Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 3Ob199/60 2Ob66/63 8Ob2...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0014829

Geschäftszahl

3Ob199/60; 2Ob66/63; 8Ob278/67; 6Ob83/68; 4Ob543/70; 8Ob69/71; 7Ob154/71; 8Ob154/72; 5Ob93/74; 1Ob158/74; 7Ob8/75; 3Ob205/74; 4Ob592/75; 5Ob201/75; 6Ob156/75; 5Ob631/76; 5Ob731/78; 5Ob748/79; 5Ob512/80; 1Ob772/80; 3Ob584/81; 1Ob778/81; 8Ob202/83; 4Ob510/93; 1Ob1538/95; 1Ob617/95; 6Ob635/95; 2Ob382/97h; 2Ob313/99i; 8ObA58/01i; 8Ob302/01x; 6Ob7/06g; 8Ob62/09i; 6Ob268/09v; 6Ob42/11m; 7Ob70/12p; 9ObA51/15p; 7Ob54/16s

Entscheidungsdatum

22.06.1960

Norm

ABGB §870 CII
ABGB §1487

Rechtssatz

List im Sinne der §§ 870, 1487 ABGB bedeutet, dass der andere den Irrenden bewusst in Irrtum führt oder den ihm bekannten Irrtum ausnützt, dass er also positive Kenntnis davon hat, dass der andere Teil irrt und dass der Irrtum einen Einfluss auf seinen Willensentschluss ausübt (E.v. 14.03.1958, EvBl 1958/237).

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 199/60
    Entscheidungstext OGH 22.06.1960 3 Ob 199/60
  • 2 Ob 66/63
    Entscheidungstext OGH 21.03.1963 2 Ob 66/63
  • 8 Ob 278/67
    Entscheidungstext OGH 24.10.1967 8 Ob 278/67
  • 6 Ob 83/68
    Entscheidungstext OGH 20.03.1968 6 Ob 83/68
    Veröff: SZ 41/33 = EvBl 1968/395 S 628 = JBl 1969,147
  • 4 Ob 543/70
    Entscheidungstext OGH 26.05.1970 4 Ob 543/70
  • 8 Ob 69/71
    Entscheidungstext OGH 20.04.1971 8 Ob 69/71
  • 7 Ob 154/71
    Entscheidungstext OGH 10.09.1971 7 Ob 154/71
  • 8 Ob 154/72
    Entscheidungstext OGH 05.09.1972 8 Ob 154/72
  • 5 Ob 93/74
    Entscheidungstext OGH 05.06.1974 5 Ob 93/74
  • 1 Ob 158/74
    Entscheidungstext OGH 07.10.1974 1 Ob 158/74
    Veröff: VersR 1976,202 = SZ 47/104
  • 7 Ob 8/75
    Entscheidungstext OGH 23.01.1975 7 Ob 8/75
    Veröff: JBl 1976,145
  • 3 Ob 205/74
    Entscheidungstext OGH 04.03.1975 3 Ob 205/74
    Vgl auch
  • 4 Ob 592/75
    Entscheidungstext OGH 23.09.1975 4 Ob 592/75
  • 5 Ob 201/75
    Entscheidungstext OGH 18.11.1975 5 Ob 201/75
  • 6 Ob 156/75
    Entscheidungstext OGH 08.01.1976 6 Ob 156/75
    Auch
  • 5 Ob 631/76
    Entscheidungstext OGH 13.07.1976 5 Ob 631/76
  • 5 Ob 731/78
    Entscheidungstext OGH 09.01.1979 5 Ob 731/78
  • 5 Ob 748/79
    Entscheidungstext OGH 15.01.1980 5 Ob 748/79
  • 5 Ob 512/80
    Entscheidungstext OGH 01.04.1980 5 Ob 512/80
  • 1 Ob 772/80
    Entscheidungstext OGH 18.02.1981 1 Ob 772/80
    Veröff: JBl 1982,36
  • 3 Ob 584/81
    Entscheidungstext OGH 09.12.1981 3 Ob 584/81
    Veröff: GesRZ 1982,251
  • 1 Ob 778/81
    Entscheidungstext OGH 21.04.1982 1 Ob 778/81
    Auch; Veröff: SZ 55/51
  • 8 Ob 202/83
    Entscheidungstext OGH 15.12.1983 8 Ob 202/83
  • 4 Ob 510/93
    Entscheidungstext OGH 09.03.1993 4 Ob 510/93
  • 1 Ob 1538/95
    Entscheidungstext OGH 17.10.1995 1 Ob 1538/95
    Auch
  • 1 Ob 617/95
    Entscheidungstext OGH 23.10.1995 1 Ob 617/95
    Auch
  • 6 Ob 635/95
    Entscheidungstext OGH 12.10.1995 6 Ob 635/95
  • 2 Ob 382/97h
    Entscheidungstext OGH 20.01.1998 2 Ob 382/97h
    nur: List bedeutet, dass er also positive Kenntnis davon hat, dass der andere Teil irrt und dass der Irrtum einen Einfluss auf seinen Willensentschluss ausübt. (T1)
    Beisatz: List setzt eine rechtswidrige, vorsätzliche Täuschung voraus. (T2)
  • 2 Ob 313/99i
    Entscheidungstext OGH 18.11.1999 2 Ob 313/99i
    Vgl auch
  • 8 ObA 58/01i
    Entscheidungstext OGH 30.08.2001 8 ObA 58/01i
    nur T1
  • 8 Ob 302/01x
    Entscheidungstext OGH 24.01.2002 8 Ob 302/01x
  • 6 Ob 7/06g
    Entscheidungstext OGH 16.02.2006 6 Ob 7/06g
    Vgl auch; Beisatz: List im Sinne des § 870 ABGB ist rechtswidrige, vorsätzliche Täuschung (Betrug). Der Vertragschließende wird durch die Vorspiegelung falscher Tatsachen in Irrtum geführt oder durch Unterdrückung wahrer Tatsachen in seinem Irrtum belassen oder bestärkt und dadurch zum Vertragsabschluss bestimmt. Täuschung durch Verschweigen erfordert zudem, dass eine Aufklärungspflicht verletzt wurde, was nach den Anschauungen des redlichen Verkehrs zu beurteilen ist. Dabei kommt es maßgeblich auf die Umstände des Einzelfalls an. (T3)
    Veröff: SZ 2006/22
  • 8 Ob 62/09i
    Entscheidungstext OGH 19.05.2009 8 Ob 62/09i
    Vgl; Beisatz: Bei der Beurteilung der Frage, ob die Voraussetzungen des § 870 ABGB erfüllt sind, kommt es maßgeblich auf die Umstände des jeweiligen Einzelfalls an. (T4)
  • 6 Ob 268/09v
    Entscheidungstext OGH 14.01.2010 6 Ob 268/09v
    Vgl auch; Beis wie T4
  • 6 Ob 42/11m
    Entscheidungstext OGH 16.03.2011 6 Ob 42/11m
    Vgl; Beis wie T4
  • 7 Ob 70/12p
    Entscheidungstext OGH 30.05.2012 7 Ob 70/12p
    Vgl auch; Beis wie T4
  • 9 ObA 51/15p
    Entscheidungstext OGH 29.07.2015 9 ObA 51/15p
    Auch; Beis wie T4
  • 7 Ob 54/16s
    Entscheidungstext OGH 27.04.2016 7 Ob 54/16s
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1960:RS0014829

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

27.05.2016

Dokumentnummer

JJR_19600622_OGH0002_0030OB00199_6000000_001

Rechtssatz für 7Ob185/63 8Ob175/64 8Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0014817

Geschäftszahl

7Ob185/63; 8Ob175/64; 8Ob28/65; 6Ob43/70; 6Ob205/70; 6Ob275/70; 8Ob69/71; 7Ob246/74; 1Ob188/75; 1Ob145/75 (1Ob230/75, 1Ob231/75); 3Ob546/78; 5Ob731/78; 5Ob524/79; 2Ob510/79; 6Ob641/79; 1Ob791/79; 1Ob666/81; 5Ob692/81; 3Ob613/81; 1Ob778/81; 7Ob792/81; 3Ob600/83; 5Ob530/84; 7Ob552/84; 1Ob691/84; 7Ob722/86; 1Ob536/88; 6Ob614/89; 7Ob625/91; 1Ob529/92 (1Ob530/92); 4Ob510/93; 4Ob301/97m; 2Ob382/97h; 4Ob113/01y; 8ObA58/01i; 8Ob302/01x; 6Ob257/08z; 6Ob268/09v; 4Ob11/13s; 1Ob191/15t

Entscheidungsdatum

10.07.1963

Norm

ABGB §870 CII

Rechtssatz

Schweigen kann insbesondere dann Arglist beinhalten, wenn der Schweigende eine ihm obliegende Aufklärungspflicht unterlässt.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 185/63
    Entscheidungstext OGH 10.07.1963 7 Ob 185/63
    Veröff: RZ 1963,196
  • 8 Ob 175/64
    Entscheidungstext OGH 26.05.1964 8 Ob 175/64
    Veröff: SZ 37/76
  • 8 Ob 28/65
    Entscheidungstext OGH 26.01.1965 8 Ob 28/65
  • 6 Ob 43/70
    Entscheidungstext OGH 04.03.1970 6 Ob 43/70
    Veröff: LwBetr 1971,33
  • 6 Ob 205/70
    Entscheidungstext OGH 04.11.1970 6 Ob 205/70
  • 6 Ob 275/70
    Entscheidungstext OGH 23.12.1970 6 Ob 275/70
    Veröff: MietSlg 22069
  • 8 Ob 69/71
    Entscheidungstext OGH 20.04.1971 8 Ob 69/71
  • 7 Ob 246/74
    Entscheidungstext OGH 12.12.1974 7 Ob 246/74
    Veröff: SZ 47/148 = JBl 1975,318 = NZ 1976,158
  • 1 Ob 188/75
    Entscheidungstext OGH 08.10.1975 1 Ob 188/75
    Vgl auch
  • 1 Ob 145/75
    Entscheidungstext OGH 10.11.1975 1 Ob 145/75
    Beisatz: Oder wenn die Unterlassung eine konkludente Handlung ist. (T1)
  • 3 Ob 546/78
    Entscheidungstext OGH 07.03.1978 3 Ob 546/78
    Auch; Veröff: RZ 1979/14 S 60
  • 5 Ob 731/78
    Entscheidungstext OGH 09.01.1979 5 Ob 731/78
  • 5 Ob 524/79
    Entscheidungstext OGH 20.02.1979 5 Ob 524/79
    Veröff: SZ 52/22
  • 2 Ob 510/79
    Entscheidungstext OGH 29.05.1979 2 Ob 510/79
    Beisatz: Nach Treu und Glauben. (T2)
  • 6 Ob 641/79
    Entscheidungstext OGH 29.08.1979 6 Ob 641/79
    Beisatz: Verschweigung der Absicht in den Bestandräumlichkeiten einen Sex-Shop zu führen. (T3)
  • 1 Ob 791/79
    Entscheidungstext OGH 30.01.1980 1 Ob 791/79
    Veröff: SZ 53/13 = JBl 1981,425
  • 1 Ob 666/81
    Entscheidungstext OGH 15.07.1981 1 Ob 666/81
    Beis wie T2; Beisatz: Oder auf eigene Information abzielende Absichten vereitelt und die Kenntnis des wahren Sachverhaltes geradezu verhindert. (T4) Veröff: JBl 1982,87
  • 5 Ob 692/81
    Entscheidungstext OGH 27.10.1981 5 Ob 692/81
    Auch
  • 3 Ob 613/81
    Entscheidungstext OGH 13.01.1982 3 Ob 613/81
    Auch
  • 1 Ob 778/81
    Entscheidungstext OGH 21.04.1982 1 Ob 778/81
    Auch; Veröff: SZ 55/51
  • 7 Ob 792/81
    Entscheidungstext OGH 01.07.1982 7 Ob 792/81
  • 3 Ob 600/83
    Entscheidungstext OGH 04.04.1984 3 Ob 600/83
    Beisatz: Der als Folge dieser Handlungsweise geschlossene Vertrag kann nach § 870 ABGB wegen Nichtigkeit oder wegen eines vom anderen veranlassten Irrtums angefochten werden. (T5)
  • 5 Ob 530/84
    Entscheidungstext OGH 03.04.1984 5 Ob 530/84
    Auch; Veröff: SZ 57/70
  • 7 Ob 552/84
    Entscheidungstext OGH 10.05.1984 7 Ob 552/84
    Auch; Beisatz: Wenn er etwas verschweigt, von dem er erkennen musste, dass es für die Entschließung der Geschäftspartners von Bedeutung sei. (T6)
  • 1 Ob 691/84
    Entscheidungstext OGH 08.05.1985 1 Ob 691/84
    Auch; Beis wie T5; Veröff: SZ 58/69 = NZ 1987,179
  • 7 Ob 722/86
    Entscheidungstext OGH 09.07.1987 7 Ob 722/86
    Veröff: WBl 1987,345
  • 1 Ob 536/88
    Entscheidungstext OGH 13.04.1988 1 Ob 536/88
    Veröff: SZ 61/89 = JBl 1988,577 = ÖA 1990,47
  • 6 Ob 614/89
    Entscheidungstext OGH 13.07.1989 6 Ob 614/89
  • 7 Ob 625/91
    Entscheidungstext OGH 12.12.1991 7 Ob 625/91
    Veröff: JBl 1992,450
  • 1 Ob 529/92
    Entscheidungstext OGH 18.03.1992 1 Ob 529/92
    Vgl auch
  • 4 Ob 510/93
    Entscheidungstext OGH 09.03.1993 4 Ob 510/93
  • 4 Ob 301/97m
    Entscheidungstext OGH 28.10.1997 4 Ob 301/97m
    Auch; Beis wie T5
  • 2 Ob 382/97h
    Entscheidungstext OGH 20.01.1998 2 Ob 382/97h
    Auch; Beis wie T5
  • 4 Ob 113/01y
    Entscheidungstext OGH 29.05.2001 4 Ob 113/01y
    Beisatz: Für die Beurteilung der listigen Irreführung spielt es keine Rolle, ob die Nachteile tatsächlich eingetreten sind, denen sich der irregeführte Vertragspartner mit dem Abschluss des Vertrags ausgesetzt hat. Maßgebend ist allein, dass der listig irregeführte Vertragspartner den Vertrag nicht geschlossen hätte, hätte er den wahren Sachverhalt gekannt. (T7)
  • 8 ObA 58/01i
    Entscheidungstext OGH 30.08.2001 8 ObA 58/01i
    Auch
  • 8 Ob 302/01x
    Entscheidungstext OGH 24.01.2002 8 Ob 302/01x
    Auch
  • 6 Ob 257/08z
    Entscheidungstext OGH 17.12.2008 6 Ob 257/08z
    Beisatz: Hier: Fehlende Aufklärung über das fehlende Öffentlichkeitsrecht bei Abschluss des Schulausbildungsvertrags. (T8)
  • 6 Ob 268/09v
    Entscheidungstext OGH 14.01.2010 6 Ob 268/09v
    Bem: Hier: Verschweigen des Umstands, dass der Nachbar der Kaufliegenschaft äußerst streitsüchtig sei, ca40bis50Gerichtsverfahren anhängig gemacht habe und es Streitigkeiten im Zusammenhang mit der Zufahrt zur Garage und mit der Schneeräumung gebe, stellt Arglist dar. (T9)
  • 4 Ob 11/13s
    Entscheidungstext OGH 19.03.2013 4 Ob 11/13s
    Auch
  • 1 Ob 191/15t
    Entscheidungstext OGH 22.12.2015 1 Ob 191/15t
    Beisatz: Ob insoweit eine Informationspflicht bestand, ist bei Fehlen ausdrücklicher Bestimmungen nach den Grundsätzen des redlichen Verkehrs zu beurteilen, wobei als Kriterien hiefür insbesondere der Aufklärungsbedarf des Vertragspartners und dessen Möglichkeit der selbstständigen Informationsgewinnung heranzuziehen sind. (T10)
    Beisatz: Hier: Vertragshändler. Aufklärungspflicht über die beabsichtigte Platzierung eines eigenen Konkurrenzprodukts bejaht. (T11)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1963:RS0014817

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

10.03.2016

Dokumentnummer

JJR_19630710_OGH0002_0070OB00185_6300000_001

Rechtssatz für 5Ob49/64 5Ob164/67 5Ob2...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0014833

Geschäftszahl

5Ob49/64; 5Ob164/67; 5Ob223/67; 6Ob26/73; 5Ob125/74; 1Ob532/93; 1Ob617/95; 10Ob2066/96p; 10Ob74/05p; 6Ob7/06g; 3Ob75/06k; 7Ob18/08k; 6Ob268/09v; 1Ob85/11y; 4Ob11/13s; 2Ob161/17s; 4Ob114/19x

Entscheidungsdatum

02.04.1964

Norm

ABGB §870 CII

Rechtssatz

Arglist setzt nach bürgerlichem Recht keine Schädigungsabsicht, wohl aber die Absicht oder das Bewusstsein der Täuschung des anderen Vertragspartners voraus.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 49/64
    Entscheidungstext OGH 02.04.1964 5 Ob 49/64
    Veröff: RZ 1965,45
  • 5 Ob 164/67
    Entscheidungstext OGH 06.09.1967 5 Ob 164/67
  • 5 Ob 223/67
    Entscheidungstext OGH 21.02.1968 5 Ob 223/67
    nur: Arglist setzt nach bürgerlichem Recht keine Schädigungsabsicht voraus. (T1)
  • 6 Ob 26/73
    Entscheidungstext OGH 08.02.1973 6 Ob 26/73
    Auch
  • 5 Ob 125/74
    Entscheidungstext OGH 12.06.1974 5 Ob 125/74
    Auch; Beisatz: Der Getäuschte muss absichtlich oder bewusst durch unrichtige Vorstellungen zur Einwilligung gebracht werden. (T2)
  • 1 Ob 532/93
    Entscheidungstext OGH 25.05.1993 1 Ob 532/93
    nur T1
  • 1 Ob 617/95
    Entscheidungstext OGH 23.10.1995 1 Ob 617/95
    Auch; Beisatz: List ist rechtswidrige, vorsätzliche Täuschung. (T3)
  • 10 Ob 2066/96p
    Entscheidungstext OGH 11.02.1997 10 Ob 2066/96p
    Auch; Beis wie T2
  • 10 Ob 74/05p
    Entscheidungstext OGH 06.09.2005 10 Ob 74/05p
  • 6 Ob 7/06g
    Entscheidungstext OGH 16.02.2006 6 Ob 7/06g
    Vgl auch; Beisatz: List im Sinne des § 870 ABGB ist rechtswidrige, vorsätzliche Täuschung (Betrug). Der Vertragschließende wird durch die Vorspiegelung falscher Tatsachen in Irrtum geführt oder durch Unterdrückung wahrer Tatsachen in seinem Irrtum belassen oder bestärkt und dadurch zum Vertragsabschluss bestimmt. Täuschung durch Verschweigen erfordert zudem, dass eine Aufklärungspflicht verletzt wurde, was nach den Anschauungen des redlichen Verkehrs zu beurteilen ist. Dabei kommt es maßgeblich auf die Umstände des Einzelfalls an. (T4); Veröff: SZ 2006/22
  • 3 Ob 75/06k
    Entscheidungstext OGH 27.06.2006 3 Ob 75/06k
    Beis wie T4 nur: List im Sinne des § 870 ABGB ist rechtswidrige, vorsätzliche Täuschung (Betrug). Der Vertragschließende wird durch die Vorspiegelung falscher Tatsachen in Irrtum geführt oder durch Unterdrückung wahrer Tatsachen in seinem Irrtum belassen oder bestärkt und dadurch zum Vertragsabschluss bestimmt. Täuschung durch Verschweigen erfordert zudem, dass eine Aufklärungspflicht verletzt wurde, was nach den Anschauungen des redlichen Verkehrs zu beurteilen ist. (T5); Beisatz: „List" bedeutet soviel wie Betrug, wenn auch nicht im strafrechtlichen Sinn und kann auch in einer Verschweigung liegen, wenn dadurch eine Aufklärungspflicht verletzt wird. (T6)
  • 7 Ob 18/08k
    Entscheidungstext OGH 07.02.2008 7 Ob 18/08k
  • 6 Ob 268/09v
    Entscheidungstext OGH 14.01.2010 6 Ob 268/09v
    Auch; Beis wie T4 nur: Täuschung durch Verschweigen erfordert zudem, dass eine Aufklärungspflicht verletzt wurde, was nach den Anschauungen des redlichen Verkehrs zu beurteilen ist. Dabei kommt es maßgeblich auf die Umstände des Einzelfalls an. (T7)
  • 1 Ob 85/11y
    Entscheidungstext OGH 29.09.2011 1 Ob 85/11y
    Beis wie T5; Beis wie T6
  • 4 Ob 11/13s
    Entscheidungstext OGH 19.03.2013 4 Ob 11/13s
    Auch
  • 2 Ob 161/17s
    Entscheidungstext OGH 24.10.2017 2 Ob 161/17s
  • 4 Ob 114/19x
    Entscheidungstext OGH 05.07.2019 4 Ob 114/19x
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1964:RS0014833

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

04.09.2019

Dokumentnummer

JJR_19640402_OGH0002_0050OB00049_6400000_001

Rechtssatz für 5Ob524/79 3Ob613/81 1Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0014811

Geschäftszahl

5Ob524/79; 3Ob613/81; 1Ob778/81; 7Ob792/81; 3Ob651/82; 2Ob1501/83; 8Ob23/84; 3Ob553/87; 7Ob553/88; 2Ob113/89; 8Ob597/90; 7Ob529/91; 7Ob625/91; 1Ob529/92 (1Ob530/92); 1Ob548/92; 1Ob1574/92; 4Ob510/93; 7Ob575/93; 1Ob564/95; 1Ob1538/95; 1Ob617/95; 6Ob635/95; 2Ob2140/96m; 10Ob2066/96p; 9Ob312/97s; 4Ob301/97m; 2Ob382/97h; 10Ob70/98m; 2Ob509/96; 4Ob183/98k; 5Ob28/99z; 4Ob265/99w; 7Ob169/99z; 2Ob17/00i; 10Ob88/00i; 7Ob154/00y; 1Ob183/00v; 10Ob297/00z; 8Ob284/01z; 2Ob151/02y (2Ob152/02w); 7Ob140/02t; 3Ob25/03b; 2Ob254/04y; 6Ob27/05x; 7Ob129/06f; 6Ob132/06i; 8Ob36/07p; 4Ob130/09k; 3Ob111/09h; 6Ob268/09v; 9Ob50/10h; 10Ob30/11a; 2Ob176/10m; 8Ob19/12w; 4Ob11/13s; 7Ob23/13b; 3Ob23/13y; 8Ob57/14m; 1Ob191/15t; 9ObA10/16k; 1Ob56/17t; 6Ob52/18t; 9ObA67/18w; 8Ob1/19h

Entscheidungsdatum

20.02.1979

Norm

ABGB §870 CII
ABGB §879 BI
ABGB §933a
ABGB §1299 G
HGB §377 Abs5 B

Rechtssatz

Es besteht zwar keine allgemeine Rechtspflicht, den Geschäftspartner über alle Umstände aufzuklären, die auf seine Entschließung einen Einfluss haben können, doch ist sie dann zu bejahen, wenn der andere Teil nach den Grundsätzen des redlichen Geschäftsverkehrs eine Aufklärung erwarten durfte.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 524/79
    Entscheidungstext OGH 20.02.1979 5 Ob 524/79
    Veröff: SZ 52/22 = JBl 1980,424 (krit Bydlinski)
  • 3 Ob 613/81
    Entscheidungstext OGH 13.01.1982 3 Ob 613/81
    Ähnlich; Beisatz: Wenn ansonsten der Vertragszweck des Partners gefährdet würde oder diesem ein Schaden droht. Der Verkäufer verschweigt, dass mit der Erteilung einer Baugenehmigung nicht gerechnet werden kann, obwohl ihn aus wiederholten Äußerung des Käufers sein Bauabsicht bekannt war. (T1)
  • 1 Ob 778/81
    Entscheidungstext OGH 21.04.1982 1 Ob 778/81
    Veröff: SZ 55/51
  • 7 Ob 792/81
    Entscheidungstext OGH 01.07.1982 7 Ob 792/81
    Auch
  • 3 Ob 651/82
    Entscheidungstext OGH 12.01.1983 3 Ob 651/82
    Auch; Beisatz: Keine Belehrungspflicht des Verkäufers, wenn Käufer keinen bestimmten Verwendungszweck genannt hat. (T2) Veröff: JBl 1984,41
  • 2 Ob 1501/83
    Entscheidungstext OGH 12.07.1983 2 Ob 1501/83
  • 8 Ob 23/84
    Entscheidungstext OGH 23.05.1984 8 Ob 23/84
  • 3 Ob 553/87
    Entscheidungstext OGH 18.05.1988 3 Ob 553/87
    Auch
  • 7 Ob 553/88
    Entscheidungstext OGH 16.06.1988 7 Ob 553/88
    Beisatz: Beim Kauf eines Unternehmens genügt zur Erfüllung der Offenlegungspflicht im allgemeinen die Überlassung derjenigen Unterlagen, aus denen sich die für die Beurteilung der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens wesentlichen Umstände ergeben. (T3) Veröff: WBl 1988,341
  • 2 Ob 113/89
    Entscheidungstext OGH 28.11.1989 2 Ob 113/89
    Beisatz: Diese Schutzpflicht endet an der Grenze objektiver Vorhersehbarkeit einer Gefährdung der Interessen des Gegners. (T4)
  • 8 Ob 597/90
    Entscheidungstext OGH 24.01.1991 8 Ob 597/90
  • 7 Ob 529/91
    Entscheidungstext OGH 04.04.1991 7 Ob 529/91
    Auch
  • 7 Ob 625/91
    Entscheidungstext OGH 12.12.1991 7 Ob 625/91
    Auch; Beis wie T1 nur: Wenn ansonsten der Vertragszweck des Partners gefährdet würde oder diesem ein Schaden droht. (T5) Veröff: JBl 1992,450
  • 1 Ob 529/92
    Entscheidungstext OGH 18.03.1992 1 Ob 529/92
    Auch
  • 1 Ob 548/92
    Entscheidungstext OGH 24.04.1992 1 Ob 548/92
    Auch; Beisatz: Jeder Teil muss somit grundsätzlich die eigenen Interessen selbst wahrnehmen. (T6) Veröff: ÖBA 1993,408 (Koch) = JBl 1992,711 = ecolex 1993,157
  • 1 Ob 1574/92
    Entscheidungstext OGH 09.06.1992 1 Ob 1574/92
    Auch; Beisatz: Generelle Aussagen, wann eine Aufklärungspflicht besteht, sind kaum möglich, vielmehr kommt es auf die Übung des redlichen Verkehrs an. (T7) Veröff: RZ 1993/95 S 280
  • 4 Ob 510/93
    Entscheidungstext OGH 09.03.1993 4 Ob 510/93
    Auch; Beis wie T7; Beisatz: Absichtliches Verschweigen eines erheblichen Umstandes bedeutet List, wenn der andere nach den im redlichen Verkehr geltenden Gewohnheiten (§ 863 ABGB) oder aus besonderen Gründen verpflichtet ist, den Irrenden aufzuklären. (T8)
  • 7 Ob 575/93
    Entscheidungstext OGH 15.07.1993 7 Ob 575/93
    Auch; Beis wie T4; Veröff: ÖBA 1994,156
  • 1 Ob 564/95
    Entscheidungstext OGH 29.05.1995 1 Ob 564/95
    Beis wie T7; Veröff: SZ 68/105
  • 1 Ob 1538/95
    Entscheidungstext OGH 17.10.1995 1 Ob 1538/95
    Auch; Beis wie T4; Beis wie T6; Beis wie T7
  • 1 Ob 617/95
    Entscheidungstext OGH 23.10.1995 1 Ob 617/95
    Auch; Beis wie T4; Beis wie T6
  • 6 Ob 635/95
    Entscheidungstext OGH 12.10.1995 6 Ob 635/95
  • 2 Ob 2140/96m
    Entscheidungstext OGH 27.06.1996 2 Ob 2140/96m
  • 10 Ob 2066/96p
    Entscheidungstext OGH 11.02.1997 10 Ob 2066/96p
    Beis wie T4; Beis wie T7; Beis wie T8
  • 9 Ob 312/97s
    Entscheidungstext OGH 01.10.1997 9 Ob 312/97s
  • 4 Ob 301/97m
    Entscheidungstext OGH 28.10.1997 4 Ob 301/97m
    Auch; Beis wie T7
  • 2 Ob 382/97h
    Entscheidungstext OGH 20.01.1998 2 Ob 382/97h
    Auch; Beis wie T7; Beisatz: Aufklärungspflicht weiters dann zu bejahen, wenn der andere aus besonderen Gründen verpflichtet ist, den Irrenden aufzuklären. (T9)
  • 10 Ob 70/98m
    Entscheidungstext OGH 17.03.1998 10 Ob 70/98m
    Auch
  • 2 Ob 509/96
    Entscheidungstext OGH 17.03.1998 2 Ob 509/96
    nur: Es besteht keine allgemeine Rechtspflicht, den Geschäftspartner über alle Umstände aufzuklären, die auf seine Entschließung einen Einfluss haben können. (T10); Beis wie T3
  • 4 Ob 183/98k
    Entscheidungstext OGH 14.07.1998 4 Ob 183/98k
    Vgl; Veröff: SZ 71/125
  • 5 Ob 28/99z
    Entscheidungstext OGH 23.02.1999 5 Ob 28/99z
    Vgl; Beis ähnlich wie T8
  • 4 Ob 265/99w
    Entscheidungstext OGH 19.10.1999 4 Ob 265/99w
  • 7 Ob 169/99z
    Entscheidungstext OGH 14.12.1999 7 Ob 169/99z
  • 2 Ob 17/00i
    Entscheidungstext OGH 22.02.2000 2 Ob 17/00i
    Vgl auch
  • 10 Ob 88/00i
    Entscheidungstext OGH 23.05.2000 10 Ob 88/00i
    nur T10; Beis wie T3; Beis wie T7; Beis ähnlich wie T8
  • 7 Ob 154/00y
    Entscheidungstext OGH 15.09.2000 7 Ob 154/00y
  • 1 Ob 183/00v
    Entscheidungstext OGH 24.10.2000 1 Ob 183/00v
    Veröff: SZ 73/160
  • 10 Ob 297/00z
    Entscheidungstext OGH 28.06.2001 10 Ob 297/00z
    Vgl; Beis wie T7 nur: Generelle Aussagen, wann eine Aufklärungspflicht besteht, sind kaum möglich. (T11)
  • 8 Ob 284/01z
    Entscheidungstext OGH 24.01.2002 8 Ob 284/01z
  • 2 Ob 151/02y
    Entscheidungstext OGH 20.06.2002 2 Ob 151/02y
    Vgl auch; Beisatz: Ob und in welchem Umfang eine Aufklärungspflicht besteht, ist eine Frage des Einzelfalles. (T12)
  • 7 Ob 140/02t
    Entscheidungstext OGH 08.07.2002 7 Ob 140/02t
  • 3 Ob 25/03b
    Entscheidungstext OGH 25.02.2004 3 Ob 25/03b
    Auch; Beis wie T4
  • 2 Ob 254/04y
    Entscheidungstext OGH 11.11.2004 2 Ob 254/04y
    Beis wie T6
  • 6 Ob 27/05x
    Entscheidungstext OGH 19.05.2005 6 Ob 27/05x
    Auch; nur T2; Beisatz: Es besteht keine allgemeine Aufklärungspflicht des Verkäufers, den Geschäftspartner über alle abstrakten Gefährdungsmöglichkeiten aufzuklären. (T13)
  • 7 Ob 129/06f
    Entscheidungstext OGH 21.06.2006 7 Ob 129/06f
  • 6 Ob 132/06i
    Entscheidungstext OGH 16.03.2007 6 Ob 132/06i
    Beis ähnlich wie T12
  • 8 Ob 36/07p
    Entscheidungstext OGH 21.05.2007 8 Ob 36/07p
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Zur Haftung des Veräußerers einer Liegenschaft für Altlasten (Bodenkontamination). (T14); Beisatz: Mit Darstellung der Rechtsprechung und Lehre zur Frage, wann bei Liegenschaftskontaminierungen eine Aufklärungspflicht besteht. (Da sich hier aber aus den Feststellungen gerade kein Hinweis für eine konkrete Verdachtslage im Hinblick auf die Möglichkeit einer Bodenkontamination ableiten ließ, lagen die Voraussetzungen einer Haftung selbst unter Zugrundelegung jener Auffassungen, die eine Haftung des Veräußerers für Altlasten bereits bei Bestehen einer entsprechenden Verdachtslage bejahen, nicht vor.) (T15)
  • 4 Ob 130/09k
    Entscheidungstext OGH 29.09.2009 4 Ob 130/09k
    Auch; Beisatz: Hier: Die beklagte Reiseveranstalterin musste darauf hinweisen, dass die angebotene Reise in die Hurrikansaison fiel. (T16)
  • 3 Ob 111/09h
    Entscheidungstext OGH 22.10.2009 3 Ob 111/09h
    Auch
  • 6 Ob 268/09v
    Entscheidungstext OGH 14.01.2010 6 Ob 268/09v
    Bem: Hier: Verschweigen des Umstands, dass der Nachbar der Kaufliegenschaft äußerst streitsüchtig sei, ca 40 bis 50 Gerichtsverfahren anhängig gemacht habe und es Streitigkeiten im Zusammenhang mit der Zufahrt zur Garage und mit der Schneeräumung gebe stellt Arglist dar. (T17)
  • 9 Ob 50/10h
    Entscheidungstext OGH 28.07.2010 9 Ob 50/10h
    Auch; Beis ähnlich wie T14; Beisatz: Bei Unterlassung einer nach Treu und Glauben berechtigt erwarteten Aufklärung - wie hier über die Bodenbeschaffenheit - darf nicht ohne weiteres eine schlüssige Zusage angenommen werden, wenn der Erwerber keine Auskünfte oder Belehrungen verlangt. (T18); Veröff: SZ 2010/91
  • 10 Ob 30/11a
    Entscheidungstext OGH 31.05.2011 10 Ob 30/11a
    Vgl auch; Beis wie T11; Veröff: SZ 2011/68
  • 2 Ob 176/10m
    Entscheidungstext OGH 22.06.2011 2 Ob 176/10m
  • 8 Ob 19/12w
    Entscheidungstext OGH 28.03.2012 8 Ob 19/12w
    Auch
  • 4 Ob 11/13s
    Entscheidungstext OGH 19.03.2013 4 Ob 11/13s
    Auch
  • 7 Ob 23/13b
    Entscheidungstext OGH 23.05.2013 7 Ob 23/13b
  • 3 Ob 23/13y
    Entscheidungstext OGH 17.07.2013 3 Ob 23/13y
    Beis wie T14; Beis wie T15; Beisatz: Hier: Aufklärung über Bodenkontaminationen beim Liegenschaftsverkauf geboten. (T19)
  • 8 Ob 57/14m
    Entscheidungstext OGH 26.06.2014 8 Ob 57/14m
    nur T18
  • 1 Ob 191/15t
    Entscheidungstext OGH 22.12.2015 1 Ob 191/15t
    Auch; Beisatz: Hier: Vertragshändler. Aufklärungspflicht über die beabsichtigte Platzierung eines eigenen Konkurrenzprodukts bejaht. (T20)
  • 9 ObA 10/16k
    Entscheidungstext OGH 18.03.2016 9 ObA 10/16k
    Auch; Beis wie T12
  • 1 Ob 56/17t
    Entscheidungstext OGH 26.04.2017 1 Ob 56/17t
    Vgl auch; Beis wie T4; Beis wie T5; Beis wie T11; Beis wie T12; Beisatz: In der Regel ist ein umso strengerer Maßstab anzulegen, je größer die potenziellen Schadensfolgen aus einem bestimmten Risiko sind (so schon 1 Ob 141/10g). (T21)
    Beisatz: Hier: Werkvertrag. Aufklärungspflicht zur Hintanhaltung von Schäden an der Bausubstanz. (T22)
  • 6 Ob 52/18t
    Entscheidungstext OGH 28.03.2018 6 Ob 52/18t
    Auch; Beisatz: Hier: Unterlassene Aufklärung darüber, dass es sich bei dem verkauften PKW um einen „aufgebauten Unfallwagen“ handelte, bei dem eine Umkarosserierung stattgefunden hatte und der deshalb für die Herstellergarantie gesperrt war. (T23)
  • 9 ObA 67/18w
    Entscheidungstext OGH 30.08.2018 9 ObA 67/18w
    Beis wie T5; Beis wie T6; Beis wie T9; Beis wie T10; Beis wie T18; Beisatz: Verweigert der Gefragte die Informationserteilung, kann hierin eine Einschränkung der berechtigten Erwartung des Fragenden, vom anderen informiert zu werden, liegen. Antwortet der Gefragte, kann der andere hingegen grundsätzlich von der Richtigkeit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Information ausgehen. (T24)
    Beisatz: Besondere Umstände“ liegen auch in einer Situation vor, in der sich der andere zwar grundsätzlich selbst informieren könnte und müsste, seinem Gegenüber aber der Umstand, dessen Relevanz für die Entscheidungsfindung des anderen und dessen aktuelles Nichtwissen vom Umstand bekannt ist. Hier wäre es unbillig, dürfte der Wissende den anderen in Unkenntnis lassen. In einem solchen Fall liegt eine subsidiäre Informationspflicht des Wissenden vor, mag die Verletzung der Obliegenheit zur Selbstinformation dem anderen auch zum Mitverschulden gereichen. (T25)
  • 8 Ob 1/19h
    Entscheidungstext OGH 27.06.2019 8 Ob 1/19h
    Auch; Beis wie T11; Beis wie T12

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1979:RS0014811

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

27.08.2019

Dokumentnummer

JJR_19790220_OGH0002_0050OB00524_7900000_003

Rechtssatz für 1Ob227/98h 2Ob313/99i 1...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0111165

Geschäftszahl

1Ob227/98h; 2Ob313/99i; 10Ob346/99a; 1Ob336/99i; 1Ob183/00v; 2Ob104/01k; 8Ob4/01y; 1Ob168/02s; 1Ob49/03t; 9Ob29/03k; 7Ob184/02p; 7Ob37/04y; 7Ob277/06w; 10Ob65/07t; 7Ob169/07i; 1Ob44/07p; 6Ob273/07a; 2Ob90/07k; 1Ob37/08k; 6Ob224/08x; 2Ob189/08w; 2Ob259/08i; 2Ob76/09d; 4Ob167/09a; 6Ob268/09v; 5Ob247/09y; 7Ob84/10v; 6Ob146/10d; 3Ob205/10h; 10Ob8/11s; 10Ob12/11d; 4Ob20/11m; 10Ob30/11a; 2Ob77/12f; 4Ob216/12m; 10Ob53/12k; 4Ob39/13h; 9Ob38/13y; 10Ob23/13z; 6Ob86/14m; 9Ob40/14v; 6Ob229/14s; 7Ob94/14w; 4Ob254/14b; 4Ob65/16m; 4Ob34/16b; 3Ob115/16g; 1Ob56/17t; 1Ob156/17y; 4Ob129/17z; 4Ob39/18s; 8Ob73/18w; 8Ob1/19h

Entscheidungsdatum

21.10.1998

Norm

ABGB §870 CI
ABGB §1295 IIf7f
ZPO §502 Abs1 HI2

Rechtssatz

Wann die Aufklärungspflicht des Vertragspartners nach der Übung des redlichen Verkehrs besteht, ergibt sich jeweils aus dem Umständen des Einzelfalls.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 227/98h
    Entscheidungstext OGH 21.10.1998 1 Ob 227/98h
  • 2 Ob 313/99i
    Entscheidungstext OGH 18.11.1999 2 Ob 313/99i
  • 10 Ob 346/99a
    Entscheidungstext OGH 11.01.2000 10 Ob 346/99a
    Auch
  • 1 Ob 336/99i
    Entscheidungstext OGH 21.06.2000 1 Ob 336/99i
    nur: Wann die Aufklärungspflicht des Vertragspartners besteht, ergibt sich jeweils aus dem Umständen des Einzelfalls. (T1)
  • 1 Ob 183/00v
    Entscheidungstext OGH 24.10.2000 1 Ob 183/00v
    Auch; Beisatz: Der Umfang der Aufklärungspflicht wird durch die Grundsätze des redlichen Geschäftsverkehrs begrenzt. (T2)
    Veröff: SZ 73/160
  • 2 Ob 104/01k
    Entscheidungstext OGH 16.05.2001 2 Ob 104/01k
    Beisatz: Der Umfang der Aufklärungspflichten einer Bank ist grundsätzlich eine Frage des Einzelfalles. (T3)
  • 8 Ob 4/01y
    Entscheidungstext OGH 30.08.2001 8 Ob 4/01y
    Auch; Beis wie T3
  • 1 Ob 168/02s
    Entscheidungstext OGH 28.02.2003 1 Ob 168/02s
  • 1 Ob 49/03t
    Entscheidungstext OGH 25.03.2003 1 Ob 49/03t
  • 9 Ob 29/03k
    Entscheidungstext OGH 02.04.2003 9 Ob 29/03k
    Auch; Beis wie T3
  • 7 Ob 184/02p
    Entscheidungstext OGH 05.08.2003 7 Ob 184/02p
    Auch; Beis ähnlich wie T3
  • 7 Ob 37/04y
    Entscheidungstext OGH 17.03.2004 7 Ob 37/04y
    Auch; Beis wie T3
  • 7 Ob 277/06w
    Entscheidungstext OGH 08.03.2007 7 Ob 277/06w
  • 10 Ob 65/07t
    Entscheidungstext OGH 26.06.2007 10 Ob 65/07t
    Auch
  • 7 Ob 169/07i
    Entscheidungstext OGH 29.08.2007 7 Ob 169/07i
    Beis wie T3; Beisatz: Hier: Zur Beratungspflicht und Warnpflicht einer Bank im Rahmen einer Scheckeinlösung. (T4)
  • 1 Ob 44/07p
    Entscheidungstext OGH 11.09.2007 1 Ob 44/07p
    Auch; Beisatz: Hier: Bankgarantie - Schutz- und Sorgfaltspflichten aus dem Verhältnis zwischen Garanten und Begünstigten. (T5)
  • 6 Ob 273/07a
    Entscheidungstext OGH 12.12.2007 6 Ob 273/07a
    Beis wie T3; Beisatz: Hier: Aufklärung über behindertengerechte Ausstattung des Hotels am Urlaubsort. (T6)
  • 2 Ob 90/07k
    Entscheidungstext OGH 27.03.2008 2 Ob 90/07k
    Auch
  • 1 Ob 37/08k
    Entscheidungstext OGH 16.09.2008 1 Ob 37/08k
  • 6 Ob 224/08x
    Entscheidungstext OGH 06.11.2008 6 Ob 224/08x
    Beis wie T3; Beisatz: Das Bestehen und der Umfang der Beratungs- und Aufklärungspflichten der Banken stellt jeweils eine Frage des Einzelfalls dar, der in der Regel keine Rechtsfrage der in § 502 Abs 1 ZPO geforderten Bedeutung zukommt. (T7)
  • 2 Ob 189/08w
    Entscheidungstext OGH 29.01.2009 2 Ob 189/08w
  • 2 Ob 259/08i
    Entscheidungstext OGH 20.05.2009 2 Ob 259/08i
    Vgl; Beis wie T3
  • 2 Ob 76/09d
    Entscheidungstext OGH 03.09.2009 2 Ob 76/09d
    Auch
  • 4 Ob 167/09a
    Entscheidungstext OGH 20.10.2009 4 Ob 167/09a
  • 6 Ob 268/09v
    Entscheidungstext OGH 14.01.2010 6 Ob 268/09v
  • 5 Ob 247/09y
    Entscheidungstext OGH 19.01.2010 5 Ob 247/09y
    Vgl auch; Beisatz: Für das Bestehen einer Aufklärungspflicht ist im Einzelfall immer entscheidend, ob ein Schutzbedürfnis des Vertragspartners vorliegt. (T8)
  • 7 Ob 84/10v
    Entscheidungstext OGH 26.05.2010 7 Ob 84/10v
    Auch
  • 6 Ob 146/10d
    Entscheidungstext OGH 01.09.2010 6 Ob 146/10d
  • 3 Ob 205/10h
    Entscheidungstext OGH 11.11.2010 3 Ob 205/10h
    nur T1
  • 10 Ob 8/11s
    Entscheidungstext OGH 01.03.2011 10 Ob 8/11s
    Auch
  • 10 Ob 12/11d
    Entscheidungstext OGH 01.03.2011 10 Ob 12/11d
    Auch
  • 4 Ob 20/11m
    Entscheidungstext OGH 23.03.2011 4 Ob 20/11m
    Vgl auch; Beis wie T8
  • 10 Ob 30/11a
    Entscheidungstext OGH 31.05.2011 10 Ob 30/11a
    Vgl auch; Beis wie T8; Veröff: SZ 2011/68
  • 2 Ob 77/12f
    Entscheidungstext OGH 15.05.2012 2 Ob 77/12f
    Beisatz: Aufklärungspflicht im Zusammenhang mit der Funktionsweise eines Dieselpartikelfilters bei einem sehr schweren und sehr leistungsstarken Geländewagen mit Allradantrieb. (T9)
  • 4 Ob 216/12m
    Entscheidungstext OGH 28.11.2012 4 Ob 216/12m
    Vgl auch
  • 10 Ob 53/12k
    Entscheidungstext OGH 17.12.2012 10 Ob 53/12k
    Auch
  • 4 Ob 39/13h
    Entscheidungstext OGH 19.03.2013 4 Ob 39/13h
    Auch; Beisatz: Hier: Aufklärung in Bezug auf Versicherungsdeckung bei Pachtvertrag. (T10)
  • 9 Ob 38/13y
    Entscheidungstext OGH 24.07.2013 9 Ob 38/13y
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Aufklärungspflichten eines Schilehrers. (T11)
  • 10 Ob 23/13z
    Entscheidungstext OGH 23.07.2013 10 Ob 23/13z
    Auch; nur T1; Beis wie T2
  • 6 Ob 86/14m
    Entscheidungstext OGH 26.06.2014 6 Ob 86/14m
    Auch; Beis wie T3; Beis wie T7
  • 9 Ob 40/14v
    Entscheidungstext OGH 22.07.2014 9 Ob 40/14v
    Auch
  • 6 Ob 229/14s
    Entscheidungstext OGH 19.02.2015 6 Ob 229/14s
    Beis wie T3; Beis wie T7
  • 7 Ob 94/14w
    Entscheidungstext OGH 18.02.2105 7 Ob 94/14w
  • 4 Ob 254/14b
    Entscheidungstext OGH 11.08.2015 4 Ob 254/14b
    Auch; Beis wie T3
  • 4 Ob 65/16m
    Entscheidungstext OGH 24.05.2016 4 Ob 65/16m
  • 4 Ob 34/16b
    Entscheidungstext OGH 15.06.2016 4 Ob 34/16b
    Beisatz: Verletzung beim „Blobbing“. (T12)
  • 3 Ob 115/16g
    Entscheidungstext OGH 13.07.2016 3 Ob 115/16g
    Auch
  • 1 Ob 56/17t
    Entscheidungstext OGH 26.04.2017 1 Ob 56/17t
    nur T1; Beis wie T2; Beis wie T3; Beisatz: In der Regel ist ein umso strengerer Maßstab anzulegen, je größer die potenziellen Schadensfolgen aus einem bestimmten Risiko sind (so schon 1 Ob 141/10g). (T13)
    Beisatz: Hier: Werkvertrag. Aufklärungspflicht zur Hintanhaltung von Schäden an der Bausubstanz. (T14)
  • 1 Ob 156/17y
    Entscheidungstext OGH 25.10.2017 1 Ob 156/17y
    nur T1; Beis wie T12
  • 4 Ob 129/17z
    Entscheidungstext OGH 24.10.2017 4 Ob 129/17z
    Auch; Beisatz: Die Aufklärungspflichten bei einem tierärztlichen Behandlungsvertrag können jedenfalls nicht weiter reichen als in der Humanmedizin. (T15)
  • 4 Ob 39/18s
    Entscheidungstext OGH 22.03.2018 4 Ob 39/18s
    nur T1
  • 8 Ob 73/18w
    Entscheidungstext OGH 25.06.2018 8 Ob 73/18w
    Auch; Beisatz: Hier: Verletzung bei einer von der Beklagten betriebenen Jumpbag-Schanzenkonstruktion. (T16)
  • 8 Ob 1/19h
    Entscheidungstext OGH 27.06.2019 8 Ob 1/19h
    nur T1; Beis wie T3

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1998:RS0111165

Im RIS seit

20.11.1998

Zuletzt aktualisiert am

27.08.2019

Dokumentnummer

JJR_19981021_OGH0002_0010OB00227_98H0000_001

Entscheidungstext 6Ob268/09v

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Fundstelle

SWK 2010,725 (Gruber/Pelzmann, Rechtsprechungsübersicht) = Zak 2010/150 S 96 - Zak 2010,96 = MietSlg 62.089 = Schinnagl/Groeschl, Der Mieter 2015,44 (Rechtsprechungsübersicht)

Geschäftszahl

6Ob268/09v

Entscheidungsdatum

14.01.2010

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofs Hon.-Prof. Dr. Pimmer als Vorsitzenden sowie durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofs Dr. Schramm, Dr. Gitschthaler, Univ.-Prof. Dr. Kodek und Dr. Nowotny als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei W***** S*****, vertreten durch Dr. Hanspeter Feix, Rechtsanwalt in Innsbruck, gegen die beklagte Partei A***** P*****, vertreten durch Dr. Hannes Paulweber, Rechtsanwalt in Innsbruck, wegen Aufhebung eines Vertrags (Streitwert 165.000 EUR sA), über die außerordentliche Revision der beklagten Partei gegen das Urteil des Oberlandesgerichts Innsbruck als Berufungsgericht vom 10. November 2009, GZ 2 R 236/09m, 2 R 237/09h-35, in nichtöffentlicher Sitzung den

Beschluss

gefasst:

Spruch

Die außerordentliche Revision wird gemäß § 508a Abs 2 ZPO mangels der Voraussetzungen des § 502 Abs 1 ZPO zurückgewiesen (§ 510 Abs 3 ZPO).

Begründung:

Rechtliche Beurteilung

Bei der Beurteilung, ob die Voraussetzungen des § 870 ABGB erfüllt sind, kommt es maßgeblich auf die Umstände des jeweiligen Einzelfalls an (RIS-Justiz RS0111165, RS0014829 [T4], RS0014811 [T12], RS0014833 [T4]). Schweigen kann insbesondere dann den Tatbestand der Arglist iSd § 870 ABGB erfüllen, wenn der Schweigende gegen eine ihm obliegende Aufklärungspflicht verstößt (RIS-Justiz RS0014817). Eine derartige Aufklärungspflicht ist zu bejahen, wenn der andere Teil nach den Grundsätzen des redlichen Verkehrs eine Aufklärung erwarten durfte (RIS-Justiz RS0014811).

In der Auffassung der Vorinstanzen, das Verschweigen des Umstands, dass der Nachbar der Kaufliegenschaft äußerst streitsüchtig sei, ca 40 bis 50 Gerichtsverfahren anhängig gemacht habe und es Streitigkeiten im Zusammenhang mit der Zufahrt zur Garage und mit der Schneeräumung gebe, stelle Arglist iSd § 870 ABGB dar, ist jedenfalls keine vom Obersten Gerichtshof im Interesse der Rechtssicherheit aufzugreifende Fehlbeurteilung zu erblicken. Darin liegt auch nicht die von der Revision befürchtete „massive Beeinträchtigung des Liegenschaftsverkehrs“, zumal die Auseinandersetzungen mit dem Nachbarn ein Ausmaß und eine Intensität erreichten, die für den Beklagten selbst der Grund dafür war, dass er sich zum Verkauf seiner Liegenschaft entschloss. Über derartige massive Schwierigkeiten, die teilweise nicht nur das „Umfeld“, sondern - wie die Zufahrt zur Wohnung bzw Garage und die Schneeräumung - auch unmittelbar die Nutzung der erworbenen Liegenschaft selbst betreffen, durfte ein Kaufinteressent von einem redlichen Vertragspartner Aufklärung erwarten.

Damit macht die Revision aber keine Rechtsfragen der in § 502 Abs 1 ZPO geforderten Qualität geltend, sodass diese spruchgemäß zurückzuweisen war.

Textnummer

E92915

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2010:0060OB00268.09V.0114.000

Im RIS seit

13.02.2010

Zuletzt aktualisiert am

25.01.2016

Dokumentnummer

JJT_20100114_OGH0002_0060OB00268_09V0000_000