Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 4Ob82/72 3Ob1090/90 (3Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0046466

Geschäftszahl

4Ob82/72; 3Ob1090/90 (3Ob1091/90); 5Ob1592/94; 7Ob173/97k; 1Ob342/98w; 3Ob153/99t; 1Ob84/10z; 4Ob90/10d; 5Ob92/10f; 3Ob187/11p

Entscheidungsdatum

20.10.1972

Norm

JN §54 Abs2

Rechtssatz

§ 54 Abs 2 JN kommt dann zur Anwendung, wenn die Zinsenforderung als Nebenforderung, wie im vorliegenden Fall, gleichzeitig mit der Hauptforderung geltend gemacht wird. Nur dann, wenn lediglich Nebenforderungen geltend gemacht werden, ist ihr Betrag für die Streitwertberechnung maßgebend. Auf den Rechtsgrund der als Nebenforderung erhobenen Zinsenforderung kommt es nicht an.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 82/72
    Entscheidungstext OGH 20.10.1972 4 Ob 82/72
    Veröff: IndS 1975 H1/915,6
  • 3 Ob 1090/90
    Entscheidungstext OGH 19.12.1990 3 Ob 1090/90
    nur: § 54 Abs 2 JN kommt dann zur Anwendung, wenn die Zinsenforderung als Nebenforderung gleichzeitig mit der Hauptforderung geltend gemacht wird. Nur dann, wenn lediglich Nebenforderungen geltend gemacht werden, ist ihr Betrag für die Streitwertberechnung maßgebend. (T1)
  • 5 Ob 1592/94
    Entscheidungstext OGH 22.11.1994 5 Ob 1592/94
    Auch; nur T1
  • 7 Ob 173/97k
    Entscheidungstext OGH 04.06.1997 7 Ob 173/97k
    nur: Auf den Rechtsgrund der als Nebenforderung erhobenen Zinsenforderung kommt es nicht an. (T2)
  • 1 Ob 342/98w
    Entscheidungstext OGH 15.12.1998 1 Ob 342/98w
    Auch; nur: Nur dann, wenn lediglich Nebenforderungen geltend gemacht werden, ist ihr Betrag für die Streitwertberechnung maßgebend. (T3); Beisatz: Werden Zinsen als Anhang, also nicht selbständig eingeklagt und wird erst im Zuge des Verfahrens die Klage auf Zinsen (und Kosten) eingeschränkt, so bedeutet dies nicht, dass die Zinsen und Kosten nunmehr selbständig eingeklagt wären. Es bleibt vielmehr bloß die Nebenforderung streitverfangen, sodass der Streitwert - infolge Wegfalls der Hauptsache - unter den im § 502 Abs 2 ZPO als Zulässigkeitsgrenze genannten Betrag von S 52.000 gesunken ist. (T4)
  • 3 Ob 153/99t
    Entscheidungstext OGH 28.06.1999 3 Ob 153/99t
    Auch
  • 1 Ob 84/10z
    Entscheidungstext OGH 01.06.2010 1 Ob 84/10z
    nur: § 54 Abs 2 JN kommt dann zur Anwendung, wenn die Zinsenforderung als Nebenforderung gleichzeitig mit der Hauptforderung geltend gemacht wird. Nur dann, wenn lediglich Nebenforderungen geltend gemacht werden, ist ihr Betrag für die Streitwertberechnung maßgebend. Auf den Rechtsgrund der als Nebenforderung erhobenen Zinsenforderung kommt es nicht an. (T5); Beisatz: Ebenso ist für die Qualifikation der Zinsen als Nebenforderung nicht relevant, ob der Kläger sie in den Kapitalbetrag integriert hat oder nicht. Maßgebend ist vielmehr die rechtliche Qualifikation durch das Gericht. (T6)
  • 4 Ob 90/10d
    Entscheidungstext OGH 08.06.2010 4 Ob 90/10d
    Vgl auch
  • 5 Ob 92/10f
    Entscheidungstext OGH 15.07.2010 5 Ob 92/10f
    Auch
  • 3 Ob 187/11p
    Entscheidungstext OGH 14.12.2011 3 Ob 187/11p
    nur T5

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1972:RS0046466

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

13.02.2012

Dokumentnummer

JJR_19721020_OGH0002_0040OB00082_7200000_001

Rechtssatz für 5Ob755/81 9Ob25/10g 9Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0042813

Geschäftszahl

5Ob755/81; 9Ob25/10g; 9Ob31/10i; 4Ob95/10i; 8Ob53/10t; 1Ob84/10z; 6Ob122/10z; 6Ob97/10y; 4Ob90/10d; 8Ob70/10t; 2Ob92/10h; 8Ob45/10s; 2Ob88/10w; 2Ob86/10a; 5Ob92/10f; 2Ob113/10x; 9Ob45/10y; 2Ob131/10v; 2Ob145/10b; 3Ob196/10k; 8Ob108/10f; 5Ob7/11g

Entscheidungsdatum

15.12.1981

Norm

JN §54 Abs2
ZPO §502 Abs3 Da2

Rechtssatz

Zinsen werden als Nebenforderungen geltend gemacht, wenn und insoweit sie von einer gleichzeitig eingeklagten Hauptforderung abgeleitet werden.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 755/81
    Entscheidungstext OGH 15.12.1981 5 Ob 755/81
  • 9 Ob 25/10g
    Entscheidungstext OGH 11.05.2010 9 Ob 25/10g
    Auch; Beisatz: Hier macht der Kläger einen Schadenersatzanspruch wegen rechtswidrigen Verhaltens der Beklagten bei der Anlageberatung geltend. Er begehrt als Teil dieses Schadenersatzanspruchs auch den Zinsgewinn der eigentlich angestrebten alternativen Veranlagung, und zwar für den Zeitraum vom Beginn der Veranlagung bis zur Geltendmachung des Anspruchs. Damit macht er einen selbständigen Anspruch geltend, der nicht als „akzessorisches Nebenprodukt“ eines Hauptanspruchs beurteilt werden kann. (T1)
  • 9 Ob 31/10i
    Entscheidungstext OGH 30.06.2010 9 Ob 31/10i
    Auch; Beis wie T1
  • 4 Ob 95/10i
    Entscheidungstext OGH 08.06.2010 4 Ob 95/10i
    Auch; Beis wie T1
  • 8 Ob 53/10t
    Entscheidungstext OGH 22.07.2010 8 Ob 53/10t
    Vgl auch; Beis wie T1
  • 1 Ob 84/10z
    Entscheidungstext OGH 01.06.2010 1 Ob 84/10z
    Beis wie T1
  • 6 Ob 122/10z
    Entscheidungstext OGH 24.06.2010 6 Ob 122/10z
    Auch; Beis wie T1
  • 6 Ob 97/10y
    Entscheidungstext OGH 24.06.2010 6 Ob 97/10y
    Auch; Beis wie T1
  • 4 Ob 90/10d
    Entscheidungstext OGH 08.06.2010 4 Ob 90/10d
    Auch; Beis wie T1; Beisatz: Siehe auch RS0126125. (T2)
  • 8 Ob 70/10t
    Entscheidungstext OGH 22.07.2010 8 Ob 70/10t
    Vgl auch; Beis wie T1
  • 2 Ob 92/10h
    Entscheidungstext OGH 17.06.2010 2 Ob 92/10h
    Vgl auch; Vgl Beis wie T1
  • 8 Ob 45/10s
    Entscheidungstext OGH 22.07.2010 8 Ob 45/10s
    Auch; Beis wie T1
  • 2 Ob 88/10w
    Entscheidungstext OGH 17.06.2010 2 Ob 88/10w
    Vgl auch; Vgl Beis wie T1
  • 2 Ob 86/10a
    Entscheidungstext OGH 17.06.2010 2 Ob 86/10a
    Vgl auch; Vgl Beis wie T1
  • 5 Ob 92/10f
    Entscheidungstext OGH 15.07.2010 5 Ob 92/10f
    Auch; Beis wie T1
  • 2 Ob 113/10x
    Entscheidungstext OGH 08.07.2010 2 Ob 113/10x
    Vgl auch; Auch Beis wie T1
  • 9 Ob 45/10y
    Entscheidungstext OGH 29.09.2010 9 Ob 45/10y
    Auch; Beis wie T1
  • 2 Ob 131/10v
    Entscheidungstext OGH 24.08.2010 2 Ob 131/10v
    Vgl auch; Vgl Beis wie T1
  • 2 Ob 145/10b
    Entscheidungstext OGH 15.09.2010 2 Ob 145/10b
    Vgl auch; Beis wie T1
  • 3 Ob 196/10k
    Entscheidungstext OGH 19.01.2011 3 Ob 196/10k
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T1
  • 8 Ob 108/10f
    Entscheidungstext OGH 25.01.2011 8 Ob 108/10f
    Vgl; Beis wie T1
  • 5 Ob 7/11g
    Entscheidungstext OGH 26.05.2011 5 Ob 7/11g
    Auch; Beis wie T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1981:RS0042813

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

01.08.2011

Dokumentnummer

JJR_19811215_OGH0002_0050OB00755_8100000_002

Rechtssatz für 6Ob847/82 9Ob25/10g 9Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0046495

Geschäftszahl

6Ob847/82; 9Ob25/10g; 9Ob31/10i; 4Ob95/10i; 8Ob53/10t; 6Ob122/10z; 6Ob97/10y; 4Ob90/10d; 8Ob70/10t; 8Ob45/10s; 5Ob92/10f; 9Ob45/10y; 3Ob196/10k; 8Ob108/10f; 5Ob7/11g

Entscheidungsdatum

01.12.1982

Norm

JN §54 Abs2

Rechtssatz

Kreditzinsen, die vereinbarungsgemäß periodisch dem aushaftenden Kreditbetrag in der Weise zuzuschlagen sind, dass nach der solcherart vorgenommenen Kapitalisierung nur noch der Saldo geschuldet wird, sind nach der Saldoziehung Bestandteil der Kapitalforderung und nicht mehr Nebenforderung im Sinne des § 54 Abs 2 JN.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 847/82
    Entscheidungstext OGH 01.12.1982 6 Ob 847/82
  • 9 Ob 25/10g
    Entscheidungstext OGH 11.05.2010 9 Ob 25/10g
    Vgl; Beisatz: Hier macht der Kläger einen Schadenersatzanspruch wegen rechtswidrigen Verhaltens der Beklagten bei der Anlageberatung geltend. Er begehrt als Teil dieses Schadenersatzanspruchs auch den Zinsgewinn der eigentlich angestrebten alternativen Veranlagung, und zwar für den Zeitraum vom Beginn der Veranlagung bis zur Geltendmachung des Anspruchs. Damit macht er einen selbständigen Anspruch geltend, der nicht als „akzessorische Nebenforderung“ eines Hauptanspruchs beurteilt werden kann. (T1)
  • 9 Ob 31/10i
    Entscheidungstext OGH 30.06.2010 9 Ob 31/10i
    Vgl; Beis wie T1
  • 4 Ob 95/10i
    Entscheidungstext OGH 08.06.2010 4 Ob 95/10i
    Vgl auch; Beis wie T1
  • 8 Ob 53/10t
    Entscheidungstext OGH 22.07.2010 8 Ob 53/10t
    Vgl; Beis wie T1
  • 6 Ob 122/10z
    Entscheidungstext OGH 24.06.2010 6 Ob 122/10z
    Vgl; Beis wie T1
  • 6 Ob 97/10y
    Entscheidungstext OGH 24.06.2010 6 Ob 97/10y
    Vgl; Beis wie T1
  • 4 Ob 90/10d
    Entscheidungstext OGH 08.06.2010 4 Ob 90/10d
    Vgl; Beis wie T1
  • 8 Ob 70/10t
    Entscheidungstext OGH 22.07.2010 8 Ob 70/10t
    Vgl; Beis wie T1
  • 8 Ob 45/10s
    Entscheidungstext OGH 22.07.2010 8 Ob 45/10s
    Vgl; Beis wie T1
  • 5 Ob 92/10f
    Entscheidungstext OGH 15.07.2010 5 Ob 92/10f
    Vgl; Beis wie T1
  • 9 Ob 45/10y
    Entscheidungstext OGH 29.09.2010 9 Ob 45/10y
    Vgl auch; Beis wie T1
  • 3 Ob 196/10k
    Entscheidungstext OGH 19.01.2011 3 Ob 196/10k
    Vgl; Beis ähnlich wie T1
  • 8 Ob 108/10f
    Entscheidungstext OGH 25.01.2011 8 Ob 108/10f
    Vgl; Beis wie T1
  • 5 Ob 7/11g
    Entscheidungstext OGH 26.05.2011 5 Ob 7/11g
    Vgl; Beis wie T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1982:RS0046495

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

08.08.2011

Dokumentnummer

JJR_19821201_OGH0002_0060OB00847_8200000_002

Rechtssatz für 1Ob607/84 9Ob711/91 7Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0039108

Geschäftszahl

1Ob607/84; 9Ob711/91; 7Ob652/92; 8Ob571/93; 8Ob2028/96k; 4Ob2377/96d; 4Ob2379/96y; 9ObA207/97z; 9Ob25/10g; 4Ob95/10i; 6Ob122/10z; 6Ob97/10y; 4Ob90/10d; 8Ob10/14z

Entscheidungsdatum

11.07.1984

Norm

ZPO §230a

Rechtssatz

Rekurs gegen eine a limine erfolgte Zurückweisung der Klage und Überweisungsantrag nach § 230 a ZPO sind nebeneinander möglich; an die von der klagenden Partei bestimmte Reihenfolge der Erledigung sind die Gerichte gebunden.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 607/84
    Entscheidungstext OGH 11.07.1984 1 Ob 607/84
    Veröff: JBl 1985,371 = RZ 1985/39 S 111
  • 9 Ob 711/91
    Entscheidungstext OGH 11.09.1991 9 Ob 711/91
    Vgl auch; Beisatz: Soweit in dem Eventualantrag auf Überweisung ein Rechtsmittelverzicht enthalten sein sollte, wäre dieser als verfrüht unwirksam. (T1) Veröff: SZ 64/123
  • 7 Ob 652/92
    Entscheidungstext OGH 10.12.1992 7 Ob 652/92
  • 8 Ob 571/93
    Entscheidungstext OGH 17.06.1993 8 Ob 571/93
    Auch; nur: Rekurs gegen eine a limine erfolgte Zurückweisung der Klage und Überweisungsantrag nach § 230 a ZPO sind nebeneinander möglich. (T2)
  • 8 Ob 2028/96k
    Entscheidungstext OGH 25.04.1996 8 Ob 2028/96k
  • 4 Ob 2377/96d
    Entscheidungstext OGH 17.12.1996 4 Ob 2377/96d
    Auch; nur T2; Beis wie T1; Beisatz: Mit dem Eventualantrag ("für den Fall, dass dem Rekurs der Klägerin nicht stattgegeben wird") wird der Überweisungsantrag nicht nur davon abhängig gemacht, dass der Rekurs erfolglos bleibt, sondern auch davon, dass ein allfälliger Revisionsrekurs erfolglos bleiben würde. (T3)
  • 4 Ob 2379/96y
    Entscheidungstext OGH 17.12.1996 4 Ob 2379/96y
    Auch; nur T2; Beis wie T1; Beis wie T3
  • 9 ObA 207/97z
    Entscheidungstext OGH 27.08.1997 9 ObA 207/97z
    nur T2; Veröff: SZ 70/161
  • 9 Ob 25/10g
    Entscheidungstext OGH 11.05.2010 9 Ob 25/10g
    Auch; nur T2
  • 4 Ob 95/10i
    Entscheidungstext OGH 08.06.2010 4 Ob 95/10i
    Auch; Beis wie T3
  • 6 Ob 122/10z
    Entscheidungstext OGH 24.06.2010 6 Ob 122/10z
    Auch; Beis wie T3
  • 6 Ob 97/10y
    Entscheidungstext OGH 24.06.2010 6 Ob 97/10y
    Auch; Beis wie T3
  • 4 Ob 90/10d
    Entscheidungstext OGH 08.06.2010 4 Ob 90/10d
    Auch; Beis wie T3
  • 8 Ob 10/14z
    Entscheidungstext OGH 29.09.2014 8 Ob 10/14z
    Auch; Beis wie T3

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1984:RS0039108

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

09.12.2014

Dokumentnummer

JJR_19840711_OGH0002_0010OB00607_8400000_001

Rechtssatz für 8Ob2028/96k 4Ob2377/96d...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0099922

Geschäftszahl

8Ob2028/96k; 4Ob2377/96d; 4Ob2379/96y; 1Ob2386/96f; 4Ob2377/96d; 4Ob2379/96y; 2Ob5/01a; 4Ob95/10i; 4Ob90/10d; 8Ob10/14z

Entscheidungsdatum

25.04.1996

Norm

ZPO §230a
ZPO §528 Abs2 Z2 B
ZPO §528 Abs2 Z2 K

Rechtssatz

Ein Revisionsrekurs gegen einen bestätigenden Beschluss des Rekursgerichtes auf Zurückweisung der Klage ist, wenn mit dem Rekurs zugleich ein Überweisungsantrag nach § 230 a ZPO gestellt wurde, über den erst nach Erledigung des Rekurses entschieden werden soll, jedenfalls unzulässig.

Entscheidungstexte

  • 8 Ob 2028/96k
    Entscheidungstext OGH 25.04.1996 8 Ob 2028/96k
  • 4 Ob 2377/96d
    Entscheidungstext OGH 17.12.1996 4 Ob 2377/96d
    Vgl; Beisatz: Die Frage, ob § 528 Abs 2 Z 2 ZPO im Zusammenhang mit einem Überweisungsantrag einschränkend auszulegen ist, wurde offen gelassen. (T1)
  • 4 Ob 2379/96y
    Entscheidungstext OGH 17.12.1996 4 Ob 2379/96y
    Vgl; Beis wie T1
  • 1 Ob 2386/96f
    Entscheidungstext OGH 16.12.1996 1 Ob 2386/96f
    Vgl aber
  • 4 Ob 2377/96d
    Entscheidungstext OGH 26.06.1997 4 Ob 2377/96d
    Ausdrücklich gegenteilig; Beisatz: Entgegen der in EvBl 1996/145 vertretenen Auffassung ist die in § 528 Abs 2 ZPO normierte Zulässigkeit des Revisionsrekurses trotz bestätigender Entscheidung nicht einschränkend auszulegen, wenn mit dem Rekurs ein Überweisungsantrag verbunden wird. Auch wenn die Klage nach Rechtskraft des Zurückweisungsbeschlusses überwiesen wird, ist sie, bezogen auf das angerufene Gericht, endgültig zurückgewiesen. Auch in diesem Fall liegt eine Zurückweisung der Klage ohne Sachentscheidung aus formellen Gründen vor, so dass die in § 528 Abs 2 Z 2 ZPO festgelegte Voraussetzung für die Zulässigkeit des Revisionsrekurses trotz Bestätigung des erstgerichtlichen Beschlusses verwirklicht ist. (T2)
  • 4 Ob 2379/96y
    Entscheidungstext OGH 26.06.1997 4 Ob 2379/96y
    Ausdrücklich gegenteilig; Beis wie T2
  • 2 Ob 5/01a
    Entscheidungstext OGH 25.01.2001 2 Ob 5/01a
    Gegenteilig; Beis wie T2
  • 4 Ob 95/10i
    Entscheidungstext OGH 08.06.2010 4 Ob 95/10i
    Ausdrücklich gegenteilig; Beis ähnlich wie T2; Beisatz: Von der seinerzeitigen Rechtsansicht, dass der Revisionsrekurs unzulässig sei, wenn gleichzeitig ein Rekurs und ein Überweisungsantrag nach § 230a ZPO gestellt werden, ist der Oberste Gerichtshof mittlerweile abgegangen. (T3)
  • 4 Ob 90/10d
    Entscheidungstext OGH 08.06.2010 4 Ob 90/10d
    Ausdrücklich gegenteilig; Beis ähnlich wie T2; Beis wie T3
  • 8 Ob 10/14z
    Entscheidungstext OGH 29.09.2014 8 Ob 10/14z
    Gegenteilig; Beisatz: Der Zulässigkeit des Revisionsrekurses steht nicht entgegen, dass die Kläger in ihrem Rekurs hilfsweise auch einen Überweisungsantrag nach § 230a ZPO gestellt haben. (T4)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1996:RS0099922

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

09.12.2014

Dokumentnummer

JJR_19960425_OGH0002_0080OB02028_96K0000_001

Rechtssatz für 4Ob90/10d

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0126125

Geschäftszahl

4Ob90/10d

Entscheidungsdatum

08.06.2010

Norm

ZPO §54 Abs2

Rechtssatz

Werden der Anspruch auf Rückzahlung des Kaufpreises und jener auf Ersatz des fiktiven Zinsertrags als Teil der geforderten Naturalrestitution (Herstellung des hypothetischen Zustands bei rechtsmäßigem Verhalten) eingeklagt, ist die Zinsforderung nicht bloß eine vom Hauptanspruch abhängige Nebenforderung, sondern ein selbständiger Anspruch.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 90/10d
    Entscheidungstext OGH 08.06.2010 4 Ob 90/10d

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2010:RS0126125

Im RIS seit

10.09.2010

Zuletzt aktualisiert am

10.09.2010

Dokumentnummer

JJR_20100608_OGH0002_0040OB00090_10D0000_001

Entscheidungstext 4Ob90/10d

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Fundstelle

ZFR 2010/138 S 220 - ZFR 2010,220 = ZIK 2010/305 S 200 - ZIK 2010,200

Geschäftszahl

4Ob90/10d

Entscheidungsdatum

08.06.2010

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat durch die Senatspräsidentin Dr. Schenk als Vorsitzende und durch die Hofräte Dr. Vogel, Dr. Jensik, Dr. Musger und Dr. Schwarzenbacher als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Parteien 1. K***** S*****, und 2. J***** S*****, vertreten durch die Poduschka Anwaltsgesellschaft mbH in Perg, gegen die beklagte Partei A***** GesmbH, *****, wegen 10.654,61 EUR sA, über den Revisionsrekurs der klagenden Parteien gegen den Beschluss des Handelsgerichts Wien als Rekursgericht vom 4. März 2010, GZ 1 R 32/10t-2, womit der Beschluss des Bezirksgerichts für Handelssachen Wien vom 19. Dezember 2009, GZ 14 C 1775/09w-2, bestätigt wurde, den

Beschluss

gefasst:

Spruch

Dem Revisionsrekurs wird nicht Folge gegeben.

Die klagenden Parteien haben die Kosten ihres erfolglosen Rechtsmittels selbst zu tragen.

Text

Begründung:

Die Kläger stützten ihre Klage auf fehlerhafte Anlageberatung. Die Beklagte habe ihre sich aus § 1299 ABGB und §§ 13 ff WAG 1997 ableitbaren Aufklärungs-, Informations-, Nachforschungs- und Wohlverhaltenspflichten im Zusammenhang mit der Anlageberatung der Kläger beim Ankauf von Aktien einer Immobiliengesellschaft gröblich verletzt.

              An konkretem Schadenersatz begehren die Kläger Naturalrestitution, also die Rückzahlung des seinerzeitigen Ankaufspreises von 9.601,73 EUR Zug um Zug gegen Übernahme der erworbenen und noch gehaltenen Aktien, sowie weiters den entgangenen Zinsgewinn einer alternativen Veranlagung als positiven Schaden in Höhe von 4 % pa, was einem hypothetischen Zinsgewinn von 1.883,25 EUR entspreche. Die gesamte Rückforderungssumme betrage 10.654,61 EUR. In eventu erhoben die Kläger ein Feststellungsbegehren.

Das Erstgericht wies die Klage mangels sachlicher Zuständigkeit zurück, da der Streitwert 10.000 EUR übersteige.

Das Rekursgericht bestätigte diesen Beschluss und erklärte den ordentlichen Revisionsrekurs für zulässig. Es ging dabei zusammengefasst davon aus, dass Zinsen dann eine Nebenforderung darstellen, wenn und insoweit sie von einer gleichzeitig eingeklagten Hauptforderung abgeleitet werden, ohne dass dabei der Rechtsgrund der geltend gemachten Zinsenforderung entscheidend sei. Hier stellten die Zinsen aber einen eigenen Schadenersatzanspruch dar, der unabhängig von der begehrten Rückabwicklung des Vertrags im Wege der Naturalrestitution bestehe. Dafür spreche auch, dass der Anleger gegen Rückgabe der Aktien die von ihm bei richtiger Beratung gewünschte Veranlagung bekommen solle. Der Oberste Gerichtshof habe bei der Bemessung des Streitwerts und der Kosten auch bereits den Zinsentgang berücksichtigt.

Den ordentlichen Revisionsrekurs erachtete das Rekursgericht als zulässig, weil zur Frage der Beurteilung von als positiver Schaden geltend gemachten Zinsentgängen als eigene Hauptforderung keine gesicherte Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofs vorliege und der Lösung dieser Frage im Hinblick auf die Vielzahl der Verfahren eine über den konkreten Fall hinausgehende Bedeutung zukomme.

Rechtliche Beurteilung

Der gegen diesen Beschluss erhobene Revisionsrekurs der Kläger ist aus dem vom Rekursgericht genannten Grund zulässig, aber nicht berechtigt.

1. Vorweg ist festzuhalten, dass der Zulässigkeit des Revisionsrekurses nicht entgegensteht, dass die Kläger in ihrem Rekurs eventualiter auch einen Überweisungsantrag nach § 230a ZPO gestellt haben. Von der seinerzeitigen Rechtsansicht, dass der Revisionsrekurs unzulässig ist, wenn gleichzeitig ein Rekurs und ein Überweisungsantrag nach § 230a ZPO gestellt werden, ist der Oberste Gerichtshof mittlerweile abgegangen (RIS-Justiz RS0099922 [T2]). Dieses Ergebnis entspricht auch dem Grundsatz, dass die Gerichte an die von der klagenden Partei bestimmte Reihenfolge der Erledigung von Rekurs und Überweisungsantrag gebunden sind (RIS-Justiz RS0039108). Mit einem Eventualantrag nach § 230a ZPO wird der Überweisungsantrag nämlich nicht nur davon abhängig gemacht, dass der Rekurs selbst erfolglos bleibt, sondern auch davon, dass ein allfälliger Revisionsrekurs erfolglos bleibt (RIS-Justiz RS0039108 [T3]).

2. Übersteigt der „Streitgegenstand“ an „Geld oder Geldeswert“ die Summe von 10.000 EUR, ist die Zuständigkeit des Handelsgerichts und nicht des Bezirksgerichts für Handelssachen gegeben (§ 52 JN).

§ 54 JN bestimmt in seinem Abs 1, dass für die Berechnung des für die Zuständigkeit maßgebenden Werts des Streitgegenstands der Zeitpunkt der Anbringung der Klage entscheidend ist. Der Abs 2 dieser Bestimmung ordnet Folgendes an:

„Zuwachs, Früchte, Zinsen, Schäden und Kosten, die als Nebenforderung geltend gemacht werden, bleiben bei der Wertberechnung unberücksichtigt.“

Werden diese Forderungen „selbständig“ geltend gemacht, gilt diese Regelung nicht (Mayr in Rechberger ZPO3 § 54 JN Rz 3; Gitschthaler in Fasching2 I § 54 JN Rz 28 mwN). Im Ergebnis wird darauf abgestellt, ob diese „Nebenansprüche“ abhängig, also „akzessorisch“ von der geltend gemachten Hauptsache sind (Gitschthaler aaO; 2 Ob 31/95; RIS-Justiz RS0042813).

Hier machen die Kläger einen Schadenersatzanspruch wegen rechtswidrigen Verhaltens der Beklagten bei der Anlageberatung geltend. Sie begehren als Teil dieses Schadenersatzanspruchs auch den Zinsgewinn der von ihnen eigentlich angestrebten alternativen Veranlagung, und zwar für den Zeitraum ab Beginn der Veranlagung bis zur Geltendmachung des Anspruchs. Die Kläger leiten also das Zinsenbegehren nicht daraus ab, dass sie den Betrag aus der Rückabwicklung des Aktienaufkaufs bereits früher wieder zurückerhalten hätten müssen und ihnen daher für die verspätete Rückzahlung Zinsen zustünden (vgl auch RIS-Justiz RS0046466, 2 Ob 31/95; 3 Ob 611/85), sondern daraus, dass Teil des positiven Schadens auch die Erträgnisse aus der angestrebten Veranlagung sind (vgl dazu 3 Ob 289/05d sowie RIS-Justiz RS0046495).

Damit machen sie aber einen selbständigen Anspruch geltend, der nicht als „akzessorisches Nebenprodukt“ eines Hauptanspruchs beurteilt werden kann. Ihre Forderung, im Wege der Naturalrestitution den hypothetischen Zustand bei rechtmäßigen Verhalten wiederherzustellen, macht deutlich, dass der Anspruch auf Rückzahlung des Kaufpreises und jener auf Ersatz des fiktiven Zinsertrags Teil der geforderten Naturalrestitution sind und daher nicht im Verhältnis übergeordnete Hauptforderung zu davon abhängiger Nebenforderung stehen (1 Ob 84/10z).

Der angefochtene Beschluss erweist sich daher als frei von Rechtsirrtum, sodass dem Revisionsrekurs ein Erfolg zu versagen war.

3. Für die Erledigung des im Revisionsrekurs neuerlich gestellten Überweisungsantrags ist das Erstgericht zuständig (Mayr in Fasching ZPO2 § 230a Rz 11).

              Die Kostenentscheidung gründet sich auf §§ 41 und 50 ZPO.

Textnummer

E94306

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2010:0040OB00090.10D.0608.000

Im RIS seit

24.07.2010

Zuletzt aktualisiert am

17.11.2010

Dokumentnummer

JJT_20100608_OGH0002_0040OB00090_10D0000_000