Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 1Ob721/79 3Ob630/79 5Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0043256

Geschäftszahl

1Ob721/79; 3Ob630/79; 5Ob667/79; 6Ob783/80; 2Ob238/80; 7Ob531/81; 1Ob608/81; 5Ob735/81; 5Ob683/81; 2Ob89/82; 5Ob589/82 (5Ob599/82); 3Ob638/82; 8Ob274/82; 7Ob648/82; 3Ob539/82; 2Ob85/83; 5Ob552/82; 5Ob592/83; 4Ob14/84; 3Ob514/84; 6Ob586/84; 3Ob558/84; 7Ob704/84; 4Ob144/85; 6Ob5/86; 3Ob542/86; 7Ob547/86; 2Ob640/86; 2Ob36/86; 7Ob62/87; 10ObS147/88; 8Ob600/88; 10ObS345/89; 8Ob710/89; 1Ob564/94; 9ObA248/94; 8ObA192/97m; 2Ob258/99a; 10ObS340/01z; 3Ob103/01w; 7Ob113/01w; 8Ob139/02b; 10ObS314/02b; 8Ob16/03s; 9Ob37/03m; 8Ob11/04g; 3Ob272/04b; 10Ob53/05z; 3Ob155/05y; 3Ob266/06y; 7Ob196/07k; 9ObA9/08a; 6Ob117/08m; 4Ob202/08x; 9ObA67/09g; 6Ob213/09f; 9ObA75/10k; 5Ob219/10g; 3Ob75/12v (3Ob87/12h); 1Ob4/12p; 1Ob50/13d; 4Ob220/13a; 10Ob11/14m; 9ObA132/14y; 4Ob51/15a; 9ObA57/15w; 4Ob63/15s; 4Ob18/16z; 9ObA33/16t; 6Ob206/16m; 4Ob152/17g; 4Ob177/18k

Entscheidungsdatum

12.11.1979

Norm

ZPO §503 Z3 D

Rechtssatz

Eine Schlussfolgerung kann nicht den Revisionsgrund der Aktenwidrigkeit bilden.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 721/79
    Entscheidungstext OGH 12.11.1979 1 Ob 721/79
  • 3 Ob 630/79
    Entscheidungstext OGH 23.01.1980 3 Ob 630/79
    Beisatz: Gleich, ob tatsächlicher oder rechtlicher Natur. (T1)
  • 5 Ob 667/79
    Entscheidungstext OGH 11.12.1979 5 Ob 667/79
    Beisatz: Bekämpfung der Richtigkeit der rechtlichen Schlussforderungen. (T2)
  • 6 Ob 783/80
    Entscheidungstext OGH 17.12.1980 6 Ob 783/80
  • 2 Ob 238/80
    Entscheidungstext OGH 17.02.1982 2 Ob 238/80
  • 7 Ob 531/81
    Entscheidungstext OGH 05.03.1981 7 Ob 531/81
    Beisatz: Doch kann eine Aktenwidrigkeit auch eine Beweiswürdigungsfrage betreffen. (T3)
  • 1 Ob 608/81
    Entscheidungstext OGH 07.10.1981 1 Ob 608/81
    Auch
  • 5 Ob 735/81
    Entscheidungstext OGH 17.11.1981 5 Ob 735/81
    Auch; Beis wie T2
  • 5 Ob 683/81
    Entscheidungstext OGH 15.12.1981 5 Ob 683/81
    Auch; Beis wie T2
  • 2 Ob 89/82
    Entscheidungstext OGH 27.04.1982 2 Ob 89/82
    Beis wie T1
  • 5 Ob 589/82
    Entscheidungstext OGH 18.05.1982 5 Ob 589/82
    Beis wie T1
  • 3 Ob 638/82
    Entscheidungstext OGH 01.12.1982 3 Ob 638/82
  • 8 Ob 274/82
    Entscheidungstext OGH 16.12.1982 8 Ob 274/82
    Beis wie T2
  • 7 Ob 648/82
    Entscheidungstext OGH 13.01.1983 7 Ob 648/82
    Beisatz: Die Billigung einer Vermutung vermag eine Aktenwidrigkeit ebensowenig zu begründen, wie die Vermutung selbst. (T4)
  • 3 Ob 539/82
    Entscheidungstext OGH 26.01.1983 3 Ob 539/82
  • 2 Ob 85/83
    Entscheidungstext OGH 12.04.1983 2 Ob 85/83
    Beis wie T2
  • 5 Ob 552/82
    Entscheidungstext OGH 26.04.1983 5 Ob 552/82
    Auch; Beisatz: Auch wenn Beweisergebnisse andere tatsächliche Schlussfolgerungen zuließen. (T5)
  • 5 Ob 592/83
    Entscheidungstext OGH 03.05.1983 5 Ob 592/83
    Vgl auch
  • 4 Ob 14/84
    Entscheidungstext OGH 21.02.1984 4 Ob 14/84
    Beisatz: Sofern sie aus Feststellungen, die durch die Aktenlage gedeckt sind, abgeleitet wird. (T6) Veröff: RdA 1985,45 (Kohlmaier)
  • 3 Ob 514/84
    Entscheidungstext OGH 11.04.1984 3 Ob 514/84
    Beis wie T6
  • 6 Ob 586/84
    Entscheidungstext OGH 24.05.1984 6 Ob 586/84
  • 3 Ob 558/84
    Entscheidungstext OGH 07.11.1984 3 Ob 558/84
    Veröff: NZ 1985,176
  • 7 Ob 704/84
    Entscheidungstext OGH 17.01.1985 7 Ob 704/84
  • 4 Ob 144/85
    Entscheidungstext OGH 14.01.1986 4 Ob 144/85
  • 6 Ob 5/86
    Entscheidungstext OGH 20.03.1986 6 Ob 5/86
    Auch; Beis wie T6
  • 3 Ob 542/86
    Entscheidungstext OGH 30.04.1986 3 Ob 542/86
  • 7 Ob 547/86
    Entscheidungstext OGH 24.04.1986 7 Ob 547/86
  • 2 Ob 640/86
    Entscheidungstext OGH 16.09.1986 2 Ob 640/86
  • 2 Ob 36/86
    Entscheidungstext OGH 16.12.1986 2 Ob 36/86
    Beis wie T1
  • 7 Ob 62/87
    Entscheidungstext OGH 21.01.1988 7 Ob 62/87
  • 10 ObS 147/88
    Entscheidungstext OGH 28.06.1988 10 ObS 147/88
    Auch
  • 8 Ob 600/88
    Entscheidungstext OGH 07.07.1988 8 Ob 600/88
    Beis wie T1
  • 10 ObS 345/89
    Entscheidungstext OGH 05.12.1989 10 ObS 345/89
    Beisatz: § 48 ASGG (T7)
  • 8 Ob 710/89
    Entscheidungstext OGH 30.11.1989 8 Ob 710/89
  • 1 Ob 564/94
    Entscheidungstext OGH 30.05.1994 1 Ob 564/94
    Auch; Beisatz: Wenn ein Widerspruch zwischen dem Akteninhalt und der darauf beruhenden - wesentlichen - Tatsachenfeststellung im Urteil seine Ursache nicht im Übertragungsvorgang hat, sondern vom Ergebnis von Schlussfolgerungen des Richters ist, liegt keine Aktenwidrigkeit vor. (T8) Veröff: SZ 67/101
  • 9 ObA 248/94
    Entscheidungstext OGH 21.12.1994 9 ObA 248/94
  • 8 ObA 192/97m
    Entscheidungstext OGH 13.11.1997 8 ObA 192/97m
    Veröff: SZ 70/238
  • 2 Ob 258/99a
    Entscheidungstext OGH 21.12.2000 2 Ob 258/99a
    Vgl auch; Beisatz: Eine Aktenwidrigkeit liegt nur dann vor, wenn für die bekämpften Tatsachenfeststellungen überhaupt keine beweismäßige Grundlage besteht, nicht aber dann, wenn sie - wie hier - durch Schlussfolgerungen aus Urkunden gewonnen werden. (T9)
  • 10 ObS 340/01z
    Entscheidungstext OGH 30.10.2001 10 ObS 340/01z
    Vgl auch; Beisatz: Erwägungen der Tatsacheninstanzen, weshalb ein Sachverhalt als erwiesen angenommen wird oder bestimmte Feststellungen nicht getroffen werden können, fallen in das Gebiet der Beweiswürdigung und können daher eine Aktenwidrigkeit nicht begründen. (T10)
  • 3 Ob 103/01w
    Entscheidungstext OGH 27.02.2002 3 Ob 103/01w
    Vgl auch; Beis wie T9 nur: Eine Aktenwidrigkeit liegt nur dann vor, wenn für die bekämpften Tatsachenfeststellungen überhaupt keine beweismäßige Grundlage besteht, nicht aber dann, wenn sie - wie hier - durch Schlussfolgerungen gewonnen werden. (T11)
  • 7 Ob 113/01w
    Entscheidungstext OGH 07.05.2002 7 Ob 113/01w
    Vgl auch; Beis wie T9 nur: Eine Aktenwidrigkeit liegt nur dann vor, wenn für die bekämpften Tatsachenfeststellungen überhaupt keine beweismäßige Grundlage besteht. (T12); Beisatz: Dass eine angestrebte Feststellung nicht getroffen wurde, kann daher nicht aktenwidrig sein. (T13)
  • 8 Ob 139/02b
    Entscheidungstext OGH 08.08.2002 8 Ob 139/02b
  • 10 ObS 314/02b
    Entscheidungstext OGH 22.10.2002 10 ObS 314/02b
    Vgl auch; Beis wie T12; Beisatz: Keine Aktenwidrigkeit, wenn die bekämpfte Tatsachenfeststellung durch die Beurteilung eines Prozessvorbringens als schlüssiges Geständnis gewonnen wurde. (T14)
  • 8 Ob 16/03s
    Entscheidungstext OGH 13.02.2003 8 Ob 16/03s
  • 9 Ob 37/03m
    Entscheidungstext OGH 07.05.2003 9 Ob 37/03m
    Auch; Beis wie T5
  • 8 Ob 11/04g
    Entscheidungstext OGH 29.03.2004 8 Ob 11/04g
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Bekämpfung einer Bewertung der konkret getroffenen Feststellungen. (T15)
  • 3 Ob 272/04b
    Entscheidungstext OGH 31.03.2005 3 Ob 272/04b
  • 10 Ob 53/05z
    Entscheidungstext OGH 13.06.2005 10 Ob 53/05z
    Auch
  • 3 Ob 155/05y
    Entscheidungstext OGH 24.11.2005 3 Ob 155/05y
    Beisatz: Schlussfolgerungen auf aktenmäßiger Grundlage stellen den Revisionsgrund nicht her; somit kann im angeblichen Widerspruch einer Folgerung des Berufungsgerichts mit von ihm übernommenen erstgerichtlichen Feststellungen nicht aktenwidrig sein. (T16)
  • 3 Ob 266/06y
    Entscheidungstext OGH 21.12.2006 3 Ob 266/06y
    Beis ähnlich wie T10
  • 7 Ob 196/07k
    Entscheidungstext OGH 26.09.2007 7 Ob 196/07k
    Auch
  • 9 ObA 9/08a
    Entscheidungstext OGH 07.02.2008 9 ObA 9/08a
    Beis wie T4; Beis wie T5
  • 6 Ob 117/08m
    Entscheidungstext OGH 01.10.2008 6 Ob 117/08m
    Beis wie T1
  • 4 Ob 202/08x
    Entscheidungstext OGH 20.01.2009 4 Ob 202/08x
    Auch
  • 9 ObA 67/09g
    Entscheidungstext OGH 29.06.2009 9 ObA 67/09g
    Beis wie T5
  • 6 Ob 213/09f
    Entscheidungstext OGH 12.11.2009 6 Ob 213/09f
  • 9 ObA 75/10k
    Entscheidungstext OGH 24.11.2010 9 ObA 75/10k
  • 5 Ob 219/10g
    Entscheidungstext OGH 26.05.2011 5 Ob 219/10g
  • 3 Ob 75/12v
    Entscheidungstext OGH 14.06.2012 3 Ob 75/12v
  • 1 Ob 4/12p
    Entscheidungstext OGH 24.05.2012 1 Ob 4/12p
    Beis wie T1
  • 1 Ob 50/13d
    Entscheidungstext OGH 29.08.2013 1 Ob 50/13d
    Vgl; Beis wie T1
  • 4 Ob 220/13a
    Entscheidungstext OGH 17.02.2014 4 Ob 220/13a
    Auch
  • 10 Ob 11/14m
    Entscheidungstext OGH 23.04.2014 10 Ob 11/14m
    Auch
  • 9 ObA 132/14y
    Entscheidungstext OGH 27.11.2014 9 ObA 132/14y
  • 4 Ob 51/15a
    Entscheidungstext OGH 24.03.2015 4 Ob 51/15a
  • 9 ObA 57/15w
    Entscheidungstext OGH 28.05.2015 9 ObA 57/15w
    Auch
  • 4 Ob 63/15s
    Entscheidungstext OGH 11.08.2015 4 Ob 63/15s
    Beis wie T11
  • 4 Ob 18/16z
    Entscheidungstext OGH 30.03.2016 4 Ob 18/16z
    Auch; Beis wie T11
  • 9 ObA 33/16t
    Entscheidungstext OGH 25.05.2016 9 ObA 33/16t
    Auch
  • 6 Ob 206/16m
    Entscheidungstext OGH 27.04.2017 6 Ob 206/16m
  • 4 Ob 152/17g
    Entscheidungstext OGH 21.11.2017 4 Ob 152/17g
  • 4 Ob 177/18k
    Entscheidungstext OGH 23.10.2018 4 Ob 177/18k
    Beis wie T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1979:RS0043256

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

03.01.2019

Dokumentnummer

JJR_19791112_OGH0002_0010OB00721_7900000_002

Rechtssatz für 6Ob775/82 2Ob85/83 3Ob5...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0043277

Geschäftszahl

6Ob775/82; 2Ob85/83; 3Ob590/84; 7Ob639/88; 8Ob710/89; 8Ob1518/92; 1Ob564/94; 9ObA46/95; 9ObA250/97y; 9Ob289/00s; 2Ob258/99a; 10ObS340/01z; 7Ob113/01w; 8Ob139/02b; 10ObS314/02b; 9ObA225/02g; 9Ob37/03m; 9ObA60/03v; 7Ob245/03k; 7Ob142/04i; 3Ob272/04b; 9Ob15/06f; 9Ob146/06w; 16Ok7/07; 9ObA9/08a; 4Ob250/07d; 1Ob33/08x; 8Ob3/09p; 4Ob202/08x; 9ObA67/09g; 16Ok1/10; 9ObA86/10b; 9ObA75/10k; 4Ob190/10k; 6Ob136/11k; 10Ob61/11k; 1Ob4/12p; 1Ob226/12k; 1Ob50/13d; 1Ob127/13b; 4Ob220/13a; 10Ob11/14m; 4Ob112/14w; 4Ob51/15a; 9ObA33/16t; 6Ob22/17d; 6Ob56/17d; 5Ob69/18k; 4Ob170/18f; 8Ob41/19s

Entscheidungsdatum

16.12.1982

Norm

ZPO §503 Z3 D

Rechtssatz

Eine vom Berufungsgericht vorgenommene Wertung kann nie eine Aktenwidrigkeit im Sinne des Gesetzes darstellen.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 775/82
    Entscheidungstext OGH 16.12.1982 6 Ob 775/82
  • 2 Ob 85/83
    Entscheidungstext OGH 12.04.1983 2 Ob 85/83
  • 3 Ob 590/84
    Entscheidungstext OGH 20.03.1985 3 Ob 590/84
    Auch
  • 7 Ob 639/88
    Entscheidungstext OGH 22.09.1988 7 Ob 639/88
    Ähnlich; Beisatz: Hier: Argumentation des Berufungsgerichtes. (T1)
  • 8 Ob 710/89
    Entscheidungstext OGH 30.11.1989 8 Ob 710/89
  • 8 Ob 1518/92
    Entscheidungstext OGH 20.02.1992 8 Ob 1518/92
    Vgl auch; Beisatz: Eine Aktenwidrigkeit ist nur dann gegeben, wenn ein Widerspruch zwischen dem Akteninhalt und der darauf beruhenden wesentlichen Tatsachenfeststellung im Urteil vorliegt, der nicht das Ergebnis eines richterlichen Werturteils ist. (T2)
  • 1 Ob 564/94
    Entscheidungstext OGH 30.05.1994 1 Ob 564/94
    Auch; Beis wie T2; Beisatz: Wenn ein Widerspruch zwischen dem Akteninhalt und der darauf beruhenden - wesentlichen - Tatsachenfeststellung im Urteil seine Ursache nicht im Übertragungsvorgang hat, sondern vom Ergebnis von Schlussfolgerungen des Richters ist, liegt keine Aktenwidrigkeit vor. (T3) Veröff: SZ 67/101
  • 9 ObA 46/95
    Entscheidungstext OGH 10.05.1995 9 ObA 46/95
    Auch
  • 9 ObA 250/97y
    Entscheidungstext OGH 27.08.1997 9 ObA 250/97y
  • 9 Ob 289/00s
    Entscheidungstext OGH 08.11.2000 9 Ob 289/00s
  • 2 Ob 258/99a
    Entscheidungstext OGH 21.12.2000 2 Ob 258/99a
    Vgl auch; Beisatz: Eine Aktenwidrigkeit liegt nur dann vor, wenn für die bekämpften Tatsachenfeststellungen überhaupt keine beweismäßige Grundlage besteht, nicht aber dann, wenn sie - wie hier - durch Schlussfolgerungen aus Urkunden gewonnen werden. (T4)
  • 10 ObS 340/01z
    Entscheidungstext OGH 30.10.2001 10 ObS 340/01z
    Vgl auch; Beis wie T2; Beisatz: Erwägungen der Tatsacheninstanzen, weshalb ein Sachverhalt als erwiesen angenommen wird oder bestimmte Feststellungen nicht getroffen werden können, fallen in das Gebiet der Beweiswürdigung und können daher eine Aktenwidrigkeit nicht begründen. (T5)
  • 7 Ob 113/01w
    Entscheidungstext OGH 07.05.2002 7 Ob 113/01w
    Vgl auch; Beis wie T4 nur: Eine Aktenwidrigkeit liegt nur dann vor, wenn für die bekämpften Tatsachenfeststellungen überhaupt keine beweismäßige Grundlage besteht. (T6) Beisatz: Dass eine angestrebte Feststellung nicht getroffen wurde, kann daher nicht aktenwidrig sein. (T7)
  • 8 Ob 139/02b
    Entscheidungstext OGH 08.08.2002 8 Ob 139/02b
    Auch
  • 10 ObS 314/02b
    Entscheidungstext OGH 22.10.2002 10 ObS 314/02b
    Auch; Beis wie T6; Beisatz: Keine Aktenwidrigkeit, wenn die bekämpfte Tatsachenfeststellung durch die Beurteilung eines Prozessvorbringens als schlüssiges Geständnis gewonnen wurde. (T8)
  • 9 ObA 225/02g
    Entscheidungstext OGH 16.10.2002 9 ObA 225/02g
  • 9 Ob 37/03m
    Entscheidungstext OGH 07.05.2003 9 Ob 37/03m
    Auch; Beis wie T2
  • 9 ObA 60/03v
    Entscheidungstext OGH 21.05.2003 9 ObA 60/03v
  • 7 Ob 245/03k
    Entscheidungstext OGH 16.06.2004 7 Ob 245/03k
    Vgl auch; Beis wie T2; Beis wie T3
  • 7 Ob 142/04i
    Entscheidungstext OGH 30.06.2004 7 Ob 142/04i
    Auch
  • 3 Ob 272/04b
    Entscheidungstext OGH 31.03.2005 3 Ob 272/04b
  • 9 Ob 15/06f
    Entscheidungstext OGH 29.03.2006 9 Ob 15/06f
  • 9 Ob 146/06w
    Entscheidungstext OGH 20.12.2006 9 Ob 146/06w
  • 16 Ok 7/07
    Entscheidungstext OGH 21.01.2008 16 Ok 7/07
    Beis wie T2
  • 9 ObA 9/08a
    Entscheidungstext OGH 07.02.2008 9 ObA 9/08a
  • 4 Ob 250/07d
    Entscheidungstext OGH 14.02.2008 4 Ob 250/07d
    Beis wie T2
  • 1 Ob 33/08x
    Entscheidungstext OGH 16.09.2008 1 Ob 33/08x
    Beis wie T4
  • 8 Ob 3/09p
    Entscheidungstext OGH 27.01.2009 8 Ob 3/09p
    Beisatz: Keine Aktenwidrigkeit, wenn das Berufungsgericht das Klagebegehren als schlüssig beurteilt hat. (T9)
  • 4 Ob 202/08x
    Entscheidungstext OGH 20.01.2009 4 Ob 202/08x
    Auch
  • 9 ObA 67/09g
    Entscheidungstext OGH 29.06.2009 9 ObA 67/09g
  • 16 Ok 1/10
    Entscheidungstext OGH 09.06.2010 16 Ok 1/10
    Vgl auch; Beis wie T6
  • 9 ObA 86/10b
    Entscheidungstext OGH 29.09.2010 9 ObA 86/10b
    Beis wie T1
  • 9 ObA 75/10k
    Entscheidungstext OGH 24.11.2010 9 ObA 75/10k
    Auch
  • 4 Ob 190/10k
    Entscheidungstext OGH 15.12.2010 4 Ob 190/10k
    Beis wie T6
  • 6 Ob 136/11k
    Entscheidungstext OGH 18.07.2011 6 Ob 136/11k
  • 10 Ob 61/11k
    Entscheidungstext OGH 20.12.2011 10 Ob 61/11k
    Auch
  • 1 Ob 4/12p
    Entscheidungstext OGH 24.05.2012 1 Ob 4/12p
  • 1 Ob 226/12k
    Entscheidungstext OGH 13.12.2012 1 Ob 226/12k
    Vgl auch; Beis wie T2
  • 1 Ob 50/13d
    Entscheidungstext OGH 29.08.2013 1 Ob 50/13d
    Auch
  • 1 Ob 127/13b
    Entscheidungstext OGH 29.08.2013 1 Ob 127/13b
    Veröff: SZ 2013/78
  • 4 Ob 220/13a
    Entscheidungstext OGH 17.02.2014 4 Ob 220/13a
    Auch; Beis wie T1
  • 10 Ob 11/14m
    Entscheidungstext OGH 23.04.2014 10 Ob 11/14m
    Auch; Beis wie T1
  • 4 Ob 112/14w
    Entscheidungstext OGH 17.07.2014 4 Ob 112/14w
    Auch
  • 4 Ob 51/15a
    Entscheidungstext OGH 24.03.2015 4 Ob 51/15a
  • 9 ObA 33/16t
    Entscheidungstext OGH 25.05.2016 9 ObA 33/16t
    Auch
  • 6 Ob 22/17d
    Entscheidungstext OGH 01.03.2017 6 Ob 22/17d
    Auch; Beis ähnlich wie T3
  • 6 Ob 56/17d
    Entscheidungstext OGH 19.04.2017 6 Ob 56/17d
  • 5 Ob 69/18k
    Entscheidungstext OGH 03.10.2018 5 Ob 69/18k
    Vgl auch
  • 4 Ob 170/18f
    Entscheidungstext OGH 29.01.2019 4 Ob 170/18f
  • 8 Ob 41/19s
    Entscheidungstext OGH 29.04.2019 8 Ob 41/19s
    Auch; Beis wie T5

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1982:RS0043277

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

14.06.2019

Dokumentnummer

JJR_19821216_OGH0002_0060OB00775_8200000_001

Rechtssatz für 9ObA2143/96d 8ObA52/07s...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0103201

Geschäftszahl

9ObA2143/96d; 8ObA52/07s; 9ObA158/08p; 9ObA97/09v; 9ObA75/10k; 8ObA71/10i; 8ObA35/11x; 8ObA13/11m; 8ObA37/11s; 8ObA63/11i; 8ObA52/11x; 9ObA103/11d; 9ObA109/11m; 9ObA130/11z; 9ObA42/12k; 8ObA26/12z; 8ObA90/11k; 9ObA88/12z; 8ObA18/13z; 9ObA73/13w; 9ObA26/13h; 8ObA87/13x; 9ObA112/14g; 9ObA111/14k; 8ObA2/15z; 9ObA141/14x; 8ObA21/15v; 8ObA70/14y; 8ObA54/15x; 9ObA103/15k; 9ObA89/15a; 9ObA2/15g; 9ObA105/16f; 9ObA68/17s; 8ObA1/18g; 8ObA21/18y; 9ObA92/18x; 8ObA46/19a

Entscheidungsdatum

10.07.1996

Norm

AngG §27 Z1 E1c
ASGG idF BGBl 1994/624 §46 Abs1

Rechtssatz

Es hängt von den Umständen des Einzelfalles ab, ob ein Fehlverhalten eines Angestellten bei Anlegung eines objektiven Maßstabes geeignet war, das Vertrauen des Dienstgebers soweit zu erschüttern, dass ihm die Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses nicht zumutbar ist.

Entscheidungstexte

  • 9 ObA 2143/96d
    Entscheidungstext OGH 10.07.1996 9 ObA 2143/96d
  • 8 ObA 52/07s
    Entscheidungstext OGH 28.04.2008 8 ObA 52/07s
    Auch; Beisatz: Der Entlassungsgrund der Vertrauensunwürdigkeit kann nur nach den konkreten Umständen des Einzelfalls beurteilt werden; dies stellt regelmäßig keine erhebliche Rechtsfrage im Sinn des § 502 Abs 1 ZPO dar, soweit nicht ein grober Auslegungsfehler aus dem Grund der Rechtssicherheit zu korrigieren ist. (T1)
  • 9 ObA 158/08p
    Entscheidungstext OGH 25.11.2008 9 ObA 158/08p
    Auch
  • 9 ObA 97/09v
    Entscheidungstext OGH 26.08.2009 9 ObA 97/09v
  • 9 ObA 75/10k
    Entscheidungstext OGH 24.11.2010 9 ObA 75/10k
    Auch
  • 8 ObA 71/10i
    Entscheidungstext OGH 22.02.2011 8 ObA 71/10i
  • 8 ObA 35/11x
    Entscheidungstext OGH 25.05.2011 8 ObA 35/11x
  • 8 ObA 13/11m
    Entscheidungstext OGH 29.06.2011 8 ObA 13/11m
    Auch
  • 8 ObA 37/11s
    Entscheidungstext OGH 15.07.2011 8 ObA 37/11s
    Auch
  • 8 ObA 63/11i
    Entscheidungstext OGH 29.09.2011 8 ObA 63/11i
    Auch
  • 8 ObA 52/11x
    Entscheidungstext OGH 29.09.2011 8 ObA 52/11x
    Beis wie T1
  • 9 ObA 103/11d
    Entscheidungstext OGH 25.10.2011 9 ObA 103/11d
    Auch
  • 9 ObA 109/11m
    Entscheidungstext OGH 25.10.2011 9 ObA 109/11m
    Auch
  • 9 ObA 130/11z
    Entscheidungstext OGH 21.12.2011 9 ObA 130/11z
    Auch; Beis wie T1
  • 9 ObA 42/12k
    Entscheidungstext OGH 30.04.2012 9 ObA 42/12k
    Vgl auch
  • 8 ObA 26/12z
    Entscheidungstext OGH 30.05.2012 8 ObA 26/12z
    Auch
  • 8 ObA 90/11k
    Entscheidungstext OGH 26.07.2012 8 ObA 90/11k
    Auch
  • 9 ObA 88/12z
    Entscheidungstext OGH 22.08.2012 9 ObA 88/12z
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T1; Beisatz: Hier: § 34 Abs 2 lit b VBG. (T2)
  • 8 ObA 18/13z
    Entscheidungstext OGH 29.04.2013 8 ObA 18/13z
    Auch
  • 9 ObA 73/13w
    Entscheidungstext OGH 25.06.2013 9 ObA 73/13w
    Auch
  • 9 ObA 26/13h
    Entscheidungstext OGH 24.07.2013 9 ObA 26/13h
    Auch
  • 8 ObA 87/13x
    Entscheidungstext OGH 27.02.2014 8 ObA 87/13x
    Auch;
  • 9 ObA 112/14g
    Entscheidungstext OGH 29.10.2014 9 ObA 112/14g
  • 9 ObA 111/14k
    Entscheidungstext OGH 27.11.2014 9 ObA 111/14k
  • 8 ObA 2/15z
    Entscheidungstext OGH 23.01.2015 8 ObA 2/15z
    Auch
  • 9 ObA 141/14x
    Entscheidungstext OGH 29.01.2015 9 ObA 141/14x
  • 8 ObA 21/15v
    Entscheidungstext OGH 24.03.2015 8 ObA 21/15v
    Auch
  • 8 ObA 70/14y
    Entscheidungstext OGH 25.06.2015 8 ObA 70/14y
    Auch
  • 8 ObA 54/15x
    Entscheidungstext OGH 30.07.2015 8 ObA 54/15x
    Auch
  • 9 ObA 103/15k
    Entscheidungstext OGH 24.09.2015 9 ObA 103/15k
    Auch; Beis wie T1
  • 9 ObA 89/15a
    Entscheidungstext OGH 24.09.2015 9 ObA 89/15a
    Auch; Beis wie T1
  • 9 ObA 2/15g
    Entscheidungstext OGH 26.11.2015 9 ObA 2/15g
    Auch; Beis wie T1
  • 9 ObA 105/16f
    Entscheidungstext OGH 29.09.2016 9 ObA 105/16f
    Auch
  • 9 ObA 68/17s
    Entscheidungstext OGH 27.09.2017 9 ObA 68/17s
    Beis wie T1
  • 8 ObA 1/18g
    Entscheidungstext OGH 26.01.2018 8 ObA 1/18g
    Auch
  • 8 ObA 21/18y
    Entscheidungstext OGH 29.05.2018 8 ObA 21/18y
    Auch; Beis wie T2
  • 9 ObA 92/18x
    Entscheidungstext OGH 27.09.2018 9 ObA 92/18x
  • 8 ObA 46/19a
    Entscheidungstext OGH 24.09.2019 8 ObA 46/19a
    Beis wie T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1996:RS0103201

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

14.10.2019

Dokumentnummer

JJR_19960710_OGH0002_009OBA02143_96D0000_001

Rechtssatz für 9ObA236/98s 8ObA171/01g...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0111109

Geschäftszahl

9ObA236/98s; 8ObA171/01g; 9ObA75/10k

Entscheidungsdatum

25.11.1998

Norm

ABGB §879 CII01
AngG §27 A5

Rechtssatz

Gestaltungsrechte wie Kündigungen und Entlassungen unterliegen nicht dem arbeitsrechtlichen Gleichbehandlungsgrundsatz. Werden nicht alle Arbeitnehmer, die Anlass zur Kündigung gegeben oder einen Entlassungsgrund gesetzt haben, gekündigt oder entlassen, so können sich die Betroffenen nicht darauf stützen, dass alle anderen auch entlassen werden müssten bzw die Lösung des Dienstverhältnisses deswegen unwirksam sei. Ein ungleichmäßiges Vorgehen indiziere höchstens die Annahme, dass die Unzumutbarkeit der Weiterbeschäftigung doch nicht in zureichendem Maße gegeben sei. Hier: Annahme einer Belohnung durch den Leiter der Werbeabteilung.

Entscheidungstexte

  • 9 ObA 236/98s
    Entscheidungstext OGH 25.11.1998 9 ObA 236/98s
  • 8 ObA 171/01g
    Entscheidungstext OGH 16.08.2001 8 ObA 171/01g
    Beisatz: Hier: Hausbesorger. (T1)
  • 9 ObA 75/10k
    Entscheidungstext OGH 24.11.2010 9 ObA 75/10k
    Auch

Schlagworte

Zumutbarkeit

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1998:RS0111109

Im RIS seit

25.12.1998

Zuletzt aktualisiert am

19.01.2011

Dokumentnummer

JJR_19981125_OGH0002_009OBA00236_98S0000_001

Entscheidungstext 9ObA75/10k

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Geschäftszahl

9ObA75/10k

Entscheidungsdatum

24.11.2010

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht in Arbeits- und Sozialrechtssachen durch den Vizepräsidenten des Obersten Gerichtshofs Dr. Rohrer als Vorsitzenden und die Hofräte des Obersten Gerichtshofs Dr. Hradil und Dr. Hopf sowie die fachkundigen Laienrichter Mag. Andreas Mörk und Alfred Klair als weitere Richter in der Arbeitsrechtssache der klagenden Partei R***** K*****, Angestellter, *****, vertreten durch Mag. Wolfgang Kleinhappel, Rechtsanwalt in Wien, gegen die beklagte Partei A***** GmbH, *****, vertreten durch Mag. Manfred Sommerbauer und MMag. Michael Dohr, Rechtsanwälte in Wiener Neustadt, wegen 27.560,72 EUR brutto sA, über die außerordentliche Revision der beklagten Partei gegen das Urteil des Oberlandesgerichts Wien als Berufungsgericht in Arbeits- und Sozialrechtssachen vom 27. Mai 2010, GZ 10 Ra 4/10x-39, womit das Urteil des Arbeits- und Sozialgerichts Wien vom 21. Oktober 2009, GZ 10 Cga 79/08x-35, bestätigt wurde, den

Beschluss

gefasst:

Spruch

Die außerordentliche Revision der beklagten Partei wird gemäß § 508a Abs 2 ZPO mangels der Voraussetzungen des § 502 Abs 1 ZPO zurückgewiesen (§ 510 Abs 3 ZPO).

Begründung:

Rechtliche Beurteilung

Eine Aktenwidrigkeit liegt bei einem Widerspruch zwischen dem Akteninhalt und einer darauf beruhenden wesentlichen Tatsachenfeststellung im Urteil vor, der nicht das Ergebnis eines richterlichen Werturteils ist, wobei aber dieser Widerspruch einerseits wesentlich, andererseits unmittelbar aus den Akten ersichtlich und behebbar sein muss (7 Ob 84/10v; RIS-Justiz RS0043277 ua). Der von der Revisionswerberin gegen die Berufungsentscheidung erhobene Vorwurf der Aktenwidrigkeit scheidet hier aus, weil eine bloße Schlussfolgerung des Berufungsgerichts nicht den Revisionsgrund der Aktenwidrigkeit (§ 503 Z 3 ZPO) bilden kann (RIS-Justiz RS0043256 ua). Die Revisionswerberin bestreitet nicht, dass zwei ihrer Geschäftsführer in der Vergangenheit verfälschte Zeugnisse verwendeten. Nach den Feststellungen des Erstgerichts sprach einer dieser Geschäftsführer mit dem Kläger „über die Verwendung des verfälschten Zeugnisses“. Die daraus gezogene Schlussfolgerung des Berufungsgerichts, dass die von einem Geschäftsführer an den Kläger weitergegebene Information („über die Verwendung des verfälschten Zeugnisses“) auch die Verwendung durch den zweiten Geschäftsführer umfasste, ist naheliegend, zumal die Verwendung auch durch den zweiten Geschäftsführer den Tatsachen entsprach. Der Revisionswerberin ist aber zuzugeben, dass eine diesbezügliche ausdrückliche Feststellung im Ersturteil fehlt. Die Schlussfolgerung des Berufungsgerichts wird daher nicht übernommen. Besondere Auswirkungen kommen diesem Umstand aber nicht zu (§ 510 Abs 3 Satz 3 ZPO), insbesondere begründet dieser Umstand nicht das Vorliegen einer erheblichen Rechtsfrage iSd § 502 Abs 1 ZPO (vgl RIS-Justiz RS0042762 ua).

Zutreffend räumt die Revisionswerberin ein, dass die rechtliche Beurteilung, ob die einem Angestellten zur Last gelegte Vertrauensunwürdigkeit iSd § 27 Z 1 AngG die Unzumutbarkeit der weiteren Beschäftigung auch nur für die Dauer der Kündigungsfrist begründet und daher die sofortige Entlassung des Angestellten rechtfertigt, von den besonderen Umständen des Einzelfalls abhängt und daher im Regelfall keine erhebliche Rechtsfrage iSd § 502 Abs 1 ZPO bildet (vgl RIS-Justiz RS0103201 ua). Gründe, von dieser Rechtsprechung abzugehen, liegen nicht vor. Von einer „krassen Fehlbeurteilung“ des Berufungsgerichts kann hier nicht gesprochen werden. Das Berufungsgericht ging in der Entlassungsfrage zutreffend nicht von einem Anspruch des Klägers auf „Gleichbehandlung“ mit den beiden Geschäftsführern, die verfälschte Zeugnisse verwendeten, aus (vgl 9 ObA 236/98s; RIS-Justiz RS0111109 ua). Es nahm jedoch vertretbar an, dass in der milderen Reaktion der Beklagten auf das Fehlverhalten der beiden Geschäftsführer Anhaltspunkte dafür gesehen werden können, dass der Beklagten auch bezüglich des Klägers die weitere Beschäftigung zumindest für die Dauer der Kündigungsfrist zumutbar war. Welches Gewicht dem Verhalten des Klägers im Zuge der Konfrontation mit den Vorwürfen bezüglich der verfälschten Zeugnisse und im Zusammenhang mit der fälschlichen Annahme, alle drei Geschäftsführer der Beklagten wären „eingeweiht“ gewesen, - unter Zugrundelegung des Gesamtverhaltens des Klägers (vgl RIS-Justiz RS0029600 ua) - zukommt, ist wieder eine Frage der besonderen Umstände des Einzelfalls. Eine unvertretbare Beurteilung des Berufungsgerichts liegt auch insoweit nicht vor.

Mangels erheblicher Rechtsfrage iSd § 502 Abs 1 ZPO ist die außerordentliche Revision der Beklagten zurückzuweisen. Einer weiteren Begründung bedarf dieser Zurückweisungsbeschluss nicht (§ 510 Abs 3 Satz 3 ZPO).

Schlagworte

11 Arbeitsrechtssachen,

Textnummer

E95746

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2010:009OBA00075.10K.1124.000

Im RIS seit

21.12.2010

Zuletzt aktualisiert am

21.12.2010

Dokumentnummer

JJT_20101124_OGH0002_009OBA00075_10K0000_000