Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 6Ob636/90 7Ob615/90 4Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0042437

Geschäftszahl

6Ob636/90; 7Ob615/90; 4Ob512/91; 2Ob22/91; 1Ob624/91; 1Ob11/92; 8Ob612/92; 7Ob545/93; 7Ob518/93; 3Ob518/93; 6Ob566/93; 3Ob506/93; 8Ob561/93; 1Ob596/93; 3Ob25/94; 3Ob521/94; 8Ob644/93; 3Ob20/94; 7Ob611/94; 1Ob557/94; 3Ob29/95 (3Ob30/95, 3Ob33/95); 4Ob536/95; 2Ob558/95; 9Ob1565/95; 1Ob545/93; 1Ob44/93; 1Ob477/95; 1Ob511/96; 4Ob2279/96t; 7Ob2434/96h; 4Ob2380/96w; 1Ob171/97x; 1Ob215/97t; 7Ob17/98w; 10Ob152/98w; 6Ob173/98d; 9Ob107/99x; 3Ob186/99w; 9Ob243/99x; 3Ob302/99d; 3Ob53/00s; 1Ob196/00f; 1Ob243/00t; 6Ob158/01f; 1Ob115/01w; 1Ob319/01w; 3Ob62/02t; 1Ob214/01d; 7Ob111/02b; 3Ob91/03h; 1Ob13/04z; 8Ob132/04a; 3Ob206/05y; 10Ob138/05z; 3Ob41/06k; 4Ob40/06w; 3Ob38/06v; 9Ob99/06h; 4Ob166/07a; 7Ob34/08p; 5Ob122/08i; 7Ob212/08i; 4Ob180/08m; 2Ob5/09p; 5Ob278/08f; 4Ob102/09t; 6Ob46/08w; 6Ob164/09z; 6Ob200/09v; 5Ob100/10g; 7Ob47/10b; 17Ob13/10a; 4Ob168/10z; 10Ob33/11t; 1Ob87/11t; 3Ob2/11g; 2Ob116/11i; 1Ob223/11t; 2Ob8/12h; 1Ob47/12m; 4Ob147/12i; 4Ob176/12d; 6Ob145/12k; 9Ob4/13y; 4Ob152/13a; 4Ob19/14v; 1Ob32/14h; 1Ob182/15v; 3Ob250/15h; 6Ob230/16s; 6Ob53/17p; 8Ob112/17d; 5Ob22/18y; 6Ob153/18w; 6Ob204/18w

Entscheidungsdatum

06.09.1990

Norm

ZPO §500 Abs2 Z1 IIi
ZPO idF WGN 1989 §500 Abs3 IIIb
ZPO idF WGN 1989 §500 Abs4
AußStrG 2005 §59 Abs2
AußStrG 2005 §59 Abs3
AußStrG 2005 §59 Abs4 Satz1

Rechtssatz

§ 500 Abs 2 Z 1 ZPO ist dahin zu verstehen, dass das Berufungsgericht bei allen nicht ausschließlich in Geld bestehenden Ansprüchen mit Ausnahme jener, für die die Ausnahmeregelung des § 502 Abs 3 ZPO gilt, einen Anspruch über den Wert des Entscheidungsgegenstandes zu treffen hat. Dieser Ausspruch ist gemäß § 500 Abs 3 und Abs 4 unanfechtbar und bindend, soferne nicht zwingende Bewertungsvorschriften verletzt wurden.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 636/90
    Entscheidungstext OGH 06.09.1990 6 Ob 636/90
  • 7 Ob 615/90
    Entscheidungstext OGH 15.11.1990 7 Ob 615/90
    Veröff: VersR 1991,907
  • 4 Ob 512/91
    Entscheidungstext OGH 09.04.1991 4 Ob 512/91
    Auch; Veröff: EvBl 1991,208 (Würth)
  • 2 Ob 22/91
    Entscheidungstext OGH 29.05.1991 2 Ob 22/91
    nur: Dieser Ausspruch ist gemäß § 500 Abs 3 und Abs 4 unanfechtbar und bindend, soferne nicht zwingende Bewertungsvorschriften verletzt wurden. (T1)
  • 1 Ob 624/91
    Entscheidungstext OGH 18.12.1991 1 Ob 624/91
    Auch; nur T1
  • 1 Ob 11/92
    Entscheidungstext OGH 24.04.1992 1 Ob 11/92
    Auch
  • 8 Ob 612/92
    Entscheidungstext OGH 08.10.1992 8 Ob 612/92
    nur T1
  • 7 Ob 545/93
    Entscheidungstext OGH 30.06.1993 7 Ob 545/93
    nur T1
  • 7 Ob 518/93
    Entscheidungstext OGH 14.07.1993 7 Ob 518/93
  • 3 Ob 518/93
    Entscheidungstext OGH 02.06.1993 3 Ob 518/93
    nur T1
  • 6 Ob 566/93
    Entscheidungstext OGH 01.07.1993 6 Ob 566/93
    nur T1
  • 3 Ob 506/93
    Entscheidungstext OGH 28.04.1993 3 Ob 506/93
    Auch; nur T1
  • 8 Ob 561/93
    Entscheidungstext OGH 09.09.1993 8 Ob 561/93
    nur T1
  • 1 Ob 596/93
    Entscheidungstext OGH 19.10.1993 1 Ob 596/93
    nur T1
  • 3 Ob 25/94
    Entscheidungstext OGH 27.04.1994 3 Ob 25/94
    Auch; nur T1
  • 3 Ob 521/94
    Entscheidungstext OGH 27.04.1994 3 Ob 521/94
    nur T1
  • 8 Ob 644/93
    Entscheidungstext OGH 28.04.1994 8 Ob 644/93
    nur T1
  • 3 Ob 20/94
    Entscheidungstext OGH 27.04.1994 3 Ob 20/94
  • 7 Ob 611/94
    Entscheidungstext OGH 19.10.1994 7 Ob 611/94
    nur T1
  • 1 Ob 557/94
    Entscheidungstext OGH 22.06.1994 1 Ob 557/94
    Auch; nur T1
  • 3 Ob 29/95
    Entscheidungstext OGH 29.03.1995 3 Ob 29/95
  • 4 Ob 536/95
    Entscheidungstext OGH 13.06.1995 4 Ob 536/95
    nur T1
  • 2 Ob 558/95
    Entscheidungstext OGH 24.08.1995 2 Ob 558/95
    Auch; nur T1
  • 9 Ob 1565/95
    Entscheidungstext OGH 13.09.1995 9 Ob 1565/95
    nur: § 500 Abs 2 Z 1 ZPO ist dahin zu verstehen, dass das Berufungsgericht bei allen nicht ausschließlich in Geld bestehenden Ansprüchen mit Ausnahme jener, für die die Ausnahmeregelung des § 502 Abs 3 ZPO gilt, einen Anspruch über den Wert des Entscheidungsgegenstandes zu treffen hat. (T2)
  • 1 Ob 545/93
    Entscheidungstext OGH 25.08.1993 1 Ob 545/93
    Auch
  • 1 Ob 44/93
    Entscheidungstext OGH 16.02.1994 1 Ob 44/93
    Auch
  • 1 Ob 477/95
    Entscheidungstext OGH 27.07.1995 1 Ob 477/95
    Auch; nur T1
  • 1 Ob 511/96
    Entscheidungstext OGH 04.06.1996 1 Ob 511/96
    Auch
  • 4 Ob 2279/96t
    Entscheidungstext OGH 17.09.1996 4 Ob 2279/96t
  • 7 Ob 2434/96h
    Entscheidungstext OGH 15.01.1997 7 Ob 2434/96h
    nur T1
  • 4 Ob 2380/96w
    Entscheidungstext OGH 28.01.1997 4 Ob 2380/96w
  • 1 Ob 171/97x
    Entscheidungstext OGH 24.06.1997 1 Ob 171/97x
    nur T1
  • 1 Ob 215/97t
    Entscheidungstext OGH 15.07.1997 1 Ob 215/97t
    nur T1
  • 7 Ob 17/98w
    Entscheidungstext OGH 10.02.1998 7 Ob 17/98w
    Vgl
  • 10 Ob 152/98w
    Entscheidungstext OGH 28.04.1998 10 Ob 152/98w
    Auch; nur T1
  • 6 Ob 173/98d
    Entscheidungstext OGH 24.09.1998 6 Ob 173/98d
    Auch; nur T1
  • 9 Ob 107/99x
    Entscheidungstext OGH 05.05.1999 9 Ob 107/99x
    nur T1
  • 3 Ob 186/99w
    Entscheidungstext OGH 25.08.1999 3 Ob 186/99w
    nur T1
  • 9 Ob 243/99x
    Entscheidungstext OGH 29.09.1999 9 Ob 243/99x
    nur T1
  • 3 Ob 302/99d
    Entscheidungstext OGH 22.12.1999 3 Ob 302/99d
    Vgl; Beisatz: Enthält die Entscheidung eines Gerichtes zweiter Instanz einen Bewertungsausspruch nach § 500 Abs 2 Z 1 ZPO, obwohl ein solcher nicht zu machen war, ist der Oberste Gerichtshof daran nicht gebunden. (T3)
  • 3 Ob 53/00s
    Entscheidungstext OGH 22.03.2000 3 Ob 53/00s
    Auch; nur T1
  • 1 Ob 196/00f
    Entscheidungstext OGH 29.08.2000 1 Ob 196/00f
  • 1 Ob 243/00t
    Entscheidungstext OGH 24.10.2000 1 Ob 243/00t
    nur T1
  • 6 Ob 158/01f
    Entscheidungstext OGH 05.07.2001 6 Ob 158/01f
    Auch; nur T1; Beisatz: Hier: § 55 JN. (T4)
  • 1 Ob 115/01w
    Entscheidungstext OGH 29.05.2001 1 Ob 115/01w
    Auch; Beisatz: Hier: Räumungsklage und Feststellungsklage wegen titelloser Benützung. (T5)
  • 1 Ob 319/01w
    Entscheidungstext OGH 29.01.2002 1 Ob 319/01w
    Auch; Beis wie T5
  • 3 Ob 62/02t
    Entscheidungstext OGH 20.03.2002 3 Ob 62/02t
    Auch; Beisatz: Bei Vorliegen mehrerer selbstständiger, miteinander nicht in rechtlichem oder tatsächlichem Zusammenhang stehender Begehren müssen gesonderte Aussprüche erfolgen. (T6)
  • 1 Ob 214/01d
    Entscheidungstext OGH 30.04.2002 1 Ob 214/01d
    Beis wie T3; Beisatz: Hier: Unterlassungsklage. (T7)
    Beisatz: Eine im Ermessensbereich vorgenommene Bewertung entzieht sich einer Beurteilung durch den Obersten Gerichtshof. (T8)
  • 7 Ob 111/02b
    Entscheidungstext OGH 12.06.2002 7 Ob 111/02b
    Vgl; Beis wie T1
  • 3 Ob 91/03h
    Entscheidungstext OGH 24.04.2003 3 Ob 91/03h
    Vgl auch; Beis wie T5; Beisatz: Gegebenenfalls ist die Bewertung des Entscheidungsgegenstands nachzuholen, da sich ohne eine solche Bewertung die Kognitionsbefugnis des Obersten Gerichtshofs nicht klären lässt. (T9)
  • 1 Ob 13/04z
    Entscheidungstext OGH 18.03.2004 1 Ob 13/04z
  • 8 Ob 132/04a
    Entscheidungstext OGH 20.01.2005 8 Ob 132/04a
  • 3 Ob 206/05y
    Entscheidungstext OGH 24.08.2005 3 Ob 206/05y
    Auch; nur T1
  • 10 Ob 138/05z
    Entscheidungstext OGH 22.12.2005 10 Ob 138/05z
    Auch
  • 3 Ob 41/06k
    Entscheidungstext OGH 29.03.2006 3 Ob 41/06k
    Auch; nur T1
  • 4 Ob 40/06w
    Entscheidungstext OGH 20.04.2006 4 Ob 40/06w
    nur T1
  • 3 Ob 38/06v
    Entscheidungstext OGH 30.05.2006 3 Ob 38/06v
    nur T1; Beisatz: Nur wenn das Berufungsgericht im Gesetz angeführte zwingende Bewertungsvorschriften verletzt oder eine offenkundige Unterbewertung vorliegt, besteht keine Bindung des Obersten Gerichtshofs an die Bewertung des Berufungsgerichts. (T10)
  • 9 Ob 99/06h
    Entscheidungstext OGH 15.11.2006 9 Ob 99/06h
    Auch; Beis wie T9
  • 4 Ob 166/07a
    Entscheidungstext OGH 13.11.2007 4 Ob 166/07a
    nur T1
  • 7 Ob 34/08p
    Entscheidungstext OGH 12.03.2008 7 Ob 34/08p
    nur T1; Beis wie T10
  • 5 Ob 122/08i
    Entscheidungstext OGH 14.07.2008 5 Ob 122/08i
    Vgl; Beis wie T4; Beisatz: Der Bewertungsausspruch des Gerichts zweiter Instanz ist - auch im Verfahren außer Streitsachen - unanfechtbar und für den Obersten Gerichtshof bindend, wenn zwingende Bewertungsvorschriften nicht verletzt wurden, eine offenkundige Unterbewertung oder Überbewertung nicht vorliegt oder eine Bewertung nicht überhaupt hätte unterbleiben müssen. (T11)
    Beisatz: Hier: Verfahren wegen §§ 52 Abs 1 Z 8, 21 Abs 3 WEG 2002. (T12)
  • 7 Ob 212/08i
    Entscheidungstext OGH 05.11.2008 7 Ob 212/08i
    Vgl; Beisatz: Hier: Räumung wegen bestandtitelloser Benützung. (T13)
    Beis ähnlich wie T9; Beisatz: Es besteht nämlich für den Obersten Gerichtshof keine Bindung, wenn das Berufungsgericht durch die gesetzwidrige Verweigerung eines Bewertungsausspruchs in die zwingende Regelung der Revisionszulässigkeit eingreift. Insoweit ist dem Berufungsgericht jegliche Einflussnahme auf die Anfechtbarkeit seiner Entscheidung funktionell versagt, sodass ihm die Nachholung eines zunächst abgelehnten, für die Prüfung der Revisionszulässigkeit jedoch unumgänglichen Bewertungsausspruchs aufgetragen werden kann. (T14)
  • 4 Ob 180/08m
    Entscheidungstext OGH 15.12.2008 4 Ob 180/08m
    Auch; Beis wie T10
  • 2 Ob 5/09p
    Entscheidungstext OGH 29.01.2009 2 Ob 5/09p
    Auch; nur T1; Auch Beis wie T11
  • 5 Ob 278/08f
    Entscheidungstext OGH 27.01.2009 5 Ob 278/08f
    Vgl; Beis wie T11; Beisatz: § 59 Abs 2 AußStrG verpflichtet das Rekursgericht (nur) zu einem Bewertungsausspruch. Eine Begründung für diese Bewertung mag im Einzelfall zur Vermeidung eines Verdachts auf einen Ermessensexzess angezeigt sein, ist aber nicht zwingend vorgesehen. Demnach liegt im Fehlen einer Begründung für den Bewertungsausspruch keine Nichtigkeit. (T15)
  • 4 Ob 102/09t
    Entscheidungstext OGH 14.07.2009 4 Ob 102/09t
    Vgl
  • 6 Ob 46/08w
    Entscheidungstext OGH 13.03.2008 6 Ob 46/08w
  • 6 Ob 164/09z
    Entscheidungstext OGH 18.09.2009 6 Ob 164/09z
    Vgl; Bem: Hier: Auf § 1330 ABGB gestützte Unterlassungsansprüche. (T16)
  • 6 Ob 200/09v
    Entscheidungstext OGH 16.10.2009 6 Ob 200/09v
    Vgl; Bem wie T16
  • 5 Ob 100/10g
    Entscheidungstext OGH 22.06.2010 5 Ob 100/10g
    Vgl; Beisatz: Hier: Grundbuchsverfahren. (T17)
  • 7 Ob 47/10b
    Entscheidungstext OGH 30.06.2010 7 Ob 47/10b
    Auch; Beis wie T9; Beis wie T14
  • 17 Ob 13/10a
    Entscheidungstext OGH 05.10.2010 17 Ob 13/10a
    Vgl
  • 4 Ob 168/10z
    Entscheidungstext OGH 05.10.2010 4 Ob 168/10z
    Vgl auch; nur T1
  • 10 Ob 33/11t
    Entscheidungstext OGH 09.06.2011 10 Ob 33/11t
    Auch
  • 1 Ob 87/11t
    Entscheidungstext OGH 24.05.2011 1 Ob 87/11t
    Auch; nur T1; Beis wie T3; Beis wie T11
  • 3 Ob 2/11g
    Entscheidungstext OGH 06.07.2011 3 Ob 2/11g
    Auch
  • 2 Ob 116/11i
    Entscheidungstext OGH 14.07.2011 2 Ob 116/11i
    Auch; nur T1
  • 1 Ob 223/11t
    Entscheidungstext OGH 24.11.2011 1 Ob 223/11t
    Auch; nur T2; Beis wie T9
  • 2 Ob 8/12h
    Entscheidungstext OGH 19.01.2012 2 Ob 8/12h
    Auch; Beis wie T8
  • 1 Ob 47/12m
    Entscheidungstext OGH 23.03.2012 1 Ob 47/12m
    Vgl auch; Beis wie T4; Beis wie T6
  • 4 Ob 147/12i
    Entscheidungstext OGH 18.09.2012 4 Ob 147/12i
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T6; Beis ähnlich wie T8; Beisatz: Hat das Berufungsgericht einheitlich bewertet, obwohl die Ansprüche nicht zusammenzurechnen sind, trägt der Oberste Gerichtshof erforderlichenfalls die Ergänzung des Bewertungsausspruchs auf; umgekehrt ist die gesonderte Bewertung eines von mehren Ansprüchen für die Zulässigkeit einer außerordentlichen Revision unerheblich, wenn dieser Anspruch mit einem anderen zusammenzurechnen ist, den das Berufungsgericht mit über 30.000 EUR bewertet hatte. (T18)
  • 4 Ob 176/12d
    Entscheidungstext OGH 18.10.2012 4 Ob 176/12d
    Auch; Beis wie T8
  • 6 Ob 145/12k
    Entscheidungstext OGH 13.09.2012 6 Ob 145/12k
    Vgl; Beisatz: Dies hat der Oberste Gerichtshof nicht nur für Unterlassungsansprüche, sondern auch für auf § 1330 ABGB gestützte Widerrufsbegehren ausgesprochen. (T19)
  • 9 Ob 4/13y
    Entscheidungstext OGH 24.04.2013 9 Ob 4/13y
    Vgl; Beis wie T3
  • 4 Ob 152/13a
    Entscheidungstext OGH 23.09.2013 4 Ob 152/13a
    Vgl auch
  • 4 Ob 19/14v
    Entscheidungstext OGH 17.02.2014 4 Ob 19/14v
    Auch
  • 1 Ob 32/14h
    Entscheidungstext OGH 27.02.2014 1 Ob 32/14h
    Vgl; Beis wie T3
  • 1 Ob 182/15v
    Entscheidungstext OGH 17.09.2015 1 Ob 182/15v
    Auch
  • 3 Ob 250/15h
    Entscheidungstext OGH 20.01.2016 3 Ob 250/15h
    Auch; Beis wie T3
  • 6 Ob 230/16s
    Entscheidungstext OGH 29.11.2016 6 Ob 230/16s
    Auch; Beis wie T19
  • 6 Ob 53/17p
    Entscheidungstext OGH 29.03.2017 6 Ob 53/17p
    Auch; Bem wie T16
  • 8 Ob 112/17d
    Entscheidungstext OGH 25.10.2017 8 Ob 112/17d
    Auch; nur T1; Beis wie T8; Beis wie T10
  • 5 Ob 22/18y
    Entscheidungstext OGH 18.07.2018 5 Ob 22/18y
  • 6 Ob 153/18w
    Entscheidungstext OGH 31.08.2018 6 Ob 153/18w
    Vgl; Beis wie T14; Beis wie T16
  • 6 Ob 204/18w
    Entscheidungstext OGH 21.11.2018 6 Ob 204/18w
    Auch; Beis wie T16; Beis wie T19

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1990:RS0042437

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

25.01.2019

Dokumentnummer

JJR_19900906_OGH0002_0060OB00636_9000000_001

Rechtssatz für 4Ob512/91 1Ob624/91 1Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0043252

Geschäftszahl

4Ob512/91; 1Ob624/91; 1Ob526/93; 3Ob521/94; 1Ob1702/94; 1Ob138/99x; 6Ob272/03y; 4Ob159/05v; 2Ob30/08p; 5Ob150/08g; 9Ob25/08d (9Ob26/08a); 9Ob2/10z; 8Ob147/09h; 9Ob41/10k; 17Ob13/10a; 3Ob23/11w; 10Ob20/11f; 1Ob223/11t; 10Ob3/12g; 1Ob9/12y; 4Ob39/14k; 1Ob128/14a; 1Ob149/14i; 8Ob62/14x; 7Ob66/15d; 5Ob102/15h; 5Ob130/15a; 7Ob48/15g; 7Ob218/15g; 1Ob4/16v; 3Ob114/17m; 6Ob180/17i

Entscheidungsdatum

09.04.1991

Norm

ZPO §500 Abs3 IIIb
JN §56 Abs2

Rechtssatz

Das Berufungsgericht ist an die Bewertung durch den Kläger (§ 56 Abs 2 JN) nicht gebunden. Das wird zwar in § 500 Abs 3 ZPO idF der WGN 1989 - anders als in § 500 Abs 3 ZPO alter Fassung - nicht mehr ausdrücklich gesagt, gilt aber dennoch weiterhin. Ganz abgesehen davon, dass kein Anhaltspunkt für eine Absicht des Gesetzgebers besteht, in diesem Belang eine Änderung vorzunehmen (siehe 991 BlgNr 17. GP 9 zu Z 21), ergibt sich die fehlende Bindung nun aus der Zitierung der anzuwendenden Bestimmungen der Jurisdiktionsnorm.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 512/91
    Entscheidungstext OGH 09.04.1991 4 Ob 512/91
    Veröff: WoBl 1991,208 (Würth)
  • 1 Ob 624/91
    Entscheidungstext OGH 18.12.1991 1 Ob 624/91
  • 1 Ob 526/93
    Entscheidungstext OGH 20.04.1993 1 Ob 526/93
  • 3 Ob 521/94
    Entscheidungstext OGH 27.04.1994 3 Ob 521/94
    nur: Das Berufungsgericht ist an die Bewertung durch den Kläger (§ 56 Abs 2 JN) nicht gebunden. (T1)
  • 1 Ob 1702/94
    Entscheidungstext OGH 10.01.1995 1 Ob 1702/94
  • 1 Ob 138/99x
    Entscheidungstext OGH 27.10.1999 1 Ob 138/99x
    nur T1
  • 6 Ob 272/03y
    Entscheidungstext OGH 27.05.2004 6 Ob 272/03y
    Auch
  • 4 Ob 159/05v
    Entscheidungstext OGH 08.11.2005 4 Ob 159/05v
    Auch
  • 2 Ob 30/08p
    Entscheidungstext OGH 27.03.2008 2 Ob 30/08p
    nur T1
  • 5 Ob 150/08g
    Entscheidungstext OGH 26.08.2008 5 Ob 150/08g
    nur T1
  • 9 Ob 25/08d
    Entscheidungstext OGH 05.08.2009 9 Ob 25/08d
    Auch; nur T1; Beisatz: Allerdings ist der Oberste Gerichtshof an die Bewertung des Streitgegenstands durch das Berufungsgericht - und gleichermaßen gemäß § 526 Abs 3 ZPO durch das Rekursgericht - grundsätzlich gebunden. Eine Bindung besteht (nur) dann nicht, wenn das Berufungs-(Rekurs-)gericht zwingende gesetzliche Bewertungsvorschriften verletzt oder den ihm vom Gesetzgeber eingeräumten Ermessensspielraum überschritten hat. (T2)
  • 9 Ob 2/10z
    Entscheidungstext OGH 26.01.2010 9 Ob 2/10z
    nur T1
  • 8 Ob 147/09h
    Entscheidungstext OGH 28.01.2010 8 Ob 147/09h
    Auch; Beis ähnlich wie T1
  • 9 Ob 41/10k
    Entscheidungstext OGH 30.06.2010 9 Ob 41/10k
    Auch; nur T1
  • 17 Ob 13/10a
    Entscheidungstext OGH 05.10.2010 17 Ob 13/10a
    Auch; nur T1
  • 3 Ob 23/11w
    Entscheidungstext OGH 13.04.2011 3 Ob 23/11w
    Auch; nur T1; Beis wie T2
  • 10 Ob 20/11f
    Entscheidungstext OGH 03.05.2011 10 Ob 20/11f
    Auch
  • 1 Ob 223/11t
    Entscheidungstext OGH 24.11.2011 1 Ob 223/11t
    nur T1
  • 10 Ob 3/12g
    Entscheidungstext OGH 14.02.2012 10 Ob 3/12g
    Auch; Beis wie T2
  • 1 Ob 9/12y
    Entscheidungstext OGH 01.03.2012 1 Ob 9/12y
    Vgl auch; nur T1; Vgl auch Beis wie T2 nur: Allerdings ist der Oberste Gerichtshof an die Bewertung des Streitgegenstands durch das Berufungsgericht grundsätzlich gebunden. Eine Bindung besteht (nur) dann nicht, wenn das Berufungsgericht zwingende gesetzliche Bewertungsvorschriften verletzt oder den ihm vom Gesetzgeber eingeräumten Ermessensspielraum überschritten hat. (T3)
  • 4 Ob 39/14k
    Entscheidungstext OGH 25.03.2014 4 Ob 39/14k
    Vgl auch
  • 1 Ob 128/14a
    Entscheidungstext OGH 24.07.2014 1 Ob 128/14a
    Auch
  • 1 Ob 149/14i
    Entscheidungstext OGH 18.09.2014 1 Ob 149/14i
    Auch; nur T1
  • 8 Ob 62/14x
    Entscheidungstext OGH 25.08.2014 8 Ob 62/14x
    Auch; nur T1
  • 7 Ob 66/15d
    Entscheidungstext OGH 30.04.2015 7 Ob 66/15d
    Auch
  • 5 Ob 102/15h
    Entscheidungstext OGH 19.05.2015 5 Ob 102/15h
    Auch
  • 5 Ob 130/15a
    Entscheidungstext OGH 25.08.2015 5 Ob 130/15a
    Auch; nur T1; Beis ähnlich wie T2
  • 7 Ob 48/15g
    Entscheidungstext OGH 09.04.2015 7 Ob 48/15g
    Auch
  • 7 Ob 218/15g
    Entscheidungstext OGH 16.12.2015 7 Ob 218/15g
    Auch
  • 1 Ob 4/16v
    Entscheidungstext OGH 28.01.2016 1 Ob 4/16v
  • 3 Ob 114/17m
    Entscheidungstext OGH 04.07.2017 3 Ob 114/17m
    nur T1
  • 6 Ob 180/17i
    Entscheidungstext OGH 25.10.2017 6 Ob 180/17i
    Auch; nur T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1991:RS0043252

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

09.01.2018

Dokumentnummer

JJR_19910409_OGH0002_0040OB00512_9100000_001

Rechtssatz für 1Ob574/94 (1Ob575/94) 7O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0042296

Geschäftszahl

1Ob574/94 (1Ob575/94); 7Ob573/95; 10Ob2438/96v; 10Ob2173/96y; 1Ob131/97i; 8Ob306/97a; 10Ob436/97h; 10Ob54/98h; 3Ob324/00v; 9ObA166/01d; 3Ob86/01w; 7Ob42/02f; 6Ob37/03i; 2Ob285/03f; 7Ob89/04w; 10Ob26/04b; 3Ob164/04w; 1Ob290/04k; 3Ob132/05s; 2Ob67/06a; 10Ob44/07d; 2Ob11/08v; 2Ob121/08w; 2Ob269/08k; 17Ob28/09f; 3Ob154/11k; 1Ob223/11t; 2Ob46/13y; 2Ob214/13d; 4Ob39/14k; 1Ob149/14i; 8Ob62/14x; 7Ob66/15d; 3Ob84/15x; 5Ob102/15h; 7Ob48/15g; 10Ob95/15s; 7Ob218/15g; 1Ob4/16v; 1Ob265/15z; 4Ob79/17x; 7Ob91/17h; 3Ob114/17m

Entscheidungsdatum

22.06.1994

Norm

JN §56 Abs2
ZPO §500 Abs2 Z1 IIB1
ZPO §500 Abs2 Z1 IIi
ZPO §500 Abs3 III

Rechtssatz

Der Bewertungsausspruch nach § 500 Abs 2 Z 1 ZPO wird durch die vom Kläger gemäß § 56 Abs 2 JN vorgenommene Angabe des Wertes des Streitgegenstandes nicht ersetzt (dies gilt auch nach der WGN 1989).

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 574/94
    Entscheidungstext OGH 22.06.1994 1 Ob 574/94
  • 7 Ob 573/95
    Entscheidungstext OGH 06.09.1995 7 Ob 573/95
  • 10 Ob 2438/96v
    Entscheidungstext OGH 13.12.1996 10 Ob 2438/96v
  • 10 Ob 2173/96y
    Entscheidungstext OGH 22.10.1996 10 Ob 2173/96y
    Beisatz: Die Unterlassung des Bewertungsausspruches stellt eine offenbare Unrichtigkeit dar, die nach § 419 ZPO berichtigt werden kann und muss. (T1)
  • 1 Ob 131/97i
    Entscheidungstext OGH 29.04.1997 1 Ob 131/97i
  • 8 Ob 306/97a
    Entscheidungstext OGH 16.10.1997 8 Ob 306/97a
    Vgl auch; Beisatz: Ein Verstoß gegen zwingende Bewertungsvorschriften beziehungsweise die Unterlassung einer erforderlichen Bewertung durch das Berufungsgericht ist im Falle der Erhebung einer Revision unabhängig von der Streitwertfestsetzung durch den Kläger oder die Vorinstanzen vom Obersten Gerichtshof wahrzunehmen. (T2)
  • 10 Ob 436/97h
    Entscheidungstext OGH 16.12.1997 10 Ob 436/97h
    Beis wie T1
  • 10 Ob 54/98h
    Entscheidungstext OGH 09.02.1998 10 Ob 54/98h
  • 3 Ob 324/00v
    Entscheidungstext OGH 23.05.2001 3 Ob 324/00v
  • 9 ObA 166/01d
    Entscheidungstext OGH 27.06.2001 9 ObA 166/01d
    Auch; Beis wie T1
  • 3 Ob 86/01w
    Entscheidungstext OGH 11.07.2001 3 Ob 86/01w
    Auch
  • 7 Ob 42/02f
    Entscheidungstext OGH 27.02.2002 7 Ob 42/02f
  • 6 Ob 37/03i
    Entscheidungstext OGH 20.03.2003 6 Ob 37/03i
    Beis wie T1
  • 2 Ob 285/03f
    Entscheidungstext OGH 11.12.2003 2 Ob 285/03f
  • 7 Ob 89/04w
    Entscheidungstext OGH 21.04.2004 7 Ob 89/04w
    Auch
  • 10 Ob 26/04b
    Entscheidungstext OGH 18.05.2004 10 Ob 26/04b
  • 3 Ob 164/04w
    Entscheidungstext OGH 24.11.2004 3 Ob 164/04w
  • 1 Ob 290/04k
    Entscheidungstext OGH 22.02.2005 1 Ob 290/04k
    Beisatz: Gleiches gilt, wenn ein Feststellungsantrag nach § 236 ZPO nicht bewertet wird, sodass dessen Streitwert gemäß § 56 Abs 2 dritter Satz JN 4.000 EUR beträgt. § 56 Abs 2 dritter Satz JN ist keine im Sinne des § 500 Abs 3 ZPO zwingende Bewertungsnorm. (T3); Veröff: SZ 2005/21
  • 3 Ob 132/05s
    Entscheidungstext OGH 30.06.2005 3 Ob 132/05s
  • 2 Ob 67/06a
    Entscheidungstext OGH 06.04.2006 2 Ob 67/06a
  • 10 Ob 44/07d
    Entscheidungstext OGH 26.06.2007 10 Ob 44/07d
  • 2 Ob 11/08v
    Entscheidungstext OGH 29.05.2008 2 Ob 11/08v
  • 2 Ob 121/08w
    Entscheidungstext OGH 26.06.2008 2 Ob 121/08w
  • 2 Ob 269/08k
    Entscheidungstext OGH 22.01.2009 2 Ob 269/08k
    Vgl auch; Beis wie T1; Beisatz: Das Gericht ist gemäß § 500 Abs 3 ZPO nicht an die Geldsumme gebunden, zu deren Annahme anstelle der angesprochenen Sachen sich die Klägerin im Sinne des § 56 Abs 1 JN erboten hat. (T4)
  • 17 Ob 28/09f
    Entscheidungstext OGH 16.12.2009 17 Ob 28/09f
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T3
  • 3 Ob 154/11k
    Entscheidungstext OGH 12.10.2011 3 Ob 154/11k
    Auch
  • 1 Ob 223/11t
    Entscheidungstext OGH 24.11.2011 1 Ob 223/11t
    Auch
  • 2 Ob 46/13y
    Entscheidungstext OGH 04.04.2013 2 Ob 46/13y
    Vgl; Auch Beis wie T2
  • 2 Ob 214/13d
    Entscheidungstext OGH 14.11.2013 2 Ob 214/13d
  • 4 Ob 39/14k
    Entscheidungstext OGH 25.03.2014 4 Ob 39/14k
    Auch; Beis wie T2
  • 1 Ob 149/14i
    Entscheidungstext OGH 18.09.2014 1 Ob 149/14i
    Auch
  • 8 Ob 62/14x
    Entscheidungstext OGH 25.08.2014 8 Ob 62/14x
    Auch; Beisatz: Das Berufungsgericht hat hier unter Hinweis auf die Bewertung durch den Kläger einfach nur den Zweifelsstreitwert des § 56 Abs 2 JN übernommen und sich daran als gebunden erachtet. Dadurch hat es im Ergebnis überhaupt keine eigene Bewertung im Sinne des § 500 Abs 2 Z 1 ZPO vorgenommen. (T5)
  • 7 Ob 66/15d
    Entscheidungstext OGH 30.04.2015 7 Ob 66/15d
  • 3 Ob 84/15x
    Entscheidungstext OGH 20.05.2015 3 Ob 84/15x
    Auch
  • 5 Ob 102/15h
    Entscheidungstext OGH 19.05.2015 5 Ob 102/15h
    Vgl auch
  • 7 Ob 48/15g
    Entscheidungstext OGH 09.04.2015 7 Ob 48/15g
  • 10 Ob 95/15s
    Entscheidungstext OGH 22.10.2015 10 Ob 95/15s
    Auch; Beis ähnlich wie T2
  • 7 Ob 218/15g
    Entscheidungstext OGH 16.12.2015 7 Ob 218/15g
    Auch
  • 1 Ob 4/16v
    Entscheidungstext OGH 28.01.2016 1 Ob 4/16v
  • 1 Ob 265/15z
    Entscheidungstext OGH 28.01.2016 1 Ob 265/15z
    Beis wie T2; Beisatz: Hier: Zwischenantrag auf Feststellung. Revisionsrekurs (§ 526 Abs 3 ZPO). (T6)
  • 4 Ob 79/17x
    Entscheidungstext OGH 30.05.2017 4 Ob 79/17x
    Auch
  • 7 Ob 91/17h
    Entscheidungstext OGH 14.06.2017 7 Ob 91/17h
    Auch; Veröff: SZ 2017/45
  • 3 Ob 114/17m
    Entscheidungstext OGH 04.07.2017 3 Ob 114/17m
    Vgl auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1994:RS0042296

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

15.04.2019

Dokumentnummer

JJR_19940622_OGH0002_0010OB00574_9400000_001

Entscheidungstext 1Ob223/11t

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Geschäftszahl

1Ob223/11t

Entscheidungsdatum

24.11.2011

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat durch den Senatspräsidenten Hon.-Prof. Dr. Sailer als Vorsitzenden sowie die Hofräte Univ.-Prof. Dr. Bydlinski, Dr. Grohmann, Mag. Wurzer und Mag. Dr. Wurdinger als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei Mehran Y***** A*****, vertreten durch Dr. Burghard Seyr, Rechtsanwalt in Innsbruck, gegen die (bisher) beklagte Partei Medizinische Universität Innsbruck, Innsbruck, Innrain 52, vertreten durch Dr. Josef Pfurtscheller, Dr. Markus Orgler und Mag. Norbert Huber, Rechtsanwälte in Innsbruck, wegen 3.600 EUR und Feststellung (Gesamtstreitwert 33.600 EUR), über den „außerordentlichen“ Revisionsrekurs der bisher beklagten Partei gegen den Beschluss des Oberlandesgerichts Innsbruck als Rekursgericht vom 22. September 2011, GZ 4 R 176/11f-13, mit dem der Beschluss des Landesgerichts Innsbruck vom 8. Juli 2011, GZ 14 Cg 67/11i-9, abgeändert wurde, den

Beschluss

gefasst:

Spruch

Der Akt wird dem Rekursgericht mit dem Auftrag zurückgestellt, den angefochtenen Beschluss durch den Ausspruch zu ergänzen, ob der Wert des Entscheidungsgegenstands insgesamt 5.000 EUR, bejahendenfalls ob er auch 30.000 EUR übersteigt, im Fall des Übersteigens von 5.000 EUR, nicht aber von insgesamt 30.000 EUR auch, ob der ordentliche Revisionsrekurs doch für zulässig erklärt wird.

Text

Begründung:

Mit der Begründung, er sei durch das Verhalten der beklagten Universität mehrfach daran gehindert worden, sein Studium zügig fortzusetzen, begehrte der Kläger von der Beklagten die Zahlung monatlicher Mietkosten in Höhe von 300 EUR ab September 2012 für insgesamt zwölf Monate und stellte ein Feststellungsbegehren. Nachdem die Beklagte unter Bezugnahme auf § 49 Abs 2 UG 2002 ihre fehlende Passivlegitimation eingewendet hatte, beantragte der Kläger „für den Fall, dass das Erstgericht die Rechtsmeinung der Beklagten teile“, die Berichtigung deren Parteibezeichnung auf „Republik Österreich“.

Das Erstgericht wies den Antrag des Klägers auf Berichtigung der Parteibezeichnung ab.

Das (richtig:) Rekursgericht gab dem Rekurs des Klägers Folge, stellte die Bezeichnung der Beklagten auf „Republik Österreich“ richtig und erklärte den ordentlichen Revisionsrekurs für nicht zulässig. Einen Bewertungsausspruch unterließ es.

Dagegen richtet sich der „außerordentliche“ Revisionsrekurs der bisherigen Beklagten mit einem Abänderungsantrag, der dem Obersten Gerichtshof vom Erstgericht unmittelbar vorgelegt wurde.

Rechtliche Beurteilung

Ob der Oberste Gerichtshof zur Entscheidung über die Zulässigkeit und allenfalls die Berechtigung des erhobenen Rechtsmittels zuständig ist, kann derzeit noch nicht beurteilt werden.

Da der Entscheidungsgegenstand nicht ausschließlich in einem Geldbetrag besteht (Streitwert des Zahlungsbegehrens: 3.600 EUR), hätte das Rekursgericht gemäß § 526 Abs 3 iVm § 500 Abs 2 Z 1 ZPO eine Bewertung vornehmen müssen. Der Umstand, dass der Kläger den Wert des gesamten Streitgegenstands mit 33.600 EUR angab, macht einen Bewertungsausspruch des Entscheidungsgegenstands nicht entbehrlich (7 Ob 42/02f mwN), weil das Rekursgericht an die vom Kläger vorgenommene Bewertung nicht gebunden ist (RIS-Justiz RS0043252). Sollte das Rekursgericht aussprechen, dass der Wert des Entscheidungsgegenstands insgesamt 5.000 EUR nicht übersteigt, erwiese sich der Revisionsrekurs der Beklagten als jedenfalls unzulässig (§ 528 Abs 2 Z 1 ZPO). Bei einem 5.000 EUR, nicht aber 30.000 EUR übersteigenden Entscheidungsgegenstand wäre die Zulässigkeit des Revisionsrekurses gemäß § 528 Abs 2a iVm § 508 Abs 3 bis 5 ZPO vom Rekursgericht zu beurteilen; nur im Fall eines 30.000 EUR übersteigenden Entscheidungsgegenstands vom Obersten Gerichtshof. Damit die funktionelle Zuständigkeit des Obersten Gerichtshofs geklärt werden kann, muss das Rekursgericht den Bewertungsausspruch nachholen und - sofern der Wert des Entscheidungsgegenstands letztlich zwar 5.000 EUR, nicht aber insgesamt 30.000 EUR übersteigt - die als „außerordentlicher Revisionsrekurs“ bezeichnete Eingabe (allenfalls nach Verbesserung) als Antrag nach § 528 Abs 2a ZPO behandeln.

Schlagworte

Zivilverfahrensrecht

Textnummer

E99530

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2011:0010OB00223.11T.1124.000

Im RIS seit

19.01.2012

Zuletzt aktualisiert am

19.01.2012

Dokumentnummer

JJT_20111124_OGH0002_0010OB00223_11T0000_000