Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 3Ob507/58 1Ob42/68 1Ob3...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0030035

Geschäftszahl

3Ob507/58; 1Ob42/68; 1Ob35/70; 5Ob219/70; 5Ob43/71; 5Ob153/71; 2Ob182/71; 1Ob19/72; 8Ob172/77; 7Ob545/78; 6Ob555/80; 2Ob554/80; 7Ob757/82; 4Ob18/84 (4Ob19/84); 7Ob643/85; 5Ob564/85; 8Ob611/89; 4Ob2334/96f; 5Ob77/97b; 10Ob2444/96a; 6Ob20/98d; 6Ob30/98z; 1Ob16/98d; 7Ob215/98p; 3Ob119/99t; 1Ob93/00h; 9Ob44/02i; 6Ob80/02m; 4Ob56/04w; 7Ob255/04g; 7Ob38/05x; 5Ob150/06d; 10Ob27/07d; 2Ob60/11d; 2Ob203/11h; 4Ob12/12m; 4Ob55/12k; 5Ob118/19t

Entscheidungsdatum

28.01.1959

Norm

ABGB §1319

Rechtssatz

Der Schuldlosigkeitsbeweis des Hauseigentümers nach § 1319 ABGB ist erbracht, wenn der Hauseigentümer alle Vorkehrungen getroffen hat, die vernünftigerweise nach den Umständen von ihm erwartet werden können (vgl SZ 24/78).

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 507/58
    Entscheidungstext OGH 28.01.1959 3 Ob 507/58
  • 1 Ob 42/68
    Entscheidungstext OGH 04.03.1968 1 Ob 42/68
    Veröff: SZ 41/27
  • 1 Ob 35/70
    Entscheidungstext OGH 12.03.1970 1 Ob 35/70
    Zweiter Rechtsgang zu 1 Ob 42/68
  • 5 Ob 219/70
    Entscheidungstext OGH 04.11.1970 5 Ob 219/70
    Veröff: MietSlg 22193
  • 5 Ob 43/71
    Entscheidungstext OGH 10.03.1971 5 Ob 43/71
    Veröff: EvBl 1971/280 S 522 = MietSlg 23210
  • 5 Ob 153/71
    Entscheidungstext OGH 01.09.1971 5 Ob 153/71
  • 2 Ob 182/71
    Entscheidungstext OGH 21.10.1971 2 Ob 182/71
  • 1 Ob 19/72
    Entscheidungstext OGH 01.03.1972 1 Ob 19/72
    Veröff: MietSlg 24199
  • 8 Ob 172/77
    Entscheidungstext OGH 11.01.1978 8 Ob 172/77
  • 7 Ob 545/78
    Entscheidungstext OGH 06.04.1978 7 Ob 545/78
  • 6 Ob 555/80
    Entscheidungstext OGH 30.04.1980 6 Ob 555/80
    Vgl; Beisatz: Der Hauseigentümer darf nach dem Ergebnis der vom Spenglermeister durchgeführten Überprüfung vom ordnungsgemäßen Zustand der Dachrinne ausgehen, solange er nicht gegenteilige eigene Beobachtungen gemacht oder Hinweise erhalten hat oder aber sich infolge Zeitablaufes eine neuerliche Überprüfung als notwendig herausgestellt hat. (T1)
  • 2 Ob 554/80
    Entscheidungstext OGH 14.10.1980 2 Ob 554/80
    Beis wie T1; Beisatz: Hier: Dachdecker (T2)
  • 7 Ob 757/82
    Entscheidungstext OGH 17.02.1983 7 Ob 757/82
  • 4 Ob 18/84
    Entscheidungstext OGH 13.03.1984 4 Ob 18/84
    Veröff: ZAS 1985,24 (Bydlinski)
  • 7 Ob 643/85
    Entscheidungstext OGH 20.11.1985 7 Ob 643/85
    Veröff: ZVR 1987/44 S 143 = SZ 58/13 = EvBl 1987/192 S 724
  • 5 Ob 564/85
    Entscheidungstext OGH 08.07.1986 5 Ob 564/85
    Beisatz: Die Haftungsverschärfung durch Beweislastumkehr kann, obwohl § 1319 ABGB keine Erfolgshaftung normiert (SZ 24/78; SZ 37/92; SZ 40/136), dieser nahe kommen, wenn dem Besitzer der Beweis seiner Schuldlosigkeit nicht gelingt. (T3)
  • 8 Ob 611/89
    Entscheidungstext OGH 31.01.1991 8 Ob 611/89
    Auch; Beisatz: Alle nach den Umständen zumutbaren und gebotenen Sicherungsmaßnahmen und Überwachungsmaßnahmen. (T4)
  • 4 Ob 2334/96f
    Entscheidungstext OGH 26.11.1996 4 Ob 2334/96f
    Auch
  • 5 Ob 77/97b
    Entscheidungstext OGH 08.04.1997 5 Ob 77/97b
    Vgl auch; Beis wie T4; Beisatz: Die Klägerin hat nur den Besitz des Beklagten am Bauwerk und dessen Mangelhaftigkeit als Schadensursache zu beweisen. (T5) Beisatz: Hier: Dass die Ablösung der Dachplatte vom Imbissstand durch starken Wind verursacht wurde, schließt die Haftung des Beklagten (Imbissstandbesitzer) nicht aus. (T6)
  • 10 Ob 2444/96a
    Entscheidungstext OGH 11.02.1997 10 Ob 2444/96a
    Beis wie T4
  • 6 Ob 20/98d
    Entscheidungstext OGH 29.01.1998 6 Ob 20/98d
    Beis wie T3
  • 6 Ob 30/98z
    Entscheidungstext OGH 26.02.1998 6 Ob 30/98z
  • 1 Ob 16/98d
    Entscheidungstext OGH 24.03.1998 1 Ob 16/98d
    Vgl auch; Beisatz: Schrankenanlage. (T7)
  • 7 Ob 215/98p
    Entscheidungstext OGH 28.04.1999 7 Ob 215/98p
    Auch
  • 3 Ob 119/99t
    Entscheidungstext OGH 28.02.2000 3 Ob 119/99t
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T6; Beisatz: Hier: Wind als Mitursache des Umstürzens einer Fernsehkamera. (T8)
  • 1 Ob 93/00h
    Entscheidungstext OGH 19.12.2000 1 Ob 93/00h
    Auch; Beisatz: Der Besitzer kann sich nur durch den Beweis entlasten, dass er Vorkehrungen getroffen hat, die vernünftigerweise nach der Auffassung des Verkehrs erwartet werden können. (T9)
  • 9 Ob 44/02i
    Entscheidungstext OGH 17.04.2002 9 Ob 44/02i
    Auch; Beis wie T9; Beisatz: Hier: Eigentümer eines umgestürzten Baumes. (T10)
  • 6 Ob 80/02m
    Entscheidungstext OGH 12.12.2002 6 Ob 80/02m
    Vgl; Beisatz: Hier: Schlauch quer über Waldweg zur Ableitung von Brunnenwasser. (T11)
  • 4 Ob 56/04w
    Entscheidungstext OGH 30.03.2004 4 Ob 56/04w
    Auch
  • 7 Ob 255/04g
    Entscheidungstext OGH 17.11.2004 7 Ob 255/04g
    Auch
  • 7 Ob 38/05x
    Entscheidungstext OGH 16.03.2005 7 Ob 38/05x
    Beis wie T9
  • 5 Ob 150/06d
    Entscheidungstext OGH 11.07.2006 5 Ob 150/06d
    Beis wie T4; Beisatz: Die Verletzung der objektiv gebotenen Sorgfaltspflicht setzt jedenfalls die Erkennbarkeit oder doch Voraussehbarkeit der Gefahr voraus. (T12)
  • 10 Ob 27/07d
    Entscheidungstext OGH 06.11.2007 10 Ob 27/07d
    Auch; Beis wie T9; Beis wie T12
  • 2 Ob 60/11d
    Entscheidungstext OGH 30.08.2011 2 Ob 60/11d
    Auch; Beisatz: Der Besitzer kann sich nur durch den Beweis entlasten, dass er Vorkehrungen getroffen hat, die vernünftigerweise nach der Auffassung des Verkehrs erwartet werden konnten. (T13)
  • 2 Ob 203/11h
    Entscheidungstext OGH 29.11.2011 2 Ob 203/11h
  • 4 Ob 12/12m
    Entscheidungstext OGH 27.03.2012 4 Ob 12/12m
    Vgl; Beisatz: Hier: Nachgeben der Befestigung eines Vordaches eines Marktstands wegen Klimmzügen eines Gastes. (T14)
  • 4 Ob 55/12k
    Entscheidungstext OGH 17.04.2012 4 Ob 55/12k
    Auch; Beisatz: Hier: Kleine Eisplatte unter der Schneedecke eines gestreuten Weges. (T15)
  • 5 Ob 118/19t
    Entscheidungstext OGH 24.09.2019 5 Ob 118/19t

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1959:RS0030035

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

05.11.2019

Dokumentnummer

JJR_19590128_OGH0002_0030OB00507_5800000_002

Rechtssatz für 2Ob112/59 6Ob47/61 2Ob2...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0023277

Geschäftszahl

2Ob112/59; 6Ob47/61; 2Ob276/61 (2Ob277/61); 1Ob49/67; 2Ob37/68; 2Ob116/70; 4Ob619/71; 5Ob507/76; 4Ob537/76; 8Ob150/78; 8Ob229/78; 2Ob61/79; 8Ob191/79; 6Ob550/80; 3Ob569/81; 3Ob623/82; 7Ob594/83; 6Ob676/82; 4Ob565/83; 2Ob180/83; 8Ob49/85; 2Ob121/88; 2Ob34/89; 2Ob93/89; 2Ob11/95; 2Ob2289/96y; 2Ob18/01p; 2Ob19/02m; 2Ob271/01v; 2Ob299/04s; 2Ob130/06s; 10Ob18/07f; 2Ob66/08g; 7Ob14/09y; 4Ob55/12k; 2Ob16/14p; 2Ob43/14h; 2Ob211/15s; 2Ob113/16f; 6Ob39/17d; 1Ob115/17v; 2Ob178/17s

Entscheidungsdatum

24.06.1959

Norm

ABGB §1295 IId3
StVO §93 Abs1

Rechtssatz

Einhaltung und Verletzung der Streupflicht sind nach objektiven Gesichtspunkten zu beurteilen; dabei orientiert sich die Grenze der Streupflicht an den Verkehrsbedürfnissen, anderseits an der Zumutbarkeit für den Streupflichtigen.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 112/59
    Entscheidungstext OGH 24.06.1959 2 Ob 112/59
    Veröff: ZVR 1960/17 S 16
  • 6 Ob 47/61
    Entscheidungstext OGH 15.02.1961 6 Ob 47/61
    Beisatz: Streupflicht der Gemeinde Bad Gastein. (T1) Veröff: ZVR 1961/188 S 143 = JBl 1962,325
  • 2 Ob 276/61
    Entscheidungstext OGH 20.10.1961 2 Ob 276/61
    Beisatz: Gemeinde Wien (T2) Veröff: ZVR 1962/116 S 103
  • 1 Ob 49/67
    Entscheidungstext OGH 14.09.1967 1 Ob 49/67
    Ähnlich; Beisatz: Finanzlandesdirektion Wien (T3)
  • 2 Ob 37/68
    Entscheidungstext OGH 04.04.1968 2 Ob 37/68
    nur: Dabei orientiert sich die Grenze der Streupflicht an den Verkehrsbedürfnissen. (T4); Beisatz: Zufahrtsweg zu einer Schottengrube der Gemeinde Axams. (T5) Veröff: ZVR 1969/252 S 217 = LwBetr 1969,223
  • 2 Ob 116/70
    Entscheidungstext OGH 23.04.1970 2 Ob 116/70
    nur T4; Beisatz: An die Streupflicht auf offenen Freilandstraßen dürfen keine übertriebenen Anforderungen gestellt werden. (T6) Veröff: ZVR 1971/89 S 106 (dort falsch zitiert mit 2 Ob 111/70)
  • 4 Ob 619/71
    Entscheidungstext OGH 19.10.1971 4 Ob 619/71
    nur T4; Veröff: ZVR 1972/153 S 299
  • 5 Ob 507/76
    Entscheidungstext OGH 03.02.1976 5 Ob 507/76
    Vgl auch; Beisatz: Kein Einfluss der Ortsabwesenheit des Streupflichtigen auf die Zumutbarkeit des Streuens; Stellvertreterbestellung nötig. (T7)
  • 4 Ob 537/76
    Entscheidungstext OGH 27.04.1976 4 Ob 537/76
    nur T4; Veröff: ZVR 1977/128 S 179
  • 8 Ob 150/78
    Entscheidungstext OGH 25.10.1978 8 Ob 150/78
    nur T4; Veröff: ZVR 1979/316 S 375
  • 8 Ob 229/78
    Entscheidungstext OGH 26.01.1979 8 Ob 229/78
    nur T4
  • 2 Ob 61/79
    Entscheidungstext OGH 24.04.1979 2 Ob 61/79
    nur: Einhaltung und Verletzung der Streupflicht sind orientiert an der Zumutbarkeit für den Streupflichtigen. (T8)
  • 8 Ob 191/79
    Entscheidungstext OGH 27.09.1979 8 Ob 191/79
    Beisatz: Hier: Allgemeine Instandhaltungspflicht. (T9)
  • 6 Ob 550/80
    Entscheidungstext OGH 23.04.1989 6 Ob 550/80
    Beisatz: Bei ständiger Eisbildung infolge Eisregens ist eine Betreuung des Gehsteiges in kürzeren Abständen als einer Stunde zumutbar. (T10)
  • 3 Ob 569/81
    Entscheidungstext OGH 25.11.1981 3 Ob 569/81
    Auch; Veröff: RZ 1982/58 S 220 = ZVR 1982/261 S 231
  • 3 Ob 623/82
    Entscheidungstext OGH 17.11.1982 3 Ob 623/82
  • 7 Ob 594/83
    Entscheidungstext OGH 05.05.1983 7 Ob 594/83
    Auch; Beisatz: Hier: Neuerliche Eisbildung auf Apothekenstufen innerhalb kürzester Zeit. (T11)
  • 6 Ob 676/82
    Entscheidungstext OGH 07.07.1983 6 Ob 676/82
    Beisatz: Ob eine gesetzlichen Vorschrift entsprechende ausreichende Streuung vorlag, hängt nicht davon ab, wieviele Menschen den Gehsteig ohne Sturz benützten, sondern davon, ob dadurch der Gehsteig in einem ein Höchstmaß an Sicherheit für die Passanten gewährleistenden Zustand gebracht und erhalten wurde. (T12) Veröff: ZVR 1984/226 S 227
  • 4 Ob 565/83
    Entscheidungstext OGH 06.09.1983 4 Ob 565/83
    nur T8; Beisatz: Demgemäß reichte die Räumung des Gehsteiges in der festgestellten Breite von 1,5 Meter aus, um sich aus der Schutzvorschrift ergebenden Verpflichtung Genüge zu tun. (T13)
  • 2 Ob 180/83
    Entscheidungstext OGH 17.01.1984 2 Ob 180/83
  • 8 Ob 49/85
    Entscheidungstext OGH 24.10.1985 8 Ob 49/85
    nur T8; Veröff: SZ 58/154 = ZVR 1987/8 S 12
  • 2 Ob 121/88
    Entscheidungstext OGH 25.10.1988 2 Ob 121/88
    Auch
  • 2 Ob 34/89
    Entscheidungstext OGH 30.08.1989 2 Ob 34/89
  • 2 Ob 93/89
    Entscheidungstext OGH 17.10.1989 2 Ob 93/89
    nur T8; nur T4; Veröff: JBl 1990,181
  • 2 Ob 11/95
    Entscheidungstext OGH 09.02.1995 2 Ob 11/95
    nur T8
  • 2 Ob 2289/96y
    Entscheidungstext OGH 04.09.1997 2 Ob 2289/96y
    Auch
  • 2 Ob 18/01p
    Entscheidungstext OGH 22.02.2001 2 Ob 18/01p
    Beisatz: Die Beurteilung des Umfanges der Streupflicht hat aufgrund der konkreten Umstände des Einzelfalles (konkretes Verkehrsbedürfnis und konkrete Zumutbarkeit) zu erfolgen, weshalb grundsätzlich die Voraussetzungen des § 502 Abs 1 ZPO nicht gegeben sind. (T14)
  • 2 Ob 19/02m
    Entscheidungstext OGH 10.10.2002 2 Ob 19/02m
    Beis wie T14
  • 2 Ob 271/01v
    Entscheidungstext OGH 07.04.2003 2 Ob 271/01v
    Beis wie T14
  • 2 Ob 299/04s
    Entscheidungstext OGH 03.02.2005 2 Ob 299/04s
    Auch; Beis wie T14
  • 2 Ob 130/06s
    Entscheidungstext OGH 29.06.2006 2 Ob 130/06s
    Auch; Beis wie T14
  • 10 Ob 18/07f
    Entscheidungstext OGH 20.03.2007 10 Ob 18/07f
    Auch; Beisatz: Hier: Verkehrssicherungspflichten verneint, weil wegen des zur Unfallszeit anhaltenden, teilweise starken Schneefalles die Zugänge zum Restaurant der Beklagten nur durch eine - der Beklagten nicht zumutbare - ununterbrochene Schneeräumung einigermaßen von dem Neuschnee freigehalten hätten werden können und auch allfällige Streumaßnahmen wegen des andauernden Schneefalls wirkungslos geblieben wären. (T15)
  • 2 Ob 66/08g
    Entscheidungstext OGH 10.04.2008 2 Ob 66/08g
    Vgl; Beis ähnlich wie T15; Beisatz: Die Grenze der Zumutbarkeit einer Räumungs- und Streupflicht wird dann überschritten, wenn bei andauerndem Schneefall oder sich ständig erneuerndem Glatteis das Räumen bzw Streuen mangels praktisch ins Gewicht fallender Wirkung für die Verkehrssicherheit nutzlos bleiben muss; dem zur Räumung und Streuung Verpflichteten kann eine ununterbrochene Schneeräumung und Sicherung der Verkehrswege nicht zugemutet werden. (T16)
  • 7 Ob 14/09y
    Entscheidungstext OGH 18.03.2009 7 Ob 14/09y
    Auch; Beis wie T14
  • 4 Ob 55/12k
    Entscheidungstext OGH 17.04.2012 4 Ob 55/12k
  • 2 Ob 16/14p
    Entscheidungstext OGH 28.03.2014 2 Ob 16/14p
    Beis wie T14; Beisatz: Auch zur auf Autobahnen gebotenen Salzstreuintensität kann der Oberste Gerichtshof keine allgemein gültigen konkreten Richtlinien vorgeben. Hier: Forderung nach flächendeckender Aufbringung von Tausalz trotz gerade noch ausreichendem Restsalzgehalt bei Messstellen ist vertretbar. (T17)
  • 2 Ob 43/14h
    Entscheidungstext OGH 28.03.2014 2 Ob 43/14h
    Vgl; Beis wie T14; Beis ähnlich wie T15, Beis ähnlich wie T16;
    Beisatz: Schneeräumung bzw Maßnahmen gegen Glatteis „rund um die Uhr“ regelmäßig unzumutbar. (T18)
  • 2 Ob 211/15s
    Entscheidungstext OGH 25.05.2016 2 Ob 211/15s
    Auch; Beis wie T10; Beisatz: Den Verpflichteten dürfen keine zwecklosen Maßnahmen abverlangt werden, ihr Aufwand muss in einem vernünftigen Verhältnis zur Erreichung des Zieles stehen. (T19)
  • 2 Ob 113/16f
    Entscheidungstext OGH 05.08.2016 2 Ob 113/16f
    Vgl auch; Beis wie T16; Veröff: SZ 2016/73
  • 6 Ob 39/17d
    Entscheidungstext OGH 19.04.2017 6 Ob 39/17d
    Auch; Beis wie T16
  • 1 Ob 115/17v
    Entscheidungstext OGH 12.07.2017 1 Ob 115/17v
    Beis ähnlich T14; Beisatz: Hier: Sturz auf einer Eisfläche zwischen geparkten Autos eines Parkplatzes; unterlassene Streumaßnahmen auf den Zwischenräumen zwischen den geparkten Fahrzeugen; keine schuldhafte Sorgfaltspflichtverletzung. (T20)
  • 2 Ob 178/17s
    Entscheidungstext OGH 14.12.2017 2 Ob 178/17s
    Vgl auch; Beis wie T14; Beis wie T19

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1959:RS0023277

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

26.04.2018

Dokumentnummer

JJR_19590624_OGH0002_0020OB00112_5900000_001

Rechtssatz für 6Ob4/75 7Ob574/76 3Ob56...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0023298

Geschäftszahl

6Ob4/75; 7Ob574/76; 3Ob569/81; 1Ob536/83; 4Ob571/83; 8Ob49/85; 2Ob66/08g; 7Ob14/09y; 4Ob55/12k; 6Ob39/17d

Entscheidungsdatum

30.01.1975

Norm

ABGB §1295 IIe
ABGB §1311 IIb
StVO §93 Abs1

Rechtssatz

Die Pflicht zur Schneesäuberung und die Streupflicht dürfen nicht überspannt werden (Geigel, Der Haftpflichtprozess 15. Auflage S 440; ÖRZ 1933,229; ZVR 1970/28 S 43; ZVR 1972/153 S 299; JBl 1965,474). Ein Gastwirt ist nicht verpflichtet, sein Lokal zu schließen, weil der (private) Zufahrtsweg wegen ununterbrochener starker Schneefälle schwerer begehbar ist.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 4/75
    Entscheidungstext OGH 30.01.1975 6 Ob 4/75
    Veröff: EvBl 1976/50 S 100 = ZVR 1975/248 S 334
  • 7 Ob 574/76
    Entscheidungstext OGH 29.04.1976 7 Ob 574/76
    nur: Die Pflicht zur Schneesäuberung und die Streupflicht dürfen nicht überspannt werden (Geigel, Der Haftpflichtprozess 15. Auflage S 440; RZ 1933,229; ZVR 1970/28 S 43; ZVR 1972/153 S 299; JBl 1965,474). (T1) Veröff: ZVR 1976/355 S 374
  • 3 Ob 569/81
    Entscheidungstext OGH 25.11.1981 3 Ob 569/81
    nur T1; Veröff: RZ 1982/58 S 220
  • 1 Ob 536/83
    Entscheidungstext OGH 23.02.1983 1 Ob 536/83
    nur T1
  • 4 Ob 571/83
    Entscheidungstext OGH 10.07.1984 4 Ob 571/83
    nur T1
  • 8 Ob 49/85
    Entscheidungstext OGH 24.10.1985 8 Ob 49/85
    Auch; nur T1; Veröff: SZ 58/154
  • 2 Ob 66/08g
    Entscheidungstext OGH 10.04.2008 2 Ob 66/08g
    Beisatz: Auch dann nicht überspannt werden, wenn sie einem Gastaufnahmevertrag entspringt. (T2)
  • 7 Ob 14/09y
    Entscheidungstext OGH 18.03.2009 7 Ob 14/09y
    Auch
  • 4 Ob 55/12k
    Entscheidungstext OGH 17.04.2012 4 Ob 55/12k
    Auch; Beis wie T2
  • 6 Ob 39/17d
    Entscheidungstext OGH 19.04.2017 6 Ob 39/17d
    Auch; nur T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1975:RS0023298

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

15.05.2017

Dokumentnummer

JJR_19750130_OGH0002_0060OB00004_7500000_001

Rechtssatz für 1Ob697/83 2Ob513/96 9Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0023726

Geschäftszahl

1Ob697/83; 2Ob513/96; 9Ob404/97w; 4Ob124/98h; 1Ob338/98g; 7Ob51/00a; 10Ob26/00x; 6Ob71/01m; 6Ob333/00i; 4Ob46/04z; 7Ob28/04z; 7Ob118/04k; 8Ob114/04d; 9Ob19/05t; 3Ob214/05z; 7Ob245/05p; 6Ob294/05m; 7Ob73/06w; 2Ob265/06v; 4Ob56/07z; 2Ob87/07v; 2Ob99/07h; 2Ob79/08v; 10Ob15/08s; 4Ob75/09x; 1Ob62/10i; 7Ob133/10z; 7Ob250/10f; 7Ob95/11p; 4Ob149/11g; 4Ob203/11y; 4Ob55/12k; 8Ob84/12d; 7Ob151/12z; 8Ob14/13m; 1Ob142/13h; 10Ob53/15i; 7Ob148/15p; 9Ob77/15m; 2Ob81/16z; 1Ob143/16k; 1Ob158/16s; 1Ob4/18x; 4Ob120/18b; 3Ob62/18s

Entscheidungsdatum

21.09.1983

Norm

ABGB §1295 IId2

Rechtssatz

Umfang und Intensität von Verkehrssicherungspflichten richten sich vor allem danach, in welchem Maß die Verkehrsteilnehmer selbst vorhandene Gefahren erkennen und ihnen begegnen können.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 697/83
    Entscheidungstext OGH 21.09.1983 1 Ob 697/83
  • 2 Ob 513/96
    Entscheidungstext OGH 04.07.1996 2 Ob 513/96
  • 9 Ob 404/97w
    Entscheidungstext OGH 28.01.1998 9 Ob 404/97w
  • 4 Ob 124/98h
    Entscheidungstext OGH 05.05.1998 4 Ob 124/98h
  • 1 Ob 338/98g
    Entscheidungstext OGH 19.01.1999 1 Ob 338/98g
  • 7 Ob 51/00a
    Entscheidungstext OGH 29.03.2000 7 Ob 51/00a
  • 10 Ob 26/00x
    Entscheidungstext OGH 25.07.2000 10 Ob 26/00x
  • 6 Ob 71/01m
    Entscheidungstext OGH 26.04.2001 6 Ob 71/01m
    Auch
  • 6 Ob 333/00i
    Entscheidungstext OGH 26.04.2001 6 Ob 333/00i
  • 4 Ob 46/04z
    Entscheidungstext OGH 16.03.2004 4 Ob 46/04z
  • 7 Ob 28/04z
    Entscheidungstext OGH 21.04.2004 7 Ob 28/04z
  • 7 Ob 118/04k
    Entscheidungstext OGH 16.06.2004 7 Ob 118/04k
  • 8 Ob 114/04d
    Entscheidungstext OGH 20.01.2005 8 Ob 114/04d
  • 9 Ob 19/05t
    Entscheidungstext OGH 03.08.2005 9 Ob 19/05t
  • 3 Ob 214/05z
    Entscheidungstext OGH 20.10.2005 3 Ob 214/05z
  • 7 Ob 245/05p
    Entscheidungstext OGH 09.11.2005 7 Ob 245/05p
  • 6 Ob 294/05m
    Entscheidungstext OGH 26.01.2006 6 Ob 294/05m
    Beisatz: Die Möglichkeit einer Gefahr muss erkennbar sein und vom Sorgfaltspflichtigen mit zumutbaren Maßnahmen abgewendet werden können. (T1)
    Beisatz: Hier: Die Gefahr des Besteigens der Pyramide durch Kinder war nicht nur wegen des festgestellten tatsächlichen Spielens von Kindern auf der Pyramide erkennbar war, sondern schon aufgrund der Eigenschaft des Bauwerks als geradezu „magischer Anziehungspunkt" für Kinder. Das Aufstellen eines Warnschilds und/oder einer Absperrung mittels Pflöcken und Bändern wäre eine mögliche und zumutbare Abwehrmaßnahme gewesen. (T2)
  • 7 Ob 73/06w
    Entscheidungstext OGH 26.04.2006 7 Ob 73/06w
  • 2 Ob 265/06v
    Entscheidungstext OGH 18.01.2007 2 Ob 265/06v
    Auch; Beisatz: War die Gefahr (hier: des Abrutschens) aufgrund vergleichbarer Vorfälle in der Vergangenheit für die verkehrssicherungspflichtige Betriebsunternehmerin erkennbar, wären zusätzliche Sicherungsmaßnahmen in zumutbarem Ausmaß (wie sie auch in der Folge veranlasst wurden) indiziert gewesen. (T3)
  • 4 Ob 56/07z
    Entscheidungstext OGH 23.04.2007 4 Ob 56/07z
    Beisatz: Hier: Verletzung eines Zusehers bei einem Eishockeyspiel der Klasse Miniknaben. (T4)
  • 2 Ob 87/07v
    Entscheidungstext OGH 15.11.2007 2 Ob 87/07v
  • 2 Ob 99/07h
    Entscheidungstext OGH 15.11.2007 2 Ob 99/07h
  • 2 Ob 79/08v
    Entscheidungstext OGH 29.05.2008 2 Ob 79/08v
  • 10 Ob 15/08s
    Entscheidungstext OGH 17.03.2009 10 Ob 15/08s
    Beisatz: Der konkrete Inhalt einer Verkehrssicherungspflicht kann immer nur von Fall zu Fall bestimmt werden; entscheidend ist vor allem, welche Maßnahmen zur Vermeidung einer Gefahr möglich und zumutbar sind. (T5)
    Beisatz: Hier: Verletzung einer Besucherin eines Krampuslaufs; Haftung des Veranstalters verneint. (T6)
  • 4 Ob 75/09x
    Entscheidungstext OGH 12.05.2009 4 Ob 75/09x
  • 1 Ob 62/10i
    Entscheidungstext OGH 01.06.2010 1 Ob 62/10i
  • 7 Ob 133/10z
    Entscheidungstext OGH 14.07.2010 7 Ob 133/10z
  • 7 Ob 250/10f
    Entscheidungstext OGH 16.06.2011 7 Ob 250/10f
    Auch; Beis wie T1
  • 7 Ob 95/11p
    Entscheidungstext OGH 06.07.2011 7 Ob 95/11p
  • 4 Ob 149/11g
    Entscheidungstext OGH 22.11.2011 4 Ob 149/11g
    Beisatz: Hier: Freizeitwiese. (T7)
  • 4 Ob 203/11y
    Entscheidungstext OGH 17.01.2012 4 Ob 203/11y
    Beis wie T5
  • 4 Ob 55/12k
    Entscheidungstext OGH 17.04.2012 4 Ob 55/12k
    Beisatz: Hier: Schneebedeckter Weg im alpinen Gelände. (T8)
  • 8 Ob 84/12d
    Entscheidungstext OGH 13.09.2012 8 Ob 84/12d
    Veröff: SZ 2012/91
  • 7 Ob 151/12z
    Entscheidungstext OGH 26.09.2012 7 Ob 151/12z
    Beisatz: Hier: Stehtisch in Bäckerei. (T9)
  • 8 Ob 14/13m
    Entscheidungstext OGH 27.06.2013 8 Ob 14/13m
  • 1 Ob 142/13h
    Entscheidungstext OGH 29.08.2013 1 Ob 142/13h
    Auch
  • 10 Ob 53/15i
    Entscheidungstext OGH 22.10.2015 10 Ob 53/15i
    Beisatz: Sturz aufgrund einer Lacke im Supermarkt. (T10)
  • 7 Ob 148/15p
    Entscheidungstext OGH 16.10.2015 7 Ob 148/15p
  • 9 Ob 77/15m
    Entscheidungstext OGH 26.07.2016 9 Ob 77/15m
    Auch; Beisatz: Hier: Wasserrutsche. (T11)
  • 2 Ob 81/16z
    Entscheidungstext OGH 05.08.2016 2 Ob 81/16z
  • 1 Ob 143/16k
    Entscheidungstext OGH 30.08.2016 1 Ob 143/16k
    Beis wie T5; Beisatz: Hier: Sturz auf vereister Stelle vor einer Autowaschbox. (T12)
  • 1 Ob 158/16s
    Entscheidungstext OGH 27.09.2016 1 Ob 158/16s
  • 1 Ob 4/18x
    Entscheidungstext OGH 27.02.2018 1 Ob 4/18x
    Beisatz: Hier: Absicherung eines Golfplatzes gegen Verletzung von Wanderern durch deutlich sichtbare Tafeln und Sonderplatzregeln; Haftung des Betreibers verneint. (T13)
  • 4 Ob 120/18b
    Entscheidungstext OGH 17.07.2018 4 Ob 120/18b
  • 3 Ob 62/18s
    Entscheidungstext OGH 14.08.2018 3 Ob 62/18s

Schlagworte

Verkehrssicherungspflicht

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1983:RS0023726

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

10.09.2018

Dokumentnummer

JJR_19830921_OGH0002_0010OB00697_8300000_002

Rechtssatz für 4Ob609/87 5Ob595/89 3Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0023801

Geschäftszahl

4Ob609/87; 5Ob595/89; 3Ob35/98p; 7Ob51/00a; 4Ob280/00f; 1Ob269/00s; 7Ob212/01d; 5Ob3/02f; 3Ob72/02p; 6Ob304/02b; 6Ob132/03k; 10Ob237/02d; 8Ob93/04s; 7Ob255/04g; 7Ob38/05x; 6Ob294/05m; 6Ob106/07t; 2Ob89/07p; 1Ob137/08s; 2Ob49/09h; 9Ob40/09m; 7Ob250/10f; 2Ob60/11d; 4Ob12/12m; 4Ob55/12k; 7Ob242/13h; 8Ob41/15k; 2Ob223/15f; 6Ob94/16s; 3Ob91/17d; 1Ob4/18x; 4Ob120/18b

Entscheidungsdatum

30.11.1987

Norm

ABGB §1295 IId2

Rechtssatz

Die allgemeine Verkehrssicherungspflicht verlangt Sicherungsmaßnahmen zum Schutz aller Personen, deren Rechtsgüter durch die Schaffung einer Gefahrenlage verletzt werden können. Das bezieht sich auch auf Gefahren, die erst durch den unerlaubten und vorsätzlichen Eingriff eines Dritten entstehen. Voraussetzung ist allerdings immer, dass die Möglichkeit der Verletzung von Rechtsgütern Dritter bei objektiver sachkundiger Betrachtung zu erkennen ist.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 609/87
    Entscheidungstext OGH 30.11.1987 4 Ob 609/87
    Veröff: SZ 60/256 = JBl 1988,318
  • 5 Ob 595/89
    Entscheidungstext OGH 12.09.1989 5 Ob 595/89
    Veröff: JBl 1990,113
  • 3 Ob 35/98p
    Entscheidungstext OGH 28.01.1998 3 Ob 35/98p
  • 7 Ob 51/00a
    Entscheidungstext OGH 29.03.2000 7 Ob 51/00a
    Vgl auch; nur: Voraussetzung ist allerdings immer, dass die Möglichkeit der Verletzung von Rechtsgütern Dritter bei objektiver sachkundiger Betrachtung zu erkennen ist. (T1)
  • 4 Ob 280/00f
    Entscheidungstext OGH 14.11.2000 4 Ob 280/00f
    nur T1
  • 1 Ob 269/00s
    Entscheidungstext OGH 22.10.2001 1 Ob 269/00s
    Auch; Beisatz: Der Verkehrssicherungspflichtige muss die Anlage für die befugten Benützer in verkehrssicherem und gefahrlosem Zustand erhalten und diese vor erkennbaren Gefahren schützen. (T2)
  • 7 Ob 212/01d
    Entscheidungstext OGH 19.12.2001 7 Ob 212/01d
    nur T1
  • 5 Ob 3/02f
    Entscheidungstext OGH 29.01.2002 5 Ob 3/02f
    nur T1
  • 3 Ob 72/02p
    Entscheidungstext OGH 18.07.2002 3 Ob 72/02p
    Vgl aber; Beisatz: Soweit ausgeführt wurde, es werde im Rahmen der allgemeinen Verkehrssicherungspflicht auch für die Verletzung von Rechtsgütern Dritter gehaftet, geht es dabei in Wahrheit um das Schaffen einer Gefahrenquelle, worauf die Haftung im Wesentlichen auf dem sogenannten Ingerenzprinzip beruht. (T3)
  • 6 Ob 304/02b
    Entscheidungstext OGH 23.01.2003 6 Ob 304/02b
    Auch; nur T1
  • 6 Ob 132/03k
    Entscheidungstext OGH 11.09.2003 6 Ob 132/03k
    Vgl; Beis wie T2
  • 10 Ob 237/02d
    Entscheidungstext OGH 18.05.2004 10 Ob 237/02d
    Auch; nur: Die allgemeine Verkehrssicherungspflicht verlangt Sicherungsmaßnahmen zum Schutz aller Personen, deren Rechtsgüter durch die Schaffung einer Gefahrenlage verletzt werden können. Voraussetzung ist allerdings immer, dass die Möglichkeit der Verletzung von Rechtsgütern Dritter bei objektiver sachkundiger Betrachtung zu erkennen ist. (T4)
  • 8 Ob 93/04s
    Entscheidungstext OGH 20.10.2004 8 Ob 93/04s
    Auch
  • 7 Ob 255/04g
    Entscheidungstext OGH 17.11.2004 7 Ob 255/04g
  • 7 Ob 38/05x
    Entscheidungstext OGH 16.03.2005 7 Ob 38/05x
    Auch
  • 6 Ob 294/05m
    Entscheidungstext OGH 26.01.2006 6 Ob 294/05m
    Beisatz: Insbesondere wenn die Möglichkeit besteht, dass Personen versehentlich in den Gefahrenbereich gelangen oder dass Kinder und andere Personen, die nicht die nötige Einsichtsfähigkeit haben, um sich selbst vor Schaden zu bewahren, gefährdet werden, kann eine Interessenabwägung ergeben, dass der Inhaber der Gefahrenquelle dennoch zumutbare Maßnahmen zur Vermeidung von Schädigungen zu ergreifen hat. (T5)
    Beisatz: Hier: Mit der Möglichkeit, ja sogar mit einer höheren Wahrscheinlichkeit des Besteigens der Pyramide durch Unbefugte war zu rechnen. (T6)
  • 6 Ob 106/07t
    Entscheidungstext OGH 21.06.2007 6 Ob 106/07t
    Auch; nur T1; Beis wie T2; Beisatz: Hier: Verletzung einer Zuschauerin beim Eishockeymatch - Haftung der Betriebsgesellschaft der Eishockeyhalle bejaht. (T7)
  • 2 Ob 89/07p
    Entscheidungstext OGH 30.08.2007 2 Ob 89/07p
    Auch; Beisatz: Die aus dem Ingerenzprinzip abgeleitete allgemeine Verkehrssicherungspflicht wird auch nicht schon allein dadurch ausgeschlossen, dass der Verletzte in ein fremdes Rechtsgut eingedrungen ist. (T8)
  • 1 Ob 137/08s
    Entscheidungstext OGH 11.08.2008 1 Ob 137/08s
    Vgl auch; nur T1; Beisatz: Eine deliktische Haftung nach allgemeinen Grundsätzen kommt nur für ein solches Verhalten in Betracht, dessen Gefährdungspotenzial „voraussehbar" ist. (T9)
  • 2 Ob 49/09h
    Entscheidungstext OGH 29.10.2009 2 Ob 49/09h
    Auch; nur T1
  • 9 Ob 40/09m
    Entscheidungstext OGH 26.05.2010 9 Ob 40/09m
  • 7 Ob 250/10f
    Entscheidungstext OGH 16.06.2011 7 Ob 250/10f
    Auch
  • 2 Ob 60/11d
    Entscheidungstext OGH 30.08.2011 2 Ob 60/11d
    Auch; Beis wie T2; Beis wie T8
  • 4 Ob 12/12m
    Entscheidungstext OGH 27.03.2012 4 Ob 12/12m
    Beisatz: Hier: Nachgeben der Befestigung eines Vordaches eines Marktstands wegen Klimmzügen eines Gastes. (T10)
  • 4 Ob 55/12k
    Entscheidungstext OGH 17.04.2012 4 Ob 55/12k
    Vgl auch; nur T1; Beisatz: Hier: Kleine Eisplatte unter der Schneedecke eines gestreuten Weges. (T11)
  • 7 Ob 242/13h
    Entscheidungstext OGH 26.02.2014 7 Ob 242/13h
  • 8 Ob 41/15k
    Entscheidungstext OGH 25.08.2015 8 Ob 41/15k
    Vgl auch; Beis wie T2; Beisatz: Die Festlegung, unter welchen besonderen Umständen bestimmte Maßnahmen zur Verhinderung eines Fehlgebrauchs der Anlage notwendig und zumutbar sind, ist wegen der gänzlich unterschiedlichen Gegebenheiten selbst bei gleichartigen Anlagen nicht möglich. Ihre Beurteilung hängt vielmehr jeweils von den besonderen Umständen des Einzelfalls ab. (T12)
  • 2 Ob 223/15f
    Entscheidungstext OGH 19.12.2016 2 Ob 223/15f
    Auch
  • 6 Ob 94/16s
    Entscheidungstext OGH 27.02.2017 6 Ob 94/16s
    Auch; Beis wie T2
  • 3 Ob 91/17d
    Entscheidungstext OGH 25.10.2017 3 Ob 91/17d
    Beis wie T8
  • 1 Ob 4/18x
    Entscheidungstext OGH 27.02.2018 1 Ob 4/18x
    Auch; Beisatz: Schuldhafte Verletzung von Verkehrssicherungspflicht löst Ersatzpflichten aus. (T13)
  • 4 Ob 120/18b
    Entscheidungstext OGH 17.07.2018 4 Ob 120/18b
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1987:RS0023801

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

21.08.2018

Dokumentnummer

JJR_19871130_OGH0002_0040OB00609_8700000_003

Entscheidungstext 4Ob55/12k

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Fundstelle

MietSlg 64.198 = MietSlg 64.715

Geschäftszahl

4Ob55/12k

Entscheidungsdatum

17.04.2012

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht durch die Senatspräsidentin Dr. Schenk als Vorsitzende sowie die Hofräte Dr. Vogel, Dr. Jensik, Dr. Musger und Dr. Schwarzenbacher als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei M***** R*****, vertreten durch Dr. Gerald Kreuzberger, Rechtsanwalt in Graz, gegen die beklagte Partei B***** GmbH, *****, vertreten durch Dr. Harald Schwendinger und Dr. Brigitte Piber, Rechtsanwälte in Salzburg, wegen 32.500 EUR sA und Feststellung (Streitwert: 1.000 EUR), über die außerordentliche Revision der klagenden Partei gegen das Urteil des Landesgerichts Salzburg als Berufungsgericht vom 8. Februar 2012, GZ 22 R 478/11i-36, womit das Urteil des Bezirksgerichts Saalfelden vom 29. September 2011, GZ 2 C 595/11m-25, (in der Hauptsache) bestätigt wurde, den

Beschluss

gefasst:

Spruch

Die außerordentliche Revision wird mangels der Voraussetzungen des § 502 Abs 1 ZPO zurückgewiesen.

Begründung:

Rechtliche Beurteilung

Die angefochtene Entscheidung hält sich im Rahmen der ständigen Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofs, dass die Anforderungen an die Verkehrssicherungspflicht nicht überspannt werden dürfen (RIS-Justiz RS0023487, RS0023893, RS0023950), soll sie keine in Wahrheit vom Verschulden unabhängige Haftung des Sicherungspflichtigen zur Folge haben (RIS-Justiz RS0023950). Umfang und Intensität von Verkehrssicherungspflichten richten sich dabei vor allem danach, in welchem Maß die Verkehrsteilnehmer selbst vorhandene Gefahren erkennen und ihnen begegnen können (RIS-Justiz RS0023726). Der konkrete Inhalt einer Verkehrssicherungspflicht kann immer nur von Fall zu Fall bestimmt werden (RIS-Justiz RS0029874, RS0110202). Gleiches gilt für das Maß der Zumutbarkeit geeigneter Vorkehrungen gegen einen Schadenseintritt (RIS-Justiz RS0029874). Voraussetzung ist immer, dass die Möglichkeit der Verletzung von Rechtsgütern Dritter bei objektiver sachkundiger Betrachtung zu erkennen ist; ein Hauseigentümer muss alle Vorkehrungen treffen, die vernünftigerweise nach den Umständen von ihm erwartet werden können (4 Ob 12/12m mwN).

Einhaltung und Verletzung der Streupflicht sind nach objektiven Gesichtspunkten zu beurteilen; dabei orientiert sich die Grenze der Streupflicht einerseits an den Verkehrsbedürfnissen, andererseits an der Zumutbarkeit für den Streupflichtigen (RIS-Justiz RS0023277). Wiederholt ausgesprochen wurde auch, dass die Pflicht zur Schneesäuberung und die Streupflicht nicht überspannt werden dürfen (RIS-Justiz RS0023298), auch dann nicht, wenn sie einem Gastaufnahmevertrag entspringt (2 Ob 66/08g).

Die Auffassung der Vorinstanzen, dass die Beklagte bzw ihre Erfüllungsgehilfen der Schneelage entsprechend ausreichend gestreut haben, bildet keine vom Obersten Gerichtshof im Interesse der Rechtssicherheit aufzugreifende Fehlbeurteilung. Dass sich unter der Schneeschicht „eine kleine, isolierte Eisschicht“ befand, welche das Erstgericht als Ursache für den Sturz der Klägerin feststellte, vermag entgegen der Auffassung der Klägerin keine besondere Warnpflicht der Beklagten auszulösen, weil einerseits nach dem festgestellten Sachverhalt keine konkreten Anhaltspunkte für das Vorhandensein dieser konkreten Unfallursache vorhanden waren, andererseits die abstrakte Gefahr, bei Schneelage im alpinen Gelände auszurutschen, auch für die Klägerin vorhersehbar war.

Vom Berufungsgericht bereits verneinte Mängel des erstinstanzlichen Verfahrens bilden von vornherein keinen Revisionsgrund (RIS-Justiz RS0042936). Überdies unterlässt es die Klägerin, die Relevanz des angeblichen Verfahrensmangels (unterbliebene Einvernahme vor dem erkennenden Gericht nach Rechtshilfevernehmung) darzulegen; sie selbst und ihr Vertreter waren bei der Rechtshilfeeinvernahme der Zeugen anwesend, eine Einschränkung ihres Fragerechts behauptet sie nicht.

Textnummer

E100587

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2012:0040OB00055.12K.0417.000

Im RIS seit

10.05.2012

Zuletzt aktualisiert am

24.02.2014

Dokumentnummer

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