Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 3Ob853/37 7Ob300/65 2Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0040935

Geschäftszahl

3Ob853/37; 7Ob300/65; 2Ob198/66; 2Ob157/68; 8Ob272/68; 8Ob20/71; 2Ob106/72 (2Ob107/72, 2Ob108/72); 2Ob72/72 (2Ob75/72); 2Ob28/73; 2Ob35/73; 2Ob71/73; 2Ob137/73; 2Ob143/74; 2Ob221/75; 8Ob109/76 (8Ob110/76); 8Ob83/82; 14Ob108/86; 2Ob598/86; 1Ob42/86; 4Ob2017/96p; 2Ob2356/96a; 6Ob236/00z; 5Ob242/02b; 6Ob54/04s; 1Ob270/04v; 7Ob176/06t; 8Ob70/08i; 6Ob215/08y; 5Ob212/10b; 2Ob112/10z; 7Ob171/11i; 2Ob17/12g; 7Ob169/14z; 7Ob153/14x; 7Ob165/16i; 4Ob123/17t; 7Ob207/17t; 2Ob209/17z; 2Ob237/18v

Entscheidungsdatum

10.12.1937

Norm

ZPO §393 Abs1

Rechtssatz

Ein Zwischenurteil ist erst dann zu fällen, wenn alle dem Grund des Anspruches entgegenstehenden Einwendungen, wozu auch geltend gemachte Gegenforderungen gehören, erledigt sind.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 853/37
    Entscheidungstext OGH 10.12.1937 3 Ob 853/37
    Veröff: SZ 19/331
  • 7 Ob 300/65
    Entscheidungstext OGH 06.10.1965 7 Ob 300/65
  • 2 Ob 198/66
    Entscheidungstext OGH 07.07.1966 2 Ob 198/66
  • 2 Ob 157/68
    Entscheidungstext OGH 14.06.1968 2 Ob 157/68
    Veröff: ZVR 1969/157 S 134
  • 8 Ob 272/68
    Entscheidungstext OGH 12.11.1968 8 Ob 272/68
    Beisatz: Hinsichtlich jeden Teiles des Klagebegehrens. (T1)
    Veröff: SZ 41/148
  • 8 Ob 20/71
    Entscheidungstext OGH 31.03.1971 8 Ob 20/71
    Beis wie T1
  • 2 Ob 106/72
    Entscheidungstext OGH 06.10.1972 2 Ob 106/72
  • 2 Ob 72/72
    Entscheidungstext OGH 28.12.1972 2 Ob 72/72
  • 2 Ob 28/73
    Entscheidungstext OGH 15.03.1973 2 Ob 28/73
    Beisatz: Es muss feststehen, dass die Gegenforderung die Klagsforderung der Höhe nach nicht erreicht. (T2)
  • 2 Ob 35/73
    Entscheidungstext OGH 12.04.1973 2 Ob 35/73
    Beis wie T2
  • 2 Ob 71/73
    Entscheidungstext OGH 17.05.1973 2 Ob 71/73
    Beis wie T2
  • 2 Ob 137/73
    Entscheidungstext OGH 11.10.1973 2 Ob 137/73
  • 2 Ob 143/74
    Entscheidungstext OGH 09.05.1974 2 Ob 143/74
    Beis wie T2
  • 2 Ob 221/75
    Entscheidungstext OGH 13.11.1975 2 Ob 221/75
  • 8 Ob 109/76
    Entscheidungstext OGH 30.06.1976 8 Ob 109/76
    Beis wie T2
  • 8 Ob 83/82
    Entscheidungstext OGH 16.09.1982 8 Ob 83/82
    Beis wie T2; Beisatz: Steht dies nicht fest, können die (Teilurteile) Zwischenurteile der Vorinstanzen nur aufgehoben werden, die Fällung eines Teil - Zwischenurteiles durch den OGH ist diesfalls nicht möglich. (T3)
  • 14 Ob 108/86
    Entscheidungstext OGH 15.07.1986 14 Ob 108/86
    Auch; Beis wie T2; Beisatz: Es reicht aber nicht aus, dass der Klagsbetrag im ganzen die eingewendete Gegenforderung übersteigt (so aber anscheinend Fasching III 592 und Lehrbuch Rz 1430). (T4)
  • 2 Ob 598/86
    Entscheidungstext OGH 24.02.1987 2 Ob 598/86
  • 1 Ob 42/86
    Entscheidungstext OGH 27.04.1987 1 Ob 42/86
  • 4 Ob 2017/96p
    Entscheidungstext OGH 26.03.1996 4 Ob 2017/96p
    Vgl aber; Beisatz: Seit der Neufassung des § 393 Abs 1 letzter Satz ZPO durch die WGN 1989 - wonach ein Zwischenurteil auch dann gefällt werden kann, wenn noch strittig ist, ob der Anspruch überhaupt mit irgendeinem Betrag zu Recht besteht - kommt zwar ein solches Urteil auch dann in Frage, wenn noch strittig ist, ob der Schaden durch Teilzahlung oder Aufrechnung mit einer Gegenforderung getilgt worden ist oder getilgt werden kann; weiterhin müssen aber alle Einwendungen gegen den Grund des Anspruches erledigt sein. (T5)
    Veröff: SZ 69/78
  • 2 Ob 2356/96a
    Entscheidungstext OGH 31.10.1996 2 Ob 2356/96a
    Auch
  • 6 Ob 236/00z
    Entscheidungstext OGH 16.05.2001 6 Ob 236/00z
    Vgl aber; Beisatz: Ein Zwischenurteil kann auch dann erlassen werden, wenn der Anspruch möglicherweise bereits durch eine aufrechnungsweise eingewendete Gegenforderung getilgt worden ist. (T6)
  • 5 Ob 242/02b
    Entscheidungstext OGH 28.01.2003 5 Ob 242/02b
    Auch; nur: Ein Zwischenurteil ist erst dann zu fällen, wenn alle dem Grund des Anspruches entgegenstehenden Einwendungen erledigt sind. (T7)
  • 6 Ob 54/04s
    Entscheidungstext OGH 27.05.2004 6 Ob 54/04s
    Vgl
  • 1 Ob 270/04v
    Entscheidungstext OGH 24.05.2005 1 Ob 270/04v
    Auch
  • 7 Ob 176/06t
    Entscheidungstext OGH 29.11.2006 7 Ob 176/06t
    Vgl aber; Beis wie T5; Beis wie T6
  • 8 Ob 70/08i
    Entscheidungstext OGH 05.08.2008 8 Ob 70/08i
    Auch; Beisatz: Hier: Fehlen von Feststellungen zum Grund der Ansprüche (vertragliche Vereinbarungen, Mängel, Schäden; Verschulden, Rechtswidrigkeit und Kausalzusammenhang; Mitverschulden; behaupteter weitergehender Forderungsverzicht durch Annahme einer Vergleichszahlung). (T8)
  • 6 Ob 215/08y
    Entscheidungstext OGH 09.02.2009 6 Ob 215/08y
    Auch; Beisatz: Das Berufungsgericht hat ausführlich dargelegt, dass die Beklagte das Klagebegehren hinsichtlich bestimmter Beträge nicht substantiiert bestritten hat. Stand aber nach Verneinung eines Mitverschuldens des Klägers der Grund des Anspruchs und aufgrund der angeführten Feststellung insoweit auch dessen Höhe fest, so war das Fällen eines Zwischen- und Teilurteils zulässig, waren doch insoweit alle Anspruchsvoraussetzungen geklärt und alle dem Grund des Anspruchs entgegenstehenden Einwendungen erledigt. (T9)
  • 5 Ob 212/10b
    Entscheidungstext OGH 26.05.2011 5 Ob 212/10b
    Auch; Beisatz: Ein Zwischenurteil nach § 393 Abs 1 ZPO muss über sämtliche Ansprüche und Einwendungen absprechen. (T10)
  • 2 Ob 112/10z
    Entscheidungstext OGH 22.06.2011 2 Ob 112/10z
    Vgl aber; Vgl Beis wie T6; Vgl Beis wie T5; Beisatz: Eine eingewendete Gegenforderung steht dem Zwischenurteil nicht entgegen. (T11)
  • 7 Ob 171/11i
    Entscheidungstext OGH 21.12.2011 7 Ob 171/11i
    Auch
  • 2 Ob 17/12g
    Entscheidungstext OGH 07.08.2012 2 Ob 17/12g
    Vgl aber; nur T7; Beisatz: Über die Gegenforderung der Beklagten ist im fortgesetzten Verfahren abzusprechen. (T12)
  • 7 Ob 169/14z
    Entscheidungstext OGH 10.12.2014 7 Ob 169/14z
    Auch
  • 7 Ob 153/14x
    Entscheidungstext OGH 10.12.2014 7 Ob 153/14x
    Vgl; Beis wie T5; Beis wie T6; Beis wie T11; Beis wie T12
  • 7 Ob 165/16i
    Entscheidungstext OGH 25.01.2017 7 Ob 165/16i
    Auch
  • 4 Ob 123/17t
    Entscheidungstext OGH 24.08.2017 4 Ob 123/17t
    Auch; Beis wie T8
  • 7 Ob 207/17t
    Entscheidungstext OGH 24.01.2018 7 Ob 207/17t
    Vgl; Beis wie T8; Beis wie T9
  • 2 Ob 209/17z
    Entscheidungstext OGH 29.11.2018 2 Ob 209/17z
    Auch; Beis wie T8
  • 2 Ob 237/18v
    Entscheidungstext OGH 29.04.2019 2 Ob 237/18v
    Vgl aber; Beis wie T11

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1937:RS0040935

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

03.06.2019

Dokumentnummer

JJR_19371210_OGH0002_0030OB00853_3700000_001

Rechtssatz für 3Ob3/60 7Ob44/65 2Ob351...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0080533

Geschäftszahl

3Ob3/60; 7Ob44/65; 2Ob351/69; 7Ob254/72; 6Ob509/78; 7Ob43/78 (7Ob44/78, 7Ob45/78); 8Ob608/78; 3Ob523/79; 8Ob216/82; 7Ob53/82; 7Ob52/83; 2Ob540/84; 1Ob653/86; 7Ob23/90; 3Ob118/92; 9ObA122/98a; 3Ob305/02b; 8Ob58/04v; 7Ob3/05z; 8Ob48/07b; 2Ob7/10h; 4Ob146/10i; 2Ob112/10z; 7Ob31/13d; 1Ob150/13k; 7Ob228/14a; 7Ob55/15m; 10Ob8/15x; 5Ob21/18a; 8Ob88/19b

Entscheidungsdatum

29.03.1960

Norm

VersVG §67

Rechtssatz

1./ Der Dritte, gegen den ein Rückgriffsanspruch geltend gemacht wird, kann nicht einwenden, dass der Versicherer eine Kulanzzahlung geleistet hat.

2./ Nach § 67 VersVG gehen alle Ersatzansprüche des Versicherten auf den Versicherer über, wobei es auf die Art eines solchen Anspruches nicht ankommt. Der Anspruch auf Ersatz des Schadens im Sinne des § 67 VersVG bedeutet nicht nur Schadenersatzansprüche im engeren Sinne, sondern insbesondere auch Ausgleichsansprüche, Regressansprüche und Bereicherungsansprüche.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 3/60
    Entscheidungstext OGH 29.03.1960 3 Ob 3/60
    Veröff: ZVR 1960/337 S 232 = VersR 1961,335 = VersSlg 164
  • 7 Ob 44/65
    Entscheidungstext OGH 03.03.1965 7 Ob 44/65
    nur: Der Dritte, gegen den ein Rückgriffsanspruch geltend gemacht wird, kann nicht einwenden, dass der Versicherer eine Kulanzzahlung geleistet hat. (T1)
    Beisatz: Zum Begriff der Kulanzzahlung. (T2)
    Veröff: EvBl 1965/262 S 400 = ZVR 1965/249 S 267 = teilweise in VersR 1966,152
  • 2 Ob 351/69
    Entscheidungstext OGH 22.01.1970 2 Ob 351/69
    nur: Nach § 67 VersVG gehen alle Ersatzansprüche des Versicherten auf den Versicherer über, wobei es auf die Art eines solchen Anspruches nicht ankommt. Der Anspruch auf Ersatz des Schadens im Sinne des § 67 VersVG bedeutet nicht nur Schadenersatzansprüche im engeren Sinne, sondern insbesondere auch Ausgleichsansprüche, Regressansprüche und Bereicherungsansprüche. (T3)
    Veröff: SZ 43/15 = EvBl 1970/329 S 578 = JBl 1971,36 = ZVR 1971/232 S 310 = RZ 1970,205
  • 7 Ob 254/72
    Entscheidungstext OGH 22.11.1972 7 Ob 254/72
    nur T3; Beisatz: § 67 VersVG gilt auch für Haftpflichtversicherung. (T4)
    Veröff: SZ 45/125
  • 6 Ob 509/78
    Entscheidungstext OGH 16.03.1978 6 Ob 509/78
    nur T3; Beisatz: Rückersatzanspruch nach § 1313 2 Satz ABGB. (T5)
  • 7 Ob 43/78
    Entscheidungstext OGH 07.09.1978 7 Ob 43/78
    nur T3; Veröff: RZ 1979/10 S 39
  • 8 Ob 608/78
    Entscheidungstext OGH 29.03.1979 8 Ob 608/78
    Auch; nur T3; Beisatz: Dem § 1042 ABGB ähnlicher Anspruch. (T6)
  • 3 Ob 523/79
    Entscheidungstext OGH 30.05.1979 3 Ob 523/79
    nur T3; Veröff: SZ 52/91
  • 8 Ob 216/82
    Entscheidungstext OGH 18.11.1982 8 Ob 216/82
    Veröff: SZ 55/181
  • 7 Ob 53/82
    Entscheidungstext OGH 24.03.1983 7 Ob 53/82
    nur T3; Veröff: SZ 56/80 = VersR 1985,199
  • 7 Ob 52/83
    Entscheidungstext OGH 08.03.1984 7 Ob 52/83
    nur T3; Veröff: VersR 1984/1184 = ZVR 1985/7 S 14
  • 2 Ob 540/84
    Entscheidungstext OGH 26.02.1985 2 Ob 540/84
    nur T3
  • 1 Ob 653/86
    Entscheidungstext OGH 28.01.1987 1 Ob 653/86
    nur T1
  • 7 Ob 23/90
    Entscheidungstext OGH 20.09.1990 7 Ob 23/90
    Auch; nur T3; Beisatz: Auf die Art des Anspruchs kommt es somit nicht an, es genügt, wenn der Versicherungsnehmer einen Anspruch gegen einen Dritten anlässlich des Versicherungsfalls erwirbt. Es kann auch nicht zweifelhaft sein, dass Schadenersatzansprüche aus Leistungsstörungen bei einem vertraglichen Schuldverhältnis vom Forderungsübergang nach § 67 VersVG erfasst sind. (T7)
    Veröff: SZ 63/160 = VersRdSch 1991,175 = ZVR 1992/58 S 121
  • 3 Ob 118/92
    Entscheidungstext OGH 16.12.1992 3 Ob 118/92
    nur T3; Beis wie T7 nur: Es genügt, wenn der Versicherungsnehmer einen Anspruch gegen einen Dritten anlässlich des Versicherungsfalls erwirbt. (T8)
    Veröff: VersRdSch 1993,314 = ÖBA 1993,919 (Schauer)
  • 9 ObA 122/98a
    Entscheidungstext OGH 21.10.1998 9 ObA 122/98a
    nur: Der Anspruch auf Ersatz des Schadens im Sinne des § 67 VersVG bedeutet nicht nur Schadenersatzansprüche im engeren Sinne, sondern insbesondere auch Ausgleichsansprüche, Regressansprüche und Bereicherungsansprüche. (T9)
    Beisatz: Hier: Vom Dienstnehmer auf den Kaskoversicherer, der Ersatz für den Kfz-Schaden geleistet hat, übergegangene Ersatzansprüche gegen den Dienstgeber gemäß § 1014 ABGB. (T10)
    Veröff: SZ 71/172
  • 3 Ob 305/02b
    Entscheidungstext OGH 28.05.2003 3 Ob 305/02b
    nur T3; Beis wie T7 nur: Es kann auch nicht zweifelhaft sein, dass Schadenersatzansprüche aus Leistungsstörungen bei einem vertraglichen Schuldverhältnis vom Forderungsübergang nach § 67 VersVG erfasst sind. (T11)
  • 8 Ob 58/04v
    Entscheidungstext OGH 17.03.2005 8 Ob 58/04v
    nur T9
  • 7 Ob 3/05z
    Entscheidungstext OGH 19.10.2005 7 Ob 3/05z
    Auch; nur T3; Veröff: SZ 2005/149
  • 8 Ob 48/07b
    Entscheidungstext OGH 21.05.2007 8 Ob 48/07b
    nur T9
  • 2 Ob 7/10h
    Entscheidungstext OGH 02.12.2010 2 Ob 7/10h
    Auch; nur T3
  • 4 Ob 146/10i
    Entscheidungstext OGH 09.11.2010 4 Ob 146/10i
    Auch; nur T3; Beis ähnlich wie T7
  • 2 Ob 112/10z
    Entscheidungstext OGH 22.06.2011 2 Ob 112/10z
    nur T3
  • 7 Ob 31/13d
    Entscheidungstext OGH 03.07.2013 7 Ob 31/13d
    Auch; nur T3
  • 1 Ob 150/13k
    Entscheidungstext OGH 27.02.2014 1 Ob 150/13k
    Vgl auch
  • 7 Ob 228/14a
    Entscheidungstext OGH 12.03.2015 7 Ob 228/14a
    Auch
  • 7 Ob 55/15m
    Entscheidungstext OGH 09.04.2015 7 Ob 55/15m
    Auch; Beis wie T4
  • 10 Ob 8/15x
    Entscheidungstext OGH 15.12.2015 10 Ob 8/15x
    Auch; nur T3; nur T9
  • 5 Ob 21/18a
    Entscheidungstext OGH 15.05.2018 5 Ob 21/18a
    Vgl auch
  • 8 Ob 88/19b
    Entscheidungstext OGH 18.11.2019 8 Ob 88/19b
    Vgl; nur T9

Schlagworte

Kraftfahrzeugschaden

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1960:RS0080533

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

10.02.2020

Dokumentnummer

JJR_19600329_OGH0002_0030OB00003_6000000_003

Rechtssatz für 2Ob56/62 2Ob97/66 (2Ob98...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0058278

Geschäftszahl

2Ob56/62; 2Ob97/66 (2Ob98/66); 2Ob303/66; 2Ob95/70; 2Ob400/70; 2Ob274/70; 2Ob16/72; 4Ob43/72; 1Ob246/72; 8Ob142/74 (8Ob143/74); 2Ob357/74; 2Ob102/75; 8Ob153/75; 8Ob204/75; 8Ob244/75 (8Ob245/75); 8Ob132/76; 2Ob136/76 (2Ob137/76); 8Ob161/76; 8Ob227/76 (8Ob228/76); 8Ob48/77; 2Ob80/77; 8Ob95/77; 8Ob93/77; 8Ob38/79 (8Ob39/79); 8Ob266/79; 2Ob99/80; 2Ob150/80; 8Ob225/80; 8Ob21/81; 2Ob140/81; 2Ob125/82; 8Ob206/82; 2Ob46/83; 8Ob51/83; 8Ob12/83; 2Ob132/83; 2Ob130/83 (2Ob131/83); 2Ob167/83; 2Ob173/83; 8Ob75/83; 8Ob131/83; 8Ob188/83; 8Ob28/84; 8Ob26/85; 8Ob58/85; 8Ob74/85; 2Ob4/86; 8Ob48/86; 8Ob32/87; 2Ob50/87; 8Ob74/87; 8Ob67/87; 2Ob44/88; 2Ob45/88; 2Ob53/88; 2Ob133/88; 2Ob108/89; 2Ob151/89; 2Ob31/91; 2Ob25/93; 2Ob53/93; 2Ob53/95; 2Ob2186/96a; 2Ob2178/96z; 2Ob363/99t; 2Ob262/03y; 2Ob182/04k; 2Ob44/06v; 2Ob262/06b; 2Ob26/08z; 2Ob14/08k; 2Ob210/09k; 2Ob112/10z; 2Ob68/13h

Entscheidungsdatum

23.02.1962

Norm

EKHG §9 C

Rechtssatz

1. Die Sorgfalt, deren Außerachtlassung den Halter der Rechtswohltat der Befreiung von der Gefährdungshaftung verlustig gehen lässt, ist nicht die normale Verkehrssorgfalt, sondern umfasst eine besonders weitgehende Sorgfalt, deren Beobachtung den Unfall als unvermeidbar erscheinen lässt.

2. Dabei kommt es darauf an, dass auch für einen besonders sorgfältigen Kraftfahrer bei der gegebenen Sachlage der geschehene Unfall unvermeidbar gewesen wäre.

3. Diese erhöhte Sorgfaltspflicht, deren Beobachtung den Unfall als ein unabwendbares Ereignis erscheinen lässt, setzt auch nicht erst in der Gefahrenlage ein, sondern verlangt, dass von vornherein alles vermieden wird, in eine Lage zu kommen, aus der eine Gefahr entstehen kann.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 56/62
    Entscheidungstext OGH 23.02.1962 2 Ob 56/62
    Veröff: ZVR 1962/276 S 300
  • 2 Ob 97/66
    Entscheidungstext OGH 14.04.1966 2 Ob 97/66
  • 2 Ob 303/66
    Entscheidungstext OGH 17.11.1966 2 Ob 303/66
    Beisatz: Hier: Mit Vereisungen in der Straße war zu rechnen. (T1) Veröff: ZVR 1967/170 S 189
  • 2 Ob 95/70
    Entscheidungstext OGH 16.04.1970 2 Ob 95/70
    nur: Die Sorgfalt, deren Außerachtlassung den Halter der Rechtswohltat der Befreiung von der Gefährdungshaftung verlustig gehen lässt, ist nicht die normale Verkehrssorgfalt, sondern umfasst eine besonders weitgehende Sorgfalt, deren Beobachtung den Unfall als unvermeidbar erscheinen lässt. (T2)
    nur: Dabei kommt es darauf an, dass auch für einen besonders sorgfältigen Kraftfahrer bei der gegebenen Sachlage der geschehene Unfall unvermeidbar gewesen wäre. (T3)
  • 2 Ob 400/70
    Entscheidungstext OGH 26.11.1970 2 Ob 400/70
    Veröff: ZVR 1971/161 S 214
  • 2 Ob 274/70
    Entscheidungstext OGH 27.05.1971 2 Ob 274/70
    nur T3; Veröff: JBl 1972,150
  • 2 Ob 16/72
    Entscheidungstext OGH 10.02.1972 2 Ob 16/72
    nur T2; nur T3; Veröff: ZVR 1973/12 S 14
  • 4 Ob 43/72
    Entscheidungstext OGH 27.06.1972 4 Ob 43/72
    nur T2; Veröff: SozM IA/e,978
  • 1 Ob 246/72
    Entscheidungstext OGH 22.11.1972 1 Ob 246/72
    Beisatz: Diese erhöhte Sorgfaltspflicht geht über die bloße Verpflichtung zur Beachtung der jeweiligen Gesetzesbestimmungen hinaus (ZVR 1966/246) und setzt nicht erst in der Gefahrenanlage ein, sondern verlangt, dass von vornherein vermieden wird, in eine Lage zu kommen, aus der eine Gefahr entstehen kann. (T4)
  • 8 Ob 142/74
    Entscheidungstext OGH 09.07.1974 8 Ob 142/74
    nur T2
  • 2 Ob 357/74
    Entscheidungstext OGH 06.02.1975 2 Ob 357/74
    Auch; Beisatz: Diese Sorgfaltspflicht darf indes nicht überspannt werden, soll eine vom Gesetzgeber nicht gewollte Erfolgshaftung vermieden werden. (T5)
  • 2 Ob 102/75
    Entscheidungstext OGH 13.06.1975 2 Ob 102/75
    nur T2
  • 8 Ob 153/75
    Entscheidungstext OGH 27.08.1975 8 Ob 153/75
    Beis wie T4
  • 8 Ob 204/75
    Entscheidungstext OGH 08.01.1975 8 Ob 204/75
    nur T2; nur T3
  • 8 Ob 244/75
    Entscheidungstext OGH 26.11.1975 8 Ob 244/75
  • 8 Ob 132/76
    Entscheidungstext OGH 22.09.1976 8 Ob 132/76
    Beisatz: Dabei ist nicht rückblickend zu beurteilen, ob der Unfall bei anderem Verhalten vermieden worden wäre, sondern von der Sachlage vor dem Unfall auszugehen und, zu prüfen, ob der Kraftfahrer in dieser Lage die äußerste, nach den Umständen zumutbare Verkehrssorgfalt beobachtet hat. (T6) Veröff: ZVR 1977/306 S 373
  • 2 Ob 136/76
    Entscheidungstext OGH 23.09.1976 2 Ob 136/76
    Veröff: ZVR 1977/175 S 213
  • 8 Ob 161/76
    Entscheidungstext OGH 13.10.1976 8 Ob 161/76
    Veröff: ZVR 1977/136
  • 8 Ob 227/76
    Entscheidungstext OGH 22.12.1976 8 Ob 227/76
  • 8 Ob 48/77
    Entscheidungstext OGH 20.04.1977 8 Ob 48/77
    Beis wie T6; Veröff: ZVR 1978/26 S 23
  • 2 Ob 80/77
    Entscheidungstext OGH 28.04.1977 2 Ob 80/77
    nur T2; nur T3
  • 8 Ob 95/77
    Entscheidungstext OGH 29.06.1977 8 Ob 95/77
  • 8 Ob 93/77
    Entscheidungstext OGH 29.06.1977 8 Ob 93/77
  • 8 Ob 38/79
    Entscheidungstext OGH 29.03.1979 8 Ob 38/79
    nur T3; Veröff: ZVR 1980/105 S 116
  • 8 Ob 266/79
    Entscheidungstext OGH 06.12.1979 8 Ob 266/79
    nur T2
  • 2 Ob 99/80
    Entscheidungstext OGH 16.09.1980 2 Ob 99/80
    nur T2; nur: Diese erhöhte Sorgfaltspflicht, deren Beobachtung den Unfall als ein unabwendbares Ereignis erscheinen lässt, setzt auch nicht erst in der Gefahrenlage ein, sondern verlangt, dass von vornherein alles vermieden wird, in eine Lage zu kommen, aus der eine Gefahr entstehen kann. (T7); Beis wie T4
  • 2 Ob 150/80
    Entscheidungstext OGH 11.11.1980 2 Ob 150/80
    nur T2; nur T3
  • 8 Ob 225/80
    Entscheidungstext OGH 18.12.1980 8 Ob 225/80
    Beis wie T6; Veröff: ZVR 1981/248 S 337
  • 8 Ob 21/81
    Entscheidungstext OGH 23.04.1981 8 Ob 21/81
    Veröff: ZVR 1982/258 S 230
  • 2 Ob 140/81
    Entscheidungstext OGH 06.10.1981 2 Ob 140/81
    nur T7
  • 2 Ob 125/82
    Entscheidungstext OGH 13.07.1982 2 Ob 125/82
    Veröff: ZVR 1983/74 S 115
  • 8 Ob 206/82
    Entscheidungstext OGH 30.09.1982 8 Ob 206/82
    nur T7; Veröff: ZVR 1983/128 S 152
  • 2 Ob 46/83
    Entscheidungstext OGH 22.03.1983 2 Ob 46/83
    nur T7; Veröff: ZVR 1984/125 S 122
  • 8 Ob 51/83
    Entscheidungstext OGH 24.03.1983 8 Ob 51/83
  • 8 Ob 12/83
    Entscheidungstext OGH 19.05.1983 8 Ob 12/83
    Beis wie T5; Veröff: ZVR 1984/150 S 171
  • 2 Ob 132/83
    Entscheidungstext OGH 31.05.1983 2 Ob 132/83
    Veröff: ZVR 1984/174 S 182
  • 2 Ob 130/83
    Entscheidungstext OGH 13.09.1983 2 Ob 130/83
  • 2 Ob 167/83
    Entscheidungstext OGH 20.09.1983 2 Ob 167/83
    Beis wie T6; Veröff: ZVR 1984/327 S 349
  • 2 Ob 173/83
    Entscheidungstext OGH 20.09.1983 2 Ob 173/83
    Beis wie T1; Veröff: ZVR 1984/323 S 345
  • 8 Ob 75/83
    Entscheidungstext OGH 24.11.1983 8 Ob 75/83
    nur T2; nur T3
  • 8 Ob 131/83
    Entscheidungstext OGH 15.12.1983 8 Ob 131/83
    Auch; Veröff: ZVR 1985/25 S 44
  • 8 Ob 188/83
    Entscheidungstext OGH 19.01.1984 8 Ob 188/83
    Auch; Beis wie T4; Beis wie T5; Veröff: ZVR 1984/332 S 365
  • 8 Ob 28/84
    Entscheidungstext OGH 20.06.1984 8 Ob 28/84
    nur T7; Beis wie T5; Veröff: ZVR 1985/51 S 92
  • 8 Ob 26/85
    Entscheidungstext OGH 19.06.1985 8 Ob 26/85
    nur T7; Veröff: ZVR 1986/19 S 79
  • 8 Ob 58/85
    Entscheidungstext OGH 18.09.1985 8 Ob 58/85
    Beis wie T5; Beisatz: An diese Sorgfaltspflicht sind nicht billige, sondern strengste Anforderungen zu stellen (Hier: mangelnde Ankündigung der Zugsabfahrt, Verletzung des aufspringenden Fahrgastes). (T8)
  • 8 Ob 74/85
    Entscheidungstext OGH 18.12.1985 8 Ob 74/85
    Beis wie T5; Veröff: ZVR 1987/22 S 75
  • 2 Ob 4/86
    Entscheidungstext OGH 18.02.1986 2 Ob 4/86
    nur T3; Veröff: ZVR 1987/25 S 86
  • 8 Ob 48/86
    Entscheidungstext OGH 23.10.1986 8 Ob 48/86
    Auch; nur T2; Beis wie T5
  • 8 Ob 32/87
    Entscheidungstext OGH 09.04.1987 8 Ob 32/87
    Auch; Beis wie T5; Beis wie T4; Veröff: ZVR 1988/110 S 236
  • 2 Ob 50/87
    Entscheidungstext OGH 10.11.1987 2 Ob 50/87
    nur T7; Beis wie T5; Veröff: ZVR 1988/99 S 222
  • 8 Ob 74/87
    Entscheidungstext OGH 25.11.1987 8 Ob 74/87
    Veröff: ZVR 1988/114 S 241
  • 8 Ob 67/87
    Entscheidungstext OGH 16.02.1988 8 Ob 67/87
    nur T3; Beisatz: Von einem besonders umsichtigen und sachkundigen Kraftfahrer kann ohne jede Überspannung seiner Sorgfaltspflicht vorausgesetzt werden, dass er, mag dazu auch keine gesetzliche Verpflichtung bestehen, an einem im Stillstand befindlichen Fahrzeug des Straßendienstes, in dessen Umgebung für ihn erkennbar Straßenarbeiten durchgeführt werden, nicht mit einer Geschwindigkeit von siebzig km/h vorbeifährt, weil für ihn die Überlegung naheliegt, dass sich im Bereich dieses Fahrzeuges weitere Arbeiter befinden könnten, die, durch ihre Arbeit abgelenkt, dem Straßenverkehr nicht die erforderliche Aufmerksamkeit zuwenden. (T9) Veröff: ZVR 1988/123 S 270
  • 2 Ob 44/88
    Entscheidungstext OGH 10.05.1988 2 Ob 44/88
    nur T7; Beis wie T5; Veröff: ZVR 1989/102 S 172
  • 2 Ob 45/88
    Entscheidungstext OGH 30.08.1988 2 Ob 45/88
    Beis wie T6; Veröff: ZVR 1989/65 S 104
  • 2 Ob 53/88
    Entscheidungstext OGH 08.11.1988 2 Ob 53/88
    nur T7; Beis wie T5
  • 2 Ob 133/88
    Entscheidungstext OGH 25.04.1989 2 Ob 133/88
    nur T2; nur T7; Beis wie T5; Veröff: SZ 62/70 = ZVR 1990/92 S 244
  • 2 Ob 108/89
    Entscheidungstext OGH 28.11.1989 2 Ob 108/89
    Veröff: ZVR 1990/159 S 378
  • 2 Ob 151/89
    Entscheidungstext OGH 19.12.1989 2 Ob 151/89
    Beis wie T5; Veröff: ZVR 1990/157 S 374
  • 2 Ob 31/91
    Entscheidungstext OGH 12.06.1991 2 Ob 31/91
    nur T2; nur T7; Veröff: ZVR 1991/12 S 28
  • 2 Ob 25/93
    Entscheidungstext OGH 26.08.1993 2 Ob 25/93
  • 2 Ob 53/93
    Entscheidungstext OGH 16.09.1993 2 Ob 53/93
    nur T2; nur T3
  • 2 Ob 53/95
    Entscheidungstext OGH 24.08.1995 2 Ob 53/95
    Auch
  • 2 Ob 2186/96a
    Entscheidungstext OGH 28.11.1996 2 Ob 2186/96a
    Auch; nur T7; Beis wie T4; Beisatz: Hier: Liftbedienstete eines Sessellifts - es ist nicht erforderlich, dass Liftbedienstete ohne das Hinzutreten weiterer Umstände (Ängstlichkeit, besondere Hilfsbedürftigkeit udgl) eine Schigruppe von älteren Damen ankündigten, sodass bei der Bergstation entsprechende Maßnahmen wie zB Verlangsamung des Liftes eingeleitet werden können. (T10)
  • 2 Ob 2178/96z
    Entscheidungstext OGH 24.09.1998 2 Ob 2178/96z
    Auch
  • 2 Ob 363/99t
    Entscheidungstext OGH 23.12.1999 2 Ob 363/99t
    Auch
  • 2 Ob 262/03y
    Entscheidungstext OGH 13.11.2003 2 Ob 262/03y
    Vgl auch; Beisatz: Die Haftungsbefreiung kommt dem Halter nur dann zugute, wenn er die äußerste nach den Umständen des Falles mögliche und zumutbare Sorgfalt eingehalten hat; es muss alles vermieden werden, was zur Entstehung einer gefahrenträchtigen Situation führen könnte. (T11)
  • 2 Ob 182/04k
    Entscheidungstext OGH 23.09.2004 2 Ob 182/04k
    Auch; Beis wie T5
  • 2 Ob 44/06v
    Entscheidungstext OGH 16.03.2006 2 Ob 44/06v
    Auch; Beis wie T5; Beis wie T6
  • 2 Ob 262/06b
    Entscheidungstext OGH 30.11.2006 2 Ob 262/06b
    Auch; Beisatz: Hier: U6-Wien. (T12)
  • 2 Ob 26/08z
    Entscheidungstext OGH 14.02.2008 2 Ob 26/08z
    nur T7
  • 2 Ob 14/08k
    Entscheidungstext OGH 14.02.2008 2 Ob 14/08k
    Auch; nur T2; Beis wie T8; Beis wie T11
  • 2 Ob 210/09k
    Entscheidungstext OGH 24.08.2010 2 Ob 210/09k
    Auch; nur T2; nur T7; Beis wie T4; Beis wie T11
  • 2 Ob 112/10z
    Entscheidungstext OGH 22.06.2011 2 Ob 112/10z
    Auch; nur T7; Beis wie T5
  • 2 Ob 68/13h
    Entscheidungstext OGH 25.04.2013 2 Ob 68/13h
    nur T7

Schlagworte

Auto

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1962:RS0058278

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

30.07.2013

Dokumentnummer

JJR_19620223_OGH0002_0020OB00056_6200000_001

Rechtssatz für 2Ob31/66 8Ob35/77 1Ob66...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0026803

Geschäftszahl

2Ob31/66; 8Ob35/77; 1Ob663/79; 3Ob528/79; 8Ob226/80; 8Ob86/83; 7Ob19/05b; 2Ob82/06g; 2Ob111/09a; 2Ob112/10z; 1Ob204/12z; 7Ob24/13z; 9Ob49/12i; 10Ob55/14g; 6Ob205/14m

Entscheidungsdatum

03.03.1966

Norm

ABGB §1302 B

Rechtssatz

Ein Rückersatzanspruch im Sinne des letzten Halbsatzes dieser Bestimmung setzt zunächst Solidarhaftung voraus, des weiteren, dass derjenige, der den Rücksatz beansprucht, seinerseits vollen Schadenersatz geleistet hat, wobei er wieder, wenn er sich nicht mit dem Ersatz des Kopfteiles begnügen will, ein "anderes besonderes Verhältnis" nachweisen muss (§ 896 ABGB). Entscheidend für die Höhe, in der der Rückgriffsanspruch in diesem Fall geltend gemacht werden kann, ist schließlich, welchen von mehreren Schadenersatzpflichten ein höheres, welchen ein geringeres Maß von Schuld und Verantwortung für den eingetretenen Schaden trifft, ebenso der Anteil am Rechtswidrigkeitszusammenhang und Verursachungszusammenhang.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 31/66
    Entscheidungstext OGH 03.03.1966 2 Ob 31/66
    Veröff: EvBl 1966/373 S 485 = ZVR 1967/14 S 16
  • 8 Ob 35/77
    Entscheidungstext OGH 27.04.1977 8 Ob 35/77
    Vgl auch
  • 1 Ob 663/79
    Entscheidungstext OGH 12.09.1979 1 Ob 663/79
    Auch
  • 3 Ob 528/79
    Entscheidungstext OGH 19.09.1979 3 Ob 528/79
    nur: Entscheidend für die Höhe, in der der Rückgriffsanspruch in diesem Fall geltend gemacht werden kann, ist schließlich, welchen von mehreren Schadenersatzpflichten ein höheres, welchen ein geringeres Maß von Schuld und Verantwortung für den eingetretenen Schaden trifft, ebenso der Anteil am Rechtswidrigkeitszusammenhang und Verursachungszusammenhang. (T1) Beisatz: Rückgriff des Käufers einer plangemäß von ihm aufgestellten Liftanlage gegen Hersteller wegen fehlender Sicherheitsvorrichtungen. (T2)
  • 8 Ob 226/80
    Entscheidungstext OGH 26.03.1981 8 Ob 226/80
    nur T1
  • 8 Ob 86/83
    Entscheidungstext OGH 16.02.1984 8 Ob 86/83
  • 7 Ob 19/05b
    Entscheidungstext OGH 25.05.2005 7 Ob 19/05b
    Auch
  • 2 Ob 82/06g
    Entscheidungstext OGH 21.06.2007 2 Ob 82/06g
    nur: Ein Rückersatzanspruch im Sinne des letzten Halbsatzes dieser Bestimmung setzt zunächst Solidarhaftung voraus. (T3)
  • 2 Ob 111/09a
    Entscheidungstext OGH 16.07.2009 2 Ob 111/09a
  • 2 Ob 112/10z
    Entscheidungstext OGH 22.06.2011 2 Ob 112/10z
    Auch; nur: Derjenige, der sich nicht mit dem Ersatz des Kopfteiles begnügen will, muss ein "anderes besonderes Verhältnis" nachweisen. (T4)
  • 1 Ob 204/12z
    Entscheidungstext OGH 15.11.2012 1 Ob 204/12z
    Auch
  • 7 Ob 24/13z
    Entscheidungstext OGH 27.03.2013 7 Ob 24/13z
    Auch
  • 9 Ob 49/12i
    Entscheidungstext OGH 24.04.2013 9 Ob 49/12i
    Vgl auch; nur T3; Bem: Zum Regress bei einem deliktsunfähigen Mitschuldner siehe auch RS0128850. (T5); Veröff: SZ 2013/41
  • 10 Ob 55/14g
    Entscheidungstext OGH 21.10.2014 10 Ob 55/14g
    Auch; nur T3
  • 6 Ob 205/14m
    Entscheidungstext OGH 15.12.2014 6 Ob 205/14m
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1966:RS0026803

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

01.09.2015

Dokumentnummer

JJR_19660303_OGH0002_0020OB00031_6600000_001

Rechtssatz für 2Ob393/68 1Ob208/71 7Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0027415

Geschäftszahl

2Ob393/68; 1Ob208/71; 7Ob115/72; 1Ob107/72; 1Ob13/77; 6Ob651/78; 8Ob133/78; 8Ob139/79; 8Ob135/83; 7Ob679/84; 1Ob17/86; 7Ob14/86; 1Ob2047/96b; 4Ob216/99i; 1Ob52/00d; 1Ob178/00h; 2Ob310/01d; 1Ob253/02s; 2Ob187/02t; 10Ob237/02d; 1Ob127/04i; 2Ob157/09s; 2Ob143/09g; 2Ob156/10w; 6Ob100/11s; 2Ob112/10z; 2Ob213/13g; 2Ob212/13k; 6Ob229/16v; 2Ob18/16k; 2Ob167/17y; 6Ob118/18y; 4Ob227/18p

Entscheidungsdatum

17.04.1969

Norm

ABGB §1311 IIa

Rechtssatz

Schutzgesetz im Sinne des § 1311 ABGB ist nicht nur ein Gesetz im formellen Sinn, sondern jede Rechtsvorschrift, die inhaltlich einen Schutzzweck verfolgt (Klang 2. Auflage VI 82).

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 393/68
    Entscheidungstext OGH 17.04.1969 2 Ob 393/68
    Veröff: ZVR 1969/330 S 302
  • 1 Ob 208/71
    Entscheidungstext OGH 26.08.1971 1 Ob 208/71
    Beisatz: Die Schutzvorschrift kann auch in die Form eines Verwaltungsbescheides gekleidet sein (JBl 1957,562). (T1)
  • 7 Ob 115/72
    Entscheidungstext OGH 10.05.1972 7 Ob 115/72
    Beisatz: Auch der Bescheid einer Verwaltungsbehörde, durch welchen eine Gefährdung von Personen vermieden werden soll, ist eine Schutznorm im Sinne des § 1311 ABGB; hier Anordnung der Anbringung eines Geländers zur Absicherung des Stiegenaufganges in einem ein Wohnhaus betreffenden Benützungsbewilligungsbescheid. (T2)
  • 1 Ob 107/72
    Entscheidungstext OGH 07.06.1972 1 Ob 107/72
    Veröff: ZVR 1974/35 S 47
  • 1 Ob 13/77
    Entscheidungstext OGH 30.11.1977 1 Ob 13/77
    Beisatz: Militärtransportvorschriften des Bundesheeres. (T3)
  • 6 Ob 651/78
    Entscheidungstext OGH 22.06.1978 6 Ob 651/78
    Beis wie T1
  • 8 Ob 133/78
    Entscheidungstext OGH 27.09.1978 8 Ob 133/78
    Beis wie T1; Veröff: ZVR 1979/283 S 340
  • 8 Ob 139/79
    Entscheidungstext OGH 02.07.1979 8 Ob 139/79
    Beis wie T1; Veröff: SZ 52/109
  • 8 Ob 135/83
    Entscheidungstext OGH 24.11.1983 8 Ob 135/83
  • 7 Ob 679/84
    Entscheidungstext OGH 22.11.1984 7 Ob 679/84
    Beisatz: Die Rechtsvorschrift muss aber von einem zur Normsetzung berufenen Organ stammen und darf nicht von irgendwelchen Institutionen oder Vereinen erlassen worden sein (hier: Pistenordnung). (T4)
  • 1 Ob 17/86
    Entscheidungstext OGH 28.05.1986 1 Ob 17/86
    Beis wie T1
  • 7 Ob 14/86
    Entscheidungstext OGH 19.06.1986 7 Ob 14/86
    Beisatz: Hier: Technische Bauvorschrift. (T5)
    Veröff: VersR 1988,69
  • 1 Ob 2047/96b
    Entscheidungstext OGH 22.08.1996 1 Ob 2047/96b
    Beisatz: Verordnungen. (T6)
    Veröff: SZ 69/188
  • 4 Ob 216/99i
    Entscheidungstext OGH 14.09.1999 4 Ob 216/99i
  • 1 Ob 52/00d
    Entscheidungstext OGH 28.03.2000 1 Ob 52/00d
    Auch; Beisatz: Hier: § 2 nöFGG zum Schutz des Eigentümers. (T7)
  • 1 Ob 178/00h
    Entscheidungstext OGH 19.12.2000 1 Ob 178/00h
    Beis wie T1
  • 2 Ob 310/01d
    Entscheidungstext OGH 28.01.2002 2 Ob 310/01d
    Beisatz: Hier: Zusatzbestimmungen zur Signalvorschrift und zur Betriebsvorschrift der ÖBB. (T8)
  • 1 Ob 253/02s
    Entscheidungstext OGH 26.11.2002 1 Ob 253/02s
    Auch; Beis wie T5; Beisatz: Öffentlich-rechtliche Bestimmungen, die dem Bauherrn die Bestellung eines - der Baubehörde gegenüber verantwortlichen - Bauführers auftragen, bezwecken den Schutz der Allgemeinheit vor den Gefahren der Bauführung sowie jenen, die von einem nicht fachgerecht errichteten Bauwerk ausgehen. (T9)
    Veröff: SZ 2002/158
  • 2 Ob 187/02t
    Entscheidungstext OGH 18.03.2004 2 Ob 187/02t
    Beisatz: Ob eine von einem berufenen Organ geschaffene Norm Schutzzweckcharakter aufweist, kann nur auf Grund des Inhaltes dieser Norm im Einzelfall beurteilt werden. (T10)
  • 10 Ob 237/02d
    Entscheidungstext OGH 18.05.2004 10 Ob 237/02d
    Auch; Beis wie T2 nur: Auch der Bescheid einer Verwaltungsbehörde, durch welchen eine Gefährdung von Personen vermieden werden soll, ist eine Schutznorm im Sinne des § 1311 ABGB. (T11)
  • 1 Ob 127/04i
    Entscheidungstext OGH 24.06.2005 1 Ob 127/04i
    Vgl auch; Beisatz: Sowohl wasserrechtliche Bescheide als auch § 50 Abs 1 WRG sind Schutzvorschriften im Sinn des § 1311 ABGB. (T12)
  • 2 Ob 157/09s
    Entscheidungstext OGH 29.10.2009 2 Ob 157/09s
    Vgl; Vgl Beis wie T11; Beisatz: Auch die in einem gemäß § 90 Abs 1 und 3 StVO erlassenen Bescheid enthaltenen Auflagen sind solche Schutznormen. (T13)
  • 2 Ob 143/09g
    Entscheidungstext OGH 17.06.2010 2 Ob 143/09g
    Vgl auch Beis wie T9; Veröff: SZ 2010/67
  • 2 Ob 156/10w
    Entscheidungstext OGH 07.10.2010 2 Ob 156/10w
    Vgl auch; Vgl Beis wie T5; Beisatz: Hier: § 10 NÖ VeranstaltungsG (LGBl 7070‑0) betreffend „Eignung der Veranstaltungsbetriebsstätte“. (T14)
  • 6 Ob 100/11s
    Entscheidungstext OGH 16.06.2011 6 Ob 100/11s
    Auch; Bem: Die Frage, ob § 23 RAO Schutzgesetzcharakter zukommt, wird hier ausdrücklich offen gelassen. (T15)
  • 2 Ob 112/10z
    Entscheidungstext OGH 22.06.2011 2 Ob 112/10z
    Vgl; Beisatz: Hier: Die im behördlich genehmigten Flugbetriebshandbuch (FOM) enthaltenen Anordnungen an den Piloten. (T16)
  • 2 Ob 213/13g
    Entscheidungstext OGH 28.03.2014 2 Ob 213/13g
    Vgl auch; Beis wie T10; Beisatz: Hier: § 12 TierärzteG. (T17)
  • 2 Ob 212/13k
    Entscheidungstext OGH 09.07.2014 2 Ob 212/13k
    Auch; Beis wie T1; Beisatz: Hier: Auch die in einem gemäß § 90 Abs 1 und 3 StVO erlassenen Bescheid enthaltenen Auflagen sind solche Schutznormen. (T18)
  • 6 Ob 229/16v
    Entscheidungstext OGH 22.12.2016 6 Ob 229/16v
    Veröff: SZ 2016/143
  • 2 Ob 18/16k
    Entscheidungstext OGH 23.02.2017 2 Ob 18/16k
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T8; Veröff: SZ 2017/21
  • 2 Ob 167/17y
    Entscheidungstext OGH 22.03.2018 2 Ob 167/17y
    Vgl auch; Beisatz: Vom Arbeitgeber auferlegte Sicherheitsvorschriften können als Schutznormen qualifiziert werden, wenn sie auf gesetzlicher Grundlage beruhen oder zumindest behördlich genehmigt waren. (T19)
  • 6 Ob 118/18y
    Entscheidungstext OGH 31.08.2018 6 Ob 118/18y
    Beis wie T6
  • 4 Ob 227/18p
    Entscheidungstext OGH 27.11.2018 4 Ob 227/18p
    Beis wie T11

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1969:RS0027415

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

01.03.2019

Dokumentnummer

JJR_19690417_OGH0002_0020OB00393_6800000_001

Rechtssatz für 2Ob351/69 2Ob99/72 (2Ob1...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0080594

Geschäftszahl

2Ob351/69; 2Ob99/72 (2Ob100/72); 7Ob76/74; 1Ob147/75; 7Ob16/77 (7Ob17/77); 6Ob509/78; 7Ob32/78; 7Ob43/78 (7Ob44/78, 7Ob45/78); 2Ob147/78; 3Ob523/79; 8Ob141/79; 7Ob32/86; 7Ob1003/87; 8Ob2/87; 1Ob705/88; 7Ob30/89; 7Ob4/92; 3Ob559/91; 6Ob34/03y; 3Ob305/02b; 7Ob19/05b; 9Ob104/04s; 2Ob78/06v; 10Ob68/06g; 8Ob48/07b; 2Ob176/07g; 6Ob21/10x; 2Ob7/10h; 4Ob146/10i; 2Ob112/10z; 2Ob6/13s; 1Ob170/13a; 2Ob216/13y; 3Ob9/14s; 7Ob228/14a; 2Ob35/15h; 10Ob8/15x; 7Ob231/16w; 7Ob77/17z; 5Ob21/18a

Entscheidungsdatum

22.01.1970

Norm

VersVG §67

Rechtssatz

Der Ausdruck "Schadenersatzanspruch" im § 67 VersVG 1958 erfasst nicht nur Schadenersatzansprüche im eigentlichen Sinn; er ist vielmehr im weitesten Sinn zu verstehen und bezieht sich auch auf Rückgriffsansprüche, Ausgleichsansprüche, Bereicherungsansprüche uä, durch diesen Übergang ändert sich aber die Rechtsnatur des Anspruches und die für ihn geltende Verjährungsfrist nicht.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 351/69
    Entscheidungstext OGH 22.01.1970 2 Ob 351/69
    Veröff: SZ 43/15 = EvBl 1970/329 S 578 = JBl 1971,36 = RZ 1970,205 = ZVR 1971/232 S 310
  • 2 Ob 99/72
    Entscheidungstext OGH 12.10.1972 2 Ob 99/72
    Veröff: ZVR 1974/38 S 49
  • 7 Ob 76/74
    Entscheidungstext OGH 09.05.1974 7 Ob 76/74
    Veröff: VersR 1975,747
  • 1 Ob 147/75
    Entscheidungstext OGH 10.09.1975 1 Ob 147/75
    nur: Der Ausdruck "Schadenersatzanspruch" im § 67 VersVG 1958 erfasst nicht nur Schadenersatzansprüche im eigentlichen Sinn; er ist vielmehr im weitesten Sinn zu verstehen und bezieht sich auch auf Rückgriffsansprüche, Ausgleichsansprüche, Bereicherungsansprüche uä. (T1)
    Veröff: VersR 1976,1171
  • 7 Ob 16/77
    Entscheidungstext OGH 28.04.1977 7 Ob 16/77
    nur T1; Veröff: VersR 1978,167
  • 6 Ob 509/78
    Entscheidungstext OGH 16.03.1978 6 Ob 509/78
    nur T1; Beisatz: Rückersatzanspruch nach § 1313 2. Satz ABGB. (T2)
  • 7 Ob 32/78
    Entscheidungstext OGH 29.06.1978 7 Ob 32/78
    Veröff: SZ 51/106 = VersR 1979,460
  • 7 Ob 43/78
    Entscheidungstext OGH 07.09.1978 7 Ob 43/78
    nur T1; Veröff: VersR 1979/10 S 39
  • 2 Ob 147/78
    Entscheidungstext OGH 07.12.1978 2 Ob 147/78
    nur T1; Veröff: VersR 1979,753
  • 3 Ob 523/79
    Entscheidungstext OGH 30.05.1979 3 Ob 523/79
    Veröff: SZ 52/91 = VersR 1980,639
  • 8 Ob 141/79
    Entscheidungstext OGH 13.09.1979 8 Ob 141/79
    nur: Durch diesen Übergang ändert sich aber die Rechtsnatur des Anspruches nicht. (T3)
  • 7 Ob 32/86
    Entscheidungstext OGH 10.07.1986 7 Ob 32/86
    nur T1
  • 7 Ob 1003/87
    Entscheidungstext OGH 12.02.1987 7 Ob 1003/87
    nur T1
  • 8 Ob 2/87
    Entscheidungstext OGH 25.11.1987 8 Ob 2/87
  • 1 Ob 705/88
    Entscheidungstext OGH 30.11.1988 1 Ob 705/88
    nur T1
  • 7 Ob 30/89
    Entscheidungstext OGH 30.11.1989 7 Ob 30/89
    Auch; nur T1; Veröff: VersRdSch 1990,255
  • 7 Ob 4/92
    Entscheidungstext OGH 05.03.1992 7 Ob 4/92
    nur T1; Veröff: VersRdSch 1992,405 = VersR 1993,340
  • 3 Ob 559/91
    Entscheidungstext OGH 29.04.1992 3 Ob 559/91
    nur T1; Veröff: SZ 65/70
  • 6 Ob 34/03y
    Entscheidungstext OGH 20.03.2003 6 Ob 34/03y
    nur T3
  • 3 Ob 305/02b
    Entscheidungstext OGH 28.05.2003 3 Ob 305/02b
    Auch; nur T1
  • 7 Ob 19/05b
    Entscheidungstext OGH 25.05.2005 7 Ob 19/05b
    Vgl auch
  • 9 Ob 104/04s
    Entscheidungstext OGH 11.05.2005 9 Ob 104/04s
    Auch; nur T3; Veröff: SZ 2005/72
  • 2 Ob 78/06v
    Entscheidungstext OGH 19.10.2006 2 Ob 78/06v
    Veröff: SZ 2006/160
  • 10 Ob 68/06g
    Entscheidungstext OGH 19.12.2006 10 Ob 68/06g
    Auch; nur T3
  • 8 Ob 48/07b
    Entscheidungstext OGH 21.05.2007 8 Ob 48/07b
    nur T1
  • 2 Ob 176/07g
    Entscheidungstext OGH 29.05.2008 2 Ob 176/07g
    nur T3; Veröff: SZ 2008/73
  • 6 Ob 21/10x
    Entscheidungstext OGH 18.02.2010 6 Ob 21/10x
    nur T3; Beisatz: Gleiches muss aber auch für den Fall gelten, dass die Versicherung einen an sie gemäß § 67 VersVG übergegangenen Anspruch an den Versicherungsnehmer rückzediert. (T4)
  • 2 Ob 7/10h
    Entscheidungstext OGH 02.12.2010 2 Ob 7/10h
    Beisatz: Da sich die Rechtsstellung des haftpflichtigen Schädigers durch den Forderungsübergang nicht ändert, stehen ihm alle Einwendungen offen, die ihm auch gegenüber dem Versicherungsnehmer zugestanden wären, insbesondere der Einwand des Allein- bzw Mitverschuldens. (T5)
  • 4 Ob 146/10i
    Entscheidungstext OGH 09.11.2010 4 Ob 146/10i
    Auch; Beisatz: § 67 VersVG erfasst über ihren Wortlaut hinaus alle Ansprüche, die der Versicherungsnehmer anlässlich des Versicherungsfalls erwirbt. (T6)
  • 2 Ob 112/10z
    Entscheidungstext OGH 22.06.2011 2 Ob 112/10z
  • 2 Ob 6/13s
    Entscheidungstext OGH 24.01.2013 2 Ob 6/13s
    Vgl
  • 1 Ob 170/13a
    Entscheidungstext OGH 19.12.2013 1 Ob 170/13a
    Auch
  • 2 Ob 216/13y
    Entscheidungstext OGH 28.03.2014 2 Ob 216/13y
    Auch
  • 3 Ob 9/14s
    Entscheidungstext OGH 21.05.2014 3 Ob 9/14s
    Auch
  • 7 Ob 228/14a
    Entscheidungstext OGH 12.03.2015 7 Ob 228/14a
  • 2 Ob 35/15h
    Entscheidungstext OGH 21.10.2015 2 Ob 35/15h
    Auch; Veröff: SZ 2015/112
  • 10 Ob 8/15x
    Entscheidungstext OGH 15.12.2015 10 Ob 8/15x
    Auch
  • 7 Ob 231/16w
    Entscheidungstext OGH 25.01.2017 7 Ob 231/16w
    Auch; Beis wie T5
  • 7 Ob 77/17z
    Entscheidungstext OGH 27.09.2017 7 Ob 77/17z
    Vgl aber; Beisatz: Hier: Ein nach § 332 ASVG auf den Sozialversicherungsträger übergegangener Schadenersatzanspruch wegen eines ärztlichen Kunstfehlers. (T7)
  • 5 Ob 21/18a
    Entscheidungstext OGH 15.05.2018 5 Ob 21/18a
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1970:RS0080594

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

17.07.2018

Dokumentnummer

JJR_19700122_OGH0002_0020OB00351_6900000_002

Rechtssatz für 2Ob99/72 (2Ob100/72) 2Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0017501

Geschäftszahl

2Ob99/72 (2Ob100/72); 2Ob212/72; 7Ob181/73; 8Ob35/77; 7Ob27/77; 5Ob506/77; 7Ob15/78; 5Ob588/79; 8Ob226/80; 7Ob26/82; 8Ob565/85; 8Ob578/85; 8Ob63/85; 7Ob723/86; 1Ob705/88; 4Ob539/89; 8Ob611/91; 5Ob64/94; 9Ob2138/96v; 6Ob324/97h; 6Ob387/97y; 7Ob41/99a; 9Ob137/99h; 7Ob306/99x; 10Ob137/00w; 8Ob2/00b; 5Ob120/03p; 8Ob58/04v; 2Ob277/06h; 2Ob112/10z; 2Ob85/11f; 1Ob204/12z; 9Ob49/12i; 4Ob35/13w; 2Ob4/13x; 2Ob191/12w; 6Ob205/14m; 2Ob61/17k; 2Ob121/19m

Entscheidungsdatum

12.10.1972

Norm

ABGB §896
ABGB §1302 B

Rechtssatz

Als besonderes Verhältnis unter den Mitschuldigen ist beim Regress nach §§ 1302, 896 ABGB das Ausmaß ihrer Beteiligung, also der Verschuldensanteile und Verursachungsanteile anzusehen, nach dem sich dann die endgültige Haftung im Innenverhältnis bestimmt.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 99/72
    Entscheidungstext OGH 12.10.1972 2 Ob 99/72
  • 2 Ob 212/72
    Entscheidungstext OGH 07.12.1972 2 Ob 212/72
  • 7 Ob 181/73
    Entscheidungstext OGH 24.10.1973 7 Ob 181/73
    Beisatz: Für die Höhe der Rückgriffsforderung ist der Verursachungsanteil, Schuldanteil und Rechtswidrigkeitsanteil beider Streitteile entscheidend. (T1)
  • 8 Ob 35/77
    Entscheidungstext OGH 27.04.1977 8 Ob 35/77
    Vgl auch
  • 7 Ob 27/77
    Entscheidungstext OGH 23.06.1977 7 Ob 27/77
    Beis wie T1
  • 5 Ob 506/77
    Entscheidungstext OGH 12.07.1977 5 Ob 506/77
    Auch; Beisatz: Bei der Berechnung des Rückgriffsanteils der solidarisch haftenden Mitschuldner ist ein Abstellen auf die Schwere der Zurechnungsmomente, die beim einzelnen Gesamtschuldner vorliegen, ganz allgemein vorzunehmen. (T2)
  • 7 Ob 15/78
    Entscheidungstext OGH 29.06.1978 7 Ob 15/78
    Beis wie T1; Veröff: SZ 51/105 = VersR 1979,195 = ZVR 1979/167 S 176
  • 5 Ob 588/79
    Entscheidungstext OGH 12.06.1979 5 Ob 588/79
    Beis wie T1; Beis wie T2; Beisatz: Haftung ex delictu einerseits und ex contractu (Erfüllungsgehilfenhaftung) andererseits ist bedeutungslos. (T3)
  • 8 Ob 226/80
    Entscheidungstext OGH 26.03.1981 8 Ob 226/80
    Auch
  • 7 Ob 26/82
    Entscheidungstext OGH 29.04.1982 7 Ob 26/82
    Auch; Veröff: JBl 1983,202 = JBl 1983,202 = VersR 1984,973
  • 8 Ob 565/85
    Entscheidungstext OGH 12.09.1985 8 Ob 565/85
    Beis wie T1
  • 8 Ob 578/85
    Entscheidungstext OGH 24.10.1985 8 Ob 578/85
  • 8 Ob 63/85
    Entscheidungstext OGH 13.02.1986 8 Ob 63/85
    Auch; Beis wie T2; Veröff: ZVR 1987,222
  • 7 Ob 723/86
    Entscheidungstext OGH 26.03.1987 7 Ob 723/86
    Beis wie T1; Veröff: SZ 60/55 = EvBl 1987/191 S 723 = JBl 1987,721
  • 1 Ob 705/88
    Entscheidungstext OGH 30.11.1988 1 Ob 705/88
    Beis wie T2
  • 4 Ob 539/89
    Entscheidungstext OGH 18.04.1989 4 Ob 539/89
    Vgl auch; Beisatz: "Gestufte" Regressverhältnisse der Solidarverpflichteten untereinander wenn kausales Verhalten mehreren Beteiligten im Verhältnis zu anderen Verpflichteten einheitlich zuzurechnen ist. (T4) Veröff: SZ 62/66 = ÖBl 1990,278
  • 8 Ob 611/91
    Entscheidungstext OGH 24.09.1992 8 Ob 611/91
    Auch; Beisatz: Grober Sorgfaltsverstoß - Vernachlässigung des Mitverschuldens des anderen Regreßverpflichteten. (T5)
  • 5 Ob 64/94
    Entscheidungstext OGH 28.06.1994 5 Ob 64/94
    Beis wie T1; Beisatz: Hier: Die Ehegatten haben der Klägerin (Wohnungseigentumsorganisatorin) anläßlich des Erwerbs des Anwartschaftsrechtes auf eine bestimmte Eigentumswohnung versprochen, alle mit der Errichtung des Vertrages verbundenen Kosten, Steuern und Gebühren allein zu tragen. (T6)
  • 9 Ob 2138/96v
    Entscheidungstext OGH 15.01.1997 9 Ob 2138/96v
    Auch; Beis wie T1; Beisatz: Das besondere Verhältnis richtet sich auch nach den Eigentümlichkeiten der zwischen den Mitschuldnern bestehenden Rechtsbeziehung, die wieder ein Arbeitsverhältnis, Gesellschaftsverhältnis oder auch ein sonstiger Vertrag - wie hier - ein beiderseitiges Handelsgeschäft und ein in diesem Rahmen geschlossener Kauf- oder Werklieferungsvertrag sein kann. (T7) Veröff: SZ 70/5
  • 6 Ob 324/97h
    Entscheidungstext OGH 24.11.1997 6 Ob 324/97h
    Veröff: SZ 70/241
  • 6 Ob 387/97y
    Entscheidungstext OGH 16.07.1998 6 Ob 387/97y
    Beisatz: Haben mehrere einen Schaden nicht in einverständlichem Handeln verursacht, sondern unabhängig voneinander eine Bedingung für dessen Eintritt gesetzt, dann ist der Schaden auf mehrere Verantwortliche - bei Verursachungshaftung aber analog auf mehrere Verursacher - verhältnismäßig aufzuteilen. (T8)
    Beisatz: Kontaminierung des Erdreichs. (T9)
    Veröff: SZ 71/126
  • 7 Ob 41/99a
    Entscheidungstext OGH 23.02.1999 7 Ob 41/99a
    Beis wie T5; Veröff: SZ 72/35
  • 9 Ob 137/99h
    Entscheidungstext OGH 30.06.1999 9 Ob 137/99h
    Vgl auch; Beis wie T1
  • 7 Ob 306/99x
    Entscheidungstext OGH 26.01.2000 7 Ob 306/99x
    Beis wie T7 nur: Das besondere Verhältnis richtet sich auch nach den Eigentümlichkeiten der zwischen den Mitschuldnern bestehenden Rechtsbeziehung. (T10)
    Beisatz: Die Beweislast für das Vorliegen besonderer Verhältnisse - etwa einen Vertrag - trifft denjenigen, der sie für sich in Anspruch nehmen will. (T11)
    Beisatz: Die Quoten zahlungsunfähiger Mitschuldner fallen den übrigen anteilig zur Last. (T12)
  • 10 Ob 137/00w
    Entscheidungstext OGH 23.05.2000 10 Ob 137/00w
    Auch; Beisatz: Mangels Vereinbarung entscheidet der jeweilige Verursachungs-, Schuld- und Rechtswidrigkeitsanteil jedes einzelnen Mitschuldners am Entstehen der Gesamtschuld über die Höhe der Ersatzpflicht. (T13)
  • 8 Ob 2/00b
    Entscheidungstext OGH 07.09.2000 8 Ob 2/00b
    Beis wie T11
  • 5 Ob 120/03p
    Entscheidungstext OGH 08.07.2003 5 Ob 120/03p
    Auch
  • 8 Ob 58/04v
    Entscheidungstext OGH 17.03.2005 8 Ob 58/04v
    Auch; Beisatz: Dies gilt auch beim Regress zwischen Bauaufsichtspflichtigem und Werkunternehmer. (T14)
  • 2 Ob 277/06h
    Entscheidungstext OGH 28.06.2007 2 Ob 277/06h
  • 2 Ob 112/10z
    Entscheidungstext OGH 22.06.2011 2 Ob 112/10z
    Auch
  • 2 Ob 85/11f
    Entscheidungstext OGH 28.06.2012 2 Ob 85/11f
    Vgl
  • 1 Ob 204/12z
    Entscheidungstext OGH 15.11.2012 1 Ob 204/12z
    Auch; Beis wie T1
  • 9 Ob 49/12i
    Entscheidungstext OGH 24.04.2013 9 Ob 49/12i
    Auch; Bem: Zum Regress bei einem deliktsunfähigen Mitschuldner siehe auch RS0128850. (T15)
    Veröff: SZ 2013/41
  • 4 Ob 35/13w
    Entscheidungstext OGH 23.05.2013 4 Ob 35/13w
    Auch
  • 2 Ob 4/13x
    Entscheidungstext OGH 17.06.2013 2 Ob 4/13x
    Beisatz: vgl aber: In Bezug auf Eigenschäden (hier: der Seilbahnbetreiberin) liegt kein Regressverhältnis zwischen den Streitteilen vor, sodass der Geschädigten hier keine Haftungsquotierung entgegen gehalten werden kann. (T16)
  • 2 Ob 191/12w
    Entscheidungstext OGH 30.07.2013 2 Ob 191/12w
    Vgl
  • 6 Ob 205/14m
    Entscheidungstext OGH 15.12.2014 6 Ob 205/14m
    Beis wie T11
  • 2 Ob 61/17k
    Entscheidungstext OGH 16.05.2017 2 Ob 61/17k
    Auch; Beisatz: Das Ausmaß des Regresses richtet sich im Fall einer Solidarhaftung nach § 1302 ABGB nach den bei den Haftpflichtigen vorliegenden Zurechnungsgründen, insbesondere nach dem Ausmaß des jeweiligen Verschuldens. (T17)
  • 2 Ob 121/19m
    Entscheidungstext OGH 19.09.2019 2 Ob 121/19m
    Vgl; Beis ähnlich wie T3; Beisatz: Die Gewichtung der Zurechnungsgründe bei Festsetzung der Regressquoten, hängt von den konkreten Umständen des Einzelfalls ab. (T18)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1972:RS0017501

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

18.11.2019

Dokumentnummer

JJR_19721012_OGH0002_0020OB00099_7200000_001

Rechtssatz für 8Ob68/73 8Ob143/76 8Ob1...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0058411

Geschäftszahl

8Ob68/73; 8Ob143/76; 8Ob132/76; 8Ob227/76 (8Ob228/76); 8Ob95/77; 8Ob93/77; 2Ob28/78; 2Ob135/79; 8Ob239/79 (8Ob292/79); 2Ob99/80; 8Ob126/81; 8Ob175/81; 2Ob125/81; 2Ob175/82; 2Ob150/83; 8Ob131/83; 8Ob188/83; 8Ob28/84; 8Ob26/85; 8Ob58/85; 2Ob36/87; 2Ob50/87; 8Ob74/87; 2Ob4/88 (2Ob5/88); 2Ob44/88; 2Ob66/88; 2Ob27/88; 2Ob21/89; 2Ob638/90; 2Ob15/91; 2Ob53/95; 2Ob2178/96z; 2Ob172/99d; 2Ob159/99t; 2Ob363/99t; 2Ob19/04i; 2Ob44/06v; 2Ob262/06b; 2Ob26/08z; 2Ob149/07m; 2Ob210/09k; 2Ob112/10z; 2Ob68/13h; 2Ob99/15w; 2Ob45/19k

Entscheidungsdatum

25.04.1973

Norm

EKHG §9 Abs2 C

Rechtssatz

Die erhöhte Sorgfaltspflicht, deren Beachtung den Unfall als unabwendbares Ereignis erscheinen lässt, setzt nicht erst in der Gefahrenlage ein, sondern verlangt, dass von vornherein vermieden wird, in eine Lage zu kommen, aus der Gefahr entstehen kann.

Entscheidungstexte

  • 8 Ob 68/73
    Entscheidungstext OGH 25.04.1973 8 Ob 68/73
    Veröff: ZVR 1974/190 S 277
  • 8 Ob 143/76
    Entscheidungstext OGH 22.09.1976 8 Ob 143/76
  • 8 Ob 132/76
    Entscheidungstext OGH 22.09.1976 8 Ob 132/76
    Veröff: ZVR 1977/306 S 373
  • 8 Ob 227/76
    Entscheidungstext OGH 22.12.1976 8 Ob 227/76
    Veröff: ZVR 1978/167 S 211
  • 8 Ob 95/77
    Entscheidungstext OGH 29.06.1977 8 Ob 95/77
    Veröff: ZVR 1978/135 S 196
  • 8 Ob 93/77
    Entscheidungstext OGH 29.06.1977 8 Ob 93/77
  • 2 Ob 28/78
    Entscheidungstext OGH 30.03.1978 2 Ob 28/78
  • 2 Ob 135/79
    Entscheidungstext OGH 06.11.1979 2 Ob 135/79
  • 8 Ob 239/79
    Entscheidungstext OGH 06.12.1979 8 Ob 239/79
    Veröff: ZVR 1980/225 S 215
  • 2 Ob 99/80
    Entscheidungstext OGH 16.09.1980 2 Ob 99/80
    Beisatz: Rückschauend lässt sich in der Regel zwar leicht erkennen, wie der Unfall doch noch vermeidbar gewesen wäre, maßgebend ist aber nur, ob bestimmte Maßnahmen auf Grund objektiv gegebener Kriterien schon vor dem Unfall, also vorausschauend nach den Umständen des Falles geboten waren. (T1)
  • 8 Ob 126/81
    Entscheidungstext OGH 03.09.1981 8 Ob 126/81
  • 8 Ob 175/81
    Entscheidungstext OGH 03.09.1981 8 Ob 175/81
    Veröff: ZVR 1982/369 S 326
  • 2 Ob 125/81
    Entscheidungstext OGH 20.10.1981 2 Ob 125/81
    Veröff: ZVR 1982/281 S 246
  • 2 Ob 175/82
    Entscheidungstext OGH 28.09.1982 2 Ob 175/82
    Veröff: ZVR 1983/323 S 361
  • 2 Ob 150/83
    Entscheidungstext OGH 13.09.1983 2 Ob 150/83
    Veröff: ZVR 1984/240 S 240
  • 8 Ob 131/83
    Entscheidungstext OGH 15.12.1983 8 Ob 131/83
  • 8 Ob 188/83
    Entscheidungstext OGH 19.01.1984 8 Ob 188/83
    Veröff: ZVR 1984/332 S 365
  • 8 Ob 28/84
    Entscheidungstext OGH 20.06.1984 8 Ob 28/84
    Veröff: ZVR 1985/51 S 92
  • 8 Ob 26/85
    Entscheidungstext OGH 19.06.1985 8 Ob 26/85
    Veröff: ZVR 1986/19 S 79
  • 8 Ob 58/85
    Entscheidungstext OGH 18.09.1985 8 Ob 58/85
    Veröff: ZVR 1987/11 S 21
  • 2 Ob 36/87
    Entscheidungstext OGH 25.08.1987 2 Ob 36/87
    Beisatz: Hier: Sessellift (T2) Veröff: ZVR 1988/112 S 238
  • 2 Ob 50/87
    Entscheidungstext OGH 10.11.1987 2 Ob 50/87
    Beisatz: Allerdings darf diese Sorgfaltspflicht auch nicht überspannt werden, soll eine vom Gesetzgeber nicht gewollte Erfolgshaftung vermieden werden (2 Ob 357/74 ua). (T3) Veröff: ZVR 1988/99 S 222
  • 8 Ob 74/87
    Entscheidungstext OGH 25.11.1987 8 Ob 74/87
    Beisatz: An den Betriebsunternehmer dürfen aber keine unzumutbaren Anforderungen gestellt werden. Befindet sich ein Fahrgast bereits innerhalb eines Straßenbahnzuges, dann muss er auch ohne besondere Ankündigung mit normalen Betriebsvorgängen, wie hier dem Anfahren mit geringer Beschleunigung, rechnen. (T4) Veröff: ZVR 1988/114 S 241
  • 2 Ob 4/88
    Entscheidungstext OGH 23.03.1988 2 Ob 4/88
    Beis wie T3
  • 2 Ob 44/88
    Entscheidungstext OGH 10.05.1988 2 Ob 44/88
    Beis wie T3
  • 2 Ob 66/88
    Entscheidungstext OGH 28.06.1988 2 Ob 66/88
    Beis wie T3
  • 2 Ob 27/88
    Entscheidungstext OGH 13.09.1988 2 Ob 27/88
  • 2 Ob 21/89
    Entscheidungstext OGH 23.05.1989 2 Ob 21/89
  • 2 Ob 638/90
    Entscheidungstext OGH 05.12.1990 2 Ob 638/90
    Beis wie T3; Veröff: ZVR 1991/146 S 374
  • 2 Ob 15/91
    Entscheidungstext OGH 10.04.1991 2 Ob 15/91
    Veröff: ZVR 1991/133 S 343
  • 2 Ob 53/95
    Entscheidungstext OGH 24.08.1995 2 Ob 53/95
    Veröff: SZ 68/143
  • 2 Ob 2178/96z
    Entscheidungstext OGH 24.09.1998 2 Ob 2178/96z
    Auch; Beisatz: Kindern gegenüber ist jede nur denkbare Vorsicht geboten und insbesondere die Geschwindigkeit zu verringern. Spielen Kinder am Gehsteig oder Straßenrand, so muss damit gerechnet werden, dass sie unbedacht in die Fahrbahn laufen. (T5)
  • 2 Ob 172/99d
    Entscheidungstext OGH 24.06.1999 2 Ob 172/99d
    Auch
  • 2 Ob 159/99t
    Entscheidungstext OGH 01.07.1999 2 Ob 159/99t
    Auch
  • 2 Ob 363/99t
    Entscheidungstext OGH 23.12.1999 2 Ob 363/99t
    Beis wie T5 nur: Kindern gegenüber ist jede nur denkbare Vorsicht geboten und insbesondere die Geschwindigkeit zu verringern. (T6)
  • 2 Ob 19/04i
    Entscheidungstext OGH 26.02.2004 2 Ob 19/04i
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T3
  • 2 Ob 44/06v
    Entscheidungstext OGH 16.03.2006 2 Ob 44/06v
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T3
  • 2 Ob 262/06b
    Entscheidungstext OGH 30.11.2006 2 Ob 262/06b
    Beisatz: Hier: U6-Wien. (T7)
  • 2 Ob 26/08z
    Entscheidungstext OGH 14.02.2008 2 Ob 26/08z
  • 2 Ob 149/07m
    Entscheidungstext OGH 24.01.2008 2 Ob 149/07m
  • 2 Ob 210/09k
    Entscheidungstext OGH 24.08.2010 2 Ob 210/09k
  • 2 Ob 112/10z
    Entscheidungstext OGH 22.06.2011 2 Ob 112/10z
    Auch Beis wie T3
  • 2 Ob 68/13h
    Entscheidungstext OGH 25.04.2013 2 Ob 68/13h
  • 2 Ob 99/15w
    Entscheidungstext OGH 08.06.2015 2 Ob 99/15w
    Auch; Beis wie T3; Beis wie T5
  • 2 Ob 45/19k
    Entscheidungstext OGH 29.04.2019 2 Ob 45/19k
    Vgl aber

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1973:RS0058411

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

27.05.2019

Dokumentnummer

JJR_19730425_OGH0002_0080OB00068_7300000_001

Rechtssatz für 8Ob131/73 2Ob231/74 (2Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0008775

Geschäftszahl

8Ob131/73; 2Ob231/74 (2Ob232/74); 8Ob4/75; 7Ob632/76; 8Ob133/78; 8Ob220/78; 8Ob242/78; 1Ob35/80; 8Ob76/81; 1Ob571/82; 2Ob10/83; 8Ob135/83; 8Ob192/83; 8Ob212/83 (8Ob213/83); 1Ob22/84; 1Ob5/86; 2Ob53/86; 8Ob76/86; 8Ob74/86; 2Ob14/87; 2Ob29/87; 8Ob71/87; 2Ob141/89; 1Ob44/89; 2Ob11/91; 1Ob22/92; 2Ob46/94; 2Ob75/94; 4Ob2079/96f; 2Ob2028/96s; 2Ob90/95; 1Ob214/98x; 2Ob143/99i; 2Ob246/99m; 2Ob351/99b; 1Ob257/00a; 4Ob236/02p; 2Ob17/03v; 3Ob70/03w; 6Ob39/06p; 7Ob258/05z; 2Ob279/05a; 2Ob39/06h; 2Ob183/06k; 2Ob7/07d; 2Ob174/06m; 2Ob278/06f; 2Ob86/08y; 2Ob219/08g; 2Ob64/09i; 4Ob93/09v; 1Ob34/10x; 2Ob112/10z; 2Ob140/11v; 6Ob118/12i; 3Ob102/14t; 1Ob103/14z; 6Ob142/16z; 6Ob118/18y; 9Ob64/18d; 2Ob185/17w

Entscheidungsdatum

11.09.1973

Norm

ABGB §6
ABGB §7
ABGB §1311 IIa
StVO §43
StVO §44

Rechtssatz

Der Schutzzweck der Norm ergibt sich aus ihrem Inhalt. Das Gericht hat das anzuwendende Schutzgesetz teleologisch zu interpretieren, um herauszufinden, ob die jeweilige Vorschrift, die übertreten wurde, den in einem konkreten Fall eingetretenen Schaden verhüten wollte. Für den Schutzzweck der übertretenen Norm ist das innere Vorhaben der die Aufstellung eines Verkehrszeichens anordnenden Behörde unbeachtlich.

Entscheidungstexte

  • 8 Ob 131/73
    Entscheidungstext OGH 11.09.1973 8 Ob 131/73
    Veröff: ZVR 1974/265 S 376
  • 2 Ob 231/74
    Entscheidungstext OGH 07.11.1974 2 Ob 231/74
  • 8 Ob 4/75
    Entscheidungstext OGH 28.01.1975 8 Ob 4/75
    Veröff: ZVR 1976/64 S 74
  • 7 Ob 632/76
    Entscheidungstext OGH 26.08.1976 7 Ob 632/76
    Veröff: SZ 49/102 = EvBl 1977/28 S 74 = JBl 1977,205
  • 8 Ob 133/78
    Entscheidungstext OGH 27.09.1978 8 Ob 133/78
    nur: Der Schutzzweck der Norm ergibt sich aus ihrem Inhalt. Das Gericht hat das anzuwendende Schutzgesetz teleologisch zu interpretieren, um herauszufinden, ob die jeweilige Vorschrift, die übertreten wurde, den in einem konkreten Fall eingetretenen Schaden verhüten wollte. (T1) Veröff: ZVR 1979/283 S 340
  • 8 Ob 220/78
    Entscheidungstext OGH 26.01.1979 8 Ob 220/78
    nur T1; Veröff: ZVR 1979/254 S 306
  • 8 Ob 242/78
    Entscheidungstext OGH 15.02.1979 8 Ob 242/78
    nur T1; Veröff: SZ 52/20 = ZVR 1980/45 S 49
  • 1 Ob 35/80
    Entscheidungstext OGH 15.07.1981 1 Ob 35/80
    nur T1; Veröff: SZ 54/108 = EUGRZ 1981,573 = JBl 1982,259
  • 8 Ob 76/81
    Entscheidungstext OGH 25.02.1982 8 Ob 76/81
    nur T1; Veröff: ZVR 1983/35 S 46
  • 1 Ob 571/82
    Entscheidungstext OGH 31.03.1982 1 Ob 571/82
    nur T1
  • 2 Ob 10/83
    Entscheidungstext OGH 26.04.1983 2 Ob 10/83
    nur T1; Veröff: ZVR 1984/214 S 222
  • 8 Ob 135/83
    Entscheidungstext OGH 24.11.1983 8 Ob 135/83
    nur T1
  • 8 Ob 192/83
    Entscheidungstext OGH 21.12.1983 8 Ob 192/83
    nur T1; Veröff: ZVR 1985/340 S 370
  • 8 Ob 212/83
    Entscheidungstext OGH 01.03.1984 8 Ob 212/83
    nur T1; Veröff: ZVR 1985/9 S 17
  • 1 Ob 22/84
    Entscheidungstext OGH 08.10.1984 1 Ob 22/84
    Auch; nur T1; Veröff: SZ 57/149 = EvBl 1985/21 S 81
  • 1 Ob 5/86
    Entscheidungstext OGH 23.04.1986 1 Ob 5/86
    Auch; nur T1
  • 2 Ob 53/86
    Entscheidungstext OGH 28.10.1986 2 Ob 53/86
    nur T1; Veröff: ZVR 1988/44 S 109
  • 8 Ob 76/86
    Entscheidungstext OGH 19.11.1986 8 Ob 76/86
    nur T1; Veröff: ZVR 1988/44 S 109
  • 8 Ob 74/86
    Entscheidungstext OGH 12.02.1987 8 Ob 74/86
    nur T1; Veröff: ZVR 1988/29 S 83 = ZVR 1988/41 S 106
  • 2 Ob 14/87
    Entscheidungstext OGH 10.03.1987 2 Ob 14/87
    nur T1
  • 2 Ob 29/87
    Entscheidungstext OGH 30.06.1987 2 Ob 29/87
    nur T1; Veröff: ZVR 1988/94 S 216
  • 8 Ob 71/87
    Entscheidungstext OGH 05.11.1987 8 Ob 71/87
    nur T1; Veröff: ZVR 1988/85 S 206
  • 2 Ob 141/89
    Entscheidungstext OGH 19.12.1989 2 Ob 141/89
    nur T1; Veröff: ZVR 1990/119 S 310
  • 1 Ob 44/89
    Entscheidungstext OGH 03.10.1990 1 Ob 44/89
    nur T1; Veröff: SZ 63/166
  • 2 Ob 11/91
    Entscheidungstext OGH 10.04.1991 2 Ob 11/91
    nur T1; Veröff: ZVR 1991/130 S 337
  • 1 Ob 22/92
    Entscheidungstext OGH 22.06.1993 1 Ob 22/92
    Auch; nur T1; Veröff: SZ 66/77
  • 2 Ob 46/94
    Entscheidungstext OGH 30.06.1994 2 Ob 46/94
    nur T1
  • 2 Ob 75/94
    Entscheidungstext OGH 10.11.1994 2 Ob 75/94
    nur T1; Beisatz: Dabei genügt es, dass die Verhinderung des Schadens bloß mitbezweckt ist. (T2) Veröff: SZ 67/198
  • 4 Ob 2079/96f
    Entscheidungstext OGH 30.04.1996 4 Ob 2079/96f
    Auch; Beisatz: Hier: Die auf einer Baustelle aus der Explosion einer Handgranate entstandenen Schäden sind vom Schutzzweck des § 54 Abs 3 OÖ Bauordnung nicht umfasst. (T3)
  • 2 Ob 2028/96s
    Entscheidungstext OGH 28.03.1996 2 Ob 2028/96s
    Beis wie T2; Beisatz: Die Norm muss aber die Verhinderung eines Schadens wie des später eingetretenen intendiert haben. (T4)
  • 2 Ob 90/95
    Entscheidungstext OGH 13.08.1996 2 Ob 90/95
    nur T1
  • 1 Ob 214/98x
    Entscheidungstext OGH 19.01.1999 1 Ob 214/98x
    nur: Der Schutzzweck der Norm ergibt sich aus ihrem Inhalt. (T5); Beisatz: Dazu ist der Normzweck zu erfragen, der sich aus der wertenden Beurteilung des Sinns der Vorschrift ergibt. (T6); Veröff: SZ 72/4
  • 2 Ob 143/99i
    Entscheidungstext OGH 20.05.1999 2 Ob 143/99i
    Auch; nur T1; Beis wie T2; Beis wie T4
  • 2 Ob 246/99m
    Entscheidungstext OGH 23.09.1999 2 Ob 246/99m
    Vgl auch
  • 2 Ob 351/99b
    Entscheidungstext OGH 10.12.1999 2 Ob 351/99b
    Auch; nur T1; Beis wie T2; Beisatz: Hier: § 16 Abs 2 lit a StVO. (T7)
  • 1 Ob 257/00a
    Entscheidungstext OGH 30.01.2001 1 Ob 257/00a
    Bem: Die ursprünglich an dieser Stelle aus versehen mit der Kennzeichnung T8 erfolgte Wiederholung des Teilsatzes T1 wurde gelöscht. - Dezember 2018 (T8); Beisatz: Hier: Bestimmungen des AMSG 1994: Aufgabe des AMS (Arbeitsmarktservice) ist die Verhütung und Beseitigung der Arbeitslosigkeit unter Wahrung sozialer und ökonomischer Grundsätze im Sinne einer aktiven Arbeitsmarktpolitik. (T9)
  • 4 Ob 236/02p
    Entscheidungstext OGH 05.11.2002 4 Ob 236/02p
    nur T1
  • 2 Ob 17/03v
    Entscheidungstext OGH 27.02.2003 2 Ob 17/03v
    nur T1; Beisatz: Hier: § 16 Abs 1 lit b StVO. (T10)
  • 3 Ob 70/03w
    Entscheidungstext OGH 26.11.2003 3 Ob 70/03w
    nur T8; Veröff: SZ 2003/154
  • 6 Ob 39/06p
    Entscheidungstext OGH 09.03.2006 6 Ob 39/06p
    Beisatz: Die Prüfung der Sacheinlage dient nur den Interessen der Gesellschaft, deren Gläubiger und allenfalls Dritter, nicht aber auch derjenigen des Einbringers. Aus diesem Grund kommt auch eine Haftung des Sacheinlageprüfers gegenüber dem Sacheinleger nicht in Betracht. (T11); Beisatz: Hier: § 150 Abs 3 AktG, § 275 HGB. (T12); Veröff: SZ 2006/35
  • 7 Ob 258/05z
    Entscheidungstext OGH 08.03.2006 7 Ob 258/05z
    Auch; nur T1
  • 2 Ob 279/05a
    Entscheidungstext OGH 12.06.2006 2 Ob 279/05a
    Auch; Beis wie T4
  • 2 Ob 39/06h
    Entscheidungstext OGH 21.09.2006 2 Ob 39/06h
    Auch; nur T1; Beis wie T2; Beis wie T4; Beisatz: Hier: § 16 Abs 2 lit a StVO. (T13)
  • 2 Ob 183/06k
    Entscheidungstext OGH 18.01.2007 2 Ob 183/06k
    nur T1; Beis wie T2; Beis wie T4
  • 2 Ob 7/07d
    Entscheidungstext OGH 22.02.2007 2 Ob 7/07d
    Auch
  • 2 Ob 174/06m
    Entscheidungstext OGH 26.04.2007 2 Ob 174/06m
    nur T1; Beis wie T2; Beis wie T4
  • 2 Ob 278/06f
    Entscheidungstext OGH 27.09.2007 2 Ob 278/06f
    nur T1; Beis wie T2; Beis wie T4
  • 2 Ob 86/08y
    Entscheidungstext OGH 30.10.2008 2 Ob 86/08y
    Vgl; nur T5
  • 2 Ob 219/08g
    Entscheidungstext OGH 22.01.2009 2 Ob 219/08g
    nur T1
  • 2 Ob 64/09i
    Entscheidungstext OGH 16.07.2009 2 Ob 64/09i
    nur T1; Beis wie T2; Beis wie T4
  • 4 Ob 93/09v
    Entscheidungstext OGH 08.09.2009 4 Ob 93/09v
    Auch; nur T1
  • 1 Ob 34/10x
    Entscheidungstext OGH 09.03.2010 1 Ob 34/10x
    nur: Das Gericht hat das anzuwendende Schutzgesetz teleologisch zu interpretieren, um herauszufinden, ob die jeweilige Vorschrift, die übertreten wurde, den in einem konkreten Fall eingetretenen Schaden verhüten wollte. (T14); Beisatz: Hier: Schutzzweck des nöGVG 2007. (T15)
  • 2 Ob 112/10z
    Entscheidungstext OGH 22.06.2011 2 Ob 112/10z
    Beis wie T2; Beis wie T4
  • 2 Ob 140/11v
    Entscheidungstext OGH 22.12.2011 2 Ob 140/11v
    nur T1
  • 6 Ob 118/12i
    Entscheidungstext OGH 20.03.2013 6 Ob 118/12i
    Auch; Beisatz: Hier: Die Bestimmung des § 3 GSpG 1989 verfolgt den Schutz der (Vermögens-)Interessen der einzelnen Spieler jedenfalls dann zumindest mit, wenn die Ausspielung mittels Spielautomaten mangels Erfüllung der kumulativen Voraussetzungen der Z 1 und 2 des § 4 Abs 2 GSpG 1989 in das Glücksspielmonopol eingriffe. (T16)
  • 3 Ob 102/14t
    Entscheidungstext OGH 22.10.2014 3 Ob 102/14t
    Auch; Bem: Die ursprünglich an dieser Stelle aus versehen mit der Kennzeichnung T17 erfolgte Wiederholung des Teilsatzes T1 wurde gelöscht. - Dezember 2018 (T17)
    Beisatz: Hier die Abrechnungsverpflichtung des Hausverwalters nach § 20 Abs 3 bzw § 31 Abs 3 WEG 2002. (T18);
    Veröff: SZ 2014/97
  • 1 Ob 103/14z
    Entscheidungstext OGH 22.01.2015 1 Ob 103/14z
    nur T1; Veröff: SZ 2015/3
  • 6 Ob 142/16z
    Entscheidungstext OGH 20.07.2016 6 Ob 142/16z
    Auch; nur T1; Beis wie T2; Beis wie T4
  • 6 Ob 118/18y
    Entscheidungstext OGH 31.08.2018 6 Ob 118/18y
    Auch; nur T1; Beis wie T2; Beis wie T4; Beis wie T6
  • 9 Ob 64/18d
    Entscheidungstext OGH 30.10.2018 9 Ob 64/18d
    Auch; nur T1; Beis wie T2
  • 2 Ob 185/17w
    Entscheidungstext OGH 29.11.2018 2 Ob 185/17w
    nur T14; Beis wie T2; Beis wie T4; Beis wie T6; Beisatz: § 30 Abs 2 Salzburger Landessicherheitsgesetz (S.LSG). (T19)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1973:RS0008775

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

28.01.2019

Dokumentnummer

JJR_19730911_OGH0002_0080OB00131_7300000_001

Rechtssatz für 2Ob134/75 2Ob147/78 8Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0017522

Geschäftszahl

2Ob134/75; 2Ob147/78; 8Ob270/80; 8Ob109/81; 7Ob26/82; 8Ob2/87; 8Ob27/94; 9Ob2138/96v; 9Ob137/99h; 7Ob19/05b; 2Ob78/06v; 1Ob31/08b; 2Ob66/09h; 2Ob112/10z; 1Ob204/12z; 2Ob191/12w; 6Ob205/14m; 9ObA8/15i; 6Ob159/15y; 6Ob136/16t; 2Ob152/16s; 4Ob11/18y

Entscheidungsdatum

16.10.1975

Norm

ABGB §896
EKHG §8
EKHG §11 A

Rechtssatz

Für den Ausgleichsanspruch zwischen mehreren Haftpflichtigen gemäß § 896 ABGB ist das zwischen ihnen bestehende "besondere Verhältnis" entscheidend.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 134/75
    Entscheidungstext OGH 16.10.1975 2 Ob 134/75
  • 2 Ob 147/78
    Entscheidungstext OGH 07.12.1978 2 Ob 147/78
    Veröff: VersR 1979,753
  • 8 Ob 270/80
    Entscheidungstext OGH 12.03.1981 8 Ob 270/80
  • 8 Ob 109/81
    Entscheidungstext OGH 02.07.1981 8 Ob 109/81
  • 7 Ob 26/82
    Entscheidungstext OGH 29.04.1982 7 Ob 26/82
    Auch; Veröff: JBl 1983,202 = VersR 1984,973
  • 8 Ob 2/87
    Entscheidungstext OGH 25.11.1987 8 Ob 2/87
  • 8 Ob 27/94
    Entscheidungstext OGH 09.02.1995 8 Ob 27/94
    Auch; Veröff: SZ 68/29
  • 9 Ob 2138/96v
    Entscheidungstext OGH 15.01.1997 9 Ob 2138/96v
    Auch; Beisatz: Hier: Rückgriff nach § 12 PHG. (T1)
    Veröff: SZ 70/5
  • 9 Ob 137/99h
    Entscheidungstext OGH 30.06.1999 9 Ob 137/99h
    Beisatz: Dieses besondere Verhältnis kann auf rechtsgeschäftlichen Beziehungen zwischen den Mitschuldnern beruhen, aber auch auf schadenersatzrechtlichen Verflechtungen und sonstigen Umständen, die im konkreten Fall ein Abweichen vom Rückgriff nach Kopfteilen rechtfertigen. (T2)
  • 7 Ob 19/05b
    Entscheidungstext OGH 25.05.2005 7 Ob 19/05b
    Beis wie T2
  • 2 Ob 78/06v
    Entscheidungstext OGH 19.10.2006 2 Ob 78/06v
    Auch; Beisatz: Dieses kann auf rechtsgeschäftlichen Beziehungen zwischen den Mitschuldnern, aber auch auf schadenersatzrechtlichen Verflechtungen und sonstigen berücksichtigungswürdigen Umständen beruhen. (T3)
    Veröff: SZ 2006/160
  • 1 Ob 31/08b
    Entscheidungstext OGH 30.09.2008 1 Ob 31/08b
    Auch
  • 2 Ob 66/09h
    Entscheidungstext OGH 03.09.2009 2 Ob 66/09h
    Auch; Beisatz: Hier: Frage des Regresses einem Haftenden nach dem PHG und einem solchen nach dem EKHG. (T4)
  • 2 Ob 112/10z
    Entscheidungstext OGH 22.06.2011 2 Ob 112/10z
    Beis wie T2
  • 1 Ob 204/12z
    Entscheidungstext OGH 15.11.2012 1 Ob 204/12z
    Auch; Beis wie T2
  • 2 Ob 191/12w
    Entscheidungstext OGH 30.07.2013 2 Ob 191/12w
    Auch; Beis wie T2
  • 6 Ob 205/14m
    Entscheidungstext OGH 15.12.2014 6 Ob 205/14m
    Auch; Beis wie T2
  • 9 ObA 8/15i
    Entscheidungstext OGH 25.02.2016 9 ObA 8/15i
    Auch; Beis wie T2; Veröff: SZ 2016/25
  • 6 Ob 159/15y
    Entscheidungstext OGH 26.04.2016 6 Ob 159/15y
    Vgl; Beisatz: Die Bestimmung des § 896 ABGB ist zwar auch auf das Innenverhältnis zwischen mehreren Schadenersatzpflichtigen anwendbar, sie betrifft jedoch nur das Verhältnis zwischen mehreren solidarisch Haftenden. (T5)
  • 6 Ob 136/16t
    Entscheidungstext OGH 30.08.2016 6 Ob 136/16t
    Vgl; Beis wie T5 nur: § 896 ABGB betrifft nur das Verhältnis zwischen mehreren solidarisch Haftenden. (T6)
  • 2 Ob 152/16s
    Entscheidungstext OGH 27.10.2016 2 Ob 152/16s
    Vgl; Beisatz: § 11 EKHG konkretisiert das „besondere Verhältnis“ zwischen mehreren Beteiligten an einem Verkehrsunfall, die einem Dritten haften. (T7); Veröff: SZ 2016/112
  • 4 Ob 11/18y
    Entscheidungstext OGH 11.06.2018 4 Ob 11/18y
    Auch; Beisatz: Die Kopfteilhaftung des § 896 ABGB kommt nur dann zur Anwendung, wenn sich aus dem besonderen Verhältnis zwischen den Solidarschuldnern nichts anderes ergibt. (T8)
    Beisatz: Sie kann etwa dann ganz ausgeschlossen sein, wenn einer von mehreren Solidarschuldnern im Innenverhältnis nur Sicherungsgeber werden sollte. (T9)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1975:RS0017522

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

23.08.2018

Dokumentnummer

JJR_19751016_OGH0002_0020OB00134_7500000_002

Rechtssatz für 5Ob520/76 6Ob609/77 7Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0026204

Geschäftszahl

5Ob520/76; 6Ob609/77; 7Ob763/81; 7Ob819/81; 14ObA64/87; 7Ob280/06m; 2Ob112/10z

Entscheidungsdatum

30.03.1976

Norm

ABGB §1297

Rechtssatz

Fahrlässigkeit ist dann gegeben, wenn der Täter die gehörige Sorgfalt außer Acht läßt. Soweit hiebei der Grad Aufmerksamkeit zu beurteilen ist, muß ein objektiver Maßstab angelegt werden.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 520/76
    Entscheidungstext OGH 30.03.1976 5 Ob 520/76
  • 6 Ob 609/77
    Entscheidungstext OGH 02.06.1977 6 Ob 609/77
    nur: Fahrlässigkeit ist dann gegeben, wenn der Täter die gehörige Sorgfalt außer Acht läßt. (T1)
  • 7 Ob 763/81
    Entscheidungstext OGH 05.11.1981 7 Ob 763/81
    Vgl aber; Beisatz: Dem Täter ist nur dann ein Vorwurf zu machen, wenn er nach seinen subjektiven Fähigkeiten in der Lage war, die Rechtswidrigkeit seines Verhaltens zu erkennen und sich dementsprechend zu verhalten. (T2)
  • 7 Ob 819/81
    Entscheidungstext OGH 24.06.1982 7 Ob 819/81
    Auch; nur T1
  • 14 ObA 64/87
    Entscheidungstext OGH 17.06.1987 14 ObA 64/87
  • 7 Ob 280/06m
    Entscheidungstext OGH 08.03.2007 7 Ob 280/06m
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Autofahrt im alkoholisierten Zustand. (T3); Beisatz: Da ein objektiver Maßstabanzulegen ist, kommt es nicht darauf an, dass sich der Fahrer noch „fahrtüchtig gefühlt" hat. (T4)
  • 2 Ob 112/10z
    Entscheidungstext OGH 22.06.2011 2 Ob 112/10z
    nur T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1976:RS0026204

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

18.10.2011

Dokumentnummer

JJR_19760330_OGH0002_0050OB00520_7600000_001

Rechtssatz für 8Ob227/76 (8Ob228/76) 6O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0026343

Geschäftszahl

8Ob227/76 (8Ob228/76); 6Ob609/77; 8Ob72/78; 7Ob819/81; 8Ob76/84; 7Ob56/87; 2Ob36/88; 2Ob28/89; 3Ob57/07i; 2Ob112/10z; 3Ob232/11f; 7Ob31/15g

Entscheidungsdatum

22.12.1976

Norm

ABGB §1297

Rechtssatz

Ein Verschulden ist nur gegeben, wenn der gewöhnliche Grad des Fleißes und der Aufmerksamkeit nicht eingehalten wurde.

Entscheidungstexte

  • 8 Ob 227/76
    Entscheidungstext OGH 22.12.1976 8 Ob 227/76
  • 6 Ob 609/77
    Entscheidungstext OGH 02.06.1977 6 Ob 609/77
    Auch
  • 8 Ob 72/78
    Entscheidungstext OGH 12.07.1978 8 Ob 72/78
    Veröff: ZVR 1979/80 S 86
  • 7 Ob 819/81
    Entscheidungstext OGH 24.06.1982 7 Ob 819/81
  • 8 Ob 76/84
    Entscheidungstext OGH 21.03.1985 8 Ob 76/84
  • 7 Ob 56/87
    Entscheidungstext OGH 10.12.1987 7 Ob 56/87
    Ähnlich; Beisatz: Zum Vorwurf der Sorglosigkeit in eigenen Angelegenheiten: es kommt darauf an, ob der Geschädigte jene Sorgfalt außer acht gelassen hat, die ein ordentlicher und verständiger Mensch (der maßstabgerechte Durchschnittsmensch) in der konkreten Lage zur Vermeidung des Schadens anzuwenden pflegt. (T1)
    Veröff: ZVR 1989,55
  • 2 Ob 36/88
    Entscheidungstext OGH 27.04.1988 2 Ob 36/88
    Vgl auch; Beis wie T1
  • 2 Ob 28/89
    Entscheidungstext OGH 23.05.1989 2 Ob 28/89
    Beis wie T1
  • 3 Ob 57/07i
    Entscheidungstext OGH 28.06.2007 3 Ob 57/07i
    Auch; Beis ähnlich wie T1; Beisatz: Hier: Sorgfalt beim Tanzen. (T2)
  • 2 Ob 112/10z
    Entscheidungstext OGH 22.06.2011 2 Ob 112/10z
    Auch; Auch Beis wie T1; Beisatz: Es ist auch das Wissen einzubeziehen, das der Täter um die konkreten Umstände hatte. Das Wissen-Müssen richtet sich von vornherein nach dem, was ein maßgerechter Mensch in der konkreten Situation hätte wissen müssen. (T3)
    Beisatz: Es handelt auch fahrlässig, wer ein Verhalten für erlaubt hält, obwohl es erkennbar rechtswidrig ist; zB wer bei gehöriger Aufmerksamkeit den Eintritt des Schadens voraussehen hätte können. (T4)
  • 3 Ob 232/11f
    Entscheidungstext OGH 18.01.2012 3 Ob 232/11f
    Vgl; Auch Beis wie T1
  • 7 Ob 31/15g
    Entscheidungstext OGH 30.04.2015 7 Ob 31/15g

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1976:RS0026343

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

31.07.2015

Dokumentnummer

JJR_19761222_OGH0002_0080OB00227_7600000_001

Rechtssatz für 6Ob651/78 8Ob76/81 1Ob1...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0027539

Geschäftszahl

6Ob651/78; 8Ob76/81; 1Ob17/86; 2Ob84/08d; 5Ob223/08t; 2Ob7/10h; 2Ob112/10z; 3Ob212/13t; 2Ob223/15f; 2Ob18/16k; 3Ob91/17d; 2Ob167/17y

Entscheidungsdatum

22.06.1978

Norm

ABGB §1311 IIa
ABGB §1311 IIb

Rechtssatz

Auch eine Betriebsvorschrift, die sich nur an Betriebsangehörige richtet, ist ein Schutzgesetz im Sinne des § 1311 ABGB, wenn sie auf dem Bescheid einer Verwaltungsbehörde beruht und hiedurch eine Gefährdung von Personen vermieden werden soll (Schischlepplift).

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 651/78
    Entscheidungstext OGH 22.06.1978 6 Ob 651/78
  • 8 Ob 76/81
    Entscheidungstext OGH 25.02.1982 8 Ob 76/81
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Schleppflug (T1)
    Veröff: ZVR 1983/35 S 46
  • 1 Ob 17/86
    Entscheidungstext OGH 28.05.1986 1 Ob 17/86
    nur: Auch eine Betriebsvorschrift, die sich nur an Betriebsangehörige richtet, ist ein Schutzgesetz im Sinne des § 1311 ABGB, wenn sie auf dem Bescheid einer Verwaltungsbehörde beruht und hiedurch eine Gefährdung von Personen vermieden werden soll. (T2)
  • 2 Ob 84/08d
    Entscheidungstext OGH 28.04.2008 2 Ob 84/08d
    Auch; Beisatz: Kein Außerkraftsetzen einer derartigen Schutznorm durch einen Überprüfungsbericht eines seilbahntechnischen Sachverständigen. (T3)
  • 5 Ob 223/08t
    Entscheidungstext OGH 25.11.2008 5 Ob 223/08t
    Vgl; Bem: Hier: Sommerrodelbahn. (T4)
  • 2 Ob 7/10h
    Entscheidungstext OGH 02.12.2010 2 Ob 7/10h
  • 2 Ob 112/10z
    Entscheidungstext OGH 22.06.2011 2 Ob 112/10z
    Vgl; Beisatz: Hier: Die im behördlich genehmigten Flugbetriebshandbuch (FOM) enthaltenen Anordnungen an den Piloten. (T5)
  • 3 Ob 212/13t
    Entscheidungstext OGH 22.01.2014 3 Ob 212/13t
    Beis wie T5
  • 2 Ob 223/15f
    Entscheidungstext OGH 19.12.2016 2 Ob 223/15f
  • 2 Ob 18/16k
    Entscheidungstext OGH 23.02.2017 2 Ob 18/16k
    nur T2; Veröff: SZ 2017/21
  • 3 Ob 91/17d
    Entscheidungstext OGH 25.10.2017 3 Ob 91/17d
    nur T2
  • 2 Ob 167/17y
    Entscheidungstext OGH 22.03.2018 2 Ob 167/17y
    Ähnlich; Ähnlich nur T2; Beisatz: Vom Arbeitgeber auferlegte Sicherheitsvorschriften können als Schutznormen qualifiziert werden, wenn sie auf gesetzlicher Grundlage beruhen oder zumindest behördlich genehmigt waren. (T6)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1978:RS0027539

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

01.03.2019

Dokumentnummer

JJR_19780622_OGH0002_0060OB00651_7800000_001

Rechtssatz für 8Ob38/79 (8Ob39/79) 8Ob6...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0058326

Geschäftszahl

8Ob38/79 (8Ob39/79); 8Ob61/79 (8Ob62/79); 8Ob239/79 (8Ob292/79); 2Ob201/79; 2Ob99/80; 8Ob206/82; 8Ob170/82; 2Ob46/83; 2Ob2/84; 8Ob58/85; 8Ob48/86; 8Ob32/87; 2Ob36/87; 2Ob44/88; 2Ob23/91; 2Ob73/93; 2Ob53/95; 2Ob2186/96a; 2Ob269/00y; 2Ob93/05y; 2Ob44/06v; 2Ob26/08z; 2Ob14/08k; 2Ob149/07m; 2Ob210/09k; 2Ob112/10z; 2Ob68/13h; 2Ob99/15w; 2Ob3/17f; 2Ob18/16k; 2Ob2/18k; 1Ob135/18m

Entscheidungsdatum

29.03.1979

Norm

EKHG §9 Abs2 C

Rechtssatz

Unter dem Begriff "jede nach den Umständen des Falles gebotene Sorgfalt" ist die äußerste nach den Umständen des Falles mögliche Sorgfalt zu verstehen.

Entscheidungstexte

  • 8 Ob 38/79
    Entscheidungstext OGH 29.03.1979 8 Ob 38/79
    Veröff: ZVR 1980/105 S 116
  • 8 Ob 61/79
    Entscheidungstext OGH 25.05.1979 8 Ob 61/79
    Vgl
  • 8 Ob 239/79
    Entscheidungstext OGH 06.12.1979 8 Ob 239/79
    Veröff: ZVR 1980/225 S 215
  • 2 Ob 201/79
    Entscheidungstext OGH 22.01.1980 2 Ob 201/79
    Veröff: ZVR 1981/20 S 18
  • 2 Ob 99/80
    Entscheidungstext OGH 16.09.1980 2 Ob 99/80
    Beisatz: Sorgfalt eines ganz besonders sorgfältigen Betriebsunternehmers, also eines sachkundigen und erfahrenen Fachmannes (hier: Sessellift Baumwurf durch Windböen). Andererseits darf aber bei der Prüfung der Voraussetzungen des § 9 Abs 2 EKHG keine Überspannung der Sorgfaltspflicht Platz greifen und an den Betriebsunternehmer einer Eisenbahn und die mit seinem Willen beim Betrieb der Eisenbahn tätigem Personen dürfen keine unzumutbaren, praktisch unmöglichen Anforderungen gestellt werden. (T1)
  • 8 Ob 206/82
    Entscheidungstext OGH 30.09.1982 8 Ob 206/82
    Veröff: ZVR 1983/128 S 152
  • 8 Ob 170/82
    Entscheidungstext OGH 30.09.1982 8 Ob 170/82
  • 2 Ob 46/83
    Entscheidungstext OGH 22.03.1983 2 Ob 46/83
    Veröff: ZVR 1984/125 S 122
  • 2 Ob 2/84
    Entscheidungstext OGH 31.01.1984 2 Ob 2/84
    Veröff: SZ 57/27 = ZVR 1984/297 S 308
  • 8 Ob 58/85
    Entscheidungstext OGH 18.09.1985 8 Ob 58/85
    Beis wie T1; Veröff: ZVR 1987/11 S 21
  • 8 Ob 48/86
    Entscheidungstext OGH 23.10.1986 8 Ob 48/86
  • 8 Ob 32/87
    Entscheidungstext OGH 09.04.1987 8 Ob 32/87
    Veröff: ZVR 1988/110 S 236
  • 2 Ob 36/87
    Entscheidungstext OGH 25.08.1987 2 Ob 36/87
    Beisatz: Hier: Sessellift (T2) Veröff: ZVR 1988/112 S 238
  • 2 Ob 44/88
    Entscheidungstext OGH 10.05.1988 2 Ob 44/88
    Veröff: ZVR 1989/102 S 172
  • 2 Ob 23/91
    Entscheidungstext OGH 12.06.1991 2 Ob 23/91
    Veröff: ZVR 1992/10 S 25
  • 2 Ob 73/93
    Entscheidungstext OGH 23.12.1993 2 Ob 73/93
    Beisatz: Hier: Sesselbahn (T3)
  • 2 Ob 53/95
    Entscheidungstext OGH 24.08.1995 2 Ob 53/95
    Veröff: SZ 68/143
  • 2 Ob 2186/96a
    Entscheidungstext OGH 28.11.1996 2 Ob 2186/96a
    Beis wie T1; Beis wie T2
  • 2 Ob 269/00y
    Entscheidungstext OGH 21.12.2000 2 Ob 269/00y
  • 2 Ob 93/05y
    Entscheidungstext OGH 20.10.2005 2 Ob 93/05y
    Auch
  • 2 Ob 44/06v
    Entscheidungstext OGH 16.03.2006 2 Ob 44/06v
    Beis wie T1
  • 2 Ob 26/08z
    Entscheidungstext OGH 14.02.2008 2 Ob 26/08z
  • 2 Ob 14/08k
    Entscheidungstext OGH 14.02.2008 2 Ob 14/08k
    Beisatz: An die nach § 9 Abs 2 EKHG gebotene Sorgfalt sind die strengsten Anforderungen zu stellen. (T4)
    Beisatz: Hier: Gestaltung des Aussteige- und Wegfahrbereichs einer Schleppliftbergstation. (T5)
  • 2 Ob 149/07m
    Entscheidungstext OGH 24.01.2008 2 Ob 149/07m
  • 2 Ob 210/09k
    Entscheidungstext OGH 24.08.2010 2 Ob 210/09k
    Beisatz: Es muss alles vermieden werden, was zur Entstehung einer gefahrenträchtigen Situation führen könnte. (T6)
  • 2 Ob 112/10z
    Entscheidungstext OGH 22.06.2011 2 Ob 112/10z
    Beis wie T6; Beis wie T1 nur: Es darf bei der Prüfung der Voraussetzungen des § 9 Abs 2 EKHG keine Überspannung der Sorgfaltspflicht Platz greifen. (T7)
  • 2 Ob 68/13h
    Entscheidungstext OGH 25.04.2013 2 Ob 68/13h
    Beis wie T4; Beis wie T6
  • 2 Ob 99/15w
    Entscheidungstext OGH 08.06.2015 2 Ob 99/15w
    Vgl
  • 2 Ob 3/17f
    Entscheidungstext OGH 23.02.2017 2 Ob 3/17f
    Beis wie T6; Beisatz: An den Betriebsunternehmer einer Eisenbahn (Seilbahn) und die mit seinem Willen beim Betrieb tätigen Personen dürfen keine unzumutbaren, praktisch unmöglichen Anforderungen gestellt werden. (T8)
  • 2 Ob 18/16k
    Entscheidungstext OGH 23.02.2017 2 Ob 18/16k
    Auch; Veröff: SZ 2017/21
  • 2 Ob 2/18k
    Entscheidungstext OGH 22.03.2018 2 Ob 2/18k
  • 1 Ob 135/18m
    Entscheidungstext OGH 26.09.2018 1 Ob 135/18m
    Beis wie T1; Beis wie T6

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1979:RS0058326

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

01.03.2019

Dokumentnummer

JJR_19790329_OGH0002_0080OB00038_7900000_001

Rechtssatz für 8Ob61/79 (8Ob62/79) 8Ob2...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0058317

Geschäftszahl

8Ob61/79 (8Ob62/79); 8Ob239/79 (8Ob292/79); 8Ob245/79; 2Ob99/80; 8Ob204/82; 2Ob165/83; 8Ob131/83; 8Ob188/83; 2Ob53/83; 8Ob28/84; 8Ob26/85; 8Ob58/85; 2Ob4/86; 8Ob48/86; 2Ob36/87; 2Ob4/88 (2Ob5/88); 2Ob44/88; 2Ob66/88; 2Ob27/88; 2Ob104/89; 2Ob15/91; 2Ob51/93; 2Ob53/95; 2Ob2178/96z; 2Ob172/99d; 2Ob363/99t; 2Ob157/06m; 2Ob265/06v; 2Ob26/08z; 2Ob14/08k; 2Ob149/07m; 2Ob210/09k; 2Ob112/10z; 2Ob77/16m; 2Ob3/17f; 1Ob135/18m

Entscheidungsdatum

25.05.1979

Norm

EKHG §9 Abs2 C

Rechtssatz

Die Sorgfalt im Sinne des § 9 Abs 2 EKHG ist nicht die gewöhnliche Verkehrssorgfalt, sondern die äußerste, nach den Umständen des Falles mögliche Sorgfalt.

Entscheidungstexte

  • 8 Ob 61/79
    Entscheidungstext OGH 25.05.1979 8 Ob 61/79
  • 8 Ob 239/79
    Entscheidungstext OGH 06.12.1979 8 Ob 239/79
    Veröff: ZVR 1980/225 S 215
  • 8 Ob 245/79
    Entscheidungstext OGH 24.04.1980 8 Ob 245/79
    Veröff: ZVR 1981/42 S 53
  • 2 Ob 99/80
    Entscheidungstext OGH 16.09.1980 2 Ob 99/80
  • 8 Ob 204/82
    Entscheidungstext OGH 24.03.1983 8 Ob 204/82
    Veröff: ZVR 1984/129 S 140
  • 2 Ob 165/83
    Entscheidungstext OGH 13.09.1983 2 Ob 165/83
    Veröff: ZVR 1984/243 S 242
  • 8 Ob 131/83
    Entscheidungstext OGH 15.12.1983 8 Ob 131/83
    Veröff: ZVR 1985/25 S 44
  • 8 Ob 188/83
    Entscheidungstext OGH 19.01.1984 8 Ob 188/83
    Veröff: ZVR 1984/332 S 365
  • 2 Ob 53/83
    Entscheidungstext OGH 29.02.1984 2 Ob 53/83
    Veröff: ZVR 1984/306 S 329
  • 8 Ob 28/84
    Entscheidungstext OGH 20.06.1984 8 Ob 28/84
    Veröff: ZVR 1985/51 S 92
  • 8 Ob 26/85
    Entscheidungstext OGH 19.06.1985 8 Ob 26/85
    Veröff: ZVR 1986/19 S 79
  • 8 Ob 58/85
    Entscheidungstext OGH 18.09.1985 8 Ob 58/85
    Veröff: ZVR 1987/11 S 21
  • 2 Ob 4/86
    Entscheidungstext OGH 18.02.1986 2 Ob 4/86
    Auch; Veröff: ZVR 1987/25 S 86
  • 8 Ob 48/86
    Entscheidungstext OGH 23.10.1986 8 Ob 48/86
  • 2 Ob 36/87
    Entscheidungstext OGH 25.08.1987 2 Ob 36/87
    Beisatz: Hier: Sessellift (T1)
    Veröff: ZVR 1988/112 S 238
  • 2 Ob 4/88
    Entscheidungstext OGH 23.03.1988 2 Ob 4/88
  • 2 Ob 44/88
    Entscheidungstext OGH 10.05.1988 2 Ob 44/88
    Veröff: ZVR 1989/102 S 172
  • 2 Ob 66/88
    Entscheidungstext OGH 28.06.1988 2 Ob 66/88
  • 2 Ob 27/88
    Entscheidungstext OGH 13.09.1988 2 Ob 27/88
    Veröff: ZVR 1989/104 S 175
  • 2 Ob 104/89
    Entscheidungstext OGH 12.09.1989 2 Ob 104/89
    Veröff: ZVR 1990/90 S 242
  • 2 Ob 15/91
    Entscheidungstext OGH 10.04.1991 2 Ob 15/91
    Veröff: ZVR 1991/133 S 343
  • 2 Ob 51/93
    Entscheidungstext OGH 09.12.1993 2 Ob 51/93
  • 2 Ob 53/95
    Entscheidungstext OGH 24.08.1995 2 Ob 53/95
    Veröff: SZ 68/143
  • 2 Ob 2178/96z
    Entscheidungstext OGH 24.09.1998 2 Ob 2178/96z
    Auch; Beisatz: Die Einhaltung der gewöhnlichen Verkehrssorgfalt entschuldigt zwar den Fahrzeuglenker, führt aber noch nicht zur Befreiung von der Gefährdungshaftung. (T2)
  • 2 Ob 172/99d
    Entscheidungstext OGH 24.06.1999 2 Ob 172/99d
    Auch
  • 2 Ob 363/99t
    Entscheidungstext OGH 23.12.1999 2 Ob 363/99t
  • 2 Ob 157/06m
    Entscheidungstext OGH 21.09.2006 2 Ob 157/06m
  • 2 Ob 265/06v
    Entscheidungstext OGH 18.01.2007 2 Ob 265/06v
  • 2 Ob 26/08z
    Entscheidungstext OGH 14.02.2008 2 Ob 26/08z
  • 2 Ob 14/08k
    Entscheidungstext OGH 14.02.2008 2 Ob 14/08k
    Beisatz: Hier: Gestaltung des Aussteige- und Wegfahrbereichs einer Schleppliftbergstation. (T3)
  • 2 Ob 149/07m
    Entscheidungstext OGH 24.01.2008 2 Ob 149/07m
    Beis wie T2
  • 2 Ob 210/09k
    Entscheidungstext OGH 24.08.2010 2 Ob 210/09k
    Beisatz: Es muss alles vermieden werden, was zur Entstehung einer gefahrenträchtigen Situation führen könnte. (T4)
  • 2 Ob 112/10z
    Entscheidungstext OGH 22.06.2011 2 Ob 112/10z
    Beis wie T4; Beisatz: Ein besonders sorgfältiger Seilbahnunternehmer lässt Transportflüge während eines Seilbahnbetriebs nicht zu (Sölden). (T5)
  • 2 Ob 77/16m
    Entscheidungstext OGH 25.05.2016 2 Ob 77/16m
  • 2 Ob 3/17f
    Entscheidungstext OGH 23.02.2017 2 Ob 3/17f
  • 1 Ob 135/18m
    Entscheidungstext OGH 26.09.2018 1 Ob 135/18m
    Beis wie T4

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1979:RS0058317

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

21.11.2018

Dokumentnummer

JJR_19790525_OGH0002_0080OB00061_7900000_001

Rechtssatz für 2Ob66/80 8Ob270/80 8Ob1...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0026824

Geschäftszahl

2Ob66/80; 8Ob270/80; 8Ob109/81; 8Ob245/81; 2Ob6/98s; 2Ob252/07h; 2Ob112/10z; 2Ob85/11f; 9Ob49/12i; 2Ob4/13x; 6Ob205/14m; 2Ob61/17k; 2Ob121/19m

Entscheidungsdatum

10.06.1980

Norm

ABGB §1302 B
EKHG §8
EKHG §11

Rechtssatz

Das Ausmaß eines nach § 1302 ABGB in Verbindung mit § 896 ABGB zu beurteilenden Regressanspruches bestimmt sich primär nach den zwischen den solidarische Verpflichteten bestehenden Verhältnissen, also zum Beispiel nach Verursachungsanteilen oder Verschuldensanteilen. Im Fall eines durch mehrere Kraftfahrzeuge verursachten Schadens ist allerdings von den (Spezialbestimmungen) Bestimmungen des §§ 8 Abs 2 und 11 Abs 1 erster Satz EKHG auszugehen, nach welchen sich aber der Rückgriffsanspruch ebenfalls in erster Linie danach richtet, inwieweit der Schaden vorwiegend von dem einen oder anderen Beteiligten verschuldet wurde. Das Ausmaß des Regressanspruches wird jedenfalls erst durch die konkreten Umstände des Falles bestimmt.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 66/80
    Entscheidungstext OGH 10.06.1980 2 Ob 66/80
  • 8 Ob 270/80
    Entscheidungstext OGH 12.03.1981 8 Ob 270/80
  • 8 Ob 109/81
    Entscheidungstext OGH 02.07.1981 8 Ob 109/81
    nur: Das Ausmaß eines nach § 1302 ABGB in Verbindung mit § 896 ABGB zu beurteilenden Regressanspruches bestimmt sich primär nach den zwischen den solidarische Verpflichteten bestehenden Verhältnissen, also zum Beispiel nach Verursachungsanteilen oder Verschuldensanteilen. Im Fall eines durch mehrere Kraftfahrzeuge verursachten Schadens ist allerdings von den (Spezialbestimmungen) Bestimmungen des §§ 8 Abs 2 und 11 Abs 1 erster Satz EKHG auszugehen, nach welchen sich aber der Rückgriffsanspruch ebenfalls in erster Linie danach richtet, inwieweit der Schaden vorwiegend von dem einen oder anderen Beteiligten verschuldet wurde. (T1)
  • 8 Ob 245/81
    Entscheidungstext OGH 17.12.1981 8 Ob 245/81
    Vgl; Veröff: ZVR 1982/282 S 246
  • 2 Ob 6/98s
    Entscheidungstext OGH 23.04.1998 2 Ob 6/98s
    Vgl auch; nur T1; Beisatz: Bei einer Rückgriffsforderung gemäß § 11 Abs 1 Satz 1 EKHG haften mehrere Rückgriffsschuldner nicht solidarisch, sondern nur nach Maßgabe ihrer Anteile, das heißt entsprechend der Reihenfolge der Zurechnungsgründe gemäß § 11 Abs 1 EKHG. Trifft die erstbeklagte Partei eine Verschuldenshaftung, die zweitbeklagte Partei aber nur eine Gefährdungshaftung, hat sich die klagende Partei in erster Linie bei der erstbeklagten Partei zu regressieren. Nur wenn die Forderung bei dieser uneinbringlich wäre, könnte die zweitbeklagte Partei zum (anteiligen) Regress herangezogen werden. (T2)
  • 2 Ob 252/07h
    Entscheidungstext OGH 24.01.2008 2 Ob 252/07h
    Auch; nur: Im Fall eines durch mehrere Kraftfahrzeuge verursachten Schadens ist allerdings von den (Spezialbestimmungen) Bestimmungen des §§ 8 Abs 2 und 11 Abs 1 erster Satz EKHG auszugehen, nach welchen sich aber der Rückgriffsanspruch ebenfalls in erster Linie danach richtet, inwieweit der Schaden vorwiegend von dem einen oder anderen Beteiligten verschuldet wurde. (T3)
  • 2 Ob 112/10z
    Entscheidungstext OGH 22.06.2011 2 Ob 112/10z
    Auch; nur: Das Ausmaß eines nach § 1302 ABGB in Verbindung mit § 896 ABGB zu beurteilenden Regressanspruches bestimmt sich primär nach den zwischen den solidarische Verpflichteten bestehenden Verhältnissen, also zum Beispiel nach Verursachungsanteilen oder Verschuldensanteilen. (T4)
  • 2 Ob 85/11f
    Entscheidungstext OGH 28.06.2012 2 Ob 85/11f
    Vgl; nur T4
  • 9 Ob 49/12i
    Entscheidungstext OGH 24.04.2013 9 Ob 49/12i
    Auch; nur T4; Veröff: SZ 2013/41
  • 2 Ob 4/13x
    Entscheidungstext OGH 17.06.2013 2 Ob 4/13x
    Auch; Beisatz: vgl aber: In Bezug auf Eigenschäden (hier: der Seilbahnbetreiberin) liegt kein Regressverhältnis zwischen den Streitteilen vor, sodass der Geschädigten hier keine Haftungsquotierung entgegen gehalten werden kann. (T5)
  • 6 Ob 205/14m
    Entscheidungstext OGH 15.12.2014 6 Ob 205/14m
    Auch
  • 2 Ob 61/17k
    Entscheidungstext OGH 16.05.2017 2 Ob 61/17k
    Auch
  • 2 Ob 121/19m
    Entscheidungstext OGH 19.09.2019 2 Ob 121/19m
    Vgl; nur ähnlich T4; Beisatz: Die Gewichtung der Zurechnungsgründe bei Festsetzung der Regressquoten, hängt von den konkreten Umständen des Einzelfalls ab. (T6)

Schlagworte

Auto Kfz Pkw

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1980:RS0026824

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

18.11.2019

Dokumentnummer

JJR_19800610_OGH0002_0020OB00066_8000000_001

Rechtssatz für 8Ob291/81 8Ob27/85 2Ob2...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0076669

Geschäftszahl

8Ob291/81; 8Ob27/85; 2Ob249/08v; 2Ob112/10z

Entscheidungsdatum

01.02.1982

Norm

IPRG §1
IPRG §38 Abs2

Rechtssatz

Ob und inwieweit der ausländische Kaskoversicherer die an seinen Versicherungsnehmer erbrachten Leistungen von einem Dritten ersetzt erhalten kann, bestimmt sich nach dem Recht des Staates der Niederlassung des Versicherers.

Entscheidungstexte

  • 8 Ob 291/81
    Entscheidungstext OGH 01.02.1982 8 Ob 291/81
    Veröff: SZ 55/9 = VersR 1983,695 = ZVR 1983/19 S 25
  • 8 Ob 27/85
    Entscheidungstext OGH 18.09.1985 8 Ob 27/85
  • 2 Ob 249/08v
    Entscheidungstext OGH 28.09.2009 2 Ob 249/08v
    Auch
  • 2 Ob 112/10z
    Entscheidungstext OGH 22.06.2011 2 Ob 112/10z
    Vgl; Beisatz: Der gesetzliche Übergang von Forderungen mit außervertraglicher Grundlage ist nach dem Zessionsgrundstatut zu beurteilen. (T1)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1982:RS0076669

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

18.10.2011

Dokumentnummer

JJR_19820201_OGH0002_0080OB00291_8100000_003

Rechtssatz für 8Ob291/81 8Ob27/85 7Ob2...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0026788

Geschäftszahl

8Ob291/81; 8Ob27/85; 7Ob281/00z; 2Ob78/06v; 2Ob238/07z; 2Ob112/10z

Entscheidungsdatum

11.02.1982

Norm

ABGB §1302 B
IPRG §1
IPRG §46

Rechtssatz

Regressansprüche des ausländischen Haftpflichtversicherers sind nach österreichischem Recht zu beurteilen, wenn die Schadenersatzansprüche der geschädigten Dritten nach österreichischem Recht zu beurteilen waren.

Entscheidungstexte

  • 8 Ob 291/81
    Entscheidungstext OGH 11.02.1982 8 Ob 291/81
    Veröff: SZ 55/9 = VersR 1983,695 = ZVR 1983/19 S 25
  • 8 Ob 27/85
    Entscheidungstext OGH 18.09.1985 8 Ob 27/85
  • 7 Ob 281/00z
    Entscheidungstext OGH 14.03.2001 7 Ob 281/00z
    Ähnlich; Beisatz: Hier: Rückgriffsanspruch des Verbandes der Versicherungsunternehmen Österreichs, der aufgrund des multilateralen Garantieabkommens 1991 Zahlung an eine ausländische Versicherung leistet, gegenüber dem österreichischen Fahrzeughalter. (T1); Veröff: SZ 74/44
  • 2 Ob 78/06v
    Entscheidungstext OGH 19.10.2006 2 Ob 78/06v
    Auch; Beisatz: Hier: Da vorliegend die Schadenersatzansprüche der geschädigten Dritten nach österreichischem Recht zu beurteilen und zu befriedigen waren, begründet dies eine so starke Beziehung zur österreichischen Rechtsordnung im Sinne des § 1 Abs 1 IPRG, dass auch für den geltend gemachten Regressanspruch des Haftpflichtversicherers gegen den in Deutschland ansässigen Produzenten österreichisches Recht maßgeblich ist. (T2); Veröff: SZ 2006/160
  • 2 Ob 238/07z
    Entscheidungstext OGH 14.02.2008 2 Ob 238/07z
    Auch
  • 2 Ob 112/10z
    Entscheidungstext OGH 22.06.2011 2 Ob 112/10z
    Auch; Vgl Beis wie T2; Beisatz: Hier: Seilbahnunglück Sölden. (T3)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1982:RS0026788

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

18.10.2011

Dokumentnummer

JJR_19820211_OGH0002_0080OB00291_8100000_001

Rechtssatz für 7Ob52/83 7Ob49/88 1Ob55...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0081235

Geschäftszahl

7Ob52/83; 7Ob49/88; 1Ob555/95; 2Ob332/00p; 4Ob94/04h; 2Ob78/06v; 2Ob7/10h; 4Ob146/10i; 2Ob112/10z; 2Ob216/13y; 7Ob55/15m; 2Ob35/15h; 10Ob8/15x

Entscheidungsdatum

08.03.1984

Norm

VersVG §67

Rechtssatz

Die Legalzession des § 67 VersVG hat schon nach dem Wortlaut der Bestimmung nicht die Befriedigung einer Forderung des dritten Geschädigten zur Voraussetzung, sondern die Befriedigung des Versicherungsnehmers. Diese geschieht in der Haftpflichtversicherung durch die Deckung des Drittschadens. Deshalb führte die Zahlung an die Verletzte durch den Kraftfahrzeughaftpflichtversicherer zum Übergang der oben genannten, den Schadenersatzansprüchen gleichgestellten Ausgleichsansprüche und Regressansprüche, die sonst dem Versicherungsnehmer zugestanden wären, auf den Versicherer.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 52/83
    Entscheidungstext OGH 08.03.1984 7 Ob 52/83
    Veröff: VersR 1984,1184 = ZVR 1985/7 S 14
  • 7 Ob 49/88
    Entscheidungstext OGH 23.11.1988 7 Ob 49/88
    Veröff: SZ 61/259 = VersR 1989,827 = ZVR 1991/90 S 238 = RZ 1990/9 S 39 = VersRdSch 1989,282
  • 1 Ob 555/95
    Entscheidungstext OGH 30.01.1996 1 Ob 555/95
    nur: Die Legalzession des § 67 VersVG hat schon nach dem Wortlaut der Bestimmung nicht die Befriedigung einer Forderung des dritten Geschädigten zur Voraussetzung, sondern die Befriedigung des Versicherungsnehmers. Diese geschieht in der Haftpflichtversicherung durch die Deckung des Drittschadens. (T1)
    Veröff: SZ 69/17
  • 2 Ob 332/00p
    Entscheidungstext OGH 21.12.2000 2 Ob 332/00p
    nur T1
  • 4 Ob 94/04h
    Entscheidungstext OGH 25.05.2004 4 Ob 94/04h
    Veröff: SZ 2004/81
  • 2 Ob 78/06v
    Entscheidungstext OGH 19.10.2006 2 Ob 78/06v
    Veröff: SZ 2006/160
  • 2 Ob 7/10h
    Entscheidungstext OGH 02.12.2010 2 Ob 7/10h
    nur T1
  • 4 Ob 146/10i
    Entscheidungstext OGH 09.11.2010 4 Ob 146/10i
    Vgl
  • 2 Ob 112/10z
    Entscheidungstext OGH 22.06.2011 2 Ob 112/10z
    nur T1
  • 2 Ob 216/13y
    Entscheidungstext OGH 28.03.2014 2 Ob 216/13y
    Auch, nur T1
  • 7 Ob 55/15m
    Entscheidungstext OGH 09.04.2015 7 Ob 55/15m
    Vgl auch
  • 2 Ob 35/15h
    Entscheidungstext OGH 21.10.2015 2 Ob 35/15h
    Auch; nur T1; Veröff: SZ 2015/112
  • 10 Ob 8/15x
    Entscheidungstext OGH 15.12.2015 10 Ob 8/15x
    Auch; nur T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1984:RS0081235

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

17.04.2018

Dokumentnummer

JJR_19840308_OGH0002_0070OB00052_8300000_001

Rechtssatz für 14Ob200/86 2Ob29/94 1Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0077439

Geschäftszahl

14Ob200/86; 2Ob29/94; 1Ob2030/96x; 2Ob216/97x; 2Ob249/08v; 2Ob112/10z; 10Ob16/13w; 10Ob59/12t; 10Ob27/13p; 5Ob215/12x; 4Ob40/13f; 4Ob175/18s

Entscheidungsdatum

02.12.1986

Norm

IPRG §45

Rechtssatz

Für die Voraussetzungen und dem Umfang der Legalzession einer Forderung kraft Befriedigung des Gläubigers ist die das Innenverhältnis zwischen dem bisherigen Gläubiger und dem ihn befriedigenden Dritten beherrschende Rechtsordnung maßgebend. (Hier gemäß § 38 Abs 2 IPRG: § 67 VersVG, § 6 DHG).

Entscheidungstexte

  • 14 Ob 200/86
    Entscheidungstext OGH 02.12.1986 14 Ob 200/86
    Veröff: SZ 59/214 = JBl 1987,737 (Scheffenacker)
  • 2 Ob 29/94
    Entscheidungstext OGH 21.12.1995 2 Ob 29/94
    Auch
  • 1 Ob 2030/96x
    Entscheidungstext OGH 29.05.1996 1 Ob 2030/96x
    Auch
  • 2 Ob 216/97x
    Entscheidungstext OGH 26.05.1997 2 Ob 216/97x
    Auch; Beisatz: Ein gesetzlicher Forderungsübergang dem Sachrecht jener Rechtsordnung unterstellt, die die Leistungspflicht des Drittzahlers verfügt und damit den Zessionsgrund geliefert hat. (T1)
  • 2 Ob 249/08v
    Entscheidungstext OGH 28.09.2009 2 Ob 249/08v
    Auch
  • 2 Ob 112/10z
    Entscheidungstext OGH 22.06.2011 2 Ob 112/10z
    Vgl; Beisatz: Der gesetzliche Übergang von Forderungen mit außervertraglicher Grundlage ist nach dem Zessionsgrundstatut zu beurteilen. (T2)
  • 10 Ob 16/13w
    Entscheidungstext OGH 23.07.2013 10 Ob 16/13w
    Auch; Beis wie T1
  • 10 Ob 59/12t
    Entscheidungstext OGH 23.07.2013 10 Ob 59/12t
    Auch; Beis wie T1
  • 10 Ob 27/13p
    Entscheidungstext OGH 23.07.2013 10 Ob 27/13p
    Auch; Beis wie T1
  • 5 Ob 215/12x
    Entscheidungstext OGH 20.06.2013 5 Ob 215/12x
    Auch; Beis wie T1
  • 4 Ob 40/13f
    Entscheidungstext OGH 18.06.2013 4 Ob 40/13f
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T1; Beisatz: Hier: Art 15 Rom I‑VO. (T3)
    Bem: Siehe RS0129065. (T4)
  • 4 Ob 175/18s
    Entscheidungstext OGH 29.01.2019 4 Ob 175/18s
    Beis wie T2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1986:RS0077439

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

25.03.2019

Dokumentnummer

JJR_19861202_OGH0002_0140OB00200_8600000_002

Rechtssatz für 9ObA199/90 9ObA234/91 1...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0036784

Geschäftszahl

9ObA199/90; 9ObA234/91; 10ObS201/93; 10ObS238/94; 10ObS116/97z; 9ObA9/00i; 9ObA297/00t (9ObA298/00i); 10ObS371/01h; 3Ob175/03m (3Ob214/03x); 9ObA79/04i; 7Ob161/06m; 1Ob47/07d; 3Ob22/07t; 8Ob16/08y (8Ob32/08a); 2Ob112/10z; 3Ob60/13i; 5Ob185/15i

Entscheidungsdatum

29.08.1990

Norm

ZPO §146 III

Rechtssatz

An berufliche rechtskundige Parteienvertreter ist ein strengerer Maßstab anzulegen als an rechtsunkundige oder bisher noch nie an gerichtlichen Verfahren beteiligte Personen.

Entscheidungstexte

  • 9 ObA 199/90
    Entscheidungstext OGH 29.08.1990 9 ObA 199/90
    Veröff: EvBl 1991/18 S 103 = RZ 1991/60 S 199 = AnwBl 1991,49
  • 9 ObA 234/91
    Entscheidungstext OGH 15.01.1992 9 ObA 234/91
    Auch; Beisatz: Handelt es sich um ein von einem Rechtsanwalt verschuldetes Versäumnis, ist der Maßstab die Sorgfalt eines gewissenhaften Rechtsanwaltes. (T1)
  • 10 ObS 201/93
    Entscheidungstext OGH 14.10.1993 10 ObS 201/93
  • 10 ObS 238/94
    Entscheidungstext OGH 25.10.1994 10 ObS 238/94
  • 10 ObS 116/97z
    Entscheidungstext OGH 22.05.1997 10 ObS 116/97z
  • 9 ObA 9/00i
    Entscheidungstext OGH 26.04.2000 9 ObA 9/00i
  • 9 ObA 297/00t
    Entscheidungstext OGH 24.01.2001 9 ObA 297/00t
    Auch; Beisatz: Dies gilt auch für qualifizierte Personen gemäß § 40 Abs 1 Z 2 ASGG. (T2)
  • 10 ObS 371/01h
    Entscheidungstext OGH 11.12.2001 10 ObS 371/01h
    Beisatz: Ein Rechtsirrtum eines berufsmäßigen Parteienvertreters ist einer Wiedereinsetzung grundsätzlich unzugänglich. (T3)
  • 3 Ob 175/03m
    Entscheidungstext OGH 25.03.2004 3 Ob 175/03m
    Auch; Beisatz: Rechtsanwälte sind daher am Sorgfaltsmaßstab des §1299 ABGB zu messen. (T4); Veröff: SZ 2004/43
  • 9 ObA 79/04i
    Entscheidungstext OGH 11.01.2005 9 ObA 79/04i
    Auch; Beis wie T2; Beisatz: Hier: Fristversäumung als Folge eines nicht mehr entschuldbaren Organisationsmangels. (T5)
  • 7 Ob 161/06m
    Entscheidungstext OGH 30.08.2006 7 Ob 161/06m
    Beis wie T3
  • 1 Ob 47/07d
    Entscheidungstext OGH 26.06.2007 1 Ob 47/07d
  • 3 Ob 22/07t
    Entscheidungstext OGH 26.09.2007 3 Ob 22/07t
    Auch; Beis ähnlich wie T3; Beis wie T4; Beisatz: Hier: Die urlaubsbedingte Überlassung der Fristenkontrolle an eine mit dem österreichischen Verfahrensrecht nicht vertraute ausländische Rechtsanwältin stellt ein grobes Organisationsverschulden dar. (T6)
  • 8 Ob 16/08y
    Entscheidungstext OGH 28.02.2008 8 Ob 16/08y
    Beisatz: Hier: Irrtum über die Länge der Rechtsmittelfrist. (T7)
  • 2 Ob 112/10z
    Entscheidungstext OGH 22.06.2011 2 Ob 112/10z
    Auch; Beis wie T4
  • 3 Ob 60/13i
    Entscheidungstext OGH 16.04.2013 3 Ob 60/13i
    Auch
  • 5 Ob 185/15i
    Entscheidungstext OGH 25.09.2015 5 Ob 185/15i

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1990:RS0036784

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

20.10.2015

Dokumentnummer

JJR_19900829_OGH0002_009OBA00199_9000000_002

Rechtssatz für 7Ob27/91 8Ob17/08w 4Ob1...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0081312

Geschäftszahl

7Ob27/91; 8Ob17/08w; 4Ob146/10i; 2Ob112/10z; 7Ob126/11x; 1Ob150/13k

Entscheidungsdatum

10.10.1991

Norm

VersVG §67
VersVG §74 ff

Rechtssatz

Im Falle der Fremdversicherung tritt bei § 67 VersVG der Versicherte derart an die Stelle des Versicherungsnehmers, daß sein Schadenersatzanspruch gegen den Ersatzpflichtigen im Umfang der Versicherungsleistung auf den Versicherer übergeht.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 27/91
    Entscheidungstext OGH 10.10.1991 7 Ob 27/91
    Veröff: SZ 64/140 = JBl 1992,523 = VersRdSch 1992,85 = VersR 1992,770 = RdW 1992,176 = RdW 1992,366
  • 8 Ob 17/08w
    Entscheidungstext OGH 28.02.2008 8 Ob 17/08w
  • 4 Ob 146/10i
    Entscheidungstext OGH 09.11.2010 4 Ob 146/10i
    Vgl; Beisatz: Der mitversicherte Halter ist für die Anwendung des § 67 VersVG dem Versicherungsnehmer gleichzuhalten. (T1)
  • 2 Ob 112/10z
    Entscheidungstext OGH 22.06.2011 2 Ob 112/10z
    Beisatz: Dementsprechend muss sich der Versicherer im Regressprozess gegen weitere Mithaftende auch ein Verschulden des Versicherten zurechnen lassen. (T2)
  • 7 Ob 126/11x
    Entscheidungstext OGH 19.04.2012 7 Ob 126/11x
    Vgl auch
    Veröff: SZ 2012/47
  • 1 Ob 150/13k
    Entscheidungstext OGH 27.02.2014 1 Ob 150/13k
    Vgl auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1991:RS0081312

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

21.05.2014

Dokumentnummer

JJR_19911010_OGH0002_0070OB00027_9100000_004

Rechtssatz für 1Ob514/93 9Ob137/99h 7O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0017575

Geschäftszahl

1Ob514/93; 9Ob137/99h; 7Ob19/05b; 2Ob112/10z; 6Ob205/14m

Entscheidungsdatum

11.05.1993

Norm

ABGB §896

Rechtssatz

Die Beweislast für einen nicht kopfteiligen Ausgleich trifft denjenigen, der sich auf eine besondere Regelung beruft.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 514/93
    Entscheidungstext OGH 11.05.1993 1 Ob 514/93
  • 9 Ob 137/99h
    Entscheidungstext OGH 30.06.1999 9 Ob 137/99h
  • 7 Ob 19/05b
    Entscheidungstext OGH 25.05.2005 7 Ob 19/05b
  • 2 Ob 112/10z
    Entscheidungstext OGH 22.06.2011 2 Ob 112/10z
    Auch
  • 6 Ob 205/14m
    Entscheidungstext OGH 15.12.2014 6 Ob 205/14m

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1993:RS0017575

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

02.03.2015

Dokumentnummer

JJR_19930511_OGH0002_0010OB00514_9300000_003

Rechtssatz für 1Ob533/94 8Ob1567/95 1O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0041036

Geschäftszahl

1Ob533/94; 8Ob1567/95; 1Ob378/98i; 7Ob200/00p; 5Ob49/01v; 3Ob81/01k; 1Ob2/05h; 2Ob268/06k; 2Ob157/09s; 2Ob112/10z; 7Ob91/15f

Entscheidungsdatum

11.03.1994

Norm

ZPO idF WGN 1989 §393 Abs1

Rechtssatz

Ein Zwischenurteil bei Anspruchshäufung in einer Klage darf schon dann gefällt werden, wenn auch nur ein Teilanspruch mit irgendeinem Betrag zu Recht besteht und die anspruchsbegründenden Tatbestandsvoraussetzungen auch für die anderen Teilansprüche zu bejahen sind.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 533/94
    Entscheidungstext OGH 11.03.1994 1 Ob 533/94
  • 8 Ob 1567/95
    Entscheidungstext OGH 12.10.1995 8 Ob 1567/95
    Auch
  • 1 Ob 378/98i
    Entscheidungstext OGH 19.01.1999 1 Ob 378/98i
    Vgl; Beisatz: Ein Zwischenurteil über den Anspruchsgrund kann nach der Novellierung des § 393 Abs 1 ZPO durch die WGN 1989 auch dann erlassen werden, wenn noch strittig ist, ob der Klageanspruch überhaupt mit irgendeinem Betrag zu Recht besteht. (T1)
  • 7 Ob 200/00p
    Entscheidungstext OGH 27.06.2001 7 Ob 200/00p
    Auch; Veröff: SZ 74/115
  • 5 Ob 49/01v
    Entscheidungstext OGH 27.09.2001 5 Ob 49/01v
    Vgl; Beis wie T1
  • 3 Ob 81/01k
    Entscheidungstext OGH 20.11.2001 3 Ob 81/01k
    Vgl; Beis wie T1
  • 1 Ob 2/05h
    Entscheidungstext OGH 12.04.2005 1 Ob 2/05h
    Auch; Beis wie T1
  • 2 Ob 268/06k
    Entscheidungstext OGH 30.08.2007 2 Ob 268/06k
  • 2 Ob 157/09s
    Entscheidungstext OGH 29.10.2009 2 Ob 157/09s
  • 2 Ob 112/10z
    Entscheidungstext OGH 22.06.2011 2 Ob 112/10z
  • 7 Ob 91/15f
    Entscheidungstext OGH 02.07.2015 7 Ob 91/15f

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1994:RS0041036

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

14.10.2015

Dokumentnummer

JJR_19940311_OGH0002_0010OB00533_9400000_004

Rechtssatz für 1Ob8/95 2Ob246/99m 1Ob4...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0082346

Geschäftszahl

1Ob8/95; 2Ob246/99m; 1Ob48/00s; 1Ob34/05i; 2Ob279/05a; 2Ob39/06h; 2Ob278/06f; 2Ob219/08g; 2Ob64/09i; 1Ob34/10x; 2Ob156/10w; 2Ob112/10z; 1Ob232/11s; 9ObA17/16i; 1Ob183/18w; 2Ob185/17w

Entscheidungsdatum

17.10.1995

Norm

ABGB §1295 Ia2
ABGB §1295 Ia9
ABGB §1311 IIa

Rechtssatz

Wieweit der Normzweck (Rechtswidrigkeitszusammenhang) reicht, ist Auslegungsfrage im Einzelfall.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 8/95
    Entscheidungstext OGH 17.10.1995 1 Ob 8/95
    Veröff: SZ 68/191
  • 2 Ob 246/99m
    Entscheidungstext OGH 23.09.1999 2 Ob 246/99m
  • 1 Ob 48/00s
    Entscheidungstext OGH 30.05.2000 1 Ob 48/00s
    Veröff: SZ 73/90
  • 1 Ob 34/05i
    Entscheidungstext OGH 12.04.2005 1 Ob 34/05i
  • 2 Ob 279/05a
    Entscheidungstext OGH 12.06.2006 2 Ob 279/05a
  • 2 Ob 39/06h
    Entscheidungstext OGH 21.09.2006 2 Ob 39/06h
  • 2 Ob 278/06f
    Entscheidungstext OGH 27.09.2007 2 Ob 278/06f
  • 2 Ob 219/08g
    Entscheidungstext OGH 22.01.2009 2 Ob 219/08g
  • 2 Ob 64/09i
    Entscheidungstext OGH 16.07.2009 2 Ob 64/09i
  • 1 Ob 34/10x
    Entscheidungstext OGH 09.03.2010 1 Ob 34/10x
  • 2 Ob 156/10w
    Entscheidungstext OGH 07.10.2010 2 Ob 156/10w
  • 2 Ob 112/10z
    Entscheidungstext OGH 22.06.2011 2 Ob 112/10z
  • 1 Ob 232/11s
    Entscheidungstext OGH 01.03.2012 1 Ob 232/11s
  • 9 ObA 17/16i
    Entscheidungstext OGH 25.02.2016 9 ObA 17/16i
    Auch
  • 1 Ob 183/18w
    Entscheidungstext OGH 17.10.2018 1 Ob 183/18w
  • 2 Ob 185/17w
    Entscheidungstext OGH 29.11.2018 2 Ob 185/17w

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1995:RS0082346

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

28.01.2019

Dokumentnummer

JJR_19951017_OGH0002_0010OB00008_9500000_012

Rechtssatz für 7Ob626/95 2Ob216/97x 2O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0083638

Geschäftszahl

7Ob626/95; 2Ob216/97x; 2Ob170/05x; 2Ob16/05z; 3Ob25/07h; 2Ob249/08v; 2Ob112/10z; 2Ob27/12b; 10Ob16/13w; 10Ob59/12t; 10Ob27/13p; 5Ob215/12x; 4Ob40/13f; 2Ob35/15h; 2Ob227/15v; 7Ob143/16d; 4Ob47/18t

Entscheidungsdatum

08.11.1995

Norm

ASVG §332
EuUVO Art15
HUP 2007 Art10
IPRG §35
IPRG §45
IPRG §48

Rechtssatz

Ein gesetzlicher Forderungsübergang wird nach herrschender Meinung dem Sachrecht jener Rechtsordnung unterstellt, die die Leistungspflicht des Drittzahlers verfügt und damit den Zessionsgrund geliefert hat. Die Person des Legalzessionars bleibt dem maßgeblichen Zessionsgrundstatut überlassen. In gleicher Weise wie die Legalzession sind auch die übrigen privatrechtlichen Fälle des Ausgleichs für pflichtgemäße Gläubigerbefriedigung durch Dritte zu behandeln.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 626/95
    Entscheidungstext OGH 08.11.1995 7 Ob 626/95
  • 2 Ob 216/97x
    Entscheidungstext OGH 26.05.1997 2 Ob 216/97x
    nur: Ein gesetzlicher Forderungsübergang wird nach herrschender Meinung dem Sachrecht jener Rechtsordnung unterstellt, die die Leistungspflicht des Drittzahlers verfügt und damit den Zessionsgrund geliefert hat. (T1)
  • 2 Ob 170/05x
    Entscheidungstext OGH 19.12.2005 2 Ob 170/05x
    Beisatz: Übergang der Schadenersatzansprüche der niederländischen Unfallbeteiligten auf den klagenden niederländischen Sozialversicherungsträger ist nach niederländischem Recht zu prüfen. (T2)
  • 2 Ob 16/05z
    Entscheidungstext OGH 02.03.2006 2 Ob 16/05z
    Auch; Beisatz: Die Legalzession auf Sozialversicherungsträger unterliegt dem Sachrecht jener Rechtsordnung, die die Leistungspflicht des Sozialversicherungsträger verfügt und damit den Zessionsgrund geliefert hat (Zessionsgrundstatut) untersteht. (T3)
  • 3 Ob 25/07h
    Entscheidungstext OGH 22.02.2007 3 Ob 25/07h
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Der Unterhaltsanspruch der Klägerin ist gemäß dem Personalstatut nach österreichischem Recht zu beurteilen, die Voraussetzungen und der Inhalt der Legalzession an den deutschen Sozialhilfeträger dagegen nach deutschem Recht. (T4)
  • 2 Ob 249/08v
    Entscheidungstext OGH 28.09.2009 2 Ob 249/08v
    Auch; nur T1
  • 2 Ob 112/10z
    Entscheidungstext OGH 22.06.2011 2 Ob 112/10z
    Beis wie T3; Beisatz: Der gesetzliche Übergang von Forderungen mit außervertraglicher Grundlage ist nach dem Zessionsgrundstatut zu beurteilen. (T5)
  • 2 Ob 27/12b
    Entscheidungstext OGH 20.09.2012 2 Ob 27/12b
    Auch; nur T1; Beisatz: Bei Legalzessionen ist die Übertragbarkeit nach dem Zessionsgrundstatut zu beurteilen. (T6)
    Veröff: SZ 2012/95
  • 10 Ob 16/13w
    Entscheidungstext OGH 23.07.2013 10 Ob 16/13w
    nur T1
  • 10 Ob 59/12t
    Entscheidungstext OGH 23.07.2013 10 Ob 59/12t
    nur T1
  • 10 Ob 27/13p
    Entscheidungstext OGH 23.07.2013 10 Ob 27/13p
    nur T1
  • 5 Ob 215/12x
    Entscheidungstext OGH 20.06.2013 5 Ob 215/12x
    nur T1
  • 4 Ob 40/13f
    Entscheidungstext OGH 18.06.2013 4 Ob 40/13f
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Art 15 Rom I‑VO. (T7)
    Bem: Siehe RS0129065. (T8)
  • 2 Ob 35/15h
    Entscheidungstext OGH 21.10.2015 2 Ob 35/15h
    Auch; nur T1; Veröff: SZ 2015/112
  • 2 Ob 227/15v
    Entscheidungstext OGH 19.01.2016 2 Ob 227/15v
    Beisatz: Hier: Übergang des Ersatzanspruchs auf den Dienstgeber durch die Lohnfortzahlung. (T9)
  • 7 Ob 143/16d
    Entscheidungstext OGH 28.09.2016 7 Ob 143/16d
    Auch; Beisatz: Art 15 EuUVO iVm Art 10 HUP. (T10)
  • 4 Ob 47/18t
    Entscheidungstext OGH 29.05.2018 4 Ob 47/18t
    Auch; Beis wie T10

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1995:RS0083638

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

19.07.2018

Dokumentnummer

JJR_19951108_OGH0002_0070OB00626_9500000_002

Rechtssatz für 4Ob2040/96w 4Ob2017/96p...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0102003

Geschäftszahl

4Ob2040/96w; 4Ob2017/96p; 4Ob180/97t; 5Ob444/97y; 1Ob378/98i; 2Ob80/99z; 1Ob148/99t; 2Ob285/99x; 3Ob146/99p; 6Ob236/00z; 7Ob200/00p; 5Ob49/01v; 3Ob81/01k; 3Ob131/03s; 6Ob54/04s; 1Ob2/05h; 6Ob163/05x; 7Ob45/06b; 7Ob176/06t; 2Ob268/06k; 9Ob70/08x; 2Ob157/09s; 1Ob182/10m; 2Ob112/10z; 6Ob141/11w; 2Ob114/11w; 2Ob92/11k; 7Ob121/12p; 1Ob58/13f; 7Ob20/14p; 7Ob153/14x; 7Ob117/15d; 7Ob165/16i; 5Ob98/16x; 2Ob86/17m; 7Ob46/19v

Entscheidungsdatum

16.04.1996

Norm

ZPO §393 Abs1

Rechtssatz

Dass nach § 393 Abs 1, letzter Halbsatz, ZPO idF WGN 1989 ein Zwischenurteil auch dann gefällt werden kann, wenn noch strittig ist, ob der Anspruch überhaupt mit irgendeinem Betrag zu Recht besteht, bedeutet nicht, dass ein Zwischenurteil auch dann möglich ist, wenn noch gar nicht feststeht, dass das dem Beklagten vorgeworfene Verhalten einen Schaden des Klägers verursacht hat; der Gesetzgeber wollte das Zwischenurteil vielmehr nur in den Fällen ermöglichen, wo nur strittig ist, ob der tatsächlich entstandene Schaden, allenfalls durch eine Teilzahlung oder durch eine Aufrechnung einer Gegenforderung getilgt ist.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 2040/96w
    Entscheidungstext OGH 16.04.1996 4 Ob 2040/96w
  • 4 Ob 2017/96p
    Entscheidungstext OGH 26.03.1996 4 Ob 2017/96p
    nur: Der Gesetzgeber wollte das Zwischenurteil vielmehr nur in den Fällen ermöglichen, wo nur strittig ist, ob der tatsächlich entstandene Schaden, allenfalls durch eine Teilzahlung oder durch eine Aufrechnung einer Gegenforderung getilgt ist. (T1)
    Beisatz: Weiterhin müssen aber alle Einwendungen gegen den Grund des Anspruches erledigt sein. (T2)
    Veröff: SZ 69/78
  • 4 Ob 180/97t
    Entscheidungstext OGH 26.06.1997 4 Ob 180/97t
    Auch
  • 5 Ob 444/97y
    Entscheidungstext OGH 25.11.1997 5 Ob 444/97y
    nur T1; Beis wie T2; Beisatz: Alle Anspruchsvoraussetzungen müssen geklärt sein. (T3)
  • 1 Ob 378/98i
    Entscheidungstext OGH 19.01.1999 1 Ob 378/98i
    Auch; nur: Nach § 393 Abs 1, letzter Halbsatz, ZPO idF WGN 1989 kann ein Zwischenurteil auch dann gefällt werden, wenn noch strittig ist, ob der Anspruch überhaupt mit irgendeinem Betrag zu Recht besteht. (T4)
  • 2 Ob 80/99z
    Entscheidungstext OGH 20.05.1999 2 Ob 80/99z
    Auch; Beisatz: Auch nach Ergänzung des § 393 Abs 1 ZPO durch die WGN 1989 darf nämlich ein Zwischenurteil über den Grund des Anspruches erst gefällt werden, wenn insoweit tatsächlich alle Anspruchsvoraussetzungen geklärt und alle Einwendungen erledigt sind. (T5)
  • 1 Ob 148/99t
    Entscheidungstext OGH 05.08.1999 1 Ob 148/99t
    nur T4; Beisatz: Insbesondere ist ein Zwischenurteil erst dann zu fällen, wenn neben dem Verschulden und der Rechtswidrigkeit auch der Kausalzusammenhang mit einer der behaupteten Schadensfolgen, deren Eintritt ebenfalls an sich feststehen muss, geklärt und bejaht ist. (T6)
  • 2 Ob 285/99x
    Entscheidungstext OGH 21.10.1999 2 Ob 285/99x
    nur T1; Beis wie T5; Beisatz: Auch wenn der Kläger nur teilweise aktiv legitimiert ist, ist die Fällung eines Zwischenurteils zulässig. Dies kann aus dem durch die WGN 1989 angefügten letzten Halbsatz des § 393 Abs 1 ZPO abgeleitet werden. (T7)
  • 3 Ob 146/99p
    Entscheidungstext OGH 24.05.2000 3 Ob 146/99p
    Beis wie T6
  • 6 Ob 236/00z
    Entscheidungstext OGH 16.05.2001 6 Ob 236/00z
    Vgl auch; nur: Nach § 393 Abs 1, letzter Halbsatz, ZPO idF WGN 1989 kann ein Zwischenurteil auch dann gefällt werden, wenn noch strittig ist, ob der Anspruch überhaupt mit irgendeinem Betrag zu Recht besteht. Der Gesetzgeber wollte das Zwischenurteil in den Fällen ermöglichen, wo nur strittig ist, ob der tatsächlich entstandene Schaden, allenfalls durch eine Teilzahlung oder durch eine Aufrechnung einer Gegenforderung getilgt ist. (T8)
  • 7 Ob 200/00p
    Entscheidungstext OGH 27.06.2001 7 Ob 200/00p
    Auch; Beis wie T5; Veröff: SZ 74/115
  • 5 Ob 49/01v
    Entscheidungstext OGH 27.09.2001 5 Ob 49/01v
    Vgl auch; nur T4; Beis wie T3
  • 3 Ob 81/01k
    Entscheidungstext OGH 20.11.2001 3 Ob 81/01k
    Vgl auch; Beisatz: Ein Zwischenurteil über den Grund des Anspruchs ist erst dann möglich, wenn alle Anspruchsvoraussetzungen geklärt und alle Einwendungen erledigt sind. (T9)
  • 3 Ob 131/03s
    Entscheidungstext OGH 26.09.2003 3 Ob 131/03s
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T6 nur: Insbesondere ist ein Zwischenurteil erst dann zu fällen, wenn auch der Kausalzusammenhang mit einer der behaupteten Schadensfolgen, deren Eintritt ebenfalls an sich feststehen muss, geklärt und bejaht ist. (T10)
    Veröff: SZ 2003/112
  • 6 Ob 54/04s
    Entscheidungstext OGH 27.05.2004 6 Ob 54/04s
    Vgl
  • 1 Ob 2/05h
    Entscheidungstext OGH 12.04.2005 1 Ob 2/05h
  • 6 Ob 163/05x
    Entscheidungstext OGH 01.12.2005 6 Ob 163/05x
    Beisatz: Hier: Insbesondere ist ein Zwischenurteil erst dann zu fällen, wenn neben dem Verschulden und der Rechtswidrigkeit auch der Kausalzusammenhang mit einer der behaupteten Schadensfolgen, deren Eintritt ebenfalls an sich feststehen muss, geklärt und bejaht ist. (T11)
  • 7 Ob 45/06b
    Entscheidungstext OGH 21.06.2006 7 Ob 45/06b
    Vgl auch; Beis wie T3; Beisatz: Ein Zwischenurteil ist ein Feststellungsurteil über den Anspruchsgrund und darf nur erlassen werden, wenn alle Anspruchsvoraussetzungen bejaht werden können. Es ist nicht zulässig, einzelne Vor- oder Teilfragen oder Einwendungen herauszugreifen und zum Gegenstand eines Zwischenurteils nach § 393 Abs 1 ZPO zu machen. Dies ist nur möglich, wenn die betreffenden Fragen von den Parteien ausdrücklich zum Gegenstand eines Zwischenfeststellungsantrags erhoben wurden, doch ist in einem solchen Fall ein Zwischenurteil nach § 393 Abs 2 ZPO zu fällen. Ein Grundurteil über das Bestehen einzelner rechtserheblicher Tatsachen - wie über die aktive Klagelegitimation - ist unzulässig. (T12)
    Beisatz: Die Frage der Zustimmung des Vinkulierungsberechtigten zur Auszahlung der Versicherungssumme an den Versicherungsnehmer betrifft den Grund des Anspruches des Versicherungsnehmers gegen den Versicherer und ist daher vor Fällung eines den Anspruchsgrund bejahenden Zwischenurteils zu klären. (T13)
    Veröff: SZ 2006/91
  • 7 Ob 176/06t
    Entscheidungstext OGH 29.11.2006 7 Ob 176/06t
    Auch; Beis wie T6; Beis wie T11
  • 2 Ob 268/06k
    Entscheidungstext OGH 30.08.2007 2 Ob 268/06k
    Vgl; Beis wie T3; Beis wie T5; Beis wie T9
  • 9 Ob 70/08x
    Entscheidungstext OGH 29.10.2008 9 Ob 70/08x
    Auch; Beis wie T6; Beis wie T10; Beis wie T11
  • 2 Ob 157/09s
    Entscheidungstext OGH 29.10.2009 2 Ob 157/09s
    Vgl; Beis wie T3; Beis wie T5; Beis wie T9; Beisatz: Fehlt es in dieser Hinsicht an den entsprechenden Feststellungen, liegt ein Feststellungsmangel vor, der mit Rechtsrüge geltend zu machen ist. (T14)
  • 1 Ob 182/10m
    Entscheidungstext OGH 23.11.2010 1 Ob 182/10m
    Vgl auch; Beis wie T10
  • 2 Ob 112/10z
    Entscheidungstext OGH 22.06.2011 2 Ob 112/10z
    Vgl; Auch Beis wie T3; Auch Beis wie T5; Beis wie T14; Beisatz: Eine eingewendete Gegenforderung steht dem Zwischenurteil nicht entgegen. (T15)
  • 6 Ob 141/11w
    Entscheidungstext OGH 14.09.2011 6 Ob 141/11w
    nur: Dass nach § 393 Abs 1, letzter Halbsatz, ZPO idF WGN 1989 ein Zwischenurteil auch dann gefällt werden kann, wenn noch strittig ist, ob der Anspruch überhaupt mit irgendeinem Betrag zu Recht besteht, bedeutet nicht, dass ein Zwischenurteil auch dann möglich ist, wenn noch gar nicht feststeht, dass das dem Beklagten vorgeworfene Verhalten einen Schaden des Klägers verursacht hat. (T16)
    Beis wie T3
  • 2 Ob 114/11w
    Entscheidungstext OGH 24.04.2012 2 Ob 114/11w
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Grobes Verschulden als Voraussetzung für den Ersatz eines subjektiv-konkret berechneten Interesses. (T17)
  • 2 Ob 92/11k
    Entscheidungstext OGH 30.08.2012 2 Ob 92/11k
    Auch; Auch Beis wie T2; Beis wie T9; Veröff: SZ 2012/81
  • 7 Ob 121/12p
    Entscheidungstext OGH 19.12.2012 7 Ob 121/12p
    Auch; nur T4
  • 1 Ob 58/13f
    Entscheidungstext OGH 21.05.2013 1 Ob 58/13f
    Vgl; Beis wie T3; Beis wie T5; Beis wie T6; Beis wie T9; Beis wie T10; Beis wie T11
  • 7 Ob 20/14p
    Entscheidungstext OGH 22.04.2014 7 Ob 20/14p
    Auch; Beisatz: Ein Zwischenurteil ist erst dann zu fällen, wenn alle Anspruchsvoraussetzungen schon bejaht werden können. (T18)
  • 7 Ob 153/14x
    Entscheidungstext OGH 10.12.2014 7 Ob 153/14x
    Beis wie T2; Beis wie T15
  • 7 Ob 117/15d
    Entscheidungstext OGH 16.10.2015 7 Ob 117/15d
    Auch; Beis wie T3; Beis wie T5; Beis wie T9; Beis wie T10; Beis wie T12
  • 7 Ob 165/16i
    Entscheidungstext OGH 25.01.2017 7 Ob 165/16i
    Auch
  • 5 Ob 98/16x
    Entscheidungstext OGH 01.03.2017 5 Ob 98/16x
    Vgl auch; Ähnlich nur T4
  • 2 Ob 86/17m
    Entscheidungstext OGH 25.04.2018 2 Ob 86/17m
    Vgl auch; Beis wie T12
  • 7 Ob 46/19v
    Entscheidungstext OGH 24.04.2019 7 Ob 46/19v

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1996:RS0102003

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

06.06.2019

Dokumentnummer

JJR_19960416_OGH0002_0040OB02040_96W0000_001

Rechtssatz für 2Ob149/97v 2Ob228/10h 2...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0107615

Geschäftszahl

2Ob149/97v; 2Ob228/10h; 2Ob112/10z; 1Ob135/18m

Entscheidungsdatum

10.04.1997

Norm

EKHG §9 Abs2 C

Rechtssatz

Bei der Nichteinhaltung der gebotenen Sorgfalt kommt es nicht darauf an, ob den Lenker ein Verschulden trifft. Das Gesetz stellt, wenn es "jede gebotene Sorgfalt" verlangt, auf einen rein objektiven Maßstab ab. Dass die Haftung jedenfalls dann eingreift, wenn dieses Maß an Sorgfalt nicht eingehalten wird, findet seinen Grund darin, dass dann ein objektiver Mangel in der Sphäre des Halters vorliegt.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 149/97v
    Entscheidungstext OGH 10.04.1997 2 Ob 149/97v
  • 2 Ob 228/10h
    Entscheidungstext OGH 27.01.2011 2 Ob 228/10h
    Auch
  • 2 Ob 112/10z
    Entscheidungstext OGH 22.06.2011 2 Ob 112/10z
    Auch
  • 1 Ob 135/18m
    Entscheidungstext OGH 26.09.2018 1 Ob 135/18m

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1997:RS0107615

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

21.11.2018

Dokumentnummer

JJR_19970410_OGH0002_0020OB00149_97V0000_002

Rechtssatz für 1Ob373/98d 3Ob22/07t 2O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0111775

Geschäftszahl

1Ob373/98d; 3Ob22/07t; 2Ob112/10z; 7Ob18/13t; 5Ob46/14x; 4Ob185/13d

Entscheidungsdatum

23.03.1999

Norm

ZPO §148
ZPO §507a Abs3

Rechtssatz

Bei Freistellung der Revisionsbeantwortung ist ein Antrag auf Wiedereinsetzung gegen die Versäumung der Revisionsbeantwortungsfrist unmittelbar beim Obersten Gerichtshof einzubringen.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 373/98d
    Entscheidungstext OGH 23.03.1999 1 Ob 373/98d
    Veröff: SZ 72/51
  • 3 Ob 22/07t
    Entscheidungstext OGH 26.09.2007 3 Ob 22/07t
    Auch; Beisatz: Hier: Außerstreitverfahren. (T1)
  • 2 Ob 112/10z
    Entscheidungstext OGH 22.06.2011 2 Ob 112/10z
  • 7 Ob 18/13t
    Entscheidungstext OGH 17.09.2013 7 Ob 18/13t
    Auch
  • 5 Ob 46/14x
    Entscheidungstext OGH 23.04.2014 5 Ob 46/14x
    Vgl aber; Beisatz: Da das Rekursgericht den ordentlichen Revisionsrekurs für zulässig erklärt hat, wurde die Revisionsrekursbeantwortung und der damit verbundene Wiedereinsetzungsantrag vom Erstantragsgegner zutreffend beim Erstgericht (§ 68 Abs 3 Z 1 AußStrG) und somit ohnedies beim funktionell zuständigen Gericht eingebracht. Eine Zurückweisung des ‑ offenkundig lediglich versehentlich an den Obersten Gerichtshof gerichteten - Wiedereinsetzungsantrags kommt in diesem Fall nicht in Betracht. (T2)
  • 4 Ob 185/13d
    Entscheidungstext OGH 17.02.2014 4 Ob 185/13d
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1999:RS0111775

Im RIS seit

22.04.1999

Zuletzt aktualisiert am

20.08.2014

Dokumentnummer

JJR_19990323_OGH0002_0010OB00373_98D0000_001

Rechtssatz für 1Ob373/98d 9ObA297/00t (...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0111777

Geschäftszahl

1Ob373/98d; 9ObA297/00t (9ObA298/00i); 9ObA249/01k; 10ObS371/01h; 7Ob161/06m; 1Ob47/07d; 3Ob22/07t; 2Ob112/10z; 5Ob132/12s; 3Ob60/13i; 7Ob18/13t; 5Ob46/14x (5Ob41/15p); 5Ob185/15i; 6Ob6/16z; 6Ob66/17z; 1Ob119/17g; 1Ob213/17f

Entscheidungsdatum

23.03.1999

Norm

ZPO §39
ZPO §146 I

Rechtssatz

Grobes Verschulden des Vertreters und dessen Hilfskräfte bei Versäumung befristeter Prozesshandlungen ist im Wiedereinsetzungsverfahren der Partei zuzurechnen.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 373/98d
    Entscheidungstext OGH 23.03.1999 1 Ob 373/98d
    Veröff: SZ 72/51
  • 9 ObA 297/00t
    Entscheidungstext OGH 24.01.2001 9 ObA 297/00t
  • 9 ObA 249/01k
    Entscheidungstext OGH 10.10.2001 9 ObA 249/01k
    Vgl auch; Beisatz: Auf die direkte Unterordnung der Hilfskraft kommt es nicht an. (T1)
  • 10 ObS 371/01h
    Entscheidungstext OGH 11.12.2001 10 ObS 371/01h
    Auch
  • 7 Ob 161/06m
    Entscheidungstext OGH 30.08.2006 7 Ob 161/06m
    Auch
  • 1 Ob 47/07d
    Entscheidungstext OGH 26.06.2007 1 Ob 47/07d
    Auch; Beisatz: Ein Wiedereinsetzungswerber hat sich ein Verschulden seines Rechtsvertreters wie eigenes Verschulden anrechnen zu lassen. (T2)
  • 3 Ob 22/07t
    Entscheidungstext OGH 26.09.2007 3 Ob 22/07t
  • 2 Ob 112/10z
    Entscheidungstext OGH 22.06.2011 2 Ob 112/10z
  • 5 Ob 132/12s
    Entscheidungstext OGH 05.09.2012 5 Ob 132/12s
  • 3 Ob 60/13i
    Entscheidungstext OGH 16.04.2013 3 Ob 60/13i
    Beisatz: Hier: des gesetzlichen Vertreters. (T3)
  • 7 Ob 18/13t
    Entscheidungstext OGH 17.09.2013 7 Ob 18/13t
  • 5 Ob 46/14x
    Entscheidungstext OGH 24.03.2015 5 Ob 46/14x
  • 5 Ob 185/15i
    Entscheidungstext OGH 25.09.2015 5 Ob 185/15i
  • 6 Ob 6/16z
    Entscheidungstext OGH 14.01.2016 6 Ob 6/16z
    Auch; Beisatz: Hier: Grobes Verschulden des Verfahrenshilfeanwalts. (T4)
  • 6 Ob 66/17z
    Entscheidungstext OGH 29.05.2017 6 Ob 66/17z
    Auch; Beis wie T2
  • 1 Ob 119/17g
    Entscheidungstext OGH 28.06.2017 1 Ob 119/17g
    Beisatz: Wenn ein Rechtsanwalt die Einrichtung eines Kontrollsystems zur Überwachung von Fristen unterlässt, liegt ein Versehen minderen Grades nicht mehr vor. (T5)
    Beisatz: Hier: Sendebericht / Zustellprotokoll nicht ausgedruckt. (T6)
  • 1 Ob 213/17f
    Entscheidungstext OGH 29.11.2017 1 Ob 213/17f
    Auch; Beisatz: Grobes Verschulden des Parteienvertreters ist der Partei zuzurechnen. (T7)
    Beisatz: Hier: Von einem Anwalt wird jedwede eigene Überprüfung der Rechtzeitigkeit bei der Verfassung eines Rechtsmittels unterlassen und der von der Kanzleikraft gesetzte Eingangsvermerk nicht kontrolliert - auffallende Sorglosigkeit (mwN). Verspäteter Wiedereinsetzungsantrag. (T8)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1999:RS0111777

Im RIS seit

22.04.1999

Zuletzt aktualisiert am

05.02.2018

Dokumentnummer

JJR_19990323_OGH0002_0010OB00373_98D0000_002

Rechtssatz für 2Ob215/07t 2Ob112/10z 2...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0123056

Geschäftszahl

2Ob215/07t; 2Ob112/10z; 2Ob4/13x; 10Ob29/16m

Entscheidungsdatum

17.12.2007

Norm

ABGB §1313a I
ABGB §1313a IIIf

Rechtssatz

Ein Zulieferer von Rohstoffen oder Bestandteilen ist regelmäßig nicht als Erfüllungsgehilfe des Produzenten anzusehen. Selbiges ist auch für den Transporteur von Rohstoffen zumindest vertretbar.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 215/07t
    Entscheidungstext OGH 17.12.2007 2 Ob 215/07t
  • 2 Ob 112/10z
    Entscheidungstext OGH 22.06.2011 2 Ob 112/10z
    Vgl
  • 2 Ob 4/13x
    Entscheidungstext OGH 17.06.2013 2 Ob 4/13x
    Auch; nur: Ein Zulieferer von Rohstoffen oder Bestandteilen ist regelmäßig nicht als Erfüllungsgehilfe des Produzenten anzusehen. (T1)
    Beisatz: Vgl aber: Dies trifft jedoch dann zu, wenn die Anlieferung des Materials allein Sache des Werkunternehmers ist und als Bestandteil des Werkvertrags zu erachten ist. (T2)
  • 10 Ob 29/16m
    Entscheidungstext OGH 27.06.2017 10 Ob 29/16m
    Auch; nur T1; Beisatz: Ein Tierzüchter ist als Hersteller der von ihm gezüchteten Tiere anzusehen, ein ‑ vom Züchter verschiedener ‑ Halter eines Deckrüden hingegen als Lieferant des Samens und damit einem Zulieferer eines Rohstoffes gleichzuhalten. Dieser ist daher in der Regel nicht als Erfüllungsgehilfe des Züchters im Vorbereitungsstadium zu qualifizieren. (T3) ; Veröff: SZ 2017/74

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2007:RS0123056

Im RIS seit

16.01.2008

Zuletzt aktualisiert am

06.06.2019

Dokumentnummer

JJR_20071217_OGH0002_0020OB00215_07T0000_002

Rechtssatz für 2Ob215/07t 2Ob112/10z

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0123057

Geschäftszahl

2Ob215/07t; 2Ob112/10z

Entscheidungsdatum

17.12.2007

Norm

EKHG §9 D

Rechtssatz

Im der Bauart und dem hängenden, in der Luft frei schwebenden Transport einer Gondel immanenten Pendeln bei einer Seilbahn (beim Aussteigen) ist grundsätzlich keine besondere Gefahrensituation gelegen, die die Annahme einer außergewöhnlichen Betriebsgefahr rechtfertigen könnte.

Eine solche liegt aber bei einer starken Seilbahnschwingung mit Riss des Klemmapparates einer Seilbahngondel vor, die durch das Herabfallen eines Lastenkübels von einem über die Seilbahn fliegenden Hubschrauber auf den Förderstrang ausgelöst würde.

Ein derartiger Unfall steht nicht nur in einem adäquaten Kausalzusammenhang, sondern auch einem Gefahrenzusammenhang mit dem Betrieb der Seilbahn, deren typische Gefährlichkeit der Fortbewegung in beträchtlicher Höhe über dem Erdboden durch das plötzliche starke Schwingen potenziert und damit zu einer außergewöhnlichen Betriebsgefahr verstärkt wurde.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 215/07t
    Entscheidungstext OGH 17.12.2007 2 Ob 215/07t
  • 2 Ob 112/10z
    Entscheidungstext OGH 22.06.2011 2 Ob 112/10z
    Vgl; Bem: Neuerlich Seilbahnunglück Sölden. (T1)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2007:RS0123057

Im RIS seit

16.01.2008

Zuletzt aktualisiert am

18.10.2011

Dokumentnummer

JJR_20071217_OGH0002_0020OB00215_07T0000_003

Rechtssatz für 2Ob119/09b 2Ob189/09x 2...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0125652

Geschäftszahl

2Ob119/09b; 2Ob189/09x; 2Ob112/10z

Entscheidungsdatum

26.11.2009

Norm

LFG idF BGBl I 1997/102

Rechtssatz

Die Haftpflichtversicherung hat auch Ansprüche von außenstehenden Dritten nach anderen Rechtsgrundlagen und gegen andere Personen als den Halter, vor allem gegen den Piloten, zu decken. In solchen Fällen handelt es sich um eine Versicherung auf fremde Rechnung.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 119/09b
    Entscheidungstext OGH 26.11.2009 2 Ob 119/09b
    Bem: Seilbahnunglück Sölden. (T1)
  • 2 Ob 189/09x
    Entscheidungstext OGH 18.12.2009 2 Ob 189/09x
    Vgl auch
  • 2 Ob 112/10z
    Entscheidungstext OGH 22.06.2011 2 Ob 112/10z
    Auch; Bem wie T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2009:RS0125652

Im RIS seit

26.12.2009

Zuletzt aktualisiert am

18.10.2011

Dokumentnummer

JJR_20091126_OGH0002_0020OB00119_09B0000_004

Rechtssatz für 2Ob119/09b 2Ob112/10z

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0125654

Geschäftszahl

2Ob119/09b; 2Ob112/10z

Entscheidungsdatum

26.11.2009

Norm

ABGB §1311
AOCV 2004 §16

Rechtssatz

Bei der Bestimmung des § 16 AOCV, deren Adressat insbesondere der Pilot des Hubschraubers ist, handelt es sich um eine Schutznorm iSd § 1311 ABGB, die den Schutz der körperlichen Integrität und des Eigentums der „auf der Erde" befindlichen Personen, somit die Hintanhaltung von Drittschäden bezweckt.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 119/09b
    Entscheidungstext OGH 26.11.2009 2 Ob 119/09b
  • 2 Ob 112/10z
    Entscheidungstext OGH 22.06.2011 2 Ob 112/10z
    Bem: Weiterer Rechtsstreit betreffend Seilbahnunglück Sölden. (T1); Beisatz: Diese inländische Schutznorm regelt ganz allgemein den Transport von Außenlasten mit Hubschraubern und geht von ihrer Bedeutung über den in § 1 Abs 1 AOCV 2004 definierten Geltungsbereich der Verordnung hinaus. (T2); Beisatz: Schutzzweck dieser Bestimmung ist, bei Hubschrauberflügen (welcher Art auch immer) die mit dem Transport von Außenlasten verbundenen Gefahren für die geschützten Rechtsgüter durch Einhaltung der vorgeschriebenen Maßnahmen möglichst gering zu halten. In diesem Zusammenhang kommt es daher nicht darauf an, ob der Hubschrauberflug ein „Arbeitsflug“ oder ein „bloßer Transportflug“ iSd § 2 Abs 4 der Zivilluftfahrzeug‑ und Luftgerät-Verordnung (ZLLV) war. (T3)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2009:RS0125654

Im RIS seit

26.12.2009

Zuletzt aktualisiert am

18.10.2011

Dokumentnummer

JJR_20091126_OGH0002_0020OB00119_09B0000_006

Rechtssatz für 2Ob119/09b 2Ob60/09a 2O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0125655

Geschäftszahl

2Ob119/09b; 2Ob60/09a; 2Ob61/09y; 2Ob189/09x; 2Ob112/10z

Entscheidungsdatum

26.11.2009

Norm

AOCV 2004 §16
LFG idF BGBl I 1997/102 §131
LFG idF BGBl I 1997/102 §134

Rechtssatz

Die Bestimmung des § 16 AOCV 2004 enthält keineswegs ein „generelles Verbot" von Transportflügen mit Außenlasten, sondern es hat der Pilot den Flug so zu wählen, dass die Gefahr eines Drittschadens soweit als möglich vermieden werden soll. Sie ist dahin auszulegen, dass der Pilot nicht nur die sicherste Flugroute, sondern auch den sichersten Zeitpunkt für die Absolvierung des Flugs zu wählen hat. Dabei muss eine Abwägung der gefährdeten Rechtsgüter zum Vorrang des Schutzes von Leben und Gesundheit vor dem Schutz des Eigentums führen.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 119/09b
    Entscheidungstext OGH 26.11.2009 2 Ob 119/09b
    Beisatz: Gegen die Verfassungsgemäßheit des § 16 Abs 2 letzter Satz AOCV 2004 bestehen keine Bedenken. (T1); Bem: Seilbahnunglück Sölden. (T2)
  • 2 Ob 60/09a
    Entscheidungstext OGH 18.12.2009 2 Ob 60/09a
    Vgl auch; Bem wie T2
  • 2 Ob 61/09y
    Entscheidungstext OGH 18.12.2009 2 Ob 61/09y
    vgl auch; Bem wie T2
  • 2 Ob 189/09x
    Entscheidungstext OGH 18.12.2009 2 Ob 189/09x
    Vgl; Bem wie T2
  • 2 Ob 112/10z
    Entscheidungstext OGH 22.06.2011 2 Ob 112/10z
    Vgl; Beis wie T2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2009:RS0125655

Im RIS seit

26.12.2009

Zuletzt aktualisiert am

18.10.2011

Dokumentnummer

JJR_20091126_OGH0002_0020OB00119_09B0000_007

Rechtssatz für 2Ob112/10z 7Ob18/13t 1O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0127149

Geschäftszahl

2Ob112/10z; 7Ob18/13t; 1Ob119/17g

Entscheidungsdatum

22.06.2011

Norm

ZPO §146 Abs1 III

Rechtssatz

Grobes Verschulden eines Parteienvertreters bei der Versäumung einer befristeten Prozesshandlung ist regelmäßig darin zu erblicken, wenn der unterlaufene Fehler auf einer mangelhaften Organisation beruht.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 112/10z
    Entscheidungstext OGH 22.06.2011 2 Ob 112/10z
  • 7 Ob 18/13t
    Entscheidungstext OGH 17.09.2013 7 Ob 18/13t
    Beisatz: Berufsmäßige Parteienvertreter (Rechtsanwälte) unterliegen dabei dem erhöhten Haftungsmaßstab des § 1299 ABGB. (T1)
    Beisatz: Ein Rechtsanwalt muss eine Organisation schaffen, die es ermöglicht, auch offensichtlich leicht vorkommende Versehen im Nachhinein nachvollziehen und kontrollieren zu können. Er muss dafür sorgen, dass ein zugestelltes, noch nicht ausgedrucktes und noch dazu fristauslösendes Schriftstück nicht völlig außer Evidenz geraten kann, ohne dass ihm eine Kontrolle, ob alle eingelangten Schriftstücke auch vorgelegt werden, möglich ist. (T2)
    Beisatz: Grobes Organisationsversehen mangels Vorkehrungen dagegen, dass eine befristete Prozesshandlung schon allein wegen eines unbedachten Vermerks „erledigt“ unterblieb. (T3)
  • 1 Ob 119/17g
    Entscheidungstext OGH 28.06.2017 1 Ob 119/17g
    Beis wie T1; Beis wie T2; Beisatz: Wenn ein Rechtsanwalt die Einrichtung eines Kontrollsystems zur Überwachung von Fristen unterlässt, liegt ein Versehen minderen Grades nicht mehr vor. (T4)
    Beisatz: Hier: Sendebericht / Zustellprotokoll nicht ausgedruckt. (T5)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2011:RS0127149

Im RIS seit

31.10.2011

Zuletzt aktualisiert am

03.08.2017

Dokumentnummer

JJR_20110622_OGH0002_0020OB00112_10Z0000_001

Rechtssatz für 2Ob112/10z

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0127150

Geschäftszahl

2Ob112/10z

Entscheidungsdatum

22.06.2011

Norm

ZPO §146 Abs1 III

Rechtssatz

Ist für den Parteienvertreter trotz nachträglicher Recherchen nicht nachvollziehbar, warum ein verfasster Rechtsmittelschriftsatz nicht an das Gericht übermittelt wurde, der Schriftsatz selbst nicht mehr auffindbar, und können ferner die zeitlichen Abläufe nicht annähernd dargestellt werden, so indiziert dies ein Organisationsverschulden des Parteienvertreters, welches einen bloß minderen Grad des Versehens übersteigt.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 112/10z
    Entscheidungstext OGH 22.06.2011 2 Ob 112/10z

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2011:RS0127150

Im RIS seit

31.10.2011

Zuletzt aktualisiert am

31.10.2011

Dokumentnummer

JJR_20110622_OGH0002_0020OB00112_10Z0000_002

Rechtssatz für 2Ob112/10z 2Ob152/16s 2...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0127151

Geschäftszahl

2Ob112/10z; 2Ob152/16s; 2Ob103/17m

Entscheidungsdatum

22.06.2011

Norm

ABGB §896
EKHG §11 A
LFG §152

Rechtssatz

§ 152 LFG und § 11 EKHG sind jeweils lex specialis gegenüber § 896 ABGB.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 112/10z
    Entscheidungstext OGH 22.06.2011 2 Ob 112/10z
  • 2 Ob 152/16s
    Entscheidungstext OGH 27.10.2016 2 Ob 152/16s
    Auch; nur: § 11 EKHG ist lex specialis gegenüber § 896 ABGB. (T1)
    Beisatz: Soweit § 11 EKHG keine besonderen Regelungen trifft, sind auf das nach § 8 EKHG begründete Gesamtschuldverhältnis die allgemeinen Bestimmungen der §§ 891 ff ABGB anzuwenden. (T2); Veröff: SZ 2016/112
  • 2 Ob 103/17m
    Entscheidungstext OGH 26.06.2018 2 Ob 103/17m

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2011:RS0127151

Im RIS seit

31.10.2011

Zuletzt aktualisiert am

23.08.2018

Dokumentnummer

JJR_20110622_OGH0002_0020OB00112_10Z0000_003

Rechtssatz für 2Ob112/10z 2Ob4/13x

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0127152

Geschäftszahl

2Ob112/10z; 2Ob4/13x

Entscheidungsdatum

22.06.2011

Norm

EKHG §11 A
LFG §152

Rechtssatz

Keine unmittelbare Anwendung des § 152 LFG oder des § 11 Abs 1 Satz 1 EKHG, wenn die Verursachung des Schadens nicht „durch mehrere Luftfahrzeuge oder Flugmodelle“, bzw „durch mehrere Eisenbahnen oder mehrere Kraftfahrzeuge oder durch eine oder mehrere Eisenbahnen und ein oder mehrere Kraftfahrzeuge“ erfolgt ist. Richtigerweise bestimmt sich der Solidarschuldnerregress in einem Schadensfall, in welchem ein Luftfahrzeug und eine Seilbahn involviert sind nach den §§ 896, 1302 ABGB, wobei Besonderheiten der jeweils normierten Haftungsregeln bei internen Ausgleich in die Abwägung der Zurechnungsgründe einzubeziehen sind.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 112/10z
    Entscheidungstext OGH 22.06.2011 2 Ob 112/10z
    Bem: hier im Zusammenhang mit Hubschrauber‑Seilbahnunglück Sölden. (T1)
  • 2 Ob 4/13x
    Entscheidungstext OGH 17.06.2013 2 Ob 4/13x
    Auch; nur: Richtigerweise bestimmt sich der Solidarschuldnerregress in einem Schadensfall, in welchem ein Luftfahrzeug und eine Seilbahn involviert sind nach den §§ 896, 1302 ABGB, wobei Besonderheiten der jeweils normierten Haftungsregeln bei internen Ausgleich in die Abwägung der Zurechnungsgründe einzubeziehen sind. (T2)
    Beisatz: vgl aber: In Bezug auf Eigenschäden (hier: der Seilbahnbetreiberin) liegt kein Regressverhältnis zwischen den Streitteilen vor, sodass der Geschädigten hier keine Haftungsquotierung entgegen gehalten werden kann. (T3)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2011:RS0127152

Im RIS seit

31.10.2011

Zuletzt aktualisiert am

13.09.2013

Dokumentnummer

JJR_20110622_OGH0002_0020OB00112_10Z0000_004

Entscheidungstext 2Ob112/10z

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Fundstelle

ZfRV-LS 2011/59 = ZLW 2011,637 = ecolex 2012/53 S 137 - ecolex 2012,137 = ZVR 2012/42 S 75 (Danzl, tabellarische Übersicht) - ZVR 2012,75 (Danzl, tabellarische Übersicht) = Nowotny, ZVR 2012/191 S 361 - Nowotny, ZVR 2012,361 = Zak 2014/775 S 406 (Kolmasch, Judikaturübersicht) - Zak 2014,406 (Kolmasch, Judikaturübersicht)

Geschäftszahl

2Ob112/10z

Entscheidungsdatum

22.06.2011

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht durch den Senatspräsidenten Dr. Baumann als Vorsitzenden und durch die Hofräte Dr. Veith, Dr. E. Solé, Dr. Schwarzenbacher und Dr. Nowotny als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Parteien 1. D*****-AG, *****, und 2. H***** GmbH, *****, beide vertreten durch Dr. Andreas A. Lintl, Rechtsanwalt in Wien, gegen die beklagten Parteien 1. Ö*****-Gesellschaft m.b.H. & Co KG ***** und 2. Ö*****-Gesellschaft m.b.H., beide *****, vertreten durch Dr. Markus Skarics, Rechtsanwalt in Imst, sowie die Nebenintervenientinnen auf Seiten der beklagten Parteien 1. I***** Gesellschaft m.b.H. & Co KG, *****, und 2. I***** Gesellschaft m.b.H., *****, beide vertreten durch Dr. Holzmann Rechtsanwalts GmbH in Innsbruck, wegen a) (erstklagende Partei) 1.013.176,05 EUR sA und Feststellung (Streitinteresse: 20.100 EUR) b) (zweitklagende Partei) Feststellung (Streitinteresse: 20.100 EUR), über die außerordentliche Revision der erstklagenden Partei gegen das Teilurteil des Oberlandesgerichts Innsbruck als Berufungsgericht vom 21. April 2010, GZ 4 R 76/10y-35, in der Fassung des Berichtigungsbeschlusses vom 12. Mai 2010, GZ 4 R 76/10y-37, womit infolge Berufungen der beklagten Parteien und der Nebenintervenientinnen auf Seiten der beklagten Parteien das Teilzwischenurteil des Landesgerichts Innsbruck vom 14. Jänner 2010, GZ 11 Cg 146/08f-28, abgeändert wurde, in nichtöffentlicher Sitzung beschlossen und zu Recht erkannt:

Spruch

I. Der Antrag der Nebenintervenientinnen auf Seiten der beklagten Parteien, ihnen die Wiedereinsetzung in den vorigen Stand gegen die Versäumung der Frist zur Einbringung der Revisionsbeantwortung zu bewilligen, wird abgewiesen.

Die Revisionsbeantwortung der Nebenintervenientinnen wird zurückgewiesen.

II. Der Revision wird teilweise Folge gegeben.

Das angefochtene Teilurteil wird dahin abgeändert, dass die Entscheidung als Teil- und Teilzwischenurteil insgesamt zu lauten hat:

„Das Leistungsbegehren der erstklagenden Partei besteht im Umfang eines Teilbegehrens von 914.363,30 EUR (Regressansprüche) samt 4 % Zinsen seit 3. 9. 2008 dem Grunde nach zu vier Fünftel zu Recht.

Das Mehrbegehren auf Zahlung von 202.635,21 EUR samt 4 % Zinsen seit 3. 9. 2008 wird abgewiesen.“

Insoweit bleibt die Entscheidung über die Verfahrenskosten aller drei Instanzen der Endentscheidung vorbehalten.

Hingegen werden die Urteile der Vorinstanzen im Umfang ihrer Entscheidung über ein weiteres Teilbegehren der erstklagenden Partei von 79.050,20 EUR (Regulierungskosten) samt 4 % Zinsen aus 853.284,62 EUR vom 12. 4. 2007 bis 27. 12. 2007, aus 909.769,27 EUR vom 28. 12. 2007 bis 2. 9. 2008 und aus 79.050,20 EUR seit 3. 9. 2008 aufgehoben. Die Rechtssache wird in diesem Umfang zur neuerlichen Verhandlung und Entscheidung an das Erstgericht zurückverwiesen.

Die Kosten des Rechtsmittelverfahrens sind insoweit weitere Verfahrenskosten.

Text

Entscheidungsgründe:

Hintergrund des Rechtsstreits ist das Seilbahnunglück in Sölden vom 5. 9. 2005, das bereits Gegenstand mehrerer Verfahren vor dem Obersten Gerichtshof war (2 Ob 215/07t; 2 Ob 41/08f; 2 Ob 19/09x; 2 Ob 60/09a; 2 Ob 61/09y; 2 Ob 119/09b; 2 Ob 189/09x). Zu dem Unfall kam es, weil bei einem über die Seilbahntrasse geführten Hubschraubertransportflug infolge einer Fehlfunktion der Auslösevorrichtung eine transportierte Außenlast samt Lastengehänge aus großer Höhe auf den Förderstrang der Liftanlage fiel. Eine Gondel stürzte samt Insassen aus ca 10 m Höhe zu Boden. Dabei wurden neun Personen getötet, mehrere weitere Personen wurden verletzt.

Die erstklagende Partei, ein Versicherungsunternehmen mit dem Sitz in Deutschland, war zum Unfallszeitpunkt Haftpflichtversicherer des von der zweitklagenden Partei, einem österreichischen Luftfahrtunternehmen, gehaltenen Hubschraubers. Die erstbeklagte Partei, deren Komplementärin die zweitbeklagte Partei ist, ist die Eigentümerin und Betreiberin der Seilbahn „Schwarze Schneid“, einer Einseilumlaufbahn mit geschlossenen Kabinen. Diese führt in zwei Sektionen von der Talstation zur ersten Mittelstation und dann weiter in einem stumpfen Winkel Richtung Süden zur Bergstation am Rettenbachferner.

Am 14. 11. 2004 war ein für den Seilbahnbetrieb notwendiges Telekommunikationskabel der Steuerung der Seilbahnüberwachungscomputer zwischen der Berg- und Mittelstation schadhaft geworden. Nach Einholung der erforderlichen behördlichen Genehmigungen betraute die erstbeklagte Partei drei verschiedene Unternehmen mit dem Bauvorhaben. Geplant war die Errichtung je einer Abspannvorrichtung im Bereich der Mittel- und der Bergstation in der Form, dass auf ein ca 3 m langes, 5 m breites und 2 m tiefes Betonfundament im Erdreich eine Stahlkonstruktion mit einer ca 8 m hohen senkrechten Stütze und einem oben angebrachten schrägen Stahlträger gesetzt werden sollte. Mit den Beton- und Stahlbetonarbeiten betraute die erstbeklagte Partei die erste Nebenintervenientin, deren Komplementärin die zweite Nebenintervenientin ist. Da die Baustellen der beiden Abspannfundamente nur mit dem Hubschrauber erreichbar waren, beauftragte die erste Nebenintervenientin die zweitklagende Partei mit der Durchführung von Transportflügen für Beton und diverses Material.

Das Amt der Tiroler Landesregierung hatte mit Bescheid vom 8. 11. 2004 der zweitbeklagten Partei die luftfahrtbehördliche Bewilligung zur Durchführung von Außenlandungen und -abflügen im Bundesland Tirol mit den von ihr gehaltenen Hubschraubern laut dem vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie als oberster Zivilluftfahrtbehörde genehmigten Annex des Air Operators Certificate (AOC) erteilt. Laut Bescheid hatte die Verwendung der Piloten entsprechend Luftpersonalausweis und dem vom zuständigen Bundesminister genehmigten Flugbetriebshandbuch (FOM) zu erfolgen. Dessen Punkt C.1.12.14 in Seite 1.20 lautet:

Verbautes Gebiet, öffentliche Verkehrswege werden nach Möglichkeit nicht in geringer Höhe überflogen. Das Fliegen entlang von Hochspannungsleitungen, Seilbahnen und Aufstiegshilfen ist verboten."

Punkt C.1.13.7 in Seite 1.23 lautet:

Der Flugweg ist so zu wählen, dass bei einer eventuellen Auslösung (technische Störung oder Notfall) durch die herabfallende Last weder Personen noch Sachen gefährdet werden.“

Etwa Anfang September 2005 wurde das Fundament im Bereich der Mittelstation betoniert. Dabei wurde der Beton mit einem Mischwagen bis zum Parkplatz „Pitztaler Jöchl“ transportiert und von dort mit dem Hubschrauber auf einer hinter dem Pitztaler Jöchl führenden Route zur Baustelle bei der Mittelstation geflogen. Diese Flugroute zur Baustelle war insoweit problematisch, als ein Weitwanderweg mehrfach überflogen werden musste, der von zahlreichen Wanderern, so auch von Gruppen bis zu zehn Personen, begangen wird. Am 31. 8. 2005, als die Bauarbeiten im Bereich der Aussichtsplattform bei der Bergstation durchgeführt wurden, war die Flugroute so gewählt worden, dass der Pilot die Sektion I der Seilbahn überflog und dann weiter über das Gletschergebiet flog. Dies erschien ihm als sicherste Route, weil er dabei weder die viel befahrene Zufahrtsstraße zur Talstation noch die Wanderwege queren musste.

Am Unfallstag, dem 5. 9. 2005, nahm die erstbeklagte Partei um 8:00 Uhr beide Sektionen der Seilbahn in Betrieb. Die Betriebszeit war für Schifahrer bis ca 13:00 Uhr, für Fußgänger und Wanderer bis zum Betriebsschluss um 16:00 Uhr geplant. An diesem Tag setzte die zweitklagende Partei einen Piloten ein, dem mit Bescheid vom 8. 8. 2005 die behördliche Genehmigung für Flüge mit einfachen Außenlasten auf bestimmten Hubschraubertypen erteilt worden war. Gegen Mittag wurde der seit 1990 bei der erstbeklagten Partei tätige Betriebsleiter durch den Polier der ersten Nebenintervenientin darüber informiert, dass von der unteren auf die obere Baustelle gewechselt werde. Der Betriebsleiter hatte zuvor zwei Jahre lang für ein an den Bauarbeiten beteiligtes Unternehmen Montagen durchgeführt, im Laufe derer mehrere tausend Hubschrauberflüge mit Außenlasten auch über in Betrieb befindliche Seilbahnen sowie über Straßen und Wanderwege - wie dies seit ca 20 bis 30 Jahren im Seilbahnbau gängige Praxis ist - vorgenommen worden waren. Mit einem Außenlastverlust war er dabei nie konfrontiert gewesen.

Der Pilot wählte die aus seiner Sicht günstigste Flugroute, indem er nach dem Start vom Parkplatz „Pitztaler Jöchl“ die Sektion I der Seilbahn zwischen den Stützen drei und vier überflog und nach einem weiteren Flug über das Gletschergebiet die Sektion II knapp unterhalb der Bergstation querte, um zur Baustelle zu gelangen. Die Betonkübel wurden am Beladeplatz von einem Flughelfer gefüllt und an der Baustelle von einem anderen Flughelfer entladen. Der Pilot flog ca 10 Rotationen, wobei er jeweils rund 680 bis 700 kg Beton transportierte. Als er kurz nach 13:00 Uhr mit einem vollen Betonkübel am Außenlasthaken des Hubschraubers die Sektion I der Seilbahn überflog, ereignete sich das einleitend geschilderte Unglück. Zwischen den Opfern und der erstbeklagten Partei bestanden aufrechte Beförderungsverträge.

Der Pilot wurde mit Urteil des Landesgerichts Innsbruck vom 22. 6. 2006 (ua) wegen des Vergehens der fahrlässigen Tötung mehrerer Personen für schuldig erkannt. Das Oberlandesgericht Innsbruck bestätigte den Schuldspruch am 13. 6. 2007. Nach dem Spruch der rechtskräftigen Entscheidung hat der Pilot „durch vorschriftswidriges Überfliegen einer in Betrieb befindlichen Seilbahn, wobei der Angeklagte durch eine Fehlfunktion der Auslösevorrichtung die Außenlast verlor“, fahrlässig den Tod der Fahrgäste herbeigeführt.

Mit der am 28. 8. 2008 beim Erstgericht eingebrachten Klage begehrt die erstklagende Partei von den beklagten Parteien Zahlung von 1.013.176,05 EUR sA. Beide klagende Parteien begehren überdies jeweils die Feststellung der Haftung der beklagten Parteien im Ausmaß von 50 % der von ihnen künftig an Geschädigte noch zu leistenden Schadenersatzzahlungen.

Sie brachten vor, sie würden (als eigene Haftungsgruppe) gemeinsam mit den beklagten Parteien (als weitere Haftungsgruppe) den Geschädigten gegenüber solidarisch haften. Die erstklagende Partei habe bisher an 18 (namentlich genannte) Geschädigte Zahlungen im Gesamtbetrag von 1.828.726,60 EUR geleistet. Hinzu kämen Regulierungskosten von 197.625,50 EUR, woraus sich „Gesamtkosten“ von 2.026.352,10 EUR ergäben. Gemäß § 67 VersVG seien sämtliche Regress- und Ausgleichsansprüche des Versicherungsnehmers auf den Versicherer im Umfang und im Zeitpunkt der tatsächlichen Leistungen übergegangen; die erstklagende Partei sei demnach aktiv klagslegitimiert. Für den internen Schadensausgleich seien weder § 152 LFG noch § 11 EKHG heranzuziehen, sondern die §§ 896, 1302 ABGB. Danach sei im Zweifel von der Schadenshaftung nach Kopfteilen auszugehen. Eine Aufteilung des Schadens im Verhältnis 1 : 1 sei aufgrund der relevanten Zurechnungsmomente jedenfalls gerechtfertigt, sodass auf die beklagten Parteien 1.013.176,05 EUR entfielen. Die beklagten Parteien hätten eigenes Verschulden zu verantworten, jedenfalls aber außergewöhnliche Betriebsgefahr. Dem stehe die Betriebsgefahr des Hubschraubers, allenfalls ein äußerst geringes Verschulden des Piloten gegenüber, sofern letzteres der erstklagenden Partei überhaupt zurechenbar sei. Der als Haftungsgrundlage angenommene § 16 AOCV sei auf den Unglücksflug gar nicht anwendbar, weil es sich um einen sogenannten „Arbeitsflug“ gehandelt habe. Hinsichtlich des Regulierungs- und Prozessaufwands stütze sich der Regressanspruch insbesondere auf nützliche Geschäftsführung ohne Auftrag und auf die §§ 1041 ff ABGB.

Die beklagten Parteien wandten ein, die Schutznorm des § 16 AOCV sowie die gleichlautende Bestimmung des Flugbetriebshandbuchs seien auf jede Flugbewegung des Hubschraubers anzuwenden. Der Oberste Gerichtshof habe das Vorliegen eigenen Verschuldens der beklagten Parteien sowie deren Erfüllungsgehilfenhaftung bereits verneint. Die außergewöhnliche Betriebsgefahr sei durch das schuldhafte Verhalten des Piloten ausgelöst worden und bleibe nach der Rechtsprechung zum EKHG daher beim internen Schadensausgleich außer Betracht. Dies führe im Innenverhältnis zur alleinigen Haftung der klagenden Parteien. Des Weiteren hielten die beklagten Parteien dem Zahlungsbegehren der erstklagenden Partei Gegenforderungen in einer Gesamthöhe von 231.900,53 EUR aufrechnungsweise entgegen.

Die beklagten Parteien erhoben ferner eine Widerklage (ON 3), die mit dem Hauptverfahren aber bisher nicht verbunden worden und für das Revisionsverfahren ohne Bedeutung ist.

Nachdem es das Verfahren auf den Grund des Anspruchs beschränkt hatte, erachtete das Erstgericht das Zahlungsbegehren der erstklagenden Partei mit Teilzwischenurteil dem Grunde nach als zu Recht bestehend und behielt in einem weiteren Spruchpunkt die Entscheidung über die Feststellungsbegehren und die Widerklage dem Endurteil vor.

Zusätzlich zum eingangs wiedergegebenen Sachverhalt traf es noch folgende Feststellungen:

Als der Polier der ersten Nebenintervenientin den Betriebsleiter der erstbeklagten Partei vom Parkplatz „Pitztaler Jöchl“ aus anrief, fragte er auch, wie der Hubschrauber fliegen solle. Der Betriebsleiter antwortete, dass Schipisten und Wanderwege gemieden werden sollten, um die Kleidung von Schifahrern und Wanderern nicht durch herabtropfendes Betonwasser und kleine Steine zu verschmutzen. Für den Polier war damit klar, dass - als einzig noch mögliche Route - über die Liftanlage zu fliegen sei. Ob der Betriebsleiter dies ausdrücklich erklärte, kann nicht festgestellt werden. Der Betriebsleiter dachte jedenfalls „nicht im Entferntesten“ daran, dass der Betrieb der Liftanlage eingestellt werden müsste, wenn mit dem Hubschrauber darüber geflogen wird.

Der Polier gab den vom Betriebsleiter geäußerten Wunsch an den Piloten weiter. Auf die Nachfrage des Piloten, ob es mit der erstbeklagten Partei abgesprochen sei, dass er über die Seilbahn fliegen dürfe, antwortete der Polier, dass „es vom Betriebsleiter aus gehe, dass über die Bahn geflogen werde“. Dem Polier war nicht bekannt, dass das Überfliegen derartiger Anlagen gefahrenträchtig sein könnte.

Weder der Betriebsleiter, noch der Polier, der Pilot oder der Ersatzpilot hatten gegen die Flugroute über die Seilbahn Bedenken, da derartige Flüge seit vielen Jahren üblich waren. Die Einstellung des Seilbahnbetriebs während der Transportflüge war für sie daher „kein Thema“.

Beim ersten Flug nach dem Gespräch mit dem Polier brachte der Pilot den Einweiser zur „Entladestation“, den er „schwebend“, dh ohne Bodenkontakt des Hubschraubers, aussteigen ließ. Die Betonkübel wurden sodann im Bereich der Beladestation als Außenlast angehängt, nach Transport zur Entladestation dort „schwebend“ entleert und dann wieder zum Beladen zurücktransportiert.

Der Pilot hatte im Frühjahr 2006 insgesamt 823 Flugstunden zu Buche stehen. Nicht festgestellt werden kann, ob er sich vor Wahl der Flugroute mit einem erfahrenen Piloten besprach.

Die Wahrscheinlichkeit eines Schadenseintritts, wie er sich im gegenständlichen Fall durch die Fehlfunktion des Auslösemechanismus verwirklicht hat, liegt bei 1:444 Milliarden.

Die erstklagende Partei hat in Erfüllung ihrer solidarischen Leistungspflicht an Geschädigte Zahlungen geleistet.

In rechtlicher Hinsicht meinte das Erstgericht, § 11 EKHG und § 152 LFG seien zwar nicht anwendbar; dies sei im Ergebnis aber bedeutungslos, weil auch nach den §§ 896, 1302 ABGB auf überwiegendes Verschulden bzw überwiegende Verursachung abzustellen sei. Ein Verschulden der beklagten Parteien (bzw ihrer Mitarbeiter) sei zu verneinen, diese hätten jedoch (im Innenverhältnis) für die durch ihre gefahrenerhöhend wirkende Kenntnis von den Transportflügen bei aufrechtem Liftbetrieb begründete außergewöhnliche Betriebsgefahr einzustehen. Auch die zweitklagende - damit aber auch die erstklagende - Partei treffe grundsätzlich nur die Gefährdungshaftung. Ein schuldhaft rechtswidriges Verhalten des Piloten sei dem Halter nur zuzurechnen, wenn entweder die Voraussetzungen des § 1315 ABGB vorliegen würden oder ein Auswahl- oder Organisationsverschulden zu bejahen sei. Dies treffe hier nicht zu. Beide klagende Parteien hätten somit nicht für ein Verschulden des Piloten, sondern nur für die Betriebsgefahr des Hubschraubers einzustehen. Auch diese sei „außergewöhnlich“, weil der Transport von Außenlasten gefahrenerhöhend wirke. Es sei somit von einer gleichteiligen Ausgleichspflicht auszugehen, „besondere Verhältnisse“ iSd § 896 ABGB lägen nicht vor.

Die Frage eines allfälligen Verschuldens des Piloten sei für das Verfahren ohne Relevanz. Bei anderer Ansicht läge zwar ein objektiver Verstoß des Piloten gegen § 16 AOCV und die Anweisungen des Betriebshandbuchs vor, sein Verschulden wäre aber angesichts der minimalen Schadenswahrscheinlichkeit und der fehlenden Alternativen bei der Wahl der Flugroute äußerst gering.

Das von den beklagten Parteien und den Nebenintervenientinnen angerufene Berufungsgericht änderte diese Entscheidung dahin ab, dass es das Zahlungsbegehren der erstklagenden Partei mit Teilurteil zur Gänze abwies. Es sprach aus, dass die ordentliche Revision nicht zulässig sei.

Es teilte zunächst die Ansicht des Erstgerichts, dass es für den Regress nicht darauf ankomme, ob § 11 EKHG, § 152 LFG oder „nur“ § 896 ABGB zur Anwendung gelange, weil jedenfalls sämtliche Zurechnungselemente gegeneinander abgewogen werden müssten. Als solche sah es auf Seiten der beklagten Parteien die außergewöhnliche Betriebsgefahr der Seilbahn, auf Seiten der erstklagenden Partei - in Anlehnung an 2 Ob 119/09b - das in der Verletzung der Schutznorm des § 16 Abs 2 AOCV liegende Verschulden des Piloten. Bei der Abwägung dieser Zurechnungsgründe komme die Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofs analog zum Tragen, wonach die außergewöhnliche Betriebsgefahr außer Ansatz bleibe, wenn sie durch ein verkehrswidriges Verhalten des anderen Unfallbeteiligten ausgelöst worden sei. Im vorliegenden Fall sei die beim Betrieb der Seilbahn aufgetretene außergewöhnliche Betriebsgefahr ausschließlich durch den sich vom Hubschrauber gelösten und auf das Zugseil der Seilbahn gefallenen Betonkübel ausgelöst worden. Aus diesem Grund komme ein Regressanspruch der erstklagenden Partei gegen die beklagten Parteien nicht in Betracht.

Gegen dieses Berufungsurteil richtet sich die außerordentliche Revision der erstklagenden Partei mit dem Antrag, die angefochtene Entscheidung im Sinne der Wiederherstellung des erstinstanzlichen Teilzwischenurteils abzuändern. Hilfsweise wird ein Aufhebungsantrag gestellt.

Die beklagten Parteien beantragen in der ihnen freigestellten Revisionsbeantwortung, die Revision als unzulässig zurückzuweisen, in eventu ihr nicht Folge zu geben.

Rechtliche Beurteilung

Zu I.:

Dem Vertreter der Nebenintervenientinnen wurde die Gleichschrift der außerordentlichen Revision samt Mitteilung, dass den Nebenintervenientinnen die Beantwortung der Revision freistehe, am 7. 3. 2011 zugestellt. Die vierwöchige Frist zur Einbringung der Revisionsbeantwortung endete am 4. 4. 2011. Am 27. 4. 2011 beantragten die Nebenintervenientinnen beim Obersten Gerichtshof die Wiedereinsetzung in den vorigen Stand gegen die Versäumung der Revisionsbeantwortungsfrist und holten gleichzeitig die versäumte Prozesshandlung nach.

Gemäß § 507a Abs 3 Z 2 ZPO ist die Revisionsbeantwortung beim Obersten Gerichtshof einzubringen, wenn dieser dem Revisionsgegner (und/oder dem auf dessen Seite beigetretenen Nebenintervenienten) deren Einbringung nach § 508a Abs 2 ZPO freistellte. Die Nebenintervenientinnen brachten daher den Wiedereinsetzungsantrag zufolge § 148 Abs 1 ZPO zutreffend beim Obersten Gerichtshof ein (RIS-Justiz RS0111775). Dem Antrag kommt jedoch keine Berechtigung zu.

Grobes Verschulden eines Parteienvertreters bei der Versäumung einer befristeten Prozesshandlung ist im Wiedereinsetzungsverfahren der Partei zuzurechnen (vgl RIS-Justiz RS0111777). Ein solches wird regelmäßig darin erblickt, wenn der unterlaufene Fehler auf einer mangelhaften Organisation beruht (Gitschthaler in Rechberger, ZPO³ § 146 Rz 23 mwN). Berufsmäßige Parteienvertreter (Rechtsanwälte) unterliegen dabei dem erhöhten Haftungsmaßstab des § 1299 ABGB (RIS-Justiz RS0036784 [T4]).

Ist, wie im Wiedereinsetzungsantrag behauptet, für den Parteienvertreter trotz nachträglicher Recherchen nicht nachvollziehbar, warum ein verfasster Rechtsmittelschriftsatz nicht an das Gericht übermittelt wurde, der Schriftsatz selbst nicht mehr auffindbar, und können ferner die zeitlichen Abläufe nicht annähernd dargestellt werden, so indiziert dies ein Organisationsverschulden des Parteienvertreters, welches einen bloß minderen Grad des Versehens (§ 146 Abs 1 letzter Satz ZPO) übersteigt.

Selbst wenn man daher den von den Wiedereinsetzungswerberinnen behaupteten Sachverhalt der Entscheidung zugrunde legt, ergibt sich, dass die beantragte Wiedereinsetzung nicht bewilligt werden kann. Der Antrag ist ohne Durchführung eines Bescheinigungsverfahrens abzuweisen, was die Zurückweisung der verspäteten Revisionsbeantwortung zur Folge hat (vgl 3 Ob 22/07t).

Zu II.:

Die Revision ist zulässig, weil zur Frage, nach welchen Kriterien beim internen Schadensausgleich mehrerer Haftpflichtiger im Falle des Zusammentreffens der Haftungssysteme des LFG und des EKHG vorzugehen ist, noch keine Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofs besteht. Sie ist auch teilweise berechtigt.

Die erstklagende Partei macht geltend, das Berufungsgericht hätte nicht die zum EKHG ergangene Rechtsprechung analog, sondern § 896 ABGB anwenden müssen. Bei der Abwägung der Zurechnungsgründe wäre zu berücksichtigen gewesen, dass der Transportflug zum wirtschaftlichen Vorteil der beklagten Parteien unternommen worden sei und es ohne Auftragserteilung an die erste Nebenintervenientin nicht zu einem Unfall gekommen wäre. Der Haftungsanteil der beklagten Parteien sei daher weit größer als vom Berufungsgericht angenommen, während auf Seiten der erstklagenden Partei von keinem, allenfalls einem äußerst geringen Verschulden auszugehen sei. Die Abwägung der Zurechnungsgründe ausschließlich zu Lasten der erstklagenden Partei sei jedenfalls unzutreffend. Schließlich sei unberücksichtigt geblieben, dass § 16 AOCV auf den gegenständlichen „Arbeitsflug“ gar nicht anwendbar sei.

Im Zusammenhang mit diesem Argument regt die erstklagende Partei an, dem Europäischen Gerichtshof die Rechtsfrage zur Vorabentscheidung vorzulegen, „ob der Geltungsbereich der Verordnung (EWG) Nr 2407/92 des Rats vom 23. 7. 1992 über die Erteilung von Betriebsgenehmigungen an Luftfahrtunternehmen so auszulegen ist, dass er auch Arbeitsflüge im Sinne von Annex 6 Part III des Chicagoer Abkommens über die internationale Zivilluftfahrt sowie das von der Joint Aviation Authority herausgegebenen Regelwerks JAR-OPS 3 umfasst“.

Hiezu wurde erwogen:

1. Der gerügte Verfahrensmangel liegt nicht vor (§ 510 Abs 3 dritter Satz ZPO).

2. Zum Anspruchsübergang:

2.1 Die erstklagende Partei stützt ihr Zahlungsbegehren auf § 67 (ö)VersVG. Diese Bestimmung normiert in Abs 1, dass ein Schadenersatzanspruch des Versicherungsnehmers gegen einen Dritten auf den Versicherer übergeht, soweit dieser dem Versicherungsnehmer den Schaden ersetzt. Schon nach dem Wortlaut dieser Bestimmung setzt die darin geregelte Legalzession nicht die Befriedigung der Forderung eines Dritten voraus, sondern die Befriedigung des Versicherungsnehmers, die in der Haftpflichtversicherung durch die Deckung des Drittschadens geschieht (2 Ob 78/06v mwN; 2 Ob 7/10h; 4 Ob 146/10i; RIS-Justiz RS0081235 [T1]). Der Ausdruck „Schadenersatzansprüche“ in § 67 VersVG erfasst nicht nur Schadenersatzansprüche im engeren Sinn; er ist vielmehr im weitesten Sinn dahin zu verstehen, dass er sich auch auf Regressansprüche, Ausgleichsansprüche, Bereicherungsan-sprüche etc bezieht. Durch den Forderungsübergang ändert sich die Rechtsnatur des Anspruchs nicht (2 Ob 78/06v; 2 Ob 7/10h; 4 Ob 146/10i; RIS-Justiz RS0080594, RS0080533). Bei Versicherung auf fremde Rechnung erfasst der Rechtsübergang auch entsprechende Ansprüche des vom Versicherungsnehmer verschiedenen Versicherten (7 Ob 27/91; 4 Ob 146/10i; RIS-Justiz RS0081312).

2.2 Die hier noch maßgebliche Rechtslage in Deutschland (§ 67 VVG aF [seit 1. 1. 2008 § 86 VVG]; zum Übergangsrecht vgl etwa Voit in Bruck/Möller, VVG9 [2009] § 86 Rz 46) ist insoweit mit der österreichischen völlig ident (vgl Voit aaO § 86 Rz 56 und Rz 66; auch Prölss/Martin, VVG28 [2010] § 86 Rz 4 und Rz 12).

Aus diesem Grund schadet es im Ergebnis nicht, dass sich weder die erstklagende Partei noch die Vorinstanzen mit dem Kollisionsrecht befassten, wonach der gesetzliche Übergang von Forderungen mit außervertraglicher Grundlage nach dem Zessionsgrundstatut zu beurteilen ist (2 Ob 249/08v mwN). Maßgeblich ist das Sachrecht jener Rechtsordnung, die die Leistungspflicht eines Drittzahlers verfügt und damit den Zessionsgrund liefert (2 Ob 170/05x mwN; RIS-Justiz RS0083638; Neumayr in KBB³ § 48 IPRG Rz 4 mwN), hier also jenes Recht, dem der Versicherungsvertrag zwischen der erstklagenden Partei und der zweitklagenden Partei unterworfen ist. Zu dieser Frage haben die Parteien weder Vorbringen erstattet, noch wurde sie von den Vorinstanzen erörtert. Sie kann aber, wie dargelegt, wegen der ohnedies identen Rechtslage in Österreich und Deutschland auf sich beruhen, zumal die beklagten Parteien weder den Forderungsübergang noch die Aktivlegitimation der erstklagenden Partei in Abrede stellen.

2.3 In der zu den Ersatzansprüchen eines durch das Unglück Geschädigten ergangenen Entscheidung 2 Ob 119/09b - sämtliche Streitteile waren neben dem Piloten als beklagte Parteien an diesem Verfahren beteiligt - hat der erkennende Senat bereits mit ausführlicher Begründung dargelegt, dass sich die Versicherungsdeckung auch auf die persönliche gesetzliche Haftpflicht des Piloten erstreckt. Insoweit liegt Versicherung auf fremde Rechnung vor (vgl Kathrein in FS Dittrich, Die Neuordnung der Luftfahrthaftung [2000] 551 [564]).

Das bedeutet nach den bisherigen Ausführungen, dass im Umfang an Geschädigte geleisteter Zahlungen nicht nur allfällige Regressansprüche des zweitklagenden Halters des Luftfahrzeugs, sondern auch solche des (mit-)versicherten Piloten im Wege der Legalzession auf die erstklagende Partei übergehen. Dies gilt auch hinsichtlich jener Leistungen, die an die im gegenständlichen Verfahren genannten Geschädigten erbracht worden sind. Es unterliegt dann aber keinem Zweifel, dass sich die erstklagende Partei im Regressprozess gegen weitere Mithaftende ein Verschulden des Piloten zurechnen lassen muss.

2.4 Da die Schadenersatzansprüche der geschädigten Dritten nach österreichischem Recht zu beurteilen und zu befriedigen waren (§ 48 IPRG; vgl 2 Ob 119/09b), begründet dies eine so starke Beziehung zur österreichischen Rechtsordnung iSd § 1 Abs 1 IPRG, dass auch für die geltend gemachten Regressansprüche des deutschen Haftpflichtversicherers gegen die österreichische Seilbahnunternehmerin und deren Komplementärin österreichisches Recht maßgeblich ist (vgl SZ 55/9; 2 Ob 78/06v mwN; RIS-Justiz RS0026788; Verschraegen in Rummel, ABGB³ II/6 § 48 IPRG Rz 32; Neumayr aaO § 35 IPRG Rz 5). Die Vorinstanzen haben diese Ansprüche daher zutreffend nach österreichischem Sachrecht beurteilt, von dem auch die Streitteile ausgegangen sind.

3. Zu den Grundsätzen des internen Schadensausgleichs:

3.1 Wie die Vorinstanzen grundsätzlich richtig erkannten, kommt die unmittelbare Anwendung des § 152 LFG (idF BGBl I 1997/102; vgl 2 Ob 47/08p) oder des § 11 Abs 1 Satz 1 EKHG (als leges speciales zu § 896 ABGB; vgl Schauer in Schwimann, ABGB³ § 11 EKHG Rz 10) auf den Regressanspruch der erstklagenden Partei nicht in Betracht, setzen diese Bestimmungen doch die Verursachung eines Schadens einerseits „durch mehrere Luftfahrzeuge oder Flugmodelle“, andererseits „durch mehrere Eisenbahnen oder mehrere Kraftfahrzeuge oder durch eine oder mehrere Eisenbahnen und ein oder mehrere Kraftfahrzeuge“ voraus.

Trotzdem orientierte sich das Erstgericht - hinsichtlich des seiner Ansicht nach zu vernachlässigenden Pilotenverschuldens - an der Entscheidung 1 Ob 53/95, der ein Regress nach der Vorgängerbestimmung des § 152 LFG (§ 27 LuftVG) zu Grunde lag, während das Berufungsgericht nur zum EKHG ergangene Rechtsprechung (2 Ob 2341/96w; RIS-Justiz RS0110986) analog angewendet hat. Richtigerweise bestimmt sich aber der Solidarschuldnerregress nach den §§ 896, 1302 ABGB, wobei Besonderheiten der jeweils normierten Haftungsregeln beim internen Ausgleich in die Abwägung der Zurechnungsgründe einzubeziehen sind.

3.2 Der Regressanspruch nach § 896 ABGB ist ein selbständiger Anspruch, dessen Art und Umfang sich nach dem zwischen den Streitteilen bestehenden „besonderen Verhältnis“ der Mitschuldner richtet (2 Ob 78/06v; RIS-Justiz RS0017522). Dieses kann nach der Rechtsprechung auf rechtsgeschäftlichen Beziehungen zwischen den Mitschuldnern beruhen, aber auch auf schadenersatzrechtlichen Verflechtungen und sonstigen Umständen, die im konkreten Fall ein Abweichen vom Rückgriff nach Kopfteilen rechtfertigen. Mangels Vereinbarung entscheidet letztlich der jeweilige Verursachungs-, Schuld- und Rechtswidrigkeitsanteil jedes einzelnen Mitschuldners am Entstehen der Gesamtschuld über die Höhe der Ersatzpflicht (2 Ob 277/06h; RIS-Justiz RS0017501, RS0026824). Nur in Ermangelung eines besonderen Verhältnisses und im Zweifel haben Solidarschuldner zu gleichen Teilen einzustehen. Die Behauptungs- und Beweislast für einen nicht kopfteiligen Ausgleich trifft denjenigen, der sich auf die besonderen Verhältnisse beruft (9 Ob 137/99h; 7 Ob 19/05b mwN; RIS-Justiz RS0026803, RS0017575).

Im vorliegenden Fall hat sich die erstklagende Partei auf die Zweifelsregel gestützt, der die beklagten Parteien entgegentreten. Ein Vertragsverhältnis besteht zwischen den Streitteilen nicht. Für das „besondere Verhältnis“ ist aber relevant, ob und inwieweit für die Haftung gegenüber den Geschädigten unterschiedlich zu gewichtende Zurechnungsgründe im Sinne der obigen Kriterien bestehen.

4. Zu den Zurechnungsgünden auf der Seite der erstklagenden Partei:

4.1 Gemäß § 131 Abs 1 LFG sind beim Betrieb von Zvilluftfahrzeugen alle jene Vorsichtsmaßnahmen zu beachten, die erforderlich sind, um Gefährdungen der Sicherheit der Luftfahrt auszuschließen. Abs 2 Satz 1 dieser Bestimmung erlegt dem zuständigen Bundesminister die Verpflichtung auf, die zur Gewährleistung eines sicheren Betriebs der Zivilluftfahrzeuge erforderlichen Betriebsvorschriften durch Verordnung zu regeln und zwar insbesondere (ua) die Flugplanung und Flugvorbereitung (Z 1). § 134 Abs 1 LFG sieht vor, dass bei der Beförderung von Personen oder Sachen mit Zivilluftfahrzeugen alle jene Vorsichtsmaßregeln zu beachten sind, die erforderlich sind, um Gefährdungen der Sicherheit der Luftfahrt auszuschließen. Auch in dieser Bestimmung verpflichtet Abs 2 den zuständigen Bundesminister, im Einvernehmen mit den in ihrem Wirkungsbereich berührten Bundesministerien unter Bedachtnahme auf die Verkehrssicherheit, die Interessen der Landesverteidigung sowie auf die Sicherheit der Person und des Eigentums die zur sicheren Beförderung von Personen und Sachen mit Luftfahrzeugen notwendigen Sicherheitsmaßnahmen, insbesondere hinsichtlich der Beförderung von (ua) Sachen, die ihrer Beschaffenheit nach geeignet sind, Gefährdungen herbeizuführen (lit d) durch Verordnung zu regeln.

In Durchführung dieser und weiterer gesetzlicher Anordnungen erließ der Bundesminister für Verkehr, Innovation und Technologie die am 10. 11. 2004 in Kraft getretene Verordnung betreffend die Voraussetzungen für die Erteilung des Luftverkehrsbetreiberzeugnisses (AOCV) 2004 BGBl II 2004/425, welche die AOCV 1998 abgelöst hat. Die Verordnung regelt die flugbetrieblichen und technischen Grundlagen für das Luftverkehrsbetreiberzeugnis (Air Operator`s Certificate - AOC) als Voraussetzung für die Erteilung einer Betriebsgenehmigung für den gewerblichen Luftverkehr im Sinne der Verordnung (EWG) 2407/92 (§ 1 Abs 1 AOCV). Die §§ 12 bis 16 AOCV regeln den Flugbetrieb.

4.2 § 16 AOCV enthält eine Sonderbestimmung für Hubschrauber. In der Entscheidung 2 Ob 119/09b wurde das Verschulden des Piloten (wie schon in dem gegen ihn geführten Strafprozess) mit eingehender Begründung auf die Verletzung des § 16 Abs 2 AOCV gestützt, der folgenden Wortlaut hat:

Die gleichzeitige Beförderung von Personen und Sachen ist nur zulässig, wenn die beförderten Sachen mit dem Hubschrauber fest verbunden oder in geeigneter Weise gegen Lageveränderungen gesichert sind. Werden Sachen als Unterlasten (Außenlasten) befördert, dürfen nur die für die Beförderung zweckdienlichen Personen mitgeführt werden. Der Pilot hat vor dem Start die Aufhängevorrichtung zu überprüfen (Funktionsprobe). Es ist verboten, mit nicht ausklinkbaren Aufhängevorrichtungen Lasten zu befördern. Über die sichere Durchführung der Aufhängung der Lasten entscheidet der Pilot und erteilt die erforderlichen Anweisungen an das mit dem Verladen betraute Personal. Der Pilot darf erst starten, wenn vom Flughelfer Zeichen für eine sichere Startdurchführung erteilt wurden. Der Pilot hat den Flug so zu wählen, dass bei einer eventuellen Auslösung der Aufhängevorrichtung während des Fluges die herabfallende Last weder Personen noch Sachen auf der Erde gefährdet.

Der erkennende Senat beurteilte den letzten Satz dieser Bestimmung als eine an den Piloten adressierte Schutznorm iSd § 1311 ABGB, die den Schutz der körperlichen Integrität und des Eigentums der „auf der Erde“ befindlichen Personen, somit die Hintanhaltung von Drittschäden bezweckt.

Im genannten Verfahren hatte der Pilot die Anwendbarkeit dieser Bestimmung auf den Unglücksflug nur mit dem - vom Obersten Gerichtshof nicht geteilten - Argument in Frage gestellt, dass die Vorschrift zu unbestimmt sei, um eine Verschuldenshaftung tragen zu können.

4.3 Nunmehr versucht die erstklagende Partei an Hand internationaler und europarechtlicher Regelungen darzulegen, dass § 16 Abs 2 AOCV auf einen „Arbeitsflug“ (aerial work) oder „Rundflug“, wie er hier vorliege, gar nicht anzuwenden sei.

In der österreichischen Rechtsordnung findet sich eine Definition von „Arbeitsflügen“ in § 2 Abs 4 der Zivilluftfahrzeug- und Luftgerät-Verordnung (ZLLV), der in der hier interessierenden Fassung BGBl II 363/1999 lautet:

Arbeitsflüge sind Flüge, bei denen mit einem Luftfahrzeug Arbeitsvorgänge ausgeführt werden, deren Zweck nicht in der Durchführung des Fluges selbst oder in einer Beförderung besteht. Dazu zählen insbesondere Streu- oder Sprühflüge, Schädlingsbekämpfungsflüge, Flüge zum Abwerfen von Sachen, Foto- und Vermessungsflüge sowie Außenlast-Schleppflüge.

Diese Definition entspricht in ihrem Sinngehalt im Wesentlichen der in der Revision wiedergegebenen Begriffsbestimmung des Chicagoer Abkommens in Annex 6 Part III:

An aircraft operation in which a helicopter aircraft is used for specialized services such as agriculture, construction, photography, surveying, observation and patrol, search and rescue, aerial advertisement etc

Laut erstklagender Partei soll das entscheidende, über den im erwähnten Vorprozess festgestellten Sachverhalt hinausgehende Tatsachenmerkmal für die Annahme eines „Arbeitsflugs“ darin liegen, dass der Hubschrauber auf der Entladestelle nicht landete, sondern - wie dies der nunmehr vorliegenden Tatsachengrundlage entspricht - die transportierten Kübel „schwebend entleert“ wurden.

Ähnlich argumentiert Janezic (Luftarbeit - Versuch einer Definition, ZLW 2010, 520), der das Fehlen einer europarechtlichen Definition des Begriffs „Arbeitsflug“ bemängelt (523 f) und sich mit der Zuordnung von „Grenzfällen“ (521) zu bestimmten Flugarten befasst. Nach Ansicht des Autors sind auch Flüge zur Durchführung von Bauarbeiten zu den „Arbeitsflügen“ zu zählen, allerdings nur insoweit, als ein Hubschrauber nicht nur zum bloßen Transport eingesetzt wird. Er nennt als Beispiel, dass Beton in Außenlast-Transportkübeln zur Baustelle gebracht und „der Beton direkt aus der Luft in die Holzverschalung eingefüllt wird“. Würden aber die Bestandteile des Betons einzeln zur Baustelle gebracht und erst dort zusammengemischt und in die Verschalung gegossen werden, so liege wohl gewerbsmäßige Beförderung von Fracht vor.

4.4 Auf der Grundlage dieser Überlegungen gelangt der Autor zu der Ansicht, der erkennende Senat habe bei seiner Entscheidung 2 Ob 119/09b verkannt, dass es sich beim gegenständlichen Flug um einen „Arbeitsflug“ gehandelt habe, der nicht in den sachlichen Anwendungsbereich der AOCV 2004 falle, regle diese doch die Voraussetzungen für das Erlangen eines AOC, welches für „Arbeitsflüge“ gerade nicht erforderlich sei. Diese Kritik vermag nicht zu überzeugen:

4.4.1 Zum einen fehlte es in besagtem Vorprozess an einem entsprechenden Einwand und an einer Tatsachengrundlage, die eine Beurteilung der „Flugart“ im Sinne des Autors überhaupt ermöglicht hätte; dass der Hubschrauber über den bloßen Transport hinaus als „Arbeitsgerät“ gedient haben soll, wurde von den Parteien damals (zumindest in dritter Instanz) nicht einmal ansatzweise thematisiert.

4.4.2 Zum anderen ist aber jedenfalls am Schutznormcharakter des § 16 Abs 2 AOCV festzuhalten. Ob der Unglücksflug ein „Arbeitsflug“ war, wäre daher nur dann von Bedeutung, wenn bei solchen Flügen - anders als bei „bloßen Transportflügen“ - verursachte Schäden vom Schutzzweck der Norm nicht umfasst wären. Dies trifft jedoch nicht zu:

Nach ständiger Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofs ergibt sich der Schutzzweck der Norm aus ihrem Inhalt. Das Gericht hat das anzuwendende Schutzgesetz teleologisch zu interpretieren, um herauszufinden, ob die jeweilige Vorschrift, die übertreten wurde, den in einem konkreten Fall eingetretenen Schaden verhüten soll (RIS-Justiz RS0008775). Wie weit der Normzweck reicht, ist Ergebnis der Auslegung im Einzelfall (RIS-Justiz RS0082346). Entscheidend ist nur der Inhalt der Norm. Es genügt, dass die Verhinderung des Schadens bloß mitbezweckt ist; die Norm muss aber die Verhinderung eines Schadens wie des später eingetretenen zumindest intendiert haben (2 Ob 64/09i mwN; RIS-Justiz RS008775 [T2 und T4]).

Für die Frage der Gefährdung der in den Schutzbereich des § 16 Abs 2 AOCV fallenden Rechtsgüter macht es keinen Unterschied, ob die Außenlast „bloß“ befördert wird oder ob die Entladung „schwebend“ oder nach vorheriger Landung des Hubschraubers erfolgt. In beiden Fällen beruht die Gefährdung auf dem Transport einer Außenlast, auf den Zweck des Flugs (so aber Janezic) kommt es dabei nicht an. § 16 Abs 2 AOCV kann bei sinnvoller Interpretation demnach nur dahin verstanden werden, dass bei Hubschrauberflügen (welcher Art auch immer) die mit dem Transport von Außenlasten verbundenen Gefahren für die geschützten Rechtsgüter durch Einhaltung der vorgeschriebenen Maßnahmen möglichst gering zu halten sind. Nur illustrativ sei in diesem Zusammenhang erwähnt, dass selbst der Privatgutachter der erstklagenden Partei, auf dessen Ausführungen sie sich auch in ihrem Rechtsmittel beruft, im rechtlichen Teil seiner Ausführungen zu dem Ergebnis gelangte, dass § 16 Abs 2 AOCV - wenn auch (so der Gutachter) „vollkommen unsystematisch, an dieser Stelle deplaziert und inhaltlich schwammig“ - „die einzigen Regelungen betreffend Arbeitsflüge mit Hubschraubern“ enthält (vgl Beilage ./L Seiten 4 und 5).

4.5 Darauf, ob der in der erörterten Norm verwendete Begriff „Beförderung“ der Terminologie in § 102 Abs 1 LFG bzw der VO (EWG) Nr 2407/92 entspricht, kommt es aus den dargelegten Gründen nicht entscheidend an. Die erörterte inländische Schutznorm regelt ganz allgemein den Transport von Außenlasten mit Hubschraubern und geht von ihrer Bedeutung über den in § 1 Abs 1 AOCV 2004 definierten Geltungsbereich der Verordnung hinaus. Die Anregung der erstklagenden Partei, dem Europäischen Gerichtshof gemäß Art 267 AEUV ein Vorabentscheidungsersuchen zur Auslegung der Rechtsfrage vorzulegen, „ob der Geltungsbereich der Verordnung (EWG) Nr 2407/92 des Rates vom 23. 7. 1992 über die Erteilung von Betriebsgenehmigungen an Luftfahrtunternehmen so auszulegen ist, dass er auch Arbeitsflüge im Sinne von Annex 6 Part III des Chicagoer Abkommens über die internationale Zivilluftfahrt sowie des von der Joint Aviation Authority herausgegebenen Regelwerks JAR-OPS 3 umfasst“ ist daher nicht aufzugreifen.

4.6 Davon abgesehen sind auch die im behördlich genehmigten Flugbetriebshandbuch (FOM) enthaltenen (nahezu) gleichlautenden Anordnungen an den Piloten als Schutzgesetze iSd § 1311 ABGB zu qualifizieren (vgl 2 Ob 7/10h mwN; RIS-Justiz RS0027415, RS0027539). Wie sich insbesondere aus Punkt C.1.13.7 des Handbuchs unmissverständlich ergibt, musste mit der Möglichkeit einer Auslösung der Aufhängevorrichtung während des Flugs gerechnet werden, weshalb die Gefährdung der mit der Seilbahn beförderten Personen durch herabfallende Lasten nicht auszuschließen war (vgl 2 Ob 215/07t; 2 Ob 119/09b).

4.7 Wie im erwähnten Vorprozess ist die objektive Übertretung der Schutznorm durch den Piloten als erwiesen anzusehen. Der Pilot vermochte im damaligen Rechtsstreit keine subjektiven Umstände darzulegen, die es ihm unmöglich gemacht haben könnten, die Gefahr zu erkennen und danach zu handeln. Neue Aspekte zu diesem Thema zeigt auch die erstklagende Partei im vorliegenden Regressprozess nicht auf. Auch auf der Grundlage der nunmehrigen Feststellungen trifft den Piloten der Vorwurf einer fahrlässigen Verletzung der Schutznorm des § 16 Abs 2 AOCV 2004, den sich die erstklagende Partei beim internen Schadensausgleich nach § 896 ABGB zurechnen lassen muss.

5. Zu den Zurechnungsgründen auf der Seite der beklagten Parteien:

5.1 In der ebenfalls zu den Ersatzansprüchen mehrerer durch das Unglück Geschädigter ergangenen Entscheidung 2 Ob 215/07t billigte der erkennende Senat im Rahmen der Zurückweisung außerordentlicher Revisionen die Rechtsansicht des Berufungsgerichts als vertretbar, dass den (auch dort) beklagten Parteien wegen der Fortsetzung des Seilbahnbetriebs während der Hubschrauberflüge kein eigenes Verschulden vorzuwerfen sei. In diesem Zusammenhang wurden die Feststellungen hervorgehoben, wonach solche Transportflüge im Hochgebirge auch über Seilbahntrassen seit 20 bis 30 Jahren gängige Praxis gewesen seien und sich für den Betriebsleiter der erstbeklagten Partei im Zuge seiner mehrjährigen Praxis samt mehreren tausend derartigen Lastenflügen nie Lastenverluste während eines Flugs ergeben hatten. Auch die Ablehnung einer Erfüllungsgehilfenhaftung im Rahmen des Beförderungsvertrags für den Transporteur von Rohstoffen für den Seilbahnbau wurde in dieser Entscheidung als vertretbar angesehen. Dasselbe gilt für die Verneinung einer deliktsrechtlichen Haftung nach dem Ingerenzprinzip, zumal sich der Unfall nicht im Bereich der abzusichernden Baustelle ereignet habe.

Als vertretbar wurde aber auch die Bejahung der Haftung der beklagten Parteien für die außergewöhnliche Betriebsgefahr der Seilbahn beurteilt, die durch die starke Seilbahnschwingung mit Riss des Klemmapparats einer Seilbahngondel begründet worden sei (vgl auch 2 Ob 41/08f).

5.2 In Anknüpfung an diese Erwägungen teilt der erkennende Senat bei (insoweit) unveränderter Tatsachengrundlage die in diesem Verfahren wiederholte Rechtsansicht des Berufungsgerichts, dass den Betriebsleiter der erstbeklagten Partei kein dieser zurechenbares Verschulden traf. Ein solches käme nur im Falle fahrlässigen Fehlverhaltens in Betracht:

5.2.1 Fahrlässigkeit ist die Außerachtlassung der gehörigen Sorgfalt (RIS-Justiz RS0026204; Karner in KBB³ § 1294 Rz 11). § 1297 ABGB legt den allgemeinen Sorgfaltsmaßstab fest, dessen Nichteinhaltung Fahrlässigkeit begründet. Da auf den gewöhnlichen Grad der Aufmerksamkeit und des Fleißes abzustellen ist, ist maßgeblich, wie sich ein maßgerechter Durchschnittsmensch in der konkreten Lage verhalten hätte (7 Ob 280/06m; Karner aaO § 1297 Rz 1; Reischauer in Rummel, ABGB³ II/2a § 1297 Rz 2). Bei der Beurteilung dieser Frage ist auch das Wissen einzubeziehen, das der Täter um die konkreten Umstände hatte. Das Wissen-Müssen richtet sich von vornherein nach dem, was ein maßgerechter Mensch in der konkreten Situation hätte wissen müssen (Reischauer aaO § 1297 Rz 2). Daher handelt auch fahrlässig, wer ein Verhalten für erlaubt hält, obwohl es erkennbar rechtswidrig ist; zB wer bei gehöriger Aufmerksamkeit den Eintritt des Schadens voraussehen hätte können (7 Ob 280/06m).

5.2.2 Nach den Feststellungen kann davon ausgegangen werden, dass der Betriebsleiter von der über die Sektion I der Seilbahn führenden Flugroute Kenntnis hatte oder zumindest haben musste. Es ist jedoch zu berücksichtigen, dass er (oder ein anderer Repräsentant der erstbeklagten Partei) im Gegensatz zum Piloten nicht Adressat der einschlägigen Schutznormen war. Deren Unkenntnis ist ihm auch nicht vorwerfbar, da er in dieser Hinsicht nur dem allgemeinen, nicht aber dem erhöhten Sorgfaltsmaßstab des § 1299 ABGB unterlag. Aus diesem Grund musste ihm die Rechtswidrigkeit des Überfliegens der Seilbahn auch nicht erkennbar sein. Die Voraussehbarkeit eines Schadenseintritts, war für den Betriebsleiter jedenfalls in einem noch deutlich geringeren Maße gegeben, als dies für den Piloten galt. Schadensverhindernde Vorkehrungen, wie etwa die Einstellung des Seilbahnbetriebs während der Überflüge oder deren Duldung nur außerhalb des Seilbahnbetriebs, waren daher aus der gebotenen ex ante-Sicht eines Durchschnittsmenschen nicht notwendig, weshalb ihre Unterlassung noch keine den Vorwurf der Fahrlässigkeit rechtfertigende Sorgfaltswidrigkeit bedeutet.

Die Revisionsausführungen zur „Bauherrnhaftung“ und zu einem Organisationverschulden der erstbeklagten Partei müssen unter diesen Umständen ins Leere gehen.

5.3 Da die beklagten Parteien gegenüber den Geschädigten eine außergewöhnliche Betriebsgefahr zu vertreten haben, bestand bisher kein Anlass zur Prüfung der Frage, ob den beklagten Parteien, hätten sie nur für die gewöhnliche Betriebsgefahr einzustehen, der Entlastungsbeweis nach § 9 Abs 2 EKHG gelungen wäre. Für die im Innenverhältnis der Mitschuldner vorzunehmende Abwägung der Zurechnungsgründe ist sie jedoch relevant:

5.3.1 Die Annahme eines unabwendbaren Ereignisses iSd § 9 EKHG setzt voraus, dass der Erstbeklagte „jede nach den Umständen des Falls gebotene Sorgfalt“ beachtet hat. Darunter ist die äußerste nach den Umständen des Falls mögliche und zumutbare Sorgfalt zu verstehen; es muss alles vermieden werden, was zur Entstehung einer gefahrenträchtigen Situation führen könnte (2 Ob 210/09k mwN; RIS-Justiz RS0058317, RS0058326). Die erhöhte Sorgfaltspflicht, deren Beachtung den Unfall als unabwendbares Ereignis erscheinen lässt, setzt daher auch nicht erst in der Gefahrenlage ein, sondern verlangt, dass von vornherein vermieden wird, in eine Lage zu kommen, aus der Gefahr entstehen kann (2 Ob 210/09k; RIS-Justiz RS0058411, RS0058278).

5.3.2 Das Gesetz stellt, wenn es „jede gebotene Sorgfalt“ verlangt, auf einen rein objektiven Maßstab ab (RIS-Justiz RS0107615; Schauer in Schwimann, ABGB³ VII § 9 EKHG Rz 20). Auch wenn die Sorgfaltspflicht nicht überspannt werden darf, hätte nach Auffassung des Senats ein besonders sorgfältiger Seilbahnunternehmer die Transportflüge während des Seilbahnbetriebs nicht zugelassen. Dieser hätte sich vielmehr - etwa durch Nachfrage beim Piloten - von den luftfahrtrechtlichen Vorschriften Kenntnis verschafft und, wenn keine andere Flugroute möglich war, Betriebszeiten und Flüge aufeinander abgestimmt.

6. Zur Gewichtung der Zurechnungsgründe:

Bei der vorzunehmenden Abwägung fällt auf der Seite der erstklagenden Partei das Verschulden des Piloten ins Gewicht, das im Hinblick auf die minimale Wahrscheinlichkeit eines Schadenseintritts als (sehr) gering zu bewerten ist. Dem steht die den beklagten Parteien zuzurechnende Untätigkeit des Betriebsleiters gegenüber, die gerade noch nicht den Grad eines Verschuldens erreicht. Die außergewöhnliche Betriebsgefahr bleibt hingegen als weiteres Zurechnungsmoment außer Betracht, weil sie, wie das Berufungsgericht insoweit richtig erkannte, nur durch das Fehlverhalten des Piloten ausgelöst worden ist. Die verschwindend kleine Schadenswahrscheinlichkeit schlägt sich auf beiden Seiten gleichermaßen zu Buche.

Demnach fällt die Gewichtung der Zurechnungsgründe nur geringfügig zu Lasten der erstklagenden Partei aus. Ein leichtes Überwiegen zu deren Nachteil ist aber wegen des ihr zuzurechnenden Verschuldenselements doch gegeben. Unter diesen Umständen erachtet der Senat - in Abweichung von der Zweifelsregel des § 896 ABGB - eine Aufteilung des Schadens im Verhältnis von 3 : 2 zu Lasten der erstklagenden Partei als sachgerecht.

7. Zwischenergebnis:

Das Leistungsbegehren der erstklagenden Partei besteht hinsichtlich des geltend gemachten, mit 914.363,30 EUR bezifferten Hälftebetrags der auf sie übergegangenen Ansprüche des Versicherungsnehmers (des zweitklagenden Halters bzw des versicherten Piloten) dem Grunde nach zu vier Fünftel zu Recht. Das abweisende Teilurteil des Berufungsgerichts kann im Ausmaß von einem Fünftel dieses Teilbegehrens, das sind 182.872,66 EUR bestätigt werden. Im Übrigen ist das Teilzwischenurteil des Erstgerichts in der aus dem Spruch ersichtlichen Fassung wiederherzustellen.

Die beklagten Parteien haben bereits in ihrer Berufung zutreffend darauf hingewiesen, dass bei der Ermittlung des Regressbetrags darauf zu achten sein wird, inwieweit überhaupt für die an die Geschädigten geleisteten Beträge (im Außenverhältnis) die Solidarhaftung besteht. Dies betrifft jedoch das Verfahren über die Anspruchshöhe, weshalb auch die in der Berufungsentscheidung unerledigt gebliebene Verfahrens- und Beweisrüge zu diesem Thema - wie im Übrigen auch die eingewendete Gegenforderung (vgl Rechberger in Rechberger, ZPO³ § 393 Rz 9) - dem Zwischenurteil nicht entgegensteht.

8. Zu den Regulierungskosten:

8.1 Mit diesem Teilbegehren (98.812,75 EUR) macht die erstklagende Partei keine auf sie übergegangene Ansprüche ihres Versicherungsnehmers oder des Versicherten geltend, sondern den anteiligen Ersatz eigener Aufwendungen (vgl die Aufstellung auf AS 69), die ihr im Zusammenhang mit der Schadensabwicklung bisher entstanden sind. Dazu stützte sie sich insbesondere auf die Anspruchsgrundlagen der Geschäftsführung ohne Auftrag und der „Verwendungsansprüche der §§ 1041 ff ABGB“, ohne näher darzulegen, inwieweit diese Aufwendungen den beklagten Parteien zum Nutzen gereichten.

8.2 Ein Zwischenurteil darf bei Anspruchshäufung in einer Klage schon dann gefällt werden, wenn auch nur ein Teilanspruch berechtigt ist und die anspruchsbegründenden Tatbestandsvoraussetzungen auch für die anderen Teilansprüche zu bejahen sind (vgl 2 Ob 268/06k mwN; 2 Ob 157/09s; RIS-Justiz RS0041036; Deixler-Hübner in Fasching/Konecny² III § 393 Rz 12). Zur Erlassung eines Zwischenurteils über den Grund des Anspruchs ist es somit erforderlich, dass alle rechtserzeugenden Tatsachen, aus denen der Grund des Anspruchs abgeleitet wird, und alle Einwendungen, die seinen Bestand berühren, geklärt worden sind. Fehlt es an den entsprechenden Feststellungen, liegt ein Feststellungsmangel vor (vgl 2 Ob 157/09s mwN).

8.3 Das Erstgericht hat dieses Teilbegehren mit den Parteien nicht erörtert, es liegt auch keine einzige Feststellung dazu vor. Auf dieser Basis kann noch nicht beurteilt werden, ob das auf den anteiligen Ersatz von Regulierungskosten gerichtete Teilbegehren dem Grunde nach berechtigt ist.

Im Hinblick auf das in Punkt 7. dargestellte Zwischenergebnis erfordert dies die Aufhebung des angefochtenen Teilurteils im Umfang von vier Fünftel dieses Teilbegehrens, das sind 79.050,20 EUR, während das abweisende Teilurteil im Umfang eines Fünftels bestätigt werden kann. Bei der neuerlichen Entscheidung über das aufgehobene Teilbegehren wird auch zu berücksichtigen sein, dass der der Prüfung des Anspruchs letztlich zugrundezulegende Sachverhalt zunächst einer kollisionsrechtlichen Beurteilung (§§ 46 f IPRG aF) bedarf.

9. Zusammenfassung und Kosten:

Zusammenfassend ist somit festzuhalten, dass das Leistungsbegehren der erstklagenden Partei hinsichtlich der geltend gemachten Regressansprüche dem Grunde nach zu vier Fünftel zu Recht besteht. Hinsichtlich desselben Anteils an den geltend gemachten Regulierungskosten waren die Urteile der Vorinstanzen hingegen aufzuheben. Von der Aufhebung umfasst ist auch die Entscheidung über das Zinsenbegehren, soweit sich dieses auf den vor der Klagsbehändigung (3. 9. 2008) gelegenen Zeitraum bezieht. Insoweit wird die erstklagende Partei im fortgesetzten Verfahren ihr Zinsenbegehren dahin aufzuschlüsseln haben, dass eine Zuordnung der in der Zinsstaffel genannten Kapitalbeträge auf die beiden Teilansprüche möglich ist. Im Umfang eines Fünftels ist das abweisende Teilurteil zu bestätigen.

Der Kostenvorbehalt gründet sich auf § 52 Abs 1 ZPO, in Ansehung des Teil- und Teilzwischenurteils auf § 52 Abs 2 iVm § 393 Abs 4 ZPO.

Schlagworte

Gruppe: Verkehrsrecht,Verkehrsopfergesetz

Textnummer

E97644

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2011:0020OB00112.10Z.0622.000

Im RIS seit

11.07.2011

Zuletzt aktualisiert am

02.04.2015

Dokumentnummer

JJT_20110622_OGH0002_0020OB00112_10Z0000_000