Rechtssatz für 6Ob51/74 1Ob534/80 7Ob5...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0037127

Geschäftszahl

6Ob51/74; 1Ob534/80; 7Ob525/81; 1Ob31/82; 1Ob766/82; 8Ob671/88; 6Ob521/90; 7Ob642/94; 1Ob188/01f; 1Ob42/02m; 6Ob149/03k; 4Ob157/09f; 4Ob36/13t

Entscheidungsdatum

18.06.2013

Norm

ZPO §182
  1. ZPO § 182 heute
  2. ZPO § 182 gültig ab 01.01.1998 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 140/1997
  3. ZPO § 182 gültig von 01.05.1983 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 135/1983

Rechtssatz

Die Anleitungspflicht des Richters geht gegenüber anwaltlich vertretenen Parteien keineswegs so weit, dass der Rechtsanwalt aufzufordern wäre, ein Sachvorbringen in einer bestimmten Richtung zu erstatten und hiefür Beweise anzubieten.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 51/74
    Entscheidungstext OGH 25.04.1974 6 Ob 51/74
  • 1 Ob 534/80
    Entscheidungstext OGH 26.03.1980 1 Ob 534/80
  • 7 Ob 525/81
    Entscheidungstext OGH 26.03.1981 7 Ob 525/81
  • 1 Ob 31/82
    Entscheidungstext OGH 01.09.1982 1 Ob 31/82
    Auch; Veröff: MietSlg 34036
  • 1 Ob 766/82
    Entscheidungstext OGH 10.11.1982 1 Ob 766/82
  • 8 Ob 671/88
    Entscheidungstext OGH 06.04.1989 8 Ob 671/88
    Auch; nur: Die Anleitungspflicht des Richters geht gegenüber anwaltlich vertretenen Parteien keineswegs so weit, dass der Rechtsanwalt aufzufordern wäre Beweise anzubieten. (T1) Veröff: RZ 1990/105 S 280
  • 6 Ob 521/90
    Entscheidungstext OGH 22.02.1990 6 Ob 521/90
  • 7 Ob 642/94
    Entscheidungstext OGH 14.12.1994 7 Ob 642/94
    nur T1
  • 1 Ob 188/01f
    Entscheidungstext OGH 27.11.2001 1 Ob 188/01f
    Auch; Beisatz: Bei einem Verbesserungsauftrag an einen Rechtsanwalt ist der Hinweis auf das Vorliegen eines Mangels ausreichend und eine Belehrung, wie dieser Mangel zu beseitigen sei, nicht erforderlich. (T2)
  • 1 Ob 42/02m
    Entscheidungstext OGH 30.04.2002 1 Ob 42/02m
    Auch; Beisatz: Das Gericht ist nicht dazu verhalten, anwaltlich vertretenen Parteien gegenüber auf ein weiteres Vorbringen zur Stützung deren Begehrens hinzuwirken, wenn das bisherige Vorbringen zur Begründung des Anspruchs nicht ausreicht. Es ist nicht dazu berufen, die Parteien zu Behauptungen, zu Anträgen oder gar zu Klageänderungen zu veranlassen, für die das von den Parteien erstattete Vorbringen keinen Anlass gibt. (T3)
  • 6 Ob 149/03k
    Entscheidungstext OGH 11.09.2003 6 Ob 149/03k
  • 4 Ob 157/09f
    Entscheidungstext OGH 20.10.2009 4 Ob 157/09f
  • 4 Ob 36/13t
    Entscheidungstext OGH 18.06.2013 4 Ob 36/13t
    Vgl; Beis wie T3

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1974:RS0037127

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

10.07.2013

Dokumentnummer

JJR_19740425_OGH0002_0060OB00051_7400000_001

Rechtssatz für 8Ob86/68 2Ob349/69 2Ob1...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0027425

Geschäftszahl

8Ob86/68; 2Ob349/69; 2Ob1/71; 2Ob12/72; 2Ob56/72; 7Ob291/74; 6Ob619/77; 6Ob563/78; 8Ob139/79; 2Ob107/81; 1Ob633/81; 5Ob611/81; 5Ob550/82; 2Ob122/82; 7Ob819/81; 8Ob249/82; 2Ob186/83; 7Ob610/85; 8Ob12/87; 2Ob23/87; 7Ob720/87; 10Ob26/01y; 6Ob42/02y; 5Ob276/08m; 3Ob18/09g; 4Ob157/09f; 2Ob229/13k

Entscheidungsdatum

19.12.2013

Rechtssatz

Das Zuwiderhandeln gegen bestimmte Schutzvorschriften muss schon in römisch eins. Instanz behauptet und unter Beweis gestellt werden vergleiche JBl 1930,478 ua).

Entscheidungstexte

  • 8 Ob 86/68
    Entscheidungstext OGH 09.04.1968 8 Ob 86/68
    Veröff: SZ 41/43
  • 2 Ob 349/69
    Entscheidungstext OGH 11.12.1969 2 Ob 349/69
  • 2 Ob 1/71
    Entscheidungstext OGH 21.01.1971 2 Ob 1/71
    Beisatz: Die Schutznorm muss aber nicht konkret bezeichnet werden. (T1)
  • 2 Ob 12/72
    Entscheidungstext OGH 24.02.1972 2 Ob 12/72
    Veröff: ZVR 1973/113 S 146
  • 2 Ob 56/72
    Entscheidungstext OGH 14.03.1973 2 Ob 56/72
    Beis wie T1
  • 7 Ob 291/74
    Entscheidungstext OGH 16.01.1975 7 Ob 291/74
  • 6 Ob 619/77
    Entscheidungstext OGH 30.06.1977 6 Ob 619/77
  • 6 Ob 563/78
    Entscheidungstext OGH 30.03.1978 6 Ob 563/78
    Beis wie T1
  • 8 Ob 139/79
    Entscheidungstext OGH 02.07.1979 8 Ob 139/79
    Auch; Beis wie T1
  • 2 Ob 107/81
    Entscheidungstext OGH 26.05.1981 2 Ob 107/81
  • 1 Ob 633/81
    Entscheidungstext OGH 16.09.1981 1 Ob 633/81
    Beis wie T1
  • 5 Ob 611/81
    Entscheidungstext OGH 10.11.1981 5 Ob 611/81
    Beis wie T1; Beisatz: Es genügt daher, dass ein Sachverhalt geltend gemacht wird, aus dem sich ein Zuwiderhandeln gegen eine Schutzvorschrift ergibt. (T2)
  • 5 Ob 550/82
    Entscheidungstext OGH 23.03.1982 5 Ob 550/82
    Beis wie T1; Beis wie T2
  • 2 Ob 122/82
    Entscheidungstext OGH 15.06.1982 2 Ob 122/82
    Veröff: ZVR 1983/53 S 80
  • 7 Ob 819/81
    Entscheidungstext OGH 24.06.1982 7 Ob 819/81
  • 8 Ob 249/82
    Entscheidungstext OGH 02.12.1982 8 Ob 249/82
    Beis wie T1; Beis wie T2
  • 2 Ob 186/83
    Entscheidungstext OGH 25.10.1983 2 Ob 186/83
    Beis wie T1
  • 7 Ob 610/85
    Entscheidungstext OGH 07.11.1985 7 Ob 610/85
    Veröff: HS XVI/XVII/7
  • 8 Ob 12/87
    Entscheidungstext OGH 08.07.1987 8 Ob 12/87
    Beis wie T1; Beis wie T2
    Veröff: ZVR 1988/68 S 146
  • 2 Ob 23/87
    Entscheidungstext OGH 12.01.1988 2 Ob 23/87
    Beisatz: Ebenso müssen die einzelnen Haftungsgründe zum Beispiel auch eines Überwachungsverschuldens oder Organisationsverschuldens schon in erster Instanz behauptet und unter Beweis gestellt werden. (T3)
    Veröff: SZ 61/1 = ZVR 1988/111 S 237
  • 7 Ob 720/87
    Entscheidungstext OGH 25.02.1988 7 Ob 720/87
    Auch
  • 10 Ob 26/01y
    Entscheidungstext OGH 20.03.2001 10 Ob 26/01y
    Auch
  • 6 Ob 42/02y
    Entscheidungstext OGH 16.05.2002 6 Ob 42/02y
    Auch; Beisatz: Hier: Aufklärungspflicht und Warnpflicht. (T4)
  • 5 Ob 276/08m
    Entscheidungstext OGH 13.01.2009 5 Ob 276/08m
    Beisatz: Hier: Es fehlt ein Vorbringen des Klägers im erstinstanzlichen Verfahren, das die Geltung der angeblich verletzten Schutznorm annehmen ließe. (T5)
  • 3 Ob 18/09g
    Entscheidungstext OGH 25.03.2009 3 Ob 18/09g
  • 4 Ob 157/09f
    Entscheidungstext OGH 20.10.2009 4 Ob 157/09f
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Verletzung einer Warnpflicht nach § 1168a ABGB. (T6)
  • 2 Ob 229/13k
    Entscheidungstext OGH 19.12.2013 2 Ob 229/13k
    Vgl; Beisatz: Hier umgekehrt Berufung auf abweichende Wartungsvorschriften als Vorbringen neuer Tatumstände (für den Standpunkt der Beklagten günstigere Fristen oder Betriebszeiträume). (T7)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1968:RS0027425

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

28.02.2014

Dokumentnummer

JJR_19680409_OGH0002_0080OB00086_6800000_001

Rechtssatz für 8Ob124/08f; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0124354

Geschäftszahl

8Ob124/08f; 4Ob157/09f; 6Ob120/10f; 4Ob147/10m; 2Ob34/11f; 4Ob234/10f; 1Ob43/12y; 6Ob123/15d; 5Ob65/18x; 5Ob7/19v; 6Ob22/19g; 3Ob34/20a; 6Ob240/19s; 7Ob97/20w; 6Ob105/20i; 9Ob3/22i; 5Ob131/22h; 6Ob85/22a; 3Ob139/23x; 2Ob243/23h

Entscheidungsdatum

21.03.2024

Norm

ABGB §924
  1. ABGB § 924 heute
  2. ABGB § 924 gültig ab 01.01.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 48/2001
  3. ABGB § 924 gültig von 01.01.1917 bis 01.01.1917 aufgehoben durch RGBl. Nr. 69/1916

Rechtssatz

Paragraph 924, Satz 2 ABGB berührt in keiner Weise die Beweislast für das Vorliegen eines Mangels an sich. Die Beweislast dafür, dass die übergebene Sache (beziehungsweise Leistung aus Werkvertrag) überhaupt mangelhaft ist, trägt somit (weiterhin) der Übernehmer der Sache (Leistung).

Entscheidungstexte

  • 8 Ob 124/08f
    Entscheidungstext OGH 13.11.2008 8 Ob 124/08f
    Unter ausdrücklicher Ablehnung der in der Entscheidung 1 Ob 199/07g vertretenen gegenteiligen Meinung. (T1)
    Bemerkung: Mit ausführlicher Darstellung der bisherigen Judikatur und der Lehre zu diesem Problemkreis. (T2)
  • 4 Ob 157/09f
    Entscheidungstext OGH 20.10.2009 4 Ob 157/09f
  • 6 Ob 120/10f
    Entscheidungstext OGH 17.12.2010 6 Ob 120/10f
    Vgl auch
  • 4 Ob 147/10m
    Entscheidungstext OGH 15.02.2011 4 Ob 147/10m
    Veröff: SZ 2011/16
  • 2 Ob 34/11f
    Entscheidungstext OGH 29.03.2011 2 Ob 34/11f
    Vgl; Bem: Hier: Frage des Widerspruchs zwischen den Entscheidungen 1 Ob 199/07y und 8 Ob 124/08f offen gelassen, weil im vorliegenden Fall gar nicht zweifelhaft war, dass der aufgetretene Fehler ein Mangel des gekauften Gebrauchtwagens war. (T3)
  • 4 Ob 234/10f
    Entscheidungstext OGH 12.04.2011 4 Ob 234/10f
    Auch; Beisatz: Bei zwei getrennten Leistungen und Vertragsverhältnissen dasselbe (Bau‑)Werk betreffend hat der Kläger zu beweisen, aus welcher der beiden ein später aufgetretener Mangel des (Bau‑)Werks resultiert. (T4)
    Beisatz: Eine Judikaturdifferenz besteht nicht, weil die Entscheidungen 6 Ob 272/05a und 1 Ob 199/07g auf Kaufverträge abstellen, die Entscheidungen 8 Ob 124/08f und 4 Ob 157/09f aber auf Werkleistungen, die an einer Stelle erbracht wurden, und wo es daher nicht zwingend ist, aus der zeitlichen Abfolge zwischen Leistung und Auftreten eines Mangels an der Sache auf einen inhaltlichen Zusammenhang zu schließen. (T5)
  • 1 Ob 43/12y
    Entscheidungstext OGH 23.03.2012 1 Ob 43/12y
    Auch; Beis wie T4
  • 6 Ob 123/15d
    Entscheidungstext OGH 25.09.2015 6 Ob 123/15d
    Beisatz: Will sich der Übernehmer auf die widerlegliche Gesetzesvermutung berufen, hat er die (nunmehrige) Mangelhaftigkeit der Sache und das Hervorkommen des Mangels innerhalb der Frist von sechs Monaten zu beweisen. (T6)
  • 5 Ob 65/18x
    Entscheidungstext OGH 03.10.2018 5 Ob 65/18x
    Beis wie T6
  • 5 Ob 7/19v
    Entscheidungstext OGH 20.02.2019 5 Ob 7/19v
    Beis wie T6
  • 6 Ob 22/19g
    Entscheidungstext OGH 27.02.2019 6 Ob 22/19g
  • 3 Ob 34/20a
    Entscheidungstext OGH 17.06.2020 3 Ob 34/20a
    Beisatz wie T6
    Beisatz: Grundvoraussetzung für die Anwendbarkeit des § 924 ABGB ist also, dass der Übernehmer Beweis führt, dass sich die gelieferte Sache (oder sonstige Leistung) innerhalb der gesetzlichen Vermutungsfrist in einem Zustand befunden hat, der als Mangel zu qualifizieren wäre, wenn er schon bei Übergabe vorhanden gewesen wäre. (T7)
  • 6 Ob 240/19s
    Entscheidungstext OGH 24.09.2020 6 Ob 240/19s
  • 7 Ob 97/20w
    Entscheidungstext OGH 16.09.2020 7 Ob 97/20w
    Beis wie T6
  • 6 Ob 105/20i
    Entscheidungstext OGH 15.03.2021 6 Ob 105/20i
    Beis wie T6; Beisatz: Bei einer Werkleistung im Sinne des Werkvertragsrechts ist ein „Mangel“ im Sinne des § 922 ABGB das Abweichen des Geleisteten vom Geschuldeten, das sich nach der vertraglichen Leistungsbeschreibung bestimmt. (T8)
    Beisatz: Ein Beweis der Mangelhaftigkeit der Leistung des Übergebers wird vom Übernehmer nicht verlangt. (T9)
    Beisatz: Dass für den (nunmehrigen) vertragswidrigen Zustand auch eine andere Ursache in Betracht kommt, steht der Anwendung der Vermutung des § 924 Satz 2 ABGB nicht entgegen. (T10)
    Beisatz: Hier: Werkvertrag über den Wechsel der Räder an einem Fahrzeug. (T11)
  • 9 Ob 3/22i
    Entscheidungstext OGH 27.04.2022 9 Ob 3/22i
    Beis wie T6; Beis wie T9; Beisatz: Hier: Das Vorliegen des Mangels selbst, also den vom Vertrag abweichenden Zustand muss der Übernehmer beweisen. Nicht notwendig ist zu beweisen, dass dieser vom Vertrag abweichende Zustand auf ein Verschulden oder eine mangelhafte Leistung des Übergebers zurückzuführen ist. (T12)
  • 5 Ob 131/22h
    Entscheidungstext OGH 06.03.2023 5 Ob 131/22h
    Beisatz wie T4; Beisatz wie T7; Beisatz wie T10
  • 6 Ob 85/22a
    Entscheidungstext OGH 18.04.2023 6 Ob 85/22a
    vgl
  • 3 Ob 139/23x
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 06.09.2023 3 Ob 139/23x
    vgl; Beisatz wie T6
  • 2 Ob 243/23h
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 21.03.2024 2 Ob 243/23h
    nur: Die Beweislast dafür, dass die übergebene Sache überhaupt mangelhaft ist, trägt der Übernehmer der Sache. (T13)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2008:RS0124354

Im RIS seit

13.12.2008

Zuletzt aktualisiert am

30.04.2024

Dokumentnummer

JJR_20081113_OGH0002_0080OB00124_08F0000_001