Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 4Ob113/59 4Ob74/61 4Ob1...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0029273

Geschäftszahl

4Ob113/59; 4Ob74/61; 4Ob110/61; 4Ob77/62; 4Ob115/62; 4Ob14/63; 4Ob135/63; 4Ob17/64; 4Ob70/66; 4Ob117/76; 4Ob125/79; 4Ob47/79; 4Ob50/79; 5Ob591/80; 4Ob58/82; 4Ob179/85; 9ObA56/87; 14ObA65/87; 9ObA22/88; 9ObA157/88; 9ObA182/88; 9ObA150/89; 9ObA193/89; 9ObA262/90; 9ObA64/92; 9ObA212/94; 9ObA2059/96a; 9ObA112/97d; 8ObA380/97h; 9ObA160/98i; 9ObA211/98i; 8ObA240/98x; 9ObA90/99x; 8ObA339/99g; 9ObA185/00x; 9ObA140/01f; 8ObA224/02b; 8ObA35/06i; 9ObA32/07g; 8ObA19/07p; 9ObA28/07v; 9ObA163/07x; 8ObA24/08z; 8ObA66/08a; 9ObA84/10h; 8ObA31/10g; 8ObA12/12s; 8ObA39/13p; 9ObA88/13a; 8ObA62/13w; 8ObA57/13k; 9ObA29/15b; 9ObA154/14h; 9ObA66/15v; 8ObA58/15k; 8ObA43/17g

Entscheidungsdatum

10.11.1959

Norm

AngG §27 C3
VBG 1948 §32

Rechtssatz

Der Dienstgeber ist gehalten, von seinem Kündigungsrecht bei sonstigem Verlust desselben unverzüglich nach Kenntnisnahme des die Kündigung rechtfertigenden Sachverhalt durch die für den Ausspruch der Kündigung zuständigen Organe Gebrauch zu machen (vgl Arb 6721 und die dort angeführten Entscheidungen). Verzögerungen im Ausspruch der Kündigung von Vertragsbediensteten können nur insoweit anerkannt werden, als sie in der Sachlage, also in der Natur des Dienstverhältnisses oder sonst in den besonderen Umständen des Falles sachlich begründet sind.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 113/59
    Entscheidungstext OGH 10.11.1959 4 Ob 113/59
    Veröff: Arb 7139 = SozM ID,221 = JBl 1960,344
  • 4 Ob 74/61
    Entscheidungstext OGH 30.05.1961 4 Ob 74/61
    Veröff: SozM ID,301
  • 4 Ob 110/61
    Entscheidungstext OGH 28.11.1961 4 Ob 110/61
    Veröff: Arb 7483
  • 4 Ob 77/62
    Entscheidungstext OGH 24.07.1962 4 Ob 77/62
  • 4 Ob 115/62
    Entscheidungstext OGH 13.11.1962 4 Ob 115/62
  • 4 Ob 14/63
    Entscheidungstext OGH 26.03.1963 4 Ob 14/63
  • 4 Ob 135/63
    Entscheidungstext OGH 21.01.1964 4 Ob 135/63
    Veröff: Arb 7894 = RZ 1964,144 = SozM ID,423
  • 4 Ob 17/64
    Entscheidungstext OGH 18.02.1964 4 Ob 17/64
    Veröff: SozM ID,472
  • 4 Ob 70/66
    Entscheidungstext OGH 08.11.1966 4 Ob 70/66
    Beisatz: DDSG - Kapitän (T1)
    Veröff: EvBl 1967/130 S 151 = SozM IA/d,729 = Arb 8318
  • 4 Ob 117/76
    Entscheidungstext OGH 01.02.1977 4 Ob 117/76
    Beisatz: Zu berücksichtigen ist, dass die Willensbildung bei juristischen Personen umständlicher ist als bei physischen; ferner Aktenlauf, Kompetenzverteilung und dergleichen. (T2)
  • 4 Ob 125/79
    Entscheidungstext OGH 15.01.1980 4 Ob 125/79
    Auch; nur: Der Dienstgeber ist gehalten, von seinem Kündigungsrecht bei sonstigem Verlust desselben unverzüglich nach Kenntnisnahme des die Kündigung rechtfertigenden Sachverhalt durch die für den Ausspruch der Kündigung zuständigen Organe Gebrauch zu machen. (T3)
    Beisatz: Letzter Vorfall 05.05., Gemeinderatssitzung 11.05., Kündigungsschreiben vom 31.05. (Kindergarten - Leiterin). (T4)
  • 4 Ob 47/79
    Entscheidungstext OGH 04.03.1980 4 Ob 47/79
    Auch; Beisatz: Ein Entlassungsgrund ist dem Arbeitgeber immer erst dann bekannt geworden, wenn ihm alle für die Beurteilung wesentlichen Einzelheiten der Handlung und der Personen zur Kenntnis gekommen sind. (T5)
    Beis wie T2
  • 4 Ob 50/79
    Entscheidungstext OGH 04.03.1980 4 Ob 50/79
    nur T3; Veröff: JBl 1981,161
  • 5 Ob 591/80
    Entscheidungstext OGH 16.09.1980 5 Ob 591/80
    nur T3; Veröff: GesRZ 1981,40
  • 4 Ob 58/82
    Entscheidungstext OGH 15.06.1982 4 Ob 58/82
    Beis wie T2; Beisatz: Hier: § 28 VBO der Stadt Linz. (T6)
    Veröff: Arb 10140 = DRdA 1984,235
  • 4 Ob 179/85
    Entscheidungstext OGH 18.02.1986 4 Ob 179/85
    nur T3
  • 9 ObA 56/87
    Entscheidungstext OGH 15.07.1987 9 ObA 56/87
    Auch
  • 14 ObA 65/87
    Entscheidungstext OGH 02.09.1987 14 ObA 65/87
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Eine vom ortsabwesenden Geschäftsführer sofort nach Kenntnisnahme am Freitag angeordnete und dem Kläger am darauffolgendem Montag übermittelte Entlassung ist rechtzeitig. (T7)
  • 9 ObA 22/88
    Entscheidungstext OGH 16.03.1988 9 ObA 22/88
    Auch
  • 9 ObA 157/88
    Entscheidungstext OGH 31.08.1988 9 ObA 157/88
    nur T3
  • 9 ObA 182/88
    Entscheidungstext OGH 31.08.1988 9 ObA 182/88
    Beis wie T2; Veröff: Arb 10779
  • 9 ObA 150/89
    Entscheidungstext OGH 28.06.1989 9 ObA 150/89
    Beis wie T2; Beisatz: Auch Arbeitnehmerschutzmaßnahmen, wie die Einschaltung der Personalvertretung nach dem PVG, sind entsprechend zu berücksichtigen. (T8)
  • 9 ObA 193/89
    Entscheidungstext OGH 30.08.1989 9 ObA 193/89
    Auch; Beisatz: Die für die vorzeitige Auflösung des Arbeitsverhältnisses aus wichtigem Grund entwickelten Grundsätze sind wegen Rechtsähnlichkeit auch auf die Kündigung von nur aus wichtigen Gründen kündbaren Arbeitsverhältnissen anzuwenden. (T9)
  • 9 ObA 262/90
    Entscheidungstext OGH 07.11.1990 9 ObA 262/90
    Vgl auch; nur T3; Beisatz: Ein Verzicht auf die Geltendmachung des in der Person des Arbeitnehmers gelegenen Kündigungsgrundes durch Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses liegt bei einem Dauerverhalten des Arbeitnehmers nicht vor. (T10)
    Veröff: SZ 63/198 = RdW 1991,152 = JBl 1991,259
  • 9 ObA 64/92
    Entscheidungstext OGH 29.04.1992 9 ObA 64/92
    Auch; Beisatz: Im Falle einer Beschränkung der Kündigungsmöglichkeit auf wichtige Gründe gilt der Grundsatz der Unverzüglichkeit der Geltendmachung auch für die Kündigung. (T11)
  • 9 ObA 212/94
    Entscheidungstext OGH 21.12.1994 9 ObA 212/94
    Beisatz: Bei Einhaltung eines für die Erklärung der Kündigung nach den internen Vorschriften geregelten und auch sonst immer eingehaltenen Dienstweg, der dem Vertragsbediensteten bekannt sein musste und der auch die obligatorische Einschaltung der Personalvertretung beinhaltete sowie der unwiderrufenen Kündigungsabsicht des Dienstgebers ist dieser Zeitraum weder unangemessen lang, um nach Treu und Glauben auf einen konkludenten Verzicht auf das Kündigungsrecht schließen zu können. (T12)
  • 9 ObA 2059/96a
    Entscheidungstext OGH 29.05.1996 9 ObA 2059/96a
    Vgl auch; Beis wie T10; Beisatz: Bei einem Dauerverhalten des Arbeitnehmers ist auch zu beachten, ob mit der Dauer des Zustandes auch das Ausmaß der Unzumutbarkeit der Weiterbeschäftigung zunimmt. Dem Untätigsein des Arbeitgebers entspricht auf der Seite des Arbeitnehmers der Umstand, ob die Vertrauensposition, dass der Arbeitgeber in Kenntnis des Entlassungsgrundes keine Konsequenzen zieht (9 ObA 84/94) besonders schützenswert ist. Es müssen besonders schützenwerte Interessen des Arbeitnehmers gegeben sein, die sein Klarstellungsinteresse gegenüber dem Auflösungsinteresse des Arbeitgebers höherwertig erscheinen lassen. (T13)
    Beisatz: § 48 ASGG. (T14)
  • 9 ObA 112/97d
    Entscheidungstext OGH 10.09.1997 9 ObA 112/97d
    Beis wie T2; Beis wie T11; Beis wie T12; Beisatz: Hier: Es wurde einen Tag nach Kenntnisnahme durch die für die Auflösung von Dienstverhältnissen zuständige Dienststelle der Personalvertretung von der beabsichtigten Auflösung Mitteilung gemacht, die innerhalb von 2 Wochen Einwendungen erheben und Gegenvorschläge erstatten kann. Zwei Arbeitstage nach Ablauf der 14-tägigen Frist wurde die Entlassung ausgesprochen - rechtzeitig. (T15)
  • 8 ObA 380/97h
    Entscheidungstext OGH 22.12.1997 8 ObA 380/97h
    Vgl auch; Beis wie T13
  • 9 ObA 160/98i
    Entscheidungstext OGH 19.08.1998 9 ObA 160/98i
    Vgl auch; Beis wie T2; Beisatz: Der Unverzüglichkeitsgrundsatz darf nicht überspannt werden. (T16)
  • 9 ObA 211/98i
    Entscheidungstext OGH 11.11.1998 9 ObA 211/98i
    Vgl auch; Beis wie T2; Beis wie T8; Beis wie T11; Beis wie T13 nur: Bei einem Dauerverhalten des Arbeitnehmers ist auch zu beachten, ob mit der Dauer des Zustandes auch das Ausmaß der Unzumutbarkeit der Weiterbeschäftigung zunimmt. (T17)
    Beis wie T16
  • 8 ObA 240/98x
    Entscheidungstext OGH 18.03.1999 8 ObA 240/98x
    nur T3; Beisatz: Hier: Klage des Betriebsinhabers auf Zustimmung zur Kündigung eines Betriebsratsmitgliedes, später auch Klage auf Zustimmung für Entlassung. (T18)
  • 9 ObA 90/99x
    Entscheidungstext OGH 09.07.1999 9 ObA 90/99x
    nur T3; Beis wie T2; Beis wie T9; Beisatz: Hier: § 42 NÖ GVBG - Kündigung eines VB durch den Bürgermeister, wenn der Gemeinderat binnen kurzer Frist nicht einberufen werden kann. (T19)
  • 8 ObA 339/99g
    Entscheidungstext OGH 24.02.2000 8 ObA 339/99g
    Auch; Beisatz: Für eine Kündigung nach § 32 VBG ebenso wie für die Geltendmachung von personenbezogenen Gründen nach § 105 ArbVG gilt das Gebot des arbeitsrechtlichen Unverzüglichkeitsgrundsatzes. (T20)
  • 9 ObA 185/00x
    Entscheidungstext OGH 20.09.2000 9 ObA 185/00x
    Auch; nur: Verzögerungen im Ausspruch der Kündigung können nur insoweit anerkannt werden, als sie sachlich begründet sind. (T21)
  • 9 ObA 140/01f
    Entscheidungstext OGH 10.10.2001 9 ObA 140/01f
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Einschaltung der Organe der Personalvertretung nach den §§ 9 Abs 1 lit i, 14 Abs 1 lit a, 42 Bundes-Personalvertretungsgesetz (PVG). (T22)
    Beisatz: Hier: Vorfall 14.3. - Kündigungsschreiben vom 20.4. (rechtzeitig). (T23)
  • 8 ObA 224/02b
    Entscheidungstext OGH 23.01.2003 8 ObA 224/02b
    Auch; Beis wie T2; Beisatz: Kündigung einer Gemeindebediensteten erst 10½ Wochen nach Bekanntwerden der Gründe ist verspätet. (T24)
  • 8 ObA 35/06i
    Entscheidungstext OGH 19.06.2006 8 ObA 35/06i
    Auch; nur T3; Beis wie T11; Beisatz: Hier: Vorarlberger Gemeindebedienstetengesetz. (T25)
  • 9 ObA 32/07g
    Entscheidungstext OGH 02.03.2007 9 ObA 32/07g
    Vgl auch; Beis wie T2
  • 8 ObA 19/07p
    Entscheidungstext OGH 21.05.2007 8 ObA 19/07p
    Auch; Beis wie T2; Beisatz: Hier: Einschaltung der Organe der Personalvertretung erforderlich. (T26)
  • 9 ObA 28/07v
    Entscheidungstext OGH 28.09.2007 9 ObA 28/07v
    Vgl auch
  • 9 ObA 163/07x
    Entscheidungstext OGH 28.11.2007 9 ObA 163/07x
    Vgl auch; Beis wie T2; Beisatz: Hier: „Keine Identität zwischen der Dienststelle des Klägers und der für die Beendigung des Dienstverhältnisses zuständigen Magistratsabteilung." (T27)
  • 8 ObA 24/08z
    Entscheidungstext OGH 03.04.2008 8 ObA 24/08z
    Auch; Beisatz: Hier: Die Personalvertretung gab bereits am 2. 3. 2006 ihre Stellungnahme zu der wegen des Vorfalls vom 16. 2. 2006 beabsichtigten Kündigung ab. Die Beurteilung, dass die erst am 24. 3. 2006 ausgesprochene Kündigung verspätet erfolgte, ist im Hinblick darauf, dass die Verzögerung von mehr als drei Wochen gerade nicht auf die notwendige Einholung einer Stellungnahme der Personalvertretung zurückzuführen ist, zumindest vertretbar. (T28)
  • 8 ObA 66/08a
    Entscheidungstext OGH 02.04.2009 8 ObA 66/08a
    Auch; Beis ähnlich wie T10; Beis wie T16; Beisatz: Bei Dauertatbeständen, bei denen sich die Pflichtverletzung wiederholt bzw über einen längeren Zeitraum erstreckt, können die Auflösungsgründe solange geltend gemacht werden, als sie andauern. (T29)
    Beisatz: Hier: Kündigung nach § 37 Abs 2 lit a nö GdVBG. (T30)
  • 9 ObA 84/10h
    Entscheidungstext OGH 29.09.2010 9 ObA 84/10h
    nur T3; Beis wie T2; Beisatz: Hier: Beendigung eines Dienstverhältnisses nach der Tiroler Gemeindeordung 2001. (T31)
    Beisatz: Ob dem Erfordernis der Unverzüglichkeit des Ausspruchs der Entlassung durch Befassung des Gemeinderats entsprochen werden kann, stellt eine Beurteilung im Einzelfall dar, die im Allgemeinen keine erhebliche Rechtsfrage begründet. (T32)
  • 8 ObA 31/10g
    Entscheidungstext OGH 22.02.2011 8 ObA 31/10g
    Ähnlich; Beis wie T5; Beis wie T16; Beisatz: Hier: Handelsvertreter. (T33)
  • 8 ObA 12/12s
    Entscheidungstext OGH 28.03.2012 8 ObA 12/12s
    Vgl auch
  • 8 ObA 39/13p
    Entscheidungstext OGH 27.06.2013 8 ObA 39/13p
    Ähnlich
  • 9 ObA 88/13a
    Entscheidungstext OGH 29.10.2013 9 ObA 88/13a
    Beis wie T2; Beis wie T16; Beis wie T22
  • 8 ObA 62/13w
    Entscheidungstext OGH 27.02.2014 8 ObA 62/13w
    Beisatz: Das Interesse am Ausgang eines Verfahrens des Bundessozialamts über die Aberkennung der Eigenschaft einer Dienstnehmerin als begünstigte Behinderte (zur Vermeidung eines vor Ausspruch der Kündigung erforderlichen Verfahrens nach § 8 Abs 2 BeinstG) allein kann ein Zuwarten nicht rechtfertigen. Ein solches monatelanges Zuwarten führt zur Verfristung der Kündigung. (T34)
  • 8 ObA 57/13k
    Entscheidungstext OGH 24.03.2014 8 ObA 57/13k
    Beis wie T16
  • 9 ObA 29/15b
    Entscheidungstext OGH 20.03.2015 9 ObA 29/15b
    Auch
  • 9 ObA 154/14h
    Entscheidungstext OGH 29.04.2015 9 ObA 154/14h
    Beis wie T10; Beis wie T16
  • 9 ObA 66/15v
    Entscheidungstext OGH 24.06.2015 9 ObA 66/15v
    Auch; Beis wie T32
  • 8 ObA 58/15k
    Entscheidungstext OGH 25.08.2015 8 ObA 58/15k
    Auch
  • 8 ObA 43/17g
    Entscheidungstext OGH 24.08.2017 8 ObA 43/17g
    nur: Verzögerungen im Ausspruch der Kündigung von Vertragsbediensteten können aber insoweit anerkannt werden, als sie in der Sachlage, also in der Natur des Dienstverhältnisses oder sonst in den besonderen Umständen des Falls sachlich begründet sind. (T35)

Schlagworte

Dauertatbestand, Angestellte, Verschweigung, Verspätung, Verfristung, Verwirkung, Entlassungsrecht, Ende, Beendigung, vorzeitige Auflösung, Rechtzeitigkeit, Zeitpunkt, Verlust, Untergang, Erklärung

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1959:RS0029273

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

19.09.2017

Dokumentnummer

JJR_19591110_OGH0002_0040OB00113_5900000_001

Rechtssatz für 4Ob74/63 4Ob7/65 4Ob117...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0029328

Geschäftszahl

4Ob74/63; 4Ob7/65; 4Ob117/76; 4Ob125/79; 4Ob47/79; 4Ob100/81; 4Ob179/85; 14Ob64/86; 14Ob160/86 (14Ob161/86); 14Ob218/86; 9ObA28/95; 9ObA99/95; 9ObA150/95; 8ObA195/97b; 9ObA140/01f; 8ObA255/01k; 9ObA32/07g; 9ObA59/07b; 8ObA19/07p; 9ObA163/07x; 8ObA24/08z; 9ObA128/08a; 8ObA46/09m; 9ObA155/09y; 9ObA84/10h; 8ObA31/10g; 8ObA39/13p; 9ObA18/15k; 8ObA58/15k; 9ObA144/16s; 9ObA119/16i; 9ObA26/17i; 8ObA38/19z

Entscheidungsdatum

10.09.1963

Norm

AngG §27 C3

Rechtssatz

1. Bei Beurteilung der Rechtzeitigkeit einer Entlassung ist bei juristischen Personen darauf Bedacht zu nehmen, dass die Willensbildung umständlicher ist als bei physischen Personen; es müssen solche Verzögerungen anerkannt werden, die in der Natur des Dienstverhältnisses oder sonst in den besonderen Umständen des Falles sachlich begründet sind.

2. Ist bei einer Dienststelle die Entlassung nur nach Durchführung eines Dienststrafverfahrens möglich und ist dieses Dienststrafverfahren sofort eingeleitet und ohne ungebührliche Verzögerungen durchgeführt worden, so kann von einer verspäteten Entlassung nicht gesprochen werden.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 74/63
    Entscheidungstext OGH 10.09.1963 4 Ob 74/63
    Veröff: Arb 7791
  • 4 Ob 7/65
    Entscheidungstext OGH 26.01.1965 4 Ob 7/65
    Veröff: Arb 8047 = SozM ID,512
  • 4 Ob 117/76
    Entscheidungstext OGH 01.02.1977 4 Ob 117/76
  • 4 Ob 125/79
    Entscheidungstext OGH 15.01.1980 4 Ob 125/79
    nur: Bei Beurteilung der Rechtzeitigkeit einer Entlassung ist bei juristischen Personen darauf Bedacht zu nehmen, dass die Willensbildung umständlicher ist als bei physischen Personen; es müssen solche Verzögerungen anerkannt werden, die in der Natur des Dienstverhältnisses oder sonst in den besonderen Umständen des Falles sachlich begründet sind. (T1)
    Beisatz: Hier: Kündigung (T2)
  • 4 Ob 47/79
    Entscheidungstext OGH 04.03.1980 4 Ob 47/79
    nur T1
  • 4 Ob 100/81
    Entscheidungstext OGH 04.05.1982 4 Ob 100/81
    nur: Ist bei einer Dienststelle die Entlassung nur nach Durchführung eines Dienststrafverfahrens möglich und ist dieses Dienststrafverfahren sofort eingeleitet und ohne ungebührliche Verzögerungen durchgeführt worden, so kann von einer verspäteten Entlassung nicht gesprochen werden. (T3)
    Veröff: Arb 10107
  • 4 Ob 179/85
    Entscheidungstext OGH 18.02.1986 4 Ob 179/85
    nur T1; Beis wie T2
  • 14 Ob 64/86
    Entscheidungstext OGH 13.05.1986 14 Ob 64/86
    Auch; nur T1; Beisatz: Hier: Zusammentreten des Gesamtvorstandes. (T4)
    Veröff: DRdA 1987,432 (Wachter)
  • 14 Ob 160/86
    Entscheidungstext OGH 21.10.1986 14 Ob 160/86
  • 14 Ob 218/86
    Entscheidungstext OGH 13.01.1987 14 Ob 218/86
    Auch; nur T1
  • 9 ObA 28/95
    Entscheidungstext OGH 29.03.1995 9 ObA 28/95
    Auch; nur T3
  • 9 ObA 99/95
    Entscheidungstext OGH 23.08.1995 9 ObA 99/95
    Auch; nur T3; Veröff: SZ 68/140
  • 9 ObA 150/95
    Entscheidungstext OGH 25.10.1995 9 ObA 150/95
    Auch; nur T3; Beisatz: § 48 ASGG (T5)
  • 8 ObA 195/97b
    Entscheidungstext OGH 13.11.1997 8 ObA 195/97b
    nur T1; Beisatz: Hier: Das Zuwarten mit dem Ausspruch der Entlassung der sofort vom Dienst freigestellten Klägerin durch rund eine Woche ist in Anbetracht der der Geschäftsleitung zuzugestehenden Konsultationen rechtzeitig. (T6)
  • 9 ObA 140/01f
    Entscheidungstext OGH 10.10.2001 9 ObA 140/01f
    nur T1; Beis wie T2
  • 8 ObA 255/01k
    Entscheidungstext OGH 25.10.2001 8 ObA 255/01k
    Auch; nur T1
  • 9 ObA 32/07g
    Entscheidungstext OGH 02.03.2007 9 ObA 32/07g
    nur T1
  • 9 ObA 59/07b
    Entscheidungstext OGH 30.05.2007 9 ObA 59/07b
    nur T1
  • 8 ObA 19/07p
    Entscheidungstext OGH 21.05.2007 8 ObA 19/07p
    nur T1; Beisatz: Im vorliegenden Fall war besonders zu beachten, dass die Beklagte die Organe der Personalvertretung einzuschalten hatte. (T7)
  • 9 ObA 163/07x
    Entscheidungstext OGH 28.11.2007 9 ObA 163/07x
    Auch; nur T1; Beis wie T7; Beisatz: Hier: „Keine Identität zwischen der Dienststelle des Klägers und der für die Beendigung des Dienstverhältnisses zuständigen Magistratsabteilung." (T8)
  • 8 ObA 24/08z
    Entscheidungstext OGH 03.04.2008 8 ObA 24/08z
    nur: Bei Beurteilung der Rechtzeitigkeit einer Entlassung ist bei juristischen Personen darauf Bedacht zu nehmen, dass die Willensbildung umständlicher ist als bei physischen Personen. (T9)
    Beisatz: Dadurch bedingte Verzögerungen ebenso wie eine Verzögerung, die sich aus der Notwendigkeit der vorherigen Befassung der Personalvertretung ergibt, sind daher anzuerkennen. (T10)
    Beisatz: Hier: Die Personalvertretung gab bereits am 2. 3. 2006 ihre Stellungnahme zu der wegen des Vorfalls vom 16. 2. 2006 beabsichtigten Kündigung ab. Die Beurteilung, dass die erst am 24. 3. 2006 ausgesprochene Kündigung verspätet erfolgte, ist im Hinblick darauf, dass die Verzögerung von mehr als drei Wochen gerade nicht auf die notwendige Einholung einer Stellungnahme der Personalvertretung zurückzuführen ist, zumindest vertretbar. (T11)
  • 9 ObA 128/08a
    Entscheidungstext OGH 29.10.2008 9 ObA 128/08a
    Auch; nur T1; Beisatz: Dem Umstand, dass der beklagte Dienstgeber eine juristische Person ist, kommt jedoch im vorliegenden Fall bei der Beurteilung der Rechtzeitigkeit der Entlassung keine besondere Bedeutung zu, weil der Bürgermeister einer Gemeinde bei der Entlassung von Gemeindeangestellten, die dem Vbg GBedG 1988 unterliegen, Dienstbehörde und zuständiges Organ zur Vertretung der Gemeinde als Dienstbehörde ist. (T12)
    Beisatz: Dass der für die Entlassung des Klägers zuständige Bürgermeister der Beklagten der unzutreffenden Auffassung war, die Entlassung könne nicht durch ihn, sondern nur durch den erst von ihm einzuberufenden Gemeindevorstand erfolgen, geht zu Lasten der Beklagten. (T13)
  • 8 ObA 46/09m
    Entscheidungstext OGH 21.12.2009 8 ObA 46/09m
    Vgl auch
  • 9 ObA 155/09y
    Entscheidungstext OGH 03.03.2010 9 ObA 155/09y
    Auch; nur T9; Beis wie T10
  • 9 ObA 84/10h
    Entscheidungstext OGH 29.09.2010 9 ObA 84/10h
    Auch; nur T9; Beisatz: Hier: Beendigung eines Dienstverhältnisses nach der Tiroler Gemeindeordnung 2001. (T14)
    Beisatz: Ob dem Erfordernis der Unverzüglichkeit des Ausspruchs der Entlassung durch Befassung des Gemeinderats entsprochen werden kann, stellt eine Beurteilung im Einzelfall dar, die im Allgemeinen keine erhebliche Rechtsfrage begründet. (T15)
  • 8 ObA 31/10g
    Entscheidungstext OGH 22.02.2011 8 ObA 31/10g
    Ähnlich; nur: Es müssen solche Verzögerungen anerkannt werden, die in der Natur des Dienstverhältnisses oder sonst in den besonderen Umständen des Falles sachlich begründet sind. (T16)
    Beisatz: Handelsvertreter. (T17)
  • 8 ObA 39/13p
    Entscheidungstext OGH 27.06.2013 8 ObA 39/13p
    Auch
  • 9 ObA 18/15k
    Entscheidungstext OGH 29.04.2015 9 ObA 18/15k
    Auch
  • 8 ObA 58/15k
    Entscheidungstext OGH 25.08.2015 8 ObA 58/15k
    Auch; nur T9
  • 9 ObA 144/16s
    Entscheidungstext OGH 29.11.2016 9 ObA 144/16s
    Vgl auch; Beis wie T15
  • 9 ObA 119/16i
    Entscheidungstext OGH 28.10.2016 9 ObA 119/16i
    nur T1
  • 9 ObA 26/17i
    Entscheidungstext OGH 20.04.2017 9 ObA 26/17i
    Auch; nur T1
  • 8 ObA 38/19z
    Entscheidungstext OGH 24.07.2019 8 ObA 38/19z
    Auch; nur T1; nur T16

Schlagworte

Angestellte, Disziplinarverfahren, Verschweigung, Arbeitsverhältnis, Verspätung, Verfristung, Verwirkung, Verzicht, Entlassungsgrund, Entlassungsrecht, Ende, Beendigung, vorzeitige Auflösung, Unverzüglichkeit, Zeitpunkt, Verlust, Untergang, Erklärung, Ausspruch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1963:RS0029328

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

17.09.2019

Dokumentnummer

JJR_19630910_OGH0002_0040OB00074_6300000_001

Rechtssatz für 5Ob636/79 4Ob556/80 6Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0041835

Geschäftszahl

5Ob636/79; 4Ob556/80; 6Ob666/82; 1Ob643/84 (1Ob644/84); 5Ob311/85 (5Ob312/85, 5Ob313/85); 1Ob659/85; 7Ob641/85; 10ObS2068/96g; 10Ob2166/96v; 8ObA116/97k; 8Ob337/97k; 1Ob213/97y; 10ObS215/98k; 8ObS17/98b; 9ObA262/99s; 9Ob114/00f; 10ObS343/00i; 10Ob292/00i; 7Ob166/01i; 10ObS129/02x; 8ObA38/05d; 7Ob171/05f; 3Ob3/06x; 7Ob24/07s; 4Ob44/07k; 3Ob123/07w; 6Ob183/08t; 3Ob27/09f; 10ObS150/09w; 3Ob170/10m; 7Ob253/10x; 10ObS15/12x; 8Ob47/12p; 4Ob68/12x; 8ObA39/13p; 6Ob95/13h; 9ObA110/13m; 1Ob202/13g; 2Ob30/14x; 9ObA73/14x; 8Ob60/14b; 1Ob85/15d; 7Ob59/15z; 8Ob73/15s; 6Ob119/15s; 3Ob26/17w; 7Ob66/18h; 3Ob118/18a; 9ObA95/18p; 4Ob48/19s

Entscheidungsdatum

10.07.1979

Norm

ZPO §467 Z3 Ca

Rechtssatz

Die Geltendmachung des Berufungsgrundes der unrichtigen Beweiswürdigung erfordert die bestimmte Angabe, welche Beweise der Erstrichter unrichtig gewürdigt hat, aus welchen Erwägungen sich dies ergibt und welche Tatsachenfeststellungen bei richtiger Beweiswürdigung zu treffen gewesen wären. Mit der der Berufung vorangestellten allgemeinen Erklärung, das Ersturteil seinem gesamten Inhalte nach anzufechten, soweit es nicht ausdrücklich als richtig anerkannt werde, wird § 467 Z 3 ZPO für die Beweisrüge nicht Genüge getan.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 636/79
    Entscheidungstext OGH 10.07.1979 5 Ob 636/79
  • 4 Ob 556/80
    Entscheidungstext OGH 15.09.1981 4 Ob 556/80
    nur: Die Geltendmachung des Berufungsgrundes der unrichtigen Beweiswürdigung erfordert die bestimmte Angabe, welche Beweise der Erstrichter unrichtig gewürdigt hat, aus welchen Erwägungen sich dies ergibt und welche Tatsachenfeststellungen bei richtiger Beweiswürdigung zu treffen gewesen wären. (T1)
  • 6 Ob 666/82
    Entscheidungstext OGH 24.02.1983 6 Ob 666/82
    nur T1
  • 1 Ob 643/84
    Entscheidungstext OGH 12.12.1984 1 Ob 643/84
    nur T1
  • 5 Ob 311/85
    Entscheidungstext OGH 10.09.1985 5 Ob 311/85
    nur T1; Beisatz: Die Ausführungen zur Beweisrüge müssen eindeutig erkennen lassen, auf Grund welcher Umwürdigung bestimmter Beweismittel welche vom angefochtenen Urteil abweichenden Feststellungen angestrebt werden. (T2)
  • 1 Ob 659/85
    Entscheidungstext OGH 16.09.1985 1 Ob 659/85
    nur T1
  • 7 Ob 641/85
    Entscheidungstext OGH 21.11.1985 7 Ob 641/85
    nur T1
  • 10 ObS 2068/96g
    Entscheidungstext OGH 07.05.1996 10 ObS 2068/96g
  • 10 Ob 2166/96v
    Entscheidungstext OGH 25.06.1996 10 Ob 2166/96v
    Auch
  • 8 ObA 116/97k
    Entscheidungstext OGH 12.06.1997 8 ObA 116/97k
    nur T1
  • 8 Ob 337/97k
    Entscheidungstext OGH 13.11.1997 8 Ob 337/97k
    nur T1; Beisatz: Es genügt nicht die "ersatzlose" Streichung einer Feststellung anzustreben. (T3)
  • 1 Ob 213/97y
    Entscheidungstext OGH 25.11.1997 1 Ob 213/97y
    Beis wie T2
  • 10 ObS 215/98k
    Entscheidungstext OGH 23.06.1998 10 ObS 215/98k
    nur T1
  • 8 ObS 17/98b
    Entscheidungstext OGH 08.06.1998 8 ObS 17/98b
    Auch
  • 9 ObA 262/99s
    Entscheidungstext OGH 03.11.1999 9 ObA 262/99s
    Auch; Beisatz: Eine ordnungsgemäße Beweisrüge liegt nur dann vor, wenn klar ersichtlich ist, durch welche Tatsachen sich der Berufungswerber für beschwert erachtet, infolge welcher unrichtigen Beweiswürdigung sie getroffen wurden, welche Feststellungen stattdessen begehrt werden und auf Grund welcher Beweismittel die begehrten Feststellungen getroffen werden könnten. (T4)
  • 9 Ob 114/00f
    Entscheidungstext OGH 05.04.2000 9 Ob 114/00f
    Auch; nur T1; Beis wie T4
  • 10 ObS 343/00i
    Entscheidungstext OGH 16.01.2001 10 ObS 343/00i
    Auch, nur T1; Beis ähnlich wie T4
  • 10 Ob 292/00i
    Entscheidungstext OGH 06.03.2001 10 Ob 292/00i
    Auch; nur T1; Beis ähnlich wie T4
    Veröff: SZ 74/41
  • 7 Ob 166/01i
    Entscheidungstext OGH 31.07.2001 7 Ob 166/01i
    nur T4
  • 10 ObS 129/02x
    Entscheidungstext OGH 18.06.2002 10 ObS 129/02x
    Auch; Beisatz: Um die Beweisrüge in der Berufung auszuführen, muss der Rechtsmittelwerber deutlich zum Ausdruck bringen, welche konkrete Feststellung bekämpft wird, infolge welcher unrichtigen Beweiswürdigung sie getroffen wurde, welche Feststellung begehrt wird und auf Grund welcher Beweisergebnisse und Erwägungen die begehrte Feststellung zu treffen gewesen wäre. (T5)
  • 8 ObA 38/05d
    Entscheidungstext OGH 30.06.2005 8 ObA 38/05d
    Auch; nur T1
  • 7 Ob 171/05f
    Entscheidungstext OGH 09.11.2005 7 Ob 171/05f
    nur T1; Beis wie T2; Beis wie T4
  • 3 Ob 3/06x
    Entscheidungstext OGH 25.01.2006 3 Ob 3/06x
    Vgl auch; nur T1
  • 7 Ob 24/07s
    Entscheidungstext OGH 18.04.2007 7 Ob 24/07s
    nur T1
  • 4 Ob 44/07k
    Entscheidungstext OGH 23.04.2007 4 Ob 44/07k
    Auch; Veröff: SZ 2007/62
  • 3 Ob 123/07w
    Entscheidungstext OGH 23.10.2007 3 Ob 123/07w
    Auch; Beis ähnlich wie T3
  • 6 Ob 183/08t
    Entscheidungstext OGH 06.11.2008 6 Ob 183/08t
    Auch
  • 3 Ob 27/09f
    Entscheidungstext OGH 25.03.2009 3 Ob 27/09f
    Beisatz: Die vom Berufungsgericht seiner Erledigung der Beweisrüge zugrunde gelegte Auffassung, die Klägerin habe ihre Tatsachenrüge (teilweise) nicht gesetzmäßig ausgeführt, bildet keine vom Obersten Gerichtshof aufzugreifende Fehlbeurteilung. (T6)
  • 10 ObS 150/09w
    Entscheidungstext OGH 20.10.2009 10 ObS 150/09w
    nur T1
  • 3 Ob 170/10m
    Entscheidungstext OGH 11.11.2010 3 Ob 170/10m
    Auch; Beis wie T5; Beis wie T6
  • 7 Ob 253/10x
    Entscheidungstext OGH 30.03.2011 7 Ob 253/10x
    Auch; nur T1
  • 10 ObS 15/12x
    Entscheidungstext OGH 13.03.2012 10 ObS 15/12x
    Vgl auch; Beis wie T4; Beis wie T5
  • 8 Ob 47/12p
    Entscheidungstext OGH 24.04.2012 8 Ob 47/12p
    Auch; nur T1
  • 4 Ob 68/12x
    Entscheidungstext OGH 12.06.2012 4 Ob 68/12x
    Vgl auch; Vgl auch Beis wie T6
  • 8 ObA 39/13p
    Entscheidungstext OGH 27.06.2013 8 ObA 39/13p
    Auch
  • 6 Ob 95/13h
    Entscheidungstext OGH 28.08.2013 6 Ob 95/13h
    nur T1
  • 9 ObA 110/13m
    Entscheidungstext OGH 26.11.2013 9 ObA 110/13m
    nur T1
  • 1 Ob 202/13g
    Entscheidungstext OGH 19.12.2013 1 Ob 202/13g
    Auch; Beis wie T5
  • 2 Ob 30/14x
    Entscheidungstext OGH 29.04.2014 2 Ob 30/14x
    Auch; Beis wie T6
  • 9 ObA 73/14x
    Entscheidungstext OGH 22.07.2014 9 ObA 73/14x
    Vgl auch; Beis wie T3
  • 8 Ob 60/14b
    Entscheidungstext OGH 25.06.2015 8 Ob 60/14b
    Auch; nur T1; Beis wie T3; Beis wie T4
  • 1 Ob 85/15d
    Entscheidungstext OGH 21.05.2015 1 Ob 85/15d
    Auch; Beis wie T4; Beis wie T5
  • 7 Ob 59/15z
    Entscheidungstext OGH 02.07.2015 7 Ob 59/15z
  • 8 Ob 73/15s
    Entscheidungstext OGH 30.07.2015 8 Ob 73/15s
    Vgl auch; Beis wie T6
  • 6 Ob 119/15s
    Entscheidungstext OGH 21.12.2015 6 Ob 119/15s
    Auch; Beis wie T3
  • 3 Ob 26/17w
    Entscheidungstext OGH 07.06.2017 3 Ob 26/17w
    Auch; Beis wie T3
  • 7 Ob 66/18h
    Entscheidungstext OGH 24.05.2018 7 Ob 66/18h
    Auch; Beis wie T2; Beis wie T3
  • 3 Ob 118/18a
    Entscheidungstext OGH 14.08.2018 3 Ob 118/18a
    Vgl auch; Beis wie T4; Beis wie T5
  • 9 ObA 95/18p
    Entscheidungstext OGH 27.09.2018 9 ObA 95/18p
    Beis wie T3
  • 4 Ob 48/19s
    Entscheidungstext OGH 04.07.2019 4 Ob 48/19s
    Beis wie T3

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1979:RS0041835

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

09.09.2019

Dokumentnummer

JJR_19790710_OGH0002_0050OB00636_7900000_002

Rechtssatz für 4Ob127/83 9ObA193/89 9O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0028859

Geschäftszahl

4Ob127/83; 9ObA193/89; 9ObA61/90; 9ObA162/92; 9ObA33/97m; 9ObA211/98i; 9ObA156/99b; 8ObA23/03w; 9ObA44/07x; 8ObA35/08t; 8ObA39/13p; 8ObA12/15w; 8ObA48/16s; 8ObA49/17i

Entscheidungsdatum

18.10.1983

Norm

AngG §27 C6

Rechtssatz

Bei Vorliegen fortgesetzter Entlassungsgründe - darunter ist die wiederholte Begehung von im wesentlichen gleichartigen, auf derselben Neigung oder denselben Eigenschaften des Arbeitnehmers beruhenden Handlungen oder Unterlassungen zu verstehen - verliert der Arbeitgeber nur hinsichtlich jenes Entlassungsgrundes das Entlassungsrecht, hinsichtlich dessen er die Entlassung nicht (rechtzeitig) ausgesprochen hat, aber auch diese Verfehlungen können im Rahmen der Würdigung des Gesamtverhaltens bei späterer Wiederholung Berücksichtigung finden.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 127/83
    Entscheidungstext OGH 18.10.1983 4 Ob 127/83
  • 9 ObA 193/89
    Entscheidungstext OGH 30.08.1989 9 ObA 193/89
    Auch; Beisatz: Es kann allerdings unter Umständen dem Grundsatz von Treu und Glauben und der Fürsorgepflicht des Arbeitgebers widersprechen, wenn er zunächst längere Zeit hindurch ein tatbestandmäßiges Verhalten des Arbeitnehmers widerspruchslos hinnimmt, sodass der Arbeitnehmer ein Einverständnis oder doch eine Gleichgültigkeit des Arbeitgebers annehmen kann, dieser aber dann dennoch eine Entlassung ausspricht. In einem solchen Fall muss er den Arbeitnehmer vorher zu einem pflichtgemäßen Verhalten auffordern. (T1)
  • 9 ObA 61/90
    Entscheidungstext OGH 28.02.1990 9 ObA 61/90
    Vgl auch; Beisatz: § 48 ASGG (T2)
  • 9 ObA 162/92
    Entscheidungstext OGH 02.09.1992 9 ObA 162/92
    Beis wie T1
  • 9 ObA 33/97m
    Entscheidungstext OGH 30.04.1997 9 ObA 33/97m
    nur: Bei Vorliegen fortgesetzter Entlassungsgründe - darunter ist die wiederholte Begehung von im wesentlichen gleichartigen, auf derselben Neigung oder denselben Eigenschaften des Arbeitnehmers beruhenden Handlungen oder Unterlassungen zu verstehen - verliert der Arbeitgeber nur hinsichtlich jenes Entlassungsgrundes das Entlassungsrecht, hinsichtlich dessen er die Entlassung nicht (rechtzeitig) ausgesprochen hat. (T3)
    Beisatz: Nicht jedoch auch hinsichtlich künftiger Vorfälle ähnlicher Art, auf die dann jeweils der Grundsatz der Unverzüglichkeit zur Anwendung kommt. (T4)
  • 9 ObA 211/98i
    Entscheidungstext OGH 11.11.1998 9 ObA 211/98i
    Vgl auch; Beis wie T1; Beisatz: Hier: § 32 Abs 2 lit a und f VBG. (T5)
  • 9 ObA 156/99b
    Entscheidungstext OGH 13.10.1999 9 ObA 156/99b
    nur T3; Beis wie T4; Beisatz: Hier: § 27 Z 4 AngG. (T6)
  • 8 ObA 23/03w
    Entscheidungstext OGH 20.03.2003 8 ObA 23/03w
    Vgl auch; Beis wie T1; Beisatz: Hier: § 32 Abs 2 Z 1 und Z 2 VBG. (T7)
  • 9 ObA 44/07x
    Entscheidungstext OGH 28.03.2007 9 ObA 44/07x
    Vgl auch, Beisatz: Hier: Wiederholte grobe Pflichtverletzungen eines Rettungshelfers und Sanitätsgehilfen. (T8)
  • 8 ObA 35/08t
    Entscheidungstext OGH 27.05.2008 8 ObA 35/08t
    Vgl auch
  • 8 ObA 39/13p
    Entscheidungstext OGH 27.06.2013 8 ObA 39/13p
    Auch
  • 8 ObA 12/15w
    Entscheidungstext OGH 28.04.2015 8 ObA 12/15w
    Vgl auch
  • 8 ObA 48/16s
    Entscheidungstext OGH 27.09.2016 8 ObA 48/16s
    Auch; Beis wie T1
  • 8 ObA 49/17i
    Entscheidungstext OGH 28.09.2017 8 ObA 49/17i
    Auch

Schlagworte

Angestellte, Dauertatbestand, wichtiger Grund, Ende, Beendigung, Dienstverhältnis, Arbeitsverhältnis, vorzeitige Auflösung, Drohung, Androhung, Mahnung, Ermahnung, Warnung, Verwarnung, Verwirkung, Grundsatz, Unverzüglichkeit, Verfristung, Verspätung, Rechtzeitigkeit, Zustimmung, Aufforderung

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1983:RS0028859

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

16.11.2017

Dokumentnummer

JJR_19831018_OGH0002_0040OB00127_8300000_001

Rechtssatz für 14Ob64/86 9ObA4/87 9ObA...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0029023

Geschäftszahl

14Ob64/86; 9ObA4/87; 9ObA186/98p; 9ObA277/01b; 8ObA96/03f; 9ObA122/06s; 8ObA53/08i; 8ObA64/12p; 8ObA19/13x; 8ObA39/13p

Entscheidungsdatum

13.05.1986

Norm

AngG §27 C1

Rechtssatz

Wird dem Arbeitnehmer bloß eine Verwarnung erteilt und nur für den Wiederholungsfall die Entlassung angedroht, ist darin ein Verzicht auf die Entlassung zu erblicken.

Entscheidungstexte

  • 14 Ob 64/86
    Entscheidungstext OGH 13.05.1986 14 Ob 64/86
  • 9 ObA 4/87
    Entscheidungstext OGH 02.09.1987 9 ObA 4/87
  • 9 ObA 186/98p
    Entscheidungstext OGH 07.10.1998 9 ObA 186/98p
    Auch; Beisatz: Es macht keinen Unterschied, in welcher Form - ob schriftlich oder mündlich - die Verwarnung erteilt wird. (T1)
  • 9 ObA 277/01b
    Entscheidungstext OGH 13.03.2002 9 ObA 277/01b
    Beisatz: Für die Beurteilung einer derartigen schlüssigen Verzichtserklärung ist der objektive Erklärungswert entscheidend. (T2)
  • 8 ObA 96/03f
    Entscheidungstext OGH 25.11.2003 8 ObA 96/03f
    Vgl
  • 9 ObA 122/06s
    Entscheidungstext OGH 15.11.2006 9 ObA 122/06s
    Beisatz: Hier: Verzicht auf die Geltendmachung eines bestimmten Kündigungsgrundes nach dem VBG. (T3)
  • 8 ObA 53/08i
    Entscheidungstext OGH 14.10.2008 8 ObA 53/08i
    Beis wie T3; Beisatz: Hat der Dienstgeber ihm zur Kenntnis gelangte Vorfälle (bloß) zum Anlass für eine Ermahnung genommen, kann diese Erklärung nur dahin verstanden werden, dass der Dienstgeber auf das Recht, den Dienstnehmer wegen dieses Verhaltens zu entlassen (beziehungsweise wie hier nach dem VBG zu kündigen), verzichtet hat. (T4)
    Beisatz: Nur ein danach eingenommenes oder allenfalls ein dem vorgesetzten Dienstgeber erst später zur Kenntnis gelangtes Verhalten könnte in einem solchen Fall die Kündigung rechtfertigen. (T5)
    Beisatz: Hier: Im Hinblick auf den maßgeblichen objektiven Erklärungswert der Ermahnung wurde Kündigungsverzicht bejaht. (T6)
  • 8 ObA 64/12p
    Entscheidungstext OGH 24.10.2012 8 ObA 64/12p
  • 8 ObA 19/13x
    Entscheidungstext OGH 29.04.2013 8 ObA 19/13x
    Auch; Beis wie T4
  • 8 ObA 39/13p
    Entscheidungstext OGH 27.06.2013 8 ObA 39/13p
    Auch; Beis wie T3; Beis wie T4; Beis wie T5; Beisatz: Auch dann, wenn der Dienstgeber ihm zur Kenntnis gelangte konkrete Vorfälle zum Anlass für eine Ermahnung genommen hat, kann er eine spätere Wiederholung dieses Verhaltens dennoch zur Begründung seines Auflösungsrechts heranziehen. (T7)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1986:RS0029023

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

29.08.2013

Dokumentnummer

JJR_19860513_OGH0002_0140OB00064_8600000_002

Rechtssatz für 8ObA39/13p 9ObA99/18a

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0128992

Geschäftszahl

8ObA39/13p; 9ObA99/18a

Entscheidungsdatum

27.06.2013

Norm

VBG §32

Rechtssatz

Hat ein Lehrer gegen eine sich auf seinen Unterricht beziehende Weisung verstoßen und erklärt, sich an diese nicht mehr zu halten, so ist das Vorliegen einer gröblichen Verletzung der Dienstpflichten nach § 32 Abs 2 Z 1 VBG zu bejahen.

Entscheidungstexte

  • 8 ObA 39/13p
    Entscheidungstext OGH 27.06.2013 8 ObA 39/13p
  • 9 ObA 99/18a
    Entscheidungstext OGH 27.09.2018 9 ObA 99/18a
    Vgl; Beisatz: Hier: § 27 Z 1 AngG (T1)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2013:RS0128992

Im RIS seit

14.10.2013

Zuletzt aktualisiert am

14.11.2018

Dokumentnummer

JJR_20130627_OGH0002_008OBA00039_13P0000_001