Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 1Ob507/50 2Ob266/57 3Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0014920

Geschäftszahl

1Ob507/50; 2Ob266/57; 3Ob284/58; 6Ob267/63 (6Ob268/63); 6Ob342/66; 6Ob61/67; 7Ob154/71; 5Ob89/72; 7Ob8/75; 2Ob362/74; 6Ob156/75; 7Ob602/77; 5Ob748/79; 6Ob662/81; 3Ob542/87; 6Ob146/97g; 1Ob339/98d; 1Ob157/02y; 3Ob13/07v; 6Ob148/07v; 4Ob65/10b; 8Ob25/10z; 4Ob190/10k; 8Ob151/10d; 5Ob18/11z; 2Ob176/10m; 2Ob30/11t; 9ObA83/13s; 1Ob85/16f

Entscheidungsdatum

28.09.1950

Norm

ABGB §871 BII

Rechtssatz

Ein Irrtum über den Wert der Sache ist ein Irrtum im Beweggrunde (Motivirrtum) und nur dann rechtlich relevant, wenn listige Irreführung vorliegt.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 507/50
    Entscheidungstext OGH 28.09.1950 1 Ob 507/50
    Veröff: SZ 23/272
  • 2 Ob 266/57
    Entscheidungstext OGH 20.11.1957 2 Ob 266/57
  • 3 Ob 284/58
    Entscheidungstext OGH 14.10.1958 3 Ob 284/58
  • 6 Ob 267/63
    Entscheidungstext OGH 16.10.1963 6 Ob 267/63
    Veröff: EvBl 1964/317 S 465
  • 6 Ob 342/66
    Entscheidungstext OGH 30.11.1966 6 Ob 342/66
    Veröff: EvBl 1967/281 S 397
  • 6 Ob 61/67
    Entscheidungstext OGH 15.03.1967 6 Ob 61/67
    Ähnlich; Beisatz: Hier: Irrtum beim Vergleichsabschluss. (T1)
  • 7 Ob 154/71
    Entscheidungstext OGH 10.09.1971 7 Ob 154/71
    Beisatz: Hier: Orientteppiche (T2)
  • 5 Ob 89/72
    Entscheidungstext OGH 20.06.1972 5 Ob 89/72
    Veröff: JBl 1972,611
  • 7 Ob 8/75
    Entscheidungstext OGH 23.01.1975 7 Ob 8/75
    Ähnlich; Beisatz: Umsatz eines gekauften Getränkeautomaten. (T3)
  • 2 Ob 362/74
    Entscheidungstext OGH 13.02.1975 2 Ob 362/74
    Beis wie T1; Veröff: SZ 48/14 = EvBl 1975/252 S 573 = JBl 1976,88
  • 6 Ob 156/75
    Entscheidungstext OGH 08.01.1976 6 Ob 156/75
    Beisatz: Hier: Gemälde (T4)
  • 7 Ob 602/77
    Entscheidungstext OGH 30.06.1977 7 Ob 602/77
    Ähnlich
  • 5 Ob 748/79
    Entscheidungstext OGH 15.01.1980 5 Ob 748/79
  • 6 Ob 662/81
    Entscheidungstext OGH 17.03.1983 6 Ob 662/81
    Veröff: EvBl 1983/100 S 396
  • 3 Ob 542/87
    Entscheidungstext OGH 11.11.1987 3 Ob 542/87
  • 6 Ob 146/97g
    Entscheidungstext OGH 11.09.1997 6 Ob 146/97g
  • 1 Ob 339/98d
    Entscheidungstext OGH 29.06.1999 1 Ob 339/98d
    Auch; Beisatz: Der Irrtum über den gemeinen Wert (Verkehrswert) einer Sache gehört nicht zu deren Eigenschaften. (T5)
    Beisatz: Ein Irrtum über den Verkehrswert einer Sache bildet jedenfalls nur dann einen rechtlich relevanten Anfechtungsgrund, wenn der Erklärungsempfänger den Motivirrtum arglistig im Sinn des § 870 ABGB herbeigeführt oder im Sinne einer bewussten Verschleierung des Sachverhalts ausgenützt hat, somit bewusste Täuschung vorliegt, wenn die Parteien das Motiv zumindest stillschweigend zu einer echten Bedingung erhoben haben, wenn der Gegner des Anfechtenden gesetzliche oder vorvertragliche Aufklärungspflichten verletzte, oder wenn der Irrtum ohne Mitwirken des anderen Teils nicht vermeidbar war; gerade in den letzten drei Fällen ist ein Geschäftsirrtum anzunehmen. (T6)
  • 1 Ob 157/02y
    Entscheidungstext OGH 30.09.2002 1 Ob 157/02y
  • 3 Ob 13/07v
    Entscheidungstext OGH 22.02.2007 3 Ob 13/07v
    Beis ähnlich wie T6
  • 6 Ob 148/07v
    Entscheidungstext OGH 13.07.2007 6 Ob 148/07v
    Auch
  • 4 Ob 65/10b
    Entscheidungstext OGH 31.08.2010 4 Ob 65/10b
    Auch; nur: Ein Irrtum über den Wert der Sache ist ein Irrtum im Beweggrunde (Motivirrtum). (T7)
  • 8 Ob 25/10z
    Entscheidungstext OGH 22.09.2010 8 Ob 25/10z
    Vgl; Beisatz: Im Fall des Verkaufs börsennotierter Wertpapiere können Fehlvorstellungen über die künftige Wert‑ und Kursentwicklung (zumindest mangels anderslautender Vereinbarung) nur als Motivirrtum qualifiziert werden. Hingegen betrifft eine Fehlvorstellung über eine dem Anlageprodukt immanente Begrenzung des Verlustpotentials wegen einer besonderen Risikoabsicherung (zB Ausfallgarantie, Versicherung, Pfandrechte) oder darüber, ob eine direkte Investition in Güter erfolgt, nicht nur im Vorfeld des Kaufentschlusses liegende individuelle Erwartungen, sondern für die Identität des Kaufgegenstands maßgebliche und daher den Inhalt des Geschäfts bestimmende Eigenschaften. Die Risikogeneigtheit einer Anlageform ist als Produkteigenschaft anzusehen. (T8) Veröff: SZ 2010/113
  • 4 Ob 190/10k
    Entscheidungstext OGH 15.12.2010 4 Ob 190/10k
    Auch; nur T7; Beisatz: Ein Irrtum über eine wertbildende Eigenschaft gehört hingegen zum Inhalt des Geschäfts. (T9)
    Beisatz: Hier: Wertpapiere. (T10)
  • 8 Ob 151/10d
    Entscheidungstext OGH 26.04.2011 8 Ob 151/10d
    Vgl; Beis wie T10
  • 5 Ob 18/11z
    Entscheidungstext OGH 07.07.2011 5 Ob 18/11z
    Auch; nur T7; Beis wie T9; Beis wie T10
  • 2 Ob 176/10m
    Entscheidungstext OGH 22.06.2011 2 Ob 176/10m
    nur T7; Beis wie T9
  • 2 Ob 30/11t
    Entscheidungstext OGH 19.01.2012 2 Ob 30/11t
    Auch; Beis wie T5; Beis wie T9
  • 9 ObA 83/13s
    Entscheidungstext OGH 27.09.2013 9 ObA 83/13s
    Auch
  • 1 Ob 85/16f
    Entscheidungstext OGH 30.08.2016 1 Ob 85/16f
    Beis wie T9

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1950:RS0014920

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

21.09.2016

Dokumentnummer

JJR_19500928_OGH0002_0010OB00507_5000000_001

Rechtssatz für 2Ob109/74 1Ob127/74 5Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0043347

Geschäftszahl

2Ob109/74; 1Ob127/74; 5Ob298/74; 4Ob30/75; 1Ob90/75; 7Ob182/75; 2Ob46/76; 4Ob515/76; 5Ob601/76; 5Ob538/76; 5Ob603/76; 7Ob647/76; 1Ob670/76; 5Ob660/76 (5Ob661/76, 5Ob662/76); 5Ob699/76; 4Ob380/76 (4Ob381/76); 4Ob395/76; 7Ob835/76; 4Ob5/77; 5Ob507/77; 1Ob591/77; 7Ob629/77 (7Ob630/77); 3Ob506/77; 1Ob698/77; 3Ob568/78; 5Ob594/78; 2Ob145/78; 1Ob773/78; 3Ob630/79; 5Ob567/80; 3Ob574/80; 3Ob575/79 (3Ob576/79); 8Ob534/80; 6Ob557/81; 6Ob652/80; 6Ob634/81 (6Ob635/81); 8Ob141/81; 6Ob589/81; 8Ob504/82; 1Ob524/82; 7Ob514/82; 6Ob810/81; 8Ob96/82; 3Ob596/82; 8Ob144/82; 4Ob8/83; 8Ob526/82; 2Ob54/83; 3Ob558/84; 8Ob638/84 (8Ob639/84); 6Ob5/86; 7Ob561/86; 3Ob522/87; 10ObS44/88; 6Ob597/88; 10ObS114/89; 7Ob591/89; 10ObS241/89; 9ObA190/89; 9ObA5/90; 7Ob507/90 (7Ob508/90); 9ObA235/90; 8Ob536/90; 10ObS133/91; 9ObA139/92; 4Ob529/95; 4Ob1056/95; 4Ob2125/96w; 10ObS194/99y; 10ObS76/00z; 10Ob292/00i; 7Ob214/02z; 10ObS228/02f; 8ObA216/02a; 7Ob16/03h; 9Ob12/03k; 7Ob283/03y; 8Ob11/04g; 6Ob264/04y; 3Ob210/05m; 6Ob117/05g; 3Ob155/05y; 2Ob58/06b; 2Ob66/06d; 5Ob118/06y; 3Ob241/05w; 10Ob16/06k; 2Ob52/07x; 1Ob81/07d; 2Ob10/07w; 8Ob129/07i; 9Ob55/08s; 16Ok15/08; 6Ob245/09m; 7Ob42/10t; 16Ok1/10; 8Ob119/10y; 4Ob190/10k; 1Ob194/10a; 6Ob7/11i; 10ObS166/10z; 5Ob239/10y; 1Ob170/11y; 8Ob87/11v; 6Ob230/11h; 16Ok8/10; 2Ob232/11y; 16Ok2/12; 9Ob28/12a; 1Ob249/12t; 2Ob254/12k; 9Ob42/13m; 5Ob29/13w; 9ObA76/13m; 3Ob118/13v; 1Ob171/13y; 16Ok7/13; 5Ob221/13f; 1Ob218/13k; 4Ob41/14d; 5Ob59/14h; 7Ob41/14a; 16Ok10/13; 10ObS73/14d; 4Ob112/14w; 5Ob45/14z; 7Ob166/14h; 1Ob172/14x; 7Ob202/14b; 7Ob206/14s; 4Ob49/15g; 16Ok2/15b (16Ok8/15k); 10ObS77/15v; 16Ok4/15x; 3Ob14/16d; 7Ob40/16g; 9ObA44/16k; 1Ob68/16f; 9ObA29/16d; 7Ob99/16h; 2Ob19/16g; 6Ob52/16i; 1Ob23/17i; 6Ob54/17k; 6Ob206/16m; 8ObA40/17s; 9ObA74/17y; 1Ob215/17z; 8Ob131/17y; 7Ob155/18x; 9Ob58/18x; 8Ob39/19x; 8ObA39/19x

Entscheidungsdatum

16.05.1974

Norm

ZPO §503 Z3 D

Rechtssatz

Eine Aktenwidrigkeit ist nur gegeben, wenn Feststellungen auf aktenwidriger Grundlage getroffen werden, das heißt wenn der Inhalt einer Urkunde, eines Protokolls oder eines sonstigen Aktenstückes unrichtig wiedergegeben und infolgedessen ein fehlerhaftes Sachverhaltsbild der rechtlichen Beurteilung unterzogen wurde, nicht aber schon dann, wenn das auf Grund der Beweisaufnahme gewonnene Sachverhaltsbild bloß vom Parteienvorbringen abweicht. Erwägungen der Tatsacheninstanzen, weshalb ein Sachverhalt als erwiesen angenommen oder bestimmte Feststellungen nicht getroffen werden können, fallen in das Gebiet der Beweiswürdigung, können daher weder eine Aktenwidrigkeit bilden noch gegen den Dispositionsgrundsatz verstoßen.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 109/74
    Entscheidungstext OGH 16.05.1974 2 Ob 109/74
  • 1 Ob 127/74
    Entscheidungstext OGH 06.11.1974 1 Ob 127/74
  • 5 Ob 298/74
    Entscheidungstext OGH 18.02.1975 5 Ob 298/74
  • 4 Ob 30/75
    Entscheidungstext OGH 24.06.1975 4 Ob 30/75
  • 1 Ob 90/75
    Entscheidungstext OGH 27.08.1975 1 Ob 90/75
    Vgl auch; nur: Eine Aktenwidrigkeit ist nur gegeben, wenn Feststellungen auf aktenwidriger Grundlage getroffen werden, das heißt wenn der Inhalt einer Urkunde, eines Protokolls oder eines sonstigen Aktenstückes unrichtig wiedergegeben und infolgedessen ein fehlerhaftes Sachverhaltsbild der rechtlichen Beurteilung unterzogen wurde. (T1)
  • 7 Ob 182/75
    Entscheidungstext OGH 16.10.1975 7 Ob 182/75
  • 2 Ob 46/76
    Entscheidungstext OGH 12.03.1976 2 Ob 46/76
    nur T1
  • 4 Ob 515/76
    Entscheidungstext OGH 02.03.1976 4 Ob 515/76
  • 5 Ob 601/76
    Entscheidungstext OGH 25.05.1976 5 Ob 601/76
    nur T1
  • 5 Ob 538/76
    Entscheidungstext OGH 01.06.1976 5 Ob 538/76
    nur T1
  • 5 Ob 603/76
    Entscheidungstext OGH 06.07.1976 5 Ob 603/76
    nur T1
  • 7 Ob 647/76
    Entscheidungstext OGH 16.09.1976 7 Ob 647/76
    nur T1
  • 1 Ob 670/76
    Entscheidungstext OGH 15.09.1976 1 Ob 670/76
    nur: Erwägungen der Tatsacheninstanzen, weshalb ein Sachverhalt als erwiesen angenommen oder bestimmte Feststellungen nicht getroffen werden können, fallen in das Gebiet der Beweiswürdigung, können daher keine Aktenwidrigkeit bilden. (T2)
  • 5 Ob 660/76
    Entscheidungstext OGH 02.11.1976 5 Ob 660/76
  • 5 Ob 699/76
    Entscheidungstext OGH 16.11.1976 5 Ob 699/76
    nur T1
  • 4 Ob 380/76
    Entscheidungstext OGH 09.11.1976 4 Ob 380/76
    nur T1
  • 4 Ob 395/76
    Entscheidungstext OGH 14.12.1976 4 Ob 395/76
    nur T1
  • 7 Ob 835/76
    Entscheidungstext OGH 20.01.1977 7 Ob 835/76
    nur T1
  • 4 Ob 5/77
    Entscheidungstext OGH 01.02.1977 4 Ob 5/77
    nur T1; nur T2
  • 5 Ob 507/77
    Entscheidungstext OGH 15.02.1977 5 Ob 507/77
    nur T1
  • 1 Ob 591/77
    Entscheidungstext OGH 22.06.1977 1 Ob 591/77
    nur T1
  • 7 Ob 629/77
    Entscheidungstext OGH 01.09.1977 7 Ob 629/77
    nur T1
  • 3 Ob 506/77
    Entscheidungstext OGH 07.03.1978 3 Ob 506/77
    Auch; nur T1
  • 1 Ob 698/77
    Entscheidungstext OGH 05.04.1978 1 Ob 698/77
  • 3 Ob 568/78
    Entscheidungstext OGH 13.06.1978 3 Ob 568/78
    nur T1
  • 5 Ob 594/78
    Entscheidungstext OGH 03.10.1978 5 Ob 594/78
    nur T1
  • 2 Ob 145/78
    Entscheidungstext OGH 12.10.1978 2 Ob 145/78
    nur: Eine Aktenwidrigkeit ist nur gegeben, wenn Feststellungen auf aktenwidriger Grundlage getroffen werden. (T3)
  • 1 Ob 773/78
    Entscheidungstext OGH 10.01.1979 1 Ob 773/78
    nur T3
  • 3 Ob 630/79
    Entscheidungstext OGH 23.01.1980 3 Ob 630/79
    nur T1
  • 5 Ob 567/80
    Entscheidungstext OGH 08.07.1980 5 Ob 567/80
    nur T1
  • 3 Ob 574/80
    Entscheidungstext OGH 30.07.1980 3 Ob 574/80
    nur T1
  • 3 Ob 575/79
    Entscheidungstext OGH 29.10.1980 3 Ob 575/79
  • 8 Ob 534/80
    Entscheidungstext OGH 15.12.1980 8 Ob 534/80
    nur T1
  • 6 Ob 557/81
    Entscheidungstext OGH 08.04.1981 6 Ob 557/81
  • 6 Ob 652/80
    Entscheidungstext OGH 30.03.1981 6 Ob 652/80
    Vgl auch
  • 6 Ob 634/81
    Entscheidungstext OGH 27.05.1981 6 Ob 634/81
    Vgl auch; nur T1; Beisatz: Die behauptete unrichtige rechnerische Auslegung einer Vertragsurkunde vermag keinesfalls einen Widerspruch zwischen dem Urkundenwortlaut und den zur Entscheidungsgrundlage herangezogenen Tatsachen aufzuzeigen. (T4)
  • 8 Ob 141/81
    Entscheidungstext OGH 03.09.1981 8 Ob 141/81
    nur T1
  • 6 Ob 589/81
    Entscheidungstext OGH 18.11.1981 6 Ob 589/81
    Auch; nur T3; Beisatz: Hier: Verschiedene Auffassungen der Vorinstanzen über Auffälligkeit einer Klausel. (T5)
  • 8 Ob 504/82
    Entscheidungstext OGH 11.03.1982 8 Ob 504/82
    nur T1
  • 1 Ob 524/82
    Entscheidungstext OGH 31.03.1982 1 Ob 524/82
    nur T3
  • 7 Ob 514/82
    Entscheidungstext OGH 18.03.1982 7 Ob 514/82
    nur T3
  • 6 Ob 810/81
    Entscheidungstext OGH 26.05.1982 6 Ob 810/81
    nur T3; Beisatz: Keine Aktenwidrigkeit liegt vor, wenn das Berufungsgericht bei seiner rechtlichen Beurteilung eine Feststellung nicht berücksichtigt hat. (T6)
  • 8 Ob 96/82
    Entscheidungstext OGH 03.06.1982 8 Ob 96/82
    nur T3
  • 3 Ob 596/82
    Entscheidungstext OGH 20.10.1982 3 Ob 596/82
    nur T1
  • 8 Ob 144/82
    Entscheidungstext OGH 30.09.1982 8 Ob 144/82
  • 4 Ob 8/83
    Entscheidungstext OGH 08.02.1983 4 Ob 8/83
    nur T1
  • 8 Ob 526/82
    Entscheidungstext OGH 17.02.1983 8 Ob 526/82
    Auch; nur T1
  • 2 Ob 54/83
    Entscheidungstext OGH 12.04.1983 2 Ob 54/83
    nur T3
  • 3 Ob 558/84
    Entscheidungstext OGH 07.11.1984 3 Ob 558/84
    nur T1; Veröff: NZ 1985,176
  • 8 Ob 638/84
    Entscheidungstext OGH 11.07.1985 8 Ob 638/84
    nur T1
  • 6 Ob 5/86
    Entscheidungstext OGH 20.03.1986 6 Ob 5/86
    Auch; nur T1
  • 7 Ob 561/86
    Entscheidungstext OGH 19.06.1986 7 Ob 561/86
    nur T1
  • 3 Ob 522/87
    Entscheidungstext OGH 09.09.1987 3 Ob 522/87
    nur T1
  • 10 ObS 44/88
    Entscheidungstext OGH 26.04.1988 10 ObS 44/88
    nur T1
  • 6 Ob 597/88
    Entscheidungstext OGH 07.07.1988 6 Ob 597/88
    nur T1
  • 10 ObS 114/89
    Entscheidungstext OGH 18.04.1989 10 ObS 114/89
    nur T3; nur: Nicht aber schon dann, wenn das auf Grund der Beweisaufnahme gewonnene Sachverhaltsbild bloß vom Parteienvorbringen abweicht. (T7)
  • 7 Ob 591/89
    Entscheidungstext OGH 18.05.1989 7 Ob 591/89
  • 10 ObS 241/89
    Entscheidungstext OGH 29.08.1989 10 ObS 241/89
    nur T1; nur T2
  • 9 ObA 190/89
    Entscheidungstext OGH 30.08.1989 9 ObA 190/89
    nur T1
  • 9 ObA 5/90
    Entscheidungstext OGH 31.01.1990 9 ObA 5/90
    nur T2
  • 7 Ob 507/90
    Entscheidungstext OGH 22.02.1990 7 Ob 507/90
    nur T1
  • 9 ObA 235/90
    Entscheidungstext OGH 10.10.1990 9 ObA 235/90
    nur T1; Beisatz: § 48 ASGG (T8)
  • 8 Ob 536/90
    Entscheidungstext OGH 13.03.1991 8 Ob 536/90
    nur T1
  • 10 ObS 133/91
    Entscheidungstext OGH 28.05.1991 10 ObS 133/91
    nur T1; nur T2
  • 9 ObA 139/92
    Entscheidungstext OGH 16.09.1992 9 ObA 139/92
    Vgl auch; nur T7; Veröff: DRdA 1993,300 (Eypeltauer)
  • 4 Ob 529/95
    Entscheidungstext OGH 25.04.1995 4 Ob 529/95
    nur T3
  • 4 Ob 1056/95
    Entscheidungstext OGH 10.08.1995 4 Ob 1056/95
    nur T3
  • 4 Ob 2125/96w
    Entscheidungstext OGH 25.06.1996 4 Ob 2125/96w
    nur T3
  • 10 ObS 194/99y
    Entscheidungstext OGH 14.09.1999 10 ObS 194/99y
    nur T1; Beisatz: Die Aktenwidrigkeit muss für das Urteil von wesentlicher Bedeutung, also geeignet sein, die Entscheidungsgrundlage zu verändern. (T9)
  • 10 ObS 76/00z
    Entscheidungstext OGH 25.07.2000 10 ObS 76/00z
    nur T1
  • 10 Ob 292/00i
    Entscheidungstext OGH 06.03.2001 10 Ob 292/00i
    nur: Eine Aktenwidrigkeit ist nur gegeben, wenn Feststellungen auf aktenwidriger Grundlage getroffen werden, das heißt wenn der Inhalt einer Urkunde, eines Protokolls oder eines sonstigen Aktenstückes unrichtig wiedergegeben und infolgedessen ein fehlerhaftes Sachverhaltsbild der rechtlichen Beurteilung unterzogen wurde. Erwägungen der Tatsacheninstanzen, weshalb ein Sachverhalt als erwiesen angenommen oder bestimmte Feststellungen nicht getroffen werden können, fallen in das Gebiet der Beweiswürdigung. (T10)
    Veröff: SZ 74/41
  • 7 Ob 214/02z
    Entscheidungstext OGH 09.10.2002 7 Ob 214/02z
    Auch; nur T3
  • 10 ObS 228/02f
    Entscheidungstext OGH 22.10.2002 10 ObS 228/02f
    Auch; nur T3; Beisatz: Wenn dem Urteil des Berufungsgerichtes in einem wesentlichen Punkt eine tatsächliche Voraussetzung zu Grunde gelegt wird, welche mit den Prozessakten erster oder zweiter Instanz im Widerspruch steht. (T11)
  • 8 ObA 216/02a
    Entscheidungstext OGH 19.12.2002 8 ObA 216/02a
    nur T10
  • 7 Ob 16/03h
    Entscheidungstext OGH 26.02.2003 7 Ob 16/03h
    Vgl auch; Beisatz: Die "vollinhaltliche" Übernahme der Feststellungen des Erstgerichts durch das Berufungsgericht kann schon begrifflich nicht aktenwidrig sein. (T12)
  • 9 Ob 12/03k
    Entscheidungstext OGH 26.02.2003 9 Ob 12/03k
    nur T3
  • 7 Ob 283/03y
    Entscheidungstext OGH 03.12.2003 7 Ob 283/03y
    nur T3
  • 8 Ob 11/04g
    Entscheidungstext OGH 29.03.2004 8 Ob 11/04g
    nur T3; Beis wie T12
  • 6 Ob 264/04y
    Entscheidungstext OGH 25.11.2004 6 Ob 264/04y
    nur T1
  • 3 Ob 210/05m
    Entscheidungstext OGH 20.10.2005 3 Ob 210/05m
    Auch; nur: Eine Aktenwidrigkeit ist nur gegeben, wenn Feststellungen auf aktenwidriger Grundlage getroffen werden, das heißt wenn der Inhalt einer Urkunde unrichtig wiedergegeben wurde. (T13)
    Beisatz: Bei einer allenfalls unrichtigen Auslegung einer Urkunde handelt es sich hingegen um eine rechtliche Beurteilung. (T14)
  • 6 Ob 117/05g
    Entscheidungstext OGH 01.12.2005 6 Ob 117/05g
    Beisatz: Dass die Vorinstanzen dem in diesem Verfahren eingeholten Sachverständigengutachten und nicht dem im Zwangsversteigerungsverfahren eingeholten Schätzungsgutachten eines anderen gerichtlichen Sachverständigen folgten, bildete einen nicht revisiblen Akt der Beweiswürdigung. (T15)
  • 3 Ob 155/05y
    Entscheidungstext OGH 24.11.2005 3 Ob 155/05y
    Vgl auch; Beisatz: Eine Aktenwidrigkeit ist nur gegeben, wenn ein Widerspruch zwischen dem Akteninhalt und den die Entscheidung tragenden wesentlichen Tatsachen (nach den Gründen des angefochtenen Urteils) vorliegt und dies aus den Prozessakten selbst erkennbar ist. (T16)
  • 2 Ob 58/06b
    Entscheidungstext OGH 29.06.2006 2 Ob 58/06b
    Auch; nur T2; Beis wie T9
  • 2 Ob 66/06d
    Entscheidungstext OGH 10.08.2006 2 Ob 66/06d
    Vgl auch; Beis wie T9; Beisatz: Die Vorgangsweise des Berufungsgerichtes, die Übernahme der bekämpften Feststellungen im Wesentlichen nur auf einen gar nicht aufgenommenen Beweis zu stützen, verwirklicht aufgrund der hier vorliegenden Entscheidungsrelevanz dieser Feststellung den Revisionsgrund der Aktenwidrigkeit. (T17)
  • 5 Ob 118/06y
    Entscheidungstext OGH 29.08.2006 5 Ob 118/06y
    nur T13; Beis wie T14
  • 3 Ob 241/05w
    Entscheidungstext OGH 26.07.2006 3 Ob 241/05w
    Auch; Beis ähnlich wie T16
  • 10 Ob 16/06k
    Entscheidungstext OGH 24.10.2006 10 Ob 16/06k
    Vgl auch; Beis wie T9
  • 2 Ob 52/07x
    Entscheidungstext OGH 12.04.2007 2 Ob 52/07x
    Auch; Beisatz: Die Aussagekraft einzelner Beweisergebnisse fällt in das Gebiet der Beweiswürdigung und begründet keine Aktenwidrigkeit. (T18)
  • 1 Ob 81/07d
    Entscheidungstext OGH 14.08.2007 1 Ob 81/07d
    Auch; Beis wie T9
  • 2 Ob 10/07w
    Entscheidungstext OGH 29.11.2007 2 Ob 10/07w
    Vgl auch; Beis wie T9
  • 8 Ob 129/07i
    Entscheidungstext OGH 28.02.2008 8 Ob 129/07i
    Vgl auch; Beis wie T9
  • 9 Ob 55/08s
    Entscheidungstext OGH 08.10.2008 9 Ob 55/08s
    nur T1; nur T2
  • 16 Ok 15/08
    Entscheidungstext OGH 17.12.2008 16 Ok 15/08
    Vgl; Beis ähnlich wie T16
  • 6 Ob 245/09m
    Entscheidungstext OGH 15.04.2010 6 Ob 245/09m
    Vgl auch; Beis wie T12
  • 7 Ob 42/10t
    Entscheidungstext OGH 21.04.2010 7 Ob 42/10t
  • 16 Ok 1/10
    Entscheidungstext OGH 09.06.2010 16 Ok 1/10
    Auch; nur T1; nur T7
  • 8 Ob 119/10y
    Entscheidungstext OGH 23.11.2010 8 Ob 119/10y
    Auch; nur T1; nur T2
  • 4 Ob 190/10k
    Entscheidungstext OGH 15.12.2010 4 Ob 190/10k
    Auch; nur T1
  • 1 Ob 194/10a
    Entscheidungstext OGH 23.11.2010 1 Ob 194/10a
    nur T1; Beis wie T11
  • 6 Ob 7/11i
    Entscheidungstext OGH 24.02.2011 6 Ob 7/11i
    Vgl auch; Beis wie T12
  • 10 ObS 166/10z
    Entscheidungstext OGH 01.03.2011 10 ObS 166/10z
    Auch
  • 5 Ob 239/10y
    Entscheidungstext OGH 08.03.2011 5 Ob 239/10y
    Auch; nur T1
  • 1 Ob 170/11y
    Entscheidungstext OGH 01.09.2011 1 Ob 170/11y
    Auch; nur T1
  • 8 Ob 87/11v
    Entscheidungstext OGH 29.09.2011 8 Ob 87/11v
    Auch
  • 6 Ob 230/11h
    Entscheidungstext OGH 24.11.2011 6 Ob 230/11h
    nur T1
  • 16 Ok 8/10
    Entscheidungstext OGH 12.12.2011 16 Ok 8/10
    Auch; nur T1; Beisatz: Hier: Kartellverfahren. (T19)
    Veröff: SZ 2011/148
  • 2 Ob 232/11y
    Entscheidungstext OGH 19.01.2012 2 Ob 232/11y
    Auch; nur T3; Beis wie T9
  • 16 Ok 2/12
    Entscheidungstext OGH 06.06.2012 16 Ok 2/12
    Beis wie T19
    Veröff: SZ 2012/62
  • 9 Ob 28/12a
    Entscheidungstext OGH 20.06.2012 9 Ob 28/12a
  • 1 Ob 249/12t
    Entscheidungstext OGH 14.03.2013 1 Ob 249/12t
    nur T1
  • 2 Ob 254/12k
    Entscheidungstext OGH 04.04.2013 2 Ob 254/12k
    nur T1
  • 9 Ob 42/13m
    Entscheidungstext OGH 25.06.2013 9 Ob 42/13m
    Auch; nur T3
  • 5 Ob 29/13w
    Entscheidungstext OGH 20.06.2013 5 Ob 29/13w
    Auch; nur T1; Beis wie T11
  • 9 ObA 76/13m
    Entscheidungstext OGH 24.07.2013 9 ObA 76/13m
    Auch; nur T2
  • 3 Ob 118/13v
    Entscheidungstext OGH 21.08.2013 3 Ob 118/13v
    Auch; Beis wie T16; Beis wie T18
  • 1 Ob 171/13y
    Entscheidungstext OGH 17.10.2013 1 Ob 171/13y
    Auch
  • 16 Ok 7/13
    Entscheidungstext OGH 07.11.2013 16 Ok 7/13
    Beis wie T19
  • 5 Ob 221/13f
    Entscheidungstext OGH 21.02.2014 5 Ob 221/13f
    Auch; Beisatz: Schlussfolgerungen aus einem Urkundeninhalt begründen keine Aktenwidrigkeit. (T20)
  • 1 Ob 218/13k
    Entscheidungstext OGH 19.12.2013 1 Ob 218/13k
    Auch; Beis wie T9
  • 4 Ob 41/14d
    Entscheidungstext OGH 25.03.2014 4 Ob 41/14d
    nur T1
  • 5 Ob 59/14h
    Entscheidungstext OGH 23.04.2014 5 Ob 59/14h
    Auch
  • 7 Ob 41/14a
    Entscheidungstext OGH 22.04.2014 7 Ob 41/14a
    Auch; Beisatz: Aktenwidrigkeit kann keinesfalls in (allenfalls unrichtigen) rechtlichen Schlussfolgerungen bestehen, sondern vielmehr nur in einem Widerspruch von tatsächlichen Annahmen des Gerichts zum Akteninhalt. (T21)
  • 16 Ok 10/13
    Entscheidungstext OGH 26.06.2014 16 Ok 10/13
    Vgl auch; Nur T2
  • 10 ObS 73/14d
    Entscheidungstext OGH 15.07.2014 10 ObS 73/14d
    Auch; nur T1
  • 4 Ob 112/14w
    Entscheidungstext OGH 17.07.2014 4 Ob 112/14w
    Vgl auch
  • 5 Ob 45/14z
    Entscheidungstext OGH 26.09.2014 5 Ob 45/14z
    Veröff: SZ 2014/86
  • 7 Ob 166/14h
    Entscheidungstext OGH 29.10.2014 7 Ob 166/14h
    Vgl auch
  • 1 Ob 172/14x
    Entscheidungstext OGH 27.11.2014 1 Ob 172/14x
    Vgl
  • 7 Ob 202/14b
    Entscheidungstext OGH 10.12.2014 7 Ob 202/14b
    Auch; nur T1; Beis wie T18
  • 7 Ob 206/14s
    Entscheidungstext OGH 10.12.2014 7 Ob 206/14s
    Auch; nur T1
  • 4 Ob 49/15g
    Entscheidungstext OGH 24.03.2015 4 Ob 49/15g
    Auch; Beis wie T9
  • 16 Ok 2/15b
    Entscheidungstext OGH 08.10.2015 16 Ok 2/15b
    nur T1; nur T2; Beis wie T19; Veröff: SZ 2015/109
  • 10 ObS 77/15v
    Entscheidungstext OGH 01.10.2015 10 ObS 77/15v
    Vgl auch; Beis wie T9; Veröff: SZ 2015/108
  • 16 Ok 4/15x
    Entscheidungstext OGH 01.12.2015 16 Ok 4/15x
    Beis wie T20; Beis wie T21
  • 3 Ob 14/16d
    Entscheidungstext OGH 17.02.2016 3 Ob 14/16d
    Auch
  • 7 Ob 40/16g
    Entscheidungstext OGH 06.04.2016 7 Ob 40/16g
    Auch; nur T1
  • 9 ObA 44/16k
    Entscheidungstext OGH 21.04.2016 9 ObA 44/16k
    Auch; nur T3
  • 1 Ob 68/16f
    Entscheidungstext OGH 28.04.2016 1 Ob 68/16f
    Vgl auch
  • 9 ObA 29/16d
    Entscheidungstext OGH 21.04.2016 9 ObA 29/16d
    nur T3
  • 7 Ob 99/16h
    Entscheidungstext OGH 15.06.2016 7 Ob 99/16h
    Auch; nur T1
  • 2 Ob 19/16g
    Entscheidungstext OGH 16.11.2016 2 Ob 19/16g
    Auch; nur T1
  • 6 Ob 52/16i
    Entscheidungstext OGH 24.10.2016 6 Ob 52/16i
    Auch; Beis ähnlich wie T21
  • 1 Ob 23/17i
    Entscheidungstext OGH 27.02.2017 1 Ob 23/17i
  • 6 Ob 54/17k
    Entscheidungstext OGH 19.04.2017 6 Ob 54/17k
    Auch; nur T2
  • 6 Ob 206/16m
    Entscheidungstext OGH 27.04.2017 6 Ob 206/16m
    Auch; nur T3
  • 8 ObA 40/17s
    Entscheidungstext OGH 24.08.2017 8 ObA 40/17s
    Auch
  • 9 ObA 74/17y
    Entscheidungstext OGH 27.09.2017 9 ObA 74/17y
  • 1 Ob 215/17z
    Entscheidungstext OGH 30.01.2018 1 Ob 215/17z
    Auch; Beis wie T9
  • 8 Ob 131/17y
    Entscheidungstext OGH 26.01.2018 8 Ob 131/17y
    nur T13; Beis wie T14
  • 7 Ob 155/18x
    Entscheidungstext OGH 26.09.2018 7 Ob 155/18x
    Auch
  • 9 Ob 58/18x
    Entscheidungstext OGH 27.02.2019 9 Ob 58/18x
    Beis wie T21
  • 8 Ob 39/19x
    Entscheidungstext OGH 29.04.2019 8 Ob 39/19x
  • 8 ObA 39/19x
    Entscheidungstext OGH 29.08.2019 8 ObA 39/19x
    nur T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1974:RS0043347

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

08.10.2019

Dokumentnummer

JJR_19740516_OGH0002_0020OB00109_7400000_001

Rechtssatz für 6Ob552/81 5Ob568/81 (5Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0014922

Geschäftszahl

6Ob552/81; 5Ob568/81 (5Ob569/81); 5Ob695/82; 8Ob635/85; 7Ob656/86; 1Ob157/02y; 1Ob41/03s; 4Ob65/10b; 8Ob25/10z; 4Ob190/10k; 8Ob151/10d; 5Ob18/11z; 2Ob176/10m; 2Ob30/11t; 8Ob19/12w; 5Ob146/11y; 3Ob65/13z; 2Ob127/16i; 1Ob85/16f

Entscheidungsdatum

13.05.1981

Norm

ABGB §871 BII
ABGB §901 I1

Rechtssatz

Ein Irrtum über eine wertbildende Eigenschaft (hier: Eignung zum Weiterbau eines Rohbaues), gehört zum Inhalt des Geschäftes. Ein Irrtum darüber ist daher ein Geschäftsirrtum.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 552/81
    Entscheidungstext OGH 13.05.1981 6 Ob 552/81
    Veröff: SZ 54/71
  • 5 Ob 568/81
    Entscheidungstext OGH 01.12.1981 5 Ob 568/81
    Auch; nur: Ein Irrtum über eine wertbildende Eigenschaft gehört zum Inhalt des Geschäftes. Ein Irrtum darüber ist daher ein Geschäftsirrtum. (T1)
  • 5 Ob 695/82
    Entscheidungstext OGH 21.09.1982 5 Ob 695/82
    nur T1; Beisatz: Hier: Flächenwidmung einer Liegenschaft. (T2)
  • 8 Ob 635/85
    Entscheidungstext OGH 03.04.1986 8 Ob 635/85
    nur T1
  • 7 Ob 656/86
    Entscheidungstext OGH 06.11.1986 7 Ob 656/86
  • 1 Ob 157/02y
    Entscheidungstext OGH 30.09.2002 1 Ob 157/02y
    Ähnlich; Beisatz: Hier: In Urkunden erwähnte Umsatzzahlen sowie angeführte Abschlusswahrscheinlichkeiten und Angaben eines Unternehmensverkäufers über seinen "Kundenstock" sowie die mit großer Wahrscheinlichkeit zu erwartenden Umsätze als nicht unerhebliches Kriterium für die Preisbildung des Verkaufspreises des Unternehmens. (T3)
  • 1 Ob 41/03s
    Entscheidungstext OGH 25.03.2003 1 Ob 41/03s
    Auch; Beisatz: Hier: Wert eines Bildes. (T4)
    Beisatz: Eine vom Verkäufer verursachte wesentliche Fehlvorstellung von der gekauften Sache kann regelmäßig im Wege der Irrtumsanfechtung bzw der Wandlung insoweit korrigiert werden, als der Käufer so zu stellen ist, als hätte er den Vertrag niemals abgeschlossen. (T5)
    Veröff: SZ 2003/31
  • 4 Ob 65/10b
    Entscheidungstext OGH 31.08.2010 4 Ob 65/10b
    Auch; nur T1; Beisatz: Hier: Vom Wertpapierverkäufer in der Verkaufsbroschüre getätigte Aussagen zur Wertstabilität „im Gegensatz zu anderen Aktien“. (T6)
  • 8 Ob 25/10z
    Entscheidungstext OGH 22.09.2010 8 Ob 25/10z
    Auch; Beisatz: Im Fall des Verkaufs börsennotierter Wertpapiere können Fehlvorstellungen über die künftige Wert‑ und Kursentwicklung (zumindest mangels anderslautender Vereinbarung) nur als Motivirrtum qualifiziert werden. Hingegen betrifft eine Fehlvorstellung über eine dem Anlageprodukt immanente Begrenzung des Verlustpotentials wegen einer besonderen Risikoabsicherung (zB Ausfallgarantie, Versicherung, Pfandrechte) oder darüber, ob eine direkte Investition in Güter erfolgt, nicht nur im Vorfeld des Kaufentschlusses liegende individuelle Erwartungen, sondern für die Identität des Kaufgegenstands maßgebliche und daher den Inhalt des Geschäfts bestimmende Eigenschaften. Die Risikogeneigtheit einer Anlageform ist als Produkteigenschaft anzusehen. (T7)
    Bem: Parallelverfahren zu 4 Ob 65/10b. (T8)
    Veröff: SZ 2010/113
  • 4 Ob 190/10k
    Entscheidungstext OGH 15.12.2010 4 Ob 190/10k
    Auch; Beisatz: Hier: Wertpapiere. (T9)
  • 8 Ob 151/10d
    Entscheidungstext OGH 26.04.2011 8 Ob 151/10d
    Auch; Beis ähnlich wie T6
  • 5 Ob 18/11z
    Entscheidungstext OGH 07.07.2011 5 Ob 18/11z
    Auch; Beis ähnlich wie T6; Beis ähnlich wie T7; Bem: Gleichgelagerter Sachverhalt zu 4 Ob 65/10b und 8 Ob 25/10z. (T10)
  • 2 Ob 176/10m
    Entscheidungstext OGH 22.06.2011 2 Ob 176/10m
    nur T1
  • 2 Ob 30/11t
    Entscheidungstext OGH 19.01.2012 2 Ob 30/11t
    nur T1; Beisatz: Eine ausdrücklich zugesagte wertbildende Eigenschaft des Kaufgegenstands, die zwischen den Streitteilen zum Vertragsinhalt wurde, bedarf keiner besonderen Erwähnung in der Vertragsurkunde. (T11)
  • 8 Ob 19/12w
    Entscheidungstext OGH 28.03.2012 8 Ob 19/12w
  • 5 Ob 146/11y
    Entscheidungstext OGH 16.05.2012 5 Ob 146/11y
    Auch; Beis ähnlich wie T7
  • 3 Ob 65/13z
    Entscheidungstext OGH 21.08.2013 3 Ob 65/13z
    Auch; Beis wie T7
  • 2 Ob 127/16i
    Entscheidungstext OGH 05.08.2016 2 Ob 127/16i
    Vgl auch
  • 1 Ob 85/16f
    Entscheidungstext OGH 30.08.2016 1 Ob 85/16f

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1981:RS0014922

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

21.09.2016

Dokumentnummer

JJR_19810513_OGH0002_0060OB00552_8100000_001

Rechtssatz für 6Ob775/82 2Ob85/83 3Ob5...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0043277

Geschäftszahl

6Ob775/82; 2Ob85/83; 3Ob590/84; 7Ob639/88; 8Ob710/89; 8Ob1518/92; 1Ob564/94; 9ObA46/95; 9ObA250/97y; 9Ob289/00s; 2Ob258/99a; 10ObS340/01z; 7Ob113/01w; 8Ob139/02b; 10ObS314/02b; 9ObA225/02g; 9Ob37/03m; 9ObA60/03v; 7Ob245/03k; 7Ob142/04i; 3Ob272/04b; 9Ob15/06f; 9Ob146/06w; 16Ok7/07; 9ObA9/08a; 4Ob250/07d; 1Ob33/08x; 8Ob3/09p; 4Ob202/08x; 9ObA67/09g; 16Ok1/10; 9ObA86/10b; 9ObA75/10k; 4Ob190/10k; 6Ob136/11k; 10Ob61/11k; 1Ob4/12p; 1Ob226/12k; 1Ob50/13d; 1Ob127/13b; 4Ob220/13a; 10Ob11/14m; 4Ob112/14w; 4Ob51/15a; 9ObA33/16t; 6Ob22/17d; 6Ob56/17d; 5Ob69/18k; 4Ob170/18f; 8Ob41/19s

Entscheidungsdatum

16.12.1982

Norm

ZPO §503 Z3 D

Rechtssatz

Eine vom Berufungsgericht vorgenommene Wertung kann nie eine Aktenwidrigkeit im Sinne des Gesetzes darstellen.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 775/82
    Entscheidungstext OGH 16.12.1982 6 Ob 775/82
  • 2 Ob 85/83
    Entscheidungstext OGH 12.04.1983 2 Ob 85/83
  • 3 Ob 590/84
    Entscheidungstext OGH 20.03.1985 3 Ob 590/84
    Auch
  • 7 Ob 639/88
    Entscheidungstext OGH 22.09.1988 7 Ob 639/88
    Ähnlich; Beisatz: Hier: Argumentation des Berufungsgerichtes. (T1)
  • 8 Ob 710/89
    Entscheidungstext OGH 30.11.1989 8 Ob 710/89
  • 8 Ob 1518/92
    Entscheidungstext OGH 20.02.1992 8 Ob 1518/92
    Vgl auch; Beisatz: Eine Aktenwidrigkeit ist nur dann gegeben, wenn ein Widerspruch zwischen dem Akteninhalt und der darauf beruhenden wesentlichen Tatsachenfeststellung im Urteil vorliegt, der nicht das Ergebnis eines richterlichen Werturteils ist. (T2)
  • 1 Ob 564/94
    Entscheidungstext OGH 30.05.1994 1 Ob 564/94
    Auch; Beis wie T2; Beisatz: Wenn ein Widerspruch zwischen dem Akteninhalt und der darauf beruhenden - wesentlichen - Tatsachenfeststellung im Urteil seine Ursache nicht im Übertragungsvorgang hat, sondern vom Ergebnis von Schlussfolgerungen des Richters ist, liegt keine Aktenwidrigkeit vor. (T3) Veröff: SZ 67/101
  • 9 ObA 46/95
    Entscheidungstext OGH 10.05.1995 9 ObA 46/95
    Auch
  • 9 ObA 250/97y
    Entscheidungstext OGH 27.08.1997 9 ObA 250/97y
  • 9 Ob 289/00s
    Entscheidungstext OGH 08.11.2000 9 Ob 289/00s
  • 2 Ob 258/99a
    Entscheidungstext OGH 21.12.2000 2 Ob 258/99a
    Vgl auch; Beisatz: Eine Aktenwidrigkeit liegt nur dann vor, wenn für die bekämpften Tatsachenfeststellungen überhaupt keine beweismäßige Grundlage besteht, nicht aber dann, wenn sie - wie hier - durch Schlussfolgerungen aus Urkunden gewonnen werden. (T4)
  • 10 ObS 340/01z
    Entscheidungstext OGH 30.10.2001 10 ObS 340/01z
    Vgl auch; Beis wie T2; Beisatz: Erwägungen der Tatsacheninstanzen, weshalb ein Sachverhalt als erwiesen angenommen wird oder bestimmte Feststellungen nicht getroffen werden können, fallen in das Gebiet der Beweiswürdigung und können daher eine Aktenwidrigkeit nicht begründen. (T5)
  • 7 Ob 113/01w
    Entscheidungstext OGH 07.05.2002 7 Ob 113/01w
    Vgl auch; Beis wie T4 nur: Eine Aktenwidrigkeit liegt nur dann vor, wenn für die bekämpften Tatsachenfeststellungen überhaupt keine beweismäßige Grundlage besteht. (T6) Beisatz: Dass eine angestrebte Feststellung nicht getroffen wurde, kann daher nicht aktenwidrig sein. (T7)
  • 8 Ob 139/02b
    Entscheidungstext OGH 08.08.2002 8 Ob 139/02b
    Auch
  • 10 ObS 314/02b
    Entscheidungstext OGH 22.10.2002 10 ObS 314/02b
    Auch; Beis wie T6; Beisatz: Keine Aktenwidrigkeit, wenn die bekämpfte Tatsachenfeststellung durch die Beurteilung eines Prozessvorbringens als schlüssiges Geständnis gewonnen wurde. (T8)
  • 9 ObA 225/02g
    Entscheidungstext OGH 16.10.2002 9 ObA 225/02g
  • 9 Ob 37/03m
    Entscheidungstext OGH 07.05.2003 9 Ob 37/03m
    Auch; Beis wie T2
  • 9 ObA 60/03v
    Entscheidungstext OGH 21.05.2003 9 ObA 60/03v
  • 7 Ob 245/03k
    Entscheidungstext OGH 16.06.2004 7 Ob 245/03k
    Vgl auch; Beis wie T2; Beis wie T3
  • 7 Ob 142/04i
    Entscheidungstext OGH 30.06.2004 7 Ob 142/04i
    Auch
  • 3 Ob 272/04b
    Entscheidungstext OGH 31.03.2005 3 Ob 272/04b
  • 9 Ob 15/06f
    Entscheidungstext OGH 29.03.2006 9 Ob 15/06f
  • 9 Ob 146/06w
    Entscheidungstext OGH 20.12.2006 9 Ob 146/06w
  • 16 Ok 7/07
    Entscheidungstext OGH 21.01.2008 16 Ok 7/07
    Beis wie T2
  • 9 ObA 9/08a
    Entscheidungstext OGH 07.02.2008 9 ObA 9/08a
  • 4 Ob 250/07d
    Entscheidungstext OGH 14.02.2008 4 Ob 250/07d
    Beis wie T2
  • 1 Ob 33/08x
    Entscheidungstext OGH 16.09.2008 1 Ob 33/08x
    Beis wie T4
  • 8 Ob 3/09p
    Entscheidungstext OGH 27.01.2009 8 Ob 3/09p
    Beisatz: Keine Aktenwidrigkeit, wenn das Berufungsgericht das Klagebegehren als schlüssig beurteilt hat. (T9)
  • 4 Ob 202/08x
    Entscheidungstext OGH 20.01.2009 4 Ob 202/08x
    Auch
  • 9 ObA 67/09g
    Entscheidungstext OGH 29.06.2009 9 ObA 67/09g
  • 16 Ok 1/10
    Entscheidungstext OGH 09.06.2010 16 Ok 1/10
    Vgl auch; Beis wie T6
  • 9 ObA 86/10b
    Entscheidungstext OGH 29.09.2010 9 ObA 86/10b
    Beis wie T1
  • 9 ObA 75/10k
    Entscheidungstext OGH 24.11.2010 9 ObA 75/10k
    Auch
  • 4 Ob 190/10k
    Entscheidungstext OGH 15.12.2010 4 Ob 190/10k
    Beis wie T6
  • 6 Ob 136/11k
    Entscheidungstext OGH 18.07.2011 6 Ob 136/11k
  • 10 Ob 61/11k
    Entscheidungstext OGH 20.12.2011 10 Ob 61/11k
    Auch
  • 1 Ob 4/12p
    Entscheidungstext OGH 24.05.2012 1 Ob 4/12p
  • 1 Ob 226/12k
    Entscheidungstext OGH 13.12.2012 1 Ob 226/12k
    Vgl auch; Beis wie T2
  • 1 Ob 50/13d
    Entscheidungstext OGH 29.08.2013 1 Ob 50/13d
    Auch
  • 1 Ob 127/13b
    Entscheidungstext OGH 29.08.2013 1 Ob 127/13b
    Veröff: SZ 2013/78
  • 4 Ob 220/13a
    Entscheidungstext OGH 17.02.2014 4 Ob 220/13a
    Auch; Beis wie T1
  • 10 Ob 11/14m
    Entscheidungstext OGH 23.04.2014 10 Ob 11/14m
    Auch; Beis wie T1
  • 4 Ob 112/14w
    Entscheidungstext OGH 17.07.2014 4 Ob 112/14w
    Auch
  • 4 Ob 51/15a
    Entscheidungstext OGH 24.03.2015 4 Ob 51/15a
  • 9 ObA 33/16t
    Entscheidungstext OGH 25.05.2016 9 ObA 33/16t
    Auch
  • 6 Ob 22/17d
    Entscheidungstext OGH 01.03.2017 6 Ob 22/17d
    Auch; Beis ähnlich wie T3
  • 6 Ob 56/17d
    Entscheidungstext OGH 19.04.2017 6 Ob 56/17d
  • 5 Ob 69/18k
    Entscheidungstext OGH 03.10.2018 5 Ob 69/18k
    Vgl auch
  • 4 Ob 170/18f
    Entscheidungstext OGH 29.01.2019 4 Ob 170/18f
  • 8 Ob 41/19s
    Entscheidungstext OGH 29.04.2019 8 Ob 41/19s
    Auch; Beis wie T5

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1982:RS0043277

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

14.06.2019

Dokumentnummer

JJR_19821216_OGH0002_0060OB00775_8200000_001

Rechtssatz für 8Ob25/10z 4Ob65/10b 5Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0126232

Geschäftszahl

8Ob25/10z; 4Ob65/10b; 5Ob222/10y; 4Ob190/10k; 8Ob112/10v; 8Ob151/10d; 5Ob18/11z; 2Ob191/10t; 8Ob107/11k; 3Ob214/11h; 6Ob13/12y; 4Ob174/11h; 5Ob146/11y; 1Ob51/12z; 4Ob5/13h; 2Ob19/13b; 3Ob65/13z; 5Ob207/14y; 4Ob90/19t

Entscheidungsdatum

22.09.2010

Norm

ABGB §871 BII

Rechtssatz

Im Fall des Verkaufs börsennotierter Wertpapiere können Fehlvorstellungen über die künftige Wert‑ und Kursentwicklung (zumindest mangels anderslautender Vereinbarung) nur als Motivirrtum qualifiziert werden. Hingegen betrifft eine Fehlvorstellung über eine dem Anlageprodukt immanente Begrenzung des Verlustpotentials wegen einer besonderen Risikoabsicherung (zB Ausfallgarantie, Versicherung, Pfandrechte) oder darüber, ob eine direkte Investition in Güter erfolgt, nicht nur im Vorfeld des Kaufentschlusses liegende individuelle Erwartungen, sondern für die Identität des Kaufgegenstands maßgebliche und daher den Inhalt des Geschäfts bestimmende Eigenschaften. Die Risikogeneigtheit einer Anlageform ist als Produkteigenschaft anzusehen.

Entscheidungstexte

  • 8 Ob 25/10z
    Entscheidungstext OGH 22.09.2010 8 Ob 25/10z
    Veröff: SZ 2010/113
  • 4 Ob 65/10b
    Entscheidungstext OGH 31.08.2010 4 Ob 65/10b
    Vgl; nur: Die Risikogeneigtheit einer Anlageform ist als Produkteigenschaft anzusehen. (T1)
  • 5 Ob 222/10y
    Entscheidungstext OGH 20.12.2010 5 Ob 222/10y
    Auch
  • 4 Ob 190/10k
    Entscheidungstext OGH 15.12.2010 4 Ob 190/10k
    Auch
  • 8 Ob 112/10v
    Entscheidungstext OGH 26.04.2011 8 Ob 112/10v
    Auch
  • 8 Ob 151/10d
    Entscheidungstext OGH 26.04.2011 8 Ob 151/10d
    Auch
  • 5 Ob 18/11z
    Entscheidungstext OGH 07.07.2011 5 Ob 18/11z
    Auch
  • 2 Ob 191/10t
    Entscheidungstext OGH 30.08.2011 2 Ob 191/10t
    Vgl auch
  • 8 Ob 107/11k
    Entscheidungstext OGH 22.11.2011 8 Ob 107/11k
    Auch; nur T1
  • 3 Ob 214/11h
    Entscheidungstext OGH 18.01.2012 3 Ob 214/11h
    Vgl; nur T1
  • 6 Ob 13/12y
    Entscheidungstext OGH 15.03.2012 6 Ob 13/12y
    Vgl; nur T1; Beisatz: Die Frage, ob ein die Vertragsanfechtung ermöglichender Geschäftsirrtum vorliegt, hängt grundsätzlich von den Umständen des Einzelfalls ab. (T2)
  • 4 Ob 174/11h
    Entscheidungstext OGH 17.04.2012 4 Ob 174/11h
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Irrtum über Diversifizierung eines Fonds. (T3)
  • 5 Ob 146/11y
    Entscheidungstext OGH 16.05.2012 5 Ob 146/11y
    Auch; nur T1
  • 1 Ob 51/12z
    Entscheidungstext OGH 11.10.2012 1 Ob 51/12z
    Auch; nur T1
  • 4 Ob 5/13h
    Entscheidungstext OGH 12.02.2013 4 Ob 5/13h
    nur T1
  • 2 Ob 19/13b
    Entscheidungstext OGH 25.04.2013 2 Ob 19/13b
    Vgl auch; Beisatz: Bei der Irrtumsanfechtung eines Anlegers ist der diesem unterlaufene Irrtum und nicht die Irreführungseignung des Verkaufsprospekts im Allgemeinen zu beurteilen. (T4)
  • 3 Ob 65/13z
    Entscheidungstext OGH 21.08.2013 3 Ob 65/13z
    Beis wie T2
  • 5 Ob 207/14y
    Entscheidungstext OGH 24.02.2015 5 Ob 207/14y
    Auch
  • 4 Ob 90/19t
    Entscheidungstext OGH 13.06.2019 4 Ob 90/19t
    Beis wie T2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2010:RS0126232

Im RIS seit

11.11.2010

Zuletzt aktualisiert am

08.08.2019

Dokumentnummer

JJR_20100922_OGH0002_0080OB00025_10Z0000_001

Entscheidungstext 4Ob190/10k

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Fundstelle

ÖBA 2011,663/1742 - ÖBA 2011/1742

Geschäftszahl

4Ob190/10k

Entscheidungsdatum

15.12.2010

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht durch die Senatspräsidentin Dr. Schenk als Vorsitzende sowie die Hofräte Dr. Vogel, Dr. Jensik, Dr. Musger und Dr. Schwarzenbacher als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei F***** V*****, vertreten durch Poduschka Anwaltsgesellschaft mbH in Perg, gegen die beklagte Partei M***** AG, *****, vertreten durch Kunz Schima Wallentin Rechtsanwälte OG in Wien, und der Nebenintervenientin auf Seiten der beklagten Partei C***** AG, *****, vertreten durch Mag. Eva Hieblinger-Schütz, Rechtsanwältin in Wien, wegen 18.211,18 EUR sA, über die Revision der beklagten Partei gegen das Urteil des Oberlandesgerichts Wien als Berufungsgericht vom 27. Mai 2010, GZ 5 R 50/10z-19, womit das Urteil des Handelsgerichts Wien vom 30. November 2009, GZ 23 Cg 171/08k-14, bestätigt wurde, den

Beschluss

gefasst:

Spruch

Die Revision wird zurückgewiesen.

Die beklagte Partei ist schuldig, der klagenden Partei die mit 1.119,24 EUR bestimmten Kosten des Revisionsverfahrens (darin 186,54 EUR USt) binnen 14 Tagen zu ersetzen.

Text

Begründung:

Die Vorinstanzen gaben dem auf Vertragsaufhebung wegen Irrtums und Rückzahlung des Kaufpreises Zug um Zug gegen Rückstellung der erworbenen Wertpapiere erhobenen Klagebegehren infolge von der Beklagten veranlassten Geschäftsirrtums über wesentliche Eigenschaften des gekauften Wertpapiers statt. Das Berufungsgericht sprach aus, dass die ordentliche Revision zulässig sei, weil den Rechtsfragen im Zusammenhang mit der Irrtumsanfechtung wegen der auch hier beanstandeten Werbeaussagen aufgrund der Vielzahl der anhängigen Gerichtsverfahren erhebliche Bedeutung zukomme.

Rechtliche Beurteilung

Die Revision der Beklagten, mit der sie die Abweisung des Klagebegehrens anstrebt, ist entgegen dem den Obersten Gerichtshof nicht bindenden Zulässigkeitsausspruch des Berufungsgerichts nicht zulässig.

Der Oberste Gerichtshof befasste sich bereits zu 4 Ob 65/10b und 8 Ob 25/10z ausführlich mit im Wesentlichen gleichartigen Sachverhalten, welche dadurch gekennzeichnet waren, dass Privatanleger ohne besondere Erfahrung mit dem Erwerb von Einzelaktien aufgrund der von der Beklagten (mit-) zu verantwortenden Werbebroschüre Wertpapiere (hier MEL-Zertifikate) erwarben, wobei die Beklagte die Aufträge der Kläger zum Ankauf der Zertifikate als Kommissionär durch Selbsteintritt ausführte.

In den genannten Entscheidungen setzte sich der Oberste Gerichtshof bereits mit der Argumentation der auch hier Beklagten auseinander, wonach kein zur Vertragsanfechtung berechtigender Geschäftsirrtum desjenigen vorliege, der aufgrund der Verkaufsbroschüre die von der Beklagten beworbenen Zertifikate gekauft habe; ein Irrtum über die Risikoträchtigkeit der Wertpapiere bloß einen unbeachtlichen Motivirrtum bilde, die Beklagte einen allfälligen Irrtum des Käufers nicht veranlasst habe bzw ihr dieser Irrtum nicht zuzurechnen sei, und dem Anleger eigene Sorglosigkeit zur Last falle.

Zur Anfechtung des Kaufvertrags berechtigt nur ein Geschäftsirrtum, der den Inhalt des Parteiwillens betrifft. Als beachtlicher Geschäftsirrtum wird allgemein der Irrtum über verkehrswesentliche Eigenschaften der Sache angesehen. Ein Irrtum über den Wert der Sache ist ein Irrtum im Beweggrund; ein Irrtum über eine wertbildende Eigenschaft gehört hingegen zum Inhalt des Geschäfts (4 Ob 65/10b mwN). Die Beurteilung des auch in diesem Fall von den Vorinstanzen festgestellten Irrtums des Klägers nicht etwa über die konkrete Kursentwicklung oder über das Ausmaß der jährlichen Wertsteigerung, sondern über das Risiko der gezeichneten Anlage als Geschäftsirrtum, weil der Kläger aufgrund der Verkaufsbroschüre zur Ansicht gelangte, dass das von ihm erworbene Wertpapier anders als andere Aktien ein grundlegend geringeres Risiko des Kursverlustes oder langfristigen Ausfalls hätte, weil in Gewerbeimmobilien mit langfristiger Vermietung an gute Kunden investiert würde, entspricht den vom Obersten Gerichtshof in den genannten Entscheidungen ausgesprochenen Grundsätzen zu einem gleichartigen Sachverhalt. In diesen Entscheidungen hielt der Oberste Gerichtshof auch an der ständigen Rechtsprechung fest, wonach adäquate Verursachung ausreicht, um die Anfechtungsvoraussetzung nach § 871 Abs 1 erster Fall ABGB zu erfüllen. Darüber hinaus wurde festgehalten, dass keine Rede davon sein könne, dass die den festgestellten Irrtum des Klägers über die Risikogeneigtheit der von ihm erworbenen Beteiligungspapiere hervorrufenden Angaben offensichtlich unrichtig gewesen wären und für den Kläger eine Überprüfung leicht möglich gewesen, aber von ihm nicht vorgenommen worden wäre. Weder die allgemein bekannte Tatsache, dass Aktien risikobehaftete Wertpapiere seien, die sich auch der Kläger entgegenhalten lassen müsse, noch der Verweis auf den Kapitalmarktprospekt und die allgemein gehaltenen Hinweise auf das (Total-)Verlustrisiko, etwa im Kontoeröffnungs- bzw Wertpapierkaufantrag änderten etwas daran, dass die von der Beklagten aufgelegte, dem Kläger im Sinn der von der Beklagten/ihrer 100%igen Vertriebstochter initiierten Verkaufsstrategie übergebene und vom Kläger zur Grundlage seiner Kaufentscheidung gemachte Verkaufsbroschüre das mit den angepriesenen Wertpapieren verbundene Risiko - im Gegensatz zu sonstigen Aktien - als im Hinblick auf die Investitionen in Immobilien und deren langfristige lukrative Verwertung als deutlich geringer hinstelle (4 Ob 65/10b).

Ob die Beklagte eine Aufklärungspflicht (etwa neben der Nebenintervenientin als zwischengeschaltetes Wertpapierdienstleistungsunternehmen) traf und ob das Verhalten der Nebenintervenientin als Erfüllungsgehilfin beim Wertpapierkauf zuzurechnen ist, ist ebenso wenig entscheidungsrelevant, wie die lauterkeitsrechtliche Beurteilung der Verkaufsbroschüre, die Gegenstand der Entscheidung des Obersten Gerichtshofs zu 4 Ob 188/08p war. Nicht entscheidend ist auch, wer im Zusammenhang mit kapitalmarktbezogener Absatzförderung als „Durchschnittsverbraucher“ iSv Art 5 Abs 2 lit b der RL-UGP anzusehen ist. Der Senat sieht sich daher nicht veranlasst, der Anregung der Revision auf Einholung einer Vorabentscheidung durch den Europäischen Gerichtshof zu folgen. Der dem Kläger konkret unterlaufene Irrtum ist hier zu beurteilen, nicht die Irreführungseignung der Verkaufsbroschüre im Allgemeinen. Das Berufungsgericht nahm auf die lauterkeitsrechtliche Beurteilung der Verkaufsbroschüre insoweit Bezug, als es die dort ausgesprochene Irreführungseignung beim Kläger konkret verwirklicht sah (vgl 4 Ob 65/10b; 8 Ob 25/10z).

Eine Aktenwidrigkeit ist nur gegeben, wenn Feststellungen auf aktenwidriger Grundlage getroffen werden, das heißt, wenn der Inhalt einer Urkunde, eines Protokolls oder eines sonstigen Aktenstücks unrichtig wiedergegeben und infolge dessen ein fehlerhaftes Sachverhaltsbild der rechtlichen Beurteilung unterzogen wurde (RIS-Justiz RS0043347). Eine Aktenwidrigkeit liegt nur dann vor, wenn für die bekämpften Tatsachenfeststellungen überhaupt keine beweismäßige Grundlage besteht (7 Ob 113/01w; RIS-Justiz RS0043277 [T6]). Eine vom Berufungsgericht vorgenommene Wertung kann nie eine Aktenwidrigkeit bilden (RIS-Justiz RS0043277). Im Hinblick auf die insbesondere in der Aussage des Klägers selbst liegende aktenmäßige Grundlage für die von den Vorinstanzen getroffenen Feststellungen scheidet eine Aktenwidrigkeit von vornherein aus; die diesbezüglichen Revisionsausführungen versuchen vielmehr die in dritter Instanz unbekämpfbare Beweiswürdigung der Vorinstanzen anzugreifen.

Mangels Vorliegens erheblicher Rechtsfragen nach § 502 Abs 1 ZPO war die Revision der Beklagten zurückzuweisen.

Die Kostenentscheidung beruht auf §§ 41, 50 ZPO; der Kläger wies auf die Unzulässigkeit der gegnerischen Revision hin.

Textnummer

E95921

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2010:0040OB00190.10K.1215.000

Im RIS seit

13.01.2011

Zuletzt aktualisiert am

30.09.2011

Dokumentnummer

JJT_20101215_OGH0002_0040OB00190_10K0000_000