Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 5Ob2/69 6Ob100/74 2Ob17...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0041118

Geschäftszahl

5Ob2/69; 6Ob100/74; 2Ob177/79; 2Ob153/82; 7Ob654/85; 3Ob11/89; 1Ob576/92; 1Ob536/94; 1Ob5/94; 9ObA205/98g; 5Ob278/07d; 3Ob166/08w; 4Ob60/09s; 4Ob76/10w; 1Ob119/14b

Entscheidungsdatum

15.01.1969

Norm

ZPO §411 Aa

Rechtssatz

Ein Verstoß gegen die Rechtskraft liegt nur dann vor, wenn eine Entscheidung zwischen denselben Parteien über denselben Anspruch ergeht.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 2/69
    Entscheidungstext OGH 15.01.1969 5 Ob 2/69
  • 6 Ob 100/74
    Entscheidungstext OGH 20.06.1974 6 Ob 100/74
    Beisatz: Gleichheit der Prozessparteien, des Klagegrundes und des Klageanspruches. (T1)
  • 2 Ob 177/79
    Entscheidungstext OGH 04.12.1979 2 Ob 177/79
    Beis wie T1
  • 2 Ob 153/82
    Entscheidungstext OGH 14.12.1982 2 Ob 153/82
    Zweiter Rechtsgang zu 2 Ob 177/79
  • 7 Ob 654/85
    Entscheidungstext OGH 16.01.1986 7 Ob 654/85
    Auch; Veröff: SZ 59/14 = EvBl 1986/122 S 465 = RdW 1986,145
  • 3 Ob 11/89
    Entscheidungstext OGH 12.04.1989 3 Ob 11/89
    Beis wie T1; Veröff: RZ 1989/96 S 250
  • 1 Ob 576/92
    Entscheidungstext OGH 14.07.1992 1 Ob 576/92
    Vgl; Beis wie T1
  • 1 Ob 536/94
    Entscheidungstext OGH 29.03.1994 1 Ob 536/94
    Auch
  • 1 Ob 5/94
    Entscheidungstext OGH 14.07.1994 1 Ob 5/94
    Auch
  • 9 ObA 205/98g
    Entscheidungstext OGH 11.11.1998 9 ObA 205/98g
    Vgl; Beisatz: Identität des Anspruches, der Parteien und des rechtserzeugenden Sachverhalts. (T2)
  • 5 Ob 278/07d
    Entscheidungstext OGH 19.02.2008 5 Ob 278/07d
    Beisatz: Hier: Urkundenhinterlegungsverfahren. (T3)
    Veröff: SZ 2008/26
  • 3 Ob 166/08w
    Entscheidungstext OGH 03.09.2008 3 Ob 166/08w
    Ähnlich; Beisatz: Hier: Eine Bindungswirkung der rechtskräftigen Vorentscheidung ist mangels Parteienidentität in beiden Verfahren zu verneinen. (T4)
  • 4 Ob 60/09s
    Entscheidungstext OGH 14.07.2009 4 Ob 60/09s
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Unterlassungsklage nach § 1 UWG und kartellrechtlicher Abstellungsanspruch: nicht derselbe Anspruch. (T5)
    Veröff: SZ 2009/94
  • 4 Ob 76/10w
    Entscheidungstext OGH 11.05.2010 4 Ob 76/10w
    Vgl
  • 1 Ob 119/14b
    Entscheidungstext OGH 19.03.2015 1 Ob 119/14b
    Vgl auch; Veröff: SZ 2015/20

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1969:RS0041118

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

10.03.2017

Dokumentnummer

JJR_19690115_OGH0002_0050OB00002_6900000_002

Rechtssatz für 3Ob526/79 1Ob536/86 1Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0017140

Geschäftszahl

3Ob526/79; 1Ob536/86; 1Ob45/86; 2Ob613/89; 5Ob572/93; 8Ob572/93; 2Ob576/95; 4Ob218/98g (4Ob219/98d); 6Ob64/99a; 1Ob349/99a; 2Ob196/03t; 6Ob204/02x; 6Ob218/05k; 6Ob8/07f; 3Ob166/08w; 2Ob107/08m; 9Ob3/08v; 7Ob57/11z; 2Ob204/10d; 7Ob28/15s

Entscheidungsdatum

12.12.1979

Norm

ABGB §881 IA
ABGB §1400 A
ABGB §1400 C

Rechtssatz

1.) Der bankgeschäftliche Überweisungsauftrag besteht aus der Weisung des Kunden an die Kreditunternehmung, welche er gemäß eines Vertrages mit der Kreditunternehmung erteilt und welcher dieses im Rahmen der getroffenen Vereinbarung nachzukommen hat.

2.) Der Überweisungsauftrag ist kein Vertrag zugunsten eines Dritten.

3.) Der Überweisungsempfänger erwirbt auf Grund eines derartigen Überweisungsauftrages keinen unmittelbaren Rechtsanspruch gegen die Kreditunternehmung, das die Überweisung durchzuführen hat.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 526/79
    Entscheidungstext OGH 12.12.1979 3 Ob 526/79
    Veröff: SZ 52/183
  • 1 Ob 536/86
    Entscheidungstext OGH 17.03.1986 1 Ob 536/86
    Veröff: SZ 59/51 = ÖBA 1986/7 S 301 = RdW 1986,207 = JBl 1986,381 (zustimmend Koziol)
  • 1 Ob 45/86
    Entscheidungstext OGH 18.02.1987 1 Ob 45/86
    nur: Der Überweisungsauftrag ist kein Vertrag zugunsten eines Dritten. Der Überweisungsempfänger erwirbt auf Grund eines derartigen Überweisungsauftrages keinen unmittelbaren Rechtsanspruch gegen die Kreditunternehmung, das die Überweisung durchzuführen hat. (T1)
  • 2 Ob 613/89
    Entscheidungstext OGH 31.01.1990 2 Ob 613/89
    nur T1; Veröff: ecolex 1990,348 = ÖBA 1990,726
  • 5 Ob 572/93
    Entscheidungstext OGH 21.12.1993 5 Ob 572/93
    nur T1
  • 8 Ob 572/93
    Entscheidungstext OGH 24.02.1994 8 Ob 572/93
    nur T1; Beisatz: Hier: Wurde auf Grund der besonderen Umstände eine selbständige Verpflichtungserklärung angenommen. (T2) Veröff: ÖBA 1994,650
  • 2 Ob 576/95
    Entscheidungstext OGH 24.04.1997 2 Ob 576/95
    nur: Der bankgeschäftliche Überweisungsauftrag besteht aus der Weisung des Kunden an die Kreditunternehmung, welche er gemäß eines Vertrages mit der Kreditunternehmung erteilt und welcher dieses im Rahmen der getroffenen Vereinbarung nachzukommen hat. (T3)
    Veröff: SZ 70/80
  • 4 Ob 218/98g
    Entscheidungstext OGH 29.09.1998 4 Ob 218/98g
    Auch; nur: Der Überweisungsempfänger erwirbt auf Grund eines derartigen Überweisungsauftrages keinen unmittelbaren Rechtsanspruch gegen die Kreditunternehmung, das die Überweisung durchzuführen hat. (T4)
    Veröff: SZ 71/158
  • 6 Ob 64/99a
    Entscheidungstext OGH 20.05.1999 6 Ob 64/99a
    Vgl; Beisatz: Die bezügliche des Devisenausländerkontos mit der Bank getroffene Vereinbarung kann angesichts des der Bank bekannten Auftragsverhältnisses nur so verstanden werden, dass der, der Bank bekannter, materiell berechtigter Geschäftsherr aus der Kontoeröffnung unmittelbar berechtigt sein soll, so dass ihm allein die Gläubigerposition zukommt. (T5)
  • 1 Ob 349/99a
    Entscheidungstext OGH 28.04.2000 1 Ob 349/99a
    nur T4
  • 2 Ob 196/03t
    Entscheidungstext OGH 12.09.2003 2 Ob 196/03t
    Auch; Beisatz: Der an eine Bank erteilte Überweisungsauftrag ist ein Sonderfall der bürgerlich-rechtlichen Anweisung. (T6)
  • 6 Ob 204/02x
    Entscheidungstext OGH 27.11.2003 6 Ob 204/02x
    Auch
  • 6 Ob 218/05k
    Entscheidungstext OGH 15.12.2005 6 Ob 218/05k
  • 6 Ob 8/07f
    Entscheidungstext OGH 16.03.2007 6 Ob 8/07f
  • 3 Ob 166/08w
    Entscheidungstext OGH 03.09.2008 3 Ob 166/08w
    Auch; nur T4; Beisatz: Hier: Vertragsauslegung ergibt Widerruflichkeit des Überweisungsauftrags. (T7)
  • 2 Ob 107/08m
    Entscheidungstext OGH 19.02.2009 2 Ob 107/08m
    Auch; nur T3; nur T4; Beis wie T6; Beisatz: Der an eine Bank erteilte Überweisungsauftrag ist kein Auftrag im technischen Sinn, sondern eine einseitige, nicht zustimmungsbedürftige Weisung des Kunden an die Bank im Rahmen des - im Regelfall bestehenden - Girovertrags. (T8)
    Veröff: SZ 2009/18
  • 9 Ob 3/08v
    Entscheidungstext OGH 24.02.2009 9 Ob 3/08v
    Auch; nur T3; nur T4; Beis wie T6; Beis wie T8
  • 7 Ob 57/11z
    Entscheidungstext OGH 31.08.2011 7 Ob 57/11z
    Auch; Beis wie T6; Beis wie T8
  • 2 Ob 204/10d
    Entscheidungstext OGH 20.10.2011 2 Ob 204/10d
    nur T4; Beis wie T6; Veröff: SZ 2011/127
  • 7 Ob 28/15s
    Entscheidungstext OGH 12.03.2015 7 Ob 28/15s
    Vgl; Beis wie T6; Beis wie T8

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1979:RS0017140

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

15.06.2015

Dokumentnummer

JJR_19791212_OGH0002_0030OB00526_7900000_001

Rechtssatz für 1Ob536/86 1Ob516/88 2Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0017127

Geschäftszahl

1Ob536/86; 1Ob516/88; 2Ob613/89; 1Ob672/90; 1Ob503/92; 1Ob580/94; 1Ob637/94; 8Ob1556/95; 4Ob2259/96a; 4Ob325/98t; 2Ob5/00z; 7Ob188/99v; 1Ob143/00m; 6Ob287/00z; 8Ob287/01s; 2Ob196/03t; 3Ob265/02w; 9Ob128/03v; 7Ob211/05p; 4Ob230/06m; 3Ob166/08w; 8Ob145/09w; 8Ob166/09h; 6Ob53/15k

Entscheidungsdatum

17.03.1986

Norm

ABGB §881 IA
ABGB §1295 Ia2
ABGB §1400 C

Rechtssatz

Aus dem mit dem Kreditinstitut abgeschlossenen Girovertrag können sich Sorgfaltspflichten zugunsten Dritter ergeben. Das reine Vermögen des Dritten ist aber nur dann geschützt, wenn bei der zu erbringenden Leistung erkennbar auch die Interessen des Dritten berührt werden, insbesondere wenn dessen Entschlüsse dadurch beeinflusst wurden. Ist dem Kreditinstitut, das dem Überweisungsempfänger den Erhalt eines Überweisungsauftrages bestätigt, bekannt, dass der Überweisungsempfänger nur leistet, wenn die an ihn zu bewirkende Zahlung sichergestellt ist, hat es den Überweisungsempfänger darauf hinzuweisen, dass durch die Auftragsbestätigung keine vom Deckungsverhältnis unabhängige Verpflichtung begründet wird und die vom Überweisungsempfänger angenommene Sicherheit nicht besteht. Die Unterlassung der Aufklärung begründet eine Verletzung dem Überweisungsempfänger gegenüber bestehender Sorgfaltspflichten, die zum Schadenersatz verpflichtet.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 536/86
    Entscheidungstext OGH 17.03.1986 1 Ob 536/86
    Veröff: SZ 59/51 = ÖBA 1986/7 S 301 (zustimmend Koziol) = JBl 1986,381 = RdW 1986,207
  • 1 Ob 516/88
    Entscheidungstext OGH 16.03.1988 1 Ob 516/88
    Veröff: SZ 61/64 = RdW 1988,287 = WBl 1988,331 (dazu Wilhelm) = ÖBA 1988,839 (Koziol)
  • 2 Ob 613/89
    Entscheidungstext OGH 31.01.1990 2 Ob 613/89
    Auch; nur: Aus dem mit dem Kreditinstitut abgeschlossenen Girovertrag können sich Sorgfaltspflichten zugunsten Dritter ergeben. Das reine Vermögen des Dritten ist aber nur dann geschützt, wenn bei der zu erbringenden Leistung erkennbar auch die Interessen des Dritten berührt werden. (T1); Beisatz: Vermögensschäden sind im Falle des Bestehens von Schutzpflichten dann zu ersetzen, wenn die Hauptleistung gerade dem Dritten zukommen sollte. (T2); Veröff: ecolex 1990,348 = ÖBA 1990,726
  • 1 Ob 672/90
    Entscheidungstext OGH 24.10.1990 1 Ob 672/90
    nur T1; Beis wie T2; Veröff: SZ 63/187 = ÖBA 1991,525 (Canaris)
  • 1 Ob 503/92
    Entscheidungstext OGH 19.02.1992 1 Ob 503/92
    Vgl auch; nur T1; Beisatz: Bei der Durchführung eines Überweisungsauftrages in Form der sogenannten zwischenbetrieblichen Überweisung ist auch das reine Vermögen grundsätzlich in den Schutzbereich des Vertrages einbezogen. (T3); Veröff: SZ 65/20 = ÖBA 1992,841 = JBl 1992,713 (Iro)
  • 1 Ob 580/94
    Entscheidungstext OGH 25.10.1994 1 Ob 580/94
    Auch; nur T1; Beis wie T2
  • 1 Ob 637/94
    Entscheidungstext OGH 23.11.1994 1 Ob 637/94
    Vgl; nur: Das reine Vermögen des Dritten ist aber nur dann geschützt, wenn bei der zu erbringenden Leistung erkennbar auch die Interessen des Dritten berührt werden. (T4)
  • 8 Ob 1556/95
    Entscheidungstext OGH 20.09.1995 8 Ob 1556/95
    Vgl auch; nur T4
  • 4 Ob 2259/96a
    Entscheidungstext OGH 15.10.1996 4 Ob 2259/96a
    nur T1; Beis wie T2; Beisatz: Ein Schuldverhältnis mit Schutzwirkungen für Dritte liegt dann vor, wenn der einen Vertragspartei gegenüber dem Dritten eine "Fürsorgepflicht" obliegt oder wenn sie auf die Sicherheit des Dritten ebensolchen Wert legt wie auf ihre eigene. Grundsätzlich ist demnach der Schuldner des Bankkunden kein Dritter im Sinne der Lehre von den Schutzwirkungen, trifft doch den Kunden im allgemeinen gegenüber seinen Schuldnern keine Schutzpflicht. (T5); Veröff: SZ 69/229
  • 4 Ob 325/98t
    Entscheidungstext OGH 26.01.1999 4 Ob 325/98t
    Vgl auch; Beis wie T3
  • 2 Ob 5/00z
    Entscheidungstext OGH 20.01.2000 2 Ob 5/00z
    Vgl auch; Beisatz: Allgemeine Pflichten eines Kreditinstituts, Schäden durch Untreuehandlungen in einer fremden Sphäre hintanzuhalten, sind nicht anzuerkennen. (T6); Veröff: SZ 73/11
  • 7 Ob 188/99v
    Entscheidungstext OGH 16.02.2000 7 Ob 188/99v
    Beis wie T2
  • 1 Ob 143/00m
    Entscheidungstext OGH 19.12.2000 1 Ob 143/00m
    Ähnlich; nur T4; Beis wie T2; Beisatz: Verwendet die das Girokonto führende Bank die auf dem Konto eingegangenen, vom Kontoinhaber gleichsam treuhänderisch zu haltenden Gelder zur Befriedigung einer eigenen Kreditforderung gegen den Kontoinhaber, obwohl sie weiß, dass es sich dabei um Treuhanderläge handelt, so macht sie sich gegenüber dem Treugeber, der die Gelder auf das Girokonto überweist, schadenersatzpflichtig. (T7); Beisatz: Bei deliktischer Schädigung wird eine Haftung für Vermögensschäden Dritter dann bejaht, wenn bei der zu erbringenden Leistung erkennbar auch die Interessen des Dritten mitverfolgt und dessen Entschlüsse beeinflusst wurden. (T8); Veröff: SZ 73/201
  • 6 Ob 287/00z
    Entscheidungstext OGH 27.09.2001 6 Ob 287/00z
    Vgl auch; Beis wie T6; Veröff: SZ 74/167
  • 8 Ob 287/01s
    Entscheidungstext OGH 28.11.2002 8 Ob 287/01s
    Vgl; nur T4; Beis wie T2; Beis wie T8
  • 2 Ob 196/03t
    Entscheidungstext OGH 12.09.2003 2 Ob 196/03t
    Vgl; Beisatz: Die Vernachlässigung der ihr obliegenden Sorgfalt eines ordentlichen Kaufmanns ist einer Bank als Verschulden zuzurechnen. (T9)
  • 3 Ob 265/02w
    Entscheidungstext OGH 22.10.2003 3 Ob 265/02w
    Auch; nur: Das reine Vermögen des Dritten ist aber nur dann geschützt, wenn bei der zu erbringenden Leistung erkennbar auch die Interessen des Dritten berührt werden, insbesondere wenn dessen Entschlüsse dadurch beeinflußt wurden. (T10)
  • 9 Ob 128/03v
    Entscheidungstext OGH 25.02.2004 9 Ob 128/03v
    nur T1; Beis wie T6; Beisatz: Beim Treuhandkonto soll die Leistung der Bank aber gerade an den Treuhänder und nicht an die Treugeber erfolgen. Es wäre widersprüchlich, wollte man zB annehmen, die Bank sei zwar nur gegenüber dem Treuhänder zur Auszahlung eines Guthabens verpflichtet, doch bei schuldhaftem Verzug stehe der Schadenersatzanspruch den Treugebern zu. Dazu kommt, dass der Ersatz reiner Vermögensschäden beim Vertrag mit Schutzwirkung zugunsten Dritter eher zurückhaltend beurteilt wird. (T11)
  • 7 Ob 211/05p
    Entscheidungstext OGH 28.11.2005 7 Ob 211/05p
    Vgl auch; Beis wie T6; Beis wie T11
  • 4 Ob 230/06m
    Entscheidungstext OGH 19.12.2006 4 Ob 230/06m
    Beis wie T2; Beis wie T6
  • 3 Ob 166/08w
    Entscheidungstext OGH 03.09.2008 3 Ob 166/08w
    Auch
  • 8 Ob 145/09w
    Entscheidungstext OGH 19.05.2010 8 Ob 145/09w
    Vgl; Beis wie T6; Beisatz: Der Zweck der Geldwäschevorschriften des BWG, insbesondere auch des § 41 leg cit, liegt in der Heranziehung der Finanzinstitute zur Unterstützung der Aufsichts- und Strafbehörden bei der Bekämpfung von Geldwäscherei und der Terrorismusfinanzierung und demnach in der Verfolgung von Allgemeininteressen. Diese Bestimmungen sind aber keine Schutznormen zugunsten einzelner Geschädigter aus der Geldwäsche vorangegangenen Vor(straf)taten. (T12); Veröff: SZ 2010/57
  • 8 Ob 166/09h
    Entscheidungstext OGH 22.07.2010 8 Ob 166/09h
    Vgl auch; Beis wie T6; Beis wie T12
  • 6 Ob 53/15k
    Entscheidungstext OGH 27.04.2015 6 Ob 53/15k
    Auch; nur T1; Beis wie T2; nur T10

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1986:RS0017127

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

10.07.2015

Dokumentnummer

JJR_19860317_OGH0002_0010OB00536_8600000_001

Rechtssatz für 1Ob536/86 8Ob572/93 3Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0032943

Geschäftszahl

1Ob536/86; 8Ob572/93; 3Ob1634/94; 1Ob349/99a; 7Ob188/99v; 2Ob196/03t; 6Ob218/05k; 6Ob8/07f; 3Ob166/08w

Entscheidungsdatum

17.03.1986

Norm

ABGB §1400 C

Rechtssatz

Die vom Kreditinstitut dem Überweisungsempfänger erteilte Bestätigung eines erhaltenen Überweisungsauftrages ist im Regelfall nur die Ankündigung einer in Aussicht genommenen Überweisung, der keine Verpflichtungswirkung zukommt. In der Abhängigkeit der Ausführung des Überweisungsauftrages vom Deckungsverhältnis liegt die charakteristische Schwäche des Anspruchs auf die Gutschrift und der wesentliche Unterschied zum Anspruch aus der erteilten Gutschrift. Bei der Bestätigung eines unwiderruflich erteilten Überweisungsauftrages kann dem Kreditinstitut Treuhandfunktion zukommen. Ob eine Kreditunternehmung unter analoger Anwendung des § 1402 ABGB durch eine einfache Mitteilung an den Dritten bereits verpflichtet ist, hängt von der Lage des einzelnen Falles ab und ist unter sorgfältiger Prüfung der Wortfassung zu entscheiden.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 536/86
    Entscheidungstext OGH 17.03.1986 1 Ob 536/86
    Veröff: SZ 59/51 = ÖBA 1986 H7,301 (zustimmend Koziol) = RdW 1986,207 = JBl 1986,381
  • 8 Ob 572/93
    Entscheidungstext OGH 24.02.1994 8 Ob 572/93
    Beisatz: Hier wurde auf Grund der besonderen Umstände eine selbständige Verpflichtungserklärung angenommen. (T1) Veröff: ÖBA 1994,650
  • 3 Ob 1634/94
    Entscheidungstext OGH 22.02.1995 3 Ob 1634/94
  • 7 Ob 188/99v
    Entscheidungstext OGH 16.02.2000 7 Ob 188/99v
    Auch
  • 1 Ob 349/99a
    Entscheidungstext OGH 28.04.2000 1 Ob 349/99a
    Beisatz: In der Mitteilung (Bestätigung) eines erteilten Überweisungsauftrags ist in der Regel nur die Ankündigung beziehungsweise Inaussichtstellung der Gutschrift, nicht aber die Begründung einer selbständigen, vom Deckungsverhältnis unabhängigen Verpflichtung zu erblicken. Der Überweisungsempfänger erwirbt allein auf Grund des Überweisungsauftrags noch keinen unmittelbaren Rechtsanspruch gegenüber der Bank, die die Überweisung auszuführen hat. (T2)
  • 2 Ob 196/03t
    Entscheidungstext OGH 12.09.2003 2 Ob 196/03t
    Vgl auch; Beisatz: Jedenfalls im Zeitpunkt der Gutschrift auf sein Konto (nicht also etwa einer bloßen Bestätigung eines erhaltenen Überweisungsauftrages: erlangt der Kunde einen unmittelbaren Anspruch gegen die Bank, gelangt doch mit der Gutschrift der Zahlung auf dem Konto diese in das Vermögen des Kontoinhabers. (T3)
  • 6 Ob 218/05k
    Entscheidungstext OGH 15.12.2005 6 Ob 218/05k
    Beisatz: Hier: Bei Anwendung dieser Grundsätze ist aufgrund der besonderen Umstände eine selbständige, in schlüssiger Form abgegebene Verpflichtungserklärung der beklagten Bank zu bejahen. (T4)
  • 6 Ob 8/07f
    Entscheidungstext OGH 16.03.2007 6 Ob 8/07f
    Auch; Beis ähnlich wie T2; Beisatz: Lediglich wenn der Kunde der Bank einen unwiderruflichen Überweisungsauftrag erteilt, stehen dem Überweisungsempfänger unmittelbar Rechtsansprüche gegen die Bank zu (so schon 8 Ob 572/93). (T5)
  • 3 Ob 166/08w
    Entscheidungstext OGH 03.09.2008 3 Ob 166/08w
    Auch; Beis wie T5; Beisatz: Hier: Vertragsauslegung ergibt Widerruflichkeit des Überweisungsauftrags. (T6)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1986:RS0032943

Zuletzt aktualisiert am

09.01.2009

Dokumentnummer

JJR_19860317_OGH0002_0010OB00536_8600000_002

Rechtssatz für 8Ob641/92 3Ob1566/93 3O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0017829

Geschäftszahl

8Ob641/92; 3Ob1566/93; 3Ob513/94; 8Ob2208/96f; 3Ob146/01v; 3Ob125/05m; 9ObA160/07f; 9Ob54/07t; 9ObA40/07h; 3Ob166/08w; 2Ob95/08x; 4Ob220/08v; 4Ob28/09k; 2Ob203/08d; 7Ob214/10m; 4Ob218/11d; 3Ob202/11v; 4Ob105/12p; 2Ob92/11k; 7Ob29/13k; 7Ob91/13b; 4Ob197/13v; 7Ob11/14i; 3Ob122/14h; 10Ob75/15z; 8ObA67/15h; 3Ob76/16x; 5Ob58/18t; 5Ob30/19a; 8ObA44/19g; 1Ob210/19t; 6Ob40/20f

Entscheidungsdatum

03.12.1992

Norm

ABGB §914 I

Rechtssatz

Eine ergänzende Vertragsauslegung hat nur dann Platz zu greifen, wenn eine "Vertragslücke" vorliegt.

Entscheidungstexte

  • 8 Ob 641/92
    Entscheidungstext OGH 03.12.1992 8 Ob 641/92
  • 3 Ob 1566/93
    Entscheidungstext OGH 29.09.1993 3 Ob 1566/93
    Auch
  • 3 Ob 513/94
    Entscheidungstext OGH 25.05.1994 3 Ob 513/94
    Veröff: ImmZ 1994,487
  • 8 Ob 2208/96f
    Entscheidungstext OGH 17.10.1996 8 Ob 2208/96f
  • 3 Ob 146/01v
    Entscheidungstext OGH 20.11.2001 3 Ob 146/01v
    Beisatz: Selbst wenn man von der Notwendigkeit einer Regelung ausgeht, greift in einem solchen Fall primär das dispositive Recht ein, dessen Zweck es gerade ist, für im Vertrag nicht geregelte Fragen Regeln zur Verfügung zu stellen. (T1)
  • 3 Ob 125/05m
    Entscheidungstext OGH 21.12.2005 3 Ob 125/05m
    Beisatz: Eine Vertragslücke würde voraussetzen, dass der Vertrag planwidrig unvollständig geblieben wäre. (T2)
    Beis wie T1
    Veröff: SZ 2005/190
  • 9 ObA 160/07f
    Entscheidungstext OGH 28.11.2007 9 ObA 160/07f
  • 9 Ob 54/07t
    Entscheidungstext OGH 08.02.2008 9 Ob 54/07t
    Vgl auch
  • 9 ObA 40/07h
    Entscheidungstext OGH 07.02.2008 9 ObA 40/07h
    Vgl auch; Beis wie T2
  • 3 Ob 166/08w
    Entscheidungstext OGH 03.09.2008 3 Ob 166/08w
    Beis wie T2; Beisatz: Hier: Zur (Un)Widerruflichkeit eines einer Bank erteilten Überweisungsauftrags. (T3)
  • 2 Ob 95/08x
    Entscheidungstext OGH 27.11.2008 2 Ob 95/08x
    Auch; Beis auch wie T1
  • 4 Ob 220/08v
    Entscheidungstext OGH 20.01.2009 4 Ob 220/08v
    Auch; Beis wie T2
    Veröff: SZ 2009/8
  • 4 Ob 28/09k
    Entscheidungstext OGH 21.04.2009 4 Ob 28/09k
    Vgl; Veröff: SZ 2009/48
  • 2 Ob 203/08d
    Entscheidungstext OGH 29.04.2009 2 Ob 203/08d
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T2
  • 7 Ob 214/10m
    Entscheidungstext OGH 11.05.2011 7 Ob 214/10m
  • 4 Ob 218/11d
    Entscheidungstext OGH 17.01.2012 4 Ob 218/11d
    Beis wie T2
  • 3 Ob 202/11v
    Entscheidungstext OGH 18.01.2012 3 Ob 202/11v
    Vgl auch; Auch Beis wie T1
  • 4 Ob 105/12p
    Entscheidungstext OGH 10.07.2012 4 Ob 105/12p
    Auch
  • 2 Ob 92/11k
    Entscheidungstext OGH 30.08.2012 2 Ob 92/11k
    Beis wie T2; Beisatz: Eine Vertragslücke besteht darin, dass im Vertrag für bestimmte Problemfälle keine Regelung getroffen wurde. (T4)
    Veröff: SZ 2012/81
  • 7 Ob 29/13k
    Entscheidungstext OGH 03.07.2013 7 Ob 29/13k
    Vgl auch; Auch Beis wie T1
  • 7 Ob 91/13b
    Entscheidungstext OGH 02.10.2013 7 Ob 91/13b
    Auch
  • 4 Ob 197/13v
    Entscheidungstext OGH 17.02.2014 4 Ob 197/13v
    Auch; Beisatz: Hier: Ergänzende Auslegung eines Schiedsrichtervertrags hinsichtlich des Vergütungsanspruchs bei vorzeitiger Vertragsbeendigung. (T5)
  • 7 Ob 11/14i
    Entscheidungstext OGH 19.03.2014 7 Ob 11/14i
  • 3 Ob 122/14h
    Entscheidungstext OGH 18.02.2015 3 Ob 122/14h
    Auch; Beisatz: Darauf, ob den Parteien das Eintreten des Konflikts vorhersehbar war, kommt es für die Bejahung der ergänzenden Vertragsauslegung nicht an. (T6)
  • 10 Ob 75/15z
    Entscheidungstext OGH 22.10.2015 10 Ob 75/15z
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T1
  • 8 ObA 67/15h
    Entscheidungstext OGH 26.02.2016 8 ObA 67/15h
    Beis ähnlich wie T2
  • 3 Ob 76/16x
    Entscheidungstext OGH 22.09.2016 3 Ob 76/16x
    Auch; Beis wie T2; Beis wie T4
  • 5 Ob 58/18t
    Entscheidungstext OGH 15.05.2018 5 Ob 58/18t
    Beis wie T2
  • 5 Ob 30/19a
    Entscheidungstext OGH 21.05.2019 5 Ob 30/19a
  • 8 ObA 44/19g
    Entscheidungstext OGH 29.08.2019 8 ObA 44/19g
    Beis wie T6
  • 1 Ob 210/19t
    Entscheidungstext OGH 20.01.2020 1 Ob 210/19t
    Beis wie T2
  • 6 Ob 40/20f
    Entscheidungstext OGH 15.09.2020 6 Ob 40/20f
    Beis wie T1; Beis wie T2; Beis wie T4

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1992:RS0017829

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

09.11.2020

Dokumentnummer

JJR_19921203_OGH0002_0080OB00641_9200000_001

Rechtssatz für 2Ob89/95 9Ob156/01h 3Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0087314

Geschäftszahl

2Ob89/95; 9Ob156/01h; 3Ob166/08w; 3Ob76/16x; 4Ob60/17b

Entscheidungsdatum

07.12.1995

Norm

ABGB §914 IIIf

Rechtssatz

Die Auslegung kann nicht dazu führen, eindeutige Vereinbarungen zu korrigieren; auch die ergänzende Vertragsauslegung darf sich nicht zu dem in Widerspruch setzen, was die Parteien eindeutig vereinbart haben, selbst wenn dies nach der einen oder der anderen Richtung hin unbillig sein sollte.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 89/95
    Entscheidungstext OGH 07.12.1995 2 Ob 89/95
  • 9 Ob 156/01h
    Entscheidungstext OGH 24.10.2001 9 Ob 156/01h
  • 3 Ob 166/08w
    Entscheidungstext OGH 03.09.2008 3 Ob 166/08w
  • 3 Ob 76/16x
    Entscheidungstext OGH 22.09.2016 3 Ob 76/16x
    Auch
  • 4 Ob 60/17b
    Entscheidungstext OGH 03.05.2017 4 Ob 60/17b
    Beisatz: Negativer Referenzzinssatz. (T1); Veröff: SZ 2017/54

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1995:RS0087314

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

13.05.2019

Dokumentnummer

JJR_19951207_OGH0002_0020OB00089_9500000_002

Rechtssatz für 2Ob20/99a 2Ob204/05x 4O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0111706

Geschäftszahl

2Ob20/99a; 2Ob204/05x; 4Ob52/06k; 3Ob166/08w; 2Ob154/08y; 2Ob64/09i; 2Ob41/10h; 1Ob20/11i; 4Ob12/11k; 1Ob188/12x; 1Ob251/12m; 4Ob21/14p; 2Ob82/14v; 6Ob3/15g; 6Ob198/15h; 8Ob10/16b; 2Ob100/16v; 2Ob117/16v; 9ObA89/17d; 2Ob182/17d; 6Ob234/17f; 6Ob147/18p; 5Ob118/19t; 5Ob229/20t

Entscheidungsdatum

11.02.1999

Norm

ABGB §1295 Ia3f

Rechtssatz

Bei der Frage des rechtmäßigen Alternativverhaltens geht es darum, ob ein rechtswidrig handelnder Täter selbst dann für den verursachten Schaden zu haften hat, wenn er denselben Nachteil sonst durch ein rechtmäßiges Verhalten herbeigeführt hätte. Es kommt zu einer Haftungsfreistellung des rechtswidrig handelnden Täters, wenn er denselben Nachteil auch durch ein rechtmäßiges Verhalten herbeigeführt hätte. Abzustellen ist darauf, dass derselbe rechnerische Schaden entstanden wäre: Unterschiede beim realen Schaden sind bedeutungslos.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 20/99a
    Entscheidungstext OGH 11.02.1999 2 Ob 20/99a
  • 2 Ob 204/05x
    Entscheidungstext OGH 19.12.2005 2 Ob 204/05x
    Auch; Beisatz: Es obliegt ihm der Beweis, dass der Schaden auch im Falle vorschriftsmäßigen Verhaltens, das heißt ohne die Verletzung der Schutznorm eingetreten wäre. (T1)
    Beisatz: Nur der im Vermögen des am Prozess beteiligten Geschädigten - hypothetisch und tatsächlich - eingetretene rechnerische Schaden, nicht aber auch der Schaden eines sonstigen Unfallsbeteiligten, ist für die Beurteilung des Einwandes des rechtmäßigen Alternativverhaltens des Schädigers von maßgeblicher Bedeutung. (T2)
  • 4 Ob 52/06k
    Entscheidungstext OGH 19.12.2006 4 Ob 52/06k
    Ähnlich; Beisatz: Umgekehrt muss aber auch dem Geschädigten bei Vorliegen der sonstigen Anspruchsvoraussetzungen zugestanden werden, dass er einen von ihm (möglicherweise) rechtswidrig getätigten Aufwand ersetzt bekommt, wenn der vom Schädiger rechtswidrig und schuldhaft verursachte Aufwand bei einem rechtmäßigen Verhalten des Geschädigten jedenfalls weit höher gewesen wäre als der tatsächlich getätigte. Bei krass rechtswidrigem (zum Beispiel strafgesetzwidrigem) Verhalten wäre zwar möglicherweise anders zu entscheiden; dafür gibt es hier aber keinen Anhaltspunkt. (T3)
  • 3 Ob 166/08w
    Entscheidungstext OGH 03.09.2008 3 Ob 166/08w
    Auch; Beisatz: Hier: Zum Einwand des rechtmäßigen Alternativverhaltens bei Ausstellung einer Bankgarantie anstelle einer Bestätigung über einen widerruflich erteilten Überweisungsauftrag. (T4)
  • 2 Ob 154/08y
    Entscheidungstext OGH 27.11.2008 2 Ob 154/08y
    Vgl auch; Beis wie T1
  • 2 Ob 64/09i
    Entscheidungstext OGH 16.07.2009 2 Ob 64/09i
    Auch; Auch Beis wie T1
  • 2 Ob 41/10h
    Entscheidungstext OGH 07.10.2010 2 Ob 41/10h
    nur: Es kommt zu einer Haftungsfreistellung des rechtswidrig handelnden Täters, wenn er denselben Nachteil auch durch ein rechtmäßiges Verhalten herbeigeführt hätte. Abzustellen ist darauf, dass derselbe rechnerische Schaden entstanden wäre: Unterschiede beim realen Schaden sind bedeutungslos. (T5)
    Beis wie T1
  • 1 Ob 20/11i
    Entscheidungstext OGH 23.02.2011 1 Ob 20/11i
    Auch; nur: Bei der Frage des rechtmäßigen Alternativverhaltens geht es darum, ob ein rechtswidrig handelnder Täter selbst dann für den verursachten Schaden zu haften hat, wenn er denselben Nachteil sonst durch ein rechtmäßiges Verhalten herbeigeführt hätte. Es kommt zu einer Haftungsfreistellung des rechtswidrig handelnden Täters, wenn er denselben Nachteil auch durch ein rechtmäßiges Verhalten herbeigeführt hätte. (T6)
  • 4 Ob 12/11k
    Entscheidungstext OGH 20.09.2011 4 Ob 12/11k
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Unterlassungsansprüche nach dem UWG. (T7)
  • 1 Ob 188/12x
    Entscheidungstext OGH 13.12.2012 1 Ob 188/12x
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T1
  • 1 Ob 251/12m
    Entscheidungstext OGH 11.04.2013 1 Ob 251/12m
    Vgl; Beisatz: Im Fall des Einwands rechtmäßigen Alternativverhaltens ist dem hypothetischen Kausalverlauf aber ein sonst gesetzeskonformes Verhalten des Schädigers zugrunde zu legen. (T8)
  • 4 Ob 21/14p
    Entscheidungstext OGH 25.03.2014 4 Ob 21/14p
    Vgl auch
  • 2 Ob 82/14v
    Entscheidungstext OGH 02.10.2014 2 Ob 82/14v
    Beisatz: Der Hinweis auf ein rechtmäßiges Alternativverhalten setzt voraus, dass ein rechtmäßiges Verhalten des Schädigers zu demselben Schaden geführt hätte. Der Einwand des rechtmäßigen Alternativverhaltens führt somit nur dann zu einer Haftungsfreistellung des rechtswidrig handelnden Schädigers, wenn er denselben Nachteil auch durch ein rechtmäßiges Verhalten herbeigeführt hätte. (T9)
    nur: Abzustellen ist darauf, dass derselbe rechnerische Schaden entstanden wäre: Unterschiede beim realen Schaden sind bedeutungslos. (T10)
  • 6 Ob 3/15g
    Entscheidungstext OGH 01.09.2015 6 Ob 3/15g
    Vgl aber; Beisatz: Wer strafrechtliche Untreue begeht, handelt grob rechtswidrig. Dem Sanktions- und Präventionsgedanken des Schadenersatzrechts kommt in diesem Fall erhöhtes Gewicht zu, sodass eine volle Haftung des Täters gerechtfertigt ist. (T11);
    Veröff: SZ 2015/88
  • 6 Ob 198/15h
    Entscheidungstext OGH 30.08.2016 6 Ob 198/15h
    Auch; Beis wie T1
  • 8 Ob 10/16b
    Entscheidungstext OGH 25.10.2016 8 Ob 10/16b
    Auch
  • 2 Ob 100/16v
    Entscheidungstext OGH 26.01.2017 2 Ob 100/16v
    nur T10; Veröff: SZ 2017/6
  • 2 Ob 117/16v
    Entscheidungstext OGH 20.06.2017 2 Ob 117/16v
    Auch; Veröff: SZ 2017/69
  • 9 ObA 89/17d
    Entscheidungstext OGH 30.10.2017 9 ObA 89/17d
    Auch
  • 2 Ob 182/17d
    Entscheidungstext OGH 28.11.2017 2 Ob 182/17d
    Beisatz: Es ist das in jeder Weise rechtmäßige Verhalten zugrundezulegen. (T12)
    Beisatz: Hier: Der Schaden wäre auch ohne Geschwindigkeitsüberschreitung eingetreten, durch das gänzliche Unterlassen des verbotswidrigen Überholmanövers aber unterblieben. (T13)
  • 6 Ob 234/17f
    Entscheidungstext OGH 28.02.2018 6 Ob 234/17f
    Auch; nur T6; Beis wie T1; Beis wie T9; Beisatz: Beim rechtmäßigen Alternativverhalten hat ein tatsächliches Ereignis den Schaden verursacht, das zweite Ereignis hat hingegen nie stattgefunden, sondern wird bloß hypothetisch angenommen. (T14)
  • 6 Ob 147/18p
    Entscheidungstext OGH 31.08.2018 6 Ob 147/18p
    Auch; nur: Es kommt zu einer Haftungsfreistellung des rechtswidrig handelnden Täters, wenn er denselben Nachteil auch durch ein rechtmäßiges Verhalten herbeigeführt hätte. (T15)
  • 5 Ob 118/19t
    Entscheidungstext OGH 24.09.2019 5 Ob 118/19t
  • 5 Ob 229/20t
    Entscheidungstext OGH 18.03.2021 5 Ob 229/20t
    nur T5

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1999:RS0111706

Im RIS seit

13.03.1999

Zuletzt aktualisiert am

18.05.2021

Dokumentnummer

JJR_19990211_OGH0002_0020OB00020_99A0000_001

Rechtssatz für 1Ob44/05k 3Ob166/08w 4O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0120031

Geschäftszahl

1Ob44/05k; 3Ob166/08w; 4Ob28/09k

Entscheidungsdatum

10.05.2005

Norm

ABGB §880a A
ABGB §880a B
ABGB §1478

Rechtssatz

Enthält eine Bankgarantie eine Effektivklausel, nach der Zahlung nur zu leisten ist, wenn das Erreichen eines bestimmten Baufortschritts ohne wesentliche Mängel vom Garantieauftraggeber und Schuldner des Garantiebegünstigten bestätigt wird, und verweigert der Schuldner zu Unrecht eine solche Bestätigung, so kann der Begünstigte Zahlung aus der Garantie verlangen, wenn er der Bank die Ausfertigung eines gegen den Schuldner erwirkten rechtskräftigen Urteils vorlegt, aus dem sich die zu bestätigenden Tatsachen klar ergeben. Die Verjährung des Auszahlungsanspruchs beginnt dann mit Vorliegen des rechtskräftigen Urteils ohne Rücksicht auf die Fälligkeit des Werklohns oder auf einen früheren, wegen Fehlens der geforderten Bestätigung unwirksamen Abruf.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 44/05k
    Entscheidungstext OGH 10.05.2005 1 Ob 44/05k
  • 3 Ob 166/08w
    Entscheidungstext OGH 03.09.2008 3 Ob 166/08w
    Ähnlich
  • 4 Ob 28/09k
    Entscheidungstext OGH 21.04.2009 4 Ob 28/09k
    Auch; Veröff: SZ 2009/48

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2005:RS0120031

Im RIS seit

09.06.2005

Zuletzt aktualisiert am

18.09.2012

Dokumentnummer

JJR_20050510_OGH0002_0010OB00044_05K0000_001