Rechtssatz für 16Os11/90 12Os87/91 11O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0093717

Geschäftszahl

16Os11/90; 12Os87/91; 11Os82/91; 12Os104/91; 13Os67/93; 14Os81/95; 15Os38/96; 11Os168/96; 15Os40/01; 14Os145/01; 15Os55/09s; 11Os94/11z

Entscheidungsdatum

25.08.2011

Rechtssatz

Die (rechtliche) Annahme eines (bloßen) Diebstahlsversuchs schließt räuberischen Diebstahl (im Versuchsstadium) dann nicht aus, wenn der Dieb bereits Mitgewahrsam an den Sachen erlangt hat und nunmehr, auf frischer Tat betreten, Gewalt (oder Drohung) anwendet, um sich die Sache zu erhalten.

Entscheidungstexte

  • 16 Os 11/90
    Entscheidungstext OGH 08.06.1990 16 Os 11/90
    Veröff: EvBl 1991/12 S 65 = JBl 1990,670
  • 12 Os 87/91
    Entscheidungstext OGH 08.08.1991 12 Os 87/91
    Vgl auch
  • 11 Os 82/91
    Entscheidungstext OGH 17.09.1991 11 Os 82/91
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Mitgewahrsam am (beiderseitigen) Spieleinsatz. (T1)
  • 12 Os 104/91
    Entscheidungstext OGH 03.10.1991 12 Os 104/91
    Vgl auch
  • 13 Os 67/93
    Entscheidungstext OGH 02.06.1993 13 Os 67/93
  • 14 Os 81/95
    Entscheidungstext OGH 27.06.1995 14 Os 81/95
  • 15 Os 38/96
    Entscheidungstext OGH 18.04.1996 15 Os 38/96
  • 11 Os 168/96
    Entscheidungstext OGH 10.12.1996 11 Os 168/96
    Vgl auch
  • 15 Os 40/01
    Entscheidungstext OGH 31.05.2001 15 Os 40/01
    Vgl auch
  • 14 Os 145/01
    Entscheidungstext OGH 11.12.2001 14 Os 145/01
    Auch
  • 15 Os 55/09s
    Entscheidungstext OGH 13.05.2009 15 Os 55/09s
    Auch; Beisatz: Hier: Der Angeklagte wurde bei der Geldwegnahme betreten und am Verlassen des Tatorts gehindert. Keine Vollendung der als räuberischer Diebstahl nach §§ 127, 131 erster Fall StGB qualifizierten Tat. (T2)
  • 11 Os 94/11z
    Entscheidungstext OGH 25.08.2011 11 Os 94/11z
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1990:RS0093717

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

27.10.2011

Dokumentnummer

JJR_19900608_OGH0002_0160OS00011_9000000_004

Rechtssatz für 13Os83/06i 11Os122/06k...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0121297

Geschäftszahl

13Os83/06i; 11Os122/06k; 13Os8/09i; 14Os73/09f; 11Os94/11z; 25Os10/14d; 12Os8/17v

Entscheidungsdatum

18.05.2017

Norm

StPO §118
StPO §118a
StPO §126 Abs1
StPO §222
StPO §254
StPO §281 Abs1 Z4
  1. StPO § 118a gültig von 01.10.2002 bis 31.12.2007 aufgehoben durch BGBl. I Nr. 19/2004
  1. StPO § 126 heute
  2. StPO § 126 gültig ab 14.08.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 112/2015
  3. StPO § 126 gültig von 01.01.2015 bis 13.08.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 71/2014
  4. StPO § 126 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 195/2013
  5. StPO § 126 gültig von 01.07.2011 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 111/2010
  6. StPO § 126 gültig von 01.06.2009 bis 30.06.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 52/2009
  7. StPO § 126 gültig von 01.01.2008 bis 31.05.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  8. StPO § 126 gültig von 01.01.2008 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 19/2004
  9. StPO § 126 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  10. StPO § 126 gültig von 31.12.1975 bis 31.12.1993
  1. StPO § 281 heute
  2. StPO § 281 gültig ab 01.03.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 223/2022
  3. StPO § 281 gültig von 01.01.2008 bis 28.02.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  4. StPO § 281 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 119/2005
  5. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  6. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  7. StPO § 281 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  8. StPO § 281 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  9. StPO § 281 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  10. StPO § 281 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987

Rechtssatz

SV sind nur beizuziehen, wenn - nach der auf den Einzelfall bezogenen Wertung des OGH - nicht jedes Mitglied des in der Schuldfrage (im Fall der Ziffer 11, erster Fall in Verbindung mit Ziffer 4 :, in der Sanktionsfrage) erkennenden Spruchkörpers die erforderlichen Fachkenntnisse für die Beurteilung einer Tatfrage besitzt (WK-StPO Paragraph 281, Rz 346).

Entscheidungstexte

  • 13 Os 83/06i
    Entscheidungstext OGH 11.10.2006 13 Os 83/06i
  • 11 Os 122/06k
    Entscheidungstext OGH 23.01.2007 11 Os 122/06k
    Auch; nur: SV sind nur beizuziehen, wenn nicht jedes Mitglied des in der Schuldfrage erkennenden Spruchkörpers die erforderlichen Fachkenntnisse für die Beurteilung einer Tatfrage besitzt. (T1)
  • 13 Os 8/09i
    Entscheidungstext OGH 19.02.2009 13 Os 8/09i
    Auch
  • 14 Os 73/09f
    Entscheidungstext OGH 02.03.2010 14 Os 73/09f
  • 11 Os 94/11z
    Entscheidungstext OGH 25.08.2011 11 Os 94/11z
    Vgl; Beisatz: Hier: Keine objektiven Anhaltspunkte für eine Einschränkung der Zurechnungsfähigkeit. (T2)
  • 25 Os 10/14d
    Entscheidungstext OGH 13.08.2014 25 Os 10/14d
  • 12 Os 8/17v
    Entscheidungstext OGH 18.05.2017 12 Os 8/17v

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2006:RS0121297

Im RIS seit

10.11.2006

Zuletzt aktualisiert am

28.07.2017

Dokumentnummer

JJR_20061011_OGH0002_0130OS00083_06I0000_001

Rechtssatz für 10Os40/84 11Os28/85 10O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht, Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0093727

Geschäftszahl

10Os40/84; 11Os28/85; 10Os182/86; 11Os67/87; 15Os70/87; 15Os103/87; 12Os42/90; 16Os11/90; 15Os121/90; 14Os39/91; 12Os87/91; 11Os82/91; 12Os63/92; 11Os52/94; 15Os72/94; 11Os168/96; 14Os136/07t; 14Os18/08s; 8ObA25/10z; 11Os94/11z; 12Os123/20k; 12Os68/22z

Entscheidungsdatum

29.09.2022

Rechtssatz

1) Der "bei einem Diebstahl auf frischer Tat betretene" Täter hat die betreffende Sache bereits dann im Sinne des Paragraph 131, StGB "weggenommen", wenn er im Zug der heimlichen Tatbegehung einen Mitgewahrsam daran erlangt hat (mit Zitierung von Judikatur und Literatur zum Meinungsstand); eine derartige Tatsituation endet erst in dem Augenblick, in welchem der Täter die Beute (über den endgültigen Vollzug des heimlich begonnenen Gewahrsamsbruchs und damit über die Deliktsvollendung hinaus auch schon) in Sicherheit gebracht hat. 2) Dadurch, dass ein Dieb die Beute über eine den Tatort begrenzende Mauer wirft, um nach deren Überklettern mit ihr zu flüchten, verliert er selbst dann, wenn er inzwischen stellig gemacht wird, noch nicht seinen (Mitgewahrsam) Gewahrsam daran.

Entscheidungstexte

  • 10 Os 40/84
    Entscheidungstext OGH 11.04.1984 10 Os 40/84
    Veröff: EvBl 1985/6 S 26 = SSt 55/13 = JBl 1985,53 (Anmerkung Burgstaller)
  • 11 Os 28/85
    Entscheidungstext OGH 19.03.1985 11 Os 28/85
    nur: Eine derartige Tatsituation endet erst in dem Augenblick, in welchem der Täter die Beute (über den endgültigen Vollzug des heimlich begonnenen Gewahrsamsbruchs und damit über die Deliktsvollendung hinaus auch schon) in Sicherheit gebracht hat. (T1) Veröff: SSt 56/20
  • 10 Os 182/86
    Entscheidungstext OGH 17.02.1987 10 Os 182/86
    Vgl; nur: Der "bei einem Diebstahl auf frischer Tat betretene" Täter hat die betreffende Sache bereits dann im Sinne des § 131 StGB "weggenommen", wenn er im Zug der heimlichen Tatbegehung einen Mitgewahrsam daran erlangt hat (mit Zitierung von Judikatur und Literatur zum Meinungsstand); eine derartige Tatsituation endet erst in dem Augenblick, in welchem der Täter die Beute (über den endgültigen Vollzug des heimlich begonnenen Gewahrsamsbruchs und damit über die Deliktsvollendung hinaus auch schon) in Sicherheit gebracht hat. (T2)
  • 11 Os 67/87
    Entscheidungstext OGH 24.06.1987 11 Os 67/87
    Vgl; nur T2
  • 15 Os 70/87
    Entscheidungstext OGH 07.07.1987 15 Os 70/87
    Vgl auch; nur T2; Veröff: SSt 58/50
  • 15 Os 103/87
    Entscheidungstext OGH 24.07.1987 15 Os 103/87
    Vgl auch; nur: Der "bei einem Diebstahl auf frischer Tat betretene" Täter hat die betreffende Sache bereits dann im Sinne des § 131 StGB "weggenommen", wenn er im Zug der heimlichen Tatbegehung einen Mitgewahrsam daran erlangt hat. (T3) Veröff: SSt 58/58
  • 12 Os 42/90
    Entscheidungstext OGH 17.05.1990 12 Os 42/90
    nur T1
  • 16 Os 11/90
    Entscheidungstext OGH 08.06.1990 16 Os 11/90
    Vgl auch; nur T3; Beisatz: Die (rechtliche) Annahme eines (bloßen) Diebstahlsversuchs schließt räuberischen Diebstahl (im Versuchsstadium) dann nicht aus, wenn der Dieb bereits Mitgewahrsam an den Sachen erlangt hat und nunmehr, auf frischer Tat betreten, Gewalt (oder Drohung) anwendet, um sich die Sache zu erhalten. (T4) Veröff: EvBl 1991/12 S 65 = JBl 1990,670
  • 15 Os 121/90
    Entscheidungstext OGH 18.12.1990 15 Os 121/90
    Vgl auch; nur T3
  • 14 Os 39/91
    Entscheidungstext OGH 04.06.1991 14 Os 39/91
    Vgl auch; nur T1
  • 12 Os 87/91
    Entscheidungstext OGH 08.08.1991 12 Os 87/91
    Vgl auch; nur T3; Beis wie T4
  • 11 Os 82/91
    Entscheidungstext OGH 17.09.1991 11 Os 82/91
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Mitgewahrsam am (beiderseitigen) Spieleinsatz. (T5)
  • 12 Os 63/92
    Entscheidungstext OGH 09.07.1992 12 Os 63/92
    nur T2
  • 11 Os 52/94
    Entscheidungstext OGH 10.05.1994 11 Os 52/94
    Vgl auch
  • 15 Os 72/94
    Entscheidungstext OGH 09.06.1994 15 Os 72/94
    Vgl auch; nur T3
  • 11 Os 168/96
    Entscheidungstext OGH 10.12.1996 11 Os 168/96
    Vgl auch; nur T3
  • 14 Os 136/07t
    Entscheidungstext OGH 04.12.2007 14 Os 136/07t
    nur T1
  • 14 Os 18/08s
    Entscheidungstext OGH 10.06.2008 14 Os 18/08s
    Auch; Beisatz: Die Tatsituation, auf die § 131 StGB abstellt, endet erst, sobald der Täter die Beute (über den Gewahrsamsbruch und damit über die Deliktsvollendung hinaus) in Sicherheit gebracht hat. (T6)
  • 8 ObA 25/10z
    Entscheidungstext OGH 22.04.2010 8 ObA 25/10z
    Vgl auch
  • 11 Os 94/11z
    Entscheidungstext OGH 25.08.2011 11 Os 94/11z
    Vgl auch; nur T3
  • 12 Os 123/20k
    Entscheidungstext OGH 12.11.2020 12 Os 123/20k
    Vgl
  • 12 Os 68/22z
    Entscheidungstext OGH 29.09.2022 12 Os 68/22z
    Vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1984:RS0093727

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

07.12.2022

Dokumentnummer

JJR_19840411_OGH0002_0100OS00040_8400000_001

Rechtssatz für 11Os52/94 14Os81/95 15O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0093704

Geschäftszahl

11Os52/94; 14Os81/95; 15Os38/96; 11Os168/96; 13Os182/98 (13Os183/98); 14Os145/01; 14Os113/08m; 11Os94/11z; 12Os133/12v; 12Os50/17w; 11Os153/18m; 11Os129/21m; 12Os68/22z

Entscheidungsdatum

29.09.2022

Rechtssatz

Nach herrschender Rechtsprechung kann die Qualifikation des Diebstahls als räuberisch im Sinn des Paragraph 131, StGB bereits nach Erlangung bloßen Mitgewahrsams durch den Dieb, also noch im Versuchsstadium, verwirklicht werden. Hat der Täter durch eine Versuchshandlung bereits Mitgewahrsam an einer Sache erlangt, so schließt seine mit der Gewaltanwendung (oder Drohung) verbundene Absicht auf Umwandlung seines Mitgewahrsams in einen Alleingewahrsam auch die - für die Erfüllung der inneren Tatseite des Paragraph 131, StGB erforderliche - Absicht auf Erhaltung des Mitgewahrsams ein. Unverzichtbare Voraussetzung für die Anwendbarkeit der - gegenüber Paragraph 142, StGB privilegierten - Strafbestimmung des Paragraph 131, StGB bleibt freilich, dass der Täter Gewalt (oder Drohung) erst einsetzt, nachdem er "bei einem Diebstahl auf frischer Tat betreten" wurde, was bedingt, dass sein Tatplan nicht von vornherein auf die Anwendung räuberischer Mittel zum Zweck der Sachwegnahme gerichtet war. In diesem Umstand - dass "sich die Gewaltanwendung typischerweise aus der Situation für den Täter überraschend ergibt" (EBRV 1971,278) - liegt auch das unwertvermindernde Charakteristikum des räuberischen Diebstahls gegenüber dem Raub.

Entscheidungstexte

  • 11 Os 52/94
    Entscheidungstext OGH 10.05.1994 11 Os 52/94
  • 14 Os 81/95
    Entscheidungstext OGH 27.06.1995 14 Os 81/95
  • 15 Os 38/96
    Entscheidungstext OGH 18.04.1996 15 Os 38/96
    nur: Nach herrschender Rechtsprechung kann die Qualifikation des Diebstahls als räuberisch im Sinn des § 131 StGB bereits nach Erlangung bloßen Mitgewahrsams durch den Dieb, also noch im Versuchsstadium, verwirklicht werden. (T1)
  • 11 Os 168/96
    Entscheidungstext OGH 10.12.1996 11 Os 168/96
  • 13 Os 182/98
    Entscheidungstext OGH 10.02.1999 13 Os 182/98
    nur T1
  • 14 Os 145/01
    Entscheidungstext OGH 11.12.2001 14 Os 145/01
    nur T1
  • 14 Os 113/08m
    Entscheidungstext OGH 23.09.2008 14 Os 113/08m
    Vgl; Beisatz: Bei von vornherein auf die Anwendung räuberischer Mittel zum Zweck der Sachwegnahme gerichtetem Tätervorsatz, ist die Tat auch dann als Raub zu beurteilen, wenn der Täter dem Opfer die Beute unter einem Vorwand herauslockte und die unmittelbar nachfolgende Gewaltanwendung gegen den zu erwartenden Widerstand des Opfers beim Wegnahmevorgang einkalkulierte. Hingegen käme räuberischer Diebstahl in Betracht, wenn der Täter die Gewalt erst einsetzte, nachdem er bei einem Diebstahl auf frischer Tat betreten wurde, sich die Gewaltübung also erst für den Täter überraschend aus der Situation ergab. (T2); Bem: Siehe RS0124007. (T3)
  • 11 Os 94/11z
    Entscheidungstext OGH 25.08.2011 11 Os 94/11z
    Vgl auch
  • 12 Os 133/12v
    Entscheidungstext OGH 07.03.2013 12 Os 133/12v
    Vgl auch; Bem wie T3
  • 12 Os 50/17w
    Entscheidungstext OGH 12.10.2017 12 Os 50/17w
    Auch
  • 11 Os 153/18m
    Entscheidungstext OGH 26.02.2019 11 Os 153/18m
  • 11 Os 129/21m
    Entscheidungstext OGH 15.12.2021 11 Os 129/21m
    Vgl
  • 12 Os 68/22z
    Entscheidungstext OGH 29.09.2022 12 Os 68/22z
    Vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1994:RS0093704

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

07.12.2022

Dokumentnummer

JJR_19940510_OGH0002_0110OS00052_9400000_001

Rechtssatz für 12Os166/77 12Os11/80 11...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0093828

Geschäftszahl

12Os166/77; 12Os11/80; 11Os51/82; 10Os40/84; 9Os77/86; 15Os121/90; 14Os92/04; 11Os94/11z; 15Os57/18y; 12Os95/22w

Entscheidungsdatum

07.11.2022

Rechtssatz

Paragraph 131, StGB setzt als Grunddelikt einen Diebstahl, somit Sachwegnahme mit Bereicherungsvorsatz (Gewahrsamsübergang vom Opfer auf den Täter) vor der Gewaltanwendung oder Drohung voraus.

Entscheidungstexte

  • 12 Os 166/77
    Entscheidungstext OGH 01.12.1977 12 Os 166/77
  • 12 Os 11/80
    Entscheidungstext OGH 27.03.1980 12 Os 11/80
    Vgl auch; Beisatz: Gewaltanwendung durch Drohung nach Ergreifen der Beute. (T1)
  • 11 Os 51/82
    Entscheidungstext OGH 12.05.1982 11 Os 51/82
    Vgl auch; Veröff: JBl 1982,550
  • 10 Os 40/84
    Entscheidungstext OGH 11.04.1984 10 Os 40/84
    Vgl; Beisatz: Tathandlung nach Erlangung des Mitgewahrsams durch den Täter genügt. (T2) Veröff: EvBl 1985/6 S 26 = SSt 55/13 = JBl 1985,53 (Anmerkung Burgstaller)
  • 9 Os 77/86
    Entscheidungstext OGH 10.09.1986 9 Os 77/86
    Vgl auch; Beisatz: § 131 StGB ist eine (strafsatzändernde) Qualifikation der Diebstahlstat. (T3)
  • 15 Os 121/90
    Entscheidungstext OGH 18.12.1990 15 Os 121/90
    Vgl; Beis wie T2
  • 14 Os 92/04
    Entscheidungstext OGH 10.08.2004 14 Os 92/04
    Vgl; Beis wie T3
  • 11 Os 94/11z
    Entscheidungstext OGH 25.08.2011 11 Os 94/11z
    Vgl auch; Beis wie T2
  • 15 Os 57/18y
    Entscheidungstext OGH 26.09.2018 15 Os 57/18y
    Vgl auch; Beisatz: Ein Zusammenhang zwischen Gewaltanwendung und Sachwegnahme ist nicht Tatbestandsmerkmal des §131 erster Fall StGB. (T4)
  • 12 Os 95/22w
    Entscheidungstext OGH 07.11.2022 12 Os 95/22w
    Vgl; Beis wie T3

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1977:RS0093828

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

03.02.2023

Dokumentnummer

JJR_19771201_OGH0002_0120OS00166_7700000_002

Rechtssatz für 10Os137/86; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0097283

Geschäftszahl

10Os137/86; 11Os196/93; 14Os77/94; 13Os181/96; 11Os178/96; 11Os55/05f; 15Os68/07z; 14Os52/07i; 14Os75/08y; 12Os31/07m; 12Os22/08i; 14Os81/08f; 13Os8/09i; 14Os73/09f; 15Os1/10a; 11Os94/11z; 11Os39/12p; 12Os8/17v; 12Os54/17h; 15Os139/18g; 14Os68/19k; 15Os77/20t; 15Os95/22t; 11Os78/23i (11Os79/23m; 11Os123/23g)

Entscheidungsdatum

12.12.2023

Norm

StPO §118
StPO §126 Abs1
StPO §134
StPO §258 Abs2 Ba
StPO §281 Abs1 Z4 B
  1. StPO § 126 heute
  2. StPO § 126 gültig ab 14.08.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 112/2015
  3. StPO § 126 gültig von 01.01.2015 bis 13.08.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 71/2014
  4. StPO § 126 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 195/2013
  5. StPO § 126 gültig von 01.07.2011 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 111/2010
  6. StPO § 126 gültig von 01.06.2009 bis 30.06.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 52/2009
  7. StPO § 126 gültig von 01.01.2008 bis 31.05.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  8. StPO § 126 gültig von 01.01.2008 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 19/2004
  9. StPO § 126 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  10. StPO § 126 gültig von 31.12.1975 bis 31.12.1993
  1. StPO § 134 heute
  2. StPO § 134 gültig von 01.04.2025 bis 16.02.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 190/2021
  3. StPO § 134 gültig von 01.04.2025 bis 31.10.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 113/2019
  4. StPO § 134 gültig von 01.04.2025 bis 27.12.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 27/2018
  5. StPO § 134 gültig ab 01.04.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 182/2023
  6. StPO § 134 gültig von 17.02.2024 bis 31.03.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 182/2023
  7. StPO § 134 gültig von 01.11.2021 bis 16.02.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 190/2021
  8. StPO § 134 gültig von 01.04.2020 bis 31.10.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 113/2019
  9. StPO § 134 gültig von 01.04.2020 bis 27.12.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 27/2018
  10. StPO § 134 gültig von 01.06.2018 bis 31.03.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 27/2018
  11. StPO § 134 gültig von 01.07.2014 bis 31.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 44/2014
  12. StPO § 134 gültig von 01.04.2012 bis 30.06.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2011
  13. StPO § 134 gültig von 21.05.2011 bis 31.03.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2011
  14. StPO § 134 gültig von 01.01.2008 bis 20.05.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 19/2004
  15. StPO § 134 gültig von 31.12.1975 bis 31.12.2007
  1. StPO § 258 heute
  2. StPO § 258 gültig ab 01.01.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  3. StPO § 258 gültig von 01.03.2005 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 164/2004
  4. StPO § 258 gültig von 01.01.1994 bis 28.02.2005 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  5. StPO § 258 gültig von 31.12.1975 bis 31.12.1993
  1. StPO § 281 heute
  2. StPO § 281 gültig ab 01.03.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 223/2022
  3. StPO § 281 gültig von 01.01.2008 bis 28.02.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  4. StPO § 281 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 119/2005
  5. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  6. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  7. StPO § 281 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  8. StPO § 281 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  9. StPO § 281 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  10. StPO § 281 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987

Rechtssatz

Ein Sachverständigengutachten ist nur dann einzuholen, wenn Umstände vorgebracht werden, deren richtige Auswertung von Fachkenntnissen abhängt, die nicht jedes Mitglied des Gerichtes besitzt (SSt 22/53). Soweit die Richter ein Beweisergebnis nach ihrer allgemeinen und fachlichen Bildung beurteilen können, bedarf es eines Sachverständigenbeweises nicht (so bereits KH 1543 ua).

Entscheidungstexte

  • 10 Os 137/86
    Entscheidungstext OGH 11.11.1986 10 Os 137/86
  • 11 Os 196/93
    Entscheidungstext OGH 08.02.1994 11 Os 196/93
    Vgl auch
  • 14 Os 77/94
    Entscheidungstext OGH 07.06.1994 14 Os 77/94
    Vgl auch; Beisatz: Die Vernehmung von Sachverständigen ist grundsätzlich nur dann geboten, wenn die Beantwortung einer Frage besondere Kenntnisse erfordert, die im Allgemeinen nicht vorausgesetzt werden können. Darnach ist aber das Gericht auch zur selbständigen Lösung einfacher Fachfragen berechtigt, soferne nicht besondere Umstände dargetan werden, die dennoch die Beiziehung eines Sachverständigen angezeigt erscheinen lassen. (T1)
  • 13 Os 181/96
    Entscheidungstext OGH 11.12.1996 13 Os 181/96
    Vgl auch
  • 11 Os 178/96
    Entscheidungstext OGH 04.03.1997 11 Os 178/96
  • 11 Os 55/05f
    Entscheidungstext OGH 26.07.2005 11 Os 55/05f
    Auch; nur: Ein Sachverständigengutachten ist nur dann einzuholen, wenn Umstände vorgebracht werden, deren richtige Auswertung von Fachkenntnissen abhängt, die nicht jedes Mitglied des Gerichtes besitzt. (T2)
  • 15 Os 68/07z
    Entscheidungstext OGH 08.08.2007 15 Os 68/07z
    Auch; nur T2
  • 14 Os 52/07i
    Entscheidungstext OGH 31.07.2007 14 Os 52/07i
    Auch; Beisatz: Sachverständige sind nur dann beizuziehen, wenn nicht jedes Mitglied des in der Schuldfrage (im Fall der Z 11 erster Fall in Verbindung mit Z 4: in der Sanktionsfrage) erkennenden Spruchkörpers die erforderlichen Fachkenntnisse für die Beurteilung einer Tatfrage besitzt (§ 118 StPO arg.: erforderlichenfalls), welche Wertung der Oberste Gerichtshof bezogen auf den Einzelfall vorzunehmen hat (WK-StPO § 281 Rz 346). (T3)
  • 14 Os 75/08y
    Entscheidungstext OGH 08.07.2008 14 Os 75/08y
    Auch; Beisatz: Sachverständige sind nur dann beizuziehen, wenn die Erkenntnisrichter nicht über die erforderlichen Fachkenntnisse für die Beurteilung einer Tatfrage verfügen. (T4)
  • 12 Os 31/07m
    Entscheidungstext OGH 15.05.2008 12 Os 31/07m
    Beisatz: Vgl WK-StPO § 118 aF Rz 3. (T5)
  • 12 Os 22/08i
    Entscheidungstext OGH 19.06.2008 12 Os 22/08i
    Auch; nur T2
  • 14 Os 81/08f
    Entscheidungstext OGH 05.08.2008 14 Os 81/08f
    Auch; Beis ähnlich wie T3
  • 13 Os 8/09i
    Entscheidungstext OGH 19.02.2009 13 Os 8/09i
  • 14 Os 73/09f
    Entscheidungstext OGH 02.03.2010 14 Os 73/09f
    Vgl; nur T2; Beis wie T3
  • 15 Os 1/10a
    Entscheidungstext OGH 20.01.2010 15 Os 1/10a
    Auch; Beisatz: Im Hauptverfahren ist die Bestellung eines Sachverständigen nur dann erforderlich, wenn zur Klärung von schuld- und subsumtionsrelevanten Fakten besondere Fachkenntnisse notwendig sind, über die das erkennende Gericht nicht verfügt. Bei der Beurteilung der Erforderlichkeit einer Sachverständigenbestellung ist insgesamt ein strenger Maßstab anzulegen. (T6)
  • 11 Os 94/11z
    Entscheidungstext OGH 25.08.2011 11 Os 94/11z
    Vgl; Beisatz: Hier: Keine objektiven Anhaltspunkte für eine Einschränkung der Zurechnungsfähigkeit. (T7)
  • 11 Os 39/12p
    Entscheidungstext OGH 24.05.2012 11 Os 39/12p
    Auch; Beis wie T6
  • 12 Os 8/17v
    Entscheidungstext OGH 18.05.2017 12 Os 8/17v
    Auch
  • 12 Os 54/17h
    Entscheidungstext OGH 21.09.2017 12 Os 54/17h
    Auch
  • 15 Os 139/18g
    Entscheidungstext OGH 21.11.2018 15 Os 139/18g
    Auch
  • 14 Os 68/19k
    Entscheidungstext OGH 03.09.2019 14 Os 68/19k
    Auch
  • 15 Os 77/20t
    Entscheidungstext OGH 31.08.2020 15 Os 77/20t
    Vgl
  • 15 Os 95/22t
    Entscheidungstext OGH 16.02.2023 15 Os 95/22t
    vgl; Beisatz: hier: Zur Feststellung der (Um- oder) Anmeldung von Dienstnehmern zur Sozialversicherung (T8)
  • 11 Os 78/23i
    Entscheidungstext OGH 12.12.2023 11 Os 78/23i
    vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1986:RS0097283

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

14.02.2024

Dokumentnummer

JJR_19861111_OGH0002_0100OS00137_8600000_001

Rechtssatz für 11Os34/04; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0118977

Geschäftszahl

11Os34/04; 12Os104/03; 12Os38/04; 12Os26/05y; 11Os20/05h; 11Os19/05m; 14Os63/05d; 12Os64/05m; 12Os81/05m; 11Os99/05a; 14Os129/05k; 11Os144/05v; 12Os7/08h; 13Os83/08t; 14Os9/09v (14Os10/09s); 13Os39/09y; 11Os180/09v; 14Os73/09f; 13Os85/10i; 11Os124/10k; 12Os200/10v; 11Os94/11z; 13Os101/11v; 12Os164/11a; 12Os37/12a; 17Os3/12p; 11Os33/13g; 12Os3/13b; 14Os31/14m; 13Os124/14f; 11Os118/14h; 11Os134/14m; 11Os51/15g; 13Os66/15b; 13Os71/15p; 15Os16/16s; 11Os21/16x; 12Os67/16v; 14Os68/16f; 14Os61/17z; 15Os33/18v; 13Os19/20y; 14Os118/21s; 12Os12/22i; 14Os106/22b; 15Os88/22p; 15Os13/23k; 15Os80/23p; 13Os19/23b; 14Os71/23g; 15Os101/23a

Entscheidungsdatum

14.12.2023

Norm

StPO §281 Abs1 Z2
StPO §281 Abs1 Z3
StPO §281 Abs1 Z4 A
StPO §281 Abs1 Z5 A
StPO §281 Abs1 Z5a
  1. StPO § 281 heute
  2. StPO § 281 gültig ab 01.03.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 223/2022
  3. StPO § 281 gültig von 01.01.2008 bis 28.02.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  4. StPO § 281 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 119/2005
  5. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  6. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  7. StPO § 281 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  8. StPO § 281 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  9. StPO § 281 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  10. StPO § 281 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987
  1. StPO § 281 heute
  2. StPO § 281 gültig ab 01.03.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 223/2022
  3. StPO § 281 gültig von 01.01.2008 bis 28.02.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  4. StPO § 281 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 119/2005
  5. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  6. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  7. StPO § 281 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  8. StPO § 281 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  9. StPO § 281 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  10. StPO § 281 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987
  1. StPO § 281 heute
  2. StPO § 281 gültig ab 01.03.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 223/2022
  3. StPO § 281 gültig von 01.01.2008 bis 28.02.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  4. StPO § 281 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 119/2005
  5. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  6. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  7. StPO § 281 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  8. StPO § 281 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  9. StPO § 281 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  10. StPO § 281 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987
  1. StPO § 281 heute
  2. StPO § 281 gültig ab 01.03.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 223/2022
  3. StPO § 281 gültig von 01.01.2008 bis 28.02.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  4. StPO § 281 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 119/2005
  5. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  6. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  7. StPO § 281 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  8. StPO § 281 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  9. StPO § 281 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  10. StPO § 281 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987
  1. StPO § 281 heute
  2. StPO § 281 gültig ab 01.03.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 223/2022
  3. StPO § 281 gültig von 01.01.2008 bis 28.02.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  4. StPO § 281 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 119/2005
  5. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  6. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  7. StPO § 281 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  8. StPO § 281 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  9. StPO § 281 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  10. StPO § 281 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987

Rechtssatz

Bei der Rüge von Verfahrensmängeln kann nur die unrichtige Entscheidung in der Rechtsfrage beim Rechtsmittelgericht geltend gemacht werden. Die Sachverhaltsgrundlage für eine prozessleitende Anordnung wird hingegen durch das jeweils zur Handhabung der im Rechtsmittel angesprochenen Verfahrensregel zuständig gewesene richterliche Organ in freier Beweiswürdigung festgestellt. Dies und die Begründung dafür sind nur nach Maßgabe der Kriterien der Ziffer 5, (und zugunsten des Angeklagten auch der Ziffer 5 a,) anfechtbar (WK-StPO Paragraph 281, Rz 40, 41, 46, 48, 50).

Entscheidungstexte

  • 11 Os 34/04
    Entscheidungstext OGH 27.04.2004 11 Os 34/04
  • 12 Os 104/03
    Entscheidungstext OGH 17.06.2004 12 Os 104/03
    Auch
  • 12 Os 38/04
    Entscheidungstext OGH 01.03.2005 12 Os 38/04
    Auch
  • 12 Os 26/05y
    Entscheidungstext OGH 22.03.2005 12 Os 26/05y
    Auch
  • 11 Os 20/05h
    Entscheidungstext OGH 12.04.2005 11 Os 20/05h
    Auch; nur: Die Sachverhaltsgrundlage für eine prozessleitende Anordnung wird durch das jeweils zur Handhabung der im Rechtsmittel angesprochenen Verfahrensregel zuständig gewesene richterliche Organ in freier Beweiswürdigung festgestellt. Dies und die Begründung dafür sind nur nach Maßgabe der Kriterien der Z 5 und Z 5a anfechtbar. (T1)
    Beisatz: Hier: Mängelfreie Verneinung von Anhaltspunkten für das tatsächliche Vorliegen der Voraussetzungen zur Anwendung des § 11 StGB. (T2)
  • 11 Os 19/05m
    Entscheidungstext OGH 07.06.2005 11 Os 19/05m
    Auch
  • 14 Os 63/05d
    Entscheidungstext OGH 09.08.2005 14 Os 63/05d
  • 12 Os 64/05m
    Entscheidungstext OGH 15.09.2005 12 Os 64/05m
    Auch; nur T1
  • 12 Os 81/05m
    Entscheidungstext OGH 06.10.2005 12 Os 81/05m
    Auch; nur T1
  • 11 Os 99/05a
    Entscheidungstext OGH 15.11.2005 11 Os 99/05a
    Auch; nur T1
  • 14 Os 129/05k
    Entscheidungstext OGH 19.12.2005 14 Os 129/05k
    Vgl; Beisatz: Die Anordnung zur sofortigen Verkündung der Entscheidungsgründe trägt zwei Anliegen des Gesetzes Rechnung: Einerseits wird auf diese Weise sichergestellt, dass die Entscheidungsfindung nicht erst im Nachhinein reflektiert wird. Andererseits trägt die Darlegung der Gründe noch vor Urteilsfällung dazu bei, dass Antragsteller auf Mängel ihrer Anträge aufmerksam gemacht werden und ein ergänzendes Vorbringen erstatten können. Soweit ältere Entscheidungen in im Urteil nachgetragenen Gründen eine Information des Rechtsmittelgerichts über die Erwägungen der Tatrichter erblicken, ist diese nur insoweit angezeigt, als solcherart die - indes fast immer unstrittige - Sachverhaltsgrundlage für die getroffene prozessleitende Verfügung mängelfrei dargestellt werden kann. (T3)
  • 11 Os 144/05v
    Entscheidungstext OGH 28.03.2006 11 Os 144/05v
    Auch
  • 12 Os 7/08h
    Entscheidungstext OGH 21.02.2008 12 Os 7/08h
    Vgl auch
  • 13 Os 83/08t
    Entscheidungstext OGH, AUSL EGMR 27.08.2008 13 Os 83/08t
    Vgl auch; Beisatz: Da es zu den unbestrittenen Grundregeln in Österreich üblicher menschlicher Kommunikation zählt, das Gesicht unverhüllt zu lassen (selbst durchsichtige Gesichtsschleier sind auf seltene Anlassfälle außerhalb des Gerichtssaals beschränkt), wäre es Sache der Beschwerdeführerin gewesen, überzeugend zu begründen, warum die vollständige Verschleierung ihres Gesichts gegenüber Schwurgerichtshof und Geschworenen trotz ohnehin eingeräumter Möglichkeit, „bei Betreten und Verlassen des Gerichtssaals ihr Gesicht zu verschleiern und während der Verhandlung auch das Kopftuch (Bedeckung der Haare) zu tragen" und im Gerichtssaal geltendem Verbot von Fernseh-, Film- und Fotoaufnahmen, nicht bloß als politisch-weltanschaulich motivierte Demonstration, für welche ein Gerichtssaal nicht der rechte Ort ist, aufgefasst werden sollte. Denn dass der Schwurgerichtshof darin in sachverhaltsmäßiger Hinsicht eine Missachtung des Geschworenengerichts erblickt hatte, war der Angeklagten und ihrem Verteidiger eindeutig klar gemacht worden. Die Bedenken auszuräumen und so den Respekt vor der Würde des Gerichts trotz durch den Gesichtsschleier indizierter Missachtung auch für Dritte unmissverständlich klarzustellen, hat die Angeklagte nicht unternommen, weswegen die verweigerte Wiederzulassung im Ergebnis zu Recht erfolgt ist. Bleibt anzumerken, dass die Verweigerung der Erfüllung allgemeiner Bürgerpflichten nicht von Art 9 MRK erfasst wird, mit der Ausübungsform „Beachtung religiöser Bräuche" zwar neben Gebräuchen, die in Zusammenhang mit kultischen Handlungen stehen, auch solche Handlungen geschützt werden, welche in den Bereich des Alltagslebens gehören, die Ausübung eines religiösen Brauchs allerdings nicht vorliegt, wenn eine Verhaltensweise keine in der betroffenen Religionsgemeinschaft übliche Praxis darstellt, und überdies § 234 StPO als gesetzliche Eingriffsermächtigung im Sinn des Art 9 Abs 2 MRK anzusehen ist, dessen Rechtfertigungsvoraussetzungen weitestgehend denjenigen der Abs 2 der Art 8, 10 und 11 MRK entsprechen. Auch unter dem Aspekt der Verhältnismäßigkeit der sitzungspolizeilichen Maßnahme sind vorliegend grundrechtliche Schranken nicht überschritten worden. (T4)
  • 14 Os 9/09v
    Entscheidungstext OGH 12.05.2009 14 Os 9/09v
    Vgl; Beisatz: Soweit die Verfahrensrüge aus Z 2 gegen den Widerspruch des Beschwerdeführers erfolgte Verlesung von Strafanzeigen, Protokollen über Vernehmungen des Angeklagten durch die Sicherheitsbehörde und den Untersuchungsrichter sowie einer der Untersuchungsrichterin vom Beschwerdeführer übergebenen schriftlichen Sachverhaltsdarstellung mit der Begründung rügt, es handle sich hiebei um „nichtige Erkundigungen und Beweisaufnahmen" iSd § 152 Abs 1 StPO, wird weder ein den Sicherheitsbehörden nach dem 1. Jänner 2008 unterlaufener Verfahrensfehler, noch vor diesem Zeitpunkt unter Nichtigkeitssanktion stehendes richterliches Fehlverhalten (§ 152 Abs 1 StPO in der Fassung BGBl I 2004/19 steht erst seit 1. Jänner 2008 in Geltung) mit Bestimmtheit behauptet (WK-StPO § 281 Rz 183 ff, 13 Os 83/08t). (T5)
    Beisatz: Da sich § 281 Abs 1 Z 2 StPO ausschließlich auf nichtige Erkundigungen und Beweisaufnahmen im Ermittlungsverfahren bezieht, scheidet eine Anfechtung der Verlesung von Angaben des Angeklagten in der Hauptverhandlung unter diesem Nichtigkeitsgrund von vornherein aus. (T6)
  • 13 Os 39/09y
    Entscheidungstext OGH 27.08.2009 13 Os 39/09y
    Auch; Beisatz: Zweiter Rechtsgang nach Aufhebung durch 13 Os 83/08t. (T7)
  • 11 Os 180/09v
    Entscheidungstext OGH 24.11.2009 11 Os 180/09v
    Auch; nur T1
  • 14 Os 73/09f
    Entscheidungstext OGH 02.03.2010 14 Os 73/09f
    Auch; nur: Die Sachverhaltsgrundlage für eine prozessleitende Anordnung wird hingegen durch das jeweils zur Handhabung der im Rechtsmittel angesprochenen Verfahrensregel zuständig gewesene richterliche Organ in freier Beweiswürdigung festgestellt. (T8) Bem: Hier: Der Erneuerungswerber vermag damit keine Verletzung von Art 6 (Abs 1 iVm Abs 3 lit d) MRK aufzuzeigen. (T9)
  • 13 Os 85/10i
    Entscheidungstext OGH 19.08.2010 13 Os 85/10i
    Auch
  • 11 Os 124/10k
    Entscheidungstext OGH 28.09.2010 11 Os 124/10k
    Auch; nur T1
  • 12 Os 200/10v
    Entscheidungstext OGH 25.01.2011 12 Os 200/10v
    nur T1
  • 11 Os 94/11z
    Entscheidungstext OGH 25.08.2011 11 Os 94/11z
    Vgl auch; nur ähnlich T1
  • 13 Os 101/11v
    Entscheidungstext OGH 13.10.2011 13 Os 101/11v
    Auch
  • 12 Os 164/11a
    Entscheidungstext OGH 20.12.2011 12 Os 164/11a
    Auch; nur T1
  • 12 Os 37/12a
    Entscheidungstext OGH 26.06.2012 12 Os 37/12a
    Vgl
  • 17 Os 3/12p
    Entscheidungstext OGH 02.10.2012 17 Os 3/12p
    Vgl
  • 11 Os 33/13g
    Entscheidungstext OGH 19.03.2013 11 Os 33/13g
    Auch; nur T1
  • 12 Os 3/13b
    Entscheidungstext OGH 16.05.2013 12 Os 3/13b
    Vgl auch
  • 14 Os 31/14m
    Entscheidungstext OGH 01.04.2014 14 Os 31/14m
    Vgl
  • 13 Os 124/14f
    Entscheidungstext OGH 22.01.2015 13 Os 124/14f
    Auch; Beisatz: Hier: Entfernung des Angeklagten aus der Verhandlung wegen ungeziemenden Benehmens. (T10)
  • 11 Os 118/14h
    Entscheidungstext OGH 03.02.2015 11 Os 118/14h
    Auch
  • 11 Os 134/14m
    Entscheidungstext OGH 13.01.2015 11 Os 134/14m
    Auch
  • 11 Os 51/15g
    Entscheidungstext OGH 02.06.2015 11 Os 51/15g
    Auch; Beisatz: Hier: Erkundungsbeweisaufnahme des Sachverständigen im Ermittlungsverfahren. (T11)
  • 13 Os 66/15b
    Entscheidungstext OGH 19.08.2015 13 Os 66/15b
    Vgl
  • 13 Os 71/15p
    Entscheidungstext OGH 23.09.2015 13 Os 71/15p
    Auch; Beisatz: Hier: Entscheidung über die Prozessfähigkeit des Angeklagten. (T12)
  • 15 Os 16/16s
    Entscheidungstext OGH 14.03.2016 15 Os 16/16s
    Auch
  • 11 Os 21/16x
    Entscheidungstext OGH 22.03.2016 11 Os 21/16x
    Auch; Beisatz: Hier: Sachverhaltsgrundlage der Entscheidung über die Einholung eines Glaubhaftigkeitsgutachtens. (T13)
  • 12 Os 67/16v
    Entscheidungstext OGH 26.01.2017 12 Os 67/16v
    Auch
  • 14 Os 68/16f
    Entscheidungstext OGH 04.04.2017 14 Os 68/16f
    Vgl auch; Beisatz: Ist die Sachverhaltsgrundlage nicht erkennbar, ist der Bezugspunkt für die rechtsrichtige Lösung der Verfahrensfrage aber derjenige Sachverhalt, der im Zeitpunkt der Verfügung gegeben war und, auf diesen Zeitpunkt bezogen, vom Obersten Gerichtshof in freier Beweiswürdigung festgestellt wird. (T14)
  • 14 Os 61/17z
    Entscheidungstext OGH 07.11.2017 14 Os 61/17z
    Auch
  • 15 Os 33/18v
    Entscheidungstext OGH 23.05.2018 15 Os 33/18v
    Auch
  • 13 Os 19/20y
    Entscheidungstext OGH 07.04.2020 13 Os 19/20y
    Vgl; vgl nur T1
  • 14 Os 118/21s
    Entscheidungstext OGH 18.01.2022 14 Os 118/21s
    Vgl; Beis wie T14
  • 12 Os 12/22i
    Entscheidungstext OGH 02.06.2022 12 Os 12/22i
    Vgl
  • 14 Os 106/22b
    Entscheidungstext OGH 24.01.2023 14 Os 106/22b
    Vgl; Beis wie T14
  • 15 Os 88/22p
    Entscheidungstext OGH 18.01.2023 15 Os 88/22p
    Vgl
  • 15 Os 13/23k
    Entscheidungstext OGH 24.05.2023 15 Os 13/23k
    vgl
  • 15 Os 80/23p
    Entscheidungstext OGH 29.06.2023 15 Os 80/23p
    vgl; Beisatz wie T14
  • 13 Os 19/23b
    Entscheidungstext OGH 19.07.2023 13 Os 19/23b
    vgl
  • 14 Os 71/23g
    Entscheidungstext OGH 01.08.2023 14 Os 71/23g
    vgl; Beisatz wie T14
  • 15 Os 101/23a
    Entscheidungstext OGH 14.12.2023 15 Os 101/23a
    vgl; Beisatz nur wie T14

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2004:RS0118977

Im RIS seit

27.05.2004

Zuletzt aktualisiert am

19.01.2024

Dokumentnummer

JJR_20040427_OGH0002_0110OS00034_0400000_001

Entscheidungstext 11Os94/11z

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Rechtsgebiet

Strafrecht

Geschäftszahl

11Os94/11z

Entscheidungsdatum

25.08.2011

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat am 25. August 2011 durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofs Dr. Zehetner als Vorsitzenden sowie die Hofräte des Obersten Gerichtshofs Dr. Schwab, Mag. Lendl, Mag. Michel und Dr. Oshidari als weitere Richter, in Gegenwart der Richteramtsanwärterin Mag. Bilinska als Schriftführerin, in der Strafsache gegen Thomas N***** wegen des Verbrechens des räuberischen Diebstahls nach Paragraphen 15,, 127, 131 erster Fall StGB über die Nichtigkeitsbeschwerde und die Berufung des Angeklagten gegen das Urteil des Landesgerichts für Strafsachen Wien als Schöffengericht vom 23. Februar 2011, GZ 075 Hv 4/11y-16, nach Anhörung der Generalprokuratur in nichtöffentlicher Sitzung den

Beschluss

gefasst:

Spruch

Die Nichtigkeitsbeschwerde wird zurückgewiesen.

Zur Entscheidung über die Berufung werden die Akten dem Oberlandesgericht Wien zugeleitet.

Dem Angeklagten fallen die Kosten des bisherigen Rechtsmittelverfahrens zur Last.

Text

Gründe:

Mit dem angefochtenen Urteil wurde Thomas N***** des Verbrechens des (versuchten) räuberischen Diebstahls nach Paragraphen 15,, 127, 131 erster Fall StGB schuldig erkannt.

Danach hat er am 29. Dezember 2010 in W***** eine fremde bewegliche Sache, nämlich einen Laptop in nicht mehr feststellbarem Wert, Andreas F***** mit dem Vorsatz, sich durch dessen Zueignung unrechtmäßig zu bereichern, wegzunehmen versucht, indem er den Laptop an sich nahm, unter seinem Pullover verbarg (US 6 - und somit Mitgewahrsam erlangte, s US 9, vergleiche Fabrizy, StGB10 Paragraph 131, Rz 2) und damit das Geschäftslokal verlassen wollte, wobei er bei seiner Betretung auf frischer Tat dadurch, dass er Andreas F*****, welcher ihn am Verlassen des Geschäftslokals hindern wollte und ihn zur Herausgabe des weggenommenen Laptops aufforderte, indem er „erst 20 Euro von ihm verlangte, ansonsten er ihm den Laptop nicht zurückgebe und“ ihn „anschließend, als dieser ablehnte,“ mit dem Erschießen sowie der Ansteckung mit HIV und Hepatitis C bedrohte, indem er eine blutige Spritze gegen ihn richtete, wobei es jedoch beim Versuch blieb, weil es Andreas F***** gelangt, Thomas N***** zu Boden zu bringen und bis zum Eintreffen des Sicherheitsdienstes festzuhalten.

Dagegen richtet sich die Nichtigkeitsbeschwerde des Angeklagten aus Paragraph 281, Absatz eins, Ziffer 4 und 5a StPO.

Rechtliche Beurteilung

Die Verfahrensrüge releviert die Abweisung (ON 15 S 29) des Antrags auf „Einholung eines medizinischen Sachverständigengutachtens wegen des Verdachts nach Paragraph 287, StGB zum Beweis dafür, dass der Angeklagte die Tat im Zustand voller Berauschung begangen hat und die Tat demzufolge nach Paragraph 287, StGB abzuurteilen ist. Der Angeklagte hat an diesem Tag die gesamte Tagesdosis an Ersatzdrogen eingenommen und hat in keinster Weise mehr gewusst, was er tat. Die Tat wurde vom Angeklagten im Zustand voller Berauschung begangen“ (ON 15 S 7 in Verbindung mit ON 22).

Die Tatrichter gingen ausdrücklich davon aus, es gäbe keine objektiven Anhaltspunkte für das Vorliegen von Einschränkungen der Zurechnungsfähigkeit des Angeklagten, weil er sowohl über den Ablauf des Tattages als auch über die Tat selbst detaillierte Angaben machen konnte (US 8 f; vergleiche Ratz, WK-StPO Paragraph 281, Rz 346, 347). Da über die Sachverhaltsgrundlage einer prozessualen Verfügung das dafür zuständige richterliche Organ in freier Beweiswürdigung (Paragraph 258, Absatz 2, StPO) entscheidet und dies nur nach den Kriterien der Ziffer 5 und 5a des Paragraph 281, Absatz eins, StPO überprüft werden kann, versagen die abstrakt bleibenden Spekulationen des Beschwerdeführers über seine behauptete Zurechnungsfähigkeit zum Tatzeitpunkt (RIS-Justiz RS0118977).

Auch die Tatsachenrüge (Ziffer 5 a,) zur Frage der Zurechnungsfähigkeit des Angeklagten zur Tatzeit versagt. Die Kritik an der Nichtberücksichtigung diverser Verfahrensergebnisse (der Sache nach Ziffer 5, zweiter Fall) übergeht einerseits die beweiswürdigenden Ausführungen des Erstgerichts US 8 f und macht andererseits keine erheblichen Tatsachen geltend. Dem Beschwerdestandpunkt entgegen handelt es sich nämlich fallbezogen um kein erhebliches (Ratz, WK-StPO Paragraph 281, Rz 421; 11 Os 116/04, EvBl 2005/81, 356 mwN) - und somit zur Erreichrung voller Bestimmtheit im Sinne von Paragraph 270, Absatz 2, Ziffer 5, StPO (11 Os 41/05x ua) gesondert erörterungsbedürftiges - Verfahrensergebnis, dass der Angeklagte sich als „weggetreten“ bezeichnete (ON 15 S 7), kein Motiv dafür nennen konnte, dass er infolge der Tat „dort im Kreis herumgelaufen [sei] wie ein Verrückter“ (ON 15 S 9), am Vorfallstag die „doppelte Dosis“ [an Substitutionsmitteln] genommen zu haben behauptete (ON 15 S 11), das Diebstahlsobjekt nicht genau beschreiben konnte (ON 15 S 13) und dass der Zeuge F***** den Eindruck hatte, der Angeklagte sei „wahrscheinlich rauschgiftsüchtig ... und war ziemlich am Krachen … eher wirr“ (ON 15 S 23; vergleiche überdies Ratz, WK-StPO Paragraph 281, Rz 435).

Es widerspricht den Rechtsmittelausführungen zuwider nicht den Denkgesetzen (der Sache nach Ziffer 5, vierter Fall), unter anderem aus den dargelegten Erinnerungen einer Person - zumal sich diese mit anderen Beweisergebnissen decken - auf deren Zurechnungsfähigkeit zu schließen (US 8 f).

Der Zweifelsgrundsatz kann mit den formellen Nichtigkeitsgründen der Ziffer 5 und 5a des Paragraph 281, Absatz eins, StPO nicht releviert werden (RIS-Justiz RS0102162, RS0117454 [T2]; Ratz, WK-StPO Paragraph 281, Rz 454).

Die Nichtigkeitsbeschwerde - deren Antrag, „nach Paragraph 288 a, StPO die Hauptverhandlung zu vernichten“, nach dem Verfahrensgang schlicht unverständlich ist - war daher bereits bei nichtöffentlicher Beratung sofort zurückzuweisen (Paragraph 285 d, Absatz eins, StPO), woraus die Zuständigkeit des Oberlandesgerichts zur Erledigung der unter einem erhobenen Berufung folgt (Paragraph 285 i, StPO).

Die Kostenentscheidung beruht auf Paragraph 390 a, Absatz eins, StPO.

Schlagworte

Strafrecht

Textnummer

E98180

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2011:0110OS00094.11Z.0825.000

Im RIS seit

12.09.2011

Zuletzt aktualisiert am

12.09.2011

Dokumentnummer

JJT_20110825_OGH0002_0110OS00094_11Z0000_000