Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 3Ob755/36 6Ob231/67 5Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0014511

Geschäftszahl

3Ob755/36; 6Ob231/67; 5Ob12/68; 7Ob505/76; 3Ob268/75; 1Ob629/76; 8Ob540/77; 7Ob743/77; 6Ob721/78; 8Ob580/78; 2Ob509/79; 5Ob685/80; 6Ob539/81; 3Ob532/84; 8Ob591/87; 3Ob570/90; 5Ob522/91; 1Ob604/94; 4Ob1651/95; 2Ob159/08h

Entscheidungsdatum

11.09.1936

Norm

ABGB §863 H
HGB §346 C
JN §104 A

Rechtssatz

Vertragsbedingungen, die nicht ganz außer der üblichen Linie liegen und auch nicht versteckt auf irgendeiner Urkunde angebracht sind, müssen vom Empfänger der Urkunde, der selbst Kaufmann ist, beachtet und abgelehnt werden, damit er nicht als einverstanden angesehen werde.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 755/36
    Entscheidungstext OGH 11.09.1936 3 Ob 755/36
    Veröff: SZ 18/144
  • 6 Ob 231/67
    Entscheidungstext OGH 21.09.1967 6 Ob 231/67
    Veröff: HS 6241
  • 5 Ob 12/68
    Entscheidungstext OGH 07.02.1968 5 Ob 12/68
    Beisatz: Vertragliches Zessionsverbot (T1) Veröff: SZ 41/16 = EvBl 1968/211 S 349 = JBl 1968,476 = Ind 1970 2,749
  • 7 Ob 505/76
    Entscheidungstext OGH 12.02.1976 7 Ob 505/76
    Beisatz: EV bei Lieferung eines mehr als hunderttausend Schilling kostenden Gegenstandes ist nicht unüblich. (T2) Veröff: HS 9245 = HS 9421/12
  • 3 Ob 268/75
    Entscheidungstext OGH 19.03.1976 3 Ob 268/75
  • 1 Ob 629/76
    Entscheidungstext OGH 15.09.1976 1 Ob 629/76
    Veröff: HS 9261
  • 8 Ob 540/77
    Entscheidungstext OGH 05.10.1977 8 Ob 540/77
  • 7 Ob 743/77
    Entscheidungstext OGH 26.01.1978 7 Ob 743/77
    Auch; Veröff: SZ 51/9 = JBl 1979,32
  • 6 Ob 721/78
    Entscheidungstext OGH 21.09.1978 6 Ob 721/78
    Auch
  • 8 Ob 580/78
    Entscheidungstext OGH 15.03.1979 8 Ob 580/78
  • 2 Ob 509/79
    Entscheidungstext OGH 24.04.1979 2 Ob 509/79
    Auch
  • 6 Ob 539/81
    Entscheidungstext OGH 18.02.1981 6 Ob 539/81
    Ähnlich; Beisatz: Vereinbarungen des Erfüllungsortes und Gerichtsstandvereinbarungen sind branchenüblich. (T3) Veröff: RZ 1981/63 S 251
  • 3 Ob 532/84
    Entscheidungstext OGH 24.10.1984 3 Ob 532/84
    Auch
  • 8 Ob 591/87
    Entscheidungstext OGH 09.12.1987 8 Ob 591/87
  • 5 Ob 685/80
    Entscheidungstext OGH 07.10.1989 5 Ob 685/80
    Veröff: SZ 53/128 = EvBl 1981/53 S 182 = JBl 1982,647
  • 3 Ob 570/90
    Entscheidungstext OGH 17.10.1990 3 Ob 570/90
    Vgl auch; Beis wie T3; Veröff: RZ 1991/46 S 144 = JBl 1991,393 (Pfersmann)
  • 5 Ob 522/91
    Entscheidungstext OGH 17.05.1991 5 Ob 522/91
    Auch
  • 1 Ob 604/94
    Entscheidungstext OGH 23.11.1994 1 Ob 604/94
    Ähnlich; Beis wie T3
  • 4 Ob 1651/95
    Entscheidungstext OGH 10.10.1995 4 Ob 1651/95
    Ähnlich; Beisatz: An einen Kaufmann sind, was die Beachtung schriftlicher Bedingungen angeht, höhere Anforderungen zu stellen. (T4)
  • 2 Ob 159/08h
    Entscheidungstext OGH 22.01.2009 2 Ob 159/08h
    Beis wie T3

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1936:RS0014511

Zuletzt aktualisiert am

12.03.2009

Dokumentnummer

JJR_19360911_OGH0002_0030OB00755_3600000_001

Rechtssatz für 1Ob17/61 6Ob39/75 6Ob72...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0046736

Geschäftszahl

1Ob17/61; 6Ob39/75; 6Ob721/78; 5Ob691/79; 1Ob604/94; 7Ob2028/96b; 2Ob159/08h

Entscheidungsdatum

08.03.1961

Norm

JN §88 Abs1 A
JN §104 A

Rechtssatz

Steht die in einem Bestellformular enthaltene Klausel des Erfüllungsortes zwar unterhalb der Unterschrift des Bestellers, aber doch in ihrer unmittelbaren Nähe, sodass sie dem Besteller deutlicher auffallen musste als der von der Unterschrift räumlich weiter entfernte Text, dann muss sie der Besteller als wirksame Vereinbarung des Erfüllungsortes gegen sich gelten lassen.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 17/61
    Entscheidungstext OGH 08.03.1961 1 Ob 17/61
    Veröff: EvBl 1961/272 S 349 = JBl 1961,512
  • 6 Ob 39/75
    Entscheidungstext OGH 03.04.1975 6 Ob 39/75
    Beisatz: Klausel kleingedruckt, jedoch lesbar. (T1) Veröff: JBl 1975,548
  • 6 Ob 721/78
    Entscheidungstext OGH 21.09.1978 6 Ob 721/78
    Vgl auch
  • 5 Ob 691/79
    Entscheidungstext OGH 25.09.1979 5 Ob 691/79
    Vgl auch; Beisatz: eine auf dem Bestellschein unterhalb der Unterschrift des Beklagten befindliche Klausel. (T2)
  • 1 Ob 604/94
    Entscheidungstext OGH 23.11.1994 1 Ob 604/94
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Gerichtsstandsvereinbarung, die zwar auf der Rückseite des Auftrags angebracht, wobei jedoch unmittelbar oberhalb der vom Beklagten zu leistenden und auch geleisteten Unterschrift auf die umseitig angeführten Geschäftsbedingungen ausdrücklich verwiesen und gefordert wird, diese Geschäftsbedingungen zu lesen und mit der Unterschrift das Einverständnis - auch zu den Geschäftsbedingungen und damit zur Gerichtsstandsvereinbarung - zu klären. (T3)
  • 7 Ob 2028/96b
    Entscheidungstext OGH 13.03.1996 7 Ob 2028/96b
    Ähnlich
  • 2 Ob 159/08h
    Entscheidungstext OGH 22.01.2009 2 Ob 159/08h
    Ähnlich; Ähnlich Beis wie T3; Beisatz: Auch dann, wenn sich der Hinweis auf umseitige Geschäftsbedingungen nicht unmittelbar oberhalb der vom Empfänger der Urkunde zu leistenden und auch geleisteten Unterschrift befindet, bedeutet das noch nicht, dass nicht auch bei anderer Gestaltung der Urkunden eine wirksame Gerichtsstandsvereinbarung zustande kommen kann. (T4)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1961:RS0046736

Zuletzt aktualisiert am

12.03.2009

Dokumentnummer

JJR_19610308_OGH0002_0010OB00017_6100000_001

Rechtssatz für 5Ob235/63 5Ob295/63 5Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0014127

Geschäftszahl

5Ob235/63; 5Ob295/63; 5Ob189/59; 2Ob135/61; 8Ob342/66; 5Ob243/67; 7Ob42/70; 1Ob558/77; 2Ob512/79; 2Ob567/79; 8Ob621/91; 4Ob1511/95; 4Ob1547/95; 4Nd510/97; 6Ob127/98i; 3Ob380/97x; 1Ob308/99x; 2Ob100/06d; 2Ob159/08h; 4Ob46/11k

Entscheidungsdatum

11.07.1963

Norm

ABGB §863 A
JN §88 Abs1
JN §104 Abs1 C

Rechtssatz

Notwendigkeit einer ausdrücklichen Gerichtsstandsvereinbarung; schlüssige Handlungen reichen nicht aus.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 235/63
    Entscheidungstext OGH 11.07.1963 5 Ob 235/63
    Veröff: EvBl 1963/488 S 664 = RZ 1963,199
  • 5 Ob 295/63
    Entscheidungstext OGH 17.10.1963 5 Ob 295/63
    Veröff: RZ 1964,40
  • 5 Ob 189/59
    Entscheidungstext OGH 22.04.1959 5 Ob 189/59
    Beisatz: Zu § 104 JN. (T1) Veröff: EvBl 1959/236 S 411 = JBl 1959,502
  • 2 Ob 135/61
    Entscheidungstext OGH 07.04.1961 2 Ob 135/61
    Beis wie T1
  • 8 Ob 342/66
    Entscheidungstext OGH 06.12.1966 8 Ob 342/66
    Beisatz: Hier: Negative Prorogationsklausel (T2) Veröff: EvBl 1967/242 S 302 = JBl 1967,382
  • 5 Ob 243/67
    Entscheidungstext OGH 10.01.1968 5 Ob 243/67
    Veröff: EvBl 1968/306 S 495 = JBl 1969,563 (mit Besprechung von Matscher)
  • 7 Ob 42/70
    Entscheidungstext OGH 01.04.1970 7 Ob 42/70
  • 1 Ob 558/77
    Entscheidungstext OGH 25.05.1977 1 Ob 558/77
    Veröff: RZ 1977/135 S 262
  • 2 Ob 512/79
    Entscheidungstext OGH 29.05.1979 2 Ob 512/79
  • 2 Ob 567/79
    Entscheidungstext OGH 18.09.1979 2 Ob 567/79
    Beisatz: Vorlage von Ablichtungen der Originalurkunden ist ausreichend. (T3)
  • 8 Ob 621/91
    Entscheidungstext OGH 18.10.1991 8 Ob 621/91
    Beisatz: Die Vereinbarung muss hinsichtlich des gewählten Gerichtes eindeutig bestimmt oder zumindest eindeutig bestimmbar sein, wozu verlangt werden muss, dass der Gerichtsort in der Urkunde namentlich angeführt ist. (T4)
  • 4 Ob 1511/95
    Entscheidungstext OGH 31.01.1995 4 Ob 1511/95
    nur: Notwendigkeit einer ausdrücklichen Gerichtsstandsvereinbarung. (T5); Beis wie T4 nur: Der Gerichtsort in der Urkunde namentlich angeführt ist. (T6); Beisatz: Es genügt nicht, dass sich der Erfüllungsort aus materiellrechtlichen Vorschriften - wie zB § 905 ABGB - ermitteln lässt (EvBl 1956/370), weil der gesetzliche Erfüllungsort die Zuständigkeit nach § 88 Abs 1 JN nicht begründet (ZBl 1930/124). (T7)
  • 4 Ob 1547/95
    Entscheidungstext OGH 28.03.1995 4 Ob 1547/95
    Auch; nur T5
  • 4 Nd 510/97
    Entscheidungstext OGH 25.09.1997 4 Nd 510/97
    Vgl auch; Beis wie T3
  • 6 Ob 127/98i
    Entscheidungstext OGH 07.05.1998 6 Ob 127/98i
  • 3 Ob 380/97x
    Entscheidungstext OGH 23.02.1998 3 Ob 380/97x
    Veröff: SZ 71/29
  • 1 Ob 308/99x
    Entscheidungstext OGH 23.11.1999 1 Ob 308/99x
    Vgl auch; nur T5; Beisatz: Es genügt nicht, dass sich der Erfüllungsort aus materiellrechtlichen Vorschriften ermitteln ließe, weil der gesetzliche Erfüllungsort die Zuständigkeit nach § 88 Abs 1 JN nicht begründet. (T8)
  • 2 Ob 100/06d
    Entscheidungstext OGH 18.05.2006 2 Ob 100/06d
  • 2 Ob 159/08h
    Entscheidungstext OGH 22.01.2009 2 Ob 159/08h
  • 4 Ob 46/11k
    Entscheidungstext OGH 10.05.2011 4 Ob 46/11k

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1963:RS0014127

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

15.07.2011

Dokumentnummer

JJR_19630711_OGH0002_0050OB00235_6300000_001

Rechtssatz für 6Ob25/66 6Ob239/74 6Ob7...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0046747

Geschäftszahl

6Ob25/66; 6Ob239/74; 6Ob738/76; 4Ob1547/95; 3Ob19/06z; 2Ob159/08h

Entscheidungsdatum

26.01.1966

Norm

AÖSp §67
JN §88 Abs1 A
JN §104 C

Rechtssatz

Auch wenn bei Rechtsgeschäften zwischen Spediteuren im Sinne der SZ 26/180 die AÖSp als stillschweigend vereinbart gelten, bedarf eine Gerichtsvereinbarung des urkundlichen Nachweises.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 25/66
    Entscheidungstext OGH 26.01.1966 6 Ob 25/66
    Veröff: SZ 39/17 = EvBl 1966/240 S 296
  • 6 Ob 239/74
    Entscheidungstext OGH 12.12.1974 6 Ob 239/74
    Veröff: SZ 47/146
  • 6 Ob 738/76
    Entscheidungstext OGH 20.01.1977 6 Ob 738/76
    Beisatz: Der Hinweis auf öffentlich bekanntgemachte Vertragsbedingungen reicht nicht aus. (T1)
  • 4 Ob 1547/95
    Entscheidungstext OGH 28.03.1995 4 Ob 1547/95
    Vgl
  • 3 Ob 19/06z
    Entscheidungstext OGH 29.03.2006 3 Ob 19/06z
    Beisatz: Weder die „Globalisierung und Dynamisierung des Wirtschaftslebens" noch moderne technische Hilfsmittel des (internationalen) Handelsverkehrs lassen den Zweck des Erfordernisses eines urkundlichen Nachweises, der darin liegt, Einwendungen und verfahrensaufwendige Beweisaufnahmen im Zuständigkeitsstreit und damit Zuständigkeitsstreitigkeiten überhaupt nach Tunlichkeit auszuschließen, in den Hintergrund treten. Das Erfordernis des urkundlichen Nachweises hat nicht nur Beweissicherungsfunktion, sondern soll auch Übereilungsschutz bieten (Warnfunktion). Dass im Falle grenzüberschreitender Prozesse anderes gilt (vgl Art 23 Abs 1 lit b EuGVVO; Art 17 LGVÜ) zwingt keineswegs zu einer Änderung der Beurteilung reiner Inlandssachverhalte. (T2)
  • 2 Ob 159/08h
    Entscheidungstext OGH 22.01.2009 2 Ob 159/08h
    Vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1966:RS0046747

Zuletzt aktualisiert am

12.03.2009

Dokumentnummer

JJR_19660126_OGH0002_0060OB00025_6600000_001

Rechtssatz für 4Ob563/69 7Ob71/75 3Ob2...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0017266

Geschäftszahl

4Ob563/69; 7Ob71/75; 3Ob268/75; 7Ob633/76; 1Ob629/76; 8Ob540/77; 7Ob682/77; 6Ob721/78; 2Ob501/79; 2Ob509/79; 6Ob539/81; 7Ob746/81; 1Ob604/94; 2Ob159/08h

Entscheidungsdatum

15.07.1969

Norm

ABGB §884
ABGB §886
HGB §346 B
HGB §347

Rechtssatz

Eine Ausschlussklausel betreffend mündliche Nebenabreden, deren Abdruck sich auf der Rückseite des Geschäftspapiers befindet, bindet den Partner grundsätzlich nur dann, wenn er sie kannte oder grobfahrlässig nicht kannte. Leichte Fahrlässigkeit genügt nicht. Wenn ein Vertragsformular auf der Vorderseite unmittelbar oberhalb der Unterschrift einen Hinweis auf die auf der Rückseite in Kleinstdruck angeführten Lieferungsbedingungen und Zahlungsbedingungen enthält, dann kann sich ein Kaufmann nicht darauf berufen, er habe diese Bedingungen nicht gekannt.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 563/69
    Entscheidungstext OGH 15.07.1969 4 Ob 563/69
    Veröff: SZ 42/112
  • 7 Ob 71/75
    Entscheidungstext OGH 17.04.1975 7 Ob 71/75
    Veröff: HS 9244
  • 3 Ob 268/75
    Entscheidungstext OGH 19.03.1976 3 Ob 268/75
  • 7 Ob 633/76
    Entscheidungstext OGH 26.08.1976 7 Ob 633/76
    Vgl
  • 1 Ob 629/76
    Entscheidungstext OGH 15.09.1976 1 Ob 629/76
    nur: Wenn ein Vertragsformular auf der Vorderseite unmittelbar oberhalb der Unterschrift einen Hinweis auf die auf der Rückseite in Kleindruck angeführten Lieferungsbedingungen und Zahlungsbedingungen enthält, dann kann sich ein Kaufmann nicht darauf berufen, er habe diese Bedingungen nicht gekannt. (T1) Veröff: HS 9261
  • 8 Ob 540/77
    Entscheidungstext OGH 05.10.1977 8 Ob 540/77
    nur T1
  • 7 Ob 682/77
    Entscheidungstext OGH 10.11.1977 7 Ob 682/77
    Vgl
  • 6 Ob 721/78
    Entscheidungstext OGH 21.09.1978 6 Ob 721/78
    nur T1
  • 2 Ob 501/79
    Entscheidungstext OGH 13.03.1979 2 Ob 501/79
  • 2 Ob 509/79
    Entscheidungstext OGH 24.04.1979 2 Ob 509/79
    Auch; nur: Eine Ausschlussklausel betreffend mündliche Nebenabreden, deren Abdruck sich auf der Rückseite des Geschäftspapiers befindet, bindet den Partner grundsätzlich nur dann, wenn er sie kannte oder grobfahrlässig nicht kannte. Leichte Fahrlässigkeit genügt nicht. (T2)
  • 6 Ob 539/81
    Entscheidungstext OGH 18.02.1981 6 Ob 539/81
    Auch; nur T2; Veröff: RZ 1981/63 S 251
  • 7 Ob 746/81
    Entscheidungstext OGH 14.01.1982 7 Ob 746/81
  • 1 Ob 604/94
    Entscheidungstext OGH 23.11.1994 1 Ob 604/94
    Auch; nur T1
  • 2 Ob 159/08h
    Entscheidungstext OGH 22.01.2009 2 Ob 159/08h
    Auch; nur T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1969:RS0017266

Zuletzt aktualisiert am

12.03.2009

Dokumentnummer

JJR_19690715_OGH0002_0040OB00563_6900000_002

Rechtssatz für 8Ob291/70 7Ob596/84 2Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0046963

Geschäftszahl

8Ob291/70; 7Ob596/84; 2Ob100/06d; 2Ob159/08h; 4Ob46/11k

Entscheidungsdatum

09.02.1971

Norm

JN §104 C

Rechtssatz

Für den im § 104 JN geforderten urkundlichen Nachweis reichen inhaltlich getrennte, aber aufeinander abgestimmte unterfertigte Parteierklärungen in Schriftform aus.

Entscheidungstexte

  • 8 Ob 291/70
    Entscheidungstext OGH 09.02.1971 8 Ob 291/70
  • 7 Ob 596/84
    Entscheidungstext OGH 12.07.1984 7 Ob 596/84
  • 2 Ob 100/06d
    Entscheidungstext OGH 18.05.2006 2 Ob 100/06d
  • 2 Ob 159/08h
    Entscheidungstext OGH 22.01.2009 2 Ob 159/08h
    Auch
  • 4 Ob 46/11k
    Entscheidungstext OGH 10.05.2011 4 Ob 46/11k
    Vgl auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1971:RS0046963

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

15.07.2011

Dokumentnummer

JJR_19710209_OGH0002_0080OB00291_7000000_001

Rechtssatz für 5Ob150/71 6Ob39/75 6Ob5...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0046709

Geschäftszahl

5Ob150/71; 6Ob39/75; 6Ob539/81; 2Ob159/08h

Entscheidungsdatum

07.07.1971

Norm

JN §88 Abs1 A

Rechtssatz

Der auf der nicht unterzeichneten Rückseite eines Bestellscheines enthaltene Vordruck einer Gerichtsstandsklausel (hier "Zahlbar und klagbar in Wien") reicht zur Annahme einer Vereinbarung nach § 88 Abs 1 JN nicht aus.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 150/71
    Entscheidungstext OGH 07.07.1971 5 Ob 150/71
    Veröff: EvBl 1972/7 S 13
  • 6 Ob 39/75
    Entscheidungstext OGH 03.04.1975 6 Ob 39/75
    Vgl aber; Beisatz: Klein gedruckter, jedoch lesbarer Text unter der Unterschrift reicht aus. (T1) Veröff: JBl 1975,548
  • 6 Ob 539/81
    Entscheidungstext OGH 18.02.1981 6 Ob 539/81
    Vgl aber; Beisatz: Gilt nicht für Kaufmann. (T2) Veröff: RZ 1981/63 S 251
  • 2 Ob 159/08h
    Entscheidungstext OGH 22.01.2009 2 Ob 159/08h
    Vgl aber; Auch Beis wie T2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1971:RS0046709

Zuletzt aktualisiert am

12.03.2009

Dokumentnummer

JJR_19710707_OGH0002_0050OB00150_7100000_001

Rechtssatz für 1Ob168/74 2Ob100/06d 2O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0046871

Geschäftszahl

1Ob168/74; 2Ob100/06d; 2Ob159/08h; 4Ob46/11k

Entscheidungsdatum

06.11.1974

Norm

JN §104 A
JN §104 C
JN §104 D

Rechtssatz

Die Gerichtsstandvereinbarung kann auch durch getrennte schriftliche Erklärungen und Gegenerklärungen erfolgen, zB Bestellschein und Bestätigungsschreiben, Offertschreiben und seine Annahme.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 168/74
    Entscheidungstext OGH 06.11.1974 1 Ob 168/74
  • 2 Ob 100/06d
    Entscheidungstext OGH 18.05.2006 2 Ob 100/06d
  • 2 Ob 159/08h
    Entscheidungstext OGH 22.01.2009 2 Ob 159/08h
    nur: Die Gerichtsstandvereinbarung kann auch durch getrennte schriftliche Erklärungen und Gegenerklärungen erfolgen. (T1)
  • 4 Ob 46/11k
    Entscheidungstext OGH 10.05.2011 4 Ob 46/11k
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1974:RS0046871

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

15.07.2011

Dokumentnummer

JJR_19741106_OGH0002_0010OB00168_7400000_001

Rechtssatz für 1Nd515/78 7Ob643/79 3Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0046940

Geschäftszahl

1Nd515/78; 7Ob643/79; 3Ob657/79; 7Ob8/81; 8Ob502/84; 2Ob159/08h

Entscheidungsdatum

26.04.1978

Norm

JN §104 C

Rechtssatz

Der urkundliche Nachweis der Zuständigkeitsvereinbarung kann auch durch eine vom Kläger herrührende und vom Beklagten unterschriebene Urkunde erbracht werden.

Entscheidungstexte

  • 1 Nd 515/78
    Entscheidungstext OGH 26.04.1978 1 Nd 515/78
  • 7 Ob 643/79
    Entscheidungstext OGH 07.06.1979 7 Ob 643/79
  • 3 Ob 657/79
    Entscheidungstext OGH 30.01.1980 3 Ob 657/79
    Auch
  • 7 Ob 8/81
    Entscheidungstext OGH 05.03.1981 7 Ob 8/81
    Auch; Beisatz: Ob die Gerichtsstandvereinbarung auf Versicherungsbedingungen, welche der allen unterschriebenen Polizze angeschlossen (angeheftet) sind, wirksam ist, erscheint fraglich. (T1)
  • 8 Ob 502/84
    Entscheidungstext OGH 23.05.1984 8 Ob 502/84
  • 2 Ob 159/08h
    Entscheidungstext OGH 22.01.2009 2 Ob 159/08h
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1978:RS0046940

Zuletzt aktualisiert am

12.03.2009

Dokumentnummer

JJR_19780426_OGH0002_0010ND00515_7800000_002

Rechtssatz für 1Ob788/79 8Ob502/84 1Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0046839

Geschäftszahl

1Ob788/79; 8Ob502/84; 1Ob519/89; 3Ob380/97x; 7Ob368/98p (7Ob369/98k); 2Ob100/06d; 2Ob159/08h

Entscheidungsdatum

16.01.1980

Norm

JN §104 A
JN §104 C
JN §104 H

Rechtssatz

Der urkundliche Nachweis nach § 104 Abs 1 JN ist erbracht, wenn bis zur Entscheidung über die Unzuständigkeitseinrede eine vom Kläger eindeutig herrührende und vom Beklagten unterschriebene Urkunde, aus der sich die Gerichtsstandvereinbarung ergibt, dem Gerichte vorgelegt wird.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 788/79
    Entscheidungstext OGH 16.01.1980 1 Ob 788/79
    Veröff: SZ 53/4 = RZ 1981/26 S 108
  • 8 Ob 502/84
    Entscheidungstext OGH 23.05.1984 8 Ob 502/84
  • 1 Ob 519/89
    Entscheidungstext OGH 05.04.1989 1 Ob 519/89
    Veröff: RZ 1989/100 S 275
  • 3 Ob 380/97x
    Entscheidungstext OGH 23.02.1998 3 Ob 380/97x
    Veröff: SZ 71/29
  • 7 Ob 368/98p
    Entscheidungstext OGH 26.01.2000 7 Ob 368/98p
    Vgl auch; Beisatz: Weil die Vollmacht zum Abschluss einer Gerichtsstandvereinbarung nicht nach § 1008 ABGB eine Spezialvollmacht sein muss. (T1)
  • 2 Ob 100/06d
    Entscheidungstext OGH 18.05.2006 2 Ob 100/06d
    Auch
  • 2 Ob 159/08h
    Entscheidungstext OGH 22.01.2009 2 Ob 159/08h
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1980:RS0046839

Zuletzt aktualisiert am

12.03.2009

Dokumentnummer

JJR_19800116_OGH0002_0010OB00788_7900000_004

Rechtssatz für 4Ob562/79 7Ob592/80 (7Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0014506

Geschäftszahl

4Ob562/79; 7Ob592/80 (7Ob593/80); 7Ob48/80; 7Ob52/81; 1Ob752/81; 1Ob656/82; 1Ob674/82; 1Ob691/86; 7Ob60/86; 7Ob535/87; 7Ob586/89; 7Ob17/90; 1Ob533/94; 7Ob2407/96p; 1Ob278/98h; 1Ob145/99a; 2Ob142/00x; 1Ob1/00d; 7Ob265/00x; 7Ob69/01z; 6Ob16/01y; 6Ob73/01f; 9Ob212/02w; 6Ob55/02k; 7Ob31/03i; 2Ob43/03t; 2Ob86/03s; 7Ob315/03d; 1Ob30/04z; 7Ob1/05f; 7Ob175/05v; 7Ob93/06m; 7Ob231/06f; 7Ob221/06k; 6Ob2/07y; 9Ob65/07k; 4Ob59/08t; 8Ob93/08x; 2Ob159/08h; 2Ob1/09z; 7Ob145/10i; 1Ob48/12h; 6Ob167/12w; 7Ob45/13p; 1Ob161/13b; 3Ob206/13k; 2Ob103/15h; 1Ob243/16s; 7Ob40/18k; 3Ob243/18h; 7Ob25/19f

Entscheidungsdatum

17.06.1980

Norm

ABGB §863 H
ABGB §864a
HGB §346 B
AVB allg

Rechtssatz

Allgemeine Geschäftsbedingungen gelten regelmäßig nur kraft ausdrücklicher oder stillschweigender - Parteienvereinbarung. Dabei genügt es, wenn der Unternehmer vor dem Abschluss des Vertrages erklärt, nur zu seinen Allgemeinen Geschäftsbedingungen kontrahieren zu wollen, und sich der Geschäftspartner daraufhin mit ihm einlässt; andernfalls darf eine stillschweigende Unterwerfung des Kunden nur dann angenommen werden, wenn ihm deutlich erkennbar ist, dass der Unternehmer nur zu seinen Allgemeinen Geschäftsbedingungen abschließen will, und er überdies wenigstens die Möglichkeit hat, vom Inhalt dieser Bedingungen Kenntnis zu nehmen. Bei Fehlen dieser Voraussetzungen kann der Erklärung des Kunden nicht der objektive Sinn eines Einverständnisses mit den Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Unternehmers beigelegt werden.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 562/79
    Entscheidungstext OGH 17.06.1980 4 Ob 562/79
    Veröff: HS X/XI/26
  • 7 Ob 592/80
    Entscheidungstext OGH 09.10.1980 7 Ob 592/80
    nur: Eine stillschweigende Unterwerfung des Kunden darf nur dann angenommen werden, wenn ihm deutlich erkennbar ist, dass der Unternehmer nur zu seinen Allgemeinen Geschäftsbedingungen abschließen will. (T1)
  • 7 Ob 48/80
    Entscheidungstext OGH 19.02.1981 7 Ob 48/80
    nur: Allgemeine Geschäftsbedingungen gelten regelmäßig nur kraft ausdrücklicher oder stillschweigender - Parteienvereinbarung. (T2) Veröff: VersR 1982,864
  • 7 Ob 52/81
    Entscheidungstext OGH 05.11.1981 7 Ob 52/81
    nur T1
  • 1 Ob 752/81
    Entscheidungstext OGH 17.03.1982 1 Ob 752/81
    Beisatz: Bei einem Unternehmen höchstens mittlerer Größe, das eine Gemeinschaftsantennenanlage errichtete, ohne die Kunden vom Bestehen von AGB zu unterrichten, ist für die Verpflichtung zur Bezahlung einer laufenden Wartungsgebühr nicht anzunehmen, dass dieses Unternehmen nur zu AGB abschließt. (T3)
  • 1 Ob 656/82
    Entscheidungstext OGH 07.07.1982 1 Ob 656/82
    Auch; Veröff: SZ 55/106
  • 1 Ob 674/82
    Entscheidungstext OGH 01.09.1982 1 Ob 674/82
  • 1 Ob 691/86
    Entscheidungstext OGH 28.01.1987 1 Ob 691/86
  • 7 Ob 60/86
    Entscheidungstext OGH 29.01.1987 7 Ob 60/86
    nur T2; nur T1; Beisatz: Allgemeine Einbruchsdiebstahlversicherungs-Bedingungen. (T4)
    Veröff: VersR 1988,530
  • 7 Ob 535/87
    Entscheidungstext OGH 30.04.1987 7 Ob 535/87
    nur: Allgemeine Geschäftsbedingungen gelten regelmäßig nur kraft ausdrücklicher oder stillschweigender Parteienvereinbarung. Dabei genügt es, wenn der Unternehmer vor dem Abschluss des Vertrages erklärt, nur zu seinen Allgemeinen Geschäftsbedingungen kontrahieren zu wollen, und sich der Geschäftspartner daraufhin mit ihm einlässt und er überdies wenigstens die Möglichkeit hat, vom Inhalt dieser Bedingungen Kenntnis zu nehmen. (T5)
    Veröff: SZ 60/75 = RdW 1987,323 = ÖBA 1987,755
  • 7 Ob 586/89
    Entscheidungstext OGH 20.07.1989 7 Ob 586/89
    Ähnlich; nur T2; Beisatz: Für Allgemeine Geschäftsbedingungen gilt nicht der Grundsatz "iura novit curia". Bestimmungen Allgemeiner Geschäftsbedingungen sind daher nur insoweit zu berücksichtigen, als sich die Parteien darauf berufen habe. (T6)
    Veröff: ÖBA 1990,466 (Jabornegg)
  • 7 Ob 17/90
    Entscheidungstext OGH 05.04.1990 7 Ob 17/90
    nur T2; Veröff: SZ 63/54 = VersRdSch 1990,350
  • 1 Ob 533/94
    Entscheidungstext OGH 11.03.1994 1 Ob 533/94
    Auch
  • 7 Ob 2407/96p
    Entscheidungstext OGH 15.01.1997 7 Ob 2407/96p
    nur T1; nur T2
  • 1 Ob 278/98h
    Entscheidungstext OGH 22.10.1999 1 Ob 278/98h
    Auch; nur T2; Beisatz: Bei Beurteilung der Frage, ob AGB schlüssig zum Vertragsinhalt werden, ist ein strenger Maßstab anzulegen. (T7)
  • 1 Ob 145/99a
    Entscheidungstext OGH 22.10.1999 1 Ob 145/99a
    Auch; nur T2; Beisatz: Ob vom Vertragspartner der Hinweis auf die AGB ausdrücklich zur Kenntnis genommen wurde oder diese ihm vor Vertragsabschluss ausgehändigt wurden, ist nicht entscheidend. Maßgeblich ist vielmehr nur, dass der Vertragspartner die Möglichkeit hatte, von deren Inhalt Kenntnis zu erlangen. (T8)
  • 2 Ob 142/00x
    Entscheidungstext OGH 26.05.2000 2 Ob 142/00x
    nur T5; Beis wie T7
  • 1 Ob 1/00d
    Entscheidungstext OGH 24.10.2000 1 Ob 1/00d
    Auch; Beisatz: Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) bedürfen, soweit keine besondere gesetzliche Regelung ihrer Geltung durch Gesetz oder Verordnung besteht, zu ihrer Geltung der Einbeziehung in den Vertrag und sind nur anzuwenden, wenn sie durch einen entsprechenden Hinweis im Vertragstext oder zumindest stillschweigend zum Vertragsinhalt gemacht wurden. Ob der Hinweis auf die AGB vom Vertragspartner ausdrücklich zur Kenntnis genommen wurde oder diese ihm vor Vertragsabschluss ausgehändigt wurden, ist nicht entscheidend. Maßgeblich ist nur, dass der Vertragspartner die Möglichkeit hatte, von deren Inhalt Kenntnis zu erlangen. (T9)
    Veröff: SZ 73/158
  • 7 Ob 265/00x
    Entscheidungstext OGH 23.01.2001 7 Ob 265/00x
    Vgl auch; Beis wie T9
  • 7 Ob 69/01z
    Entscheidungstext OGH 27.04.2001 7 Ob 69/01z
    Auch; nur T2; Veröff: SZ 74/83
  • 6 Ob 16/01y
    Entscheidungstext OGH 13.09.2001 6 Ob 16/01y
    nur T5
  • 6 Ob 73/01f
    Entscheidungstext OGH 13.09.2001 6 Ob 73/01f
    nur T1; nur T2; Beis wie T7; Beisatz: Soweit keine besondere gesetzliche Regelung ihrer Geltung durch Gesetz oder Verordnung besteht (vergleiche die Beispiele bei Apathy in Schwimann2 § 864a ABGB Rz 1). (T10)
    Beisatz: AGB können auch dadurch schlüssig zum Vertragsinhalt werden, dass die Vertragsteile im Rahmen ihrer schon länger dauernden Geschäftsbeziehung in ihren Geschäftspapieren auf die Geltung der AGB hinweisen und dieser Hinweis unbeanstandet blieb (SZ 69/265; RdW 1997, 391; 1 Ob 278/98h ua). (T11)
  • 9 Ob 212/02w
    Entscheidungstext OGH 18.09.2002 9 Ob 212/02w
    Auch; nur T2; Beis wie T8; Beisatz: Die Frage des Erfordernisses beziehungsweise des Umfanges einer Aufklärung (über die Geltung von AGB) ist regelmäßig eine solche des Einzelfalles. (T12)
  • 6 Ob 55/02k
    Entscheidungstext OGH 07.11.2002 6 Ob 55/02k
    Auch
  • 7 Ob 31/03i
    Entscheidungstext OGH 19.03.2003 7 Ob 31/03i
    Auch; nur T5; Beisatz: Dafür wird jedoch gefordert, dass zumindest ein Hinweis auf die speziellen AVB in den Vertragsunterlagen deutlich aufscheint, und der Kunde die Möglichkeit hat, die AVB zu erhalten beziehungsweise deren Inhalt zu erfahren. Die Anführung der Bezeichnung der Allgemeinen Versicherungsbedingungen auf dem vom Kunden unterzeichneten Antragsformular reicht unter diesen Voraussetzungen für eine wirksame Vereinbarung aus, ohne dass es auf die Aushändigung der AVB an den Versicherungsnehmer ankäme (neue Rechtslage seit der VersVG-Novelle 1994). (T13)
  • 2 Ob 43/03t
    Entscheidungstext OGH 27.03.2003 2 Ob 43/03t
    Vgl auch; nur T5; Beis wie T8; Beis wie T9; Beis wie T11; Beis wie T12
  • 2 Ob 86/03s
    Entscheidungstext OGH 08.05.2003 2 Ob 86/03s
    Beis wie T7; Beis wie T8; Beis wie T9; Beisatz: Wenn die (später) auf AGB hinweisenden Urkunden das (ursprüngliche) Anbot und den bereits geschlossenen Vertrag abändernde Bedingungen enthalten beziehungsweise einer der Vertragsteile erst nach Abschluss des Vertrages die Anwendung seiner Geschäftsbedingungen verlangt, ist dies grundsätzlich - auch zwischen Kaufleuten - wirkungslos. (T14)
  • 7 Ob 315/03d
    Entscheidungstext OGH 21.04.2004 7 Ob 315/03d
    Auch; Beisatz: Die tatsächliche volle Kenntnis des Inhaltes durch den Partner des Verwenders von AGB ist aber nicht Geltungsvoraussetzung. Auch ohne jeglichen Hinweis auf AGB gelten diese, wenn der Partner vom Verwendungswillen des Ausstellers wusste und mit Selbstverständlichkeit von ihrer Geltung ausging. Dies ist (praktisch nur) bei branchengleichen oder wenigstens ständig zusammenarbeitenden oder in einer einschlägigen Branche tätigen Kaufleuten anzunehmen. (T15)
  • 1 Ob 30/04z
    Entscheidungstext OGH 16.04.2004 1 Ob 30/04z
    Auch; Beis wie T7; Beis wie T9; Beisatz: Hier: Ausführlich zu Einbeziehung von AGB - Sprachenproblem. (T16)
    Veröff: SZ 2004/53
  • 7 Ob 1/05f
    Entscheidungstext OGH 26.01.2005 7 Ob 1/05f
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T13
  • 7 Ob 175/05v
    Entscheidungstext OGH 31.08.2005 7 Ob 175/05v
    Vgl auch
  • 7 Ob 93/06m
    Entscheidungstext OGH 10.05.2006 7 Ob 93/06m
    Auch; Beis wie T9
  • 7 Ob 231/06f
    Entscheidungstext OGH 23.10.2006 7 Ob 231/06f
    Auch; nur T5; Beis wie T13; Beisatz: Eine Differenzierung zwischen Allgemeinen und „Besonderen Versicherungsbedingungen" ist nicht vorzunehmen, sofern auch die „Besonderen Bedingungen" in Klauseln formularmäßig festgehalten sind und der Versicherungsnehmer daher die Möglichkeit hat, sich das betreffende Formular und damit Kenntnis vom Inhalt auch dieser Klauseln zu verschaffen. (T17)
  • 7 Ob 221/06k
    Entscheidungstext OGH 29.11.2006 7 Ob 221/06k
    Auch; Beis wie T13; Veröff: SZ 2006/176
  • 6 Ob 2/07y
    Entscheidungstext OGH 28.03.2007 6 Ob 2/07y
    Auch; Beis ähnlich wie T8
  • 9 Ob 65/07k
    Entscheidungstext OGH 28.11.2007 9 Ob 65/07k
    Vgl auch
  • 4 Ob 59/08t
    Entscheidungstext OGH 20.05.2008 4 Ob 59/08t
    Auch; Beis wie T11; Beisatz: Durch die widerspruchslose Entgegennahme von Urkunden des Unternehmers, die allgemeine Verkaufs- und Lieferbedingungen enthalten, kann es zu einer stillschweigenden Vereinbarung über die Geltung dieser Bedingungen kommen, wenn es sich weder um versteckte noch außerhalb des Üblichen liegende Vertragsbedingungen handelt. Auf die Vereinbarungen über die Hauptleistungspflicht sind diese Überlegungen gewöhnlich nicht übertragbar. (T18)
  • 8 Ob 93/08x
    Entscheidungstext OGH 14.10.2008 8 Ob 93/08x
    Vgl auch
  • 2 Ob 159/08h
    Entscheidungstext OGH 22.01.2009 2 Ob 159/08h
    Auch; Beis wie T9; Beis wie T10
  • 2 Ob 1/09z
    Entscheidungstext OGH 22.04.2010 2 Ob 1/09z
    Auch; nur T2; Beis wie T9 nur: Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) bedürfen, soweit keine besondere gesetzliche Regelung ihrer Geltung durch Gesetz oder Verordnung besteht, zu ihrer Geltung der Einbeziehung in den Vertrag und sind nur anzuwenden, wenn sie durch einen entsprechenden Hinweis im Vertragstext oder zumindest stillschweigend zum Vertragsinhalt gemacht wurden. (T19)
    Beisatz: Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) gestalten das Vertragsverhältnis, setzen somit dessen gültiges Entstehen voraus. (T20)
    Veröff: SZ 2010/41
  • 7 Ob 145/10i
    Entscheidungstext OGH 19.01.2011 7 Ob 145/10i
    Auch; Beis ähnlich wie T3; Beis ähnlich wie T18; Veröff: SZ 2011/4
  • 1 Ob 48/12h
    Entscheidungstext OGH 13.12.2012 1 Ob 48/12h
    Vgl auch; nur T5; Veröff: SZ 2012/136
  • 6 Ob 167/12w
    Entscheidungstext OGH 27.02.2013 6 Ob 167/12w
    Vgl; Beis ähnlich wie T8
  • 7 Ob 45/13p
    Entscheidungstext OGH 17.04.2013 7 Ob 45/13p
    Auch; Beisatz: Dem Stillschweigen kann somit unter besonderen Umständen die Bedeutung einer Zustimmung beigemessen werden, wenn der Vertragspartner nach Treu und Glauben, nach der Verkehrssitte oder dem Gesetz hätte reden müssen und daher sein Schweigen keine andere Bedeutung als die einer Genehmigung zulässt. Namentlich gilt dies zufolge § 346 UGB unter Unternehmern und im Besonderen dann, wenn bei „beiderseitigen Handelsgeschäften“ Klauseln Handelsübliches, ja geradezu Selbstverständliches enthalten. (T21)
    Veröff: SZ 2013/37
  • 1 Ob 161/13b
    Entscheidungstext OGH 19.09.2013 1 Ob 161/13b
    Auch; Beis wie T8; Beis wie T9
  • 3 Ob 206/13k
    Entscheidungstext OGH 22.01.2014 3 Ob 206/13k
    Auch; nur T5; Beis wie T11; Beisatz: Hier Allgemeine Auftragsbedingungen für Wirtschaftstreuhänder (AAB). (T22)
  • 2 Ob 103/15h
    Entscheidungstext OGH 25.05.2016 2 Ob 103/15h
    Vgl auch; Beis wie T6
  • 1 Ob 243/16s
    Entscheidungstext OGH 10.02.2017 1 Ob 243/16s
    Vgl auch; nur T1; Beis wie T9
  • 7 Ob 40/18k
    Entscheidungstext OGH 21.03.2018 7 Ob 40/18k
    Auch; Beis wie T19; Beis wie T14; Beis wie T7
  • 3 Ob 243/18h
    Entscheidungstext OGH 20.03.2019 3 Ob 243/18h
    Beis wie T21; Beisatz: Hier: Hinweis auf AGB nur ein einem einzigen früheren Lieferschein. (T23)
  • 7 Ob 25/19f
    Entscheidungstext OGH 26.06.2019 7 Ob 25/19f
    Auch; nur T1; Beisatz: Hier: Abschluss über einen Makler. (T24)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1980:RS0014506

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

02.09.2019

Dokumentnummer

JJR_19800617_OGH0002_0040OB00562_7900000_001

Rechtssatz für 3Ob173/83 5Ob16/84 3Ob1...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0043999

Geschäftszahl

3Ob173/83; 5Ob16/84; 3Ob122/84; 5Ob20/85; 7Ob611/86; 5Ob551/87; 3Ob33/90; 3Ob149/94; 8Ob36/95; 10Ob199/97f; 8Ob104/97w (8Ob175/98p); 9Ob191/98y; 7Ob258/00t; 1Ob309/01z; 1Ob189/02d; 3Ob96/03v; 9Ob34/04x; 2Ob159/08h

Entscheidungsdatum

21.12.1983

Norm

ZPO §521a
ZPO §527 Abs2 B5
ZPO §527 Abs2 B6

Rechtssatz

Ein Rekurs gegen den Aufhebungsbeschluss des Rekursgerichtes ist ein einseitiges Rechtsmittel.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 173/83
    Entscheidungstext OGH 21.12.1983 3 Ob 173/83
  • 5 Ob 16/84
    Entscheidungstext OGH 15.05.1984 5 Ob 16/84
    Beisatz: Hier: Aufhebung des erstgerichtlichen "a limine" Zurückweisungsbeschlusses. (T1) Veröff: MietSlg 36/19
  • 3 Ob 122/84
    Entscheidungstext OGH 07.11.1984 3 Ob 122/84
  • 5 Ob 20/85
    Entscheidungstext OGH 12.03.1985 5 Ob 20/85
    Beis wie T1; Veröff: MietSlg 37493 = MietSlg 37714(15)
  • 7 Ob 611/86
    Entscheidungstext OGH 10.07.1986 7 Ob 611/86
  • 5 Ob 551/87
    Entscheidungstext OGH 26.05.1987 5 Ob 551/87
    Beis wie T1
  • 3 Ob 33/90
    Entscheidungstext OGH 28.03.1990 3 Ob 33/90
  • 3 Ob 149/94
    Entscheidungstext OGH 14.06.1995 3 Ob 149/94
  • 8 Ob 36/95
    Entscheidungstext OGH 14.03.1996 8 Ob 36/95
    Auch; Beis wie T1; Veröff: SZ 69/70
  • 10 Ob 199/97f
    Entscheidungstext OGH 15.10.1997 10 Ob 199/97f
    Vgl aber; Beis wie T1; Beisatz: Zweiseitiges Rechtsmittel bei einem "unechten" Aufhebungsbeschluss. (T2); Veröff: SZ 70/206
  • 8 Ob 104/97w
    Entscheidungstext OGH 25.06.1998 8 Ob 104/97w
    Auch; Veröff: SZ 71/113
  • 9 Ob 191/98y
    Entscheidungstext OGH 11.11.1998 9 Ob 191/98y
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Beschluss betreffend einen Antrag auf Aufhebung der Bestätigung der Vollstreckbarkeit des Zahlungsbefehls gemäß § 7 Abs 3 EO - einseitiges Rechtsmittel. (T3)
  • 7 Ob 258/00t
    Entscheidungstext OGH 22.11.2000 7 Ob 258/00t
    Vgl auch
  • 1 Ob 309/01z
    Entscheidungstext OGH 29.01.2002 1 Ob 309/01z
    Beis wie T1
  • 1 Ob 189/02d
    Entscheidungstext OGH 24.02.2003 1 Ob 189/02d
  • 3 Ob 96/03v
    Entscheidungstext OGH 24.04.2003 3 Ob 96/03v
    Auch
  • 9 Ob 34/04x
    Entscheidungstext OGH 17.11.2004 9 Ob 34/04x
    Abweichend; Beisatz: Diese Rechtsprechung ist bei Entscheidungen über Rechtsschutzansprüchen, bei denen die Rechtsmittelverfahren in Analogie zu § 521a ZPO auch dann zweiseitig sind, wenn das Gesetz deren Zweiseitigkeit nicht anordnet, überholt. (T4)
  • 2 Ob 159/08h
    Entscheidungstext OGH 22.01.2009 2 Ob 159/08h
    Abweichend; Beisatz: Von der Anordnung der Zweiseitigkeit ist auch der nach § 527 Abs 2 ZPO für zulässig erklärte Rekurs gegen einen „echten" Aufhebungsbeschluss des Rekursgerichts mit dem eine Entscheidung im Sinne des § 521a Abs 1 Z 3 ZPO aufgehoben wurde erfasst. (T5); Vgl Beis wie T4; Bem: Siehe RS0124496. (T6)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1983:RS0043999

Zuletzt aktualisiert am

31.03.2009

Dokumentnummer

JJR_19831221_OGH0002_0030OB00173_8300000_003

Rechtssatz für 6Ob1556/90 4Ob1547/95 4...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0046701

Geschäftszahl

6Ob1556/90; 4Ob1547/95; 4Ob1599/95; 6Ob127/98i; 3Ob380/97x; 2Ob100/06d; 4Nc16/07a; 2Ob159/08h; 4Ob46/11k; 3Nc32/14g; 6Ob237/17x

Entscheidungsdatum

13.06.1990

Norm

JN §88 Abs1 A
JN §104 Abs1 C

Rechtssatz

Urkundlich nachgewiesen im Sinne des § 88 Abs 1 oder des § 104 Abs 1 JN ist eine Parteienerklärung nur insoweit, als deren Inhalt durch die Unterschrift gedeckt ist.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 1556/90
    Entscheidungstext OGH 13.06.1990 6 Ob 1556/90
  • 4 Ob 1547/95
    Entscheidungstext OGH 28.03.1995 4 Ob 1547/95
  • 4 Ob 1599/95
    Entscheidungstext OGH 11.07.1995 4 Ob 1599/95
    Beisatz: Die generelle Bezugnahme auf - nicht unterschriebene - AGB mit einer Gerichtsstandsklausel ist selbst dann nicht ausreichend, wenn die AGB der Vertragsurkunde (dem schriftlichen Angebot) beigefügt sind. (T1)
  • 6 Ob 127/98i
    Entscheidungstext OGH 07.05.1998 6 Ob 127/98i
    Beis wie T1
  • 3 Ob 380/97x
    Entscheidungstext OGH 23.02.1998 3 Ob 380/97x
    Veröff: SZ 71/29
  • 2 Ob 100/06d
    Entscheidungstext OGH 18.05.2006 2 Ob 100/06d
  • 4 Nc 16/07a
    Entscheidungstext OGH 30.08.2007 4 Nc 16/07a
    Auch
  • 2 Ob 159/08h
    Entscheidungstext OGH 22.01.2009 2 Ob 159/08h
    Beis wie T1; Beisatz: Die Gerichtsstandsvereinbarung muss in der unterfertigten Urkunde selbst die Gerichtsstandsvereinbarung enthalten sein. (T2); Bem: Bei Kaufleuten vgl RS0014511. (T3)
  • 4 Ob 46/11k
    Entscheidungstext OGH 10.05.2011 4 Ob 46/11k
  • 3 Nc 32/14g
    Entscheidungstext OGH 07.01.2015 3 Nc 32/14g
  • 6 Ob 237/17x
    Entscheidungstext OGH 17.01.2018 6 Ob 237/17x

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1990:RS0046701

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

19.02.2018

Dokumentnummer

JJR_19900613_OGH0002_0060OB01556_9000000_001

Rechtssatz für 1Ob520/91 8Ob591/90 1Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0014610

Geschäftszahl

1Ob520/91; 8Ob591/90; 1Ob604/94; 7Ob1532/96; 2Ob159/08h

Entscheidungsdatum

20.03.1991

Norm

ABGB §864a

Rechtssatz

Gegen die für die Art des Rechtsgeschäftes typischen Vertragsbestimmungen kann auch ein unerfahrener Vertragspartner nicht ins Treffen führen, er sei von ihnen überrascht worden.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 520/91
    Entscheidungstext OGH 20.03.1991 1 Ob 520/91
    Veröff: SZ 64/31 = ecolex 1991,453 = ÖBA 1991,757 = RdW 1991,289
  • 8 Ob 591/90
    Entscheidungstext OGH 19.12.1991 8 Ob 591/90
    Vgl auch
  • 1 Ob 604/94
    Entscheidungstext OGH 23.11.1994 1 Ob 604/94
    Auch
  • 7 Ob 1532/96
    Entscheidungstext OGH 28.02.1996 7 Ob 1532/96
    Vgl auch
  • 2 Ob 159/08h
    Entscheidungstext OGH 22.01.2009 2 Ob 159/08h
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1991:RS0014610

Zuletzt aktualisiert am

12.03.2009

Dokumentnummer

JJR_19910320_OGH0002_0010OB00520_9100000_002

Rechtssatz für 1Ob604/94 2Ob159/08h

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0029442

Geschäftszahl

1Ob604/94; 2Ob159/08h

Entscheidungsdatum

23.11.1994

Norm

ABGB §864a
JN §88 A
JN §104 A
HGB §346 C

Rechtssatz

Die Vereinbarung, dass ein bestimmtes Gericht zuständig sein soll, ist bei Kaufverträgen erfahrungsgemäß durchaus üblich. Eine derartige, für die Art des Rechtsgeschäftes typische Klausel in den Geschäftsbedingungen des Vertragspartners ist daher schon grundsätzlich selbst für einen unerfahrenen Vertragspartner nicht überraschend. Eine Zuständigkeitsvereinbarung gemäß § 104 Abs 1 JN ist nicht "geschäftsfremd".

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 604/94
    Entscheidungstext OGH 23.11.1994 1 Ob 604/94
  • 2 Ob 159/08h
    Entscheidungstext OGH 22.01.2009 2 Ob 159/08h
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1994:RS0029442

Zuletzt aktualisiert am

12.03.2009

Dokumentnummer

JJR_19941123_OGH0002_0010OB00604_9400000_002

Rechtssatz für 2Ob41/99i 3Ob60/99s 1Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0111715

Geschäftszahl

2Ob41/99i; 3Ob60/99s; 1Ob358/99z; 7Ob320/00k; 1Ob63/03a; 5Ob233/05h; 2Ob280/05y; 2Ob159/08h; 10Ob9/11p; 9Ob19/11a; 1Ob98/11k; 3Ob200/12a; 9Ob68/16i; 7Ob183/17p; 6Ob120/19v

Entscheidungsdatum

25.02.1999

Norm

EuGVÜ Art17 Abs1
Verordnung (EG) Nr 44/2001 des Rates 32001R0044 Brüssel I-Verordnung (EuGVVO) Art23 Abs1
EuGVVO 2012 Art 25
LGVÜ Art17 Abs1

Rechtssatz

Dem Schriftformerfordernis wird auch durch Bezugnahme auf Allgemeine Geschäftsbedingungen, in denen eine Gerichtsstandsklausel enthalten ist, entsprochen, wenn der Vertragstext ausdrücklich auf die AGB Bezug nimmt.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 41/99i
    Entscheidungstext OGH 25.02.1999 2 Ob 41/99i
    Veröff: SZ 72/37
  • 3 Ob 60/99s
    Entscheidungstext OGH 24.11.1999 3 Ob 60/99s
  • 1 Ob 358/99z
    Entscheidungstext OGH 28.04.2000 1 Ob 358/99z
    Vgl auch; Beisatz: Im Anwendungsbereich des LGVÜ ist das Schriftlichkeitsgebot nach Art 17 Abs 1 lit a erster Fall LGVÜ jedenfalls dann nicht im Sinn der "Unterschriftlichkeit" zu verstehen, wenn in der die Gerichtsstandsvereinbarung enthaltenden einheitlichen Urkunde zwar die Unterschrift jenes Teils fehlt, von dem die Urkunde ausgestellt wurde, dessen Identität aber feststeht, die Urkunde jedoch vom anderen Teil im Sinne der Zustimmung unterfertigt ist. (T1)
    Veröff: SZ 73/76
  • 7 Ob 320/00k
    Entscheidungstext OGH 30.03.2001 7 Ob 320/00k
    Auch; Beisatz: Hier: Art 17 Abs 1 EuGVÜ. (T2)
  • 1 Ob 63/03a
    Entscheidungstext OGH 18.11.2003 1 Ob 63/03a
    Beisatz: Hier: Art 23 Abs 1 EuGVVO. (T3)
  • 5 Ob 233/05h
    Entscheidungstext OGH 10.01.2006 5 Ob 233/05h
    Beis wie T2
  • 2 Ob 280/05y
    Entscheidungstext OGH 07.02.2007 2 Ob 280/05y
    Auch; Beisatz: Durch die Paraphierung direkt unter die Fußzeile mit dem Hinweis auf die Allgemeinen Bedingungen und den Gerichtsstand wurde die darin enthaltene Gerichtsstandvereinbarung zur Kenntnis genommen. Von einer unbemerkten Aufnahme der Gerichtsstandvereinbarung kann, da die Absicht des Vertragspartners, Verträgen grundsätzlich ihre Allgemeinen Geschäftsbedingungen zugrundezulegen, der Klägerin auf Grund der seit 2002 bestandenen Geschäftsbeziehung nicht verborgen geblieben sein konnte, keine Rede sein. (T4)
    Beisatz: Die in der Rechtsprechung des EuGH zu Art 17 EuGVÜ entwickelten Kriterien sind auch auf Art 23 EuGVVO zu übertragen. (T5)
  • 2 Ob 159/08h
    Entscheidungstext OGH 22.01.2009 2 Ob 159/08h
    Vgl
  • 10 Ob 9/11p
    Entscheidungstext OGH 01.03.2011 10 Ob 9/11p
    Auch
  • 9 Ob 19/11a
    Entscheidungstext OGH 26.05.2011 9 Ob 19/11a
    Vgl auch
  • 1 Ob 98/11k
    Entscheidungstext OGH 21.06.2011 1 Ob 98/11k
    Beis wie T3
  • 3 Ob 200/12a
    Entscheidungstext OGH 23.01.2013 3 Ob 200/12a
    Auch; Beis wie T1
  • 9 Ob 68/16i
    Entscheidungstext OGH 28.10.2016 9 Ob 68/16i
    Beisatz: Dies gilt auch im Fall eines mündlich geschlossenen Vertrages, wenn die schriftliche Bestätigung durch einen Vertragspartner, der dessen AGB beigefügt sind, vom anderen Vertragspartner schriftlich angenommen worden ist. (T6)
  • 7 Ob 183/17p
    Entscheidungstext OGH 24.01.2018 7 Ob 183/17p
  • 6 Ob 120/19v
    Entscheidungstext OGH 24.09.2019 6 Ob 120/19v

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1999:RS0111715

Im RIS seit

27.03.1999

Zuletzt aktualisiert am

15.10.2019

Dokumentnummer

JJR_19990225_OGH0002_0020OB00041_99I0000_002

Rechtssatz für 2Ob41/99i 3Ob60/99s 1Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0111716

Geschäftszahl

2Ob41/99i; 3Ob60/99s; 1Ob358/99z; 5Ob233/05h; 2Ob159/08h; 4Ob161/14a; 7Ob183/17p; 6Ob120/19v

Entscheidungsdatum

25.02.1999

Norm

LGVÜ Art17 Abs1

Rechtssatz

Grundsätzlich ist das Erfordernis der Schriftform auch dann gewahrt, wenn die Parteien im Text ihres Vertrages auf ein Angebot Bezug genommen haben, das seinerseits ausdrücklich auf die eine Gerichtsstandsklausel enthaltenden allgemeinen Geschäftsbedingungen hingewiesen hatte. Diese Beurteilung gilt für den Fall eines deutlichen Hinweises, dem eine Partei bei Anwendung der normalen Sorgfalt nachgehen kann und wenn feststeht, dass mit dem Angebot, auf das Bezug genommen worden ist, die die Gerichtsstandsklausel enthaltenden allgemeinen Geschäftsbedingungen der anderen Partei tatsächlich zugegangen sind (EuGHSlg 1976, 1831, 1842, Nr 12 - Estatis Salotti/Rüwa).

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 41/99i
    Entscheidungstext OGH 25.02.1999 2 Ob 41/99i
    Veröff: SZ 72/37
  • 3 Ob 60/99s
    Entscheidungstext OGH 24.11.1999 3 Ob 60/99s
  • 1 Ob 358/99z
    Entscheidungstext OGH 28.04.2000 1 Ob 358/99z
    Vgl auch; Beisatz: Im Anwendungsbereich des LGVÜ ist das Schriftlichkeitsgebot nach Art 17 Abs 1 lit a erster Fall LGVÜ jedenfalls dann nicht im Sinn der "Unterschriftlichkeit" zu verstehen, wenn in der die Gerichtsstandsvereinbarung enthaltenden einheitlichen Urkunde zwar die Unterschrift jenes Teils fehlt, von dem die Urkunde ausgestellt wurde, dessen Identität aber feststeht, die Urkunde jedoch vom anderen Teil im Sinne der Zustimmung unterfertigt ist. (T1)
    Veröff: SZ 73/76
  • 5 Ob 233/05h
    Entscheidungstext OGH 10.01.2006 5 Ob 233/05h
    nur: Diese Beurteilung gilt für den Fall eines deutlichen Hinweises, dem eine Partei bei Anwendung der normalen Sorgfalt nachgehen kann und wenn feststeht, dass mit dem Angebot, auf das Bezug genommen worden ist, die die Gerichtsstandsklausel enthaltenden allgemeinen Geschäftsbedingungen der anderen Partei tatsächlich zugegangen sind. (T2)
  • 2 Ob 159/08h
    Entscheidungstext OGH 22.01.2009 2 Ob 159/08h
  • 4 Ob 161/14a
    Entscheidungstext OGH 21.10.2014 4 Ob 161/14a
    Auch; nur T2; Beisatz: Die leichte Abfragbarkeit der AGB im Internet ändert an dieser Beurteilung nichts, wenn ‑ wie hier ‑ das sich auf seine AGB berufende Unternehmen nicht davon ausgehen durfte, dass der Vertragspartner die AGB durch Interneteinsicht noch vor Zustandekommen des Vertrags zur Kenntnis genommen hat, weil es unter diesen Umständen keinesfalls von einer tatsächlichen Zustimmung des Vertragspartners zur Gerichtsstandklausel ausgehen durfte. (T3)
  • 7 Ob 183/17p
    Entscheidungstext OGH 24.01.2018 7 Ob 183/17p
    Auch
  • 6 Ob 120/19v
    Entscheidungstext OGH 24.09.2019 6 Ob 120/19v
    nur T2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1999:RS0111716

Im RIS seit

27.03.1999

Zuletzt aktualisiert am

15.10.2019

Dokumentnummer

JJR_19990225_OGH0002_0020OB00041_99I0000_003

Rechtssatz für 1Ob358/99z 1Ob149/00v 7...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0113570

Geschäftszahl

1Ob358/99z; 1Ob149/00v; 7Ob38/01s; 7Ob320/00k; 5Ob130/02g; 7Ob256/02a; 9Ob134/04b; 5Ob233/05h; 2Ob280/05y; 6Ob229/08g; 2Ob159/08h; 9Ob19/11a; 3Ob200/12a; 9Ob68/16i; 7Ob183/17p

Entscheidungsdatum

28.04.2000

Norm

EuGVÜ Art17 Abs1
Verordnung (EG) Nr 44/2001 des Rates 32001R0044 Brüssel I-Verordnung (EuGVVO) Art23
EuGVVO 2012 Art 25
JN §104 C
LGVÜ Art17

Rechtssatz

Das Schriftformerfordernis zielt auch im Fall des Art 17 LGVÜ darauf ab, den unbemerkten Eingang von Gerichtsstandsklauseln in den Vertrag zu verhindern und im Interesse der Rechtssicherheit die andere Partei vor überraschenden Gerichtsständen zu schützen. In allen Konstellationen muss gewährleistet sein, dass die Parteien einer Klausel, die von den allgemeinen Zuständigkeitsvorschriften abweicht, tatsächlich zugestimmt haben.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 358/99z
    Entscheidungstext OGH 28.04.2000 1 Ob 358/99z
    Veröff: SZ 73/76
  • 1 Ob 149/00v
    Entscheidungstext OGH 29.08.2000 1 Ob 149/00v
    Vgl; Beisatz: Während die Einhaltung der Formvorschriften des Art 17 LGVÜ eine Wirksamkeitsvoraussetzung darstellt, kommt es auf die Einhaltung der Formerfordernisse des nationalen Rechts (hier: § 104 Abs 1 JN) nicht an. (T1)
  • 7 Ob 38/01s
    Entscheidungstext OGH 14.03.2001 7 Ob 38/01s
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T1; Beisatz: Hier: Art 17 Abs 1 EuGVÜ. (T2)
  • 7 Ob 320/00k
    Entscheidungstext OGH 30.03.2001 7 Ob 320/00k
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T1; Beis wie T2
  • 5 Ob 130/02g
    Entscheidungstext OGH 12.09.2002 5 Ob 130/02g
    Vgl auch; Beis wie T2; Beisatz: Art 17 EuGVÜ enthält zur Bestimmung der Willenseinigung nur Formerfordernisse, durch deren Einhaltung gewährleistet werden soll, dass die Einführung der Gerichtsstandsvereinbarung zwischen den Parteien "tatsächlich feststeht". (T3); Beisatz: Das nationale Gericht muss prüfen, ob die Gerichtsstandsvereinbarung Gegenstand einer tatsächlichen Willenseinigung war, die klar und deutlich zum Ausdruck gekommen ist. (T4)
  • 7 Ob 256/02a
    Entscheidungstext OGH 11.12.2002 7 Ob 256/02a
    Auch; Beis wie T2; Beis wie T3; Beis wie T4
  • 9 Ob 134/04b
    Entscheidungstext OGH 01.12.2004 9 Ob 134/04b
    Vgl auch; Beis wie T3; Beis wie T4; Beisatz: Hier: Art 23 EuGVVO. (T5); Beisatz: Dabei ist aber nicht erforderlich, dass sich das aus der Gerichtsstandsklausel abzuleitende Gericht schon aufgrund des Wortlauts der Klausel bestimmen lässt. Es genügt, wenn die Klausel die objektiven Kriterien nennt, über die sich die Parteien bei der Bestimmung des Gerichts oder der Gerichte, die über ihre bereits entstandenen oder künftigen Rechtsstreitigkeiten entscheiden sollen, geeinigt haben. (T6)
  • 5 Ob 233/05h
    Entscheidungstext OGH 10.01.2006 5 Ob 233/05h
  • 2 Ob 280/05y
    Entscheidungstext OGH 07.02.2007 2 Ob 280/05y
    Auch
  • 6 Ob 229/08g
    Entscheidungstext OGH 06.11.2008 6 Ob 229/08g
    Vgl; Beisatz: Die Formerfordernisse bilden mit den Fragen der materiellen Willenseinigung eine Einheit, wobei ein Rückgriff auf das innerstaatliche Recht zwar so weit ausscheidet, als aus den Formerfordernissen des Art 23 EuGVVO materielle Einigungskriterien gewonnen werden können. Voraussetzung ist aber immer die tatsächliche Willenseinigung, weil Art 23 EuGVVO gewährleisten soll, dass Zuständigkeitsvereinbarungen nicht unbemerkt Inhalt des Vertrags werden. (T7); Beisatz: Unterscheiden sich Verhandlungs- und Vertragssprache, bedarf es eben eines Hinweises des Anwenders der Allgemeinen Geschäftsbedingungen in der Verhandlungssprache, dass der fremdsprachige Vertragstext eine Gerichtsstandsvereinbarung beziehungsweise Allgemeine Geschäftsbedingungen (die eine Gerichtsstandsvereinbarung umfassen) beinhaltet. (T8)
  • 2 Ob 159/08h
    Entscheidungstext OGH 22.01.2009 2 Ob 159/08h
    Beisatz: Wenngleich für die Wirksamkeit einer Gerichtsstandsvereinbarung nach europäischem Zuständigkeitsrecht die im nationalen Recht geforderte „Unterschriftlichkeit" nicht maßgeblich ist, so hat das in den genannten Bestimmungen festgelegte Schriftformerfordernis doch auch das gleiche Ziel wie der in § 104 Abs 1 JN geforderte urkundliche Nachweis. (T9)
  • 9 Ob 19/11a
    Entscheidungstext OGH 26.05.2011 9 Ob 19/11a
  • 3 Ob 200/12a
    Entscheidungstext OGH 23.01.2013 3 Ob 200/12a
    Auch; Beis ähnlich wie T4
  • 9 Ob 68/16i
    Entscheidungstext OGH 28.10.2016 9 Ob 68/16i
  • 7 Ob 183/17p
    Entscheidungstext OGH 24.01.2018 7 Ob 183/17p
    Auch; Beis wie T7

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2000:RS0113570

Im RIS seit

28.05.2000

Zuletzt aktualisiert am

14.03.2018

Dokumentnummer

JJR_20000428_OGH0002_0010OB00358_99Z0000_004

Rechtssatz für 7Ob117/00g 7Ob38/01s 7O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0114604

Geschäftszahl

7Ob117/00g; 7Ob38/01s; 7Ob320/00k; 4Ob199/01w; 6Ob185/02b; 5Ob130/02g; 7Ob256/02a; 6Ob176/03f; 1Ob63/03a; 8Ob83/05x; 5Ob233/05h; 2Ob280/05y; 2Ob192/07k; 6Ob176/08p; 6Ob229/08g; 2Ob159/08h; 3Ob24/09i; 1Ob146/09s; 9ObA48/10i; 10Ob9/11p; 9Ob19/11a; 1Ob98/11k; 3Ob200/12a; 4Ob161/14a; 2Ob217/14x; 6Ob67/17x; 7Ob183/17p; 1Ob53/19d; 6Ob120/19v

Entscheidungsdatum

14.12.2000

Norm

EuGVÜ Art17 Abs1 lita
Verordnung (EG) Nr 44/2001 des Rates 32001R0044 Brüssel I-Verordnung (EuGVVO) Art23 Abs1

Rechtssatz

Die Voraussetzungen für die Gültigkeit von Gerichtsstandsklauseln sind eng auszulegen. Die Formvorschrift des Art 17 Abs 1 lit a EuGVÜ erster Fall kann auch durch getrennte Schriftstücke erfüllt werden. Art 17 Abs 1 lit a EuGVÜ kennt als eine Möglichkeit der Erfüllung der Form auch die schriftliche Bestätigung einer mündlich getroffenen Vereinbarung, wobei es ohne Bedeutung ist, welche Partei die mündlich getroffene Gerichtsstandsvereinbarung bestätigt.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 117/00g
    Entscheidungstext OGH 14.12.2000 7 Ob 117/00g
  • 7 Ob 38/01s
    Entscheidungstext OGH 14.03.2001 7 Ob 38/01s
    nur: Die Voraussetzungen für die Gültigkeit von Gerichtsstandsklauseln sind eng auszulegen. (T1)
  • 7 Ob 320/00k
    Entscheidungstext OGH 30.03.2001 7 Ob 320/00k
    nur T1
  • 4 Ob 199/01w
    Entscheidungstext OGH 25.09.2001 4 Ob 199/01w
    nur T1
  • 6 Ob 185/02b
    Entscheidungstext OGH 29.08.2002 6 Ob 185/02b
    nur T1
  • 5 Ob 130/02g
    Entscheidungstext OGH 12.09.2002 5 Ob 130/02g
    nur T1
  • 7 Ob 256/02a
    Entscheidungstext OGH 11.12.2002 7 Ob 256/02a
    Auch; nur T1; Beisatz: Zu vermeiden ist jedoch jeder mit der kaufmännischen Praxis unvereinbare überspitzte Formalismus (7 Ob 176/98b). (T2)
  • 6 Ob 176/03f
    Entscheidungstext OGH 02.10.2003 6 Ob 176/03f
    nur: Die Voraussetzungen für die Gültigkeit von Gerichtsstandsklauseln sind eng auszulegen. Die Formvorschrift des Art 17 Abs 1 lit a EuGVÜ erster Fall kann auch durch getrennte Schriftstücke erfüllt werden. (T3)
  • 1 Ob 63/03a
    Entscheidungstext OGH 18.11.2003 1 Ob 63/03a
    Auch; nur T1; Beisatz: Hier: Art 23 Abs 1 EuGVVO. (T4)
  • 8 Ob 83/05x
    Entscheidungstext OGH 08.09.2005 8 Ob 83/05x
    nur T1; Beisatz: Nach der Zielsetzung des Art 17 EuGVÜ beziehungsweise des Art 23 EuGVVO soll vor allem gewährleistet sein, dass Zuständigkeitsvereinbarungen nicht unbemerkt Inhalt des Vertrags werden. (T5)
    Veröff: SZ 2005/128
  • 5 Ob 233/05h
    Entscheidungstext OGH 10.01.2006 5 Ob 233/05h
    nur T1; Beis wie T2; Beis wie T5
  • 2 Ob 280/05y
    Entscheidungstext OGH 07.02.2007 2 Ob 280/05y
    Auch; Beis wie T2; Beis wie T5; Beisatz: Die in der Rechtsprechung des EuGH zu Art 17 EuGVÜ entwickelten Kriterien sind auch auf Art 23 EuGVVO zu übertragen. (T6)
  • 2 Ob 192/07k
    Entscheidungstext OGH 24.01.2008 2 Ob 192/07k
    nur T1
  • 6 Ob 176/08p
    Entscheidungstext OGH 01.10.2008 6 Ob 176/08p
    Beis wie T5; Beisatz: Unter „Gepflogenheiten" im Sinn des Art 23 Abs 1 lit b EuGVVO wird eine zwischen den konkreten Parteien regelmäßig beachtete Praxis verstanden. Eine „Gepflogenheit" von vornherein schon dann aus, wenn ein Geschäftspartner den vom anderen gewählten und in einer ihm fremden Sprache wiedergegebenen Ausdruck nicht versteht. (T7)
    Beisatz: Ob eine in einem konkreten Fall geübte Praxis, die Dauer der Geschäftsbeziehung und deren Intensität ausreichen, damit eine der Parteien auf eine bestimmte Form als „die übliche" vertrauen darf, richtet sich nach den konkreten Umständen des zu beurteilenden Einzelfalls und hat regelmäßig keine über diesen hinausgehende Bedeutung. (T8)
  • 6 Ob 229/08g
    Entscheidungstext OGH 06.11.2008 6 Ob 229/08g
    Auch; nur T1; Beis wie T6; Beisatz: Hier: Fremdsprachige AGB. (T9)
  • 2 Ob 159/08h
    Entscheidungstext OGH 22.01.2009 2 Ob 159/08h
    nur T1; Beis wie T2
  • 3 Ob 24/09i
    Entscheidungstext OGH 25.02.2009 3 Ob 24/09i
    Auch; nur T1; Beis wie T2; Beisatz: Es soll gewährleistet sein, dass Zuständigkeitsvereinbarungen nicht unbemerkt Inhalt des Vertrags werden. (T10)
  • 1 Ob 146/09s
    Entscheidungstext OGH 08.09.2009 1 Ob 146/09s
    Auch; nur T1; Beis wie T6; Beis wie T7 nur: Unter „Gepflogenheiten" im Sinn des Art 23 Abs 1 lit b EuGVVO wird eine zwischen den konkreten Parteien regelmäßig beachtete Praxis verstanden. (T11)
    Beis wie T8; Beis wie T10
  • 9 ObA 48/10i
    Entscheidungstext OGH 30.06.2010 9 ObA 48/10i
    nur T1; Beis wie T10
  • 10 Ob 9/11p
    Entscheidungstext OGH 01.03.2011 10 Ob 9/11p
    Auch; nur T3; Beis wie T2; Beis wie T5; Beis wie T10
  • 9 Ob 19/11a
    Entscheidungstext OGH 26.05.2011 9 Ob 19/11a
    nur: Die Voraussetzungen für die Gültigkeit von Gerichtsstandsklauseln sind eng auszulegen. Die Formvorschrift des Art 17 Abs 1 lit a EuGVÜ erster Fall kann auch durch getrennte Schriftstücke erfüllt werden. Art 17 Abs 1 lit a EuGVÜ kennt als eine Möglichkeit der Erfüllung der Form auch die schriftliche Bestätigung einer mündlich getroffenen Vereinbarung. (T12)
  • 1 Ob 98/11k
    Entscheidungstext OGH 21.06.2011 1 Ob 98/11k
    nur T1; Beis wie T10
  • 3 Ob 200/12a
    Entscheidungstext OGH 23.01.2013 3 Ob 200/12a
    Auch; Beis wie T5
  • 4 Ob 161/14a
    Entscheidungstext OGH 21.10.2014 4 Ob 161/14a
    Auch; nur T1; Beis wie T5
  • 2 Ob 217/14x
    Entscheidungstext OGH 18.12.2014 2 Ob 217/14x
    Auch; nur T1; Beis wie T5
  • 6 Ob 67/17x
    Entscheidungstext OGH 29.05.2017 6 Ob 67/17x
    Vgl auch; Beisatz: Bei der Frage, ob im konkreten Fall zwischen den Parteien eine bestimmte Ge­pflogenheit besteht, handelt es sich um eine Tatfrage, die unabhängig vom anzuwendenden Recht zu beantworten ist. (T13)
  • 7 Ob 183/17p
    Entscheidungstext OGH 24.01.2018 7 Ob 183/17p
    Auch; nur T1; nur T3; Beis wie T5; Beis wie T6; Beis wie T7; Beis wie T8; Beis wie T10; nur T12
  • 1 Ob 53/19d
    Entscheidungstext OGH 03.04.2019 1 Ob 53/19d
    Beis wie T7; Beis wie T8; Beis wie T11; Beisatz: Hier: Art 23 Abs 1 lit b LGVÜ 2007. (T14)
  • 6 Ob 120/19v
    Entscheidungstext OGH 24.09.2019 6 Ob 120/19v
    nur T1; Beis wie T5

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2000:RS0114604

Im RIS seit

13.01.2001

Zuletzt aktualisiert am

15.10.2019

Dokumentnummer

JJR_20001214_OGH0002_0070OB00117_00G0000_001

Rechtssatz für 4Ob199/01w 2Ob159/08h 1...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0115733

Geschäftszahl

4Ob199/01w; 2Ob159/08h; 1Ob98/11k; 8ObA38/13s

Entscheidungsdatum

25.09.2001

Norm

EuGVÜ Art17
Verordnung (EG) Nr 44/2011 des Rates 32001R0044 Brüssel I-Verordnung (EuGVVO) Art23

Rechtssatz

Ist eine Gerichtsstandsklausel in einem Text enthalten, der kein Bestandteil der Vertragsurkunde oder des Vertragsangebots ist - so etwa bei AGB -, dann wird sie nur wirksam, wenn sich auch im Vertrag ein deutlicher Hinweis auf sie findet; eine unauffällig versteckt stehende Klausel genügt demnach nicht. Die pauschale Annahme eines schriftlichen Angebots führt nur dann zu einer wirksamen Gerichtsstandsvereinbarung, wenn eine entsprechende Klausel im Angebot unmissverständlich enthalten war.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 199/01w
    Entscheidungstext OGH 25.09.2001 4 Ob 199/01w
  • 2 Ob 159/08h
    Entscheidungstext OGH 22.01.2009 2 Ob 159/08h
    Vgl
  • 1 Ob 98/11k
    Entscheidungstext OGH 21.06.2011 1 Ob 98/11k
  • 8 ObA 38/13s
    Entscheidungstext OGH 27.02.2014 8 ObA 38/13s
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2001:RS0115733

Im RIS seit

25.10.2001

Zuletzt aktualisiert am

18.04.2014

Dokumentnummer

JJR_20010925_OGH0002_0040OB00199_01W0000_001

Rechtssatz für 2Ob105/07s 2Ob159/08h 4...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0122413

Geschäftszahl

2Ob105/07s; 2Ob159/08h; 4Ob46/11k; 1Ob178/15f

Entscheidungsdatum

14.06.2007

Norm

JN §104 Abs1 C
ZPO §266 C
ZPO §272 C

Rechtssatz

Der in § 104 Abs 1 JN geforderte urkundliche Nachweis ist keine Formvorschrift, sondern eine Beweisregel. Auf diesen Nachweis ist daher die auch für verfahrensrechtliche Tatbestände geltende allgemeine Beweislastregel anzuwenden, wonach jede Partei die Beweislast für das Vorliegen aller tatsächlichen Voraussetzungen der ihr günstigen Rechtsnormen trägt.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 105/07s
    Entscheidungstext OGH 14.06.2007 2 Ob 105/07s
    Veröff: SZ 2007/97
  • 2 Ob 159/08h
    Entscheidungstext OGH 22.01.2009 2 Ob 159/08h
    nur: Der in § 104 Abs 1 JN geforderte urkundliche Nachweis ist keine Formvorschrift, sondern eine Beweisregel. (T1)
  • 4 Ob 46/11k
    Entscheidungstext OGH 10.05.2011 4 Ob 46/11k
    Auch; nur T1
  • 1 Ob 178/15f
    Entscheidungstext OGH 17.09.2015 1 Ob 178/15f
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2007:RS0122413

Im RIS seit

14.07.2007

Zuletzt aktualisiert am

17.11.2015

Dokumentnummer

JJR_20070614_OGH0002_0020OB00105_07S0000_003

Rechtssatz für 2Ob159/08h 2Ob139/13z

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0124496

Geschäftszahl

2Ob159/08h; 2Ob139/13z

Entscheidungsdatum

22.01.2009

Norm

ZPO §521a Abs1 Z3
ZPO §527 Abs2 B1
ZPO §527 Abs2 B5
ZPO §527 Abs2 B6

Rechtssatz

Richtet sich der gemäß § 527 Abs 2 ZPO zugelassene Rekurs gegen einen Beschluss des Rekursgerichts, mit dem eine Entscheidung im Sinne des § 521a Abs 1 Z 3 ZPO zur Verfahrensergänzung und neuerlichen Entscheidung aufgehoben wurde („echter" Aufhebungsbeschluss), ist das Rekursverfahren zweiseitig. Die Rekursfrist beträgt in einem solchen Fall vier Wochen. Das gilt auch für die Frist zur Einbringung der Rekursbeantwortung.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 159/08h
    Entscheidungstext OGH 22.01.2009 2 Ob 159/08h
  • 2 Ob 139/13z
    Entscheidungstext OGH 29.08.2013 2 Ob 139/13z
    Gegenteilig; Beisatz: Nunmehr Rekursfrist 14 Tage: Das gilt seit der Änderung des § 521a Abs 1 ZPO durch die ZVN 2009 auch für die Fälle zweiseitiger Rechtsmittel, sofern nicht ein Endbeschluss im Besitzstörungsverfahren oder ein Aufhebungsbeschluss nach § 519 Abs 1 Z 2 ZPO angefochten wird. (T1)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2009:RS0124496

Im RIS seit

21.02.2009

Zuletzt aktualisiert am

04.11.2013

Dokumentnummer

JJR_20090122_OGH0002_0020OB00159_08H0000_001

Rechtssatz für 2Ob159/08h 4Ob46/11k

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0124497

Geschäftszahl

2Ob159/08h; 4Ob46/11k

Entscheidungsdatum

22.01.2009

Norm

JN §104 A

Rechtssatz

Da § 104 JN keine Vorschriften über die Gestaltung der zum Nachweis einer Gerichtsstandsvereinbarung benötigten Urkunden enthält, muss nach den im redlichen Verkehr geltenden Gewohnheiten beurteilt werden, welche Urkundenfassung erforderlich ist und ausreicht.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 159/08h
    Entscheidungstext OGH 22.01.2009 2 Ob 159/08h
  • 4 Ob 46/11k
    Entscheidungstext OGH 10.05.2011 4 Ob 46/11k

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2009:RS0124497

Im RIS seit

21.02.2009

Zuletzt aktualisiert am

15.07.2011

Dokumentnummer

JJR_20090122_OGH0002_0020OB00159_08H0000_002

Rechtssatz für 2Ob159/08h

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0124498

Geschäftszahl

2Ob159/08h

Entscheidungsdatum

22.01.2009

Norm

JN §104 Abs1 A

Rechtssatz

Haben die Parteien im Text ihres Vertrags auf ein Angebot Bezug genommen, das seinerseits ausdrücklich auf die eine Gerichtsstandsklausel enthaltenden Allgemeinen Geschäftsbedingungen hingewiesen hatte und sind mit dem Angebot, auf das Bezug genommen worden ist, die die Gerichtsstandsklausel enthaltenden Allgemeinen Geschäftsbedingungen der anderen Partei tatsächlich zugegangen, so sind, wenn die pauschal erfolgte Annahme dieses Angebots durch Vorlage einer vom Annehmenden unterfertigten Urkunde nachgewiesen wird, - jedenfalls dann, wenn die Vertragsparteien Unternehmer sind - auch die Kriterien einer wirksamen Gerichtsstandsvereinbarung nach § 104 Abs 1 JN erfüllt.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 159/08h
    Entscheidungstext OGH 22.01.2009 2 Ob 159/08h

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2009:RS0124498

Zuletzt aktualisiert am

01.04.2009

Dokumentnummer

JJR_20090122_OGH0002_0020OB00159_08H0000_003