Rechtssatz für 5Ob87/94 5Ob307/01k 5Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0069771

Geschäftszahl

5Ob87/94; 5Ob307/01k; 5Ob167/10k

Entscheidungsdatum

23.09.2010

Rechtssatz

Im Rahmen des Paragraph 9, Absatz 2, Ziffer 5, MRG stehen dem Hauptmieter auch Änderungen außerhalb des "eigentlichen" Mietgegenstandes zu.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 87/94
    Entscheidungstext OGH 20.09.1994 5 Ob 87/94
  • 5 Ob 307/01k
    Entscheidungstext OGH 15.01.2002 5 Ob 307/01k
    Vgl; Beisatz: Hier: § 9 Abs 2 Z 1 MRG. (T1); Beisatz: Unter den Voraussetzungen des § 9 Abs 1 Z 1 und Z 3 bis 7 MRG hat der Vermieter u.a. die Errichtung von Gasleitungsanlagen und Beheizungsanlagen zu dulden. Hiefür müssen im Regelfall auch Teile der Liegenschaft in Anspruch genommen werden, die nicht zum eigentlichen Mietgegenstand gehören bzw. nicht mitgemietet sind. Die dem Vermieter diesbezüglich auferlegte Duldungspflicht kann nur so verstanden werden, dass sie durch notwendige Eingriffe in sein Eigentum nicht ausgeschlossen wird. Der notwendige Interessenausgleich ist darin zu suchen, dass die Veränderung keine Beeinträchtigung schutzwürdiger Interessen des Vermieters nach sich ziehen darf. In gleicher Weise sind die Interessen anderer Mieter des Hauses geschützt, was ein zusätzlicher Beleg dafür ist, dass der Gesetzgeber bei einzelnen Regelungen des §9 MRG nicht nur Veränderungen innerhalb eines Mietgegenstands im Auge gehabt hat. (T2)
  • 5 Ob 167/10k
    Entscheidungstext OGH 23.09.2010 5 Ob 167/10k
    Beisatz: Nimmt man diese Rechtsprechung als Beleg dafür, dass der Gesetzgeber bei einzelnen Regelungen des § 9 MRG nicht ausschließlich Veränderungen innerhalb des Mietgegenstands im Auge gehabt hat, ergibt sich aber im Gegenzug, dass diesfalls ein strenger Maßstab bei der Prüfung des Vorliegens der Duldungsvoraussetzungen des § 9 Abs 1 Z 2 und 5 MRG anzulegen ist, um den Interessenkonflikt zwischen Vermieter und Mieter unter Berücksichtigung sachlicher Aspekte zu lösen. (T3); Bem: Hier: Errichtung einer Klimaanlage. (T4)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1994:RS0069771

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

12.11.2010

Dokumentnummer

JJR_19940920_OGH0002_0050OB00087_9400000_004

Rechtssatz für 5Ob167/10k

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0126243

Geschäftszahl

5Ob167/10k

Entscheidungsdatum

23.09.2010

Norm

AußStrG 2005 §36 Abs3
AußStrG 2005 §36 Abs4
AußStrG 2005 §57 Z4
AußStrG 2005 §66 Abs1 Z2 AIIA2
MRG §37
WEG 2002 §52
WGG 1979 §22
  1. MRG § 37 heute
  2. MRG § 37 gültig ab 01.08.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 58/2018
  3. MRG § 37 gültig von 01.04.2009 bis 31.07.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 25/2009
  4. MRG § 37 gültig von 01.10.2006 bis 31.03.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 124/2006
  5. MRG § 37 gültig von 01.01.2005 bis 30.09.2006 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 113/2003
  6. MRG § 37 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 161/2001
  7. MRG § 37 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 98/2001
  8. MRG § 37 gültig von 01.07.2000 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 36/2000
  9. MRG § 37 gültig von 01.01.1998 bis 30.06.2000 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 140/1997
  10. MRG § 37 gültig von 01.03.1997 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/1997
  11. MRG § 37 gültig von 21.02.1997 bis 28.02.1997 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/1997
  12. MRG § 37 gültig von 01.03.1994 bis 20.02.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 800/1993
  13. MRG § 37 gültig von 01.03.1991 bis 28.02.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 68/1991
  1. WEG 2002 § 52 heute
  2. WEG 2002 § 52 gültig ab 01.01.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 222/2021
  3. WEG 2002 § 52 gültig von 01.08.2018 bis 31.12.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 58/2018
  4. WEG 2002 § 52 gültig von 01.05.2011 bis 31.07.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 111/2010
  5. WEG 2002 § 52 gültig von 01.10.2006 bis 30.04.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 124/2006
  6. WEG 2002 § 52 gültig von 01.01.2005 bis 30.09.2006 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 113/2003
  7. WEG 2002 § 52 gültig von 01.07.2002 bis 31.12.2004

Rechtssatz

Es stellt keinen Verstoß gegen Paragraph 36, Absatz 3 und 4 AußStrG dar, wenn das Tatsachenvorbringen die Behauptung enthalten hat, Räumlichkeiten seien „mitgemietet“ worden, und das Gericht daher die Umstände der Einräumung des Besitzes an diesen Räumlichkeiten beziehungsweise die Frage des Rechtsgrundes der Überlassung dieser Räumlichkeiten für aufklärungsbedürftig erachtete.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 167/10k
    Entscheidungstext OGH 23.09.2010 5 Ob 167/10k

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2010:RS0126243

Im RIS seit

17.11.2010

Zuletzt aktualisiert am

17.11.2010

Dokumentnummer

JJR_20100923_OGH0002_0050OB00167_10K0000_001

Rechtssatz für 5Ob167/10k

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0126245

Geschäftszahl

5Ob167/10k

Entscheidungsdatum

23.09.2010

Norm

AußStrG 2005 §36
MRG §9 Abs1
MRG §37 Abs1 Z6
  1. MRG § 37 heute
  2. MRG § 37 gültig ab 01.08.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 58/2018
  3. MRG § 37 gültig von 01.04.2009 bis 31.07.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 25/2009
  4. MRG § 37 gültig von 01.10.2006 bis 31.03.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 124/2006
  5. MRG § 37 gültig von 01.01.2005 bis 30.09.2006 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 113/2003
  6. MRG § 37 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 161/2001
  7. MRG § 37 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 98/2001
  8. MRG § 37 gültig von 01.07.2000 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 36/2000
  9. MRG § 37 gültig von 01.01.1998 bis 30.06.2000 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 140/1997
  10. MRG § 37 gültig von 01.03.1997 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/1997
  11. MRG § 37 gültig von 21.02.1997 bis 28.02.1997 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/1997
  12. MRG § 37 gültig von 01.03.1994 bis 20.02.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 800/1993
  13. MRG § 37 gültig von 01.03.1991 bis 28.02.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 68/1991

Rechtssatz

Gegenstand des Verfahrens nach Paragraphen 9,, 37 Absatz eins, Ziffer 6, MRG ist die Prüfung aller positiven und negativen Voraussetzungen des Paragraph 9, MRG, die für eine Antragsstattgebung vorliegen müssen. Die Nichteinhaltung von Voraussetzungen des Paragraph 9, Absatz eins, MRG kann daher nicht durch dem Spruch angefügte Auflagen oder Bedingungen beseitigt werden.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 167/10k
    Entscheidungstext OGH 23.09.2010 5 Ob 167/10k

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2010:RS0126245

Im RIS seit

17.11.2010

Zuletzt aktualisiert am

17.11.2010

Dokumentnummer

JJR_20100923_OGH0002_0050OB00167_10K0000_003

Rechtssatz für 2Ob512/53 5Ob292/64 8Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0007501

Geschäftszahl

2Ob512/53; 5Ob292/64; 8Ob310/67; 6Ob228/68; 7Ob638/76; 5Ob12/81; 6Ob580/81; 3Ob583/84; 1Ob508/86; 8Ob689/86; 6Ob700/86; 2Ob578/87; 3Ob567/88; 6Ob365/98p; 10Ob209/02m; 16Ok20/04; 16Ok51/05; 16Ok8/07; 5Ob38/09p; 5Ob167/10k; 7Ob173/11h; 5Ob247/12b; 2Ob42/13k; 6Ob1/15p; 8Ob32/17i

Entscheidungsdatum

30.05.2017

Norm

AußStrG §16 BII2n
AußStrG 2005 §36 Abs3
AußStrG 2005 §36 Abs4
AußStrG 2005 §56
AußStrG 2005 §57 Z4
AußStrG 2005 §66 Abs1 Z2 AIIA2
KartG 2005 §38
ZPO §405 G
FBG §15 Abs1

Rechtssatz

Schon für das streitige Verfahren ist es mehr als zweifelhaft, ob eine Verletzung des Paragraph 405, ZPO Nichtigkeit bewirkt. (Vgl nur Petschek, Streitfragen, S 50 ff). Für das außerstreitige Verfahren muss diese Ansicht jedenfalls abgelehnt werden (hiezu Ott, Rechtsfürsorgeverfahren, S 222). (6 Ob 102/67).

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 512/53
    Entscheidungstext OGH 01.07.1953 2 Ob 512/53
    Veröff: JBl 1954,45
  • 5 Ob 292/64
    Entscheidungstext OGH 10.12.1964 5 Ob 292/64
  • 8 Ob 310/67
    Entscheidungstext OGH 14.11.1967 8 Ob 310/67
  • 6 Ob 228/68
    Entscheidungstext OGH 05.09.1968 6 Ob 228/68
  • 7 Ob 638/76
    Entscheidungstext OGH 29.07.1976 7 Ob 638/76
  • 5 Ob 12/81
    Entscheidungstext OGH 07.04.1981 5 Ob 12/81
    Auch; Beisatz: Behauptung, dass eine Amtsbestätigung ausgestellt worden sei, die gar nicht beantragt wurde. (T1)
  • 6 Ob 580/81
    Entscheidungstext OGH 29.04.1981 6 Ob 580/81
    Auch
  • 3 Ob 583/84
    Entscheidungstext OGH 24.07.1985 3 Ob 583/84
    Auch; Veröff: SZ 58/129 = MietSlg 37/29
  • 1 Ob 508/86
    Entscheidungstext OGH 28.01.1986 1 Ob 508/86
  • 8 Ob 689/86
    Entscheidungstext OGH 18.12.1986 8 Ob 689/86
  • 6 Ob 700/86
    Entscheidungstext OGH 15.01.1986 6 Ob 700/86
    Auch
  • 2 Ob 578/87
    Entscheidungstext OGH 12.05.1987 2 Ob 578/87
    Auch; nur: Für das außerstreitige Verfahren muss diese Ansicht jedenfalls abgelehnt werden. (T2)
    Beisatz: Es liegt lediglich eine Mangelhaftigkeit des Verfahrens vor. (T3)
  • 3 Ob 567/88
    Entscheidungstext OGH 15.03.1989 3 Ob 567/88
  • 6 Ob 365/98p
    Entscheidungstext OGH 16.07.1998 6 Ob 365/98p
    nur T2; Beis wie T3
  • 10 Ob 209/02m
    Entscheidungstext OGH 18.07.2002 10 Ob 209/02m
    Vgl auch; Beisatz: Ein Verstoß gegen § 405 ZPO bildet in der Regel nur eine Mangelhaftigkeit des Verfahrens, die vom Rechtsmittelgericht in der nächsthöheren Instanz wahrgenommen werden kann. (T4)
  • 16 Ok 20/04
    Entscheidungstext OGH 04.04.2005 16 Ok 20/04
    Auch; nur T2; Beis wie T3; Beisatz: Hier: kartellrechtliches Missbrauchsverfahren. (T5)
  • 16 Ok 51/05
    Entscheidungstext OGH 26.06.2006 16 Ok 51/05
    Auch; Beisatz: § 36 Abs 3 und Abs 4 erster Satz AußStrG ist die Parallelbestimmung zu § 405 ZPO. Ein Überschreiten des Verfahrensgegenstands kann nur eine Mangelhaftigkeit des Verfahrens begründen. (T6)
  • 16 Ok 8/07
    Entscheidungstext OGH 21.01.2008 16 Ok 8/07
    nur T2; Beis wie T5; Veröff: SZ 2008/5
  • 5 Ob 38/09p
    Entscheidungstext OGH 24.03.2009 5 Ob 38/09p
    Vgl; Beis wie T3; Beis wie T4; Beis ähnlich wie T6; Bem: Hier: Wohnrechtliches Außerstreitverfahren. (T7)
  • 5 Ob 167/10k
    Entscheidungstext OGH 23.09.2010 5 Ob 167/10k
    Vgl; Beisatz: Jedenfalls im wohnrechtlichen Außerstreitverfahren gilt für jene Verfahrensarten, die auf den Dispositionsgrundsatz zugeschnitten sind, dass ein Überschreiten des Verfahrensgegenstands grundsätzlich eine Mangelhaftigkeit begründen könnte. (T8)
  • 7 Ob 173/11h
    Entscheidungstext OGH 09.11.2011 7 Ob 173/11h
    Auch; Beis ähnlich wie T6
    Veröff: SZ 2011/135
  • 5 Ob 247/12b
    Entscheidungstext OGH 21.03.2013 5 Ob 247/12b
    Auch; Auch Beis wie T6
  • 2 Ob 42/13k
    Entscheidungstext OGH 19.12.2013 2 Ob 42/13k
    Vgl; Beis wie T6
  • 6 Ob 1/15p
    Entscheidungstext OGH 31.08.2015 6 Ob 1/15p
    Vgl; Beis wie T6; Beisatz: Die Mangelhaftigkeit des Verfahrens darf vom Rechtsmittelgericht nicht von Amts wegen, sondern nur über Rüge im Rechtsmittel wahrgenommen werden. (T9)
  • 8 Ob 32/17i
    Entscheidungstext OGH 30.05.2017 8 Ob 32/17i
    Vgl auch; Beis wie T3; Beis wie T6; Beis wie T9; Beisatz: Hier: Kindesunterhaltsverfahren. (T10)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1953:RS0007501

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

10.08.2017

Dokumentnummer

JJR_19530701_OGH0002_0020OB00512_5300000_001

Rechtssatz für 5Ob20/87 5Ob85/87 5Ob33...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0069725

Geschäftszahl

5Ob20/87; 5Ob85/87; 5Ob33/93; 5Ob88/97w; 5Ob2020/96m; 5Ob307/01k; 5Ob46/02d; 5Ob167/10k; 5Ob204/10a; 5Ob115/11i; 5Ob75/11g; 5Ob69/13b; 5Ob218/15t; 5Ob100/18v

Entscheidungsdatum

03.10.2018

Rechtssatz

Die Behauptungslast und materielle Beweislast für die negative Voraussetzung des Paragraph 9, Absatz eins, Ziffer 5, MRG (Beeinträchtigung schutzwürdiger Interessen des Vermieters) trifft diesen.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 20/87
    Entscheidungstext OGH 24.02.1987 5 Ob 20/87
    Veröff: ImmZ 1987,416
  • 5 Ob 85/87
    Entscheidungstext OGH 06.10.1987 5 Ob 85/87
    Beisatz: Die Behauptungslast und Beweislast für die negativen Voraussetzungen der Z 5-7 trifft den Vermieter, die der positiven Voraussetzungen der Z 1-4 den Mieter. (T1)
    Veröff: SZ 60/196 = ImmZ 1987,456 = MietSlg XXXIX/43
  • 5 Ob 33/93
    Entscheidungstext OGH 14.09.1993 5 Ob 33/93
    Beis wie T1; Beisatz: Eine Abwägung der Interessen hat nicht stattzufinden. (T2)
  • 5 Ob 88/97w
    Entscheidungstext OGH 22.04.1997 5 Ob 88/97w
    Vgl auch; Beisatz: Hier: § 46a Abs 3 MRG: Der Vermieter, der den bisherigen Hauptmietzins gemäß § 46a Abs 4 MRG anheben will, hat zwar grundsätzlich das Vorliegen aller Tatbestandsmerkmale dieser Norm mit Beweisanboten darzutun. Was allerdings das Nichtvorliegen von Tatsachen, wie das Fehlen einer Mietzinsvereinbarung im Sinne der Z 2 der genannten Bestimmung oder einer Vertragsänderung im Sinne der Z 3 betrifft, belastet diese Pflicht den Mieter. (T3)
  • 5 Ob 2020/96m
    Entscheidungstext OGH 16.09.1997 5 Ob 2020/96m
    Vgl auch; Beis wie T3 nur: Was allerdings das Nichtvorliegen von Tatsachen, wie das Fehlen einer Mietzinsvereinbarung im Sinne der Z 2 der genannten Bestimmung betrifft, belastet diese Pflicht den Mieter. (T4)
  • 5 Ob 307/01k
    Entscheidungstext OGH 15.01.2002 5 Ob 307/01k
    Auch
  • 5 Ob 46/02d
    Entscheidungstext OGH 12.03.2002 5 Ob 46/02d
    Auch
  • 5 Ob 167/10k
    Entscheidungstext OGH 23.09.2010 5 Ob 167/10k
    Auch
  • 5 Ob 204/10a
    Entscheidungstext OGH 16.11.2010 5 Ob 204/10a
  • 5 Ob 115/11i
    Entscheidungstext OGH 25.08.2011 5 Ob 115/11i
    Auch
  • 5 Ob 75/11g
    Entscheidungstext OGH 13.12.2011 5 Ob 75/11g
    Auch; Auch Beis wie T1
  • 5 Ob 69/13b
    Entscheidungstext OGH 17.12.2013 5 Ob 69/13b
    Beis wie T1
  • 5 Ob 218/15t
    Entscheidungstext OGH 23.11.2015 5 Ob 218/15t
    Beis wie T1
  • 5 Ob 100/18v
    Entscheidungstext OGH 03.10.2018 5 Ob 100/18v
    Beis wie T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1987:RS0069725

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

04.12.2018

Dokumentnummer

JJR_19870224_OGH0002_0050OB00020_8700000_002

Rechtssatz für 5Ob7/86 5Ob85/87 5Ob167...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0069662

Geschäftszahl

5Ob7/86; 5Ob85/87; 5Ob167/10k; 5Ob69/13b; 5Ob218/15t; 5Ob232/16b; 7Ob99/17k; 5Ob100/18v; 5Ob95/19k

Entscheidungsdatum

24.09.2019

Rechtssatz

Für eine erfolgreiche Antragstellung nach Paragraph 9, Absatz eins, MRG ist erforderlich, dass sämtlich im Paragraph 9, Absatz eins, Ziffer eins bis 7 MRG bezeichneten Voraussetzungen vorliegen.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 7/86
    Entscheidungstext OGH 11.03.1986 5 Ob 7/86
    Veröff: MietSlg XXXVIII/13
  • 5 Ob 85/87
    Entscheidungstext OGH 06.10.1987 5 Ob 85/87
    Veröff: SZ 60/196 = ImmZ 1987,456 = MietSlg XXXIX/43
  • 5 Ob 167/10k
    Entscheidungstext OGH 23.09.2010 5 Ob 167/10k
    Vgl; Beisatz: Im Geltungsbereich des § 9 MRG müssen die Übung des Verkehrs und das wichtige Interesse des Mieters an der geplanten Veränderung kumulativ vorliegen. Dies hat der Mieter nachzuweisen. (T1)
  • 5 Ob 69/13b
    Entscheidungstext OGH 17.12.2013 5 Ob 69/13b
    Auch
  • 5 Ob 218/15t
    Entscheidungstext OGH 23.11.2015 5 Ob 218/15t
  • 5 Ob 232/16b
    Entscheidungstext OGH 23.05.2017 5 Ob 232/16b
    Auch; Beisatz: Hier: Anschluss eines Kaminofens. (T2)
    Beis wie T1
  • 7 Ob 99/17k
    Entscheidungstext OGH 05.07.2017 7 Ob 99/17k
    Vgl
  • 5 Ob 100/18v
    Entscheidungstext OGH 03.10.2018 5 Ob 100/18v
    Beis wie T1
  • 5 Ob 95/19k
    Entscheidungstext OGH 24.09.2019 5 Ob 95/19k
    Beis wie T1; Beisatz: Hier: Einbau eines zweiten Badezimmers. (T3)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1986:RS0069662

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

02.12.2019

Dokumentnummer

JJR_19860311_OGH0002_0050OB00007_8600000_002

Rechtssatz für 5Ob25/91 5Ob345/98s 5Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0070401

Geschäftszahl

5Ob25/91; 5Ob345/98s; 5Ob220/00i; 5Ob170/01p; 5Ob274/01g; 5Ob143/02v; 5Ob145/02p; 5Ob213/03i; 5Ob126/05y; 5Ob192/06f; 5Ob163/07t; 5Ob124/07g; 5Ob167/10k; 5Ob187/10a; 5Ob73/11p; 5Ob57/14i; 5Ob176/19x

Entscheidungsdatum

18.12.2019

Norm

MRG §39
  1. MRG § 39 heute
  2. MRG § 39 gültig ab 01.01.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 113/2003
  3. MRG § 39 gültig von 01.01.1999 bis 31.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 19/1999
  4. MRG § 39 gültig von 01.01.1982 bis 31.12.1998

Rechtssatz

Haben die Vorinstanzen über etwas anderes entschieden, als Gegenstand des Antrages bei der Schlichtungsstelle war, hat dies die Nichtigkeit dieser Entscheidungen und deren ersatzlose Beseitigung zur Folge.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 25/91
    Entscheidungstext OGH 10.12.1991 5 Ob 25/91
  • 5 Ob 345/98s
    Entscheidungstext OGH 26.01.1999 5 Ob 345/98s
    Vgl auch; Beisatz: Der bei der Schlichtungsstelle gestellte Antrag, der dort noch beliebig verändert und erweitert werden kann, kann bei Gericht nicht mehr geändert oder erweitert, ausgedehnt oder präzisiert werden. Eine dennoch vorgenommene Erweiterung oder Präzisierung eines Antrags hat insoweit zur Zurückweisung des Sachantrags zu führen (WoBl 1992/108). (T1)
  • 5 Ob 220/00i
    Entscheidungstext OGH 13.03.2001 5 Ob 220/00i
    Auch; Beis wie T1
  • 5 Ob 170/01p
    Entscheidungstext OGH 18.12.2001 5 Ob 170/01p
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T1
  • 5 Ob 274/01g
    Entscheidungstext OGH 12.02.2002 5 Ob 274/01g
    Vgl; Beisatz: War aus dem verfahrenseinleitenden Antrag bereits zu erkennen, dass der Antragsteller begehrt, die gesamten ihm seit Vertragsabschluss vorgeschriebenen Mietzinse zu überprüfen, so ist die zwingende Prozessvoraussetzung der Anrufung der Schlichtungsstelle zu bejahen. Eine Benennung der Monate stellt dann keine unzulässige Präzisierung oder Erweiterung der Sachanträge dar. (T2)
  • 5 Ob 143/02v
    Entscheidungstext OGH 27.08.2002 5 Ob 143/02v
    Auch
  • 5 Ob 145/02p
    Entscheidungstext OGH 15.10.2002 5 Ob 145/02p
    Vgl; Beisatz: Ein bei der Schlichtungsstelle gestellter Antrag kann dort beliebig verändert, erweitert, aber auch präzisiert werden. (T3)
  • 5 Ob 213/03i
    Entscheidungstext OGH 13.01.2003 5 Ob 213/03i
  • 5 Ob 126/05y
    Entscheidungstext OGH 04.10.2005 5 Ob 126/05y
    Vgl; Beis wie T1
  • 5 Ob 192/06f
    Entscheidungstext OGH 29.08.2006 5 Ob 192/06f
    Vgl; Beis wie T1; Beisatz: Wenn Gegenstand eines Antrages an die Schlichtungsstelle ein in seiner Ausführungsart bestimmt bezeichnetes, bauliches Änderungsbegehren des Mieters ist, dann bilden die im Antrag enthaltenen, wesentlichen Kriterien der Ausführungsart wie Konstruktion, Material, Gliederung etc einen derart bedeutenden Teil des Rechtsschutzbegehrens, dass diese zwar noch während des Schlichtungsstellenverfahrens eine Abänderung erfahren können, zufolge fehlender Identität der „Sache" aber (von geringfügigen Abweichungen abgesehen) ein Wechsel der Ausführungsart im gerichtlichen Verfahren nicht mehr zulässig ist. (T4)
  • 5 Ob 163/07t
    Entscheidungstext OGH 11.12.2007 5 Ob 163/07t
    Vgl; Beisatz: Es entspricht einem ganz allgemeinen Verfahrensgrundsatz, dass nach einem Verfahren vor der Schlichtungsstelle im gerichtlichen Verfahren über einen (eingeschränkten) Teil, also über ein „Minus" gegenüber dem ursprünglichen Begehren grundsätzlich (gegebenenfalls auch stattgebend) entschieden werden kann. Eine Mietzinsüberprüfung, die sich ohne sonstige Änderung der Rechtsgrundlagen auf einen gegenüber dem ursprünglichen Begehren eingeschränkten Zeitraum erstreckt, hält sich im Sinn des § 36 Abs 3 AußStrG „im Rahmen des Gegenstands des Verfahrens". (T5)
  • 5 Ob 124/07g
    Entscheidungstext OGH 20.11.2007 5 Ob 124/07g
    Beisatz: Für die Identität der „Sache" kommt es entscheidend darauf an, dass vor Gericht derselbe Anspruch wie vor der Schlichtungsstelle geltend gemacht wird wobei der herrschende zweigliedrige Streitgegenstandsbegriff heranzuziehen ist. (T6)
    Beisatz: Hier: Abweichen der im Antrag vor der Schlichtungsstelle vorgebrachten anspruchsbegründenden Tatsachen von jenen im gerichtlichen Verfahren soweit, dass nicht mehr von derselben „Sache" gesprochen werden kann. (T7)
  • 5 Ob 167/10k
    Entscheidungstext OGH 23.09.2010 5 Ob 167/10k
    Vgl; Beis ähnlich wie T4; Beis ähnlich wie T5; Beisatz: Die Identität einer „Sache“ wird nicht schon dadurch beseitigt, dass bei einem umfassenden Planungsvorhaben während des gerichtlichen Verfahrens in einem Detail eine günstigere Ausführungsart gewählt wird. (T8)
  • 5 Ob 187/10a
    Entscheidungstext OGH 21.10.2010 5 Ob 187/10a
  • 5 Ob 73/11p
    Entscheidungstext OGH 07.07.2011 5 Ob 73/11p
    Vgl auch; Beisatz: Eine Sanierung der fehlenden Prozessvoraussetzung durch rügeloses Einlassen ist im Fall einer sukzessiven Kompetenz nicht vorgesehen. (T9)
  • 5 Ob 57/14i
    Entscheidungstext OGH 25.07.2014 5 Ob 57/14i
    Auch; Beis wie T9
  • 5 Ob 176/19x
    Entscheidungstext OGH 18.12.2019 5 Ob 176/19x

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1991:RS0070401

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

10.03.2020

Dokumentnummer

JJR_19911210_OGH0002_0050OB00025_9100000_001

Rechtssatz für 3Ob547/56 6Ob214/73 1Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0043934

Geschäftszahl

3Ob547/56; 6Ob214/73; 1Ob35/74; 4Ob364/74; 4Ob81/74; 4Ob344/75; 8Ob251/75; 8Ob167/76; 5Ob556/79; 8Ob28/80; 1Ob755/82; 1Ob532/85; 1Ob126/01p; 1Ob243/07b; 5Ob167/10k; 9ObA77/10d; 3Ob63/13f; 3Ob74/14z; 3Ob178/14v; 9ObA157/13y; 5Ob177/20w

Entscheidungsdatum

29.04.2021

Norm

ZPO §514 A
ZPO §519 Z3 D
AußStrG 2005 §64
  1. ZPO § 514 heute
  2. ZPO § 514 gültig ab 01.05.1983 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 135/1983
  1. ZPO § 519 heute
  2. ZPO § 519 gültig ab 01.08.1989 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 343/1989

Rechtssatz

Im Falle des Rekurses gegen einen Aufhebungsbeschluss muss die rechtliche Beurteilung, von der das Berufungsgericht in diesem Beschluss ausgegangen ist, nach allen Richtungen hin geprüft werden.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 547/56
    Entscheidungstext OGH 05.12.1956 3 Ob 547/56
  • 6 Ob 214/73
    Entscheidungstext OGH 25.10.1973 6 Ob 214/73
  • 1 Ob 35/74
    Entscheidungstext OGH 27.02.1974 1 Ob 35/74
  • 4 Ob 364/74
    Entscheidungstext OGH 18.02.1975 4 Ob 364/74
  • 4 Ob 81/74
    Entscheidungstext OGH 29.04.1975 4 Ob 81/74
    Veröff: SozM IIIB,201 = Arb 9348
  • 4 Ob 344/75
    Entscheidungstext OGH 16.12.1975 4 Ob 344/75
    Veröff: SZ 48/136 = JBl 1976,542 = ÖBl 1976,63
  • 8 Ob 251/75
    Entscheidungstext OGH 17.12.1975 8 Ob 251/75
  • 8 Ob 167/76
    Entscheidungstext OGH 22.12.1976 8 Ob 167/76
  • 5 Ob 556/79
    Entscheidungstext OGH 26.06.1979 5 Ob 556/79
  • 8 Ob 28/80
    Entscheidungstext OGH 06.03.1980 8 Ob 28/80
    Veröff: ZVR 1980/343 S 373
  • 1 Ob 755/82
    Entscheidungstext OGH 03.11.1982 1 Ob 755/82
  • 1 Ob 532/85
    Entscheidungstext OGH 20.03.1985 1 Ob 532/85
    Beisatz: Das gilt jedoch nicht, wenn die Erledigung einzelner aus verschiedenen Tatsachen abgeleiteter Rechtsgründe durch das Berufungsgericht unbekämpft geblieben ist. (T1) Veröff: SZ 58/43
  • 1 Ob 126/01p
    Entscheidungstext OGH 29.05.2001 1 Ob 126/01p
    Beis wie T1
  • 1 Ob 243/07b
    Entscheidungstext OGH 10.06.2008 1 Ob 243/07b
    Auch; Beisatz: Wenn einzelne Parteien keinen Rekurs gegen den Aufhebungsbeschluss erhoben haben, ist die an sich allseitige Nachprüfung durch den Obersten Gerichtshof nicht auf die vom Berufungsgericht angenommene Haftung dieser Parteien zu erstrecken. (T2)
  • 5 Ob 167/10k
    Entscheidungstext OGH 23.09.2010 5 Ob 167/10k
    Vgl; Beisatz: Aus Anlass eines Revisionsrekurses gegen einen Aufhebungsbeschluss nach § 64 AußStrG hat der Oberste Gerichtshof eine allseitige Überprüfung der Rechtsansicht des Rekursgerichts vorzunehmen und ist infolgedessen nicht auf der Erörterung jener Rechtsfragen beschränkt, derentwegen das Rekursgericht den Revisionsrekurs zugelassen hat oder die der Revisionsrekurswerber aufwarf. Der Prüfungsumfang ist nur insoweit nicht unbegrenzt, als in sich geschlossene selbständige Tatsachenkomplexe der Nachprüfung nicht unterliegen, wenn sie nicht Gegenstand der Anfechtung sind. (T3)
  • 9 ObA 77/10d
    Entscheidungstext OGH 29.08.2011 9 ObA 77/10d
  • 3 Ob 63/13f
    Entscheidungstext OGH 15.05.2013 3 Ob 63/13f
    Auch
  • 3 Ob 74/14z
    Entscheidungstext OGH 25.06.2014 3 Ob 74/14z
  • 3 Ob 178/14v
    Entscheidungstext OGH 18.12.2014 3 Ob 178/14v
    Auch
  • 9 ObA 157/13y
    Entscheidungstext OGH 29.10.2014 9 ObA 157/13y
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T3
  • 5 Ob 177/20w
    Entscheidungstext OGH 29.04.2021 5 Ob 177/20w
    Vgl; Beis wie T3

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1956:RS0043934

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

28.06.2021

Dokumentnummer

JJR_19561205_OGH0002_0030OB00547_5600000_002

Rechtssatz für 5Ob66/93 5Ob46/99x 5Ob3...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0069704

Geschäftszahl

5Ob66/93; 5Ob46/99x; 5Ob330/99m; 5Ob80/01b; 5Ob167/10k; 5Ob49/18v; 5Ob59/21v

Entscheidungsdatum

05.07.2021

Rechtssatz

Die Judikatur ist sehr zurückhaltend, wenn es darum geht, Eingriffe in die Bausubstanz eines Hauses als verkehrsüblich hinzustellen. Der Durchbruch einer Decke zwischen Kellergeschoß und Wohngeschoß eines Hauses zur Vergrößerung einer Wohnung ist dabei dem Durchbruch tragender Mauern durchaus ähnlich. Um in einem solchen Fall die erste Tatbestandsvoraussetzung des Paragraph 9, Absatz eins, Ziffer 2, MRG als erfüllt anzusehen, müssten vom insoweit behauptungspflichtigen und beweispflichtigen Mieter konkrete Tatsachen dargelegt werden, die den Schluss auf die Verkehrsüblichkeit der Änderung zulassen, weil sich aus der allgemeinen Lebenserfahrung nicht ergibt (so schon 5 Ob 1081/91).

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 66/93
    Entscheidungstext OGH 14.09.1993 5 Ob 66/93
  • 5 Ob 46/99x
    Entscheidungstext OGH 07.12.1999 5 Ob 46/99x
    Beisatz: Die von der Antragstellerin beabsichtigte Zusammenlegung übereinander liegender Wohnungen durch Deckendurchbruch und Herstellung eines Stiegenaufgangs ist nicht verkehrsüblich. (T1)
  • 5 Ob 330/99m
    Entscheidungstext OGH 11.01.2000 5 Ob 330/99m
    nur: Um in einem solchen Fall die erste Tatbestandsvoraussetzung des § 9 Abs 1 Z 2 MRG als erfüllt anzusehen, müssten vom insoweit behauptungspflichtigen und beweispflichtigen Mieter konkrete Tatsachen dargelegt werden, die den Schluss auf die Verkehrsüblichkeit der Änderung zulassen, weil sich aus der allgemeinen Lebenserfahrung nicht ergibt. (T2); Beisatz: Bei einer Geschäftsräumlichkeit in bester Innenstadtlage liegt die Verkehrsüblichkeit der Errichtung eines Personenaufzugs im Inneren des Mietgegenstandes auf der Hand. (T3)
  • 5 Ob 80/01b
    Entscheidungstext OGH 24.04.2001 5 Ob 80/01b
    Vgl auch; Beisatz: Die Rechtsansicht, die Errichtung eines Wintergartens auf der Terrasse eines Mietobjektes sei nicht verkehrsüblich und daher vom Vermieter (ohne dass dazu noch seine Beeinträchtigung geprüft werden müsste) nicht zu dulden, ist durchaus vertretbar. (T4)
  • 5 Ob 167/10k
    Entscheidungstext OGH 23.09.2010 5 Ob 167/10k
    nur T2; nur: Die Judikatur ist sehr zurückhaltend, wenn es darum geht, Eingriffe in die Bausubstanz eines Hauses als verkehrsüblich hinzustellen. (T5)
  • 5 Ob 49/18v
    Entscheidungstext OGH 10.04.2018 5 Ob 49/18v
    nur T5
  • 5 Ob 59/21v
    Entscheidungstext OGH 05.07.2021 5 Ob 59/21v
    Vgl; nur T2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1993:RS0069704

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

13.09.2021

Dokumentnummer

JJR_19930914_OGH0002_0050OB00066_9300000_001

Rechtssatz für 4Ob359/87 7Ob1509/89 3O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0041027

Geschäftszahl

4Ob359/87; 7Ob1509/89; 3Ob580/90; 1Ob2032/96x; 5Ob185/09f; 5Ob167/10k; 2Ob12/14z; 2Ob173/14a; 4Ob91/18p; 1Ob96/18a; 4Ob9/19f; 1Ob24/19i; 5Ob164/20h; 6Ob19/21v; 6Ob172/21v; 5Ob182/21g

Entscheidungsdatum

04.04.2022

Rechtssatz

Ein aliud liegt dann vor, wenn die zugesprochene Rechtsfolge eine andere ist als die begehrte, dabei sind auch die zur Begründung der Rechtsfolge vorgetragenen und zur Entscheidung herangezogenen Tatsachen miteinander zu vergleichen.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 359/87
    Entscheidungstext OGH 12.01.1988 4 Ob 359/87
  • 7 Ob 1509/89
    Entscheidungstext OGH 20.04.1989 7 Ob 1509/89
  • 3 Ob 580/90
    Entscheidungstext OGH 17.10.1990 3 Ob 580/90
    nur: Ein aliud liegt dann vor, wenn die zugesprochene Rechtsfolge eine andere ist als die begehrte. (T1)
  • 1 Ob 2032/96x
    Entscheidungstext OGH 25.06.1996 1 Ob 2032/96x
  • 5 Ob 185/09f
    Entscheidungstext OGH 10.11.2009 5 Ob 185/09f
    Auch; Bem: Hier: Wohnrechtliches Außerstreitverfahren. (T2)
  • 5 Ob 167/10k
    Entscheidungstext OGH 23.09.2010 5 Ob 167/10k
    Auch
  • 2 Ob 12/14z
    Entscheidungstext OGH 22.01.2015 2 Ob 12/14z
    Beisatz: Ein auf die Leistung an mehrere Kläger zur gesamten Hand gerichtetes Klagebegehren begreift als Minus den Zuspruch an nur einen der Kläger in sich, wenn dieser in Ermangelung einer Gläubigermehrheit allein zur Geltendmachung des Anspruchs legitimiert ist. (T3)
    Veröff: SZ 2015/4
  • 2 Ob 173/14a
    Entscheidungstext OGH 09.04.2015 2 Ob 173/14a
  • 4 Ob 91/18p
    Entscheidungstext OGH 17.07.2018 4 Ob 91/18p
  • 1 Ob 96/18a
    Entscheidungstext OGH 17.07.2018 1 Ob 96/18a
    Beisatz: Hier: Begehren auf Feststellung der Grenze. (T4)
  • 4 Ob 9/19f
    Entscheidungstext OGH 28.05.2019 4 Ob 9/19f
  • 1 Ob 24/19i
    Entscheidungstext OGH 03.04.2019 1 Ob 24/19i
    Beisatz: Hier: Gegenüber dem allein auf die Entfernung der Bäume gerichteten Hauptbegehren wäre eine Klagestattgebung in der Form einer Absicherung (durch Abstützen, Sichern mit Seilen oder Gurten) kein Minus, sondern ein Aliud und würde damit gegen § 405 ZPO verstoßen. (T5)
  • 5 Ob 164/20h
    Entscheidungstext OGH 21.10.2020 5 Ob 164/20h
  • 6 Ob 19/21v
    Entscheidungstext OGH 23.06.2021 6 Ob 19/21v
  • 6 Ob 172/21v
    Entscheidungstext OGH 15.11.2021 6 Ob 172/21v
  • 5 Ob 182/21g
    Entscheidungstext OGH 04.04.2022 5 Ob 182/21g

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1988:RS0041027

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

13.06.2022

Dokumentnummer

JJR_19880112_OGH0002_0040OB00359_8700000_001

Rechtssatz für 5Ob38/90 5Ob33/93 5Ob17...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0069551

Geschäftszahl

5Ob38/90; 5Ob33/93; 5Ob179/00k; 5Ob273/00h; 5Ob167/10k; 5Ob69/13b; 5Ob218/15t; 5Ob232/16b; 7Ob99/17k; 5Ob100/18v; 5Ob202/18v; 5Ob10/21p; 5Ob59/21v; 5Ob149/22f

Entscheidungsdatum

27.09.2022

Rechtssatz

Das Fehlen auch nur einer einzigen Voraussetzung dieser die widerstreitenden Interessen des Hauptmieters einerseits und des Vermieters sowie der übrigen Mieter des Hauses anderseits ausgewogen berücksichtigenden Voraussetzungen führt dazu, dass der Vermieter nicht gezwungen werden kann, der beabsichtigten Veränderung zuzustimmen; eine Abwägung der Voraussetzungen und der Interessen hat dabei nicht stattzufinden.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 38/90
    Entscheidungstext OGH 26.06.1990 5 Ob 38/90
  • 5 Ob 33/93
    Entscheidungstext OGH 14.09.1993 5 Ob 33/93
    Vgl auch
  • 5 Ob 179/00k
    Entscheidungstext OGH 13.07.2000 5 Ob 179/00k
    Auch; Beisatz: Die Duldungspflicht des Vermieters besteht nur dann, wenn alle Voraussetzungen des § 9 Abs 1 Z 1 bis 7 MRG gegeben sind. Es findet auch keine Abwägung gegenläufiger Interessen statt. (T1)
  • 5 Ob 273/00h
    Entscheidungstext OGH 07.11.2000 5 Ob 273/00h
    Vgl auch
  • 5 Ob 167/10k
    Entscheidungstext OGH 23.09.2010 5 Ob 167/10k
    Vgl; Beisatz: Im Geltungsbereich des § 9 MRG müssen die Übung des Verkehrs und das wichtige Interesse des Mieters an der geplanten Veränderung kumulativ vorliegen. Dies hat der Mieter nachzuweisen. (T2)
  • 5 Ob 69/13b
    Entscheidungstext OGH 17.12.2013 5 Ob 69/13b
    Auch; Beis wie T1; Beisatz: Hier: Eingriff in die Privatsphäre anderer Mieter durch Videoüberwachung. (T3)
  • 5 Ob 218/15t
    Entscheidungstext OGH 23.11.2015 5 Ob 218/15t
    Auch; Beis wie T1
  • 5 Ob 232/16b
    Entscheidungstext OGH 23.05.2017 5 Ob 232/16b
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Anschluss eines Kaminofens. (T4)
    Beis wie T1; Beis wie T2
  • 7 Ob 99/17k
    Entscheidungstext OGH 05.07.2017 7 Ob 99/17k
    Vgl
  • 5 Ob 100/18v
    Entscheidungstext OGH 03.10.2018 5 Ob 100/18v
    Auch; Beis wie T2
  • 5 Ob 202/18v
    Entscheidungstext OGH 13.12.2018 5 Ob 202/18v
    Vgl; Beis wie T2
  • 5 Ob 10/21p
    Entscheidungstext OGH 04.02.2021 5 Ob 10/21p
    Vgl; Beis wie T2
  • 5 Ob 59/21v
    Entscheidungstext OGH 05.07.2021 5 Ob 59/21v
    Vgl; Beis wie T2
  • 5 Ob 149/22f
    Entscheidungstext OGH 27.09.2022 5 Ob 149/22f
    Vgl; Beis wie T2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1990:RS0069551

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

21.10.2022

Dokumentnummer

JJR_19900626_OGH0002_0050OB00038_9000000_001

Rechtssatz für 5Ob167/10k 5Ob70/11x 5O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0126244

Geschäftszahl

5Ob167/10k; 5Ob70/11x; 5Ob236/11h; 5Ob97/12v; 5Ob137/12a; 5Ob183/12s; 5Ob154/13b; 5Ob113/15a; 5Ob157/15x; 5Ob13/17y; 5Ob100/18v; 5Ob245/18t; 5Ob44/20m; 5Ob26/20i; 5Ob10/21p; 5Ob68/21t; 5Ob149/22f

Entscheidungsdatum

27.09.2022

Norm

MRG §9 Abs1 Z2
WEG §16 Abs2 Z2

Rechtssatz

Bei der Beurteilung der Verkehrsüblichkeit im Sinne des Paragraph 9, Absatz eins, Ziffer 2, MRG kommt es nicht auf die Verkehrsüblichkeit der vom Mieter mit seinem Veränderungsbegehren angestrebten Ausstattung des Mietgegenstands im Allgemeinen an, sondern darauf, ob die konkret beabsichtigte Änderung in ihrer geplanten Ausgestaltung als solche verkehrsüblich ist. In die Beurteilung der Verkehrsüblichkeit sind also insbesondere die mit der Verwirklichung der angestrebten Veränderung verbundenen Eingriffe in die Bausubstanz sowie das Ausmaß der Inanspruchnahme oder Umgestaltung allgemeiner Teile einzubeziehen.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 167/10k
    Entscheidungstext OGH 23.09.2010 5 Ob 167/10k
    Bem: Hier: Errichtung einer Klimaanlage für Büroräumlichkeiten im Althausbestand, die durch massive Eingriffe in die Bausubstanz und Inanspruchnahme allgemeiner Teile (Leitungsführungen, Ausblasöffnungen) verwirklicht werden soll. (T1)
  • 5 Ob 70/11x
    Entscheidungstext OGH 27.04.2011 5 Ob 70/11x
    Vgl
  • 5 Ob 236/11h
    Entscheidungstext OGH 20.03.2012 5 Ob 236/11h
    Vgl; Beisatz: Was verkehrsüblich ist, bestimmt sich zunächst schon nach allgemeiner Lebenserfahrung und im Weiteren danach, ob die konkrete Änderung unter Berücksichtigung der bestimmten Beschaffenheit des betreffenden Hauses und seines Umfelds als üblich anzusehen ist. (T2)
    Beisatz: Hier: § 16 Abs 2 Z 2 WEG. (T3)
  • 5 Ob 97/12v
    Entscheidungstext OGH 12.06.2012 5 Ob 97/12v
    Auch
  • 5 Ob 137/12a
    Entscheidungstext OGH 26.07.2012 5 Ob 137/12a
    Vgl; Beis wie T2; Beis wie T3
  • 5 Ob 183/12s
    Entscheidungstext OGH 20.11.2012 5 Ob 183/12s
    Auch; Beisatz: Je geringer die Inanspruchnahme allgemeiner Teile, umso geringere Anforderungen sind an die Wichtigkeit des Interesses zu stellen. (T4)
  • 5 Ob 154/13b
    Entscheidungstext OGH 28.08.2013 5 Ob 154/13b
    Auch; Beis wie T3; Beis wie T4
  • 5 Ob 113/15a
    Entscheidungstext OGH 19.06.2015 5 Ob 113/15a
    Vgl; Beis wie T2
  • 5 Ob 157/15x
    Entscheidungstext OGH 25.09.2015 5 Ob 157/15x
    Vgl auch; Beisatz: Die Verlängerung eines im allgemeinen Liftschacht geführten Personenaufzugs in das obere Geschoß einer Maisonettewohnung mit Öffnung der Dachhaut und Errichtung eines über das Dach ragenden Aufbaus stellt einen massiven Eingriff in allgemeine Teile des Hauses dar und lässt sich angesichts der für eine Maisonette typischen baulichen Gestaltung auch nicht mit der nach der Judikatur des Obersten Gerichtshofs verkehrsüblichen Erschließung von eingeschoßigen Etagenwohnungen durch einen Personenaufzug mit Ausstiegsstellen in jedem Stockwerk des Hauses (5 Ob 125/92; 5 Ob 93/06x) vergleichen. (T5)
  • 5 Ob 13/17y
    Entscheidungstext OGH 20.11.2017 5 Ob 13/17y
    Auch; Beisatz: Keine Verkehrsüblichkeit oder wichtiges Interesse an Errichtung einer Fußbodenheizung, wenn eine ausreichende Zentralheizung im Haus installiert ist. (T6)
  • 5 Ob 100/18v
    Entscheidungstext OGH 03.10.2018 5 Ob 100/18v
    nur: Bei der Beurteilung der Verkehrsüblichkeit im Sinne des § 9 Abs 1 Z 2 MRG kommt es nicht auf die Verkehrsüblichkeit der vom Mieter mit seinem Veränderungsbegehren angestrebten Ausstattung des Mietgegenstands im Allgemeinen an, sondern darauf, ob die konkret beabsichtigte Änderung in ihrer geplanten Ausgestaltung als solche verkehrsüblich ist. (T7)
    Beisatz: Hier: Zweites Badezimmer. (T8)
  • 5 Ob 245/18t
    Entscheidungstext OGH 20.02.2019 5 Ob 245/18t
    nur T7; Beisatz: Hier: Klimagerät. (T9)
  • 5 Ob 44/20m
    Entscheidungstext OGH 08.04.2020 5 Ob 44/20m
    Beisatz: Hier: Errichtung von Balkonen. (T10)
  • 5 Ob 26/20i
    Entscheidungstext OGH 14.04.2020 5 Ob 26/20i
    Vgl; Beis wie T3; Beisatz: Hier: Verlegung des Hauseingangs. (T11)
  • 5 Ob 10/21p
    Entscheidungstext OGH 04.02.2021 5 Ob 10/21p
    Vgl; nur T7
  • 5 Ob 68/21t
    Entscheidungstext OGH 14.06.2021 5 Ob 68/21t
    Beis wie T3
  • 5 Ob 149/22f
    Entscheidungstext OGH 27.09.2022 5 Ob 149/22f
    Beisatz: Hier: Mauerdurchbruch und Abtrennung in Glasbauweise im Altbau. (T12)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2010:RS0126244

Im RIS seit

17.11.2010

Zuletzt aktualisiert am

21.10.2022

Dokumentnummer

JJR_20100923_OGH0002_0050OB00167_10K0000_002

Rechtssatz für 2Ob26/58 (2Ob27/58); ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0041240

Geschäftszahl

2Ob26/58 (2Ob27/58); 2Ob420/58 (2Ob421/58); 6Ob217/58 (6Ob218/58); 3Ob9/59; 5Ob438/59 (5Ob439/59); 2Ob350/59; 3Ob223/61; 5Ob46/62; 4Ob353/61; 5Ob275/62; 6Ob339/63; 4Ob340/64; 6Ob100/65; 6Ob213/65; 5Ob323/66; 5Ob293/66; 6Ob102/67; 4Ob308/67 (4Ob311/67); 7Ob26/68 (7Ob27/68-7Ob29/68); 1Ob141/68; 7Ob124/68; 5Ob155/68; 2Ob250/68; 3Ob138/68; 1Ob283/68; 6Ob103/69; 8Ob243/70; 8Ob254/70; 5Ob21/71; 5Ob145/71; 7Ob98/71 (7Ob100/71); 7Ob149/71; 2Ob222/71 (2Ob223/71); 2Ob256/71; 8Ob84/72 (8Ob88/72); 4Ob601/72; 1Ob94/73; 7Ob115/73; 8Ob246/73; 1Ob16/74; 1Ob37/74; 7Ob44/74; 4Ob306/74 (4Ob307/74); 7Ob75/74; 5Ob172/74; 4Ob343/74 (4Ob355/74); 7Ob244/74; 1Ob178/74; 7Ob221/74 (7Ob222/74); 4Ob310/75; 8Ob65/75; 7Ob278/75; 7Ob638/76; 4Ob71/76 (4Ob72/76-4Ob87/76); 7Ob811/76; 1Ob554/77; 7Ob585/77; 4Ob526/77; 7Ob695/77; 8Ob4/78; 1Ob531/78; 8Ob90/78; 4Ob56/78; 4Ob343/78; 3Ob572/78; 8Ob200/78; 3Ob586/78; 2Ob1/80; 8Ob57/80; 8Ob81/80; 8Ob141/80; 7Ob511/81; 6Ob807/80; 4Ob326/81; 6Ob541/81; 5Ob645/81; 6Ob722/81; 8Ob279/81; 7Ob551/82; 7Ob789/81; 3Ob563/82; 2Ob148/82; 8Ob130/82; 1Ob812/82; 8Ob253/82; 6Ob880/82; 2Ob94/83; 8Ob129/83; 8Ob143/83; 6Ob517/84; 3Ob1511/84; 7Ob575/84; 4Ob517/84; 1Ob34/84; 4Ob355/85; 2Ob554/85 (2Ob555/85; 2Ob556/85; 2Ob1508/85); 8Ob579/85; 6Ob683/84; 1Ob580/86; 6Ob677/85; 2Ob501/87; 2Ob44/87; 2Ob688/87; 4Ob42/88; 7Ob38/88; 8Ob504/88; 10Ob521/87 (10Ob522/87); 4Ob517/89 (4Ob518/89); 6Ob559/89; 9ObA156/89; 2Ob546/89; 4Ob48/89; 9ObA117/90; 4Ob92/90; 9ObA36/91; 10ObS235/92; 9ObA304/92; 7Ob2022/96w; 4Ob285/97h; 9ObA361/97x; 9ObA229/97k; 1Ob30/98p; 6Ob365/97p; 9Ob277/98w; 2Ob333/98d; 2Ob323/98h; 9ObA118/99i; 6Ob132/99a; 7Ob74/00h; 9ObA144/00t; 1Ob187/02k; 3Ob79/04w; 8ObA19/04h; 3Ob159/05m; 16Ok51/05; 3Ob292/05w; 7Ob218/07w; 7Ob6/07v; 3Ob279/08p; 2Ob172/08w; 9Ob71/09w; 8ObA62/09i; 4Ob13/10f; 5Ob167/10k; 3Ob170/10m; 1Ob45/11s; 4Ob118/11y; 7Ob173/11h; 1Ob80/12i; 5Ob135/12g; 5Ob247/12b; 1Ob109/14g; 3Ob195/16x; 2Ob99/16x; 4Ob85/17d; 4Ob83/17k; 1Ob159/18s; 8Ob159/18t; 4Ob216/22a

Entscheidungsdatum

25.04.2023

Norm

ZPO §405 G
ZPO §503 Z1 B2
ZPO §503 Z2 C6
AußStrG 2005 §36 Abs3
AußStrG 2005 §36 Abs4
AußStrG 2005 §57 Z4
AußStrG 2005 §66 Abs1 Z2 AIIA2

Rechtssatz

Ein Verstoß gegen die Bestimmung des Paragraph 405, ZPO bewirkt nicht Nichtigkeit; das Rechtsmittelgericht kann ihm nur auf Grund einer Mängelrüge Beachtung schenken.

Anmerkung

Bem: Der Rechtssatz wird wegen der Häufigkeit seiner Zitierung ("überlanger RS") nicht bei jeder einzelnen Bezugnahme, sondern nur fallweise mit einer Gleichstellungsindizierung versehen.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 26/58
    Entscheidungstext OGH 21.05.1958 2 Ob 26/58
    Veröff: EvBl 1958/258 S 432 = Spruchrepertorium Nr 50 (neu) = JBl 1958 H14,365; Siehe Gottlich - Sprung, Zur Geltung des Spruchs Nr 50 (neu) JBl 1961,15
  • 2 Ob 420/58
    Entscheidungstext OGH 04.02.1959 2 Ob 420/58
    Vgl aber; Beisatz: Hier: Wurde das Verfahren für nichtig erklärt ! (T1)
  • 6 Ob 217/58
    Entscheidungstext OGH 07.10.1958 6 Ob 217/58
  • 3 Ob 9/59
    Entscheidungstext OGH 28.01.1959 3 Ob 9/59
    Beisatz: Wurde die Mängelrüge unterlassen, so kann sie im Revisionsverfahren nicht mehr geltend gemacht werden. (T2)
  • 5 Ob 438/59
    Entscheidungstext OGH 10.02.1960 5 Ob 438/59
  • 2 Ob 350/59
    Entscheidungstext OGH 09.12.1959 2 Ob 350/59
    Veröff: JBl 1960,154
  • 3 Ob 223/61
    Entscheidungstext OGH 05.07.1961 3 Ob 223/61
  • 5 Ob 46/62
    Entscheidungstext OGH 22.02.1962 5 Ob 46/62
  • 4 Ob 353/61
    Entscheidungstext OGH 19.12.1961 4 Ob 353/61
    Veröff: JBl 1962,564
  • 5 Ob 275/62
    Entscheidungstext OGH 25.10.1962 5 Ob 275/62
  • 6 Ob 339/63
    Entscheidungstext OGH 15.01.1964 6 Ob 339/63
  • 4 Ob 340/64
    Entscheidungstext OGH 20.10.1964 4 Ob 340/64
  • 6 Ob 100/65
    Entscheidungstext OGH 21.04.1965 6 Ob 100/65
  • 6 Ob 213/65
    Entscheidungstext OGH 02.09.1965 6 Ob 213/65
  • 5 Ob 323/66
    Entscheidungstext OGH 10.11.1966 5 Ob 323/66
  • 5 Ob 293/66
    Entscheidungstext OGH 24.11.1966 5 Ob 293/66
  • 6 Ob 102/67
    Entscheidungstext OGH 12.04.1967 6 Ob 102/67
    nur: Ein Verstoß gegen die Bestimmung des § 405 ZPO bewirkt nicht Nichtigkeit. (T3)
  • 4 Ob 308/67
    Entscheidungstext OGH 09.05.1967 4 Ob 308/67
    Veröff: SZ 40/69 = ÖBl 1967,91
  • 7 Ob 26/68
    Entscheidungstext OGH 28.02.1968 7 Ob 26/68
    nur T3; Beisatz: Gericht hat der Kindesmutter in Bezug auf den Zeitraum der Unterhaltsverpflichtung des Vaters mehr als beantragt zugesprochen. (T4)
  • 1 Ob 141/68
    Entscheidungstext OGH 06.06.1968 1 Ob 141/68
  • 7 Ob 124/68
    Entscheidungstext OGH 10.07.1968 7 Ob 124/68
    Beisatz: Keine unrichtige rechtliche Sachbeurteilung im Sinne des § 503 Z 4 ZPO. (T5)
  • 5 Ob 155/68
    Entscheidungstext OGH 11.09.1968 5 Ob 155/68
  • 2 Ob 250/68
    Entscheidungstext OGH 18.10.1968 2 Ob 250/68
    Beis wie T5
  • 3 Ob 138/68
    Entscheidungstext OGH 20.11.1968 3 Ob 138/68
  • 1 Ob 283/68
    Entscheidungstext OGH 09.01.1969 1 Ob 283/68
    Veröff: JBl 1969,399
  • 6 Ob 103/69
    Entscheidungstext OGH 14.05.1969 6 Ob 103/69
  • 8 Ob 243/70
    Entscheidungstext OGH 10.11.1970 8 Ob 243/70
    nur T3
  • 8 Ob 254/70
    Entscheidungstext OGH 10.11.1970 8 Ob 254/70
    Beisatz: Hier: Rüge des Verstoßes gegen § 405 ZPO aus dem Berufungsgrund der unrichtigen rechtlichen Beurteilung toleriert. (T6)
  • 5 Ob 21/71
    Entscheidungstext OGH 10.02.1971 5 Ob 21/71
    nur T3; Veröff: RZ 1971,159
  • 5 Ob 145/71
    Entscheidungstext OGH 07.07.1971 5 Ob 145/71
  • 7 Ob 98/71
    Entscheidungstext OGH 14.07.1972 7 Ob 98/71
  • 7 Ob 149/71
    Entscheidungstext OGH 10.09.1971 7 Ob 149/71
  • 2 Ob 222/71
    Entscheidungstext OGH 13.01.1972 2 Ob 222/71
    Veröff: Arb 8972
  • 2 Ob 256/71
    Entscheidungstext OGH 06.04.1972 2 Ob 256/71
  • 8 Ob 84/72
    Entscheidungstext OGH 25.04.1972 8 Ob 84/72
    nur T3
  • 4 Ob 601/72
    Entscheidungstext OGH 14.11.1972 4 Ob 601/72
  • 1 Ob 94/73
    Entscheidungstext OGH 06.06.1973 1 Ob 94/73
  • 7 Ob 115/73
    Entscheidungstext OGH 20.06.1973 7 Ob 115/73
  • 8 Ob 246/73
    Entscheidungstext OGH 11.12.1973 8 Ob 246/73
    nur T3
  • 1 Ob 16/74
    Entscheidungstext OGH 13.03.1974 1 Ob 16/74
  • 1 Ob 37/74
    Entscheidungstext OGH 13.03.1974 1 Ob 37/74
    Veröff: EvBl 1974/238 S 519
  • 7 Ob 44/74
    Entscheidungstext OGH 21.03.1974 7 Ob 44/74
  • 4 Ob 306/74
    Entscheidungstext OGH 26.03.1974 4 Ob 306/74
    nur T3
  • 7 Ob 75/74
    Entscheidungstext OGH 25.04.1974 7 Ob 75/74
  • 5 Ob 172/74
    Entscheidungstext OGH 18.09.1974 5 Ob 172/74
  • 4 Ob 343/74
    Entscheidungstext OGH 12.11.1974 4 Ob 343/74
    nur T3; Beisatz: Eine Wiederholung der bereits in der Berufung in dieser Richtung erfolglos erhobenen Mängelrüge im Verfahren vor dem OGH ist ausgeschlossen. (T7)
  • 7 Ob 244/74
    Entscheidungstext OGH 21.11.1974 7 Ob 244/74
  • 1 Ob 178/74
    Entscheidungstext OGH 20.11.1974 1 Ob 178/74
    nur T3
  • 7 Ob 221/74
    Entscheidungstext OGH 09.01.1975 7 Ob 221/74
  • 4 Ob 310/75
    Entscheidungstext OGH 11.03.1975 4 Ob 310/75
    nur T3
  • 8 Ob 65/75
    Entscheidungstext OGH 09.04.1975 8 Ob 65/75
    nur T3
  • 7 Ob 278/75
    Entscheidungstext OGH 30.01.1976 7 Ob 278/75
  • 7 Ob 638/76
    Entscheidungstext OGH 29.07.1976 7 Ob 638/76
  • 4 Ob 71/76
    Entscheidungstext OGH 05.10.1976 4 Ob 71/76
    nur T3
  • 7 Ob 811/76
    Entscheidungstext OGH 02.12.1976 7 Ob 811/76
    nur T3
  • 1 Ob 554/77
    Entscheidungstext OGH 30.03.1977 1 Ob 554/77
  • 7 Ob 585/77
    Entscheidungstext OGH 23.06.1977 7 Ob 585/77
  • 4 Ob 526/77
    Entscheidungstext OGH 28.06.1977 4 Ob 526/77
    nur T3
  • 7 Ob 695/77
    Entscheidungstext OGH 15.12.1977 7 Ob 695/77
  • 8 Ob 4/78
    Entscheidungstext OGH 15.02.1978 8 Ob 4/78
  • 1 Ob 531/78
    Entscheidungstext OGH 23.02.1978 1 Ob 531/78
  • 8 Ob 90/78
    Entscheidungstext OGH 14.06.1978 8 Ob 90/78
  • 4 Ob 56/78
    Entscheidungstext OGH 27.06.1978 4 Ob 56/78
  • 4 Ob 343/78
    Entscheidungstext OGH 04.07.1978 4 Ob 343/78
    Auch; Beisatz: Kann vom Rechtsmittelgericht nur in den nächsthöheren Instanz wahrgenommen werden. (T8)
    Veröff: ÖBl 1978,146
  • 3 Ob 572/78
    Entscheidungstext OGH 17.10.1978 3 Ob 572/78
  • 8 Ob 200/78
    Entscheidungstext OGH 26.01.1979 8 Ob 200/78
  • 3 Ob 586/78
    Entscheidungstext OGH 28.03.1979 3 Ob 586/78
    nur T3
  • 2 Ob 1/80
    Entscheidungstext OGH 20.05.1980 2 Ob 1/80
    nur T3
  • 8 Ob 57/80
    Entscheidungstext OGH 12.06.1980 8 Ob 57/80
    Beis wie T6
  • 8 Ob 81/80
    Entscheidungstext OGH 18.09.1980 8 Ob 81/80
  • 8 Ob 141/80
    Entscheidungstext OGH 11.09.1980 8 Ob 141/80
  • 7 Ob 511/81
    Entscheidungstext OGH 29.01.1981 7 Ob 511/81
  • 6 Ob 807/80
    Entscheidungstext OGH 18.02.1981 6 Ob 807/80
    Ähnlich; Beis wie T5
  • 4 Ob 326/81
    Entscheidungstext OGH 28.04.1981 4 Ob 326/81
    Veröff: ÖBl 1981,159
  • 6 Ob 541/81
    Entscheidungstext OGH 02.09.1981 6 Ob 541/81
  • 5 Ob 645/81
    Entscheidungstext OGH 22.09.1981 5 Ob 645/81
    Auch
  • 6 Ob 722/81
    Entscheidungstext OGH 25.11.1981 6 Ob 722/81
  • 8 Ob 279/81
    Entscheidungstext OGH 25.02.1982 8 Ob 279/81
    Veröff: ZVR 1983/42 S 53
  • 7 Ob 551/82
    Entscheidungstext OGH 29.04.1982 7 Ob 551/82
  • 7 Ob 789/81
    Entscheidungstext OGH 15.04.1982 7 Ob 789/81
    nur T3
  • 3 Ob 563/82
    Entscheidungstext OGH 16.06.1982 3 Ob 563/82
    nur T3
  • 2 Ob 148/82
    Entscheidungstext OGH 13.07.1982 2 Ob 148/82
    nur T3; Veröff: ZVR 1983/30 S 43
  • 8 Ob 130/82
    Entscheidungstext OGH 16.09.1982 8 Ob 130/82
    Auch; Beis wie T6
  • 1 Ob 812/82
    Entscheidungstext OGH 15.12.1982 1 Ob 812/82
    Auch
  • 8 Ob 253/82
    Entscheidungstext OGH 27.01.1983 8 Ob 253/82
  • 6 Ob 880/82
    Entscheidungstext OGH 07.04.1983 6 Ob 880/82
  • 2 Ob 94/83
    Entscheidungstext OGH 31.05.1983 2 Ob 94/83
  • 8 Ob 129/83
    Entscheidungstext OGH 15.12.1983 8 Ob 129/83
  • 8 Ob 143/83
    Entscheidungstext OGH 15.12.1983 8 Ob 143/83
    Veröff: ZVR 1985/24 S 43
  • 6 Ob 517/84
    Entscheidungstext OGH 08.03.1984 6 Ob 517/84
    Beis wie T2; Veröff: ImmZ 1985,130
  • 3 Ob 1511/84
    Entscheidungstext OGH 23.05.1984 3 Ob 1511/84
    nur T3
  • 7 Ob 575/84
    Entscheidungstext OGH 20.06.1984 7 Ob 575/84
  • 4 Ob 517/84
    Entscheidungstext OGH 09.10.1984 4 Ob 517/84
  • 1 Ob 34/84
    Entscheidungstext OGH 12.12.1984 1 Ob 34/84
    nur T3
  • 4 Ob 355/85
    Entscheidungstext OGH 10.09.1985 4 Ob 355/85
    nur T3; Veröff: ÖBl 1986,18
  • 2 Ob 554/85
    Entscheidungstext OGH 10.09.1985 2 Ob 554/85
  • 8 Ob 579/85
    Entscheidungstext OGH 21.11.1985 8 Ob 579/85
    Veröff: SZ 58/187
  • 6 Ob 683/84
    Entscheidungstext OGH 23.01.1986 6 Ob 683/84
    nur T3; Veröff: EvBl 1987/31 S 145
  • 1 Ob 580/86
    Entscheidungstext OGH 14.07.1986 1 Ob 580/86
    Beisatz: Hier: Aufrechnungseinrede (T9)
    Veröff: SZ 59/133
  • 6 Ob 677/85
    Entscheidungstext OGH 09.07.1987 6 Ob 677/85
    nur T3
  • 2 Ob 501/87
    Entscheidungstext OGH 28.10.1987 2 Ob 501/87
  • 2 Ob 44/87
    Entscheidungstext OGH 10.11.1987 2 Ob 44/87
    Auch; Beis wie T7
  • 2 Ob 688/87
    Entscheidungstext OGH 10.05.1988 2 Ob 688/87
    Vgl auch
  • 4 Ob 42/88
    Entscheidungstext OGH 31.05.1988 4 Ob 42/88
  • 7 Ob 38/88
    Entscheidungstext OGH 10.11.1988 7 Ob 38/88
    Beis wie T8; Veröff: ZVR 1990/61 S 180
  • 8 Ob 504/88
    Entscheidungstext OGH 24.11.1988 8 Ob 504/88
  • 10 Ob 521/87
    Entscheidungstext OGH 30.01.1989 10 Ob 521/87
  • 4 Ob 517/89
    Entscheidungstext OGH 14.03.1989 4 Ob 517/89
    nur T3
  • 6 Ob 559/89
    Entscheidungstext OGH 16.03.1989 6 Ob 559/89
  • 9 ObA 156/89
    Entscheidungstext OGH 12.07.1989 9 ObA 156/89
    Beisatz: Ohne Rüge darf das Berufungsgericht einen angeblichen Verstoß gegen § 405 ZPO nicht aufgreifen. (T10)
  • 2 Ob 546/89
    Entscheidungstext OGH 06.06.1989 2 Ob 546/89
  • 4 Ob 48/89
    Entscheidungstext OGH 11.07.1989 4 Ob 48/89
    Veröff: MR 1989,143 (Karsch) = ÖBl 1990,149
  • 9 ObA 117/90
    Entscheidungstext OGH 23.05.1990 9 ObA 117/90
    Auch; nur T3; Beis wie T8
  • 4 Ob 92/90
    Entscheidungstext OGH 09.10.1990 4 Ob 92/90
  • 9 ObA 36/91
    Entscheidungstext OGH 13.03.1991 9 ObA 36/91
    Veröff: RZ 1992/15 S 42
  • 10 ObS 235/92
    Entscheidungstext OGH 13.10.1992 10 ObS 235/92
    Beis wie T2
  • 9 ObA 304/92
    Entscheidungstext OGH 16.12.1992 9 ObA 304/92
    Beis wie T7; Beisatz: Dieser im allgemeinen zivilgerichtlichen Verfahren geltende Grundsatz ist auch im Verfahren in Arbeitsrechtssachen anzuwenden. (T11)
  • 7 Ob 2022/96w
    Entscheidungstext OGH 28.02.1996 7 Ob 2022/96w
    Beis wie T2
  • 4 Ob 285/97h
    Entscheidungstext OGH 28.10.1997 4 Ob 285/97h
    Auch; Beis wie T2
  • 9 ObA 361/97x
    Entscheidungstext OGH 11.03.1998 9 ObA 361/97x
    Beis wie T7; Beis wie T11
  • 9 ObA 229/97k
    Entscheidungstext OGH 11.03.1998 9 ObA 229/97k
    nur T3; Beisatz: Sondern bildet einen wesentlichen Verfahrensmangel. (T12)
  • 1 Ob 30/98p
    Entscheidungstext OGH 19.05.1998 1 Ob 30/98p
    Auch; Beisatz: Eine Überschreitung des Klagebegehrens stellt einen Verfahrensmangel dar, der zur ersatzlosen Aufhebung des über den Urteilsantrag hinausgehenden Zuspruchs führt. (T13)
  • 6 Ob 365/97p
    Entscheidungstext OGH 16.07.1998 6 Ob 365/97p
    nur T3; Beis wie T12
  • 9 Ob 277/98w
    Entscheidungstext OGH 21.10.1998 9 Ob 277/98w
    Auch
  • 2 Ob 333/98d
    Entscheidungstext OGH 17.12.1998 2 Ob 333/98d
    Vgl auch; Beis wie T12
  • 2 Ob 323/98h
    Entscheidungstext OGH 17.12.1998 2 Ob 323/98h
    nur T3; Beis wie T12
  • 9 ObA 118/99i
    Entscheidungstext OGH 02.06.1999 9 ObA 118/99i
    Auch; Beis wie T10
  • 6 Ob 132/99a
    Entscheidungstext OGH 21.10.1999 6 Ob 132/99a
    Vgl auch; Beisatz: Dies gilt auch für die Entscheidung über ein nur in einem Schriftsatz gestelltes, in der Verhandlung aber nicht vorgetragenes und damit unwirksames Begehren. (T14)
    Beis wie T10; Beis wie T3; Beis wie T2
  • 7 Ob 74/00h
    Entscheidungstext OGH 29.05.2000 7 Ob 74/00h
    Auch
  • 9 ObA 144/00t
    Entscheidungstext OGH 28.06.2000 9 ObA 144/00t
    nur T3; Beis wie T12
  • 1 Ob 187/02k
    Entscheidungstext OGH 13.08.2002 1 Ob 187/02k
  • 3 Ob 79/04w
    Entscheidungstext OGH 28.04.2004 3 Ob 79/04w
    Auch
  • 8 ObA 19/04h
    Entscheidungstext OGH 12.03.2004 8 ObA 19/04h
    Auch; Beis wie T7; Beis wie T8
  • 3 Ob 159/05m
    Entscheidungstext OGH 24.11.2005 3 Ob 159/05m
    Vgl; Beis wie T13
  • 16 Ok 51/05
    Entscheidungstext OGH 26.06.2006 16 Ok 51/05
    Auch; Beisatz: § 36 Abs 3 und Abs 4 erster Satz AußStrG ist die Parallelbestimmung zu § 405 ZPO. Ein Überschreiten des Verfahrensgegenstands kann nur eine Mangelhaftigkeit des Verfahrens begründen. (T15)
  • 3 Ob 292/05w
    Entscheidungstext OGH 29.03.2006 3 Ob 292/05w
    Veröff: SZ 2006/44
  • 7 Ob 218/07w
    Entscheidungstext OGH 17.10.2007 7 Ob 218/07w
  • 7 Ob 6/07v
    Entscheidungstext OGH 28.11.2007 7 Ob 6/07v
  • 3 Ob 279/08p
    Entscheidungstext OGH 21.01.2009 3 Ob 279/08p
    Auch Beis wie T8
  • 2 Ob 172/08w
    Entscheidungstext OGH 25.03.2009 2 Ob 172/08w
    Auch
  • 9 Ob 71/09w
    Entscheidungstext OGH 16.11.2009 9 Ob 71/09w
  • 8 ObA 62/09i
    Entscheidungstext OGH 28.01.2010 8 ObA 62/09i
    Auch; Beisatz: Die Verletzung des § 405 ZPO stellt einen Verfahrensmangel - hier des Berufungsverfahrens - und keine Nichtigkeit dar. (T16)
  • 4 Ob 13/10f
    Entscheidungstext OGH 20.04.2010 4 Ob 13/10f
    Auch; Beisatz: Hier: Erlassung einer EV gegen eine der Beklagten ohne darauf gerichteten Antrag. (T17)
  • 5 Ob 167/10k
    Entscheidungstext OGH 23.09.2010 5 Ob 167/10k
    Vgl; Beisatz: Jedenfalls im wohnrechtlichen Außerstreitverfahren gilt für jene Verfahrensarten, die auf den Dispositionsgrundsatz zugeschnitten sind, dass ein Überschreiten des Verfahrensgegenstands grundsätzlich eine Mangelhaftigkeit begründen könnte. (T18)
  • 3 Ob 170/10m
    Entscheidungstext OGH 11.11.2010 3 Ob 170/10m
    Auch; Beis ähnlich wie T16
  • 1 Ob 45/11s
    Entscheidungstext OGH 31.03.2011 1 Ob 45/11s
    Auch; Beis wie T5
  • 4 Ob 118/11y
    Entscheidungstext OGH 09.08.2011 4 Ob 118/11y
  • 7 Ob 173/11h
    Entscheidungstext OGH 09.11.2011 7 Ob 173/11h
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T15
    Veröff: SZ 2011/135
  • 1 Ob 80/12i
    Entscheidungstext OGH 22.06.2012 1 Ob 80/12i
  • 5 Ob 135/12g
    Entscheidungstext OGH 09.08.2012 5 Ob 135/12g
  • 5 Ob 247/12b
    Entscheidungstext OGH 21.03.2013 5 Ob 247/12b
    Auch; Auch Beis wie T18
  • 1 Ob 109/14g
    Entscheidungstext OGH 18.09.2014 1 Ob 109/14g
    nur T3
  • 3 Ob 195/16x
    Entscheidungstext OGH 18.10.2016 3 Ob 195/16x
  • 2 Ob 99/16x
    Entscheidungstext OGH 27.04.2017 2 Ob 99/16x
    Auch; Veröff: SZ 2017/53
  • 4 Ob 85/17d
    Entscheidungstext OGH 26.09.2017 4 Ob 85/17d
  • 4 Ob 83/17k
    Entscheidungstext OGH 05.09.2017 4 Ob 83/17k
    Beis wie T7; Beisatz: Auch im Provisorialverfahren. (T19)
  • 1 Ob 159/18s
    Entscheidungstext OGH 26.09.2018 1 Ob 159/18s
    Auch; Beis wie T2
  • 8 Ob 159/18t
    Entscheidungstext OGH 19.12.2018 8 Ob 159/18t
  • 4 Ob 216/22a
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 25.04.2023 4 Ob 216/22a
    vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1958:RS0041240

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

13.06.2023

Dokumentnummer

JJR_19580521_OGH0002_0020OB00026_5800000_001

Rechtssatz für 6Ob214/73; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0043903

Geschäftszahl

6Ob214/73; 1Ob124/74 (1Ob125/74); 4Ob81/74; 4Ob344/75; 8Ob167/76; 5Ob601/77; 8Ob80/78; 4Ob512/79; 1Ob759/78; 8Ob171/79; 8Ob301/79; 8Ob69/80; 7Ob40/80 (7Ob41/80); 3Ob29/81; 7Ob687/81; 7Ob592/82; 3Ob191/82; 6Ob568/82; 2Ob664/85; 7Ob1/90; 10ObS100/97x; 1Ob126/01p; 7Ob249/01w; 1Ob71/02a; 5Ob184/03z; 6Ob130/05v; 5Ob21/07k; 5Ob273/07v; 7Ob37/08d; 7Ob190/08d (7Ob251/08z); 3Ob53/09d; 5Ob167/10k; 3Ob99/10w; 3Ob151/09s; 3Ob2/11g; 9ObA77/10d; 5Ob118/12g; 3Ob63/13f; 2Ob79/13a; 5Ob148/13w; 3Ob74/14z; 3Ob178/14v; 9ObA80/16d; 4Ob75/19m; 3Ob230/19y; 4Ob228/21i; 10ObS59/22g; 10Ob17/23g; 3Ob40/23p

Entscheidungsdatum

06.09.2023

Norm

ZPO §519 Z3 D
AußStrG 2005 §64
  1. ZPO § 519 heute
  2. ZPO § 519 gültig ab 01.08.1989 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 343/1989

Rechtssatz

Aus Anlass eines Rekurses gegen einen Aufhebungsbeschluss des Berufungsgerichtes hat der OGH nicht nur die aufgeworfene Rechtsfrage, sondern die rechtliche Beurteilung durch das Berufungsgericht in jeder Richtung zu überprüfen. Dass hiebei praktisch gegen den Rekurswerber entschieden wird, steht einer Stattgebung des Rekurses nicht entgegen, da der Grundsatz der Unzulässigkeit der reformatio in peius im Rekursverfahren gegen einen Aufhebungsbeschluss nicht gilt.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 214/73
    Entscheidungstext OGH 25.10.1973 6 Ob 214/73
  • 1 Ob 124/74
    Entscheidungstext OGH 28.08.1974 1 Ob 124/74
  • 4 Ob 81/74
    Entscheidungstext OGH 29.04.1975 4 Ob 81/74
    Veröff: SozM IIIB,201 = Arb 9348
  • 4 Ob 344/75
    Entscheidungstext OGH 16.12.1975 4 Ob 344/75
    Veröff: SZ 48/136 = JBl 1976,542 = ÖBl 1976,63
  • 8 Ob 167/76
    Entscheidungstext OGH 22.12.1976 8 Ob 167/76
  • 5 Ob 601/77
    Entscheidungstext OGH 12.07.1977 5 Ob 601/77
  • 8 Ob 80/78
    Entscheidungstext OGH 31.05.1978 8 Ob 80/78
    nur: Aus Anlass eines Rekurses gegen einen Aufhebungsbeschluss des Berufungsgerichtes hat der OGH nicht nur die aufgeworfene Rechtsfrage, sondern die rechtliche Beurteilung durch das Berufungsgericht in jeder Richtung zu überprüfen. (T1)
  • 4 Ob 512/79
    Entscheidungstext OGH 13.03.1979 4 Ob 512/79
    nur T1; Beisatz: Jedoch nur dann, wenn der vorgenannte Rekursgrund auch tatsächlich ausgeführt wurde. (T2)
  • 1 Ob 759/78
    Entscheidungstext OGH 12.09.1979 1 Ob 759/78
    Veröff: SZ 52/133
  • 8 Ob 171/79
    Entscheidungstext OGH 18.10.1979 8 Ob 171/79
  • 8 Ob 301/79
    Entscheidungstext OGH 21.02.1980 8 Ob 301/79
    nur T1
  • 8 Ob 69/80
    Entscheidungstext OGH 26.06.1980 8 Ob 69/80
    nur T1
  • 7 Ob 40/80
    Entscheidungstext OGH 23.10.1980 7 Ob 40/80
  • 3 Ob 29/81
    Entscheidungstext OGH 16.09.1981 3 Ob 29/81
    nur T1; Veröff: SZ 54/125
  • 7 Ob 687/81
    Entscheidungstext OGH 05.11.1981 7 Ob 687/81
    nur: Der Grundsatz der Unzulässigkeit der reformatio in peius im Rekursverfahren gegen einen Aufhebungsbeschluss nicht gilt. (T3)
  • 7 Ob 592/82
    Entscheidungstext OGH 21.10.1982 7 Ob 592/82
    nur T3
  • 3 Ob 191/82
    Entscheidungstext OGH 12.01.1983 3 Ob 191/82
    nur T3
  • 6 Ob 568/82
    Entscheidungstext OGH 17.03.1983 6 Ob 568/82
  • 2 Ob 664/85
    Entscheidungstext OGH 17.12.1985 2 Ob 664/85
    nur T1; Veröff: SZ 58/210
  • 7 Ob 1/90
    Entscheidungstext OGH 22.02.1990 7 Ob 1/90
    nur T3
  • 10 ObS 100/97x
    Entscheidungstext OGH 16.09.1997 10 ObS 100/97x
    nur T3
  • 1 Ob 126/01p
    Entscheidungstext OGH 29.05.2001 1 Ob 126/01p
    nur T1
  • 7 Ob 249/01w
    Entscheidungstext OGH 29.10.2001 7 Ob 249/01w
    nur T3
  • 1 Ob 71/02a
    Entscheidungstext OGH 28.01.2003 1 Ob 71/02a
  • 5 Ob 184/03z
    Entscheidungstext OGH 11.11.2003 5 Ob 184/03z
    Auch; Veröff: SZ 2003/144
  • 6 Ob 130/05v
    Entscheidungstext OGH 16.02.2006 6 Ob 130/05v
    Vgl auch; Beisatz: Der Oberste Gerichtshof kann im Umfang der Aufhebung durch das Berufungsgericht selbst in der Sache erkennen. Im Rekursverfahren gegen einen Aufhebungsbeschluss nach § 519 Abs 1 Z 2 ZPO (§ 496 ZPO) gilt das Verbot der reformatio in peius nicht. Dass die Kläger die gänzliche Stattgebung ihres Begehrens, die Nebenintervenientinnen hingegen dessen gänzliche Abweisung anstreben, hindert eine Entscheidung in der Sache nicht. (T4)
  • 5 Ob 21/07k
    Entscheidungstext OGH 13.07.2007 5 Ob 21/07k
    Beis wie T4 nur: Der Oberste Gerichtshof kann im Umfang der Aufhebung durch das Berufungsgericht selbst in der Sache erkennen. Im Rekursverfahren gegen einen Aufhebungsbeschluss nach § 519 Abs 1 Z 2 ZPO (§ 496 ZPO) gilt das Verbot der reformatio in peius nicht. (T5)
  • 5 Ob 273/07v
    Entscheidungstext OGH 19.02.2008 5 Ob 273/07v
    Vgl auch
  • 7 Ob 37/08d
    Entscheidungstext OGH 11.06.2008 7 Ob 37/08d
    Auch; nur T1
  • 7 Ob 190/08d
    Entscheidungstext OGH 11.02.2009 7 Ob 190/08d
    Auch
  • 3 Ob 53/09d
    Entscheidungstext OGH 22.07.2009 3 Ob 53/09d
    Vgl; Beis wie T5; Veröff: SZ 2009/99
  • 5 Ob 167/10k
    Entscheidungstext OGH 23.09.2010 5 Ob 167/10k
    Vgl; Beisatz: Aus Anlass eines Revisionsrekurses gegen einen Aufhebungsbeschluss nach § 64 AußStrG hat der Oberste Gerichtshof eine allseitige Überprüfung der Rechtsansicht des Rekursgerichts vorzunehmen und ist infolgedessen nicht auf der Erörterung jener Rechtsfragen beschränkt, derentwegen das Rekursgericht den Revisionsrekurs zugelassen hat oder die der Revisionsrekurswerber aufwarf. Der Prüfungsumfang ist nur insoweit nicht unbegrenzt, als in sich geschlossene selbständige Tatsachenkomplexe der Nachprüfung nicht unterliegen, wenn sie nicht Gegenstand der Anfechtung sind. (T6)
  • 3 Ob 99/10w
    Entscheidungstext OGH 19.01.2011 3 Ob 99/10w
    Auch; Beis wie T5; Veröff: SZ 2011/2
  • 3 Ob 151/09s
    Entscheidungstext OGH 26.08.2009 3 Ob 151/09s
    Vgl auch
  • 3 Ob 2/11g
    Entscheidungstext OGH 06.07.2011 3 Ob 2/11g
    Auch
  • 9 ObA 77/10d
    Entscheidungstext OGH 29.08.2011 9 ObA 77/10d
    nur T1
  • 5 Ob 118/12g
    Entscheidungstext OGH 20.11.2012 5 Ob 118/12g
    Auch; Beisatz: Im Rekursverfahren gegen einen Aufhebungsbeschluss nach § 519 Abs 1 Z 2 ZPO (§ 496 ZPO) gilt das Verbot der reformatio in peius nicht. (T7)
  • 3 Ob 63/13f
    Entscheidungstext OGH 15.05.2013 3 Ob 63/13f
    Auch
  • 2 Ob 79/13a
    Entscheidungstext OGH 17.03.2014 2 Ob 79/13a
    Auch
  • 5 Ob 148/13w
    Entscheidungstext OGH 20.05.2014 5 Ob 148/13w
    Beis wie T6
  • 3 Ob 74/14z
    Entscheidungstext OGH 25.06.2014 3 Ob 74/14z
    Auch; nur T1
  • 3 Ob 178/14v
    Entscheidungstext OGH 18.12.2014 3 Ob 178/14v
    Auch; nur T1
  • 9 ObA 80/16d
    Entscheidungstext OGH 26.07.2016 9 ObA 80/16d
    Auch
  • 4 Ob 75/19m
    Entscheidungstext OGH 22.08.2019 4 Ob 75/19m
    Beis wie T2; Beis wie T6; Veröff: SZ 2019/75
  • 3 Ob 230/19y
    Entscheidungstext OGH 09.04.2020 3 Ob 230/19y
    Vgl; Beis wie T2; Beis wie T6
  • 4 Ob 228/21i
    Entscheidungstext OGH 29.03.2022 4 Ob 228/21i
    Vgl
  • 10 ObS 59/22g
    Entscheidungstext OGH 17.01.2023 10 ObS 59/22g
    Vgl
  • 10 Ob 17/23g
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 16.05.2023 10 Ob 17/23g
  • 3 Ob 40/23p
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 06.09.2023 3 Ob 40/23p
    vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1973:RS0043903

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

16.01.2024

Dokumentnummer

JJR_19731025_OGH0002_0060OB00214_7300000_001

Rechtssatz für 10Ob25/06h; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0121265

Geschäftszahl

10Ob25/06h; 6Ob132/07s; 6Ob167/07p; 7Ob182/07a; 6Ob165/08w; 5Ob103/08w; 3Ob245/08p; 9Ob40/08k; 8Ob159/08b; 10Ob57/08t; 7Ob278/08w; 10Ob58/08i; 5Ob137/09x; 6Ob181/09z; 5Ob173/09s; 5Ob267/09i; 5Ob167/10k; 1Ob44/11v; 6Ob96/11b; 2Ob192/11s; 2Ob228/11k; 3Ob73/12z; 10Ob26/12i; 10Ob38/12d; 2Ob217/12v (2Ob218/12s); 3Ob241/12f; 3Ob41/13w; 8Ob63/13t; 5Ob154/13b; 7Ob101/13y; 7Ob158/13f; 5Ob113/14z; 10Ob76/15x; 9Ob21/16b; 1Ob75/16k; 6Ob115/16d; 5Ob153/16k; 3Ob50/17z; 7Ob233/16i; 7Ob6/17h; 2Ob112/17k; 4Ob95/18a; 7Ob115/18i; 4Ob149/18t; 2Ob159/17x; 3Ob165/18p; 9Ob12/19h; 5Ob67/20v; 3Ob170/20a; 7Ob4/21w; 7Ob59/21h; 9Ob57/21d; 6Ob181/21t; 1Ob263/22s; 6Ob80/23t; 4Ob53/23g; 2Ob224/23i

Entscheidungsdatum

23.01.2024

Norm

AußStrG 2005 §66 Abs1 Z1

Rechtssatz

Die in Paragraph 66, Absatz eins, Ziffer eins, AußStrG genannten Mängel können auch dann in einem Revisionsrekurs geltend gemacht werden, wenn sie vom Rekursgericht verneint worden sind. Wegen der ausdrücklichen Anordnung in Paragraph 66, Absatz eins, AußStrG und des Fehlens einer Paragraph 519, ZPO vergleichbaren Bestimmung gibt es keine Grundlage für die Annahme einer diesbezüglichen Rechtsmittelbeschränkung.

Entscheidungstexte

  • 10 Ob 25/06h
    Entscheidungstext OGH 03.10.2006 10 Ob 25/06h
    Beisatz: Im gegenständlichen Fall wurden die Zulässigkeit des Rechtsweges vom Rekursgericht und die Zulässigkeit des außerstreitigen Rechtsweges übereinstimmend von beiden Vorinstanzen in der Begründung ihrer Entscheidungen ausdrücklich bejaht. (T1); Veröff: SZ 2006/146
  • 6 Ob 132/07s
    Entscheidungstext OGH 13.09.2007 6 Ob 132/07s
    Beisatz: Ein Revisionsrekurs ist daher auch insoweit meritorisch zu behandeln, als er weiterhin entschiedene Rechtssache geltend macht. (T2)
    Veröff: SZ 2007/144
  • 6 Ob 167/07p
    Entscheidungstext OGH 13.09.2007 6 Ob 167/07p
    Beisatz: Bereits vom Rekursgericht verworfener Einwand der absoluten Nichtigkeit des Löschungsbeschlusses, da strittig ist, ob der zu löschende Geschäftsführer nach § 18 FBG überhaupt zu verständigen ist. (T3)
  • 7 Ob 182/07a
    Entscheidungstext OGH 17.10.2007 7 Ob 182/07a
    Beisatz: Hier: Verletzung des rechtlichen Gehörs. (T4)
  • 6 Ob 165/08w
    Entscheidungstext OGH 07.08.2008 6 Ob 165/08w
  • 5 Ob 103/08w
    Entscheidungstext OGH 26.08.2008 5 Ob 103/08w
    Beis wie T4
  • 3 Ob 245/08p
    Entscheidungstext OGH 17.12.2008 3 Ob 245/08p
    Auch; Beis wie T4
  • 9 Ob 40/08k
    Entscheidungstext OGH 28.01.2009 9 Ob 40/08k
    Auch; Beisatz: Der Zulässigkeit des Rechtsmittels steht nicht entgegen, dass die Zulässigkeit des Rechtswegs vom Rekursgericht bereits ausdrücklich bejaht wurde. (T5)
  • 8 Ob 159/08b
    Entscheidungstext OGH 27.01.2009 8 Ob 159/08b
    Beis wie T4
  • 10 Ob 57/08t
    Entscheidungstext OGH 27.01.2009 10 Ob 57/08t
    Auch; Beis wie T4
  • 7 Ob 278/08w
    Entscheidungstext OGH 11.02.2009 7 Ob 278/08w
    Auch; Beis wie T4
    Veröff: SZ 2009/17
  • 10 Ob 58/08i
    Entscheidungstext OGH 21.04.2009 10 Ob 58/08i
    Beis wie T4
  • 5 Ob 137/09x
    Entscheidungstext OGH 15.09.2009 5 Ob 137/09x
  • 6 Ob 181/09z
    Entscheidungstext OGH 18.09.2009 6 Ob 181/09z
    Vgl; Bem: Hier: Einwand der Zuständigkeit der Gerichte in Spanien gemäß Art 10 lit a EuEheVO. (T6)
  • 5 Ob 173/09s
    Entscheidungstext OGH 13.10.2009 5 Ob 173/09s
    Beisatz: Hier: Mangel der inländischen Gerichtsbarkeit (internationale Zuständigkeit). (T7)
  • 5 Ob 267/09i
    Entscheidungstext OGH 20.04.2010 5 Ob 267/09i
    Beis wie T5
  • 5 Ob 167/10k
    Entscheidungstext OGH 23.09.2010 5 Ob 167/10k
  • 1 Ob 44/11v
    Entscheidungstext OGH 28.04.2011 1 Ob 44/11v
    nur: Die in § 66 Abs 1 Z 1 AußStrG genannten Mängel können auch dann in einem Revisionsrekurs geltend gemacht werden, wenn sie vom Rekursgericht verneint worden sind. (T8)
    Beisatz: Hier: Internationale Streitanhängigkeit (Rechtshängigkeit). (T9)
    Veröff: SZ 2011/56
  • 6 Ob 96/11b
    Entscheidungstext OGH 14.09.2011 6 Ob 96/11b
    Vgl auch; Beisatz: Hier: International entschiedene Rechtssache. (T10)
  • 2 Ob 192/11s
    Entscheidungstext OGH 19.01.2012 2 Ob 192/11s
    nur T8; Veröff: SZ 2012/7
  • 2 Ob 228/11k
    Entscheidungstext OGH 15.05.2012 2 Ob 228/11k
    nur T8; Beis wie T7
    Veröff: SZ 2012/56
  • 3 Ob 73/12z
    Entscheidungstext OGH 15.05.2012 3 Ob 73/12z
    Auch; nur T8
  • 10 Ob 26/12i
    Entscheidungstext OGH 24.07.2012 10 Ob 26/12i
    Auch; Veröff: SZ 2012/72
  • 10 Ob 38/12d
    Entscheidungstext OGH 20.11.2012 10 Ob 38/12d
    Auch; Beis wie T1; Veröff: SZ 2012/124
  • 2 Ob 217/12v
    Entscheidungstext OGH 20.12.2012 2 Ob 217/12v
    nur T8; Beis wie T7; Beis wie T9
  • 3 Ob 241/12f
    Entscheidungstext OGH 13.03.2013 3 Ob 241/12f
  • 3 Ob 41/13w
    Entscheidungstext OGH 13.03.2013 3 Ob 41/13w
    Beisatz: Hier: Mangel der internationalen Zuständigkeit. (T11)
  • 8 Ob 63/13t
    Entscheidungstext OGH 30.07.2013 8 Ob 63/13t
    Auch; Beisatz: Eine sonstige, nicht unter § 66 Abs 1 Z 1 AußStrG subsumierbare und vom Rekursgericht verneinte Mangelhaftigkeit des Verfahrens erster Instanz kann aufgrund der klaren gesetzlichen Anordnung in § 66 Abs 1 Z 2 AußStrG nicht mehr im Revisionsrekurs geltend gemacht werden. (T12)
  • 5 Ob 154/13b
    Entscheidungstext OGH 28.08.2013 5 Ob 154/13b
    Beis wie T4
  • 7 Ob 101/13y
    Entscheidungstext OGH 04.09.2013 7 Ob 101/13y
    Auch; Beisatz: Hier: Der Bewohner wurde entgegen § 19a Abs 2 HeimAufG nicht zur mündlichen Verhandlung geladen. (T13)
  • 7 Ob 158/13f
    Entscheidungstext OGH 13.11.2013 7 Ob 158/13f
    Auch; nur T8; Beis wie T12
  • 5 Ob 113/14z
    Entscheidungstext OGH 25.07.2014 5 Ob 113/14z
    Auch; Beis wie T2
  • 10 Ob 76/15x
    Entscheidungstext OGH 01.10.2015 10 Ob 76/15x
    Beis wie T2
  • 9 Ob 21/16b
    Entscheidungstext OGH 25.05.2016 9 Ob 21/16b
    Auch; nur T8
  • 1 Ob 75/16k
    Entscheidungstext OGH 30.08.2016 1 Ob 75/16k
    Auch; Beisatz: Hier: Mangel der gesetzlichen Vertretung. (T14)
  • 6 Ob 115/16d
    Entscheidungstext OGH 29.11.2016 6 Ob 115/16d
    Auch; Beis wie T4
  • 5 Ob 153/16k
    Entscheidungstext OGH 19.12.2016 5 Ob 153/16k
    Auch
  • 3 Ob 50/17z
    Entscheidungstext OGH 29.03.2017 3 Ob 50/17z
  • 7 Ob 233/16i
    Entscheidungstext OGH 29.03.2017 7 Ob 233/16i
    Vgl; Beis wie T13
  • 7 Ob 6/17h
    Entscheidungstext OGH 29.03.2017 7 Ob 6/17h
    Beisatz: Hier: Unterbleiben der mündlichen Verhandlung nach § 19a HeimAufG. (T15)
  • 2 Ob 112/17k
    Entscheidungstext OGH 20.06.2017 2 Ob 112/17k
  • 4 Ob 95/18a
    Entscheidungstext OGH 11.06.2018 4 Ob 95/18a
    Auch
  • 7 Ob 115/18i
    Entscheidungstext OGH 04.07.2018 7 Ob 115/18i
    Auch; Beis wie T2
  • 4 Ob 149/18t
    Entscheidungstext OGH 23.08.2018 4 Ob 149/18t
  • 2 Ob 159/17x
    Entscheidungstext OGH 25.09.2018 2 Ob 159/17x
    Auch; Beis wie T11
  • 3 Ob 165/18p
    Entscheidungstext OGH 21.11.2018 3 Ob 165/18p
    Auch
  • 9 Ob 12/19h
    Entscheidungstext OGH 28.03.2019 9 Ob 12/19h
    nur T8
  • 5 Ob 67/20v
    Entscheidungstext OGH 28.09.2020 5 Ob 67/20v
  • 3 Ob 170/20a
    Entscheidungstext OGH 25.02.2021 3 Ob 170/20a
    Beis wie T12
  • 7 Ob 4/21w
    Entscheidungstext OGH 24.02.2021 7 Ob 4/21w
  • 7 Ob 59/21h
    Entscheidungstext OGH 23.06.2021 7 Ob 59/21h
    Vgl; Beis wie T4
  • 9 Ob 57/21d
    Entscheidungstext OGH 28.09.2021 9 Ob 57/21d
    Beis wie T4
  • 6 Ob 181/21t
    Entscheidungstext OGH 20.10.2021 6 Ob 181/21t
    Beis wie T4
  • 1 Ob 263/22s
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 28.02.2023 1 Ob 263/22s
    nur T8
    Beisatz: Hier: Richtervorbehalt. (T16)
  • 6 Ob 80/23t
    Entscheidungstext OGH 17.05.2023 6 Ob 80/23t
    Beisatz wie T4
  • 4 Ob 53/23g
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 25.04.2023 4 Ob 53/23g
    vgl; Beisatz wie T4
  • 2 Ob 224/23i
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 23.01.2024 2 Ob 224/23i

Schlagworte

Revisionsrekursgründe, Nichtigkeit, Nichtigkeitsgründe, Verletzung des rechtlichen Gehörs

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2006:RS0121265

Im RIS seit

02.11.2006

Zuletzt aktualisiert am

22.02.2024

Dokumentnummer

JJR_20061003_OGH0002_0100OB00025_06H0000_001

Rechtssatz für 5Ob33/93; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0069695

Geschäftszahl

5Ob33/93; 5Ob80/01b; 5Ob163/05i; 5Ob167/10k; 5Ob70/11x; 5Ob75/11g; 5Ob57/14i; 5Ob33/16p; 5Ob232/16b; 5Ob223/17f; 5Ob100/18v; 5Ob139/18d; 5Ob202/18v; 5Ob245/18t; 5Ob10/21p; 5Ob59/21v; 5Ob149/22f; 5Ob131/23k

Entscheidungsdatum

02.04.2024

Rechtssatz

Bezüglich der Übung des Verkehrs ist auf objektive Umstände abzustellen, beim "wichtigen Interesse" des Mieters auf das subjektive Interesse des Bestandnehmers an der beabsichtigten Änderung.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 33/93
    Entscheidungstext OGH 14.09.1993 5 Ob 33/93
  • 5 Ob 80/01b
    Entscheidungstext OGH 24.04.2001 5 Ob 80/01b
    Vgl auch; nur: Bezüglich der Übung des Verkehrs ist auf objektive Umstände abzustellen. (T1) Beisatz: Aus dem Begriff der Verkehrsüblichkeit ergibt sich eindeutig, dass es dabei nicht auf persönliche Bedürfnisse des Mieters ankommt. (T2)
  • 5 Ob 163/05i
    Entscheidungstext OGH 04.11.2005 5 Ob 163/05i
    Beis wie T2; Beisatz: Hier: § 20 Abs 5 Z 2 lit a WGG. (T3); Beisatz: Bei der Beurteilung der vorgenommenen Arbeiten als der Übung des Verkehrs entsprechend oder zumindest den Erfordernissen der Haushaltsführung dienend ist dem Rechtsanwender ein gewisser Spielraum eingeräumt. (T4)
  • 5 Ob 167/10k
    Entscheidungstext OGH 23.09.2010 5 Ob 167/10k
    Auch; Beisatz: Im Geltungsbereich des § 9 MRG müssen die Übung des Verkehrs und das wichtige Interesse des Mieters an der geplanten Veränderung kumulativ vorliegen. Dies hat der Mieter nachzuweisen. (T5); Beisatz: Gegenstand der Prüfung einer Duldungspflicht des Vermieters kann immer nur die im konkreten Einzelfall beabsichtigte Änderung in ihrer geplanten Ausgestaltung sein. (T6)
  • 5 Ob 70/11x
    Entscheidungstext OGH 27.04.2011 5 Ob 70/11x
    Vgl auch; nur T1; Beis ähnlich wie T4; Beis ähnlich wie T6
  • 5 Ob 75/11g
    Entscheidungstext OGH 13.12.2011 5 Ob 75/11g
    Auch; Auch Beis wie T6
  • 5 Ob 57/14i
    Entscheidungstext OGH 25.07.2014 5 Ob 57/14i
    Auch; Beis wie T2
  • 5 Ob 33/16p
    Entscheidungstext OGH 14.06.2016 5 Ob 33/16p
    Auch; Beis wie T2; Beis wie T6
  • 5 Ob 232/16b
    Entscheidungstext OGH 23.05.2017 5 Ob 232/16b
    Auch; Beis wie T5; Beis wie T6
  • 5 Ob 223/17f
    Entscheidungstext OGH 21.12.2017 5 Ob 223/17f
    Auch; Beis wie T6
  • 5 Ob 100/18v
    Entscheidungstext OGH 03.10.2018 5 Ob 100/18v
    nur T1; Beis wie T6
  • 5 Ob 139/18d
    Entscheidungstext OGH 03.10.2018 5 Ob 139/18d
    Beis wie T6
  • 5 Ob 202/18v
    Entscheidungstext OGH 13.12.2018 5 Ob 202/18v
    Vgl; Beis wie T4
  • 5 Ob 245/18t
    Entscheidungstext OGH 20.02.2019 5 Ob 245/18t
    nur T1; Beis wie T2; Beis wie T4; Beis wie T5; Beis wie T6
  • 5 Ob 10/21p
    Entscheidungstext OGH 04.02.2021 5 Ob 10/21p
    Vgl; nur T1; Beis wie T2
  • 5 Ob 59/21v
    Entscheidungstext OGH 05.07.2021 5 Ob 59/21v
    Beis wie T2; Beis wie T6
  • 5 Ob 149/22f
    Entscheidungstext OGH 27.09.2022 5 Ob 149/22f
    nur T1; Beis wie T2
  • 5 Ob 131/23k
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 02.04.2024 5 Ob 131/23k
    vgl; nur T6

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1993:RS0069695

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

06.05.2024

Dokumentnummer

JJR_19930914_OGH0002_0050OB00033_9300000_001

Rechtssatz für 5Ob140/00z; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0113606

Geschäftszahl

5Ob140/00z; 5Ob167/10k; 5Ob204/10a; 5Ob75/11g; 5Ob218/15t; 5Ob33/16p; 5Ob232/16b; 5Ob223/17f; 5Ob139/18d; 5Ob202/18v; 5Ob95/19k; 5Ob149/22f; 5Ob131/23k

Entscheidungsdatum

02.04.2024

Norm

AußStrG 2005 §62 Abs1 B1b
AußStrG 2005 §62 Abs1 B1d10
ZPO §528 Abs1 L
MRG §9 Abs1 Z2
MRG §9 Abs1 Z5
MRG §9 Abs1 Z6
MRG §9 Abs2 Z5
  1. ZPO § 528 heute
  2. ZPO § 528 gültig ab 01.07.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 52/2009
  3. ZPO § 528 gültig von 01.01.2005 bis 30.06.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 112/2003
  4. ZPO § 528 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 98/2001
  5. ZPO § 528 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 140/1997
  6. ZPO § 528 gültig von 01.08.1989 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 343/1989

Rechtssatz

Ob die positive Voraussetzung der Duldungspflicht des Vermieters gemäß Paragraph 9, Absatz eins, Ziffer 2, in Verbindung mit Paragraph 9, Absatz 2, Ziffer 5, MRG und die negativen Voraussetzungen gemäß Paragraph 9, Absatz eins, Ziffer 5 und 6 MRG gegeben sind, hängt von den besonderen Umständen des Einzelfalls ab, weshalb darin regelmäßig keine Rechtsfrage von erheblicher Bedeutung im Sinne des Paragraph 528, Absatz eins, ZPO zu erblicken ist (Hier: Anbringung von Parabolantennen für den Satellitenempfang).

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 140/00z
    Entscheidungstext OGH 30.05.2000 5 Ob 140/00z
  • 5 Ob 167/10k
    Entscheidungstext OGH 23.09.2010 5 Ob 167/10k
    Vgl; Beisatz: Gegenstand der Prüfung einer Duldungspflicht des Vermieters kann immer nur die im konkreten Einzelfall beabsichtigte Änderung in ihrer geplanten Ausgestaltung sein. (T1)
  • 5 Ob 204/10a
    Entscheidungstext OGH 16.11.2010 5 Ob 204/10a
  • 5 Ob 75/11g
    Entscheidungstext OGH 13.12.2011 5 Ob 75/11g
    Auch
  • 5 Ob 218/15t
    Entscheidungstext OGH 23.11.2015 5 Ob 218/15t
    Auch
  • 5 Ob 33/16p
    Entscheidungstext OGH 14.06.2016 5 Ob 33/16p
    Vgl auch
  • 5 Ob 232/16b
    Entscheidungstext OGH 23.05.2017 5 Ob 232/16b
    Auch; Beisatz: Hier: Anschluss eines Kaminofens. (T2)
    Beis wie T1
  • 5 Ob 223/17f
    Entscheidungstext OGH 21.12.2017 5 Ob 223/17f
    Vgl auch; Beis wie T1
  • 5 Ob 139/18d
    Entscheidungstext OGH 03.10.2018 5 Ob 139/18d
  • 5 Ob 202/18v
    Entscheidungstext OGH 13.12.2018 5 Ob 202/18v
    Auch; Beisatz: Hier: Mauerdurchbruch zwischen Küche und Vorraum. (T3)
  • 5 Ob 95/19k
    Entscheidungstext OGH 24.09.2019 5 Ob 95/19k
    Beisatz: Hier: Einbau eines zweiten Badezimmers. (T4)
  • 5 Ob 149/22f
    Entscheidungstext OGH 27.09.2022 5 Ob 149/22f
  • 5 Ob 131/23k
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 02.04.2024 5 Ob 131/23k
    vgl; Beisatz wie T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2000:RS0113606

Im RIS seit

29.06.2000

Zuletzt aktualisiert am

06.05.2024

Dokumentnummer

JJR_20000530_OGH0002_0050OB00140_00Z0000_001

Entscheidungstext 5Ob167/10k

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Fundstelle

Zak 2010/765 S 436 - Zak 2010,436 = immolex 2011,143/44 - immolex 2011/44 = wobl 2011,165/77 - wobl 2011/77 = MietSlg 62.246 = MietSlg 62.397 = MietSlg 62.815 = MietSlg 62.838

Geschäftszahl

5Ob167/10k

Entscheidungsdatum

23.09.2010

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat durch den Senatspräsidenten Hon.-Prof. Dr. Danzl als Vorsitzenden sowie die Hofrätinnen Dr. Hurch und Dr. Lovrek und die Hofräte Dr. Höllwerth und Dr. Roch als weitere Richter in der außerstreitigen Wohnrechtssache der Antragstellerin G***** GmbH, *****, vertreten durch Doschek Rechtsanwalts GmbH in Wien, gegen die Antragsgegnerin B***** S*****, vertreten durch Dr. Wolfgang Wiedner, Rechtsanwalt in Wien, wegen Paragraph 37, Absatz eins, Ziffer 6, MRG, über den Revisionsrekurs der Antragsgegnerin gegen den Beschluss des Landesgerichts für Zivilrechtssachen Wien als Rekursgericht vom 17. März 2010, GZ 39 R 19/10y-45, womit infolge Rekurses der Antragstellerin der Sachbeschluss des Bezirksgerichts Innere Stadt Wien vom 30. Oktober 2009, GZ 89 Msch 28/07p-39, aufgehoben wurde, den

Sachbeschluss

gefasst:

Spruch

Dem Revisionsrekurs der Antragsgegnerin wird Folge gegeben.

Der angefochtene Beschluss wird aufgehoben und der erstgerichtliche Sachbeschluss wiederhergestellt.

Die Antragstellerin ist schuldig, der Antragsgegnerin die mit 311,85 EUR bestimmten Kosten des Rekursverfahrens (darin 51,97 EUR USt) und die mit 373,68 EUR bestimmten Kosten des Revisionsrekursverfahrens (darin 62,28 EUR USt) sowie die mit 464 EUR und die mit 696 EUR bestimmten Pauschalgebühren des Verfahrens dritter Instanz binnen 14 Tagen zu ersetzen.

Text

Begründung:

Die Antragsgegnerin ist grundbücherliche Eigentümerin der Liegenschaft EZ 329 GB ***** mit der Grundstücksadresse ***** und den darauf befindlichen Gebäuden (das sog Benediktinerstift S*****).

Die Antragstellerin ist Mieterin der Räumlichkeiten ***** 6/XI/1/1, ***** 6/XII/1/1, ***** 6/XII/1/2 und ***** 6/XIII/1/2, worin sie eine Rechtsanwaltskanzlei betreibt. Das Gebäude, in dem die Bestandräumlichkeiten gelegen sind, wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts errichtet.

Die Antragstellerin benützt auch zwei Kellerräumlichkeiten für Lagerzwecke, die ihr von der Antragsgegnerin zugewiesen wurden. Diese Kellerräumlichkeiten wurden schon von der Vormieterin benutzt, sind aber nach den schriftlichen Mietverträgen ausdrücklich nicht mitvermietet.

Die Temperatur in den Büroräumen der Antragstellerin kann im Sommer bis zu 30 Grad betragen.

Ein Teil der Bestandräumlichkeiten wurde bereits vor Jahren mit Zustimmung der Antragsgegnerin klimatisiert. Im August 2002 fanden zwischen den Parteien Gespräche über die Klimatisierung der restlichen Büroräume statt. Ohne Zustimmung der Antragsgegnerin ließ die Antragstellerin im Herbst 2002 Leitungen vom Kellergeschoss auf Stiege 13 zu ihren Kanzleiräumlichkeiten errichten und zwei Klimageräte im Keller aufstellen. Die Antragsgegnerin obsiegte im Verfahren 58 C 28/03b des Bezirksgerichts Innere Stadt Wien mit einem Besitzstörungsklagebegehren gegen die Antragstellerin wegen erfolgter Mauerdurchbrüche.

Ein Antrag der Antragstellerin auf Duldung der Errichtung der Klimaanlage gemäß Paragraph 9, MRG wurde im Verfahren 20 Msch 49/04i des Bezirksgerichts Innere Stadt Wien rechtskräftig abgewiesen.

Am 23. 10. 2006 erhob die Antragstellerin neuerlich ein Begehren auf Duldung der von ihr geplanten Errichtung einer Klimaanlage im Keller des Hauses ***** 6/XIII samt Leitungsführung und Schaffung entsprechender Maueröffnungen; dies unter Vorlage eines Projektplans. In den Bestandobjekten der Antragstellerin sollen demnach sechs Stück Klimageräte aufgestellt werden. Die Klimaanlage soll in den von der Antragstellerin benützten Kellerräumen betrieben werden. Noch im Schlichtungsstellenverfahren wurde am 20. März 2007 ein Verbesserungsvorschlag nachgereicht. Nach diesem Plan soll im Keller ein gesonderter Technikraum errichtet werden, in dem Kühlgeräte aufgestellt werden. Der Zugang zum Technikraum soll über eine gesonderte Tür in der zu errichtenden Abmauerung für den Technikraum vorgesehen werden. Die Abmauerung erfolgt zum begehbaren Kollektorgang hin, der den Kellerräumen vorgelagert ist. Der Kollektorgang wurde von der Antragsgegnerin zum Zweck der Mauertrocknung und der Führung von Abwasserkanälen errichtet. In ihm werden auch Elektroleitungen geführt. Der Kellerraum verfügt über drei Kellerfenster mit Verglasung, die jeweils über einen kurzen vertikalen Schacht und ein abschließendes Lüftungsgitter mit der Außenluft in Verbindung stehen. Die Fenster verfügen über einen Schließmechanismus und sind dicht ausgeführt. Die Lüftungsgitter zu dem von der Antragstellerin benützten Keller messen 70 x 20 cm und sind in einer ca 25 cm tiefen und ca 1,2 m breiten Mauernische der Fassade eingebaut. Oberhalb jedes Gitters befindet sich in einem Abstand von ca 1 m die Unterkante eines Fensters, das die Breite der Mauernische einnimmt. Die Höhe der Fenster beträgt ca 2,4 m. Die Fenster gehören zu einem Geschäftslokal im Erdgeschoss, das von einem anderen Mieter als Büro- und Aufenthaltsraum angemietet wurde, derzeit aber als Lager benützt wird. Im Abstand von ca 5 m vom linken der drei Fenster befindet sich innerhalb einer Mauernische ein Abluftgitter mit der Größe von ca 80 x 80 cm, das für die Abluftführung einer Lüftungsanlage vorgesehen ist.

Die Ausblasung der Warmluft aus dem Gitter soll entgegen der ursprünglichen Planung aus dem Gitter horizontal erfolgen. Die Vorderkante des Gitters ist etwa mit der Fassade bündig. Im Keller sind die erwähnten zwei Kälteaggregate aufgestellt, von denen eines an der Wand montiert ist und eines auf dem Kellerboden steht. Die Klimaanlage ist nicht betriebsbereit. Die Kühlmittelleitungen wurden von der Antragstellerin ober Putz entlang der Wände und Decken der allgemeine Kellergänge zu den beiden neben der Stiege 12 angeordneten Lichthöfen und jeweils an einer Lichthoffassade ober Putz zum Mietgegenstand der Antragstellerin verlegt (S 39 des Schlichtungsstellenaktes).

Der Keller und der Vorraum sind durch insgesamt sechs rechteckige Maueröffnungen in der Größe von ca 20 x 30 cm mit dem an den Kellerraum anschließenden Gang lufttechnisch in Verbindung. Auf der dem Keller gegenüberliegenden Seite des Ganges befinden sich die Räumlichkeiten des Gesundheitszentrums im *****stift. Sie verfügen über keine natürlichen Lüftungsöffnungen zum Gang und werden mechanisch be- und entlüftet. Die Zugangstüre zum Gesundheitszentrum ist dicht. Die Tür zu dem von der Antragstellerin genutzten Kellerraum ist dicht im Hinblick auf die natürliche Lüftung. Im Kellergang befinden sich zwei permanente Lüftungsöffnungen ins Freie.

Der den Innenhof querende Verbindungskollektor ist ca 2 m hoch. Das daran anschließende Gebäude ist mittels einer Brandschutztüre lufttechnisch abgeschlossen. Die Querlüftung in diesem Bereich erfolgt durch eine oberhalb des Kollektors bestehende - mit gusseisernem Gitter verschlossene - Luftöffnung in den gleichen Innenhof. Im Kellergang und im Verbindungskollektor sind Heizleitungen verlegt. In der Decke des Kollektorganges sind drei jeweils in der Fensterachse angeordnete gusseiserne Gitter mit einer Gesamtgröße von ca 60 x 60 cm ausgeführt. An anderer Stelle bestehen für den Kollektor acht weitere gleichartige Lüftungsgitter. Der Kollektorgang ist über diese Gitter mit der Außenluft verbunden. Sämtliche vorgenannten Öffnungen sind in den zweiten Innenhof des *****stifts orientiert, der eine Grundfläche von ca 2.000 m² hat und über Durchgänge und Durchfahrten sowohl mit den angrenzenden Höfen wie auch mit der Helferstorferstraße lufttechnisch in Verbindung steht. Der Gehsteig liegt oberhalb des Kollektors. In Innenhofmitte befindet sich ein Grünbereich mit mehreren Bäumen.

Dem gegenständlichen Antrag liegt ursprünglich der Projektplan vom 28. 9. 2006 samt Verbesserungsvorschlag vom 20. 3. 2007 zugrunde (Seite 3 und 42 bis 49 im Schlichtungsstellenakt). Nach diesem Plan soll im Keller ein gesonderter Technikraum errichtet werden, in welchem Kühlgeräte aufgestellt werden. Der Zugang für den Technikraum ist über eine gesonderte Türe in der zu errichtenden Abmauerung für den Technikraum vorgesehen. Die Luftansaugung in den Technikraum ist über eine Luftansaugkammer mit vorgeschalteten Schalldämmkulissen vorgesehen. Für die Schalldämmkulissen ist eine Einfügungsdämpfung von 29 dB bei 259 Hz angegeben. Die beiden Kühlgeräte, die im Technikraum aufgestellt werden sollen, sind eigentlich für die Aufstellung im Freien konzipiert. Die Luft wird aus dem Technikraum mittels zweier Axialventilatoren, nachgeschalteten Schalldämpfern und anschließenden Luftkanälen zu den Ausblasöffnungen geführt. Die Ausblasung erfolgt über zwei Wege, nämlich einerseits über einen Luftkanalanschluss an die gusseisernen Bodengitter und andererseits über einen Luftkanalanschluss an den Fensterrahmen und Ausblasung über das horizontale Gitter. Die Luftansaugung ist aus dem Kollektor durch drei Öffnungen (vergitterte Durchbrüche) unterhalb der Fenster mit einer Größe von je 100 x 45 cm vorgesehen. Die aus dem Kollektor abgesaugte Luft strömt über insgesamt acht Stück gusseiserne Gitter in den Kollektor nach. Die Verbindung der Kühlaggregate in den Büros mit den Kälteaggregaten ist durch Rohrleitungen für Kältemitteltransport vorgesehen. Die Verbindungsleitungen sind durch diese Konzeption im geringstmöglichen Durchmesser vorgesehen. Im Plan dargestellt ist die Leitungsführung im Keller sowie die Änderung der Leitungsführung im Bereich des Lichthofs. Im Plan dargestellt ist weiters ein Teil der Entwässerung der Luftkanäle, jedoch ohne Detailangaben, wie der Anschluss an den Kanal erfolgt. Nähere Angaben über die ausgelegten Ventilatordrehzahlen und den durch die Ventilatoren zu überwindenden Widerstand liegen nicht vor. Dem Plan liegt keine detaillierte akustische Berechnung bei, ebenso nicht eine Berechnung der durch die Geräte verursachten Abwärme und der daraus resultierenden Fortlufttemperatur. Angaben über die benötigte Kühlleistung und über die Art der Kühllast in den Büroräumen der Antragstellerin liegen nicht vor.

Die Klimaanlage laut diesem ursprünglichen Projektplan entspricht zwar dem Stand der Technik, allerdings ist die akustische Auslegung anhand des Projektplans nicht überprüfbar. Weiters ist im Hinblick auf die dreifache Ausblassituation unmittelbar unterhalb der Fenster des Erdgeschosses mit Beeinträchtigungen zu rechnen. Grund dafür ist die vertikale Ausblasung innerhalb der Fassadennische im Fensterbereich, wodurch ein Warmluftvorhang vor das Erdgeschossfenster gelegt wird und im Bereich des Fensters auch eine Veränderung der bei Fensterlüftung zu erwartenden Luftbewegungen entsteht. Eine weitere unzulässige Beeinträchtigung ist im Hinblick auf die Schallentwicklung im Bereich des Erdgeschossfensters gegeben, dies aufgrund eines Luft-Schalldruckpegels von 40 dB(A) in 1 m Entfernung von den vorgesehenen Ausblasstellen. Eine Schädigung des Hauses ist nach dem ursprünglichen Projektplan ebensowenig zu erwarten wie eine Gefahr für Sicherheit von Personen und Sachen.

Aufgrund der im Laufe des Verfahrens vorgelegten Immissionsprognose vom 13. 3. 2009 (Beil ./B) und Projektplan mit Anpassung an das schalltechnische Gutachten Stand 13. 3. 2009 (Beil ./C) ergeben sich folgende Änderungen der geplanten Klimaanlage zum ursprünglichen Plan: Durch die Änderung der Ausblassituation von einer vertikalen Ausrichtung in eine horizontale wäre im Hinblick auf den direkt oberhalb der Ausblasöffnungen situierten Mieter nicht mehr mit einer Beeinträchtigung durch das Ausblasen der Warmluft zu rechnen, weil ein Warmluftvorhang vor den oberhalb der Ausblasung situierten Fenstern nicht mehr bestehen würde. Bautechnisch würden sich durch die horizontale Ausblasung keine Probleme ergeben, weil sich im Bereich der Ausblasung Bodengitter befinden, die mit den Kellerfenstern in Verbindung stehen, sodass nur die Richtung der ohnehin ausgeblasenen Luft umgeändert würde. Die Umlenkung der Luft würde ca 40 cm über dem Boden geschehen. Im Bereich von drei Fensternischen in der Außenmauer müsste dafür eine Umgestaltung vorgenommen werden, dies könnte aus optischen Gründen etwa in Form des bereits an anderer Stelle in einer Fassadennische bestehenden Abluftgitters mit einer Größe von ca 80 x 80 cm geschehen. Aus technischer Sicht könnte die Umgestaltung auch kleiner sein. Die Abluft würde mit etwa 14 km/h (das entspricht dem Fahrtwind bei langsamer Radfahrgeschwindigkeit) ausströmen, wobei diese Geschwindigkeit nur unmittelbar in der Nähe des Ausblasens gegeben wäre, also etwa im Strömungsbereich von 0,5 bis 0,75 m. Die Geschwindigkeit würde insgesamt abnehmen und die warme Luft aufsteigen. Es ist nicht gänzlich ausgeschlossen, dass dieser Warmluftstrom in ein Mietobjekt gelangen kann, wenn der darüber liegende Mieter sowohl hof- als auch straßenseitig die Fenster geöffnet hat und eine Querlüftung durchführt, wobei es sich höchstwahrscheinlich nur um einen Teilluftstrom handeln kann. Nicht festgestellt werden kann, ob der im Projektplan eingetragene Schalldämpfer die dort angegebene Schalldämpfung auch tatsächlich erreicht. Sofern dies der Fall ist, wäre anhand des geänderten Projektplans mit einer akustischen Beeinträchtigung nicht zu rechnen. Im Vergleich zum ursprünglichen Plan ergeben sich bis auf die beschriebene Gestaltung der Fassadennischen keine anderen baulichen Änderungen, insbesondere keine Mauerdurchbrüche. Es ist nicht von einer Beschädigung anderer Einrichtungen im Kellerbereich außerhalb der von der Antragstellerin benutzten Kellerräumlichkeiten auszugehen. Eine Temperaturabsenkung ist denkmöglich, würde aber nur sehr gering ausfallen. Eine Einfriergefahr ist unwahrscheinlich. Eine Schädigung des Hauses ist auch nach dem verbesserten Projektplan ebensowenig zu erwarten wie eine Gefahr für Sicherheit von Personen und Sachen. Dass die Stromkapazität des Hauses durch den Betrieb der Klimaanlage bis an den Rand der Kapazität belastet würde, kann nicht festgestellt werden.

Nach wie vor sind auch aufgrund des verbesserten Plans nicht alle Bedingungen der Kälteanlagenverordnung (BGBl 1969/305 idgF) erfüllt, was aber keine Auswirkungen auf die Gestaltung der Ausblassituation hat. Der Plan ist technisch nachvollziehbar, allerdings ist wie beschrieben die tatsächliche Dämpfungswirkung des eingezeichneten Schalldämpfers nicht nachgewiesen.

Die Antragstellerin hat sich verpflichtet, die Errichtungskosten der geplanten Klimaanlage zu übernehmen und für eine einwandfreie Ausführung durch die Beauftragung von Fachleuten zu sorgen.

Mit dem verfahrenseinleitenden Antrag begehrte die Antragstellerin, die von ihr vorgenommene Errichtung einer Klimaanlage in Teilen der Bestandräumlichkeiten des Gebäudes ***** 6, Stiege römisch XII und römisch XIII samt Leitungsführung und Durchbruch in den Kellerräumlichkeiten wie im Projektplan vom 28. 9. 2006, im Laufe des Verfahrens vor der Schlichtungsstelle verbessert durch den Vorschlag vom 20. 3. 2007 zu genehmigen. Sie sei Mieterin mehrerer Räumlichkeiten im Haus ***** 6. Ein Teil der zum Betrieb einer Rechtsanwaltskanzlei gemieteten Räumlichkeiten sei bereits im Einvernehmen mit der Antragsgegnerin klimatisiert worden. Um weitere Räume zu klimatisieren, habe sie im Herbst 2002 in den von ihr gemieteten Kellerräumlichkeiten Leitungen verlegt, Endklimageräte installiert und Mauerdurchbrüche für eine ordnungsgemäße Be- und Entlüftung vorgenommen. Nach einer Besitzstörungsklage der Antragsgegnerin seien die Maueröffnungen wieder verschlossen worden. Ein zu 20 Msch 49/04i des Bezirksgerichts Innere Stadt Wien gestelltes Begehren auf Erteilung der Zustimmung zur Errichtung der Klimaanlage sei rechtskräftig abgewiesen worden. Die Projektunterlagen seien nunmehr durch den Projektplan vom 28. 9. 2006 überarbeitet worden.

Die Antragsgegnerin verweigere die Zustimmung zur Errichtung der Klimaanlage. Deren Errichtung und Inbetriebnahme entspreche aber dem Stand der Technik, der Übung des Verkehrs und diene wichtigen Interessen der Antragstellerin im Hinblick auf die Modernisierung ihrer Bestandräumlichkeiten. In den Sommermonaten sei es unbedingt erforderlich, eine Klimaanlage in Betrieb zu nehmen, weil es in den Räumlichkeiten der Rechtsanwaltskanzlei zu einer exorbitanten Hitzeentwicklung komme, die ein Arbeiten beinahe unmöglich mache. An manchen Sommertagen sei eine Hitzeentwicklung von 30 Grad Celsius eingetreten.

Bei den beabsichtigten Verbesserungen handle es sich um privilegierte Veränderungen.

Die Antragstellerin habe sich verpflichtet, die Kosten zu tragen, auch sei eine einwandfreie Ausführung durch Fachfirmen gewährleistet. Schutzwürdige Interessen des Vermieters oder anderer Mieter würden nicht beeinträchtigt, eine Gefahr von Personen oder Sachen werde nicht bewirkt. Gründerzeithäuser oder ältere Baulichkeiten würden nach und nach mit Klimaanlagen ausgestattet, weshalb es dem Stand der Technik entspreche, dass Büroräumlichkeiten klimatisiert seien. Eine Erweiterung des Bestandrechts liege nicht vor.

Im Zuge des gerichtlichen Verfahrens legte die Antragstellerin eine Immissionsprognose vom 13. 3. 2009 sowie einen Projektplan mit Anpassung an das schalltechnische Gutachten Stand 13. 3. 2009 vor.

Die Antragsgegnerin beantragte die Abweisung des Antrags und wendete ein, der antragsgegenständliche Einbau einer umfangreichen Klimaanlage mit insgesamt zwei Geräten im Keller, umfangreichen Kabelverlegungen in Lichthöfen, Kellergängen und insbesondere die in einem nicht mitgemieteten Kellerraum vorgesehenen baulichen Veränderungen durch Errichtung von „Einhausungen“ und Trennwänden sowie Durchbrüchen durch Fundamentmauern sei wegen seines Umfangs dem Anwendungsbereich des Paragraph 9, MRG entzogen. Die beabsichtigte Veränderung entspreche daher keinesfalls der Übung des Verkehrs. Durch den Umfang der Arbeiten würden schutzwürdige Interessen der Antragsgegnerin und anderer Mieter beeinträchtigt. Weiters werde eine Ausweitung des Bestandverhältnisses auf nicht mitgemietete Kellerabteile und andere Hausbereiche beabsichtigt. Die Antragsgegnerin verfüge über das Kellerabteil nur aufgrund eines Prekariums. Im schriftlichen Hauptmietvertrag sei ausdrücklich festgehalten worden, dass die Kellerräumlichkeiten nicht in Bestand gegeben würden. Die Änderungen im Kellerabteil unterlägen daher nicht Paragraph 9, MRG, weil dieser nur Veränderungen im Bestandgegenstand betreffe. Im konkreten Fall sollten aber sämtliche Veränderungen außerhalb des Bestandobjekts der Antragstellerin vorgenommen werden. So sei beabsichtigt, mehrere 100 m Leitungen in einem nicht gemieteten Kellerbereich zu verlegen. Im Weiteren werde bestritten, dass die Errichtung von Klimaanlagen in Gründerzeithäusern der Übung des Verkehrs entspreche. Dabei komme es nicht auf die persönlichen Bedürfnisse des Mieters an. Im Weiteren werde das Lichtraumprofil der Kellergänge durch die Leitungsführung vermindert und die Querschnittsfläche für Transporte eingeschränkt. Auch werde die Stromversorgung des Hauses bis an den Rand der Kapazität belastet. Durch die Ausblasung der Abwärme würden Passanten und andere Mieter belästigt. Dem Projektplan, dessen Genehmigung begehrt werde, fehlten wesentliche Projektdetails, wie etwa die Dimension und Lage der verschiedenen Kanäle, Details zum „Technikraum“, welche neuen Öffnungen in Fundamentmauern hergestellt werden müssten, genaue Angaben, mit welchen Immissionen zu rechnen sei, und wie die Kondensatwasserabfuhr erfolgen solle.

Die Antragsgegnerin wäre bei Betrieb der Klimaanlage auch Mietzinsminderungsansprüchen anderer Mieter ausgesetzt.

Unzulässigerweise beziehe sich der Antrag auf alle vier Bestandobjekte der Antragstellerin, die aber rechtlich und faktisch nach wie vor getrennt seien. Die Errichtung einer einheitlichen Anlage führe zu unüberwindbaren Schwierigkeiten wie etwa bei einer Weitervermietung.

Unzulässig sei die von der Antragstellerin während des Verfahrens vorgenommene Projektänderung hinsichtlich einer nunmehr horizontalen Ausblasung, weil dies eine Änderung des Antrags gegenüber jenem vor der Schlichtungsstelle darstelle.

Auch das geänderte Projekt sei nicht bewilligungsfähig.

Ausgehend vom oben festgestellten Sachverhalt wies das Erstgericht das Begehren, die verweigerte Zustimmung der Antragsgegnerin zur geplanten Verbesserung zu ersetzen, ab. Es verneinte zunächst in rechtlicher Hinsicht, dass die während des Verfahrens vorgenommenen Projektänderungen eine unzulässige Änderung des Antrags darstellten. Nach wie vor liege Identität des Begehrens vor, an dessen grundsätzlichen Gegebenheiten keine Änderung stattgefunden habe. Gerade im Außerstreitverfahren seien an die Bestimmtheit eines Antrags keine zu strengen Anforderungen zu stellen (MietSlg 53.462).

Zur beabsichtigten Änderung selbst hielt das Erstgericht fest, dass nach den Ausführungen des Sachverständigen schon die Bedingungen der Kälteanlagenverordnung nicht erfüllt seien und ernsthafte Zweifel an der tatsächlichen Leistungsfähigkeit des im Plan eingezeichneten Schalldämpfers bestünden.

Vor allem sei aber das Begehren deshalb nicht bewilligungsfähig, weil in rechtlicher Hinsicht aus dem festgestellten Sachverhalt abzuleiten sei, dass die für den Betrieb der Klimaanlage vorgesehenen Kellerräumlichkeiten der Antragstellerin nicht mitvermietet worden seien. In den schriftlichen Mietverträgen sei nämlich ausdrücklich die Vermietung der Kellerräumlichkeiten ausgeschlossen worden. Davon abweichende Vereinbarungen hätte die Antragstellerin nicht einmal behauptet. Aus der bloßen Tatsache der Nutzung allein sei bei dieser Sachlage nicht auf das konkludente Zustandekommen eines Mietvertrags zu schließen. Es sei daher davon auszugehen, dass es sich bei den von der Antragstellerin genutzten Kellerräumen um allgemeine Teile der Liegenschaft handle.

Es sei zuzugestehen, dass beim Betrieb einer Anwaltskanzlei ein wichtiges Interesse darin bestehe, in den Sommermonaten über klimatisierte Räumlichkeiten zu verfügen und nicht bei 29 bis 30 Grad Raumtemperatur arbeiten zu müssen. Auch seien Veränderungen iSd Paragraph 9, MRG nicht schon deshalb unzulässig, weil allgemeine Teile des Hauses beansprucht würden. Allerdings dürften dadurch die Voraussetzungen des Paragraph 9, Absatz eins, Ziffer 2 und 5 MRG nicht unterlaufen werden. Mangels Aufzählung von Klimaanlagen in Paragraph 9, Absatz 2, MRG handle es sich auch nicht um privilegierte Veränderungen.

Die geplante Änderung sei gerade an der Verkehrsübung und der Beeinträchtigung schutzwürdiger Interessen des Vermieters zu messen. Möge es auch der Übung des Verkehrs entsprechen, dass im Zuge der Modernisierung von Büroräumen auch in älteren Gebäuden Klimaanlagen nachgerüstet würden, entspreche es doch nicht der Verkehrsübung, dass bei Errichtung einer Klimaanlage allgemeine Teile des Hauses derart beansprucht würden, dass in einem von der Mieterin benutzten, ihr aber nicht vermieteten Keller bauliche Änderungen durch Errichtung eines eigenen Technikraums samt Abmauerung eines bedeutenden Teils des Kellers durchgeführt und nicht unwesentliche Eingriffe in die Bausubstanz durch Umgestaltung dreier Fassadennischen an der Außenmauer des Hauses vorgenommen würden. Eine solche Beanspruchung allgemeiner Teile gehe weit über allenfalls zu duldende Leitungsführungen an allgemeinen Teilen eines Hauses hinaus und stelle zugleich auch einen Eingriff in die schutzwürdigen Interessen der Antragsgegnerin an der Erhaltung ihrer Verfügungsfreiheit über die Bausubstanz dar. Die Voraussetzungen des Paragraph 9, Absatz eins, Ziffer 2 und 5 MRG seien daher nicht erfüllt.

Das Gericht zweiter Instanz gab dem hiegegen von der Antragstellerin erhobenen Rekurs Folge, hob den angefochtenen Sachbeschluss auf und trug dem Erstgericht eine neue Entscheidung nach Verfahrensergänzung auf.

Das Rekursgericht sprach weiters aus, dass der Revisionsrekurs zulässig sei, weil noch keine höchstgerichtliche Rechtsprechung zur Frage der Verkehrsüblichkeit des Einbaus von Klimaanlagen in Büroräumlichkeiten vorliege.

Das Rekursgericht verneinte das Vorliegen der in erster Instanz eingewendeten Nichtigkeit des Verfahrens durch unzulässige Änderung des dem Schlichtungsstellenantrag angeschlossenen Projektplans. Entscheidend sei, ob zwischen dem Begehren im gerichtlichen Verfahren und dem vor der Schlichtungsstelle gestellten Antrag Identität bestehe, weil nur der bei der Schlichtungsstelle gestellte Antrag ohne Begründung einer Nichtigkeit zum Gegenstand eines gerichtlichen Verfahrens gemacht werden könne. Jede substanzielle Änderung sei demnach im gerichtlichen Verfahren ausgeschlossen. Bloß geringfügige Änderungen, insbesondere eines Antrags nach Paragraph 37, Absatz eins, Ziffer 6, MRG in Verbindung mit Paragraph 9, MRG berührten aber die Identität nicht (5 Ob 220/00i). Das von der Antragstellerin im Schlichtungsstellenverfahren verfolgte Rechtsschutzziel sei die Erwirkung der Zustimmung der Antragsgegnerin zu einer konkret geplanten Klimaanlage. Zwar habe der Oberste Gerichtshof zu 5 Ob 192/06f ausgesprochen, dass dann, wenn Gegenstand eines Antrags an die Schlichtungsstelle ein in seiner Ausführungsart konkret bezeichnetes, bauliches Änderungsbegehren eines Mieters sei, auch die im Antrag enthaltenen wesentlichen Kriterien der Ausführungsart wie Konstruktion, Material, Gliederung etc einen derart bedeutenden Teil des Rechtsschutzbegehrens bildeten, dass diese zwar noch während des Schlichtungsstellenverfahrens eine Abänderung erfahren könnten, zufolge fehlender Identität der „Sache“ aber ein Wechsel der Ausführungsart im gerichtlichen Verfahren nicht mehr zulässig sei. Im konkreten Fall handle es sich aber um bloß geringfügige Abweichungen, die während des gerichtlichen Verfahrens vorgenommen worden seien.

Dass gegenüber dem Antrag an die Schlichtungsstelle, die Änderung für insgesamt fünf Bestandobjekte zu genehmigen, eine Einschränkung, die Änderung nur für vier Bestandobjekte zu genehmigen, vorgenommen worden sei, sei als Teilrückziehung zulässig vergleiche 5 Ob 163/07t).

Im Weiteren folgte das Rekursgericht der Ansicht des Erstgerichts darin, dass die Errichtung von Klimaanlagen in Büroräumlichkeiten, die in älteren Gebäuden gelegen seien und in denen im Sommer Temperaturen bis zu 30 Grad gemessen würden, grundsätzlich der Übung des Verkehrs entspreche. In diesem Zusammenhang sei es auch als verkehrsüblich anzusehen, für eine solche Maßnahme einen mitgemieteten Keller zur Aufstellung von Kühlgeräten zu verwenden. Auch sei die Leitungsverlegung nicht als unüblich anzusehen, selbst wenn davon Wände und Decken allgemeiner Kellergänge und eine Lichthoffassade betroffen seien. Die Umgestaltung der drei Fassadennischen berührte die Verkehrsüblichkeit nicht, sondern könnte allenfalls das schutzwürdige Interesse des Vermieters tangieren.

Die Frage, ob der Antragstellerin die Kellerräumlichkeiten mitvermietet worden seien, sei eine quaestio mixta, sei allerdings erheblich und noch nicht abschließend geklärt. Mit der Rechtsprechung sei zugrunde zu legen, dass einem Mieter ausdrücklich überlassene Teile der Liegenschaft in der Regel zu einer konkludenten Änderung des Gebrauchsrechts des Mieters aus dem Mietvertrag führten, wobei ein Prekarium nicht vermutet werde, soferne der Vermieter nicht klarstelle, dass die Überlassung solcher Teile nur gegen jederzeitigen Widerruf erfolge. Dass die Antragsgegnerin bei Abschluss des Mietvertrags eine Vermietung der Kellerabteile nicht gewollt habe, besage noch nichts, wenn diese Absicht der Antragstellerin gegenüber nicht erklärt worden sei.

Es bedürfe daher konkreter Feststellungen darüber, was bei Zuweisung der Kellerräumlichkeiten besprochen worden sei, um beurteilen zu können, ob die Kellerräumlichkeiten mitvermietet oder bloß prekaristisch überlassen worden seien. Die geplanten Änderungen könnten nämlich nur von einem Mieter der Kellerräumlichkeiten, nicht aber von einem Prekaristen durchgesetzt werden. Daher sei eine Aufhebung des angefochtenen Sachbeschlusses zur Prüfung dieser Fragen unumgänglich.

Im Weiteren führte das Rekursgericht aus, dass die Beweisergebnisse keine Feststellung dahin zuließen, dass keine akustische Beeinträchtigung durch die errichtete Klimaanlage bewirkt werde. Auch wenn für den Sachverständigen klar gewesen sei, dass eine erforderliche Schalldämpfung technisch möglich sei, habe das Gutachten doch ergeben, dass eine Nachprüfung dieses Umstands, ob der vorgesehene Schalldämpfer tatsächlich die angegebene Dämpfung erbringe, nicht möglich sei.

Im Ergebnis hielt das Rekursgericht diesen Umstand aber für nicht geeignet, eine Antragsabweisung vorzunehmen. Eine Duldungsverpflichtung könnte nämlich mit einer Auflage versehen werden, die etwa „soferne diese [Klimaanlage] den Luft-Schalldruckpegel von 35 dB in 1 m Entfernung von den vorgesehenen Ausblasstellen nicht überschreitet“, lauten könnte.

Dem Einwand der Antragsgegnerin, die Errichtung einer einheitlichen Klimaanlage für vier getrennte Objekte sei unzulässig, hielt das Rekursgericht entgegen, dass die Antragstellerin nach Beendigung des Bestandverhältnisses ohnedies gemäß Paragraph 1109, ABGB vom Vermieter zur Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands verpflichtet werden könne. Ein Ersatz nach Paragraph 10, MRG komme bei Geschäftsräumlichkeiten nicht in Betracht.

Eine ins Gewicht fallende, einer Antragstattgebung entgegenstehende Beeinträchtigung anderer Mieter sei angesichts der geänderten Warmluftausblasung (horizontal statt vertikal) nicht zu erkennen.

Auch den Einwand, die Klimaanlage sei insgesamt für vier Objekte zu groß dimensioniert, hielt das Rekursgericht für nicht beachtlich; solange nicht feststehe, dass nur andere Maßnahmen zielführend seien oder eine erheblich bessere Problemlösung böten, sei dem Vermieter ein solcher Einwand versagt vergleiche 5 Ob 233/99x). Auch der Umstand, dass die exakte Ausgestaltung der horizontalen Ausblasvorrichtung nicht geklärt sei, rechtfertige nicht die Antragsabweisung, stehe doch fest, dass sich bautechnisch dadurch keine Probleme ergäben, weil nur die Richtung der ausgeblasenen Luft geändert werde.

Die Einwendungen hinsichtlich einer erforderlichen Zustimmung der Denkmalschutzbehörde beurteilte das Rekursgericht als im Rekursverfahren unbeachtliche Neuerung.

Eine Wasserableitung der Anlage sei nach den Ergebnissen des Sachverständigengutachtens nicht erforderlich, weil Kondensat nicht entstehe. Entsprechende Feststellungen würden allerdings im fortgesetzten Verfahren noch zu treffen sein.

Die allgemeine Feststellung, dass nicht alle Bedingungen der Kälteanlagenverordnung erfüllt seien, liefere noch keine Anhaltspunkte dafür, welche Probleme sich daraus ergeben könnten. Konkrete Mängel habe die MA 25 im Schlichtungsstellenverfahren dazu nicht ausgeführt. Ein antragstattgebender Sachbeschluss könnte im Übrigen die Ersetzung der Zustimmung an eine Einhaltung der Bestimmungen der Kälteanlagenverordnung binden.

Im Ergebnis führten diese Erwägungen des Rekursgerichts zu einer Aufhebung des erstinstanzlichen Sachbeschlusses, weil maßgeblich für die Bewilligungsfähigkeit des Änderungsbegehrens die Frage sei, ob von der Antragstellerin die Kellerräumlichkeiten mitgemietet worden seien. Dies unter der Bejahung der Verkehrsüblichkeit des Einbaus von Klimaanlagen in Büroräumlichkeiten.

Gegen diesen Beschluss richtet sich der Revisionsrekurs der Antragsgegnerin mit dem Antrag auf Abänderung der angefochtenen Entscheidung im Sinne einer Nichtigerklärung des gesamten Verfahrens und Zurückweisung des verfahrenseinleitenden Antrags; hilfsweise wird eine Abänderung im Sinn der Wiederherstellung des erstinstanzlichen Sachbeschlusses beantragt.

Die Antragstellerin beantragte, dem Revisionsrekurs nicht Folge zu geben.

Rechtliche Beurteilung

Der Revisionsrekurs ist zulässig und im Sinn des (Eventual-)Antrags auf Wiederherstellung des erstinstanzlichen Sachbeschlusses auch berechtigt.

1.) Zur behaupteten Nichtigkeit:

Im Außerstreitverfahren kann nach neuerer Rechtsprechung eine vom Rekursgericht verneinte Nichtigkeit im Revisionsrekurs neuerlich geltend gemacht werden vergleiche 10 Ob 25/06h = SZ 2006/146; RIS-Justiz RS0121265 ua).

Die behauptete Nichtigkeit liegt jedoch nicht vor.

Durch die teilweise Zurückziehung des Antrags hinsichtlich eines fünften Mietobjekts wurde das Begehren nicht qualitativ vergleiche RIS-Justiz RS0041027), sondern zulässigerweise nur quantitativ geändert vergleiche RIS-Justiz RS0070401 [T5]). Auch die Planänderung (horizontales statt vertikales Ausblasen) hat die Identität der Sache nicht berührt, weil es, wie schon das Rekursgericht zutreffend ausführte, nach wie vor um denselben Anspruch, nämlich dasselbe Vorhaben auf Errichtung der im Verfahren vor der Schlichtungsstelle gegenständlichen Klimaanlage geht und die Änderung im Ergebnis nur geringfügig ist vergleiche RIS-Justiz RS0070401 [T4; T7]). Die Identität einer „Sache“ wird nicht schon dadurch beseitigt, dass bei einem umfassenden Planungsvorhaben während des gerichtlichen Verfahrens in einem Detail eine günstigere Ausführungsart (hier horizontale Luftausblasung statt vertikaler Luftausblasung der Klimaanlage) gewählt wird.

2.) Das Rekursverfahren ist auch nicht mit einer Mangelhaftigkeit behaftet, weil dem Aufhebungsbeschluss unzulässigerweise Neuerungen zugrunde gelegt worden wären. Das Rekursgericht hat ausschließlich die Frage des Rechtsgrundes der Überlassung der Kellerräumlichkeiten zur Nutzung an die Antragstellerin für aufklärungsbedürftig erachtet, wenn es eine Verbreiterung der Tatsachengrundlagen dahingehend verlangte, welche Äußerungen von den Parteien anlässlich der Übergabe der Kellerräumlichkeiten an die Antragstellerin getätigt wurden (insbesondere S 6 der Rekursentscheidung). Einer solchen Ansicht kann der Oberste Gerichtshof, der nicht Tatsacheninstanz ist, nicht entgegentreten (RIS-Justiz RS0042179).

Paragraph 36, Absatz 3 und 4 erster Satz AußStrG wird als Parallelbestimmung zu Paragraph 405, ZPO angesehen, weshalb ein Überschreiten des Verfahrensgegenstands grundsätzlich eine Mangelhaftigkeit begründen könnte (RIS-Justiz RS0007501 [T6]), was jedenfalls im wohnrechtlichen Außerstreitverfahren für jene Verfahrensarten zu bejahen wäre, die auf den Dispositionsgrundsatz zugeschnitten sind vergleiche Fucik in Fasching/Konecny² Rz 64 zu Paragraph 405, ZPO; Fucik/Kloiber, AußStrG Rz 9 zu Paragraph 36,).

Das Tatsachenvorbringen der Antragstellerin hat aber von Beginn an die Behauptung enthalten, sie habe die Kellerräumlichkeiten „mitgemietet“. Es stellt daher keinen Verstoß gegen Paragraph 36, Absatz 3 und 4 AußStrG dar, wenn das Rekursgericht die Umstände der Einräumung des Besitzes an den Kellerräumlichkeiten für aufklärungsbedürftig erachtete.

3.) Aus Anlass eines Revisionsrekurses gegen einen Aufhebungsbeschluss nach Paragraph 64, AußStrG hat der Oberste Gerichtshof eine allseitige Überprüfung der Rechtsansicht des Rekursgerichts vorzunehmen und ist infolgedessen nicht auf der Erörterung jener Rechtsfragen beschränkt, derentwegen das Rekursgericht den Revisionsrekurs zugelassen hat oder die der Revisionsrekurswerber aufwarf. Der Prüfungsumfang ist nur insoweit nicht unbegrenzt, als in sich geschlossene selbständige Tatsachenkomplexe der Nachprüfung nicht unterliegen, wenn sie nicht Gegenstand der Anfechtung sind (RIS-Justiz RS0043903; 1 Ob 126/01p; zum außerstreitigen Verfahren: 5 Ob 184/03z = SZ 2003/144). Der Oberste Gerichtshof kann auch gleich in der Sache selbst erkennen (Paragraph 70, Absatz 2, AußStrG).

Aufgrund nachstehender Erwägungen ist für die Entscheidung über den verfahrenseinleitenden Antrag die Frage des Zustandekommens eines Mietverhältnisses über die von der Antragstellerin bisher zu Lagerzwecken verwendeten Kellerräumlichkeiten jedoch nicht ausschlaggebend und damit entscheidungswesentlich:

3.1) Die Erzwingbarkeit der Zustimmung des Vermieters zu einer vom Mieter beabsichtigten wesentlichen Veränderung (Verbesserung) des Mietgegenstands setzt zunächst voraus, dass die geplante Veränderung der Übung des Verkehrs entspricht und einem wichtigen Interesse des Hauptmieters dient. Im Unterschied zu Paragraph 16, WEG, wo diese Voraussetzungen nur alternativ gefordert sind, hat im Geltungsbereich des Paragraph 9, MRG der Mieter nachzuweisen, dass beide Voraussetzungen kumulativ vorhanden sind. Deshalb kann die fehlende Verkehrsüblichkeit einer Änderung nicht durch das wichtige Interesse eines Mieters daran legitimiert sein (RIS-Justiz RS0069695 [T2]; anders im WEG: 5 Ob 24/08b = wobl 2008/94 [Call] zur Genehmigung einer Klimaanlage).

Bezüglich der Übung des Verkehrs ist auf objektive Umstände abzustellen, die vom dafür behauptungsund beweispflichtigen Mieter durch konkrete Tatsachen darzulegen sind, wenn sich die Verkehrsüblichkeit nicht aus der allgemeinen Lebenserfahrung ergibt.

Gegenstand der Prüfung einer Duldungspflicht des Vermieters kann immer nur die im konkreten Einzelfall beabsichtigte Änderung in ihrer geplanten Ausgestaltung sein vergleiche RIS-Justiz RS0113606; RS0069695 [T4]).

Es kommt also nicht auf die Verkehrsüblichkeit der Ausstattung von Büroräumen mit Klimaanlagen im Allgemeinen an, sondern darauf, ob die konkret angestrebte Änderung als solche verkehrsüblich ist. Hier ist die Errichtung einer Klimaanlage für Büroräumlichkeiten im Althausbestand zu beurteilen, die durch massive Eingriffe in die Bausubstanz wie Durchbrüche, Abmauerungen und Schaffung eines Technikraums im Keller samt aufwendigen Leitungsführungen unter Inanspruchnahme der Fassade eines Lichthofs und der Anbringung von Öffnungen zur Luftausblasung an der Außenfassade verwirklicht werden soll.

Nach der Rechtsprechung kann im Rahmen des Paragraph 9, Absatz 2, Ziffer 5, MRG, also bei privilegierten Änderungen, die die Vermutung der Verkehrsüblichkeit und des wichtigen Interesses des Mieters für sich haben (Paragraph 9, Absatz 2, MRG), dem Vermieter auch die Inanspruchnahme allgemeiner Teile der Liegenschaft, also auch Änderungen außerhalb des eigentlichen Mietgegenstands zur Duldung auferlegt werden vergleiche RIS-Justiz RS0069771). Nimmt man das als Beleg dafür, dass der Gesetzgeber bei einzelnen Regelungen des Paragraph 9, MRG nicht ausschließlich Veränderungen innerhalb des Mietgegenstands im Auge gehabt hat vergleiche 5 Ob 307/01k = wobl 2003/2 [Vonkilch]; Vonkilch in Hausmann/Vonkilch, Österr. Wohnrecht Rz 13 zu Paragraph 9, MRG), ergibt sich aber im Gegenzug, dass diesfalls ein strenger Maßstab bei der Prüfung des Vorliegens der Duldungsvoraussetzungen des Paragraph 9, Absatz eins, Ziffer 2 und 5 MRG anzulegen ist, um den Interessenkonflikt zwischen Vermieter und Mieter unter Berücksichtigung sachlicher Aspekte zu lösen (vgl Vonkilch aaO).

Diesen streng zu prüfenden Voraussetzungen hält das Begehren der Antragstellerin selbst unter Zugrundelegung der Mitvermietung der Kellerräume an die Antragstellerin nicht stand. Eine derart umfängliche Inanspruchnahme allgemeiner Teile des Hauses durch Leitungsführungen, Abmauerungen, massive Eingriffe in die Bausubstanz durch Durchbrüche und die Umgestaltung dreier Fassadennischen an der Außenmauer versteht sich keineswegs als etwas, was einem Vermieter üblicherweise zugemutet werden kann. Die Judikatur ist insgesamt sehr zurückhaltend, wenn es darum geht, Eingriffe in die Bausubstanz als verkehrsüblich zu bewerten (RIS-Justiz RS0069704) und fordert in solchen Fällen vom behauptungs- und beweispflichtigen Mieter die konkrete Darlegung von Tatsachen, die den Schluss auf die Verkehrsüblichkeit einer solchen Änderung zulassen, weil sie sich aus der allgemeinen Lebenserfahrung nicht ergibt vergleiche RIS-Justiz RS0069704 [T3]). Ein entsprechendes Vorbringen hat die Antragstellerin unterlassen, die Verkehrsüblichkeit nur behauptet.

Die geplante Maßnahme geht damit weit über allenfalls zu duldende Leitungsführungen hinaus und bewirkt überdies einen Eingriff in schutzwürdige Interessen der Antragsgegnerin an der Erhaltung ihrer Verfügungsfreiheit über die Bausubstanz, die Ausgestaltung der Kellergänge und sonstigen allgemeinen Teile. Selbst wenn man die beiden der Antragstellerin zur Verfügung gestellten Kellerräume nicht als allgemeine Teile wertet, fällt doch deren massive bauliche Umgestaltung als Technikraum in diesem Zusammenhang ins Gewicht.

Das zu beurteilende Bauvorhaben indiziert überdies eine nicht unbedeutende Beeinträchtigung zumindest eines anderen Mieters der Liegenschaft durch Schallemissionen der Anlage. Der Nachweis ist nicht erbracht, dass diese durch die geplante Ausführung auch tatsächlich beseitigt wird. Dass dies technisch machbar ist, reicht nicht aus, die durch die konkreten Maßnahmen zu besorgende Beeinträchtigung zu verneinen. In diesem Zusammenhang ist auch die Ansicht des Rekursgerichts nicht zu teilen, dass die Nichteinhaltung von Voraussetzungen des Paragraph 9, Absatz eins, MRG durch dem Spruch angefügte Auflagen oder Bedingungen beseitigt werden könnte. Gegenstand des Verfahrens ist nämlich die Prüfung aller positiven und negativen Voraussetzungen des Paragraph 9, MRG, die für eine Antragstattgebung vorliegen müssen vergleiche MietSlg 42.213 = WoBl 1991/155 ua).

Der Vermieter hat also den ihm obliegenden Nachweis der Negativvoraussetzungen des Paragraph 9, Absatz eins, Ziffer 5, MRG erbracht, die Antragstellerin konnte hingegen das Vorliegen der Voraussetzungen des Paragraph 9, Absatz eins, Ziffer 2, MRG auch mangels geeigneten Vorbringens zur Verkehrsüblichkeit nicht erweisen.

Unter den dargestellten Aspekten kommt es im Ergebnis auf die rechtliche Qualifikation des Benutzungsrechts der Antragstellerin an den für Lagerzwecke benützten zwei Kellerräumlichkeiten somit nicht mehr an.

Es war daher spruchgemäß zu entscheiden.

Die Kostenentscheidung gründet sich auf Paragraph 37, Absatz 3, Ziffer 17, MRG, wobei die Bewertung des Gegenstands nach Paragraph 10, Absatz 3, Litera a, RATG mit 2.000 EUR zu erfolgen hatte.

Schlagworte

8 außerstreitige Wohnrechtssachen,

Textnummer

E95501

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2010:0050OB00167.10K.0923.000

Im RIS seit

26.11.2010

Zuletzt aktualisiert am

13.11.2012

Dokumentnummer

JJT_20100923_OGH0002_0050OB00167_10K0000_000