Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 2Ob108/74 8Ob16/86 7Ob6...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0035474

Geschäftszahl

2Ob108/74; 8Ob16/86; 7Ob622/88; 9ObA361/93; 1Ob296/04t; 3Ob259/05t; 2Ob189/09x; 1Ob103/12x; 8Ob71/14w; 9Ob12/15b; 1Ob148/16w; 5Ob8/19s; 5Ob105/19f

Entscheidungsdatum

13.06.1975

Norm

ZPO §19 IA

Rechtssatz

Der Nebenintervenient kann nur Einwendungen oder Sacheinreden erheben, die das Rechtsverhältnis der Hauptpartei zum Prozessgegner betreffen, nicht aber auch solche kraft eigenen Rechtes.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 108/74
    Entscheidungstext OGH 13.06.1975 2 Ob 108/74
    Veröff: SZ 48/67
  • 8 Ob 16/86
    Entscheidungstext OGH 19.06.1986 8 Ob 16/86
    Beisatz: Hier: Aufrechnungseinrede (T1)
  • 7 Ob 622/88
    Entscheidungstext OGH 22.09.1988 7 Ob 622/88
  • 9 ObA 361/93
    Entscheidungstext OGH 26.01.1994 9 ObA 361/93
    Veröff: ÖBA 1994,807
  • 1 Ob 296/04t
    Entscheidungstext OGH 15.03.2005 1 Ob 296/04t
    Auch
  • 3 Ob 259/05t
    Entscheidungstext OGH 25.01.2006 3 Ob 259/05t
    Auch; Beisatz: Aus der Stellung des Nebenintervenienten ergibt sich, dass alle seine Handlungen nur für die unterstützte Partei erfolgen und für diese prozessual wirksam werden. Daraus folgt aber auch, dass für die Beurteilung der Beschwer als Zulässigkeitsvoraussetzung auch bei einem vom Nebenintervenienten erhobenen Rechtsmittel lediglich das Interesse der Hauptpartei an einer Änderung oder Beseitigung der angefochtenen Entscheidung maßgeblich ist (7 Ob 622/88). (T2)
  • 2 Ob 189/09x
    Entscheidungstext OGH 18.12.2009 2 Ob 189/09x
    Vgl; auch Beis wie T2
  • 1 Ob 103/12x
    Entscheidungstext OGH 22.06.2012 1 Ob 103/12x
    Auch; Beis wie T2
  • 8 Ob 71/14w
    Entscheidungstext OGH 30.10.2014 8 Ob 71/14w
  • 9 Ob 12/15b
    Entscheidungstext OGH 28.05.2015 9 Ob 12/15b
  • 1 Ob 148/16w
    Entscheidungstext OGH 30.08.2016 1 Ob 148/16w
    Auch
  • 5 Ob 8/19s
    Entscheidungstext OGH 25.04.2019 5 Ob 8/19s
  • 5 Ob 105/19f
    Entscheidungstext OGH 27.11.2019 5 Ob 105/19f
    Beis wie T2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1975:RS0035474

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

21.01.2020

Dokumentnummer

JJR_19750613_OGH0002_0020OB00108_7400000_002

Rechtssatz für 7Ob533/76 1Ob712/79 7Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0033869

Geschäftszahl

7Ob533/76; 1Ob712/79; 7Ob622/88; 2Ob189/09x; 1Ob103/12x; 2Ob177/13p; 6Ob41/21d

Entscheidungsdatum

18.03.1976

Norm

ABGB §1438
ZPO §17
ZPO §18
ZPO §19

Rechtssatz

Die bloß von dem rechtlichen Interesse an der Entscheidung über eine im Prozess eingewendete Gegenforderung abgeleitete Nebenintervention ist sowohl auf Seite des Beklagten wie auch des Klägers unzulässig.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 533/76
    Entscheidungstext OGH 18.03.1976 7 Ob 533/76
    Veröff: SZ 49/42 = EvBl 1986/225 S 468 = JBl 1977,273
  • 1 Ob 712/79
    Entscheidungstext OGH 29.10.1979 1 Ob 712/79
  • 7 Ob 622/88
    Entscheidungstext OGH 22.09.1988 7 Ob 622/88
    Ähnlich; Beisatz: Hier: Für die Beurteilung der Beschwer als Zulässigkeitsvoraussetzung auch bei einem vom Nebenintervenienten erhobenen Rechtsmittel ist lediglich das Interesse der Hauptpartei an einer Änderung oder Beseitigung der angefochtenen Entscheidung maßgeblich. (T1)
  • 2 Ob 189/09x
    Entscheidungstext OGH 18.12.2009 2 Ob 189/09x
    Vgl auch; auch Beis wie T1
  • 1 Ob 103/12x
    Entscheidungstext OGH 22.06.2012 1 Ob 103/12x
    Ähnlich; Beis wie T1
  • 2 Ob 177/13p
    Entscheidungstext OGH 13.02.2014 2 Ob 177/13p
    Beisatz: Hier: Haftpflichtversicherer des klagenden, aus Verkehrsunfall Geschädigten. (T2)
    Beisatz: Die aufrechnungsweise Geltendmachung einer Gegenforderung begründet keine Streitanhängigkeit gegenüber einer allfälligen selbstständigen Einklagung des Anspruchs und soll die selbstständige Verfolgung der Gegenforderung nicht behindern. (T3)
  • 6 Ob 41/21d
    Entscheidungstext OGH 23.06.2021 6 Ob 41/21d

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1976:RS0033869

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

25.08.2021

Dokumentnummer

JJR_19760318_OGH0002_0070OB00533_7600000_001

Rechtssatz für 1Ob53/95 2Ob344/99y 2Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0106856

Geschäftszahl

1Ob53/95; 2Ob344/99y; 2Ob119/09b; 2Ob189/09x

Entscheidungsdatum

03.10.1996

Norm

ABGB §1315 I
EKHG §19 Abs2
LuftVG §19
LuftVG §27

Rechtssatz

Im Bereich des Luftverkehrsrechts hat der Halter - abgesehen von der Besorgungsgehilfenhaftung - für das Verschulden des Piloten nicht unmittelbar einzustehen. Wohl aber hat er für die besondere, durch schuldhaftes Verhalten einer beim Betrieb des Luftfahrzeugs tätigen Dritten (Piloten) erhöhte Betriebsgefahr des Luftfahrzeugs einzustehen. Eine analoge Anwendung des § 19 Abs 2 EKHG im Luftverkehrsrecht kommt nicht in Betracht.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 53/95
    Entscheidungstext OGH 03.10.1996 1 Ob 53/95
    Veröff: SZ 69/219
  • 2 Ob 344/99y
    Entscheidungstext OGH 23.11.2000 2 Ob 344/99y
    Vgl aber; Beisatz: Für die Auslegung des LuftVG sind die Auslegungsgrundlagen des EKHG heranzuziehen sind. Danach geht eine nicht aufklärbare Ungewissheit über wesentliche Einzelheiten des Unfallherganges zu Lasten des Halters. (T1)
  • 2 Ob 119/09b
    Entscheidungstext OGH 26.11.2009 2 Ob 119/09b
    Auch; nur: Im Bereich des Luftverkehrsrechts hat der Halter - abgesehen von der Besorgungsgehilfenhaftung - für das Verschulden des Piloten nicht unmittelbar einzustehen. (T2); nur: Eine analoge Anwendung des § 19 Abs 2 EKHG im Luftverkehrsrecht kommt nicht in Betracht. (T3)
  • 2 Ob 189/09x
    Entscheidungstext OGH 18.12.2009 2 Ob 189/09x
    Vgl auch; nur wie T3

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1996:RS0106856

Zuletzt aktualisiert am

01.04.2010

Dokumentnummer

JJR_19961003_OGH0002_0010OB00053_9500000_001

Rechtssatz für 2Ob119/09b 2Ob189/09x

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0125649

Geschäftszahl

2Ob119/09b; 2Ob189/09x

Entscheidungsdatum

26.11.2009

Norm

ZPO §43 Abs1
ZPO §228 B1aa
EKHG §15

Rechtssatz

Wird ein zunächst auf unbeschränkte Haftung lautendes Feststellungsbegehren in der Folge seitens des Klägers mit den Haftungshöchstbeträgen des EKHG betraglich begrenzt, so ist mangels gesonderter Bewertung des eingeschränkten Begehrens davon auszugehen, dass der Kläger mit der Hälfte dieses Feststellungsbegehrens durchgedrungen ist.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 119/09b
    Entscheidungstext OGH 26.11.2009 2 Ob 119/09b
    Bem: Vgl 2 Ob 77/01i; 2 Ob 70/01k. (T1)
  • 2 Ob 189/09x
    Entscheidungstext OGH 18.12.2009 2 Ob 189/09x
    Vgl; Beisatz: Ist im Revisionsverfahren nur mehr die Differenz zwischen Eventual-(Gefährdungshaftung) und Hauptbegehren (Haftung bis zur Versicherungssumme) gegenständlich, so ist diese Differenz mit der Hälfte des gesamten Streitwerts (des Feststellungsbegehrens) zu bewerten. (T2)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2009:RS0125649

Im RIS seit

26.12.2009

Zuletzt aktualisiert am

16.08.2012

Dokumentnummer

JJR_20091126_OGH0002_0020OB00119_09B0000_001

Rechtssatz für 2Ob119/09b 2Ob189/09x 2...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0125652

Geschäftszahl

2Ob119/09b; 2Ob189/09x; 2Ob112/10z

Entscheidungsdatum

26.11.2009

Norm

LFG idF BGBl I 1997/102

Rechtssatz

Die Haftpflichtversicherung hat auch Ansprüche von außenstehenden Dritten nach anderen Rechtsgrundlagen und gegen andere Personen als den Halter, vor allem gegen den Piloten, zu decken. In solchen Fällen handelt es sich um eine Versicherung auf fremde Rechnung.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 119/09b
    Entscheidungstext OGH 26.11.2009 2 Ob 119/09b
    Bem: Seilbahnunglück Sölden. (T1)
  • 2 Ob 189/09x
    Entscheidungstext OGH 18.12.2009 2 Ob 189/09x
    Vgl auch
  • 2 Ob 112/10z
    Entscheidungstext OGH 22.06.2011 2 Ob 112/10z
    Auch; Bem wie T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2009:RS0125652

Im RIS seit

26.12.2009

Zuletzt aktualisiert am

18.10.2011

Dokumentnummer

JJR_20091126_OGH0002_0020OB00119_09B0000_004

Rechtssatz für 2Ob119/09b 2Ob60/09a 2O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0125655

Geschäftszahl

2Ob119/09b; 2Ob60/09a; 2Ob61/09y; 2Ob189/09x; 2Ob112/10z

Entscheidungsdatum

26.11.2009

Norm

AOCV 2004 §16
LFG idF BGBl I 1997/102 §131
LFG idF BGBl I 1997/102 §134

Rechtssatz

Die Bestimmung des § 16 AOCV 2004 enthält keineswegs ein „generelles Verbot" von Transportflügen mit Außenlasten, sondern es hat der Pilot den Flug so zu wählen, dass die Gefahr eines Drittschadens soweit als möglich vermieden werden soll. Sie ist dahin auszulegen, dass der Pilot nicht nur die sicherste Flugroute, sondern auch den sichersten Zeitpunkt für die Absolvierung des Flugs zu wählen hat. Dabei muss eine Abwägung der gefährdeten Rechtsgüter zum Vorrang des Schutzes von Leben und Gesundheit vor dem Schutz des Eigentums führen.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 119/09b
    Entscheidungstext OGH 26.11.2009 2 Ob 119/09b
    Beisatz: Gegen die Verfassungsgemäßheit des § 16 Abs 2 letzter Satz AOCV 2004 bestehen keine Bedenken. (T1); Bem: Seilbahnunglück Sölden. (T2)
  • 2 Ob 60/09a
    Entscheidungstext OGH 18.12.2009 2 Ob 60/09a
    Vgl auch; Bem wie T2
  • 2 Ob 61/09y
    Entscheidungstext OGH 18.12.2009 2 Ob 61/09y
    vgl auch; Bem wie T2
  • 2 Ob 189/09x
    Entscheidungstext OGH 18.12.2009 2 Ob 189/09x
    Vgl; Bem wie T2
  • 2 Ob 112/10z
    Entscheidungstext OGH 22.06.2011 2 Ob 112/10z
    Vgl; Beis wie T2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2009:RS0125655

Im RIS seit

26.12.2009

Zuletzt aktualisiert am

18.10.2011

Dokumentnummer

JJR_20091126_OGH0002_0020OB00119_09B0000_007