Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 6Ob152/61 6Ob110/62 6Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0006893

Geschäftszahl

6Ob152/61; 6Ob110/62; 6Ob218/64; 6Ob60/66; 7Ob14/69; 8Ob63/69; 8Ob137/70; 5Ob137/72; 5Ob16/73; 7Ob111/75; 1Ob557/81; 3Ob611/83; 1Ob656/84; 3Ob555/86; 8Ob680/86; 7Ob536/87; 4Ob624/88; 3Ob557/89; 8Ob717/89; 8Ob511/90; 5Ob514/90; 3Ob596/90; 6Ob505/91; 10Ob514/94; 1Ob610/94; 1Ob1531/96; 1Ob2078/96m; 4Ob2288/96s; 9Ob43/99k; 10Ob25/00z; 9Ob177/00w; 9Ob194/00w; 6Ob219/00z; 8Ob222/00f; 1Ob74/01s (1Ob75/01p); 9Ob169/01w; 7Ob216/01t; 2Ob103/02i; 7Ob43/03d; 9ObA18/03t; 2Ob84/03x; 8Ob62/04g; 3Ob89/05t; 3Ob210/05m; 6Ob148/05s; 3Ob111/06d; 3Ob250/06w; 8Ob59/07w; 2Ob130/08v; 3Ob68/10m; 9Ob71/10x; 3Ob41/12v; 1Ob98/12m; 1Ob241/12s; 7Ob183/12f; 3Ob240/12h; 7Ob16/13y; 7Ob111/13v; 3Ob205/14i; 1Ob7/16k; 10Ob32/16b; 7Ob150/16h; 6Ob10/17i; 1Ob237/18m; 4Ob246/18g

Entscheidungsdatum

17.05.1961

Norm

AußStrG §10 B
AußStrG 2005 §49 A
AußStrG 2005 §49 C

Rechtssatz

Sachverhaltsänderungen nach dem erstgerichtlichen Beschluss sind von der Rechtsmittelinstanz (auch vom OGH) zu berücksichtigen, wenn dies das Interesse des pflegebefohlenen Kindes erfordert (vgl 6 Ob 55/61).

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 152/61
    Entscheidungstext OGH 17.05.1961 6 Ob 152/61
  • 6 Ob 110/62
    Entscheidungstext OGH 25.04.1962 6 Ob 110/62
  • 6 Ob 218/64
    Entscheidungstext OGH 21.07.1964 6 Ob 218/64
  • 6 Ob 60/66
    Entscheidungstext OGH 16.03.1966 6 Ob 60/66
  • 7 Ob 14/69
    Entscheidungstext OGH 19.02.1969 7 Ob 14/69
    Veröff: EFSlg 12667
  • 8 Ob 63/69
    Entscheidungstext OGH 20.05.1969 8 Ob 63/69
    Veröff: EFSlg 12667
  • 8 Ob 137/70
    Entscheidungstext OGH 09.06.1970 8 Ob 137/70
  • 5 Ob 137/72
    Entscheidungstext OGH 11.07.1972 5 Ob 137/72
  • 5 Ob 16/73
    Entscheidungstext OGH 06.06.1973 5 Ob 16/73
  • 7 Ob 111/75
    Entscheidungstext OGH 19.06.1975 7 Ob 111/75
    Beisatz: Vermeidung kurzfristiger Pflegeplatzwechsel. (T1)
  • 1 Ob 557/81
    Entscheidungstext OGH 08.04.1981 1 Ob 557/81
    Auch
  • 3 Ob 611/83
    Entscheidungstext OGH 16.11.1983 3 Ob 611/83
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Ordentlicher Revisionsrekurs bezüglich der Maßnahme der gerichtlichen Erziehungshilfe durch Entfernung des Kindes aus der väterlichen Obhut. (T2)
  • 1 Ob 656/84
    Entscheidungstext OGH 08.10.1984 1 Ob 656/84
  • 3 Ob 555/86
    Entscheidungstext OGH 02.07.1986 3 Ob 555/86
    Auch
  • 8 Ob 680/86
    Entscheidungstext OGH 04.12.1986 8 Ob 680/86
    Auch
  • 7 Ob 536/87
    Entscheidungstext OGH 05.03.1987 7 Ob 536/87
  • 4 Ob 624/88
    Entscheidungstext OGH 13.12.1988 4 Ob 624/88
  • 3 Ob 557/89
    Entscheidungstext OGH 28.06.1989 3 Ob 557/89
  • 8 Ob 717/89
    Entscheidungstext OGH 14.12.1989 8 Ob 717/89
  • 8 Ob 511/90
    Entscheidungstext OGH 25.01.1990 8 Ob 511/90
  • 5 Ob 514/90
    Entscheidungstext OGH 30.01.1990 5 Ob 514/90
  • 3 Ob 596/90
    Entscheidungstext OGH 19.12.1990 3 Ob 596/90
  • 6 Ob 505/91
    Entscheidungstext OGH 07.02.1991 6 Ob 505/91
  • 10 Ob 514/94
    Entscheidungstext OGH 11.05.1994 10 Ob 514/94
    Auch; Beisatz: Die auch bei der Regelung des Verkehrsrechtes vorgeschriebene Berücksichtigung des Kindeswohls (§ 178a leg cit) erfordert es , dass der Oberste Gerichtshof bei der Erledigung eines Revisionsrekurses alle während des Verfahrens eingetretenen Entwicklungen berücksichtigt. (T3)
  • 1 Ob 610/94
    Entscheidungstext OGH 11.10.1994 1 Ob 610/94
    Auch
  • 1 Ob 1531/96
    Entscheidungstext OGH 26.03.1996 1 Ob 1531/96
    Auch
  • 1 Ob 2078/96m
    Entscheidungstext OGH 26.07.1996 1 Ob 2078/96m
    Auch
  • 4 Ob 2288/96s
    Entscheidungstext OGH 15.10.1996 4 Ob 2288/96s
    Beisatz: Insoweit gilt keinerlei Neuerungsverbot. (T4)
  • 9 Ob 43/99k
    Entscheidungstext OGH 05.05.1999 9 Ob 43/99k
    Auch; Beis wie T4
  • 10 Ob 25/00z
    Entscheidungstext OGH 15.02.2000 10 Ob 25/00z
    Auch; Beis wie T4; Beisatz: Maßgeblicher Zeitpunkt für die Beurteilung der Kindeswohlgefährdung ist der Zeitpunkt der letztinstanzlichen Entscheidung, sodass alle während des Verfahrens eintretenden Änderungen zu berücksichtigen sind. (T5)
  • 9 Ob 177/00w
    Entscheidungstext OGH 06.09.2000 9 Ob 177/00w
    Beis wie T4
  • 9 Ob 194/00w
    Entscheidungstext OGH 20.09.2000 9 Ob 194/00w
    Beis wie T4; Beis wie T5
  • 6 Ob 219/00z
    Entscheidungstext OGH 05.10.2000 6 Ob 219/00z
    Vgl
  • 8 Ob 222/00f
    Entscheidungstext OGH 23.11.2000 8 Ob 222/00f
    Auch
  • 1 Ob 74/01s
    Entscheidungstext OGH 27.03.2001 1 Ob 74/01s
    Beisatz: Vermeidung kurzfristiger Pflegeplatzwechsel (hier jedoch nicht vorliegend). (T6)
    Beis wie T3
  • 9 Ob 169/01w
    Entscheidungstext OGH 05.09.2001 9 Ob 169/01w
    Beis wie T5
  • 7 Ob 216/01t
    Entscheidungstext OGH 26.09.2001 7 Ob 216/01t
    Auch
  • 2 Ob 103/02i
    Entscheidungstext OGH 06.05.2002 2 Ob 103/02i
    Auch
  • 7 Ob 43/03d
    Entscheidungstext OGH 19.03.2003 7 Ob 43/03d
    Auch; Beis wie T4; Beis wie T5
  • 9 ObA 18/03t
    Entscheidungstext OGH 19.03.2003 9 ObA 18/03t
    Auch; Beisatz: Durch die Behauptung, nachträglich habe sich die vom Rekursgericht seiner Entscheidung zugrunde gelegte Tatsachengrundlage geändert, wird jedoch eine erhebliche Rechtsfrage im Sinne des § 14 Abs 1 AußStrG nicht aufgezeigt. (T7)
  • 2 Ob 84/03x
    Entscheidungstext OGH 08.05.2003 2 Ob 84/03x
    Beisatz: Hier: Lediglich gegenüber dem Gericht abgegebenes und danach im Rechtsmittelverfahren widerrufenes Einverständnis der Mutter zur Unterhaltsherabsetzung, welches dem Tatsachenbereich zuzuordnen ist. (T8)
  • 8 Ob 62/04g
    Entscheidungstext OGH 24.09.2004 8 Ob 62/04g
    Auch
  • 3 Ob 89/05t
    Entscheidungstext OGH 11.05.2005 3 Ob 89/05t
    Beis wie T5
  • 3 Ob 210/05m
    Entscheidungstext OGH 20.10.2005 3 Ob 210/05m
    Beisatz: Hier: Entscheidung über einen Rückführungsantrag nach dem Haager Kindesentführungsübereinkommen. (T9)
  • 6 Ob 148/05s
    Entscheidungstext OGH 03.11.2005 6 Ob 148/05s
    Vgl auch; Beisatz: Der Rechtsmittelwerber hat die Zulässigkeit der Neuerungen zu behaupten und schlüssig darzulegen, dass es sich bei der Verspätung (Unterlassung) des Vorbringens um eine entschuldbare Fehlleistung handelt. Hier: „Schlichtes Vergessen" und eine fehlende Anleitung durch das Erstgericht sind kein entschuldbaren Fehlleistungen. (T10)
  • 3 Ob 111/06d
    Entscheidungstext OGH 13.09.2006 3 Ob 111/06d
    Beisatz: Diese Rechtsprechung ist im Geltungsbereich des neuen AußStrG aufrecht zu erhalten, erlaubt doch § 49 Abs 3 AußStrG nunmehr ausdrücklich, das Vorbringen von zur Zeit des Beschlusses noch nicht vorhandenen Tatsachen; diese sind allerdings nur so weit zu berücksichtigen, als sie nicht ohne wesentlichen Nachteil zum Gegenstand eines neuen Antrags gemacht werden können. Einen solchen wesentlichen Nachteil wird man jedenfalls schon dann bejahen müssen, wenn eine Gefahr für Minderjährige oder sonstige Pflegebefohlene besteht. (T11)
  • 3 Ob 250/06w
    Entscheidungstext OGH 21.12.2006 3 Ob 250/06w
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T11; Beisatz: Hier: Ein solcher Nachteil - der sowohl gegenüber dem Rechtsschutzwerber als auch den übrigen Parteien zu berücksichtigen wäre - ist mit der Umbestellung des Sachwalters jedenfalls verbunden. (T12)
  • 8 Ob 59/07w
    Entscheidungstext OGH 27.06.2007 8 Ob 59/07w
    Beis wie T11 nur: Diese Rechtsprechung ist im Geltungsbereich des neuen AußStrG aufrecht zu erhalten. Einen solchen wesentlichen Nachteil wird man jedenfalls schon dann bejahen müssen, wenn eine Gefahr für Minderjährige oder sonstige Pflegebefohlene besteht. (T13)
    Beisatz: Nicht jeder finanzielle Nachteil rechtfertigt bereits die Berücksichtigung von Neuerungen. (T14)
    Beisatz: Hier: Voraussetzungen des § 49 Abs 3 AußStrG verneint. (T15)
  • 2 Ob 130/08v
    Entscheidungstext OGH 26.06.2008 2 Ob 130/08v
    Vgl; Beisatz: Das Neuerungsverbot ist im Obsorgeverfahren aus Gründen des Kindeswohls nur insofern durchbrochen, als der Oberste Gerichtshof nur solche nach der Beschlussfassung der Vorinstanzen eingetretene Entwicklungen berücksichtigen muss, die aktenkundig sind und die bisherige Tatsachengrundlage wesentlich verändern. (T16)
  • 3 Ob 68/10m
    Entscheidungstext OGH 30.06.2010 3 Ob 68/10m
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Sachwalterschaftsverfahren. (T17)
  • 9 Ob 71/10x
    Entscheidungstext OGH 21.01.2011 9 Ob 71/10x
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T8
  • 3 Ob 41/12v
    Entscheidungstext OGH 15.05.2012 3 Ob 41/12v
    Vgl auch; Auch Beis wie T16; Beisatz: Hier: Obsorgeverfahren. (T18)
  • 1 Ob 98/12m
    Entscheidungstext OGH 01.08.2012 1 Ob 98/12m
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T11; Beis ähnlich wie T15; Beis ähnlich wie T17
  • 1 Ob 241/12s
    Entscheidungstext OGH 13.12.2012 1 Ob 241/12s
    Auch; Beis ähnlich wie T16
  • 7 Ob 183/12f
    Entscheidungstext OGH 14.11.2012 7 Ob 183/12f
    Vgl auch; Beis wie T16; Beisatz: Allein das neue Vorbringen im Rechtsmittel macht die betreffende Behauptung (hier: die Mutter sei wieder schwanger) nicht schon zur aktenkundigen und deshalb zu berücksichtigenden Tatsachengrundlage. (T19)
  • 3 Ob 240/12h
    Entscheidungstext OGH 20.02.2013 3 Ob 240/12h
    Auch; Beis wie T5
  • 7 Ob 16/13y
    Entscheidungstext OGH 27.03.2013 7 Ob 16/13y
    Vgl; Auch Beis wie T16
  • 7 Ob 111/13v
    Entscheidungstext OGH 03.07.2013 7 Ob 111/13v
    Auch; Beis wie T16
  • 3 Ob 205/14i
    Entscheidungstext OGH 19.11.2014 3 Ob 205/14i
    Auch; Beisatz: Das Gericht zweiter Instanz hätte daher das nach Fassung des erstgerichtlichen Beschlusses eingelangte und im Akt erliegende psychiatrisch‑neurologische Gutachten in die Prüfung, ob ein ausreichendes Tatsachensubstrat vorliegt, das die Einleitung und Fortsetzung des Verfahrens rechtfertigt, in seine Erwägungen einbeziehen müssen. (T20)
  • 1 Ob 7/16k
    Entscheidungstext OGH 25.02.2016 1 Ob 7/16k
    Vgl; Beis wie T16
  • 10 Ob 32/16b
    Entscheidungstext OGH 28.06.2016 10 Ob 32/16b
    Auch; Beis wie T5
  • 7 Ob 150/16h
    Entscheidungstext OGH 31.08.2016 7 Ob 150/16h
    Auch; Beis wie T3; Beis ähnlich wie T16
  • 6 Ob 10/17i
    Entscheidungstext OGH 30.01.2017 6 Ob 10/17i
    Beis wie T9; Beisatz: Hier: Infolge der Möglichkeit, einer Durchsetzung der Rückgabeanordnung entgegenzutreten, ist eine Kindeswohlgefährdung nicht zu befürchten. (T21)
  • 1 Ob 237/18m
    Entscheidungstext OGH 23.01.2019 1 Ob 237/18m
    Beis wie T16; Beis wie T18
  • 4 Ob 246/18g
    Entscheidungstext OGH 29.01.2019 4 Ob 246/18g

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1961:RS0006893

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

25.03.2019

Dokumentnummer

JJR_19610517_OGH0002_0060OB00152_6100000_001

Rechtssatz für 8Ob201/62 (8Ob202/62) 1O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0007009

Geschäftszahl

8Ob201/62 (8Ob202/62); 1Ob74/01s (1Ob75/01p); 1Ob50/02p; 7Ob253/01h; 9Ob74/04d; 6Ob124/08s; 1Ob157/09h; 1Ob63/10m (1Ob78/10t); 6Ob165/10y; 2Ob19/11z; 3Ob240/12h; 8Ob65/13m; 1Ob7/16k

Entscheidungsdatum

19.06.1962

Norm

ABGB §142
ABGB §176 Abs1 C
ABGB idF KindNamRÄG 2013 §181
AußStrG §12
AußStrG 2005 §62 Abs1 B1d1
AußStrG 2005 §107 Abs2

Rechtssatz

Voraussetzung für die Erlassung einstweiliger Anordnungen im Außerstreitverfahren. Die Zulässigkeit sowie Art und Umfang der zu treffenden vorläufigen Maßnahmen in Pflegschaftsverfahren ergeben sich aus der Verpflichtung des Pflegschaftsrichters, den Unterhalt, die Pflege und Erziehung der Kinder in ihren Interessen zu sichern. Ob im Wege der einstweiligen Anordnung das Kind aus der bisherigen Pflege zu nehmen ist, hängt davon ab, ob die Erziehung und Pflege des Kindes vernachlässigt ist. Steht dies nicht fest, ist kein Anlass zu einer vorläufigen Maßnahme vor der endgültigen Entscheidung über die Unterbringung des Kindes. Denn eine solche Anordnung könnte zu einem wiederholten Pflegeplatzwechsel führen, der aus erzieherischen Gründen abzulehnen ist.

Entscheidungstexte

  • 8 Ob 201/62
    Entscheidungstext OGH 19.06.1962 8 Ob 201/62
  • 1 Ob 74/01s
    Entscheidungstext OGH 27.03.2001 1 Ob 74/01s
    Ähnlich; Beisatz: Der für 14 Tage anberaumte Besuch bei der Mutter führte nicht dazu, dass der Pflegeplatz gewechselt worden wäre, und es ist unstatthaft, sich im Wege der Nichtbefolgung gerichtlicher, selbst entrierter Anordnungen (14-tägiges Besuchsrecht und Abholung des Kindes durch den Vater) gleichsam im Wege der Selbsthilfe des Kindes zu "bemächtigen" und dann noch zu argumentieren, damit sei ein Pflegeplatz begründet worden, der bis zum Ende des Verfahrens, in dem über die Obsorgezuteilung entschieden wird, nicht gewechselt werden sollte. (T1)
  • 1 Ob 50/02p
    Entscheidungstext OGH 02.04.2002 1 Ob 50/02p
    Vgl; Beisatz: Eine einstweilige Übertragung der Obsorge an den einen kommt der Entziehung der Obsorge des anderen gleich, sodass nur besonders gravierende Umstände eine solche Vorgangsweise rechtfertigen könnten. (T2)
  • 7 Ob 253/01h
    Entscheidungstext OGH 12.06.2002 7 Ob 253/01h
    Vgl auch; Beis wie T2
  • 9 Ob 74/04d
    Entscheidungstext OGH 15.09.2004 9 Ob 74/04d
    Vgl; Beis wie T2; Beisatz: Ob diese besonderen Voraussetzungen vorliegen, begründet zufolge Abhängigkeit von den Umständen des Einzelfalls keine erhebliche Rechtsfrage im Sinne des § 14 Abs 1 AußStrG, sofern keine Gefährdung des Kindeswohls vorliegt. (T3)
  • 6 Ob 124/08s
    Entscheidungstext OGH 07.07.2008 6 Ob 124/08s
    Beis wie T3; Beisatz: Ob die Voraussetzungen für eine vorläufige Obsorgeregelung (§ 107 Abs 2 AußStrG) vorliegen, begründet zufolge Abhängigkeit von den Umständen des Einzelfalls keine erhebliche Rechtsfrage im Sinn des § 62 Abs 1 AußStrG, sofern keine Gefährdung des Kindeswohls vorliegt. (T4)
  • 1 Ob 157/09h
    Entscheidungstext OGH 08.09.2009 1 Ob 157/09h
    Auch; nur: Voraussetzung für die Erlassung einstweiliger Anordnungen im Außerstreitverfahren. Die Zulässigkeit sowie Art und Umfang der zu treffenden vorläufigen Maßnahmen in Pflegschaftsverfahren ergeben sich aus der Verpflichtung des Pflegschaftsrichters, den Unterhalt, die Pflege und Erziehung der Kinder in ihren Interessen zu sichern. (T5)
  • 1 Ob 63/10m
    Entscheidungstext OGH 05.05.2010 1 Ob 63/10m
    Auch; Beis wie T4
  • 6 Ob 165/10y
    Entscheidungstext OGH 22.09.2010 6 Ob 165/10y
    Beis wie T4
  • 2 Ob 19/11z
    Entscheidungstext OGH 30.05.2011 2 Ob 19/11z
    nur T5; Beisatz: Liegt eine konkrete und schwere Gefährdung des Kindeswohls vor, die sofortige und rasche Maßnahmen erfordert, ist eine einstweilige Anordnung nach § 107 Abs 2 AußStrG zu treffen. (T6)
  • 3 Ob 240/12h
    Entscheidungstext OGH 20.02.2013 3 Ob 240/12h
    Auch; nur T5
  • 8 Ob 65/13m
    Entscheidungstext OGH 30.07.2013 8 Ob 65/13m
    Vgl auch
  • 1 Ob 7/16k
    Entscheidungstext OGH 25.02.2016 1 Ob 7/16k
    Vgl; Beis wie T4; Beisatz: Hier: Obsorgeübertragung nach § 181 ABGB (nur) im Bereich Pflege und Erziehung. (T7)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1962:RS0007009

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

25.04.2016

Dokumentnummer

JJR_19620619_OGH0002_0080OB00201_6200000_001

Rechtssatz für 7Ob637/78 1Ob704/78 4Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0048699

Geschäftszahl

7Ob637/78; 1Ob704/78; 4Ob580/78; 5Ob587/79; 2Ob585/79; 1Ob515/80; 7Ob599/81; 7Ob624/81; 1Ob740/81; 3Ob564/83; 1Ob740/83; 8Ob584/83; 7Ob560/84; 5Ob579/84; 2Ob524/85; 7Ob581/85; 3Ob553/85; 1Ob637/85; 2Ob588/86; 8Ob680/86; 3Ob651/86; 8Ob592/87; 2Ob507/88; 6Ob649/88; 7Ob616/88; 2Ob596/88; 3Ob526/89; 7Ob574/89; 2Ob535/89; 7Ob584/89; 1Ob647/89; 8Ob511/90; 1Ob502/90; 1Ob562/90; 7Ob568/90; 1Ob572/91; 1Ob580/92; 5Ob516/94; 1Ob562/95; 1Ob623/95; 2Ob2192/96h; 8Ob2282/96p; 1Ob57/97g; 1Ob342/99x; 10Ob92/00b; 1Ob129/00b; 10Ob92/01d; 5Ob56/02z; 1Ob5/02w; 5Ob8/03t; 4Ob146/03d; 2Ob197/03i; 7Ob79/05a; 6Ob120/05y; 7Ob22/06w; 7Ob74/06t; 3Ob78/06a; 7Ob47/06x; 4Ob2/07h; 2Ob195/07a; 6Ob48/10t; 7Ob182/10f; 9Ob54/10x; 7Ob25/11v; 10Ob68/11i; 5Ob188/11z; 3Ob155/11g; 1Ob4/12p; 8Ob88/12t; 8Ob123/12i; 3Ob240/12h; 3Ob38/13d; 7Ob10/13s; 5Ob63/13w; 4Ob165/13p; 8Ob7/14h; 3Ob144/15w; 1Ob99/16i

Entscheidungsdatum

07.09.1978

Norm

ABGB §176 Abs1 B
ABGB §176 C
ABGB §177 B
ABGB §215 Abs1 Satz2

Rechtssatz

Eine Änderung in der Zuerkennung der elterlichen Rechte und Pflichten im Sinne des § 177 ABGB nF an einen Elternteil setzt ein Verhalten desselben voraus, das die Interessen seines Kindes gefährdet. Eine solche Änderung darf daher vom Pflegschaftsgericht nur dann angeordnet werden, wenn sie im Interesse des Kindes dringend geboten ist, wobei bei Beurteilung dieser Frage grundsätzlich ein strenger Maßstab anzulegen ist.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 637/78
    Entscheidungstext OGH 07.09.1978 7 Ob 637/78
    Veröff: EvBl 1979/42 S 128
  • 1 Ob 704/78
    Entscheidungstext OGH 11.10.1978 1 Ob 704/78
    Vgl auch; Veröff: SZ 51/136 = EvBl 1979/51 S 153
  • 4 Ob 580/78
    Entscheidungstext OGH 19.12.1978 4 Ob 580/78
    Auch
  • 5 Ob 587/79
    Entscheidungstext OGH 03.04.1979 5 Ob 587/79
    Veröff: EFSlg 33600
  • 2 Ob 585/79
    Entscheidungstext OGH 06.11.1979 2 Ob 585/79
    Auch; nur: Eine solche Änderung darf daher vom Pflegschaftsgericht nur dann angeordnet werden, wenn sie im Interesse des Kindes dringend geboten ist. (T1) Veröff: EFSlg 33621
  • 1 Ob 515/80
    Entscheidungstext OGH 19.03.1980 1 Ob 515/80
  • 7 Ob 599/81
    Entscheidungstext OGH 21.05.1981 7 Ob 599/81
    Auch
  • 7 Ob 624/81
    Entscheidungstext OGH 11.06.1981 7 Ob 624/81
  • 1 Ob 740/81
    Entscheidungstext OGH 06.11.1981 1 Ob 740/81
  • 3 Ob 564/83
    Entscheidungstext OGH 08.06.1983 3 Ob 564/83
    nur: Eine Änderung in der Zuerkennung der elterlichen Rechte und Pflichten im Sinne des § 177 ABGB nF an einen Elternteil setzt ein Verhalten desselben voraus, das die Interessen seines Kindes gefährdet. Eine solche Änderung darf daher vom Pflegschaftsgericht nur dann angeordnet werden, wenn sie im Interesse des Kindes dringend geboten ist. (T2)
  • 1 Ob 740/83
    Entscheidungstext OGH 10.10.1983 1 Ob 740/83
    Vgl auch
  • 8 Ob 584/83
    Entscheidungstext OGH 15.03.1984 8 Ob 584/83
    nur T1
  • 7 Ob 560/84
    Entscheidungstext OGH 19.04.1984 7 Ob 560/84
  • 5 Ob 579/84
    Entscheidungstext OGH 28.06.1984 5 Ob 579/84
  • 2 Ob 524/85
    Entscheidungstext OGH 26.02.1985 2 Ob 524/85
    nur T2
  • 7 Ob 581/85
    Entscheidungstext OGH 27.06.1985 7 Ob 581/85
    nur T1
  • 3 Ob 553/85
    Entscheidungstext OGH 03.07.1985 3 Ob 553/85
    Auch; nur T2; Beisatz: Es muss dem Elternteil kein schuldhaftes Verhalten zur Last liegen, sondern es genügen objektive Umstände. (T3)
  • 1 Ob 637/85
    Entscheidungstext OGH 28.08.1985 1 Ob 637/85
    nur: Eine Änderung in der Zuerkennung der elterlichen Rechte und Pflichten im Sinne des § 177 ABGB nF an einen Elternteil setzt ein Verhalten desselben voraus, das die Interessen seines Kindes gefährdet. (T4) Beis wie T3
  • 2 Ob 588/86
    Entscheidungstext OGH 27.05.1986 2 Ob 588/86
    Auch
  • 8 Ob 680/86
    Entscheidungstext OGH 04.12.1986 8 Ob 680/86
    nur: Eine solche Änderung darf daher vom Pflegschaftsgericht nur dann angeordnet werden, wenn sie im Interesse des Kindes dringend geboten ist, wobei bei Beurteilung dieser Frage grundsätzlich ein strenger Maßstab anzulegen ist. (T5)
  • 3 Ob 651/86
    Entscheidungstext OGH 04.03.1987 3 Ob 651/86
    Auch; Beisatz: Verstoß kann offenbare Gesetzwidrigkeit darstellen. (T6)
  • 8 Ob 592/87
    Entscheidungstext OGH 04.06.1987 8 Ob 592/87
    nur T5
  • 2 Ob 507/88
    Entscheidungstext OGH 09.02.1988 2 Ob 507/88
    nur T2
  • 6 Ob 649/88
    Entscheidungstext OGH 06.09.1988 6 Ob 649/88
  • 7 Ob 616/88
    Entscheidungstext OGH 14.07.1988 7 Ob 616/88
    Auch; nur T1; Beisatz: Insbesondere wenn aus der Änderung aus besonderen Umständen eine wesentliche Verbesserung der Entwicklungsmöglichkeiten des Kindes zu erwarten ist. (T7)
  • 2 Ob 596/88
    Entscheidungstext OGH 11.10.1988 2 Ob 596/88
  • 3 Ob 526/89
    Entscheidungstext OGH 26.04.1989 3 Ob 526/89
    nur T4; Beis wie T6
  • 7 Ob 574/89
    Entscheidungstext OGH 20.04.1989 7 Ob 574/89
    nur T2; Beis wie T7
  • 2 Ob 535/89
    Entscheidungstext OGH 10.05.1989 2 Ob 535/89
  • 7 Ob 584/89
    Entscheidungstext OGH 18.05.1989 7 Ob 584/89
    Beis wie T7
  • 1 Ob 647/89
    Entscheidungstext OGH 11.10.1989 1 Ob 647/89
    Beis wie T3; Beis wie T6; Beisatz: Äußerste Notmaßnahme. (T8)
  • 8 Ob 511/90
    Entscheidungstext OGH 25.01.1990 8 Ob 511/90
    Vgl aber; Beisatz: Hier: Wegen geänderter Verhältnisse, zumindest aber wegen Gefährdung des Kindeswohls, kann jederzeit ein Antrag auf Abänderung der getroffenen Regelung gestellt werden. (T9)
  • 1 Ob 502/90
    Entscheidungstext OGH 17.01.1990 1 Ob 502/90
    nur T4
  • 1 Ob 562/90
    Entscheidungstext OGH 04.04.1990 1 Ob 562/90
  • 7 Ob 568/90
    Entscheidungstext OGH 05.04.1990 7 Ob 568/90
    Beisatz: Es müssen besonders wichtige Gründe vorliegen. (T10)
  • 1 Ob 572/91
    Entscheidungstext OGH 26.06.1991 1 Ob 572/91
    nur T2; Beis wie T7; Veröff: EvBl 1991/168 S 737
  • 1 Ob 580/92
    Entscheidungstext OGH 09.06.1992 1 Ob 580/92
    Auch; Veröff: SZ 65/84 = JBl 1992,780
  • 5 Ob 516/94
    Entscheidungstext OGH 22.03.1994 5 Ob 516/94
    Vgl auch
  • 1 Ob 562/95
    Entscheidungstext OGH 27.07.1995 1 Ob 562/95
    Auch; Beis wie T10
  • 1 Ob 623/95
    Entscheidungstext OGH 30.01.1996 1 Ob 623/95
    Auch; nur T5; Beis wie T8; Veröff: SZ 69/20
  • 2 Ob 2192/96h
    Entscheidungstext OGH 13.08.1996 2 Ob 2192/96h
    nur T4; Veröff: SZ 69/179
  • 8 Ob 2282/96p
    Entscheidungstext OGH 24.10.1996 8 Ob 2282/96p
    Auch; Beis wie T8
  • 1 Ob 57/97g
    Entscheidungstext OGH 24.06.1997 1 Ob 57/97g
    Auch; Beis wie T8
  • 1 Ob 342/99x
    Entscheidungstext OGH 28.04.2000 1 Ob 342/99x
    Auch; Beisatz: Die Einschränkung der Obsorge gemäß den §§ 176 Abs 1, 176b ABGB setzt nicht geradezu den Missbrauch der elterlichen Befugnisse voraus. Es genügt, dass elterliche Pflichten in einer das Kindeswohl gefährdenden Weise objektiv nicht erfüllt werden. (T11)
  • 10 Ob 92/00b
    Entscheidungstext OGH 23.05.2000 10 Ob 92/00b
    Vgl auch; Beis wie T9
  • 1 Ob 129/00b
    Entscheidungstext OGH 25.05.2000 1 Ob 129/00b
    Auch; Beis wie T8; Beis wie T10
  • 10 Ob 92/01d
    Entscheidungstext OGH 08.05.2001 10 Ob 92/01d
    Auch; nur T5; Beis wie T8; Beis wie T10
  • 5 Ob 56/02z
    Entscheidungstext OGH 12.03.2002 5 Ob 56/02z
    Auch; Beis ähnlich wie T8; Beisatz: Bei Vorkehrungen im Sinn des § 176 ABGB ist nicht maßgeblich, dass die Verhältnisse beim anderen Elternteil an sich besser wären. (T12)
  • 1 Ob 5/02w
    Entscheidungstext OGH 25.10.2002 1 Ob 5/02w
    Auch; nur T1; Beisatz: Bei grundsätzlich gleicher Eignung beider Elternteile ist dem Grundsatz der Betreuungskontinuität der Vorrang zu geben. (T13)
  • 5 Ob 8/03t
    Entscheidungstext OGH 11.03.2003 5 Ob 8/03t
    Auch; nur T5; Beis ähnlich wie T8
  • 4 Ob 146/03d
    Entscheidungstext OGH 08.07.2003 4 Ob 146/03d
    Auch; Beisatz: Hier: Angestrebter Obsorgewechsel mit der Begründung der im Inland günstigeren Lebensverhältnisse. (T14)
  • 2 Ob 197/03i
    Entscheidungstext OGH 12.09.2003 2 Ob 197/03i
    Vgl auch; Beis wie T14; Beisatz: Ebenso wie bei einer Wohnsitzverlegung bedarf auch die Beurteilung, ob im Fall einer drohenden zwangsweisen Abschiebung aus dem Inland das Kindeswohl gefährdet ist, einer Interessenabwägung im Einzelfall. (T15); Beisatz: Eine drohende zwangsweise Abschiebung von Kindern mit ihrer Mutter in deren Heimatstaat rechtfertigt oder erfordert Maßnahmen im Sinne des § 176 Abs 1 ABGB nicht automatisch, sondern führt eine solche für die Kinder im Ergebnis zu keinem anderen Zustand, als wenn die obsorgeberechtigte Mutter mit ihnen freiwillig dort hinausgereist wäre. (T16)
  • 7 Ob 79/05a
    Entscheidungstext OGH 11.05.2005 7 Ob 79/05a
  • 6 Ob 120/05y
    Entscheidungstext OGH 23.06.2005 6 Ob 120/05y
  • 7 Ob 22/06w
    Entscheidungstext OGH 29.03.2006 7 Ob 22/06w
    nur T5
  • 7 Ob 74/06t
    Entscheidungstext OGH 26.04.2006 7 Ob 74/06t
  • 3 Ob 78/06a
    Entscheidungstext OGH 27.06.2006 3 Ob 78/06a
  • 7 Ob 47/06x
    Entscheidungstext OGH 21.06.2006 7 Ob 47/06x
    Auch
  • 4 Ob 2/07h
    Entscheidungstext OGH 22.05.2007 4 Ob 2/07h
    Auch; Veröff: SZ 2007/75
  • 2 Ob 195/07a
    Entscheidungstext OGH 14.02.2008 2 Ob 195/07a
    Vgl; Veröff: SZ 2008/24
  • 6 Ob 48/10t
    Entscheidungstext OGH 19.03.2010 6 Ob 48/10t
    Vgl; Beis wie T11; Beisatz: Voraussetzung der Entziehung von Elternrechten ist eine konkrete Gefährdung des Kindeswohls. (T17)
  • 7 Ob 182/10f
    Entscheidungstext OGH 29.09.2010 7 Ob 182/10f
    Auch
  • 9 Ob 54/10x
    Entscheidungstext OGH 22.12.2010 9 Ob 54/10x
    Auch; Beisatz: Die Entziehung der Obsorge ist demnach nur dann geboten, wenn der das Kind betreuende Elternteil seine Erziehungspflichten vernachlässigt, seine Erziehungsgewalt missbraucht oder den Erziehungsaufgaben nicht gewachsen ist. Ob dies zutrifft, hängt von den Umständen des Einzelfalls ab. (T18)
  • 7 Ob 25/11v
    Entscheidungstext OGH 09.03.2011 7 Ob 25/11v
    Auch
  • 10 Ob 68/11i
    Entscheidungstext OGH 30.08.2011 10 Ob 68/11i
    Auch
  • 5 Ob 188/11z
    Entscheidungstext OGH 09.11.2011 5 Ob 188/11z
    Auch
  • 3 Ob 155/11g
    Entscheidungstext OGH 08.11.2011 3 Ob 155/11g
    Auch
  • 1 Ob 4/12p
    Entscheidungstext OGH 24.05.2012 1 Ob 4/12p
    Auch; Beisatz: Diese Grundsätze gelten für den Anwendungsbereich des § 176 Abs 1 ABGB ebenso wie für die Interimskompetenz des Jugendwohlfahrtsträgers nach § 215 Abs 1 zweiter Satz ABGB, wenn im Bereich von Pflege und Erziehung Gefahr im Verzug ist. (T19)
  • 8 Ob 88/12t
    Entscheidungstext OGH 13.09.2012 8 Ob 88/12t
  • 8 Ob 123/12i
    Entscheidungstext OGH 27.11.2012 8 Ob 123/12i
    Auch
  • 3 Ob 240/12h
    Entscheidungstext OGH 20.02.2013 3 Ob 240/12h
    Auch; nur T5; Beis wie T8
  • 3 Ob 38/13d
    Entscheidungstext OGH 13.03.2013 3 Ob 38/13d
    Auch; Beis wie T18
  • 7 Ob 10/13s
    Entscheidungstext OGH 27.03.2013 7 Ob 10/13s
    Auch; Beis wie T19
  • 5 Ob 63/13w
    Entscheidungstext OGH 20.09.2013 5 Ob 63/13w
  • 4 Ob 165/13p
    Entscheidungstext OGH 17.12.2013 4 Ob 165/13p
    Auch; nur T5; Beis wie T18
  • 8 Ob 7/14h
    Entscheidungstext OGH 24.03.2014 8 Ob 7/14h
    Auch; nur T1; nur T5;
    Beisatz: Ob ein bestimmter Sachverhalt die Entziehung der Obsorge rechtfertigt, ist eine immer aufgrund der besonderen Umstände des Einzelfalls zu treffende Ermessensentscheidung; sie kann nur auf einer ausreichenden Tatsachengrundlage getroffen werden. (T20)
  • 3 Ob 144/15w
    Entscheidungstext OGH 19.08.2015 3 Ob 144/15w
    Auch; Beis wie T18
  • 1 Ob 99/16i
    Entscheidungstext OGH 30.08.2016 1 Ob 99/16i
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1978:RS0048699

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

12.10.2016

Dokumentnummer

JJR_19780907_OGH0002_0070OB00637_7800000_002

Rechtssatz für 1Ob704/78 7Ob772/78 5Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0047841

Geschäftszahl

1Ob704/78; 7Ob772/78; 5Ob587/79; 3Ob505/79; 7Ob680/79; 6Ob516/80; 1Ob515/80; 7Ob792/79; 6Ob610/80; 1Ob597/80; 4Ob547/80; 6Ob706/80; 7Ob602/81; 7Ob797/91; 3Ob641/81; 3Ob501/82; 7Ob815/82; 7Ob684/83; 1Ob740/83; 1Ob762/83; 1Ob790/83; 6Ob537/84; 7Ob581/85; 8Ob587/85; 8Ob660/85; 1Ob629/87; 6Ob678/87; 1Ob511/88; 6Ob507/88; 6Ob604/88; 2Ob596/88; 2Ob535/89; 7Ob584/89; 1Ob665/89; 1Ob691/89; 8Ob511/90; 7Ob605/90; 7Ob568/90; 6Ob505/91; 1Ob580/92; 1Ob573/92; 4Ob1625/92; 2Ob565/93; 5Ob513/95; 1Ob601/95; 9Ob2178/96a; 1Ob2078/96m; 1Ob57/97g; 1Ob218/98k; 5Ob229/98g; 4Ob349/98x; 10Ob25/00z; 1Ob129/00b; 7Ob174/00i; 10Ob92/01d; 4Ob186/01h; 1Ob172/01b; 4Ob17/03h; 5Ob8/03t; 7Ob79/05a; 5Ob36/06i; 7Ob22/06w; 7Ob74/06t; 3Ob78/06a; 7Ob47/06x; 4Ob2/07h; 10Ob50/08p; 7Ob200/08z; 6Ob165/10y; 7Ob182/10f; 9Ob54/10x; 7Ob25/11v; 10Ob68/11i; 5Ob188/11z; 3Ob155/11g; 9Ob71/11y; 5Ob258/11v; 1Ob4/12p; 3Ob240/12h; 8Ob65/13m; 5Ob63/13w; 4Ob165/13p; 4Ob14/14h; 8Ob7/14h; 8Ob48/14p; 3Ob144/15w; 1Ob45/16y; 9Ob47/16a; 1Ob99/16i; 7Ob170/17a; 8Ob17/18k; 7Ob213/18a

Entscheidungsdatum

11.10.1978

Norm

ABGB §142 F
ABGB §176 B
ABGB §176 C
ABGB §177 B
ABGB §215 Abs1 Satz2
ABGB idF KindNamRÄG 2013 §181
ABGB idF KindNamRÄG 2013 §185 Abs1
ABGB idF KindNamRÄG 2013 §185 Abs2

Rechtssatz

Das Fehlen einer dem § 142 Abs 2 ABGB aF entsprechenden Bestimmung im neuen Gesetz stellt klar, dass die einmal einem Elternteil zuerkannten rein persönlichen Rechte aus dem Elternverhältnis und Kindschaftsverhältnis nur dann auf den anderen übertragen werden dürfen, wenn die Voraussetzungen des § 176 Abs 1 ABGB nF vorliegen; es ist eher ein noch strengerer Maßstab als bisher anzulegen.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 704/78
    Entscheidungstext OGH 11.10.1978 1 Ob 704/78
    Veröff: SZ 51/136 = EvBl 1979/51 S 153
  • 7 Ob 772/78
    Entscheidungstext OGH 11.01.1979 7 Ob 772/78
    Auch; Beisatz: § 176 Abs 1 nF ABGB oder § 29 JWG. (T1)
  • 5 Ob 587/79
    Entscheidungstext OGH 03.04.1979 5 Ob 587/79
    Auch; Veröff: EFSlg 33600
  • 3 Ob 505/79
    Entscheidungstext OGH 13.06.1979 3 Ob 505/79
    Auch; Veröff: EvBl 1979/185 S 490
  • 7 Ob 680/79
    Entscheidungstext OGH 30.08.1979 7 Ob 680/79
    Auch; Beisatz: Geringfügige Vorteile für das Kind bei Unterbringung beim anderen Elternteil reichen nicht aus. (T2)
    Veröff: EFSlg 33600
  • 6 Ob 516/80
    Entscheidungstext OGH 13.02.1980 6 Ob 516/80
    Auch
  • 1 Ob 515/80
    Entscheidungstext OGH 19.03.1980 1 Ob 515/80
  • 7 Ob 792/79
    Entscheidungstext OGH 10.04.1980 7 Ob 792/79
    Auch
  • 6 Ob 610/80
    Entscheidungstext OGH 21.05.1980 6 Ob 610/80
    Ähnlich; Beisatz: Keine offenbare Gesetzwidrigkeit dieser Rechtsansicht. (T3)
  • 1 Ob 597/80
    Entscheidungstext OGH 09.07.1980 1 Ob 597/80
  • 4 Ob 547/80
    Entscheidungstext OGH 04.11.1980 4 Ob 547/80
    Veröff: SZ 53/142 = EvBl 1981/82 S 267 = ÖA 1982,36
  • 6 Ob 706/80
    Entscheidungstext OGH 26.11.1980 6 Ob 706/80
    Vgl auch
  • 7 Ob 602/81
    Entscheidungstext OGH 07.05.1981 7 Ob 602/81
    Auch
  • 7 Ob 797/91
    Entscheidungstext OGH 10.12.1981 7 Ob 797/91
    Auch; Beisatz: Es müssen besonders wichtige, die Änderung rechtfertigende Gründe vorliegen. (T4)
  • 3 Ob 641/81
    Entscheidungstext OGH 27.01.1982 3 Ob 641/81
    Auch; Beisatz: Wenn eine Gefährdung der Interessen des Kindes dies erfordert. (T5)
  • 3 Ob 501/82
    Entscheidungstext OGH 24.03.1982 3 Ob 501/82
    Auch; Beis wie T4
  • 7 Ob 815/82
    Entscheidungstext OGH 17.02.1983 7 Ob 815/82
    Auch
  • 7 Ob 684/83
    Entscheidungstext OGH 01.09.1983 7 Ob 684/83
    Auch
  • 1 Ob 740/83
    Entscheidungstext OGH 10.10.1983 1 Ob 740/83
    Auch; Beis wie T4
  • 1 Ob 762/83
    Entscheidungstext OGH 30.11.1983 1 Ob 762/83
    Auch; Beis wie T4
  • 1 Ob 790/83
    Entscheidungstext OGH 11.01.1984 1 Ob 790/83
    nur: Das Fehlen einer dem § 142 Abs 2 ABGB aF entsprechenden Bestimmungen im neuen Gesetz stellt klar, dass die einmal einem Elternteil zuerkannten rein persönlichen Rechte aus dem Elternverhältnis und Kindschaftsverhältnis nur dann auf den anderen übertragen werden dürfen, wenn die Voraussetzungen des § 176 Abs 1 ABGB nF vorliegen. (T6)
  • 6 Ob 537/84
    Entscheidungstext OGH 15.03.1984 6 Ob 537/84
    Auch; Beis wie T5
  • 7 Ob 581/85
    Entscheidungstext OGH 27.06.1985 7 Ob 581/85
    Auch
  • 8 Ob 587/85
    Entscheidungstext OGH 11.07.1985 8 Ob 587/85
    Auch; Beis wie T4
  • 8 Ob 660/85
    Entscheidungstext OGH 23.01.1986 8 Ob 660/85
  • 1 Ob 629/87
    Entscheidungstext OGH 15.07.1987 1 Ob 629/87
    nur T6
  • 6 Ob 678/87
    Entscheidungstext OGH 08.10.1987 6 Ob 678/87
    nur T6
  • 1 Ob 511/88
    Entscheidungstext OGH 10.02.1988 1 Ob 511/88
    nur T6
  • 6 Ob 507/88
    Entscheidungstext OGH 11.02.1988 6 Ob 507/88
    Auch
  • 6 Ob 604/88
    Entscheidungstext OGH 16.06.1988 6 Ob 604/88
    nur T6
  • 2 Ob 596/88
    Entscheidungstext OGH 11.10.1988 2 Ob 596/88
  • 2 Ob 535/89
    Entscheidungstext OGH 10.05.1989 2 Ob 535/89
  • 7 Ob 584/89
    Entscheidungstext OGH 18.05.1989 7 Ob 584/89
    nur T6
  • 1 Ob 665/89
    Entscheidungstext OGH 15.11.1989 1 Ob 665/89
    Beis wie T2; Beis wie T3
  • 1 Ob 691/89
    Entscheidungstext OGH 13.12.1989 1 Ob 691/89
    Beis wie T4; Beis wie T5; Beis wie T2; Beis wie T3
  • 8 Ob 511/90
    Entscheidungstext OGH 25.01.1990 8 Ob 511/90
    Vgl aber; Beisatz: Hier: Wegen geänderter Verhältnisse, zumindest aber wegen Gefährdung des Kindeswohls, kann jederzeit ein Antrag auf Abänderung der getroffenen Regelung gestellt werden. (T7)
  • 7 Ob 605/90
    Entscheidungstext OGH 22.03.1990 7 Ob 605/90
    Auch; Beisatz: Aus der Willensäußerung eines siebzehnjährigen, zu seiner Mutter ziehen zu wollen, ergibt sich hier kein Umstand, der eine Gefährdung seines Wohles erkennen lässt, falls er dennoch weiterhin in der Obsorge seines Vaters bleibt. (T8)
  • 7 Ob 568/90
    Entscheidungstext OGH 05.04.1990 7 Ob 568/90
    Auch; Beisatz: Ein Wechsel des Pflegeortes, der stets ein Herausreißen des Kindes aus der gewohnten Umgebung bedeutet und ihm erspart bleiben soll, soll nur ausnahmsweise angeordnet werden, wenn dies wegen einer Änderung der Verhältnisse im Interesse des Kindes notwendig ist. (T9)
  • 6 Ob 505/91
    Entscheidungstext OGH 07.02.1991 6 Ob 505/91
  • 1 Ob 580/92
    Entscheidungstext OGH 09.06.1992 1 Ob 580/92
    Auch; Beisatz: Die Änderung der Obsorgeverhältnisse darf nur als äußerste Notmaßnahme angeordnet werden. (T10)
    Veröff: SZ 65/84 = JBl 1992,780
  • 1 Ob 573/92
    Entscheidungstext OGH 24.06.1992 1 Ob 573/92
    Auch; Beis wie T10; Veröff: JBl 1992,639 = ÖA 1993,25
  • 4 Ob 1625/92
    Entscheidungstext OGH 15.12.1992 4 Ob 1625/92
    Auch; Beis wie T8; Beisatz: Auch im Fall der Entziehung oder Einschränkung der elterlichen Obsorge ist dem Kindeswunsch nicht immer Rechnung zu tragen. (T11)
  • 2 Ob 565/93
    Entscheidungstext OGH 16.09.1993 2 Ob 565/93
  • 5 Ob 513/95
    Entscheidungstext OGH 16.05.1995 5 Ob 513/95
    Vgl auch; Beis wie T10; Beis wie T11; Beisatz: Kein Wechsel der Pflegeverhältnisse und Erziehungsverhältnisse wenn keine sicheren Prognosen über den Einfluss eines Obsorgewechsels vorliegen (vierzehnjähriger, der durch die Rückholaktion seiner Mutter massiv irritiert wurde und selbst einen Wechsel des Pflegeplatzes zum Vater anstrebt). (T12)
  • 1 Ob 601/95
    Entscheidungstext OGH 04.06.1996 1 Ob 601/95
    Auch; Beis wie T4; Beis wie T10
  • 9 Ob 2178/96a
    Entscheidungstext OGH 04.09.1996 9 Ob 2178/96a
    Auch; Beis wie T4; Beis wie T10
  • 1 Ob 2078/96m
    Entscheidungstext OGH 26.07.1996 1 Ob 2078/96m
    Auch; Beis wie T4; Beis wie T10
  • 1 Ob 57/97g
    Entscheidungstext OGH 24.06.1997 1 Ob 57/97g
    Auch; Beis wie T10
  • 1 Ob 218/98k
    Entscheidungstext OGH 25.08.1998 1 Ob 218/98k
    Vgl auch; Beisatz: Die Entziehung der Obsorge darf nur als äußerste Notmaßnahme unter Anlegung eines strengen Maßstabs angeordnet werden. Das Gericht kann auch die aus der Obsorge erfließenden Befugnisse der Eltern unter den Voraussetzungen des § 176 Abs 1 ABGB zum Wohl des Kindes einschränken. (T13)
  • 5 Ob 229/98g
    Entscheidungstext OGH 27.10.1998 5 Ob 229/98g
    Vgl; Beis wie T10; Beis wie T11; Beis wie T12 nur: Kein Wechsel der Pflegeverhältnisse und Erziehungsverhältnisse wenn keine sicheren Prognosen über den Einfluss eines Obsorgewechsels vorliegen. (T14)
  • 4 Ob 349/98x
    Entscheidungstext OGH 26.01.1999 4 Ob 349/98x
    Auch
  • 10 Ob 25/00z
    Entscheidungstext OGH 15.02.2000 10 Ob 25/00z
    Vgl auch; Beis wie T5; Beis wie T10; Beis wie T13 nur: Die Entziehung der Obsorge darf nur als äußerste Notmaßnahme unter Anlegung eines strengen Maßstabs angeordnet werden. (T15)
  • 1 Ob 129/00b
    Entscheidungstext OGH 25.05.2000 1 Ob 129/00b
    Auch; Beis wie T4; Beis wie T5; Beis wie T10; Beis wie T15
  • 7 Ob 174/00i
    Entscheidungstext OGH 27.09.2000 7 Ob 174/00i
    Auch; Beis ähnlich wie T8; Beis wie T14
  • 10 Ob 92/01d
    Entscheidungstext OGH 08.05.2001 10 Ob 92/01d
    Vgl auch; Beis wie T10
  • 4 Ob 186/01h
    Entscheidungstext OGH 12.09.2001 4 Ob 186/01h
    Auch; Beis wie T10; Beisatz: Hier: Eine die Übertragung der Obsorge auf den Vater rechtfertigende Gefährdung des Kindeswohls liegt dabei schon darin, dass nach eingetretener wichtiger Änderung der Verhältnisse - nämlich des dringenden Wunsches der Minderjährigen, zukünftig auf Dauer im Haushalt des Vaters wohnen zu wollen - die bisher obsorgeberechtigte Mutter einem einvernehmlichen Vorgehen der Eltern in diese Richtung nicht zugestimmt hat. (T16)
  • 1 Ob 172/01b
    Entscheidungstext OGH 27.11.2001 1 Ob 172/01b
    Auch; Beis wie T4; Beis wie T5; Beisatz: Die Zuteilung der Obsorge gegen den Willen eines mündigen Minderjährigen ist abzulehnen, sofern der Richter zur Überzeugung gelangt, dass dieser Widerstand auf dessen eigenständiger Willensbildung beruht, nicht auf eine "Präparierung" durch den anderen Elternteil zurückzuführen ist und auch sonst keine schwerwiegenden Gründe entgegenstehen. (T17)
  • 4 Ob 17/03h
    Entscheidungstext OGH 29.04.2003 4 Ob 17/03h
    Vgl auch; Beis wie T10
  • 5 Ob 8/03t
    Entscheidungstext OGH 11.03.2003 5 Ob 8/03t
    Vgl auch; Beis wie T10
  • 7 Ob 79/05a
    Entscheidungstext OGH 11.05.2005 7 Ob 79/05a
    Vgl auch; Beis wie T10
  • 5 Ob 36/06i
    Entscheidungstext OGH 21.02.2006 5 Ob 36/06i
    Auch; Beis wie T16
  • 7 Ob 22/06w
    Entscheidungstext OGH 29.03.2006 7 Ob 22/06w
    Vgl auch; Beis wie T10
  • 7 Ob 74/06t
    Entscheidungstext OGH 26.04.2006 7 Ob 74/06t
    Auch
  • 3 Ob 78/06a
    Entscheidungstext OGH 27.06.2006 3 Ob 78/06a
    Vgl auch; Beis wie T5; Beis wie T10
  • 7 Ob 47/06x
    Entscheidungstext OGH 21.06.2006 7 Ob 47/06x
    Auch; Beis wie T10
  • 4 Ob 2/07h
    Entscheidungstext OGH 22.05.2007 4 Ob 2/07h
    Auch; Beis wie T10; Veröff: SZ 2007/75
  • 10 Ob 50/08p
    Entscheidungstext OGH 22.04.2008 10 Ob 50/08p
    Vgl auch; Beis wie T10
  • 7 Ob 200/08z
    Entscheidungstext OGH 22.10.2008 7 Ob 200/08z
    Auch
  • 6 Ob 165/10y
    Entscheidungstext OGH 22.09.2010 6 Ob 165/10y
    Vgl auch; Beis wie T10
  • 7 Ob 182/10f
    Entscheidungstext OGH 29.09.2010 7 Ob 182/10f
    Auch
  • 9 Ob 54/10x
    Entscheidungstext OGH 22.12.2010 9 Ob 54/10x
    Auch; Beisatz: Die Entziehung der Obsorge ist demnach nur dann geboten, wenn der das Kind betreuende Elternteil seine Erziehungspflichten vernachlässigt, seine Erziehungsgewalt missbraucht oder den Erziehungsaufgaben nicht gewachsen ist. Ob dies zutrifft, hängt von den Umständen des Einzelfalls ab. (T18)
  • 7 Ob 25/11v
    Entscheidungstext OGH 09.03.2011 7 Ob 25/11v
    Auch
  • 10 Ob 68/11i
    Entscheidungstext OGH 30.08.2011 10 Ob 68/11i
    Auch
  • 5 Ob 188/11z
    Entscheidungstext OGH 09.11.2011 5 Ob 188/11z
    Vgl auch; Auch Beis wie T15; Auch Beis wie T18
  • 3 Ob 155/11g
    Entscheidungstext OGH 08.11.2011 3 Ob 155/11g
    Vgl auch; Beisatz: Eine Änderung der Obsorge darf nur angeordnet werden, wenn sie im Interesse des Kindes dringend geboten ist, wobei grundsätzlich ein strenger Maßstab anzulegen ist. (T19)
  • 9 Ob 71/11y
    Entscheidungstext OGH 27.02.2012 9 Ob 71/11y
    Vgl auch; Beis wie T15; Beis wie T19
  • 5 Ob 258/11v
    Entscheidungstext OGH 17.01.2012 5 Ob 258/11v
    Auch; Beis wie T10
  • 1 Ob 4/12p
    Entscheidungstext OGH 24.05.2012 1 Ob 4/12p
    Auch; Beisatz: Diese Grundsätze gelten für den Anwendungsbereich des § 176 Abs 1 ABGB ebenso wie für die Interimskompetenz des Jugendwohlfahrtsträgers nach § 215 Abs 1 zweiter Satz ABGB, wenn im Bereich von Pflege und Erziehung Gefahr im Verzug ist. (T20)
  • 3 Ob 240/12h
    Entscheidungstext OGH 20.02.2013 3 Ob 240/12h
    Auch; Beis wie T10
  • 8 Ob 65/13m
    Entscheidungstext OGH 30.07.2013 8 Ob 65/13m
    Vgl; Beis wie T15
  • 5 Ob 63/13w
    Entscheidungstext OGH 20.09.2013 5 Ob 63/13w
    Vgl auch; Beis wie T19
  • 4 Ob 165/13p
    Entscheidungstext OGH 17.12.2013 4 Ob 165/13p
    Vgl auch
  • 4 Ob 14/14h
    Entscheidungstext OGH 25.03.2014 4 Ob 14/14h
    Vgl auch; Beis wie T13
  • 8 Ob 7/14h
    Entscheidungstext OGH 24.03.2014 8 Ob 7/14h
    Vgl auch; Beis wie T19
  • 8 Ob 48/14p
    Entscheidungstext OGH 26.06.2014 8 Ob 48/14p
    Vgl auch; Beis wie T10; Beis wie T15; Beisatz: Eine Änderung der Obsorgeverhältnisse darf nur als äußerste Notmaßnahme unter Anlegung eines strengen Maßstabs und nur insoweit angeordnet werden, als dies zur Abwendung einer drohenden Gefährdung notwendig ist. (T21)
    Beisatz: § 181 ABGB idF KindNamRÄG 2013 blieb inhaltlich gegenüber § 176 ABGB idF vor dem KindNamRÄG 2013 unverändert. (T22)
  • 3 Ob 144/15w
    Entscheidungstext OGH 19.08.2015 3 Ob 144/15w
    Auch; Beis wie T15
  • 1 Ob 45/16y
    Entscheidungstext OGH 21.06.2016 1 Ob 45/16y
    Auch; Beis wie T21
  • 9 Ob 47/16a
    Entscheidungstext OGH 29.09.2016 9 Ob 47/16a
    Auch; Beis wie T15; Beis wie T19; Beis wie T21
  • 1 Ob 99/16i
    Entscheidungstext OGH 30.08.2016 1 Ob 99/16i
    Vgl; Beis wie T10; Beis wie T15; Beis wie T19; Beis wie T21
  • 7 Ob 170/17a
    Entscheidungstext OGH 29.11.2017 7 Ob 170/17a
    Vgl; Beis wie T21; Beis wie T22
  • 8 Ob 17/18k
    Entscheidungstext OGH 24.10.2018 8 Ob 17/18k
    Auch; Beis wie T21
  • 7 Ob 213/18a
    Entscheidungstext OGH 19.12.2018 7 Ob 213/18a
    Vgl; Beis wie T18; Beis wie T19; Beis wie T21; Beisatz: Hier: § 185 Abs 1 und 2 ABGB. (T23)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1978:RS0047841

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

07.03.2019

Dokumentnummer

JJR_19781011_OGH0002_0010OB00704_7800000_001

Rechtssatz für 4Ob547/80 1Ob537/82 1Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0048633

Geschäftszahl

4Ob547/80; 1Ob537/82; 1Ob790/83; 7Ob622/84; 8Ob660/85; 7Ob692/85; 8Ob601/86; 2Ob726/86; 7Ob547/87; 2Ob596/88; 2Ob535/89; 1Ob665/89; 4Ob611/89; 8Ob551/90; 5Ob542/91 (5Ob543/91); 1Ob580/92; 1Ob573/92; 2Ob565/93; 1Ob623/95; 1Ob601/95; 8Ob2282/96p; 1Ob2078/96m; 4Ob133/97f; 1Ob119/97z; 1Ob57/97g; 1Ob218/98k; 4Ob311/99k; 10Ob25/00z; 1Ob342/99x; 1Ob129/00b; 8Ob304/00i; 1Ob274/00a; 4Ob186/01h; 9Ob268/01d; 1Ob172/01b; 7Ob43/03d; 4Ob17/03h; 5Ob8/03t; 7Ob79/05a; 5Ob36/06i; 7Ob22/06w; 3Ob51/06f; 7Ob74/06t; 3Ob78/06a; 7Ob47/06x; 7Ob126/07s; 1Ob123/07f; 1Ob176/07z; 7Ob200/08z; 8Ob47/09h; 6Ob48/10t; 5Ob102/10a; 6Ob165/10y; 9Ob58/10k; 8Ob144/10z; 7Ob25/11v; 3Ob165/11b; 5Ob152/12g; 8Ob123/12i; 3Ob240/12h; 3Ob38/13d; 4Ob165/13p; 4Ob14/14h; 8Ob7/14h; 5Ob33/15m; 10Ob81/15g; 1Ob7/16k; 1Ob45/16y; 1Ob99/16i; 3Ob135/16y; 3Ob153/17x; 7Ob170/17a; 6Ob27/18s; 4Ob83/18m; 8Ob17/18k; 7Ob213/18a; 7Ob77/19b

Entscheidungsdatum

04.11.1980

Norm

ABGB §176 B
ABGB §177 B
ABGB idF KindNamRÄG 2013 §181
ABGB idF KindNamRÄG 2013 §185 Abs1
ABGB idF KindNamRÄG 2013 §185 Abs2

Rechtssatz

Unter dem Begriff der Gefährdung des Kindeswohls ist nicht geradezu ein Missbrauch der elterlichen Befugnisse zu verstehen. Es genügt, dass die elterlichen Pflichten (objektiv) nicht erfüllt oder (subjektiv) gröblich vernachlässigt worden sind oder die Eltern durch ihr Gesamtverhalten des Wohl des Kindes gefährden. Eine Pflichtverletzung kann auch vorliegen, wenn die Eltern ihre Pflicht zu einvernehmlichen Vorgehen verletzen. Die Gefährdung des Kindeswohls kann daher auch schon darin liegen, dass wichtige Veränderungen eingetreten sind, die Eltern aber diesen Veränderungen nicht durch einvernehmliches Vorgehen Rechnung tragen.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 547/80
    Entscheidungstext OGH 04.11.1980 4 Ob 547/80
    Veröff: SZ 53/142 = EvBl 1981/82 S 267 = ÖA 1982,36
  • 1 Ob 537/82
    Entscheidungstext OGH 03.03.1982 1 Ob 537/82
    nur: Die Gefährdung des Kindeswohls kann auch darin liegen, dass wichtige Veränderungen eingetreten sind, die Eltern aber diesen Veränderungen nicht Rechnung tragen. (T1)
    Beisatz: Insbesondere, wenn dem Kind die auf Grund wesentlich geänderter Verhältnisse gebotene Verbesserung seiner Entwicklungsmöglichkeiten und Entfaltungsmöglichkeiten verwehrt wird. (T2)
  • 1 Ob 790/83
    Entscheidungstext OGH 11.01.1984 1 Ob 790/83
    Beis wie T2
  • 7 Ob 622/84
    Entscheidungstext OGH 13.09.1984 7 Ob 622/84
  • 8 Ob 660/85
    Entscheidungstext OGH 23.01.1986 8 Ob 660/85
    nur: Unter dem Begriff der Gefährdung des Kindeswohls ist nicht geradezu ein Missbrauch der elterlichen Befugnisse zu verstehen. Es genügt, dass die elterlichen Pflichten (objektiv) nicht erfüllt oder (subjektiv) gröblich vernachlässigt worden sind oder die Eltern durch ihr Gesamtverhalten das Wohl des Kindes gefährden. (T3)
  • 7 Ob 692/85
    Entscheidungstext OGH 16.01.1986 7 Ob 692/85
    nur T3
  • 8 Ob 601/86
    Entscheidungstext OGH 28.08.1986 8 Ob 601/86
    nur T3
  • 2 Ob 726/86
    Entscheidungstext OGH 27.01.1987 2 Ob 726/86
    nur T3
  • 7 Ob 547/87
    Entscheidungstext OGH 26.03.1987 7 Ob 547/87
  • 2 Ob 596/88
    Entscheidungstext OGH 11.10.1988 2 Ob 596/88
    nur T3
  • 2 Ob 535/89
    Entscheidungstext OGH 10.05.1989 2 Ob 535/89
    nur T3
  • 1 Ob 665/89
    Entscheidungstext OGH 15.11.1989 1 Ob 665/89
    nur T3
  • 4 Ob 611/89
    Entscheidungstext OGH 05.12.1989 4 Ob 611/89
    nur T3; Beisatz: Ein subjektives Schuldelement kann, muss aber nicht hinzutreten (SZ 51/112 ua). (T4)
    Veröff: ÖA 1990,132
  • 8 Ob 551/90
    Entscheidungstext OGH 29.03.1990 8 Ob 551/90
    nur T3
  • 5 Ob 542/91
    Entscheidungstext OGH 28.04.1992 5 Ob 542/91
    nur T3; Beisatz: Hier: Mutter, die trotz der damit verbundenen ernstlichen Gefährdung der weiteren gedeihlichen Entwicklung des Kindes, wenn nicht vorher behutsam ein Vertrauensverhältnis zwischen ihr und dem Kind aufgebaut wird, dieses vom Pflegeplatz entfernen und zu sich zurückbringen will. (T5)
  • 1 Ob 580/92
    Entscheidungstext OGH 09.06.1992 1 Ob 580/92
    Auch; nur T3; Veröff: SZ 65/84 = JBl 1992,780
  • 1 Ob 573/92
    Entscheidungstext OGH 24.06.1992 1 Ob 573/92
    Auch; nur T3; Veröff: JBl 1992,639 = ÖA 1993,26
  • 2 Ob 565/93
    Entscheidungstext OGH 16.09.1993 2 Ob 565/93
    nur T3
  • 1 Ob 623/95
    Entscheidungstext OGH 30.01.1996 1 Ob 623/95
    Auch; nur T3; Veröff. SZ 69/20
  • 1 Ob 601/95
    Entscheidungstext OGH 04.06.1996 1 Ob 601/95
    Auch; nur T3
  • 8 Ob 2282/96p
    Entscheidungstext OGH 24.10.1996 8 Ob 2282/96p
    nur T3
  • 1 Ob 2078/96m
    Entscheidungstext OGH 26.07.1996 1 Ob 2078/96m
    Auch; nur T3
  • 4 Ob 133/97f
    Entscheidungstext OGH 13.05.1997 4 Ob 133/97f
    nur T3
  • 1 Ob 119/97z
    Entscheidungstext OGH 29.04.1997 1 Ob 119/97z
    Vgl; nur T3
  • 1 Ob 57/97g
    Entscheidungstext OGH 24.06.1997 1 Ob 57/97g
    nur T3
  • 1 Ob 218/98k
    Entscheidungstext OGH 25.08.1998 1 Ob 218/98k
    nur: Unter dem Begriff der Gefährdung des Kindeswohls ist nicht geradezu ein Missbrauch der elterlichen Befugnisse zu verstehen. Es genügt, dass die elterlichen Pflichten (objektiv) nicht erfüllt oder gröblich vernachlässigt worden sind. (T6)
  • 4 Ob 311/99k
    Entscheidungstext OGH 23.11.1999 4 Ob 311/99k
    Auch; nur T3
  • 10 Ob 25/00z
    Entscheidungstext OGH 15.02.2000 10 Ob 25/00z
    Vgl auch; nur T3
  • 1 Ob 342/99x
    Entscheidungstext OGH 28.04.2000 1 Ob 342/99x
    Auch; nur: Unter dem Begriff der Gefährdung des Kindeswohls ist nicht geradezu ein Missbrauch der elterlichen Befugnisse zu verstehen. Es genügt, daß die elterlichen Pflichten (objektiv) nicht erfüllt worden sind. (T7)
  • 1 Ob 129/00b
    Entscheidungstext OGH 25.05.2000 1 Ob 129/00b
    Auch; nur: Es genügt, dass die elterlichen Pflichten (objektiv) nicht erfüllt oder (subjektiv) gröblich vernachlässigt worden sind. (T8)
  • 8 Ob 304/00i
    Entscheidungstext OGH 11.01.2001 8 Ob 304/00i
    Auch; Beisatz: Es reicht allerdings schon die objektive Nichterfüllung oder Vernachlässigung der elterlichen Pflichten aus. (T9)
  • 1 Ob 274/00a
    Entscheidungstext OGH 30.01.2001 1 Ob 274/00a
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Übersiedlung der Obsorgeberechtigten in einen anderen Staat. (T10)
  • 4 Ob 186/01h
    Entscheidungstext OGH 12.09.2001 4 Ob 186/01h
    Beisatz: Hier: Eine die Übertragung der Obsorge auf den Vater rechtfertigende Gefährdung des Kindeswohls liegt dabei schon darin, dass nach eingetretener wichtiger Änderung der Verhältnisse - nämlich des dringenden Wunsches der Minderjährigen, zukünftig auf Dauer im Haushalt des Vaters wohnen zu wollen - die bisher obsorgeberechtigte Mutter einem einvernehmlichen Vorgehen der Eltern in diese Richtung nicht zugestimmt hat. (T11)
  • 9 Ob 268/01d
    Entscheidungstext OGH 14.11.2001 9 Ob 268/01d
    nur T8; Beisatz: Oder wenn die Obsorgepflichtigen durch ihr Gesamtverhalten schutzwürdige Interessen des Minderjährigen ernstlich und konkret gefährden. (T12)
  • 1 Ob 172/01b
    Entscheidungstext OGH 27.11.2001 1 Ob 172/01b
    nur: Die Gefährdung des Kindeswohls kann daher auch schon darin liegen, dass wichtige Veränderungen eingetreten sind, die Eltern aber diesen Veränderungen nicht durch einvernehmliches Vorgehen Rechnung tragen. (T13)
    nur T7; Beisatz: Der typische Grund für die Rechtfertigung einer Entziehung oder Einschränkung der Obsorge im Sinne des § 176 ABGB ist geboten, wenn der das Kind betreuende Elternteil seine Erziehungspflichten vernachlässigt, seine Erziehungsgewalt missbraucht oder den Erziehungsaufgaben nicht gewachsen ist. (T14)
  • 7 Ob 43/03d
    Entscheidungstext OGH 19.03.2003 7 Ob 43/03d
    Vgl auch; Beisatz: Es muss auf Grund eines bestimmten Verhaltens der Eltern oder eines Elternteils, in dem die objektive Nichterfüllung oder Vernachlässigung elterlicher Pflichten zu erblicken ist, zu befürchten sein, dass das Wohl des Kindes beeinträchtigt werden wird. (T15)
  • 4 Ob 17/03h
    Entscheidungstext OGH 29.04.2003 4 Ob 17/03h
  • 5 Ob 8/03t
    Entscheidungstext OGH 11.03.2003 5 Ob 8/03t
    nur: Es genügt, dass die elterlichen Pflichten (objektiv) nicht erfüllt oder (subjektiv) gröblich vernachlässigt worden sind oder die Eltern durch ihr Gesamtverhalten des Wohl des Kindes gefährden. (T16)
  • 7 Ob 79/05a
    Entscheidungstext OGH 11.05.2005 7 Ob 79/05a
    nur T3
  • 5 Ob 36/06i
    Entscheidungstext OGH 21.02.2006 5 Ob 36/06i
    Beis wie T11
  • 7 Ob 22/06w
    Entscheidungstext OGH 29.03.2006 7 Ob 22/06w
    Auch; nur T3
  • 3 Ob 51/06f
    Entscheidungstext OGH 29.03.2006 3 Ob 51/06f
    nur: Es genügt, dass die elterlichen Pflichten (objektiv) nicht erfüllt worden sind. (T17)
  • 7 Ob 74/06t
    Entscheidungstext OGH 26.04.2006 7 Ob 74/06t
    nur T3
  • 3 Ob 78/06a
    Entscheidungstext OGH 27.06.2006 3 Ob 78/06a
    nur T3
  • 7 Ob 47/06x
    Entscheidungstext OGH 21.06.2006 7 Ob 47/06x
    Auch
  • 7 Ob 126/07s
    Entscheidungstext OGH 29.08.2007 7 Ob 126/07s
    Auch; nur T3
  • 1 Ob 123/07f
    Entscheidungstext OGH 11.09.2007 1 Ob 123/07f
    nur T16
  • 1 Ob 176/07z
    Entscheidungstext OGH 11.09.2007 1 Ob 176/07z
    Auch; nur T8; Beisatz: Dazu gehört auch das Nichtbewältigen von Erziehungsaufgaben. (T18)
  • 7 Ob 200/08z
    Entscheidungstext OGH 22.10.2008 7 Ob 200/08z
    nur T17
  • 8 Ob 47/09h
    Entscheidungstext OGH 29.09.2009 8 Ob 47/09h
    Auch; Beisatz: Das Kindeswohl ist iSd § 176 ABGB gefährdet, wenn die Obsorgepflicht nicht erfüllt oder gröblich vernachlässigt wird oder sonst schutzwürdige Interessen des Kindes ernstlich und konkret gefährdet werden, wobei die objektive Nichterfüllung oder Vernachlässigung genügt, ohne dass ein subjektives Schuldelement hinzutreten müsste. (T19)
  • 6 Ob 48/10t
    Entscheidungstext OGH 19.03.2010 6 Ob 48/10t
    nur T3
  • 5 Ob 102/10a
    Entscheidungstext OGH 22.06.2010 5 Ob 102/10a
    nur T3
  • 6 Ob 165/10y
    Entscheidungstext OGH 22.09.2010 6 Ob 165/10y
    nur T8; Beis wie T12
  • 9 Ob 58/10k
    Entscheidungstext OGH 29.09.2010 9 Ob 58/10k
    Auch; nur T1; Beis wie T11
  • 8 Ob 144/10z
    Entscheidungstext OGH 22.02.2011 8 Ob 144/10z
    Auch; Beis wie T19
  • 7 Ob 25/11v
    Entscheidungstext OGH 09.03.2011 7 Ob 25/11v
    Auch
  • 3 Ob 165/11b
    Entscheidungstext OGH 14.12.2011 3 Ob 165/11b
    Beis wie T4; Beis wie T15
  • 5 Ob 152/12g
    Entscheidungstext OGH 23.10.2012 5 Ob 152/12g
    Vgl auch; Vgl Beis wie T15
  • 8 Ob 123/12i
    Entscheidungstext OGH 27.11.2012 8 Ob 123/12i
    Auch
  • 3 Ob 240/12h
    Entscheidungstext OGH 20.02.2013 3 Ob 240/12h
    Auch; nur T8; nur T16; Beis wie T12; Beis wie T15; Beis wie T19
  • 3 Ob 38/13d
    Entscheidungstext OGH 13.03.2013 3 Ob 38/13d
    Auch; nur T3
  • 4 Ob 165/13p
    Entscheidungstext OGH 17.12.2013 4 Ob 165/13p
    nur T3
  • 4 Ob 14/14h
    Entscheidungstext OGH 25.03.2014 4 Ob 14/14h
    nur T3; Beis wie T18
  • 8 Ob 7/14h
    Entscheidungstext OGH 24.03.2014 8 Ob 7/14h
    Auch; nur T16
  • 5 Ob 33/15m
    Entscheidungstext OGH 28.04.2015 5 Ob 33/15m
    Auch; Beis ähnlich wie T15
  • 10 Ob 81/15g
    Entscheidungstext OGH 22.10.2015 10 Ob 81/15g
    Auch; nur T3
  • 1 Ob 7/16k
    Entscheidungstext OGH 25.02.2016 1 Ob 7/16k
    nur T3; Beis wie T18; Beis ähnlich wie T19
  • 1 Ob 45/16y
    Entscheidungstext OGH 21.06.2016 1 Ob 45/16y
    nur T7
  • 1 Ob 99/16i
    Entscheidungstext OGH 30.08.2016 1 Ob 99/16i
    Auch; ähnlich nur T3; Beis wie T18; Beis wie T19
  • 3 Ob 135/16y
    Entscheidungstext OGH 22.09.2016 3 Ob 135/16y
    Vgl; Beis wie T15; Beisatz: Hier: Vorläufige Maßnahme gem § 211 Abs 1 ABGB idF KindNamRÄG 2013. (T20)
  • 3 Ob 153/17x
    Entscheidungstext OGH 20.09.2017 3 Ob 153/17x
    nur T3; Beis wie T18; Beis wie T19
  • 7 Ob 170/17a
    Entscheidungstext OGH 29.11.2017 7 Ob 170/17a
    Auch
  • 6 Ob 27/18s
    Entscheidungstext OGH 20.02.2018 6 Ob 27/18s
    Auch; Beis wie T19
  • 4 Ob 83/18m
    Entscheidungstext OGH 17.07.2018 4 Ob 83/18m
    Auch
  • 8 Ob 17/18k
    Entscheidungstext OGH 24.10.2018 8 Ob 17/18k
    nur T3
  • 7 Ob 213/18a
    Entscheidungstext OGH 19.12.2018 7 Ob 213/18a
    Vgl; Beisatz: Hier: § 185 Abs 1 und 2 ABGB. (T21)
  • 7 Ob 77/19b
    Entscheidungstext OGH 29.05.2019 7 Ob 77/19b
    Auch; Beis wie T14; Beis wie T19

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1980:RS0048633

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

24.07.2019

Dokumentnummer

JJR_19801104_OGH0002_0040OB00547_8000000_001

Rechtssatz für 4Ob510/91 1Ob623/95 4Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0048056

Geschäftszahl

4Ob510/91; 1Ob623/95; 4Ob14/97f; 1Ob46/06f (1Ob47/06b); 4Ob2/07h; 1Ob176/07z; 1Ob40/08a; 2Ob130/08v; 8Ob59/09y; 8Ob163/09t; 5Ob167/09h; 6Ob48/10t; 7Ob37/10g; 1Ob146/10t; 7Ob215/10h; 6Ob258/10z; 8Ob54/11s; 5Ob188/11z; 3Ob155/11g; 2Ob162/11d; 3Ob41/12v; 1Ob174/12p; 1Ob241/12s; 3Ob240/12h; 7Ob16/13y; 3Ob241/12f; 5Ob131/13w; 6Ob220/13s; 3Ob238/14t; 4Ob181/15v; 7Ob149/15k; 7Ob150/16h; 6Ob10/17i; 7Ob237/16b (7Ob16/17d); 9Ob41/17w; 3Ob71/17p; 5Ob10/18h; 9Ob20/18h; 7Ob94/18a; 7Ob147/18w; 1Ob237/18m; 7Ob9/19b

Entscheidungsdatum

09.04.1991

Norm

ABGB §148 A
ABGB §176 Abs1
ABGB §178a
AußStrG 2005 §66 Abs2 B

Rechtssatz

Der Grundsatz der Bedachtnahme auf das Kindeswohl (§ 178a ABGB) - der oberste Grundsatz jeder Besuchsregelung - erfordert es, dass - auch noch vom OGH - alle während des Verfahrens eingetretenen Entwicklungen voll zu berücksichtigen sind. (Hier: Auslandsbesuchsrecht).

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 510/91
    Entscheidungstext OGH 09.04.1991 4 Ob 510/91
    Veröff: RZ 1992/84 S 281
  • 1 Ob 623/95
    Entscheidungstext OGH 30.01.1996 1 Ob 623/95
    Auch; Beisatz: Hier: Obsorgeentscheidung (T1) Veröff: SZ 69/20
  • 4 Ob 14/97f
    Entscheidungstext OGH 28.01.1997 4 Ob 14/97f
  • 1 Ob 46/06f
    Entscheidungstext OGH 16.05.2006 1 Ob 46/06f
    Vgl; Beis wie T1
  • 4 Ob 2/07h
    Entscheidungstext OGH 22.05.2007 4 Ob 2/07h
    Auch; Beis wie T1; Beisatz: Hier: Zu § 66 Abs 2 AußStrG 2005. (T2); Veröff: SZ 2007/75
  • 1 Ob 176/07z
    Entscheidungstext OGH 11.09.2007 1 Ob 176/07z
    Vgl aber; Beisatz: Aktenkundige Entwicklungen sind zu berücksichtigen, es besteht jedoch keine Pflicht zur ständigen amtswegigen Erhebung der jeweiligen aktuellen Umstände. (T3)
  • 1 Ob 40/08a
    Entscheidungstext OGH 03.04.2008 1 Ob 40/08a
    Auch; Beis wie T1
  • 2 Ob 130/08v
    Entscheidungstext OGH 26.06.2008 2 Ob 130/08v
    Vgl aber; Beis wie T1; Beis wie T2; Beis wie T3; Beisatz: Nur aktenkundige Entwicklungen, die die bisherige Tatsachengrundlage wesentlich verändern. (T4)
  • 8 Ob 59/09y
    Entscheidungstext OGH 29.09.2009 8 Ob 59/09y
    Vgl auch; Beisatz: Die Wahrung des Kindeswohls muss stets oberster Grundsatz jeder Besuchsrechtsregelung sein. (T5)
  • 8 Ob 163/09t
    Entscheidungstext OGH 18.02.2010 8 Ob 163/09t
    Auch; Beisatz: Das Neuerungsverbot gemäß § 66 Abs 2 AußStrG ist im Obsorgeverfahren aus Gründen des Kindeswohls insofern durchbrochen, als aktenkundige Entwicklungen, die die bisherige Tatsachengrundlage wesentlich verändern, zu berücksichtigen sind. (T6)
  • 5 Ob 167/09h
    Entscheidungstext OGH 19.01.2010 5 Ob 167/09h
    Vgl auch; Beis wie T5
  • 6 Ob 48/10t
    Entscheidungstext OGH 19.03.2010 6 Ob 48/10t
    Vgl aber; Beis wie T2; Beis wie T3
  • 7 Ob 37/10g
    Entscheidungstext OGH 21.04.2010 7 Ob 37/10g
    Auch
  • 1 Ob 146/10t
    Entscheidungstext OGH 14.09.2010 1 Ob 146/10t
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T2; Beis wie T3; Beis wie T4
  • 7 Ob 215/10h
    Entscheidungstext OGH 19.01.2011 7 Ob 215/10h
    Auch
  • 6 Ob 258/10z
    Entscheidungstext OGH 28.01.2011 6 Ob 258/10z
    Auch; Beis wie T1
  • 8 Ob 54/11s
    Entscheidungstext OGH 29.06.2011 8 Ob 54/11s
    Auch; Beis wie T1
  • 5 Ob 188/11z
    Entscheidungstext OGH 09.11.2011 5 Ob 188/11z
    Auch; Auch Beis wie T1; Beis wie T4; Beis ähnlich wie T6; Beisatz: Allein neues Vorbringen in einem Rechtsmittel macht die betreffenden Behauptungen noch nicht schon zur aktenkundigen und deshalb zu berücksichtigenden Tatsachengrundlage. Dies gilt nur für Umstände, die erst noch durch ein Beweisverfahren zu klären sind. (T7); Bem: So schon 2 Ob 130/08v. (T8)
  • 3 Ob 155/11g
    Entscheidungstext OGH 08.11.2011 3 Ob 155/11g
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T2; Beis wie T6
  • 2 Ob 162/11d
    Entscheidungstext OGH 16.09.2011 2 Ob 162/11d
    Auch; Beis wie T4; Beis wie T6
  • 3 Ob 41/12v
    Entscheidungstext OGH 15.05.2012 3 Ob 41/12v
    Vgl; Beisatz: Hier zu § 176 Abs 1 ABGB. (T9)
  • 1 Ob 174/12p
    Entscheidungstext OGH 11.10.2012 1 Ob 174/12p
    Auch
  • 1 Ob 241/12s
    Entscheidungstext OGH 13.12.2012 1 Ob 241/12s
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T4; Beis wie T6
  • 3 Ob 240/12h
    Entscheidungstext OGH 20.02.2013 3 Ob 240/12h
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T6
  • 7 Ob 16/13y
    Entscheidungstext OGH 27.03.2013 7 Ob 16/13y
    Vgl auch; Auch Beis wie T7; Beisatz: Dies bezieht sich aber nur auf unstrittige und aktenkundige Umstände; außerdem ist das Neuerungsverbot im Obsorgeverfahren aus Gründen des Kindeswohls nur insofern durchbrochen, als der Oberste Gerichtshof solche ‑ nach der Beschlussfassung der Vorinstanzen eingetretene Entwicklungen ‑ lediglich dann zu berücksichtigen hat, wenn die bisherige Tatsachengrundlage dadurch wesentlich verändert wird. Im Übrigen sind daher neue Tatsachenbehauptungen in einem Rechtsmittel nicht zu berücksichtigen. Vor allem ist zu bedenken, dass bei wesentlicher Änderung der für die Obsorgefrage maßgeblichen Umstände den Parteien ohnehin die Möglichkeit einer neuerlichen Antragstellung offensteht. (T10)
  • 3 Ob 241/12f
    Entscheidungstext OGH 13.03.2013 3 Ob 241/12f
    Auch; Beis wie T1
  • 5 Ob 131/13w
    Entscheidungstext OGH 06.11.2013 5 Ob 131/13w
    Auch
  • 6 Ob 220/13s
    Entscheidungstext OGH 16.12.2013 6 Ob 220/13s
    Beis wie T10
  • 3 Ob 238/14t
    Entscheidungstext OGH 18.02.2015 3 Ob 238/14t
    Auch
  • 4 Ob 181/15v
    Entscheidungstext OGH 17.11.2015 4 Ob 181/15v
  • 7 Ob 149/15k
    Entscheidungstext OGH 19.11.2015 7 Ob 149/15k
    Auch
  • 7 Ob 150/16h
    Entscheidungstext OGH 31.08.2016 7 Ob 150/16h
    Auch; Beis wie T10 nur: Dies bezieht sich aber nur auf unstrittige und aktenkundige Umstände. (T11)
  • 6 Ob 10/17i
    Entscheidungstext OGH 30.01.2017 6 Ob 10/17i
    Vgl; Beis wie T11
  • 7 Ob 237/16b
    Entscheidungstext OGH 26.04.2017 7 Ob 237/16b
    Auch; Beis wie T10
  • 9 Ob 41/17w
    Entscheidungstext OGH 25.07.2017 9 Ob 41/17w
    Vgl auch; Beis wie T4; Beis wie T11
  • 3 Ob 71/17p
    Entscheidungstext OGH 30.08.2017 3 Ob 71/17p
    Vgl aber; Beis wie T3
  • 5 Ob 10/18h
    Entscheidungstext OGH 13.02.2018 5 Ob 10/18h
    Vgl auch
  • 9 Ob 20/18h
    Entscheidungstext OGH 25.04.2018 9 Ob 20/18h
    Auch
  • 7 Ob 94/18a
    Entscheidungstext OGH 20.06.2018 7 Ob 94/18a
    Vgl aber; Beis wie T10; Beis wie T11
  • 7 Ob 147/18w
    Entscheidungstext OGH 26.09.2018 7 Ob 147/18w
    Vgl; Beis wie T10; Beis wie T11
  • 1 Ob 237/18m
    Entscheidungstext OGH 23.01.2019 1 Ob 237/18m
    Beis wie T1; Beis wie T4; Beis wie T6; Beis wie T11
  • 7 Ob 9/19b
    Entscheidungstext OGH 27.02.2019 7 Ob 9/19b
    Beis wie T10; Beis wie T11

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1991:RS0048056

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

02.04.2019

Dokumentnummer

JJR_19910409_OGH0002_0040OB00510_9100000_001

Rechtssatz für 1Ob550/91 1Ob602/91 4Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0007035

Geschäftszahl

1Ob550/91; 1Ob602/91; 4Ob1605/91; 1Ob579/92; 8Ob566/92 (8Ob567/92); 2Ob505/94; 1Ob623/95; 1Ob2155/96k; 3Ob2368/96y; 5Ob229/98g; 9Ob115/99y; 1Ob265/00b; 9Ob268/01d; 7Ob253/01h; 7Ob43/03d; 6Ob160/06g; 5Ob171/06t; 3Ob111/06d; 2Ob195/07a; 3Ob70/08b; 1Ob93/08w; 5Ob207/08i; 3Ob74/09t; 1Ob63/10m (1Ob78/10t); 8Ob1/11x; 3Ob240/12h; 1Ob226/12k

Entscheidungsdatum

24.04.1991

Norm

ABGB §176 B
ABGB §177 Abs2 B
AußStrG §12 Abs1
AußStrG 2005 §107 Abs2

Rechtssatz

Das Gericht kann bis zur endgültigen Entscheidung nach § 176 ABGB vorläufige dringende Maßnahmen treffen. Voraussetzung für eine vorläufige gerichtliche Maßnahme ist, dass die Belassung des Kindes in der bisherigen Umgebung eine solche Gefährdung für das Kind mit sich bringt, dass Sofortmaßnahmen in Form einer Änderung des bestehenden Zustandes dringend geboten erscheinen.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 550/91
    Entscheidungstext OGH 24.04.1991 1 Ob 550/91
    Veröff: RZ 1992/6 S 20
  • 1 Ob 602/91
    Entscheidungstext OGH 09.10.1991 1 Ob 602/91
    Beisatz: Es muss sich um einen Fall akuter Gefährdung des Kindes handeln. Vorläufige dringende Maßnahmen sind ferner zu treffen, wenn die Gefahr der Verbringung des Kindes in Ausland vorliegt, wodurch unabänderlich eine nachteilige Erziehungssituation geschaffen würde. (T1)
  • 4 Ob 1605/91
    Entscheidungstext OGH 03.12.1991 4 Ob 1605/91
  • 1 Ob 579/92
    Entscheidungstext OGH 09.06.1992 1 Ob 579/92
    Auch; nur: Das Gericht kann bis zur endgültigen Entscheidung nach § 176 ABGB vorläufige dringende Maßnahmen treffen. (T2)
  • 8 Ob 566/92
    Entscheidungstext OGH 29.05.1992 8 Ob 566/92
    Beis wie T1
  • 2 Ob 505/94
    Entscheidungstext OGH 13.01.1994 2 Ob 505/94
  • 1 Ob 623/95
    Entscheidungstext OGH 30.01.1996 1 Ob 623/95
    Auch; Veröff: SZ 69/20
  • 1 Ob 2155/96k
    Entscheidungstext OGH 04.06.1996 1 Ob 2155/96k
    Auch; Beis wie T1
  • 3 Ob 2368/96y
    Entscheidungstext OGH 18.12.1996 3 Ob 2368/96y
    Beis wie T1
  • 5 Ob 229/98g
    Entscheidungstext OGH 27.10.1998 5 Ob 229/98g
    Beis wie T1 nur: Es muss sich um einen Fall akuter Gefährdung des Kindes handeln. (T3); Beisatz: Vorläufige Zuweisung der Obsorge an einen Elternteil. (T4)
  • 9 Ob 115/99y
    Entscheidungstext OGH 09.07.1999 9 Ob 115/99y
    Beis wie T3; Beisatz: Wegen der Eilbedürftigkeit einer vorläufigen Maßnahme sind umfangreiche Erhebungen zu unterlassen, weil sonst bereits mit einer endgültigen Entscheidung vorgegangen werden könnte. (T5)
  • 1 Ob 265/00b
    Entscheidungstext OGH 28.11.2000 1 Ob 265/00b
    nur: Voraussetzung für eine vorläufige gerichtliche Maßnahme ist, dass die Belassung des Kindes in der bisherigen Umgebung eine solche Gefährdung für das Kind mit sich bringt, dass Sofortmaßnahmen in Form einer Änderung des bestehenden Zustandes dringend geboten erscheinen. (T6); Beisatz: Ist mangels Einigung der nicht bloß vorübergehend getrennt lebenden Eltern gemäß § 177 Abs 2 ABGB über ihren Antrag eine Entscheidung zu treffen, welchem Elternteil die Obsorge allein zustehen soll, so kann das Gericht nur dann, wenn besondere Umstände im Interesse des Kindes eine sofortige Entscheidung erfordern, auch vorläufige Maßnahmen anordnen. (T7); Beis wie T1
  • 9 Ob 268/01d
    Entscheidungstext OGH 14.11.2001 9 Ob 268/01d
    nur T2; Beis wie T3; Beisatz: Daran hat sich durch das Kindschaftsrechts-Änderungsgesetz 2001 (KindRÄG 2001), BGBl I 2000/135 nichts geändert. (T8)
  • 7 Ob 253/01h
    Entscheidungstext OGH 12.06.2002 7 Ob 253/01h
    Auch; nur T2; Beis wie T3; Beis wie T8; Beisatz: Vorläufige Entziehung und Übertragung der Obsorge. (T9); Beisatz: Eine solche Gefährdung liegt vor, wenn die Obsorgepflichten objektiv nicht erfüllt oder subjektiv gröblich vernachlässigt worden sind, oder wenn die Obsorgepflichtige durch ihr Gesamtverhalten schutzwürdige Interessen des Minderjährigen ernstlich und konkret gefährdet. (T10)
  • 7 Ob 43/03d
    Entscheidungstext OGH 19.03.2003 7 Ob 43/03d
    Beis wie T1
  • 6 Ob 160/06g
    Entscheidungstext OGH 31.08.2006 6 Ob 160/06g
    Auch; nur T2; Beisatz: Derartige Entscheidungen sind gemäß § 107 Abs 2 AußStrG 2005 ausdrücklich zulässig. (T11)
  • 5 Ob 171/06t
    Entscheidungstext OGH 29.08.2006 5 Ob 171/06t
    nur T2; nur T6; Beis wie T5
  • 3 Ob 111/06d
    Entscheidungstext OGH 13.09.2006 3 Ob 111/06d
    Auch
  • 2 Ob 195/07a
    Entscheidungstext OGH 14.02.2008 2 Ob 195/07a
    Vgl; Veröff: SZ 2008/24
  • 3 Ob 70/08b
    Entscheidungstext OGH 10.04.2008 3 Ob 70/08b
    Auch; Beisatz: Eine solche Provisiorialentscheidung kann nur zur Beseitigung einer konkreten und schweren Gefährdung des Kindes erfolgen. (T12)
  • 1 Ob 93/08w
    Entscheidungstext OGH 30.05.2008 1 Ob 93/08w
    Auch; nur T2; Beis wie T3; Beis wie T10
  • 5 Ob 207/08i
    Entscheidungstext OGH 21.10.2008 5 Ob 207/08i
    Beis wie T10; Beisatz: Es ist ausschließlich das Kindeswohl relevant. (T13)
  • 3 Ob 74/09t
    Entscheidungstext OGH 12.05.2009 3 Ob 74/09t
    Vgl; Beisatz: Ist hinsichtlich eines minderjährigen Kindes eine Entscheidung zu treffen, welchem Elternteil die Obsorge allein zustehen soll, so kann das Gericht nach ständiger Rechtsprechung dann, wenn besondere Umstände im Interesse des Kindes eine sofortige Entscheidung erfordern, auch vorläufige Maßnahmen anordnen. Voraussetzung einer solchen vorläufigen gerichtlichen Maßnahme als Provisorialentscheidung - bis zur endgültigen Entscheidung nach § 176 ABGB - ist dabei eine akute Gefährdung des Kindeswohls nach § 176 ABGB. (T14); Beisatz: Es muss aufgrund eines bestimmten Verhaltens der Eltern oder eines Elternteils, in dem die objektive Nichterfüllung oder Vernachlässigung elterlicher Pflichten zu erblicken ist, zu befürchten sein, dass das Wohl des Kindes beeinträchtigt werden wird. (T15)
  • 1 Ob 63/10m
    Entscheidungstext OGH 05.05.2010 1 Ob 63/10m
    nur T6; Beis wie T3; Beis wie T12
  • 8 Ob 1/11x
    Entscheidungstext OGH 25.01.2011 8 Ob 1/11x
    Auch
  • 3 Ob 240/12h
    Entscheidungstext OGH 20.02.2013 3 Ob 240/12h
    Auch; Beis wie T14
  • 1 Ob 226/12k
    Entscheidungstext OGH 13.12.2012 1 Ob 226/12k
    Vgl; Beis wie T3

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1991:RS0007035

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

11.06.2013

Dokumentnummer

JJR_19910424_OGH0002_0010OB00550_9100000_002

Rechtssatz für 7Ob528/92 3Ob1520/92 7O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0048632

Geschäftszahl

7Ob528/92; 3Ob1520/92; 7Ob523/93; 2Ob565/93; 5Ob513/95; 4Ob1610/95; 1Ob623/95; 1Ob1531/96; 1Ob601/95; 1Ob2155/96k; 1Ob2296/96w; 6Ob318/97a; 9Ob143/98i; 5Ob229/98g; 4Ob311/99k; 10Ob92/00b; 7Ob174/00i; 8Ob304/00i; 10Ob92/01d; 7Ob165/01t; 4Ob186/01h; 1Ob172/01b; 9Ob8/02w; 5Ob56/02z; 6Ob148/02m; 7Ob253/01h; 1Ob5/02w; 4Ob17/03h; 5Ob8/03t; 4Ob146/03d; 2Ob197/03i; 3Ob204/03a; 7Ob79/05a; 7Ob22/06w; 7Ob74/06t; 3Ob78/06a; 7Ob47/06x; 3Ob179/06d; 4Ob2/07h; 7Ob126/07s; 1Ob123/07f; 7Ob140/07z; 6Ob196/07b; 1Ob40/08a; 1Ob93/08w; 5Ob207/08i; 8Ob116/09f; 6Ob48/10t; 10Ob18/10k; 6Ob79/10a; 5Ob103/10y; 7Ob25/11v; 4Ob8/11x; 5Ob163/11y; 5Ob173/11v; 3Ob27/12k; 7Ob60/12t; 7Ob80/12h; 9Ob48/11s; 3Ob155/12h; 9Ob38/12x; 3Ob240/12h; 3Ob38/13d; 1Ob126/13f; 4Ob165/13p; 6Ob179/13m; 4Ob14/14h; 8Ob7/14h; 7Ob64/14h; 6Ob160/14v; 1Ob167/14m; 7Ob198/14i; 8Ob13/15t; 7Ob229/14y; 3Ob141/15d; 10Ob81/15g; 3Ob230/15t; 9Ob39/16z; 1Ob45/16y; 1Ob99/16i; 6Ob182/16g; 6Ob200/16d; 6Ob11/17m; 8Ob49/17i; 4Ob111/17b; 3Ob153/17x; 7Ob170/17a; 5Ob10/18h; 1Ob43/18g; 6Ob27/18s; 9Ob6/18z; 3Ob25/18z; 8Ob17/18k; 1Ob189/18b; 3Ob198/18s; 7Ob213/18a; 9Ob12/19h; 5Ob60/19p

Entscheidungsdatum

20.02.1992

Norm

ABGB §176 B
ABGB §176 C
ABGB §177 B
ABGB idF KindNamRÄG 2013 §181
ABGB idF KindNamRÄG 2013 §185 Abs1
ABGB idF KindNamRÄG 2013 §185 Abs2

Rechtssatz

Bei der Entscheidung über die Obsorge für ein Kind ist ausschließlich dessen Wohl maßgebend, wobei nicht nur von der momentanen Situation ausgegangen werden darf, sondern auch Zukunftsprognosen zu stellen sind.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 528/92
    Entscheidungstext OGH 20.02.1992 7 Ob 528/92
  • 3 Ob 1520/92
    Entscheidungstext OGH 08.07.1992 3 Ob 1520/92
    nur: Bei der Entscheidung über die Obsorge für ein Kind ist ausschließlich dessen Wohl maßgebend. (T1)
  • 7 Ob 523/93
    Entscheidungstext OGH 03.03.1993 7 Ob 523/93
    Auch; Beisatz: Nur sichere Prognosen für eine erhebliche Förderung des Kindeswohls gestatten eine Änderung. (T2)
  • 2 Ob 565/93
    Entscheidungstext OGH 16.09.1993 2 Ob 565/93
    Auch; Beis wie T2
  • 5 Ob 513/95
    Entscheidungstext OGH 16.05.1995 5 Ob 513/95
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Kein Wechsel der Pflegeverhältnisse und Erziehungsverhältnisse wenn keine sicheren Prognosen über den Einfluss eines Obsorgewechsels vorliegen (Vierzehnjähriger, der durch die Rückholaktion seiner Mutter massiv irritiert wurde und selbst einen Wechsel des Pflegeplatzes zum Vater anstrebt). (T3)
  • 4 Ob 1610/95
    Entscheidungstext OGH 10.08.1995 4 Ob 1610/95
    nur T1
  • 1 Ob 623/95
    Entscheidungstext OGH 30.01.1996 1 Ob 623/95
    Auch; nur T1; Veröff: SZ 69/20
  • 1 Ob 1531/96
    Entscheidungstext OGH 26.03.1996 1 Ob 1531/96
    Auch
  • 1 Ob 601/95
    Entscheidungstext OGH 04.06.1996 1 Ob 601/95
    Auch; Beisatz: Die Obsorgeentscheidung ist zukunftsbezogene Rechtsgestaltung und nur dann sachgerecht, wenn sie auf aktueller Sachverhaltsgrundlage beruht. (T4)
  • 1 Ob 2155/96k
    Entscheidungstext OGH 04.06.1996 1 Ob 2155/96k
    Auch; nur T1; Beisatz: Die gerichtlichen Entscheidungen haben nicht auf die Wahrung der Elternrechte abzustellen. (T5)
  • 1 Ob 2296/96w
    Entscheidungstext OGH 25.10.1996 1 Ob 2296/96w
    Auch; nur T1
  • 6 Ob 318/97a
    Entscheidungstext OGH 29.10.1997 6 Ob 318/97a
    Beis wie T4
  • 9 Ob 143/98i
    Entscheidungstext OGH 10.06.1998 9 Ob 143/98i
    Auch; Beis wie T4
  • 5 Ob 229/98g
    Entscheidungstext OGH 27.10.1998 5 Ob 229/98g
    Vgl auch; Beis wie T3 nur: Kein Wechsel der Pflegeverhältnisse und Erziehungsverhältnisse wenn keine sicheren Prognosen über den Einfluss eines Obsorgewechsels vorliegen. (T6)
  • 4 Ob 311/99k
    Entscheidungstext OGH 23.11.1999 4 Ob 311/99k
    Auch; nur T1
  • 10 Ob 92/00b
    Entscheidungstext OGH 23.05.2000 10 Ob 92/00b
    nur T1
  • 7 Ob 174/00i
    Entscheidungstext OGH 27.09.2000 7 Ob 174/00i
    Auch; nur T1; Beis wie T6
  • 8 Ob 304/00i
    Entscheidungstext OGH 11.01.2001 8 Ob 304/00i
    Auch; Beis wie T6
  • 10 Ob 92/01d
    Entscheidungstext OGH 08.05.2001 10 Ob 92/01d
    Auch; nur T1
  • 7 Ob 165/01t
    Entscheidungstext OGH 31.07.2001 7 Ob 165/01t
  • 4 Ob 186/01h
    Entscheidungstext OGH 12.09.2001 4 Ob 186/01h
    nur T1; Beis ähnlich wie T5; Beisatz: Im Spannungsverhältnis zwischen Elternrechten und dem Kindeswohl haben erstere naturgemäß zurückzutreten. (T7)
  • 1 Ob 172/01b
    Entscheidungstext OGH 27.11.2001 1 Ob 172/01b
    nur T1; Beis wie T4; Beis wie T7
  • 9 Ob 8/02w
    Entscheidungstext OGH 08.05.2002 9 Ob 8/02w
    Beis wie T4; Beis wie T7
  • 5 Ob 56/02z
    Entscheidungstext OGH 12.03.2002 5 Ob 56/02z
    Auch; Beis wie T4 nur: Die Obsorgeentscheidung ist zukunftsbezogene Rechtsgestaltung. (T8)
    Beis ähnlich wie T6
  • 6 Ob 148/02m
    Entscheidungstext OGH 20.06.2002 6 Ob 148/02m
    nur T1
  • 7 Ob 253/01h
    Entscheidungstext OGH 12.06.2002 7 Ob 253/01h
    Beis wie T4
  • 1 Ob 5/02w
    Entscheidungstext OGH 25.10.2002 1 Ob 5/02w
    Vgl; Beis wie T7; Beis wie T5
  • 4 Ob 17/03h
    Entscheidungstext OGH 29.04.2003 4 Ob 17/03h
    Beis wie T7
  • 5 Ob 8/03t
    Entscheidungstext OGH 11.03.2003 5 Ob 8/03t
    Auch
  • 4 Ob 146/03d
    Entscheidungstext OGH 08.07.2003 4 Ob 146/03d
    Auch; nur T1; Beisatz: Hier: Angestrebter Obsorgewechsel mit der Begründung der im Inland günstigeren Lebensverhältnisse. (T9) Beisatz: Die - aus inländischer Sicht - ungünstigeren Entwicklungsbedingungen im Ausland begründen vor allem dann für sich allein noch keine Gefährdung des Kindeswohls, wenn die Familie von dort stammt. Im Übrigen gehören seine Eltern und deren sozio-ökonomischen Verhältnisse grundsätzlich zum Schicksal und Lebensrisiko eines Kindes. (T10)
  • 2 Ob 197/03i
    Entscheidungstext OGH 12.09.2003 2 Ob 197/03i
    Vgl auch; Beis wie T10; Beis wie T9; Beisatz: Ebenso wie bei einer Wohnsitzverlegung bedarf auch die Beurteilung, ob im Fall einer drohenden zwangsweisen Abschiebung aus dem Inland das Kindeswohl gefährdet ist, einer Interessenabwägung im Einzelfall. (T11)
  • 3 Ob 204/03a
    Entscheidungstext OGH 26.09.2003 3 Ob 204/03a
    Auch; nur T1
  • 7 Ob 79/05a
    Entscheidungstext OGH 11.05.2005 7 Ob 79/05a
  • 7 Ob 22/06w
    Entscheidungstext OGH 29.03.2006 7 Ob 22/06w
  • 7 Ob 74/06t
    Entscheidungstext OGH 26.04.2006 7 Ob 74/06t
  • 3 Ob 78/06a
    Entscheidungstext OGH 27.06.2006 3 Ob 78/06a
  • 7 Ob 47/06x
    Entscheidungstext OGH 21.06.2006 7 Ob 47/06x
  • 3 Ob 179/06d
    Entscheidungstext OGH 19.10.2006 3 Ob 179/06d
    Auch
  • 4 Ob 2/07h
    Entscheidungstext OGH 22.05.2007 4 Ob 2/07h
    Auch; Veröff: SZ 2007/75
  • 7 Ob 126/07s
    Entscheidungstext OGH 29.08.2007 7 Ob 126/07s
  • 1 Ob 123/07f
    Entscheidungstext OGH 11.09.2007 1 Ob 123/07f
    nur T1
  • 7 Ob 140/07z
    Entscheidungstext OGH 17.10.2007 7 Ob 140/07z
  • 6 Ob 196/07b
    Entscheidungstext OGH 13.09.2007 6 Ob 196/07b
    Auch, nur T1
  • 1 Ob 40/08a
    Entscheidungstext OGH 03.04.2008 1 Ob 40/08a
  • 1 Ob 93/08w
    Entscheidungstext OGH 30.05.2008 1 Ob 93/08w
    Beis wie T7
  • 5 Ob 207/08i
    Entscheidungstext OGH 21.10.2008 5 Ob 207/08i
    Vgl; Beisatz: Hier: Bei Maßnahmen nach § 107 Abs 2 AußStrG 2005 ist ausschließlich das Kindeswohl relevant. (T12)
  • 8 Ob 116/09f
    Entscheidungstext OGH 22.10.2009 8 Ob 116/09f
    Auch
  • 6 Ob 48/10t
    Entscheidungstext OGH 19.03.2010 6 Ob 48/10t
  • 10 Ob 18/10k
    Entscheidungstext OGH 23.03.2010 10 Ob 18/10k
  • 6 Ob 79/10a
    Entscheidungstext OGH 19.05.2010 6 Ob 79/10a
    Auch; nur T1
  • 5 Ob 103/10y
    Entscheidungstext OGH 31.08.2010 5 Ob 103/10y
    Vgl; Beis ähnlich wie T2; Beis ähnlich wie T3; Beis ähnlich wie T6
  • 7 Ob 25/11v
    Entscheidungstext OGH 09.03.2011 7 Ob 25/11v
  • 4 Ob 8/11x
    Entscheidungstext OGH 12.04.2011 4 Ob 8/11x
    Vgl; nur ähnlich T1; Beis ähnlich wie T5; Beis ähnlich wie T7; Beisatz: Verletzt ein Elternteil schuldhaft die sich aus § 145b ABGB ergebenden Pflichten und beeinträchtigt er dadurch die Eltern‑Kind‑Beziehung des anderen, können sich Schadenersatzansprüche ergeben. (T13)
    Veröff: SZ 2011/48
  • 5 Ob 163/11y
    Entscheidungstext OGH 07.10.2011 5 Ob 163/11y
    Auch; Beis wie T4
  • 5 Ob 173/11v
    Entscheidungstext OGH 09.11.2011 5 Ob 173/11v
    Ähnlich; Beis ähnlich wie T11; Beisatz: Bei der Frage, ob das Kindeswohl durch eine Übersiedlung gefährdet ist, handelt es sich um eine nach pflichtgemäßen Ermessen zu treffende Entscheidung im Einzelfall, der keine grundsätzliche Bedeutung zuerkannt werden kann. (T14)
  • 3 Ob 27/12k
    Entscheidungstext OGH 14.03.2012 3 Ob 27/12k
  • 7 Ob 60/12t
    Entscheidungstext OGH 25.04.2012 7 Ob 60/12t
  • 7 Ob 80/12h
    Entscheidungstext OGH 04.07.2012 7 Ob 80/12h
  • 9 Ob 48/11s
    Entscheidungstext OGH 30.07.2012 9 Ob 48/11s
    Vgl auch; Beisatz: Oberstes Prinzip bei Obsorgerechtsentscheidungen ist stets die Wahrung des Kindeswohls; demgegenüber sind die Interessen der Eltern nachrangig. (T15)
  • 3 Ob 155/12h
    Entscheidungstext OGH 19.09.2012 3 Ob 155/12h
    Auch; Beis wie T7
  • 9 Ob 38/12x
    Entscheidungstext OGH 24.09.2012 9 Ob 38/12x
    nur T1
  • 3 Ob 240/12h
    Entscheidungstext OGH 20.02.2013 3 Ob 240/12h
    Auch; Beis ähnlich wie T4; Beis ähnlich wie T8
  • 3 Ob 38/13d
    Entscheidungstext OGH 13.03.2013 3 Ob 38/13d
    Auch; Beis wie T7
  • 1 Ob 126/13f
    Entscheidungstext OGH 18.07.2013 1 Ob 126/13f
    Vgl
  • 4 Ob 165/13p
    Entscheidungstext OGH 17.12.2013 4 Ob 165/13p
  • 6 Ob 179/13m
    Entscheidungstext OGH 28.11.2013 6 Ob 179/13m
    Vgl; Beisatz: Hier reichen die Feststellungen für eine (von den Vorinstanzen zwar nicht ausdrücklich, aber implizit vorgenommene) negative Zukunftsprognose aus. (T16)
  • 4 Ob 14/14h
    Entscheidungstext OGH 25.03.2014 4 Ob 14/14h
  • 8 Ob 7/14h
    Entscheidungstext OGH 24.03.2014 8 Ob 7/14h
    Vgl auch; Beisatz: Bei der Entscheidung über eine Obsorgeentziehung müssen auch die zwangsläufig belastenden Auswirkungen dieser Maßnahme auf das Kindeswohl mit berücksichtigt werden. (T17)
  • 7 Ob 64/14h
    Entscheidungstext OGH 07.05.2014 7 Ob 64/14h
  • 6 Ob 160/14v
    Entscheidungstext OGH 09.10.2014 6 Ob 160/14v
    Auch; nur T7
  • 1 Ob 167/14m
    Entscheidungstext OGH 18.09.2014 1 Ob 167/14m
    Auch; Beis wie T2; Beis wie T3; Beis wie T6
  • 7 Ob 198/14i
    Entscheidungstext OGH 26.11.2014 7 Ob 198/14i
  • 8 Ob 13/15t
    Entscheidungstext OGH 26.02.2015 8 Ob 13/15t
  • 7 Ob 229/14y
    Entscheidungstext OGH 09.04.2015 7 Ob 229/14y
  • 3 Ob 141/15d
    Entscheidungstext OGH 19.08.2015 3 Ob 141/15d
    Auch
  • 10 Ob 81/15g
    Entscheidungstext OGH 22.10.2015 10 Ob 81/15g
    Beis wie T7
  • 3 Ob 230/15t
    Entscheidungstext OGH 16.12.2015 3 Ob 230/15t
    Auch
  • 9 Ob 39/16z
    Entscheidungstext OGH 24.06.2016 9 Ob 39/16z
  • 1 Ob 45/16y
    Entscheidungstext OGH 21.06.2016 1 Ob 45/16y
  • 1 Ob 99/16i
    Entscheidungstext OGH 30.08.2016 1 Ob 99/16i
    Vgl
  • 6 Ob 182/16g
    Entscheidungstext OGH 29.11.2016 6 Ob 182/16g
    Beisatz: Es reicht aus, wenn die Vorinstanzen die zukünftigen Aussichten zwar nicht ausdrücklich, aber implizit berücksichtigt haben. (T18)
  • 6 Ob 200/16d
    Entscheidungstext OGH 22.12.2016 6 Ob 200/16d
  • 6 Ob 11/17m
    Entscheidungstext OGH 30.01.2017 6 Ob 11/17m
    Auch; Beisatz: Hier: Den Eltern wurde die Obsorge entzogen, weil sie das Wohl ihres Kindes, das seit seinem vierten Lebensmonat bei Pflegeeltern lebt, dadurch gefährden, dass sie sich seit Jahren beharrlich weigern, den Pflegeeltern oder dem Kinder- und Jugendhilfeträger ein Reisedokument für das Kind zur Verfügung zu stellen, und so ihrem Kind entgegen seinen berechtigten Entwicklungsbedürfnissen seit Jahren gemeinsame Urlaubsreisen mit den Pflegeeltern ins Ausland und damit verbundene neue Erlebnisse und Erfahrungen sowie nach Beginn der schulischen Ausbildung die Teilnahme an Auslandsaufenthalten im schulischen Kontext verwehren. (T19)
  • 8 Ob 49/17i
    Entscheidungstext OGH 29.06.2017 8 Ob 49/17i
    Auch; nur T1
  • 4 Ob 111/17b
    Entscheidungstext OGH 27.07.2017 4 Ob 111/17b
    Beis wie T2; Beis wie T3; Beis wie T4; Beis wie T6; Beis wie T8; Beis wie T11; Beis wie T14; Beis wie T17
  • 3 Ob 153/17x
    Entscheidungstext OGH 20.09.2017 3 Ob 153/17x
  • 7 Ob 170/17a
    Entscheidungstext OGH 29.11.2017 7 Ob 170/17a
  • 5 Ob 10/18h
    Entscheidungstext OGH 13.02.2018 5 Ob 10/18h
  • 1 Ob 43/18g
    Entscheidungstext OGH 21.03.2018 1 Ob 43/18g
    Auch; Beis wie T5; Beis wie T7; Beis wie T11; Beis wie T14; Beis wie T15; Beis wie T17
  • 6 Ob 27/18s
    Entscheidungstext OGH 20.02.2018 6 Ob 27/18s
  • 9 Ob 6/18z
    Entscheidungstext OGH 27.02.2018 9 Ob 6/18z
    nur T1
  • 3 Ob 25/18z
    Entscheidungstext OGH 25.04.2018 3 Ob 25/18z
  • 8 Ob 17/18k
    Entscheidungstext OGH 24.10.2018 8 Ob 17/18k
  • 1 Ob 189/18b
    Entscheidungstext OGH 21.11.2018 1 Ob 189/18b
    Auch; Beis wie T2; Beis wie T4; Beis wie T6; Beis wie T17
  • 3 Ob 198/18s
    Entscheidungstext OGH 21.11.2018 3 Ob 198/18s
    Auch; Beis wie T2; Beis wie T6; Beis wie T17
  • 7 Ob 213/18a
    Entscheidungstext OGH 19.12.2018 7 Ob 213/18a
    Beisatz: Hier: § 185 Abs 1 und 2 ABGB. (T20)
  • 9 Ob 12/19h
    Entscheidungstext OGH 28.03.2019 9 Ob 12/19h
    Auch
  • 5 Ob 60/19p
    Entscheidungstext OGH 21.05.2019 5 Ob 60/19p
    Beis wie T2; Beis wie T6

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1992:RS0048632

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

11.07.2019

Dokumentnummer

JJR_19920220_OGH0002_0070OB00528_9200000_001

Rechtssatz für 6Ob639/95 8Ob2282/96p 7...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0085168

Geschäftszahl

6Ob639/95; 8Ob2282/96p; 7Ob10/98s; 8Ob304/00i; 5Ob56/02z; 9Ob21/03h; 1Ob60/05p; 7Ob22/06w; 2Ob195/07a; 1Ob40/08a; 6Ob48/10t; 6Ob165/10y; 2Ob177/10h; 3Ob3/11d; 10Ob68/11i; 5Ob41/11g; 9Ob71/11y; 5Ob258/11v; 5Ob152/12g; 8Ob123/12i; 3Ob240/12h; 4Ob165/13p; 5Ob33/15m; 1Ob45/16y; 1Ob99/16i; 7Ob170/17a; 7Ob27/18y; 8Ob17/18k; 7Ob213/18a

Entscheidungsdatum

07.12.1995

Norm

ABGB §176 B
ABGB §215 Abs1
ABGB idF KindNamRÄG 2013 §181
ABGB idF KindNamRÄG 2013 §185 Abs1
ABGB idF KindNamRÄG 2013 §185 Abs2

Rechtssatz

Sowohl Maßnahmen des Gerichtes nach § 176 ABGB als auch solche des Jugendwohlfahrtsträgers nach § 215 Abs 1 zweiter Satz ABGB setzen eine offenkundige Gefährdung des Kindeswohles und die Notwendigkeit der Änderung des bestehenden Zustandes voraus.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 639/95
    Entscheidungstext OGH 07.12.1995 6 Ob 639/95
  • 8 Ob 2282/96p
    Entscheidungstext OGH 24.10.1996 8 Ob 2282/96p
    nur: Sowohl Maßnahmen des Gerichtes nach § 176 ABGB setzen eine offenkundige Gefährdung des Kindeswohles und die Notwendigkeit der Änderung des bestehenden Zustandes voraus. (T1)
    Beisatz: Für eine rein präventiv angeordnete Aufsicht über den Obsorgeberechtigten fehlen die gesetzlichen Voraussetzungen. (T2) Beisatz: Hier: Die Befürchtung, die obsorgeberechtigte Mutter werde im Falle neuerlicher Einmischung in das Besuchsrecht des außerehelichen Vaters einen Schulwechsel vornehmen, genügt nicht. (T3)
  • 7 Ob 10/98s
    Entscheidungstext OGH 10.02.1998 7 Ob 10/98s
    Auch; nur: Maßnahmen des Gerichtes nach § 176 ABGB setzen eine offenkundige Gefährdung des Kindeswohles und die Notwendigkeit der Änderung des bestehenden Zustandes voraus. (T4)
  • 8 Ob 304/00i
    Entscheidungstext OGH 11.01.2001 8 Ob 304/00i
    nur T4
  • 5 Ob 56/02z
    Entscheidungstext OGH 12.03.2002 5 Ob 56/02z
    Auch; nur T4
  • 9 Ob 21/03h
    Entscheidungstext OGH 02.04.2003 9 Ob 21/03h
    Beisatz: Die Änderung der Obsorgeverhältnisse darf nur als äußerste Notmaßnahme angeordnet werden. (T5)
  • 1 Ob 60/05p
    Entscheidungstext OGH 10.05.2005 1 Ob 60/05p
  • 7 Ob 22/06w
    Entscheidungstext OGH 29.03.2006 7 Ob 22/06w
    Auch; Beis wie T5
  • 2 Ob 195/07a
    Entscheidungstext OGH 14.02.2008 2 Ob 195/07a
    Vgl; Veröff: SZ 2008/24
  • 1 Ob 40/08a
    Entscheidungstext OGH 03.04.2008 1 Ob 40/08a
    Vgl auch; Beisatz: Auch das Verhalten des betreuenden Elternteils im Zusammenhang mit der Ausübung des Besuchsrechts kann dem Kindeswohl abträglich sein, wenn dieses Verhalten das Recht des Kindes auf persönlichen Verkehr mit dem nicht betreuenden Elternteil gefährdet. (T6)
  • 6 Ob 48/10t
    Entscheidungstext OGH 19.03.2010 6 Ob 48/10t
    Vgl; Beisatz: Voraussetzung der Entziehung von Elternrechten ist eine konkrete Gefährdung des Kindeswohls. (T7)
  • 6 Ob 165/10y
    Entscheidungstext OGH 22.09.2010 6 Ob 165/10y
    Vgl; Beis wie T5
  • 2 Ob 177/10h
    Entscheidungstext OGH 02.12.2010 2 Ob 177/10h
    Veröff: SZ 2010/152
  • 3 Ob 3/11d
    Entscheidungstext OGH 06.07.2011 3 Ob 3/11d
    Beisatz: Auf eine psychotherapeutische Behandlung des einsichts- und urteilsfähigen Kindes ist § 146c ABGB zumindest analog anzuwenden. Ohne Einwilligung des Kindes kann dem Obsorgeberechtigten eine Behandlung nicht gemäß § 176 Abs 1 ABGB aufgetragen werden. (T8)
  • 10 Ob 68/11i
    Entscheidungstext OGH 30.08.2011 10 Ob 68/11i
    Auch
  • 5 Ob 41/11g
    Entscheidungstext OGH 14.09.2011 5 Ob 41/11g
    Vgl; Bem: Siehe auch RS0127236, RS0127247 und RS0127248. (T9)
  • 9 Ob 71/11y
    Entscheidungstext OGH 27.02.2012 9 Ob 71/11y
    Auch; Beis wie T5
  • 5 Ob 258/11v
    Entscheidungstext OGH 17.01.2012 5 Ob 258/11v
    Auch; Beis wie T5
  • 5 Ob 152/12g
    Entscheidungstext OGH 23.10.2012 5 Ob 152/12g
    Auch; Auch Beis wie T5; Auch Beis wie T7
  • 8 Ob 123/12i
    Entscheidungstext OGH 27.11.2012 8 Ob 123/12i
    Auch
  • 3 Ob 240/12h
    Entscheidungstext OGH 20.02.2013 3 Ob 240/12h
    Auch; Beis wie T5
  • 4 Ob 165/13p
    Entscheidungstext OGH 17.12.2013 4 Ob 165/13p
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T5
  • 5 Ob 33/15m
    Entscheidungstext OGH 28.04.2015 5 Ob 33/15m
    Auch
  • 1 Ob 45/16y
    Entscheidungstext OGH 21.06.2016 1 Ob 45/16y
    Auch
  • 1 Ob 99/16i
    Entscheidungstext OGH 30.08.2016 1 Ob 99/16i
    Vgl auch; Beis wie T5
  • 7 Ob 170/17a
    Entscheidungstext OGH 29.11.2017 7 Ob 170/17a
    Auch
  • 7 Ob 27/18y
    Entscheidungstext OGH 21.03.2018 7 Ob 27/18y
    Auch
  • 8 Ob 17/18k
    Entscheidungstext OGH 24.10.2018 8 Ob 17/18k
  • 7 Ob 213/18a
    Entscheidungstext OGH 19.12.2018 7 Ob 213/18a
    Auch; Beis wie T5; Beisatz: Hier: § 185 Abs 1 und 2 ABGB. (T10)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1995:RS0085168

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

07.03.2019

Dokumentnummer

JJR_19951207_OGH0002_0060OB00639_9500000_002

Rechtssatz für 1Ob2078/96m 9Ob143/98i...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0106312

Geschäftszahl

1Ob2078/96m; 9Ob143/98i; 7Ob47/06x; 4Ob2/07h; 1Ob146/10t; 7Ob215/10h; 8Ob54/11s; 5Ob188/11z; 3Ob155/11g; 3Ob165/11b; 3Ob41/12v; 3Ob240/12h; 3Ob241/12f; 6Ob41/13t; 3Ob145/13i; 5Ob63/13w; 8Ob86/13z; 3Ob238/14t; 3Ob141/15d; 3Ob230/15t; 9Ob39/16z; 7Ob117/16f; 9Ob20/17g; 9Ob41/17w; 7Ob147/18w; 1Ob237/18m; 7Ob9/19b; 5Ob143/19v

Entscheidungsdatum

26.07.1996

Norm

ABGB §176 B
ABGB §177 B

Rechtssatz

Obsorgeentscheidungen haben eine zukunftsbezogene Rechtsgestaltung zum Inhalt. Sie können nur dann sachgerecht sein, wenn sie auf einer aktuellen bis in die jüngste Gegenwart reichenden Tatsachengrundlage beruhen.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 2078/96m
    Entscheidungstext OGH 26.07.1996 1 Ob 2078/96m
  • 9 Ob 143/98i
    Entscheidungstext OGH 10.06.1998 9 Ob 143/98i
    Auch
  • 7 Ob 47/06x
    Entscheidungstext OGH 21.06.2006 7 Ob 47/06x
  • 4 Ob 2/07h
    Entscheidungstext OGH 22.05.2007 4 Ob 2/07h
    Veröff: SZ 2007/75
  • 1 Ob 146/10t
    Entscheidungstext OGH 14.09.2010 1 Ob 146/10t
    Auch
  • 7 Ob 215/10h
    Entscheidungstext OGH 19.01.2011 7 Ob 215/10h
  • 8 Ob 54/11s
    Entscheidungstext OGH 29.06.2011 8 Ob 54/11s
    Auch
  • 5 Ob 188/11z
    Entscheidungstext OGH 09.11.2011 5 Ob 188/11z
  • 3 Ob 155/11g
    Entscheidungstext OGH 08.11.2011 3 Ob 155/11g
    Vgl; Beisatz: Das gemäß § 66 Abs 2 AußStrG 2005 im Revisionsrekursverfahren an sich geltende Neuerungsverbot ist im Obsorgeverfahren aus Gründen des Kindeswohls insofern unterbrochen, als der Oberste Gerichtshof aktenkundige Entwicklungen, die die bisherige Tatsachengrundlage wesentlich verändern, auch dann berücksichtigen muss, wenn sie erst nach der Beschlussfassung einer der Vorinstanzen eingetreten sind. (T1)
  • 3 Ob 165/11b
    Entscheidungstext OGH 14.12.2011 3 Ob 165/11b
    Vgl auch
  • 3 Ob 41/12v
    Entscheidungstext OGH 15.05.2012 3 Ob 41/12v
    Vgl auch; Vgl auch Beis wie T1; Beisatz: Eine wesentliche Veränderung der Tatsachengrundlage darf bei Obsorgeentscheidungen nicht unberücksichtigt bleiben (hier: nachträglich erklärte Bereitschaft der Mutter zu Aufnahme in eine betreute Wohngemeinschaft samt faktischer Umsetzung, verbunden mit einer Zusammenführung von Mutter und Kind seit mehreren Monaten). (T2)
  • 3 Ob 240/12h
    Entscheidungstext OGH 20.02.2013 3 Ob 240/12h
  • 3 Ob 241/12f
    Entscheidungstext OGH 13.03.2013 3 Ob 241/12f
  • 6 Ob 41/13t
    Entscheidungstext OGH 08.05.2013 6 Ob 41/13t
    Vgl; Beisatz: Hier: Entscheidung aufgrund einer möglicherweise veralteten Gutachtenserstellung. (T3)
  • 3 Ob 145/13i
    Entscheidungstext OGH 08.10.2013 3 Ob 145/13i
    Auch
  • 5 Ob 63/13w
    Entscheidungstext OGH 20.09.2013 5 Ob 63/13w
    Vgl auch; Beisatz: Noch im Revisionsrekursverfahren hätten die Revisionsrekurswerber, weil im Obsorgeverfahren insoweit kein Neuerungsverbot besteht, Tatsachen behaupten und Beweise zur Unrichtigkeit der Stellungnahme des Jugendwohlfahrtsträgers anbieten können, wonach keine anderen Personen zur Übernahme der Obsorge bereit wären. (T4)
  • 8 Ob 86/13z
    Entscheidungstext OGH 28.10.2013 8 Ob 86/13z
  • 3 Ob 238/14t
    Entscheidungstext OGH 18.02.2015 3 Ob 238/14t
  • 3 Ob 141/15d
    Entscheidungstext OGH 19.08.2015 3 Ob 141/15d
    Auch
  • 3 Ob 230/15t
    Entscheidungstext OGH 16.12.2015 3 Ob 230/15t
    Auch
  • 9 Ob 39/16z
    Entscheidungstext OGH 24.06.2016 9 Ob 39/16z
  • 7 Ob 117/16f
    Entscheidungstext OGH 24.10.2016 7 Ob 117/16f
  • 9 Ob 20/17g
    Entscheidungstext OGH 24.05.2017 9 Ob 20/17g
  • 9 Ob 41/17w
    Entscheidungstext OGH 25.07.2017 9 Ob 41/17w
    Beisatz: Dies bezieht sich aber nur auf unstrittige und aktenkundige Umstände, die die bisherige Tatsachengrundlage wesentlich verändern. (T5)
    Beisatz: Hier: Kontaktrecht. (T6)
  • 7 Ob 147/18w
    Entscheidungstext OGH 26.09.2018 7 Ob 147/18w
  • 1 Ob 237/18m
    Entscheidungstext OGH 23.01.2019 1 Ob 237/18m
    Auch; Beis wie T5
  • 7 Ob 9/19b
    Entscheidungstext OGH 27.02.2019 7 Ob 9/19b
  • 5 Ob 143/19v
    Entscheidungstext OGH 27.11.2019 5 Ob 143/19v
    Beis wie T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1996:RS0106312

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

28.01.2020

Dokumentnummer

JJR_19960726_OGH0002_0010OB02078_96M0000_006

Rechtssatz für 1Ob2078/96m 4Ob133/97f...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0106313

Geschäftszahl

1Ob2078/96m; 4Ob133/97f; 4Ob2/07h; 1Ob176/07z; 6Ob30/08t; 2Ob130/08v; 6Ob18/09d; 7Ob37/10g; 1Ob146/10t; 6Ob258/10z; 3Ob155/11g; 2Ob162/11d; 3Ob41/12v; 3Ob240/12h; 3Ob241/12f; 7Ob10/13s; 5Ob63/13w; 3Ob238/14t; 3Ob230/15t; 1Ob45/16y; 5Ob80/16z; 1Ob61/17b; 3Ob71/17p; 9Ob20/18h; 7Ob147/18w; 7Ob9/19b

Entscheidungsdatum

26.07.1996

Norm

AußStrG §10 B
ABGB §176 B
AußStrG 2006 §66 Abs2

Rechtssatz

Maßgeblicher Zeitpunkt für die Beurteilung der Kindeswohlgefährdung ist der Zeitpunkt der letztinstanzlichen Entscheidung, sodass alle während des Verfahrens eintretenden Änderungen zu berücksichtigen sind.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 2078/96m
    Entscheidungstext OGH 26.07.1996 1 Ob 2078/96m
  • 4 Ob 133/97f
    Entscheidungstext OGH 13.05.1997 4 Ob 133/97f
  • 4 Ob 2/07h
    Entscheidungstext OGH 22.05.2007 4 Ob 2/07h
    Auch; Beisatz: Hier: Zu § 66 Abs 2 AußStrG 2005. (T1)
    Veröff: SZ 2007/75
  • 1 Ob 176/07z
    Entscheidungstext OGH 11.09.2007 1 Ob 176/07z
    Vgl aber; Beisatz: Aktenkundige Entwicklungen sind zu berücksichtigen, es besteht jedoch keine Pflicht zur ständigen amtswegigen Erhebung der jeweiligen aktuellen Umstände. (T2)
  • 6 Ob 30/08t
    Entscheidungstext OGH 08.05.2008 6 Ob 30/08t
    Auch
  • 2 Ob 130/08v
    Entscheidungstext OGH 26.06.2008 2 Ob 130/08v
    Vgl aber; Beis wie T1; Beis wie T2; Beisatz: Nur aktenkundige Entwicklungen, die die bisherige Tatsachengrundlage wesentlich verändern. (T3)
  • 6 Ob 18/09d
    Entscheidungstext OGH 26.03.2009 6 Ob 18/09d
  • 7 Ob 37/10g
    Entscheidungstext OGH 21.04.2010 7 Ob 37/10g
    Auch
  • 1 Ob 146/10t
    Entscheidungstext OGH 14.09.2010 1 Ob 146/10t
    Beis wie T1; Beis wie T2; Beis wie T3
  • 6 Ob 258/10z
    Entscheidungstext OGH 28.01.2011 6 Ob 258/10z
    Auch
  • 3 Ob 155/11g
    Entscheidungstext OGH 08.11.2011 3 Ob 155/11g
    Vgl aber; Beis wie T3
  • 2 Ob 162/11d
    Entscheidungstext OGH 16.09.2011 2 Ob 162/11d
    Auch; Auch Beis wie T2; Beis wie T3
  • 3 Ob 41/12v
    Entscheidungstext OGH 15.05.2012 3 Ob 41/12v
    Auch; Beisatz: Eine wesentliche Veränderung der Tatsachengrundlage darf bei Obsorgeentscheidungen nicht unberücksichtigt bleiben (hier: nachträglich erklärte Bereitschaft der Mutter zu Aufnahme in eine betreute Wohngemeinschaft samt faktischer Umsetzung, verbunden mit einer Zusammenführung von Mutter und Kind seit mehreren Monaten). (T4)
  • 3 Ob 240/12h
    Entscheidungstext OGH 20.02.2013 3 Ob 240/12h
  • 3 Ob 241/12f
    Entscheidungstext OGH 13.03.2013 3 Ob 241/12f
    Beis wie T2; Beis wie T3
  • 7 Ob 10/13s
    Entscheidungstext OGH 27.03.2013 7 Ob 10/13s
  • 5 Ob 63/13w
    Entscheidungstext OGH 20.09.2013 5 Ob 63/13w
    Vgl auch; Beisatz: Noch im Revisionsrekursverfahren hätten die Revisionsrekurswerber, weil im Obsorgeverfahren insoweit kein Neuerungsverbot besteht, Tatsachen behaupten und Beweise zur Unrichtigkeit der Stellungnahme des Jugendwohlfahrtsträgers anbieten können, wonach keine anderen Personen zur Übernahme der Obsorge bereit wären. (T5)
  • 3 Ob 238/14t
    Entscheidungstext OGH 18.02.2015 3 Ob 238/14t
    Auch; Beis wie T2; Beis wie T3
  • 3 Ob 230/15t
    Entscheidungstext OGH 16.12.2015 3 Ob 230/15t
    Auch
  • 1 Ob 45/16y
    Entscheidungstext OGH 21.06.2016 1 Ob 45/16y
  • 5 Ob 80/16z
    Entscheidungstext OGH 25.08.2016 5 Ob 80/16z
    Auch; Beis wie T2
  • 1 Ob 61/17b
    Entscheidungstext OGH 28.06.2017 1 Ob 61/17b
    Vgl; Beis wie T2; Beis wie T3; Beisatz: Eine Verpflichtung zur Berücksichtigung von bloß möglichen zukünftigen Ereignissen kann daraus aber nicht abgeleitet werden. (T6)
  • 3 Ob 71/17p
    Entscheidungstext OGH 30.08.2017 3 Ob 71/17p
    Vgl aber; Beis wie T1; Beis wie T2
  • 9 Ob 20/18h
    Entscheidungstext OGH 25.04.2018 9 Ob 20/18h
  • 7 Ob 147/18w
    Entscheidungstext OGH 26.09.2018 7 Ob 147/18w
    Auch
  • 7 Ob 9/19b
    Entscheidungstext OGH 27.02.2019 7 Ob 9/19b
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1996:RS0106313

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

02.04.2019

Dokumentnummer

JJR_19960726_OGH0002_0010OB02078_96M0000_007

Entscheidungstext 3Ob240/12h

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Fundstelle

Zak 2013/278 S 157 - Zak 2013,157 = EF‑Z 2013/164 S 263 - EF‑Z 2013,263 = EF‑Z 2014/2 S 4 (Nademleinsky, Rechtsprechungsübersicht) - EF‑Z 2014,4 (Nademleinsky, Rechtsprechungsübersicht) = EFSlg 137.605 = EFSlg 137.707 = EFSlg 137.727 = EFSlg 137.728 = EFSlg 137.729 = EFSlg 137.730

Geschäftszahl

3Ob240/12h

Entscheidungsdatum

20.02.2013

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat durch den Senatspräsidenten Dr. Prückner als Vorsitzenden sowie den Hofrat Univ.-Prof. Dr. Neumayr, die Hofrätin Dr. Lovrek und die Hofräte Dr. Jensik und Dr. Roch als weitere Richter in der Pflegschaftssache der minderjährigen M*****, vertreten durch den Vater E*****, dieser vertreten durch Rechtsanwälte Birnbaum - Toperczer - Pfannhauser in Wien, wegen vorläufiger Entziehung der Obsorge, über den Revisionsrekurs der Mutter U*****, vertreten durch Mag. Marina Breitenecker, Dr. Christine Kolbisch, Dr. Heinrich Vana, Rechtsanwälte in Wien, gegen den Beschluss des Landesgerichts für Zivilrechtssachen Wien als Rekursgericht vom 3. Oktober 2012, GZ 43 R 519/12k-17, womit über Rekurs der Mutter der Beschluss des Bezirksgerichts Döbling vom 31. Juli 2012, GZ 1 PS 114/12s-5, bestätigt wurde, den

Beschluss

gefasst:

Spruch

Dem Revisionsrekurs wird Folge gegeben.

Die Entscheidungen der Vorinstanzen werden aufgehoben und die Pflegschaftssache an das Erstgericht zur neuerlichen Entscheidung nach Verfahrensergänzung zurückverwiesen.

Text

Begründung:

Die Eltern des im Februar 2007 geborenen und seither in Österreich lebenden Mädchens sind in aufrechter Ehe verheiratet und leben mit diesem in der Ehewohnung; ein Scheidungsverfahren ist jedoch anhängig. Die Mutter ist mongolische Staatsangehörige, der Vater und das Kind sind österreichische Staatsbürger.

Am 16. Juli 2012 beantragte der Vater, der Mutter die Obsorge (vorläufig) zu entziehen und ihm (vorläufig) allein zu übertragen. Die Mutter habe sich zwar in den ersten zweieinhalb Lebensjahren des Kindes nahezu ausschließlich der Betreuung des Mädchens gewidmet, seither widme sie sich jedoch hauptsächlich ihren eigenen Freizeitvergnügungen, wie nächtelangen Besuchen von Kasinos oder Treffen mit Freundinnen. Dadurch sei es zunehmend zu einer Entfremdung zwischen Mutter und Tochter sowie dem Vater gekommen. Er habe sich auch an den Wochenenden hauptsächlich alleine um seine Tochter gekümmert. In der Vergangenheit habe die Mutter mehrfach Streit vom Zaun gebrochen, in welchen sie den Kindesvater auch in Anwesenheit des Kindes beschimpft und mehrfach mit Selbstmord gedroht habe, offensichtlich um den Vater unter psychischen Druck zu setzen.

Am 12. Juli 2012, an dem die erste Scheidungsverhandlung hätte stattfinden sollen, sei er mittels SMS von Verwandten der Mutter verständigt worden, dass sie Medikamente eingenommen habe und sich in Lebensgefahr befände. Er habe sofort den Notarzt verständigt und die Wohnung aufgesucht. Der Zustand der Mutter sei besorgniserregend gewesen, sie habe verwirrt gewirkt und sei nur schwer ansprechbar gewesen; schließlich hätte sich herausgestellt, dass sie - nach einer Operation am 10. Juli 2012 - Schmerzmittel genommen habe, was vom Notarzt als unbedenklich eingestuft worden sei. Am Abend dieses Tages habe die Mutter den Vater beschimpft, ihm sein Handy entrissen und gegen ihn geworfen.

Am Abend des 16. Juli 2012 habe die Mutter in einem psychischen Ausnahmezustand von einer Auseinandersetzung mit einer Freundin berichtet, bei der diese von ihr verletzt worden sei. Knapp darauf sei die Mutter von der Polizei zu einer Einvernahme aus der Wohnung geholt worden.

Das äußerst bedenkliche Verhalten der Mutter sei nicht mehr kalkulierbar und berechenbar, da sie offenbar unter Medikamenteneinfluss stehe und mit niemandem zu einem Gespräch bereit sei. Auch wegen der in der Vergangenheit ausgesprochenen Selbstmorddrohungen stelle der Aufenthalt in der alleinigen Obhut der Mutter derzeit eine Kindeswohlgefährdung des etwa 5-jährigen Mädchens dar. Es sei auch zu befürchten, dass die Mutter das Mädchen mit Hilfe ihrer Verwandten, die über ausgezeichnete Kontakte zu mongolischen Behörden verfügten, ins Ausland verbringen könnte, obwohl sich der Reisepass des Kindes in Verwahrung des Vaters befinde. Zur Wahrung des Kindeswohls sei eine vorläufige Regelung geboten, weil eine endgültige Obsorgeentscheidung nicht abgewartet werden könne.

Das Erstgericht forderte die Mutter zur Stellungnahme binnen drei Tagen auf (Zustellung am 27. Juli 2012), eine solche wurde jedoch bis zur Beschlussfassung des Erstgerichts am 31. Juli 2012 nicht erstattet. Die Beweisaufnahme des Erstgerichts beschränkte sich auf die Einvernahme des Vaters und dessen Bruders am 25. Juli 2012.

Das Erstgericht entzog der Mutter die Obsorge vorläufig und übertrug sie vorläufig dem Vater allein. Weiters sprach es aus, den Beschluss sofort in Vollzug zu setzen und dass einem Rechtsmittel dagegen keine aufschiebende Wirkung zukomme.

Ausschließlich aufgrund der „glaubwürdigen und nachvollziehbaren Angaben“ des Vaters stellte das Erstgericht nachstehenden wesentlichen Sachverhalt fest:

Nachdem sich die Mutter in den ersten zweieinhalb Lebensjahren des Kindes nahezu ausschließlich selbst um die gemeinsame Tochter kümmerte und versuchte, den Vater von der Betreuung der Minderjährigen gänzlich auszuschließen, änderte sie ihre Verhaltensweise in etwa ab dem Kindergarteneintritt. Sie kapselte sich teilweise von dem Kind ab, traf sich häufig mit Freundinnen oder sonstigen Bekannten und suchte regelmäßig Kasinos auf, wobei sie oft erst zwischen Mitternacht und 4:00 Uhr in der Früh in die Ehewohnung zurückkehrte. Der Vater übernahm immer mehr die Betreuung des Kindes. Auch an den Wochenenden unternahm vorwiegend er diverse Aktivitäten mit seiner Tochter, an denen sich die Mutter meistens nicht beteiligen wollte.

Im Zuge diverser Auseinandersetzungen zwischen den Eltern drohte die Mutter auch im Beisein des Mädchens mehrmals mit Selbstmord, wobei sie einmal sogar einen Abflussreiniger trank, wodurch sie jedoch keine Verätzungen, sondern lediglich Magenkrämpfe erlitt. Mehrfach äußerte sie dem Vater gegenüber, sie würde zum Döblinger Steg gehen und in die Donau springen. Die Kindesmutter ist Nichtschwimmerin und hörte auch die Minderjährige diese Äußerungen.

Am 12. Juli 2012 erhielt der Vater per SMS die Mitteilung, dass die Mutter angeblich Tabletten genommen habe und er den Notarzt informieren solle. Er fuhr sofort zur Ehewohnung und verständigte gleichzeitig den Notarzt. Die Mutter war nur teilweise ansprechbar, meinte immer, sie wolle schlafen und nahm keinerlei Anrufe ihrer Verwandten aus der Mongolei entgegen. Sie weigerte sich, mit dem Notarzt mitzukommen. Schließlich konnte eruiert werden, dass sie mehrere schmerzstillende Tabletten genommen hatte.

Mehrfach äußerte die Mutter auch die Drohung, gemeinsam mit der Minderjährigen in die Mongolei zurückkehren zu wollen. Zuletzt forderte sie den Vater mehrmals per SMS auf, ihr sowohl das Mädchen als auch deren Pass zu bringen, da sie mit ihr wegfahren möchte. Seit einigen Tagen halten sich auch die mütterliche Großmutter und die Schwester der Mutter aus der Mongolei in Österreich auf.

Am Abend des 16. Juli 2012 brachte die Mutter ihre Tochter vom Kindergarten nach Hause, verließ die Ehewohnung jedoch sofort wieder, da sie sich mit einer Freundin treffen wollte. Nach ca eineinhalb Stunden kam sie in einem verstörten Zustand nach Hause zurück; der Vater konnte von ihr erfahren, dass es mit der Freundin zu einer Auseinandersetzung gekommen war, im Zuge dessen die Freundin mit einem Messer hinter ihr gestanden und im Zuge des daran anschließenden Handgemenges sie ihre Freundin im Brustbereich oder an der Hand verletzt hatte. Gegen 20:45 Uhr kam ein Polizeibeamter zur Ehewohnung und nahm die Mutter zur Einvernahme mit.

Der Vater hält sich derzeit teilweise in einem Hotel, teilweise bei der väterlichen Großmutter auf, da er aufgrund des Verhaltens der Kindesmutter in großer Sorge um das Wohl der Minderjährigen ist.

Rechtlich argumentierte die Erstrichterin, allein aus den mehrfachen Selbstmorddrohungen erhelle sich, dass die Mutter ihren Erziehungsaufgaben nicht ausreichend gewachsen und nicht bereit sei, ihre Verantwortung für das Kind zu übernehmen. Dies zeige sich ebenso in ihrem Verhalten, die eigenen Freizeitaktivitäten in den Vordergrund zu stellen und die Betreuung ihrer Tochter zu vernachlässigen und hauptsächlich in die Hände des Vaters zu legen. Andererseits sei jedoch auch zu befürchten, dass sie unter Mitnahme des Mädchens Österreich verlassen könnte, wodurch diese vollkommen aus ihrem sozialem Umfeld heraus gerissen werden würde. Insgesamt liege sohin eine Kindeswohlgefährdung durch die Verhaltensweisen der Mutter vor. Im Einklang mit § 107 AußStrG sei wegen der Dringlichkeit im Interesse des Kindes von der Einholung einer Stellungnahme des Jugendwohlfahrtsträgers abgesehen worden.

Die Mutter erhob dagegen Rekurs wegen Mangelhaftigkeit des Verfahrens (zu kurze Äußerungsfrist, keine Bekanntgabe der Rechtsfolgen einer Versäumung, Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes zu den Ausreisemöglichkeiten und zu den Selbstmorddrohungen) und unrichtiger rechtlicher Beurteilung (aus den unpräzisen Feststellungen sei keine akute Gefährdung des Kindeswohls als Voraussetzung für die äußerste Notmaßnahme eines Entzugs der Obsorge abzuleiten) mit dem Antrag auf Abänderung im Sinn der Abweisung, hilfsweise Aufhebung.

Im Zuge einer Tagsatzung im Scheidungsverfahren am 3. September 2012 schlossen die Eltern eine pflegschaftsgerichtlich genehmigte Vereinbarung zum Besuchsrecht der Mutter, wonach sie das Mädchen jeden Montag und Mittwoch nach dem Kindergarten ab 16:00 Uhr und jeden Donnerstag ab 16:45 Uhr bis 18:45 Uhr zu sich alleine auch außerhalb der Wohnung nehmen und zu Bett bringen kann sowie weiters jeden 2. Sonntag allein bis 19:00 Uhr mit ihm verbringen kann. Gleichzeitig verpflichtete sich die Mutter, für die Dauer des Obsorgeverfahrens Österreich nicht mit dem Kind zu verlassen.

Das Rekursgericht gab dem Rekurs der Mutter nicht Folge und erklärte den ordentlichen Revisionsrekurs für nicht zulässig. Dass das Recht der Mutter auf rechtliches Gehör unzulässig verkürzt worden sei, könne aus folgenden Gründen nach § 58 Abs 1 Z 1 AußStrG dahinstehen. Unbestritten sei geblieben, dass die Mutter in Anwesenheit des Kindes mit Selbstmordabsichten drohte und auch einmal einen Abflussreiniger trank. Die Einschätzung des Vaters, das Kind habe dies nicht verstanden, ändere nichts daran, dass ein derartiges Verhalten in Anwesenheit des Kindes eine massive Bedrohung des Kindeswohls darstelle, ohne dass es darauf ankomme, ob die Mutter tatsächlich in Anwesenheit des Kindes Selbstmord begehen könnte. Selbst wenn das Kind bisher nicht verstanden haben sollte, dass die Mutter mit Selbstmord drohe, könne sich dies jederzeit ändern. Allein die Vorbildwirkung des Trinkens von Abflussreiniger vor der Fünfjährigen rechtfertigt für sich schon die Einschätzung des Erstgerichts, das Kindeswohl sei durch die Mutter gefährdet. Auf das Vorbringen zu Verfahrensmängeln habe daher nicht eingegangen werden müssen. Die rechtliche Beurteilung des Erstgerichts sei nicht zu beanstanden. Rechtsfragen der in § 62 Abs 1 AußStrG genannten Qualifikation würden nicht vorliegen.

Dagegen richtet sich der außerordentliche Revisionsrekurs der Mutter mit dem Antrag auf Abänderung im Sinn der Antragsabweisung, hilfsweise auf Aufhebung der Beschlüsse der Vorinstanzen und Zurückverweisung an das Erstgericht. Als erhebliche Rechtsfrage und als Rechtsmittelgründe macht die Mutter das Abgehen des Rekursgerichts von der Judikatur des Obersten Gerichtshofs zu den strengen Voraussetzungen eines Obsorgeentzugs wegen näher bezeichneter sekundärer Feststellungsmängel und die Missachtung von Verfahrensgrundsätzen nach dem AußStrG ua wegen der Ansicht des Berufungsgerichts geltend, weitere Erhebungen seien nicht erforderlich gewesen, weil Selbstmorddrohungen in Anwesenheit des Kindes unstrittig seien.

In der ihm freigestellten Beantwortung des Revisionsrekurses bestritt der Vater sowohl dessen Zulässigkeit als auch dessen Berechtigung.

Rechtliche Beurteilung

Der Revisionsrekurs ist zulässig und im Sinn des eventualiter gestellten Aufhebungsantrags berechtigt, weil die Entscheidung des Rekursgerichts aus Gründen der Rechtssicherheit zu korrigieren ist.

1. Die von den Vorinstanzen implizit bejahte (und ungerügt gebliebene) internationale Zuständigkeit des Erstgerichts ergibt sich aus Art 8 Brüssel IIa-VO (auch EuEheKindVO), weil der gewöhnliche Aufenthalt des Kindes in Österreich liegt. Die (ebenso unbeanstandet gebliebene) Anwendung österreichischen Sachrechts folgt aus Art 15 Abs 1 iVm Art 4 Abs 1 KSÜ, weil sich im konkreten Fall die Zuständigkeit auch aus dem KSÜ ergeben würde (Nademleinsky/Neumayr, Internationales Familienrecht Rz 08.89; vgl auch Pesendorfer in Fasching/Konecny² V/2 Art 8 EuEheKindVO Rz 73 f).

2. Das Rekursgericht hat seine Entscheidung letztendlich allein auf die seines Erachtens unbestrittene Feststellung gestützt, die Mutter habe in Anwesenheit ihrer Tochter mit Selbstmordansichten gedroht und auch einmal einen Abflussreiniger getrunken. Das ist in zweifacher Hinsicht verfehlt.

Den Sachverhaltsannahmen des Erstgerichts lässt sich nämlich nicht mit der notwendigen Klarheit entnehmen, dass es von der Anwesenheit des Mädchens beim Trinken des Abflussreinigers durch seine Mutter ausgeht; da die Feststellungen ausschließlich auf die Aussage des Vaters gegründet wurden und dieser von der Anwesenheit des Kindes keine Erwähnung machte, führt eine Auslegung der Feststellungen des Erstgerichts vielmehr zum gegenteiligen Ergebnis.

Es besteht aber auch kein Anlass, den genannten Sachverhalt als unbestritten anzusehen, weil die Mutter zwar keine Beweisrüge erhob, jedoch das erstgerichtliche Verfahren als grundlegend mangelhaft rügte. Ohne Verneinung dieser geltend gemachten Verfahrensmängel durfte daher der vom Erstgericht festgestellte Sachverhalt nicht als unstrittig im Sinn von unbeanstandet angesehen werden; eine erfolgreiche Mängelrüge hätte ja die Aufhebung der Entscheidung und daher auch die Beseitigung des festgestellten Sachverhalts zur Folge, ohne dass dies einer Beweisrüge bedürfte. Ohne Verwerfung der im Rekurs erhobenen Mängelrügen (jedenfalls soweit diese auch die vom Rekursgericht als entscheidend angesehene Feststellung berührten) fehlte es dem Rekursgericht aber an einer bindenden Tatsachengrundlage, um eine rechtliche Beurteilung vornehmen zu können.

Schon aus diesen Gründen kommt eine Bestätigung der angefochtenen Entscheidung nicht in Betracht.

3. Dennoch bedarf es nicht (nur) der Aufhebung der Rekursentscheidung und der Zurückverweisung an das Rekursgericht.

3.1. Obsorgeentscheidungen haben eine zukunftsbezogene Rechtsgestaltung zum Inhalt. Sie können nur dann sachgerecht sein, wenn sie auf einer aktuellen bis in die jüngste Gegenwart reichenden Tatsachengrundlage beruhen (RIS-Justiz RS0106312). Maßgeblicher Zeitpunkt für die Beurteilung der Kindeswohlgefährdung ist daher der Zeitpunkt der letztinstanzlichen Entscheidung, sodass alle während des Verfahrens eintretenden Änderungen zu berücksichtigen sind (RIS-Justiz RS0106313; RS0006893; RS0048056).

3.2. Eine solche wesentliche Änderung der Tatsachengrundlage ist in der Besuchsrechtsvereinbarung der Eltern vom 3. September 2012 (ON 13) aktenkundig geworden:

Der Vater hat seinen Antrag auf (vorläufige) Entziehung und Übertragung der Obsorge vor allem darauf gestützt, dass die Kindeswohlgefährdung darin liege, dass sich die gemeinsame Tochter in der alleinigen Obhut ihrer Mutter befinde, weil deren Verhalten unberechenbar sei und die Gefahr einer Verbringung des Mädchens ins Ausland bestehe. Dennoch stimmte er mit der genannten Vereinbarung einem Aufenthalt des Kindes bei der Mutter allein und auch außerhalb der Ehewohnung in einem nicht zu vernachlässigenden Ausmaß (ua jeden zweiten Sonntag ganztägig) zu. Das widerspricht der Antragsbegründung diamentral und legt den Schluss nahe, der Vater habe seine Einschätzung des (zukünftigen) Verhaltens der Mutter und der Gefährdung des Kindeswohls (zum Positiven) geändert. Dazu kommt weiters die Verpflichtung der Mutter im Vergleich, Österreich mit dem Kind vorerst nicht zu verlassen, die eine neue Einschätzung der als Begründung für die vorläufige Maßnahme herangezogen Gefahr einer Verbringung des Kindes ins Ausland durch die Mutter verlangt.

Es sind daher jedenfalls nunmehr Zweifel daran angebracht, ob (zumindestens) derzeit eine akute und massive Gefährdung des Kindeswohls (vgl Punkt 4.1.) bei einem Aufenthalt des Mädchens nur bei der Mutter (weiter-)besteht.

4. Für das in erster Instanz fortzusetzende Verfahren wird Folgendes zu bedenken sein:

4.1. Zutreffend weist die Mutter darauf hin, dass eine Änderung der Obsorgeverhältnisse nur unter Anlegung eines strengen Maßstabs (RIS-Justiz RS0048699) und nur als äußerste Notmaßnahme angeordnet werden darf (RIS-Justiz RS0047841 [T10]; RS0085168 [T5]). Ein Eingriff in ein bestehendes Obsorgerecht setzt nach § 176 Abs 1 ABGB eine Gefährdung des Kindeswohls durch Verhalten des Obsorgeberechtigten voraus. Eine Gefährdung des Kindeswohls liegt vor, wenn Obsorgepflichten (objektiv) nicht erfüllt oder (subjektiv) gröblich vernachlässigt oder sonst schutzwürdige Interessen des Kindes ernstlich und konkret gefährdet werden (RIS-Justiz RS0048633).

Die Zulässigkeit, die Art und der Umfang von Provisorialentscheidungen im außerstreitigen Verfahren ergeben sich aus der Verpflichtung des Pflegschaftsrichters, den Unterhalt sowie die Pflege und Erziehung der Kinder in deren Interesse zu sichern (RIS-Justiz RS0007009). Liegt eine konkrete und schwere Gefährdung des Kindeswohls vor, die sofortige und rasche Maßnahmen erfordert, ist eine einstweilige Anordnung nach § 107 Abs 2 AußStrG zu treffen (zuletzt 2 Ob 19/11z mwN). Voraussetzung einer solchen vorläufigen gerichtlichen Maßnahme als Provisorialentscheidung - bis zur endgültigen Entscheidung nach § 176 ABGB - ist daher eine akute Gefährdung des Kindeswohls nach § 176 ABGB (3 Ob 74/09t = RIS-Justiz RS0007035 [T14]). Voraussetzung für eine vorläufige Maßnahme ist beispielsweise, dass die Belassung des Kindes in der bisherigen Umgebung eine solche konkrete Gefährdung für das Kind mit sich bringt, dass Sofortmaßnahmen in Form einer Änderung des bestehenden Zustands zwingend geboten erscheinen; es muss aufgrund eines bestimmten Verhaltens der Eltern oder eines Elternteils, in dem die objektive Nichterfüllung oder Vernachlässigung elterlicher Pflichten zu erblicken ist, zu befürchten sein, dass das Wohl des Kindes beeinträchtigt werden wird. In Ermangelung der Voraussetzungen für eine vorläufige Maßnahme bedeutet deren gleichwohl erfolgte Anordnung eine Verletzung des Kindeswohls (3 Ob 74/09t mwN), die schon aus Gründen der Kontinuität der Erziehung vermieden werden muss (vgl auch RIS-Justiz RS0007013).

4.2. Da sich die bisherige Beweisaufnahme des Erstgerichts - ohne dass eine ausreichende Rechtfertigung dafür bestanden hat, da sich das Mädchen ohnehin faktisch beim Vater befunden hat und deshalb eine akute Gefährdung dessen Wohls, die eine sofortige Änderung des Zustands verlangte, zu verneinen war - im Wesentlichen auf die Einvernahme des Vaters beschränkte, werden nach der derzeitigen Aktenlage noch weitere Beweisaufnahmen (vgl auch §§ 105 und 106 AußStrG) folgen müssen. Das lässt es zweckmäßig erscheinen, die Sache an das Erstgericht zurück zu verweisen.

Das Erstgericht wird im fortzusetzenden Verfahren - nachdem es den Parteien Gelegenheit zu ergänzendem Vorbringen gegeben haben wird - die aktuelle Lebenssituation der Minderjährigen zu ermitteln und unter Beiziehung sämtlicher Beteiligter eine aktuelle, vollständige und auch zeitlich präzise Tatsachengrundlage zu schaffen haben, nach der beurteilt werden kann, ob die strengen Voraussetzungen für den (vorläufigen) Entzug der Obsorge der Mutter und deren Übertragung auf den Vater im neuerlichen Entscheidungszeitpunkt vorliegen.

5. Zur Klarstellung ist anzumerken, dass die vom Erstgericht getroffenen Feststellungen eine solche Notmaßnahme nicht rechtfertigten. Denn die nächtlichen Aktivitäten der Mutter sind mit einer Gefährdung des Kindeswohls nicht gleichzusetzen, solange während dieser Zeiten eine Betreuung/Beaufsichtigung des Kindes - wie hier offensichtlich durch den Vater - sichergestellt ist.

Nicht ernst gemeinte Selbstmorddrohungen, um - wie der Vater vorbrachte - ihn unter psychischen Druck zu setzen, mögen charakterliche Schwächen der Mutter offenbaren, nicht jedoch eine akute Gefährdung des Kindeswohls (im Sinn einer Erziehungsunfähigkeit) zu verwirklichen, jedenfalls solange nicht feststeht, dass ein anwesendes Kleinkind derartige Äußerungen/Vorgänge überhaupt verstanden hat (wovon hier nicht einmal der Vater ausgeht [vgl S 2 der ON 4]). Da aufgrund eines bestimmten Verhaltens der Eltern oder eines Elternteils, in dem die objektive Nichterfüllung oder Vernachlässigung elterlicher Pflichten zu erblicken ist, zu befürchten sein muss, dass das Wohl des Kindes beeinträchtigt werden wird (RIS-Justiz RS0048633 [T15]), bedarf es auch der - hier den Feststellungen nicht zu entnehmenden - Kenntnis der näheren Umstände und wahren Motive sowie einer zeitlichen Einordnung der Drohungen und allfälligen Versuche, um eine solche negative Prognose aktuell treffen zu können.

Schon deshalb bildet das festgestellte Trinken eines Abflussreinigers für sich allein keinen tauglichen Grund für eine (sofortige) Entziehung der Obsorge, zumal weder die Kenntnis des Mädchens davon und deren Verständnis des Vorgangs gesichert (und auch nicht behauptet) ist noch eine nähere zeitliche Einordnung vorgenommen wurde (nach den Feststellungen kommt dafür ein Zeitraum von Herbst 2009 [Änderung des Verhaltens der Mutter] bis zur Antragstellung im Juli 2012 in Frage, also mehr als zweieinhalb Jahre [!]).

Die - im Zusammenhalt mit dem beim Vater verbliebenen Reisepass des Kindes ohnehin zu relativierende - stets gegebene faktische Gefahr der Verbringung des Kindes in die Mongolei durch die Mutter muss schon wegen ihrer nunmehr eingegangenen Verpflichtung im Besuchsrechtsvergleich neu beurteilt werden.

Schließlich hat schon das Erstgericht zu Recht das festgestellte Verhalten der Mutter am Abend des 16. Juli 2012 rechtlich nicht im Sinn einer damit bewirkten Gefährdung des Kindeswohls verwertet.

Ein - nach der Ansicht des Vaters gegebener psychischer Ausnahmezustand der Mutter im Juli 2012 ist nach den Feststellungen weder bescheinigt noch erwiesen.

Textnummer

E103397

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2013:0030OB00240.12H.0220.000

Im RIS seit

22.03.2013

Zuletzt aktualisiert am

05.02.2016

Dokumentnummer

JJT_20130220_OGH0002_0030OB00240_12H0000_000