Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 15Os146/88 15Os8/06z 15...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0100032

Geschäftszahl

15Os146/88; 15Os8/06z; 15Os21/06m; 13Os113/08d; 12Os184/08p; 13Os49/09v; 13Os135/09s; 14Os152/11a; 11Os111/15f; 14Os120/15a; 12Os36/16k; 14Os81/16t; 13Os107/16h; 13Os19/17v; 13Os83/17f; 15Os61/18m; 15Os83/18x

Entscheidungsdatum

29.11.1988

Norm

StPO §281 Abs1 Z11 Fall3

Rechtssatz

Die Versagung bedingter Strafnachsicht aus generalpräventiven (fallbezogenen, konkreten und nicht etwa nur schematischen) Erwägungen (§§ 43 Abs 1, 43a Abs 1 bis 4 StGB) stellt diesen Nichtigkeitsgrund nicht her (WK-StPO § 281 Rz 728).

Entscheidungstexte

  • 15 Os 146/88
    Entscheidungstext OGH 29.11.1988 15 Os 146/88
  • 15 Os 8/06z
    Entscheidungstext OGH 16.03.2006 15 Os 8/06z
    Auch
  • 15 Os 21/06m
    Entscheidungstext OGH 18.05.2006 15 Os 21/06m
  • 13 Os 113/08d
    Entscheidungstext OGH 27.08.2008 13 Os 113/08d
    Vgl auch
  • 12 Os 184/08p
    Entscheidungstext OGH 19.02.2009 12 Os 184/08p
    Beisatz: Mit dem auf seine Unbescholtenheit gestützten Einwand, die Nichtanwendung der §§ 43 und 43a StGB stelle einen unvertretbaren Verstoß gegen die Bestimmungen über die Strafbemessung dar, bringt die Sanktionsrüge keinen Nichtigkeits-, sondern bloß einen Berufungsgrund zur Darstellung. (T1)
  • 13 Os 49/09v
    Entscheidungstext OGH 18.06.2009 13 Os 49/09v
    Auch
  • 13 Os 135/09s
    Entscheidungstext OGH 14.01.2010 13 Os 135/09s
    Auch; Beis ähnlich wie T1
  • 14 Os 152/11a
    Entscheidungstext OGH 24.01.2012 14 Os 152/11a
    Auch; Beis ähnlich wie T1
  • 11 Os 111/15f
    Entscheidungstext OGH 20.10.2015 11 Os 111/15f
    Auch; Beisatz: Hier: Versagung der bedingten Nachsicht der Unterbringung in einer Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher. (T2)
  • 14 Os 120/15a
    Entscheidungstext OGH 15.12.2015 14 Os 120/15a
    Auch; Beis wie T2
  • 12 Os 36/16k
    Entscheidungstext OGH 12.05.2016 12 Os 36/16k
    Auch; Beis wie T2
  • 14 Os 81/16t
    Entscheidungstext OGH 20.10.2016 14 Os 81/16t
    Auch
  • 13 Os 107/16h
    Entscheidungstext OGH 23.11.2016 13 Os 107/16h
    Auch
  • 13 Os 19/17v
    Entscheidungstext OGH 05.04.2017 13 Os 19/17v
    Auch
  • 13 Os 83/17f
    Entscheidungstext OGH 06.09.2017 13 Os 83/17f
    Auch; Beis wie T2
  • 15 Os 61/18m
    Entscheidungstext OGH 27.06.2018 15 Os 61/18m
    Auch
  • 15 Os 83/18x
    Entscheidungstext OGH 21.11.2018 15 Os 83/18x
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1988:RS0100032

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

07.02.2019

Dokumentnummer

JJR_19881129_OGH0002_0150OS00146_8800000_001

Rechtssatz für 12Os166/89 12Os75/91 15...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0095318

Geschäftszahl

12Os166/89; 12Os75/91; 15Os68/93 (15Os69/93); 11Os182/96; 14Os64/98; 15Os141/01; 12Os88/01 (12Os100/01); 11Os33/05w; 12Os144/05a; 11Os23/07b; 13Os135/09s; 11Os96/11v

Entscheidungsdatum

08.03.1990

Norm

StGB idF StRÄG 2004 §201 Abs2 Fall3
StGB idF StRÄG 2004 §201 Abs2 Fall4

Rechtssatz

Dass die vergewaltigte Person durch die Tat längere Zeit hindurch in einen qualvollen Zustand versetzt oder in besonderer Weise erniedrigt wurde, sind zwei Varianten, die ein in seinen Auswirkungen für das Opfer besonders peinvolles oder peinliches Verhalten des Täters verstärkt pönalisieren. Sie stellen sich angesichts einer gewissen Gleichwertigkeit des dem Opfer solcherart zusätzlich zugefügten Ungemachs, oder auch wegen der Unschärfe von Trennungskriterien, ja nicht einseitig streng zuordenbarer Überschneidungen (zwischen einem länger dauernden qualvollen Zustand und einer Erniedrigung in besonderer Weise) nicht als im Verhältnis zueinander eigenständige Qualifikationen, sondern als bloße Spielarten einer einzigen Qualifikation ohne selbständige Bedeutung dar.

Entscheidungstexte

  • 12 Os 166/89
    Entscheidungstext OGH 08.03.1990 12 Os 166/89
    Veröff: EvBl 1990/119 S 534
  • 12 Os 75/91
    Entscheidungstext OGH 08.08.1991 12 Os 75/91
    Vgl auch; Beisatz: Hingegen findet die Forderung nach "ungefährer Gleichwertigkeit" auch im Verhältnis zur Qualifikation nach § 201 Abs 3 erster Fall StGB im Gesetz keine Deckung; ein derartiger Vergleich wäre im übrigen schon angesichts der Verschiedenartigkeit der betroffenen Schutzsphären und der Bandbreite der vom Rechtsbegriff der schweren Körperverletzung (§ 84 Abs 1 StGB) erfassten Folgen vom Ansatz her nicht zielführend. (T1)
  • 15 Os 68/93
    Entscheidungstext OGH 17.06.1993 15 Os 68/93
    Vgl auch
  • 11 Os 182/96
    Entscheidungstext OGH 14.01.1997 11 Os 182/96
    Vgl auch
  • 14 Os 64/98
    Entscheidungstext OGH 23.06.1998 14 Os 64/98
    nur: Sie stellen sich angesichts einer gewissen Gleichwertigkeit des dem Opfer solcherart zusätzlich zugefügten Ungemachs, oder auch wegen der Unschärfe von Trennungskriterien, nicht als im Verhältnis zueinander eigenständige Qualifikationen, sondern als bloße Spielarten einer einzigen Qualifikation ohne selbständige Bedeutung dar. (T2)
  • 15 Os 141/01
    Entscheidungstext OGH 15.11.2001 15 Os 141/01
    Vgl auch
  • 12 Os 88/01
    Entscheidungstext OGH 06.12.2001 12 Os 88/01
    Vgl auch; Beisatz: Das mit bestimmten Begehungsformen der Vergewaltigung (zum Beispiel Oralverkehr) jedenfalls verbundene Maß an Opferdemütigung stellt - isoliert betrachtet - als schon tatbestandsbegründend an sich noch keine Erniedrigung in besonderer Weise dar. Treten aber im Einzelfall weitere Komponenten erniedrigender Opferbehandlung hinzu (zum Beispiel gewaltsame Durchsetzung eines Oralverkehrs vor einer dritten Person, Opfermisshandlungen als Ausdruck einer fundamentale Persönlichkeitsrechte nach Art spontanen Umgangs mit bloßen Sachen geradezu "verdinglichenden" Tätereinstellung - hier: büschelweises Haarausreißen in Verbindung mit Treten und Schlagen des Opfers), so sind diese im Kontext des gesamten Tatablaufs zu gewichten und dabei auch jene Aggravierungen der Opfererniedrigung mitzuberücksichtigen, die sich aus dem Zusammenhang (auch) mit schon tatbestandsessentiellen Einzelakten ergeben. (T3)
  • 11 Os 33/05w
    Entscheidungstext OGH 03.05.2005 11 Os 33/05w
    Auch
  • 12 Os 144/05a
    Entscheidungstext OGH 12.01.2006 12 Os 144/05a
    Vgl
  • 11 Os 23/07b
    Entscheidungstext OGH 27.03.2007 11 Os 23/07b
    Vgl auch
  • 13 Os 135/09s
    Entscheidungstext OGH 14.01.2010 13 Os 135/09s
    Auch; Beisatz: In Bezug auf den dritten (längerfristige Versetzung in einen qualvollen Zustand) und den vierten Fall (besondere Erniedrigung) daher alternatives Mischdelikt; diese zum ersten Fall: kumulatives Mischdelikt. (T4)
  • 11 Os 96/11v
    Entscheidungstext OGH 25.08.2011 11 Os 96/11v
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T4

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1990:RS0095318

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

27.10.2011

Dokumentnummer

JJR_19900308_OGH0002_0120OS00166_8900000_003

Rechtssatz für 13Os28/04 14Os81/08f 14...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0119234

Geschäftszahl

13Os28/04; 14Os81/08f; 14Os81/09g; 13Os135/09s; 14Os105/09m; 14Os31/10f; 12Os14/11t; 12Os30/11w; 11Os22/12p; 13Os12/12g; 15Os55/12w; 17Os15/12b; 12Os92/12i; 13Os64/12d; 14Os117/12f; 15Os106/13x; 14Os2/15y; 13Os34/16y (13Os35/16w); 11Os140/16x; 13Os132/17m; 13Os24/18f; 14Os45/18a; 13Os63/18s; 11Os101/18i; 14Os126/18p

Entscheidungsdatum

14.07.2004

Norm

StPO §345 Abs1 Z6
StPO §345 Abs1 Z8
StPO §345 Abs1 Z10a
StPO §345 Abs1 Z11 lita
StPO §345 Abs1 Z12
VerbotsG §3g

Rechtssatz

Die Bejahung oder Verneinung der Sachverhaltsgrundlagen des normativen Tatbestandsmerkmals "nationalsozialistisch" im Sinne des § 3g VerbotsG ist auf der Feststellungsebene angesiedelt und somit allein den Geschworenen zur Beantwortung vorbehalten. Eine Anfechtung mit Rechts- oder Subsumtionsrüge scheidet daher aus.

Entscheidungstexte

  • 13 Os 28/04
    Entscheidungstext OGH 14.07.2004 13 Os 28/04
  • 14 Os 81/08f
    Entscheidungstext OGH 05.08.2008 14 Os 81/08f
    nur: Die Bejahung oder Verneinung der Sachverhaltsgrundlagen des normativen Tatbestandsmerkmals "nationalsozialistisch" im Sinne des § 3g VerbotsG ist auf der Feststellungsebene angesiedelt und somit allein den Geschworenen zur Beantwortung vorbehalten. (T1)
  • 14 Os 81/09g
    Entscheidungstext OGH 17.11.2009 14 Os 81/09g
    Beisatz: Bejahen die Geschworenen die Schuldfrage, ist davon auszugehen, dass sie eben jene Voraussetzungen als erwiesen angenommen haben, aufgrund deren das zu beurteilende Sachverhaltselement dem normativen Tatbestandsmerkmal „nationalsozialistisch" entspricht, sodass (auch) dessen Bejahung einer Anfechtung mit Rechts- oder Subsumtionsrüge entzogen ist (Lässig in WK-StGB - 2 § 3g VG Rz 17; Ratz, WK-StPO § 281 Rz 618). (T2)
  • 13 Os 135/09s
    Entscheidungstext OGH 14.01.2010 13 Os 135/09s
    Vgl; Beisatz: Bei normativen Tatbestandsmerkmalen ist deren Bejahung oder Verneinung auf der Feststellungsebene angesiedelt und daher allein den Geschworenen zur Beantwortung vorbehalten, womit insoweit die Anfechtung mit Subsumtionsrüge ausscheidet (WK-StPO § 281 Rz 618). (T3)
  • 14 Os 105/09m
    Entscheidungstext OGH 02.03.2010 14 Os 105/09m
    Beis wie T2
  • 14 Os 31/10f
    Entscheidungstext OGH 13.04.2010 14 Os 31/10f
    Beis wie T2
  • 12 Os 14/11t
    Entscheidungstext OGH 08.03.2011 12 Os 14/11t
  • 12 Os 30/11w
    Entscheidungstext OGH 03.05.2011 12 Os 30/11w
    Auch
  • 11 Os 22/12p
    Entscheidungstext OGH 15.03.2012 11 Os 22/12p
  • 13 Os 12/12g
    Entscheidungstext OGH 08.03.2012 13 Os 12/12g
    nur T1
  • 15 Os 55/12w
    Entscheidungstext OGH 30.05.2012 15 Os 55/12w
    Auch; Beis wie T3
  • 17 Os 15/12b
    Entscheidungstext OGH 02.10.2012 17 Os 15/12b
    Ähnlich; Beis wie T2
  • 12 Os 92/12i
    Entscheidungstext OGH 10.10.2012 12 Os 92/12i
    Vgl auch
  • 13 Os 64/12d
    Entscheidungstext OGH 30.08.2012 13 Os 64/12d
    nur: Die Bejahung des normativen Tatbestandsmerkmals „nationalsozialistisch“ ist auf der Feststellungsebene angesiedelt und solcherart allein den Geschworenen zur Beantwortung vorbehalten, womit diesbezüglich eine Anfechtung mit Rechtsrüge ausscheidet. (T4)
  • 14 Os 117/12f
    Entscheidungstext OGH 18.12.2012 14 Os 117/12f
    Vgl
  • 15 Os 106/13x
    Entscheidungstext OGH 02.10.2013 15 Os 106/13x
    Beis wie T2
  • 14 Os 2/15y
    Entscheidungstext OGH 03.03.2015 14 Os 2/15y
  • 13 Os 34/16y
    Entscheidungstext OGH 27.06.2016 13 Os 34/16y
  • 11 Os 140/16x
    Entscheidungstext OGH 17.01.2017 11 Os 140/16x
  • 13 Os 132/17m
    Entscheidungstext OGH 31.01.2018 13 Os 132/17m
  • 13 Os 24/18f
    Entscheidungstext OGH 14.03.2018 13 Os 24/18f
    Auch
  • 14 Os 45/18a
    Entscheidungstext OGH 29.05.2018 14 Os 45/18a
    Auch
  • 13 Os 63/18s
    Entscheidungstext OGH 12.09.2018 13 Os 63/18s
    Auch; Beis wie T2
  • 11 Os 101/18i
    Entscheidungstext OGH 13.11.2018 11 Os 101/18i
    Auch
  • 14 Os 126/18p
    Entscheidungstext OGH 11.12.2018 14 Os 126/18p
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2004:RS0119234

Im RIS seit

13.08.2004

Zuletzt aktualisiert am

15.02.2019

Dokumentnummer

JJR_20040714_OGH0002_0130OS00028_0400000_001