auch; Beis wie T7

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1972:RS0043168

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

01.03.2017

Dokumentnummer

JJR_19720328_OGH0002_0020OB00252_7100000_001

Rechtssatz für 10ObS22/90 10ObS82/90 1...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0043404

Geschäftszahl

10ObS22/90; 10ObS82/90; 10ObS220/90; 10ObS390/90; 10ObS349/88; 10ObS19/91; 10ObS71/91; 10ObS86/91; 10ObS103/91; 10ObS163/91; 10ObS167/91; 10ObS187/91; 10ObS317/91; 10ObS356/91; 10ObS11/92; 10ObS83/92; 10ObS259/92; 10ObS86/92; 10ObS3/93; 10ObS96/93; 10ObS135/94; 10ObS210/94; 10ObS154/00w; 10ObS246/01a; 10ObS140/02i; 10ObS422/02k; 8Ob108/03w; 6Ob216/06t; 8Ob55/07g; 3Ob211/08p; 10ObS146/08f; 1Ob198/09p; 6Ob43/10g; 4Ob113/10m; 6Ob158/10v; 5Ob206/10w; 10ObS100/11w; 16Ok8/10; 7Ob85/12v; 10ObS54/13h; 10ObS61/13p; 10ObS59/13v; 10ObS95/13p; 10ObS90/13b; 16Ok6/12; 10ObS164/13k; 7Ob215/13p; 3Ob6/14z; 10ObS65/14b; 10ObS81/14f; 10ObS138/14p; 1Ob135/14f; 3Ob95/15i; 10Ob46/15k; 4Ob125/15h; 9ObA36/16h; 10ObS143/16a; 8ObA53/16a; 6Ob250/16g; 3Ob184/17f; 1Ob168/17p; 6Ob229/17w; 5Ob110/18i; 7Ob49/19k

Entscheidungsdatum

06.02.1990

Norm

ZPO §503 Abs1 Z2 C3b
ZPO §503 Abs1 Z4 E4c5

Rechtssatz

Die Anfechtung der Ergebnisse von Sachverständigengutachten ist mittels Revision nur insoweit möglich, als dabei ein Verstoß gegen zwingende Denkgesetze oder zwingende Gesetze des sprachlichen Ausdrucks unterlaufen ist.

Entscheidungstexte

  • 10 ObS 22/90
    Entscheidungstext OGH 06.02.1990 10 ObS 22/90
  • 10 ObS 82/90
    Entscheidungstext OGH 13.03.1990 10 ObS 82/90
  • 10 ObS 220/90
    Entscheidungstext OGH 12.06.1990 10 ObS 220/90
  • 10 ObS 390/90
    Entscheidungstext OGH 18.12.1990 10 ObS 390/90
  • 10 ObS 349/88
    Entscheidungstext OGH 24.01.1989 10 ObS 349/88
    Vgl; Veröff: SSV - NF 3/14
  • 10 ObS 19/91
    Entscheidungstext OGH 29.01.1991 10 ObS 19/91
    Beisatz: Und dieser Verstoß die Unrichtigkeit des Gutachtens zur Folge hat (SSV - NF 2/74). (T1)
    Veröff: SSV - NF 5/6
  • 10 ObS 71/91
    Entscheidungstext OGH 26.02.1991 10 ObS 71/91
  • 10 ObS 86/91
    Entscheidungstext OGH 26.03.1991 10 ObS 86/91
  • 10 ObS 103/91
    Entscheidungstext OGH 30.04.1991 10 ObS 103/91
  • 10 ObS 163/91
    Entscheidungstext OGH 11.06.1991 10 ObS 163/91
  • 10 ObS 167/91
    Entscheidungstext OGH 09.07.1991 10 ObS 167/91
  • 10 ObS 187/91
    Entscheidungstext OGH 09.07.1991 10 ObS 187/91
  • 10 ObS 317/91
    Entscheidungstext OGH 12.11.1991 10 ObS 317/91
  • 10 ObS 356/91
    Entscheidungstext OGH 14.01.1992 10 ObS 356/91
  • 10 ObS 11/92
    Entscheidungstext OGH 28.01.1992 10 ObS 11/92
  • 10 ObS 83/92
    Entscheidungstext OGH 28.04.1992 10 ObS 83/92
  • 10 ObS 259/92
    Entscheidungstext OGH 24.11.1992 10 ObS 259/92
  • 10 ObS 86/92
    Entscheidungstext OGH 28.04.1992 10 ObS 86/92
  • 10 ObS 3/93
    Entscheidungstext OGH 18.02.1993 10 ObS 3/93
  • 10 ObS 96/93
    Entscheidungstext OGH 15.06.1993 10 ObS 96/93
  • 10 ObS 135/94
    Entscheidungstext OGH 19.07.1994 10 ObS 135/94
  • 10 ObS 210/94
    Entscheidungstext OGH 25.10.1994 10 ObS 210/94
  • 10 ObS 154/00w
    Entscheidungstext OGH 27.06.2000 10 ObS 154/00w
  • 10 ObS 246/01a
    Entscheidungstext OGH 04.09.2001 10 ObS 246/01a
    Auch
  • 10 ObS 140/02i
    Entscheidungstext OGH 16.04.2002 10 ObS 140/02i
    Beis wie T1
  • 10 ObS 422/02k
    Entscheidungstext OGH 28.01.2003 10 ObS 422/02k
    Beisatz: Beschränkt sich der Sachverständige im Rahmen seiner Erkenntnisquellen und Schlussfolgerungen auf die Beurteilung naturwissenschaftlicher, medizinischer Fragen, so liegt darin kein Verstoß gegen die Denkgesetze, mögen auch andere Beweisergebnisse in eine andere Richtung weisen. (T2)
  • 8 Ob 108/03w
    Entscheidungstext OGH 30.10.2003 8 Ob 108/03w
  • 6 Ob 216/06t
    Entscheidungstext OGH 12.10.2006 6 Ob 216/06t
    Auch
  • 8 Ob 55/07g
    Entscheidungstext OGH 12.05.2007 8 Ob 55/07g
    Vgl auch
  • 3 Ob 211/08p
    Entscheidungstext OGH 19.11.2008 3 Ob 211/08p
    Auch
  • 10 ObS 146/08f
    Entscheidungstext OGH 25.11.2008 10 ObS 146/08f
  • 1 Ob 198/09p
    Entscheidungstext OGH 13.10.2009 1 Ob 198/09p
  • 6 Ob 43/10g
    Entscheidungstext OGH 19.03.2010 6 Ob 43/10g
  • 4 Ob 113/10m
    Entscheidungstext OGH 31.08.2010 4 Ob 113/10m
  • 6 Ob 158/10v
    Entscheidungstext OGH 01.09.2010 6 Ob 158/10v
  • 5 Ob 206/10w
    Entscheidungstext OGH 08.03.2011 5 Ob 206/10w
  • 10 ObS 100/11w
    Entscheidungstext OGH 04.10.2011 10 ObS 100/11w
    Auch
  • 16 Ok 8/10
    Entscheidungstext OGH 12.12.2011 16 Ok 8/10
    Beisatz: Hier: Kartellverfahren. (T3)
    Veröff: SZ 2011/148
  • 7 Ob 85/12v
    Entscheidungstext OGH 30.05.2012 7 Ob 85/12v
  • 10 ObS 54/13h
    Entscheidungstext OGH 16.04.2013 10 ObS 54/13h
  • 10 ObS 61/13p
    Entscheidungstext OGH 28.05.2013 10 ObS 61/13p
  • 10 ObS 59/13v
    Entscheidungstext OGH 28.05.2013 10 ObS 59/13v
  • 10 ObS 95/13p
    Entscheidungstext OGH 23.07.2013 10 ObS 95/13p
  • 10 ObS 90/13b
    Entscheidungstext OGH 23.07.2013 10 ObS 90/13b
  • 16 Ok 6/12
    Entscheidungstext OGH 02.12.2013 16 Ok 6/12
    Vgl auch; Beis wie T3
  • 10 ObS 164/13k
    Entscheidungstext OGH 19.11.2013 10 ObS 164/13k
  • 7 Ob 215/13p
    Entscheidungstext OGH 11.12.2013 7 Ob 215/13p
    Auch; Beisatz: Mit Rechtsrüge wären die Gutachtensergebnisse nur bekämpfbar, wenn dabei ein Verstoß gegen zwingende Denkgesetze, (sonstige) Erfahrungssätze oder zwingende Gesetze des sprachlichen Ausdrucks unterlaufen wäre. (T4)
  • 3 Ob 6/14z
    Entscheidungstext OGH 19.02.2014 3 Ob 6/14z
    Auch; Beis wie T1
  • 10 ObS 65/14b
    Entscheidungstext OGH 17.06.2014 10 ObS 65/14b
  • 10 ObS 81/14f
    Entscheidungstext OGH 26.08.2014 10 ObS 81/14f
  • 10 ObS 138/14p
    Entscheidungstext OGH 25.11.2014 10 ObS 138/14p
    Beis wie T4
  • 1 Ob 135/14f
    Entscheidungstext OGH 22.10.2014 1 Ob 135/14f
    Auch; Beis wie T1
  • 3 Ob 95/15i
    Entscheidungstext OGH 20.05.2015 3 Ob 95/15i
    Auch; Beis wie T1
  • 10 Ob 46/15k
    Entscheidungstext OGH 30.06.2015 10 Ob 46/15k
    Beis wie T1; Beis wie T4
  • 4 Ob 125/15h
    Entscheidungstext OGH 17.11.2015 4 Ob 125/15h
    Auch; Beis wie T4; Beisatz: Hier: Ermittlung von Verkaufszahlen durch den Sachverständigen. (T5)
  • 9 ObA 36/16h
    Entscheidungstext OGH 18.03.2016 9 ObA 36/16h
  • 10 ObS 143/16a
    Entscheidungstext OGH 20.12.2016 10 ObS 143/16a
    Vgl auch; Beis wie T2
  • 8 ObA 53/16a
    Entscheidungstext OGH 30.08.2016 8 ObA 53/16a
    Auch
  • 6 Ob 250/16g
    Entscheidungstext OGH 25.10.2017 6 Ob 250/16g
    Vgl; Beisatz: Hier: Bei einem Gutachten, ob die Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung eingehalten wurden, ist die Bewertung einer Forderung als Tatsachenfeststellung ebenso einer Überprüfung durch den Obersten Gerichtshof entzogen wie die zu diesem Ergebnis führenden Methoden und Annahmen zB über die Einbringlichkeit der Forderung, die Wahrscheinlichkeit und Dauer der Tilgung und die gewählten Abzinsungszinssätze. (T6)
  • 3 Ob 184/17f
    Entscheidungstext OGH 22.11.2017 3 Ob 184/17f
    Beis wie T2
  • 1 Ob 168/17p
    Entscheidungstext OGH 30.01.2018 1 Ob 168/17p
    Auch
  • 6 Ob 229/17w
    Entscheidungstext OGH 28.03.2018 6 Ob 229/17w
  • 5 Ob 110/18i
    Entscheidungstext OGH 03.10.2018 5 Ob 110/18i
    Auch
  • 7 Ob 49/19k
    Entscheidungstext OGH 24.04.2019 7 Ob 49/19k

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1990:RS0043404

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

04.06.2019

Dokumentnummer

JJR_19900206_OGH0002_010OBS00022_9000000_001

Entscheidungstext 10ObS95/13p

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Geschäftszahl

10ObS95/13p

Entscheidungsdatum

23.07.2013

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht in Arbeits- und Sozialrechtssachen durch den Senatspräsidenten Dr. Hradil als Vorsitzenden, die Hofräte Dr. Fellinger und Dr. Hoch sowie die fachkundigen Laienrichter KR Hermann Furtner (aus dem Kreis der Arbeitgeber) und AR Angelika Neuhauser (aus dem Kreis der Arbeitnehmer) als weitere Richter in der Sozialrechtssache der klagenden Partei Dr. K*****, vertreten durch Dr. Charlotte Böhm, Rechtsanwältin in Wien, gegen die beklagte Partei Pensionsversicherungsanstalt, 1021 Wien, Friedrich-Hillegeist-Straße 1, wegen Berufsunfähigkeitspension, über die außerordentliche Revision der klagenden Partei gegen das Urteil des Oberlandesgerichts Wien als Berufungsgericht in Arbeits- und Sozialrechtssachen vom 23. Mai 2013, GZ 8 Rs 175/12g-39, den

Beschluss

gefasst:

Spruch

Die außerordentliche Revision wird gemäß § 508a Abs 2 ZPO mangels der Voraussetzungen des § 502 Abs 1 ZPO zurückgewiesen.

Begründung:

Rechtliche Beurteilung

1. Die Frage, ob bereits in der Berufung behauptete angebliche Mängel des Verfahrens erster Instanz vom Berufungsgericht zu Recht verneint wurden, ist vom Revisionsgericht auch in Sozialrechtssachen nicht mehr zu prüfen (RIS-Justiz RS0043061; jüngst 10 ObS 61/13p mwN).

2. Da dem Obersten Gerichtshof ein Eingehen auf die von der Rechtsmittelwerberin inhaltlich weiterhin geltend gemachte angebliche Mangelhaftigkeit des erstinstanzlichen Verfahrens verwehrt ist, ist auch die Begründung, die das Berufungsgericht für das Nichtvorliegen des Verfahrensmangels gegeben hat, der Überprüfung durch das Revisionsgericht entzogen. Dieser Grundsatz kann auch nicht durch die Behauptung umgangen werden, dass Berufungsverfahren sei mangelhaft geblieben, weil das Berufungsgericht der Mängelrüge nicht gefolgt sei (RIS-Justiz RS0043144, vgl jüngst 10 ObS 61/13p mwN).

3. Davon abgesehen gehört die Frage, ob ein Sachverständigengutachten schlüssig und nachvollziehbar ist, zur Beweiswürdigung der Tatsacheninstanzen und kann daher im Revisionsverfahren nicht überprüft werden (RIS-Justiz RS0043320 [T12]). Eine Anfechtung der Ergebnisse von Sachverständigengutachten, welche die Tatsacheninstanzen ihren Entscheidungen zugrunde legten, kann unter dem Gesichtspunkt eines Verfahrensmangels somit gar nicht erfolgen (RIS-Justiz RS0043168).

4. Mittels Rechtsrüge sind Gutachtensergebnisse nur bekämpfbar, wenn dabei ein Verstoß gegen zwingende Denkgesetze, (sonstige) Erfahrungssätze oder zwingende Gesetze des sprachlichen Ausdrucks unterlaufen sind (RIS-Justiz RS0043168; RS0043404 ua). Einen solchen Verstoß zeigt die außerordentliche Revision der Klägerin aber nicht auf. Sie macht insbesondere geltend, der Schluss des neurologisch-psychiatrischen Sachverständigen, bei ihr liege kein CFS (= Chronic Fatigue Syndrome) vor, sei insbesondere im Hinblick auf die von ihr vorgelegten Befundberichte, die Begutachtungsergebnisse in anderen Verfahren und den Umstand, dass sich für das Vorliegen von CFS nicht zwingend klinisch relevante Hinweise finden müssen, nicht überzeugend. Mit diesen Ausführungen wird aber weder ein Verstoß gegen zwingende Denkgesetze im Sinne einer unlogischen Widersprüchlichkeit des Gutachtens des neurologisch-psychiatrischen Sachverständigen (vgl 10 ObS 135/94) noch ein Widerspruch gegen zwingende Gesetze sprachlichen Ausdrucks aufgezeigt. Beschränkt sich der Sachverständige im Rahmen seiner Erkenntnisquellen und Schlussfolgerungen - wie hier - auf die Beurteilung naturwissenschaftlicher, medizinischer Fragen, so liegt darin kein Verstoß gegen die Denkgesetze, mögen auch andere Beweisergebnisse in eine andere Richtung weisen (vgl 10 ObS 22/04i mwN). Die Revisionsausführungen der Klägerin stellen sich inhaltlich vielmehr als unzulässige Bekämpfung der Beweiswürdigung der Vorinstanzen dar. Das Berufungsgericht hat die Beweiswürdigung des Erstgerichts mit nachvollziehbaren Überlegungen geprüft. Es liegt daher auch insoweit keine Mangelhaftigkeit des Berufungsverfahrens vor.

Mangels erheblicher, für die Entscheidung des Verfahrens relevanter Rechtsfragen im Sinn des § 502 Abs 1 ZPO ist die außerordentliche Revision daher zurückzuweisen.

Schlagworte

Sozialrecht

Textnummer

E104820

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2013:010OBS00095.13P.0723.000

Im RIS seit

19.08.2013

Zuletzt aktualisiert am

19.08.2013

Dokumentnummer

JJT_20130723_OGH0002_010OBS00095_13P0000_000