Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 2Ob567/90 (2Ob568/90) 8O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0041039

Geschäftszahl

2Ob567/90 (2Ob568/90); 8Ob1587/94; 8Ob1567/95; 9Ob41/97p; 1Ob378/98i; 2Ob80/99z; 8Ob196/00g; 7Ob200/00p; 5Ob49/01v; 7Ob276/03v; 1Ob302/04z; 1Ob2/05h; 2Ob268/06k; 1Ob209/12k; 7Ob91/15f

Entscheidungsdatum

05.09.1990

Norm

ZPO idF WGN 1989 §393 Abs1

Rechtssatz

Wird ein globaler Schadensbetrag verlangt, der sich aus einer großen Anzahl einzelner Sachschäden und Mängelbehebungskosten zusammensetzt, kann ein Zwischenurteil über den Grund des Anspruches erlassen werden, ohne dass das zu Recht Bestehen jedes einzelnen Anspruchsteiles geprüft werden müsste.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 567/90
    Entscheidungstext OGH 05.09.1990 2 Ob 567/90
  • 8 Ob 1587/94
    Entscheidungstext OGH 26.01.1995 8 Ob 1587/94
  • 8 Ob 1567/95
    Entscheidungstext OGH 12.10.1995 8 Ob 1567/95
  • 9 Ob 41/97p
    Entscheidungstext OGH 12.02.1997 9 Ob 41/97p
  • 1 Ob 378/98i
    Entscheidungstext OGH 19.01.1999 1 Ob 378/98i
    Auch; Beisatz: Ein Zwischenurteil kann daher immer dann erlassen werden, wenn dadurch die den Grund des Globalanspruchs betreffenden strittigen Fragen geklärt sind. (T1)
  • 2 Ob 80/99z
    Entscheidungstext OGH 20.05.1999 2 Ob 80/99z
    Vgl
  • 8 Ob 196/00g
    Entscheidungstext OGH 07.09.2000 8 Ob 196/00g
    Beis wie T1
  • 7 Ob 200/00p
    Entscheidungstext OGH 27.06.2001 7 Ob 200/00p
    Vgl auch; Veröff: SZ 74/115
  • 5 Ob 49/01v
    Entscheidungstext OGH 27.09.2001 5 Ob 49/01v
    Auch; Beis wie T1
  • 7 Ob 276/03v
    Entscheidungstext OGH 14.01.2004 7 Ob 276/03v
    Auch
  • 1 Ob 302/04z
    Entscheidungstext OGH 12.04.2005 1 Ob 302/04z
    Beis wie T1; Beisatz: Die bezeichnete Gesetzesstelle bezweckt gerade, dass die von dem im Zwischenurteil definierten anspruchserzeugenden Sachverhalt nicht umfassten Anspruchsteile des Gesamtbegehrens erst im Verfahren über die Höhe auszuscheiden sind. (T2); Veröff: SZ 2005/53
  • 1 Ob 2/05h
    Entscheidungstext OGH 12.04.2005 1 Ob 2/05h
  • 2 Ob 268/06k
    Entscheidungstext OGH 30.08.2007 2 Ob 268/06k
    Vgl
  • 1 Ob 209/12k
    Entscheidungstext OGH 15.11.2012 1 Ob 209/12k
    Vgl auch
  • 7 Ob 91/15f
    Entscheidungstext OGH 02.07.2015 7 Ob 91/15f
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1990:RS0041039

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

14.10.2015

Dokumentnummer

JJR_19900905_OGH0002_0020OB00567_9000000_001

Rechtssatz für 6Ob246/06d 1Ob68/07t 4O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0121557

Geschäftszahl

6Ob246/06d; 1Ob68/07t; 4Ob90/07z; 1Ob128/07s; 1Ob95/08i; 9Ob43/08a; 1Ob179/08t; 8ObA90/08f; 2Ob137/08y; 9Ob50/08f; 2Ob119/09b; 3Ob269/09v; 2Ob206/09x; 9ObA35/10b; 8Ob9/10x; 8Ob128/10x; 1Ob12/11p; 6Ob157/11y; 2Ob204/10d; 9Ob58/11m; 3Ob56/12z; 1Ob4/12p; 9ObA101/12m; 2Ob92/11k; 9Ob2/12b; 1Ob209/12k; 1Ob168/12f; 2Ob43/12f; 2Ob22/12t; 4Ob52/13w; 2Ob65/12s; 9Ob37/13a; 9Ob41/13i; 2Ob173/12y; 7Ob154/13t; 7Ob235/12b; 1Ob221/13a; 5Ob118/13h; 5Ob157/14w; 10ObS98/14f; 1Ob212/14d; 8ObA78/14z; 1Ob199/14t; 7Ob153/14x; 9ObA159/14v; 1Ob43/15b; 1Ob79/15x; 4Ob235/14h; 2Ob237/14p; 4Ob107/15m; 6Ob11/16k; 3Ob17/16w; 9ObA43/16p; 3Ob90/16f; 2Ob116/16x; 2Ob202/15t; 1Ob21/16v; 1Ob193/16p; 2Ob124/16y; 3Ob131/16k; 6Ob157/16f; 3Ob141/16f; 9ObA9/17i; 2Ob48/16x; 10Ob70/15i; 3Ob83/17b; 2Ob91/16w; 9Ob14/17z; 2Ob142/16w; 7Ob80/17s; 1Ob116/17s; 9ObA37/17g; 7Ob191/17i; 4Ob231/17z; 1Ob215/17z; 9Ob83/17x; 8Ob131/17y; 4Ob25/18g; 9Ob8/18v; 10Ob14/18h; 9ObA35/18i; 2Ob164/17g; 6Ob133/18d; 4Ob170/18f

Entscheidungsdatum

09.11.2006

Norm

ZPO §266 DVI
ZPO §492 Abs2
ZPO §503 Z2 C2a
ZPO §503 Z2 C2c

Rechtssatz

Die Berücksichtigung des Inhalts einer in den Feststellungen der Vorinstanzen - wenn auch ohne wörtliche Wiedergabe - enthaltenen Urkunde, deren Echtheit überdies zugestanden wurde, im Rahmen der rechtlichen Beurteilung erfordert nicht die amtswegige Durchführung einer mündlichen Berufungsverhandlung.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 246/06d
    Entscheidungstext OGH 09.11.2006 6 Ob 246/06d
  • 1 Ob 68/07t
    Entscheidungstext OGH 03.05.2007 1 Ob 68/07t
    Vgl; Beisatz: Hat das Berufungsgericht aber die Auffassung vertreten, die unpräzisen Feststellungen des Erstgerichts zum Inhalt einer Urkunde (hier: Treuhandauftrag) seien nicht ausreichend, und hat es diese durch die Wiedergabe des unstrittigen Wortlauts der betreffenden Urkunde ersetzt, ist dies prozessual unbedenklich, weil unstrittiges Parteienvorbringen - und dazu gehört auch der Inhalt einer von beiden Seiten für bedeutsam angesehenen Urkunde - ohne weiteres der Entscheidung zu Grunde zu legen ist (§§ 266 f ZPO). (T1)
  • 4 Ob 90/07z
    Entscheidungstext OGH 12.06.2007 4 Ob 90/07z
  • 1 Ob 128/07s
    Entscheidungstext OGH 03.04.2008 1 Ob 128/07s
    Auch; Beisatz: Hier: Berücksichtigung im Revisionsverfahren. (T2)
    Beisatz: Eine im Verfahren vorgelegte Urkunde, die ihrem Inhalt nach unstrittig ist, ist der Entscheidung des Revisionsgerichts ohne weiteres zugrunde zu legen. (T3)
  • 1 Ob 95/08i
    Entscheidungstext OGH 16.09.2008 1 Ob 95/08i
  • 9 Ob 43/08a
    Entscheidungstext OGH 25.11.2008 9 Ob 43/08a
    Auch
  • 1 Ob 179/08t
    Entscheidungstext OGH 25.11.2008 1 Ob 179/08t
    Auch
  • 8 ObA 90/08f
    Entscheidungstext OGH 02.04.2009 8 ObA 90/08f
    Auch; Beis wie T2
  • 2 Ob 137/08y
    Entscheidungstext OGH 16.04.2009 2 Ob 137/08y
    Vgl; Vgl Beis wie T1; Beis wie T2; Beis wie T3
  • 9 Ob 50/08f
    Entscheidungstext OGH 04.08.2009 9 Ob 50/08f
    Auch; Beis wie T2
  • 2 Ob 119/09b
    Entscheidungstext OGH 26.11.2009 2 Ob 119/09b
    Vgl; Beis wie T2; Beis wie T3
  • 3 Ob 269/09v
    Entscheidungstext OGH 24.02.2010 3 Ob 269/09v
    Auch; Beis wie T3
  • 2 Ob 206/09x
    Entscheidungstext OGH 28.01.2010 2 Ob 206/09x
    Auch; Auch Beis wie T2; Auch Beis wie T3; Beisatz: Hier: Kläger und Beklagter haben sich in ihrem Prozessvorbringen auf den Inhalt der in erster Instanz auf Antrag beider Parteien verlesenen Akten des Vor- und des Hauptprozesses berufen. (T4)
  • 9 ObA 35/10b
    Entscheidungstext OGH 11.05.2010 9 ObA 35/10b
  • 8 Ob 9/10x
    Entscheidungstext OGH 04.11.2010 8 Ob 9/10x
    Auch; Beis wie T2
  • 8 Ob 128/10x
    Entscheidungstext OGH 23.11.2010 8 Ob 128/10x
    Auch; Beis wie T2
  • 1 Ob 12/11p
    Entscheidungstext OGH 23.02.2011 1 Ob 12/11p
    Auch
  • 6 Ob 157/11y
    Entscheidungstext OGH 14.09.2011 6 Ob 157/11y
    Auch; Beis wie T3
  • 2 Ob 204/10d
    Entscheidungstext OGH 20.10.2011 2 Ob 204/10d
    Auch; Beis wie T2; Beis wie T3
    Veröff: SZ 2011/127
  • 9 Ob 58/11m
    Entscheidungstext OGH 30.04.2012 9 Ob 58/11m
    Beis ähnlich wie T1
  • 3 Ob 56/12z
    Entscheidungstext OGH 14.06.2012 3 Ob 56/12z
    Auch; Beis wie T3
  • 1 Ob 4/12p
    Entscheidungstext OGH 24.05.2012 1 Ob 4/12p
    Auch; Beisatz: Hier: Berücksichtigung des Inhalts einvernehmlich verlesener Akten. (T5)
  • 9 ObA 101/12m
    Entscheidungstext OGH 26.11.2012 9 ObA 101/12m
    Auch; Beis wie T3
  • 2 Ob 92/11k
    Entscheidungstext OGH 30.08.2012 2 Ob 92/11k
    Vgl; Beis wie T2; Beis wie T3; Veröff: SZ 2012/81
  • 9 Ob 2/12b
    Entscheidungstext OGH 26.11.2012 9 Ob 2/12b
    Vgl auch; Beis wie T3
  • 1 Ob 209/12k
    Entscheidungstext OGH 15.11.2012 1 Ob 209/12k
    Auch; Auch Beis wie T1; Beis wie T3
  • 1 Ob 168/12f
    Entscheidungstext OGH 13.12.2012 1 Ob 168/12f
    Vgl auch; Beis wie T1; Ähnlich Beis wie T3
  • 2 Ob 43/12f
    Entscheidungstext OGH 29.11.2012 2 Ob 43/12f
    Vgl auch
  • 2 Ob 22/12t
    Entscheidungstext OGH 24.01.2013 2 Ob 22/12t
    Vgl; Beis wie T2; Beis wie T3; Veröff: SZ 2013/8
  • 4 Ob 52/13w
    Entscheidungstext OGH 17.04.2013 4 Ob 52/13w
  • 2 Ob 65/12s
    Entscheidungstext OGH 14.03.2013 2 Ob 65/12s
    Vgl
  • 9 Ob 37/13a
    Entscheidungstext OGH 25.06.2013 9 Ob 37/13a
  • 9 Ob 41/13i
    Entscheidungstext OGH 25.06.2013 9 Ob 41/13i
    Vgl; Beis wie T2; Beis wie T3
  • 2 Ob 173/12y
    Entscheidungstext OGH 29.05.2013 2 Ob 173/12y
    Beis wie T3
  • 7 Ob 154/13t
    Entscheidungstext OGH 16.10.2013 7 Ob 154/13t
    Veröff: SZ 2013/93
  • 7 Ob 235/12b
    Entscheidungstext OGH 29.01.2014 7 Ob 235/12b
    Auch; Beis wie T3
  • 1 Ob 221/13a
    Entscheidungstext OGH 19.12.2013 1 Ob 221/13a
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T3
  • 5 Ob 118/13h
    Entscheidungstext OGH 25.07.2014 5 Ob 118/13h
    Auch
  • 5 Ob 157/14w
    Entscheidungstext OGH 23.10.2014 5 Ob 157/14w
    Auch; Beis wie T3
  • 10 ObS 98/14f
    Entscheidungstext OGH 25.11.2014 10 ObS 98/14f
    Beis ähnlich wie T1
  • 1 Ob 212/14d
    Entscheidungstext OGH 27.11.2014 1 Ob 212/14d
    Auch; Beis wie T3
  • 8 ObA 78/14z
    Entscheidungstext OGH 19.12.2014 8 ObA 78/14z
    Auch; Beis wie T3
  • 1 Ob 199/14t
    Entscheidungstext OGH 23.12.2014 1 Ob 199/14t
    Vgl auch; Beis wie T5
  • 7 Ob 153/14x
    Entscheidungstext OGH 10.12.2014 7 Ob 153/14x
    Beis wie T3
  • 9 ObA 159/14v
    Entscheidungstext OGH 20.03.2015 9 ObA 159/14v
    Auch
  • 1 Ob 43/15b
    Entscheidungstext OGH 21.05.2015 1 Ob 43/15b
    Auch
  • 1 Ob 79/15x
    Entscheidungstext OGH 08.07.2015 1 Ob 79/15x
    Auch; Beis wie T3; Beisatz: Hier: Lichtbilder. (T6)
  • 4 Ob 235/14h
    Entscheidungstext OGH 11.08.2015 4 Ob 235/14h
    Vgl; Beis wie T2; Beis wie T3
  • 2 Ob 237/14p
    Entscheidungstext OGH 06.08.2015 2 Ob 237/14p
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T3
  • 4 Ob 107/15m
    Entscheidungstext OGH 11.08.2015 4 Ob 107/15m
    Vgl; Beis wie T2
  • 6 Ob 11/16k
    Entscheidungstext OGH 23.02.2016 6 Ob 11/16k
  • 3 Ob 17/16w
    Entscheidungstext OGH 18.05.2016 3 Ob 17/16w
    Auch
  • 9 ObA 43/16p
    Entscheidungstext OGH 21.04.2016 9 ObA 43/16p
    Auch
  • 3 Ob 90/16f
    Entscheidungstext OGH 14.06.2016 3 Ob 90/16f
    Auch; Beis wie T3
  • 2 Ob 116/16x
    Entscheidungstext OGH 05.08.2016 2 Ob 116/16x
    Auch; Veröff: SZ 2016/74
  • 2 Ob 202/15t
    Entscheidungstext OGH 31.08.2016 2 Ob 202/15t
    Auch; Beis wie T3
  • 1 Ob 21/16v
    Entscheidungstext OGH 27.09.2016 1 Ob 21/16v
    Auch; Beis wie T3
  • 1 Ob 193/16p
    Entscheidungstext OGH 19.10.2016 1 Ob 193/16p
    Beis wie T1; Beis wie T3
  • 2 Ob 124/16y
    Entscheidungstext OGH 27.10.2016 2 Ob 124/16y
    Vgl; Beis wie T2; Beis wie T5; Beisatz: Hier: Ergänzung der Beschreibung des Unfallsortes anhand von aktenkundigen Lichtbildern im Strafakt, auf dessen Inhalt sich die Parteien beriefen. (T7)
  • 3 Ob 131/16k
    Entscheidungstext OGH 23.11.2016 3 Ob 131/16k
    Auch; Beis wie T3
  • 6 Ob 157/16f
    Entscheidungstext OGH 29.11.2016 6 Ob 157/16f
    Vgl; Beis wie T3
  • 3 Ob 141/16f
    Entscheidungstext OGH 26.01.2017 3 Ob 141/16f
    Vgl; Beis wie T3
  • 9 ObA 9/17i
    Entscheidungstext OGH 28.02.2017 9 ObA 9/17i
    Auch
  • 2 Ob 48/16x
    Entscheidungstext OGH 28.03.2017 2 Ob 48/16x
    Auch; Beis wie T3; Veröff: SZ 2017/37
  • 10 Ob 70/15i
    Entscheidungstext OGH 21.03.2017 10 Ob 70/15i
    Vgl auch; Beis wie T3
  • 3 Ob 83/17b
    Entscheidungstext OGH 07.06.2017 3 Ob 83/17b
    Auch; Beis wie T3
  • 2 Ob 91/16w
    Entscheidungstext OGH 20.06.2017 2 Ob 91/16w
    Auch; Beis wie T3
  • 9 Ob 14/17z
    Entscheidungstext OGH 24.05.2017 9 Ob 14/17z
    Auch; Veröff: SZ 2017/62
  • 2 Ob 142/16w
    Entscheidungstext OGH 20.06.2017 2 Ob 142/16w
    Vgl auch; Beis wie T1 nur: Es ist prozessual unbedenklich, unstrittiges Parteivorbringen ohne weiteres der Entscheidung zugrunde zu legen (§§ 266 f ZPO). (T8)
    Beis wie T2; Beis wie T4; Beis wie T5; Beisatz: Hier: In erster Instanz auf Antrag beider Parteien verlesener Akt eines Vorprozesses. (T9); Veröff: SZ 2017/70
  • 7 Ob 80/17s
    Entscheidungstext OGH 18.10.2017 7 Ob 80/17s
    Auch
  • 1 Ob 116/17s
    Entscheidungstext OGH 15.11.2017 1 Ob 116/17s
    Auch; Beis wie T3; Beis wie T5;
  • 9 ObA 37/17g
    Entscheidungstext OGH 30.10.2017 9 ObA 37/17g
    Auch
  • 7 Ob 191/17i
    Entscheidungstext OGH 29.11.2017 7 Ob 191/17i
    Auch; Beis wie T4; Beis wie T9
  • 4 Ob 231/17z
    Entscheidungstext OGH 21.12.2017 4 Ob 231/17z
    Auch
  • 1 Ob 215/17z
    Entscheidungstext OGH 30.01.2018 1 Ob 215/17z
    Auch; Beis wie T2; Beis wie T4
  • 9 Ob 83/17x
    Entscheidungstext OGH 27.02.2018 9 Ob 83/17x
    Auch
  • 8 Ob 131/17y
    Entscheidungstext OGH 26.01.2018 8 Ob 131/17y
    Beis wie T3
  • 4 Ob 25/18g
    Entscheidungstext OGH 22.03.2018 4 Ob 25/18g
    Auch; Beis wie T5
  • 9 Ob 8/18v
    Entscheidungstext OGH 25.04.2018 9 Ob 8/18v
    Auch; Beis wie T3
  • 10 Ob 14/18h
    Entscheidungstext OGH 14.03.2018 10 Ob 14/18h
  • 9 ObA 35/18i
    Entscheidungstext OGH 25.04.2018 9 ObA 35/18i
  • 2 Ob 164/17g
    Entscheidungstext OGH 22.03.2018 2 Ob 164/17g
    Auch; Beis wie T2; Beis wie T4; Beis wie T6; Veröff: SZ 2018/25
  • 6 Ob 133/18d
    Entscheidungstext OGH 25.10.2018 6 Ob 133/18d
    Vgl; Beis wie T2; Beis wie T3
  • 4 Ob 170/18f
    Entscheidungstext OGH 29.01.2019 4 Ob 170/18f
    Beis wie T3

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2006:RS0121557

Im RIS seit

09.12.2006

Zuletzt aktualisiert am

30.12.2019

Dokumentnummer

JJR_20061109_OGH0002_0060OB00246_06D0000_001

Entscheidungstext 1Ob209/12k

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Geschäftszahl

1Ob209/12k

Entscheidungsdatum

15.11.2012

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht durch den Senatspräsidenten Hon.-Prof. Dr. Sailer als Vorsitzenden sowie die Hofräte Univ.-Prof. Dr. Bydlinski, Dr. Grohmann, Mag. Wurzer und Mag. Dr. Wurdinger als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei S***** GmbH, *****, vertreten durch Mag. Dr. Franz Hafner und Dr. Karl Bergthaler, Rechtsanwälte in Altmünster, gegen die beklagte Partei G***** GmbH, *****, vertreten durch Mag. Klaus Ferdinand Lughofer LL.M, Rechtsanwalt in Linz, wegen 500.000 EUR sA, über die außerordentliche Revision der beklagten Partei gegen das Urteil des Oberlandesgerichts Linz als Berufungsgericht vom 12. September 2012, GZ 6 R 129/12a-64, mit dem das Zwischenurteil des Landesgerichts Linz vom 24. Mai 2012, GZ 2 Cg 183/09y-59, bestätigt wurde, in nichtöffentlicher Sitzung den

Beschluss

gefasst:

Spruch

Die außerordentliche Revision wird gemäß § 508a Abs 2 ZPO mangels der Voraussetzungen des § 502 Abs 1 ZPO zurückgewiesen.

Begründung:

Rechtliche Beurteilung

1. Ob in einer bestimmten Verfahrenskonstellation ein Zwischenurteil gefällt werden kann, richtet sich nach der Norm des § 393 ZPO, die als Bestimmung des Verfahrensrechts zu qualifizieren ist. Sollte die Auffassung der Revisionswerberin zutreffen, dass das Erstgericht die genannte Vorschrift unrichtig angewendet hat, läge ein Verfahrensmangel vor, der allerdings vom Berufungsgericht verneint wurde. In einem solchen Fall kann aber nach ganz herrschender Rechtsprechung (vgl nur RIS-Justiz RS0042963) die behauptete Mangelhaftigkeit des erstinstanzlichen Verfahrens in einem Rechtsmittel an den Obersten Gerichtshof nicht mehr geltend gemacht werden.

Nur der Vollständigkeit halber ist darauf hinzuweisen, dass das Berufungsgericht die Auffassung vertreten hat, die Fassung eines Zwischenurteils sei schon im Hinblick darauf zulässig, dass jedenfalls dem Grunde nach berechtigte Anspruchsteile vorlägen und über die Berechtigung der von der klagenden Partei „im Einzelnen geltend gemachten Anspruchsteile“ noch keine Aussage getroffen werde (s auch RIS-Justiz RS0041039). Wenn die Revisionswerberin bemängelt, es gehe hier um die Frage, ob ein Anspruch „dem Grunde nach“ unter Berücksichtigung der Eigenersparnis „überhaupt zusteht“, übersieht sie offenbar ihr eigenes - schon vom Berufungsgericht aufgegriffenes - Vorbringen, nach dem die Ersparnis der Klägerin jedenfalls nicht 100 % des Werklohns beträgt.

2. Der Vorwurf, das Berufungsgericht habe zu Unrecht bestimmte Umstände nicht im Sinne des § 182a ZPO erörtert, geht schon deshalb ins Leere, weil die genannte Norm grundsätzlich nur für das Verfahren erster Instanz gilt und das Berufungsgericht zudem gar keine Berufungsverhandlung durchgeführt hat, in deren Rahmen eine Erörterung möglich gewesen wäre. Aber auch ein Verstoß gegen das allgemeinere - und damit auch an die Rechtsmittelinstanzen gerichtete - Verbot einer Überraschungsentscheidung ist dem Berufungsgericht nicht vorzuwerfen. Vielmehr entspricht es der Judikatur, dass die Berücksichtigung des Inhalts einer (unstrittig echten) Vertragsurkunde im Rahmen der rechtlichen Beurteilung auch ohne Durchführung einer mündlichen Berufungsverhandlung zulässig ist (RIS-Justiz RS0121557), ist doch unstrittiges Parteienvorbringen, zu dem auch der Inhalt einer von beiden Seiten für bedeutsam angesehenen Urkunde gehört, im Sinne der §§ 266 f ZPO ohne Weiteres der Entscheidung zugrunde zu legen (RIS-Justiz RS0121557 [T1, T3]).

3. Nach den Tatsachenfeststellungen der Vorinstanzen hat sich die Beklagte mit der Qualität der von der Klägerin bearbeiteten Werkstücke durchaus zufrieden gezeigt; soweit Mängel auftraten, waren diese im Verhältnis zu Reklamationen bei Bearbeitungen durch andere Unternehmen nicht auffällig und konnten rasch und mit relativ geringem Aufwand bereinigt werden. Eine gehäuftere Anzahl von Beanstandungen gab es (erst), nachdem die Beklagte selbst die Oberflächenbehandlung der Rohteile umgestellt hatte. Diese Probleme konnten nach deren Erkennen aber relativ rasch abgestellt werden. Die Klägerin brachte zudem zur Beseitigung der durch das veränderte Rohmaterial verursachten Rückstände eine zusätzliche Bürststation in ihre Anlage ein, die der technische Geschäftsführer der Beklagten für in Ordnung befand.

Warum die Beklagte unter diesen Umständen dem von der Klägerin auf § 1168 Abs 1 ABGB gestützten Anspruch entgegenhalten können sollte, sie sei wegen Nichteinhaltung der vereinbarten Produktionsvorgänge durch die Klägerin nicht gehalten gewesen, die vereinbarten Werkleistungen (Weiterbearbeitung der Rohteile) zu ermöglichen, ist aus den Revisionsausführungen nicht erkennbar. Einerseits waren ursprünglich nur geringe Rückstände auf den Werkstücken vorhanden und waren die Verantwortlichen der Beklagten mit der Qualität durchaus zufrieden. Andererseits waren spätere Beanstandungen auf eine von der Beklagten selbst veränderte Qualität des Rohprodukts zurückzuführen, wobei diese Probleme nach deren Erkennen relativ rasch abgestellt werden konnten und die Klägerin ohnehin zusätzliche Vorkehrungen für ein befriedigendes Arbeitsergebnis schuf. Das Formalargument der Revisionswerberin, das Berufungsgericht hätte von einer „nicht vertragskonformen Funktion der Anlage mit einem nicht vertragskonformen Produktionsvorgang“ ausgehen müssen, ist schon angesichts der Feststellungen über das Endergebnis des Produktionsvorgangs unberechtigt. Letztlich wurde auch (unbekämpft) festgestellt, dass als Folge der Weltwirtschaftskrise im Jahr 2008 der Bedarf an diesen Bauteilen eingebrochen war, weshalb die Beklagte die vereinbarten 7 Millionen Stück pro Jahr mangels Absatzmöglichkeit nicht mehr bearbeiten ließ. Dieser in der Sphäre der Werkbestellerin liegende Umstand kann allerdings dem Werkunternehmer, der Ansprüche nach § 1168 Abs 1 ABGB erhebt, nicht entgegengehalten werden. Auf den ursprünglich erhobenen Einwand des Wegfalls der Geschäftsgrundlage kommt die Revisionswerberin nicht mehr zurück.

4. Ob sich aus den schriftlichen Vereinbarungen der Streitteile und der nachfolgenden Abwicklung der Geschäftsbeziehung eine Anscheinsvollmacht des damaligen technischen Leiters der Fertigung der Beklagten, der der Klägerin als „Anspruchspartner“ genannt worden war und der sich mit einer bestimmten Änderung der verwendeten Maschine einverstanden erklärt hatte, abzuleiten ist, ist von den besonderen Umständen des Falls abhängig weshalb insoweit - sofern diese Änderung überhaupt von rechtlicher Relevanz sein sollte - keine erhebliche Rechtsfrage im Sinn des § 502 Abs 1 ZPO zu beantworten ist. Den Vorinstanzen ist mit ihrer Beurteilung, es habe zumindest eine solche Anscheinsvollmacht bestanden, keine korrekturbedürftige (erhebliche) Fehlbeurteilung unterlaufen. Damit geht auch der in der Revision erhobene Vorwurf ins Leere, es sei der Beklagten keine Gelegenheit gegeben worden, vorzubringen, dass dem betreffenden Mitarbeiter keine ausreichende Vollmacht eingeräumt worden sei, kommt es doch in Fällen der Anscheinsvollmacht auf den rechtsgeschäftlich begründeten Vollmachtsumfang gerade nicht an.

Einer weiteren Begründung bedarf es nicht (§ 510 Abs 3 ZPO).

Textnummer

E102563

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2012:0010OB00209.12K.1115.000

Im RIS seit

03.01.2013

Zuletzt aktualisiert am

03.01.2013

Dokumentnummer

JJT_20121115_OGH0002_0010OB00209_12K0000_000