Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 2Ob514/89 (2Ob515/89) 8O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0071335

Geschäftszahl

2Ob514/89 (2Ob515/89); 8Ob549/90; 2Ob604/93; 2Ob552/95; 1Ob88/99v; 3Ob76/08k; 3Ob154/09g; 1Ob156/12s; 1Ob53/13w; 8Ob91/14m; 4Ob5/15m; 1Ob99/15p; 4Ob232/18y; 4Ob56/20v

Entscheidungsdatum

28.02.1989

Norm

NWG §25

Rechtssatz

§ 25 NWG sieht zwar eine beschränkte Kostenersatzpflicht des Antragstellers, nicht aber einen Kostenersatzanspruch desselben vor.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 514/89
    Entscheidungstext OGH 28.02.1989 2 Ob 514/89
  • 8 Ob 549/90
    Entscheidungstext OGH 19.04.1990 8 Ob 549/90
    Auch
  • 2 Ob 604/93
    Entscheidungstext OGH 19.05.1994 2 Ob 604/93
  • 2 Ob 552/95
    Entscheidungstext OGH 24.08.1995 2 Ob 552/95
    Vgl; Beisatz: Trotz Erfolglosigkeit des Revisionsrekurses des Antragsgegners und Hinweises des Antragstellers auf die Unzulässigkeit dieses Rekurses hat der Antragsteller keinen Anspruch auf Kostenersatz für seine Rechtsmittelschrift, weil im Hinblick auf das Vorliegen divergenter Entscheidungen (der Vorinstanzen) seine Kosten nicht durch ein nach dem Gesetz ungerechtfertigtes Einschreiten der Antragsgegner verursacht wurden. (T1)
  • 1 Ob 88/99v
    Entscheidungstext OGH 27.04.1999 1 Ob 88/99v
    Vgl; Beisatz: Nur ein ungerechtfertigtes Einschreiten im Sinn des § 25 Abs 1 NWG kann einen Kostenersatzanspruch der Antragstellerin nach sich ziehen. (T2)
  • 3 Ob 76/08k
    Entscheidungstext OGH 11.07.2008 3 Ob 76/08k
    Auch; Beisatz: Nach § 25 Abs 1 NWG idF des AußStr-BegleitG kommt ausnahmslos nur eine Kostenersatzpflicht des Eigentümers des notleidenden Grundstücks in Betracht. (T3)
  • 3 Ob 154/09g
    Entscheidungstext OGH 22.10.2009 3 Ob 154/09g
    Beis wie T3
  • 1 Ob 156/12s
    Entscheidungstext OGH 06.09.2012 1 Ob 156/12s
    Vgl auch; Beis wie T3
  • 1 Ob 53/13w
    Entscheidungstext OGH 29.04.2013 1 Ob 53/13w
    Vgl auch; Beis wie T3
  • 8 Ob 91/14m
    Entscheidungstext OGH 29.09.2014 8 Ob 91/14m
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T3
  • 4 Ob 5/15m
    Entscheidungstext OGH 24.03.2015 4 Ob 5/15m
  • 1 Ob 99/15p
    Entscheidungstext OGH 18.06.2015 1 Ob 99/15p
    Vgl; Beis wie T3
  • 4 Ob 232/18y
    Entscheidungstext OGH 27.11.2018 4 Ob 232/18y
    Auch
  • 4 Ob 56/20v
    Entscheidungstext OGH 22.09.2020 4 Ob 56/20v
    Vgl; Beisatz: Hier: Eine Kostenersatzpflicht trifft nur den Eigentümer des notleidenden Grundstückes. (T4)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1989:RS0071335

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

17.11.2020

Dokumentnummer

JJR_19890228_OGH0002_0020OB00514_8900000_001

Rechtssatz für 3Ob183/03p 8Ob15/08a 3O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0118156

Geschäftszahl

3Ob183/03p; 8Ob15/08a; 3Ob76/08k; 3Ob154/09g; 1Ob145/12y; 6Ob36/16m; 4Ob232/18y; 4Ob182/19x; 4Ob74/21t

Entscheidungsdatum

26.09.2003

Norm

NWG §2 Abs2

Rechtssatz

Weder die "Sicherung einer Kommunikation" (im Sinn eines Anschlusses ans Wegenetz) noch Erkundigungen über allfällige Wegeverbindungen vor dem Liegenschaftserwerb bilden einen Selbstzweck. Demnach kann eine auffallende Sorglosigkeit nur dann vorliegen, wenn der Erwerber durch die "Sicherung einer Kommunikation" oder durch Erkundigungen eine an die Stelle der Begründung eines Notwegs tretende zumutbare Alternative zur Herstellung der die ordentliche Bewirtschaftung oder Benützung seiner Liegenschaft erst ermöglichenden Verbindung mit dem öffentlichen Straßennetz hätte in Erfahrung bringen können.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 183/03p
    Entscheidungstext OGH 26.09.2003 3 Ob 183/03p
    Veröff: SZ 2003/113
  • 8 Ob 15/08a
    Entscheidungstext OGH 03.04.2008 8 Ob 15/08a
    Auch; Beisatz: Die bloße Kenntnis oder Nichtkenntnis des Eigentümers von einer Wegeverbindung ist für sich allein nicht ausschlaggebend. (T1)
  • 3 Ob 76/08k
    Entscheidungstext OGH 11.07.2008 3 Ob 76/08k
    Auch
  • 3 Ob 154/09g
    Entscheidungstext OGH 22.10.2009 3 Ob 154/09g
  • 1 Ob 145/12y
    Entscheidungstext OGH 06.09.2012 1 Ob 145/12y
    Auch
  • 6 Ob 36/16m
    Entscheidungstext OGH 30.03.2016 6 Ob 36/16m
    Beis wie T1
  • 4 Ob 232/18y
    Entscheidungstext OGH 27.11.2018 4 Ob 232/18y
    Auch
  • 4 Ob 182/19x
    Entscheidungstext OGH 30.03.2020 4 Ob 182/19x
  • 4 Ob 74/21t
    Entscheidungstext OGH 22.06.2021 4 Ob 74/21t
    Vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2003:RS0118156

Im RIS seit

26.10.2003

Zuletzt aktualisiert am

18.08.2021

Dokumentnummer

JJR_20030926_OGH0002_0030OB00183_03P0000_003

Rechtssatz für 16Ok10/05 16Ok13/05 16O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0119971

Geschäftszahl

16Ok10/05; 16Ok13/05; 16Ok16/05; 16Ok19/05; 16Ok22/05; 16Ok25/05; 16Ok9/05; 16Ok39/05; 16Ok40/05; 16Ok42/05; 1Ob236/05w; 7Ob66/06s; 3Ob78/06a; 3Ob76/08k; 16Ok9/08; 2Ob174/08i; 7Ob64/09a; 4Ob2/09m; 10Ob91/08t; 6Ob51/09g; 10Ob46/09a; 6Ob154/10f; 7Ob166/10b; 5Ob237/09b; 5Ob11/11w; 4Ob119/11w; 3Ob204/12i; 7Ob156/13m; 7Ob129/13s; 5Ob68/15h; 1Ob189/18b; 3Ob198/18s; 10Ob18/19y; 5Ob143/19v; 5Ob97/21g

Entscheidungsdatum

30.05.2005

Norm

AußStrG 2005 §15
AußStrG 2005 §55 Abs3
AußStrG 2005 §57
AußStrG 2005 §58 Abs1 Z1
AußStrG 2005 §66 Abs1 Z1
MRK Art6
WettbG §11 Abs5

Rechtssatz

Ein Verstoß gegen den Grundsatz des rechtlichen Gehörs ist aus Anlass eines zulässigen Rekurses auch von Amts wegen wahrzunehmen (§ 55 Abs 3 in Verbindung mit § 58 Abs 1 Z 1 AußStrG).

Entscheidungstexte

  • 16 Ok 10/05
    Entscheidungstext OGH 30.05.2005 16 Ok 10/05
    Veröff: SZ 2005/84
  • 16 Ok 13/05
    Entscheidungstext OGH 30.05.2005 16 Ok 13/05
  • 16 Ok 16/05
    Entscheidungstext OGH 30.05.2005 16 Ok 16/05
  • 16 Ok 19/05
    Entscheidungstext OGH 30.05.2005 16 Ok 19/05
  • 16 Ok 22/05
    Entscheidungstext OGH 30.05.2005 16 Ok 22/05
  • 16 Ok 25/05
    Entscheidungstext OGH 30.05.2005 16 Ok 25/05
  • 16 Ok 9/05
    Entscheidungstext OGH 30.05.2005 16 Ok 9/05
  • 16 Ok 39/05
    Entscheidungstext OGH 30.05.2005 16 Ok 39/05
  • 16 Ok 40/05
    Entscheidungstext OGH 30.05.2005 16 Ok 40/05
  • 16 Ok 42/05
    Entscheidungstext OGH 30.05.2005 16 Ok 42/05
  • 1 Ob 236/05w
    Entscheidungstext OGH 20.12.2005 1 Ob 236/05w
    Auch; Beisatz: Es sei denn, es ließe sich der angefochtene Beschluss bestätigen, ohne dass dadurch in die Rechte des Antragstellers oder des bisher unvertretenen Kindes eingegriffen würde. (T1)
  • 7 Ob 66/06s
    Entscheidungstext OGH 29.03.2006 7 Ob 66/06s
  • 3 Ob 78/06a
    Entscheidungstext OGH 27.06.2006 3 Ob 78/06a
    Vgl; Beisatz: Die Verletzung des rechtlichen Gehörs im Sinn des § 58 Abs 1 Z 1 AußStrG ist ein Revisionsrekursgrund, der - analog § 55 Abs 3 AußStrG - auch von Amts wegen wahrzunehmen ist, es sei denn, der angefochtene Beschluss ließe sich ohne Eingriff in die Rechte des bisher im Verfahren nicht Vertretenen bestätigen. (T2)
  • 3 Ob 76/08k
    Entscheidungstext OGH 11.07.2008 3 Ob 76/08k
    Ähnlich; Beis wie T2 nur: Die Verletzung des rechtlichen Gehörs im Sinn des § 58 Abs 1 Z 1 AußStrG ist ein Revisionsrekursgrund, der - analog § 55 Abs 3 AußStrG - auch von Amts wegen wahrzunehmen ist. (T3)
  • 16 Ok 9/08
    Entscheidungstext OGH 08.10.2008 16 Ok 9/08
    Auch; Beisatz: Der Stellenwert des Gehörgrundsatzes lässt sich am besten aus der Sanktionierung seiner Verletzung ersehen: Nach den Materialien ist diese Verletzung „ein schwer sanktionierter Verfahrensverstoß", der nicht nur mit Rechtsmittel, sondern auch von Amts wegen in jeder Lage des Verfahrens wahrzunehmen ist. (T4)
  • 2 Ob 174/08i
    Entscheidungstext OGH 30.10.2008 2 Ob 174/08i
    Vgl; Beisatz: Hier: Mangel der gesetzlichen Vertretung nach § 58 Abs 1 Z 2 AußStrG. (T5)
    Veröff: SZ 2008/159
  • 7 Ob 64/09a
    Entscheidungstext OGH 29.04.2009 7 Ob 64/09a
    Vgl; Beis wie T2; Beisatz: Es muss daher von einem Revisionsrekurswerber, der die Verletzung seines rechtlichen Gehörs geltend macht, gefordert werden, dass er seine Rüge durch Darlegung der Entscheidungserheblichkeit des Verfahrensverstoßes entsprechend konkretisiert. (T6)
  • 4 Ob 2/09m
    Entscheidungstext OGH 24.03.2009 4 Ob 2/09m
    Vgl
  • 10 Ob 91/08t
    Entscheidungstext OGH 21.04.2009 10 Ob 91/08t
    Vgl; Beisatz: Der Anfechtungsgrund der Verletzung des rechtlichen Gehörs im Sinn des § 58 Abs 1 Z 1 AußStrG ist dadurch gekennzeichnet, dass er nicht absolut - wie die Nichtigkeitsgründe der Zivilprozessordnung - wirkt; er stellt vielmehr einen Revisionsrekursgrund dar, der analog § 55 Abs 3 AußStrG auch von Amts wegen aufzugreifen, aber nur dann wahrzunehmen ist, wenn er Einfluss auf die Richtigkeit der Entscheidung haben konnte (§ 57 Z 4 AußStrG). (T7)
    Veröff: SZ 2009/49
  • 6 Ob 51/09g
    Entscheidungstext OGH 16.04.2009 6 Ob 51/09g
    Beisatz: Hier: Verfahren zur Feststellung der Abstammung nach § 163b ABGB. (T8)
    Beisatz: Mangels Beteiligung des bisherigen Vaters haftet den Entscheidungen und dem Verfahren der Vorinstanzen Nichtigkeit gemäß § 66 Abs 1 Z 1 iVm § 58 Abs 1 Z 2 AußStrG an, die im Revisionsrekursverfahren analog § 55 Abs 3 AußStrG von Amts wegen wahrzunehmen ist, es sei denn, es ließe sich der angefochtene Beschluss bestätigen, ohne dass dadurch in die Rechte des Antragstellers oder der bisher unvertretenen Partei eingegriffen würde. (T9)
  • 10 Ob 46/09a
    Entscheidungstext OGH 20.10.2009 10 Ob 46/09a
    Vgl auch; Beis wie T7
  • 6 Ob 154/10f
    Entscheidungstext OGH 01.09.2010 6 Ob 154/10f
    Auch; Beis wie T6
  • 7 Ob 166/10b
    Entscheidungstext OGH 22.10.2010 7 Ob 166/10b
    Auch; Beis ähnlich wie T2; Veröff: SZ 2010/137
  • 5 Ob 237/09b
    Entscheidungstext OGH 20.04.2010 5 Ob 237/09b
    Beis wie T3; Bem: Hier: Wohnrechtliches Außerstreitverfahren. (T10)
  • 5 Ob 11/11w
    Entscheidungstext OGH 09.02.2011 5 Ob 11/11w
    Auch; Beis wie T3
  • 4 Ob 119/11w
    Entscheidungstext OGH 19.10.2011 4 Ob 119/11w
    Auch; Beis wie T3; Beis ähnlich wie T7
  • 3 Ob 204/12i
    Entscheidungstext OGH 19.12.2012 3 Ob 204/12i
    Auch; Beisatz: Das Aufgreifen einer Nichtigkeit wegen Verletzung des rechtlichen Gehörs setzt ein zulässiges Rechtsmittel voraus. (T11)
  • 7 Ob 156/13m
    Entscheidungstext OGH 02.10.2013 7 Ob 156/13m
    Auch
  • 7 Ob 129/13s
    Entscheidungstext OGH 04.09.2013 7 Ob 129/13s
  • 5 Ob 68/15h
    Entscheidungstext OGH 25.08.2015 5 Ob 68/15h
    Auch
  • 1 Ob 189/18b
    Entscheidungstext OGH 21.11.2018 1 Ob 189/18b
    Auch; Beis wie T7; Beisatz: Hier: Obsorgeverfahren; Gehörverletzung der Großeltern. (T12)
  • 3 Ob 198/18s
    Entscheidungstext OGH 21.11.2018 3 Ob 198/18s
    Auch
  • 10 Ob 18/19y
    Entscheidungstext OGH 26.03.2019 10 Ob 18/19y
    Beis wie T3
  • 5 Ob 143/19v
    Entscheidungstext OGH 27.11.2019 5 Ob 143/19v
    Beis wie T7
  • 5 Ob 97/21g
    Entscheidungstext OGH 27.07.2021 5 Ob 97/21g
    Vgl; Beis wie T7

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2005:RS0119971

Im RIS seit

29.06.2005

Zuletzt aktualisiert am

20.09.2021

Dokumentnummer

JJR_20050530_OGH0002_0160OK00010_0500000_002

Rechtssatz für 3Ob192/07t 2Ob77/08z 3O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0123128

Geschäftszahl

3Ob192/07t; 2Ob77/08z; 3Ob76/08k; 5Ob237/09b; 5Ob11/11w; 5Ob191/13v; 5Ob68/15h; 5Ob61/15d; 4Ob150/16m; 1Ob189/18b; 3Ob198/18s; 10Ob18/19y; 5Ob161/20t

Entscheidungsdatum

30.01.2008

Norm

AußStrG 2005 §55 Abs3
AußStrG 2005 §57 Z4
AußStrG 2005 §58 Abs1 Z1
AußStrG 2005 §58 Abs1 Z1
AußStrG 2005 §58 Abs3
AußStrG 2005 §66 Abs1 Z1 AIA7
AußStrG 2005 §66 Abs1 Z1 AIB
AußStrG 2005 §71 Abs4

Rechtssatz

Um beurteilen zu können, ob die vom Gesetzgeber bei Vorliegen der Voraussetzungen des § 58 Abs 1 und 3 AußStrG für die Erledigung eines Rechtsmittels in der Sache abgelehnte Aufhebung der angefochtenen Entscheidung vermeidbar ist, ist es erforderlich, den bisher nicht gehörten Parteien Gelegenheit zu geben, sich am Revisionsrekursverfahren zu beteiligen und ihre materiellen und/oder prozessualen Rechte geltend zu machen (oder auch nicht).

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 192/07t
    Entscheidungstext OGH 30.01.2008 3 Ob 192/07t
    Beisatz: Hier: Aktenrückstellung an das Erstgericht zur Zustellung der Rekursentscheidung. (T1)
  • 2 Ob 77/08z
    Entscheidungstext OGH 29.05.2008 2 Ob 77/08z
    Vgl
  • 3 Ob 76/08k
    Entscheidungstext OGH 11.07.2008 3 Ob 76/08k
    Vgl; Bem: Weiterer Rechtsgang zu 3 Ob 192/07t. (T2)
  • 5 Ob 237/09b
    Entscheidungstext OGH 20.04.2010 5 Ob 237/09b
    Beis wie T1; Bem: Hier: Wohnrechtliches Außerstreitverfahren. (T3)
  • 5 Ob 11/11w
    Entscheidungstext OGH 09.02.2011 5 Ob 11/11w
    Auch
  • 5 Ob 191/13v
    Entscheidungstext OGH 20.05.2014 5 Ob 191/13v
    Auch
  • 5 Ob 68/15h
    Entscheidungstext OGH 25.08.2015 5 Ob 68/15h
    Vgl auch
  • 5 Ob 61/15d
    Entscheidungstext OGH 23.11.2015 5 Ob 61/15d
    Beisatz: Hier: Mangelnde Beteiligung des Verwalters im Verfahren nach § 52 Abs 1 Z 4 WEG. (T4)
  • 4 Ob 150/16m
    Entscheidungstext OGH 30.08.2016 4 Ob 150/16m
    Auch; Veröff: SZ 2016/80
  • 1 Ob 189/18b
    Entscheidungstext OGH 21.11.2018 1 Ob 189/18b
    Vgl aber; Beisatz: Hier: Obsorgeverfahren; Gehörverletzung der Großeltern. (T5)
    Beisatz: Geht die Gehörverletzung mit der Notwendigkeit einer Verfahrensergänzung einher, muss sie im Revisionsrekursverfahren zur Aufhebung führen. (T6)
  • 3 Ob 198/18s
    Entscheidungstext OGH 21.11.2018 3 Ob 198/18s
    Auch
  • 10 Ob 18/19y
    Entscheidungstext OGH 26.03.2019 10 Ob 18/19y
  • 5 Ob 161/20t
    Entscheidungstext OGH 07.10.2020 5 Ob 161/20t
    Vgl; Beisatz: Hier: Verfahren nach dem Wohnungsgemeinnützigkeitsgesetz. (T7)

Schlagworte

Vorrang der Sacherledigung

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2008:RS0123128

Im RIS seit

29.02.2008

Zuletzt aktualisiert am

24.11.2020

Dokumentnummer

JJR_20080130_OGH0002_0030OB00192_07T0000_003

Rechtssatz für 3Ob76/08k 6Ob35/09d 3Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0123810

Geschäftszahl

3Ob76/08k; 6Ob35/09d; 3Ob71/09a; 7Ob181/15s; 6Ob115/16d; 4Ob149/18t

Entscheidungsdatum

11.07.2008

Norm

AußStrG 2005 §58 Abs1
AußStrG 2005 §58 Abs3
AußStrG 2005 §71 Abs4

Rechtssatz

Nach § 58 AußStrG kann das Rechtsmittelgericht dann, wenn „selbst auf Grund der Angaben im Rekursverfahren der angefochtene Beschluss zur Gänze zu bestätigen" ist, trotz Vorliegens schwerer Verfahrensmängel eine Aufhebung vermeiden und den angefochtenen Beschluss bestätigen (Grundsatz des Vorrangs der Sachentscheidung). Diesem Fall ist im Verfahren dritter Instanz jener gleichzuhalten, dass der Oberste Gerichtshof zur Ansicht gelangt, ein - ordentlicher oder außerordentlicher - Revisionsrekurs sei mangels erheblicher Rechtsfrage zurückzuweisen.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 76/08k
    Entscheidungstext OGH 11.07.2008 3 Ob 76/08k
    Beisatz: Hier: Revisionsrekurs zeigt bis auf eine Verletzung des rechtlichen Gehörs keine weiteren erheblichen Rechtsfragen auf. Die Verletzung des rechtlichen Gehörs wurde durch Zustellung der angefochtenen Entscheidung an die übergangenen Parteien, die kein (weiteres) Rechtsmittel erhoben, saniert. (T1)
  • 6 Ob 35/09d
    Entscheidungstext OGH 26.03.2009 6 Ob 35/09d
    Vgl; Beisatz: Wegen des ins Außerstreitverfahren übernommenen Modells der Zulassungsrevision (§ 62 Abs 1 AußStrG) ist im Verfahren dritter Instanz diesem Fall jener gleichzuhalten, dass der Oberste Gerichtshof zur Ansicht gelangt, dass ein - ordentlicher oder außerordentlicher - Revisionsrekurs mangels der Voraussetzungen der zuletzt genannten Norm zurückzuweisen ist (§ 71 Abs 2 und Abs 3 AußStrG), weil auch in diesen Fällen eine (eingeschränkte) Überprüfung der zweitinstanzlichen Entscheidung erfolgt und damit eine im gegebenen Zusammenhang einer Vollbestätigung gleichzuhaltende Entscheidung vorliegt. (T2)
  • 3 Ob 71/09a
    Entscheidungstext OGH 22.04.2009 3 Ob 71/09a
    Auch; Beis wie T1
  • 7 Ob 181/15s
    Entscheidungstext OGH 16.10.2015 7 Ob 181/15s
    Auch
  • 6 Ob 115/16d
    Entscheidungstext OGH 29.11.2016 6 Ob 115/16d
  • 4 Ob 149/18t
    Entscheidungstext OGH 23.08.2018 4 Ob 149/18t

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2008:RS0123810

Im RIS seit

10.08.2008

Zuletzt aktualisiert am

11.09.2018

Dokumentnummer

JJR_20080711_OGH0002_0030OB00076_08K0000_001

Entscheidungstext 3Ob76/08k

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Geschäftszahl

3Ob76/08k

Entscheidungsdatum

11.07.2008

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofs Dr. Schiemer als Vorsitzenden sowie die Hofräte des Obersten Gerichtshofs Dr. Prückner, Hon.-Prof. Dr. Sailer und Dr. Jensik sowie die Hofrätin des Obersten Gerichtshofs Dr. Fichtenau als weitere Richter in der außerstreitigen Rechtssache der Antragstellerin Andrea K*****, vertreten durch Dr. Bernhard Haid, Rechtsanwalt in Innsbruck, wider den Antragsgegner Franz K***** vertreten durch Dr. Hermann Holzmann, Rechtsanwalt in Innsbruck, wegen Einräumung eines Notwegs, infolge außerordentlichen Revisionsrekurses des Antragsgegners gegen den Beschluss des Landesgerichts Innsbruck als Rekursgericht vom 16. Juli 2007, GZ 51 R 68/07k-51, womit der Beschluss des Bezirksgerichts Landeck vom 26. April 2007, GZ 9 Nc 1/05v-46, bestätigt wurde, den Beschluss

gefasst:

Spruch

Der außerordentliche Revisionsrekurs wird mangels der Voraussetzungen des § 62 Abs 1 AußStrG zurückgewiesen.

Der Antrag der Antragstellerin auf Zuspruch der Kosten der Revisionsrekursbeantwortung wird abgewiesen.

Text

Begründung:

Die Antragstellerin ist die Nichte des Antragsgegners, ihr Vater war dessen Bruder. Der mit dem Antragsgegner gleichnamige Vater der beiden war also der väterliche Großvater der Antragstellerin. Diese betreibt auf dem Grundstück (GSt) 102/5 ihrer Liegenschaft EZ 875 seit der Wintersaison 2004/05 ein Hotel Garni mit 36 Gästebetten. Zugunsten des GSt 102/5 bestehen Dienstbarkeiten betreffend die GSte 102/2 und 102/3. Sie hatte die Liegenschaft EZ 5 zu einem Drittel gemeinsam mit ihrem Bruder und ihrer Mutter nach dem Tod ihres Vaters am 22. Dezember 1983 geerbt, die Einantwortung erfolgte am 28. Jänner 1984. Infolge des Schenkungs-...vertrags vom 24. April 2003 wurde sie Eigentümerin der EZ 875.

Ihre Mutter hatte 1994 die Umwidmung einer Teilfläche der EZ 5 in Bauland beantragt; der Antrag blieb zunächst erfolglos. Ab 2000 wurde das weiter betrieben. Auf ihren weiteren am 12. August 2002 gestellten Umwidmungsantrag zwecks Pensions-/Heim-Errichtung beschloss der örtliche Gemeinderat am 10. Dezember 2002 die Umwidmung in Tourismusgebiet. Die aufsichtsbehördliche Genehmigung erfolgte am 17. März 2003. Die Umwidmung trat am 18. April 2003 in Kraft. Der Antragsgegner betreibt auf dem GSt 102/2 seiner Liegenschaft EZ 469 ein Hotel mit 54 Gästebetten und einem Restaurant. Aufgrund eines Schenkungsvertrags vom 23. Juni 1978 ist im C-Blatt dieser Grundbuchseinlage die Dienstbarkeit des Gehens und Fahrens über das GSt 102/2 zugunsten ... GSt 102/5 in EZ 875 einverleibt. Aufgrund des vom Antragsgegner erwirkten rechtskräftigen Urteils zweiter Instanz vom 2. September 2004 hat es ua die Antragstellerin zu unterlassen, die Dienstbarkeit des Gehens und Fahrens über den eingeräumten Zweck zur landwirtschaftlichen Erschließung und Bewirtschaftung auszudehnen und die Dienstbarkeitstrasse über die landwirtschaftliche Bewirtschaftung hinausgehend zu nutzen. Das Erstgericht räumte der Antragstellerin im vorliegenden Verfahren nach dem NWG die Nutzung dieses Dienstbarkeitswegs für private und gewerbliche Zwecke gegen eine Entschädigung von 42.792 EUR ein. Das Rekursgericht bestätigte diese Entscheidung und sprach aus, dass der ordentliche Revisionsrekurs nicht zulässig sei. Die für die Entscheidung maßgeblichen Fragen seien nur nach den konkreten Umständen des Einzelfalls zu beurteilen, was das Vorliegen einer erheblichen Rechtsfrage iSd § 62 Abs 1 AußStrG ausschließe. Mit Beschluss vom 30. Jänner 2008, AZ 3 Ob 192/07t, hatte der erkennende Senat die Akten dem Erstgericht mit dem Auftrag zurückgestellt, die Entscheidung zweiter Instanz auch den ob der Liegenschaft des Antragsgegners einverleibten Dienstbarkeitsberechtigten zuzustellen. Während nach diesen Zustellungen einer der Servitutsberechtigten einen Revisionsrekurs einbrachte, diesen in der Folge aber wieder zurückzog, ließen die beiden anderen (Verwandte der Antragstellerin) die Rechtsmittelfrist ungenützt verstreichen.

Rechtliche Beurteilung

Der außerordentliche Revisionsrekurs des Antragsgegners ist nicht zulässig.

Wie der erkennende Senat zu AZ 3 Ob 192/07t (= bbl 2008, 127 = Zak 2008, 133) darlegte, ist nach § 58 Abs 1 Z 1 und Abs 3 iVm § 71 Abs 4 AußStrG auch bei diesem (im Zivilprozess einen Nichtigkeitsgrund bildenden) schweren Verfahrensmangel vor der Entscheidung auf Aufhebung und Zurückverweisung der Außerstreitsache an eine Vorinstanz zu prüfen, ob nicht eine Bestätigung „selbst aufgrund der Angaben im [Revisions-]Rekursverfahren" oder eine Abänderung ohne weitere Erhebungen möglich ist. Zu diesem Zweck war es erforderlich, den bisher nicht gehörten Parteien Gelegenheit zu geben, sich am Revisionsrekursverfahren zu beteiligen und ihre materiellen und/oder prozessualen Rechte geltend zu machen (oder auch nicht). Diese werden im vorliegenden Verfahren durch die eine Antragsstattgebung bestätigende Entscheidung des Rekursgerichts belastet. Sie mussten daher in die Lage versetzt werden, diese Entscheidung zu bekämpfen, also nunmehr am Verfahren teilzunehmen. Aufgrund ihres Verhaltens im Revisionsrekursverfahren ist nunmehr zu beurteilen, ob die vom Gesetzgeber bei Vorliegen der Voraussetzungen des § 58 Abs 1 und Abs 3 AußStrG für die Erledigung eines Rechtsmittels in der Sache abgelehnte Aufhebung der angefochtenen Entscheidung vermeidbar ist. Der Gesetzgeber betonte in den Materialien zum AußStrG 2003 den in §§ 55, 57, 58 leg cit zum Ausdruck kommenden Grundsatz des Vorrangs der Sachentscheidung durch die Rechtsmittelgerichte (ErläutRV 224 BlgNR

22. GP, 51 und 52; dazu Fucik/Kloiber, AußStrG § 57 Anm 1; Klicka in Rechberger, AußStrG § 55 und § 58 Rz 1). Dass grundsätzlich die Verletzung des rechtlichen Gehörs auch von Amts wegen aufgegriffen und daher auch von einer Partei zugunsten einer anderen in ihrem Rechtsmittel geltend gemacht werden kann, wurde ebenfalls in der zitierten Entscheidung bestätigt. Im vorliegenden Verfahren wurde nun den übergangenen Parteien die Möglichkeit gegeben, sich am Revisionsrekursverfahren zu beteiligen (und eventuelle Einwände gegen die Entscheidung der zweiten Instanz, daher auch deren mangelnde Wahrnehmung ihres Gehörs) geltend zu machen. Das ist in casu nicht geschehen, weil jene die ihnen gebotene Gelegenheit nicht wahrnahmen bzw ein Servitutsberechtigter nur ein verspätetes Rechtsmittel einbrachte und einen Wiedereinsetzungsantrag stellte. Dessen Zurückweisung durch das Erstgericht ist in Rechtskraft erwachsen. Der außerordentliche Revisionsrekurs wurde zurückgezogen. Damit ist aber davon auszugehen, dass sie sich durch die Vorgangsweise des Rekursgerichts nicht als beschwert erachten (können). Nach § 66 Abs 1 Z 1 AußStrG zählt ua die Verletzung des rechtlichen Gehörs wie die anderen Fälle des § 58 AußStrG zu den Revisionsrekursgründen. Damit ist aber auch der übrige Inhalt dieser Norm im Revisionsrekursverfahren sinngemäß anzuwenden, somit auch die Unbeachtlichkeit der darin genannten Verfahrensverstöße, falls nach § 58 Abs 1 leg cit der angefochtene Beschluss „aufgrund der Angaben im Rekursverfahren" zur Gänze zu bestätigen ist.

Wegen des ins Außerstreitverfahren übernommenen Modells der Zulassungsrevision (§ 62 Abs 1 AußStrG) ist im Verfahren dritter Instanz diesem Fall jener gleichzuhalten, dass der Oberste Gerichtshof zur Ansicht gelangt, dass ein - ordentlicher oder außerordentlicher - Revisionsrekurs mangels der Voraussetzungen der zuletzt genannten Norm zurückzuweisen ist (§ 71 Abs 2 und Abs 3 AußStrG), weil auch in diesen Fällen eine (eingeschränkte) Überprüfung der zweitinstanzlichen Entscheidung erfolgt und damit eine im gegebenen Zusammenhang einer Vollbestätigung gleichzuhaltende Entscheidung vorliegt. Falls also - abgesehen von der Frage des Vorliegens der in § 58 Abs 1 leg cit genannten schweren Verfahrensmängel - der Revisionsrekurs erfolglos bleiben müsste, stünde die Verletzung des rechtlichen Gehörs der Servitutsberechtigten einer Zurückweisung des außerordentlichen Revisionsrekurses des Antragsgegners nicht entgegen. Demnach bestünde für den Obersten Gerichtshof in diesem Fall kein Anlass, die Entscheidung(en) der Vorinstanz(en) nur zu dem Zweck aufzuheben, ihnen nochmals dieses Gehör zu gewähren.

Nach § 65 Abs 3 Z 6 AußStrG iVm § 9 Abs 3 NWG hat ein außerordentlicher Revisionsrekurs gesondert die Gründe zu enthalten, warum entgegen dem Ausspruch des Rekursgerichts nach § 62 Abs 1 AußStrG der Revisionsrekurs für zulässig erachtet wird. Das Vorliegen einer erheblichen Rechtsfrage wird ausdrücklich nur im Zusammenhang mit der Beurteilung des Fehlens auffallender Sorglosigkeit der Antragstellerin nach § 2 Abs 1 NWG angesprochen. Die Rechtsansicht stehe im Widerspruch zu (nicht zitierter) Rechtsprechung des Höchstgerichts. Der Antragsgegner argumentiert mit dem Wissen der Antragstellerin als Dritteleigentümerin der ererbten Liegenschaft und den ihr gegebenen Hinweisen, weshalb sie nicht auf die umfassende Dienstbarkeit vertrauen hätte dürfen. Er lässt aber außer Acht, dass sie nach den Feststellungen keine andere Wegverbindung erhalten hätte können, weshalb daraus keine auffallende Sorglosigkeit abgeleitet werden kann (s 3 Ob 183/03p = SZ 2003/113 = JBl 2004, 320 [zust Egglmeier-Schmolke]).

Selbst wenn man (wie der Antragsgegner, wenn auch nicht durchgehend, vermeint) auf den Zeitpunkt des Erwerbs eines Liegenschaftsanteils durch Erbschaft abstellen würde, könnte das an der Beurteilung auch nichts ändern, weil dafür dasselbe gilt. Die Frage der Berechtigung des Vaters kann nicht von Bedeutung sein. Denn zu dessen Lebzeiten und jedenfalls bis zur erstmals 2000 oder gar 2002 (s 8 Ob 504/93 = EvBl 1994/96) mit Aussicht auf Erfolg eingeleiteten Umwidmung (s dazu RIS-Justiz RS0070979; dort bes [T1]) fehlte es am Bedarf über die bestehende Servitut hinaus, weil nur eine Landwirtschaft bestand. Auch nach geltendem Verfahrensrecht ist nur ein Mangel des Rekursverfahrens ein Revisionsrekursgrund (§ 66 Abs 1 Z 2 AußStrG); weshalb die unterbliebene Einholung eines bestimmten Sachverständigengutachtens in erster Instanz einen Verfahrensmangel zweiter Instanz bilden und darüber hinaus eine erhebliche Rechtsfrage aufwerfen sollte, kann der Revisionsrekurswerber nicht darlegen. Das gleiche gilt für die Frage, ob das Erstgericht die nicht näher erläuterten Ergebnisse eines früheren Notwegeverfahrens hätte berücksichtigen müssen.

Die letztlich aufgeworfene Frage des Gehörs von dinglich Berechtigten ist durch Zustellung der zweitinstanzlichen Entscheidung an diese saniert.

Somit sind erhebliche Rechtsfragen nicht zu beantworten, weshalb das außerordentliche Rechtsmittel des Antragsgegners zurückzuweisen ist.

Ein Kostenersatzanspruch der Antragstellerin, die ohne Aufforderung des Obersten Gerichtshofs eine Revisionsrekursbeantwortung erstattete, muss schon an § 25 Abs 1 NWG idF des AußStr-BegleitG scheitern, wonach - nunmehr ohne Berücksichtigung von durch ungerechtfertigtes Einschreiten des Gegners hervorgerufenen Kosten (s dazu noch 1 Ob 88/99v mwN) - ausnahmslos nur eine Kostenersatzpflicht des Eigentümers des notleidenden Grundstücks, hier also der Antragstellerin selbst, in Betracht käme. Ein Kostenersatz an diesen Eigentümer ist somit generell ausgeschlossen.

Schlagworte

Kennung XPUBL Diese Entscheidung wurde veröffentlicht in EvBl-LS 2008/34 XPUBLEND

Anmerkung

E88258 3Ob76.08k

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2008:0030OB00076.08K.0711.000

Zuletzt aktualisiert am

03.02.2009

Dokumentnummer

JJT_20080711_OGH0002_0030OB00076_08K0000_000