Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 1Ob364/47 1Ob3/86 6Ob50...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0035955

Geschäftszahl

1Ob364/47; 1Ob3/86; 6Ob504/88; 1Ob577/92; 9ObA13/93; 1Ob23/93; 9ObA316/98f; 9Ob64/01d; 1Ob193/01s; 5Ob313/03w; 9ObA110/04y; 3Ob134/06m; 4Ob63/08f; 2Ob69/08y; 9Ob29/07s; 4Ob80/08f; 2Ob158/08m; 4Ob73/09b; 4Ob83/09y; 3Ob32/11v; 1Ob195/10y; 7Ob89/11f; 2Ob210/11p; 8Ob58/11d; 4Ob172/12s; 1Ob113/13v; 5Ob153/13f; 7Ob189/14s; 3Ob157/14f; 3Ob227/15a; 1Ob66/16m; 8ObA73/15s; 1Ob98/16t; 10Ob63/16m; 7Ob186/18f; 9ObA86/18i; 5Ob229/18i

Entscheidungsdatum

04.06.1947

Norm

ZPO §52

Rechtssatz

Kostenzuspruch bei Erledigung des Zwischenstreits über die Zulässigkeit des Rechtswegs.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 364/47
    Entscheidungstext OGH 04.06.1947 1 Ob 364/47
    Veröff: EvBl 1947/352 S 511
  • 1 Ob 3/86
    Entscheidungstext OGH 09.04.1986 1 Ob 3/86
  • 6 Ob 504/88
    Entscheidungstext OGH 28.01.1988 6 Ob 504/88
    Vgl auch
  • 1 Ob 577/92
    Entscheidungstext OGH 14.06.1992 1 Ob 577/92
    Auch
  • 9 ObA 13/93
    Entscheidungstext OGH 19.05.1993 9 ObA 13/93
    Vgl auch
  • 1 Ob 23/93
    Entscheidungstext OGH 25.08.1993 1 Ob 23/93
  • 9 ObA 316/98f
    Entscheidungstext OGH 09.12.1998 9 ObA 316/98f
    Vgl auch; Beisatz: Es besteht ein vom Ausgang in der Hauptsache unabhängiger Kostenersatzanspruch. (T1)
    Beisatz: Hier: Zulässigkeit einer Klagsänderung gemäß § 235 Abs 2 ZPO. (T2)
  • 9 Ob 64/01d
    Entscheidungstext OGH 23.05.2001 9 Ob 64/01d
    Auch; Beis wie T1; Beisatz: Hier: Zuständigkeitsstreit. (T3)
  • 1 Ob 193/01s
    Entscheidungstext OGH 22.10.2001 1 Ob 193/01s
  • 5 Ob 313/03w
    Entscheidungstext OGH 29.03.2004 5 Ob 313/03w
    Ähnlich; Beisatz: Hier: Abgesonderte Verhandlung über die Einrede der mangelnden internationalen Zuständigkeit. (T4)
  • 9 ObA 110/04y
    Entscheidungstext OGH 15.12.2004 9 ObA 110/04y
    Vgl auch; Beis wie T1
  • 3 Ob 134/06m
    Entscheidungstext OGH 26.07.2006 3 Ob 134/06m
    Ähnlich; Beis wie T3; Veröff: SZ 2006/114
  • 4 Ob 63/08f
    Entscheidungstext OGH 08.04.2008 4 Ob 63/08f
    Auch; Beisatz: Hier: Zwischenstreit über die Zulässigkeit eines Widerspruchs gegen ein Versäumungsurteil. (T5)
  • 2 Ob 69/08y
    Entscheidungstext OGH 28.04.2008 2 Ob 69/08y
    Vgl; Beisatz: Hier: Zwischenstreit über die Zulässigkeit des Widerspruchs, dessen Kosten nicht das Schicksal der Hauptsache teilen. (T6)
  • 9 Ob 29/07s
    Entscheidungstext OGH 20.08.2008 9 Ob 29/07s
    Auch; Beis wie T1; Beisatz: Hier: Zwischenstreit über die Frage der Partei- und Prozessfähigkeit (so bereits 1 Ob 22/01v). (T7)
  • 4 Ob 80/08f
    Entscheidungstext OGH 26.08.2008 4 Ob 80/08f
    Ähnlich; Beis wie T1; Beisatz: Hier: Abgesonderte Verhandlung über die Einreden der mangelnden internationalen und sachlichen Zuständigkeit. (T8); Veröff: SZ 2008/112
  • 2 Ob 158/08m
    Entscheidungstext OGH 17.12.2008 2 Ob 158/08m
    Vgl; Beisatz: Hier: Zwischenstreit über die Zurückweisung einer Rekursbeantwortung. (T9)
  • 4 Ob 73/09b
    Entscheidungstext OGH 14.07.2009 4 Ob 73/09b
    Vgl; Beisatz: Hier: Zwischenstreit über die Zulässigkeit des Rechtswegs. (T10)
  • 4 Ob 83/09y
    Entscheidungstext OGH 20.10.2009 4 Ob 83/09y
    Vgl auch; Beisatz: Hier: „Infolge des amtswegigen Vorgehens des Berufungsgerichts (hier: Zurückweisung der Klage wegen Unzulässigkeit des Rechtswegs) liegt kein echter Zwischenstreit vor, weshalb die Kostenentscheidung gemäß § 52 Abs 1 ZPO vorzubehalten ist. (T11)
  • 3 Ob 32/11v
    Entscheidungstext OGH 22.03.2011 3 Ob 32/11v
    Auch
  • 1 Ob 195/10y
    Entscheidungstext OGH 23.02.2011 1 Ob 195/10y
    Beis wie T10
  • 7 Ob 89/11f
    Entscheidungstext OGH 28.09.2011 7 Ob 89/11f
    Auch; Beis wie T9; Veröff: SZ 2011/120
  • 2 Ob 210/11p
    Entscheidungstext OGH 19.01.2012 2 Ob 210/11p
    Vgl; Beis wie T4; Veröff: SZ 2012/8
  • 8 Ob 58/11d
    Entscheidungstext OGH 20.01.2012 8 Ob 58/11d
  • 4 Ob 172/12s
    Entscheidungstext OGH 18.10.2012 4 Ob 172/12s
    Auch; Beisatz: Hinsichtlich der allein diesem Streit zuzuordnenden Prozesshandlungen. (T12)
  • 1 Ob 113/13v
    Entscheidungstext OGH 18.07.2013 1 Ob 113/13v
    Auch; Beis wie T12
  • 5 Ob 153/13f
    Entscheidungstext OGH 20.09.2013 5 Ob 153/13f
    Vgl auch; Beisatz: Da die Antragsgegnerin in erster Instanz den Einwand der Unzulässigkeit des außerstreitigen Wohnrechtsverfahrens nicht erhob, liegt kein Zwischenstreit vor. Es entspricht daher der Billigkeit iSd § 37 Abs 3 Z 17 MRG, die Kosten des Revisionsrekursverfahrens der Endentscheidung vorzubehalten. (T13)
  • 7 Ob 189/14s
    Entscheidungstext OGH 26.11.2014 7 Ob 189/14s
    Ähnlich
  • 3 Ob 157/14f
    Entscheidungstext OGH 18.02.2015 3 Ob 157/14f
    Auch; Veröff: SZ 2015/7
  • 3 Ob 227/15a
    Entscheidungstext OGH 17.02.2016 3 Ob 227/15a
    Auch
  • 1 Ob 66/16m
    Entscheidungstext OGH 28.04.2016 1 Ob 66/16m
  • 8 ObA 73/15s
    Entscheidungstext OGH 24.05.2016 8 ObA 73/15s
    Auch
  • 1 Ob 98/16t
    Entscheidungstext OGH 27.09.2016 1 Ob 98/16t
  • 10 Ob 63/16m
    Entscheidungstext OGH 25.04.2017 10 Ob 63/16m
    Auch; Beisatz: Hier: Frage der Streitanhängigkeit; Zwischenstreit erst im Revisionsrekursverfahren vor dem Obersten Gerichtshof. (T14)
  • 7 Ob 186/18f
    Entscheidungstext OGH 21.11.2018 7 Ob 186/18f
    Vgl; Beis wie T11
  • 9 ObA 86/18i
    Entscheidungstext OGH 17.12.2018 9 ObA 86/18i
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Zwischenstreit über die Zulässigkeit ergänzenden Vorbringens nach § 179 ZPO. (T15)
  • 5 Ob 229/18i
    Entscheidungstext OGH 21.05.2019 5 Ob 229/18i

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1947:RS0035955

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

25.07.2019

Dokumentnummer

JJR_19470604_OGH0002_0010OB00364_4700000_001

Rechtssatz für 1Ob948/52 2Ob398/53 3Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0045485

Geschäftszahl

1Ob948/52; 2Ob398/53; 3Ob760/53 (3Ob761/53); 3Ob15/54; 3Ob33/55; 4Ob86/55; 2Ob499/56; 7Ob393/55; 7Ob39/56; 3Ob141/58; 4Ob170/60; 5Ob150/61; 5Ob212/61; 3Ob146/53; 1Ob235/53 (1Ob236/53); 6Ob252/63; 2Ob56/64 (2Ob57/64); 4Ob339/65 (4Ob340/65); 6Ob140/67; 8Ob250/67; 1Ob92/68 (1Ob93/68); 8Ob182/69; 4Ob11/72 (4Ob12/72); 4Ob28/72; 4Ob538/74; 4Ob59/74; 2Ob141/75; 2Ob215/78; 6Ob501/79; 1Ob11/79; 2Ob604/79; 4Ob382/81; 7Ob754/81; 5Ob10/82 (5Ob11/82); 5Ob12/82 (5Ob13/82); 7Ob743/82; 4Ob1010/94; 4Ob80/08f; 4Ob154/12v; 7Ob132/16m; 3Ob232/17i

Entscheidungsdatum

10.12.1952

Norm

ArbGerG §1 IGa
JN §1 A
JN §41
LPfV §10 Abs2
USchG §4

Rechtssatz

Wenn ein und derselbe Tatbestand verschiedenen Gesetzesnormen unterstellt werden kann (§ 2 USchG) und § 10 Abs 2 LPfV) ist das angerufene Gericht zuständig, wenn es die Zuständigkeit auch nur hinsichtlich einer der anzuwendenden konkurrierenden Normen besitzt.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 948/52
    Entscheidungstext OGH 10.12.1952 1 Ob 948/52
    Veröff: SZ 25/325
  • 2 Ob 398/53
    Entscheidungstext OGH 05.06.1953 2 Ob 398/53
  • 3 Ob 760/53
    Entscheidungstext OGH 13.01.1954 3 Ob 760/53
  • 3 Ob 15/54
    Entscheidungstext OGH 03.02.1954 3 Ob 15/54
    Veröff: Arb 5902
  • 3 Ob 33/55
    Entscheidungstext OGH 25.05.1955 3 Ob 33/55
    Beisatz: Dies gilt auch sinngemäß im Falle der Erweiterung auf einen weiteren Rechtsgrund im Zuge des Prozesses, wenn der ursprüngliche Klagsgrund nicht fallen gelassen wurde. (T1)
  • 4 Ob 86/55
    Entscheidungstext OGH 06.09.1955 4 Ob 86/55
    Veröff: SZ 28/193
  • 2 Ob 499/56
    Entscheidungstext OGH 12.12.1956 2 Ob 499/56
    Beisatz: Kläger muss sich nicht auf einen bestimmten Rechtsgrund festlegen. (T2)
    Veröff: Arb 6558
  • 7 Ob 393/55
    Entscheidungstext OGH 21.09.1955 7 Ob 393/55
    Beis wie T1
  • 7 Ob 39/56
    Entscheidungstext OGH 14.03.1956 7 Ob 39/56
  • 3 Ob 141/58
    Entscheidungstext OGH 03.07.1958 3 Ob 141/58
    Beisatz: Unlauterer Wettbewerb auf § 1330 ABGB gestützt. (T3)
  • 4 Ob 170/60
    Entscheidungstext OGH 17.01.1961 4 Ob 170/60
    Veröff: JBl 1961,433
  • 5 Ob 150/61
    Entscheidungstext OGH 10.05.1961 5 Ob 150/61
  • 5 Ob 212/61
    Entscheidungstext OGH 05.07.1961 5 Ob 212/61
  • 3 Ob 146/53
    Entscheidungstext OGH 18.03.1953 3 Ob 146/53
    Beisatz: Wahlrecht des Klägers auch dann, wenn es sich um eine nicht prorogierbare Zuständigkeit handelt. (T4)
    Veröff: JBl 1953,488
  • 1 Ob 235/53
    Entscheidungstext OGH 18.03.1953 1 Ob 235/53
  • 6 Ob 252/63
    Entscheidungstext OGH 30.10.1963 6 Ob 252/63
  • 2 Ob 56/64
    Entscheidungstext OGH 27.02.1964 2 Ob 56/64
    Beisatz: Nur zu § 1 ArbGerG und §§ 1, 41 JN. (T5)
  • 4 Ob 339/65
    Entscheidungstext OGH 28.07.1965 4 Ob 339/65
  • 6 Ob 140/67
    Entscheidungstext OGH 16.06.1967 6 Ob 140/67
  • 8 Ob 250/67
    Entscheidungstext OGH 03.10.1967 8 Ob 250/67
  • 1 Ob 92/68
    Entscheidungstext OGH 18.04.1968 1 Ob 92/68
    Beisatz: AHG und EKHG (T6)
    Veröff: ZVR 1969/149 S 131 (dort falsch mit 1 OB 62/68, 1 Ob 63/68 zitiert)
  • 8 Ob 182/69
    Entscheidungstext OGH 07.10.1969 8 Ob 182/69
    Veröff: LwBetr 1970,123
  • 4 Ob 11/72
    Entscheidungstext OGH 14.03.1972 4 Ob 11/72
    Veröff: Arb 8982 = SozM IA/e,957
  • 4 Ob 28/72
    Entscheidungstext OGH 09.05.1972 4 Ob 28/72
    Veröff: Arb 9009 = DRdA 1973,133
  • 4 Ob 538/74
    Entscheidungstext OGH 28.05.1974 4 Ob 538/74
    Veröff: Arb 9235
  • 4 Ob 59/74
    Entscheidungstext OGH 26.11.1974 4 Ob 59/74
    Beisatz: § 11 UWG (T7)
    Veröff: SZ 47/136 = Arb 9309
  • 2 Ob 141/75
    Entscheidungstext OGH 26.06.1975 2 Ob 141/75
    Beisatz: Konkurrenz zwischen Anspruch aus unerlaubter Handlung (Arbeitsgericht) und aus Halterhaftung nach EKHG (ordentliches Gericht). (T8)
  • 2 Ob 215/78
    Entscheidungstext OGH 09.01.1979 2 Ob 215/78
    Veröff: ZVR 1980/43 S 45
  • 6 Ob 501/79
    Entscheidungstext OGH 14.02.1979 6 Ob 501/79
    Auch
  • 1 Ob 11/79
    Entscheidungstext OGH 02.05.1979 1 Ob 11/79
  • 2 Ob 604/79
    Entscheidungstext OGH 12.02.1980 2 Ob 604/79
    Beisatz: Es genügt, dass das angerufene Gericht auch nur auf Grund eines der sich aus dem vorgetragenen Sachverhalt ableitbaren Rechtsgrunde zuständig ist. (T9)
  • 4 Ob 382/81
    Entscheidungstext OGH 29.09.1981 4 Ob 382/81
    Beis wie T1
  • 7 Ob 754/81
    Entscheidungstext OGH 05.11.1981 7 Ob 754/81
    Auch; Beisatz: Wird ein und derselbe Anspruch aus mehreren Rechtsgründen abgeleitet, von denen wenigstens einer die Zuständigkeit des angerufenen Gerichtes begründet, dann ist dieses Gericht zur Beurteilung des Sachverhaltes unter allen rechtlichen Gesichtspunkten berufen. (T10)
  • 5 Ob 10/82
    Entscheidungstext OGH 02.03.1982 5 Ob 10/82
    Auch; nur: Wenn ein und derselbe Tatbestand verschiedenen Gesetzesnormen unterstellt werden kann ist das angerufene Gericht zuständig, wenn es die Zuständigkeit auch nur hinsichtlich einer der anzuwendenden konkurrierenden Normen besitzt. (T11)
    Veröff: NZ 1983,172
  • 5 Ob 12/82
    Entscheidungstext OGH 02.03.1982 5 Ob 12/82
    Auch; nur T11
  • 7 Ob 743/82
    Entscheidungstext OGH 21.10.1982 7 Ob 743/82
    nur T11; Beis wie T9; Beis wie T10
  • 4 Ob 1010/94
    Entscheidungstext OGH 15.02.1994 4 Ob 1010/94
    Beisatz: Auch dann, wenn es sich um eine nicht prorogable Zuständigkeit handelt und seine Zuständigkeit nicht nach allen in Frage kommenden Rechtsgründen gegeben wäre. (T12)
  • 4 Ob 80/08f
    Entscheidungstext OGH 26.08.2008 4 Ob 80/08f
    Vgl aber; Beisatz: Hier macht die Klägerin indes unterschiedliche Klagegründe - also unterschiedliche rechtserzeugende Tatsachen - geltend. Dabei soll jeder dieser Klagegründe für sich dem Urteilsbegehren insgesamt zum Erfolg verhelfen können. (T13)
    Veröff: SZ 2008/112
  • 4 Ob 154/12v
    Entscheidungstext OGH 18.10.2012 4 Ob 154/12v
    nur T11; Beisatz: Maßgebliche Voraussetzung ist, dass über einen einheitlichen Sachverhalt zu entscheiden ist, in Ansehung dessen verschiedene Rechtsgründe das nach dem Urteilsbegehren angestrebte Ergebnis tragen könnten. (T14)
    Veröff: SZ 2012/106
  • 7 Ob 132/16m
    Entscheidungstext OGH 03.08.2016 7 Ob 132/16m
    Vgl; Beis wie T13; Beis wie T14; Beisatz: Vgl zu einstweiligen Verfügungen RS0130925. (T15)
  • 3 Ob 232/17i
    Entscheidungstext OGH 24.01.2018 3 Ob 232/17i
    Beis wie T9

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1952:RS0045485

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

14.03.2018

Dokumentnummer

JJR_19521210_OGH0002_0010OB00948_5200000_001

Rechtssatz für 3Ob155/57 6Ob113/62 3Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0039844

Geschäftszahl

3Ob155/57; 6Ob113/62; 3Ob142/63; 3Ob96/50; 6Ob255/74; 5Ob312/74; 7Ob255/75 (7Ob256/75); 1Ob711/89; 7Ob604/94; 1Ob641/95; 8Ob83/97g; 7Ob67/01f; 6Ob41/03b; 2Ob53/04i; 7Ob64/06x; 10Ob10/07d; 4Ob80/08f; 6Ob84/14t; 9ObA53/15g; 5Ob251/15w; 3Ob90/16f; 6Ob195/17w; 4Ob29/18w; 18ONc2/18s; 6Ob213/18v

Entscheidungsdatum

03.04.1957

Norm

ZPO §240 Abs1 B
ZPO §391 C
ZPO §577 Abs1

Rechtssatz

Der Schiedsvertrag bewirkt zwar nicht Unzulässigkeit des Rechtsweges, sondern nur eine verzichtbare sachliche Unzuständigkeit des ordentlichen Gerichtes; dennoch können Forderungen, über die vereinbarungsgemäß ein Schiedsgericht zu erkennen hat, beim ordentlichen Gericht nicht zur Prozessaufrechnung gestellt werden, es sei denn, dass sie vom Schiedsgericht schon rechtskräftig festgestellt worden wären.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 155/57
    Entscheidungstext OGH 03.04.1957 3 Ob 155/57
    Veröff: JBl 1957 H24,647 = RZ 1957,107
  • 6 Ob 113/62
    Entscheidungstext OGH 02.05.1962 6 Ob 113/62
  • 3 Ob 142/63
    Entscheidungstext OGH 19.12.1963 3 Ob 142/63
  • 3 Ob 96/50
    Entscheidungstext OGH 01.03.1950 3 Ob 96/50
    Vgl; Veröff: SZ 22/50
  • 6 Ob 255/74
    Entscheidungstext OGH 30.01.1975 6 Ob 255/74
  • 5 Ob 312/74
    Entscheidungstext OGH 04.02.1975 5 Ob 312/74
    nur: Der Schiedsvertrag bewirkt zwar nicht Unzulässigkeit des Rechtsweges, sondern nur eine verzichtbare sachliche Unzuständigkeit des ordentlichen Gerichtes. (T1)
    Beisatz: Hier: Vereinsschiedsgericht (T2)
  • 7 Ob 255/75
    Entscheidungstext OGH 18.03.1976 7 Ob 255/75
    nur T1; Veröff: SZ 49/40 = EvBl 1976/273 S 630 = JBl 1976,541
  • 1 Ob 711/89
    Entscheidungstext OGH 14.11.1990 1 Ob 711/89
    Teilweise abweichend; Beisatz: Die Vereinbarung eines Schiedsgerichtes steht der einredeweisen Geltendmachung einer Gegenforderung im ordentlichen Verfahren nicht entgegen. (T3)
    Veröff: SZ 63/201
  • 7 Ob 604/94
    Entscheidungstext OGH 14.12.1994 7 Ob 604/94
    Auch; nur T1; Beisatz: Wird ein ordentliches Gericht angerufen, obwohl über die Streitsache ein Schiedsvertrag vorliegt, begründet dies dessen prorogable Unzuständigkeit, die nach Streitanhängigkeit nicht mehr von Amts wegen wahrgenommen werden kann. (T4) Veröff: SZ 67/228
  • 1 Ob 641/95
    Entscheidungstext OGH 26.03.1996 1 Ob 641/95
    Auch; nur T1; Beis wie T4; Veröff: SZ 69/73
  • 8 Ob 83/97g
    Entscheidungstext OGH 28.08.1997 8 Ob 83/97g
    Gegenteilig; Beis wie T3
  • 7 Ob 67/01f
    Entscheidungstext OGH 17.05.2001 7 Ob 67/01f
    Ähnlich; nur T1; Beis wie T4 nur: Wird ein ordentliches Gericht angerufen, obwohl über die Streitsache ein Schiedsvertrag vorliegt, begründet dies dessen prorogable Unzuständigkeit. (T5)
  • 6 Ob 41/03b
    Entscheidungstext OGH 02.10.2003 6 Ob 41/03b
    nur T1
  • 2 Ob 53/04i
    Entscheidungstext OGH 18.03.2004 2 Ob 53/04i
    Vgl auch; Beisatz: Die schiedsgerichtliche Streitanhängigkeit begründet auch die prozessuale Folge der gerichtlichen Streitanhängigkeit. Soweit allerdings nichts anderes vereinbart wurde, ist auch erforderlich, dass die Schiedsklage dem Beklagten zugestellt wird. (T6)
  • 7 Ob 64/06x
    Entscheidungstext OGH 29.03.2006 7 Ob 64/06x
    nur T1
  • 10 Ob 10/07d
    Entscheidungstext OGH 20.03.2007 10 Ob 10/07d
    nur T1
  • 4 Ob 80/08f
    Entscheidungstext OGH 26.08.2008 4 Ob 80/08f
    Auch; nur T1; Veröff: SZ 2008/112
  • 6 Ob 84/14t
    Entscheidungstext OGH 26.06.2014 6 Ob 84/14t
    Vgl auch; Beisatz: Eine Schiedsklage bewirkt nur dann Streitanhängigkeit, wenn diese vom Schiedsgericht, nicht jedoch vom Vertreter der Schiedsklägerin zugestellt wird. (T7)
  • 9 ObA 53/15g
    Entscheidungstext OGH 24.06.2015 9 ObA 53/15g
    Auch
  • 5 Ob 251/15w
    Entscheidungstext OGH 18.05.2016 5 Ob 251/15w
    Auch; nur T1
  • 3 Ob 90/16f
    Entscheidungstext OGH 14.06.2016 3 Ob 90/16f
    Auch
  • 6 Ob 195/17w
    Entscheidungstext OGH 17.01.2018 6 Ob 195/17w
    Auch; nur T1; Beis ähnlich wie T4
  • 4 Ob 29/18w
    Entscheidungstext OGH 19.04.2018 4 Ob 29/18w
    Auch
  • 18 ONc 2/18s
    Entscheidungstext OGH 30.11.2018 18 ONc 2/18s
    Auch
  • 6 Ob 213/18v
    Entscheidungstext OGH 20.12.2018 6 Ob 213/18v
    Auch; nur T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1957:RS0039844

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

21.02.2019

Dokumentnummer

JJR_19570403_OGH0002_0030OB00155_5700000_001

Rechtssatz für 1Ob628/82 1Ob547/84 7Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0018023

Geschäftszahl

1Ob628/82; 1Ob547/84; 7Ob551/85 (7Ob552/85); 8Ob572/86; 2Ob529/87; 6Ob658/87; 7Ob2097/96z; 7Ob502/96; 1Ob2193/96y; 10Ob14/98a; 1Ob126/00m; 4Ob37/01x; 6Ob155/02s; 6Ob62/02i; 7Ob310/02t; 8Ob24/03t; 1Ob22/03x; 9Ob39/04g; 6Ob122/04s; 2Ob29/07i; 4Ob142/07x; 10Ob120/07f; 4Ob80/08f; 6Ob194/08k; 7Ob266/08f; 3Ob191/11a; 4Ob203/12z; 6Ob47/13z; 2Ob65/13t; 6Ob158/13y; 1Ob225/13i; 3Ob90/16f; 6Ob178/17w; 5Ob188/17h; 5Ob63/18b

Entscheidungsdatum

16.06.1982

Norm

ABGB §914 IIIh
ZPO §577
ZPO §581 Abs1

Rechtssatz

Welche Streitigkeiten von der Schiedsvereinbarung umfasst sind, ist auf Grund ihres - nach dem Parteiwillen auszulegenden - Inhalts zu ermitteln.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 628/82
    Entscheidungstext OGH 16.06.1982 1 Ob 628/82
    Veröff: SZ 55/89
  • 1 Ob 547/84
    Entscheidungstext OGH 04.04.1984 1 Ob 547/84
    Zweiter Rechtsgang zu 1 Ob 628/82
  • 7 Ob 551/85
    Entscheidungstext OGH 18.04.1985 7 Ob 551/85
    Veröff: SZ 58/60
  • 8 Ob 572/86
    Entscheidungstext OGH 26.05.1986 8 Ob 572/86
    Veröff: SZ 59/88
  • 2 Ob 529/87
    Entscheidungstext OGH 10.03.1987 2 Ob 529/87
    Beisatz: Die Grenze der Auslegung liegt aber in jenem Fall im Wortlaut der Vereinbarung. (T1)
  • 6 Ob 658/87
    Entscheidungstext OGH 15.10.1987 6 Ob 658/87
  • 7 Ob 2097/96z
    Entscheidungstext OGH 17.04.1996 7 Ob 2097/96z
  • 7 Ob 502/96
    Entscheidungstext OGH 21.02.1996 7 Ob 502/96
  • 1 Ob 2193/96y
    Entscheidungstext OGH 25.06.1996 1 Ob 2193/96y
    Auch; Beisatz: Bei der Deutung einer Schiedsgerichtsvereinbarung sind die Auslegungsregeln des ABGB analog heranzuziehen. (T2)
  • 10 Ob 14/98a
    Entscheidungstext OGH 27.01.1998 10 Ob 14/98a
    Auch
  • 1 Ob 126/00m
    Entscheidungstext OGH 28.11.2000 1 Ob 126/00m
    Auch; Beis wie T2; Beisatz: Wird kein übereinstimmender Parteiwille festgestellt, so ist der Text der das Schiedsgericht betreffenden Vertragsbestimmung einer vernünftigen und den Zweck der Vereinbarung begünstigenden Auslegung zu unterziehen. (T3); Beisatz: Lässt der Wortlaut der Erklärung zwei gleichwertige Auslegungsergebnisse zu, so gebührt jener Auslegung der Vorzug, die die Gültigkeit des Schiedsvertrags favorisiert. (T4)
  • 4 Ob 37/01x
    Entscheidungstext OGH 03.04.2001 4 Ob 37/01x
    Auch; Beis wie T3
  • 6 Ob 155/02s
    Entscheidungstext OGH 29.08.2002 6 Ob 155/02s
    Beis wie T1
  • 6 Ob 62/02i
    Entscheidungstext OGH 12.12.2002 6 Ob 62/02i
  • 7 Ob 310/02t
    Entscheidungstext OGH 29.01.2003 7 Ob 310/02t
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T3
  • 8 Ob 24/03t
    Entscheidungstext OGH 10.04.2003 8 Ob 24/03t
    Beisatz: Wird die ursprüngliche Unwirksamkeit (Nichtigkeit) des Vertrags behauptet, dann besteht - sofern die Schiedsvereinbarung formgültig und inhaltlich bestimmt ist und soferne sie nicht ohnedies diesen Fall ausdrücklich regelt - die Schiedsgerichtsbarkeit auch für solche Streitigkeiten. (T5)
  • 1 Ob 22/03x
    Entscheidungstext OGH 29.04.2003 1 Ob 22/03x
    Auch; Beis wie T3
  • 9 Ob 39/04g
    Entscheidungstext OGH 21.04.2004 9 Ob 39/04g
    Beisatz: Das Ergebnis dieser Auslegung ist einzelfallbezogen und begründet in der Regel keine erhebliche Rechtsfrage. (T6); Beis wie T5
  • 6 Ob 122/04s
    Entscheidungstext OGH 24.06.2004 6 Ob 122/04s
  • 2 Ob 29/07i
    Entscheidungstext OGH 14.06.2007 2 Ob 29/07i
    Beis wie T6
  • 4 Ob 142/07x
    Entscheidungstext OGH 07.08.2007 4 Ob 142/07x
    Auch; Beis wie T5
  • 10 Ob 120/07f
    Entscheidungstext OGH 05.02.2008 10 Ob 120/07f
    Vgl auch; Beisatz: War der Hauptvertrag ursprünglich gültig und entstehen Streitigkeiten über die (einseitige) Aufhebung des Vertrags beispielsweise durch Rücktritt, dessen Kündigung oder fristlose Auflösung oder die aus dessen Beendigung abgeleiteten Ansprüche, dann wirkt eine „alle Streitigkeiten aus dem Vertrag" umfassende Schiedsklausel auch auf sie. (T7); Beis wie T5
  • 4 Ob 80/08f
    Entscheidungstext OGH 26.08.2008 4 Ob 80/08f
    Beis wie T4; Beisatz: Hier: Zur Rechtslage nach dem SchiedsRÄG 2006, BGBl I Nr 7/2006. (T8); Veröff: SZ 2008/112
  • 6 Ob 194/08k
    Entscheidungstext OGH 06.11.2008 6 Ob 194/08k
    Vgl; Beisatz: Zur Rechtslage vor dem SchiedsRÄG 2006 (BGBl I 2006/7). (T9)
    Beisatz: Eine Schiedsvereinbarung ist zwar grundsätzlich nach den Vorschriften des Prozessrechts auszulegen; dies schließt aber nicht aus, den von den Parteien mit der Schiedsgerichtsvereinbarung gemeinsam verfolgten Zweck, also die Parteiabsicht und die Grundsätze des redlichen Verkehrs, als Auslegungsmittel heranzuziehen. (T10)
    Beisatz: Das Ergebnis der Auslegung einer Schiedsgerichtsvereinbarung ist grundsätzlich einzelfallbezogen (9 Ob 39/04g; 2 Ob 29/07i). (T11)
  • 7 Ob 266/08f
    Entscheidungstext OGH 30.03.2009 7 Ob 266/08f
    Auch
  • 3 Ob 191/11a
    Entscheidungstext OGH 08.11.2011 3 Ob 191/11a
    Auch; Beis wie T3; Beis wie T4; Beis wie T8; Beis wie T10
  • 4 Ob 203/12z
    Entscheidungstext OGH 15.01.2013 4 Ob 203/12z
    Auch; Beisatz: Hier: Schlichtungsklausel des Fachverbands der Immobilien‑ und Vermögenstreuhänder der Wirtschaftskammer Österreich. (T12)
  • 6 Ob 47/13z
    Entscheidungstext OGH 08.05.2013 6 Ob 47/13z
    Beisatz: Die für Streitigkeiten aus dem Gesellschaftsverhältnis getroffene Schiedsabrede gilt auch für Streitigkeiten, die nach Aufhebung der Gesellschaft entstanden sind, wenn sie mit dem Gesellschaftsverhältnis zusammenhängen. (T13)
  • 2 Ob 65/13t
    Entscheidungstext OGH 07.05.2013 2 Ob 65/13t
    Auch; Beis wie T4; Beisatz: Die Auffassung, dass eine in einem Vertragswerk enthaltene Schiedsvereinbarung bei verständiger Auslegung durch eine nachfolgende Gerichtsstandsvereinbarung jedenfalls dann nicht aufgehoben oder gegenstandslos gemacht werde, wenn zusätzlich zu einer Schiedsvereinbarung eine nicht ausschließliche (einfache) Zuständigkeit staatlicher Gerichte vereinbart werde, ist durchaus vertretbar. (T14)
  • 6 Ob 158/13y
    Entscheidungstext OGH 09.09.2013 6 Ob 158/13y
    Beis wie T4; Beis wie T6; Beis wie T11
  • 1 Ob 225/13i
    Entscheidungstext OGH 19.12.2013 1 Ob 225/13i
    Auch; Beis wie T3; Beis wie T6; Beis wie T11
  • 3 Ob 90/16f
    Entscheidungstext OGH 14.06.2016 3 Ob 90/16f
    Auch; Beis wie T6; Beis wie T11
  • 6 Ob 178/17w
    Entscheidungstext OGH 21.12.2017 6 Ob 178/17w
    Beis wie T4
  • 5 Ob 188/17h
    Entscheidungstext OGH 13.02.2018 5 Ob 188/17h
    Auch; Beis wie T6; Beis wie T11
  • 5 Ob 63/18b
    Entscheidungstext OGH 17.01.2019 5 Ob 63/18b
    Auch; Beis wie T6; Beis wie T11

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1982:RS0018023

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

06.03.2019

Dokumentnummer

JJR_19820616_OGH0002_0010OB00628_8200000_001

Rechtssatz für 1Ob545/86 6Ob658/87 1Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0045045

Geschäftszahl

1Ob545/86; 6Ob658/87; 1Ob711/89; 4Ob533/95; 7Ob502/96; 6Ob186/97i; 3Ob2372/96m; 1Ob31/00s; 1Ob126/00m; 7Ob67/01f; 6Ob67/02z; 1Ob22/03x; 3Ob281/06d; 4Ob80/08f; 6Ob194/08k; 7Ob266/08f; 3Ob191/11a; 6Ob47/13z; 1Ob225/13i; 6Ob5/14z; 18OCg1/15v; 3Ob90/16f; 6Ob178/17w; 5Ob188/17h; 5Ob63/18b

Entscheidungsdatum

03.09.1986

Norm

ABGB §914 IIIh
ZPO §577
ZPO §581 Abs1

Rechtssatz

Schiedsvereinbarungen sind als Prozesshandlungen (Prozessverträge) zu beurteilen. Zur Auslegung des Schiedsvertrages sind daher grundsätzlich die Vorschriften des Prozessrechts heranzuziehen, was aber nicht ausschließt, den von den Parteien mit der Schiedsgerichtsvereinbarung gemeinsam verfolgten Zweck, also die Parteiabsicht und die Grundsätze des redlichen Verkehrs, als Auslegungsmittel heranzuziehen.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 545/86
    Entscheidungstext OGH 03.09.1986 1 Ob 545/86
    Veröff: RdW 1987,54
  • 6 Ob 658/87
    Entscheidungstext OGH 15.10.1987 6 Ob 658/87
    Auch
  • 1 Ob 711/89
    Entscheidungstext OGH 14.11.1990 1 Ob 711/89
    nur: Schiedsvereinbarungen sind als Prozesshandlungen (Prozessverträge) zu beurteilen. (T1) Veröff: SZ 63/201 = EvBl 1991/44 S 204
  • 4 Ob 533/95
    Entscheidungstext OGH 13.06.1995 4 Ob 533/95
    Veröff: SZ 68/112
  • 7 Ob 502/96
    Entscheidungstext OGH 21.02.1996 7 Ob 502/96
    Auch; Beisatz: Es bestimmt sich daher auch die subjektive und objektive Schiedsfähigkeit nach Prozessrecht und legt die ZPO Form und Wirkungen des Schiedsvertrages fest. (T2)
  • 6 Ob 186/97i
    Entscheidungstext OGH 24.07.1997 6 Ob 186/97i
    Veröff SZ 70/156
  • 3 Ob 2372/96m
    Entscheidungstext OGH 05.05.1998 3 Ob 2372/96m
    Veröff: SZ 71/82
  • 1 Ob 31/00s
    Entscheidungstext OGH 21.06.2000 1 Ob 31/00s
    Beisatz: Soweit die Vorschriften des Prozessrechts nicht ausreichen, sind die Auslegungsregeln des ABGB analog heranzuziehen. (T3)
  • 1 Ob 126/00m
    Entscheidungstext OGH 28.11.2000 1 Ob 126/00m
    Auch; Beis wie T3; Beisatz: Lässt der Wortlaut der Erklärung zwei gleichwertige Auslegungsergebnisse zu, so gebührt, jener Auslegung der Vorzug, die die Gültigkeit des Schiedsvertrags favorisiert. (T4)
  • 7 Ob 67/01f
    Entscheidungstext OGH 17.05.2001 7 Ob 67/01f
    Auch; Beis wie T3
  • 6 Ob 67/02z
    Entscheidungstext OGH 07.11.2002 6 Ob 67/02z
    Auch
  • 1 Ob 22/03x
    Entscheidungstext OGH 29.04.2003 1 Ob 22/03x
    Auch; Beisatz: Für die Auslegung von Schiedsvereinbarungen ist der Parteiwille maßgeblich. Entscheidend für die Zuständigkeit des Schiedsgerichts ist der Text der Schiedsvereinbarung unter Berücksichtigung vernünftiger und den Zweck der Vereinbarung begünstigender Auslegung. (T5)
  • 3 Ob 281/06d
    Entscheidungstext OGH 22.02.2007 3 Ob 281/06d
    Auch; Beis ähnlich wie T3; Beis wie T4
  • 4 Ob 80/08f
    Entscheidungstext OGH 26.08.2008 4 Ob 80/08f
    Beis wie T3; Veröff: SZ 2008/112
  • 6 Ob 194/08k
    Entscheidungstext OGH 06.11.2008 6 Ob 194/08k
    Beisatz: Zur Rechtslage vor dem SchiedsRÄG 2006 (BGBl I 2006/7). (T6)
    Beisatz: Das Ergebnis der Auslegung einer Schiedsgerichtsvereinbarung ist grundsätzlich einzelfallbezogen (9 Ob 39/04g; 2 Ob 29/07i). (T7)
  • 7 Ob 266/08f
    Entscheidungstext OGH 30.03.2009 7 Ob 266/08f
    Auch
  • 3 Ob 191/11a
    Entscheidungstext OGH 08.11.2011 3 Ob 191/11a
    Auch; Beis wie T3; Beis wie T4
  • 6 Ob 47/13z
    Entscheidungstext OGH 08.05.2013 6 Ob 47/13z
  • 1 Ob 225/13i
    Entscheidungstext OGH 19.12.2013 1 Ob 225/13i
    Auch; Beis wie T7
  • 6 Ob 5/14z
    Entscheidungstext OGH 15.05.2014 6 Ob 5/14z
    Beis wie T4
  • 18 OCg 1/15v
    Entscheidungstext OGH 23.06.2015 18 OCg 1/15v
    Auch; Veröff: SZ 2015/61
  • 3 Ob 90/16f
    Entscheidungstext OGH 14.06.2016 3 Ob 90/16f
    Auch; Beis wie T7
  • 6 Ob 178/17w
    Entscheidungstext OGH 21.12.2017 6 Ob 178/17w
    Auch; Beis wie T3; Beis wie T7
  • 5 Ob 188/17h
    Entscheidungstext OGH 13.02.2018 5 Ob 188/17h
    Auch; Beis wie T7
  • 5 Ob 63/18b
    Entscheidungstext OGH 17.01.2019 5 Ob 63/18b
    Auch; Beis wie T7

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1986:RS0045045

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

06.03.2019

Dokumentnummer

JJR_19860903_OGH0002_0010OB00545_8600000_001

Rechtssatz für 1Ob319/97m 7Ob132/00p 7...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0109737

Geschäftszahl

1Ob319/97m; 7Ob132/00p; 7Ob127/01d; 7Nc45/04h; 8ObA68/06t; 4Ob80/08f; 2Ob222/14g; 4Ob137/16z; 4Ob55/18v; 4Ob185/18m; 5Ob240/18g; 6Ob239/18t; 9Ob8/19w; 10Ob36/19w; 8Ob30/19y

Entscheidungsdatum

24.02.1998

Norm

EuGVÜ Art5 Z3
LGVÜ Art5 Z3
LGVÜ II 2007 Art5 Z3
Verordnung (EG) Nr 44/2001 des Rates 32001R0044 Brüssel I-Verordnung (EuGVVO) Art5 Nr3

Rechtssatz

Als Ort, an dem das schädigende Ereignis eingetreten ist, ist auch jener zu verstehen, an dem die Vermögensverminderung eintrat.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 319/97m
    Entscheidungstext OGH 24.02.1998 1 Ob 319/97m
    Veröff: SZ 71/31
  • 7 Ob 132/00p
    Entscheidungstext OGH 28.06.2000 7 Ob 132/00p
    Vgl; Beisatz: Als "Ort, an dem das schädigende Ereignis eingetreten ist" kann nur ein Ort bezeichnet werden, an dem das haftungsauslösende Ereignis den unmittelbar Betroffenen direkt geschädigt hat. (T1); Beisatz: Art 5 Z 3 LGVÜ kann daher nicht derart ausgelegt werden, dass sie einem Kläger, der einen Schaden geltend macht, der angeblich Folge des Schadens sei, den andere Personen unmittelbar auf Grund des schädigenden Ereignisses erlitten haben, erlaubt, den Urheber dieses Schadens vor den Gerichten des Ortes zu verklagen, an dem er selbst den Schaden an seinem Vermögen festgestellt habt. Da der Ort, an dem ein Vermögensschaden eingetreten ist (Folgeschaden), keinen Gerichtsstand begründet und Art 5 Z 3 LGVÜ nicht auf Kosten des Beklagtenwohnsitzes zu einem Klägergerichtsstand ausgedehnt werden darf, fehlt im vorliegenden Fall eine Zuständigkeit nach dem LGVÜ. (T2); Veröff: SZ 73/106
  • 7 Ob 127/01d
    Entscheidungstext OGH 17.04.2002 7 Ob 127/01d
    Beis wie T2; Beisatz: Die „Vermögensschäden in der Folge eines in einem anderen Vertragsstaat entstandenen und dort vom Kläger erlittenen Erstschadens" sind nicht zuständigkeitsbegründend. (T3); Beisatz: Hier: Vermögensschaden entstand durch Kreditschädigung und durch unbezahlte (weitere) Lieferung an den Aussteller nicht einlösbarer Schecks, wobei die beklagte bezogene Bank diese protestieren oder die Berechtigung zur Scheckausstellung bereits früher entziehen hätte müssen. (T4)
  • 7 Nc 45/04h
    Entscheidungstext OGH 04.10.2004 7 Nc 45/04h
    Beis wie T2; Beisatz: Hier: Art 5 Z 3 EuGVVO. (T5)
  • 8 ObA 68/06t
    Entscheidungstext OGH 21.05.2007 8 ObA 68/06t
    Vgl; Beis wie T1
  • 4 Ob 80/08f
    Entscheidungstext OGH 26.08.2008 4 Ob 80/08f
    Auch; Beisatz: Nur der Ort des Eintritts des Erstschadens, nicht dagegen der Ort des Eintritts allfälliger Folgeschäden ist zuständigkeitsbegründend. (T6); Veröff: SZ 2008/112
  • 2 Ob 222/14g
    Entscheidungstext OGH 22.01.2015 2 Ob 222/14g
    Vgl auch; Beis wie T3; Beis wie T6
  • 4 Ob 137/16z
    Entscheidungstext OGH 21.02.2017 4 Ob 137/16z
    Auch; beis wie T1; Beis wie T3
  • 4 Ob 55/18v
    Entscheidungstext OGH 22.03.2018 4 Ob 55/18v
    Vgl; Beis wie T2
  • 4 Ob 185/18m
    Entscheidungstext OGH 23.10.2018 4 Ob 185/18m
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T3
  • 5 Ob 240/18g
    Entscheidungstext OGH 20.02.2019 5 Ob 240/18g
    Vgl; Beis wie T1; Beis wie T3
  • 6 Ob 239/18t
    Entscheidungstext OGH 27.02.2019 6 Ob 239/18t
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Zur Geldanlage in einen Schiffsfonds. Die Notifizierung des Prospekts im Wohn­sitzland des Anlegers ist keine unabdingbare Voraussetzung für die internationale Zuständigkeit. (T7)
  • 9 Ob 8/19w
    Entscheidungstext OGH 28.03.2019 9 Ob 8/19w
    Vgl; Beis wie T1; Beis wie T3
  • 10 Ob 36/19w
    Entscheidungstext OGH 28.05.2019 10 Ob 36/19w
    Vgl; Beis wie T1; Beis wie T3
  • 8 Ob 30/19y
    Entscheidungstext OGH 29.04.2019 8 Ob 30/19y
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1998:RS0109737

Im RIS seit

26.03.1998

Zuletzt aktualisiert am

13.09.2019

Dokumentnummer

JJR_19980224_OGH0002_0010OB00319_97M0000_002

Rechtssatz für 4Ob110/01g 4Ob273/01b 7...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0115357

Geschäftszahl

4Ob110/01g; 4Ob273/01b; 7Ob127/01d; 4Ob122/03z; 4Ob174/06a; 17Ob2/07d; 1Ob74/07z; 17Ob22/07w; 4Nc3/08s; 4Ob80/08f; 6Ob133/08i; 4Ob203/08v; 17Ob13/10a; 9Ob18/10b; 17Ob6/11y; 4Ob12/11k; 4Ob2/12s; 3Ob14/12y; 4Ob82/12f; 4Ob33/12z; 2Ob222/14g; 4Ob78/15x; 1Ob237/15g; 4Ob185/18m; 5Ob240/18g; 9Ob8/19w; 8Ob30/19y; 6Ob218/18d; 8Ob45/19d

Entscheidungsdatum

29.05.2001

Norm

EuGVÜ Art5 Z3
LGVÜ Art5 Z3
LGVÜ II 2007 Art5 Z3
Verordnung (EG) Nr 44/2001 des Rates 32001R0044 Brüssel I-Verordnung (EuGVVO) Art5 Nr3
EUGVVO 2012 Art7 Nr2

Rechtssatz

Der EuGH definiert Klagen aus "unerlaubten Handlungen" als Klagen, "mit denen eine Schadenshaftung des Beklagten geltend gemacht wird und die nicht an einen 'Vertrag' im Sinne des Art 5 Z 1 anknüpfen". Darunter fallen insbesondere auch Ansprüche aus unlauterem Wettbewerb und aus der Verletzung von Immaterialgüterrechten. Örtlich zuständig für derartige Klagen ist das "Gericht des Orts, an dem das schädigende Ereignis eingetreten ist". Diese Bestimmung ist nach der Rechtsprechung des EuGH vertragsautonom dahin auszulegen, dass sie sowohl den Ort, an dem der Schaden eingetreten ist, als auch den Ort des ursächlichen Geschehens meint.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 110/01g
    Entscheidungstext OGH 29.05.2001 4 Ob 110/01g
  • 4 Ob 273/01b
    Entscheidungstext OGH 27.11.2001 4 Ob 273/01b
    Vgl auch
  • 7 Ob 127/01d
    Entscheidungstext OGH 17.04.2002 7 Ob 127/01d
  • 4 Ob 122/03z
    Entscheidungstext OGH 08.07.2003 4 Ob 122/03z
    Auch
  • 4 Ob 174/06a
    Entscheidungstext OGH 17.10.2006 4 Ob 174/06a
    nur: Der EuGH definiert Klagen aus "unerlaubten Handlungen" als Klagen, "mit denen eine Schadenshaftung des Beklagten geltend gemacht wird und die nicht an einen 'Vertrag' im Sinne des Art 5 Z 1 anknüpfen". (T1)
    Beisatz: Ansprüche auf eine angemessene Vergütung nach § 42b Abs 1 UrhG (Leerkassettenvergütung) sind nicht Ansprüche aus einer unerlaubten Handlung oder einer Handlung, die einer unerlaubten Handlung gleichgestellt ist; sie fallen daher nicht unter Art 5 Nr 3 EuGVVO. (T2)
    Veröff: SZ 2006/156
  • 17 Ob 2/07d
    Entscheidungstext OGH 20.03.2007 17 Ob 2/07d
    Veröff: SZ 2007/44
  • 1 Ob 74/07z
    Entscheidungstext OGH 03.05.2007 1 Ob 74/07z
    nur: Örtlich zuständig für derartige Klagen ist das "Gericht des Orts, an dem das schädigende Ereignis eingetreten ist". Diese Bestimmung ist nach der Rechtsprechung des EuGH vertragsautonom dahin auszulegen, dass sie sowohl den Ort, an dem der Schaden eingetreten ist, als auch den Ort des ursächlichen Geschehens meint. (T3)
    Beisatz: Hier: Geltendmachung einer Haftung als falsus procurator - Anwendbarkeit des Art 5 Nr 3 EuGVVO bejaht. (T4)
  • 17 Ob 22/07w
    Entscheidungstext OGH 11.12.2007 17 Ob 22/07w
    Auch; Veröff: SZ 2007/197
  • 4 Nc 3/08s
    Entscheidungstext OGH 20.02.2008 4 Nc 3/08s
    Beisatz: Art 5 Z 3 LGVÜ entspricht in Aufbau und Inhalt weitgehend Art 5 Z 3 EuGVVO, weshalb die Literatur und Rechtsprechung zu letzterer Bestimmung auch für die Auslegung des Art 5 Z 3 LGVÜ übernommen werden kann. (T5)
    Beisatz: Hier: Behaupteter Verstoß gegen UWG durch Schweizer Website. (T6)
  • 4 Ob 80/08f
    Entscheidungstext OGH 26.08.2008 4 Ob 80/08f
    Veröff: SZ 2008/112
  • 6 Ob 133/08i
    Entscheidungstext OGH 07.08.2008 6 Ob 133/08i
    Vgl; Beisatz: Der zwischen der beklagten Partei und der Leasingnehmerin der Klägerin abgeschlossene Wartungsvertrag vermag einen vertraglichen Anspruch der klagenden Partei gegen die beklagte Partei im Sinne des Art 5 EuGVVO nicht zu begründen. (T7) Beisatz: Durch den nach den Klagsbehauptungen von der beklagten Partei verschuldeten Flugzeugabsturz wurde in das Eigentumsrecht der klagenden Partei, mithin ein absolut geschütztes Rechtsgut, eingegriffen. (T8)
    Beisatz: Es handelt sich nicht um einen bloßen Folgeschaden, der zur Begründung des Gerichtsstands des Schadensorts nach Art 5 Nr 3 EuGVVO nicht ausreicht, sondern um einen unmittelbaren Schaden. (T9)
  • 4 Ob 203/08v
    Entscheidungstext OGH 18.11.2008 4 Ob 203/08v
    Vgl auch; Beisatz: Der Begriff des schädigenden Ereignisses in Art 5 Nr 3 EuGVVO ist weit zu verstehen. Er erfasst im Bereich des Verbraucherschutzes unter anderem Angriffe auf die Rechtsordnung eines Mitgliedstaats durch die Verwendung missbräuchlicher Klauseln, deren Verhinderung die Aufgabe von klagebefugten Verbänden ist. (T10)
    Beisatz: Hier: Klage der Bundesarbeitskammer gegen das Erwecken eines unrichtigen Eindrucks über die Unentgeltlichkeit der im Internetauftritt der Beklagten angebotenen Dienste und gegen das dortige Fehlen gesetzlich vorgesehener Informationen jeweils im Geschäftsverkehr mit in Österreich ansässigen Kunden: Damit liegt ein „Angriff" auf die österreichische Rechtsordnung vor. Auf welchem technischen Weg dieser „Angriff" erfolgt, ist unerheblich. (T11)
  • 17 Ob 13/10a
    Entscheidungstext OGH 16.12.2010 17 Ob 13/10a
  • 9 Ob 18/10b
    Entscheidungstext OGH 22.12.2010 9 Ob 18/10b
    nur T1
  • 17 Ob 6/11y
    Entscheidungstext OGH 09.08.2011 17 Ob 6/11y
    Vgl; Beisatz: Hier: Zum Erfolgsort nach Art 6 Abs 2 iVm Art 4 Abs 1 Rom II-VO bzw dem Marktortprinzip nach Art 6 Abs 1 Rom II-VO. (T12)
    Veröff: SZ 2011/104
  • 4 Ob 12/11k
    Entscheidungstext OGH 20.09.2011 4 Ob 12/11k
    Vgl; Beis wie T12; Beisatz: Hier: Betriebsbezogene Lauterkeitsverstöße. (T13)
  • 4 Ob 2/12s
    Entscheidungstext OGH 28.02.2012 4 Ob 2/12s
  • 3 Ob 14/12y
    Entscheidungstext OGH 14.06.2012 3 Ob 14/12y
    nur T3
  • 4 Ob 82/12f
    Entscheidungstext OGH 10.07.2012 4 Ob 82/12f
    Vgl; Bem: Zur Zuständigkeit bei Markenrechtseingriffen bzw Wettbewerbsverstößen im Internet nach Art 5 Nr 3 EuGVVO siehe RS0127998. (T14)
    Veröff: SZ 2012/69
  • 4 Ob 33/12z
    Entscheidungstext OGH 10.07.2012 4 Ob 33/12z
    Auch; Beisatz: Für die Zuständigkeit nach Art 5 Nr 3 EuGVVO ist es grundsätzlich bedeutungslos, wo der Kläger seinen (Wohn‑)Sitz hat. (T15)
  • 2 Ob 222/14g
    Entscheidungstext OGH 22.01.2015 2 Ob 222/14g
    Vgl auch; Beis wie T15
  • 4 Ob 78/15x
    Entscheidungstext OGH 11.08.2015 4 Ob 78/15x
  • 1 Ob 237/15g
    Entscheidungstext OGH 28.01.2016 1 Ob 237/15g
    Beisatz: Die Zuhilfenahme gerichtlich vorgesehener Instrumente zur Durchsetzung einer vermeintlich zustehenden Forderung ist zulässig ‑ keine unerlaubte Handlung iSd § 5 Nr 3 LGVÜ 2007. (T16)
    Beisatz: Die bloße Aufforderung einer Partei eine Forderung zu begleichen, ist ohne Hinzutreten weiterer Umstände, die eine unerlaubte Handlung bzw einen Eingriff in eine rechtlich geschützte Position nahelegen, keine unerlaubte Handlung iSd Art 5 Nr 3 LGVÜ II 2007. (T17)
  • 4 Ob 185/18m
    Entscheidungstext OGH 23.10.2018 4 Ob 185/18m
    Auch; Beisatz: Der Gerichtsstand differenziert grundsätzlich nicht danach, in welcher Rechtsschutzform Klage erhoben wird; er steht schon seinem klaren Wortlaut nach für (sämtliche) Ansprüche aus unerlaubten Handlungen zur Verfügung und unterscheidet insbesondere nicht danach, worauf die Ansprüche im Einzelnen gerichtet sind und welches Rechtsschutzziel sie verfolgen. (T18)
  • 5 Ob 240/18g
    Entscheidungstext OGH 20.02.2019 5 Ob 240/18g
    Beis wie T5
  • 9 Ob 8/19w
    Entscheidungstext OGH 28.03.2019 9 Ob 8/19w
    Beis wie T5
  • 8 Ob 30/19y
    Entscheidungstext OGH 29.04.2019 8 Ob 30/19y
    Vgl auch; Beis wie T5; Beisatz: Grundsätzlich kann der Geschädigte seine Ansprüche alternativ am Handlungs- oder am Erfolgsort geltend machen. (T19)
  • 6 Ob 218/18d
    Entscheidungstext OGH 07.05.2019 6 Ob 218/18d
    Vgl auch; Beis wie T18; Beisatz: Hier: Unterlassungsbegehren aus Eingriffen in Persönlichkeitsberchte. (T20)
  • 8 Ob 45/19d
    Entscheidungstext OGH 27.06.2019 8 Ob 45/19d
    Vgl; Beis wie T5

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2001:RS0115357

Im RIS seit

28.06.2001

Zuletzt aktualisiert am

10.10.2019

Dokumentnummer

JJR_20010529_OGH0002_0040OB00110_01G0000_002

Rechtssatz für 4Ob80/08f 6Ob178/17w

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0123995

Geschäftszahl

4Ob80/08f; 6Ob178/17w

Entscheidungsdatum

26.08.2008

Norm

ZPO §581 Abs1
UWG allg

Rechtssatz

Ist eine Schiedsvereinbarung in einem Vertrag auf „alle Streitigkeiten aus dieser Vereinbarung" beschränkt, so erfasst sie nicht außervertragliche Ansprüche auf rein wettbewerbs- und lauterkeitsrechtlicher Ebene, die mit Ansprüchen aus dem Vertrag zwar noch in einem weiten, funktionell indes nur noch illustrativen Sinnzusammenhang stehen. Ein bloß illustrativer Sinnzusammenhang von Ansprüchen aus dem Vertrag mit außervertraglichen Ansprüchen ist somit nicht mehr als einheitlicher Lebensvorgang zu beurteilen, innerhalb dessen eine auf Ansprüche aus dem Vertrag beschränkte Schiedsvereinbarung auch rein außervertragliche Ansprüche erfassen könnte.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 80/08f
    Entscheidungstext OGH 26.08.2008 4 Ob 80/08f
    Veröff: SZ 2008/112
  • 6 Ob 178/17w
    Entscheidungstext OGH 21.12.2017 6 Ob 178/17w
    Vgl auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2008:RS0123995

Im RIS seit

25.09.2008

Zuletzt aktualisiert am

09.02.2018

Dokumentnummer

JJR_20080826_OGH0002_0040OB00080_08F0000_001

Rechtssatz für 4Ob80/08f 6Ob178/17w

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0123996

Geschäftszahl

4Ob80/08f; 6Ob178/17w

Entscheidungsdatum

26.08.2008

Norm

ABGB §914 IIIh
ZPO §581 Abs1

Rechtssatz

Schiedsvereinbarungen, die für „alle aus einem Vertrag entstehenden Streitigkeiten" geschlossen wurden, gelten auch für Schadenersatzansprüche wegen einer behaupteten Vertragsverletzung, für Ansprüche aus ungerechtfertigter Bereicherung oder für deliktische Ansprüche, insoweit das (konkret) schädigende Verhalten und eine bestimmte Vertragsverletzung einen einheitlichen Lebensvorgang bilden.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 80/08f
    Entscheidungstext OGH 26.08.2008 4 Ob 80/08f
    Veröff: SZ 2008/112
  • 6 Ob 178/17w
    Entscheidungstext OGH 21.12.2017 6 Ob 178/17w

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2008:RS0123996

Im RIS seit

25.09.2008

Zuletzt aktualisiert am

09.02.2018

Dokumentnummer

JJR_20080826_OGH0002_0040OB00080_08F0000_002

Entscheidungstext 4Ob80/08f

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Fundstelle

EvBl 2009/12 S 83 (Koller) - EvBl 2009,83 (Koller) = Jus-Extra OGH-Z 4582 = wbl 2009,49/21 - wbl 2009/21 = RdW 2009/96 S 86 - RdW 2009,86 = ecolex 2009/42 S 138 - ecolex 2009,138 = SZ 2008/112 = HS 39.394

Geschäftszahl

4Ob80/08f

Entscheidungsdatum

26.08.2008

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat durch den Senatspräsidenten Dr. Zechner als Vorsitzenden und die Hofrätin Dr. Schenk sowie die Hofräte Dr. Vogel, Dr. Jensik und Dr. Musger als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei R***** GmbH, *****, vertreten durch Baier Böhm Rechtsanwälte OEG in Wien, gegen die beklagten Parteien 1. O***** B.V., *****, Niederlande, 2. O***** Co Ltd, *****, Japan, und 3. O***** Corporation, *****, Japan, alle vertreten durch Binder Grösswang Rechtsanwälte OEG in Wien, wegen 105.980,04 EUR sA, Unterlassung und Feststellung (Streitwert 35.000 EUR), über den außerordentlichen Revisionsrekurs der klagenden Partei gegen den Beschluss des Oberlandesgerichts Wien als Rekursgericht vom 26. Februar 2008, GZ 2 R 218/07d-45, womit der Beschluss des Handelsgerichts Wien vom 13. Juli 2007, GZ 18 Cg 122/05p-38, in der Hauptsache bestätigt wurde, den

Beschluss

gefasst:

Spruch

Dem Revisionsrekurs wird teilweise Folge gegeben.

Der angefochtene Beschluss wird dahin abgeändert, dass die Entscheidung des Erstgerichts insgesamt wie folgt zu lauten hat:

1. Der Einrede der erstbeklagten Partei, das angerufene Gericht sei sachlich unzuständig, wird teilweise Folge gegeben und die Klage insoweit zurückgewiesen, als mit ihr vertragliche Ansprüche gegen die erstbeklagte Partei geltend gemacht werden.

2. Im Übrigen werden die Einreden der erstbeklagten Partei (mangelnde inländische Gerichtsbarkeit sowie örtliche Unzuständigkeit des angerufenen Gerichts) und die Einreden der zweit- und der drittbeklagten Partei (mangelnde inländische Gerichtsbarkeit und örtliche Unzuständigkeit des angerufenen Gerichts) abgewiesen.

3. Die Kosten des Zwischenstreits über die Einreden der beklagten Parteien werden im Verhältnis zwischen der klagenden und der erstbeklagten Partei gegeneinander aufgehoben.

Im Übrigen sind die zweit- und die drittbeklagte Partei zur ungeteilten Hand schuldig, der klagenden Partei die mit 3.021,26 EUR (darin 503,54 EUR USt) bestimmten Kosten des Zwischenstreits binnen 14 Tagen zu zahlen.

Text

Begründung:

 

Die Klägerin, die unter anderem mit digitalen Blutdruckmessgeräten handelt, schloss am 12. Oktober 1998 mit der Erstbeklagten, die ihren Sitz in den Niederlanden hat, einen Vertriebsvertrag ua mit folgender Bestimmung:

„19. Schiedsgerichtsbarkeit

Alle Streitigkeiten aus dieser Vereinbarung sind durch Verhandlungen beizulegen. Bleiben diese ohne Erfolg, ist der Streit rechtsgültig im Schiedsverfahren durch einen Schiedsrichter beizulegen, der ernannt wird und gemäß der Schieds- und Schlichtungsordnung der Internationalen Wirtschaftskammer mit Sitz in Amsterdam, Niederlande, vorgeht."

Gegenstand der Vertriebsvereinbarung ist der österreichweite Vertrieb von digitalen Blutdruckmessgeräten einer - von der Drittbeklagten geleiteten - japanischen Unternehmensgruppe. Die Erstbeklagte ist deren Vertriebsgesellschaft für weite Teile Europas, insbesondere Österreich, nicht aber für Deutschland. Die Klägerin steht zur Zweit- und zur Drittbeklagten, Gesellschaften, die ihren Sitz in Japan haben, in keiner Vertragsbeziehung. Die Zweitbeklagte hält 100 % der Anteile an der Erstbeklagten, die Drittbeklagte 100 % der Anteile an der Zweitbeklagten.

Die Klägerin beantragt die Verurteilung der Beklagten, es im geschäftlichen Verkehr zu Zwecken des Wettbewerbs zu unterlassen, sie - die Klägerin - beim Bezug von Medizinprodukten, insbesondere digitalen Blutdruckmessgeräten, „selbst oder durch von ihnen kontrollierte verbundene Unternehmen" derart zu diskriminieren, dass ihr der Bezug der Geräte nur zu Preisen angeboten werde, welche - nach angemessener Berücksichtigung von Transportkosten, Umsatzsteuer, anderen Verkehrssteuern und verkehrsüblichen Mengenrabatten - jene Einkaufspreise überstiegen, die der Vertriebsgesellschaft im Konzern der Beklagten für Deutschland eingeräumt würden, oder ihr - der Klägerin - der Bezug von Medizinprodukten der beklagten Unternehmensgruppe, insbesondere von digitalen Blutdruckmessgeräten, gänzlich verweigert werde. Auf dieses Begehren sind mehrere Eventualbegehren bezogen. Im Übrigen begehrt die Klägerin den Zuspruch von 105.980,04 EUR sA und die Feststellung, die Beklagten hafteten ihr für alle Schäden, die sie in Zukunft erleiden werde, weil die Beklagten sie „beim Bezug von Medizinprodukten", insbesondere von digitalen Blutdruckmessgeräten, selbst oder durch von den Beklagten kontrollierte verbundene Unternehmen derart diskriminiert hätten, dass ihr der Bezug der Geräte nur zu Preisen angeboten worden sei, die - nach angemessener Berücksichtigung von Transportkosten, Umsatzsteuer, anderen Verkehrssteuern und verkehrsüblichen Mengenrabatten - jene Einkaufspreise überstiegen hätten, die der Vertriebsgesellschaft im Konzern der Beklagten für Deutschland eingeräumt worden seien, oder ihr - der Klägerin - der Bezug von Medizinprodukten der beklagten Unternehmensgruppe, insbesondere von digitalen Blutdruckmessgeräten, gänzlich verweigert worden sei. Auch das Feststellungsbegehren wird von mehreren Eventualbegehren begleitet.

Über die Zulässigkeit der Klageänderung mit - später in der Verhandlung vorgetragenem - Schriftsatz vom 1. Februar 2007 (ON 35), gegen deren Zulassung sich die Beklagten mit - später in der Verhandlung vorgetragenem - Schriftsatz vom 5. März 2007 (ON 36) aussprachen, wurde noch nicht entschieden. Bereits zu Beginn der ersten Streitverhandlung am 20. November 2006 (ON 32) hatte das Erstgericht „die Verhandlung ... auf die Frage der inländischen Gerichtsbarkeit bzw Zulässigkeit des ordentlichen Rechtswegs eingeschränkt". In der weiteren Streitverhandlung vom 18. April 2007 (ON 37) wurde sodann der Beschluss auf „Schluss der Verhandlung über die Frage der Zuständigkeit des angerufenen Gerichts" gefasst.

Die Klägerin bringt - kurz zusammengefasst - vor, die japanische Unternehmensgruppe vertreibe über ihr in Deutschland etabliertes Unternehmen Blutdruckmessgeräte zu Preisen unter den Einkaufspreisen, die die Klägerin für solche Messgeräte als österreichische Vertriebsgesellschaft an die Erstbeklagte zahlen müsse. Sie sei deshalb nicht konkurrenzfähig und werde gegenüber der auf derselben Handelsstufe stehenden deutschen Vertriebsgesellschaft, die von der Erstbeklagten zu um mindestens 50 % günstigeren Preisen beliefert werde, diskriminiert. Aufgrund der langjährigen Vertragsbeziehung der Klägerin mit der Erstbeklagten als eine der Gesellschaften der japanischen Unternehmensgruppe träfen die Beklagten, insbesondere die Erstbeklagte als Vertragspartnerin, Schutz-, Sorgfalts- und Treuepflichten. Danach sei eine Ungleichbehandlung unzulässig. In der Ungleichbehandlung liege überdies ein Missbrauch der marktbeherrschenden Stellung der japanischen Unternehmensgruppe, also ein Verstoß gegen das Kartellrecht, der überdies einen sittenwidrigen Rechtsbruch im Sinn des § 1 UWG aF verwirkliche, für den sämtliche Beklagten als Mittäter, die Zweit- und die Drittbeklagte in ihren Rollen als beherrschende Obergesellschaften, hafteten. Allein dieser Rechtsgrund trage schon die Klagebegehren, somit unabhängig und losgelöst von der Vertragsbeziehung der Klägerin mit der Erstbeklagten. Die Schiedsvereinbarung vom 12. Oktober 1998 umfasse dagegen bloß Streitigkeiten aus dem Vertriebsvertrag mit der Erstbeklagten, nicht aber Ansprüche wie die auch geltend gemachten kartell- und lauterkeitsrechtlich begründeten Kontrahierungspflichten und Preisdiskriminierungsverbote. Nach Art 5 Z 3 EuGVVO sei als Anknüpfungsgrund für die internationale und örtliche Zuständigkeit der Ort des Schadenseintritts, im Anlassfall somit jener der Vermögensminderung am Sitz der Klägerin maßgebend. Der Schiedsvereinbarung im Vertriebsvertrag mit der Erstbeklagten komme im Verhältnis zur Zweit- und zur Drittbeklagten, mit denen eine Vertragsbeziehung nicht bestehe, von vornherein keine Bedeutung zu. Ihnen gegenüber komme der Gerichtsstand für Streitigkeiten aus gewerblichem Rechtsschutz nach § 83c Abs 1 und 2 JN zum Tragen.

Die Erstbeklagte erhob aufgrund der im Vertriebsvertrag mit der Erstbeklagten vom 12. Oktober 1998 enthaltenen Schiedsvereinbarung die Einrede der „Unzulässigkeit des ordentlichen Rechtsweges", ferner aber auch noch die Einreden der mangelnden inländischen Gerichtsbarkeit und der örtlichen Unzuständigkeit des angerufenen Gerichts, die Zweit- und die Drittbeklagte erhoben die Einreden der mangelnden inländischen Gerichtsbarkeit und der örtlichen Unzuständigkeit des angerufenen Gerichts.

Das Erstgericht wies die Klage gegen die Erstbeklagte wegen Unzulässigkeit des ordentlichen Rechtswegs sowie jene gegen die Zweit- und die Drittbeklagte wegen mangelnder inländischer Gerichtsbarkeit zurück. Die Klägerin werfe der Erstbeklagten eine Vertragsverletzung vor. Die weitere Behauptung einer Verletzung des Kartell- und Lauterkeitsrechts diene lediglich dazu, eine Zuständigkeit des angerufenen Gerichts zu konstruieren. Für Streitigkeiten mit der Erstbeklagten sei das vereinbarte Schiedsgericht zuständig. Damit falle aber in Ansehung der Zweit- und der Drittbeklagten der Gerichtsstand der Streitgenossenschaft weg, weshalb es für eine Entscheidung über die Klage insofern an der inländischen Gerichtsbarkeit mangle.

Das Rekursgericht bestätigte diesen Beschluss mit der Maßgabe, dass es die Zurückweisung der Klage - ohne die Anführung von Gründen im Spruch - aussprach. Den ordentlichen Revisionsrekurs ließ es mangels Lösungsbedürftigkeit erheblicher Rechtsfragen iSd § 528 Abs 1 ZPO nicht zu. Schiedsvereinbarungen seien gewöhnlich weit auszulegen, weil die Parteien die Entscheidung von Streitigkeiten aus einem bestimmten Rechtsverhältnis den staatlichen Gerichten bewusst hätten entziehen wollen. Eine Schiedsvereinbarung für alle Streitigkeiten „'aus einem Vertrag'" umfasse auch die Entscheidung über deliktische Ansprüche, sofern die deliktische Handlung mit einer Vertragsverletzung zusammenfalle. Demnach würden deliktische Ansprüche erfasst, wenn die Parteien eine „weit formulierte Schiedsklausel gewählt und die Entscheidung 'über alle Streitigkeiten aus und in Zusammenhang mit einem Vertrag' in die Kompetenz des Schiedsgerichts gestellt" hätten. Sofern die Parteien dem Schiedsgericht Streitigkeiten aus einem vertraglichen Verhältnis zur Entscheidung zugewiesen hätten, ohne in diesem Punkt Näheres zu vereinbaren, betreffe die schiedsgerichtliche Zuständigkeit auch deliktische Ansprüche, „soweit die schädigende Handlung in einem einheitlichen Lebensvorgang mit einer Vertragsverletzung" stehe. Das Begehren der Klägerin stehe im unmittelbaren Konnex mit Regelungen des Vertriebsvertrags. Danach komme ihr ein nicht exklusives Vertriebsrecht zu. Die Erstbeklagte habe sich das Recht auf Bestellung auch anderer Händler ohne Entschädigungsverpflichtung vorbehalten. Ob deren beanstandetes Verhalten auf einem vertraglichen Recht beruhe oder ob sie zu der von der Klägerin angestrebten Belieferung zu anderen Preisen verpflichtet sei, unterliege nicht einer von den vertraglichen Bestimmungen losgelösten ausschließlich sonderrechtlichen Beurteilung, sondern stehe in einem unmittelbaren Zusammenhang mit dem Vertrag. Deren weit gefasste Schiedsklausel erstrecke sich daher - ungeachtet der geltend gemachten außervertraglichen Anspruchsgrundlagen - auf das gesamte Klagebegehren. Infolge Zurückweisung der Klage gegen die Erstbeklagte fehle in Ansehung der Zweit- und der Drittbeklagten der Gerichtsstand gemäß § 83c Abs 2 JN. Nach § 83c Abs 1 JN sei für Streitigkeiten aus gewerblichem Rechtsschutz, wenn der Beklagte - wie hier - weder ein inländischer Unternehmer sei noch einen allgemeinen Gerichtsstand oder inländischen Aufenthaltsort habe, jenes Gericht zuständig, in dessen Sprengel die Handlung begangen worden sei. Bei Unterlassungen gelte jener Ort als relevant, an dem zu handeln gewesen wäre. Die Zweit- und die Drittbeklagte hätten „keinerlei unmittelbare 'Handlung' oder Unterlassung im Zusammenhang mit der von der Klägerin angestrebten Belieferung durch die Erstbeklagte vorgenommen". Sie hätten lediglich auf die Erstbeklagte Einfluss zu nehmen, damit jene anders agiere. Angesichts dessen bestehe „kein Anlass für eine über den Wortlaut der Bestimmung des § 83c Abs 1 JN hinausgehende extensive Auslegung im Kern dahin, dass jegliche Behauptung eines zu Lasten eines inländischen Klägers erfolgten Wettbewerbsverstoßes auch bereits zu einem inländischen Gerichtsstand führe". Die Vorwürfe gegen die Zweit- und die Drittbeklagte als anspruchsbegründendes Verhalten beschränkten sich auf die Orte ihres - jeweils ausländischen - Sitzes.

Rechtliche Beurteilung

Der außerordentliche Revisionsrekurs der Klägerin, mit dem sie die Abweisung der Einreden der Unzulässigkeit des Rechtswegs, der mangelnden inländischen Gerichtsbarkeit und der Unzuständigkeit des angerufenen Gerichts anstrebt, ist zulässig und berechtigt.

1. Prozessuale Vorbemerkungen

1.1. Die Klägerin legt den Ausführungen im Revisionsrekurs das geänderte Klagebegehren zugrunde, obgleich über die Zulässigkeit der Klageänderung noch keine Entscheidung gemäß § 235 Abs 3 ZPO erging. Grundlage der Entscheidung des Senats ist somit das nach wie vor aktuelle Klagebegehren vor seiner Änderung.

1.2. Die Erstbeklagte erhob - gestützt auf die im Vertrag vom 12. Oktober 1998 enthaltene Schiedsvereinbarung - auch die „Einrede der Unzulässigkeit des Rechtsweges". Wie aus den Erwägungen unter 2. folgen wird, warf sie damit jedoch ein Problem der sachlichen Zuständigkeit auf. Somit geht es inhaltlich in Wahrheit um die Abgrenzung der privaten von der staatlichen Gerichtsbarkeit nach Kriterien der sachlichen Zuständigkeit. Da indes die unrichtige Bezeichnung einer Einrede nicht schadet (Hausmaninger in Fasching/Konecny² IV/2 § 584 ZPO Rz 5 mN aus der Rsp), ist sowohl im Spruch als auch in den nachfolgenden Gründen dieser Entscheidung unter 2. nur noch von der sachlichen Zuständigkeit die Rede.

2. Schiedsvereinbarung - Verhältnis zur Erstbeklagten

2.1. Welche Streitigkeiten eine Schiedsvereinbarung erfasst, folgt aus dem auszulegenden Parteiwillen. Dabei bildet der Wortlaut der Vereinbarung die Auslegungsgrenze (RIS-Justiz RS0018023). Mangels Feststellung eines bestimmten übereinstimmenden Parteiwillens entscheidet der Vereinbarungszweck; lässt der Wortlaut der Willenserklärung zwei gleich plausible Auslegungsergebnisse zu, so ist jene Interpretation vorzuziehen, die die Gültigkeit der Schiedsvereinbarung und deren Anwendbarkeit auf einen bestimmten Streitfall favorisiert (1 Ob 126/00m = ecolex 2001, 375; vgl ferner Hausmaninger aaO § 581 ZPO Rz 226 f mwN).

2.2. Da eine Schiedsvereinbarung ein reiner Prozessvertrag ist, hat deren Auslegung primär nach den für das Verfahrensrecht geltenden Grundsätzen zu erfolgen. Reichen diese für die Erzielung eines sachgerechten Ergebnisses nicht aus, so sind die Auslegungsregeln des ABGB - insbesondere dessen § 914 - analog anzuwenden (1 Ob 2193/96y; 1 Ob 126/00m; Rechberger/Melis in Rechberger³ § 581 Rz 5 mwN).

2.3. Auf dem Boden der soeben erläuterten Rechtslage gelten Schiedsvereinbarungen, die für „alle aus einem Vertrag entstehenden Streitigkeiten" geschlossen wurden, etwa auch für Schadenersatzansprüche wegen einer behaupteten Vertragsverletzung, für Ansprüche aus ungerechtfertigter Bereicherung oder für deliktische Ansprüche, insoweit das (konkret) schädigende Verhalten und eine bestimmte Vertragsverletzung einen einheitlichen Lebensvorgang - in der tieferstehend begrenzten Weise - bilden (ähnlich allgemein Hausmaninger aaO § 581 ZPO Rz 230 mwN auch zur Rsp).

2.4. Die Klägerin stützt die erhobenen Ansprüche nicht nur auf eine Verletzung des mit der Erstbeklagten geschlossenen Vertriebsvertrags vom 12. Oktober 1998, sondern auch auf ein außervertragliches Verhalten der Erstbeklagten, nämlich auf die Gestaltung der Vertragsverhältnisse mit einer Mitbewerberin, der insbesondere den deutschen, aber auch den österreichischen Markt bearbeitenden Tochtergesellschaft der japanischen Gesellschaften, an die die Erstbeklagte digitale Blutdruckmessgeräte um einen wesentlich günstigeren Preis als an die Klägerin liefere. Damit verletze die Erstbeklagte nicht bloß vertragliche Pflichten aus jener Vertriebsvereinbarung, sondern - im Licht der als Anspruchsbegründung näher erläuterten marktbeherrschenden Stellung des Konzerns, dem die Beklagten angehörten - auch außervertragliche Rechtspflichten nach dem Kartell- und dem Lauterkeitsrecht. Allein dieser Rechtsgrund trage schon die Klageansprüche (auch) gegen die Erstbeklagte selbst bei Ausklammerung der überdies behaupteten Vertragsverletzung als (weitere) Anspruchsgrundlage. Die Klägerin beruft sich daher auch gegenüber der Erstbeklagten auf einen außervertraglichen Haftungsgrund, der - neben einer ihr vorgeworfenen Vertragsverletzung - ganz allgemein auf ein marktordnungswidriges Verhalten als rechtsbegründenden Sachverhalt gestützt wird.

2.5. Die hier maßgebende Schiedsvereinbarung erfasst nach ihrem Wortlaut - im Ergebnis der Argumentation der Klägerin folgend - nur aus dem Vertrag ableitbare Ansprüche, nicht aber auch jene außervertraglichen Ansprüche, die mit ersteren zwar noch in einem weiten, funktionell indes nur noch illustrativen Sinnzusammenhang stehen. Somit fallen aber Ansprüche auf rein wettbewerbs- und lauterkeitsrechtlicher Ebene nicht mehr unter eine Schiedsvereinbarung, die auf „alle Streitigkeiten aus dieser Vereinbarung" - hier aus dem Vertriebsvertrag vom 12. Oktober 1998 - beschränkt ist.

2.6. Die bisherigen Erwägungen unter 2. sind allgemein folgendermaßen zusammenzufassen:

Ist eine Schiedsvereinbarung in einem Vertrag auf „alle Streitigkeiten aus dieser Vereinbarung" beschränkt, so erfasst sie nicht außervertragliche Ansprüche auf rein wettbewerbs- und lauterkeitsrechtlicher Ebene, die mit Ansprüchen aus dem Vertrag zwar noch in einem weiten, funktionell indes nur noch illustrativen Sinnzusammenhang stehen. Ein bloß illustrativer Sinnzusammenhang von Ansprüchen aus dem Vertrag mit außervertraglichen Ansprüchen ist somit nicht mehr als einheitlicher Lebensvorgang zu beurteilen, innerhalb dessen eine auf Ansprüche aus dem Vertrag beschränkte Schiedsvereinbarung auch rein außervertragliche Ansprüche erfassen könnte.

2.7. Nach allen bisherigen Gründen ist das Erstgericht somit - ungeachtet der von den Beklagten ins Treffen geführten Schiedsvereinbarung - (auch) in Ansehung der Erstbeklagten sachlich zuständig (siehe im Einzelnen zur Schiedsvereinbarung als Prozesshindernis der sachlichen Unzuständigkeit staatlicher Gerichte: Hausmaninger aaO § 584 ZPO Rz 2, 48 mwN auch zur Rsp), soweit die Klägerin nicht Ansprüche aufgrund des Vertrags, sondern die erörterten, mit jenen konkurrierenden Ansprüche auf außervertraglicher Grundlage erhebt, die das Urteilsbegehren nach dem erstatteten Vorbringen - ganz abgesehen von vertraglichen Absprachen - bereits allein tragen können sollen.

2.8. Nach Ansicht der Klägerin ist das jeweils angerufene Gericht zuständig, „wenn ein und derselbe Tatbestand verschiedenen Gesetzesnormen unterstellt werden" könne und dieses Gericht „nur hinsichtlich einer der anzuwendenden konkurrierenden Normen" zuständig sei, und zwar selbst dann, wenn es sich bei einem der als Stütze des Klagebegehrens herangezogenen Rechtsgründe „um eine nicht prorogable Zuständigkeit" handle.

Die Rechtsmittelwerberin beruft sich damit auf eine ständige Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofs (RIS-Justiz RS0045485; zuletzt 4 Ob 1010/94), deren wesentlichen Kern sie missversteht. Maßgebend ist insofern, dass über einen einheitlichen Sachverhalt zu entscheiden ist, in Ansehung dessen verschiedene Rechtsgründe das nach dem Urteilsbegehren angestrebte Ergebnis tragen könnten (siehe dazu etwa auch Ballon in Fasching² I § 41 JN Rz 10; Mayr in Rechberger³ § 41 JN Rz 4). Hier macht die Klägerin indes unterschiedliche Klagegründe - also unterschiedliche rechtserzeugende Tatsachen (näher dazu Fasching in Fasching/Konecny² III § 226 Rz 88; Rechberger/Klicka in Rechberger³ Vor § 226 Rz 15) - geltend. Dabei soll jeder dieser Klagegründe für sich dem Urteilsbegehren insgesamt zum Erfolg verhelfen können.

2.9. Der Senat folgt ferner - jedenfalls für die Abgrenzung der staatlichen Gerichtsbarkeit von der vereinbarten Schiedsgerichtsbarkeit - nicht der Ansicht Faschings (in Fasching/Konecny² III Vor §§ 226 ff ZPO Rz 62), das angerufene Gericht solle über alle, ein identisches Begehren tragenden Klagegründe verhandeln und entscheiden, wenn es für wenigstens einen derselben zuständig sei. Andernfalls wäre es, wie dieser Fall lehrt, für die durch eine Schiedsvereinbarung gebundene Partei ein Leichtes, sich den Rechtsfolgen einer solchen Vereinbarung durch die Behauptung eines davon nicht umfassten weiteren Klagegrundes zu entziehen. Das Erstgericht ist somit für die mit der Klage geltend gemachten vertraglichen Ansprüche gegen die Erstbeklagte, die von der Schiedsvereinbarung im Vertrag vom 12. Oktober 1998 erfasst werden, sachlich nicht zuständig.

3. Internationale und örtliche Zuständigkeit

3.1. Zur Beurteilung der internationalen sowie der örtlichen Zuständigkeit des Erstgerichts ist in Ansehung der Erstbeklagten, einer niederländischen Handelsgesellschaft, für die nicht zuvor unter 2. erörterten vertraglichen Ansprüche, die von der sachlichen Zuständigkeit eines Schiedsgerichts erfasst werden, die Verordnung (EG) Nr. 44/2001 des Rates vom 22. Dezember 2000 über die gerichtliche Zuständigkeit und die Anerkennung und Vollstreckung von Entscheidungen in Zivil- und Handelssachen (EuGVVO) als Rechtsquelle maßgebend. Nach deren Art 5 Z 3 besteht ein Wahlgerichtsstand vor dem Gericht des Ortes, an dem das schädigende Ereignis eingetreten ist oder einzutreten droht, wenn eine unerlaubte Handlung oder eine Handlung, die einer unerlaubten Handlung gleichgestellt ist, oder wenn Ansprüche aus einer solchen Handlung den Gegenstand des Verfahrens bilden. Klagen aus „unerlaubten Handlungen" sind - nach der Rechtsprechung des EuGH und der darauf gestützten Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofs - solche, „mit denen eine Schadenshaftung des Beklagten geltend gemacht wird und die nicht an einen Vertrag im Sinn des Art 5 Z 1 EuGVVO anknüpfen". Darunter fallen insbesondere auch Ansprüche aus unlauterem Wettbewerb. Örtlich zuständig für derartige Klagen ist das „Gericht des Orts, an dem das schädigende Ereignis eingetreten ist". Dieser Begriff erfasst sowohl den Ort, an dem der reale Schaden - die Vermögensminderung - eingetreten ist, als auch den Ort des ursächlichen Geschehens (RIS-Justiz RS0115357; siehe ferner etwa Czernich in Czernich/Tiefenthaler/G. Kodek, Europäisches Gerichtsstands- und Vollstreckungsrecht² Art 5 EuGVVO Rz 76 mwN). Insofern ist - nach dem ersten Anknüpfungsgrund - nur der Ort des Eintritts des Erstschadens, nicht dagegen der Ort des Eintritts allfälliger Folgeschäden zuständigkeitsbegründend (7 Ob 132/00p = SZ 73/106; Czernich aaO Rz 84 mwN). Die als Klagegründe in Anspruch genommenen Verletzungen des Kartell- und des Lauterkeitsrechts bewirken die behauptete fortlaufende Primärschädigung der Klägerin an deren Sitz im Inland. Danach ist das Erstgericht für die Klage gegen die Erstbeklagte insofern international, örtlich und sachlich zuständig.

3.2. Die Zweit- und die Drittbeklagte haben ihre Sitze an Orten außerhalb des territorialen Anwendungsbereichs der EuGVVO. Im Prozessrechtsverhältnis mit diesen ist somit der ausschließliche Gerichtsstand nach § 83c JN maßgebend. Da mehrere Personen, für die der Gerichtsstand aufgrund des § 83c Abs 1 JN bei verschiedenen Gerichten begründet ist, nach § 83c Abs 2 JN als Streitgenossen vor jedem dieser Gerichte geklagt werden können, wenn noch die Voraussetzungen des § 11 ZPO gegeben sind, ist das für die Klage gegen die Erstbeklagte zuständige Erstgericht - vor dem Hintergrund des § 27a Abs 1 JN - auch für die Klage gegen die Zweit- und die Drittbeklagte, denen eine Mitwirkung an den behaupteten Verstößen der Erstbeklagten gegen das Kartell- und das Lauterkeitsrecht als - offenkundig bewusst zusammenwirkende - Mittäter vorgeworfen wird, international und örtlich zuständig. Auf dem Boden einer solchen Anspruchsbegründung bilden die Beklagten eine materielle Streitgenossenschaft nach § 11 Z 1 ZPO. Somit ist im Anlassfall nicht von Bedeutung, dass § 83c Abs 2 JN den Anwendungsbereich des sonst nur für die materielle Streitgenossenschaft und die einheitliche Streitpartei geltenden Wahlgerichtsstands nach § 93 Abs 1 JN auf die formelle Streitgenossenschaft erweitern soll (4 Ob 62/02z = ÖBl-LS 2002/151; Mayr in Rechberger³ § 83c JN Rz 4; Simotta in Fasching² I § 83c JN Rz 24). Entgegen der Ansicht der Klägerin bilden die Beklagten jedoch keine einheitliche Streitpartei.

3.3. Nicht von Belang ist hier ferner, ob sich ein inländischer Gerichtsstand gegen die Zweit- und die Drittbeklagte auf dem Boden der Klagebehauptungen bereits aus § 83c Abs 1 letzter Satz JN ableiten ließe. Weil die Beklagten vor dem angerufenen Gericht jedenfalls einen gemeinsamen Gerichtsstand nach § 83c Abs 2 JN haben, ist daher nicht zu prüfen, ob die zu Art 5 Z 3 EuGVVO (EuGVÜ bzw LGVÜ) entwickelte Ubiquitätstheorie auch das Verständnis des Gerichtsstands gemäß § 83c Abs 1 JN prägt (bejahend etwa Simotta aaO § 83c JN Rz 13 f mwN).

4. Kosten

4.1. Das Erstgericht schränkte die Verhandlung auf die Erledigung der Einreden der Beklagten zu Prozesshindernissen ein. Es erging sodann eine abgesonderte Entscheidung, mit der die Zurückweisung der Klage gegen alle Beklagten ausgesprochen wurde. Das Verfahren über die Einreden bildet somit einen selbständigen Zwischenstreit, über dessen Kosten unabhängig vom Ausgang des Streits in der - zufolge dieses Beschlusses des Senats noch anhängig bleibenden - Hauptsache zu entscheiden ist (M. Bydlinski in Fasching/Konecny² II/1 § 52 ZPO Rz 3). Davon betroffen sind allerdings nur jene Prozesshandlungen, die - anders als etwa die Vertretung der Parteien in beiden Verhandlungsterminen erster Instanz - nicht auch dem Verfahren in der Hauptsache dienten.

4.2. Die Kostenentscheidung stützt sich im Verhältnis zur Erstbeklagten auf § 43 Abs 1 iVm § 50 Abs 1 ZPO. Die Klägerin und die Erstbeklagte obsiegten und unterlagen im Zwischenstreit je zu gleichen Teilen, sodass die Kosten gegeneinander aufzuheben sind. Dagegen obsiegte die Klägerin im Verhältnis zur Zweit- und zur Drittbeklagten zur Gänze. Die Zweit- und die Drittbeklagte haben somit der Klägerin gemäß § 41 iVm § 50 Abs 1 ZPO zwei Drittel der Gesamtkosten des Zwischenstreits (Rechtsmittelverfahren), die sie für die zweckentsprechende Rechtsverfolgung gegen diese Beklagten aufwendete, zu ersetzen. Dieser Teilbetrag folgt aus dem Spruch dieser Entscheidung.

Textnummer

E88676

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2008:0040OB00080.08F.0826.000

Im RIS seit

25.09.2008

Zuletzt aktualisiert am

14.05.2012

Dokumentnummer

JJT_20080826_OGH0002_0040OB00080_08F0000_000