Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 5Ob755/81 9Ob25/10g 9Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0042813

Geschäftszahl

5Ob755/81; 9Ob25/10g; 9Ob31/10i; 4Ob95/10i; 8Ob53/10t; 1Ob84/10z; 6Ob122/10z; 6Ob97/10y; 4Ob90/10d; 8Ob70/10t; 2Ob92/10h; 8Ob45/10s; 2Ob88/10w; 2Ob86/10a; 5Ob92/10f; 2Ob113/10x; 9Ob45/10y; 2Ob131/10v; 2Ob145/10b; 3Ob196/10k; 8Ob108/10f; 5Ob7/11g

Entscheidungsdatum

15.12.1981

Norm

JN §54 Abs2
ZPO §502 Abs3 Da2

Rechtssatz

Zinsen werden als Nebenforderungen geltend gemacht, wenn und insoweit sie von einer gleichzeitig eingeklagten Hauptforderung abgeleitet werden.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 755/81
    Entscheidungstext OGH 15.12.1981 5 Ob 755/81
  • 9 Ob 25/10g
    Entscheidungstext OGH 11.05.2010 9 Ob 25/10g
    Auch; Beisatz: Hier macht der Kläger einen Schadenersatzanspruch wegen rechtswidrigen Verhaltens der Beklagten bei der Anlageberatung geltend. Er begehrt als Teil dieses Schadenersatzanspruchs auch den Zinsgewinn der eigentlich angestrebten alternativen Veranlagung, und zwar für den Zeitraum vom Beginn der Veranlagung bis zur Geltendmachung des Anspruchs. Damit macht er einen selbständigen Anspruch geltend, der nicht als „akzessorisches Nebenprodukt“ eines Hauptanspruchs beurteilt werden kann. (T1)
  • 9 Ob 31/10i
    Entscheidungstext OGH 30.06.2010 9 Ob 31/10i
    Auch; Beis wie T1
  • 4 Ob 95/10i
    Entscheidungstext OGH 08.06.2010 4 Ob 95/10i
    Auch; Beis wie T1
  • 8 Ob 53/10t
    Entscheidungstext OGH 22.07.2010 8 Ob 53/10t
    Vgl auch; Beis wie T1
  • 1 Ob 84/10z
    Entscheidungstext OGH 01.06.2010 1 Ob 84/10z
    Beis wie T1
  • 6 Ob 122/10z
    Entscheidungstext OGH 24.06.2010 6 Ob 122/10z
    Auch; Beis wie T1
  • 6 Ob 97/10y
    Entscheidungstext OGH 24.06.2010 6 Ob 97/10y
    Auch; Beis wie T1
  • 4 Ob 90/10d
    Entscheidungstext OGH 08.06.2010 4 Ob 90/10d
    Auch; Beis wie T1; Beisatz: Siehe auch RS0126125. (T2)
  • 8 Ob 70/10t
    Entscheidungstext OGH 22.07.2010 8 Ob 70/10t
    Vgl auch; Beis wie T1
  • 2 Ob 92/10h
    Entscheidungstext OGH 17.06.2010 2 Ob 92/10h
    Vgl auch; Vgl Beis wie T1
  • 8 Ob 45/10s
    Entscheidungstext OGH 22.07.2010 8 Ob 45/10s
    Auch; Beis wie T1
  • 2 Ob 88/10w
    Entscheidungstext OGH 17.06.2010 2 Ob 88/10w
    Vgl auch; Vgl Beis wie T1
  • 2 Ob 86/10a
    Entscheidungstext OGH 17.06.2010 2 Ob 86/10a
    Vgl auch; Vgl Beis wie T1
  • 5 Ob 92/10f
    Entscheidungstext OGH 15.07.2010 5 Ob 92/10f
    Auch; Beis wie T1
  • 2 Ob 113/10x
    Entscheidungstext OGH 08.07.2010 2 Ob 113/10x
    Vgl auch; Auch Beis wie T1
  • 9 Ob 45/10y
    Entscheidungstext OGH 29.09.2010 9 Ob 45/10y
    Auch; Beis wie T1
  • 2 Ob 131/10v
    Entscheidungstext OGH 24.08.2010 2 Ob 131/10v
    Vgl auch; Vgl Beis wie T1
  • 2 Ob 145/10b
    Entscheidungstext OGH 15.09.2010 2 Ob 145/10b
    Vgl auch; Beis wie T1
  • 3 Ob 196/10k
    Entscheidungstext OGH 19.01.2011 3 Ob 196/10k
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T1
  • 8 Ob 108/10f
    Entscheidungstext OGH 25.01.2011 8 Ob 108/10f
    Vgl; Beis wie T1
  • 5 Ob 7/11g
    Entscheidungstext OGH 26.05.2011 5 Ob 7/11g
    Auch; Beis wie T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1981:RS0042813

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

01.08.2011

Dokumentnummer

JJR_19811215_OGH0002_0050OB00755_8100000_002

Rechtssatz für 6Ob847/82 9Ob25/10g 9Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0046495

Geschäftszahl

6Ob847/82; 9Ob25/10g; 9Ob31/10i; 4Ob95/10i; 8Ob53/10t; 6Ob122/10z; 6Ob97/10y; 4Ob90/10d; 8Ob70/10t; 8Ob45/10s; 5Ob92/10f; 9Ob45/10y; 3Ob196/10k; 8Ob108/10f; 5Ob7/11g

Entscheidungsdatum

01.12.1982

Norm

JN §54 Abs2

Rechtssatz

Kreditzinsen, die vereinbarungsgemäß periodisch dem aushaftenden Kreditbetrag in der Weise zuzuschlagen sind, dass nach der solcherart vorgenommenen Kapitalisierung nur noch der Saldo geschuldet wird, sind nach der Saldoziehung Bestandteil der Kapitalforderung und nicht mehr Nebenforderung im Sinne des § 54 Abs 2 JN.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 847/82
    Entscheidungstext OGH 01.12.1982 6 Ob 847/82
  • 9 Ob 25/10g
    Entscheidungstext OGH 11.05.2010 9 Ob 25/10g
    Vgl; Beisatz: Hier macht der Kläger einen Schadenersatzanspruch wegen rechtswidrigen Verhaltens der Beklagten bei der Anlageberatung geltend. Er begehrt als Teil dieses Schadenersatzanspruchs auch den Zinsgewinn der eigentlich angestrebten alternativen Veranlagung, und zwar für den Zeitraum vom Beginn der Veranlagung bis zur Geltendmachung des Anspruchs. Damit macht er einen selbständigen Anspruch geltend, der nicht als „akzessorische Nebenforderung“ eines Hauptanspruchs beurteilt werden kann. (T1)
  • 9 Ob 31/10i
    Entscheidungstext OGH 30.06.2010 9 Ob 31/10i
    Vgl; Beis wie T1
  • 4 Ob 95/10i
    Entscheidungstext OGH 08.06.2010 4 Ob 95/10i
    Vgl auch; Beis wie T1
  • 8 Ob 53/10t
    Entscheidungstext OGH 22.07.2010 8 Ob 53/10t
    Vgl; Beis wie T1
  • 6 Ob 122/10z
    Entscheidungstext OGH 24.06.2010 6 Ob 122/10z
    Vgl; Beis wie T1
  • 6 Ob 97/10y
    Entscheidungstext OGH 24.06.2010 6 Ob 97/10y
    Vgl; Beis wie T1
  • 4 Ob 90/10d
    Entscheidungstext OGH 08.06.2010 4 Ob 90/10d
    Vgl; Beis wie T1
  • 8 Ob 70/10t
    Entscheidungstext OGH 22.07.2010 8 Ob 70/10t
    Vgl; Beis wie T1
  • 8 Ob 45/10s
    Entscheidungstext OGH 22.07.2010 8 Ob 45/10s
    Vgl; Beis wie T1
  • 5 Ob 92/10f
    Entscheidungstext OGH 15.07.2010 5 Ob 92/10f
    Vgl; Beis wie T1
  • 9 Ob 45/10y
    Entscheidungstext OGH 29.09.2010 9 Ob 45/10y
    Vgl auch; Beis wie T1
  • 3 Ob 196/10k
    Entscheidungstext OGH 19.01.2011 3 Ob 196/10k
    Vgl; Beis ähnlich wie T1
  • 8 Ob 108/10f
    Entscheidungstext OGH 25.01.2011 8 Ob 108/10f
    Vgl; Beis wie T1
  • 5 Ob 7/11g
    Entscheidungstext OGH 26.05.2011 5 Ob 7/11g
    Vgl; Beis wie T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1982:RS0046495

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

08.08.2011

Dokumentnummer

JJR_19821201_OGH0002_0060OB00847_8200000_002

Entscheidungstext 9Ob45/10y

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Geschäftszahl

9Ob45/10y

Entscheidungsdatum

29.09.2010

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsrekursgericht durch den Vizepräsidenten des Obersten Gerichtshofs Dr. Rohrer als Vorsitzenden und die Hofräte des Obersten Gerichtshofs Dr. Hradil, Dr. Hopf, Hon.-Prof. Dr. Kuras und Dr. Brenn als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei MMag. K***** G*****, vertreten durch die Poduschka Anwaltsgesellschaft mbH in Perg, gegen die beklagte Partei A***** AG, *****, wegen 11.040,07 EUR sA, über den Revisionsrekurs der klagenden Partei gegen den Beschluss des Handelsgerichts Wien als Rekursgericht vom 31. Mai 2010, GZ 1 R 130/10d-5, mit dem der Beschluss des Bezirksgerichts für Handelssachen Wien vom 18. März 2010, GZ 14 C 385/10k-2, bestätigt wurde, in nichtöffentlicher Sitzung den

Beschluss

gefasst:

Spruch

Der Revisionsrekurs wird zurückgewiesen.

Text

Begründung:

Der Kläger stützt die Klage im Wesentlichen darauf, dass die Beklagte ihre Aufklärungs-, Schutz-, Sorgfalts- und Interessenwahrungspflichten im Zusammenhang mit der Anlageberatung des Klägers beim Ankauf von Aktien einer Immobiliengesellschaft gröblich verletzt habe. Auch habe sie mit irreführenden Verkaufsprospekten geworben. Weiters werden Kursmanipulationen geltend gemacht. Auch die Anfechtung wegen listiger Irreführung und veranlassten Irrtums sowie der Wegfall der Geschäftsgrundlage werden herangezogen.

Als Schadenersatz begehre der Kläger Naturalrestitution im Sinn einer Rückabwicklung des vermittelten Geschäfts. Konkret begehre er Zug um Zug gegen Übernahme der erworbenen und noch gehaltenen Aktien den bezahlten Ankaufspreis von 9.700 EUR zuzüglich des entgangenen Zinsgewinns einer „alternativen“ Veranlagung als positiven Schaden in Höhe von 4 % jährlich, insgesamt 1.340,07 EUR. Zusammen begehre der Kläger 11.040,07 EUR samt 4 % Zinsen seit 2. 3. 2010. In eventu erhob der Kläger ein Feststellungsbegehren, das er nicht gesondert bewertete.

Das als Erstgericht angerufene Bezirksgericht wies die Klage mangels sachlicher Zuständigkeit zurück, da der Streitwert den Betrag von 10.000 EUR übersteige.

Das Rekursgericht bestätigte diesen Beschluss. Zinsen stellten dann eine Nebenforderung dar, wenn und insoweit sie von einer gleichzeitig eingeklagten Hauptforderung abgeleitet werden, ohne dass dabei der Rechtsgrund der geltend gemachten Zinsenforderung entscheidend sei. Hier stellten die Zinsen aber einen eigenständigen Schadenersatzanspruch dar, der unabhängig von der begehrten Rückabwicklung des Vertrags im Weg der Naturalrestitution bestehe. Dafür spreche auch, dass der Anleger gegen Rückgabe der Aktien die von ihm bei richtiger Beratung gewünschte Veranlagung bekommen solle.

Den ordentlichen Revisionsrekurs erachtete das Rekursgericht als zulässig, weil zur Frage der Beurteilung von als positiver Schaden geltend gemachten Zinsentgängen als eigene Hauptforderung eine gesicherte Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofs fehle und der Lösung dieser Frage im Hinblick auf die Vielzahl vergleichbarer Verfahren aber über den konkreten Fall hinaus Bedeutung zukomme.

Gegen diese Entscheidung richtet sich der Revisionsrekurs des Klägers wegen unrichtiger rechtlicher Beurteilung mit dem Antrag, die Entscheidungen der Vorinstanzen aufzuheben und dem Erstgericht die Einleitung des ordentlichen Verfahrens unter Abstandnahme vom gebrauchten Zurückweisungsgrund aufzutragen; hilfsweise wird ein Überweisungsantrag gemäß § 230a ZPO gestellt.

Rechtliche Beurteilung

Der Revisionsrekurs ist unzulässig.

Zur vorliegenden Problematik hat der Oberste Gerichtshof in jüngerer Zeit bereits in mehreren Entscheidungen Stellung bezogen (9 Ob 25/10g; 1 Ob 84/10z; 4 Ob 90/10d; 4 Ob 95/10i; 1 Ob 112/10t; 1 Ob 122/10p; 8 Ob 45/10s ua). In diesen Entscheidungen wurde die Rechtsansicht des Rekursgerichts als zutreffend erachtet, wobei im Einzelnen auf die - im Wesentlichen übereinstimmenden - Begründungen der angeführten Beschlüsse zu verweisen ist. Eine erhebliche Rechtsfrage iSd § 528 Abs 1 ZPO ist daher nicht mehr zu lösen (RIS-Justiz RS0112921 ua).

Eine (sonstige) erhebliche Rechtsfrage zeigt der Revisionsrekurs nicht auf, weshalb er zurückzuweisen ist.

Für die Erledigung des im Revisionsrekurs neuerlich gestellten Überweisungsantrags ist das Erstgericht zuständig (Mayr in Fasching/Konecny2 § 230a Rz 11 ua).

Schlagworte

Zivilverfahrensrecht

Textnummer

E95208

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2010:0090OB00045.10Y.0929.000

Im RIS seit

27.10.2010

Zuletzt aktualisiert am

27.10.2010

Dokumentnummer

JJT_20100929_OGH0002_0090OB00045_10Y0000_000