Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 3Ob134/55 6Ob8/74 7Ob53...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0059546

Geschäftszahl

3Ob134/55; 6Ob8/74; 7Ob538/86; 5Ob626/88; 6Ob99/11v

Entscheidungsdatum

09.03.1955

Norm

GmbHG §16
GmbHG §41
GmbHG §50

Rechtssatz

Zur Anfechtung eines Gesellschaftsbeschlusses, wodurch gesellschaftsvertragliche Sonderrechte eines Gesellschafters (Geschäftsführung) entzogen wurden.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 134/55
    Entscheidungstext OGH 09.03.1955 3 Ob 134/55
    Veröff: SZ 28/71 = ÖBA 1955,414
  • 6 Ob 8/74
    Entscheidungstext OGH 30.05.1974 6 Ob 8/74
    Beisatz: Das dem Gesellschafter eingeräumte Sonderrecht kann nur denn beachtet werden, wenn es der Satzung zu entnehmen ist. Werden Rechte Dritter nicht berührt, dann ist zur Auslegung unklarer Vertragsbestimmungen die Absicht der Parteien zu erforschen und auf Vorverhandlungen Bedacht zu nehmen. (T1) Veröff: SZ 47/70 = EvBl 1974/298 S 658 = JBl 1975,42 = NZ 1975,123 = GesRZ 1975,61 (hiezu Ostheim, 44 ff, 76 ff)
  • 7 Ob 538/86
    Entscheidungstext OGH 19.06.1986 7 Ob 538/86
    Auch; Beis wie T1 nur: Das dem Gesellschafter eingeräumte Sonderrecht kann nur denn beachtet werden, wenn es der Satzung zu entnehmen ist. (T2) Veröff: SZ 59/104 = EvBl 1987/81 S 313 = GesRZ 1986,198 = RdW 1986,366 = NZ 1987,158
  • 5 Ob 626/88
    Entscheidungstext OGH 22.11.1988 5 Ob 626/88
    Beis wie T1; Veröff: JBl 1989,254 = NZ 1990,35
  • 6 Ob 99/11v
    Entscheidungstext OGH 16.06.2011 6 Ob 99/11v
    Auch; Beis ähnlich wie T1; Beisatz: Im Zweifel darf jedenfalls nicht von der Einräumung eines Sonderrechts ausgegangen werden. (T3); Veröff: SZ 2011/73

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1955:RS0059546

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

25.04.2013

Dokumentnummer

JJR_19550309_OGH0002_0030OB00134_5500000_001

Rechtssatz für 8Ob592/78 (8Ob593/78) 5O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0008148

Geschäftszahl

8Ob592/78 (8Ob593/78); 5Ob745/82; 1Ob624/83; 1Ob733/83; 5Ob519/93; 2Ob579/94; 2Ob103/98f; 1Ob18/00d (1Ob19/00a); 8Ob298/00g; 6Ob99/11v

Entscheidungsdatum

10.05.1979

Norm

ABGB §810
AußStrG §145 Abs1 A
AußStrG §145 Abs1 B
HGB §114

Rechtssatz

Die Befugnisse der Erben, dem die Verwaltung des Nachlasses obliegt, sind in § 145 Abs 1 AußStrG nicht erschöpfend aufgezählt. Soweit es sich um Maßnahmen der ordentlichen Verwaltung handelt, bedarf der Erbe nicht der Genehmigung des Verlassenschaftsgerichtes (Hier: Zusage eines Geschäftsführerbezuges).

Entscheidungstexte

  • 8 Ob 592/78
    Entscheidungstext OGH 10.05.1979 8 Ob 592/78
    Veröff: EvBl 1980/3 S 13
  • 5 Ob 745/82
    Entscheidungstext OGH 29.10.1982 5 Ob 745/82
    Auch; nur: Die Befugnisse der Erben, dem die Verwaltung des Nachlasses obliegt, sind in § 145 Abs 1 AußStrG nicht erschöpfend aufgezählt. (T1)
  • 1 Ob 624/83
    Entscheidungstext OGH 11.05.1983 1 Ob 624/83
    Beisatz: Hier: Anpassung des Bezuges des Geschäftsführers einer OHG an die veränderten wirtschaftlichen Verhältnisse. (T2) Veröff: EvBl 1983/144 S 522 = GesRZ 1983,214
  • 1 Ob 733/83
    Entscheidungstext OGH 09.11.1983 1 Ob 733/83
    nur: Soweit es sich um Maßnahmen der ordentlichen Verwaltung handelt, bedarf der Erbe nicht der Genehmigung des Verlassenschaftsgerichtes. (T3) Veröff: JBl 1984,552 = NZ 1984,221
  • 5 Ob 519/93
    Entscheidungstext OGH 12.10.1993 5 Ob 519/93
    nur T3; Beisatz: Hier: Prozeßführung. (T4)
  • 2 Ob 579/94
    Entscheidungstext OGH 13.10.1994 2 Ob 579/94
    nur T3
  • 2 Ob 103/98f
    Entscheidungstext OGH 23.04.1998 2 Ob 103/98f
    Auch; Veröff: SZ 71/73
  • 1 Ob 18/00d
    Entscheidungstext OGH 28.03.2000 1 Ob 18/00d
    nur T3
  • 8 Ob 298/00g
    Entscheidungstext OGH 13.09.2001 8 Ob 298/00g
    nur T3; Beisatz: Für den Ausgleichsantrag auch nur eines von mehreren Erben ist die abhandlungsbehördliche Genehmigung zulässig und erforderlich. (T5); Veröff: SZ 74/156
  • 6 Ob 99/11v
    Entscheidungstext OGH 16.06.2011 6 Ob 99/11v
    nur T3; Veröff: SZ 2011/73

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1979:RS0008148

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

25.04.2013

Dokumentnummer

JJR_19790510_OGH0002_0080OB00592_7800000_001

Rechtssatz für 1Ob573/85 6Ob99/11v 6Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0060018

Geschäftszahl

1Ob573/85; 6Ob99/11v; 6Ob23/13w

Entscheidungsdatum

22.05.1985

Norm

GmbHG §40 Abs1

Rechtssatz

Generalversammlungsbeschlüsse sind auch ohne Eintragung in das Protokollbuch gültig.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 573/85
    Entscheidungstext OGH 22.05.1985 1 Ob 573/85
    Veröff: SZ 58/88 = WBl 1987,69
  • 6 Ob 99/11v
    Entscheidungstext OGH 16.06.2011 6 Ob 99/11v
    Vgl auch; Beisatz: Bei der GmbH ist eine ausdrückliche Beschlussfeststellung nicht erforderlich. (T1); Veröff: SZ 2011/73
  • 6 Ob 23/13w
    Entscheidungstext OGH 20.03.2013 6 Ob 23/13w
    Vgl auch; Beisatz: Wurde das Beschlussergebnis gerade nicht vom Vorsitzenden festgestellt, kommt dem Beschluss der Generalversammlung schon aus diesem Grund keine vorläufige Verbindlichkeit zu. (T2)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1985:RS0060018

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

07.05.2013

Dokumentnummer

JJR_19850522_OGH0002_0010OB00573_8500000_004

Rechtssatz für 1Ob529/89 6Ob99/11v

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0059665

Geschäftszahl

1Ob529/89; 6Ob99/11v

Entscheidungsdatum

26.04.1989

Norm

GmbHG §16 Abs2
GmbHG §50 Abs4

Rechtssatz

Ist einem Gesellschafter die Geschäftsführung kraft Sonderrechtes eingeräumt, ist seine Abberufung nur mittels Klage aus wichtigen Gründen (§§ 117, 127 HGB) möglich.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 529/89
    Entscheidungstext OGH 26.04.1989 1 Ob 529/89
    Veröff: GesRZ 1989,223 = WBl 1989,280 = RdW 1989,328
  • 6 Ob 99/11v
    Entscheidungstext OGH 16.06.2011 6 Ob 99/11v
    Auch; Beisatz: Ohne Beschränkung der Abberufung auf wichtige Gründe im Gesellschaftsvertrag kann auch ein im Gesellschaftsvertrag bestellter Gesellschafter‑Geschäftsführer auch ohne Vorliegen eines wichtigen Grundes unbeschränkt abberufen werden. (T1); Beisatz: Ein Sonderrecht auf Geschäftsführung ist allerdings nicht schon darin zu erblicken, dass die Bestellungserklärung zum Geschäftsführer im Gesellschaftsvertrag enthalten ist, oder wenn jemand für die Dauer des Gesellschaftsverhältnisses zum Geschäftsführer bestellt wurde. (T2); Veröff: SZ 2011/73

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1989:RS0059665

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

25.04.2013

Dokumentnummer

JJR_19890426_OGH0002_0010OB00529_8900000_002

Rechtssatz für 7Ob681/89 2Ob83/98i 9Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0036021

Geschäftszahl

7Ob681/89; 2Ob83/98i; 9Ob64/03g; 2Ob97/06p; 6Ob186/08h; 6Ob99/11v; 6Ob98/16d

Entscheidungsdatum

19.10.1989

Norm

GmbHG §42 Abs5
ZPO §20 I

Rechtssatz

Der Gesellschafter, der gemäß § 42 Abs 5 GmbHG dem nach § 42 Abs 1 GmbHG geführten Prozess auf Seiten der Gesellschaft als Nebenintervenient beitritt, ist Nebenintervenient im Sinne des § 20 ZPO. Ein von ihm eingebrachtes Rechtsmittel darf die Gesellschaft nicht gegen seinen Willen zurückziehen.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 681/89
    Entscheidungstext OGH 19.10.1989 7 Ob 681/89
    Veröff: EvBl 1990/30 S 147 = RdW 1990,80 = ecolex 1990,31 = JBl 1990,185
  • 2 Ob 83/98i
    Entscheidungstext OGH 20.05.1998 2 Ob 83/98i
    Vgl auch
  • 9 Ob 64/03g
    Entscheidungstext OGH 25.06.2003 9 Ob 64/03g
    Auch; Beisatz: Die Hauptpartei kann im Anfechtungsprozess gemäß §§ 195 ff AktG die Prozesshandlungen des Nebenintervenienten nicht zurücknehmen, der Nebenintervenient kann insoweit auch im Widerspruch zu ihr tätig werden. (T1); Veröff: SZ 2003/74
  • 2 Ob 97/06p
    Entscheidungstext OGH 27.04.2006 2 Ob 97/06p
    Auch; Beisatz: Hier: Nebenintervention und Rechtsmittel erst nach Rechtskraft eingebracht und zurückgewiesen. (T2)
  • 6 Ob 186/08h
    Entscheidungstext OGH 06.11.2008 6 Ob 186/08h
    Beis wie T1
  • 6 Ob 99/11v
    Entscheidungstext OGH 16.06.2011 6 Ob 99/11v
    Vgl; nur: Der Gesellschafter, der gemäß § 42 Abs 5 GmbHG dem nach § 42 Abs 1 GmbHG geführten Prozess auf Seiten der Gesellschaft als Nebenintervenient beitritt, ist Nebenintervenient im Sinne des § 20 ZPO. (T3); Veröff: SZ 2011/73
  • 6 Ob 98/16d
    Entscheidungstext OGH 27.06.2016 6 Ob 98/16d
    Auch; nur T3

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1989:RS0036021

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

15.07.2016

Dokumentnummer

JJR_19891019_OGH0002_0070OB00681_8900000_001

Rechtssatz für 4Ob30/92 4Ob123/07b 8Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0060115

Geschäftszahl

4Ob30/92; 4Ob123/07b; 8Ob141/08f; 6Ob99/11v; 6Ob119/19x

Entscheidungsdatum

12.05.1992

Norm

GmbHG §24

Rechtssatz

Der abberufene Geschäftsführer unterliegt - auch wenn er weiterhin Gesellschafter ist - keinem gesetzlichen Wettbewerbsverbot.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 30/92
    Entscheidungstext OGH 12.05.1992 4 Ob 30/92
  • 4 Ob 123/07b
    Entscheidungstext OGH 10.07.2007 4 Ob 123/07b
    Auch; Beisatz: Die speziellen Treupflichten als Geschäftsführer bestehen nach dem Ende der Funktion nicht mehr. (T1)
  • 8 Ob 141/08f
    Entscheidungstext OGH 02.04.2009 8 Ob 141/08f
    Vgl; Beisatz: Das GmbHG unterwirft den GmbH-Gesellschafter keinem generellen gesetzlichen Wettbewerbsverbot. Die GmbH-Gesellschafter können allerdings im Gesellschaftsvertrag für alle oder einzelne von ihnen - vorbehaltlich der kartellrechtlichen Schranken und einer allfälligen Sittenwidrigkeit einer Vertragsregelung - ein Wettbewerbsverbot und auch ein nachvertragliches Wettbewerbsverbot (Konkurrenzklausel) vereinbaren. Ein Wettbewerbsverbot kann auch außerhalb des Gesellschaftsvertrags, etwa in einem Syndikatsvertrag, formlos, auch konkludent, vereinbart werden. (T2); Beisatz: Hier: Mit einem GmbH-Gesellschafter anlässlich der Abtretung seiner Geschäftsanteile vereinbartes Wettbewerbsverbot. (T3); Beisatz: Eine mit einem GmbH-Gesellschafter anlässlich der Abtretung seiner Geschäftsanteile vereinbarte Konkurrenzklausel unterliegt ebenfalls der Sittenwidrigkeitskontrolle des § 879 Abs 1 ABGB, sodass ein - wie hier - räumlich und inhaltlich besonders weitgehendes Wettbewerbsverbot maximal für den Zeitraum von zwei Jahren hätte wirksam vereinbart werden können und die darüber hinausgehende Bindungsdauer des abtretenden Gesellschafters als teilnichtig zu beurteilen ist. (T4)
  • 6 Ob 99/11v
    Entscheidungstext OGH 16.06.2011 6 Ob 99/11v
    Vgl auch; Beis wie T2 nur: Das GmbHG unterwirft den GmbH-Gesellschafter keinem generellen gesetzlichen Wettbewerbsverbot. Die GmbH-Gesellschafter können allerdings im Gesellschaftsvertrag ein Wettbewerbsverbot vereinbaren. (T5); Veröff: SZ 2011/73
  • 6 Ob 119/19x
    Entscheidungstext OGH 24.07.2019 6 Ob 119/19x
    Auch; Beis wie T2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1992:RS0060115

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

02.09.2019

Dokumentnummer

JJR_19920512_OGH0002_0040OB00030_9200000_001

Rechtssatz für 6Ob9/93 7Ob59/03g 1Ob18...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0059854

Geschäftszahl

6Ob9/93; 7Ob59/03g; 1Ob180/07p; 8ObA32/08a; 6Ob99/11v; 6Ob202/10i; 3Ob73/14b; 6Ob35/14m

Entscheidungsdatum

28.04.1993

Norm

GmbHG §39

Rechtssatz

Ein Stimmrechtsbindungsvertrag hat nur schuldrechtliche Wirkung und bindet nur die Vertragspartner, nicht auch die Gesellschaft selbst. Vertragswidrige Stimmabgaben, mit welchen der Syndikatsvertrag verletzt wird, sind im gesellschaftsrechtlichen Bereich als wirksam anzusehen.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 9/93
    Entscheidungstext OGH 28.04.1993 6 Ob 9/93
    Veröff: SZ 66/56 = EvBl 1993/199 S 848 = RdW 1993,242 = ecolex 1993,605
  • 7 Ob 59/03g
    Entscheidungstext OGH 28.04.2003 7 Ob 59/03g
    Veröff: SZ 2003/45
  • 1 Ob 180/07p
    Entscheidungstext OGH 26.02.2008 1 Ob 180/07p
    Auch
  • 8 ObA 32/08a
    Entscheidungstext OGH 27.05.2008 8 ObA 32/08a
    nur: Ein Stimmrechtsbindungsvertrag hat nur schuldrechtliche Wirkung. (T1)
    Beisatz: Er nimmt dem Gesellschafter nicht das Recht der Stimmrechtsausübung. (T2)
  • 6 Ob 99/11v
    Entscheidungstext OGH 16.06.2011 6 Ob 99/11v
    Vgl auch; Beisatz: Einem Syndikatsvertrag kommt nicht die Wirkung der Satzung zu, die jeden zukünftigen Gesellschafter, daher auch jenen, der Anteile an der Gesellschaft im Wege der Einzelrechtsnachfolge erwirbt, bindet. (T3)
    Beisatz: Bei Legataren ist für eine Überbindung des Syndikatsvertrags eine entsprechende ‑ wenn auch allenfalls nur konkludente ‑ Erklärung erforderlich. (T4)
    Veröff: SZ 2011/73
  • 6 Ob 202/10i
    Entscheidungstext OGH 13.10.2011 6 Ob 202/10i
    Veröff: SZ 2011/125
  • 3 Ob 73/14b
    Entscheidungstext OGH 21.05.2014 3 Ob 73/14b
    Auch
  • 6 Ob 35/14m
    Entscheidungstext OGH 17.09.2014 6 Ob 35/14m
    Auch; nur: Ein Stimmrechtsbindungsvertrag hat nur schuldrechtliche Wirkung und bindet nur die Vertragspartner, nicht auch die Gesellschaft selbst. (T5)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1993:RS0059854

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

24.10.2014

Dokumentnummer

JJR_19930428_OGH0002_0060OB00009_9300000_001

Rechtssatz für 2Ob579/94 6Ob87/07y (6Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0022013

Geschäftszahl

2Ob579/94; 6Ob87/07y (6Ob88/07w); 5Ob95/08v; 5Ob108/08f; 1Ob43/09v; 3Ob87/09d; 6Ob99/11v; 4Ob34/12x

Entscheidungsdatum

13.10.1994

Norm

ABGB §810
AußStrG §145 B

Rechtssatz

Maßnahmen der ordentlichen Verwaltung kann der den Nachlass verwaltende Erbe ohne gerichtliche Genehmigung vornehmen; Maßnahmen der außerordentlichen Verwaltung - hier: Anfechtung einer durch den Verlassenschaftskurator erfolgten Liegenschaftsveräußerung ua nach Raumordnungsrecht - sind genehmigungspflichtig.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 579/94
    Entscheidungstext OGH 13.10.1994 2 Ob 579/94
  • 6 Ob 87/07y
    Entscheidungstext OGH 25.05.2007 6 Ob 87/07y
    Vgl aber; Beisatz: Nach Vorliegen von Erbantrittserklärungen zum gesamten Nachlass bedürfen auch Maßnahmen der außerordentlichen Verwaltung keiner Genehmigung mehr. Anderes gilt lediglich für Veräußerungen von Gegenständen aus dem Verlassenschaftsvermögen. (T1); Beisatz: Hier: Erhebung eines Revisionsrekurses der erbsantrittserklärten Erben namens der Verlassenschaft in einem Firmenbuchverfahren. (T2); Veröff: SZ 2007/86
  • 5 Ob 95/08v
    Entscheidungstext OGH 24.06.2008 5 Ob 95/08v
    Vgl aber; Beisatz: Auf Basis der durch § 810 ABGB idF des FamErbRÄG 2004 geschaffenen Rechtslage besteht kein Grund, den Begriff des ordentlichen Wirtschaftsbetriebs dahin auszulegen, dass schon allein ein Ansuchen um Anmerkung einer Veräußerungsrangordnung eine abhandlungsgerichtliche Genehmigung erfordert. (T3); Beisatz: Die für die Abgrenzung zwischen ordentlichem und außerordentlichem Wirtschaftsbetrieb nach § 154 Abs 3 ABGB maßgeblichen Aspekte sind auch im Zusammenhang des § 810 ABGB wesentlich. (T4); Veröff: SZ 2008/90
  • 5 Ob 108/08f
    Entscheidungstext OGH 24.06.2008 5 Ob 108/08f
    Vgl aber; Beisatz: Auf Basis der durch § 810 ABGB idF des FamErbRÄG 2004 geschaffenen Rechtslage besteht kein Grund, für ein Ansuchen um Anmerkung einer Veräußerungsrangordnung eine abhandlungsgerichtliche Genehmigung zu verlangen. (T5); Beisatz: Die für den Begriff des „ordentlichen Wirtschaftsbetriebs" bei Anwendung des § 154 Abs 3 ABGB maßgeblichen Aspekte sind auch im Zusammenhang des § 810 ABGB wesentlich. (T6)
  • 1 Ob 43/09v
    Entscheidungstext OGH 31.03.2009 1 Ob 43/09v
    Auch; nur: Maßnahmen der ordentlichen Verwaltung kann der den Nachlass verwaltende Erbe ohne gerichtliche Genehmigung vornehmen. (T7)
  • 3 Ob 87/09d
    Entscheidungstext OGH 23.06.2009 3 Ob 87/09d
    Auch; Beisatz: Die Einbringung einer Anfechtungsklage ist eine Maßnahme der außerordentlichen Verwaltung. (T8); Veröff: SZ 2009/84
  • 6 Ob 99/11v
    Entscheidungstext OGH 16.06.2011 6 Ob 99/11v
    Vgl auch; nur T7; Veröff: SZ 2011/73
  • 4 Ob 34/12x
    Entscheidungstext OGH 17.04.2012 4 Ob 34/12x
    Vgl auch; Beisatz: Die schenkungsweise Hingabe von Nachlassvermögen ohne dem Nachlass gleichzeitig zufließende Gegenleistung führt regelmäßig zu einer Schmälerung des Nachlassvermögens und ist deshalb grundsätzlich offenbar nachteilig iSd § 810 Abs 2 ABGB. (T9); Beisatz: Dass eine Schenkung der Verlassenschaft aus besonderen Gründen trotz der damit verbundenen Vermögensverminderung ausnahmsweise nicht offenbar zum Nachteil gereicht, muss der eine Schenkung aus der Verlassenschaft anstrebende erbantrittserklärte Erbe behaupten und beweisen. Die eine Schenkung ausnahmsweise rechtfertigenden Gründe müssen zudem bei der Verlassenschaft vorliegen. (T10)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1994:RS0022013

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

25.04.2013

Dokumentnummer

JJR_19941013_OGH0002_0020OB00579_9400000_004

Rechtssatz für 2Ob2146/96v 6Ob290/98k...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0106227

Geschäftszahl

2Ob2146/96v; 6Ob290/98k; 8Ob233/99v; 6Ob37/08x; 6Ob49/09p; 6Ob99/11v; 6Ob202/10i; 6Ob100/12t; 6Ob59/13i; 6Ob90/19g; 6Ob155/20t

Entscheidungsdatum

14.11.1996

Norm

ZPO §502 Abs1 HI2
ZPO §502 Abs1 HIII8
GmbHG §34
GmbHG §39
GmbHG §41

Rechtssatz

Ein Stimmrechtsmissbrauch führt nicht zur Nichtigkeit eines Generalversammlungsbeschlusses, sondern bewirkt dessen Anfechtbarkeit.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 2146/96v
    Entscheidungstext OGH 14.11.1996 2 Ob 2146/96v
    Veröff: SZ 69/254
  • 6 Ob 290/98k
    Entscheidungstext OGH 28.01.1999 6 Ob 290/98k
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Verletzung des § 34 GmbHG fehlerhafter Umlaufbeschluss. (T1)
    Veröff: SZ 72/15
  • 8 Ob 233/99v
    Entscheidungstext OGH 21.12.2000 8 Ob 233/99v
    Vgl auch; Beisatz: Ein Verstoß gegen die Satzungsbestimmung über ein erhöhtes Präsenzquorum führt nicht zur Qualifikation als rechtlich unbeachtlicher Scheinbeschluss. (T2)
  • 6 Ob 37/08x
    Entscheidungstext OGH 10.04.2008 6 Ob 37/08x
    Vgl; Beisatz: Hier: Treuwidrige Stimmabgabe. (T3)
    Beisatz: Der Inhalt der Treuepflicht lässt sich nicht allgemein umschreiben. Ob ein bestimmtes Verhalten eines Gesellschafters gegen seine Treuepflicht gegenüber der Gesellschaft oder Mitgesellschaftern verstößt, hängt vielmehr regelmäßig von den besonderen Umständen des Einzelfalls ab (6 Ob 26/97k = SZ 70/43), sodass es sich dabei in der Regel um keine erhebliche Rechtsfrage iSd § 502 Abs 1 ZPO handelt. (T4)
  • 6 Ob 49/09p
    Entscheidungstext OGH 18.09.2009 6 Ob 49/09p
    Vgl; Beis wie T4
  • 6 Ob 99/11v
    Entscheidungstext OGH 16.06.2011 6 Ob 99/11v
    Vgl; Beis wie T3; Beis wie T4
    Veröff: SZ 2011/73
  • 6 Ob 202/10i
    Entscheidungstext OGH 13.10.2011 6 Ob 202/10i
    Vgl auch; Veröff: SZ 2011/125
  • 6 Ob 100/12t
    Entscheidungstext OGH 31.01.2013 6 Ob 100/12t
    Vgl auch; Beisatz: Wenn die treuwidrige Stimmabgabe anfechtbar ist, kann umgekehrt eine Anfechtungsklage nicht erfolgreich auf eine treuwidrige Stimmabgabe des anfechtenden Gesellschafters gestützt werden. (T5)
    Veröff: SZ 2013/15
  • 6 Ob 59/13i
    Entscheidungstext OGH 28.08.2013 6 Ob 59/13i
    Vgl auch; Beis wie T2
  • 6 Ob 90/19g
    Entscheidungstext OGH 27.06.2019 6 Ob 90/19g
    Vgl auch
  • 6 Ob 155/20t
    Entscheidungstext OGH 18.02.2021 6 Ob 155/20t
    Beis wie T3; Beis ähnlich wie T4; Beisatz: Auch der Verstoß gegen einen Syndikatsvertrag kann keine Nichtigkeit eines Generalversammlungsbeschlusses einer GmbH, sondern – unter bestimmten Voraussetzungen – allenfalls dessen Anfechtbarkeit begründen. (T6)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1996:RS0106227

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

23.04.2021

Dokumentnummer

JJR_19961114_OGH0002_0020OB02146_96V0000_002

Rechtssatz für 1Ob61/97w 6Ob335/97a 7O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0108891

Geschäftszahl

1Ob61/97w; 6Ob335/97a; 7Ob38/98h; 6Ob241/98d; 6Ob214/99k; 6Ob116/01d; 6Ob221/01w; 4Ob216/01w; 6Ob106/03m; 6Ob231/05x; 10Ob3/06y; 9ObA18/06x; 2Ob220/06a; 10Ob32/07i; 3Ob59/07h; 4Ob229/07s; 2Ob138/08w; 6Ob48/09s; 6Ob136/09g; 5Ob130/09t; 6Ob99/11v; 3Ob177/10s; 6Ob202/10i; 6Ob221/11k; 2Ob209/10i; 6Ob233/12a; 6Ob135/12i; 6Ob164/12d; 3Ob73/14b; 6Ob198/13f; 6Ob169/16w; 6Ob251/16d; 6Ob122/16h; 6Ob180/17i; 6Ob104/17p; 5Ob28/17d; 6Ob57/19d; 6Ob145/19w; 6Ob96/20s; 6Ob24/21d; 6Ob155/20t; 18OCg1/21b; 6Ob62/21t

Entscheidungsdatum

25.11.1997

Norm

ABGB §6
ABGB §9
ABGB §914 IIIg
GmbHG §4

Rechtssatz

Korporative Regelungen des Gesellschaftsvertrags sind jedenfalls solche, die nicht nur für derzeitige, sondern auch für künftige Gesellschafter und Dritte von Bedeutung sind, also der Komplex der Gesellschaftsorganisation als Verbandsverfassung. Derartige als Satzung im materiellen Sinn zu qualifizierende korporative Regelungen sind nach deren Wortlaut und Zweck in ihrem systematischen Zusammenhang objektiv (normativ) auszulegen. Wird ein Kernbereich der gewillkürten korporativen Gesamtverfassung der Gesellschaft, der einen sachlich abgrenzbaren Bereich des Gesellschaftsvertrages vollständig regelt, durch eine spätere lex generalis umfassend und daher auch abschließend neu geordnet, ist eine dieser Änderung inhaltlich widersprechende lex specialis im Zweifel nicht mehr weiter anwendbar (hier bezogen auf die Mehrheitserfordernisse für Beschlüsse der Generalversammlung).

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 61/97w
    Entscheidungstext OGH 25.11.1997 1 Ob 61/97w
    Veröff: SZ 70/242
  • 6 Ob 335/97a
    Entscheidungstext OGH 26.02.1998 6 Ob 335/97a
    nur: Korporative Regelungen des Gesellschaftsvertrags sind jedenfalls solche, die nicht nur für derzeitige, sondern auch für künftige Gesellschafter und Dritte von Bedeutung sind, also der Komplex der Gesellschaftsorganisation als Verbandsverfassung. Derartige als Satzung im materiellen Sinn zu qualifizierenden korporative Regelungen sind nach deren Wortlaut und Zweck in ihrem systematischen Zusammenhang objektiv (normativ) auszulegen. (T1)
    Veröff: SZ 71/42
  • 7 Ob 38/98h
    Entscheidungstext OGH 19.05.1998 7 Ob 38/98h
    Auch; nur: Korporative Regelungen des Gesellschaftsvertrags sind nach deren Wortlaut und Zweck in ihrem systematischen Zusammenhang objektiv (normativ) auszulegen. (T2)
  • 6 Ob 241/98d
    Entscheidungstext OGH 25.02.1999 6 Ob 241/98d
    Auch; nur: Korporative Regelungen des Gesellschaftsvertrags sind jedenfalls solche, die nicht nur für derzeitige, sondern auch für künftige Gesellschafter und Dritte von Bedeutung sind, also der Komplex der Gesellschaftsorganisation als Verbandsverfassung. (T3)
  • 6 Ob 214/99k
    Entscheidungstext OGH 21.10.1999 6 Ob 214/99k
    nur T2; Veröff: SZ 72/157
  • 6 Ob 116/01d
    Entscheidungstext OGH 06.06.2001 6 Ob 116/01d
    Auch; nur: Derartige als Satzung im materiellen Sinn zu qualifizierenden korporative Regelungen sind nach deren Wortlaut und Zweck in ihrem systematischen Zusammenhang objektiv (normativ) auszulegen. (T4)
    Beisatz: Die für Satzungen juristischer Personen entwickelten Auslegungskriterien sind auch für Stiftungen anzuwenden. (T5)
  • 6 Ob 221/01w
    Entscheidungstext OGH 27.09.2001 6 Ob 221/01w
    nur: Korporative Regelungen des Gesellschaftsvertrags sind jedenfalls solche, die nicht nur für derzeitige, sondern auch für künftige Gesellschafter und Dritte von Bedeutung sind. (T6)
    Beisatz: Bei der Gesetzesauslegung als auch bei der Auslegung korporativer Satzungsbestimmungen kommt es nicht auf den subjektiven Willen der für Satzungsänderungen zuständigen Hauptversammlung an, es ist nur der einer objektiven Auslegung zugängliche Wortlaut entscheidend. (T7)
  • 4 Ob 216/01w
    Entscheidungstext OGH 25.09.2001 4 Ob 216/01w
    nur T4
  • 6 Ob 106/03m
    Entscheidungstext OGH 11.09.2003 6 Ob 106/03m
    Vgl; Veröff: SZ 2003/105
  • 6 Ob 231/05x
    Entscheidungstext OGH 03.11.2005 6 Ob 231/05x
    Beisatz: Aufgriffsrechte zählen zu den korporativen Satzungsbestandteilen und sind daher objektiv auszulegen. (T8)
  • 10 Ob 3/06y
    Entscheidungstext OGH 22.05.2006 10 Ob 3/06y
    Auch; Beisatz: Als Satzung im materiellen Sinn zu qualifizierende korporative Regelungen sind nicht wie Verträge, sondern normativ - unter Anwendung der Auslegungsgrundsätze der §§ 6 und 7 ABGB - auszulegen. (T9)
  • 9 ObA 18/06x
    Entscheidungstext OGH 01.02.2007 9 ObA 18/06x
    Vgl auch; nur T2; Beisatz: Hier: "Auslegung eines ..... Pensionskassenvertrags." (T10)
  • 2 Ob 220/06a
    Entscheidungstext OGH 08.03.2007 2 Ob 220/06a
    Auch; Beisatz: Die Satzung ist nach Wortlaut und Zweck grundsätzlich objektiv zu interpretieren. Im vorliegenden Fall allerdings verweist der Gesellschaftsvertrag auf das „Fachgutachten der Kammer der Wirtschaftstreuhänder", welches sowohl subjektive, als auch objektivierte Unternehmensbewertungen anbietet. Die Wahl der Ermittlungsmethode hat daher danach zu erfolgen, welche Methode am besten den Umständen des Einzelfalls gerecht wird. (T11)
  • 10 Ob 32/07i
    Entscheidungstext OGH 11.05.2007 10 Ob 32/07i
    Vgl auch; Veröff: SZ 2007/71
  • 3 Ob 59/07h
    Entscheidungstext OGH 23.05.2007 3 Ob 59/07h
    Auch; nur T2; Beisatz: Hier: Satzungsbestimmungen, die die Kompetenzen von Organen der Gesellschaft verschieben. (T12)
    Veröff: SZ 2007/81
  • 4 Ob 229/07s
    Entscheidungstext OGH 20.05.2008 4 Ob 229/07s
    Vgl aber; Beisatz: Für typische Personengesellschaften sind jedoch die allgemeinen Vertragsauslegungsregeln des § 914 ABGB maßgeblich (siehe RS0109668). (T13)
    Beisatz: Hier: Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GesbR). (T14)
    Veröff: SZ 2008/65
  • 2 Ob 138/08w
    Entscheidungstext OGH 14.08.2008 2 Ob 138/08w
    Auch; nur T4; Beis wie T9; Beisatz: Auch der objektiven Auslegung korporativer Regelungen eines Gesellschaftsvertrags kommt keine über den Einzelfall hinausreichende Bedeutung zu. (T15)
  • 6 Ob 48/09s
    Entscheidungstext OGH 14.05.2009 6 Ob 48/09s
    Auch; Beis wie T15; Beisatz: Dies gilt auch dann, wenn eine andere Auslegung ebenfalls vertretbar wäre. (T16)
  • 6 Ob 136/09g
    Entscheidungstext OGH 18.09.2009 6 Ob 136/09g
    Auch; Beis wie T5; Veröff: SZ 2009/122
  • 5 Ob 130/09t
    Entscheidungstext OGH 24.11.2009 5 Ob 130/09t
    Ähnlich; Beisatz: Vereinsstatuten sind nach ständiger Rechtsprechung nach den §§ 6 und 7 ABGB auszulegen. (T17)
    Beisatz: Maßgebend ist der objektive Sinn statutarischer Bestimmungen. Unklare oder eine mehrfache Deutung zulassende Bestimmungen sind in vernünftiger und billiger Weise so auszulegen, dass ihre Anwendung im Einzelfall brauchbare und vernünftige Ergebnisse zeitigt. (T18)
  • 6 Ob 99/11v
    Entscheidungstext OGH 16.06.2011 6 Ob 99/11v
    Vgl; nur T1; Veröff: SZ 2011/73
  • 3 Ob 177/10s
    Entscheidungstext OGH 14.07.2011 3 Ob 177/10s
    Vgl; Beis wie T4; Beis wie T5; Veröff: SZ 2011/90
  • 6 Ob 202/10i
    Entscheidungstext OGH 13.10.2011 6 Ob 202/10i
    Auch; nur T2; Beisatz: Eine objektive Auslegung einer echten (notwendig materiellen) Satzungsregelung einer GmbH hat auch dann zu erfolgen, wenn an dem Rechtsstreit nur die Gründungsgesellschafter oder die Gesellschaft, die die Satzung änderten, beteiligt sind, oder die Gesellschaft personalistisch oder kapitalistisch strukturiert ist. (T19)
    Veröff: SZ 2011/125
  • 6 Ob 221/11k
    Entscheidungstext OGH 21.12.2011 6 Ob 221/11k
    Vgl auch
  • 2 Ob 209/10i
    Entscheidungstext OGH 10.11.2011 2 Ob 209/10i
    Vgl; nur T2; Beis wie T15; Beisatz: Auch bei der objektiven Auslegung korporativer Regelungen eines Gesellschaftsvertrags ist, zu beachten, dass unklare und eine mehrfache Deutung zulassende Bestimmungen dennoch stets in vernünftiger und billiger Weise so auszulegen sind, dass ihre Anwendung im Einzelfall brauchbare und vernünftige Ergebnisse zeitigt. (T20)
  • 6 Ob 233/12a
    Entscheidungstext OGH 19.12.2012 6 Ob 233/12a
    Vgl; Beis wie T8; Beis wie T15; Beis wie T20
  • 6 Ob 135/12i
    Entscheidungstext OGH 27.02.2013 6 Ob 135/12i
    Vgl; Beis wie T5; Beisatz: Dabei ist wegen möglicher Interessen Dritter einer am Wortlaut orientierten Auslegung der Vorrang einzuräumen. (T21)
    Veröff: SZ 2013/24
  • 6 Ob 164/12d
    Entscheidungstext OGH 06.06.2013 6 Ob 164/12d
    nur T2; Beisatz: Hier: Regelungen der Zuständigkeit zu Bestellung der Mitglieder des Stiftungsvorstands sind korporative Regelungen der Stiftungsurkunde. (T22)
  • 3 Ob 73/14b
    Entscheidungstext OGH 21.05.2014 3 Ob 73/14b
    Auch; nur T1; Beis wie T21
  • 6 Ob 198/13f
    Entscheidungstext OGH 09.10.2014 6 Ob 198/13f
    Auch; nur T4; Beis wie T5; Beis wie T21; Beisatz: Der Stifterwille ist aus der Stiftungserklärung durch Auslegung derselben zu ermitteln. (T23)
    Veröff: SZ 2014/92
  • 6 Ob 169/16w
    Entscheidungstext OGH 24.10.2016 6 Ob 169/16w
    Auch; nur T3; nur T4; Beis ähnlich wie T19; Beisatz: Gewinnverwendungsvorschriften müssen - wie grundsätzlich alle korporativen Satzungsbestimmungen - deutlich formuliert sein (so bereits 3 Ob 59/07h). (T24); Veröff: SZ 2016/109
  • 6 Ob 251/16d
    Entscheidungstext OGH 30.01.2017 6 Ob 251/16d
    Vgl auch; Beisatz: Fragen der Auslegung einer Stiftungs(zusatz‑)urkunde im Einzelfall kommt keine erhebliche Bedeutung zu, es sei denn, dem Berufungsgericht wäre eine auffallende Fehlbeurteilung unterlaufen. (T25)
  • 6 Ob 122/16h
    Entscheidungstext OGH 27.02.2017 6 Ob 122/16h
    Auch; nur T2; Beisatz: Hier: Das Wort „gemeinsam“ im korporativen Teil einer Stiftungsurkunde bedeutet nicht nur „einstimmig“. (T26)
    Bem: Siehe auch RS0131284. (T27); Veröff: SZ 2017/25
  • 6 Ob 180/17i
    Entscheidungstext OGH 25.10.2017 6 Ob 180/17i
    Auch; nur T2; Beis wie T8
  • 6 Ob 104/17p
    Entscheidungstext OGH 21.12.2017 6 Ob 104/17p
    Auch; ähnlich nur T1; Beis wie T7; Beis wie T9; Beis wie T19
    Veröff: SZ 2017/150
  • 5 Ob 28/17d
    Entscheidungstext OGH 20.07.2017 5 Ob 28/17d
    Vgl auch; nur T4; Beis ähnlich wie T9; Beis wie T17; Beis wie T18
  • 6 Ob 57/19d
    Entscheidungstext OGH 23.05.2019 6 Ob 57/19d
    Auch; Beis wie T7; Beis wie T8; Beis wie T9; Beis wie T15; Beis wie T16; Beis wie T18; Beis wie T19; Beisatz: Eine objektive Auslegung kann durchaus auch berücksichtigen, welches Interesse mit einer Regelung verfolgt wird. (T28)
  • 6 Ob 145/19w
    Entscheidungstext OGH 19.12.2019 6 Ob 145/19w
    Vgl; Beis wie T13; Beis wie T14
  • 6 Ob 96/20s
    Entscheidungstext OGH 25.11.2020 6 Ob 96/20s
    Vgl; Beis wie T13
  • 6 Ob 24/21d
    Entscheidungstext OGH 18.02.2021 6 Ob 24/21d
    nur T1; Beis wie T5; Beis wie T7; Beis wie T9; Beis wie T23; Beis wie T25; Beis wie T28
  • 6 Ob 155/20t
    Entscheidungstext OGH 18.02.2021 6 Ob 155/20t
    nur T1; Beis wie T28; Entsendungsrecht für den Aufsichtsrat. (T29)
  • 18 OCg 1/21b
    Entscheidungstext OGH 14.04.2021 18 OCg 1/21b
    Beisatz: Auslegung einer Schiedsklausel in Stiftungserklärung. (T30)
  • 6 Ob 62/21t
    Entscheidungstext OGH 15.04.2021 6 Ob 62/21t
    Vgl; nur T2; Beis wie T7; Beis wie T9; Beis wie T15; Beisatz: Hier: Auslegung eines in der Satzung vorgesehenen Aufgriffsrechts. (T31)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1997:RS0108891

Im RIS seit

25.12.1997

Zuletzt aktualisiert am

26.07.2021

Dokumentnummer

JJR_19971125_OGH0002_0010OB00061_97W0000_001

Rechtssatz für 4Ob101/06s 6Ob99/11v

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0121476

Geschäftszahl

4Ob101/06s; 6Ob99/11v

Entscheidungsdatum

17.10.2006

Norm

AktG §195

Rechtssatz

Bekämpft eine Aktionärin ihre Nichtzulassung zur Hauptversammlung nicht bloß als Vorfrage bei der Anfechtung des in der Hauptversammlung gefassten Beschlusses auf Bestellung des Abschlussprüfers, sondern auch in der Hauptsache, so kann sie damit nur Erfolg haben, wenn der Nichtzulassungsbeschluss auch Auswirkungen auf (andere) Entscheidungen in der Hauptversammlung haben konnte.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 101/06s
    Entscheidungstext OGH 17.10.2006 4 Ob 101/06s
    Veröff: SZ 2006/155
  • 6 Ob 99/11v
    Entscheidungstext OGH 16.06.2011 6 Ob 99/11v
    Vgl auch; Beisatz: Die Anfechtung der Wahl des Vorsitzenden der Generalversammlung kann nicht isoliert erfolgen, sondern nur dann, wenn diese Wahl Auswirkungen auf (andere) Entscheidungen der Generalversammlung hatte oder zumindest haben konnte. (T1); Veröff: SZ 2011/73

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2006:RS0121476

Im RIS seit

16.11.2006

Zuletzt aktualisiert am

25.04.2013

Dokumentnummer

JJR_20061017_OGH0002_0040OB00101_06S0000_001

Rechtssatz für 6Ob99/11v 6Ob23/13w 6Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0127004

Geschäftszahl

6Ob99/11v; 6Ob23/13w; 6Ob38/18h

Entscheidungsdatum

16.06.2011

Norm

GmbHG §39 Abs1
GmbHG §39 Abs4

Rechtssatz

Die Wahl des Vorsitzenden der Generalversammlung erfolgt mangels anderweitiger Festlegung in der Satzung mit einfacher Mehrheit.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 99/11v
    Entscheidungstext OGH 16.06.2011 6 Ob 99/11v
    Veröff: SZ 2011/73
  • 6 Ob 23/13w
    Entscheidungstext OGH 20.03.2013 6 Ob 23/13w
    Vgl; Beisatz: Bei der Wahl des Vorsitzenden sind insbesondere auch solche Gesellschafter stimmberechtigt, die bei einem der angesetzten Tagesordnungspunkte gemäß § 39 Abs 4 GmbHG vom Stimmrecht ausgeschlossen sind. (T1)
  • 6 Ob 38/18h
    Entscheidungstext OGH 26.04.2018 6 Ob 38/18h
    Auch; Beis wie T1; Veröff: SZ 2018/33

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2011:RS0127004

Im RIS seit

25.08.2011

Zuletzt aktualisiert am

28.01.2020

Dokumentnummer

JJR_20110616_OGH0002_0060OB00099_11V0000_001

Rechtssatz für 6Ob99/11v 6Ob23/13w 6Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0127005

Geschäftszahl

6Ob99/11v; 6Ob23/13w; 6Ob38/18h; 6Ob149/19h

Entscheidungsdatum

16.06.2011

Norm

GmbHG §34

Rechtssatz

Die Aufgabe des Vorsitzenden der Generalversammlung  ist es ‑ mangels anderer Regelung in der Satzung - den Ablauf der Generalversammlung festzulegen, die Abstimmungen durchzuführen sowie gegebenenfalls die Verhandlungs‑ und Abstimmungsergebnisse festzustellen; ihm steht auch die Sitzungspolizei zu.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 99/11v
    Entscheidungstext OGH 16.06.2011 6 Ob 99/11v
    Veröff: SZ 2011/73
  • 6 Ob 23/13w
    Entscheidungstext OGH 20.03.2013 6 Ob 23/13w
    Beisatz: Wurde das Beschlussergebnis gerade nicht vom Vorsitzenden festgestellt, kommt dem Beschluss der Generalversammlung schon aus diesem Grund keine vorläufige Verbindlichkeit zu. (T1)
  • 6 Ob 38/18h
    Entscheidungstext OGH 26.04.2018 6 Ob 38/18h
    Vgl; Beis wie T1; Beisatz: Wurde über die Bestellung eines Vorsitzenden der Generalversammlung weder Einvernehmen erzielt noch ein entsprechender (Mehrheits-)Beschluss gefasst, so fehlt es auch an der Möglichkeit einer zunächst verbindlichen Feststellung des Ergebnisses einer Abstimmung. (T2)
    Veröff: SZ 2018/33
  • 6 Ob 149/19h
    Entscheidungstext OGH 29.08.2019 6 Ob 149/19h
    Beisatz: Der Versammlungsleiter (Vorsitzende) einer Generalversammlung einer GmbH hat sein Amt unparteilich (neutral) auszuüben. Daraus folgt, dass auch dann, wenn ein Rechtsanwalt, der gleichzeitig Vertreter eines Gesellschafters ist, zum Versammlungsleiter gewählt wurde, dieser in dieser Funktion gerade nicht als Vertreter seiner Partei handelt. (T3)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2011:RS0127005

Im RIS seit

25.08.2011

Zuletzt aktualisiert am

28.01.2020

Dokumentnummer

JJR_20110616_OGH0002_0060OB00099_11V0000_002