Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 3Ob782/54 5Ob408/58 6Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0034016

Geschäftszahl

3Ob782/54; 5Ob408/58; 6Ob88/60; 2Ob378/55; 4Ob118/57; 7Ob265/56; 1Ob5/68; 6Ob149/69; 2Ob356/74; 8Ob92/79; 2Ob90/83; 14Ob126/86; 7Ob690/86; 2Ob27/89; 6Ob1622/91 (6Ob1623/91); 2Ob577/94; 4Ob546/95; 1Ob638/95; 4Ob274/97s; 4Ob303/98g; 1Ob110/99d; 7Ob64/01i; 8Ob51/04i; 6Ob51/05a; 10Ob70/06a; 4Ob72/11h; 6Ob88/11a; 6Ob110/12p; 7Ob9/13v; 6Ob179/14p; 10Ob51/16x; 1Ob190/16x; 1Ob235/17s; 7Ob246/18d

Entscheidungsdatum

16.03.1955

Norm

ABGB §1438 Bd
ABGB §1478
ZPO §391 Abs3 C

Rechtssatz

Ipso iure compensatur. Keine Verjährung der aufrechnungsweise eingewendeten Gegenforderung, wenn diese im Zeitpunkt der Entstehung der Hauptforderung noch nicht verjährt war.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 782/54
    Entscheidungstext OGH 16.03.1955 3 Ob 782/54
    Veröff: SZ 28/76
  • 5 Ob 408/58
    Entscheidungstext OGH 25.02.1959 5 Ob 408/58
  • 6 Ob 88/60
    Entscheidungstext OGH 06.04.1960 6 Ob 88/60
  • 2 Ob 378/55
    Entscheidungstext OGH 27.07.1955 2 Ob 378/55
    Veröff: SZ 28/181
  • 4 Ob 118/57
    Entscheidungstext OGH 26.03.1957 4 Ob 118/57
  • 7 Ob 265/56
    Entscheidungstext OGH 30.05.1956 7 Ob 265/56
  • 1 Ob 5/68
    Entscheidungstext OGH 25.01.1968 1 Ob 5/68
  • 6 Ob 149/69
    Entscheidungstext OGH 02.07.1969 6 Ob 149/69
  • 2 Ob 356/74
    Entscheidungstext OGH 03.07.1975 2 Ob 356/74
    Beisatz: Zeitpunkt, in dem einander die wechselseitigen Forderungen erstmals aufrechenbar gegenüberstanden, in dem also frühestens eine gültige - auch außergerichtliche - Aufrechnungserklärung abgegeben werden konnte. (T1)
    Veröff: SZ 48/79
  • 8 Ob 92/79
    Entscheidungstext OGH 21.06.1979 8 Ob 92/79
  • 2 Ob 90/83
    Entscheidungstext OGH 26.04.1983 2 Ob 90/83
    nur: Keine Verjährung der aufrechnungsweise eingewendeten Gegenforderung, wenn diese im Zeitpunkt der Entstehung der Hauptforderung noch nicht verjährt war. (T2)
  • 14 Ob 126/86
    Entscheidungstext OGH 15.07.1986 14 Ob 126/86
    nur T2; Veröff: SZ 59/137 = Arb 10544 = JBl 1987,127 (P Bydlinski)
  • 7 Ob 690/86
    Entscheidungstext OGH 23.10.1986 7 Ob 690/86
    nur T2; Beis wie T1
  • 2 Ob 27/89
    Entscheidungstext OGH 12.04.1989 2 Ob 27/89
    nur T2; Beis wie T1
  • 6 Ob 1622/91
    Entscheidungstext OGH 13.05.1993 6 Ob 1622/91
    nur T2; Veröff: JBl 1994,181 (E Eypeltauer)
  • 2 Ob 577/94
    Entscheidungstext OGH 27.10.1994 2 Ob 577/94
    nur T2
  • 4 Ob 546/95
    Entscheidungstext OGH 11.07.1995 4 Ob 546/95
    nur T2; Beisatz: Waren die Forderungen im Zeitpunkt der Aufrechnungslage nicht verjährt, dann kann die Aufrechnung auch noch nach Ablauf der Verjährungsfrist erklärt werden. Das gilt aber nicht für Forderungen, die im Zeitpunkt der Aufrechnungserklärung infolge Ablaufs einer Ausschlußfrist erloschen sind. (T3)
  • 1 Ob 638/95
    Entscheidungstext OGH 11.03.1996 1 Ob 638/95
    Auch; Beisatz: Die Rückwirkung der Aufrechnungserklärung bewirkt, dass die Kompensation selbst dann noch zulässig ist, wenn die Forderung des Aufrechnenden im Zeitpunkt seiner Aufrechnungserklärung bereits verjährt gewesen wäre. (T4)
    Veröff: SZ 69/57
  • 4 Ob 274/97s
    Entscheidungstext OGH 07.10.1997 4 Ob 274/97s
    Auch
  • 4 Ob 303/98g
    Entscheidungstext OGH 15.12.1998 4 Ob 303/98g
    Auch; Beis wie T4
  • 1 Ob 110/99d
    Entscheidungstext OGH 05.08.1999 1 Ob 110/99d
    Vgl auch; Beisatz: Auch mit verjährten Forderungen kann aufgerechnet werden, sofern sie in dem Zeitpunkt, in dem sich die gegenseitigen Forderungen erstmals aufrechenbar gegenüberstanden, noch nicht verjährt waren. (T5)
  • 7 Ob 64/01i
    Entscheidungstext OGH 23.05.2001 7 Ob 64/01i
    Auch; nur T2; Beis wie T4
  • 8 Ob 51/04i
    Entscheidungstext OGH 28.04.2005 8 Ob 51/04i
    Vgl auch; Beis wie T5
  • 6 Ob 51/05a
    Entscheidungstext OGH 06.10.2005 6 Ob 51/05a
    Beisatz: Die Aufrechnung kann auch noch nach Ablauf der Verjährungsfrist erklärt werden, wenn die Forderungen im Zeitpunkt, in dem sie sich erstmals aufrechenbar gegenüberstanden (Aufrechnungslage), noch nicht verjährt waren. (T6)
  • 10 Ob 70/06a
    Entscheidungstext OGH 27.02.2007 10 Ob 70/06a
    Auch; Beis wie T5; Beis wie T6
  • 4 Ob 72/11h
    Entscheidungstext OGH 22.11.2011 4 Ob 72/11h
    Auch; Beis wie T6
  • 6 Ob 88/11a
    Entscheidungstext OGH 21.12.2011 6 Ob 88/11a
    Vgl auch; Beis wie T6
  • 6 Ob 110/12p
    Entscheidungstext OGH 13.09.2012 6 Ob 110/12p
    Vgl; Beis wie T6; Beisatz: Von dieser Rechtsprechung abzugehen besteht kein Anlass. (T7)
    Bem: Ablehnung kritischer Lehrmeinungen. (T8)
    Veröff: SZ 2012/90
  • 7 Ob 9/13v
    Entscheidungstext OGH 18.02.2013 7 Ob 9/13v
    Auch; Beisatz: Mangels Fälligstellung der Schadenersatzforderung innerhalb der Verjährungsfrist keine Aufrechnungslage. (T9)
  • 6 Ob 179/14p
    Entscheidungstext OGH 01.12.2015 6 Ob 179/14p
    Verstärkter Senat; Auch; Beis wie T5; Veröff: SZ 2015/135
  • 10 Ob 51/16x
    Entscheidungstext OGH 19.07.2016 10 Ob 51/16x
    Beis ähnlich wie T3; Bei wie T5; Beis wie T6
  • 1 Ob 190/16x
    Entscheidungstext OGH 16.03.2017 1 Ob 190/16x
    Auch; Beis wie T9; Beisatz: Hier: Fremdwährungskredit; Die genaue Schadenshöhe ist erst zum Zeitpunkt der Endfälligkeit (oder einer allfälligen früher erfolgten Konvertierung) bezifferbar, sodass hier vor Eintritt der Verjährung eine Aufrechnungslage nicht verwirklicht war. (T10); Veröff: SZ 2017/34
  • 1 Ob 235/17s
    Entscheidungstext OGH 30.01.2018 1 Ob 235/17s
  • 7 Ob 246/18d
    Entscheidungstext OGH 24.04.2019 7 Ob 246/18d
    Vgl auch; Beis wie T5

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1955:RS0034016

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

11.06.2019

Dokumentnummer

JJR_19550316_OGH0002_0030OB00782_5400000_001

Rechtssatz für 2Ob39/56 (2Ob47/56) 8Ob3...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0033486

Geschäftszahl

2Ob39/56 (2Ob47/56); 8Ob355/66; 8Ob51/67; 2Ob51/67; 8Ob45/69; 5Ob40/74; 4Ob39/74; 7Ob535/81; 1Ob94/11x; 4Ob72/11h; 6Ob110/12p

Entscheidungsdatum

29.02.1956

Norm

ABGB §1416
ABGB §1438 E
ZPO §391 C

Rechtssatz

Die Gegenkompensationseinrede des Klägers kann am Wahlrecht des Beklagten nach § 1416 ABGB, die ihm zustehende Gegenforderung mit der Klagsforderung als der beschwerlichsten Gläubigerforderung entgegenzusetzen, scheitern.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 39/56
    Entscheidungstext OGH 29.02.1956 2 Ob 39/56
    Veröff: JBl 1956,317
  • 8 Ob 355/66
    Entscheidungstext OGH 24.01.1967 8 Ob 355/66
  • 8 Ob 51/67
    Entscheidungstext OGH 14.03.1967 8 Ob 51/67
  • 2 Ob 51/67
    Entscheidungstext OGH 30.03.1967 2 Ob 51/67
    Ähnlich; Beisatz: Die Gegenkompensationseinrede ist nicht unter allen Umständen ausgeschlossen. (T1)
  • 8 Ob 45/69
    Entscheidungstext OGH 29.04.1969 8 Ob 45/69
    Ähnlich; Beisatz: Die Gegenaufrechnungseinrede des Klägers ist aus prozessualen und materiellrechtlichen Gründen unzulässig. (T2)
  • 5 Ob 40/74
    Entscheidungstext OGH 06.03.1974 5 Ob 40/74
    Beis wie T2
  • 4 Ob 39/74
    Entscheidungstext OGH 24.09.1974 4 Ob 39/74
    Beis wie T2
  • 7 Ob 535/81
    Entscheidungstext OGH 07.05.1981 7 Ob 535/81
    Auch
  • 1 Ob 94/11x
    Entscheidungstext OGH 21.06.2011 1 Ob 94/11x
    Auch; Beis wie T2
  • 4 Ob 72/11h
    Entscheidungstext OGH 22.11.2011 4 Ob 72/11h
    Vgl; Beisatz: Eine bloß prozessuale und damit bedingte Aufrechnungseinrede steht einer späteren, noch während des Prozesses vorgenommenen unbedingten außergerichtlichen Aufrechnung nicht entgegen. (T3)
  • 6 Ob 110/12p
    Entscheidungstext OGH 13.09.2012 6 Ob 110/12p
    Vgl; Veröff: SZ 2012/90

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1956:RS0033486

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

15.06.2015

Dokumentnummer

JJR_19560229_OGH0002_0020OB00039_5600000_001

Rechtssatz für 1Ob630/57 (1Ob631/57) 2O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0036822

Geschäftszahl

1Ob630/57 (1Ob631/57); 2Ob97/67 (2Ob98/67); 8Ob187/82; 7Ob589/85 (7Ob590/85); 6Ob110/12p

Entscheidungsdatum

16.04.1958

Norm

ZPO §179
ZPO §519 E5

Rechtssatz

Hat das Erstgericht neues Vorbringen einer Partei gemäß § 179 ZPO für unstatthaft erklärt, die zweite Instanz aber diesen Beschluss aufgehoben, ist § 519 ZPO unanwendbar, der Revisionsrekurs daher zulässig (entgegen Rechtsprechung 1934/12)

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 630/57
    Entscheidungstext OGH 16.04.1958 1 Ob 630/57
    Veröff: SZ 31/61
  • 2 Ob 97/67
    Entscheidungstext OGH 23.06.1967 2 Ob 97/67
  • 8 Ob 187/82
    Entscheidungstext OGH 10.03.1983 8 Ob 187/82
    Auch
  • 7 Ob 589/85
    Entscheidungstext OGH 03.10.1985 7 Ob 589/85
    Auch; Beisatz: Anfechtbarkeit aus § 528 ZPO. (T1)
  • 6 Ob 110/12p
    Entscheidungstext OGH 13.09.2012 6 Ob 110/12p
    Veröff: SZ 2012/90

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1958:RS0036822

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

15.06.2015

Dokumentnummer

JJR_19580416_OGH0002_0010OB00630_5700000_001

Rechtssatz für 5Ob81/75 (5Ob141/75) 7Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0036875

Geschäftszahl

5Ob81/75 (5Ob141/75); 7Ob9/78; 7Ob502/79; 8Ob187/82; 6Ob543/85; 7Ob589/85 (7Ob590/85); 8Ob658/87 (8Ob659/87); 6Ob110/12p; 9ObA58/15t

Entscheidungsdatum

08.07.1975

Norm

ZPO §179
ZPO §514 C3
ZPO §519 A
ZPO §519 E5

Rechtssatz

Hebt das Berufungsgericht das Ersturteil nur wegen der vom Beklagten mit Erfolg bekämpften Zurückweisung seines neuen Tatsachenvorbringens und Beweisanerbietens in der Tagsatzung zur Fortsetzung der wiedereröffneten mündlichen Streitverhandlung auf, so fasst es einen außerhalb des eigentlichen Berufungsverfahrens (im engeren Sinne) von der Hauptentscheidung losgelösten rekursrechtlichen Beschluss und wird damit als Rekursgericht tätig. § 519 ZPO kann daher nicht angewendet werden. Die Anfechtbarkeit ist vielmehr losgelöst von der Berufungsentscheidung (im engeren Sinn) gesondert zu beurteilen.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 81/75
    Entscheidungstext OGH 08.07.1975 5 Ob 81/75
    Veröff: RZ 1976/27 S 57
  • 7 Ob 9/78
    Entscheidungstext OGH 16.03.1978 7 Ob 9/78
    Veröff: SZ 51/32
  • 7 Ob 502/79
    Entscheidungstext OGH 06.12.1979 7 Ob 502/79
  • 8 Ob 187/82
    Entscheidungstext OGH 10.03.1983 8 Ob 187/82
    Auch
  • 6 Ob 543/85
    Entscheidungstext OGH 18.04.1985 6 Ob 543/85
    Auch
  • 7 Ob 589/85
    Entscheidungstext OGH 03.10.1985 7 Ob 589/85
    Auch
  • 8 Ob 658/87
    Entscheidungstext OGH 23.03.1988 8 Ob 658/87
    Auch
  • 6 Ob 110/12p
    Entscheidungstext OGH 13.09.2012 6 Ob 110/12p
    Veröff: SZ 2012/90
  • 9 ObA 58/15t
    Entscheidungstext OGH 18.03.2016 9 ObA 58/15t

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1975:RS0036875

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

29.04.2016

Dokumentnummer

JJR_19750708_OGH0002_0050OB00081_7500000_002

Rechtssatz für 4Ob2078/96h 6Ob4/99b 6O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0105518

Geschäftszahl

4Ob2078/96h; 6Ob4/99b; 6Ob288/99t; 4Ob252/02s; 3Ob287/02f; 6Ob271/05d; 7Ob142/07v; 2Ob225/07p; 6Ob132/10w; 7Ob35/10p; 6Ob29/11z; 6Ob110/12p; 8Ob20/13v; 6Ob14/14y; 6Ob171/15p; 6Ob198/15h; 6Ob239/16i; 6Ob84/17x; 6Ob128/17t; 6Ob195/18x

Entscheidungsdatum

25.06.1996

Norm

GmbHG §82 Abs1

Rechtssatz

Zweck der Bestimmung des § 82 Abs 1 GmbHG ist es, das Stammkapital als "dauernden Grundstock der Gesellschaft" und als einziges "dem Zugriffe der Gläubiger freigegebenes Befriedigungsobjekt" gegen Schmälerung durch Leistung an die Gesellschafter abzusichern (236 BlgHH 17. Sess 88). Im Gegensatz zu § 30 dGmbHG verbietet § 82 GmbHG im Prinzip jede Zuwendung der Gesellschaft an die Gesellschafter, die nicht Gewinnverwendung ist, und schützt somit das gesamte Gesellschaftsvermögen und nicht nur den dem Stammkapital entsprechenden Teil; § 30 dGmbHG begnügt sich hingegen mit dem Schutz des dem Stammkapital entsprechenden Vermögens.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 2078/96h
    Entscheidungstext OGH 25.06.1996 4 Ob 2078/96h
    Veröff: SZ 69/149
  • 6 Ob 4/99b
    Entscheidungstext OGH 11.11.1999 6 Ob 4/99b
    Vgl auch; Veröff: SZ 72/172
  • 6 Ob 288/99t
    Entscheidungstext OGH 20.01.2000 6 Ob 288/99t
    Vgl auch; Beisatz: Unzulässig ist jeder Vermögenstransfer von der Gesellschaft zum Gesellschafter in Vertragsform oder auf andere Weise, der den Gesellschafter auf Grund des Gesellschaftsverhältnisses zu Lasten des gemeinsamen Sondervermögens bevorteilt. Verboten sind auch auf Veranlassung eines Gesellschafters vorgenommene Zuwendungen der Gesellschaft an einen dem Gesellschafter nahestehenden Dritten, so zum Beispiel an eine Gesellschaft, an der der Gesellschafter selbst beteiligt ist. (T1); Veröff: SZ 73/14
  • 4 Ob 252/02s
    Entscheidungstext OGH 19.11.2002 4 Ob 252/02s
    nur: Zweck der Bestimmung des § 82 Abs 1 GmbHG ist es, das Stammkapital als "dauernden Grundstock der Gesellschaft" und als einziges "dem Zugriffe der Gläubiger freigegebenes Befriedigungsobjekt" gegen Schmälerung durch Leistung an die Gesellschafter abzusichern (236 BlgHH 17. Sess 88). (T2)
  • 3 Ob 287/02f
    Entscheidungstext OGH 22.10.2003 3 Ob 287/02f
    nur: Zweck der Bestimmung des § 82 Abs 1 GmbHG ist es, das Stammkapital als "dauernden Grundstock der Gesellschaft" und als einziges "dem Zugriffe der Gläubiger freigegebenes Befriedigungsobjekt" gegen Schmälerung durch Leistung an die Gesellschafter abzusichern. Im Gegensatz zu § 30 dGmbHG verbietet § 82 GmbHG im Prinzip jede Zuwendung der Gesellschaft an die Gesellschafter, die nicht Gewinnverwendung ist, und schützt somit das gesamte Gesellschaftsvermögen. (T3); Beis wie T1
    Veröff: SZ 2003/133
  • 6 Ob 271/05d
    Entscheidungstext OGH 01.12.2005 6 Ob 271/05d
    Beisatz: Hier: Eine verdeckte Einlagenrückgewähr kann auch damit gerechtfertigt werden, dass besondere betriebliche Gründe im Interesse der Gesellschaft vorliegen, wenn dies nach der Formel des Fremdvergleichs dahin gedeckt ist, dass das Geschäft, das mangels objektiver Wertäquivalenz ein Vermögensopfer der Gesellschaft bedeutet, auch mit einem Außenstehenden geschlossen worden wäre. (T4)
    Veröff: SZ 2005/178
  • 7 Ob 142/07v
    Entscheidungstext OGH 04.07.2007 7 Ob 142/07v
    nur T2; Beisatz: Damit soll sichergestellt werden, dass Leistungen an die Gesellschafter unterbleiben, denen keine gleichwertige Gegenleistung gegenübersteht und die wirtschaftlich das Vermögen der Gesellschaft zum Nachteil der Gläubiger verringern. (T5); Beisatz: § 82 Abs 1 GmbHG soll auch die Übertragung von Geschäftsanteilen auf Kosten der Gesellschaft verhindern. (T6)
  • 2 Ob 225/07p
    Entscheidungstext OGH 29.05.2008 2 Ob 225/07p
    nur T2; Veröff: SZ 2008/74
  • 6 Ob 132/10w
    Entscheidungstext OGH 01.09.2010 6 Ob 132/10w
    Vgl; Beis wie T5; Beisatz: Das Verbot der Einlagenrückgewähr erfasst auch ehemalige Gesellschafter, sofern die Leistung im Hinblick auf die ehemalige Gesellschafterstellung erbracht wird. (T7)
  • 7 Ob 35/10p
    Entscheidungstext OGH 29.09.2010 7 Ob 35/10p
    Auch; Beis wie T1
  • 6 Ob 29/11z
    Entscheidungstext OGH 14.09.2011 6 Ob 29/11z
    Vgl; Beis wie T7
  • 6 Ob 110/12p
    Entscheidungstext OGH 13.09.2012 6 Ob 110/12p
    Vgl; Veröff: SZ 2012/90
  • 8 Ob 20/13v
    Entscheidungstext OGH 04.03.2013 8 Ob 20/13v
    Vgl; nur T2; Beis wie T5; Beisatz: Hier: Vereinbarung eines unangemessenen Mietzinses. (T8)
  • 6 Ob 14/14y
    Entscheidungstext OGH 15.12.2014 6 Ob 14/14y
    Auch; Beis wie T7; Beisatz: § 82 Abs 1 GmbHG sowie die korrespondierende Regelung des § 52 AktG statuieren nicht nur einen Schutz der Kapitaleinlagen, sondern eine umfassende Vermögensbindung. (T9); Veröff: SZ 2014/125
  • 6 Ob 171/15p
    Entscheidungstext OGH 23.02.2016 6 Ob 171/15p
    Auch; nur T2; Beisatz: Das Verbot der Einlagenrückgewähr ist primär eine Gläubigerschutzvorschrift. (T10); Veröff: SZ 2016/20
  • 6 Ob 198/15h
    Entscheidungstext OGH 30.08.2016 6 Ob 198/15h
    Beis ähnlich wie T5; Beis wie T10; Beisatz: Einbringungen, bei denen Vermögen einer Kapitalgesellschaft & Co KG im Rahmen eines Sacheinlagevertrags ohne Gegenleistung auf den Kommanditisten übertragen werden, sind offene Verstöße gegen das Kapitalerhaltungsgebot. (T11)
  • 6 Ob 239/16i
    Entscheidungstext OGH 27.02.2017 6 Ob 239/16i
    Auch; Beisatz: Bei Beurteilung der Rechtsfolgen einer verbotenen Einlagenrückgewähr ist immer der Verbotszweck maßgeblich. Der Normzweck der §§ 82 f GmbHG ist auf Erhaltung und Wieder­herstellung des Gesellschaftsvermögens gerichtet. (T12)
  • 6 Ob 84/17x
    Entscheidungstext OGH 29.08.2017 6 Ob 84/17x
    Vgl; Beisatz: Hier: Auszahlungen, obwohl mangels Feststellung der jeweiligen Jahresabschlüsse verbindliche Beschlüsse über die Verteilung der Bilanzgewinne nicht vorlagen. Der Gewinn einer GmbH darf nicht vor Feststellung des Jahresabschlusses und dem damit verbundenen Gewinnverteilungsbeschluss ausgeschüttet werden; Vorauszahlungen auf künftige Gewinnansprüche sind unzulässig. (T13)
  • 6 Ob 128/17t
    Entscheidungstext OGH 28.03.2018 6 Ob 128/17t
    Auch; Beis wie T13
  • 6 Ob 195/18x
    Entscheidungstext OGH 20.12.2018 6 Ob 195/18x
    Auch; nur T2; Beis wie T1; Beis wie T9

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1996:RS0105518

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

13.02.2019

Dokumentnummer

JJR_19960625_OGH0002_0040OB02078_96H0000_001

Rechtssatz für 4Ob2078/96h 4Ob2328/96y...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0105532

Geschäftszahl

4Ob2078/96h; 4Ob2328/96y; 6Ob4/99b; 6Ob288/99t; 1Ob141/02w; 3Ob287/02f; 6Ob271/05d; 7Ob142/07v; 6Ob226/09t; 6Ob132/10w; 7Ob35/10p; 6Ob33/11p; 6Ob110/12p; 8Ob20/13v; 6Ob171/15p; 6Ob72/16f; 6Ob232/16k; 9ObA69/16m; 6Ob240/16m; 6Ob114/17h; 6Ob204/16t; 6Ob161/17w; 6Ob199/17h; 6Ob128/17t; 6Ob195/18x; 8ObA53/18d

Entscheidungsdatum

25.06.1996

Norm

AktG §52
AktG §224 Abs2
GmbHG §82 Abs1
GmbHG §83 Abs1

Rechtssatz

Die Kapitalerhaltungsvorschriften sollen nach ihrem Sinn und Zweck jede (unmittelbare oder mittelbare) Leistung an einen Gesellschafter erfassen, der keine gleichwertige Gegenleistung gegenübersteht und die wirtschaftlich das (im Geltungsbereich des § 30 dGmbHG: zur Erhaltung des Stammkapitals erforderliche) Vermögen verringert. Darunter fallen Zuwendungen oder Vergünstigungen aller Art ohne Rücksicht darauf, ob sie in der Handelsbilanz der Gesellschaft mit beschränkter Haftung (oder des Gesellschafters) einen Niederschlag finden.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 2078/96h
    Entscheidungstext OGH 25.06.1996 4 Ob 2078/96h
    Veröff: SZ 69/149
  • 4 Ob 2328/96y
    Entscheidungstext OGH 12.11.1996 4 Ob 2328/96y
    nur: Die Kapitalerhaltungsvorschriften sollen nach ihrem Sinn und Zweck jede (unmittelbare oder mittelbare) Leistung an einen Gesellschafter erfassen, der keine gleichwertige Gegenleistung gegenübersteht und die wirtschaftlich das Vermögen verringert. (T1)
  • 6 Ob 4/99b
    Entscheidungstext OGH 11.11.1999 6 Ob 4/99b
    Veröff: SZ 72/172
  • 6 Ob 288/99t
    Entscheidungstext OGH 20.01.2000 6 Ob 288/99t
    Veröff: SZ 73/14
  • 1 Ob 141/02w
    Entscheidungstext OGH 30.09.2002 1 Ob 141/02w
    Beisatz: Zweck dieser Vorschrift ist es, das Stammkapital als "dauernden Grundstock der Gesellschaft" und als einziges "dem Zugriffe der Gläubiger freigegebenes Befriedigungsobjekt" gegen Schmälerung durch Leistung an die Gesellschafter abzusichern. Im Gegensatz zu § 30 dGmbHG verbietet § 82 GmbHG im Prinzip jede Zuwendung der Gesellschaft an die Gesellschafter, die nicht Gewinnverwendung ist; § 30 dGmbHG begnügt sich hingegen mit dem Schutz des dem Stammkapital entsprechenden Vermögens. (T2)
  • 3 Ob 287/02f
    Entscheidungstext OGH 22.10.2003 3 Ob 287/02f
    nur: Die Kapitalerhaltungsvorschriften sollen nach ihrem Sinn und Zweck jede (unmittelbare oder mittelbare) Leistung an einen Gesellschafter erfassen, der keine gleichwertige Gegenleistung gegenübersteht und die wirtschaftlich das Vermögen verringert. Darunter fallen Zuwendungen oder Vergünstigungen aller Art ohne Rücksicht darauf, ob sie in der Handelsbilanz der Gesellschaft mit beschränkter Haftung (oder des Gesellschafters) einen Niederschlag finden. (T3)
    Beis wie T2
    Veröff: SZ 2003/133
  • 6 Ob 271/05d
    Entscheidungstext OGH 01.12.2005 6 Ob 271/05d
    Beisatz: Hier: Eine verdeckte Einlagenrückgewähr kann auch damit gerechtfertigt werden, dass besondere betriebliche Gründe im Interesse der Gesellschaft vorliegen, wenn dies nach der Formel des Fremdvergleichs dahin gedeckt ist, dass das Geschäft, das mangels objektiver Wertäquivalenz ein Vermögensopfer der Gesellschaft bedeutet, auch mit einem Außenstehenden geschlossen worden wäre. (T4)
    Veröff: SZ 2005/178
  • 7 Ob 142/07v
    Entscheidungstext OGH 04.07.2007 7 Ob 142/07v
    Auch; Beisatz: § 82 Abs 1 GmbHG soll auch die Übertragung von Geschäftsanteilen auf Kosten der Gesellschaft verhindern. (T5)
  • 6 Ob 226/09t
    Entscheidungstext OGH 15.04.2010 6 Ob 226/09t
    Vgl auch; Beisatz: Das Verbot der Einlagenrückgewähr (§ 224 Abs 2 AktG) ist nur anzuwenden, sofern ein gewisser „Österreichbezug“ besteht. (T6)
    Veröff: SZ 2010/35
  • 6 Ob 132/10w
    Entscheidungstext OGH 01.09.2010 6 Ob 132/10w
    nur T1; Beisatz: Das Verbot der Einlagenrückgewähr erfasst auch ehemalige Gesellschafter, sofern die Leistung im Hinblick auf die ehemalige Gesellschafterstellung erbracht wird. (T7)
  • 7 Ob 35/10p
    Entscheidungstext OGH 29.09.2010 7 Ob 35/10p
    Auch; Beis wie T1; Beisatz: Unzulässig ist jeder Vermögenstransfer von der Gesellschaft zum Gesellschafter in Vertragsform oder auf andere Weise, die den Gesellschafter aufgrund des Gesellschaftsverhältnisses zu Lasten des gemeinsamen Sondervermögens bevorteilt (6 Ob 271/05d = SZ 2005/178). (T8)
  • 6 Ob 33/11p
    Entscheidungstext OGH 18.07.2011 6 Ob 33/11p
    Vgl auch; Bem: Hier: Erwerb eigener Aktien durch Ausübung einer Put‑Option. (T9)
    Veröff: SZ 2011/92
  • 6 Ob 110/12p
    Entscheidungstext OGH 13.09.2012 6 Ob 110/12p
    Veröff: SZ 2012/90
  • 8 Ob 20/13v
    Entscheidungstext OGH 04.03.2013 8 Ob 20/13v
    nur T1; Beisatz: Hier: Vereinbarung eines unangemessenen Mietzinses. (T10)
  • 6 Ob 171/15p
    Entscheidungstext OGH 23.02.2016 6 Ob 171/15p
    Beis wie T8; Beisatz: Das Verbot der Einlagenrückgewähr erfasst grundsätzlich jede vermögensmindernde Leistung der Gesellschaft mit beschränkter Haftung an ihre Gesellschafter, ausgenommen solche in Erfüllung des Dividendenanspruchs, sonstiger gesetzlich zugelassener Ausnahmefälle sowie Leistungen auf der Grundlage fremdüblicher Austauschgeschäfte. Stehen dabei die Leistung der Gesellschaft und die Gegenleistung des Gesellschafters in einem objektiven Missverhältnis, so ist das konkrete Geschäft nichtig. Das Verbot der Einlagenrückgewähr ist wirtschaftlich zu betrachten. (T11)
    Beisatz: Hier: Darlehensgewährungen an einen Gesellschafter. (T12); Veröff: SZ 2016/20
  • 6 Ob 72/16f
    Entscheidungstext OGH 26.04.2016 6 Ob 72/16f
    Vgl; Beisatz: Hier: Bezug überhöhter Mietzinse von der Gesellschaft durch einen Gesellschafter. (T13)
    Beisatz: Der Tatbestand der verbotenen Einlagenrückgewähr (§ 82 Abs 1 GmbHG) enthält keine subjektiven Tatbestandsmerkmale. Entscheidend ist, dass ein objektives Missverhältnis zwischen der vom Gesellschafter erbrachten Leistung und der bezogenen Gegenleistung vorliegt. (T14)
  • 6 Ob 232/16k
    Entscheidungstext OGH 22.12.2016 6 Ob 232/16k
    Beis wie T8; Beis wie T11 nur: Das Verbot der Einlagenrückgewähr ist wirtschaftlich zu betrachten. (T15)
    Beisatz: Auch die Inanspruchnahme von Unternehmensvermögen oder ‑leistungen kann eine verbotene Einlagenrückgewähr darstellen, wenn keine entsprechende Gegenleistung erfolgt. Die unangemessen gering verrechnete Überlassung von Sachen an den Gesellschafter kann eine verbotene Einlagenrückgewähr darstellen (hier: Nach dem Klagsvorbringen Überlassung einer durch die Tochtergesellschaft angemieteten Liegenschaft an die Muttergesellschaft zum „Selbstkostenpreis“, weil die Muttergesellschaft die Liegenschaft aufgrund ihrer schlechten Bonität nicht anmieten hätte können). (T16)
  • 9 ObA 69/16m
    Entscheidungstext OGH 26.07.2016 9 ObA 69/16m
    Auch; Beisatz: Das Verbot der Einlagenrückgewähr ist wirtschaftlich zu betrachten. (T17)
  • 6 Ob 240/16m
    Entscheidungstext OGH 29.08.2017 6 Ob 240/16m
    Vgl; Beis wie T10
  • 6 Ob 114/17h
    Entscheidungstext OGH 29.08.2017 6 Ob 114/17h
    Auch; Beis wie T2 nur: Zweck dieser Vorschrift ist es, das Stammkapital als "dauernden Grundstock der Gesellschaft" und als einziges "dem Zugriffe der Gläubiger freigegebenes Befriedigungsobjekt" gegen Schmälerung durch Leistung an die Gesellschafter abzusichern. (T18)
    Beis wie T5; Beis wie T14 nur: Der Tatbestand der verbotenen Einlagenrückgewähr (§ 82 Abs 1 GmbHG) enthält keine subjektiven Tatbestandsmerkmale. (T19)
    Beisatz: War Empfänger der Leistung ein Gesellschafter, so spielt die Erkennbarkeit des Verstoßes gegen § 82 GmbHG für die Rückzahlungspflicht nach § 83 Abs 1 GmbHG keine Rolle. Der gute Glaube spielt nur eine Rolle, soweit es sich um den Bezug von Gewinnanteilen handelt. Daraus ergibt sich zwingend, dass sonstige gutgläubig empfangene Leistungen der Gesellschaft der Rückzahlungspflicht nach § 83 Abs 1 GmbHG unterliegen. (T20)
  • 6 Ob 204/16t
    Entscheidungstext OGH 26.09.2017 6 Ob 204/16t
    Vgl; Beisatz: Fremdüblichkeit und betriebliche Rechtfertigung sind nur bei der verdeckten Einlagenrückgewähr (verdeckten Gewinnausschüttung) maßgebend. Eine solche liegt vor, wenn dem Gesellschafter nicht direkt die Einlage oder ein Teil davon zurückgewährt wird, sondern wenn durch Rechtsgeschäfte zwischen Gesellschaft und Gesellschafter oder auch zwischen diesen und Dritten (zB kreditgebenden Banken) dem Gesellschafter indirekt ein Vorteil zukommt, der für die Gesellschaft gleichzeitig ein Nachteil ist. Bei einer offenen (direkten) Einlagenrückgewähr kommt es auf einen Fremdvergleich oder eine betriebliche Rechtfertigung nicht an, sondern nur darauf, ob ein ausschüttbarer Bilanzgewinn vorhanden ist. (T21)
  • 6 Ob 161/17w
    Entscheidungstext OGH 21.11.2017 6 Ob 161/17w
    Auch; Beis wie T11 nur: Das Verbot der Einlagenrückgewähr erfasst grundsätzlich jede vermögensmindernde Leistung der Gesellschaft mit beschränkter Haftung an ihre Gesellschafter, ausgenommen solche in Erfüllung des Dividendenanspruchs, sonstiger gesetzlich zugelassener Ausnahmefälle sowie Leistungen auf der Grundlage fremdüblicher Austauschgeschäfte. (T22)
    Beisatz: Unter „sonstige gesetzlich zugelassene Ausnahmefälle“ fallen etwa alineare Gewinn­ausschüttungen und Kapitalherabsetzungen. (T23)
  • 6 Ob 199/17h
    Entscheidungstext OGH 17.01.2018 6 Ob 199/17h
    Vgl; Beisatz: Grundsätzlich sind schuldrechtliche Austauschbeziehungen zwischen Aktionär und Aktiengesellschaft nur dann zulässig, wenn der Wert der Leistung der Aktiengesellschaft durch die Gegenleistung des Gesellschafters abgegolten wird; die Gesellschaft darf also mit ihrem Aktionär nur wie fremdüblich, also zum Marktpreis kontrahieren. Bestehen keine Marktpreise, so ist jedenfalls eine fachgerechte Bewertung nach anerkannten Bewertungsmethoden notwendig. Der Vorstand der Aktiengesellschaft muss sich in diesem Fall im Rahmen eines vertretbaren unternehmerischen Ermessens halten. Es ist also ein „hypothetischer Marktvergleich“ durchzuführen. Außerhalb der Massengeschäfte sind alle zwischen der Aktiengesellschaft und ihrem Aktionär getätigten Rechtsgeschäfte prima facie verdächtig; es ist genau zu prüfen, ob es sich um ein zulässiges Geschäft zu marktüblichen Konditionen handelt oder ob an den Aktionär in unzulässiger Weise Leistungen aus dem Vermögen der AG erbracht werden. (T24)
  • 6 Ob 128/17t
    Entscheidungstext OGH 28.03.2018 6 Ob 128/17t
    Auch; Beis wie T2; Beis wie T22
  • 6 Ob 195/18x
    Entscheidungstext OGH 20.12.2018 6 Ob 195/18x
    Beis wie T15; Beis wie T22; Beisatz: Hier: Unentgeltliches lebenslanges Wohnungsgebrauchsrecht. (T25)
    Beisatz: Der Gesellschafter ist für die Gleichwertigkeit seiner Gegenleistungen behauptungs- und beweispflichtig, handelt es sich doch dabei um die Widerlegung der prima facie als unzulässig anzunehmenden Rückgewähr von Einlagen. (T26)
  • 8 ObA 53/18d
    Entscheidungstext OGH 24.05.2019 8 ObA 53/18d
    nur T3; Beis wie T8; Beis wie T11 nur: Das Verbot der Einlagenrückgewähr ist wirtschaftlich zu betrachten. (T27);
    Beis wie T21; Beisatz: Diese Prüfung (Fremdüblichkeit) ist auch bei der vereinbarten Unkündbarkeit eines Arbeitsverhältnisses vorzunehmen. (T27)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1996:RS0105532

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

23.09.2019

Dokumentnummer

JJR_19960625_OGH0002_0040OB02078_96H0000_002

Rechtssatz für 4Ob2078/96h 6Ob288/99t...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0105540

Geschäftszahl

4Ob2078/96h; 6Ob288/99t; 3Ob287/02f; 6Ob271/05d; 2Ob225/07p; 7Ob35/10p; 6Ob110/12p; 6Ob153/12m; 6Ob48/12w; 8Ob20/13v; 3Ob50/13v; 6Ob14/14y; 6Ob232/16k; 9ObA69/16m; 6Ob114/17h; 6Ob199/17h; 6Ob128/17t; 6Ob195/18x; 8ObA53/18d

Entscheidungsdatum

25.06.1996

Norm

AktG §52
GmbHG §82

Rechtssatz

Gegen das Verbot der Einlagenrückgewähr wird auch dann verstoßen, wenn die Zielgesellschaft nicht bloß eine fremde Verbindlichkeit sichert, sondern selbst einen Kredit aufnimmt, um dem Käufer die Mittel für den Anteilserwerb zur Verfügung zu stellen. Dass die Gesellschaft mit der Vorteilszuwendung an einen Gesellschafter eine (formell eigene) schuldrechtliche Verpflichtung erfüllt, kann einen Verstoß gegen das Verbot der Einlagenrückgewähr nie ausschließen. Maßgebend ist, ob das Geschäft dem Fremdvergleich standhält und auch dann so geschlossen worden wäre, wenn kein Gesellschafter (kein einem Gesellschafter nahestehender Dritter) daraus einen Vorteil zöge.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 2078/96h
    Entscheidungstext OGH 25.06.1996 4 Ob 2078/96h
    Veröff: SZ 69/149
  • 6 Ob 288/99t
    Entscheidungstext OGH 20.01.2000 6 Ob 288/99t
    Vgl auch; nur: Maßgebend ist, ob das Geschäft dem Fremdvergleich standhält und auch dann so geschlossen worden wäre, wenn kein Gesellschafter (kein einem Gesellschafter nahestehender Dritter) daraus einen Vorteil zöge. (T1)
    Beisatz: Dies könnte dann der Fall sein, wenn kein Zusammenhang zwischen der Gesellschaftereigenschaft an der Muttergesellschaft der einbringenden GmbH und der Zuwendung zu Lasten des Kapitals der einbringenden GmbH gegeben war, und die Einbringung auch dann in der vorliegenden Art und Weise vorgenommen worden wäre, wenn die genannten Gesellschafter nicht auch an der Muttergesellschaft der einbringenden GmbH beteiligt gewesen wäre. (T2)
    Veröff: SZ 73/14
  • 3 Ob 287/02f
    Entscheidungstext OGH 22.10.2003 3 Ob 287/02f
    Vgl auch; Beisatz: Unter das Verbot der Einlagenrückgewähr fallen nicht nur offene Barzahlungen an die Gesellschafter sondern auch im Gewand anderer Rechtsgeschäfte erfolgte verdeckte Leistungen. (T3)
    Veröff: SZ 2003/133
  • 6 Ob 271/05d
    Entscheidungstext OGH 01.12.2005 6 Ob 271/05d
    Vgl auch; Beisatz: Eine verdeckte Einlagenrückgewähr kann auch damit gerechtfertigt werden, dass besondere betriebliche Gründe im Interesse der Gesellschaft vorliegen, wenn dies nach der Formel des Fremdvergleichs dahin gedeckt ist, dass das Geschäft, das mangels objektiver Wertäquivalenz ein Vermögensopfer der Gesellschaft bedeutet, auch mit einem Außenstehenden geschlossen worden wäre. (T4)
    Beisatz: Hier: Für den gemeinsamen Kontokorrentkredit einer Gesellschaft und eines ihrer Gesellschafter als Solidarkreditnehmer, bei dem die Gesellschaft für die Rückzahlung auch dann haftet, wenn die Kreditvaluta dem Gesellschafter zufließen, liegt ein rechtfertigendes Eigeninteresse der Gesellschaft vor. Dafür sprechen (gewiss nicht ausschlaggebend) die geringeren Kreditspesen; vor allem aber die festgestellten Aspekte der wirtschaftlichen Zusammenarbeit beider Unternehmen. (T5)
    Veröff: SZ 2005/178
  • 2 Ob 225/07p
    Entscheidungstext OGH 29.05.2008 2 Ob 225/07p
    Vgl; nur T1; Veröff: SZ 2008/74
  • 7 Ob 35/10p
    Entscheidungstext OGH 29.09.2010 7 Ob 35/10p
    Auch; Beis wie T3; Beisatz: Unzulässig ist jeder Vermögenstransfer von der Gesellschaft zum Gesellschafter in Vertragsform oder auf andere Weise, die den Gesellschafter aufgrund des Gesellschaftsverhältnisses zu Lasten des gemeinsamen Sondervermögens bevorteilt (6 Ob 271/05d = SZ 2005/178). (T6)
  • 6 Ob 110/12p
    Entscheidungstext OGH 13.09.2012 6 Ob 110/12p
    Vgl; Beisatz: Im Rahmen des Drittvergleichs ist zu prüfen, ob das Geschäft auch mit einem anderen, unbeteiligten Dritten und bejahendenfalls auch zu diesen Bedingungen geschlossen worden wäre. (T7)
    Beisatz: In den Fremdvergleich einzubeziehen sind nicht nur die konkreten Konditionen, sondern vor allem auch die Frage, ob mit einem gesellschaftsfremden Dritten überhaupt ein derartiges Geschäft abgeschlossen worden wäre. (T8)
    Veröff: SZ 2012/90
  • 6 Ob 153/12m
    Entscheidungstext OGH 16.11.2012 6 Ob 153/12m
    Vgl; Beis wie T7; Beis wie T8
  • 6 Ob 48/12w
    Entscheidungstext OGH 20.03.2013 6 Ob 48/12w
    Beisatz: Hier: Auf die Frage, ob ein Up-Stream-Merger an sich eine verpönte Einlangenrückgewähr zwischen Mutter- und Tochtergesellschaft darstellt, kommt es somit gar nicht an; die beiden Gesellschaften wurden ohnehin verschmolzen und sind daher insofern als Einheit zu betrachten. (T9)
  • 8 Ob 20/13v
    Entscheidungstext OGH 04.03.2013 8 Ob 20/13v
    Vgl; nur T1; Beis wie T7; Beisatz: Hier: Vereinbarung eines unangemessenen Mietzinses. (T10)
  • 3 Ob 50/13v
    Entscheidungstext OGH 17.07.2013 3 Ob 50/13v
    Auch
  • 6 Ob 14/14y
    Entscheidungstext OGH 15.12.2014 6 Ob 14/14y
    Auch; Beisatz: Hier: Dazwischenschaltung eines zukünftigen Gesellschafters, dem die Gesellschaft die notwendigen Mittel unter Verstoß gegen § 82 GmbHG zur Verfügung stellt. (T11)
    Veröff: SZ 2014/125
  • 6 Ob 232/16k
    Entscheidungstext OGH 22.12.2016 6 Ob 232/16k
    Vgl; nur T1; Beis wie T3; Beis wie T4; Beis wie T8; Beisatz: Auch die Inanspruchnahme von Unternehmensvermögen oder ‑leistungen kann eine verbotene Einlagenrückgewähr darstellen, wenn keine entsprechende Gegenleistung erfolgt. Die unangemessen gering verrechnete Überlassung von Sachen an den Gesellschafter kann eine verbotene Einlagenrückgewähr darstellen (hier: Nach dem Klagsvorbringen Überlassung einer durch die Tochtergesellschaft angemieteten Liegenschaft an die Muttergesellschaft zum „Selbstkostenpreis“, weil die Muttergesellschaft die Liegenschaft aufgrund ihrer schlechten Bonität nicht anmieten hätte können). (T12)
  • 9 ObA 69/16m
    Entscheidungstext OGH 26.07.2016 9 ObA 69/16m
    nur: Maßgebend ist, ob das Geschäft dem Fremdvergleich standhält und auch dann so geschlossen worden wäre, wenn kein Gesellschafter (kein einem Gesellschafter nahestehender Dritter) daraus einen Vorteil zöge. (T13)
  • 6 Ob 114/17h
    Entscheidungstext OGH 29.08.2017 6 Ob 114/17h
    Beis wie T6; Beis wie T7; Beis wie T8; Beis ähnlich wie T11
  • 6 Ob 199/17h
    Entscheidungstext OGH 17.01.2018 6 Ob 199/17h
    Vgl; Beis wie T8; Beisatz: Hier: Einräumung eines Vorkaufsrechts zugunsten eines Gesellschafters an einer im Eigentum der Aktiengesellschaft stehenden Liegenschaft, wobei als Einlösungspreis der Einheitswert vereinbart wurde. (T14)
  • 6 Ob 128/17t
    Entscheidungstext OGH 28.03.2018 6 Ob 128/17t
    Auch; nur T6
  • 6 Ob 195/18x
    Entscheidungstext OGH 20.12.2018 6 Ob 195/18x
    Vgl auch; nur T1
  • 8 ObA 53/18d
    Entscheidungstext OGH 24.05.2019 8 ObA 53/18d
    Beis wie T3; Beisatz: Diese Prüfung (Fremdüblichkeit) ist auch bei der vereinbarten Unkündbarkeit eines Arbeitsverhältnisses vorzunehmen. (T15)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1996:RS0105540

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

23.09.2019

Dokumentnummer

JJR_19960625_OGH0002_0040OB02078_96H0000_010

Rechtssatz für 4Ob174/99p 1Ob64/00v 6O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0112302

Geschäftszahl

4Ob174/99p; 1Ob64/00v; 6Ob110/12p; 6Ob234/13z; 6Ob158/14z; 5Ob175/14t; 6Ob141/19g

Entscheidungsdatum

13.07.1999

Norm

ABGB §271
ABGB §1494
GmbHG §83

Rechtssatz

Die in § 1494 ABGB angeordnete Hemmung der Verjährung unter anderem zugunsten Minderjähriger greift nicht nur dann Platz, wenn der Minderjährige keinen gesetzlichen Vertreter hat, sondern auch dann, wenn zwar eine ordnungsgemäße gesetzliche Vertretung besteht, vom Vertreter aber wegen einer Interessenkollision eine gesetzmäßige Wahrung der Rechte des Minderjährigen nicht zu erwarten ist.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 174/99p
    Entscheidungstext OGH 13.07.1999 4 Ob 174/99p
    Veröff: SZ 72/119
  • 1 Ob 64/00v
    Entscheidungstext OGH 30.01.2001 1 Ob 64/00v
    Veröff: SZ 74/14
  • 6 Ob 110/12p
    Entscheidungstext OGH 13.09.2012 6 Ob 110/12p
    Vgl auch; Beisatz: Diese Überlegung lässt sich auf den Fall übertragen, in dem wegen der Interessenkollision nicht zu erwarten ist, dass der Geschäftsführer während seiner Tätigkeit allfällige Rückersatzansprüche der Gesellschaft gegen sich gemäß § 83 GmbHG durchsetzen würde. (T1)
    Veröff: SZ 2012/90
  • 6 Ob 234/13z
    Entscheidungstext OGH 13.03.2014 6 Ob 234/13z
    Vgl
  • 6 Ob 158/14z
    Entscheidungstext OGH 19.11.2014 6 Ob 158/14z
    Vgl auch; Beis wie T1
  • 5 Ob 175/14t
    Entscheidungstext OGH 28.04.2015 5 Ob 175/14t
    Vgl auch
  • 6 Ob 141/19g
    Entscheidungstext OGH 29.08.2019 6 Ob 141/19g
    Auch; Beis ähnlich wie T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1999:RS0112302

Im RIS seit

12.08.1999

Zuletzt aktualisiert am

22.10.2019

Dokumentnummer

JJR_19990713_OGH0002_0040OB00174_99P0000_001

Rechtssatz für 4Ob252/02s 3Ob287/02f 6...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0117033

Geschäftszahl

4Ob252/02s; 3Ob287/02f; 6Ob132/10w; 6Ob29/11z; 6Ob110/12p; 1Ob14/14m; 6Ob14/14y; 1Ob28/15x; 3Ob167/16d; 6Ob114/17h; 6Ob195/18x; 8ObA18/19h

Entscheidungsdatum

19.11.2002

Norm

ABGB §879 Abs1 AIa
GmbHG §82 Abs1

Rechtssatz

Die absolute Nichtigkeit einer Vereinbarung wegen eines Verstoßes gegen das Verbot der Einlagenrückgewähr des § 82 Abs 1 GmbHG ist nur dann von Amts wegen wahrzunehmen, wenn Anzeichen bestehen, dass von der Gesellschaft erbrachte Leistungen für den Gesellschafter nicht Gewinnverwendung sind und ihnen auch keine gleichwertige Gegenleistung des Gesellschafters gegenübersteht.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 252/02s
    Entscheidungstext OGH 19.11.2002 4 Ob 252/02s
  • 3 Ob 287/02f
    Entscheidungstext OGH 22.10.2003 3 Ob 287/02f
    Veröff: SZ 2003/133
  • 6 Ob 132/10w
    Entscheidungstext OGH 01.09.2010 6 Ob 132/10w
  • 6 Ob 29/11z
    Entscheidungstext OGH 14.09.2011 6 Ob 29/11z
    Vgl
  • 6 Ob 110/12p
    Entscheidungstext OGH 13.09.2012 6 Ob 110/12p
    Vgl auch; Beisatz: Ob ein Verstoß gegen das Verbot der Einlagenrückgewähr zu Teil- oder Gesamtnichtigkeit führt, ob also der Vertrag zur Gänze wegfällt oder der Mietvertrag selbst wirksam bleibt und lediglich das Entgelt entsprechend zu reduzieren ist, richtet sich nach dem hypothetischen Parteiwillen. (T1); Veröff: SZ 2012/90
  • 1 Ob 14/14m
    Entscheidungstext OGH 06.03.2014 1 Ob 14/14m
    Auch; Veröff: SZ 2014/22
  • 6 Ob 14/14y
    Entscheidungstext OGH 15.12.2014 6 Ob 14/14y
    Auch; Beisatz: Ein Verstoß gegen § 82 GmbHG zieht absolute, von Amts wegen wahrzunehmende Nichtigkeit des Rechtsgeschäfts nach sich. (T2); Veröff: SZ 2014/125
  • 1 Ob 28/15x
    Entscheidungstext OGH 24.11.2015 1 Ob 28/15x
    Vgl auch
  • 3 Ob 167/16d
    Entscheidungstext OGH 13.12.2016 3 Ob 167/16d
    Auch; Beis: Hier: Nichtige Pfandbestellung wird durch errichtende Umwandlung nicht saniert. (T3)
  • 6 Ob 114/17h
    Entscheidungstext OGH 29.08.2017 6 Ob 114/17h
    Vgl; Beis wie T2
  • 6 Ob 195/18x
    Entscheidungstext OGH 20.12.2018 6 Ob 195/18x
    Auch; Beisatz: Hier: Zur Gesamtnichtigkeit einer Vereinbarung über ein unentgeltliches Wohnrecht – kein Wahlrecht des Gesellschafters, allenfalls auch gegen den Willen der Gesellschaft auf einen angemessenen Preis „aufzuzahlen“ und damit das Geschäft zu retten. (T4)
  • 8 ObA 18/19h
    Entscheidungstext OGH 25.03.2019 8 ObA 18/19h
    Auch; Beis wie T2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2002:RS0117033

Im RIS seit

19.12.2002

Zuletzt aktualisiert am

29.04.2019

Dokumentnummer

JJR_20021119_OGH0002_0040OB00252_02S0000_001

Rechtssatz für 6Ob110/12p 6Ob48/12w 6O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0128167

Geschäftszahl

6Ob110/12p; 6Ob48/12w; 6Ob158/14z; 6Ob79/16k; 6Ob114/17h; 6Ob206/17p; 6Ob41/18z; 6Ob180/18s

Entscheidungsdatum

13.09.2012

Norm

GmbHG §83 Abs5

Rechtssatz

Der Rückforderungsanspruch nach § 83 GmbHG konkurriert mit der Rückforderung von verbotswidrigen Leistungen nach allgemeinem Bereicherungsrecht. Demnach kommt neben der Verjährungsfrist des § 83 Abs 5 GmbHG auch die allgemeine (lange) Verjährungsfrist zum Tragen. Die Privilegierung des Empfängers einer Leistung, der von deren Verbotswidrigkeit keine Kenntnis hat in § 83 Abs 5 GmbHG schlägt nicht auf das allgemeine Bereicherungsrecht durch.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 110/12p
    Entscheidungstext OGH 13.09.2012 6 Ob 110/12p
    Veröff: SZ 2012/90
  • 6 Ob 48/12w
    Entscheidungstext OGH 20.03.2013 6 Ob 48/12w
    Vgl
  • 6 Ob 158/14z
    Entscheidungstext OGH 19.11.2014 6 Ob 158/14z
    Vgl auch
  • 6 Ob 79/16k
    Entscheidungstext OGH 26.04.2016 6 Ob 79/16k
    Beisatz: Hier: Rückforderung von Bestandzinsen, auf die nach Bereicherungsrecht eine dreijährige Verjährungsfrist zur Anwendung kommt. (T1)
  • 6 Ob 114/17h
    Entscheidungstext OGH 29.08.2017 6 Ob 114/17h
    Vgl; Beisatz: Der Rückzahlungsanspruch nach § 83 Abs 1 GmbHG unterscheidet sich von bereicherungsrechtlichen Rückforderungsansprüchen und konkurriert mit diesen. Schon im Hinblick auf die Unterschiede zwischen diesen beiden Ansprüchen ist es nicht statthaft, ohne weiteres zum Bereicherungsrecht entwickelte Lösungen auch auf den Anspruch nach § 83 Abs 1 GmbHG zu übertragen. § 83 Abs 1 GmbHG stellt ausschließlich auf den faktischen Leistungsempfang ab. (T2)
  • 6 Ob 206/17p
    Entscheidungstext OGH 21.12.2017 6 Ob 206/17p
    Auch; Beis wie T2; Beisatz: Das zu § 83 Abs 1 GmbHG entwickelte Aufrechnungsverbot (siehe RS0130869) kann nicht auf einen auf allgemeines Bereicherungsrecht gestützten Rückforderungsanspruch übertragen werden. (T3)
  • 6 Ob 41/18z
    Entscheidungstext OGH 28.03.2018 6 Ob 41/18z
    Vgl auch; Beisatz: Soweit aber Nachteile nach den Regeln über die Einlagenrückgewähr ausgeglichen werden können, scheidet ein Anspruch aus dem Titel der Existenzvernichtungshaftung aus. (T4)
  • 6 Ob 180/18s
    Entscheidungstext OGH 21.11.2018 6 Ob 180/18s
    Auch; Beis wie T3

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2012:RS0128167

Im RIS seit

06.11.2012

Zuletzt aktualisiert am

25.01.2019

Dokumentnummer

JJR_20120913_OGH0002_0060OB00110_12P0000_001

Entscheidungstext 6Ob110/12p

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Fundstelle

RWZ 2012/91 S 321 (Wenger) - RWZ 2012,321 (Wenger) = NZ 2012/143 S 373 - NZ 2012,373 = ZUS 2012/50 S 167 (Knauder, tabellarische Übersicht) - ZUS 2012,167 (Knauder, tabellarische Übersicht) = GES 2012,498 = wbl 2013,43/14 - wbl 2013/14 = GesRZ 2013,38 (Torggler) = RdW 2013/72 S 76 - RdW 2013,76 = ZIK 2013/112 S 77 - ZIK 2013,77 = MietSlg 64.120 = MietSlg 64.234 = MietSlg 64.241 = Reich‑Rohrwig, ecolex 2013,940 (Rechtsprechungsübersicht) = Grossmayer, ecolex 2013,951 = ecolex 2013/382 S 956 - ecolex 2013,956 = SZ 2012/90 = Dejaco, NZ 2019/28 S 81 - Dejaco, NZ 2019,81

Geschäftszahl

6Ob110/12p

Entscheidungsdatum

13.09.2012

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofs Hon.-Prof. Dr. Pimmer als Vorsitzenden und durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofs Dr. Schramm, Dr. Gitschthaler, Univ.-Prof. Dr. Kodek und Dr. Nowotny als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei P***** S*****, vertreten durch Dr. Bernhard Hundegger Rechtsanwalt GmbH in Villach, gegen die beklagte Partei A***** Gesellschaft mbH, *****, vertreten durch MMag. Dr. Michael Michor und Mag. Walter Dorn, Rechtsanwälte in Villach, wegen 107.875,20 EUR sA, über die Rekurse beider Parteien und die außerordentliche Revision der klagenden Parteien gegen das Urteil und den Beschluss des Landesgerichts Klagenfurt als Berufungsgericht vom 23. Februar 2012, GZ 2 R 18/12t-86, womit das Urteil des Bezirksgerichts Villach vom 10. November 2011, GZ 6 C 113/09p-77, teilweise bestätigt und teilweise aufgehoben wurde, in nichtöffentlicher Sitzung den

Beschluss

gefasst:

Spruch

Den Rekursen wird nicht Folge gegeben.

Die Kosten des Rekursverfahrens sind weitere Verfahrenskosten.

Die Revision des Klägers wird zurückgewiesen.

Der Kläger hat die Kosten seiner Revision selbst zu tragen.

Text

Begründung:

Bis Mai 2007 war der Kläger Mehrheitsgesellschafter und Geschäftsführer der beklagten GmbH; Minderheitsgesellschafterin war C***** S*****.

Mit schriftlichem Mietvertrag vom 13. Februar 2002 vermietete der Kläger die in seinem Eigentum stehende Liegenschaft EZ ***** samt dem darauf befindlichen Gebäude ab 1. Februar 2002 auf unbestimmte Zeit an die beklagte Partei. Der Kläger unterschrieb diesen Mietvertrag einerseits als Vermieter, andererseits als geschäftsführender Mehrheitsgesellschafter der beklagten Partei. Der sich unter Berücksichtigung der vereinbarten Wertsicherung aus dem Mietvertrag ergebende Mietzins betrug von Oktober 2007 bis November 2009 (Schluss der mündlichen Verhandlung erster Instanz) monatlich 3.097,70 EUR zuzüglich 20 % USt.

Der Kläger brachte sodann seine Gesellschaftsanteile an der beklagten Partei in die S***** Privatstiftung ein, die am 4. Mai 2007 ins Firmenbuch eingetragen wurde.

Mit Kauf- und Abtretungsvertrag vom 5. Juli 2007 übertrug die S***** Privatstiftung ihre Gesellschaftsanteile an DI H***** K*****, DI N***** H***** und die H*****-Holding GmbH; C***** S***** verkaufte ihre Gesellschaftsanteile an DI N***** H*****.

Die klagende Partei begehrt die offenen Bestandzinse für den Zeitraum Oktober 2007 bis Februar 2009 sowie die Grundsteuer in Höhe von 1.471,05 EUR.

Die beklagte Partei bestritt das Klagebegehren und beantragte kostenpflichtige Klagsabweisung. Im Mietvertrag sei ein unangemessen hoher Mietzins festgelegt worden, der einem Drittvergleich nicht stand halte. Im Zuge einer Großbetriebsprüfung sei der angemessene Mietzins ursprünglich mit netto 1.256,30 EUR festgelegt worden. Daraus resultiere eine verdeckte Gewinnausschüttung an den Kläger von 18.524,40 EUR p.a. Im Laufe der Großbetriebsprüfung sei der angemessene Mietzins jedoch immer weiter nach unten herabgesetzt worden.

Im ersten Rechtsgang war das Verfahren Gegenstand der Entscheidung des erkennenden Senats zu 6 Ob 132/10w. Mit dieser Entscheidung hob der Oberste Gerichtshof die Entscheidungen der Vorinstanzen auf und trug dem Erstgericht die neuerliche Entscheidung nach Verfahrensergänzung auf.

Im zweiten Rechtsgang gab das Erstgericht dem Klagebegehren hinsichtlich 60.715,68 EUR sA statt und wies das Mehrbegehren von 47.159,52 EUR ab. Die Gegenforderung der beklagten Partei wies es gemäß § 179 ZPO zurück.

Dabei ging es im Wesentlichen von folgendem Sachverhalt aus:

Punkt VI des Hauptmietvertrags vom 13. 2. 2002 lautet wie folgt:

Die Mieterin erklärt sich nicht für berechtigt, eventuelle Gegenforderungen, die sie aus welchem Titel immer gegen den Vermieter haben könnte, mit dem Mietzins oder Betriebskosten zu kompensieren und im Hinblick darauf den Zahlungen ganz oder teilweise zurückzubehalten (Aufrechnungsverbot).“

Im Jahr 1998 wurde der Hauptbetrieb der beklagten Partei umgebaut, der sich direkt neben dem klagsgegenständlichen Bestandobjekt befindet. Bereits kurze Zeit später herrschte akuter Platzmangel. Es waren nicht ausreichend Mitarbeiterparkplätze und Lagerflächen für Gebrauchtwägen, reparaturbedürftige Fahrzeuge und Neufahrzeuge vorhanden. Weitere Lagerräumlichkeiten wären erforderlich gewesen. Außerdem gab es seit 2002 einen zusätzlichen Bedarf an Lagerflächen für das Ersatzteillager, das Reifenlager und die Spenglerei.

Bereits im Jahr 1999 trat der Kläger an den damaligen Eigentümer der klagsgegenständlichen Liegenschaft heran und wollte zusätzliche Flächen anmieten oder erwerben. In der Folge erwarb der Kläger selbst diese Liegenschaft mit Kaufvertrag vom 17. Jänner 2002 als Privatperson, weil er die finanzielle Lage der beklagten Partei nicht weiter anspannen wollte.

Im Zeitpunkt des Ankaufs verfügte die Liegenschaft über voll funktionsfähige Büroräumlichkeiten, welche die beklagte Partei sofort mit ihren Mitarbeitern hätte beziehen können. Eine Bürotätigkeit wurde von der beklagten Partei jedoch nie ausgeübt.

Das Bestandobjekt wurde im Jahr 1961 errichtet. Es befindet sich in einer Nebenlage. Der Erhaltungszustand des Gebäudes ist unterdurchschnittlich und befindet sich nicht mehr auf dem Stand der Technik. Instandhaltungsarbeiten wurden unregelmäßig und sehr nachlässig durchgeführt.

Das Bestandobjekt weist ein Flächenausmaß von 433,35 m2 netto Nutzfläche, 174,55 m2 Nebenfläche sowie ca 500 m2 Freifläche auf. Die Liegenschaft ist als gut verwertbar zu qualifizieren. Sie verfügt über acht Parkplätze.

Das Gebäudeinnere des Bestandobjekts nutzte die beklagte Partei zur Einlagerung älterer Werbemittel. Im Jahr 2002 versuchte die beklagte Partei auch ein Stockwerk des Gebäudes zu vermieten. Es kam jedoch nicht zu einem Vertragsabschluss, obwohl es Interessenten gab.

Der Kläger hätte die gesamte Liegenschaft nur an die beklagte Partei vermietet, nicht jedoch an einen Dritten. Bei einem guten Mietangebot im Jahr 2002 hätte er nur das Obergeschoss an einen Dritten vermietet.

Der monatliche angemessene Hauptmietzins für dieses Bestandobjekt beträgt 4,70 EUR/m2 Bürofläche, 1,00 EUR/m2 im Kellergeschoss sowie für einen Pkw-Abstellplatz netto 12 EUR. Daraus ergibt sich ein angemessener monatlicher Nettohauptmietzins mit Stichtag Februar 2002 in Höhe von 1.760 EUR.

Rechtlich würdigte das Erstgericht diesen Sachverhalt dahin, dass sich unter Berücksichtigung des Index für den Zeitraum Oktober 2007 bis September 2011 ein monatlicher Bruttohauptmietzins in Höhe von 2.336,51 EUR ergebe. Der ursprünglich vereinbarte monatliche Bruttohauptmietzins von 3.360 EUR entspreche im Zeitraum Oktober 2007 bis November 2011 einem monatlichen Bruttomietzins von 3.717,28 EUR. Damit liege eine wertgesicherte monatliche verdeckte Einlagenrückgewähr in der Höhe von brutto 1.380,77 EUR monatlich vor. Die beklagte Partei sei verpflichtet, einen monatlichen angemessenen Mietzins von brutto 2.336,51 EUR zu bezahlen.

Die Gegenforderung sei in Verschleppungsabsicht erhoben worden.

Das Berufungsgericht gab der Berufung des Klägers nicht Folge. Der Kläger wende sich in seiner Rechtsrüge ausschließlich gegen die Richtigkeit des Sachverständigengutachtens. Der Sachverständige habe jedoch dargelegt, weshalb er für Büroflächen 1 m2 Nettobetrag von 4,70 EUR ansetze.

Insoweit sei die ordentliche Revision nicht zulässig.

Die Berufung der beklagten Partei sei hingegen berechtigt. Das Vorbringen sei nicht grob schuldhaft verspätet erstattet worden. Im fortgesetzten Verfahren werde sich das Erstgericht daher mit der aufgeschlüsselten Gegenforderung zu befassen haben.

Die Berufung erweise sich aber auch noch aus einem anderen Grund als berechtigt. Bei dem Mietvertrag handle es sich um ein Insichgeschäft, sodass besonderes Augenmerk auf den Kenntnisstand des Klägers von allen den Mietvertrag betreffenden Umständen zu richten sei.

Zur vollständigen Aufklärung erscheine es auch erforderlich, konkrete Feststellungen über den Ausgang des Finanzverfahrens zu treffen, könnten die im Rahmen der Großbetriebsprüfung getroffenen Feststellungen doch eine gewisse Indizwirkung entfalten.

Schließlich sei nicht zu übersehen, dass alle notwendigen Reparaturen und Erhaltungsarbeiten am Mietobjekt von der beklagten Partei als Mieterin auf eigene Kosten vorgenommen wurden und diese tatsächlich im Jahr 2004 Investitionen in einer Höhe von ca 100.000 EUR durchgeführt habe. Der Sachverständige habe dazu dargelegt, dass als Reaktion des Mieters auf umfassende Erhaltungsarbeiten eine Aufkündigung des Bestandvertrags zu erwarten wäre, wenn kein eklatant geringerer Mietzins erreicht würde. Daraus, dass die beklagte Partei auf die anstehenden Investitionen nicht in dieser Weise reagiert habe, sondern diese aus eigenem getragen habe, lasse sich zwanglos der Schluss ziehen, dass es dem Kläger bei Abschluss des Mietvertrags darum gegangen sei, sich einen erheblichen Vorteil zu verschaffen, der einem Fremdvergleich nicht standhalte.

Der „ordentliche Revisionsrekurs“ (richtig: Rekurs, § 519 Abs 2 ZPO) sei zuzulassen, weil Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofs zur Frage fehle, welche Kriterien bei einem Insichgeschäft im Verhältnis zu einem Fremdvergleich zu fordern seien, zumal hier auch die Auffassung vertreten werden könne, dass es nicht in der Ingerenz des Vermieters liege, welche Objektnutzung dann tatsächlich erfolge, wenn - wie hier - zwar Büroräumlichkeiten angemietet, diese dann aber als Lagerräume verwendet würden.

Rechtliche Beurteilung

Hiezu hat der Oberste Gerichtshof erwogen:

Die Rekurse beider Parteien sind nicht berechtigt; die Revision der klagenden Partei ist nicht zulässig.

I. Zum Aufhebungsbeschluss

A. Zur Zulässigkeit der Rekurse

1.1. Entgegen der Rechtsansicht des Klägers kann ein Aufhebungsbeschluss des Berufungsgerichts auch von der Partei angefochten werden, auf deren Berufung hin die Aufhebung erfolgte (SZ 15/38; EvBl 1959/124; RIS-Justiz RS0043817).

1.2. Das Berufungsgericht hat den Beschluss des Erstgerichts, das die Einwendung der Gegenforderung durch die beklagte Partei gemäß § 179 ZPO für unstatthaft erklärte, aufgehoben. In diesem Fall ist § 519 Abs 1 Z 1 ZPO unanwendbar; der Revisionsrekurs ist daher grundsätzlich zulässig (RIS-Justiz RS0036822; RS0036875).

B. Zur Einlagenrückgewähr

a) Zum Fremdvergleich

2.1. Dass die Kapitalerhaltungsvorschriften nach ihrem Sinn und Zweck jede unmittelbare oder mittelbare Leistung an einen Gesellschafter erfassen, der keine gleichwertige Gegenleistung gegenübersteht und die wirtschaftlich das Vermögen der Gesellschaft verringert, entspricht ständiger Rechtsprechung (RIS-Justiz RS0105518, RS0105532). Bereits im ersten Rechtsgang hat der erkennende Senat ausgesprochen, dass zu prüfen ist, ob ein unangemessener Mietzins und daher eine verbotene Einlagenrückgewähr vorlag (6 Ob 132/10w). Falls diese Prüfung einen Verstoß gegen § 82 GmbHG ergeben sollte, wäre der Mietvertrag im Umfang der Überschreitung des angemessenen Mietzinses teilnichtig. Damit würde es dem Kläger aber schon an einer Anspruchsgrundlage für die Einhebung der von ihm eingeforderten Mietzinse, soweit diese die Angemessenheitsgrenze überschreiten, fehlen.

2.2. In steuerrechtlicher Sicht wird die verdeckte Gewinnausschüttung an Hand eines Fremdvergleichs ermittelt. Wäre das fragliche Geschäft mit fremden Personen unter denselben wirtschaftlichen Voraussetzungen nicht abgeschlossen worden, ist der Tatbestand zu bejahen (VwGH GesRZ 2007, 212; Koppensteiner/Rüffler GmbHG3 § 82 Rz 15 mwN).

2.3. Auch gesellschaftsrechtlich wird nach herrschender Ansicht auf einen Drittvergleich abgestellt (Koppensteiner/Rüffler aaO Rz 16; G. Kodek, Einlagenrückgewähr - ausgewählte neue Judikatur, in Konecny, Insolvenzforum 2010, 187 ff, jeweils mwN). Im Rahmen des Drittvergleichs ist zu prüfen, ob das Geschäft auch mit einem anderen, unbeteiligten Dritten und bejahendenfalls auch zu diesen Bedingungen geschlossen worden wäre (RIS-Justiz RS0105540).

2.4. Wenngleich beim Drittvergleich in einzelnen Entscheidungen die Bedingungen der dort zu beurteilenden Sicherheitenbestellung im Vordergrund standen (vgl SZ 69/149), ist auch die Frage, ob überhaupt eine Sicherheitsbestellung zulässig war, dem Drittvergleich zu unterwerfen (Doralt/Winner in MünchKomm AktienG3 § 57 Rz 281; GKodek aaO). Dies ist verallgemeinerungsfähig: In den Fremdvergleich einzubeziehen sind nicht nur die konkreten Konditionen, sondern vor allem auch die Frage, ob mit einem gesellschaftsfremden Dritten überhaupt ein derartiges Geschäft abgeschlossen worden wäre (vgl zuletzt Flume, Marktkonformität? Überlegungen zur Durchführung des kapitalerhaltungsrechtlichen Fremdvergleichs, Ges 2012, 71 [72] mwN; ähnlich Milchrahm, Kapitalerhaltungsrechtliche Gedanken zum Bestandrecht, wobl 2011, 29 [31], nach dem darauf abzustellen ist, ob ein gewissenhaft und sorgfältig nach unternehmerischen Grundsätzen handelnder Geschäftsführer unter gleichen Umständen ein solches Geschäft nicht oder nicht zu diesen Bedingungen abgeschlossen hätte; vgl auch Doralt/Winner, MünchKomm AktienG3 § 57 Rz 268; Artmann in Jabornegg/Strasser, Aktiengesetz4 § 52 Rz 10 und 13; Koppensteiner/Rüffler, Die Bestellung von Sicherheiten durch eine Kapitalgesellschaft für Verbindlichkeiten ihrer Gesellschafter, GesRZ 1999, 88 ff).

2.5. Das Erstgericht hat ausdrücklich Feststellungen zur Höhe des angemessenen Mietzinses getroffen. Mit seinen Ausführungen zur Höhe des Mietzinses wendet sich der Kläger in Wahrheit gegen die vor dem Obersten Gerichtshof nicht bekämpfbare Beweiswürdigung (RIS-Justiz RS0042903) des Erstgerichts, das seine Feststellungen auf das Gutachten des Sachverständigen stützen konnte. Dafür, dass der Sachverständige hiebei nicht die besondere Lage des Grundstücks und den Bedarf der beklagten Partei berücksichtigt hätte, besteht nicht der geringste Anhaltspunkt. Der Sachverständige hat ganz im Gegenteil konkrete Vergleiche anhand anderer Mietverträge angestellt und ausdrücklich darauf hingewiesen, dass er in seinem Gutachten die besonderen Verhältnisse des vorliegenden Falls berücksichtigte (AS 463 = S 4 in ON 58).

2.6. Für einen dem Kläger vorschwebenden Zuschlag wegen der ihm als Eigentümer des einzigen in Frage kommenden Nachbargrundstücks zukommenden „Monopolstellung“ besteht kein Raum. Zunächst ist dem Kläger der ihm obliegende Beweis, dass ein derartiger Zuschlag angemessen wäre, nicht gelungen, hat der Sachverständige doch im Zuge der Gutachtenserörterung darauf hingewiesen, dass ein derartiger Zuschlag durch Marktvergleichung nicht ermittelbar ist (AS 571 = S 9 in ON 72); andere Beweisergebnisse fehlen. Außerdem setzt sich der Kläger mit diesem Vorbringen in Widerspruch zu seiner eigenen Aussage im Zuge der Parteienvernehmung, er habe einen Mietvertrag „zum ortsüblichen Mietzins“ abschließen wollen; er wäre auch mit einem niedrigeren oder höheren Mietzins einverstanden gewesen, wenn dieser ortsüblich sei (AS 542 = S 16 in ON 71). Im Übrigen ist darauf hinzuweisen, dass der Kläger nach den Beweisergebnissen der Vorinstanzen vor Abschluss des gegenständlichen Mietvertrags geraume Zeit erfolglos versucht hatte, das Objekt an Dritte zu vermieten, scheiterte eine vom Kläger zunächst versuchte Vermietung nur des Obergeschosses doch nach eigenen Angaben des Klägers daran, dass er kein gutes Angebot erhalten hatte. Damit bildet der vom Erstgericht festgestellte angemessene Mietzins die Obergrenze für die Ansprüche des Klägers.

2.7. Hingegen wurde die Frage, ob zur Beseitigung der Parkplatznot die Gesellschaft vernünftigerweise auch im Fall des Vertragsabschlusses mit einem gesellschaftsfremden Dritten die gegenständlichen Büroflächen als solche - und zu einem für Büroflächen zu zahlenden Mietzins - gemietet und als Lagerflächen adaptiert hätte, oder ob diesfalls von vornherein billigere Lagerflächen gemietet worden wären, bisher nicht thematisiert. Sofern sich ergäbe, dass ohne das zwischen den Parteien bestehende Naheverhältnis die beklagte Partei eine kostengünstigere Lösung gewählt hätte, wäre die Zulässigkeit der an den Kläger geflossenen Beträge an dieser Alternativlösung zu messen. Wenn das Berufungsgericht hier eine Verbreiterung der Entscheidungsgrundlage für erforderlich hielt, kann dem der Oberste Gerichtshof, der auch im Rekursverfahren nach einem Aufhebungsbeschluss nicht Tatsacheninstanz ist, nicht entgegentreten (Zechner in Fasching/Konecny² § 519 ZPO Rz 107).

2.8. Dies gilt in gleicher Weise für die Auffassung des Berufungsgerichts, das noch nähere Feststellungen zum Ergebnis der Betriebsprüfung für erforderlich hielt. Die Notwendigkeit der Aufnahme von Hilfsbeweisen oder Kontrollbeweisen (vgl LGZ Graz MietSlg 48.655; LGZ Wien WR 834) ist eine - vom Obersten Gerichtshof nicht zu überprüfende - Frage der Beweiswürdigung. Wenngleich die Frage, ob eine Vereinbarung gegen das Verbot der Einlagenrückgewähr verstößt, vom Gericht selbständig zu prüfen ist, kann keinem Zweifel unterliegen, dass sich aus dem Ergebnis einer Betriebsprüfung diesbezügliche Anhaltspunkte ergeben können.

b) Zur Frage der Teil- oder Gesamtnichtigkeit

2.9. Bereits im ersten Rechtsgang hat der erkennende Senat darauf hingewiesen, dass sich die Frage, ob ein Verstoß gegen das Verbot der Einlagenrückgewähr zu Teil- oder Gesamtnichtigkeit führt, ob also der Vertrag zur Gänze wegfällt oder der Mietvertrag selbst wirksam bleibt und lediglich das Entgelt entsprechend zu reduzieren ist, nach dem hypothetischen Parteiwillen richtet 6 Ob 132/10w).

2.10. Allerdings sind im vorliegenden Fall keine näheren Feststellungen zur hypothetischen Parteiabsicht erforderlich: Zunächst ist auf der Tatsachenebene darauf zu verweisen, dass nach den Feststellungen der Vorinstanzen der Kläger die Liegenschaft zunächst an Dritte vermieten wollte, was jedoch nicht gelang. Schon dies spricht dafür, dass die Aufrechterhaltung des Vertrags zu einem marktüblichen Entgelt eher im Sinne der Parteien ist als dessen Aufhebung. Außerdem ist auf die bereits erwähnte Aussage des Klägers zu verweisen, er habe einen Mietvertrag „zum ortsüblichen Mietzins“ abschließen wollen; ausdrücklich fügte der Kläger hinzu, er wäre auch mit einem niedrigeren oder höheren Mietzins einverstanden gewesen, wenn dieser ortsüblich sei (AS 542 = S 16 in ON 71).

2.11. Vor allem aber sind Gegenstand des vorliegenden Rechtsstreits Mietzinse für vergangene Zeitperioden. Selbst wenn man hier von Gesamtnichtigkeit ausginge, hätte ein wertmäßiger Ausgleich für die Benützung der Liegenschaft durch die beklagte Partei im Wege des Bereicherungsrechts stattzufinden. Dieser würde dann aber dazu führen, dass für die Benützung des Grundstücks des Klägers ein marktüblicher Mietzins heranzuziehen wäre. Insoweit besteht daher zwischen Gesamtnichtigkeit und bereicherungsrechtlicher Rückabwicklung einerseits und Teilnichtigkeit mit Reduktion des Mietzinses auf das angemessene Maß kein Unterschied; die Frage der Teil- oder Gesamtnichtigkeit hätte nur für die Zukunft Bedeutung. Damit kommt es im vorliegenden Fall auf die in der Literatur unterschiedlich beantwortete Frage, ob ein Verstoß gegen das Verbot der Einlagenrückgewähr zu Teil- oder Gesamtnichtigkeit führt (vgl Bollenberger, Verdeckte Einlagenrückgewähr durch Umsatzgeschäfte: Wertausgleich und Nichtigkeit, RdW 2008, 7 mwN), nicht an, führen doch beide Auffassungen bei der Beurteilung bereits erbrachter Leistungen in der Regel zum selben Ergebnis.

2.12. Lediglich der Vollständigkeit halber ist schließlich darauf zu verweisen, dass auch nach der Auffassung Bollenbergers (aaO) im vorliegenden Fall lediglich Teilnichtigkeit vorliegt, der Mietvertrag selbst also wirksam bleibt und lediglich das Entgelt entsprechend zu reduzieren ist. Bollenberger erörtert die Veräußerung einer Liegenschaft an Gesellschafter zu einem nicht marktüblichen niedrigen Entgelt. Demnach soll Gesamtnichtigkeit eintreten, wenn dies dem (hypothetischen) Willen der Gesellschaft entspricht und auch der Gesellschafter die Liegenschaft eher zurückstellen als aufzahlen will oder Nichtigkeit wegen Kollision vorliegt. Teilnichtigkeit sei hingegen dann zu befürworten, wenn sich der (hypothetische) Wille beider Parteien darauf richte; zweitens aber auch gegen den Willen des Gesellschafters, wenn ihm hinsichtlich des zu niedrigen Preises zumindest grobe Fahrlässigkeit vorzuwerfen sei.

2.13. Umgelegt auf den vorliegenden Fall bedeutet dies, dass der Mietvertrag bloß teilnichtig ist, wenn dies entweder dem (hypothetischen) Willen beider Parteien entspricht oder der Kläger nicht schutzwürdig ist, weil ihm hinsichtlich des überhöhten Mietzinses zumindest grobe Fahrlässigkeit vorzuwerfen ist. Erweist sich die Anmietung der Liegenschaft des Klägers als betriebswirtschaftlich sinnvoll, so wird die Aufrechterhaltung des Vertrags nach dem Gesagten jedenfalls seinen hypothetischen Intentionen eher entsprechen. Ergibt sich hingegen im fortgesetzten Verfahren, dass ohne das zwischen den Parteien bestehende Naheverhältnis eine andere Lösung gewählt worden wäre, nämlich lediglich woanders Lagerräume und Parkflächen angemietet worden wären, so wäre die Anmietung eines Büroobjekts durch den Kläger wohl als grob fahrlässig einzustufen.

2.14. Auch dann, wenn sich im fortgesetzten Verfahren ergibt, dass die Nachbarliegenschaft überhaupt nicht hätte angemietet werden dürfen, besteht zwischen Gesamt- und Teilnichtigkeit im Ergebnis kein Unterschied. Wäre der Bedarf der beklagten Partei, die offenbar nur Parkplätze und Lagerflächen benötigte, - was im fortgesetzten Verfahren zu prüfen sein wird - ohne das Naheverhältnis zwischen den Parteien nicht durch Anmietung des benachbarten Büroobjekts, sondern auf andere Weise kostengünstiger abgedeckt worden, so wäre im Fall der bereicherungsrechtlichen Rückabwicklung der Umstand, dass es sich bei der Liegenschaft um ein Bürogebäude handelte, bei der Bemessung des Benützungsentgelts unberücksichtigt zu lassen. Diesfalls würde es sich nämlich um einen Fall der im Wege des sogenannten Nachteilsausgleichs zu berücksichtigenden sogenannten aufgedrängten Bereicherung (dazu Lurger in Kletečka/Schauer, ABGB-ON § 1437 Rz 11 mwN) handeln. Der Kläger hätte dann nach Bereicherungsrecht ebenso wie bei Annahme der bloßen Teilnichtigkeit des Mietvertrags nur Anspruch auf Ersatz der Miete für Parkplätze und Lagerräumlichkeiten.

C. Zum Insichgeschäft

3.1. Der Vollständigkeit halber ist darauf hinzuweisen, dass das Berufungsgericht seine Aufhebung auch darauf gründete, dass ein Insichgeschäft vorlag (dazu allgemein UTorggler, ecolex 2009, 920 ff). Diese Auffassung, die im Übrigen schon in der Literatur aus Anlass des im ersten Rechtsgang ergangenen Aufhebungsbeschlusses 6 Ob 132/10w vertreten wurde (vgl U. Torggler, Voraussetzungen und Folgen einer „verdeckten Einlagenrückgewähr“, insb bei unangemessenen Mietzinsvereinbarungen zu Lasten der Gesellschaft, wbl 2011, 69 [70]; Milchrahm aaO; Rüffler, GesRZ 2011, 47 [50] wird von den Parteien nicht bekämpft.

3.2. Ein derartiges Insichgeschäft wäre etwa saniert, wenn eine - wenn auch nur formlose - Zustimmung aller Gesellschafter vorgelegen wäre (vgl 5 Ob 39/10m; Milchrahm aaO 30). Ohne entsprechende Zustimmung der Mitgesellschafter (vgl dazu Koppensteiner/Rüffler, GmbHG3 § 20 Rz 23 mwN) wäre der Mietvertragsabschluss ohnedies unwirksam und nach allgemeinen bereicherungsrechtlichen Grundsätzen rückabzuwickeln. Dabei sind die im vorigen bei der Behandlung der Teil- bzw Gesamtnichtigkeit wegen Verstoßes gegen das Verbot der Einlagenrückgewähr erörterten Grundsätze zu berücksichtigen.

D. Zur Gegenforderung

a) Zur Zurückweisung wegen Verschleppungsabsicht

4.1. Insoweit billigt der Oberste Gerichtshof die rechtliche Beurteilung des Berufungsgerichts (§ 510 Abs 3 ZPO). Voraussetzung für die Zurückweisung nach § 179 ZPO wäre, dass das neue Vorbringen, im konkreten Fall also die Gegenforderung, grob schuldhaft verspätet erstattet worden ist und dessen Zulassung zu einer erheblichen Verzögerung des Verfahrens führen würde.

4.2. Schon an letzterer Voraussetzung fehlt es im vorliegenden Fall zweifellos, ergibt sich die Höhe der Gegenforderung doch bereits unter Anwendung der Grundrechnungsarten aus der Differenz zwischen den von der beklagten Partei tatsächlich bezahlten Beträgen und der Höhe des angemessenen Mietzinses. Die - im Folgenden zu erörternde - allfällige Verjährung der Gegenforderung hat auf die Prüfung der Frage, ob diese wegen Verschleppungsabsicht zurückzuweisen ist, keinen Einfluss.

b) Zum Aufrechnungsverbot

4.3. Zunächst ist darauf hinzuweisen, dass der erkennende Senat bereits im ersten Rechtsgang ausgesprochen hat, dass das vertragliche Aufrechnungsverbot der Wahrnehmung der Kapitalerhaltungsgrundsätze des § 82 GmbHG im vorliegenden Fall nicht entgegensteht. Im Übrigen würde die Vereinbarung der Beschränkung der Aufrechnung allfälliger Rückforderungsansprüche wegen eines Verstoßes gegen die Kapitalerhaltungsvorschriften gegen das Verbot des § 63 Abs 3 Satz 2 GmbHG verstoßen.

4.4. Damit erweist sich eine Aufhebung des Ersturteils aber schon wegen der notwendigen Prüfung der Gegenforderung erforderlich. Weil Klags- und Gegenforderung im vorliegenden Fall in einem rechtlichen Zusammenhang stehen, sodass die Fällung eines Teilurteils nur über die Klagsforderung unzulässig ist (§ 391 Abs 3 ZPO), kann das Urteil des Erstgerichts auch nicht als Teilurteil aufrechterhalten werden.

c) Zur Verjährung

4.4. Die Frage einer allfälligen Verjährung ist im derzeitigen Verfahrensstadium nicht abschließend zu prüfen, wurde die Gegenforderung doch aufgrund der vom Erstgericht ausgesprochenen Zurückweisung wegen Verschleppungsabsicht von den Vorinstanzen noch nicht inhaltlich geprüft. Der Vollständigkeit halber ist jedoch zur Hintanhaltung weiterer Verfahrensverzögerungen auf Folgendes hinzuweisen:

4.5. Nach § 83 Abs 5 GmbHG verjähren Ansprüche in fünf Jahren, sofern die Gesellschaft nicht beweist, dass der Ersatzpflichtige die Widerrechtlichkeit der Zahlung kannte. Dabei ist positive Kenntnis erforderlich; ein bloßes Kennenmüssen reicht nach herrschender Auffassung nicht aus (Koppensteiner/Rüffler, GmbHG3 § 83 Rz 11 mwN).

4.6. Die Frage der entsprechenden Kenntnis des Klägers kann im derzeitigen Verfahrensstadium nicht abschließend beantwortet werden. In diesem Zusammenhang hat schon das Berufungsgericht darauf hingewiesen, dass die Annahme des Erstgerichts, der Kläger habe als Geschäftsführer der beklagten Partei einen Bestandvertrag zu einem ortsüblichen Mietzins abschließen wollen, in einem gewissen Spannungsverhältnis zu dem Umstand steht, dass der Kläger selbst nach Abschluss des Mietvertrags den Mitarbeitern mitteilte, dass jetzt mehr Lagermöglichkeiten zur Verfügung stehen und sie auch die zusätzlichen Parkplätze benützen dürfen, was gegen die Annahme spricht, dass der Kläger bei einem Fremdvergleich das Objekt unter Einschluss von Büroflächen an die beklagte Partei vermieten hätte können.

4.7. Auch ist auffällig, dass die beklagte Partei im Jahr 2004 Investitionen auf eigene Rechnung in Höhe von ca 100.000 EUR netto im Bestandobjekt durchgeführt hat, ohne - was nach dem Sachverständigengutachten zu erwarten gewesen wäre - im Gegenzug auf einer Mietzinsreduktion zu bestehen. Die näheren Umstände dieser Investition sind nicht nur auf Ebene des Fremdvergleichs, sondern auch auf der Tatsachenebene zu klären. Dies kann nämlich ein Indiz dafür bilden, dass dem Kläger bewusst war, dass er Sonderkonditionen erhielt, die ein außenstehender Dritter nicht erhalten hätte. Somit können sich hieraus Anhaltspunkte für die Kenntnis des Klägers von der Widerrechtlichkeit der Leistung ergeben. In diesem Sinne ist der Ergänzungsauftrag des Berufungsgerichts an das Erstgericht, diese Fragen mit dem Kläger iSd § 182a ZPO zu erörtern, rechtlich nicht zu beanstanden.

4.8. Außerdem ist der Grundsatz der Rückwirkung der Aufrechnung zu beachten: Nach herrschender Rechtsprechung (JBl 1973, 201; 3 Ob 76/97s JBl 1999, 815 [Dullinger]; RIS-Justiz RS0033973, RS0033904) und Teilen der Lehre (Gschnitzer in Klang VI2 494 f; Koziol/Welser, Bürgerliches Recht II13 105) tritt Tilgung mit Zugang der Aufrechnungserklärung rückwirkend in dem Zeitpunkt ein, in dem sich die Forderungen erstmals aufrechenbar gegenüberstanden. Die herrschende Auffassung (RIS-Justiz RS0034016 [T5]; [T6]; 10 Ob 70/06a; Gschnitzer in Klang VI2 502; Klang in Klang VI2 663; M. Bydlinski in Rummel, ABGB3 § 1451 Rz 1; Koziol/Welser, Bürgerliches Recht II13 106) leitet aus der Rückwirkung auch die Aufrechenbarkeit mit verjährten Forderungen ab. War die Gegenforderung im Zeitpunkt der Aufrechnungslage noch nicht verjährt, könne Aufrechnung auch noch nach Ablauf der Verjährungsfrist erklärt werden. An dieser Ansicht hat die Rechtsprechung trotz Kritik der Lehre (vgl P. Bydlinski RZ 1991, 2 ff; derselbe, RdW 1993, 238 ff; Eypeltauer, JBl 1991, 137 ff und JBl 1994, 181; Mader/Janisch in Schwimann, ABGB3 § 1451 Rz 4) festgehalten. Von dieser Rechtsprechung abzugehen besteht kein Anlass. Daran vermag auch die neuerdings von Vollmaier in Fenyves/Kerschner/Vonkilch, Klang³ § 1451 Rz 10 vorgetragene Kritik nichts zu ändern, zumal Vollmaier keine neuen Argumente vorbringt.

4.9. Daraus ergibt sich, dass erhebliche Teile der Gegenforderung - unabhängig von der Kenntnis des Klägers vom Verstoß gegen § 82 GmbHG - keinesfalls verjährt sind. Der Kläger begehrt Mietzins ab Oktober 2007; die geltend gemachte Gegenforderung setzt sich aus angeblich ungerechtfertigten Zahlungen ab dem Jahr 2002 zusammen. Soweit der betreffende Teil der Gegenforderung zum Zeitpunkt des Entstehens der jeweiligen Mietzinsforderung ihr bereits aufrechenbar gegenüberstand, konnte nach dem Gesagten von vornherein keine Verjährung eintreten, und zwar ungeachtet des Umstands, dass die beklagte Partei sich erst jetzt auf diese Aufrechnung beruft.

4.10. Selbst wenn sich im fortgesetzten Verfahren ergäbe, dass der Kläger keine Kenntnis iSd § 83 GmbHG hatte, könnten daraus jedoch noch keine zwingenden Folgerungen für die Verjährung des Anspruchs der beklagten Partei auf Rückforderung der gegen das Verbot der Einlagenrückgewähr verstoßenden Teile des Bestandzinses gezogen werden:

Nach einem Teil der Lehre konkurriert nämlich der Rückforderungsanspruch nach § 83 GmbHG mit der Rückforderung von verbotswidrigen Leistungen nach allgemeinem Bereicherungsrecht (Krejci, Zum GmbH-rechtlichen Ausschüttungsverbot, wbl 1993, 269 [272]; Krejci, Zu den Rechtsfolgen drittfinanzierter, unerlaubter Ausschüttungen, in FS Koppensteiner [2001] 115 [118 f]; Saurer in Doralt/Nowotny/Kalss, AktG² § 56 Rz 22; Reich-Rohrwig, Grundsatzfragen der Kapitalerhaltung bei AG, GmbH sowie GmbH & Co KG 164; Doralt/Winner in MünchKomm AktG2 § 62 Rz 130; Karollus, Zur Reichweite der Nichtigkeitssanktion bei verdeckten Gewinnausschüttungen, ecolex 2008, 47; Milchram, wobl 2011, 29 [34]). Der gesellschaftsrechtliche Rückgewähranspruch solle eine zusätzliche, nicht mit den möglichen Schwächen eines Bereicherungsanspruchs behaftete und dafür grundsätzlich innerhalb einer relativ kurzen Frist verjährende Rückforderungsmöglichkeit verschaffen, ohne dass damit auch andere bereits aus dem allgemeinen Zivilrecht ableitbare Anspruchsgrundlagen verdrängt werden sollten. Demnach kommt neben der Verjährungsfrist des § 83 Abs 5 GmbHG auch die allgemeine (lange) Verjährungsfrist zum Tragen (Karollus aaO; Saurer in Doralt/Nowotny/Kalss, AktG² § 56 Rz 21 mwN; Bauer/Zehetner in Straube, GmbHG § 83 Rz 34 ff). Demgegenüber sehen Koppensteiner/Rüffler (GmbHG³ § 83 Rz 9), Rüffler (GesRZ 2011, 49 [50]), Duursma/Duursma-Kepplinger/Roth, Handbuch des Gesellschaftsrechts Rz 2341, Napokoj, GesRZ 2007, 701, Artmann in Jabornegg/Strasser 18165 § 52 Rz 73 und Böhler (Nichtigkeit des Geschäfts bei verdeckter Einlagenrückgewähr? ÖBA 2004, 433 [445 ff]) in § 83 Abs 5 GmbHG eine lex specialis. Koppensteiner (Zur Bedeutung der Verjährung nach § 83 Abs 5 GmbHG, § 56 Abs 4 AktG, GesRZ 2008, 75) behandelt hingegen nur den Fall, dass längere Verjährungsfristen für eventuelle konkurrierende Ansprüche (Vertrag, Kondiktion, Vindikation) noch eine Rolle spielen.

4.11. Der erkennende Senat schließt sich der zuerst referierten Auffassung an. Die Ansprüche nach § 83 GmbHG und allgemeinem Bereicherungsrecht unterscheiden sich in mehrfacher Hinsicht. Insbesondere ist nach §§ 82, 83 GmbHG keine Berufung auf den Wegfall der Bereicherung möglich (vgl schon Karollus aaO; Bauer/Zehetner aaO § 83 Rz 37). Es erscheint daher überzeugender, dass der Gesetzgeber in § 83 GmbHG einen zusätzlichen Anspruch statuieren und nicht den Empfänger einer verbotswidrigen Leistung gegenüber dem allgemeinen Bereicherungsrecht privilegieren wollte.

4.12. Hingegen besteht keine Grundlage für die Annahme, die Privilegierung des Empfängers einer Leistung, der von deren Verbotswidrigkeit keine Kenntnis hat, in § 83 Abs 5 GmbHG schlage auch auf das allgemeine Bereicherungsrecht durch (so aber offenbar Bauer/Zehetner aaO), bietet doch das allgemeine Bereicherungsrecht insbesondere durch den Einwand des Wegfalls der Bereicherung, allenfalls auch durch den Nachteilsausgleich, ausreichende Möglichkeiten, allfälligen Besonderheiten des Einzelfalls ausreichend Rechnung zu tragen. Warum gerade der Empfänger einer verbotswidrigen Leistung im Gesellschaftsrecht schutzwürdiger sein soll als der Bereicherungsschuldner im allgemeinen Zivilrecht, ist nicht zu sehen, zumal das Gesetz in § 83 Abs 5 GmbHG die kürzere Verjährungsfrist schon an das Fehlen positiver Kenntnis knüpft, während nach allgemeinen Grundsätzen schon leichte Fahrlässigkeit zur Schlechtgläubigkeit führt.

4.13. Gegen die Verjährung spricht im vorliegenden Fall schließlich noch eine weitere Erwägung: Der Kläger war laut Firmenbuch von 1988 bis 5. 7. 2007 einziger alleinvertretungsbefugter Geschäftsführer der beklagten Partei. Nach herrschender Ansicht führt nicht nur das gänzliche Fehlen eines gesetzlichen Vertreters zur Anwendung der Hemmungsbestimmung des § 1494 ABGB. Vielmehr greift die Hemmungsbestimmung auch dann Platz, wenn zwar eine ordnungsgemäße gesetzliche Vertretung besteht, vom Vertreter aber wegen einer Interessenkollision eine gesetzmäßige Wahrung der Interessen des Vertretenen nicht zu erwarten ist (4 Ob 174/99p SZ 72/119 = EvBl 2000/2; SZ 53/136; SZ 60/163; RIS-Justiz RS0049073, RS0112302; vgl Vollmaier in Fenyves/Kerschner/Vonklich, Klang³ § 1494 Rz 10 mwN; vgl auch R. Madl in Kletečka/Schauer, ABGB-Online § 1494 Rz 5). In diesem Sinne hat der Oberste Gerichtshof in der Entscheidung 4 Ob 125/04t ausgesprochen, dass der Lauf der Verjährungsfrist für einen Bereicherungsanspruch nach § 90 UrhG nicht beginnt, solange die berechtigte gelöschte GmbH keinen Nachtragsliquidator hat. Diese Überlegung lässt sich auf den vorliegenden Fall übertragen, war doch wegen der Interessenkollision nicht zu erwarten, dass der Kläger während seiner Zeit als Geschäftsführer allfällige Rückersatzansprüche der beklagten Partei gegen sich gemäß § 83 GmbHG durchsetzen würde.

4.14. Auf die Frage, ob Bereicherungsansprüche einer GmbH - im Sinne der herrschenden Auffassung (vgl etwa M. Bydlinski in Rummel, ABGB³ § 1472 Rz 1, § 1478 Rz 7 und § 1485 Rz 1 je mwN; Jabornegg in Schiemer/Jabornegg/Strasser, AktG³ § 44 Rz 2; ChNowotny in Kalss/Nowotny/Schauer, Gesellschaftsrecht Rz 4/431) - in 40 Jahren oder - aus historischen Gründen - bereits in 30 Jahren verjähren, weil der Gesetzgeber unter den „erlaubten Körpern“ des § 1472 ABGB keine erwerbswirtschaftlich tätigen Personen verstanden habe (so Bauer/Zehetner in Straube, GmbHG § 83 Rz 48; ebenso im Ergebnis Koppensteiner/Rüffler, GmbHG³ § 83 Rz 11; Kastner/Doralt/Nowotny5 435), kommt es im vorliegenden Fall nicht an.

d) Zur Gegenaufrechnungseinrede des Klägers

4.13. Soweit der Kläger in seinem Rechtsmittel eine „Gegenaufrechnungseinrede“ erhebt, verstößt diese gegen das Neuerungsverbot. Allerdings war die Gegenforderung der beklagten Partei wegen deren Zurückweisung durch das Erstgericht überhaupt noch nicht Verhandlungsgegenstand in erster Instanz, sodass es dem Kläger unbenommen bleibt, im fortgesetzten Verfahren Einwendungen gegen die Gegenforderung vorzubringen.

4.14. Dabei ist allerdings schon jetzt darauf hinzuweisen, dass es sich nach ständiger Rechtsprechung bei einer „Gegenaufrechnung“ des Klägers gegen eine vom Beklagten eingewendete Gegenforderung um eine bedingte Klagserweiterung handelt, die grundsätzlich unzulässig ist (Deixler-Hübner in Fasching/Konecny2 § 391 ZPO Rz 29 mwN). Anderes gilt lediglich in Sonderkonstellationen (vgl 2 Ob 51/67; RIS-Justiz RS0033486). Die vom Kläger relevierte Entscheidung 1 Ob 94/11x (EvBl 2011/141 [Nunner-Krautgasser] = JBl 2011, 798) befasst sich zwar mit der Möglichkeit des Widerspruchs gegen die vom aufrechnenden getroffene Wahl der zu tilgenden Hauptforderung iSd § 1416 ABGB, hält aber im Übrigen - im Einklang mit der völlig herrschenden Lehre und Rechtsprechung - ausdrücklich fest, dass eine prozessuale Gegenaufrechnung mangels gesetzlicher Grundlage unzulässig ist. Die neueste einschlägige Entscheidung 4 Ob 72/11h betrifft demgegenüber die Möglichkeit, eine Gegenforderung nicht durch eine prozessuale (Gegen-)Aufrechnung, sondern durch eine unbedingte materiell-rechtliche Aufrechnung seitens des Klägers zu tilgen. Diese Voraussetzung liegt im vorliegenden Fall aber nicht vor.

E. Zur Mängelrüge

5.1. Eine Mangelhaftigkeit des Verfahrens erblickt die beklagte Partei darin, dass das Berufungsgericht die gesetzmäßig ausgeführte Beweisrüge in der Berufung der beklagten Partei völlig unerledigt gelassen habe. Allerdings bringt die beklagte Partei damit keine erhebliche Rechtsfrage zur Darstellung. Vielmehr hat das Berufungsgericht das Urteil des Erstgerichts ohnedies in Stattgebung der Berufung der beklagten Partei aufgehoben, und zwar ausdrücklich zum Zweck einer Verbreiterung der Tatsachengrundlage. Die Frage, ob die Beweisrüge bereits isoliert im ersten Rechtsgang erledigt werden darf oder die Feststellungen des Erstgerichts nach der vom Berufungsgericht für erforderlich erachteten Verbreiterung der Tatsachengrundlage überprüft werden, fällt ausschließlich in den vom Obersten Gerichtshof nicht zu überprüfenden Bereich der Beweiswürdigung.

5.2. Schon aus diesem Grund bedarf es im derzeitigen Verfahrensstadium keines Eingehens auf die Frage, ob die Beweisrüge der beklagten Partei - was der Kläger in Zweifel zieht - gesetzmäßig ausgeführt war oder nicht. Im Übrigen werden die von der beklagten Partei bekämpften Feststellungen erst dann relevant, wenn es um die Höhe des dem Kläger noch zustehenden Mietzinses und die Höhe der Gegenforderung geht. Das Berufungsgericht hat lediglich einen Teil der Klagsforderung abgewiesen; dadurch ist die beklagte Partei jedenfalls nicht beschwert. Die Höhe der Klagsforderung und der Gegenforderung werden erst im fortgesetzen Verfahren abschließend zu beurteilen sein. Erst in diesem Verfahrensstadium haben daher die diesbezüglichen Einwände der beklagten Partei ihren Platz. Erweisen sich aber die vom Berufungsgericht dem Erstgericht erteilten Aufträge als gesetzeskonform und die Aufhebung schon aus diesem Grund unabweislich, wurde durch die Nichterledigung einer Beweisrüge die erschöpfende Erörterung und gründliche Beurteilung der Sache nicht gehindert. Vielmehr steht der beklagten Partei im nächsten Rechtsgang eine umfassende Bekämpfung der Feststellungen des Erstgerichts offen, sofern dieses die strittigen Feststellungen neuerlich trifft. Zur Klarstellung ist lediglich festzuhalten, dass die von der beklagten Partei bekämpften Feststellungen nicht als iSd § 196 Abs 3 ZPO abschließend geklärter Teilbereich anzusehen sind, der im weiteren Verlauf des Verfahrens nicht mehr zu überprüfen wäre.

F. Ergebnis

6. Zusammenfassend ist daher die Auffassung des Berufungsgerichts, wonach das Verfahren noch ergänzungsbedürftig ist, nicht zu beanstanden.

7. Der Kostenvorbehalt gründet sich auf § 52 ZPO.

II. Zur Revision der klagenden Partei

8.1. Der Kläger wendet sich gegen die Abweisung eines Teils seines Begehrens, soweit dieses die Höhe des marktüblichen Mietzinses überschreitet. Die Beurteilung nach dem Fremdvergleich auf der Tatsachenebene beinhalte die Angabe einer Bandbreite damals marktüblicher Preise.

8.2. Damit bringt der Kläger aber keine Rechtsfrage der in § 502 Abs 1 ZPO geforderten Bedeutung zur Darstellung. Dem Kläger ist einzuräumen, dass die Beantwortung nach der im Rahmen eines Fremdvergleichs üblichen Höhe der Gegenleistung vielfach nur durch Angabe einer Bandbreite erfolgen kann (dazu zuletzt J. Flume, Marktkonformität? Überlegungen zur Durchführung des kapitalerhaltungsrechtlichen Fremdvergleichs, Ges 2012, 71 [72]). Im vorliegenden Fall hat das Erstgericht als Tatsacheninstanz jedoch gerade keine Bandbreite festgestellt, sondern einen bestimmten marktüblichen Mietzins ermittelt. Dabei handelt es sich um eine vom Obersten Gerichtshof nicht zu überprüfende Tatsachenfeststellung. Damit gehen aber die weiteren Revisionsausführungen ins Leere, hat doch die rechtliche Beurteilung aufgrund des von den Vorinstanzen festgestellten Sachverhalts zu erfolgen. Der Teil der vom Kläger geforderten Beträge, der den festgestellten marktüblichen Mietzins übersteigt, ist daher jedenfalls als verbotene Einlagenrückgewähr einzustufen, sodass die vom Berufungsgericht insoweit bestätigte Klagsabweisung nicht zu beanstanden ist.

8.3. Soweit die klagende Partei auf Ausführungen in der Berufungsbeantwortung verweist, ist dies nach ständiger Rechtsprechung unzulässig und unbeachtlich (RIS-Justiz RS0043579).

Textnummer

E102036

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2012:0060OB00110.12P.0913.000

Im RIS seit

23.10.2012

Zuletzt aktualisiert am

17.04.2019

Dokumentnummer

JJT_20120913_OGH0002_0060OB00110_12P0000_000