Rechtssatz für 4Ob514/88 9ObA314/88 8O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0064643

Geschäftszahl

4Ob514/88; 9ObA314/88; 8Ob545/91; 7Ob2278/96t; 10Ob8/00z; 6Ob300/00m; 6Ob339/00x; 7Ob15/02k; 3Ob232/08a; 3Ob8/10p

Entscheidungsdatum

28.04.2010

Norm

KO §30 Abs1
KO §31 Abs1

Rechtssatz

Um die Zahlung des Arbeitsentgelts für einen bestimmten Verrechnungsabschnitt nach einer Zug-um-Zug-Abwicklung eines Zielschuldverhältnisses gleichhalten zu können, darf sie nicht so spät nach dem Eintritt der Fälligkeit geschehen, dass der notwendige zeitliche Zusammenhang mit den bereits erbrachten Arbeitsleistungen nach der Verkehrsauffassung nicht mehr als gegeben angesehen werden kann. Von einer Zug-um-Zug-Abwicklung im Rahmen eines Arbeitsverhältnisses kann jedenfalls dann nicht mehr gesprochen werden, wenn das auf einen bestimmten Verrechnungszeitraum entfallende Arbeitsentgelt erst nach Ablauf der nächstfolgenden Verrechnungsperiode gezahlt wird.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 514/88
    Entscheidungstext OGH 26.04.1988 4 Ob 514/88
    Veröff: SZ 61/101 = EvBl 1989/21 S 83 = WBl 1988,373 = ÖBA 1989,78
  • 9 ObA 314/88
    Entscheidungstext OGH 25.01.1989 9 ObA 314/88
    Veröff: SZ 62/15 = WBl 1989,192 = ZAS 1989/23 S 177 (Fink)
  • 8 Ob 545/91
    Entscheidungstext OGH 06.06.1991 8 Ob 545/91
    Vgl; Veröff: SZ 64/73 = ÖBA 1992,838 = ecolex 1991,844
  • 7 Ob 2278/96t
    Entscheidungstext OGH 18.12.1996 7 Ob 2278/96t
  • 10 Ob 8/00z
    Entscheidungstext OGH 15.02.2000 10 Ob 8/00z
    Vgl; Beisatz: Die Zahlung von Sozialversicherungsbeiträgen stellt von vornherein keine Zug-um-Zug-Leistung dar. (T1)
  • 6 Ob 300/00m
    Entscheidungstext OGH 14.12.2000 6 Ob 300/00m
    Vgl auch; Beisatz: Eine phasenverschobene Zug-um-Zug-Verknüpfung setzt jedenfalls einen engen zeitlichen und wirtschaftlichen Zusammenhang der Leistungen voraus. Bei länger zurückliegenden Rückstandsperioden fehlt der erforderliche enge Zusammenhang der Zahlung mit der Gegenleistung. (T2)
  • 6 Ob 339/00x
    Entscheidungstext OGH 06.06.2001 6 Ob 339/00x
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T1; Veröff: SZ 74/101
  • 7 Ob 15/02k
    Entscheidungstext OGH 11.02.2002 7 Ob 15/02k
    Vgl auch; Beis wie T1; Veröff: SZ 2002/19
  • 3 Ob 232/08a
    Entscheidungstext OGH 25.03.2009 3 Ob 232/08a
    Auch; Beisatz: Lohnzahlungen sind (auch wenn der Lohn periodengemäß im Nachhinein ausbezahlt wird, der Arbeitnehmer also vorleistet) wegen des zeitlichen und wirtschaftlichen Zusammenhangs als Zug-um-Zug-Leistung aufzufassen. Dies wurde damit begründet, dass durch den Arbeitsvertrag ein Dauerschuldverhältnis begründet wird, das grundsätzlich auf den Austausch von Leistungen beider Seiten ausgerichtet ist. (T3); Veröff: SZ 2009/36
  • 3 Ob 8/10p
    Entscheidungstext OGH 28.04.2010 3 Ob 8/10p
    Vgl auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1988:RS0064643

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

04.09.2012

Dokumentnummer

JJR_19880426_OGH0002_0040OB00514_8800000_002

Rechtssatz für 2Ob594/93 7Ob2278/96t 6...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0064804

Geschäftszahl

2Ob594/93; 7Ob2278/96t; 6Ob300/00m; 3Ob8/10p

Entscheidungsdatum

28.04.2010

Norm

KO §31 Abs1 Z1 und Z2 Fall1

Rechtssatz

Zahlungen im Rahmen eines Bestandverhältnisses sind als Zug-um-Zug Leistung der Anfechtung nach Paragraph 31, Absatz eins, Ziffer eins und 2 erster Fall KO entzogen.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 594/93
    Entscheidungstext OGH 25.08.1994 2 Ob 594/93
  • 7 Ob 2278/96t
    Entscheidungstext OGH 18.12.1996 7 Ob 2278/96t
    Vgl; Beisatz: Bei Bestandverhältnissen mit periodischer Bezahlung des Bestandzinses sind Mietzinszahlungen auch dann nicht wegen (vermuteter) Kenntnis der Zahlungsunfähigkeit oder der Begünstigungsabsicht anfechtbar, wenn diese für bestimmte Verrechnungsperioden im nachhinein geleistet wurden. Es darf jedoch die Zahlung für einen bestimmten Verrechnungsabschnitt nicht so spät nach dem Eintritt der Fälligkeit geschehen, daß der notwendige zeitliche Zusammenhang mit den bereits erbrachten Leistungen nach der Verkehrsauffassung nicht mehr als gegeben angesehen werden kann. (T1)
  • 6 Ob 300/00m
    Entscheidungstext OGH 14.12.2000 6 Ob 300/00m
    Vgl; Beis ähnlich wie T1; Beisatz: Eine phasenverschobene Zug-um-Zug-Verknüpfung setzt jedenfalls einen engen zeitlichen und wirtschaftlichen Zusammenhang der Leistungen voraus. Bei länger zurückliegenden Rückstandsperioden fehlt der erforderliche enge Zusammenhang der Zahlung mit der Gegenleistung. (T2)
  • 3 Ob 8/10p
    Entscheidungstext OGH 28.04.2010 3 Ob 8/10p
    Vgl auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1994:RS0064804

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

15.06.2010

Dokumentnummer

JJR_19940825_OGH0002_0020OB00594_9300000_001

Rechtssatz für 5Ob183/03b 3Ob8/10p

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0118817

Geschäftszahl

5Ob183/03b; 3Ob8/10p

Entscheidungsdatum

28.04.2010

Norm

EheG §98 Abs1
  1. EheG § 98 heute
  2. EheG § 98 gültig ab 01.01.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 75/2009
  3. EheG § 98 gültig von 01.01.1986 bis 31.12.2009 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 481/1985

Rechtssatz

Nicht jede Nachleistungspflicht stellt bereits eine Kreditverbindlichkeit im weiteren Sinn dar.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 183/03b
    Entscheidungstext OGH 20.01.2004 5 Ob 183/03b
    Veröff: SZ 2004/9
  • 3 Ob 8/10p
    Entscheidungstext OGH 28.04.2010 3 Ob 8/10p
    Vgl auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2004:RS0118817

Im RIS seit

19.02.2004

Zuletzt aktualisiert am

15.06.2010

Dokumentnummer

JJR_20040120_OGH0002_0050OB00183_03B0000_003

Rechtssatz für 7Ob2278/96t 6Ob300/00m...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0106619

Geschäftszahl

7Ob2278/96t; 6Ob300/00m; 6Ob17/02x; 3Ob232/08a; 3Ob8/10p; 3Ob80/11b

Entscheidungsdatum

11.05.2011

Norm

KO §31 Abs1 Z2

Rechtssatz

Erst drei bis vier Monate im Nachhinein bezahlte Mietzinse bei monatlichen Verrechnungsperioden können nicht als anfechtungsfeste Zug-um-Zug-Leistungen angesehen werden.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 2278/96t
    Entscheidungstext OGH 18.12.1996 7 Ob 2278/96t
  • 6 Ob 300/00m
    Entscheidungstext OGH 14.12.2000 6 Ob 300/00m
    Ähnlich; Beisatz: Eine phasenverschobene Zug-um-Zug-Verknüpfung setzt jedenfalls einen engen zeitlichen und wirtschaftlichen Zusammenhang der Leistungen voraus. Bei länger zurückliegenden Rückstandsperioden fehlt der erforderliche enge Zusammenhang der Zahlung mit der Gegenleistung. (T1)
  • 6 Ob 17/02x
    Entscheidungstext OGH 12.12.2002 6 Ob 17/02x
    Vgl; Beis wie T1
  • 3 Ob 232/08a
    Entscheidungstext OGH 25.03.2009 3 Ob 232/08a
    Auch; Beisatz: Essentiell ist, dass der in Zeitabschnitten gewährte Gebrauch der Sache oder des Rechts mit dem für den entsprechenden Zeitraum geschuldeten Entgelt korrespondiert, sodass der Anspruch auf Mietzinszahlung erst mit der Gebrauchsgewährung im entsprechenden Zeitraum entsteht. (T2); Veröff: SZ 2009/36
  • 3 Ob 8/10p
    Entscheidungstext OGH 28.04.2010 3 Ob 8/10p
    Vgl auch
  • 3 Ob 80/11b
    Entscheidungstext OGH 11.05.2011 3 Ob 80/11b
    Ähnlich

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1996:RS0106619

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

04.09.2012

Dokumentnummer

JJR_19961218_OGH0002_0070OB02278_96T0000_001

Rechtssatz für 4Ob514/88 9ObA314/88 8O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0064633

Geschäftszahl

4Ob514/88; 9ObA314/88; 8Ob545/91; 2Ob594/93; 6Ob1519/96; 7Ob2278/96t; 2Ob140/99y; 6Ob110/00w; 2Ob330/00v; 7Ob246/01d; 9Ob52/06x; 3Ob232/08a; 3Ob8/10p; 3Ob137/16t

Entscheidungsdatum

24.08.2016

Norm

KO §30 Abs1
KO §31 Abs1

Rechtssatz

Die Zug - um - Zug - Abwicklung, die eine Anfechtung ausschließt, darf jedoch nicht bloß vereinbart sein; es bedarf vielmehr eines zeitlichen und ursächlichen Zusammenhanges zwischen Leistung und Gegenleistung. Die gleichzeitige Bewirkung von Leistung und Gegenleistung wird allerdings nicht gefordert; maßgeblich ist vielmehr, ob es sich nach der Verkehrsauffassung um eine einheitlichen wirtschaftlichen Vorgang handelt.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 514/88
    Entscheidungstext OGH 26.04.1988 4 Ob 514/88
    Veröff: SZ 61/101 = EvBl 1989/21 S 83 = ÖBA 1989,78 = WBl 1988,373
  • 9 ObA 314/88
    Entscheidungstext OGH 25.01.1989 9 ObA 314/88
    Veröff: SZ 62/15 = ZAS 1989/23 S 177 (Fink)
  • 8 Ob 545/91
    Entscheidungstext OGH 06.06.1991 8 Ob 545/91
    Veröff: SZ 64/73 = ÖBA 1992,838 = ecolex 1991,844
  • 2 Ob 594/93
    Entscheidungstext OGH 25.08.1994 2 Ob 594/93
    nur: Maßgeblich ist vielmehr, ob es sich nach der Verkehrsauffassung um eine einheitlichen wirtschaftlichen Vorgang handelt. (T1)
  • 6 Ob 1519/96
    Entscheidungstext OGH 22.02.1996 6 Ob 1519/96
  • 7 Ob 2278/96t
    Entscheidungstext OGH 18.12.1996 7 Ob 2278/96t
    Auch
  • 2 Ob 140/99y
    Entscheidungstext OGH 27.05.1999 2 Ob 140/99y
    Auch
  • 6 Ob 110/00w
    Entscheidungstext OGH 23.11.2000 6 Ob 110/00w
    Auch; Veröff: SZ 73/182
  • 2 Ob 330/00v
    Entscheidungstext OGH 21.12.2000 2 Ob 330/00v
    Auch
  • 7 Ob 246/01d
    Entscheidungstext OGH 27.02.2002 7 Ob 246/01d
    nur T1; Beisatz: Insoweit hängt die Entscheidung von den Umständen des Einzelfalls ab, weshalb die Voraussetzungen des § 502 Abs 1 ZPO grundsätzlich nicht gegeben sind. (T2)
  • 9 Ob 52/06x
    Entscheidungstext OGH 28.03.2007 9 Ob 52/06x
  • 3 Ob 232/08a
    Entscheidungstext OGH 25.03.2009 3 Ob 232/08a
    Auch; Veröff: SZ 2009/36
  • 3 Ob 8/10p
    Entscheidungstext OGH 28.04.2010 3 Ob 8/10p
    Beis wie T2
  • 3 Ob 137/16t
    Entscheidungstext OGH 24.08.2016 3 Ob 137/16t
    Auch; Beisatz: Ein Darlehen wird nicht dadurch zum Zug‑um‑Zug‑Geschäft, dass es zeitnah (hier: knapp sechs Wochen nach seiner Zuzählung) zurückgezahlt wird. (T3)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1988:RS0064633

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

12.10.2016

Dokumentnummer

JJR_19880426_OGH0002_0040OB00514_8800000_001

Rechtssatz für 6Ob641/93 2Ob345/98v 6O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0064185

Geschäftszahl

6Ob641/93; 2Ob345/98v; 6Ob52/99m; 8Ob28/00a; 4Ob123/00t; 6Ob110/00w; 4Ob151/03i; 3Ob68/02z; 6Ob217/03k; 2Ob185/03z; 2Ob177/06b; 3Ob116/08t; 3Ob8/10p; 9ObA138/12b; 3Ob155/16i

Entscheidungsdatum

18.10.2016

Norm

KO §28

Rechtssatz

Der Schuldner, der nach Eintritt der materiellen Insolvenz im Bewusstsein, dass das Unternehmen nicht mehr saniert werden kann und eine wenn auch verspätete volle Befriedigung aller Gläubiger auch in Zukunft nicht möglich ist, einen Gläubiger voll befriedigt, handelt in Benachteiligungsabsicht.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 641/93
    Entscheidungstext OGH 03.02.1994 6 Ob 641/93
    Veröff: SZ 67/20 = ÖBA 1994,637 (Paul Doralt)
  • 2 Ob 345/98v
    Entscheidungstext OGH 14.01.1999 2 Ob 345/98v
    Vgl; Beisatz: Hier: Begünstigungsabsicht bejaht. (T1)
  • 6 Ob 52/99m
    Entscheidungstext OGH 11.11.1999 6 Ob 52/99m
    Beisatz: Es reicht aus, dass der Schuldner andere Ziele, etwa die Begünstigung des Partners oder auch die Befreiung von einer drohenden Exekution, verfolgt hat und dabei die Benachteiligung anderer Gläubiger als sicher eintretend erkannte oder sich damit bewusst und positiv abfand. (T2)
  • 8 Ob 28/00a
    Entscheidungstext OGH 30.03.2000 8 Ob 28/00a
    Beis wie T1; Beis wie T2
  • 4 Ob 123/00t
    Entscheidungstext OGH 23.05.2000 4 Ob 123/00t
    Vgl; Beis wie T2
  • 6 Ob 110/00w
    Entscheidungstext OGH 23.11.2000 6 Ob 110/00w
    Auch; Beis wie T2; Veröff: SZ 73/182
  • 4 Ob 151/03i
    Entscheidungstext OGH 08.07.2003 4 Ob 151/03i
    Auch; Beisatz: Nur in Begünstigungsabsicht und nicht auch in Benachteiligungsabsicht handelt der einen von mehreren Gläubigern voll befriedigende Schuldner, wenn er - aufgrund einer objektiv unrichtigen Zukunftsprognose - hofft, seine Zahlungsunfähigkeit beheben und damit auch die anderen Gläubiger, wenn auch zu einem späteren Zeitpunkt, voll befriedigen zu können. (T3); Beisatz: Hier: Benachteiligungsabsicht bejaht. (T4)
  • 3 Ob 68/02z
    Entscheidungstext OGH 24.06.2003 3 Ob 68/02z
    Auch; Beisatz: Steht jedoch die Unsanierbarkeit des gemeinschuldnerischen Unternehmens nicht fest, muss nicht schon allein die Verletzung der Konkursantragspflicht zur Annahme der Benachteiligungsabsicht führen. (T5); Veröff: SZ 2003/71
  • 6 Ob 217/03k
    Entscheidungstext OGH 29.01.2004 6 Ob 217/03k
    Vgl
  • 2 Ob 185/03z
    Entscheidungstext OGH 01.09.2005 2 Ob 185/03z
    Auch
  • 2 Ob 177/06b
    Entscheidungstext OGH 12.04.2007 2 Ob 177/06b
    Vgl; Veröff: SZ 2007/55
  • 3 Ob 116/08t
    Entscheidungstext OGH 19.11.2008 3 Ob 116/08t
    Vgl; Beisatz: Wurden die anfechtbaren Handlungen des Gemeinschuldners schon zum Zeitpunkt eingetretener materieller Insolvenz gesetzt, sind die Anforderungen für eine erfolgreiche Anfechtung herabgesetzt. (T6); Veröff: SZ 2008/168
  • 3 Ob 8/10p
    Entscheidungstext OGH 28.04.2010 3 Ob 8/10p
  • 9 ObA 138/12b
    Entscheidungstext OGH 21.02.2013 9 ObA 138/12b
    Vgl
  • 3 Ob 155/16i
    Entscheidungstext OGH 18.10.2016 3 Ob 155/16i
    Auch; Beis wie T2; Beis wie T3

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1994:RS0064185

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

09.11.2016

Dokumentnummer

JJR_19940203_OGH0002_0060OB00641_9300000_001

Rechtssatz für 5Ob310/76 4Ob561/77 5Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0064426

Geschäftszahl

5Ob310/76; 4Ob561/77; 5Ob687/77; 1Ob747/78; 7Ob546/81; 7Ob531/84; 4Ob559/83; 3Ob575/86; 3Ob514/86; 1Ob655/86; 3Ob573/86; 4Ob514/88; 1Ob508/89; 3Ob612/89; 3Ob573/90 (3Ob1514/90); 8Ob545/91; 3Ob1537/92; 8Ob17/94; 2Ob594/93; 4Ob1534/95; 6Ob101/97i; 1Ob337/97h; 2Ob140/99y; 2Ob302/99x; 2Ob273/98f; 6Ob110/00w; 6Ob300/00m; 6Ob339/00x; 7Ob15/02k; 6Ob17/02x; 4Ob91/06w; 9Ob52/06x; 3Ob232/08a; 3Ob246/09m; 3Ob8/10p; 3Ob168/11v; 3Ob107/16f; 3Ob204/17x

Entscheidungsdatum

22.11.2017

Norm

IO §31 Abs1 Z2 Fall1
KO §30 Abs1 Z1
KO §31 Abs1 Z2
  1. IO § 31 heute
  2. IO § 31 gültig ab 27.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 147/2021
  3. IO § 31 gültig von 01.07.2010 bis 26.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 29/2010
  4. IO § 31 gültig von 01.01.1983 bis 30.06.2010 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 370/1982

Rechtssatz

Sowohl Paragraph 30, Absatz eins, Ziffer eins, als auch Paragraph 31, Absatz eins, Ziffer 2, 1.Fall KO setzt voraus, dass sich die bekämpften Rechtshandlungen auf die bereits bestehende Gläubigerstellung des Anfechtungsgegners auswirken sollen. Betreffen sie jedoch gleichzeitig oder später begründete Gläubigerrechte, dann kommt eine Anfechtung grundsätzlich nicht in Betracht, wenn nicht auf Grund weiterer Sachverhaltsmerkmale ein anderer Tatbestand der Konkursanfechtung erfüllt wird.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 310/76
    Entscheidungstext OGH 26.04.1977 5 Ob 310/76
    Veröff: SZ 50/57
  • 4 Ob 561/77
    Entscheidungstext OGH 06.12.1977 4 Ob 561/77
    Beisatz: Andernfalls wäre der infolge seiner Zahlungsunfähigkeit kreditunwürdige Schuldner vom Abschluß zweiseitig verbindlicher vermögensrechtlicher Geschäfte praktisch ausgeschlossen. (T1)
  • 5 Ob 687/77
    Entscheidungstext OGH 30.05.1978 5 Ob 687/77
    nur: § 30 Abs 1 Z 1 KO setzt voraus, daß sich die bekämpften Rechtshandlungen auf die bereits bestehende Gläubigerstellung des Anfechtungsgegners auswirken sollen. Betreffen sie jedoch gleichzeitig oder später begründete Gläubigerrechte, dann kommt eine Anfechtung grundsätzlich nicht in Betracht. (T2) Beisatz: Letzteres gilt auch bei einem gewissen zeitlichen Zusammenhang. (T3)
  • 1 Ob 747/78
    Entscheidungstext OGH 30.03.1979 1 Ob 747/78
    Auch
  • 7 Ob 546/81
    Entscheidungstext OGH 19.03.1981 7 Ob 546/81
  • 7 Ob 531/84
    Entscheidungstext OGH 22.03.1984 7 Ob 531/84
    Auch; Beisatz: Die gesonderte Anfechtung nach § 31 Abs 1 Z 2 erster Fall KO wird dann abgelehnt, wenn durch das vom Gemeinschuldner eingegangene Rechtsgeschäft erst ein Gläubiger entstand und dieser sogleich durch dasselbe Rechtsgeschäft zu seiner Deckung gelangt ist. Solche Rechtsgeschäfte sind in ihrer Gänze nur nach dem zweiten Fall als "nachteiliges Rechtsgeschäft" anfechtbar. (T4) Veröff: EvBl 1985/93 S 469 = RdW 1985,43
  • 4 Ob 559/83
    Entscheidungstext OGH 08.05.1984 4 Ob 559/83
    Beisatz: Sogenannte "Zug - um - Zug - Geschäfte" sind nicht nach § 31 Abs 1 Z 2 KO anfechtbar. (T5) Veröff: SZ 57/87 = EvBl 1985/92 S 461 = JBl 1985,494 = RdW 1984,242
  • 3 Ob 575/86
    Entscheidungstext OGH 24.09.1986 3 Ob 575/86
    Vgl auch; Beis wie T5; Veröff: JBl 1987,48 = ÖBA 1987,186
  • 3 Ob 514/86
    Entscheidungstext OGH 17.12.1986 3 Ob 514/86
    Auch; Beis wie T4 nur: Die gesonderte Anfechtung nach § 31 Abs 1 Z 2 erster Fall KO wird dann abgelehnt, wenn durch das vom Gemeinschuldner eingegangene Rechtsgeschäft erst ein Gläubiger entstand und dieser sogleich durch dasselbe Rechtsgeschäft zu seiner Deckung gelangt ist. (T6) Beis wie T5; Veröff: RdW 1987,124
  • 1 Ob 655/86
    Entscheidungstext OGH 03.12.1986 1 Ob 655/86
    nur: § 31 Abs 1 Z 2 1.Fall KO setzt voraus, daß sich die bekämpften Rechtshandlungen auf die bereits bestehende Gläubigerstellung des Anfechtungsgegners auswirken sollen. Betreffen sie jedoch gleichzeitig oder später begründete Gläubigerrechte, dann kommt eine Anfechtung grundsätzlich nicht in Betracht. (T7) Beis wie T5
  • 3 Ob 573/86
    Entscheidungstext OGH 18.03.1987 3 Ob 573/86
    Auch; nur T2; Beisatz: Dies gilt auch für die Tatbestände des § 30 Abs 1 Z 2 und Z 3 KO. (T8) Veröff: WBl 1987,157
  • 4 Ob 514/88
    Entscheidungstext OGH 26.04.1988 4 Ob 514/88
    nur T2; Veröff: SZ 61/101 = EvBl 1989/21 S 83 = WBl 1988,373 = ÖBA 1989,78
  • 1 Ob 508/89
    Entscheidungstext OGH 05.07.1989 1 Ob 508/89
    nur T7; Beis wie T5
  • 3 Ob 612/89
    Entscheidungstext OGH 07.02.1990 3 Ob 612/89
    Zweiter Rechtsgang zu 3 Ob 575/86
  • 3 Ob 573/90
    Entscheidungstext OGH 27.06.1990 3 Ob 573/90
    Auch; nur T2; Beis wie T5 nur: Sogenannte "Zug - um - Zug - Geschäfte" sind nicht anfechtbar. (T9)
  • 8 Ob 545/91
    Entscheidungstext OGH 06.06.1991 8 Ob 545/91
    nur T2; Veröff: SZ 64/73 = ÖBA 1992,838
  • 3 Ob 1537/92
    Entscheidungstext OGH 07.07.1992 3 Ob 1537/92
    Vgl auch; Beisatz: Ist die angefochtene Zahlung nicht für noch zu erbringende Leistungen, sondern zur Tilgung einer schon vorher entstandenen Schuld bestimmt gewesen, dann schließt dies ein Zug - um - Zug - Geschäft aus. (T10)
  • 8 Ob 17/94
    Entscheidungstext OGH 16.06.1994 8 Ob 17/94
    nur T2; nur T7; Beis wie T5; Beisatz: Auch die verbindliche Zusage von Zahlungseingängen und die entsprechen dieser Zusage jeweils eingeräumte Möglichkeit der Kontoüberziehung stellt ein derartiges anfechtungsfestes Zug - um - Zug - Geschäft dar. (T11)
  • 2 Ob 594/93
    Entscheidungstext OGH 25.08.1993 2 Ob 594/93
    nur T7
  • 4 Ob 1534/95
    Entscheidungstext OGH 07.03.1995 4 Ob 1534/95
    Auch; Beisatz: Sozialversicherungsbeiträgen fehlt der für Zug - um - Zug - Geschäfte essentielle Leistungsaustausch. (T12)
  • 6 Ob 101/97i
    Entscheidungstext OGH 19.06.1997 6 Ob 101/97i
  • 1 Ob 337/97h
    Entscheidungstext OGH 24.02.1998 1 Ob 337/97h
    Vgl auch; Beis wie T12
  • 2 Ob 140/99y
    Entscheidungstext OGH 27.05.1999 2 Ob 140/99y
    Vgl auch; Beis wie T9
  • 2 Ob 302/99x
    Entscheidungstext OGH 04.11.1999 2 Ob 302/99x
    Vgl auch; Beisatz: Der anfechtbare Sachverhalt lässt sich mitunter nicht aus einer einzigen Rechtshandlung ableiten, sondern ergibt sich aus dem (gewollten) Zusammentreffen mehrerer Ereignisse. Die Erteilung einer Anweisung und die nachfolgende Erfüllung durch den Angewiesenen stellen einen "Gesamtsachverhalt" dar. (T13); Veröff: SZ 72/167
  • 2 Ob 273/98f
    Entscheidungstext OGH 26.05.2000 2 Ob 273/98f
    Vgl auch; Beis wie T5
  • 6 Ob 110/00w
    Entscheidungstext OGH 23.11.2000 6 Ob 110/00w
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T8; Beis ähnlich wie T11; Beisatz: Hier: Kontokorrentkredit. (T14); Veröff: SZ 73/182
  • 6 Ob 300/00m
    Entscheidungstext OGH 14.12.2000 6 Ob 300/00m
    Auch; nur T7; Beisatz: Die Anfechtung nach § 31 Abs 1 Z 2 erster Fall KO scheidet bei Zug-um-Zug-Geschäften aus. (T15); Beisatz: Für den Zug-um-Zug-Charakter der angefochtenen Zahlung isst der Anfechtungsgegner beweispflichtig. (T16)
  • 6 Ob 339/00x
    Entscheidungstext OGH 06.06.2001 6 Ob 339/00x
    Vgl auch; Beis wie T12; Veröff: SZ 74/101
  • 7 Ob 15/02k
    Entscheidungstext OGH 11.02.2002 7 Ob 15/02k
    Vgl auch; Beis wie T5; Beis wie T12; Beisatz: Ebensowenig stellt die Leistung der vom Dienstgeber gemäß § 21 BUAG an die BUAK zu entrichtenden Zuschläge zum Lohn eine Zug-um-Zug-Leistung dar. (T17); Veröff: SZ 2002/19
  • 6 Ob 17/02x
    Entscheidungstext OGH 12.12.2002 6 Ob 17/02x
    Auch; Beis wie T9
  • 4 Ob 91/06w
    Entscheidungstext OGH 12.07.2006 4 Ob 91/06w
    Auch; Beis wie T5; Beis wie T8
  • 9 Ob 52/06x
    Entscheidungstext OGH 28.03.2007 9 Ob 52/06x
  • 3 Ob 232/08a
    Entscheidungstext OGH 25.03.2009 3 Ob 232/08a
    Vgl; Beisatz: Auch beim Finanzierungsleasing stehen die im Rahmen des Dauerschuldverhältnisses periodisch für die Gebrauchsüberlassung geleisteten Leasingraten in einem Austauschverhältnis Zug-um-Zug, weshalb, wie beim Bestandverhältnis - eine Anfechtung der Bardeckung nach § 30 KO oder § 31 Abs 1 Z 1 und 2 jeweils erster Fall KO mangels schon bestehender Gläubigerstellung ausscheidet (Abkehr von 8 Ob 545/91 = SZ 64/73). (T18); Beisatz: Hier: Finanzierungsleasing. (T19); Veröff: SZ 2009/36
  • 3 Ob 246/09m
    Entscheidungstext OGH 24.03.2010 3 Ob 246/09m
    Veröff: SZ 2010/25
  • 3 Ob 8/10p
    Entscheidungstext OGH 28.04.2010 3 Ob 8/10p
  • 3 Ob 168/11v
    Entscheidungstext OGH 18.01.2012 3 Ob 168/11v
    Vgl; Beis ähnlich wie T6
  • 3 Ob 107/16f
    Entscheidungstext OGH 24.08.2016 3 Ob 107/16f
    Auch; Beis wie T10
  • 3 Ob 204/17x
    Entscheidungstext OGH 22.11.2017 3 Ob 204/17x
    Auch; Beis wie T5; Beisatz: Hier: § 31 Abs 1 Z 2 erster Fall IO. (T20)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1977:RS0064426

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

16.01.2018

Dokumentnummer

JJR_19770426_OGH0002_0050OB00310_7600000_001

Rechtssatz für 4Ob306/98y 1Ob308/98w 6...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0111466

Geschäftszahl

4Ob306/98y; 1Ob308/98w; 6Ob300/00m; 7Ob15/02k; 8Ob66/06y; 9Ob52/06x; 3Ob232/08a; 3Ob8/10p; 3Ob204/17x

Entscheidungsdatum

22.11.2017

Norm

IO §31 Abs1 Z2 Fall1: KO §31 Abs1 Z1
KO §31 Abs1 Z2 Fall1
  1. IO § 31 heute
  2. IO § 31 gültig ab 27.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 147/2021
  3. IO § 31 gültig von 01.07.2010 bis 26.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 29/2010
  4. IO § 31 gültig von 01.01.1983 bis 30.06.2010 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 370/1982

Rechtssatz

Zug-um-Zug-Geschäfte können nicht nach Paragraph 31, Absatz eins, Ziffer eins, erster Fall KO angefochten werden, weil die Gläubigerstellung erst gleichzeitig mit der Sicherung oder Befriedigung begründet wird.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 306/98y
    Entscheidungstext OGH 15.12.1998 4 Ob 306/98y
    Veröff: SZ 71/210
  • 1 Ob 308/98w
    Entscheidungstext OGH 27.08.1999 1 Ob 308/98w
  • 6 Ob 300/00m
    Entscheidungstext OGH 14.12.2000 6 Ob 300/00m
    Ähnlich; Beisatz: Hier: § 31 Abs 1 Z 2 erster Fall KO. (T1); Beisatz: Für den Zug-um-Zug-Charakter der angefochtenen Zahlung ist der Anfechtungsgegner beweispflichtig. (T2)
  • 7 Ob 15/02k
    Entscheidungstext OGH 11.02.2002 7 Ob 15/02k
    Beisatz: Der Anfechtungstatbestand setzt eine schon bestehende Gläubigerstellung voraus, die etwa bei einem Bargeschäft erst gleichzeitig mit dem Leistungsaustausch begründet wird. (T3); Veröff: SZ 2002/19
  • 8 Ob 66/06y
    Entscheidungstext OGH 19.06.2006 8 Ob 66/06y
    Auch; Beis wie T2
  • 9 Ob 52/06x
    Entscheidungstext OGH 28.03.2007 9 Ob 52/06x
    Ähnlich, Beis wie T1
  • 3 Ob 232/08a
    Entscheidungstext OGH 25.03.2009 3 Ob 232/08a
    Auch; Beisatz: Die Anfechtung nach § 30 KO und § 31 Abs 1 Z 1 und 2 jeweils erster Fall KO setzt eine schon bestehende Gläubigerstellung voraus. (T4); Veröff: SZ 2009/36
  • 3 Ob 8/10p
    Entscheidungstext OGH 28.04.2010 3 Ob 8/10p
  • 3 Ob 204/17x
    Entscheidungstext OGH 22.11.2017 3 Ob 204/17x
    Beisatz: Hier: § 31 Abs 1 Z 2 erster Fall IO. (T5)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1998:RS0111466

Im RIS seit

14.01.1999

Zuletzt aktualisiert am

16.01.2018

Dokumentnummer

JJR_19981215_OGH0002_0040OB00306_98Y0000_010

Rechtssatz für 4Ob559/83 3Ob514/86 6Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0064726

Geschäftszahl

4Ob559/83; 3Ob514/86; 6Ob590/89; 8Ob627/91; 8Ob17/94; 5Ob509/95; 8Ob1502/96; 7Ob2278/96t; 2Ob114/99z; 2Ob140/99y; 1Ob308/98w; 2Ob330/00v; 7Ob15/02k; 9Ob52/06x; 3Ob8/10p; 3Ob204/17x; 17Ob12/22x

Entscheidungsdatum

12.07.2022

Norm

IO §31 Abs1 Z2 Fall1
KO §31 Abs1 Z2
  1. IO § 31 heute
  2. IO § 31 gültig ab 27.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 147/2021
  3. IO § 31 gültig von 01.07.2010 bis 26.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 29/2010
  4. IO § 31 gültig von 01.01.1983 bis 30.06.2010 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 370/1982

Rechtssatz

Sogenannte "Zug-um-Zug-Geschäfte" sind nicht nach Paragraph 31, Absatz eins, Ziffer 2, KO anfechtbar.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 559/83
    Entscheidungstext OGH 08.05.1984 4 Ob 559/83
    Veröff: SZ 57/87 = EvBl 1985/92 S 461 = JBl 1985,494 = RdW 1984,242
  • 3 Ob 514/86
    Entscheidungstext OGH 17.12.1986 3 Ob 514/86
    Veröff: ÖBl 1987,193 = WBl 1987,96 = RdW 1987,124
  • 6 Ob 590/89
    Entscheidungstext OGH 12.10.1989 6 Ob 590/89
    Veröff: JBl 1990,666 = ÖBA 1990,310 = ecolex 1990,21
  • 8 Ob 627/91
    Entscheidungstext OGH 09.04.1992 8 Ob 627/91
    Veröff: SZ 65/59
  • 8 Ob 17/94
    Entscheidungstext OGH 16.06.1994 8 Ob 17/94
    Beisatz: Auch die verbindliche Zusage von Zahlungseingängen und die entsprechen dieser Zusage jeweils eingeräumte Möglichkeit der Kontoüberziehung stellt ein derartiges anfechtungsfestes Zug-um-Zug-Geschäft dar. (T1)
  • 5 Ob 509/95
    Entscheidungstext OGH 14.03.1995 5 Ob 509/95
    Vgl auch; Beisatz: Für ein derartiges Zug-um-Zug-Geschäft ist der Austausch von Leistungen essentiell, der aber bei der Begleichung öffentlicher Abgaben nicht erkennbar ist. (T2) Veröff: SZ 68/53
  • 8 Ob 1502/96
    Entscheidungstext OGH 23.05.1996 8 Ob 1502/96
  • 7 Ob 2278/96t
    Entscheidungstext OGH 18.12.1996 7 Ob 2278/96t
  • 2 Ob 114/99z
    Entscheidungstext OGH 20.05.1999 2 Ob 114/99z
    Beisatz: Gleiches gilt, wenn der spätere Gemeinschuldner vorleistet und dadurch einen Anspruch auf die Leistung des Anfechtungsgegners erlangt. (T3)
  • 2 Ob 140/99y
    Entscheidungstext OGH 27.05.1999 2 Ob 140/99y
    Auch
  • 1 Ob 308/98w
    Entscheidungstext OGH 27.08.1999 1 Ob 308/98w
    Vgl auch
  • 2 Ob 330/00v
    Entscheidungstext OGH 21.12.2000 2 Ob 330/00v
  • 7 Ob 15/02k
    Entscheidungstext OGH 11.02.2002 7 Ob 15/02k
    Beis wie T2; Beisatz: Ebensowenig stellt die Leistung der vom Dienstgeber gemäß § 21 BUAG an die BUAK zu entrichtenden Zuschläge zum Lohn eine Zug-um-Zug-Leistung dar. (T4); Veröff: SZ 2002/19
  • 9 Ob 52/06x
    Entscheidungstext OGH 28.03.2007 9 Ob 52/06x
  • 3 Ob 8/10p
    Entscheidungstext OGH 28.04.2010 3 Ob 8/10p
  • 3 Ob 204/17x
    Entscheidungstext OGH 22.11.2017 3 Ob 204/17x
    Beisatz: Hier: § 31 Abs 1 Z 2 erster Fall IO. (T5)
  • 17 Ob 12/22x
    Entscheidungstext OGH 12.07.2022 17 Ob 12/22x
    Vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1984:RS0064726

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

30.08.2022

Dokumentnummer

JJR_19840508_OGH0002_0040OB00559_8300000_012

Rechtssatz für 1Ob541/91; 1Ob604/91; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0064178

Geschäftszahl

1Ob541/91; 1Ob604/91; 1Ob577/94; 8Ob1502/96; 4Ob2294/96y; 3Ob2178/96g; 9Ob46/00f; 9Ob337/00z; 10Ob395/01p; 3Ob68/02z; 6Ob217/03k; 5Ob232/04k; 5Ob116/05b; 3Ob156/05w; 1Ob25/06t; 7Ob123/05x; 8Ob98/07f; 3Ob53/09d; 3Ob8/10p; 3Ob249/10d; 3Ob49/11v; 3Ob90/11y; 3Ob18/13p; 17Ob9/19a; 17Ob17/24k

Entscheidungsdatum

03.03.2025

Norm

AnfO §2
KO §28
  1. AnfO § 2 gültig von 01.01.1915 bis 30.06.2021 aufgehoben durch BGBl. I Nr. 86/2021

Rechtssatz

Die Frage, ob Benachteiligungsabsicht vorliegt, gehört zum Tatsachenbereich (ÖBA 1990,948 ua); dennoch ist die Frage, ob die festgestellte Absicht als Benachteiligungsabsicht im Sinne des Paragraph 28, KO zu beurteilen ist, als Rechtsfrage revisibel.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 541/91
    Entscheidungstext OGH 10.04.1991 1 Ob 541/91
    Veröff: SZ 64/37 = ecolex 1991,532 = ÖBA 1991,826 (Koziol)
  • 1 Ob 604/91
    Entscheidungstext OGH 09.10.1991 1 Ob 604/91
    Auch; Beisatz: Hier: § 2 AnfO. (T1) Veröff: ÖBA 1992,582
  • 1 Ob 577/94
    Entscheidungstext OGH 22.06.1994 1 Ob 577/94
  • 8 Ob 1502/96
    Entscheidungstext OGH 23.05.1996 8 Ob 1502/96
    Auch; Beisatz: Ob dem Anfechtungsgegner die Benachteiligungsabsicht des Schuldners hätte auffallen müssen, ist eine revisible Rechtsfrage. (T2)
  • 4 Ob 2294/96y
    Entscheidungstext OGH 15.10.1996 4 Ob 2294/96y
    Auch; Beis wie T1; Beisatz: Die Feststellung, daß dem anderen Teil die Benachteiligungsabsicht nicht bekannt war, gehört nur zum Tatsachenbereich. (T3)
  • 3 Ob 2178/96g
    Entscheidungstext OGH 06.05.1998 3 Ob 2178/96g
    Beis wie T1
  • 9 Ob 46/00f
    Entscheidungstext OGH 02.03.2000 9 Ob 46/00f
    Auch
  • 9 Ob 337/00z
    Entscheidungstext OGH 28.02.2001 9 Ob 337/00z
    nur: Die Frage, ob Benachteiligungsabsicht vorliegt, gehört zum Tatsachenbereich. (T4); Beisatz: Ob Benachteiligungsabsicht und deren Kenntnis durch die Beklagte vorlag, gehört zum irrevisiblen Tatsachenbereich. (T5)
  • 10 Ob 395/01p
    Entscheidungstext OGH 18.06.2002 10 Ob 395/01p
    Vgl auch; Beis wie T2
  • 3 Ob 68/02z
    Entscheidungstext OGH 24.06.2003 3 Ob 68/02z
    Beis wie T5; Veröff: SZ 2003/71
  • 6 Ob 217/03k
    Entscheidungstext OGH 29.01.2004 6 Ob 217/03k
  • 5 Ob 232/04k
    Entscheidungstext OGH 09.11.2004 5 Ob 232/04k
    Beisatz: Hier: § 2 Z 1 AnfO. (T6)
  • 5 Ob 116/05b
    Entscheidungstext OGH 30.08.2005 5 Ob 116/05b
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T3
  • 3 Ob 156/05w
    Entscheidungstext OGH 20.10.2005 3 Ob 156/05w
    nur T4
  • 1 Ob 25/06t
    Entscheidungstext OGH 16.05.2006 1 Ob 25/06t
    Auch
  • 7 Ob 123/05x
    Entscheidungstext OGH 21.06.2006 7 Ob 123/05x
    nur T4
  • 8 Ob 98/07f
    Entscheidungstext OGH 18.10.2007 8 Ob 98/07f
    nur T4; Beis wie T5
  • 3 Ob 53/09d
    Entscheidungstext OGH 22.07.2009 3 Ob 53/09d
    Veröff: SZ 2009/99
  • 3 Ob 8/10p
    Entscheidungstext OGH 28.04.2010 3 Ob 8/10p
  • 3 Ob 249/10d
    Entscheidungstext OGH 19.01.2011 3 Ob 249/10d
  • 3 Ob 49/11v
    Entscheidungstext OGH 09.06.2011 3 Ob 49/11v
    Auch; Beis wie T3
  • 3 Ob 90/11y
    Entscheidungstext OGH 12.10.2011 3 Ob 90/11y
  • 3 Ob 18/13p
    Entscheidungstext OGH 16.04.2013 3 Ob 18/13p
    Auch; Beis wie T5
  • 17 Ob 9/19a
    Entscheidungstext OGH 17.06.2019 17 Ob 9/19a
    Auch; Beis wie T3; Beis wie T5
  • 17 Ob 17/24k
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 03.03.2025 17 Ob 17/24k
    vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1991:RS0064178

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

18.04.2025

Dokumentnummer

JJR_19910410_OGH0002_0010OB00541_9100000_002

Rechtssatz für 7Ob1503/84; 7Ob1502/84; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0044358

Geschäftszahl

7Ob1503/84; 7Ob1502/84; 8Ob527/84; 6Ob1515/84; 7O1513/84; 3Ob1011/84; 4Ob1518/84; 5Ob570/85; 7Ob30/87; 7Ob645/90; 7Ob566/91; 5Ob1510/93; 9ObA1030/93; 9ObA1047/95; 1Ob586/95; 9ObA1049/95; 4Ob2096/96f; 9ObA2161/96a; 1Ob2380/96y; 1Ob58/97d; 1Ob85/98a; 9Ob298/98h; 2Ob85/99k; 9Ob94/99k; 7Ob185/99b; 9Ob163/99g; 1Ob31/00s; 9ObA137/00p; 7Ob210/00h; 9Ob236/00x; 1Ob126/00m; 9ObA291/00k; 3Ob275/00p; 9Ob95/01p; 9Ob120/01i; 7Ob218/01m; 9Ob295/01z; 1Ob196/02h; 6Ob161/02y; 1Ob131/02z; 7Ob310/02t; 1Ob21/03z; 1Ob41/03s; 7Ob128/03d; 7Ob262/03k; 7Ob57/04i; 9Ob82/04f; 7Ob206/04a; 7Ob198/05a; 3Ob220/05g; 10Ob13/06v; 5Ob22/06f; 8ObA11/06k; 9ObA42/06a; 8ObA62/06k; 2Ob58/06b; 9Ob110/06a; 4Ob67/07t; 2Ob29/07i; 8ObA59/07w; 2Ob209/07k; 10Ob24/08i; 2Ob51/08a; 8ObA47/08g; 1Ob144/08w; 8Ob132/08g; 3Ob247/08g; 9ObA113/08w; 9Ob3/09w; 3Ob69/09g; 9ObA45/09x; 8Ob70/09s; 2Ob262/08f; 9ObA147/08w; 7Ob75/09v; 6Ob141/09t; 8ObA34/09x; 2Ob26/10b; 9ObA20/10x; 9ObA37/09w; 3Ob8/10p; 9ObA33/10h; 8Ob46/10p; 6Ob100/10i; 4Ob105/10k; 6Ob124/10v; 3Ob214/10g; 9ObA90/10s; 4Ob226/10d; 3Ob15/11v; 3Ob7/11t; 5Ob114/10s; 3Ob5/11y; 1Ob42/11z; 9ObA14/11s; 9Ob14/11s; 3Ob116/11x; 6Ob121/11d; 1Ob170/11y; 10Ob54/11f; 9Ob22/11t; 8ObA97/11i; 4Ob26/12w; 9Ob4/12x; 9Ob36/12b; 8ObA48/12k; 8Ob126/11d; 3Ob192/12z; 2Ob163/12b; 7Ob28/13p; 4Ob52/13w; 9Ob10/13f; 3Ob33/13v; 1Ob98/13p; 10Ob36/13m; 1Ob135/13d; 5Ob234/13t; 1Ob151/13g; 9Ob1/14h; 1Ob76/14d; 5Ob137/14d; 7Ob158/14g; 1Ob166/14i; 9ObA121/14f; 6Ob120/14m; 2Ob136/14k; 8ObA15/15m; 7Ob47/15k; 3Ob73/15d; 1Ob174/15t; 7Ob41/15b; 1Ob162/15b; 7Ob99/16h; 5Ob115/16x; 1Ob85/16f; 1Ob13/17v; 8ObS1/17f; 9ObA113/16g; 7Ob38/17i; 7Ob52/18z; 10Ob45/19v; 6Ob17/21z; 4Ob30/21x; 4Ob71/22b; 7Ob99/22t; 2Ob185/22b; 7Ob156/22z; 2Ob132/22h; 7Ob1/23g; 2Ob127/23z; 7Ob91/23t; 2Ob11/24t; 6Ob232/23w; 8Ob16/24x; 7Ob210/24v; 1Ob26/25t; 8Ob74/25b; 7Ob90/25y; 3Ob55/25x

Entscheidungsdatum

23.07.2025

Norm

ZPO §508a
ZPO §502 Abs1 HIII5
ABGB §914 I
  1. ZPO § 508a heute
  2. ZPO § 508a gültig ab 01.01.1998 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 140/1997
  3. ZPO § 508a gültig von 01.08.1989 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 343/1989
  1. ZPO § 502 heute
  2. ZPO § 502 gültig von 01.01.2031 bis 30.04.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 148/2020
  3. ZPO § 502 gültig ab 01.01.2031 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 61/2022
  4. ZPO § 502 gültig von 01.05.2022 bis 31.12.2030 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 61/2022
  5. ZPO § 502 gültig von 01.01.2021 bis 30.04.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 148/2020
  6. ZPO § 502 gültig von 01.07.2009 bis 31.12.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 52/2009
  7. ZPO § 502 gültig von 01.01.2005 bis 30.06.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 128/2004
  8. ZPO § 502 gültig von 01.01.2005 bis 31.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 112/2003
  9. ZPO § 502 gültig von 01.01.2003 bis 31.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 76/2002
  10. ZPO § 502 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 98/2001
  11. ZPO § 502 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 140/1997
  12. ZPO § 502 gültig von 01.08.1989 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 343/1989
  1. ABGB § 914 heute
  2. ABGB § 914 gültig ab 01.01.1917 zuletzt geändert durch RGBl. Nr. 69/1916

Rechtssatz

Vertragsauslegung; außerordentliche Revision nicht angenommen: Vom Wortlaut ausgehend, Erforschung der Parteienabsicht unter Berücksichtigung der redlichen Verkehrsübung unter Heranziehung des Parteienverhaltens und ihrer Erklärungen, gemessen am Empfängerhorizont (Paragraph 914, ABGB).

Anmerkung

Bem: Der Rechtssatz wird wegen der Häufigkeit seiner Zitierung ("überlanger RS") nicht bei jeder einzelnen Bezugnahme, sondern nur fallweise mit einer Gleichstellungsindizierung versehen.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 1503/84
    Entscheidungstext OGH 16.02.1984 7 Ob 1503/84
  • 7 Ob 1502/84
    Entscheidungstext OGH 16.02.1984 7 Ob 1502/84
    Beisatz: Gegen eine schlüssig zustandegekommene Bittleihe spricht mit Sicherheit die festgestellte Vereinbarung, dass das Benützungsrecht unbefristet eingeräumt wurde. (T1)
  • 8 Ob 527/84
    Entscheidungstext OGH 12.04.1984 8 Ob 527/84
    Beisatz: Ordentliche Revision zurückgewiesen: Hier: Auslegung einzelner Bestimmungen eines auf die Umstände des ganz bestimmten konkreten Falles abgestellten Vertrages in ihrem Zusammenhang. (T2)
  • 6 Ob 1515/84
    Entscheidungstext OGH 10.05.1984 6 Ob 1515/84
    Beisatz: Außerordentliche Revision vorläufig angenommen: Eine auszulegende AGB - Bestimmung ist zwar als solche eine spezielle Ausformung im Einzelfall, ihre vielfache Anwendung im Rechtsverkehr verschafft ihr aber Bedeutung über den einzelnen Geschäftsfall und Rechtsfall hinaus (hier: Auslegung einer "Garantiebestimmung" in AGB aller Vertragshändler einer bestimmten Kraftfahrzeugerzeugungsunternehmung als bloße Modifizierung der Gewährleistungsregelung oder darüber hinaus als echte Garantie. (T3)
  • 7 O 1513/84
    Entscheidungstext OGH 30.08.1984 7 O 1513/84
    Beisatz: Auslegung eines Vergleichs auf Grund seiner Vorgeschichte ist keine erhebliche Rechtsfrage. Auf eine nicht erkennbar geäußerte Absicht bei Vergleichsabschluss kommt es nicht an. (T4)
  • 3 Ob 1011/84
    Entscheidungstext OGH 03.10.1984 3 Ob 1011/84
    Beisatz: Auslegung eines Vergleiches: Maßgebend ist der objektive Sinn der Erklärung; primär der Wortlaut eines schriftlichen Vergleiches; die Bereinigungswirkung eines Vergleiches bezieht sich im Zweifel auf alle Ansprüche, an die die Parteien denken konnten. (T5)
  • 4 Ob 1518/84
    Entscheidungstext OGH 13.11.1984 4 Ob 1518/84
  • 5 Ob 570/85
    Entscheidungstext OGH 10.09.1985 5 Ob 570/85
    Auch; Beisatz: Auf Vertragsauslegung wird im Rahmen einer außerordentlichen Revision nicht eingegangen, wenn das Berufungsgericht von den allgemeinen Vertragauslegungsgrundsätzen und der hiezu ergangenen einhelligen Rechtsprechung des OGH nicht abgewichen ist. (T6)
  • 7 Ob 30/87
    Entscheidungstext OGH 09.07.1987 7 Ob 30/87
    Auch; Veröff: VersRdSch 1988,99
  • 7 Ob 645/90
    Entscheidungstext OGH 15.11.1990 7 Ob 645/90
    Auch; Beis wie T6
  • 7 Ob 566/91
    Entscheidungstext OGH 11.07.1991 7 Ob 566/91
    Auch; Beisatz: Wie die Parteienerklärungen im Einzelfall aufzufassen sind, berührt regelmäßig keine erhebliche Rechtsfrage. (T7)
  • 5 Ob 1510/93
    Entscheidungstext OGH 23.03.1993 5 Ob 1510/93
    Auch; Beisatz: Hier: Haftungserklärung einer Bank. (T8)
  • 9 ObA 1030/93
    Entscheidungstext OGH 24.11.1993 9 ObA 1030/93
    Auch; Beis wie T4
  • 9 ObA 1047/95
    Entscheidungstext OGH 20.12.1995 9 ObA 1047/95
    Beis wie T6
  • 1 Ob 586/95
    Entscheidungstext OGH 04.10.1995 1 Ob 586/95
    Auch; Beis wie T7
  • 9 ObA 1049/95
    Entscheidungstext OGH 17.01.1996 9 ObA 1049/95
    Auch; Beisatz: Hier: Zustandekommen einer Aussetzungsvereinbarung. (T9)
  • 4 Ob 2096/96f
    Entscheidungstext OGH 14.05.1996 4 Ob 2096/96f
    Auch; Beisatz: Verwendung eines in der Bilanz der übertragenen Gesellschaft als wahrscheinlich zurückzuerstattend ausgewiesenen Haftrücklasses, der auf Grund einer späteren rechtskräftigen Entscheidung eines Gerichtes nicht mehr rückerstattet werden musste, zur Deckung (noch) später hervorgekommener Ansprüche von Wohnungseigentümern des betreffenden Objektes. Für diesen Fall hätten redliche Parteien keinen Rückgriff der Erwerber der Gesellschaftsanteile gegen den Veräußerer vorgesehen. (T10)
  • 9 ObA 2161/96a
    Entscheidungstext OGH 25.09.1996 9 ObA 2161/96a
    Beis wie T6; Beis wie T7
  • 1 Ob 2380/96y
    Entscheidungstext OGH 16.12.1996 1 Ob 2380/96y
    Vgl; Beisatz: Ein Problem der Vertragsauslegung kann aber nur dann eine erhebliche Rechtsfrage im Sinne des § 502 Abs 1 ZPO darstellen, wenn dem Berufungsgericht eine auffallende Fehlbeurteilung unterlaufen wäre. (T11)
  • 1 Ob 58/97d
    Entscheidungstext OGH 15.05.1997 1 Ob 58/97d
    Auch; Beis wie T7; Beisatz: Die Auslegung von rechtsgeschäftlichen Parteienerklärungen, von denen nicht anzunehmen ist, dass sie in vergleichbarer Form neuerlich vorkommen, begründet wegen der über den Anlassfall nicht hinausgehenden Bedeutung die Zulässigkeit der Revision im allgemeinen nicht. (T12)
  • 1 Ob 85/98a
    Entscheidungstext OGH 28.07.1998 1 Ob 85/98a
    Vgl auch; Beisatz: Außerordentliche Revision zurückgewiesen. (T13)
    Beisatz: Hier: Dienstbarkeitsbestellungsvertrag. (T14)
  • 9 Ob 298/98h
    Entscheidungstext OGH 11.11.1998 9 Ob 298/98h
    Beis wie T11; Beis wie T13
  • 2 Ob 85/99k
    Entscheidungstext OGH 25.03.1999 2 Ob 85/99k
    Vgl auch
  • 9 Ob 94/99k
    Entscheidungstext OGH 19.05.1999 9 Ob 94/99k
    Vgl auch; Beis wie T7
  • 7 Ob 185/99b
    Entscheidungstext OGH 08.09.1999 7 Ob 185/99b
    Vgl auch; Beis wie T6; Beisatz: Ob der Beklagte verpflichtet ist, die dem Kläger mit dem Erbteilungsübereinkommen beziehungsweise dem Kaufvertrag eingeräumten Rechte eines Jagdpächters durch Unterfertigung eines entsprechenden schriftlichen Vertrages zu beurkunden, stellt zufolge der Einzelfallbezogenheit dieses Problems keine erhebliche Rechtsfrage dar. (T15)
    Beisatz: Der Umfang vertraglicher Nebenpflichten hängt weitgehend vom Einzelfall ab. (T16)
  • 9 Ob 163/99g
    Entscheidungstext OGH 03.11.1999 9 Ob 163/99g
    Vgl auch; Beis wie T7
  • 1 Ob 31/00s
    Entscheidungstext OGH 21.06.2000 1 Ob 31/00s
    Auch; Beis wie T11; Beis wie T12
  • 9 ObA 137/00p
    Entscheidungstext OGH 06.09.2000 9 ObA 137/00p
    Beisatz: Hier: Auslegung einer Generalklausel in einem Vergleich. (T17)
  • 7 Ob 210/00h
    Entscheidungstext OGH 18.10.2000 7 Ob 210/00h
    Auch; Beis wie T12
  • 9 Ob 236/00x
    Entscheidungstext OGH 08.11.2000 9 Ob 236/00x
    Vgl auch; Beis wie T4 nur: Auslegung eines Vergleichs ist keine erhebliche Rechtsfrage. (T18)
    Beis wie T7
  • 1 Ob 126/00m
    Entscheidungstext OGH 28.11.2000 1 Ob 126/00m
    Auch; Beis wie T6; Beis wie T11; Beis wie T12; Beis wie T13; Beisatz: Hier: Schiedsvertrag. (T19)
  • 9 ObA 291/00k
    Entscheidungstext OGH 22.11.2000 9 ObA 291/00k
    Vgl auch; Beisatz: Ob eine Vereinbarung richtig ausgelegt wurde, kann nur in Fällen auffallender Fehlbeurteilung durch das Berufungsgericht als erhebliche Rechtsfrage qualifiziert werden. (T20)
  • 3 Ob 275/00p
    Entscheidungstext OGH 23.05.2001 3 Ob 275/00p
    Vgl auch; Beisatz: Ob im konkreten Fall ein Garantievertrag zustandegekommen ist, stellt grundsätzlich keine Rechtsfrage im Sinn des § 502 Abs 1 ZPO dar, weil ihre Beantwortung von den Umständen des Einzelfalles abhängt. (T21)
  • 9 Ob 95/01p
    Entscheidungstext OGH 09.05.2001 9 Ob 95/01p
    Auch; Beis wie T7
  • 9 Ob 120/01i
    Entscheidungstext OGH 07.06.2001 9 Ob 120/01i
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Wenn auch Rechtsunkundige bei verunglückten Formulierungen in der Regel unmittelbar zur Leistung verpflichtet werden wollen oder im Zweifel kein Vorvertrag anzunehmen ist, so hängt die Beurteilung jeweils von den Umständen des Einzelfalles ab. (T22)
  • 7 Ob 218/01m
    Entscheidungstext OGH 26.09.2001 7 Ob 218/01m
    Auch; Beis wie T7
  • 9 Ob 295/01z
    Entscheidungstext OGH 27.03.2002 9 Ob 295/01z
    Auch; Beis wie T11; Beis wie T20
  • 1 Ob 196/02h
    Entscheidungstext OGH 13.08.2002 1 Ob 196/02h
    Beis wie T4
  • 6 Ob 161/02y
    Entscheidungstext OGH 29.08.2002 6 Ob 161/02y
    Auch
  • 1 Ob 131/02z
    Entscheidungstext OGH 28.01.2003 1 Ob 131/02z
    Beisatz: Hier: Dienstbarkeitsvertrag. (T23)
  • 7 Ob 310/02t
    Entscheidungstext OGH 29.01.2003 7 Ob 310/02t
    Vgl auch; Beis wie T11; Beis wie T12; Beis wie T19
  • 1 Ob 21/03z
    Entscheidungstext OGH 28.02.2003 1 Ob 21/03z
  • 1 Ob 41/03s
    Entscheidungstext OGH 25.03.2003 1 Ob 41/03s
    Auch; Beisatz: Hier: Revision angenommen: Ausgehend von Inhalt und Zweck der abgegebenen Erklärungen sind diese im Sinne des § 914 ABGB danach zu beurteilen, welche Verpflichtungen der Erklärende damit für den Erklärungsempfänger erkennbar übernehmen wollte. (T24)
    Veröff: SZ 2003/31
  • 7 Ob 128/03d
    Entscheidungstext OGH 05.08.2003 7 Ob 128/03d
    Vgl auch; Beisatz: Ordentliche Revision zurückgewiesen: Hier: Auslegung eines Ausbildungsvertrages. (T25)
  • 7 Ob 262/03k
    Entscheidungstext OGH 17.03.2004 7 Ob 262/03k
    Vgl auch
  • 7 Ob 57/04i
    Entscheidungstext OGH 26.05.2004 7 Ob 57/04i
    Auch
  • 9 Ob 82/04f
    Entscheidungstext OGH 01.12.2004 9 Ob 82/04f
    Auch; Beisatz: Die Form des Vertrags ändert dabei regelmäßig nichts an der Einzelfallbezogenheit der Auslegung; dies gilt auch bei Abschluss eines Notariatsakts. (T26)
  • 7 Ob 206/04a
    Entscheidungstext OGH 26.01.2005 7 Ob 206/04a
    Vgl auch; Beis wie T20
  • 7 Ob 198/05a
    Entscheidungstext OGH 19.10.2005 7 Ob 198/05a
    Auch; Beis wie T7
  • 3 Ob 220/05g
    Entscheidungstext OGH 20.10.2005 3 Ob 220/05g
    Vgl auch; Beis wie T7
  • 10 Ob 13/06v
    Entscheidungstext OGH 28.03.2006 10 Ob 13/06v
    Auch; Beis wie T26
  • 5 Ob 22/06f
    Entscheidungstext OGH 07.02.2006 5 Ob 22/06f
    Beis wie T4; Beis wie T5
  • 8 ObA 11/06k
    Entscheidungstext OGH 11.05.2006 8 ObA 11/06k
    Auch; Beis wie T20
  • 9 ObA 42/06a
    Entscheidungstext OGH 07.06.2006 9 ObA 42/06a
    Besi wie T4; Beisatz: Hier: Auslegung einer Betriebsvereinbarung. (T27)
  • 8 ObA 62/06k
    Entscheidungstext OGH 13.07.2006 8 ObA 62/06k
    Beisatz: Frage, ob bestimmte Äußerungen eines Arbeitnehmers bereits als Auflösungserklärungen angesehen werden können. (T28)
  • 2 Ob 58/06b
    Entscheidungstext OGH 29.06.2006 2 Ob 58/06b
    Auch; Beisatz: Hier: Auslegung einer Haftungserklärung. (T29)
  • 9 Ob 110/06a
    Entscheidungstext OGH 20.12.2006 9 Ob 110/06a
    Beis wie T4; Beis wie T17
  • 4 Ob 67/07t
    Entscheidungstext OGH 22.05.2007 4 Ob 67/07t
    Auch; Beis wie T11
  • 2 Ob 29/07i
    Entscheidungstext OGH 14.06.2007 2 Ob 29/07i
    Auch; Beis wie T19
  • 8 ObA 59/07w
    Entscheidungstext OGH 11.10.2007 8 ObA 59/07w
    Beisatz: Hier: Auslegung einer zwischen den Streitteilen geschlossenen Zusatzvereinbarung (Altersteilzeitvereinbarung) zum Dienstvertrag. (T30)
  • 2 Ob 209/07k
    Entscheidungstext OGH 15.11.2007 2 Ob 209/07k
    Auch; Beis wie T11; Beis wie T20
  • 10 Ob 24/08i
    Entscheidungstext OGH 10.03.2008 10 Ob 24/08i
    Auch; Beisatz: Die Auslegung von Willenserklärungen im Einzelfall und Auslegungsfragen über die Erklärungsabsicht im Einzelfall sind vom Obersten Gerichtshof - von groben Auslegungsfehlern und sonstigen krassen Fehlbeurteilungen abgesehen - nicht zu überprüfen. (T31)
  • 2 Ob 51/08a
    Entscheidungstext OGH 27.03.2008 2 Ob 51/08a
    Vgl; Beisatz: Die Beurteilung, ob zwischen den Prozessparteien eine Vertragsbeziehung anzunehmen ist oder nicht, betrifft ebenfalls keine erhebliche Rechtsfrage. Dies gilt insbesondere für die Beurteilung von Willenserklärungen durch schlüssige Verhaltensweisen. (T32)
  • 8 ObA 47/08g
    Entscheidungstext OGH 10.07.2008 8 ObA 47/08g
    Vgl; Beisatz: Ob die Auslegung von Bestimmungen einer Betriebsvereinbarung zutrifft oder nicht, kann immer nur an Hand der Umstände des Einzelfalls beurteilt werden und begründet daher - von Fällen krasser Fehlbeurteilung durch die zweite Instanz abgesehen - im Allgemeinen keine erhebliche Rechtsfrage im Sinn des § 502 Abs 1 ZPO. (T33)
  • 1 Ob 144/08w
    Entscheidungstext OGH 16.09.2008 1 Ob 144/08w
    Vgl auch; Beis wie T11; Beis wie T20; Beisatz: Hier: Revision zurückgewiesen; Auslegung einer Haftungsübernahme eines Treuhänders in einer Treuhandvereinbarung. (T34)
  • 8 Ob 132/08g
    Entscheidungstext OGH 16.12.2008 8 Ob 132/08g
    Auch; Beisatz: Die auf den Gesamtumständen des Einzelfalls beruhende Auslegung eines Standby Letter of Credit stellt keine erhebliche Rechtsfrage dar. (T35)
  • 3 Ob 247/08g
    Entscheidungstext OGH 17.12.2008 3 Ob 247/08g
    Beis wie T2; Beisatz: Hier: Auslegung des Umfangs der erteilten Vollmacht. (T36)
  • 9 ObA 113/08w
    Entscheidungstext OGH 24.02.2009 9 ObA 113/08w
    Auch; Beisatz: Hier: Vertragsbestimmung, die Unverbindlichkeits- und Widerrufsklausel kombiniert. (T37)
  • 9 Ob 3/09w
    Entscheidungstext OGH 24.02.2009 9 Ob 3/09w
    Auch; nur: Vertragsauslegung: Vom Wortlaut ausgehend, Erforschung der Parteienabsicht unter Berücksichtigung der redlichen Verkehrsübung unter Heranziehung des Parteienverhaltens und ihrer Erklärungen (§ 914 ABGB). (T38)
    Beisatz: Hier: Auslegung eines beim Privat-Verkauf eines Gebraucht-PKW abgegebenen Gewährleistungsverzichts. (T39)
  • 3 Ob 69/09g
    Entscheidungstext OGH 22.04.2009 3 Ob 69/09g
    Auch; Beis wie T18
  • 9 ObA 45/09x
    Entscheidungstext OGH 02.06.2009 9 ObA 45/09x
    Auch; Beis wie T25
  • 8 Ob 70/09s
    Entscheidungstext OGH 18.06.2009 8 Ob 70/09s
    Auch; Beis wie T36
  • 2 Ob 262/08f
    Entscheidungstext OGH 25.06.2009 2 Ob 262/08f
    Auch; Beis wie T18; Beis wie T17
  • 9 ObA 147/08w
    Entscheidungstext OGH 04.08.2009 9 ObA 147/08w
    Auch; Beisatz: Hier: Ob die Auslegung von Bestimmungen einer einzelvertraglichen Betriebspensionsvereinbarung zutrifft, kann immer nur an Hand der Umstände des Einzelfalls beurteilt werden und begründet daher - von Fällen krasser Fehlbeurteilung durch die zweite Instanz abgesehen - im Allgemeinen keine erhebliche Rechtsfrage iSd § 502 Abs 1 ZPO. (T40)
  • 7 Ob 75/09v
    Entscheidungstext OGH 02.09.2009 7 Ob 75/09v
    Auch; Beisatz: Dies gilt auch für die ergänzende Vertragsauslegung. (T41)
  • 6 Ob 141/09t
    Entscheidungstext OGH 18.09.2009 6 Ob 141/09t
    Vgl; Bem: Hier: Revision angenommen: Nicht vertretbares Auslegungsergebnis des Berufungsgerichts zur Frage, ob die zwischen den Parteien getroffenen Vereinbarungen als Pacht- oder Mietverhältnis zu werten sind. (T42)
  • 8 ObA 34/09x
    Entscheidungstext OGH 19.11.2009 8 ObA 34/09x
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T30
  • 2 Ob 26/10b
    Entscheidungstext OGH 04.03.2010 2 Ob 26/10b
    Vgl
  • 9 ObA 20/10x
    Entscheidungstext OGH 24.03.2010 9 ObA 20/10x
    Vgl auch; Beis wie T13
  • 9 ObA 37/09w
    Entscheidungstext OGH 03.03.2010 9 ObA 37/09w
    Auch
  • 3 Ob 8/10p
    Entscheidungstext OGH 28.04.2010 3 Ob 8/10p
    Auch
  • 9 ObA 33/10h
    Entscheidungstext OGH 11.05.2010 9 ObA 33/10h
    Auch; Beis ähnlich wie T5
  • 8 Ob 46/10p
    Entscheidungstext OGH 19.05.2010 8 Ob 46/10p
    Auch
  • 6 Ob 100/10i
    Entscheidungstext OGH 24.06.2010 6 Ob 100/10i
    Auch; Beis wie T3
  • 4 Ob 105/10k
    Entscheidungstext OGH 31.08.2010 4 Ob 105/10k
    Vgl auch
  • 6 Ob 124/10v
    Entscheidungstext OGH 01.09.2010 6 Ob 124/10v
    Auch; Beis ähnlich wie T3; Beisatz: Hier: § 8 Abs 4 AAB der Wirtschaftstreuhänder. (T43)
  • 3 Ob 214/10g
    Entscheidungstext OGH 14.12.2010 3 Ob 214/10g
    Vgl; Beis ähnlich wie T32
  • 9 ObA 90/10s
    Entscheidungstext OGH 22.10.2010 9 ObA 90/10s
    nur: Vertragsauslegung; außerordentliche Revision nicht angenommen. (T44)
    Beis wie T13; Beisatz: Eine einzelvertragliche Auslegung hat unter Berücksichtigung der konkreten Vertragsverhandlungen zu erfolgen und stellt damit regelmäßig keine erhebliche Rechtsfrage iSd § 502 Abs 1 ZPO dar. (T45)
    Beisatz: Hier: Altersteilzeitvereinbarung. (T46)
  • 4 Ob 226/10d
    Entscheidungstext OGH 15.02.2011 4 Ob 226/10d
    Auch
  • 3 Ob 15/11v
    Entscheidungstext OGH 23.02.2011 3 Ob 15/11v
    Auch; Beisatz: Hier: Auslegung eines Erbverzichtsvertrags. (T47)
  • 3 Ob 7/11t
    Entscheidungstext OGH 23.02.2011 3 Ob 7/11t
    Vgl auch; Beis wie T41
  • 5 Ob 114/10s
    Entscheidungstext OGH 20.12.2010 5 Ob 114/10s
    Vgl auch; vgl auch Beis wie T31; Beis wie T32
  • 3 Ob 5/11y
    Entscheidungstext OGH 23.02.2011 3 Ob 5/11y
    Vgl auch; Beis wie T18; Beisatz: Hier: Oppositionsverfahren. (T48)
  • 1 Ob 42/11z
    Entscheidungstext OGH 31.03.2011 1 Ob 42/11z
    Vgl auch; nur: Vertragsauslegung: Vom Wortlaut ausgehend, Erforschung der Parteienabsicht unter Berücksichtigung der redlichen Verkehrsübung unter Heranziehung des Parteienverhaltens und ihrer Erklärungen, gemessen am Empfängerhorizont (§ 914 ABGB). (T49)
    Beisatz: Hier: Frage, welche Leistung geschuldet wurde. (T50)
  • 9 ObA 14/11s
    Entscheidungstext OGH 30.03.2011 9 ObA 14/11s
    Auch; nur T44; Beis wie T13; Beis wie T27; Beis wie T33
  • 9 Ob 14/11s
    Entscheidungstext OGH 28.06.2011 9 Ob 14/11s
    Auch; Beis wie T13
  • 3 Ob 116/11x
    Entscheidungstext OGH 06.07.2011 3 Ob 116/11x
    Auch
  • 6 Ob 121/11d
    Entscheidungstext OGH 18.07.2011 6 Ob 121/11d
    Vgl auch
  • 1 Ob 170/11y
    Entscheidungstext OGH 01.09.2011 1 Ob 170/11y
    Auch; nur T44; Beis wie T26
  • 10 Ob 54/11f
    Entscheidungstext OGH 04.10.2011 10 Ob 54/11f
    Auch
  • 9 Ob 22/11t
    Entscheidungstext OGH 29.08.2011 9 Ob 22/11t
    Vgl auch; nur T49
  • 8 ObA 97/11i
    Entscheidungstext OGH 20.01.2012 8 ObA 97/11i
    Auch; Beis wie T5
  • 4 Ob 26/12w
    Entscheidungstext OGH 28.02.2012 4 Ob 26/12w
    Vgl auch
  • 9 Ob 4/12x
    Entscheidungstext OGH 22.08.2012 9 Ob 4/12x
    Vgl auch
  • 9 Ob 36/12b
    Entscheidungstext OGH 22.08.2012 9 Ob 36/12b
    Auch; Beisatz: Hier: Auslegung einer Konventionalstrafvereinbarung (Pönale). (T51)
  • 8 ObA 48/12k
    Entscheidungstext OGH 13.09.2012 8 ObA 48/12k
    Beis wie T17
  • 8 Ob 126/11d
    Entscheidungstext OGH 24.10.2012 8 Ob 126/11d
    Vgl auch; Beis wie T5
  • 3 Ob 192/12z
    Entscheidungstext OGH 14.11.2012 3 Ob 192/12z
    Auch; Beis wie T18
  • 2 Ob 163/12b
    Entscheidungstext OGH 24.01.2013 2 Ob 163/12b
    Auch; Auch Beis wie T7; Beisatz: Hier: Auslegung eines Verjährungsverzichts. (T52)
  • 7 Ob 28/13p
    Entscheidungstext OGH 17.04.2013 7 Ob 28/13p
    Vgl auch; Auch Beis wie T21
  • 4 Ob 52/13w
    Entscheidungstext OGH 17.04.2013 4 Ob 52/13w
    Vgl; Beis wie T7
  • 9 Ob 10/13f
    Entscheidungstext OGH 21.02.2013 9 Ob 10/13f
    Vgl
  • 3 Ob 33/13v
    Entscheidungstext OGH 19.06.2013 3 Ob 33/13v
    Auch; Beis wie T6; Beis wie T7; Beis wie T46; Beisatz: Hier: Händler‑ und Werkstattvertrag. (T53)
  • 1 Ob 98/13p
    Entscheidungstext OGH 27.06.2013 1 Ob 98/13p
    Vgl auch; Beis wie T7; Beis wie T9; Beis wie T21; Beis wie T32
  • 10 Ob 36/13m
    Entscheidungstext OGH 12.09.2013 10 Ob 36/13m
    Auch; Beis wie T18
  • 1 Ob 135/13d
    Entscheidungstext OGH 29.08.2013 1 Ob 135/13d
    Auch
  • 5 Ob 234/13t
    Entscheidungstext OGH 21.02.2014 5 Ob 234/13t
    Auch; Beis wie T7; Beis wie T20; Beis wie T31
  • 1 Ob 151/13g
    Entscheidungstext OGH 19.12.2013 1 Ob 151/13g
    Auch; Beis wie T7
  • 9 Ob 1/14h
    Entscheidungstext OGH 26.02.2014 9 Ob 1/14h
    Auch; Beis wie T31
  • 1 Ob 76/14d
    Entscheidungstext OGH 22.05.2014 1 Ob 76/14d
    Auch; Beis wie T36
  • 5 Ob 137/14d
    Entscheidungstext OGH 04.09.2014 5 Ob 137/14d
    Auch; Beis wie T11; Beis wie T12
  • 7 Ob 158/14g
    Entscheidungstext OGH 05.11.2014 7 Ob 158/14g
    Vgl
  • 1 Ob 166/14i
    Entscheidungstext OGH 27.11.2014 1 Ob 166/14i
    Vgl auch
  • 9 ObA 121/14f
    Entscheidungstext OGH 18.12.2014 9 ObA 121/14f
    Auch; Beis wie T37
  • 6 Ob 120/14m
    Entscheidungstext OGH 29.01.2015 6 Ob 120/14m
    Auch; Beis wie T4; Beis wie T7
  • 2 Ob 136/14k
    Entscheidungstext OGH 18.12.2014 2 Ob 136/14k
    Auch; Beis wie T20
  • 8 ObA 15/15m
    Entscheidungstext OGH 26.02.2015 8 ObA 15/15m
    Auch; Beis wie T40
  • 7 Ob 47/15k
    Entscheidungstext OGH 09.04.2015 7 Ob 47/15k
    Beisatz: Zur Vertragsauslegung (T54)
  • 3 Ob 73/15d
    Entscheidungstext OGH 17.06.2015 3 Ob 73/15d
    Auch; Beis wie T20
  • 1 Ob 174/15t
    Entscheidungstext OGH 22.10.2015 1 Ob 174/15t
    Vgl auch
  • 7 Ob 41/15b
    Entscheidungstext OGH 02.09.2015 7 Ob 41/15b
    Beis wie T7
  • 1 Ob 162/15b
    Entscheidungstext OGH 28.01.2016 1 Ob 162/15b
  • 7 Ob 99/16h
    Entscheidungstext OGH 15.06.2016 7 Ob 99/16h
    Auch
  • 5 Ob 115/16x
    Entscheidungstext OGH 11.07.2016 5 Ob 115/16x
    Auch; Beis wie T2; Beis wie T36
  • 1 Ob 85/16f
    Entscheidungstext OGH 30.08.2016 1 Ob 85/16f
    Vgl
  • 1 Ob 13/17v
    Entscheidungstext OGH 27.02.2017 1 Ob 13/17v
  • 8 ObS 1/17f
    Entscheidungstext OGH 22.02.2017 8 ObS 1/17f
    Auch
  • 9 ObA 113/16g
    Entscheidungstext OGH 20.04.2017 9 ObA 113/16g
    Auch; Beis wie T37
  • 7 Ob 38/17i
    Entscheidungstext OGH 20.12.2017 7 Ob 38/17i
  • 7 Ob 52/18z
    Entscheidungstext OGH 20.04.2018 7 Ob 52/18z
    Vgl
  • 10 Ob 45/19v
    Entscheidungstext OGH 30.07.2019 10 Ob 45/19v
    Beisatz wie T16
    Beisatz: Welche Schutz‑ und Sorgfaltspflichten die Parteien eines singulären Vertragsverhältnisses gegenüber ihrem Vertragspartner treffen, kann nur aufgrund der Umstände des Einzellfalls beurteilt werden. (T54a)
    Beisatz: Hier: Bestandvertrag über einen Bojenplatz mit Bojenanlage. (T55)
    Anm: Änderung der versehentlich ein zweites Mal vergebenen T-Nummer T54 auf T54a - Oktober 2023
  • 6 Ob 17/21z
    Entscheidungstext OGH 18.02.2021 6 Ob 17/21z
    Vgl; Beis wie T7; Beisatz: Hier: Treuhandschaftsregelung in einem Optionsvertrag. (T56)
  • 4 Ob 30/21x
    Entscheidungstext OGH 15.03.2021 4 Ob 30/21x
    Vgl; Beis wie T36
  • 4 Ob 71/22b
    Entscheidungstext OGH 22.04.2022 4 Ob 71/22b
    Vgl; nur T38; Beisatz: Hier: Fremdwährungskreditvertrag. (T57)
  • 7 Ob 99/22t
    Entscheidungstext OGH 24.08.2022 7 Ob 99/22t
    Vgl; Beisatz: Hier: Sicherungsübereignungsvertrag mit grenzüberschreitendem Bezug zu Deutschland. (T58)
  • 2 Ob 185/22b
    Entscheidungstext OGH 25.10.2022 2 Ob 185/22b
    Beis wie T31; Beis wie T33; Beis wie T40
  • 7 Ob 156/22z
    Entscheidungstext OGH 23.11.2022 7 Ob 156/22z
  • 2 Ob 132/22h
    Entscheidungstext OGH 17.01.2023 2 Ob 132/22h
    Vgl; Beis wie T6; Beis wie T11; Beisatz: Hier: Verjährungsverzicht eines österreichischen Korrespondenzversicherers namens des ausländischen Versicherers. (T59)
  • 7 Ob 1/23g
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 21.02.2023 7 Ob 1/23g
    Beisatz: Hier: "Informationsblatt" über die unterschiedlichen Untersuchungsmöglichkeiten zur Erkennung von Trisomie 21. (T60)
  • 2 Ob 127/23z
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 25.07.2023 2 Ob 127/23z
    Beisatz wie T36: Hier: Vollmacht "bei der gewerberechtlichen Verhandlung zu vertreten". Frage, ob davon die Berechtigung zum Abschluss zivilrechtlicher Vereinbarungen mit Anrainern in der Verhandlung umfasst war. (T61)
  • 7 Ob 91/23t
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 30.08.2023 7 Ob 91/23t
    vgl; Beisatz nur wie T12; Beisatz nur wie T31
  • 2 Ob 11/24t
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 23.01.2024 2 Ob 11/24t
    vgl; Beisatz wie T31: Hier: Auslegung einer Erbverzichtserklärung (T62)
  • 6 Ob 232/23w
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 21.02.2024 6 Ob 232/23w
    Beisatz wie T31
    Beisatz wie T32: Hier: Abschluss eines Maklervertrags (T63)
  • 8 Ob 16/24x
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 25.04.2024 8 Ob 16/24x
  • 7 Ob 210/24v
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 19.02.2025 7 Ob 210/24v
    Beisatz wie T52
  • 1 Ob 26/25t
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 25.03.2025 1 Ob 26/25t
    Beisatz wie T31
  • 8 Ob 74/25b
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 23.06.2025 8 Ob 74/25b
    Beisatz wie T31; Beisatz wie T32
  • 7 Ob 90/25y
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 25.06.2025 7 Ob 90/25y
  • 3 Ob 55/25x
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 23.07.2025 3 Ob 55/25x
    vgl; Beisatz: Ob ein Verhalten aus der Sicht des redlichen Erklärungsempfängers als schlüssiges Anerkenntnis verstanden werden durfte, richtet sich nach den Umständen des Einzelfalls und ist in der Regel keine erhebliche Rechtsfrage im Sinn des § 502 Abs 1 ZPO. (T64)

Schlagworte

Auto

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1984:RS0044358

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

12.08.2025

Dokumentnummer

JJR_19840216_OGH0002_0070OB01503_8400000_001

Entscheidungstext 3Ob8/10p

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Fundstelle

ecolex 2010/359 S 962 - ecolex 2010,962 = ÖBA 2010,848/1674 - ÖBA 2010/1674 = RdW 2010/656 S 634 - RdW 2010,634 = ZIK 2011/99 S 66 - ZIK 2011,66

Geschäftszahl

3Ob8/10p

Entscheidungsdatum

28.04.2010

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht durch den Senatspräsidenten Dr. Prückner als Vorsitzenden sowie die Hofräte und Hofrätinnen Hon.-Prof. Dr. Sailer, Dr. Lovrek, Dr. Jensik und Dr. Fichtenau als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei Dr. Stefan Geiler als Masseverwalter im Konkurs über das Vermögen der W***** GmbH, *****, vertreten durch Dr. Hans-Peter Ullmann ua, Rechtsanwälte in Innsbruck, wider die beklagte Partei Innsbrucker K***** AG, *****, vertreten durch Czernich, Hofstädter, Guggenberger & Partner, Rechtsanwälte in Innsbruck, wegen 121.550,28 EUR sA, über die Revision der klagenden Partei gegen das Urteil des Oberlandesgerichts Innsbruck als Berufungsgericht vom 28. Oktober 2009, GZ 1 R 203/09a-19, womit infolge Berufung der beklagten Partei das Urteil des Landesgerichts Innsbruck vom 20. Mai 2009, GZ 14 Cg 44/08b-15, abgeändert wurde, in nichtöffentlicher Sitzung den

Beschluss

gefasst:

Spruch

Die Revision der klagenden Partei wird mangels der Voraussetzungen des Paragraph 502, Absatz eins, ZPO zurückgewiesen.

Die klagende Partei ist schuldig, der beklagten Partei die mit 2.191,68 EUR (darin enthalten 365,28 EUR USt) bestimmten Kosten der Revisionsbeantwortung binnen 14 Tagen zu ersetzen.

Text

Begründung:

Die nunmehrige Gemeinschuldnerin betrieb eine Druckerei; die dafür nötige elektrische Energie bezog sie von der beklagten Partei. Vereinbart war eine Zahlungsfrist 30 Tage ab Rechnungslegung. Mit Beschluss des Landesgerichts Innsbruck vom 4. April 2007 wurde über das Vermögen der Gemeinschuldnerin das Konkursverfahren eröffnet und der Kläger zum Masseverwalter bestellt. Die Zahlungsunfähigkeit der Gemeinschuldnerin war zum 9. März 2007 eingetreten und dauerte bis zur Konkurseröffnung an.

Die Stromrechnung für Jänner 2007 über 70.920,39 EUR war am 28. Februar 2007 zur Zahlung fällig. Nach Mahnung vom 8. März 2007 bezahlte die Gemeinschuldnerin am 9. März 2008 (richtig wohl: 2007) den offenen Rechnungsbetrag, der am 12. März 2007 bei der beklagten Partei einlangte. Die Zahlung erfolgte in Kenntnis der Überschuldung. Die Vertreter der beklagten Partei hatten davon zum Zeitpunkt des Zahlungseingangs ebenfalls Kenntnis. Der Geschäftsführer der Gemeinschuldnerin war um eine Fortführung des Unternehmens bemüht. Am 23. März 2007 sollte ein Übernahmegespräch mit einem in der Medienbranche tätigen Unternehmen stattfinden, weshalb ein an diesem Tag aufrechter Produktionsbetrieb für die Gemeinschuldnerin von ausschlaggebender Bedeutung war. Am 18. März 2007 teilte ein Vertreter der beklagten Partei dem Geschäftsführer der Gemeinschuldnerin mit, dass eine Weiterführung der bestehenden Abrechnungsmodalitäten nicht länger akzeptabel sei und der Abrechnungsmodus auf Vorauszahlung umgestellt werde. Als Zahlungsplan werde eine erste Teilzahlung für die Monatsrate Februar am 20. März 2007 mit 50.000 EUR vorgeschlagen, am 29. März 2007 die zweite Teilzahlung der Monatsrate Februar 23.879,48 EUR, weiters die Komplettzahlung der Monatsrate März bis 8. April 2007 sowie eine Akontierung der Monatsrate April am 15. April 2007. Unter einem wurde die Einstellung der Stromversorgung angedroht. Um diese zu vermeiden, zahlte die Gemeinschuldnerin am 22. März 2007 die laut Zahlungsplan geforderten 50.000 EUR, somit eine Teilzahlung auf die - laut der ursprünglichen Vereinbarung - erst am 29. März 2007 fällig werdende Abrechnung für die Stromlieferung Februar 2007. Zuvor war der Gegenvorschlag des Geschäftsführers der Gemeinschuldnerin, diese Teilzahlung erst am 22. März 2007 zu erbringen, unter neuerlicher Androhung der Stromabschaltung abgelehnt worden. Die Zahlung erfolgte, weil dem Geschäftsführer ein weiterer Strombezug im Hinblick auf das am nächsten Tag stattfindende Übernahmegespräch für den Fortbestand des Unternehmens von höchster Bedeutung erschien. Diese Situation war der beklagten Partei bekannt. Die angestrebte Übernahme scheiterte. Am 28. März 2007 stellte die beklagte Partei die Abrechungsmodalität auf tägliche Vorauszahlung um. Nach Konkurseröffnung führte der Masseverwalter den Produktionsbetrieb fort und bezog bis 9. Juli 2007 Strom gegen tägliche Bezahlung.

Der klagende Masseverwalter begehrt die Rückzahlung von 121.550,28 EUR sA. Er stützt sein Anfechtungsbegehren auf die Anfechtungstatbestände nach Paragraph 28, Ziffer 2,, Paragraph 30, Absatz eins, Ziffer 3 und Paragraph 31, Absatz eins, Ziffer 2, erster Fall KO; in Ansehung der Zahlung von 50.000 EUR weiters auch auf Paragraph 30, Absatz eins, Ziffer eins, KO (AS 61).

Der Kläger brachte zusammengefasst vor, beide Zahlungen seien unter einem von der beklagten Partei ausgeübten Druck erfolgt. Hätte die beklagte Partei ihre Drohung, die Stromlieferungen einzustellen, wahr gemacht, wären alle Sanierungsbemühungen hinfällig gewesen. Diese Situation hätten die Vertreter der beklagten Partei ausgenützt. Sie seien in Kenntnis der Zahlungsunfähigkeit sowie der Benachteiligungsabsicht, zumindest aber in Kenntnis der Begünstigungsabsicht gewesen.

Die beklagte Partei wendete im Wesentlichen ein, dem Stromliefervertrag seien die Allgemeinen Lieferbedingungen für elektrische Energie zu Grunde gelegen. Gemäß deren Pkt 14 Litera a, sei der weitere Strombezug von der Bezahlung rückständiger Entgelte abhängig gewesen. Sie sei deshalb berechtigt gewesen, die weiteren Stromlieferungen von der Bezahlung der offenen Rückstände abhängig zu machen. Eine Benachteiligungsabsicht der Gemeinschuldnerin sei zu verneinen, weil deren Geschäftsführer - wenngleich objektiv unrichtig doch subjektiv nachvollziehbar - auf eine Übernahme durch einen Investor gehofft habe. Sollte eine Benachteiligungsabsicht doch gegeben gewesen sein, seien die Vertreter der beklagten Partei davon in Unkenntnis gewesen. Es liege ein anfechtungsfestes Zug-um-Zug-Geschäft vor, weshalb alle weiters geltend gemachten Anfechtungstatbestände ausgeschlossen seien.

Das Erstgericht gab dem Klagebegehren Folge und wies ein Zinsenmehrbegehren ab. Eine Benachteiligungsabsicht sei nicht vorgelegen, da der Geschäftsführer der Gemeinschuldnerin versucht habe, durch eine Übernahme des Unternehmens die Insolvenz abzuwenden. Wegen der existentiellen Bedeutung der Stromversorgung für die Fortführung des Unternehmens habe er aber die Begünstigung der beklagten Partei zumindest in Kauf genommen. Eine Zug-um-Zug-Verknüpfung sei im Hinblick auf die vereinbarte Fälligkeit erst 30 Tage nach Rechnungslegung zu verneinen, weil einer derartigen Vereinbarung auch Kreditierungsfunktion zukomme. Überdies sei der Anfechtungstatbestand nach Paragraph 31, Absatz eins, Ziffer 2, erster Fall KO erfüllt, weil die beklagte Partei nach Eintritt der Zahlungsunfähigkeit Deckung erhalten habe.

Das Berufungsgericht wies in Abänderung der erstinstanzlichen Entscheidung das Klagebegehren ab. Es sprach aus, dass die ordentliche Revision zulässig sei. Es bestehe keine oberstgerichtliche Rechtsprechung zu der Frage, ob bei einem Dauerschuldverhältnis, das die künftige Belieferung von der Bezahlung der bisher fälligen Entgelte abhängig macht, eine Benachteiligung von Gläubigerinteressen - als allgemeine Anfechtungsvoraussetzung - von vornherein nicht in Frage komme. Die Anfechtung nach Paragraph 28, Ziffer 2, KO scheitere an der mangelnden Benachteiligungsabsicht. Eine Anfechtung nach Paragraph 30, Absatz eins, Ziffer eins und 3 und Paragraph 31, Absatz eins, Ziffer 2, erster Fall KO sei ausgeschlossen, da - entgegen der Ansicht des Erstgerichts - ein Zug-um-Zug-Geschäft vorliege. Dass die beklagte Partei der Gemeinschuldnerin keinen Kredit gewähren wollte, sondern die getroffene Vereinbarung Zug-um-Zug-Charakter habe, ergäbe sich insbesondere aus Pkt 14 Litera a, der dem Vertrag zu Grunde liegenden Allgemeinen Lieferbedingungen für elektrische Energie, nach dem die Bezahlung der fällig gewordenen Entgelte Voraussetzung für die weitere Belieferung mit Strom sei. Dass dieser Klausel Geltung zukomme, habe die beklagte Partei vorgebracht, ohne dass der klagende Masseverwalter dem im erstinstanzlichen Verfahren etwas entgegengesetzt hätte.

Rechtliche Beurteilung

Entgegen dem - den Obersten Gerichtshof nicht bindenden - Zulassungsausspruch des Berufungsgerichts ist die Revision des Klägers mangels erheblicher Rechtsfrage nicht zulässig.

römisch eins) Zur Anfechtung nach Paragraph 28, Ziffer 2, KO:

Nach Paragraph 28, Ziffer 2, KO sind alle Rechtshandlungen anfechtbar, durch welche die Gläubiger des Gemeinschuldners benachteiligt werden und die der Gemeinschuldner in den letzten zwei Jahren vor der Konkurseröffnung vorgenommen hat, wenn dem anderen Teil die Benachteiligungsabsicht bekannt sein musste. Für das Vorliegen von Benachteiligungsabsicht genügt nach ständiger Rechtsprechung dolus eventualis. Benachteiligungsabsicht ist im Fall schon eingetretener Insolvenz anzunehmen, wenn zur Begünstigung des Gläubigers das Wissen des Gemeinschuldners hinzutritt, dass das zahlungsunfähige Unternehmen nicht mehr saniert werden kann, in Zukunft eine volle Befriedigung der Gläubiger nicht möglich sein wird und sich der Schuldner damit bewusst abfindet (RIS-Justiz RS0064185). Die Frage, ob der Schuldner in Benachteiligungsabsicht gehandelt hat, gehört zum Tatsachenbereich. Ob die festgestellte Absicht als Benachteiligungsabsicht iSd Paragraph 28, KO zu beurteilen ist, ist aber eine Rechtsfrage (RIS-Justiz RS0064178).

Im vorliegenden Fall steht fest, dass der Geschäftsführer der Gemeinschuldnerin nach Eintritt der materiellen Insolvenz einen von mehreren Gläubigern voll befriedigte, weil er - wenngleich aufgrund einer objektiv unrichtigen Zukunftsprognose - hoffte, die Zahlungsunfähigkeit zu beheben und damit auch die anderen Gläubiger, wenngleich zu einem späteren Zeitpunkt, voll befriedigen zu können. Auch wenn der Geschäftsführer die beklagte Partei durch die Zahlungen bewusst bevorzugte, hat er wegen der erhofften Übernahme damit gerechnet, auch die übrigen Verbindlichkeiten befriedigen zu können. Die Rechtsansicht des Berufungsgerichts, diese Erwartungshaltung schließe die Benachteiligungsabsicht aus, weicht von der ständigen Rechtsprechung nicht ab (4 Ob 151/03i). Auch wenn die beklagte Partei die Zahlungen nach massiven Drohungen mit der Einstellung der Stromlieferungen und nicht „freiwillig“ geleistet hat, ändert dies nichts, weil die beklagte Partei schon nach dem Inhalt des Rechtsverhältnisses bei Nichtzahlung für vergangene Zeitabschnitte zur Einstellung der Stromlieferungen berechtigt war vergleiche Fink in ÖBA 1996/79 Anmerkung zu 2 Ob 594/93).

römisch II) Zu Paragraph 30, Absatz eins, Ziffer 3 und Paragraph 31, Absatz eins, Ziffer 2, erster Fall KO:

1. Die geltend gemachten Anfechtungstatbestände Paragraph 30, Absatz eins, Ziffer eins und 3 KO (Kennen/Kennenmüssen der Begünstigungsabsicht) und Paragraph 31, Absatz eins, Ziffer 2, erster Fall KO (Befriedigung eines Konkursgläubigers) scheiden von vornherein aus, wenn ein anfechtungsfestes Zug-um-Zug-Geschäft vorliegt (RIS-Justiz RS0064726, RS0111466 ua). Beide Tatbestände setzen nämlich voraus, dass sich die bekämpfte Rechtshandlung auf die bereits bestehende Gläubigerstellung des Anfechtungsgegners auswirken sollte. Betraf sie jedoch gleichzeitig oder später begründete Gläubigerrechte, dann kommt eine Anfechtung aus diesen Tatbeständen nach herrschender Auffassung nicht in Betracht (RIS-Justiz RS0064426; König, Anfechtung3 Rz 10/3 f, 11/32, 11/46; Koziol/Bollenberger in Bartsch/Pollak/Buchegger, Insolvenzrecht4 Paragraph 30, Rz 14, Paragraph 31, Rz 11 f; Rebernig in Konecny/Schubert, KO Paragraph 30, Rz 61 ff ua).

2.1. Der Zug-um-Zug-Charakter der Vereinbarung wäre freilich dann zu verneinen, wenn der dem Strombezug zu Grunde liegenden Vereinbarung Kreditierungsfunktion zukäme (5 Ob 183/03b = SZ 2004/9). Ob die Parteien mit der Vereinbarung einer nach Rechnungslegung binnen 30 Tagen eintretenden Fälligkeit das Hinausschieben der Zahlungspflicht derart beabsichtigten, dass wirtschaftlich jeweils ein kreditähnliches Verhältnis entstehen sollte oder ob sie der Leistungsbewirkung im Rahmen des Dauerschuldverhältnisses (doch) Zug-um-Zug-Charakter beimessen wollten, ist eine Frage der Auslegung der wechselseitigen rechtsgeschäftlichen Erklärungen im Einzelfall. Das Berufungsgericht verweist darauf, dass für das Vorliegen einer Zug-um-Zug-Vereinbarung und gegen eine Kreditgewährung insbesondere Pkt 14 Litera a, der Allgemeinen Lieferbedingungen für elektrische Energie spreche. Danach ist die Bezahlung der fällig gewordenen Entgelte Voraussetzung für die weitere Belieferung mit Strom. Dieser Klausel ist zu entnehmen, dass der Parteiwille auf eine Verknüpfung von Stromlieferungen und Zahlungen gerichtet war, wobei das Synallagma nicht nur zwischen den korrespondierenden Teilleistungen, die sich in der jeweiligen Abrechnungsperiode gegenüberstehen, bestehen sollte, sondern zwischen der Gesamtheit der im Rahmen des Rechtsverhältnisses zu erbringenden Leistungen. Die Zahlung des Entgelts für einen bestimmten Zeitabschnitt sollte damit nicht nur die Abgeltung für die zuvor erbrachte Leistung, sondern zugleich Voraussetzung für den Anspruch auf Leistung der nächstfolgenden Periode sein. Das vom Berufungsgericht erzielte Auslegungsergebnis, es liege eine Vereinbarung mit Zug-um-Zug-Charakter vor, steht zudem mit der oberstgerichtlichen Rechtsprechung in Einklang, nach der nicht jede Nachleistungspflicht bereits eine Kreditverbindlichkeit im weiteren Sinn darstellt (5 Ob 183/03b = SZ 2004/9). Es liegt daher kein unvertretbares Auslegungsergebnis vor, wenn eine Anfechtbarkeit verneint wurde (RIS-Justiz RS0044358).

2.2. Die Rechtsprechung dehnt das Zug-um-Zug-Prinzip im Einklang mit einem Teil der Lehre auf den Leistungsaustausch im Rahmen von Dauerschuldverhältnissen aus, sofern ein zeitlicher Zusammenhang zwischen Leistung und Gegenleistung besteht. Eine gleichzeitige Bewirkung von Leistung und Gegenleistung wird nicht gefordert. Maßgeblich ist der nach der Verkehrsauffassung gegebene einheitliche wirtschaftliche Vorgang (RIS-Justiz RS0064633):

Zu Zahlungen in der Krise, die im Rahmen von Dauerschuldverhältnissen und bei Vorliegen von Zahlungsrückständen erfolgen, wird davon ausgegangen, dass jedenfalls eine auf die laufende periodisch wiederkehrende Schuld geleistete (und gewidmete) Zahlung anfechtungsfest sei. Unter Berufung auf die wirtschaftliche Betrachtungsweise wird eine Zug-um-Zug-Verknüpfung aber auch bei Zahlungen auf frühere Leistungsperioden angenommen, sofern nur ein enger zeitlicher Zusammenhang zwischen der Zahlung und der bereits erbrachten Gegenleistung vorhanden ist („phasenverschobene Zug-um-Zug-Verknüpfung“, Rebernig aaO Paragraph 30, KO Rz 63). So wurden nach nunmehr als gefestigt zu bezeichnender Rechtsprechung Mietzahlungen an den insolventen Vermieter als Zug-um-Zug-Austauschleistungen für die tatsächlich erfolgte Gebrauchsüberlassung erachtet (RIS-Justiz RS0064804), nicht aber die nachträgliche Bezahlung von drei- bis viermonatigen Mietzinsrückständen (RIS-Justiz RS0106619). Ebenso sind Lohnzahlungen (auch wenn der Lohn periodengemäß im Nachhinein ausbezahlt wird, der Arbeitnehmer also vorleistet) wegen des zeitlichen und wirtschaftlichen Zusammenhangs als Zug-um-Zug-Leistung aufzufassen (RIS-Justiz RS0064643). Leistungsaustausch Zug um Zug wurde auch dann noch angenommen, wenn das auf eine bestimmte Verrechungsperiode entfallende Entgelt in der auf die Fälligkeit folgenden Verrechnungsperiode gezahlt wird (7 Ob 2278/96t). Bei länger zurückliegenden Rückstandsperioden fehlt hingegen der erforderliche enge Zusammenhang der Zahlung mit der Gegenleistung (6 Ob 300/00m zu einem Versicherungsvertrag). Ob ein enger zeitlicher Zusammenhang vorliegt, ist aufgrund der Umstände des Einzelfalls unter Berücksichtigung der Verkehrsauffassung zu beurteilen (7 Ob 246/01d). Maßgeblich ist jeweils die Fälligkeit.

In Übereinstimmung mit diesen Grundsätzen hat das Berufungsgericht bei beiden angefochtenen Zahlungen den erforderlichen zeitlichen Zusammenhang bejaht. Die Zahlung über 71.550,28 EUR erfolgte nur um neun Tage verspätet in der auf die vereinbarte Fälligkeit folgenden Abrechnungsperiode. Wenngleich der zeitliche Zusammenhang durch diese Verzögerung etwas gedehnt worden sein mag, wurde er nicht aufgehoben. Die Zahlung über 50.000 EUR wurde in Entsprechung des von der beklagten Partei zwecks Umstellung auf Vorauszahlung vorgeschlagenen Zahlungsplans sogar fünf Tage vor der ursprünglich vereinbarten Fälligkeit und rechtzeitig zum Eintritt der neu vereinbarten Fälligkeit bewirkt. Diese Zahlung war demgemäß auch nicht inkongruent.

Das Berufungsgericht hat im Einklang mit der zitierten oberstgerichtlichen Rechtsprechung den Zug-um-Zug-Charakter der Zahlungen und Stromlieferungen bejaht. Dieser kann entgegen dem Revisionsstandpunkt auch nicht deswegen verneint werden, weil die beklagte Gläubigerin Druck ausübte, um die Zahlung von Altschulden zu erreichen. Entscheidend ist der dargelegte enge („phasenverschobene“) zeitliche Zusammenhang.

3. Eine Anfechtung von nachteiligen Rechtsgeschäften nach Paragraph 31, Absatz eins, Ziffer 2, zweiter Fall KO ist im vorliegenden Fall nicht erfolgt. Allein dieser Anfechtungstatbestand war aber Gegenstand der Entscheidung 1 Ob 2132/96b, weshalb die in dieser Entscheidung getroffenen Aussagen für den Ausgang des vorliegenden Rechtsstreits nicht maßgeblich sind. Hat der Kläger sein Klagebegehren nicht auf den Anfechtungstatbestand nach Paragraph 31, Absatz eins, Ziffer 2, zweiter Fall KO gestützt, ist nicht zu beurteilen, ob die Zahlungen für die übrigen Gläubiger unmittelbar oder mittelbar nachteilig iSd Paragraph 31, Absatz eins, Ziffer 2, zweiter Fall KO waren; ebenso nicht, ob für den Anfechtungsgegner zum Zeitpunkt der Zahlungen ein für die übrigen Gläubiger eintretender Nachteil objektiv erkennbar war (dazu RIS-Justiz RS0065133, RS0110409 ua).

Einer weiteren Begründung bedarf dieser Zurückweisungsbeschluss nicht (Paragraph 510, Absatz 3, Satz 3 ZPO).

Die Kostenentscheidung beruht auf den Paragraphen 41,, und 50 Absatz eins, ZPO. Die beklagte Partei hat auf die Unzulässigkeit der Revision hingewiesen.

Textnummer

E94074

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2010:0030OB00008.10P.0428.000

Im RIS seit

04.07.2010

Zuletzt aktualisiert am

17.06.2011

Dokumentnummer

JJT_20100428_OGH0002_0030OB00008_10P0000_000