Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 10ObS44/87 10ObS62/87 1...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0084829

Geschäftszahl

10ObS44/87; 10ObS62/87; 10ObS94/88; 10ObS117/88; 10ObS157/88; 10ObS227/88; 10ObS139/88; 10ObS477/89; 10ObS26/90; 10ObS379/90; 10ObS412/90; 10ObS42/91; 10ObS249/91; 10ObS51/92; 10ObS46/92; 10ObS186/93; 10ObS246/93; 10ObS225/94; 10ObS107/95; 10ObS140/95; 10ObS26/96; 10ObS32/96; 10ObS2144/96h; 10ObS29/96; 10ObS90/97a; 10ObS279/97w; 10ObS94/98s; 10ObS46/98g; 10ObS190/98h; 10ObS229/98v; 10ObS13/99f; 10ObS399/98v; 10ObS81/99f; 10ObS88/99k; 10ObS294/99d; 10ObS320/00g; 10ObS25/01a; 10ObS114/01i; 10ObS141/01k; 10ObS160/01d; 10ObS342/01v; 10ObS75/02f; 10ObS163/02x; 10ObS282/02x; 10ObS334/02v; 10ObS249/02v; 10ObS59/05g; 10ObS75/05k; 10ObS107/07v; 10ObS85/08k; 10ObS64/09y; 10ObS165/09a; 10ObS144/10i; 10ObS33/12v; 10ObS45/13k; 10ObS93/14w

Entscheidungsdatum

06.10.1987

Norm

ASVG §255 Ca
ASVG §273
ASVG idF 2. SVÄG 2003, BGBl I 2003/145 §255 Abs7

Rechtssatz

Der Versicherungsfall der geminderten Arbeitsfähigkeit hat zur Voraussetzung, dass eine zuvor bestandene Arbeitsfähigkeit, die zumindest die Hälfte der einer körperlich und geistig gesunden Versicherten erreicht haben muss, durch nachfolgende Entwicklungen beeinträchtigt wurde.

Entscheidungstexte

  • 10 ObS 44/87
    Entscheidungstext OGH 06.10.1987 10 ObS 44/87
    Veröff: SZ 60/198 = SSV-NF 1/33
  • 10 ObS 62/87
    Entscheidungstext OGH 15.12.1987 10 ObS 62/87
    Beisatz: Ein bereits vor Beginn der Erwerbstätigkeit eingetretener und damit in das Versicherungsverhältnis mitgebrachter, im wesentlichen unveränderter körperlicher oder geistiger Zustand kann daher bei Leistungen aus den Versicherungsfällen geminderter Arbeitsfähigkeit nicht zum Eintritt des Versicherungsfalles führen. (T1) Veröff: SSV-NF 1/67
  • 10 ObS 94/88
    Entscheidungstext OGH 10.05.1988 10 ObS 94/88
  • 10 ObS 117/88
    Entscheidungstext OGH 31.05.1988 10 ObS 117/88
    Beis wie T1; Veröff: SSV-NF 2/60
  • 10 ObS 157/88
    Entscheidungstext OGH 06.09.1988 10 ObS 157/88
    nur: Der Versicherungsfall der geminderten Arbeitsfähigkeit hat zur Voraussetzung, dass eine zuvor bestandene Arbeitsfähigkeit, durch nachfolgende Entwicklungen beeinträchtigt wurde. (T2); Beis wie T1; Beisatz: Gilt auch für GSVG und BSVG. (T3) Veröff: SZ 61/187
  • 10 ObS 227/88
    Entscheidungstext OGH 20.09.1988 10 ObS 227/88
    nur T2; Beis wie T1; Beis wie T3
  • 10 ObS 139/88
    Entscheidungstext OGH 08.11.1988 10 ObS 139/88
    Veröff: SSV-NF 2/119
  • 10 ObS 477/89
    Entscheidungstext OGH 06.02.1990 10 ObS 477/89
    Auch
  • 10 ObS 26/90
    Entscheidungstext OGH 24.04.1990 10 ObS 26/90
    nur T2; Beis wie T1; Veröff: SZ 63/61 = SSV-NF 4/60
  • 10 ObS 379/90
    Entscheidungstext OGH 04.12.1990 10 ObS 379/90
    nur T2; Beis wie T1; Beisatz: Hier: Beschränkung der Anmarschwege seit Jugend zufolge Taubstummheit und Grenzdebilität. (T4) Veröff: SSV-NF 4/160
  • 10 ObS 412/90
    Entscheidungstext OGH 15.01.1991 10 ObS 412/90
    Vgl auch
  • 10 ObS 42/91
    Entscheidungstext OGH 12.02.1991 10 ObS 42/91
    Beis wie T1; Veröff: SZ 64/12 = SSV-NF 5/14
  • 10 ObS 249/91
    Entscheidungstext OGH 24.09.1991 10 ObS 249/91
    Beis wie T1; Beisatz: Hier: Taubstummheit seit Kindheit. (T5) Veröff: SSV-NF 5/100
  • 10 ObS 51/92
    Entscheidungstext OGH 10.03.1992 10 ObS 51/92
    Beisatz: Umstände, die zwar eine geminderte Arbeitsfähigkeit zur Folge haben oder einen Beitrag zu einer solchen leisten, mit dem Gesundheitszustand des Versicherten aber nichts zu tun haben, führen also nicht zu Invalidität. (T6) Veröff: SSV-NF 6/28
  • 10 ObS 46/92
    Entscheidungstext OGH 10.03.1992 10 ObS 46/92
    Beis wie T1
  • 10 ObS 186/93
    Entscheidungstext OGH 21.09.1993 10 ObS 186/93
    nur T2; Beis wie T1
  • 10 ObS 246/93
    Entscheidungstext OGH 18.01.1994 10 ObS 246/93
    Ähnlich; nur T2; Beisatz: Krankengeld. (T7)
  • 10 ObS 225/94
    Entscheidungstext OGH 27.09.1994 10 ObS 225/94
  • 10 ObS 107/95
    Entscheidungstext OGH 20.06.1995 10 ObS 107/95
    Auch; nur T2
  • 10 ObS 140/95
    Entscheidungstext OGH 20.07.1995 10 ObS 140/95
    Beis wie T1
  • 10 ObS 26/96
    Entscheidungstext OGH 06.02.1996 10 ObS 26/96
    Auch; nur T2; Beis wie T1
  • 10 ObS 32/96
    Entscheidungstext OGH 27.02.1996 10 ObS 32/96
    nur T2; Beis wie T1; Beisatz: Die für den Anspruch auf eine Pensionsleistung wegen geminderter Arbeitsfähigkeit allgemein aufgestellten Grundsätze sind auch für die Begründung beziehungsweise den Erhalt des Berufsschutzes anzuwenden. (T8)
  • 10 ObS 2144/96h
    Entscheidungstext OGH 11.06.1996 10 ObS 2144/96h
    Auch; nur T2; Beis wie T1; Beis wie T6; Beisatz: Hier: Seit Kindheit bestehender Analphabetismus hinsichtlich der Muttersprache (Türkisch) und in der Folge auch hinsichtlich Deutsch. (T9)
  • 10 ObS 29/96
    Entscheidungstext OGH 06.02.1996 10 ObS 29/96
    Auch
  • 10 ObS 90/97a
    Entscheidungstext OGH 15.04.1997 10 ObS 90/97a
    nur T2; Beis wie T1
  • 10 ObS 279/97w
    Entscheidungstext OGH 30.09.1997 10 ObS 279/97w
    nur T2; Beisatz: Zur Prüfung dieser Frage ist es erforderlich, den körperlichen und geistigen Zustand des Versicherten bei Aufnahme der Berufstätigkeit und Eintritt in das Versicherungsverhältnis jenem bei Antragstellung gegenüberzustellen. Als Beginn des Eintritts in das Versicherungsverhältnis ist hiebei bei einem Lehrling (anders als zur Frage des Berufsschutzes nach § 255 Abs 2 ASVG) auf den Beginn der Lehrzeit abzustellen. (T10)
  • 10 ObS 94/98s
    Entscheidungstext OGH 10.03.1998 10 ObS 94/98s
    Beis wie T1; Beis wie T3
  • 10 ObS 46/98g
    Entscheidungstext OGH 14.04.1998 10 ObS 46/98g
    Vgl auch; Beis wie T1
  • 10 ObS 190/98h
    Entscheidungstext OGH 23.06.1998 10 ObS 190/98h
    Auch; nur T2; Beis wie T1
  • 10 ObS 229/98v
    Entscheidungstext OGH 16.07.1998 10 ObS 229/98v
    Vgl auch; Beis wie T6
  • 10 ObS 13/99f
    Entscheidungstext OGH 26.01.1999 10 ObS 13/99f
    Auch; Beis wie T1; Beisatz: Wer trotz bestehender Behinderung, die ihn vom allgemeinen Arbeitsmarkt ausschließen würde, Versicherungszeiten erwirbt, kann sich nach Erreichung der allgemeinen Anspruchsvoraussetzungen für eine Invaliditätspension oder Berufsunfähigkeitspension nicht darauf berufen, dass er ohne Änderung seines körperlichen oder geistigen Zustandes wegen seiner Behinderung nunmehr berufsunfähig sei. (T11)
  • 10 ObS 399/98v
    Entscheidungstext OGH 30.03.1999 10 ObS 399/98v
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T3
  • 10 ObS 81/99f
    Entscheidungstext OGH 04.05.1999 10 ObS 81/99f
    Vgl auch; Beis wie T1; Beisatz: Steht nicht fest, ob diese Voraussetzungen vorliegen, ist das von Amts wegen zu prüfen. (T12)
  • 10 ObS 88/99k
    Entscheidungstext OGH 05.10.1999 10 ObS 88/99k
    Vgl auch; Beis wie T1
  • 10 ObS 294/99d
    Entscheidungstext OGH 09.11.1999 10 ObS 294/99d
    Vgl aber; Beisatz: Konnte der Anmarschweg schon ab Eintritt in das Berufsleben nicht unter den üblichen Bedingungen zurückgelegt werden, so kann dennoch dann, wenn in der Folge in anderen Bereichen die Fähigkeit zur Verrichtung der Arbeitstätigkeit herabsinkt, Berufsunfähigkeit eintreten. (T13)
  • 10 ObS 320/00g
    Entscheidungstext OGH 14.11.2000 10 ObS 320/00g
    Vgl auch; nur T2; Beis ähnlich wie T1; Beis wie T9
  • 10 ObS 25/01a
    Entscheidungstext OGH 20.03.2001 10 ObS 25/01a
    nur T2; Beis wie T1; Beis wie T10 nur: Zur Prüfung dieser Frage ist es erforderlich, den körperlichen und geistigen Zustand des Versicherten bei Aufnahme der Berufstätigkeit und Eintritt in das Versicherungsverhältnis jenem bei Antragstellung gegenüberzustellen. (T14); Veröff: SZ 74/48
  • 10 ObS 114/01i
    Entscheidungstext OGH 22.05.2001 10 ObS 114/01i
    nur T2; Beisatz: Der bloße Erwerb von Versicherungszeiten hat noch nicht zwingend das Vorliegen einer Arbeitsfähigkeit unter den üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes zur Voraussetzung, weil eine Tätigkeit von Anfang an auf Kosten der Gesundheit des Versicherten oder nur mit besonderem Entgegenkommen des Dienstgebers verrichtet werden kann. (T15)
  • 10 ObS 141/01k
    Entscheidungstext OGH 12.06.2001 10 ObS 141/01k
    Auch; nur T2; Beis wie T1; Beis ähnlich wie T11; Beisatz: Der Versicherungsfall der geminderten Arbeitsfähigkeit bezweckt den Schutz des Versicherten vor den Auswirkungen einer körperlich oder geistig bedingten Herabsetzung seiner Arbeitsfähigkeit. Dieser Versicherungsfall kann nur eintreten, wenn während der versicherten Tätigkeit Arbeitsfähigkeit bestanden hat. Gegen dieses Ergebnis bestehen keine verfassungsrechtlichen Bedenken. (T16)
  • 10 ObS 160/01d
    Entscheidungstext OGH 10.07.2001 10 ObS 160/01d
    nur T2; Beis wie T1; Beis wie T14; Beisatz: Maßgebend ist die entscheidende Beeinträchtigung der zuvor bestandenen Arbeitsfähigkeit während des Erwerbslebens. Es ist nicht zulässig, das Vorliegen von Invalidität damit zu verneinen, dass ein einzelner Teilbereich von möglichen Tätigkeiten herausgegriffen wird, den der Versicherte weder bei Eintritt im Erwerbsleben noch bei Antragstellung verrichten konnte. (T17)
  • 10 ObS 342/01v
    Entscheidungstext OGH 15.01.2002 10 ObS 342/01v
    nur T2; Beis ähnlich wie T1; Beisatz: Dies ist nicht so zu verstehen, dass diejenigen einzelnen körperlichen oder geistigen Beeinträchtigungen, die die Arbeitsfähigkeit bei Eintritt in das Erwerbsleben zwar bereits herabsetzten, aber nicht ausschlossen, bei der Beurteilung der Berufsunfähigkeit außer Betracht zu lassen wären. Vielmehr ist entscheidend, ob der Versicherte bei Eintritt in das Erwerbsleben arbeitsfähig war und ob sich eine zu diesem Zeitpunkt vorhandene Arbeitsfähigkeit im Laufe des Erwerbslebens verschlechtert hat. (T18)
  • 10 ObS 75/02f
    Entscheidungstext OGH 19.03.2002 10 ObS 75/02f
    nur T2; Beis wie T1
  • 10 ObS 163/02x
    Entscheidungstext OGH 28.05.2002 10 ObS 163/02x
    Auch; Beis wie T1; Beisatz: Wenn eingebrachte Behinderungen bestehen, haben diese daher bei Prüfung eines Pensionsanspruches wegen geminderter Arbeitsfähigkeit außer Betracht zu bleiben und es ist nur zu untersuchen, ob sich außerhalb dieser eingebrachten Behinderung eine Änderung ergeben hat, die zu einem Herabsinken der Arbeitsfähigkeit geführt hat (SSV-NF 13/130 ua). (T19)
  • 10 ObS 282/02x
    Entscheidungstext OGH 17.09.2002 10 ObS 282/02x
    nur T2; Beis wie T14; Beis wie T1; Beisatz: Es ist nicht erforderlich, dass eine beim Eintritt in das Versicherungsverhältnis schon geminderte Arbeitsfähigkeit auf die Hälfte des in diesem Zeitpunkt bestehenden Umfangs herabsinkt. Der Vergleich mit der Arbeitsfähigkeit einer gesunden Vergleichsperson zeigt vielmehr, dass die Arbeitsfähigkeit beim Eintritt in das Versicherungsverhältnis nur - wenn auch geringfügig - über der Hälfte derjenigen der Vergleichsperson gelegen haben und dann unter diese Grenze herabgesunken sein muss. (T20)
  • 10 ObS 334/02v
    Entscheidungstext OGH 14.01.2003 10 ObS 334/02v
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T16
  • 10 ObS 249/02v
    Entscheidungstext OGH 02.09.2003 10 ObS 249/02v
    Beis wie T1; Beis wie T11; Beis wie T14; Beis wie T16; Beisatz: Der Erwerb besonders vieler Beitragsmonate (hier: 221) scheint dafür zu sprechen, dass der Versicherte in der Lage war, eine verwertbare Arbeitsleistung zu erbringen. (T21)
  • 10 ObS 59/05g
    Entscheidungstext OGH 06.09.2005 10 ObS 59/05g
    Vgl auch; Beisatz: Für die Frage des Zeitpunktes des „Eintrittes in das Berufsleben (Erwerbsleben)" ist auf die erstmalige Aufnahme einer die Pflichtversicherung begründenden Beschäftigung (§ 255 Abs 7 ASVG) abzustellen. (T22)
  • 10 ObS 75/05k
    Entscheidungstext OGH 08.11.2005 10 ObS 75/05k
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T14; Beis wie T20 nur: Der Vergleich mit der Arbeitsfähigkeit einer gesunden Vergleichsperson zeigt vielmehr, dass die Arbeitsfähigkeit beim Eintritt in das Versicherungsverhältnis nur - wenn auch geringfügig - über der Hälfte derjenigen der Vergleichsperson gelegen haben und dann unter diese Grenze herabgesunken sein muss. (T23)
  • 10 ObS 107/07v
    Entscheidungstext OGH 11.09.2007 10 ObS 107/07v
    Auch; Beis wie T16
  • 10 ObS 85/08k
    Entscheidungstext OGH 24.07.2008 10 ObS 85/08k
    Auch; Beis ähnlich wie T8; Beisatz: Auch für die Begründung beziehungsweise den Erhalt des Berufsschutzes ist es somit erforderlich, dass der Versicherte, ausgehend von seiner körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit (zum Zeitpunkt der Aufnahme dieser Tätigkeit), vorerst in der Lage gewesen sein muss, die in Frage stehende Tätigkeit zu verrichten, und dass durch eine nachfolgende Entwicklung nach Aufnahme dieser Tätigkeit die ursprüngliche Leistungsfähigkeit so weit verschlechtert wurde, dass nunmehr eine Tätigkeit in dem durch den Berufsschutz begründeten Verweisungsfeld nicht mehr möglich ist. (T24)
  • 10 ObS 64/09y
    Entscheidungstext OGH 16.06.2009 10 ObS 64/09y
    Beis wie T14; Beis wie T20; Beis wie T22; Beis wie T15
  • 10 ObS 165/09a
    Entscheidungstext OGH 24.11.2009 10 ObS 165/09a
    Auch; Beis ähnlich wie T16
  • 10 ObS 144/10i
    Entscheidungstext OGH 21.12.2010 10 ObS 144/10i
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T10; Beis wie T14; Beis wie T15; Beis wie T22; Beisatz: Für die Beurteilung des maßgeblichen Vergleichszeitpunkts am Beginn der Erwerbskarriere ist nicht allein auf die Begründung einer Pflichtversicherung (etwa im Rahmen von „Schulungsmaßnahmen“ nach dem AMFG) abzustellen, sondern auf beide Elemente ‑ Aufnahme einer Erwerbstätigkeit und Eintritt in die Pflichtversicherung ‑ kombiniert. (T25)
  • 10 ObS 33/12v
    Entscheidungstext OGH 12.04.2012 10 ObS 33/12v
    Vgl auch; Beisatz: Als Beginn des Eintritts in das Versicherungsverhältnis ist hier auf den Beginn des Zivildienstes abzustellen. (T26)
  • 10 ObS 45/13k
    Entscheidungstext OGH 25.06.2013 10 ObS 45/13k
    Beis wie T1; Beis ähnlich wie T15; Beis wie T25; Beis wie T26; Beisatz: Hier: Überbetriebliche Lehrausbildung des LFI Steiermark, Schulungsstandort Gleisdorf. (T27)
  • 10 ObS 93/14w
    Entscheidungstext OGH 25.11.2014 10 ObS 93/14w
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T17; Beis wie T18; Veröff: SZ 2014/116

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1987:RS0084829

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

06.05.2016

Dokumentnummer

JJR_19871006_OGH0002_010OBS00044_8700000_001

Rechtssatz für 10ObS44/87 10ObS62/87 1...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0085107

Geschäftszahl

10ObS44/87; 10ObS62/87; 10ObS116/88; 10ObS94/88; 10ObS157/88; 10ObS244/89; 10ObS219/92; 10ObS43/94; 10ObS140/95; 10ObS32/96; 10ObS94/98s; 10ObS46/98g; 10ObS399/98v; 10ObS88/99k; 10ObS294/99d; 10ObS25/01a; 10ObS114/01i; 10ObS141/01k; 100bS342/01v; 10ObS163/02x; 10ObS282/02x; 10ObS334/02v; 10ObS249/02v; 10ObS59/05g; 10ObS75/05k; 10ObS107/07v; 10ObS85/08k; 10ObS64/09y; 10ObS165/09a; 10ObS45/13k; 10ObS114/13g; 10ObS6/14a; 10ObS93/14w; 10ObS13/15g; 10ObS69/17w; 10ObS44/21z

Entscheidungsdatum

06.10.1987

Norm

ASVG §255 Cb
ASVG §273
ASVG idF 2. SVÄG 2003, BGBl I 2003/145 §255 Abs7

Rechtssatz

Das Wort "herabgesunken" im § 273 ASVG ist dahin auszulegen, dass gegenüber einem früheren Zustand eine Verschlechterung eingetreten ist. Anspruch auf eine Berufsfähigkeitspension besteht nur dann, wenn eine Person ursprünglich in der Lage war, eine bestimmte Tätigkeit auszuüben und zufolge einer negativen Veränderung des körperlichen oder geistigen Zustandes außerstande gesetzt wird, nunmehr einer geregelten Beschäftigung, zu der sie früher in der Lage war, nachzugehen.

Entscheidungstexte

  • 10 ObS 44/87
    Entscheidungstext OGH 06.10.1987 10 ObS 44/87
    Veröff: SZ 60/198 = SSV-NF 1/33
  • 10 ObS 62/87
    Entscheidungstext OGH 15.12.1987 10 ObS 62/87
    Beisatz: Ein bereits vor Beginn der Erwerbstätigkeit eingetretener und damit in das Versicherungsverhältnis mitgebrachter, im wesentlichen unveränderter körperlicher oder geistiger Zustand kann daher bei Leistungen aus den Versicherungsfällen geminderter Arbeitsfähigkeit nicht zum Eintritt des Versicherungsfalles führen. (T1) Veröff: SSV-NF 1/67
  • 10 ObS 116/88
    Entscheidungstext OGH 10.05.1988 10 ObS 116/88
  • 10 ObS 94/88
    Entscheidungstext OGH 10.05.1988 10 ObS 94/88
  • 10 ObS 157/88
    Entscheidungstext OGH 06.09.1988 10 ObS 157/88
    Beis wie T1; Veröff: SZ 61/187 = SSV-NF 2/87
  • 10 ObS 244/89
    Entscheidungstext OGH 26.09.1989 10 ObS 244/89
    Auch; Beisatz: § 48 ASGG. (T2)
  • 10 ObS 219/92
    Entscheidungstext OGH 29.09.1992 10 ObS 219/92
  • 10 ObS 43/94
    Entscheidungstext OGH 11.05.1994 10 ObS 43/94
    Auch; Beis wie T1
  • 10 ObS 140/95
    Entscheidungstext OGH 20.07.1995 10 ObS 140/95
    Auch; Beis wie T1; Beisatz: Zum Begriff der Versicherungsfälle der geminderten Arbeitsfähigkeit gehört auch die Voraussetzung, dass sich der körperliche oder geistige Zustand des Versicherten nach dem Beginn der Erwerbstätigkeit in einem für die Arbeitsfähigkeit wesentlichen Ausmaß verschlechtert hat. (T3)
  • 10 ObS 32/96
    Entscheidungstext OGH 27.02.1996 10 ObS 32/96
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T3; Beisatz: Die für den Anspruch auf eine Pensionsleistung wegen geminderter Arbeitsfähigkeit allgemein aufgestellten Grundsätze sind auch für die Begründung beziehungsweise den Erhalt des Berufsschutzes anzuwenden. (T4)
  • 10 ObS 94/98s
    Entscheidungstext OGH 10.03.1998 10 ObS 94/98s
    Auch; Beis wie T1
  • 10 ObS 46/98g
    Entscheidungstext OGH 14.04.1998 10 ObS 46/98g
    Auch; Beis wie T1
  • 10 ObS 399/98v
    Entscheidungstext OGH 30.03.1999 10 ObS 399/98v
    Auch; Beis wie T1
  • 10 ObS 88/99k
    Entscheidungstext OGH 05.10.1999 10 ObS 88/99k
    Vgl auch; Beis wie T1
  • 10 ObS 294/99d
    Entscheidungstext OGH 09.11.1999 10 ObS 294/99d
    Vgl aber; Beisatz: Konnte der Anmarschweg schon ab Eintritt in das Berufsleben nicht unter den üblichen Bedingungen zurückgelegt werden, so kann dennoch dann, wenn in der Folge in anderen Bereichen die Fähigkeit zur Verrichtung der Arbeitstätigkeit herabsinkt, Berufsunfähigkeit eintreten. (T5)
  • 10 ObS 25/01a
    Entscheidungstext OGH 20.03.2001 10 ObS 25/01a
    Vgl auch; Beis wie T1; Veröff: SZ 74/48
  • 10 ObS 114/01i
    Entscheidungstext OGH 22.05.2001 10 ObS 114/01i
    Vgl auch; Beis wie T3; Beisatz: Der bloße Erwerb von Versicherungszeiten hat noch nicht zwingend das Vorliegen einer Arbeitsfähigkeit unter den üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes zur Voraussetzung, weil eine Tätigkeit von Anfang an auf Kosten der Gesundheit des Versicherten oder nur mit besonderem Entgegenkommen des Dienstgebers verrichtet werden kann. (T6)
  • 10 ObS 141/01k
    Entscheidungstext OGH 12.06.2001 10 ObS 141/01k
    Ähnlich; nur: Anspruch auf eine Berufsfähigkeitspension besteht nur dann, wenn eine Person ursprünglich in der Lage war, eine bestimmte Tätigkeit auszuüben und zufolge einer negativen Veränderung des körperlichen oder geistigen Zustandes außerstande gesetzt wird, nunmehr einer geregelten Beschäftigung, zu der sie früher in der Lage war, nachzugehen. (T7); Beis wie T1; Beis wie T3; Beisatz: Der Versicherungsfall der geminderten Arbeitsfähigkeit bezweckt den Schutz des Versicherten vor den Auswirkungen einer körperlich oder geistig bedingten Herabsetzung seiner Arbeitsfähigkeit. Dieser Versicherungsfall kann nur eintreten, wenn während der versicherten Tätigkeit Arbeitsfähigkeit bestanden hat. Gegen dieses Ergebnis bestehen keine verfassungsrechtlichen Bedenken. (T8); Beisatz: Hier: Invaliditätspension. (T9)
  • 10 ObS 342/01v
    Entscheidungstext OGH 15.01.2002 10 ObS 342/01v
    Vgl auch; nur T7; Beis wie T3
  • 10 ObS 163/02x
    Entscheidungstext OGH 28.05.2002 10 ObS 163/02x
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T3; Beisatz: Wenn eingebrachte Behinderungen bestehen, haben diese daher bei Prüfung eines Pensionsanspruches wegen geminderter Arbeitsfähigkeit außer Betracht zu bleiben und es ist nur zu untersuchen, ob sich außerhalb dieser eingebrachten Behinderung eine Änderung ergeben hat, die zu einem Herabsinken der Arbeitsfähigkeit geführt hat (SSV-NF 13/130 ua). (T10)
  • 10 ObS 282/02x
    Entscheidungstext OGH 17.09.2002 10 ObS 282/02x
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T9; Beisatz: Es ist nicht erforderlich, dass eine beim Eintritt in das Versicherungsverhältnis schon geminderte Arbeitsfähigkeit auf die Hälfte des in diesem Zeitpunkt bestehenden Umfangs herabsinkt. (T11)
  • 10 ObS 334/02v
    Entscheidungstext OGH 14.01.2003 10 ObS 334/02v
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T8
  • 10 ObS 249/02v
    Entscheidungstext OGH 02.09.2003 10 ObS 249/02v
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T8; Beis wie T9; Beisatz: Der Erwerb besonders vieler Beitragsmonate (hier: 221) scheint dafür zu sprechen, dass der Versicherte in der Lage war, eine verwertbare Arbeitsleistung zu erbringen. (T12)
  • 10 ObS 59/05g
    Entscheidungstext OGH 06.09.2005 10 ObS 59/05g
    Vgl auch; Beisatz: Für die Frage des Zeitpunktes des „Eintrittes in das Berufsleben (Erwerbsleben)" ist auf die erstmalige Aufnahme einer die Pflichtversicherung begründenden Beschäftigung (§ 255 Abs 7 ASVG) abzustellen. (T13)
  • 10 ObS 75/05k
    Entscheidungstext OGH 08.11.2005 10 ObS 75/05k
    Beisatz: Der Eintritt des Versicherungsfalles der Invalidität setzt somit eine Änderung (Verschlechterung) der physischen oder psychischen Leistungsfähigkeit des Versicherten im Laufe seines Erwerbslebens, also seit dem Zeitpunkt des erstmaligen Eintritts in die Pflichtversicherung, voraus. (T14)
  • 10 ObS 107/07v
    Entscheidungstext OGH 11.09.2007 10 ObS 107/07v
    Auch; Beis wie T8
  • 10 ObS 85/08k
    Entscheidungstext OGH 24.07.2008 10 ObS 85/08k
    Auch; Beis ähnlich wie T4; Beisatz: Auch für die Begründung beziehungsweise den Erhalt des Berufsschutzes ist es somit erforderlich, dass der Versicherte, ausgehend von seiner körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit (zum Zeitpunkt der Aufnahme dieser Tätigkeit), vorerst in der Lage gewesen sein muss, die in Frage stehende Tätigkeit zu verrichten, und dass durch eine nachfolgende Entwicklung nach Aufnahme dieser Tätigkeit die ursprüngliche Leistungsfähigkeit so weit verschlechtert wurde, dass nunmehr eine Tätigkeit in dem durch den Berufsschutz begründeten Verweisungsfeld nicht mehr möglich ist. (T15)
  • 10 ObS 64/09y
    Entscheidungstext OGH 16.06.2009 10 ObS 64/09y
    Auch; Beis wie T6; Beis wie T13
  • 10 ObS 165/09a
    Entscheidungstext OGH 24.11.2009 10 ObS 165/09a
    Beis ähnlich wie T8
  • 10 ObS 45/13k
    Entscheidungstext OGH 25.06.2013 10 ObS 45/13k
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T13
  • 10 ObS 114/13g
    Entscheidungstext OGH 22.10.2013 10 ObS 114/13g
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T14; Beisatz: Dies gilt auch auch für Personen, die gemessen an den Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarkts außerstande sind, einer geregelten Beschäftigung nachzugehen, und daher (durchgehend) nur aus Entgegenkommen und mit besonderer Nachsicht des Dienstgebers gegen Entgelt beschäftigt wurden. (T16); Veröff: SZ 2013/100
  • 10 ObS 6/14a
    Entscheidungstext OGH 25.02.2014 10 ObS 6/14a
    nur T7; Beis wie T1; Beis wie T8
  • 10 ObS 93/14w
    Entscheidungstext OGH 25.11.2014 10 ObS 93/14w
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T3; Veröff: SZ 2014/116
  • 10 ObS 13/15g
    Entscheidungstext OGH 24.03.2015 10 ObS 13/15g
    Auch; Beis wie T8; Beis ähnlich wie T14; Beisatz: Kein „Herabsinken der Arbeitsfähigkeit“ durch Verschärfung der Anspruchsvoraussetzungen für die Erlangung von Arbeitslosengeld. (T17)
  • 10 ObS 69/17w
    Entscheidungstext OGH 13.06.2017 10 ObS 69/17w
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T13
  • 10 ObS 44/21z
    Entscheidungstext OGH 29.07.2021 10 ObS 44/21z
    Vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1987:RS0085107

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

16.09.2021

Dokumentnummer

JJR_19871006_OGH0002_010OBS00044_8700000_002

Rechtssatz für 10ObS21/09z Bsw55480/00...

Gericht

OGH, AUSL EGMR

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0124747

Geschäftszahl

10ObS21/09z; Bsw55480/00; Bsw26111/02; Bsw65731/01; 10ObS165/09a; 10ObS157/09z; Bsw26740/02; Bsw57325/00; Bsw13378/05; Bsw15766/03; Bsw42184/05; Bsw26935/05 (Bsw13353/05); Bsw13444/04; Bsw46368/06; Bsw43134/05; Bsw22028/04; Bsw3545/04; Bsw49686/99; 15Os118/11h; 10ObS35/12p; Bsw16149/08; Bsw27996/06 (Bsw34836/06); Bsw42184/05; Bsw30141/04; Bsw18984/02; Bsw37060/06; Bsw30078/06; Bsw6268/08; Bsw2700/10; Bsw5335/05; Bsw37452/02; Bsw56328/07; Bsw31950/06; 9ObA146/12d; 10ObS6/14a; Bsw26266/05; Bsw30078/06; Bsw26828/06; 4Ob115/14m; 10ObS92/14y; Bsw57412/08; Bsw24626/09; Bsw9134/06; Bsw48420/10 (Bsw59842/10, Bsw51671/10, Bsw36516/10); Bsw16574/08; Bsw29617/07; Bsw19010/07; Bsw552/10; Bsw29381/09 (Bsw32684/09); Bsw19391/11; Bsw77/07; Bsw7552/09; Bsw38590/10; Bsw9929/12; Bsw61960/08; Bsw18766/11; Bsw78117/13; Bsw26275/12; 10ObS68/19a; Bsw68453/13; Bsw31039/11; Bsw38590/10; Bsw51362/09; Bsw60367/08; Bsw59752/13; Bsw67667/09; Bsw17484/15

Entscheidungsdatum

12.05.2009

Norm

MRK Art14
AbkSozSi Österreich - Schweiz Art3

Rechtssatz

Art 14 EMRK verbietet nicht jegliche, sondern nur die diskriminierend unterschiedliche Behandlung. Eine Diskriminierung liegt vor, wenn Rechtssubjekte, die sich in ähnlicher Situation befinden, ohne objektive vernünftige Rechtfertigung ungleich behandelt werden - wenn also ein „legitimes Ziel" fehlt - und wenn das Mittel im Hinblick auf das angestrebte Ziel unverhältnismäßig ist.

Entscheidungstexte

  • 10 ObS 21/09z
    Entscheidungstext OGH 12.05.2009 10 ObS 21/09z
    Beisatz: Zweiter Rechtsgang zu 10 ObS 17/02a. (T1)
    Beisatz: Hier: Keine unzulässige Diskriminierung durch Art 3 AbkSozSi Österreich - Schweiz, also eine Vertragsbestimmung, mit der die beiden Vertragsstaaten in einem Übereinkommen über die Soziale Sicherheit als Vertragspartner (allein) das Rechtsverhältnis ihrer Staatsbürger untereinander regeln, ohne Rechte bzw Ansprüche von Drittstaatsangehörigen miteinzubeziehen. (T2)
  • Bsw 55480/00
    Entscheidungstext AUSL EGMR 27.07.2004 Bsw 55480/00
    Veröff: NL 2004,193
  • Bsw 26111/02
    Entscheidungstext AUSL EGMR 12.01.2006 Bsw 26111/02
    Veröff: NL 2006,12
  • Bsw 65731/01
    Entscheidungstext AUSL EGMR 12.04.2006 Bsw 65731/01
    Veröff: NL 2006,90
  • 10 ObS 165/09a
    Entscheidungstext OGH 24.11.2009 10 ObS 165/09a
  • 10 ObS 157/09z
    Entscheidungstext OGH 23.03.2010 10 ObS 157/09z
    Beisatz: Hier: § 153 ASVG. (T3)
  • Bsw 26740/02
    Entscheidungstext AUSL EGMR 31.05.2007 Bsw 26740/02
    Vgl auch; Veröff: NL 2007,131
  • Bsw 57325/00
    Entscheidungstext AUSL EGMR 13.11.2007 Bsw 57325/00
    Beisatz: Wenn die unterschiedliche Behandlung auf Rasse, Hautfarbe oder ethnischer Herkunft beruht, muss der Begriff der objektiven und vernünftigen Rechtfertigung so restriktiv wie möglich ausgelegt werden. (D.H. u.a. gegen Tschechien) (T4)
    Veröff: NL 2007,299
  • Bsw 13378/05
    Entscheidungstext AUSL EGMR 29.04.2008 Bsw 13378/05
    Veröff: NL 2008,105
  • Bsw 15766/03
    Entscheidungstext AUSL EGMR 17.07.2008 Bsw 15766/03
    Vgl; Veröff: NL 2008,216
  • Bsw 42184/05
    Entscheidungstext AUSL EGMR 04.11.2008 Bsw 42184/05
    Veröff: NL 2008,321
  • Bsw 26935/05
    Entscheidungstext AUSL EGMR 05.03.2009 Bsw 26935/05
    Veröff: NL 2009,72
  • Bsw 13444/04
    Entscheidungstext AUSL EGMR 30.04.2009 Bsw 13444/04
    Beisatz: Damit eine Maßnahme notwendig und verhältnismäßig ist, darf es keine gelinderen Mittel zur Erreichung des angestrebten Ziels geben. (Glor gegen die Schweiz) (T5)
    Veröff: NL 2009,111
  • Bsw 46368/06
    Entscheidungstext AUSL EGMR 09.07.2009 Bsw 46368/06
    Beisatz: Nur sehr ernsthafte Erwägungen können eine unterschiedliche Behandlung rechtfertigen, die ausschließlich auf dem Kriterium der Nationalität beruht. (Zeibek gegen Griechenland) (T6)
    Veröff: NL 2009,209
  • Bsw 43134/05
    Entscheidungstext AUSL EGMR 01.12.2009 Bsw 43134/05
    Auch; Veröff: NL 2009,342
  • Bsw 22028/04
    Entscheidungstext AUSL EGMR 03.12.2009 Bsw 22028/04
    nur: Art 14 EMRK verbietet nicht jegliche, sondern nur die diskriminierend unterschiedliche Behandlung. Eine Diskriminierung liegt vor, wenn Rechtssubjekte, die sich in ähnlicher Situation befinden, ohne objektive vernünftige Rechtfertigung ungleich behandelt werden. (T7)
    Veröff: NL 2009,348
  • Bsw 3545/04
    Entscheidungstext AUSL EGMR 28.05.2009 Bsw 3545/04
    nur: Eine Diskriminierung liegt vor, wenn Rechtssubjekte, die sich in ähnlicher Situation befinden, ohne objektive vernünftige Rechtfertigung ungleich behandelt werden - wenn also ein „legitimes Ziel“ fehlt - und wenn das Mittel im Hinblick auf das angestrebte Ziel unverhältnismäßig ist. (T8)
    Veröff: NL 2009,143
  • Bsw 49686/99
    Entscheidungstext AUSL EGMR 12.03.2009 Bsw 49686/99
    Veröff: NL 2009,86
  • 15 Os 118/11h
    Entscheidungstext OGH 29.02.2012 15 Os 118/11h
    Auch; nur T7
  • 10 ObS 35/12p
    Entscheidungstext OGH 12.04.2012 10 ObS 35/12p
    Auch; Beisatz: Hier: Unterschiedliches Pensionsantrittsalter von Frauen und Männern. (T9)
  • Bsw 16149/08
    Entscheidungstext AUSL EGMR 12.01.2010 Bsw 16149/08
    nur T8; Veröff: NL 2010,4
  • Bsw 27996/06
    Entscheidungstext AUSL EGMR 22.12.2009 Bsw 27996/06
    nur T8; Beis wie T4; Veröff: NL 2010,10
  • Bsw 42184/05
    Entscheidungstext AUSL EGMR 16.03.2010 Bsw 42184/05
    Auch; Beis: Personen, die außerhalb ihres Heimatstaats in Ländern leben, die mit diesem kein auf Gegenseitigkeit beruhendes Abkommen zwecks Inflationsanpassung ihrer Pension geschlossen haben, befinden sich nicht in einer vergleichbaren Situation wie Einwohner des Heimatstaats oder von Ländern, die Partei des Abkommens sind. In Anbetracht dessen, dass das Pensionssystem in erster Linie auf die Bedürfnisse von im Heimatland lebenden Personen zugeschnitten ist, kann ein wirklicher Vergleich mit der Situation von Pensionsbeziehern, die sich anderswo aufhalten, wegen der ökonomischen und sozialen Variablen, die von Land zu Land unterschiedlich sind, schwerlich gezogen werden. (Carson u.a. gg. das Vereinigte Königreich [GK]) (T10)
    Veröff: NL 2010,93
  • Bsw 30141/04
    Entscheidungstext AUSL EGMR 24.06.2010 Bsw 30141/04
    nur T7; Beisatz: Eine unterschiedliche Behandlung aufgrund der sexuellen Orientierung muss, genau wie jene aufgrund des Geschlechts, durch besonders schwerwiegende Gründe gerechtfertigt werden. (Schalk und Kopf gg. Österreich) (T11)
    Veröff: NL 2010,185
  • Bsw 18984/02
    Entscheidungstext AUSL EGMR 22.07.2010 Bsw 18984/02
    nur T7; Beis wie T11; Beisatz: Hier: Ausschluss gleichgeschlechtlicher Lebenspartner von der Mitversicherung. (P. B. und J. S. gg. Österreich) (T12)
    Veröff: NL 2010,240
  • Bsw 37060/06
    Entscheidungstext AUSL EGMR 28.09.2010 Bsw 37060/06
    Vgl auch; Beis wie T11; Veröff: NL 2010,300
  • Bsw 30078/06
    Entscheidungstext AUSL EGMR 07.10.2010 Bsw 30078/06
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Unterschiedliche Behandlung von Soldaten im Vergleich zu Soldatinnen beim Recht auf Elternkarenz. (Konstantin Markin gg. Russland) (T13)
    Veröff: NL 2010,304
  • Bsw 6268/08
    Entscheidungstext AUSL EGMR 17.02.2011 Bsw 6268/08
    Auch; Veröff: NL 2011,39
  • Bsw 2700/10
    Entscheidungstext AUSL EGMR 10.03.2011 Bsw 2700/10
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Unterschiedliche Behandlung von HIV-infizierten Personen bei der Erteilung von Aufenthaltstiteln. (Kiyutin gg. Russland) (T14)
    Veröff: NL 2011,75
  • Bsw 5335/05
    Entscheidungstext AUSL EGMR 21.06.2011 Bsw 5335/05
    Vgl auch; Veröff: NL 2011,162
  • Bsw 37452/02
    Entscheidungstext AUSL EGMR 07.07.2011 Bsw 37452/02
    Beisatz: Hier: Unterschiedliche pensionsrechtliche Behandlung von arbeitenden Strafgefangenen im Vergleich zu sonstigen Arbeitnehmern. (Stummer gg. Österreich) (T15)
    Veröff: NL 2011,215
  • Bsw 56328/07
    Entscheidungstext AUSL EGMR 27.09.2011 Bsw 56328/07
    Beisatz: Hier: Auf dem Aufenthaltsstatus beruhende unterschiedliche Behandlung beim Zugang zu Sozialwohnungen. (Bah gg. das Vereinigte Königreich) (T16)
    Veröff: NL 2011,288
  • Bsw 31950/06
    Entscheidungstext AUSL EGMR 18.10.2011 Bsw 31950/06
    Beisatz: Rechtsanwälte befinden sich in Hinblick auf die Verpflichtung zur Übernahme von Sachwalterschaften nicht in einer ähnlichen Situation wie Angehörige anderer juristischer Berufsgruppen. (Graziani-Weiss gg. Österreich) (T17)
    Veröff: NL 2011,303
  • 9 ObA 146/12d
    Entscheidungstext OGH 19.03.2013 9 ObA 146/12d
    Auch
  • 10 ObS 6/14a
    Entscheidungstext OGH 25.02.2014 10 ObS 6/14a
    Beisatz: § 255 Abs 7 ASVG nicht gleichheitswidrig. (T18)
  • Bsw 26266/05
    Entscheidungstext AUSL EGMR 13.03.2012 Bsw 26266/05
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Keine Anrechnung von im Ausland verbrachten Versicherungszeiten für Opfer von NS-Verfolgung. (Raviv gg. Österreich) (T19)
    Veröff: NL 2012,75
  • Bsw 30078/06
    Entscheidungstext AUSL EGMR 22.03.2012 Bsw 30078/06
    Vgl auch; Beis wie T13; Veröff: NL 2012,92
  • Bsw 26828/06
    Entscheidungstext AUSL EGMR 26.06.2012 Bsw 26828/06
    Beisatz: hier: Versäumnis der Regelung der Situation der „Ausradierten“ (Kuric u.a. gg. Slowenien [GK]) (T20)
    Veröff: NL 2012,198
  • 4 Ob 115/14m
    Entscheidungstext OGH 17.09.2014 4 Ob 115/14m
    Vgl auch
  • 10 ObS 92/14y
    Entscheidungstext OGH 30.09.2014 10 ObS 92/14y
    Beisatz: Hier: § 208 Satz 2 ASVG. (T21)



  • Bsw 57412/08
    Entscheidungstext AUSL EGMR 04.10.2012 Bsw 57412/08
    Veröff: NL 2012,326
  • Bsw 24626/09
    Entscheidungstext AUSL EGMR 09.10.2012 Bsw 24626/09
    Auch; Beisatz: Behauptet ein Strafgefangener, nur wegen seiner sexuellen Orientierung in Isolationshaft genommen worden zu sein, müssen die Behörden alle möglichen Maßnahmen ergreifen, um ausfindig zu machen, ob eine diskriminierende Grundhaltung beim gänzlichen Ausschluss des Gefangenen von der Häftlingsgemeinschaft eine Rolle gespielt hat oder nicht. (X. gg. die Türkei) (T22)
    Veröff: NL 2012,329
  • Bsw 9134/06
    Entscheidungstext AUSL EGMR 08.01.2013 Bsw 9134/06
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Personen, deren Kinder im Ausland leben, befinden sich in Hinblick auf den Bezug von Familienbeihilfe nicht in einer vergleichbaren Situation mit Personen, die Familienbeihilfe für in Österreich lebende Kinder beantragen. (Efe gg. Österreich) (T23)
    Veröff: NL 2013,9
  • Bsw 48420/10
    Entscheidungstext AUSL EGMR 15.01.2013 Bsw 48420/10
    Vgl auch; Beis wie T11; Beisatz: Gleichgeschlechtliche Paare befinden sich gegenüber heterosexuellen Paaren in einer ähnlichen Situation, wenn es um die rechtliche Anerkennung und den Schutz ihrer Beziehung geht. (Eweida u.a. gg. das Vereinigte Königreich) (T24)
    Veröff: NL 2013,23
  • Bsw 16574/08
    Entscheidungstext AUSL EGMR 07.02.2013 Bsw 16574/08
    Vgl auch; Beisatz: Es müssen sehr gewichtige Gründe geltend gemacht werden, damit eine Unterscheidung aufgrund außerehelicher Geburt als mit der MRK vereinbar erachtet werden kann. (Fabris gg. Frankreich) (T25)
    Veröff: NL 2013,37
  • Bsw 29617/07
    Entscheidungstext AUSL EGMR 12.02.2013 Bsw 29617/07
    nur T7; Beisatz: Eine unterschiedliche Behandlung beim Besuchsrecht für das eigene Kind, die ausschließlich auf der Religion des Elternteils beruht, ist nicht akzeptabel. (Vojnity gg. Ungarn) (T26)
    Veröff: NL 2013,40
  • Bsw 19010/07
    Entscheidungstext AUSL EGMR 19.02.2013 Bsw 19010/07
    Vgl auch; Beis wie T11; Beisatz: Der Schutz der traditionellen Familie ist – wie auch der Schutz des Kindeswohls – grundsätzlich ein gewichtiger und legitimer Grund, der eine Ungleichbehandlung rechtfertigen kann. (X. u.a. gg. Österreich) (T27)
    Veröff: NL 2013,46
  • Bsw 552/10
    Entscheidungstext AUSL EGMR 03.10.2013 Bsw 552/10
    Auch; Beisatz: Hier: Beendigung des Arbeitsverhältnisses einer HIV-positiven Person auf Druck der Arbeitskollegen. (I. B. gg. Griechenland) (T28)
    Veröff: NL 2013,334
  • Bsw 29381/09
    Entscheidungstext AUSL EGMR 07.11.2013 Bsw 29381/09
    Vgl auch; Beis wie T11; Beis wie T24; Beis wie T27
    Veröff: NL 2013,399
  • Bsw 19391/11
    Entscheidungstext AUSL EGMR 14.11.2013 Bsw 19391/11
    Vgl; Beisatz: Hier: Unterschiedliche Behandlung einer Adoptivmutter gegenüber leiblichen Müttern bei der Elternkarenz. (Topcic-Rosenberg gg. Kroatien) (T29)
    Veröff: NL 2013,417
  • Bsw 77/07
    Entscheidungstext AUSL EGMR 07.01.2014 Bsw 77/07
    Auch; Beisatz: Hier: Diskriminierung aufgrund des Geschlechts durch die Unmöglichkeit eines verheirateten Paares, ihren Kindern bei der Geburt den Nachnamen der Mutter zu geben. (Cusan und Fazzo gg. Italien) (T30)
    Veröff: NL 2014,54
  • Bsw 7552/09
    Entscheidungstext AUSL EGMR 04.03.2014 Bsw 7552/09
    Auch; Beisatz: Hier: Keine Diskriminierung durch Verweigerung einer steuerlichen Begünstigung für religiöses Gebäude, weil dieses nicht öffentlich zugänglich war. (The Church of Jesus Christ of Latter-Day Saints gg. das Vereinigte Königreich) (T31)
    Veröff: NL 2014,144
  • Bsw 38590/10
    Entscheidungstext AUSL EGMR 25.03.2014 Bsw 38590/10
    Auch; Beisatz: Hier: Keine Diskriminierung durch Benachteiligung von Staatsbürgern, die erst seit weniger als 28 Jahren die Staatsbürgerschaft besitzen, beim Familiennachzug. (Biao gg. Dänemark) (T32)
    Veröff: NL 2014,150
  • Bsw 9929/12
    Entscheidungstext AUSL EGMR 27.05.2014 Bsw 9929/12
    Auch; Veröff: NL 2014,233
  • Bsw 61960/08
    Entscheidungstext AUSL EGMR 02.12.2014 Bsw 61960/08
    Auch; Beisatz: Hier: Keine Rechtfertigung der unterschiedlichen Behandlung beim Zugang zum Posten eines Sicherheitsbeamten / einer Sicherheitsbeamtin einer staatlichen Elektrizitätsgesellschaft durch mit der Berufsausübung verbundene Risiken. (Emel Boyraz gg. die Türkei) (T33)
    Veröff: NL 2014,520
  • Bsw 18766/11
    Entscheidungstext AUSL EGMR 21.07.2015 Bsw 18766/11
    Vgl auch; Beis wie T24; Veröff: NL 2015,338
  • Bsw 78117/13
    Entscheidungstext AUSL EGMR 15.12.2015 Bsw 78117/13
    Beisatz: Hier: Keine Rechtfertigung der unterschiedlichen Behandlung von öffentlich Bediensteten im Vergleich zu Bediensteten der Privatwirtschaft bei Aussetzung der Alterspension wegen Aufnahme einer Beschäftigung. (Fabian gg. Ungarn) (T34)
    Veröff: NL 2015,546
  • Bsw 26275/12
    Entscheidungstext AUSL EGMR 17.11.2015 Bsw 26275/12
    Veröff: NL 2015,550
  • 10 ObS 68/19a
    Entscheidungstext OGH 25.06.2019 10 ObS 68/19a
  • Bsw 68453/13
    Entscheidungstext AUSL EGMR 23.02.2016 Bsw 68453/13
    Beis wie T11; Veröff: NL 2016,159
  • Bsw 31039/11
    Entscheidungstext AUSL EGMR 15.03.2016 Bsw 31039/11
    Auch; Veröff: NL 2016,162
  • Bsw 38590/10
    Entscheidungstext AUSL EGMR 24.05.2016 Bsw 38590/10
    Auch; Beis wie T32; Beisatz: Voreingenommene Annahmen oder vorherrschende gesellschaftliche Vorurteile in einem bestimmten Land können generell keine ausreichende Rechtfertigung für eine unterschiedliche Behandlung aufgrund des Geschlechts oder der ethnischen Herkunft darstellen. (Biao gg. Dänemark [GK]) (T35)
    Veröff: NL 2016,276
  • Bsw 51362/09
    Entscheidungstext AUSL EGMR 30.06.2016 Bsw 51362/09
    Auch; Beis wie T11; Beis wie T27
    Beisatz: Hier: Nicht gerechtfertigte Gleichbehandlung von unverheirateten homosexuellen und heterosexuellen Paaren im Hinblick auf die Familienzusammenführung, obwohl homosexuellen Paaren die Eheschließung nicht offenstand. (Taddeucci und McCall gg. Italien). (T36)
  • Bsw 60367/08
    Entscheidungstext AUSL EGMR 24.01.2017 Bsw 60367/08
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Ungleichbehandlung aufgrund des Geschlechts im Hinblick auf Möglichkeit der Verhängung lebenslanger Haft. (Khamtokhu und Aksenchik gg. Russland [GK]) (T37); Veröff: NL 2017,54
  • Bsw 59752/13
    Entscheidungstext AUSL EGMR 23.03.2017 Bsw 59752/13
    Vgl auch; Beis wie T25; Veröff: NL 2017,166
  • Bsw 67667/09
    Entscheidungstext AUSL EGMR 20.06.2017 Bsw 67667/09
    Auch; Beisatz: Eine Voreingenommenheit von Seiten einer heterosexuellen Mehrheit gegenüber einer homosexuellen Minderheit kann ebensowenig wie eine Berufung auf Traditionen oder allgemeinen Annahmen in einem speziellen Land als ausreichende Rechtfertigung für eine unterschiedliche Behandlung aufgrund der sexuellen Orientierung angesehen werden. (Bayev u.a. gg. Russland) (T38)
    Beisatz: Unterschiede, die alleine auf der sexuellen Orientierung beruhen, können unter der MRK nicht akzeptiert werden. (T39); Veröff: NL 2017,10
  • Bsw 17484/15
    Entscheidungstext AUSL EGMR 25.07.2017 Bsw 17484/15

Schlagworte

*CH*

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2009:RS0124747

Im RIS seit

11.06.2009

Zuletzt aktualisiert am

07.09.2021

Dokumentnummer

JJR_20090512_OGH0002_010OBS00021_09Z0000_001

Entscheidungstext 10ObS165/09a

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Fundstelle

ARD 6057/11/2010 = DRdA 2010,254 = infas 2010,110/S26 - infas 2010 S26 = RdW 2010/393 S 359 - RdW 2010,359 = SSV-NF 23/87

Geschäftszahl

10ObS165/09a

Entscheidungsdatum

24.11.2009

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht in Arbeits- und Sozialrechtssachen durch den Senatspräsidenten Dr. Schinko als Vorsitzenden, die Hofräte Dr. Fellinger und Dr. Hoch sowie die fachkundigen Laienrichter Dr. Thomas Neumann (aus dem Kreis der Arbeitgeber) und Mag. Johann Ellersdorfer (aus dem Kreis der Arbeitnehmer) als weitere Richter in der Sozialrechtssache der klagenden Partei Johann G*****, vertreten durch Dr. Ruth Hütthaler-Brandauer, Rechtsanwältin in Wien, gegen die beklagte Partei Pensionsversicherungsanstalt, Friedrich-Hillegeist Straße 1, 1021 Wien, wegen Berufsunfähigkeitspension über die außerordentliche Revision der klagenden Partei gegen das Urteil des Oberlandesgerichts Wien als Berufungsgericht in Arbeits- und Sozialrechtssachen vom 24. Juli 2009, GZ 7 Rs 28/09b-14, den

Beschluss

gefasst:

Spruch

Die außerordentliche Revision wird gemäß § 508a Abs 2 ZPO mangels der Voraussetzungen des § 502 Abs 1 ZPO zurückgewiesen.

Text

Begründung:

Der am 8. 8. 1961 geborene Kläger hat im Jahr 1983 einen Arbeitsunfall (Verkehrsunfall) erlitten und ist seither querschnittsgelähmt. Seit 1. 8. 1984 gewährt ihm die beklagte Partei eine unbefristete Berufsunfähigkeitspension (von 506 EUR brutto monatlich). Im Zeitpunkt der diesbezüglichen Antragstellung war ihm weder die Tätigkeit als Filialleiter noch eine Angestelltentätigkeit oder eine Tätigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt möglich. Sein Zustand hat sich seit dem Jahr 1984 nicht nennenswert verbessert. Aufgrund der besonderen, nicht allgemein üblichen Rücksichtnahme seiner Dienstgeberin (es handelte sich dabei um einen Einzelfall, dessen nähere Umstände detailliert festgestellt wurden) war er jedoch trotz seiner Behinderungen in der Lage, am 19. 11. 1984 seine Berufstätigkeit wieder aufzunehmen und bis zum 2. 7. 2007 auszuüben.

Am 31. 10. 2007 beantragte er die „Neuberechnung" seiner Berufsunfähigkeitspension, weil ihm nunmehr - aufgrund einer weiteren Verschlechterung seines Gesundheitszustands - die Ausübung einer Erwerbstätigkeit auch an behindertengerechten Arbeitsplätzen und mit Entgegenkommen des Dienstgebers nicht mehr möglich sei.

Mit Bescheid vom 6. 12. 2007 lehnte die beklagte Partei diesen Antrag ab. Der Kläger sei auch in der seit 1. 8. 1984 ausgeübten Tätigkeit als berufsunfähig anzusehen. Daher sei aufgrund dieser Erwerbstätigkeit während des Pensionsbezugs kein neuer Versicherungsfall gemäß § 271 Abs 3 iVm § 254 Abs 4 letzter Satz ASVG eingetreten.

Die dagegen erhobene, auf Gewährung „einer Berufsunfähigkeitspension aufgrund des Antrags vom 31. 10. 2007 im gesetzlichen Ausmaß" gerichtete Klage wiesen die Vorinstanzen ab. Gemäß Art VIII Abs 9 der 37. Nov zum ASVG idF der 41. Nov zum ASVG gelte § 254 ASVG auch für Bezieher der Berufsunfähigkeitspension, ohne dass ihnen Maßnahmen der Rehabilitation gewährt wurden, sofern der Versicherte während des Anspruchs auf diese Pension mindestens 36 Beitragsmonate der Pflichtversicherung durch eine Erwerbstätigkeit erworben habe und seine Arbeitsfähigkeit in dem von ihm nach dem Anfall dieser Pension ausgeübten Beruf infolge seines körperlichen oder geistigen Zustands auf weniger als die Hälfte desjenigen eines körperlich oder geistig gesunden Versicherten herabgesunken sei. Die Anwendung des § 254 Abs 4 ASVG setze aber voraus, dass der Versicherte nach Eintritt der Berufsunfähigkeit eine Erwerbstätigkeit ausgeübt habe, in der er nicht berufsunfähig sei. Dies treffe auf den Kläger nicht zu: Da er seit 1984 seine Erwerbstätigkeit nur mit besonderem Entgegenkommen des Dienstgebers ausgeübt habe und als berufsunfähig anzusehen sei, komme § 271 Abs 3 ASVG iVm § 254 Abs 4 letzter Satz ASVG nicht zur Anwendung. Der Kläger könne aber die Gewährung einer neuen Berufsunfähigkeitspension (nicht ihrer Neuberechnung) beantragen, wobei die „geleisteten Versicherungszeiten" zu berücksichtigen wären und gemäß „§ 11 Abs 2 ASVG" (gemeint: § 100 Abs 2 ASVG) im Zuerkennungsfall die bisher bezogene Leistung erlöschen würde. Bedenken, die eine Befassung des Verfassungs- bzw des Europäischen Gerichtshofs rechtfertigen würden, oder Rechtsfragen von der in § 2 ASGG, § 502 Abs 1 ZPO genannten Qualität lägen nicht vor.

Rechtliche Beurteilung

Dagegen richtet sich die außerordentliche Revision des Klägers die als Rechtsfrage von erheblicher Bedeutung Folgendes geltend macht:

Der Kläger habe 23 Jahre lang Beiträge in die staatliche Pensionsversicherung eingezahlt, in der Erwartung, aus dieser nach Aufgabe seiner Dienstnehmertätigkeit eine Gegenleistung zu erhalten. Aufgrund der Tatsache, dass die beklagte Partei ihn nie als berufsfähig angesehen habe, seien dies „unnütz investierte Beträge" gewesen. Daher stelle sich die Frage der Verfassungsmäßigkeit. Der Kläger sei in seinem verfassungsmäßig gewährleisteten Recht auf Gleichbehandlung gemäß Art 7 B-VG verletzt, weil allein die Tatsache, dass er gewisse Freiheiten hatte (wie zB den WC-Besuch zu Hause), es nicht rechtfertige, daraus eine sachlich begründbare Differenzierung abzuleiten, wonach er - trotz geleisteter Beiträge - im Gegensatz zu anderen, nicht behinderten Personen, die ebenso Versicherungsbeiträge leisteten, keine Gegenleistung in Form einer höheren Berufsunfähigkeitspension erhalte. Außerdem sei er in seinem verfassungsmäßig gewährleisteten Recht auf Eigentumsschutz gemäß Art 5 StGG und Art 1 1. ZPEMRK verletzt, weil seinem Pensionsanspruch eine Leistung gegenüber stehe, nämlich die von 1984 bis 2007 geleisteten Pensionsbeiträge. Dem Berufungsgericht sei ein weiterer wesentlicher Irrtum unterlaufen, der eine Rechtsfrage von erheblicher Bedeutung darstelle, wenn es ausführe, dass der Kläger die Möglichkeit habe, die Gewährung einer neuen Berufsunfähigkeitspension (nicht aber ihrer Neuberechnung) zu beantragen. Da der Kläger mit der vorliegenden Klage genau jene Berufungsunfähigkeitspension begehre, die ihm aufgrund seines Antrags vom 31. 10. 2007 im gesetzlichen Ausmaß zustehe, sei diese Rechtsansicht „sehr verwunderlich und widersprüchlich zum restlichen Urteil", bestätige doch das Berufungsgericht gleichzeitig die Klagsabweisung durch das Erstgericht.

Im vorliegenden Fall zieht der Kläger die Verfassungsmäßigkeit konkreter Bestimmungen des ASVG, nach denen sein Antrag auf „Neuberechnung der Invaliditätspension" abgelehnt wurde, gar nicht in Zweifel. Er beruft sich vielmehr - ganz allgemein - auf den Umstand, dass die an die staatliche Pensionsversicherung - in der Erwartung einer Gegenleistung - eingezahlten Beiträge (für 23 Jahre), „unnütz investierte Beträge" seien, weil ihn die beklagte Partei nie als berufsfähig angesehen habe. Dies verstoße gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz nach Art 7 B-VG, weil die Differenzierung zu seinen Lasten diskriminierend sei; er werde gemäß Art 5 StGG und Art 1 1. ZPEMRK in seinem - auch für den Pensionsanspruch geltenden - verfassungsmäßig gewährleisteten Recht auf Eigentumsschutz verletzt.

Dem ist Folgendes zu erwidern:

Der Senat hat zum Diskriminierungsverbot des Art 14 EMRK - nach Vorliegen des Erkenntnisses des Verfassungsgerichtshofs G 363/97 ua (zur Qualifikation des Anspruchs auf eine sozialversicherungsrechtliche Leistung als vermögenswertes Recht im Sinn des Art 1 1. ZPEMRK) - bereits wiederholt darauf hingewiesen (10 ObS 54/07z = SSV-NF 21/35 mwN),

dass der Verfassungsgerichtshof in seinem zitierten Erkenntnis weiter ausgeführt habe, dass es dem Gesetzgeber durch Art 14 EMRK keineswegs verwehrt sei, Voraussetzungen für den Erwerb oder den Umfang der Leistungsansprüche zu normieren und dabei nach sachlichen Kriterien zu differenzieren. Eine unterschiedliche Behandlung werde nach übereinstimmender Ansicht des Verfassungsgerichtshofs und des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (vgl dazu ÖJZ 1996/37, 955 [MRK]) nur dann als diskriminierend im Sinn des Art 14 EMRK erachtet, wenn für sie „keine objektive und vernünftige Rechtfertigung erkennbar ist", dh, wenn sie kein „berechtigtes Ziel" verfolge oder wenn keine „vernünftige Verhältnismäßigkeitsbeziehung zwischen den eingesetzten Mitteln und dem verfolgten Ziel" bestehe. Außerdem verfügten die Vertragsstaaten über einen bestimmten Ermessensspielraum bei der Beurteilung, ob und in welchem Ausmaß Unterscheidungen in sonst ähnlichen Situationen eine unterschiedliche Behandlung rechtfertigten (vgl SSV-NF 14/96 mwN; 10 ObS 347/01d; idS auch 10 ObS 34/06g = SSV-NF 20/21).

(Selbst) Art 14 EMRK verbietet somit nicht jegliche, sondern nur die diskriminierend unterschiedliche Behandlung. Eine Diskriminierung liegt vor, wenn Rechtssubjekte, die sich in ähnlicher Situation befinden, ohne objektive vernünftige Rechtfertigung ungleich behandelt werden - wenn also ein „legitimes Ziel" fehlt - und wenn das Mittel im Hinblick auf das angestrebte Ziel unverhältnismäßig ist (Mayer, B-VG4 [2007] Art 14 MRK I.1.; RIS-Justiz RS0124747; vgl auch 10 ObS 21/09z).

Dass diese Voraussetzungen hier erfüllt wären, wird in der außerordentlichen Revision, die sich allein auf das bereits zitierte Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofs („im Anschluss an den EGMR, Gaygusuz, ÖJZ 1996, 955") beruft, aber nicht behauptet:

Der Kläger erachtet sich dadurch beschwert, dass er trotz geleisteter Beiträge im Gegensatz zu anderen, nicht behinderten Personen, die ebenso Versicherungsbeiträge leisteten, keine Gegenleistung in Form einer höheren Berufsunfähigkeitspension erhalte.

Beim Versicherungsfall der geminderten Arbeitsfähigkeit (aus diesem Versicherungsfall ist gemäß § 222 Abs 1 Z 2 lit b ASVG bei Berufsunfähigkeit die Berufsunfähigkeitspension aus der Pensionsversicherung der Angestellten zu gewähren) wird ganz allgemein nur das Risiko einer körperlich oder geistig bedingten Leistungsminderung ausgeglichen, die beim Kläger trotz Wiederaufnahme seiner Tätigkeit gar nicht (mehr) eintreten konnte, weil er weiterhin berufsunfähig war.

Demgemäß kann ein im Wesentlichen unveränderter körperlicher oder geistiger Zustand bei Leistungen aus den Versicherungsfällen geminderter Arbeitsfähigkeit nicht zum Eintritt des Versicherungsfalls führen. Mangels Eintritts eines (neuen) Versicherungsfalls (für dessen Feststellung § 223 Abs 1 Z 2 lit a ASVG entsprechend anzuwenden wäre, wobei der bisherige Anspruch auf Invaliditätspension gemäß § 100 Abs 2 ASVG erlöschen würde [Teschner/Widlar/Pöltner, ASVG, 95. Erg.-Lfg., 1298/33, § 254 Anm 6 aE]) hat der Kläger - entgegen der Ansicht des Berufungsgerichts - auch nicht die Möglichkeit, die Gewährung einer „neuen Berufsunfähigkeitspension" zu beantragen. Wird somit eine Person, die - gemessen an den Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarkts - außerstande ist, einer geregelten Beschäftigung nachzugehen, aus Entgegenkommen und mit besonderer Nachsicht des Dienstgebers gegen Entgelt beschäftigt, so wird sie zweifellos in die Pflichtversicherung einbezogen. Neben sonstigen sozialversicherungsrechtlichen Ansprüchen werden bei entsprechend langer Beschäftigung hieraus auch Pensionsansprüche aus dem Versicherungsfall des Alters resultieren. Der Versicherungsfall der geminderten Arbeitsfähigkeit hat jedoch - abgesehen vom Fall einer originären Minderung der Arbeitsfähigkeit iSd § 255 Abs 7 ASVG - zur Voraussetzung, dass eine zuvor bestandene Arbeitsfähigkeit, die zumindest die Hälfte der eines körperlich und geistig gesunden Versicherten erreicht haben muss, durch nachfolgende Entwicklungen beeinträchtigt wurde (vgl 10 ObS 44/87 = SSV-NF 1/33).

Eine unterschiedliche Behandlung des Klägers im Vergleich zu anderen Personen, die Pensionsbeiträge einzahlen, erfolgt dabei jedoch nicht; auch sie können nämlich nur unter der Voraussetzung, dass sich der körperliche oder geistige Zustand in einem für die Arbeitsfähigkeit wesentlichen Ausmaß verschlechtert, Leistungen aus den Versicherungsfällen geminderter Arbeitsfähigkeit beanspruchen. Ein Anspruch auf eine Invaliditäts- bzw Berufsunfähigkeitspension besteht nämlich nur dann, wenn eine Person ursprünglich in der Lage war, eine bestimmte Tätigkeit auszuüben und zufolge einer negativen Veränderung des körperlichen oder geistigen Zustandes außerstande gesetzt wird, nunmehr einer geregelten Beschäftigung, zu der sie früher in der Lage war, nachzugehen (RIS-Justiz RS0084829; RS008510710 ObS 34/06g = SSV-NF 20/21 mwN).

Dem Gesetzgeber ist es aber durch Art 14 EMRK - wie bereits ausgeführt - nicht verwehrt, Voraussetzungen für den Erwerb oder den Umfang der Leistungsansprüche zu normieren und dabei nach sachlichen Kriterien zu differenzieren (VfSlg 15.129), wobei die Entscheidung des Gesetzgebers, beim Versicherungsfall der geminderten Arbeitsfähigkeit nur das Risiko einer körperlich oder geistig bedingten Leistungsminderung auszugleichen, jedenfalls sachlich gerechtfertigt erscheint. Daher liegt entgegen der Ansicht des Klägers eine verbotene Diskriminierung nach Art 14 EMRK nicht vor (vgl auch 10 ObS 34/06g = SSV-NF 20/21 [wonach mangelnde Kenntnisse der deutschen Sprache nicht im Risikobereich der Pensionsversicherung liegen]). Gegen dieses Ergebnis bestehen aber auch insofern keine verfassungsrechtlichen Bedenken, als nach der ständigen Rechtsprechung des Verfassungsgerichtshofs (vgl G 392, 398, 399/96 = VfSlg 14.802 ua) in der gesetzlichen Sozialversicherung nicht der Grundsatz der Äquivalenz von Beitragsleistung und Versicherungsleistung gilt, sondern auch in Kauf genommen werden muss, dass es in machen Fällen trotz Leistung von Pflichtbeiträgen (vorerst) zu keiner Versicherungsleistung kommt. Aus dieser Rechtsprechung folgerte der Verfassungsgerichtshof weiters, dass der Gesetzgeber auch nicht von Verfassungs wegen gehalten wäre, in solchen Fällen Beiträge zurückzuerstatten (vgl auch 10 ObS 2427/96a = DRdA 1998/14, 131 [Enzlberger] ua).

Da sich somit die vom Revisionswerber weiterhin vorgebrachten verfassungsrechtlichen Bedenken als nicht berechtigt erweisen, wird keine Rechtsfrage im Sinn des § 502 Abs 1 ZPO aufgezeigt.

Die außerordentliche Revision des Klägers ist daher mangels erheblicher Rechtsfragen zurückzuweisen.

Einer weiteren Begründung bedarf dieser Beschluss nicht (§ 510 Abs 3 ZPO).

Textnummer

E92607

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2009:010OBS00165.09A.1124.000

Im RIS seit

24.12.2009

Zuletzt aktualisiert am

21.03.2011

Dokumentnummer

JJT_20091124_OGH0002_010OBS00165_09A0000_000