Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 5Ob98/59 4Ob510/75 7Ob5...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0021845

Geschäftszahl

5Ob98/59; 4Ob510/75; 7Ob529/88; 8Ob625/88; 1Ob167/99m; 9Ob279/99s; 2Ob260/00z; 2Ob25/02v; 8Ob149/02y; 8Ob114/11i

Entscheidungsdatum

22.04.1959

Norm

ABGB §1168
ABGB §1170

Rechtssatz

Obgleich das Entgelt im allgemeinen erst nach Vollendung des Werkes fällig ist, tritt im Falle seiner Abbestellung bzw bei Widerruf des Auftrages sofortige Fälligkeit sein, weil in diesen Fällen das Unterbleiben des Werkes oder die Nichtbeendigung des übernommenen Geschäftes endgültig feststeht. Wenn bestimmte Vereinbarungen über die Fälligkeit vorliegen, bleiben diese allerdings in Geltung.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 98/59
    Entscheidungstext OGH 22.04.1959 5 Ob 98/59
  • 4 Ob 510/75
    Entscheidungstext OGH 11.03.1975 4 Ob 510/75
    Auch; Beisatz: Mangelnde Bereitschaft des Bestellers, den Bau fortzuführen oder doch einen Termin für die Wiederaufnahme der Arbeiten innerhalb einer zumutbaren Zeit zu vereinbaren. (T1)
  • 7 Ob 529/88
    Entscheidungstext OGH 28.04.1988 7 Ob 529/88
  • 8 Ob 625/88
    Entscheidungstext OGH 14.12.1989 8 Ob 625/88
    nur: Obgleich das Entgelt im allgemeinen erst nach Vollendung des Werkes fällig ist, tritt im Falle seiner Abbestellung bzw bei Widerruf des Auftrages sofortige Fälligkeit sein, weil in diesen Fällen das Unterbleiben des Werkes oder die Nichtbeendigung des übernommenen Geschäftes endgültig feststeht. (T2) Veröff: ecolex 1990,212
  • 1 Ob 167/99m
    Entscheidungstext OGH 27.08.1999 1 Ob 167/99m
  • 9 Ob 279/99s
    Entscheidungstext OGH 15.12.1999 9 Ob 279/99s
    Vgl auch; Beisatz: Verweigert der Besteller den Abruf endgültig, dann erübrigt sich jede Fälligstellung und dem Unternehmer gebührt, solange das Werk nicht hergestellt werden kann, seit dem Tag, an dem das Unterbleiben des Werks endgültig feststeht, der eingeschränkte Entgeltanspruch nach § 1168 Abs 1 Satz 1 ABGB. (T3)
  • 2 Ob 260/00z
    Entscheidungstext OGH 09.08.2001 2 Ob 260/00z
    Vgl auch
  • 2 Ob 25/02v
    Entscheidungstext OGH 13.02.2002 2 Ob 25/02v
    Vgl auch
  • 8 Ob 149/02y
    Entscheidungstext OGH 29.08.2002 8 Ob 149/02y
    Auch; Beis wie T1
  • 8 Ob 114/11i
    Entscheidungstext OGH 22.11.2011 8 Ob 114/11i
    Auch; nur T2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1959:RS0021845

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

23.12.2011

Dokumentnummer

JJR_19590422_OGH0002_0050OB00098_5900000_001

Rechtssatz für 6Ob84/65 8Ob74/67 6Ob24...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0021821

Geschäftszahl

6Ob84/65; 8Ob74/67; 6Ob248/69; 5Ob278/69; 8Ob147/70; 8Ob177/70; 8Ob204/70; 6Ob100/71; 6Ob281/71; 1Ob185/73; 5Ob237/73; 7Ob179/75; 1Ob646/76; 3Ob259/75; 4Ob536/77; 7Ob684/77; 5Ob687/78; 7Ob746/78; 1Ob700/79; 8Ob511/79; 5Ob571/79; 1Ob515/81; 7Ob535/81; 5Ob677/81; 5Ob639/82; 3Ob609/82; 1Ob526/83; 5Ob15/82; 6Ob760/82; 7Ob632/83; 8Ob588/85; 3Ob632/85; 2Ob588/87; 1Ob512/88; 1Ob644/88; 4Ob630/88; 4Ob573/89 (4Ob1529/89); 7Ob620/95; 7Ob624/95; 2Ob2375/96w; 10Ob2417/96f; 1Ob2303/96z; 4Ob2265/96h; 2Ob2254/96a; 6Ob286/99y; 1Ob144/00h; 1Ob261/00i; 4Ob48/02s; 2Ob107/01a; 1Ob53/03f; 7Ob319/03t; 2Ob154/07x; 2Ob63/08s; 3Ob200/08w; 9Ob10/09z; 5Ob113/09t; 8Ob114/11i; 7Ob138/12p; 9Ob79/14d; 3Ob113/15m; 6Ob236/15x; 5Ob138/15b; 1Ob60/17f; 3Ob106/18m; 4Ob166/18t; 4Ob113/20a; 9ObA81/20g

Entscheidungsdatum

24.03.1965

Norm

ABGB §1170
ABGB §1486 Z1

Rechtssatz

Wurde der Werklohn nicht im Vorhinein fix vereinbart, so wird er nicht mit der Vollendung des Werkes, sondern erst mit der Rechnungszumittlung fällig, was allerdings innerhalb verkehrsüblicher Frist geschehen muss. Mit der Fälligkeit beginnt sodann der Lauf der Verjährungsfrist.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 84/65
    Entscheidungstext OGH 24.03.1965 6 Ob 84/65
    Veröff: SZ 38/44 = EvBl 1966/5 S 16 = JBl 1966,250 (mit Besprechung von Wahle)
  • 8 Ob 74/67
    Entscheidungstext OGH 04.04.1967 8 Ob 74/67
    Veröff: SZ 40/44
  • 6 Ob 248/69
    Entscheidungstext OGH 22.10.1969 6 Ob 248/69
    Vgl; Beisatz: Die Verjährung beginnt - mangels anderer Vereinbarung - grundsätzlich mit dem Zeitpunkt, in dem die Forderung geltend gemacht werden kann. (T1)
  • 5 Ob 278/69
    Entscheidungstext OGH 29.10.1969 5 Ob 278/69
    Beisatz: Ausdrückliche Ablehnung der Ansicht Wahles in JBl 1966,259. (T2) Veröff: JBl 1970,314
  • 8 Ob 147/70
    Entscheidungstext OGH 23.06.1970 8 Ob 147/70
    Veröff: SZ 43/112
  • 8 Ob 177/70
    Entscheidungstext OGH 15.09.1970 8 Ob 177/70
  • 8 Ob 204/70
    Entscheidungstext OGH 06.10.1970 8 Ob 204/70
    Beis wie T2; Veröff: EvBl 1971/119 S 209
  • 6 Ob 100/71
    Entscheidungstext OGH 05.05.1971 6 Ob 100/71
    nur: Wurde der Werklohn nicht im Vorhinein fix vereinbart, so wird er nicht mit der Vollendung des Werkes, sondern erst mit der Rechnungszumittlung fällig. (T3); Beis wie T1
  • 6 Ob 281/71
    Entscheidungstext OGH 24.11.1971 6 Ob 281/71
    nur T3; Beis wie T1
  • 1 Ob 185/73
    Entscheidungstext OGH 17.10.1973 1 Ob 185/73
  • 5 Ob 237/73
    Entscheidungstext OGH 12.12.1973 5 Ob 237/73
    Veröff: EvBl 1974/158 S 350
  • 7 Ob 179/75
    Entscheidungstext OGH 16.10.1975 7 Ob 179/75
  • 1 Ob 646/76
    Entscheidungstext OGH 30.06.1976 1 Ob 646/76
  • 3 Ob 259/75
    Entscheidungstext OGH 06.07.1976 3 Ob 259/75
    Beisatz: Ausnahme von dieser Regel dann, wenn eine andere Vereinbarung oder eine abweichende Verkehrsübung die Annahme einer späteren Fälligkeit rechtfertigt. (T4)
  • 4 Ob 536/77
    Entscheidungstext OGH 27.09.1977 4 Ob 536/77
    Beis wie T1; Beisatz: Fälle, in denen die Höhe des Entgeltes noch nicht bekannt ist, weil der ziffernmäßige Betrag erst errechnet und bekanntgegeben werden muss. (T5)
  • 7 Ob 684/77
    Entscheidungstext OGH 10.11.1977 7 Ob 684/77
    nur T3
  • 5 Ob 687/78
    Entscheidungstext OGH 28.11.1978 5 Ob 687/78
  • 7 Ob 746/78
    Entscheidungstext OGH 11.01.1979 7 Ob 746/78
  • 1 Ob 700/79
    Entscheidungstext OGH 03.09.1979 1 Ob 700/79
  • 8 Ob 511/79
    Entscheidungstext OGH 14.09.1979 8 Ob 511/79
    Vgl; Beis wie T1; Veröff: SZ 52/137 = EvBl 1980/50 S 180 = JBl 1980,149
  • 5 Ob 571/79
    Entscheidungstext OGH 06.11.1979 5 Ob 571/79
    nur T3; Beis wie T1; Beisatz: Wenn vor Werksvollendung ein bestimmter Betrag weder gefordert noch bezahlt werden konnte; Verjährung bei ungebührlicher Verzögerung der Rechnungslegung. (T6)
  • 1 Ob 515/81
    Entscheidungstext OGH 18.03.1981 1 Ob 515/81
    Beis wie T5; Beisatz: Indexsteigerung, Umsatzsteuerbestimmungen. (T7) Veröff: SZ 54/35 = MietSlg 33249
  • 7 Ob 535/81
    Entscheidungstext OGH 07.05.1981 7 Ob 535/81
  • 5 Ob 677/81
    Entscheidungstext OGH 26.01.1982 5 Ob 677/81
    nur T3; Beis wie T5; Beis wie T6 nur: Wenn vor Werksvollendung ein bestimmter Betrag weder gefordert noch bezahlt werden konnte. (T8)
  • 5 Ob 639/82
    Entscheidungstext OGH 29.06.1982 5 Ob 639/82
    Beisatz: Maßgeblich ist der Zeitpunkt, in dem eine Rechnungslegung objektiv möglich wäre. (T9)
  • 3 Ob 609/82
    Entscheidungstext OGH 15.12.1982 3 Ob 609/82
    Auch; Beis wie T1
  • 1 Ob 526/83
    Entscheidungstext OGH 09.03.1983 1 Ob 526/83
    nur T3
  • 5 Ob 15/82
    Entscheidungstext OGH 22.03.1983 5 Ob 15/82
    Auch
  • 6 Ob 760/82
    Entscheidungstext OGH 29.09.1983 6 Ob 760/82
  • 7 Ob 632/83
    Entscheidungstext OGH 16.02.1984 7 Ob 632/83
    nur T3; Veröff: JBl 1984,671 = RdW 1984,310
  • 8 Ob 588/85
    Entscheidungstext OGH 10.10.1985 8 Ob 588/85
    Auch; Beis wie T6 nur: Verjährung bei ungebührlicher Verzögerung der Rechnungslegung. (T10); Beis wie T9
  • 3 Ob 632/85
    Entscheidungstext OGH 19.03.1986 3 Ob 632/85
    Auch; Beisatz: Hier: Auch bei Abgehen von einer Pauschalpreisvereinbarung wegen Nichterbringung aller davon erfasster Leistungen aber zusätzlicher Bestellung anderer. (T11) Veröff: JBl 1986,450
  • 2 Ob 588/87
    Entscheidungstext OGH 11.12.1987 2 Ob 588/87
    Vgl; Beisatz: Das Entgelt wird bei Ablieferung des Werkes fällig und ist binnen angemessener Frist in Rechnung zu stellen. (T12) Veröff: WBl 1988,205
  • 1 Ob 512/88
    Entscheidungstext OGH 10.02.1988 1 Ob 512/88
  • 1 Ob 644/88
    Entscheidungstext OGH 09.11.1988 1 Ob 644/88
    Beis wie T1; Beis wie T9; Veröff: SZ 61/233
  • 4 Ob 630/88
    Entscheidungstext OGH 13.12.1988 4 Ob 630/88
    nur T3; Beis wie T4
  • 4 Ob 573/89
    Entscheidungstext OGH 12.09.1989 4 Ob 573/89
    nur T3; Beis wie T5
  • 7 Ob 620/95
    Entscheidungstext OGH 21.02.1996 7 Ob 620/95
    Auch; Beis wie T9, Beisatz: Die Verkehrsübung hängt von den Umständen des Einzelfalles, nämlich etwa von der Geschäftsbranche, dem Umfang der geleisteten Arbeiten, der Saison, einer allfälligen Gepflogenheit zwischen den Parteien und dergleichen ab. (T13)
  • 7 Ob 624/95
    Entscheidungstext OGH 21.02.1996 7 Ob 624/95
    Auch; Beis wie T12
  • 2 Ob 2375/96w
    Entscheidungstext OGH 14.11.1996 2 Ob 2375/96w
    Auch; Beis wie T9; Beis wie T10
  • 10 Ob 2417/96f
    Entscheidungstext OGH 11.02.1997 10 Ob 2417/96f
    Auch; Beisatz: Wurde aber ein Zeitpunkt für die Rechnungslegung vereinbart, so ist dieser Zeitpunkt für den Beginn der Verjährung maßgebend. (T14)
  • 1 Ob 2303/96z
    Entscheidungstext OGH 25.10.1996 1 Ob 2303/96z
    Auch; Beis wie T9; Beis wie T10; Beis wie T13; Beisatz: Es lässt sich keine allgemein gültige Frist festlegen, nach deren Verstreichen die Verjährung jedenfalls beginnt. (T15)
  • 4 Ob 2265/96h
    Entscheidungstext OGH 12.11.1996 4 Ob 2265/96h
    Beis wie T9; Beis wie T10
  • 2 Ob 2254/96a
    Entscheidungstext OGH 21.04.1998 2 Ob 2254/96a
    Auch; Beis wie T13 nur: Die Verkehrsübung hängt etwa von der Geschäftsbranche, dem Umfang der geleisteten Arbeiten, der Saison, einer allfälligen Gepflogenheit zwischen den Parteien und dergleichen ab. (T16); Beis wie T15; Veröff: SZ 71/69
  • 6 Ob 286/99y
    Entscheidungstext OGH 13.07.2000 6 Ob 286/99y
    Vgl auch; Beisatz: Diese Grundsätze gelten auch für die Honorarnote des Rechtsanwaltes. (T17)
  • 1 Ob 144/00h
    Entscheidungstext OGH 06.10.2000 1 Ob 144/00h
    Auch; Beisatz: Noch ausständige Gegenleistungen (die Umsatzsteuer), sind - wenn infolge des (Teil-)Rücktritts keine weiteren Werkleistungen mehr zu erbringen sind - erst mit der Schlussrechnung einforderbar. (T18)
  • 1 Ob 261/00i
    Entscheidungstext OGH 28.11.2000 1 Ob 261/00i
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T9; Beis wie T17
  • 4 Ob 48/02s
    Entscheidungstext OGH 13.03.2002 4 Ob 48/02s
    Vgl auch; Beisatz: Ist der Unternehmer jedoch mit der Rechnungslegung oder der Verbesserung (dem Nachtrag des Fehlenden) säumig, so beginnt die Verjährung schon in dem Zeitpunkt zu laufen, in welchem dem Unternehmer die Zumittlung der Rechnung oder die Mängelbehebung objektiv möglich gewesen wäre. Dieser herrschenden Auffassung liegt die Erwägung zugrunde, dass der Unternehmer die Fälligkeit und damit den Beginn der Verjährung nicht willkürlich durch Verzögerung der Rechnungslegung beziehungsweise der Verbesserung nach seinem Belieben hinausschieben und damit den Zweck insbesondere der kurzen Verjährung, die baldige Klarstellung des rechtlichen Bestandes von Forderungen des täglichen Lebens zur Vermeidung der sonst besonders großen Beweisschwierigkeiten, zunichte machen darf. (T19)
  • 2 Ob 107/01a
    Entscheidungstext OGH 27.06.2002 2 Ob 107/01a
    Vgl auch; Beis wie T17
  • 1 Ob 53/03f
    Entscheidungstext OGH 25.03.2003 1 Ob 53/03f
    Vgl; Beis wie T1; Beis wie T19
  • 7 Ob 319/03t
    Entscheidungstext OGH 17.03.2004 7 Ob 319/03t
    Beis wie T19
  • 2 Ob 154/07x
    Entscheidungstext OGH 30.08.2007 2 Ob 154/07x
    Auch; nur T3; Beis wie T9
  • 2 Ob 63/08s
    Entscheidungstext OGH 13.11.2008 2 Ob 63/08s
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Fälligstellung von Betriebskosten- und Abgabenanteilen durch den Untervermieter. (T20)
  • 3 Ob 200/08w
    Entscheidungstext OGH 25.02.2009 3 Ob 200/08w
    Beis wie T14
  • 9 Ob 10/09z
    Entscheidungstext OGH 01.04.2009 9 Ob 10/09z
    Vgl auch; Beis wie T9; Beisatz: Hier: Nachforderung aus Betriebskostenabrechnung. (T21)
  • 5 Ob 113/09t
    Entscheidungstext OGH 24.11.2009 5 Ob 113/09t
    Vgl; nur ähnlich T3; Bem: Zu den Anforderungen an die Rechnungslegung siehe RS0021908. (T22)
  • 8 Ob 114/11i
    Entscheidungstext OGH 22.11.2011 8 Ob 114/11i
    Auch
  • 7 Ob 138/12p
    Entscheidungstext OGH 28.11.2012 7 Ob 138/12p
    Auch; Auch Beis wie T19
  • 9 Ob 79/14d
    Entscheidungstext OGH 27.11.2014 9 Ob 79/14d
    Auch; nur T3
  • 3 Ob 113/15m
    Entscheidungstext OGH 17.06.2015 3 Ob 113/15m
    Auch; Beis wie T4; Beis wie T14
  • 6 Ob 236/15x
    Entscheidungstext OGH 21.12.2015 6 Ob 236/15x
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T9; Beis wie T19
  • 5 Ob 138/15b
    Entscheidungstext OGH 21.12.2015 5 Ob 138/15b
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T19
  • 1 Ob 60/17f
    Entscheidungstext OGH 29.03.2017 1 Ob 60/17f
    Vgl auch; Beis wie T17
  • 3 Ob 106/18m
    Entscheidungstext OGH 14.08.2018 3 Ob 106/18m
  • 4 Ob 166/18t
    Entscheidungstext OGH 23.10.2018 4 Ob 166/18t
    Beis wie T14; Beis wie T19
  • 4 Ob 113/20a
    Entscheidungstext OGH 11.08.2020 4 Ob 113/20a
  • 9 ObA 81/20g
    Entscheidungstext OGH 29.09.2020 9 ObA 81/20g
    Vgl; Beis wie T19; Beisatz: Hier: § 29 Abs 2 AngG. (T23)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1965:RS0021821

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

02.03.2021

Dokumentnummer

JJR_19650324_OGH0002_0060OB00084_6500000_001

Rechtssatz für 6Ob84/65 5Ob311/80 (5Ob3...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0034319

Geschäftszahl

6Ob84/65; 5Ob311/80 (5Ob312/80); 1Ob790/82; 2Ob721/86; 10Ob2417/96f; 4Ob2265/96h; 3Ob200/08w; 8Ob114/11i; 9Ob79/14d; 6Ob236/15x; 9Ob32/16w; 3Ob43/17w; 3Ob106/18m; 4Ob166/18t; 4Ob113/20a

Entscheidungsdatum

24.03.1965

Norm

ABGB §1478

Rechtssatz

Ist in einem Werkvertrag im Vorhinein kein festes Entgelt vereinbart, so beginnt die Verjährungsfrist nicht mit der Vollendung des Werkes, sondern erst mit der Zumittlung der Rechnung an den Besteller.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 84/65
    Entscheidungstext OGH 24.03.1965 6 Ob 84/65
    Veröff: JBl 1966,250 (mit Besprechung von Wahle)
  • 5 Ob 311/80
    Entscheidungstext OGH 10.03.1981 5 Ob 311/80
    Vgl; Beisatz: Wird der Zeitpunkt der Rechnungslegung durch Vereinbarung bestimmt, ist diese als eine den allfälligen schon vorher bestandenen gesetzlichen Fälligkeitszeitpunkt (§ 1170 ABGB) hinausschiebende und keinesfalls als eine sogenannte "reine", die Fälligkeit nicht berührende Stundung anzusehen. (T1)
    Veröff: JBl 1982,429
  • 1 Ob 790/82
    Entscheidungstext OGH 15.12.1982 1 Ob 790/82
    Auch; Beis wie T1
  • 2 Ob 721/86
    Entscheidungstext OGH 29.09.1987 2 Ob 721/86
    Vgl auch
  • 10 Ob 2417/96f
    Entscheidungstext OGH 11.02.1997 10 Ob 2417/96f
    Auch; Beisatz: Wurde aber ein Zeitpunkt für die Rechnungslegung vereinbart, so ist dieser Zeitpunkt für den Beginn der Verjährung maßgebend. (T2)
  • 4 Ob 2265/96h
    Entscheidungstext OGH 12.11.1996 4 Ob 2265/96h
  • 3 Ob 200/08w
    Entscheidungstext OGH 25.02.2009 3 Ob 200/08w
  • 8 Ob 114/11i
    Entscheidungstext OGH 22.11.2011 8 Ob 114/11i
    Auch
  • 9 Ob 79/14d
    Entscheidungstext OGH 27.11.2014 9 Ob 79/14d
    Auch
  • 6 Ob 236/15x
    Entscheidungstext OGH 21.12.2015 6 Ob 236/15x
  • 9 Ob 32/16w
    Entscheidungstext OGH 26.07.2016 9 Ob 32/16w
  • 3 Ob 43/17w
    Entscheidungstext OGH 30.08.2017 3 Ob 43/17w
    Vgl; Beisatz: Hier: Leistungsentgelt eines Kommunikationsdienstleisters. (T3)
  • 3 Ob 106/18m
    Entscheidungstext OGH 14.08.2018 3 Ob 106/18m
  • 4 Ob 166/18t
    Entscheidungstext OGH 23.10.2018 4 Ob 166/18t
  • 4 Ob 113/20a
    Entscheidungstext OGH 11.08.2020 4 Ob 113/20a

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1965:RS0034319

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

29.10.2020

Dokumentnummer

JJR_19650324_OGH0002_0060OB00084_6500000_002

Rechtssatz für 4Ob630/88 5Ob43/92 1Ob5...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0021918

Geschäftszahl

4Ob630/88; 5Ob43/92; 1Ob509/94; 1Ob39/99p; 8Ob114/11i

Entscheidungsdatum

13.12.1988

Norm

ABGB §1170

Rechtssatz

Hat zwar der Kläger, nach dessen Prozeßstandpunkt eine Regieabrechnung vereinbart worden war, keine ausdrückliche Erklärung abgegeben, ob er die Klarstellung durch das im Prozeß eingeholte Sachverständiger - Gutachten als Ergänzung seiner Rechnungslegung übernehme, aber die Richtigkeit der Aufstellung des Sachverständigen mit keinem Wort bestritten; dann hat damit der Beklagte eindeutige Klarheit über all das gewonnen, was er durch eine ordnungsgemäß gelegte Rechnung erfahren hätte; er kann daher nicht mehr daraus, daß die Rechnung zunächst vielleicht unüberprüfbar war, die mangelnde Fälligkeit der Werklohnforderung ableiten.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 630/88
    Entscheidungstext OGH 13.12.1988 4 Ob 630/88
    Veröff: WBl 1989,162
  • 5 Ob 43/92
    Entscheidungstext OGH 05.05.1992 5 Ob 43/92
  • 1 Ob 509/94
    Entscheidungstext OGH 25.01.1994 1 Ob 509/94
    Auch; Beisatz: Der Rechnungslegungspflichtige hat eindeutig zu erklären, ob er die erst durch das Sachverständigengutachten erfolgten Klarstellung als Ergänzung seiner Rechnungslegung übernimmt. Die Erklärung kann auch schlüssig erfolgen, sofern sie nur eindeutig ist. Es handelt sich dabei um keine Prozeßerklärung. (T1)
  • 1 Ob 39/99p
    Entscheidungstext OGH 27.04.1999 1 Ob 39/99p
    Vgl auch; Beisatz: Bedarf es zur Herstellung der Überprüfbarkeit der Rechnung gerade jener Ergänzungen, die erst dem Gutachten eines gerichtlichen Sachverständigen zu entnehmen sind, so kann die Fälligkeit der abgerechneten Forderung nur eintreten, wenn der Unternehmer sich dieses Gutachten entweder ausdrücklich oder eindeutig schlüssig zu eigen macht. (T2)
  • 8 Ob 114/11i
    Entscheidungstext OGH 22.11.2011 8 Ob 114/11i
    Vgl auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1988:RS0021918

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

23.12.2011

Dokumentnummer

JJR_19881213_OGH0002_0040OB00630_8800000_001

Rechtssatz für 5Ob43/92 1Ob509/94 8Ob1...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0021928

Geschäftszahl

5Ob43/92; 1Ob509/94; 8Ob140/97i; 1Ob39/99p; 2Ob107/01a; 8Ob149/02y; 1Ob231/02f; 6Ob206/04v; 8Ob114/11i; 6Ob69/12h; 8Ob58/13g; 9Ob79/14d; 10Ob17/16x; 8Ob140/19z

Entscheidungsdatum

05.05.1992

Norm

ABGB §1170
ZPO §406

Rechtssatz

Der Einwand der mangelnden Fälligkeit ist unbeachtlich, wenn der Rechnungslegungspflichtige die Mängel der Abrechnung im Zuge des Rechtsstreits über seine Entgeltansprüche behebt.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 43/92
    Entscheidungstext OGH 05.05.1992 5 Ob 43/92
  • 1 Ob 509/94
    Entscheidungstext OGH 25.01.1994 1 Ob 509/94
  • 8 Ob 140/97i
    Entscheidungstext OGH 07.08.1997 8 Ob 140/97i
  • 1 Ob 39/99p
    Entscheidungstext OGH 27.04.1999 1 Ob 39/99p
  • 2 Ob 107/01a
    Entscheidungstext OGH 27.06.2002 2 Ob 107/01a
    Auch
  • 8 Ob 149/02y
    Entscheidungstext OGH 29.08.2002 8 Ob 149/02y
    Auch; Beisatz: Und sei es mit Hilfe eines Sachverständigengutachtens. (T1)
  • 1 Ob 231/02f
    Entscheidungstext OGH 03.06.2003 1 Ob 231/02f
  • 6 Ob 206/04v
    Entscheidungstext OGH 25.11.2004 6 Ob 206/04v
    Vgl
  • 8 Ob 114/11i
    Entscheidungstext OGH 22.11.2011 8 Ob 114/11i
    Auch; Beis wie T1; Beisatz: Dies gilt bei fehlerhafter Abrechnung oder bei entsprechenden Behauptungen zu objektiv verständlichen Abrechnungsschwierigkeiten. (T2)
  • 6 Ob 69/12h
    Entscheidungstext OGH 24.05.2012 6 Ob 69/12h
  • 8 Ob 58/13g
    Entscheidungstext OGH 27.06.2013 8 Ob 58/13g
  • 9 Ob 79/14d
    Entscheidungstext OGH 27.11.2014 9 Ob 79/14d
    Beis wie T1; Beis wie T2; Beisatz: Ist bis zum Schluss der mündlichen Verhandlung in erster Instanz eine hinlängliche Erläuterung und Klärung aller offenen Probleme der Abrechnung erfolgt, so ist von der Fälligkeit der abgerechneten Leistung auszugehen. (T3)
  • 10 Ob 17/16x
    Entscheidungstext OGH 21.03.2017 10 Ob 17/16x
  • 8 Ob 140/19z
    Entscheidungstext OGH 14.04.2020 8 Ob 140/19z

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1992:RS0021928

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

18.05.2020

Dokumentnummer

JJR_19920505_OGH0002_0050OB00043_9200000_001

Rechtssatz für 1Ob509/94 4Ob252/98g 1O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0017592

Geschäftszahl

1Ob509/94; 4Ob252/98g; 1Ob39/99p; 6Ob286/99y; 8Ob8/01m; 2Ob107/01a; 8Ob149/02y; 13Bkd4/07; 5Ob113/09t; 8Ob114/11i; 9Ob4/12x; 10Ob12/14h; 4Ob128/14y; 9Ob79/14d; 1Ob161/14d; 1Ob139/16x; 1Ob60/17f; 10Ob81/18m; 7Ob124/19i; 1Ob40/20v; 4Ob113/20a

Entscheidungsdatum

25.01.1994

Norm

ABGB §904 I
ABGB §1413
ABGB §1170
EGZPO ArtXLII Da

Rechtssatz

Wo die Ermittlung des Entgeltanspruches nach der Natur des Geschäftes und den Umständen des Falles eine genaue Abrechnung der erbrachten Leistungen und aufgewendeten Kosten voraussetzt, ist die Fälligkeit des Entgeltes mit der ordnungsgemäßen Rechnungslegung verknüpft.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 509/94
    Entscheidungstext OGH 25.01.1994 1 Ob 509/94
  • 4 Ob 252/98g
    Entscheidungstext OGH 29.09.1998 4 Ob 252/98g
    Auch
  • 1 Ob 39/99p
    Entscheidungstext OGH 27.04.1999 1 Ob 39/99p
  • 6 Ob 286/99y
    Entscheidungstext OGH 13.07.2000 6 Ob 286/99y
    Vgl auch; Beisatz: Erbringt der Rechtsanwalt eine größere Zahl von Einzelleistungen und steht das Entgelt nicht von vorneherein fest, wird das Honorar erst mit Übermittlung der Honorarnote fällig, außer der Klient hat die Honorarforderung anerkannt oder auf deren Detaillierung verzichtet. (T1); Beisatz: Eine ordnungsgemäße Honorarnote liegt vor, wenn unter Berücksichtigung der Art und des Umfanges der Tätigkeit sowie des Einblickes des Klienten dieser ausreichend über die Berechnungsunterlagen informiert wird. Sie hat nach den Grundsätzen der ordentlichen Rechnungslegung alle Angaben zu enthalten, die eine Überprüfung der Angemessenheit des Entgelts zulassen. (T2)
  • 8 Ob 8/01m
    Entscheidungstext OGH 25.01.2001 8 Ob 8/01m
  • 2 Ob 107/01a
    Entscheidungstext OGH 27.06.2002 2 Ob 107/01a
    Vgl auch; Beis wie T1; Beis wie T2
  • 8 Ob 149/02y
    Entscheidungstext OGH 29.08.2002 8 Ob 149/02y
    Auch
  • 13 Bkd 4/07
    Entscheidungstext OGH 25.02.2008 13 Bkd 4/07
    Auch; Beis wie T1
  • 5 Ob 113/09t
    Entscheidungstext OGH 24.11.2009 5 Ob 113/09t
    Bem: Zu den Anforderungen an die Rechnungslegung siehe RS0021908. (T3)
  • 8 Ob 114/11i
    Entscheidungstext OGH 22.11.2011 8 Ob 114/11i
    Auch
  • 9 Ob 4/12x
    Entscheidungstext OGH 22.08.2012 9 Ob 4/12x
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T1
  • 10 Ob 12/14h
    Entscheidungstext OGH 25.03.2014 10 Ob 12/14h
  • 4 Ob 128/14y
    Entscheidungstext OGH 17.09.2014 4 Ob 128/14y
  • 9 Ob 79/14d
    Entscheidungstext OGH 27.11.2014 9 Ob 79/14d
    Vgl auch
  • 1 Ob 161/14d
    Entscheidungstext OGH 27.11.2014 1 Ob 161/14d
  • 1 Ob 139/16x
    Entscheidungstext OGH 30.08.2016 1 Ob 139/16x
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Auskunftsanspruch nach Art XLII EGZPO. (T4)
  • 1 Ob 60/17f
    Entscheidungstext OGH 29.03.2017 1 Ob 60/17f
  • 10 Ob 81/18m
    Entscheidungstext OGH 26.03.2019 10 Ob 81/18m
  • 7 Ob 124/19i
    Entscheidungstext OGH 28.08.2019 7 Ob 124/19i
  • 1 Ob 40/20v
    Entscheidungstext OGH 26.03.2020 1 Ob 40/20v
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Betriebskostenrückforderung. (T5)
  • 4 Ob 113/20a
    Entscheidungstext OGH 11.08.2020 4 Ob 113/20a

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1994:RS0017592

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

29.10.2020

Dokumentnummer

JJR_19940125_OGH0002_0010OB00509_9400000_001

Entscheidungstext 8Ob114/11i

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Fundstelle

ZVB 2012/25 S 78 (Parusel) - ZVB 2012,78 (Parusel) = EvBl-LS 2012/38 = bbl 2012,99/67 - bbl 2012/67 = ZRB 2012,54 (Hayek)

Geschäftszahl

8Ob114/11i

Entscheidungsdatum

22.11.2011

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofs Dr. Spenling als Vorsitzenden sowie den Hofrat Hon.-Prof. Dr. Kuras, die Hofrätin Dr. Tarmann-Prentner und die Hofräte Mag. Ziegelbauer und Dr. Brenn als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei Dr. Brigitte Stampfer, Rechtsanwältin in Wien, als Masseverwalterin im Konkurs über das Vermögen der I***** GmbH, *****, gegen die beklagten Parteien 1) F***** KG, *****, und 2) Dr. M***** B*****, ebendort, beide vertreten durch die Brand Rechtsanwälte GmbH in Wien, wegen 163.984,74 EUR sA, über die Revision der klagenden Partei gegen das Urteil des Oberlandesgerichts Wien vom 28. Juli 2011, GZ 2 R 133/11k-23, mit dem das Urteil des Handelsgerichts Wien vom 15. April 2011, GZ 21 Cg 127/09a-16, bestätigt wurde, in nichtöffentlicher Sitzung den

Beschluss

gefasst:

Spruch

Der Revision wird Folge gegeben.

Die Urteile der Vorinstanzen werden aufgehoben und die Rechtssache zur neuerlichen Entscheidung nach Verfahrensergänzung an das Erstgericht zurückverwiesen.

Die Kosten des Revisionsverfahrens sind weitere Verfahrenskosten.

Text

Begründung:

Mit Beschluss des Handelsgerichts Wien vom 18. 2. 2008 zu 2 S 20/08s wurde über das Vermögen der Gemeinschuldnerin das Konkursverfahren eröffnet und die Klägerin zur Masseverwalterin bestellt. Die Erstbeklagte ist Alleineigentümerin einer Liegenschaft mit darauf errichtetem Zinshaus. Der Zweitbeklagte ist unbeschränkt haftender Gesellschafter der Erstbeklagten, die das Zinshaus mit öffentlichen Mitteln sanieren ließ. Mit Werkvertrag vom 10. 5. 2006 beauftragte die Erstbeklagte die spätere Gemeinschuldnerin mit der Ausführung von Elektroinstallationsarbeiten; am 10. 4. 2007 beauftragte sie die spätere Gemeinschuldnerin mit Zusatzarbeiten für den Dachgeschossausbau. Die zugrunde liegenden allgemeinen Vertragsbedingungen enthalten unter anderem folgende Bestimmungen:

2.5.1 Der AN hat die Leistung unter eigener Verantwortung auszuführen. Vor Erteilung eines Auftrags an Subunternehmer bzw Professionisten ist die Zustimmung des AG einzuholen.

...

5.11.1 Regiearbeiten werden nur anerkannt, wenn sie vorher schriftlich vom AG beauftragt wurden.

...

6.4 Leistungsänderungen führen nicht zu einer Änderung der Einheitspreise.

7.9 Die Gesamtleistung ist in der Schlussrechnung abzurechnen. Abschlagszahlungen sind anzuführen. Die Schlussrechnung ist spätestens sechs Wochen nach Fertigstellung der Leistung (Übernahme durch den AG) in prüffähiger Form mit den allenfalls dazugehörigen Abrechnungsunterlagen firmenmäßig gezeichnet einzureichen. Sie muss alle ausgeführten Arbeiten beinhalten.

Bei Nichteinhaltung dieser Frist und nach fruchtlosem Ablauf einer vom AG gestellten Nachfrist von zwei Wochen ist der AG berechtigt, die Summe der Zahlungsanforderungen als Schlussrechnungssumme festzusetzen.

...

9.1.1 Alle Leistungen werden erst nach Fertigstellung der vertraglichen Gesamtleistung übernommen und gehen erst dann in die Gewahrsame, Obsorge und Gefahr des AG über.

...

11.1 Während der Haftzeit von drei Jahren bzw auch länger wird ein 5%iger Haftrücklass von der Bruttoabrechnungssumme in bar einbehalten.

Am 18. 5. 2009 legte die Klägerin drei Rechnungen, und zwar für hausseitige Erhaltungsmaßnahmen, für hausseitige Verbesserungen und für Elektroinstallation des Dachgeschosses. Diesen Rechnungen waren unter anderem Tabellen angeschlossen, in denen eine Beschreibung der Leistung, Lohn, Sonstiges, EH-Preis (Summe aus Lohn und Sonstiges), die Menge sowie der Positionspreis (EH-Preis x Menge) angeführt waren. Aufmaßblätter waren den Rechnungen nicht angeschlossen.

Die Klägerin begehrte die Summe der Rechnungsbeträge. Die Gemeinschuldnerin habe zwischen Juli 2006 und Februar 2008 im Auftrag der Erstbeklagten verschiedene Bau- und Installationsarbeiten ausgeführt. Bisher seien nur kleinere Teilrechnungen gelegt und gezahlt worden. Die beauftragten Arbeiten seien zu 99,9 % fertig gestellt und ordnungsgemäß ausgeführt worden. Die Klägerin habe der Erstbeklagten angeboten, die ausständigen Arbeiten fertig stellen zu lassen. Dies habe die Erstbeklagte verweigert. Zudem habe sich diese geweigert, die Baustelle durch von der Klägerin beauftragte Fachleute besichtigen zu lassen, um die Schlussrechnung erstellen zu können. Aus diesem Grund sei es ihr nicht möglich gewesen, genaue Aufmaßlisten zu erstellen. Das Verhalten der Beklagten verstoße gegen Treu und Glauben.

Die Beklagten entgegneten, dass die spätere Gemeinschuldnerin Mängel produziert habe und einige Zeit nach Beginn der Arbeiten in Konkurs gegangen sei. Schon vor Konkurseröffnung habe sie die Baustelle ohne Begründung verlassen und die Arbeiten offensichtlich eingestellt. Die Klägerin habe zugesagt, die Arbeiten fertig zu stellen. Tatsächlich habe diese jedoch keine weiteren Aktivitäten gesetzt. Kurz nach dem 28. 5. 2008 hätten die Beklagten der Ediktsdatei entnommen, dass die Schließung des Unternehmens mit Juni 2008 angeordnet worden sei. Erst einen Monat nach Schließung des Unternehmens habe die Masseverwalterin Interesse daran gezeigt, die Arbeiten abzurechnen. Im Juni 2009 habe diese sodann Fantasiezahlen in Rechnung gestellt. Da die Rechnungen den vereinbarten formalen Kriterien nicht entsprochen hätten, seien diese ungeprüft retourniert worden. Selbst bei mängelfreier und vollständiger Leistungserbringung, von der aber keine Rede sein könne, seien die Rechnungen nicht geeignet, die Fälligkeit auszulösen.

Das Erstgericht wies das Klagebegehren zur Gänze ab. Die Klägerin habe kein konkretes Vorbringen dazu erstattet, welche Leistungen einerseits vertraglich vereinbart und andererseits ausgeführt worden seien. Ebenso wenig habe sie vorgebracht, welche konkreten Fertigstellungsarbeiten angeboten worden seien. Zudem hätten die Vertragsparteien vereinbart, dass alle Leistungen erst nach Fertigstellung der vertraglichen Gesamtleistung im Rahmen einer förmlichen Übernahme übergeben würden. Diese Voraussetzung sei schon nach dem Vorbringen der Klägerin nicht erfüllt, zumal die Arbeiten nur zu 99,9 % erbracht worden seien. Schließlich sei die Schlussrechnung in prüffähiger Form einzureichen gewesen. Mangels Vorlage von Aufmaßblättern sei auch diese Anforderung nicht erfüllt, weshalb die Klagsforderung mangels ordnungsgemäßer (Schluss-)Rechnungslegung insgesamt nicht fällig sei.

Das Berufungsgericht bestätigte diese Entscheidung. Die Rechnungen der Klägerin seien als Teilrechnungen einzustufen. Anders als die allgemeinen Vertragsbedingungen enthalte die Ö-Norm B 2110 (Pkt 5.29.1.2) eine Regelung, wonach den Teilrechnungen die zur Prüfung notwendigen Unterlagen anzuschließen seien. Die Teilrechnungen der Klägerin würden diesen Anforderungen nicht entsprechen, zumal sie keine Überprüfung ermöglichten, an welchen Stellen des Hauses die verrechneten Arbeiten ausgeführt worden seien. Die Erstbeklagte habe auch keine vertragliche Nebenpflicht getroffen, zum Zweck der Rechnungslegung ein nachträgliches Betreten der Baustelle zu gestatten. Selbst wenn man eine solche Nebenpflicht bejahte, müsste die Klägerin die Erfüllung dieser Nebenpflicht zunächst in einem streitigen Zivilverfahren erzwingen, um in der Folge eine nachprüfbare Rechnung erstellen zu können. Insgesamt seien die Teilrechnungen somit nicht wirksam fällig gestellt worden. Die ordentliche Revision sei zulässig, weil zu den Fragen, ob der Werkbesteller zum Zweck der Rechnungslegung ein nochmaliges Betreten der Baustelle ermöglichen müsse, und ob er gegebenenfalls bei Verletzung einer solchen Mitwirkungspflicht den Einwand der mangelhaften Rechnungslegung erheben könne, höchstgerichtliche Rechtsprechung fehle.

Gegen diese Entscheidung richtet sich die Revision der Klägerin mit dem Antrag, dem Klagebegehren zur Gänze stattzugeben.

Mit ihrer Revisionsbeantwortung beantragen die Beklagten, die Revision zurückzuweisen, in eventu, dieser den Erfolg zu versagen.

Rechtliche Beurteilung

Die Revision ist zulässig, weil die Vorinstanzen von den einschlägigen werkvertraglichen Grundsätzen abgewichen sind. Dementsprechend ist die Revision im Sinn des subsidiär gestellten Aufhebungsantrags auch berechtigt.

1.1 Ausgehend von den Vertragsgrundlagen wurde zwischen der Gemeinschuldnerin und der Erstbeklagten ein Werkvertrag in Form eines sogenannten Einheitspreisvertrags geschlossen (vgl 3 Ob 146/99p). Dies bedeutet, dass die Höhe des Werklohns vom „Aufmaß“ abhängig war. Wird das Aufmaß nicht gemeinsam ermittelt, so hat grundsätzlich der Unternehmer den Leistungsumfang nachzuweisen (vgl Busche in Münchner Kommentar5 § 631 BGB Rz 161).

Ist die Höhe des Entgelts für den Besteller bei Übernahme des Werks nicht klar bestimmt, so tritt Fälligkeit des Werklohns im Allgemeinen erst mit Übermittlung einer detaillierten und nachvollziehbaren Abrechnung ein (RIS-Justiz RS0021821; RS0034319). In diesen Fällen ist die Fälligkeit des Werklohns mit der ordnungsgemäßen Rechnungslegung verknüpft (RIS-Justiz RS0017592). Grundsätzlich steht also die Verletzung der Rechnungslegungsvorschriften der Fälligkeit des Werklohns entgegen.

1.2 Der Einwand der mangelnden Fälligkeit ist nach der Rechtsprechung jedoch unbeachtlich, wenn - bei fehlerhafter Abrechnung oder bei entsprechenden Behauptungen zu objektiv verständlichen Abrechnungsschwierigkeiten - der Rechnungslegungspflichtige die Abrechnungsmängel im Zuge des Rechtsstreits über seine Entgeltansprüche behebt. Ist also bis zum Schluss der mündlichen Verhandlung in erster Instanz eine hinlängliche Erläuterung und Klärung aller offenen Probleme der Abrechnung erfolgt, so ist von der Fälligkeit der abgerechneten Leistungen auszugehen. Die Klarstellung kann auch durch die Einholung von Sachverständigengutachten erfolgen. Erklärt in diesem Fall der abrechnungspflichtige Kläger, die Verfahrensergebnisse als Grundlage seiner Entgeltansprüche gegen sich gelten zu lassen, so hat er damit seine Rechnungslegungspflicht erfüllt (RIS-Justiz RS0021928; RS0021918; Rebhahn in Schwimann³ § 1170 Rz 4; Krejci in Rummel³ § 1170 Rz 12).

1.3 Zur Behebung der konkreten Abrechnungsmängel bedarf es vorab einer genauen Feststellung darüber. Die Beklagten trifft in dieser Hinsicht insoweit eine Mitwirkungspflicht, als sie sich nicht einfach auf den Standpunkt zurückziehen dürfen, die Rechnungslegungspflicht sei noch nicht erfüllt, weil die Rechnungslegungsvorschriften nicht eingehalten worden seien. Vielmehr haben sie - wie sie dies auch im Fall einer außerprozessualen Überprüfung der Angemessenheit des abgerechneten Werklohns tun müssten - die Abrechnungsfehler und die angeblichen Berechnungsfehler kurz und vollständig darzulegen (vgl 5 Ob 43/92).

Der Zweck einer ordnungsgemäßen, nachvollziehbaren Rechnungslegung einschließlich der Vorlage prüffähiger Unterlagen besteht darin, dem Besteller die Überprüfung des vom Unternehmer begehrten Entgelts zu ermöglichen. Die mit den vereinbarten Rechnungslegungsvorschriften vorgesehenen Formalismen sollen eine zuverlässige und rasche Klärung der Entgeltansprüche ermöglichen. Entgegen der Ansicht der Beklagten sind sie aber nicht Selbstzweck.

2.1 Im Anlassfall wird der Umstand, dass die drei (Teil-)Schlussrechnungen mit Formmängel behaftet waren, zumal Aufmaßblätter als „prüffähige Unterlagen“ fehlten, von der Klägerin nicht bestritten.

Die Beklagten weisen an sich zutreffend darauf hin, dass die Klägerin den Leistungsumfang nachzuweisen habe. Sie übersehen aber, dass dieser Nachweis nach den dargestellten Grundsätzen auch im vorliegenden Abrechnungsprozess erbracht werden kann.

2.2 Das Erstgericht ist nicht im Recht, wenn es der Klägerin ein ungenügendes Vorbringen vorwirft. Die Klägerin hat sich auf die 99,9%ige Fertigstellung der Arbeiten und auf die von ihr ausgestellten (Teil-)Schlussrechnungen berufen. Darin ist auch die Behauptung enthalten, dass die verrechneten Leistungen ordnungsgemäß erbracht worden seien. Zudem hat die Klägerin ihre Abrechnungsschwierigkeiten konkret dargelegt.

Entgegen der Ansicht des Berufungsgerichts ist die Klägerin keineswegs gehalten, die dargestellte Mitwirkungspflicht der Beklagten zur Abrechnung der erbrachten Leistungen gesondert gerichtlich geltend zu machen. Die Mitwirkungspflicht bezieht sich auch nicht auf das Betreten der Baustelle zu Abrechnungszwecken, sondern auf die dargestellte Mitwirkung im Rahmen des Abrechnungsprozesses. Entgegen der Beurteilung des Berufungsgerichts macht die Klägerin auch nicht Teilrechnungen, sondern (Teil-)Schlussrechnungen geltend.

2.3 Die Beklagten können sich auch nicht etwa darauf berufen, dass eine formelle Übernahme der Installationsarbeiten nicht stattgefunden habe. Richtig ist zwar, dass die Abrechnung und damit die Fälligkeit des Werklohns grundsätzlich die Übergabe und damit die Vollendung des Werks voraussetzt. Bei Unterbleiben des Werks iSd § 1168 Abs 1 ABGB wird der Entgeltanspruch aber fällig, sobald endgültig feststeht, dass das Werk nicht ausgeführt wird (RIS-Justiz RS0021845). Sofortiger Fälligkeitseintritt ist anzunehmen, wenn das endgültige Unterbleiben evident ist oder zumindest für den Besteller, insbesondere etwa bei Abbestellung des Werks, feststeht. Sonst ist aus Klarstellungsgründen eine Fälligstellung durch Einmahnung gemäß § 1417 ABGB erforderlich (Krejci aaO Rz 22).

Im Anlassfall mussten die Beklagten ausgehend von ihrem Vorbringen, wonach die Gemeinschuldnerin die Baustelle ohne nähere Begründung verlassen und die Arbeiten eingestellt habe, davon ausgehen, dass die ausständigen Arbeiten nicht mehr ausgeführt werden. Dies gilt um so mehr für die Zeit ab Kenntnisnahme der Schließung des gemeinschuldnerischen Unternehmens. So wie die Beklagten geht im Übrigen auch die Klägerin nach ihrem Vorbringen davon aus, dass eine weitere Ausführung der Arbeiten, einschließlich allfälliger Verbesserungen, nicht mehr stattfindet. Dementsprechend stützt sie die geltend gemachten Ansprüche auf (Teil-)Schlussrechnungen und behauptet, dass weitere Arbeitsleistungen durch die Beklagten vereitelt worden seien.

3. Insgesamt ergibt sich, dass im Anlassfall die Fälligkeit der abgerechneten und erbrachten Leistungen unter der Voraussetzung der ordnungsgemäßen Rechnungslegung gegeben ist. Mit Rücksicht auf die Abrechnungsschwierigkeiten der Klägerin kann die Überprüfung der Abrechnung auch im vorliegenden Prozess erfolgen. Die Beklagten können sich nicht auf den Standpunkt zurückziehen, dass die Rechnungslegungsvorschriften nicht eingehalten worden seien.

Anhand der getroffenen Feststellungen ist eine abschließende Beurteilung der Rechtssache nicht möglich. Insbesondere liegen keine geeigneten Feststellungen zu den konkreten Abrechnungsmängeln vor; ebenso wenig hat eine Beweisaufnahme zur Behebung derselben stattgefunden. In dieser Hinsicht wird zunächst den Beklagten Gelegenheit zu geben sein, ausgehend von den schon vorgelegten Abrechnungsunterlagen konkrete Abrechnungsmängel und Berechnungsfehler geltend zu machen. In der Folge ist der Klägerin Gelegenheit zu geben, die Mängel ihrer Schlussabrechnungen durch Beiziehung eines Sachverständigen zu beheben. Angemerkt wird, dass es sich bei der Äußerung im Ersturteil, wonach weitere Feststellungen nicht getroffen werden könnten, um eine unbeachtliche Scheinfloskel handelt.

Zur Klärung der noch offenen Fragen waren die Entscheidungen der Vorinstanzen in Stattgebung der Revision aufzuheben.

Der Kostenvorbehalt beruht auf § 52 Abs 1 ZPO.

Textnummer

E99146

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2011:0080OB00114.11I.1122.000

Im RIS seit

09.12.2011

Zuletzt aktualisiert am

13.06.2012

Dokumentnummer

JJT_20111122_OGH0002_0080OB00114_11I0000_000