Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 2Ob191/70 2Ob101/72 1Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0021602

Geschäftszahl

2Ob191/70; 2Ob101/72; 1Ob533/76; 1Ob730/76; 8Ob198/76 (8Ob199/76, 8Ob200/76); 8Ob69/77 (8Ob70/77, 8Ob71/77); 7Ob577/77; 2Ob228/81; 1Ob687/84; 8Ob30/85; 8Ob13/85 (8Ob14/85); 2Ob70/86; 2Ob60/86; 2Ob133/88; 3Ob68/98s; 6Ob30/01g; 10Ob38/00m; 6Ob242/03m; 8Ob144/06v; 4Ob139/07f; 2Ob79/08v; 3Ob88/09a; 3Ob267/09z; 8Ob40/10f; 2Ob240/12a; 2Ob240/12a; 2Ob129/15g; 1Ob174/16v; 7Ob207/17t; 1Ob157/20z

Entscheidungsdatum

03.09.1970

Norm

ABGB §1157
ABGB §1164 Abs1
ABGB §1169

Rechtssatz

Den Besteller eines Werkes trifft einen ähnliche Fürsorgepflicht wie den Dienstgeber, die ebenfalls unabdingbar ist und auch Sachschaden umfasst.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 191/70
    Entscheidungstext OGH 03.09.1970 2 Ob 191/70
    Veröff: EvBl 1971/118 S 209
    Vgl aber BGH vom 15.6.1971, VI ZR 262/69
    Beisatz: Soweit den Besteller im Rahmen eines Werkvertrages in entsprechender Anwendung des § 618 BGB eine Fürsorgepflicht trifft, kann diese abbedungen werden, wenn sie den Unternehmer oder dessen Subunternehmer schützen soll. (T1)
    Veröff: VersR 1971,910
  • 2 Ob 101/72
    Entscheidungstext OGH 15.06.1972 2 Ob 101/72
  • 1 Ob 533/76
    Entscheidungstext OGH 14.04.1976 1 Ob 533/76
    nur: Den Besteller eines Werkes trifft einen ähnliche Fürsorgepflicht wie den Dienstgeber. (T2)
    Beisatz: Bezieht sich auch auf Sicherheit der Arbeitsstätte. (T3)
  • 1 Ob 730/76
    Entscheidungstext OGH 27.10.1976 1 Ob 730/76
    Zweiter Rechtsgang zu 1 Ob 533/76
  • 8 Ob 198/76
    Entscheidungstext OGH 19.01.1977 8 Ob 198/76
    Veröff: EvBl 1977/205 S 459 = JBl 1978,479
  • 8 Ob 69/77
    Entscheidungstext OGH 25.05.1977 8 Ob 69/77
    nur T2; Beis wie T3
  • 7 Ob 577/77
    Entscheidungstext OGH 30.06.1977 7 Ob 577/77
    nur T2; Beisatz: Modellvertrag (T4)
    Veröff: JBl 1979,254
  • 2 Ob 228/81
    Entscheidungstext OGH 09.03.1982 2 Ob 228/81
    Auch; nur T2; Beisatz: Stromunfall beim Hausbau. (T5)
  • 1 Ob 687/84
    Entscheidungstext OGH 12.12.1984 1 Ob 687/84
    Beis wie T3
  • 8 Ob 30/85
    Entscheidungstext OGH 24.10.1985 8 Ob 30/85
    Auch; nur T2; Veröff: JBl 1986,113
  • 8 Ob 13/85
    Entscheidungstext OGH 24.10.1985 8 Ob 13/85
    nur T2; Beis wie T3
  • 2 Ob 70/86
    Entscheidungstext OGH 07.04.1987 2 Ob 70/86
    Beis wie T3
  • 2 Ob 60/86
    Entscheidungstext OGH 26.05.1987 2 Ob 60/86
    Auch; nur T2; Beisatz: Bezieht sich auch auf die Sicherheit beigestellter Gerätschaften, hier: Baugerüst. (T6)
  • 2 Ob 133/88
    Entscheidungstext OGH 25.04.1989 2 Ob 133/88
    nur T2; Veröff: SZ 62/70 = ZVR 1990/92 S 244
  • 3 Ob 68/98s
    Entscheidungstext OGH 16.09.1998 3 Ob 68/98s
  • 6 Ob 30/01g
    Entscheidungstext OGH 15.03.2001 6 Ob 30/01g
    Auch; nur T2; Beis ähnlich wie T3
  • 10 Ob 38/00m
    Entscheidungstext OGH 10.07.2001 10 Ob 38/00m
    Vgl auch; nur T2; Beis ähnlich wie T3
  • 6 Ob 242/03m
    Entscheidungstext OGH 26.08.2004 6 Ob 242/03m
    Auch; Beis wie T3; Beisatz: Die Schutz- und Sorgfaltspflichten umfassen auch die Warnpflicht und Informationspflicht des Bestellers über gefährliche Umstände. (T7)
  • 8 Ob 144/06v
    Entscheidungstext OGH 30.08.2007 8 Ob 144/06v
    Auch; Beisatz: Nach § 1169 iVm § 1157 ABGB ist der Besteller ua verpflichtet dafür zu sorgen, dass der Unternehmer und seine Leute nicht durch vom Besteller beigestellte Gerätschaften verletzt wird. (T8)
  • 4 Ob 139/07f
    Entscheidungstext OGH 04.09.2007 4 Ob 139/07f
    Beis wie T6; Beisatz: Hier: Leiter. (T9)
  • 2 Ob 79/08v
    Entscheidungstext OGH 29.05.2008 2 Ob 79/08v
    Auch; Beis wie T7; Beisatz: Soferne mögliche Gefahrenquellen nicht überhaupt beseitigt werden können. (T10)
  • 3 Ob 88/09a
    Entscheidungstext OGH 22.07.2009 3 Ob 88/09a
    Beis wie T3; Beisatz: Arbeitsstätte kann auch eine Baustelle sein. (T11)
    Beis wie T7; Beisatz: Der Umfang dieser nebenvertraglichen Warn- und Sicherungspflichten richtet sich danach, wie weit sich der Unternehmer in einen der Sphäre des Bestellers zuzuordnenden Bereich begibt, in dem er gefährdet ist. Eine Fürsorgepflicht des Bestellers fällt dann vollständig weg, wenn das Werk allein in der Sphäre des Unternehmers herzustellen ist und von Seiten des Bestellers keine Gefahr ausgeht. (T12)
  • 3 Ob 267/09z
    Entscheidungstext OGH 24.03.2010 3 Ob 267/09z
    Auch; Beis wie T7
  • 8 Ob 40/10f
    Entscheidungstext OGH 26.04.2011 8 Ob 40/10f
    Auch
  • 2 Ob 240/12a
    Entscheidungstext OGH 17.06.2013 2 Ob 240/12a
    Auch; Beis wie T3; Beis wie T8; Beis wie T11
  • 2 Ob 129/15g
    Entscheidungstext OGH 28.06.2016 2 Ob 129/15g
    Auch; Beis wie T12 nur: Der Umfang dieser nebenvertraglichen Warn- und Sicherungspflichten richtet sich danach, wie weit sich der Unternehmer in einen der Sphäre des Bestellers zuzuordnenden Bereich begibt, in dem er gefährdet ist. (T13)
  • 1 Ob 174/16v
    Entscheidungstext OGH 10.02.2017 1 Ob 174/16v
    Beis wie T11
  • 7 Ob 207/17t
    Entscheidungstext OGH 24.01.2018 7 Ob 207/17t
  • 1 Ob 157/20z
    Entscheidungstext OGH 23.09.2020 1 Ob 157/20z
    Beis wie T1; Beis wie T7; Beis wie T10

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1970:RS0021602

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

23.11.2020

Dokumentnummer

JJR_19700903_OGH0002_0020OB00191_7000000_001

Rechtssatz für 4Ob331/73 2Ob108/74 7Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0045327

Geschäftszahl

4Ob331/73; 2Ob108/74; 7Ob791/81; 1Ob519/91; 9ObA242/00d; 9Ob32/02z; 9Ob14/10i; 8Ob40/10f; 5Ob246/15k

Entscheidungsdatum

29.01.1974

Norm

RATG §15
ZPO §17 A
ZPO §50

Rechtssatz

Für die Revisionsbeantwortung einer Partei, auf deren Seite ein durch einen anderen Rechtsanwalt vertretener Nebenintervenient beigetreten ist, gebührt kein Streitgenossenzuschlag.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 331/73
    Entscheidungstext OGH 29.01.1974 4 Ob 331/73
  • 2 Ob 108/74
    Entscheidungstext OGH 13.06.1975 2 Ob 108/74
    Auch; Beisatz: Nebenintervenient verzeichnet Streitgenossenzuschlag. (T1)
  • 7 Ob 791/81
    Entscheidungstext OGH 17.02.1982 7 Ob 791/81
    Beis wie T1
  • 1 Ob 519/91
    Entscheidungstext OGH 20.03.1991 1 Ob 519/91
    Auch
  • 9 ObA 242/00d
    Entscheidungstext OGH 25.04.2001 9 ObA 242/00d
    Vgl auch; Beis wie T1; Beisatz: Dem Vertreter der Nebenintervenientin gebührt kein Streitgenossenzuschlag, weil er weder mehrere Personen vertritt noch mehreren Personen gegenübersteht. (T2)
  • 9 Ob 32/02z
    Entscheidungstext OGH 18.09.2002 9 Ob 32/02z
    Vgl auch; Beis wie T2
  • 9 Ob 14/10i
    Entscheidungstext OGH 24.11.2010 9 Ob 14/10i
  • 8 Ob 40/10f
    Entscheidungstext OGH 26.04.2011 8 Ob 40/10f
    Vgl auch; Beis wie T2
  • 5 Ob 246/15k
    Entscheidungstext OGH 25.08.2016 5 Ob 246/15k
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1974:RS0045327

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

07.09.2016

Dokumentnummer

JJR_19740129_OGH0002_0040OB00331_7300000_001

Rechtssatz für 2Ob189/75 2Ob134/82 8Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0021808

Geschäftszahl

2Ob189/75; 2Ob134/82; 8Ob13/85 (8Ob14/85); 2Ob2363/96f; 8Ob144/06v; 4Ob139/07f; 8Ob40/10f; 3Ob158/12z; 2Ob240/12a; 9Ob54/14b; 2Ob129/15g; 1Ob174/16v

Entscheidungsdatum

09.10.1975

Norm

ABGB §1169
ABGB §1313a I

Rechtssatz

Die Fürsorgepflicht des Werkbestellers und seiner Erfüllungsgehilfen kann sich nicht darauf erstrecken, dass der fachkundige Unternehmer (sogar noch trotz Warnung) sich in eine offensichtliche Gefahr begibt, anstatt dieselbe zu beheben oder ihre Beseitigung zu veranlassen (vgl JBl 1966,206).

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 189/75
    Entscheidungstext OGH 09.10.1975 2 Ob 189/75
  • 2 Ob 134/82
    Entscheidungstext OGH 21.09.1982 2 Ob 134/82
    Beisatz: Gefährliche Malerarbeiten in Fabrik. (T1)
  • 8 Ob 13/84
    Entscheidungstext OGH 24.10.1985 8 Ob 13/84
    Auch
  • 2 Ob 2363/96f
    Entscheidungstext OGH 14.11.1996 2 Ob 2363/96f
    Beisatz: Die Fürsorgepflicht erstreckt sich auch nicht auf mit dem auszuführenden Werk unmittelbar verbundene und für den Unternehmer und seine Hilfskräfte nach ihren Fachkenntnissen erkennbare Gefahren. (T2)
  • 8 Ob 144/06v
    Entscheidungstext OGH 30.08.2007 8 Ob 144/06v
    Vgl; Beisatz: Die Fürsorgepflicht nach den §§ 1157, 1169 ABGB umfasst allerdings nicht mit dem auszuführenden Werk unmittelbar verbundene, aber für den Unternehmer erkennbare Gefahren. (T3)
  • 4 Ob 139/07f
    Entscheidungstext OGH 04.09.2007 4 Ob 139/07f
  • 8 Ob 40/10f
    Entscheidungstext OGH 26.04.2011 8 Ob 40/10f
  • 3 Ob 158/12z
    Entscheidungstext OGH 17.10.2012 3 Ob 158/12z
    Auch; Beis wie T2
  • 2 Ob 240/12a
    Entscheidungstext OGH 17.06.2013 2 Ob 240/12a
    Vgl auch; Beis wie T2; Beis wie T3
  • 9 Ob 54/14b
    Entscheidungstext OGH 26.08.2014 9 Ob 54/14b
    Vgl; Beisatz: Der Umfang der Fürsorgepflicht richtet sich danach, wie weit sich der Unternehmer in eine der Sphäre des Bestellers zugeordneten Bereich begibt, in dem er gefährdet ist. (T4)
    Beisatz: Der Auftraggeber muss Fachunternehmen nicht über die in ihren Tätigkeitsbereich typisch auftretenden Gefahren warnen. (T5)
  • 2 Ob 129/15g
    Entscheidungstext OGH 28.06.2016 2 Ob 129/15g
    Auch; Beis wie T2; Beis wie T3
  • 1 Ob 174/16v
    Entscheidungstext OGH 10.02.2017 1 Ob 174/16v
    Auch; Beisatz: Hier keine derart offensichtliche Gefahr, da dem Kläger nicht klar sein musste, die von ihm als „Laufbrücke“ benützten Schalungsbretter könnten verrutschen und zum Absturz führen. (T6)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1975:RS0021808

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

15.03.2017

Dokumentnummer

JJR_19751009_OGH0002_0020OB00189_7500000_001

Rechtssatz für 8Ob274/75 2Ob137/78 2Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0021812

Geschäftszahl

8Ob274/75; 2Ob137/78; 2Ob134/82; 8Ob13/85 (8Ob14/85); 2Ob70/86; 2Ob133/88; 6Ob30/01g; 6Ob242/03m; 4Ob139/07f; 8Ob40/10f; 8Ob26/13a; 9Ob54/14b

Entscheidungsdatum

04.02.1976

Norm

ABGB §1169

Rechtssatz

Beim Werkvertrag darf der Unternehmer, der auf Grund seiner Sachkenntnis wissen muss, dass seine Arbeitsstätte gefährlich ist, um deren Sicherheit nicht vollkommen sorglos sein. Auch er muss sich in einem solchen Falle vor Beginn der Arbeiten von den Sicherungsvorkehrungen überzeugen und nötigenfalls den Besteller zu den nötigen Maßnahmen veranlassen.

Entscheidungstexte

  • 8 Ob 274/75
    Entscheidungstext OGH 04.02.1976 8 Ob 274/75
    Veröff: SZ 49/15
  • 2 Ob 137/78
    Entscheidungstext OGH 19.10.1978 2 Ob 137/78
  • 2 Ob 134/82
    Entscheidungstext OGH 21.09.1982 2 Ob 134/82
    Beisatz: Gefährliche Malerarbeiten in Fabrik (T1)
  • 8 Ob 13/85
    Entscheidungstext OGH 24.10.1985 8 Ob 13/85
  • 2 Ob 70/86
    Entscheidungstext OGH 07.04.1987 2 Ob 70/86
    Auch
  • 2 Ob 133/88
    Entscheidungstext OGH 25.04.1989 2 Ob 133/88
    Veröff: SZ 62/70 = ZVR 1990/92 S 244
  • 6 Ob 30/01g
    Entscheidungstext OGH 15.03.2001 6 Ob 30/01g
    Auch
  • 6 Ob 242/03m
    Entscheidungstext OGH 26.08.2004 6 Ob 242/03m
  • 4 Ob 139/07f
    Entscheidungstext OGH 04.09.2007 4 Ob 139/07f
    Auch
  • 8 Ob 40/10f
    Entscheidungstext OGH 26.04.2011 8 Ob 40/10f
  • 8 Ob 26/13a
    Entscheidungstext OGH 29.11.2013 8 Ob 26/13a
  • 9 Ob 54/14b
    Entscheidungstext OGH 26.08.2014 9 Ob 54/14b
    Auch; nur: Der Werkunternehmer, der aufgrund seiner Sachkenntnis wissen muss, dass Arbeitsstätten gefährlich sind, muss sich vor Beginn der Arbeiten selbst von den Sicherheitsvorkehrungen überzeugen. (T2)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1976:RS0021812

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

16.10.2014

Dokumentnummer

JJR_19760204_OGH0002_0080OB00274_7500000_001

Rechtssatz für 1Ob8/06t 4Ob171/06k 2Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0087844

Geschäftszahl

1Ob8/06t; 4Ob171/06k; 2Ob85/06y; 2Ob162/06x; 2Ob135/07b; 9ObA14/08m; 2Ob221/08a; 8Ob45/09i; 2Ob105/09v; 8ObA30/09h; 9ObA61/09z; 2Ob141/10i; 2Ob162/10b; 8Ob40/10f; 2Ob211/12m

Entscheidungsdatum

07.03.2006

Norm

ZPO §41 Abs1 D2
ZPO §43 Abs1
ZPO §50
ZPO 350 Abs1
ZPO §55

Rechtssatz

Eine von der Berufung gesonderte Honorierung der im Berufungsschriftsatz unter dem Titel „Kostenrekurs" ausgeführten Anfechtung im Kostenpunkt kommt an sich nicht in Betracht. Obsiegte jedoch ein solcher Berufungswerber in der Hauptsache in zweiter Instanz, verlor er dann aber in der Hauptsache als Revisionsgegner in dritter Instanz, folgte allerdings der Oberste Gerichtshof bei seiner Entscheidung (auch) über die Kosten des Verfahrens erster Instanz nunmehr jenem Argument, das er in der Berufung im Kostenpunkt ins Treffen geführt hatte, so hat er Anspruch auf Ersatz jener Kosten, die ihm in zweiter Instanz zuzusprechen gewesen wären, wenn sich der Berufungserfolg auf den Kostenpunkt beschränkt hätte.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 8/06t
    Entscheidungstext OGH 07.03.2006 1 Ob 8/06t
    Beisatz: Ausdrücklich gegenteilig zu RS0119892. (T1)
  • 4 Ob 171/06k
    Entscheidungstext OGH 19.12.2006 4 Ob 171/06k
    Abweichend; Beisatz: Die in 8 ObA 117/04w vertretene Auffassung, dass eine nur im Kostenpunkt erfolgreiche Berufung nicht (also auch nicht im Ausmaß des Obsiegens im Kostenpunkt) zu honorieren sei, kann nicht auf den vorliegenden Fall übertragen werden. Der Beklagte hat die Kosten für einen Kostenrekurs des Klägers nach Unterliegen im Provisorialverfahren und Obsiegen in der Hauptsache zu ersetzen, weil der Kläger die Kostenentscheidung im Provisorialverfahren gar nicht anders bekämpfen konnte. (T2); Veröff: SZ 2006/188
  • 2 Ob 85/06y
    Entscheidungstext OGH 27.02.2007 2 Ob 85/06y
    Vgl; Beisatz: Eine mit einer Berufung verbundene Kostenrüge und eine mit der Berufungsbeantwortung verbundene Beantwortung der Kostenrüge sind von vornherein nicht gesondert zu entlohnen, weil diese Teil der Berufung beziehungsweise Berufungsbeantwortung ist und mit den Kosten für diese Schriftsätze abgegolten wird. (T3)
  • 2 Ob 162/06x
    Entscheidungstext OGH 23.03.2007 2 Ob 162/06x
    Vgl; nur: Eine von der Berufung gesonderte Honorierung der im Berufungsschriftsatz unter dem Titel „Kostenrekurs" ausgeführten Anfechtung im Kostenpunkt kommt an sich nicht in Betracht. (T4)
  • 2 Ob 135/07b
    Entscheidungstext OGH 27.09.2007 2 Ob 135/07b
    Abweichend; Beisatz: Eine Honorierung von Kostenrekurs der Klägerin beziehungsweise Kostenrekursbeantwortung der Beklagten hat neben den Kosten des Berufungsverfahrens aus folgenden Gründen nicht zu erfolgen: Sobald ein Rechtsmittelwerber auch die Entscheidung des Erstgerichts in der Hauptsache bekämpft, bleibt bei der Kostenentscheidung des Rechtsmittelverfahrens ein allfälliger - hier teilweiser - Erfolg im Kostenpunkt nach der (nicht auf das Recht der sachlichen Zuständigkeit beschränkten) Wertung des § 54 Abs 2 JN unberücksichtigt; es kommt nur auf den Erfolg in der Hauptsache an. Bei Erfolglosigkeit der Berufung in der Hauptsache hat daher der Ansatz von Kosten eines hypothetischen („angenommenen") Kostenrekurses zu unterbleiben. (T5); Bem: Siehe RS0119892. (T6)
  • 9 ObA 14/08m
    Entscheidungstext OGH 03.03.2008 9 ObA 14/08m
    Abweichend; Beis wie T5; Beisatz: Es gebührt weder für die Berufung im Kostenpunkt noch für deren Beantwortung eine Entlohnung, weil diese Teil der Berufung bzw Berufungsbeantwortung sind und mit den Kosten für diese Schriftsätze abgegolten werden. (T7)
  • 2 Ob 221/08a
    Entscheidungstext OGH 16.04.2009 2 Ob 221/08a
    Vgl; nur T4; Vgl Beis wie T3; Vgl Beis wie T5
  • 8 Ob 45/09i
    Entscheidungstext OGH 19.11.2009 8 Ob 45/09i
    Auch; Beis wie T1; Bem: Ausdrückliches Abgehen von der zu 8 ObA 117/04w vertretenen gegenteiligen Rechtsansicht. (T8);
    Veröff: SZ 2009/153
  • 2 Ob 105/09v
    Entscheidungstext OGH 18.12.2009 2 Ob 105/09v
    Vgl aber; Auch Beis wie T3; Beisatz: Der (teilweise) Erfolg der Berufung im Kostenpunkt hat auf die Kostenentscheidung für das Berufungsverfahren keinen Einfluss. (T9)
  • 8 ObA 30/09h
    Entscheidungstext OGH 23.03.2010 8 ObA 30/09h
    Auch; Beisatz: Bleibt die Berufung einer Partei in der Hauptsache erfolglos, erlangen aber ihre Ausführungen in einer Berufung zum Kostenpunkt Bedeutung, weil es - wie hier - in der Folge abgesondert und tatsächlich ausschließlich nur (mehr) um die Frage der Kosten geht, so darf sie nicht schlechter gestellt werden als eine Partei, die von der ihr zustehenden Möglichkeit der Erhebung eines Kostenrekurses Gebrauch machen hätte können. (T10)
  • 9 ObA 61/09z
    Entscheidungstext OGH 30.06.2010 9 ObA 61/09z
    Auch; Beis wie T10; Bem: Parallelverfahren zu 8 ObA 30/09h. (T11)
  • 2 Ob 141/10i
    Entscheidungstext OGH 24.08.2010 2 Ob 141/10i
    Vgl aber
  • 2 Ob 162/10b
    Entscheidungstext OGH 02.12.2010 2 Ob 162/10b
    Vgl aber; Vgl Beis wie T3; Vgl Beis wie T5; Vgl Beis wie T9; Abweichend zu Beis wie T10; Abweichend zu Bem wie T11
  • 8 Ob 40/10f
    Entscheidungstext OGH 26.04.2011 8 Ob 40/10f
    Auch; Beis wie T10
  • 2 Ob 211/12m
    Entscheidungstext OGH 19.09.2013 2 Ob 211/12m
    Auch; Beis wie T5; Veröff: SZ 2013/86

Schlagworte

hypothetischer Kostenrekurs

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2006:RS0087844

Im RIS seit

06.04.2006

Zuletzt aktualisiert am

28.01.2016

Dokumentnummer

JJR_20060307_OGH0002_0010OB00008_06T0000_001