Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 4Ob374/76 4Ob314/77 4Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0078296

Geschäftszahl

4Ob374/76; 4Ob314/77; 4Ob331/77; 4Ob340/77; 4Ob335/77 (4Ob336/77 -4Ob338/77); 4Ob367/78 (4Ob368/78); 4Ob384/78; 4Ob379/78; 4Ob361/78; 4Ob370/78; 4Ob347/78 (4Ob377/78); 4Ob402/78; 4Ob373/79; 4Ob366/81; 4Ob341/84; 4Ob369/86; 4Ob341/87; 4Ob351/87; 4Ob396/87; 4Ob36/88; 4Ob35/88; 4Ob63/88; 4Ob78/88; 4Ob81/88; 4Ob86/88; 4Ob92/88; 4Ob108/88; 4Ob105/88; 4Ob103/88; 4Ob3/89; 4Ob14/89; 4Ob170/89; 4Ob135/89; 4Ob77/90; 4Ob126/90; 4Ob134/90; 4Ob149/90; 4Ob91/91; 4Ob120/91; 4Ob117/91; 4Ob105/91; 4Ob22/92; 4Ob129/92; 4Ob29/93; 4Ob140/93; 4Ob159/93; 4Ob86/94; 4Ob130/94; 4Ob24/95; 4Ob37/95; 4Ob72/95; 4Ob1094/95; 4Ob2064/96z; 4Ob2037/96d; 4Ob2338/96v; 4Ob8/97y; 4Ob28/97i; 4Ob350/97t; 4Ob244/99g; 4Ob310/99p; 4Ob38/00t; 4Ob88/01x; 4Ob271/01h; 4Ob88/02y; 4Ob285/02v; 4Ob240/03b; 4Ob67/05i; 4Ob123/06a; 4Ob242/06a; 4Ob99/08z; 4Ob135/10x; 4Ob76/11x; 4Ob166/11g; 4Ob97/12m; 4Ob107/15m; 4Ob64/19v

Entscheidungsdatum

09.11.1976

Norm

UWG §2 A1
UWG §2 C2a

Rechtssatz

Eine Täuschung ist nur dann wettbewerbswidrig, wenn sie geeignet ist, den Entschluss des angesprochenen Interessenten, sich mit dem Angebot näher zu befassen, irgendwie zugunsten dieses Angebotes zu beeinflussen; es muss zwischen dem Entschluss des angesprochenen Interessenten, sich mit dem Angebot näher zu befassen, und dem Umstand, dass die durch die Wettbewerbshandlung bei ihm hervorgerufene Vorstellung nicht den Tatsachen entspricht, ein innerer Zusammenhang bestehen.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 374/76
    Entscheidungstext OGH 09.11.1976 4 Ob 374/76
    Beisatz: "Geschenke" Fernlehrschule. (T1) Veröff: ÖBl 1977,92
  • 4 Ob 314/77
    Entscheidungstext OGH 22.03.1977 4 Ob 314/77
  • 4 Ob 331/77
    Entscheidungstext OGH 03.05.1977 4 Ob 331/77
    Auch; Beisatz: Anpreisung von tatsächlich nicht vorrätigen Fernsehgeräten. (T2)
  • 4 Ob 340/77
    Entscheidungstext OGH 03.05.1977 4 Ob 340/77
    Beisatz: Verpackung von drei Kilogramm Geschirrspülmittel in Trommeln gleicher Größe und Aufmachung wie früher mit vier Kilogramm Inhalt unter der Bezeichnung "Supertiefpreisaktion". (T3)
  • 4 Ob 335/77
    Entscheidungstext OGH 14.06.1977 4 Ob 335/77
    Beisatz: Werbeprospekt mit Grabdenkmälern, die jedoch nur teilweise selbst vom werbenden Steinmetzbetrieb hergestellt wurden. (T4) Veröff: ÖBl 1977,167
  • 4 Ob 367/78
    Entscheidungstext OGH 17.10.1978 4 Ob 367/78
    Veröff: ÖBl 1979,101
  • 4 Ob 384/78
    Entscheidungstext OGH 24.10.1978 4 Ob 384/78
    Veröff: ÖBl 1979,100
  • 4 Ob 379/78
    Entscheidungstext OGH 17.10.1978 4 Ob 379/78
  • 4 Ob 361/78
    Entscheidungstext OGH 24.10.1978 4 Ob 361/78
  • 4 Ob 370/78
    Entscheidungstext OGH 24.10.1978 4 Ob 370/78
    Beisatz: Behauptung der Gleichbehandlung von Barzahlungskäufern und Teilzahlungskäufern. (T5)
  • 4 Ob 347/78
    Entscheidungstext OGH 28.11.1978 4 Ob 347/78
    Beisatz: Guhl (T6) Veröff: ÖBl 1979,94
  • 4 Ob 402/78
    Entscheidungstext OGH 05.12.1978 4 Ob 402/78
    Veröff: ÖBl 1979,126
  • 4 Ob 373/79
    Entscheidungstext OGH 25.09.1979 4 Ob 373/79
    Veröff: ÖBl 1980,76
  • 4 Ob 366/81
    Entscheidungstext OGH 23.06.1981 4 Ob 366/81
    Beisatz: Markus Bräu (T7) Veröff: SZ 54/97 = GRURInt 1982,465 = ÖBl 1982,37
  • 4 Ob 341/84
    Entscheidungstext OGH 26.06.1984 4 Ob 341/84
    Auch; Beisatz: Ein nicht unerheblicher Teil der durch die irreführende Ankündigung Angelockten wird sich auch nach der Aufklärung dieses Irrtums mit dem Angebot näher befassen und damit zum Vertragsabschluss eher geneigt sein als andere Personen (ähnlich bereits 4 Ob 410/83). "Messeaktion" (T8) Veröff: SZ 57/117 = ÖBl 1984,153
  • 4 Ob 369/86
    Entscheidungstext OGH 29.09.1986 4 Ob 369/86
    Beisatz: Verbilligte Markenskier. (T9) Veröff: MR 1986 H5,25 = ÖBl 1987,18
  • 4 Ob 341/87
    Entscheidungstext OGH 15.09.1987 4 Ob 341/87
    Veröff: MR 1987,181 (Korn)
  • 4 Ob 351/87
    Entscheidungstext OGH 29.09.1987 4 Ob 351/87
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Ankündigung besonderer Aktualität - "Handelsregister-Datenbank". (T10)
  • 4 Ob 396/87
    Entscheidungstext OGH 15.12.1987 4 Ob 396/87
    Auch; Veröff: MR 1988,61
  • 4 Ob 36/88
    Entscheidungstext OGH 14.06.1988 4 Ob 36/88
    Veröff: MR 1988,137 (Korn)
  • 4 Ob 35/88
    Entscheidungstext OGH 14.06.1988 4 Ob 35/88
    Beisatz: Hier: Vortäuschen eines individuellen Preisnachlasses durch Ausgabe von Gutscheinen. (T11)
  • 4 Ob 63/88
    Entscheidungstext OGH 27.09.1988 4 Ob 63/88
    Beisatz: Freihandverkauf I (T12)
  • 4 Ob 78/88
    Entscheidungstext OGH 27.09.1988 4 Ob 78/88
    Beisatz: Freihandverkauf II (T13)
  • 4 Ob 81/88
    Entscheidungstext OGH 11.10.1988 4 Ob 81/88
    Auch; Veröff: RdW 1989,64
  • 4 Ob 86/88
    Entscheidungstext OGH 11.10.1988 4 Ob 86/88
    Auch; Veröff: ÖBl 1989,74
  • 4 Ob 92/88
    Entscheidungstext OGH 11.10.1988 4 Ob 92/88
    Auch; Veröff: MR 1988,208 (Korn) = GRURInt 1989,851 = WBl 1989,123
  • 4 Ob 108/88
    Entscheidungstext OGH 13.12.1988 4 Ob 108/88
    Beisatz: Hier: Verneint bei Hinweis auf eine "Wiener Redaktion" - statt etwa auf einen "Wiener Korrespondenten" einer Vorarlberger Zeitung. (T14)
  • 4 Ob 105/88
    Entscheidungstext OGH 13.12.1988 4 Ob 105/88
  • 4 Ob 103/88
    Entscheidungstext OGH 10.01.1989 4 Ob 103/88
    Veröff: RdW 1989,192
  • 4 Ob 3/89
    Entscheidungstext OGH 07.02.1989 4 Ob 3/89
  • 4 Ob 14/89
    Entscheidungstext OGH 09.05.1989 4 Ob 14/89
    Veröff: MR 1989,141 = WBl 1989,278 = ÖBl 1989,141
  • 4 Ob 170/89
    Entscheidungstext OGH 09.01.1990 4 Ob 170/89
    Veröff: WBl 1990,310
  • 4 Ob 135/89
    Entscheidungstext OGH 19.12.1989 4 Ob 135/89
    Beisatz: Hier verneint bei Hinweis auf Sparkassen, wenn an Realitätenbüro tatsächlich Sparkassen maßgebend beteiligt sind. (T15) Veröff: ecolex 1990,234 = ÖBl 1990,162
  • 4 Ob 77/90
    Entscheidungstext OGH 30.05.1990 4 Ob 77/90
    Auch; Beisatz: Hinweis eines Inkassobüros für Schuldner richtet sich nicht an potentielle Kunden - keine Werbemaßnahme. (T16) Veröff: MR 1990,235
  • 4 Ob 126/90
    Entscheidungstext OGH 25.09.1990 4 Ob 126/90
    Beisatz: Daueraktionspreise (T17) Veröff: ÖBl 1991,157
  • 4 Ob 134/90
    Entscheidungstext OGH 09.10.1990 4 Ob 134/90
    Vgl auch
  • 4 Ob 149/90
    Entscheidungstext OGH 06.11.1990 4 Ob 149/90
  • 4 Ob 91/91
    Entscheidungstext OGH 10.09.1991 4 Ob 91/91
    nur: Eine Täuschung ist nur dann wettbewerbswidrig, wenn sie geeignet ist, den Entschluss des angesprochenen Interessenten, sich mit dem Angebot näher zu befassen, irgendwie zugunsten dieses Angebotes zu beeinflussen. (T18) Veröff: ecolex 1992,100 = WBl 1992,28
  • 4 Ob 120/91
    Entscheidungstext OGH 05.11.1991 4 Ob 120/91
    nur T18; Veröff: WBl 1992,134
  • 4 Ob 117/91
    Entscheidungstext OGH 03.12.1991 4 Ob 117/91
    Beisatz: Die unrichtigen Angaben über die in einer Inseratenzeitung enthaltenen Kraftfahrzeugangebote betreffen aber auch eine - bei Inseratenzeitschriften sehr wichtige - Eigenschaft ihrer Ware. (T19) Veröff: WBl 1992,241
  • 4 Ob 105/91
    Entscheidungstext OGH 03.12.1991 4 Ob 105/91
    nur T18
  • 4 Ob 22/92
    Entscheidungstext OGH 07.04.1992 4 Ob 22/92
    Vgl auch; Beisatz: Diese Frage hängt so sehr von den Verhältnissen des konkreten Falles - nämlich von der Art der Ankündigungen, deren Aufmachung und den im einzelnen gebrauchten Formulierungen - ab, dass ihre Beantwortung keine brauchbare Anhaltspunkte für die Beantwortung ähnlicher Fälle erwarten lässt. (Parallelfall zu 4 Ob 117/91). (T20)
  • 4 Ob 129/92
    Entscheidungstext OGH 26.01.1993 4 Ob 129/92
    nur T18; Beisatz: Vortäuschen eines individuellen Preisnachlasses für diejenigen, der eine einhundert Schillingnote mit einer "4" in der Seriennummer vorweist. (T21) Veröff: WBl 1993,232
  • 4 Ob 29/93
    Entscheidungstext OGH 09.03.1993 4 Ob 29/93
    nur T18; Beisatz: Hier: Verneint bei angekündigten fünftausend Anzeigen einer Inseratenzeitschrift und tatsächlich abgedruckt einhundertdreizehn weniger. (T22)
  • 4 Ob 140/93
    Entscheidungstext OGH 12.10.1993 4 Ob 140/93
    nur: Es muss zwischen dem Entschluss des angesprochenen Interessenten, sich mit dem Angebot näher zu befassen, und dem Umstand, dass die durch die Wettbewerbshandlung bei ihm hervorgerufene Vorstellung nicht den Tatsachen entspricht, ein innerer Zusammenhang bestehen. (T23)
  • 4 Ob 159/93
    Entscheidungstext OGH 30.11.1993 4 Ob 159/93
    nur T18; Beisatz: Hier: Verneint bei Verschweigen des Mitherstellers. (T24)
  • 4 Ob 86/94
    Entscheidungstext OGH 20.09.1994 4 Ob 86/94
    Auch; Beisatz: Ein Irrtum über die Typenbezeichnung eines Markenfernsehgerätes ist aber zumindest dann für den Kaufentschluss der Interessenten nicht mehr relevant, wenn die in der Werbeankündigung enthaltene Funktionsbeschreibung - wie hier - auf die richtige Gerätetype in allen Punkten zutrifft. (T25)
  • 4 Ob 130/94
    Entscheidungstext OGH 08.11.1994 4 Ob 130/94
    nur T18; Beisatz: Hier: Unvollständige Blickfangwerbung: "WM-Verleih-Aktion, Live dabei um sechshundert Schilling". (T26)
  • 4 Ob 24/95
    Entscheidungstext OGH 25.04.1995 4 Ob 24/95
    Auch; nur T18; Veröff: SZ 68/78
  • 4 Ob 37/95
    Entscheidungstext OGH 09.05.1995 4 Ob 37/95
    Auch; nur T23; Beisatz: Besteht zwischen dem durch das Verschweigen eines erheblichen Umstands ausgelösten Irrtum und dem Entschluss, sich mit dem Angebot der Beklagten zu befassen, ein Zusammenhang, liegt ein Verstoß der Beklagten gegen § 2 UWG vor. (T27) Veröff: SZ 68/89
  • 4 Ob 72/95
    Entscheidungstext OGH 18.09.1995 4 Ob 72/95
    Auch; nur T23; Beisatz: Hier: Verneint bei Hinweis auf zehn Jahre Erfahrung, tatsächlich nur neun Jahre und sechs Monate. (T28)
  • 4 Ob 1094/95
    Entscheidungstext OGH 21.11.1995 4 Ob 1094/95
    Auch
  • 4 Ob 2064/96z
    Entscheidungstext OGH 14.05.1996 4 Ob 2064/96z
    nur T23; Beisatz: Auch irreführende Werbeaussagen verstoßen nur dann gegen § 2 UWG, wenn sie geeignet sind, einen beachtlichen Irrtum auszulösen. Bei Gratiszeitungen kann ein beachtlicher Irrtum nur bei Inserenten erweckt werden. (T29)
  • 4 Ob 2037/96d
    Entscheidungstext OGH 29.05.1996 4 Ob 2037/96d
    nur T18; Beisatz: Irreführungseignung bejaht bei Behauptung, "mehr als 100 Augenoptiker" seien beschäftigt, tatsächlich aber nur rund 80. (T30)
  • 4 Ob 2338/96v
    Entscheidungstext OGH 17.12.1996 4 Ob 2338/96v
    Vgl; Beisatz: Wenn der irreführende Angaben im Sinn des § 2 UWG ausgelöste Irrtum vor dem Geschäftsabschluss aufgeklärt wird und nicht die Gefahr besteht, dass das oder ein anderes Geschäft dennoch abgeschlossen wird, ist die Relevanz der Irreführung zu verneinen (hier: Ausbildungslehrgang zum Psychotherapeuten). (T31)
  • 4 Ob 8/97y
    Entscheidungstext OGH 11.02.1997 4 Ob 8/97y
    Vgl
  • 4 Ob 28/97i
    Entscheidungstext OGH 25.02.1997 4 Ob 28/97i
    Vgl auch
  • 4 Ob 350/97t
    Entscheidungstext OGH 25.11.1997 4 Ob 350/97t
    Auch; nur T18; Beis wie T29 nur: Auch irreführende Werbeaussagen verstoßen nur dann gegen § 2 UWG, wenn sie geeignet sind, einen beachtlichen Irrtum auszulösen. (T32)
  • 4 Ob 244/99g
    Entscheidungstext OGH 19.10.1999 4 Ob 244/99g
    Auch; nur T18; Beisatz: Hier: Tatsachenwidrige Nennung des Klägers als Mitwirkender ist eine Angabe im Sinne des § 2 UWG. (T33)
  • 4 Ob 310/99p
    Entscheidungstext OGH 23.11.1999 4 Ob 310/99p
    Auch
  • 4 Ob 38/00t
    Entscheidungstext OGH 14.03.2000 4 Ob 38/00t
    Auch; nur T18
  • 4 Ob 88/01x
    Entscheidungstext OGH 12.06.2001 4 Ob 88/01x
    Vgl auch; Beisatz: Eine - wenn auch unrichtige oder sonst zur Irreführung geeignete - Angabe verstößt nur dann gegen § 2 UWG, wenn sie geeignet ist, den Kaufentschluss zu beeinflussen. (T34)
  • 4 Ob 271/01h
    Entscheidungstext OGH 13.11.2001 4 Ob 271/01h
    Auch
  • 4 Ob 88/02y
    Entscheidungstext OGH 28.05.2002 4 Ob 88/02y
    nur T18
  • 4 Ob 285/02v
    Entscheidungstext OGH 21.01.2003 4 Ob 285/02v
  • 4 Ob 240/03b
    Entscheidungstext OGH 16.03.2004 4 Ob 240/03b
    Auch; nur T18; Beis ähnlich wie T34
  • 4 Ob 67/05i
    Entscheidungstext OGH 24.05.2005 4 Ob 67/05i
    Beis wie T20
  • 4 Ob 123/06a
    Entscheidungstext OGH 28.09.2006 4 Ob 123/06a
    Beis wie T29
  • 4 Ob 242/06a
    Entscheidungstext OGH 13.02.2007 4 Ob 242/06a
  • 4 Ob 99/08z
    Entscheidungstext OGH 08.07.2008 4 Ob 99/08z
    nur T18; Beis wie T31
  • 4 Ob 135/10x
    Entscheidungstext OGH 31.08.2010 4 Ob 135/10x
    Vgl
  • 4 Ob 76/11x
    Entscheidungstext OGH 05.07.2011 4 Ob 76/11x
    Auch; Beis wie T18; Beis wie T23; Beis wie T34; Beisatz: Die Ankündigung einer „Bestpreisgarantie“ ist schon dann geeignet, die Auswahlentscheidung und den Kaufentschluss der Kaufinteressenten in relevanter Weise zu beeinflussen, wenn sie infolge unterlassener Preisanpassung auch nur in wenigen Einzelfällen unrichtig ist. (T35)
  • 4 Ob 166/11g
    Entscheidungstext OGH 11.05.2012 4 Ob 166/11g
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Irreführung über die Anzahl der Anzeigen in einer Gratiszeitung. (T36)
  • 4 Ob 97/12m
    Entscheidungstext OGH 18.09.2012 4 Ob 97/12m
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Werbung mit Ergebnissen der Studie „Image der Tageszeitungen“. (T37)
  • 4 Ob 107/15m
    Entscheidungstext OGH 11.08.2015 4 Ob 107/15m
    Auch; Beisatz: Hier: Suggerierte angebliche Exklusivität von Vorzugspreisen. (T38)
  • 4 Ob 64/19v
    Entscheidungstext OGH 25.04.2019 4 Ob 64/19v
    Vgl

Schlagworte

Auto

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1976:RS0078296

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

03.06.2019

Dokumentnummer

JJR_19761109_OGH0002_0040OB00374_7600000_003

Rechtssatz für 4Ob87/94 4Ob106/94 10Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0037660

Geschäftszahl

4Ob87/94; 4Ob106/94; 10Ob63/01i; 7Ob199/01t; 6Ob6/03f; 4Ob247/03g; 7Ob4/05x; 4Ob103/06k; 3Ob127/06g; 4Ob227/06w; 4Ob148/07d; 4Ob177/07v; 9Ob78/07x; 9ObA104/07w; 4Ob99/08z; 4Ob171/08p; 17Ob40/08v; 4Ob34/09t; 4Ob50/10x; 1Ob2/11t; 1Ob147/11s; 9ObA56/11t; 1Ob181/12t; 2Ob173/12y; 7Ob109/13z; 3Ob93/14v; 1Ob150/14m; 9Ob40/15w; 5Ob130/15a; 7Ob81/16m; 10Ob13/17k; 8Ob101/16k; 1Ob211/17m; 3Ob195/17y; 1Ob124/18v; 5Ob18/19m

Entscheidungsdatum

12.07.1994

Norm

ABGB §5
ZPO §226 IIB12
ZPO §503 E3
KSchG §28a
MSchG §51
UWG §14 A1
UWG §44

Rechtssatz

Der Unterlassungsanspruch wird durch zwei Elemente konkretisiert: Eine Unterlassungspflicht und die Gefahr, dass dieser Unterlassungspflicht zuwidergehandelt wird. Fehlt eines dieser Elemente, dann besteht kein Unterlassungsanspruch.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 87/94
    Entscheidungstext OGH 12.07.1994 4 Ob 87/94
  • 4 Ob 106/94
    Entscheidungstext OGH 04.10.1994 4 Ob 106/94
    Veröff: SZ 67/161
  • 10 Ob 63/01i
    Entscheidungstext OGH 08.05.2001 10 Ob 63/01i
    Vgl auch; Beisatz: Die Geltendmachung von Unterlassungsansprüchen setzt zum einen entweder rechtsgeschäftliche Unterlassungspflichten oder rechtswidrige Eingriffe in geschützte Rechtsgüter voraus, zum anderen aber auch Wiederholungsgefahr. Ein vorbeugender Unterlassungsanspruch wird bejaht, wenn ein Eingriff in eine fremde Rechtssphäre unmittelbar und konkret droht. (T1)
  • 7 Ob 199/01t
    Entscheidungstext OGH 19.12.2001 7 Ob 199/01t
  • 6 Ob 6/03f
    Entscheidungstext OGH 20.02.2003 6 Ob 6/03f
    Auch
  • 4 Ob 247/03g
    Entscheidungstext OGH 20.01.2004 4 Ob 247/03g
    Auch; Beisatz: Kann es zum Beispiel aus rechtlichen Gründen, etwa wegen Wegfalls der Verbotsnorm, zu keinem Verstoß mehr kommen, besteht kein Unterlassungsanspruch. Auf Änderungen der Rechtslage in Bezug auf Verbotsnormen ist in jeder Lage des Verfahrens Rücksicht zu nehmen. (T2)
  • 7 Ob 4/05x
    Entscheidungstext OGH 16.02.2005 7 Ob 4/05x
    Vgl auch; Beis wie T1 nur: Ein vorbeugender Unterlassungsanspruch wird bejaht, wenn ein Eingriff in eine fremde Rechtssphäre unmittelbar und konkret droht. (T3)
  • 4 Ob 103/06k
    Entscheidungstext OGH 12.07.2006 4 Ob 103/06k
    Beisatz: Für einen Unterlassungsanspruch materiell erforderlich sind Wiederholungsgefahr und Erstbegehungsgefahr. (T4)
    Veröff: SZ 2006/105
  • 3 Ob 127/06g
    Entscheidungstext OGH 13.09.2006 3 Ob 127/06g
    Auch; Beisatz: Der Unterlassungsanspruch setzt eine materielle Unterlassungspflicht und eine Begehungsgefahr voraus. (T5)
  • 4 Ob 227/06w
    Entscheidungstext OGH 20.03.2007 4 Ob 227/06w
    Auch; Veröff: SZ 2007/38
  • 4 Ob 148/07d
    Entscheidungstext OGH 13.11.2007 4 Ob 148/07d
  • 4 Ob 177/07v
    Entscheidungstext OGH 22.01.2008 4 Ob 177/07v
    Auch; Beis wie T2; Beisatz: Hier: UWG-Novelle 2007. (T6)
    Veröff: SZ 2008/7
  • 9 Ob 78/07x
    Entscheidungstext OGH 08.02.2008 9 Ob 78/07x
  • 9 ObA 104/07w
    Entscheidungstext OGH 07.02.2008 9 ObA 104/07w
    nur: Der Unterlassungsanspruch wird durch zwei Elemente konkretisiert: Eine Unterlassungspflicht und die Gefahr, dass dieser Unterlassungspflicht zuwidergehandelt wird. (T7)
  • 4 Ob 99/08z
    Entscheidungstext OGH 08.07.2008 4 Ob 99/08z
    Auch
  • 4 Ob 171/08p
    Entscheidungstext OGH 18.11.2008 4 Ob 171/08p
    Auch; Beis wie T5
  • 17 Ob 40/08v
    Entscheidungstext OGH 24.03.2009 17 Ob 40/08v
  • 4 Ob 34/09t
    Entscheidungstext OGH 12.05.2009 4 Ob 34/09t
    Auch; nur T7
    Veröff: SZ 2009/63
  • 4 Ob 50/10x
    Entscheidungstext OGH 11.05.2010 4 Ob 50/10x
    Auch; nur T7
  • 1 Ob 2/11t
    Entscheidungstext OGH 25.01.2011 1 Ob 2/11t
    Vgl auch
  • 1 Ob 147/11s
    Entscheidungstext OGH 01.09.2011 1 Ob 147/11s
    Auch
  • 9 ObA 56/11t
    Entscheidungstext OGH 30.04.2012 9 ObA 56/11t
    Vgl auch
  • 1 Ob 181/12t
    Entscheidungstext OGH 11.10.2012 1 Ob 181/12t
    Vgl auch; Beis wie T1; Beis wie T3
  • 2 Ob 173/12y
    Entscheidungstext OGH 29.05.2013 2 Ob 173/12y
    Auch; nur T7; Beis wie T1 nur: Die Geltendmachung von Unterlassungsansprüchen setzt zum einen entweder rechtsgeschäftliche Unterlassungspflichten oder rechtswidrige Eingriffe in geschützte Rechtsgüter voraus. (T8)
  • 7 Ob 109/13z
    Entscheidungstext OGH 02.10.2013 7 Ob 109/13z
  • 3 Ob 93/14v
    Entscheidungstext OGH 23.07.2014 3 Ob 93/14v
    Beisatz: Hier: Lärmimmissionen durch Hundegebell. (T9)
  • 1 Ob 150/14m
    Entscheidungstext OGH 18.09.2014 1 Ob 150/14m
    Auch; Beisatz: Hier: Unterlassungsanspruch der Servitutenklage. (T10)
  • 9 Ob 40/15w
    Entscheidungstext OGH 29.07.2015 9 Ob 40/15w
  • 5 Ob 130/15a
    Entscheidungstext OGH 25.08.2015 5 Ob 130/15a
    Auch; Beis ähnlich wie T1; Beis ähnlich wie T8
  • 7 Ob 81/16m
    Entscheidungstext OGH 06.07.2016 7 Ob 81/16m
  • 10 Ob 13/17k
    Entscheidungstext OGH 21.03.2017 10 Ob 13/17k
    Beis ähnlich wie T1; Beisatz: Die Möglichkeit einer vorbeugenden Unterlassungsklage besteht auch in einem Verbandsprozess gemäß § 28a KSchG. (T11)
    Beisatz: Hier: Ankündigung einer Bank, bei Kreditverträgen keine „Negativzinsen“ an Kreditnehmer zu zahlen. (T12); Veröff: SZ 2017/36
  • 8 Ob 101/16k
    Entscheidungstext OGH 30.05.2017 8 Ob 101/16k
    Vgl auch; Beis wie T1; Beis wie T11; Beisatz: Es kommt nicht darauf an, ob sich der beklagte Unternehmer bis zum Zeitpunkt des Schlusses der mündlichen Verhandlung erster Instanz bereits rechtswidrig verhalten hatte. Es genügt das Vorliegen einer Erstbegehungsgefahr, die vom Kläger zu behaupten und zu beweisen ist. (T13)
  • 1 Ob 211/17m
    Entscheidungstext OGH 29.11.2017 1 Ob 211/17m
    nur T7
  • 3 Ob 195/17y
    Entscheidungstext OGH 21.03.2018 3 Ob 195/17y
    nur T7
  • 1 Ob 124/18v
    Entscheidungstext OGH 03.04.2019 1 Ob 124/18v
    Auch; Beis wie T2
  • 5 Ob 18/19m
    Entscheidungstext OGH 21.05.2019 5 Ob 18/19m

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1994:RS0037660

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

28.06.2019

Dokumentnummer

JJR_19940712_OGH0002_0040OB00087_9400000_004

Rechtssatz für 4Ob89/94 4Ob87/94 4Ob10...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0037456

Geschäftszahl

4Ob89/94; 4Ob87/94; 4Ob106/94; 4Ob22/95; 4Ob6/00m; 4Ob278/00m; 4Ob244/01p; 7Ob199/01t; 7Ob4/05x; 4Ob5/05x; 6Ob172/07y; 9ObA104/07w; 4Ob99/08z; 4Ob171/08p; 4Ob34/09t; 5Ob98/10p; 4Ob164/10m; 4Ob205/11t; 7Ob109/13z

Entscheidungsdatum

12.07.1994

Norm

UWG §14 A1
ZPO §226 IIB12

Rechtssatz

Nach ständiger Rechtsprechung und ganz herrschender Ansicht ist die Begehungsgefahr, also die Gefahr, dass der Beklagte die zu untersagende Verletzungshandlung neuerlich oder erstmalig begehen werde, eine materiellrechtliche Voraussetzung für den Unterlassungsanspruch.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 89/94
    Entscheidungstext OGH 12.07.1994 4 Ob 89/94
  • 4 Ob 87/94
    Entscheidungstext OGH 12.07.1994 4 Ob 87/94
    Auch
  • 4 Ob 106/94
    Entscheidungstext OGH 04.10.1994 4 Ob 106/94
    Auch; Veröff: SZ 67/161
  • 4 Ob 22/95
    Entscheidungstext OGH 25.04.1995 4 Ob 22/95
    Auch
  • 4 Ob 6/00m
    Entscheidungstext OGH 15.02.2000 4 Ob 6/00m
    Vgl auch
  • 4 Ob 278/00m
    Entscheidungstext OGH 28.11.2000 4 Ob 278/00m
    Auch
  • 4 Ob 244/01p
    Entscheidungstext OGH 13.11.2001 4 Ob 244/01p
    Auch
  • 7 Ob 199/01t
    Entscheidungstext OGH 19.12.2001 7 Ob 199/01t
  • 7 Ob 4/05x
    Entscheidungstext OGH 16.02.2005 7 Ob 4/05x
  • 4 Ob 5/05x
    Entscheidungstext OGH 14.03.2005 4 Ob 5/05x
    Beisatz: Ob Wiederholungsgefahr besteht, ist nach der Sach- und Rechtslage bei Schluss der Verhandlung erster Instanz zu beurteilen. (T1)
  • 6 Ob 172/07y
    Entscheidungstext OGH 13.09.2007 6 Ob 172/07y
    Auch; Beis wie T1
  • 9 ObA 104/07w
    Entscheidungstext OGH 07.02.2008 9 ObA 104/07w
    Vgl auch; Beisatz: Allgemein wird ein Unterlassungsanspruch durch zwei Elemente konkretisiert, und zwar einerseits die Unterlassungspflicht und andererseits die Gefahr, dass dieser Unterlassungspflicht zuwidergehandelt wird. (T2)
  • 4 Ob 99/08z
    Entscheidungstext OGH 08.07.2008 4 Ob 99/08z
    Auch
  • 4 Ob 171/08p
    Entscheidungstext OGH 18.11.2008 4 Ob 171/08p
    Vgl; Beis wie T2
  • 4 Ob 34/09t
    Entscheidungstext OGH 12.05.2009 4 Ob 34/09t
    Vgl auch; Beis wie T2; Veröff: SZ 2009/63
  • 5 Ob 98/10p
    Entscheidungstext OGH 23.09.2010 5 Ob 98/10p
    Vgl; Beisatz: Der Unterlassungsanspruch setzt die Feststellung schon erfolgter Störungen oder doch zumindest die Gefahr künftiger Störungen voraus, denen mit vorbeugender Unterlassungsklage begegnet werden kann. (T3)
  • 4 Ob 164/10m
    Entscheidungstext OGH 15.12.2010 4 Ob 164/10m
    Vgl; Beis wie T1
  • 4 Ob 205/11t
    Entscheidungstext OGH 17.01.2012 4 Ob 205/11t
    Auch
  • 7 Ob 109/13z
    Entscheidungstext OGH 02.10.2013 7 Ob 109/13z

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1994:RS0037456

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

04.12.2013

Dokumentnummer

JJR_19940712_OGH0002_0040OB00089_9400000_001

Rechtssatz für 4Ob196/00b 4Ob171/06k 4...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0114366

Geschäftszahl

4Ob196/00b; 4Ob171/06k; 4Ob93/07s; 4Ob127/07s; 4Ob195/07s; 4Ob177/07v; 4Ob20/08g; 4Ob245/07v; 4Ob42/08t; 4Ob90/08a; 4Ob18/08p; 4Ob69/08p; 4Ob99/08z; 4Ob57/08y; 4Ob109/08w; 4Ob159/08y; 17Ob20/08b; 4Ob106/08d; 4Ob119/08s; 4Ob199/08f; 4Ob54/09h; 4Ob99/09a; 4Ob39/10d; 4Ob228/10y; 4Ob20/11m; 4Ob76/11x; 17Ob19/11k; 4Ob155/11i; 4Ob220/11y; 4Ob165/11k; 3Ob65/12y; 4Ob97/12m; 4Ob161/12y; 4Ob171/12v; 4Ob100/13d; 4Ob94/13x; 4Ob150/13g; 4Ob28/14t; 4Ob61/14w; 4Ob122/15t; 4Ob95/16y; 4Ob113/16w; 4Ob144/18g

Entscheidungsdatum

24.10.2000

Norm

UWG §1 D3a
UWG §1 Abs1 Z2 C10
UWG §2 A2
UWG §9a

Rechtssatz

In der Frage des Verständnisses der angesprochenen Verkehrskreise von Produkt- oder Verpackungsaufschriften, die einen Irrtum über die Herkunft ausschließen sollen, ist auf den Grad der Aufmerksamkeit des durchschnittlich informierten und verständigen Verbrauchers abzustellen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass der Aufmerksamkeitsgrad von der jeweiligen Situation, insbesondere von der Bedeutung der beworbenen Waren oder Dienstleistungen für den angesprochenen Verbraucher, abhängt und beispielsweise dort eher gering, also flüchtig sein wird, wo es um den Erwerb geringwertiger Gegenstände des täglichen Bedarfs geht. Handelt es sich hingegen bei den angebotenen Waren um solche von nicht unerheblichem Preis und einer nicht nur kurzen Lebensdauer, wird der an einem Erwerb interessierte, durchschnittlich informierte und verständige Verbraucher eine entsprechende Ankündigung in der Regel nicht nur flüchtig betrachten, sondern sich ihr mit normaler Aufmerksamkeit zuwenden; er wird einer Kaufentscheidung erfahrungsgemäß erst dann nähertreten, wenn er sich weiter informiert hat.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 196/00b
    Entscheidungstext OGH 24.10.2000 4 Ob 196/00b
    Veröff: SZ 73/161
  • 4 Ob 171/06k
    Entscheidungstext OGH 19.12.2006 4 Ob 171/06k
    Auch; Beisatz: Maßgebend für die Verkehrsauffassung ist das Verständnis eines durchschnittlich informierten und verständigen Adressaten der Werbung, der eine dem Anlass angemessene Aufmerksamkeit aufwendet. (T1)
    Veröff: SZ 2006/188
  • 4 Ob 93/07s
    Entscheidungstext OGH 22.05.2007 4 Ob 93/07s
    Auch; Beis wie T1; Beisatz: Hier: Irreführung nach § 2 UWG. (T2)
  • 4 Ob 127/07s
    Entscheidungstext OGH 10.07.2007 4 Ob 127/07s
    Beis wie T1
  • 4 Ob 195/07s
    Entscheidungstext OGH 13.11.2007 4 Ob 195/07s
    Auch; Beis wie T1
  • 4 Ob 177/07v
    Entscheidungstext OGH 22.01.2008 4 Ob 177/07v
    Auch; Beis wie T1; Beisatz: An diesem Beurteilungsmaßstab, der sich schon bisher an der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs zum europäischen Verbraucherleitbild orientierte, hat sich auch nach dem Inkrafttreten der UWG-Novelle 2007 nichts geändert. (T3)
    Veröff: SZ 2008/7
  • 4 Ob 20/08g
    Entscheidungstext OGH 11.03.2008 4 Ob 20/08g
  • 4 Ob 245/07v
    Entscheidungstext OGH 08.04.2008 4 Ob 245/07v
    Auch; Beis wie T3
  • 4 Ob 42/08t
    Entscheidungstext OGH 08.04.2008 4 Ob 42/08t
    Beis wie T2; Beis wie T3; Beisatz: Dass dabei auf den „durchschnittlichen" Vertreter der jeweils angesprochenen Gruppe - der „angesprochenen Verkehrskreise" im Sinn der bisherigen Rechtsprechung - abzustellen ist, versteht sich von selbst. (T4)
  • 4 Ob 90/08a
    Entscheidungstext OGH 10.06.2008 4 Ob 90/08a
    Auch; Beis wie T1
  • 4 Ob 18/08p
    Entscheidungstext OGH 20.05.2008 4 Ob 18/08p
    Auch; Beis wie T3
    Veröff: SZ 2008/66
  • 4 Ob 69/08p
    Entscheidungstext OGH 20.05.2008 4 Ob 69/08p
    Auch; Beisatz: Maßfigur für die lauterkeitsrechtliche Prüfung einer gegenüber Verbrauchern angewendeten Geschäftspraktik (§ 1 Abs 1 Z 2 UWG in der Fassung der UWG-Novelle 2007) ist ein angemessen gut unterrichteter und angemessen aufmerksamer und kritischer Durchschnittsverbraucher. Inhaltlich besteht gegenüber der jüngeren Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofs zu § 2 UWG in der Fassung vor der Novelle 2007 kein Unterschied, weil diese zuletzt stets auf eine situationsangepasste Aufmerksamkeit abgestellt hat. (T5)
  • 4 Ob 99/08z
    Entscheidungstext OGH 08.07.2008 4 Ob 99/08z
    Auch; Beis wie T3
  • 4 Ob 57/08y
    Entscheidungstext OGH 08.07.2008 4 Ob 57/08y
    Auch; Beisatz: Hier: Eltern als Verbraucher. (T6)
    Veröff: SZ 2008/96
  • 4 Ob 109/08w
    Entscheidungstext OGH 26.08.2008 4 Ob 109/08w
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T2; Beis wie T5
  • 4 Ob 159/08y
    Entscheidungstext OGH 23.09.2008 4 Ob 159/08y
    Auch; Beisatz: Dieser Maßstab hat auch für die lauterkeitsrechtliche Beurteilung der Ankündigung von Zugaben zu gelten. (T7)
  • 17 Ob 20/08b
    Entscheidungstext OGH 23.09.2008 17 Ob 20/08b
    Auch; Veröff: SZ 2008/136
  • 4 Ob 106/08d
    Entscheidungstext OGH 26.08.2008 4 Ob 106/08d
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T3
  • 4 Ob 119/08s
    Entscheidungstext OGH 14.10.2008 4 Ob 119/08s
    Auch; Beis ähnlich wie T1
  • 4 Ob 199/08f
    Entscheidungstext OGH 20.01.2009 4 Ob 199/08f
    Vgl; Beis wie T1
  • 4 Ob 54/09h
    Entscheidungstext OGH 29.09.2009 4 Ob 54/09h
    Auch
  • 4 Ob 99/09a
    Entscheidungstext OGH 23.02.2010 4 Ob 99/09a
    Vgl auch; Veröff: SZ 2010/14
  • 4 Ob 39/10d
    Entscheidungstext OGH 13.07.2010 4 Ob 39/10d
    Auch
  • 4 Ob 228/10y
    Entscheidungstext OGH 15.02.2011 4 Ob 228/10y
    Vgl; Beis wie T5
  • 4 Ob 20/11m
    Entscheidungstext OGH 23.03.2011 4 Ob 20/11m
    Auch; Beis wie T1; Beisatz: Dragon FX Garant ‑ Garantiezusage. (T8)
  • 4 Ob 76/11x
    Entscheidungstext OGH 05.07.2011 4 Ob 76/11x
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T5; Beisatz: Hier: „Bestpreisgarantie“ (T9)
  • 17 Ob 19/11k
    Entscheidungstext OGH 19.09.2011 17 Ob 19/11k
    Auch; Beis wie T1; Beisatz: Hier: „Zahnpflege aus der Wissenschaft ®“. (T10)
  • 4 Ob 155/11i
    Entscheidungstext OGH 22.11.2011 4 Ob 155/11i
    Auch; Beis wie T5; Beisatz: Richtet sich eine Werbeaussage an Fachkreise, ist deren Verkehrsauffassung maßgeblich. (T11)
  • 4 Ob 220/11y
    Entscheidungstext OGH 28.02.2012 4 Ob 220/11y
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T5
  • 4 Ob 165/11k
    Entscheidungstext OGH 28.02.2012 4 Ob 165/11k
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Bei einem Vergleich von Leistungen von Großschaden‑Gruppenversicherungen ist wegen der Wichtigkeit von einer hohen Aufmerksamkeit der Angesprochenen auszugehen. (T12)
  • 3 Ob 65/12y
    Entscheidungstext OGH 15.05.2012 3 Ob 65/12y
    Vgl; Beis wie T1
  • 4 Ob 97/12m
    Entscheidungstext OGH 18.09.2012 4 Ob 97/12m
    Vgl auch; Beis wie T1
  • 4 Ob 161/12y
    Entscheidungstext OGH 28.11.2012 4 Ob 161/12y
    Vgl auch
  • 4 Ob 171/12v
    Entscheidungstext OGH 19.03.2013 4 Ob 171/12v
    Auch
  • 4 Ob 100/13d
    Entscheidungstext OGH 18.06.2013 4 Ob 100/13d
    Vgl auch; Ähnlich Beis wie T12; Beisatz: Hier: Wegen der langfristigen Bindung an ein Versicherungsprodukt hohe Aufmerksamkeit eines durchschnittlich informierten und verständigen Verbrauchers. (T13)
  • 4 Ob 94/13x
    Entscheidungstext OGH 09.07.2013 4 Ob 94/13x
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T3; Ähnlich Beis wie T5
  • 4 Ob 150/13g
    Entscheidungstext OGH 17.12.2013 4 Ob 150/13g
    Vgl auch
  • 4 Ob 28/14t
    Entscheidungstext OGH 25.03.2014 4 Ob 28/14t
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T13
  • 4 Ob 61/14w
    Entscheidungstext OGH 17.09.2014 4 Ob 61/14w
    Auch; Beis wie T1
  • 4 Ob 122/15t
    Entscheidungstext OGH 20.10.2015 4 Ob 122/15t
    Auch; Beisatz: Je nach beworbenem Produkt oder beworbener Dienstleistung ist auch ein erhöhter Aufmerksamkeitsgrad zu unterstellen. (T14)
  • 4 Ob 95/16y
    Entscheidungstext OGH 24.05.2016 4 Ob 95/16y
    Auch; Beis wie T5
  • 4 Ob 113/16w
    Entscheidungstext OGH 24.05.2016 4 Ob 113/16w
    Auch; Beisatz: Hier: Wissen über Einrichtungen des Internets von Internetkunden. (T15)
  • 4 Ob 144/18g
    Entscheidungstext OGH 23.08.2018 4 Ob 144/18g
    Auch; Beis wie T5

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2000:RS0114366

Im RIS seit

23.11.2000

Zuletzt aktualisiert am

21.09.2018

Dokumentnummer

JJR_20001024_OGH0002_0040OB00196_00B0000_001

Rechtssatz für 4Ob177/07v 4Ob225/07b 4...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0123158

Geschäftszahl

4Ob177/07v; 4Ob225/07b; 4Ob20/08g; 4Ob245/07v; 4Ob42/08t; 4Ob27/08m; 4Ob18/08p; 4Ob69/08p; 4Ob51/08s; 4Ob37/08g; 4Ob99/08z; 4Ob57/08y; 4Ob109/08w; 17Ob20/08b; 4Ob127/08t; 4Ob122/08g; 4Ob156/08g; 4Ob178/08t; 4Ob188/08p; 4Ob26/09s; 4Ob174/09f; 4Ob39/10d; 4Ob40/11b; 4Ob88/11m; 4Ob12/11k; 4Ob76/12y; 4Ob87/12s; 4Ob58/14d; 6Ob169/15v; 4Ob235/15k; 4Ob254/15d; 4Ob66/17k; 4Ob81/17s; 2Ob155/16g; 10Ob14/18h; 4Ob241/17w; 5Ob33/18s; 6Ob140/18h; 8Ob24/18i; 1Ob124/18v

Entscheidungsdatum

22.01.2008

Norm

ABGB §5
KSchG §28
UWG §1 E
UWG §2 E
UWG §14 A1
UWG §14 A2
ZPO §503 E3

Rechtssatz

Wurde auf Grund eines vor Inkrafttreten der UWG-Novelle 2007 verwirklichten Lauterkeitsverstoßes ein Unterlassungstitel geschaffen, und hat während des Rechtsmittelverfahrens eine Rechtsänderung stattgefunden, ist die Berechtigung eines solchen Gebots auch am neuen Recht zu messen.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 177/07v
    Entscheidungstext OGH 22.01.2008 4 Ob 177/07v
    Veröff: SZ 2008/7
  • 4 Ob 225/07b
    Entscheidungstext OGH 11.03.2008 4 Ob 225/07b
    Beisatz: Daneben ist weiterhin erheblich, ob das beanstandete Verhalten auch zu jenem Zeitpunkt gegen das Lauterkeitsrecht verstieß, als es gesetzt wurde. Denn sonst läge kein Verstoß gegen eine Unterlassungspflicht vor, der die Wiederholungsgefahr indizierte. (T1); Veröff: SZ 2008/32
  • 4 Ob 20/08g
    Entscheidungstext OGH 11.03.2008 4 Ob 20/08g
  • 4 Ob 245/07v
    Entscheidungstext OGH 08.04.2008 4 Ob 245/07v
  • 4 Ob 42/08t
    Entscheidungstext OGH 08.04.2008 4 Ob 42/08t
    Ähnlich; Beis wie T1; Beisatz: Im Ergebnis ist ein Unterlassungsanspruch daher nur dann zu bejahen, wenn das beanstandete Verhalten sowohl gegen das alte als auch gegen das neue Recht verstößt. (T2); Beisatz: Hier: Verstoß gegen § 2 UWG. (T3)
  • 4 Ob 27/08m
    Entscheidungstext OGH 08.04.2008 4 Ob 27/08m
    Beis wie T2
  • 4 Ob 18/08p
    Entscheidungstext OGH 20.05.2008 4 Ob 18/08p
    Beis wie T1; Beis wie T2; Veröff: SZ 2008/66
  • 4 Ob 69/08p
    Entscheidungstext OGH 20.05.2008 4 Ob 69/08p
    Beis wie T2
  • 4 Ob 51/08s
    Entscheidungstext OGH 20.05.2008 4 Ob 51/08s
    Beis wie T2
  • 4 Ob 37/08g
    Entscheidungstext OGH 20.05.2008 4 Ob 37/08g
    Beis wie T1; Beis wie T2
  • 4 Ob 99/08z
    Entscheidungstext OGH 08.07.2008 4 Ob 99/08z
    Beis wie T1; Beis wie T2
  • 4 Ob 57/08y
    Entscheidungstext OGH 08.07.2008 4 Ob 57/08y
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T2; Veröff: SZ 2008/96
  • 4 Ob 109/08w
    Entscheidungstext OGH 26.08.2008 4 Ob 109/08w
    Beis wie T1; Beis wie T2
  • 17 Ob 20/08b
    Entscheidungstext OGH 23.09.2008 17 Ob 20/08b
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T2; Veröff: SZ 2008/136
  • 4 Ob 127/08t
    Entscheidungstext OGH 23.09.2008 4 Ob 127/08t
    Beis wie T1; Beis wie T2; Veröff: SZ 2008/132
  • 4 Ob 122/08g
    Entscheidungstext OGH 14.10.2008 4 Ob 122/08g
    Auch; Beis wie T2
  • 4 Ob 156/08g
    Entscheidungstext OGH 18.11.2008 4 Ob 156/08g
    Auch; Beis wie T2
  • 4 Ob 178/08t
    Entscheidungstext OGH 18.11.2008 4 Ob 178/08t
    Auch; Beis wie T2
  • 4 Ob 188/08p
    Entscheidungstext OGH 20.01.2009 4 Ob 188/08p
    Auch; Beis wie T2; Veröff: SZ 2009/6
  • 4 Ob 26/09s
    Entscheidungstext OGH 09.06.2009 4 Ob 26/09s
    Auch; Beis ähnlich wie T2
  • 4 Ob 174/09f
    Entscheidungstext OGH 19.01.2010 4 Ob 174/09f
    Beis wie T2
  • 4 Ob 39/10d
    Entscheidungstext OGH 13.07.2010 4 Ob 39/10d
    Vgl; Beis wie T2
  • 4 Ob 40/11b
    Entscheidungstext OGH 21.06.2011 4 Ob 40/11b
    Auch; Beis ähnlich wie T1; Beis ähnlich wie T3; Veröff: SZ 2011/75
  • 4 Ob 88/11m
    Entscheidungstext OGH 09.08.2011 4 Ob 88/11m
    Vgl auch
  • 4 Ob 12/11k
    Entscheidungstext OGH 20.09.2011 4 Ob 12/11k
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Ausführliche Erörterung zur (temporalen) Anwendbarkeit der Rom II-VO. (T4)
  • 4 Ob 76/12y
    Entscheidungstext OGH 10.07.2012 4 Ob 76/12y
    Auch; Beisatz: Eine Parallelprüfung nach altem Recht kann unterbleiben, wenn das beanstandete Verhalten nach Inkrafttreten des neuen Rechts fortgesetzt wurde. (T5)
  • 4 Ob 87/12s
    Entscheidungstext OGH 18.09.2012 4 Ob 87/12s
    Vgl
  • 4 Ob 58/14d
    Entscheidungstext OGH 23.04.2014 4 Ob 58/14d
    Auch; Beis wie T5; Beisatz: Nichts anderes kann gelten, wenn sich zwar nicht die lauterkeitsrechtliche Bestimmung, wohl aber die dem Rechtsbruchtatbestand zugrunde liegende Norm geändert hat. (T6)
    Beisatz: Auch hier ist ein Verbot nur möglich, wenn das beanstandete Verhalten auch nach neuer Rechtslage unzulässig ist. (T7)
  • 6 Ob 169/15v
    Entscheidungstext OGH 21.12.2015 6 Ob 169/15v
    Vgl auch; Beis wie T2; Beis wie T5; Beisatz: Diese Rechtsprechung kann auch auf Verbandsklagen zur AGB-Kontrolle übertragen werden (hier: Inkrafttreten des FAGG). (T8)
  • 4 Ob 235/15k
    Entscheidungstext OGH 27.01.2016 4 Ob 235/15k
    Auch; Beis wie T6; Beis wie T7
  • 4 Ob 254/15d
    Entscheidungstext OGH 30.03.2016 4 Ob 254/15d
    Auch; Beis wie T2; Veröff: SZ 2016/40
  • 4 Ob 66/17k
    Entscheidungstext OGH 24.08.2017 4 Ob 66/17k
    Auch; Beis wie T6; Beis wie T7
  • 4 Ob 81/17s
    Entscheidungstext OGH 26.09.2017 4 Ob 81/17s
    Auch
  • 2 Ob 155/16g
    Entscheidungstext OGH 14.12.2017 2 Ob 155/16g
    Auch; Beis wie T8
  • 10 Ob 14/18h
    Entscheidungstext OGH 14.03.2018 10 Ob 14/18h
    Vgl auch; Beis wie T8
  • 4 Ob 241/17w
    Entscheidungstext OGH 29.05.2018 4 Ob 241/17w
    Auch; Beis wie T5; Beis wie T6; Beis wie T7
  • 5 Ob 33/18s
    Entscheidungstext OGH 28.08.2018 5 Ob 33/18s
    Auch; Beis wie T8
  • 6 Ob 140/18h
    Entscheidungstext OGH 31.08.2018 6 Ob 140/18h
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T2; Beis wie T8
  • 8 Ob 24/18i
    Entscheidungstext OGH 25.01.2019 8 Ob 24/18i
    Ähnlich; Beis ähnlich wie T1; Beis wie T2; Beis wie T5; Beis ähnlich wie T7; Beis wie T8
  • 1 Ob 124/18v
    Entscheidungstext OGH 03.04.2019 1 Ob 124/18v
    Beis wie T2; Beis wie T8

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2008:RS0123158

Im RIS seit

21.02.2008

Zuletzt aktualisiert am

20.05.2019

Dokumentnummer

JJR_20080122_OGH0002_0040OB00177_07V0000_004

Rechtssatz für 4Ob225/07b 4Ob34/08s 4O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0123239

Geschäftszahl

4Ob225/07b; 4Ob34/08s; 4Ob48/08z; 4Ob27/08m; 4Ob37/08g; 4Ob99/08z; 4Ob113/08h; 4Ob105/08g; 4Ob118/08v; 4Ob139/08g; 4Ob128/08i; 4Ob161/08t; 4Ob156/08g; 4Ob167/08z; 4Ob211/08w; 4Ob199/08f; 4Ob223/08k; 4Ob40/09z; 4Ob10/09p; 4Ob55/09f; 4Ob229/08t; 4Ob30/09d; 4Ob152/09w; 4Ob154/09i; 4Ob14/10b; 4Ob99/09a; 4Ob137/09i; 4Ob56/10d; 4Ob123/10g; 4Ob121/10p; 4Ob164/10m; 17Ob14/10y; 4Ob57/11b; 4Ob40/11b; 4Ob100/11a; 4Ob125/11b; 4Ob103/11t; 4Ob67/11y; 4Ob1/12v; 4Ob215/11p; 4Ob130/12i; 4Ob87/12s; 4Ob158/12g; 4Ob209/12g; 4Ob1/13w; 4Ob20/13i; 4Ob57/13f; 3Ob115/13b; 4Ob42/13z; 4Ob166/13k; 4Ob58/14d; 4Ob86/14x; 4Ob95/14w; 4Ob94/14y; 4Ob59/14a; 4Ob142/14g; 4Ob145/14y; 4Ob61/14w; 4Ob205/14x; 4Ob234/14m; 4Ob34/15a; 4Ob93/15b; 4Ob204/15a; 4Ob254/15d; 4Ob57/16k; 4Ob119/16b; 4Ob47/16i; 4Ob133/16m; 4Ob161/16d; 4Ob221/16b; 4Ob53/16x; 4Ob45/17x; 4Ob58/17h; 4Ob66/17k; 4Ob96/17x; 4Ob230/17b; 4Ob48/18i; 4Ob241/17w; 4Ob14/18i; 4Ob138/18z; 4Ob36/18z

Entscheidungsdatum

11.03.2008

Norm

UWG §1 Abs1 Z1 D5a
UWG §1 5d
UWG §14 A1

Rechtssatz

Ein Verstoß gegen eine nicht dem Lauterkeitsrecht im engeren Sinn zuzuordnende generelle Norm ist (nur) dann als unlautere Geschäftspraktik oder als sonstige unlautere Handlung im Sinne von § 1 Abs 1 Z 1 UWG in der Fassung der UWG-Novelle 2007 zu werten, wenn die Norm nicht auch mit guten Gründen in einer Weise ausgelegt werden kann, dass sie dem beanstandeten Verhalten nicht entgegensteht. Der Unterlassungsanspruch setzt ferner voraus, dass das beanstandete Verhalten geeignet ist, den Wettbewerb zum Nachteil von rechtstreuen Mitbewerbern nicht bloß unerheblich zu beeinflussen.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 225/07b
    Entscheidungstext OGH 11.03.2008 4 Ob 225/07b
    Bem: Mit ausführlicher Begründung und Auseinandersetzung mit der Rechtsprechung vor der UWG-Novelle 2007. (T1)
    Veröff: SZ 2008/32
  • 4 Ob 34/08s
    Entscheidungstext OGH 11.03.2008 4 Ob 34/08s
    Auch
  • 4 Ob 48/08z
    Entscheidungstext OGH 08.04.2008 4 Ob 48/08z
  • 4 Ob 27/08m
    Entscheidungstext OGH 08.04.2008 4 Ob 27/08m
  • 4 Ob 37/08g
    Entscheidungstext OGH 20.05.2008 4 Ob 37/08g
  • 4 Ob 99/08z
    Entscheidungstext OGH 08.07.2008 4 Ob 99/08z
  • 4 Ob 113/08h
    Entscheidungstext OGH 08.07.2008 4 Ob 113/08h
  • 4 Ob 105/08g
    Entscheidungstext OGH 26.08.2008 4 Ob 105/08g
    Auch; nur: Der Unterlassungsanspruch setzt ferner voraus, dass das beanstandete Verhalten geeignet ist, den Wettbewerb zum Nachteil von rechtstreuen Mitbewerbern nicht bloß unerheblich zu beeinflussen. (T2)
  • 4 Ob 118/08v
    Entscheidungstext OGH 26.08.2008 4 Ob 118/08v
    nur: Ein Verstoß gegen eine nicht dem Lauterkeitsrecht im engeren Sinn zuzuordnende generelle Norm ist (nur) dann als unlautere Geschäftspraktik oder als sonstige unlautere Handlung im Sinne von § 1 Abs 1 Z 1 UWG in der Fassung der UWG-Novelle 2007 zu werten, wenn die Norm nicht auch mit guten Gründen in einer Weise ausgelegt werden kann, dass sie dem beanstandeten Verhalten nicht entgegensteht. (T3)
  • 4 Ob 139/08g
    Entscheidungstext OGH 26.08.2008 4 Ob 139/08g
    Veröff: SZ 2008/116
  • 4 Ob 128/08i
    Entscheidungstext OGH 23.09.2008 4 Ob 128/08i
    Auch
  • 4 Ob 161/08t
    Entscheidungstext OGH 14.10.2008 4 Ob 161/08t
    Auch; nur T3
  • 4 Ob 156/08g
    Entscheidungstext OGH 18.11.2008 4 Ob 156/08g
    nur T3
  • 4 Ob 167/08z
    Entscheidungstext OGH 18.11.2008 4 Ob 167/08z
  • 4 Ob 211/08w
    Entscheidungstext OGH 24.02.2009 4 Ob 211/08w
    Vgl auch; Beisatz: Missbrauch der marktbeherrschenden Stellung fällt in die lauterkeitsrechtliche Fallgruppe Wettbewerbsvorsprung durch Rechtsbruch. (T4)
    Bem: Der ursprünglich versehentlich aufgenommene Beisatz T5 wurde mangels inhaltlichen Bezugs zum Rechtssatz gelöscht; siehe nunmehr Beisatz T4 zur RS0107622 (T5)
  • 4 Ob 199/08f
    Entscheidungstext OGH 20.01.2009 4 Ob 199/08f
    Auch
  • 4 Ob 223/08k
    Entscheidungstext OGH 24.02.2009 4 Ob 223/08k
  • 4 Ob 40/09z
    Entscheidungstext OGH 09.06.2009 4 Ob 40/09z
  • 4 Ob 10/09p
    Entscheidungstext OGH 21.04.2009 4 Ob 10/09p
    Beisatz: Hier: § 4 Abs 2 BB-GmbH-Gesetz. (T6)
  • 4 Ob 55/09f
    Entscheidungstext OGH 12.05.2009 4 Ob 55/09f
    Auch; nur T3
  • 4 Ob 229/08t
    Entscheidungstext OGH 24.03.2009 4 Ob 229/08t
    Veröff: SZ 2009/32
  • 4 Ob 30/09d
    Entscheidungstext OGH 14.07.2009 4 Ob 30/09d
    Auch; Beisatz: Die Beklagte durfte die Regelungen der GewO 1994 mit guten Gründen so verstehen, dass die in ihrem Heimatstaat (Belgien) ausgeführte Dienstleistung nicht den österreichischen Gewerberechtsvorschriften unterliegt. (T7)
  • 4 Ob 152/09w
    Entscheidungstext OGH 29.09.2009 4 Ob 152/09w
    Auch; nur T3
  • 4 Ob 154/09i
    Entscheidungstext OGH 19.01.2010 4 Ob 154/09i
    Veröff: SZ 2010/1
  • 4 Ob 14/10b
    Entscheidungstext OGH 23.02.2010 4 Ob 14/10b
    Beisatz: Maßgebend für die Beurteilung der Vertretbarkeit einer Rechtsauffassung sind der eindeutige Wortlaut und Zweck der angeblich übertretenen Norm sowie gegebenenfalls die Rechtsprechung der Gerichtshöfe des öffentlichen Rechts und eine beständige Praxis von Verwaltungsbehörden. (T8)
    Beisatz: Hier: Werbeverbot nach § 11 TabakG. (T9)
  • 4 Ob 99/09a
    Entscheidungstext OGH 23.02.2010 4 Ob 99/09a
    Vgl; Beisatz: Hier: Unzulässige Klausel in AGB eines Mobilfunkanbieters. (T10)
    Veröff: SZ 2010/14
  • 4 Ob 137/09i
    Entscheidungstext OGH 20.04.2010 4 Ob 137/09i
    Auch; nur T3; Beisatz: Hier: Tabakwerbung. (T11)
  • 4 Ob 56/10d
    Entscheidungstext OGH 08.06.2010 4 Ob 56/10d
    Beis wie T8; Beisatz: Hier: Berechtigung zur Durchführung von „Verkehrscoaching“ iSv § 24 FSG. (T12)
  • 4 Ob 123/10g
    Entscheidungstext OGH 13.07.2010 4 Ob 123/10g
    Vgl auch; Beis wie T8; Beisatz: Hier: Ladenöffnungszeiten: § 5 Abs 2 ÖZG 2003; § 7 Abs 1 Z 2 sbg ÖZ‑VO 2008. (T13)
  • 4 Ob 121/10p
    Entscheidungstext OGH 13.07.2010 4 Ob 121/10p
    Beisatz: Hier: Verbot der Werbung mit dem Leistungsumfang der Sozialversicherungsträger. (T14)
    Beis wie T8; Beisatz: Der Vertretbarkeitsstandard hat auch bei der Verletzung von Pflichten aus einem sozialversicherungsrechtlichen Gesamtvertrag zu gelten. (T15)
  • 4 Ob 164/10m
    Entscheidungstext OGH 15.12.2010 4 Ob 164/10m
    Auch; Bem wie T1; Beisatz: Hier: §§ 13, 13a TabakG. (T16)
  • 17 Ob 14/10y
    Entscheidungstext OGH 16.02.2011 17 Ob 14/10y
    Auch; nur T3; Beisatz: Hier: § 7 Abs 1 AMG. (T17)
  • 4 Ob 57/11b
    Entscheidungstext OGH 10.05.2011 4 Ob 57/11b
    Veröff: SZ 2011/61
  • 4 Ob 40/11b
    Entscheidungstext OGH 21.06.2011 4 Ob 40/11b
    Vgl auch; Beisatz: Bei einem Verstoß gegen das Durchführungsverbot nach Art 108 Abs 3 AEUV kommt es nicht auf die Vertretbarkeit der zugrunde liegenden Rechtsauffassung an. (T18)
    Veröff: SZ 2011/75
  • 4 Ob 100/11a
    Entscheidungstext OGH 09.08.2011 4 Ob 100/11a
    Vgl; Beisatz: Ist Gegenstand der Klage ein vom Vergaberecht erfasstes Verhalten des Auftraggebers oder eines Mitbieters, ist § 341 Abs 2 BVerG 2006 über die Zulässigkeit des Rechtswegs zu beachten, siehe RS0127139. (T19)
    Veröff: SZ 2011/102
  • 4 Ob 125/11b
    Entscheidungstext OGH 19.10.2011 4 Ob 125/11b
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Verstoß gegen § 1 Abs 1 GlücksspielG. (T20)
  • 4 Ob 103/11t
    Entscheidungstext OGH 22.11.2011 4 Ob 103/11t
    Beisatz: Hier: Reisebürogewerbe nach § 126 Abs 1 Z 1 GewO. (T21)
  • 4 Ob 67/11y
    Entscheidungstext OGH 19.10.2011 4 Ob 67/11y
    Auch; Beis wie T8; Beisatz: Der Vertretbarkeitsmaßstab ist grundsätzlich auch bei der Beurteilung privatwirtschaftlichen Verhaltens der öffentlichen Hand anzulegen (sofern kein Verstoß gegen das Durchführungsverbot nach § 108 Abs 3 AEUV vorliegt). (T22)
  • 4 Ob 1/12v
    Entscheidungstext OGH 28.02.2012 4 Ob 1/12v
    Auch; nur T3; Beisatz: Hier: § 1 Satz 1 BuchpreisbindungsG. (T23)
  • 4 Ob 215/11p
    Entscheidungstext OGH 28.02.2012 4 Ob 215/11p
    Auch; nur T3; Beisatz: Hier: Art 5 der Werberichtlinie der Zahnärztekammer nach § 35 Abs 5 ZahnärzteG. (T24)
  • 4 Ob 130/12i
    Entscheidungstext OGH 18.09.2012 4 Ob 130/12i
    nur T3
  • 4 Ob 87/12s
    Entscheidungstext OGH 18.09.2012 4 Ob 87/12s
    Vgl; Beisatz: Hier: Zahnärztevorbehalt nach § 4 ZÄG. (T25)
  • 4 Ob 158/12g
    Entscheidungstext OGH 18.10.2012 4 Ob 158/12g
    Beis wie T8; Beisatz: Hier: §§ 10a, 11 Apothekenbetriebsordnung - ABO 2005. (T26)
  • 4 Ob 209/12g
    Entscheidungstext OGH 17.12.2012 4 Ob 209/12g
    nur T3; Beis wie T8; Beisatz: Hier: Konzessionspflicht nach dem Kraftfahrliniengesetz ‑ KflG. (T27)
  • 4 Ob 1/13w
    Entscheidungstext OGH 12.02.2013 4 Ob 1/13w
    Auch; Veröff: SZ 2013/16
  • 4 Ob 20/13i
    Entscheidungstext OGH 12.02.2013 4 Ob 20/13i
    nur T3; Beis wie T8
  • 4 Ob 57/13f
    Entscheidungstext OGH 27.08.2013 4 Ob 57/13f
    Vgl auch; Gegenteilig Beis wie T23; Bem: Änderung der Rechtsprechung zum BPrBG. (T28)
    Beisatz: Bei Verstößen gegen das BPrBG kommt eine Einordnung in die Fallgruppe „Wettbewerbsvorspruch durch Rechtsbruch“ nicht in Betracht. Es kommt daher nicht auf die Vertretbarkeit der Rechtsansicht an. Zu prüfen ist, ob ein Verstoß vorliegt. (T29)
  • 3 Ob 115/13b
    Entscheidungstext OGH 21.08.2013 3 Ob 115/13b
    Auch; Beis wie T8
  • 4 Ob 42/13z
    Entscheidungstext OGH 27.08.2013 4 Ob 42/13z
    Vgl
  • 4 Ob 166/13k
    Entscheidungstext OGH 22.10.2013 4 Ob 166/13k
    Beis wie T8; Beis wie T25
  • 4 Ob 58/14d
    Entscheidungstext OGH 23.04.2014 4 Ob 58/14d
    Beis wie T8; Beisatz: Hier: § 5 Abs 5 lit a Z 3 und § 5 Abs 5 lit b Z 3 GSpG. (T30)
  • 4 Ob 86/14x
    Entscheidungstext OGH 24.06.2014 4 Ob 86/14x
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T20; Beis ähnlich wie T30
  • 4 Ob 95/14w
    Entscheidungstext OGH 24.06.2014 4 Ob 95/14w
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Verletzung der Offenlegung des Konzernabschlusses nach § 277 iVm § 280 UGB. (T31)
  • 4 Ob 94/14y
    Entscheidungstext OGH 24.06.2014 4 Ob 94/14y
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Marktschreierische Anpreisung anwaltlicher Leistungen als Verstoß gegen die standesrechtliche Verpflichtung nach § 43 Abs 3 lit a RL-BA. (T32)
  • 4 Ob 59/14a
    Entscheidungstext OGH 24.06.2014 4 Ob 59/14a
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Verstoß gegen § 5 Abs 1 Z 1, 4, 5 und 6 ECG. (T33)
  • 4 Ob 142/14g
    Entscheidungstext OGH 17.09.2014 4 Ob 142/14g
    Vgl auch; Beis wie T25
  • 4 Ob 145/14y
    Entscheidungstext OGH 21.10.2014 4 Ob 145/14y
  • 4 Ob 61/14w
    Entscheidungstext OGH 17.09.2014 4 Ob 61/14w
    Beisatz: Hier: Verstoß gegen § 119 GewO. (T34)
  • 4 Ob 205/14x
    Entscheidungstext OGH 18.11.2014 4 Ob 205/14x
  • 4 Ob 234/14m
    Entscheidungstext OGH 17.02.2015 4 Ob 234/14m
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Verstoß gegen § 153 Abs 3 ASVG. (T35)
  • 4 Ob 34/15a
    Entscheidungstext OGH 11.08.2015 4 Ob 34/15a
    nur T3; Beisatz: Hier: Qualifizierung der vertriebenen Vitalpilz-Kapseln als Nahrungsergänzungsmittel iSv § 3 Z 4 LMSVG bzw Art 2 lit a der Richtlinie 2002/46/EG und daher Verstoß gegen § 3 Abs 2 NEMV bei deren Vertrieb. (T36)
  • 4 Ob 93/15b
    Entscheidungstext OGH 11.08.2015 4 Ob 93/15b
    Beisatz: Hier: § 5 TirSSG. (T37)
  • 4 Ob 204/15a
    Entscheidungstext OGH 17.11.2015 4 Ob 204/15a
    Vgl auch; Beis wie T25
  • 4 Ob 254/15d
    Entscheidungstext OGH 30.03.2016 4 Ob 254/15d
    Beisatz: Hier: Standesrechtliche Werbebeschränkungen der Zahnärzte. (T38); Veröff: SZ 2016/40
  • 4 Ob 57/16k
    Entscheidungstext OGH 20.04.2016 4 Ob 57/16k
    Auch; Beisatz: Hier: Verstoß gegen § 26 iVm § 73 MMHmG. (T39)
  • 4 Ob 119/16b
    Entscheidungstext OGH 15.06.2016 4 Ob 119/16b
    Auch; Beisatz: Hier: Eintragung in die Verteidigerliste iSd § 39 Abs 3 dritter Satz StPO aF iVm § 516 Abs 4 StPO. (T40)
  • 4 Ob 47/16i
    Entscheidungstext OGH 12.07.2016 4 Ob 47/16i
    Vgl auch
  • 4 Ob 133/16m
    Entscheidungstext OGH 30.08.2016 4 Ob 133/16m
    Auch
  • 4 Ob 161/16d
    Entscheidungstext OGH 22.11.2016 4 Ob 161/16d
    Auch; Beis wie T8
  • 4 Ob 221/16b
    Entscheidungstext OGH 22.11.2016 4 Ob 221/16b
    Auch; Beis wie T8
  • 4 Ob 53/16x
    Entscheidungstext OGH 20.12.2016 4 Ob 53/16x
    Auch; Beis ähnlich wie T8
  • 4 Ob 45/17x
    Entscheidungstext OGH 28.03.2017 4 Ob 45/17x
    Auch; Beisatz: Gründet bereits das lauterkeitsrechtliche Unwerturteil auf einem Verstoß gegen die berufliche Sorgfalt, ist die Berufung auf vertretbare Rechtsansicht ausgeschlossen. (T41)
  • 4 Ob 58/17h
    Entscheidungstext OGH 30.05.2017 4 Ob 58/17h
    Auch; Beis wie T39; Beisatz: Kein Verstoß gegen Art 10 DL‑RL. (T42)
  • 4 Ob 66/17k
    Entscheidungstext OGH 24.08.2017 4 Ob 66/17k
    Auch
  • 4 Ob 96/17x
    Entscheidungstext OGH 21.12.2017 4 Ob 96/17x
    Beis wie T8
  • 4 Ob 230/17b
    Entscheidungstext OGH 23.01.2018 4 Ob 230/17b
    Auch; Beis wie T8
  • 4 Ob 48/18i
    Entscheidungstext OGH 22.03.2018 4 Ob 48/18i
  • 4 Ob 241/17w
    Entscheidungstext OGH 29.05.2018 4 Ob 241/17w
    Auch
  • 4 Ob 14/18i
    Entscheidungstext OGH 17.07.2018 4 Ob 14/18i
    Auch; Beis wie T8; Beisatz: Darauf, ob der Verstoß auch "subjektiv vorwerfbar" ist, kommt es seit der UWG Novelle 2007 nicht mehr an. (T43)
  • 4 Ob 138/18z
    Entscheidungstext OGH 23.08.2018 4 Ob 138/18z
  • 4 Ob 36/18z
    Entscheidungstext OGH 23.08.2018 4 Ob 36/18z
    Auch; Beisatz: Der Vertretbarkeitsstandard gilt grundsätzlich auch bei einem Verstoß gegen Normen des sekundären Unionsrechts, es sei denn, die übertretene Norm dient dem Schutz der Mitbewerber gegen Eingriffe des Staates in den Leistungswettbewerb und damit ähnlichen Zielen wie das Lauterkeitsrecht; diesfalls verlangt der unionsrechtliche Effektivitätsgrundsatz, vom Vertretbarkeitsstandard abzusehen. (T44); Beisatz: Hier: Verstoß gegen die VO 304/2011/EU (BauprodukteVO). (T45)

Schlagworte

Wettbewerbsvorsprung durch Rechtsbruch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2008:RS0123239

Im RIS seit

10.04.2008

Zuletzt aktualisiert am

07.11.2018

Dokumentnummer

JJR_20080311_OGH0002_0040OB00225_07B0000_001

Rechtssatz für 4Ob42/08t 4Ob99/08z 4Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0123292

Geschäftszahl

4Ob42/08t; 4Ob99/08z; 4Ob109/08w; 17Ob20/08b; 4Ob122/08g; 4Ob158/08a; 4Ob156/08g; 4Ob163/08m; 4Ob178/08t; 4Ob188/08p; 4Ob199/08f; 4Ob189/09m; 4Ob174/09f; 4Ob159/09z; 4Ob106/10g; 4Ob118/10x; 4Ob111/10t; 4Ob233/10h; 4Ob112/11s; 4Ob76/12y; 4Ob127/12y; 4Ob97/12m; 4Ob116/12f; 4Ob202/12b; 4Ob29/13p; 4Ob68/13y; 4Ob149/13k; 4Ob18/14x; 4Ob67/14b; 4Ob94/14y; 4Ob129/14w; 4Ob137/14x; 4Ob107/15m; 4Ob122/15t; 4Ob200/15p; 4Ob108/16k; 4Ob96/17x; 4Ob198/17x; 4Ob136/17d; 4Ob169/17g; 4Ob130/18y

Entscheidungsdatum

08.04.2008

Norm

UWG §2 A4
UWG §2 A4
UWG §2 E

Rechtssatz

Sowohl nach der Rechtslage vor als auch nach der UWG-Novelle 2007 ist beim Irreführungstatbestand zu prüfen, (a) wie ein durchschnittlich informierter und verständiger Interessent für das Produkt, der eine dem Erwerb solcher Produkte angemessene Aufmerksamkeit aufwendet, die strittige Ankündigung versteht, (b) ob dieses Verständnis den Tatsachen entspricht, und ob (c) eine nach diesem Kriterium unrichtige Angabe geeignet ist, den Kaufinteressenten zu einer geschäftlichen Entscheidung zu veranlassen, die er sonst nicht getroffen hätte.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 42/08t
    Entscheidungstext OGH 08.04.2008 4 Ob 42/08t
  • 4 Ob 99/08z
    Entscheidungstext OGH 08.07.2008 4 Ob 99/08z
  • 4 Ob 109/08w
    Entscheidungstext OGH 26.08.2008 4 Ob 109/08w
  • 17 Ob 20/08b
    Entscheidungstext OGH 23.09.2008 17 Ob 20/08b
    Veröff: SZ 2008/136
  • 4 Ob 122/08g
    Entscheidungstext OGH 14.10.2008 4 Ob 122/08g
  • 4 Ob 158/08a
    Entscheidungstext OGH 14.10.2008 4 Ob 158/08a
    Vgl auch; Beisatz: Vgl RS0124259. (T1)
  • 4 Ob 156/08g
    Entscheidungstext OGH 18.11.2008 4 Ob 156/08g
  • 4 Ob 163/08m
    Entscheidungstext OGH 18.11.2008 4 Ob 163/08m
    Veröff: SZ 2008/166
  • 4 Ob 178/08t
    Entscheidungstext OGH 18.11.2008 4 Ob 178/08t
  • 4 Ob 188/08p
    Entscheidungstext OGH 20.01.2009 4 Ob 188/08p
    Auch; Beisatz: Hier: Erwerb von Wertpapieren. (T2); Veröff: SZ 2009/6
  • 4 Ob 199/08f
    Entscheidungstext OGH 20.01.2009 4 Ob 199/08f
  • 4 Ob 189/09m
    Entscheidungstext OGH 16.12.2009 4 Ob 189/09m
    Vgl auch; Beisatz: Irreführung über den Umfang der angebotenen Leistungen (T3)
  • 4 Ob 174/09f
    Entscheidungstext OGH 19.01.2010 4 Ob 174/09f
  • 4 Ob 159/09z
    Entscheidungstext OGH 20.04.2010 4 Ob 159/09z
    Vgl
  • 4 Ob 106/10g
    Entscheidungstext OGH 08.06.2010 4 Ob 106/10g
    Vgl auch
  • 4 Ob 118/10x
    Entscheidungstext OGH 31.08.2010 4 Ob 118/10x
  • 4 Ob 111/10t
    Entscheidungstext OGH 09.11.2010 4 Ob 111/10t
  • 4 Ob 233/10h
    Entscheidungstext OGH 23.03.2011 4 Ob 233/10h
  • 4 Ob 112/11s
    Entscheidungstext OGH 17.01.2012 4 Ob 112/11s
  • 4 Ob 76/12y
    Entscheidungstext OGH 10.07.2012 4 Ob 76/12y
    Beisatz: Hier: Erhebungsergebnisse der Media-Analyse. (T4)
  • 4 Ob 127/12y
    Entscheidungstext OGH 18.09.2012 4 Ob 127/12y
    Beisatz: Einem Unternehmen kann im Regelfall nicht unterstellt werden, eine von vornherein unwirksame Werbung zu betreiben, also letztlich unsinnige Ankündigungen zu machen. (T5)
    Beisatz: Hier: Reisen exklusiv für Klubmitglieder ‑ Kundenbindung. (T6)
  • 4 Ob 97/12m
    Entscheidungstext OGH 18.09.2012 4 Ob 97/12m
    Vgl; Beis wie T5
  • 4 Ob 116/12f
    Entscheidungstext OGH 28.11.2012 4 Ob 116/12f
  • 4 Ob 202/12b
    Entscheidungstext OGH 28.11.2012 4 Ob 202/12b
  • 4 Ob 29/13p
    Entscheidungstext OGH 23.05.2013 4 Ob 29/13p
    Beis wie T5; Veröff: SZ 2013/51
  • 4 Ob 68/13y
    Entscheidungstext OGH 09.07.2013 4 Ob 68/13y
  • 4 Ob 149/13k
    Entscheidungstext OGH 17.12.2013 4 Ob 149/13k
  • 4 Ob 18/14x
    Entscheidungstext OGH 17.02.2014 4 Ob 18/14x
  • 4 Ob 67/14b
    Entscheidungstext OGH 20.05.2014 4 Ob 67/14b
    Vgl auch
  • 4 Ob 94/14y
    Entscheidungstext OGH 24.06.2014 4 Ob 94/14y
  • 4 Ob 129/14w
    Entscheidungstext OGH 21.10.2014 4 Ob 129/14w
    Beisatz: Hier: Berechnung von Kennzahlen für den Werbewert aus nicht übereinstimmenden Erhebungszeiträumen. (T7)
  • 4 Ob 137/14x
    Entscheidungstext OGH 21.10.2014 4 Ob 137/14x
    Beisatz: Hier: Werbung für Tarife für mobiles Internet. (T8)
  • 4 Ob 107/15m
    Entscheidungstext OGH 11.08.2015 4 Ob 107/15m
    Beisatz: Hier: Suggerierte angebliche Exklusivität von Vorzugspreisen. (T9)
  • 4 Ob 122/15t
    Entscheidungstext OGH 20.10.2015 4 Ob 122/15t
    Beisatz: Hier: Werbung mit Druckauflage. (T10)
  • 4 Ob 200/15p
    Entscheidungstext OGH 17.11.2015 4 Ob 200/15p
    Beis wie T5; Beisatz: Hier: Optiker des Jahres. (T11)
  • 4 Ob 108/16k
    Entscheidungstext OGH 12.07.2016 4 Ob 108/16k
    Beisatz: Hier: Werbung für Preisnachlässe. (T12)
  • 4 Ob 96/17x
    Entscheidungstext OGH 21.12.2017 4 Ob 96/17x
  • 4 Ob 198/17x
    Entscheidungstext OGH 23.01.2018 4 Ob 198/17x
  • 4 Ob 136/17d
    Entscheidungstext OGH 20.02.2018 4 Ob 136/17d
  • 4 Ob 169/17g
    Entscheidungstext OGH 22.03.2018 4 Ob 169/17g
    Auch
  • 4 Ob 130/18y
    Entscheidungstext OGH 17.07.2018 4 Ob 130/18y
    Vgl; Beis wie T5

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2008:RS0123292

Im RIS seit

08.05.2008

Zuletzt aktualisiert am

31.08.2018

Dokumentnummer

JJR_20080408_OGH0002_0040OB00042_08T0000_003

Entscheidungstext 4Ob99/08z

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Fundstelle

wbl 2008,505/241 - wbl 2008/241 = ÖBL-LS 2008/178 = ÖBL-LS 2008/179 = ÖBL-LS 2008/181 = ÖBL-LS 2008/183 = ÖBl 2009/11 S 71 (Mildner) - ÖBl 2009,71 (Mildner) - Fahrschulgruppe = HS 39.194

Geschäftszahl

4Ob99/08z

Entscheidungsdatum

08.07.2008

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat durch den Senatspräsidenten Dr. Zechner als Vorsitzenden und die Hofrätin Dr. Schenk sowie die Hofräte Dr. Vogel, Dr. Jensik und Dr. Musger als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei Ing. Harald G*****, Fahrschulinhaber, *****, vertreten durch Ferner Hornung & Partner Rechtsanwälte GmbH in Salzburg, gegen die beklagte Partei Ing. Gerwin M*****, Fahrschulinhaber, *****, vertreten durch Dr. Peter Rosenthal, Rechtsanwalt in Salzburg, wegen Unterlassung und Urteilsveröffentlichung (Streitwert im Sicherungsverfahren 60.000 EUR), über den außerordentlichen Revisionsrekurs des Beklagten gegen den Beschluss des Oberlandesgerichts Linz vom 17. April 2008, GZ 11 R 11/08d-12, mit welchem der Beschluss des Landesgerichts Salzburg vom 21. Februar 2008, GZ 3 Cg 250/07g-6, bestätigt wurde, den

Beschluss

gefasst:

Spruch

Dem außerordentlichen Revisionsrekurs wird teilweise Folge gegeben.

Der angefochtene Beschluss wird teils bestätigt und teils dahin abgeändert, dass die Entscheidung insgesamt wie folgt lautet:

„Einstweilige Verfügung:

Zur Sicherung des Anspruchs auf Unterlassung irreführender Geschäftspraktiken wird dem Beklagten ab sofort bis zur rechtskräftigen Erledigung des Rechtsstreits über die Unterlassungsklage verboten, im geschäftlichen Verkehr zur Irreführung geeignete Angaben dadurch zu tätigen, dass er auf seiner Website Ausbildungen mit Preisangaben für andere Führerscheinklassen als die Führerscheinklasse B in einer Art und Weise auflistet, durch die bei den angesprochenen Verkehrskreisen der unrichtige Eindruck erweckt wird, diese Leistungen könnten in der Fahrschule des Beklagten in Anspruch genommen werden.

Das Mehrbegehren, dem Beklagten zu untersagen, Anmeldungen für Führerscheinkurse für andere Fahrzeugklassen als die Fahrzeugklasse B anzunehmen oder solche Kurse anzukündigen, anzubieten oder durchzuführen, ohne hiefür über die erforderliche Bewilligung nach § 108 Abs 3 KFG zu verfügen, wird abgewiesen."

Der Kläger hat die Hälfte seiner Kosten des Sicherungsverfahrens aller drei Instanzen endgültig und die andere Hälfte dieser Kosten vorläufig selbst zu tragen.

Der Kläger ist schuldig, dem Beklagten binnen 14 Tagen einen mit 2.529,45 EUR bestimmten Anteil an den Kosten des Sicherungsverfahrens aller drei Instanzen (darin 421,57 EUR Umsatzsteuer) zu ersetzen.

Text

Begründung:

 

Die Parteien betreiben Fahrschulen im Land Salzburg. Der Beklagte hat sich mit anderen Fahrschulbetreibern zu einer Gruppe zusammengeschlossen, die unter einer gemeinsamen Dachmarke auftritt. Nicht alle Fahrschulen bieten Ausbildungen für alle Führerscheinklassen an; der Beklagte verfügt nur über die Bewilligung zur Ausbildung für die Führerscheinklasse B.

Auf der Website der Fahrschulgruppe wurden alle in den Fahrschulen angeboten Ausbildungskurse genannt, ohne sie den einzelnen Fahrschulen zuzuordnen. Insbesondere wurde nicht darauf hingewiesen, dass der Beklagte in seiner Fahrschule nur Kurse für die Führerscheinklasse B durchführt.

Eine Kundin meldete sich in der Fahrschule des Beklagten zu einem Kurs für die Führerscheinklasse A an. Eine Mitarbeiterin nahm die Anmeldung und eine Anzahlung entgegen. Sie wies die Kundin darauf hin, dass die Kurse an einem anderen Standort stattfinden würden, legte aber nicht offen, dass es sich dabei um eine andere Fahrschule handeln würde.

Zur Sicherung seines inhaltsgleichen Unterlassungsanspruchs beantragt der Kläger, dem Beklagten zu untersagen, im geschäftlichen Verkehr

a. zur Irreführung geeignete Angaben dadurch zu tätigen, dass er auf seiner Webseite Ausbildungen mit Preisangabe für andere Führerscheinklassen als die Führerscheinklasse B in einer Art und Weise aufliste, wodurch bei den angesprochenen Verkehrskreisen der unrichtige Eindruck erweckt werde, diese Leistungen könnten in der Fahrschule des Beklagten in Anspruch genommen werden;

b. Anmeldungen für Führerscheinkurse für andere Fahrzeugklassen als die Fahrzeugklasse B anzunehmen oder diese anzukündigen, anzubieten oder durchzuführen, ohne hiefür über die dafür erforderliche Bewilligung nach § 108 Abs 3 KFG zu verfügen.

Der Beklagte erwecke durch die Gestaltung der Website den irreführenden Eindruck, auch zur Ausbildung für andere Klassen als die Führerscheinklasse B berechtigt zu sein. Weiters habe er durch das Annehmen der Anmeldungen und das Anbieten der Kurse für die Gruppe A auch gegen § 108 Abs 3 KFG 1967 verstoßen (Wettbewerbsvorsprung durch Rechtsbruch).

Der Beklagte wendet ein, keinen Unterricht für die Führerscheinklasse A angeboten oder durchgeführt zu haben. Seine Mitarbeiterin habe lediglich im Rahmen einer Kooperationsvereinbarung mit den übrigen zur Gruppe gehörenden Fahrschulen ein erstes Informations- und Beratungsgespräch mit der Kundin geführt und dabei ausdrücklich darauf hingewiesen, dass der Ausbildungskurs an einem anderen Standort durchgeführt werde. Die Anmeldung habe sie im Interesse der Kundin entgegengenommen und weitergeleitet. Die strittige Website erfasse alle zur Gruppe gehörenden Fahrschulen. Aus ihr gehe nicht hervor, dass die Ausbildung für die Führerscheinklasse A auch „am Betriebsstandort" des Beklagten möglich sei. Im Übrigen bedürfe nur das Ausbilden zur Erlangung einer Lenkberechtigung der behördlichen Bewilligung, nicht aber das Entgegennehmen von Anmeldungen und die Weiterleitung von Anzahlungen.

Das Erstgericht erließ die einstweilige Verfügung. Der Beklagte habe irreführend iSv § 2 UWG idF der Novelle 2007 gehandelt, indem er Anmeldungen für Führerscheinkurse anderer Klassen als der Klasse B „angeboten" und angenommen habe, ohne dabei offen zu legen, dass ihm die Befähigung dafür fehle und daher eine andere Fahrschule Vertragspartner des Kunden werde.

Das Rekursgericht bestätigte diese Entscheidung und sprach aus, dass der Wert des Entscheidungsgegenstands 20.000 EUR übersteige und der ordentliche Revisionsrekurs nicht zulässig sei. Das vor Inkrafttreten der UWG-Novelle 2007 gesetzte Verhalten verstoße sowohl nach alter als auch nach neuer Rechtslage gegen das lauterkeitsrechtliche Irreführungsverbot. Eine allgemeinere Fassung des Verbots sei erforderlich, um die Umgehung nicht allzu leicht zu machen.

Rechtliche Beurteilung

Der gegen diese Entscheidung gerichtete außerordentliche Revisionsrekurs des Beklagten ist zulässig, weil die Vorinstanzen nicht zwischen den auf unterschiedliche Rechtsgründe gestützten Teilbegehren des Klägers unterschieden haben. Er ist auch teilweise berechtigt.

1. Das beanstandete Verhalten wurde vor dem Inkrafttreten der UWG-Novelle 2007 (BGBl I 2007/79) gesetzt. Nach der Rechtsprechung des Senats (4 Ob 177/07v = MR 2008, 111 - Das beste Wachstum; 4 Ob 225/07b = MR 2008, 114 - Stadtrundfahrten, RIS-Justiz RS0123158) ist für die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs daher sowohl die alte als auch die neue Rechtslage maßgebend: Ein Verbot kann nur erlassen oder bestätigt werden, wenn das darin umschriebene Verhalten auch nach der neuen Rechtslage unlauter ist. Ein vor Inkrafttreten der Novelle gesetztes Verhalten begründet nur dann die Vermutung der Wiederholungsgefahr, wenn es schon zu diesem Zeitpunkt rechtswidrig war. Im Ergebnis ist ein Unterlassungsanspruch daher nur dann zu bejahen, wenn das beanstandete Verhalten sowohl gegen das alte als auch gegen das neue Recht verstieß bzw verstößt.

2. Punkt a. des Sicherungsantrags richtet sich gegen irreführende Werbung auf der Website der Fahrschulgruppe, der der Beklagte angehört. Er hat nicht bestritten, für diesen Internetauftritt zumindest mitverantwortlich zu sein. Die Vorinstanzen haben richtig erkannt, dass die Gestaltung dieses Auftritts gegen das lauterkeitsrechtliche Irreführungsverbot verstieß (§§ 528a, 510 Abs 3 Satz 2 ZPO).

2.1. Sowohl nach der Rechtslage vor als auch nach der UWG-Novelle 2007 ist beim Irreführungstatbestand zu prüfen, (a) wie ein durchschnittlich informierter und verständiger Interessent, der eine dem dem jeweiligen Anlass angemessene Aufmerksamkeit aufwendet (RIS-Justiz RS0114366), die strittige Ankündigung versteht, (b) ob dieses Verständnis den Tatsachen entspricht, und ob (c) eine nach diesem Kriterium unrichtige Angabe geeignet ist, den Kaufinteressenten zu einer geschäftlichen Entscheidung zu veranlassen, die er sonst nicht getroffen hätte (4 Ob 42/08t mwN).

2.2. Auch ein maßstabgerechter Verbraucher wird aus der Gestaltung des Internetauftritts ableiten, dass die dort genannten Kurse in allen beteiligten Fahrschulen angeboten würden. Das kann ihn dazu veranlassen, sich näher mit der Fahrschule des Beklagten zu befassen (RIS-Justiz RS0078296), während er sonst möglicherweise eine andere Fahrschule gewählt hätte. Die Relevanz des Irrtums wäre zwar zu verneinen, wenn er vor dem Geschäftsabschluss aufgeklärt würde und nicht die Gefahr bestünde, dass das ursprünglich beabsichtigte oder ein anderes Geschäft dennoch abgeschlossen wird (4 Ob 2338/96v = ÖBl 1997, 172 - D-Schulen). Das trifft hier aber nicht zu. Denn wenn ein Interessent aufgrund des irreführenden Internetauftritts das Büro des Beklagten aufsucht, ist es durchaus wahrscheinlich, dass er sich dort für einen Fahrschulkurs bei einer zur Gruppe des Beklagten gehörenden Fahrschule entscheidet, ohne (nochmals) das Angebot anderer Fahrschulen zu prüfen.

Der Internetauftritt des Beklagten war somit eine irreführende Angabe iSv § 2 UWG idF vor der Novelle 2007; er ist eine irreführende Geschäftspraktik iSv § 2 UWG idgF. Anhaltspunkte dafür, dass er trotz des irreführenden Charakters nicht zur wesentlichen Beeinflussung eines durchschnittlichen Verbrauchers geeignet gewesen wäre oder dass er trotzdem den Erfordernissen der beruflichen Sorgfalt entsprochen hätte, sind - so diese Fragen aus gemeinschaftsrechtlicher Sicht überhaupt von Bedeutung sein können - nicht erkennbar (4 Ob 42/08t).

2.3. Auch die Formulierung des Spruchs ist nicht zu beanstanden. Das missbilligte Verhalten wird darin konkret umschrieben; der im Revisionsrekurs behauptete überschießende Charakter liegt nicht vor. Die vom Beklagten vorgeschlagene Formulierung (Verbot der Auflistung von Kursen ohne deutlichen Hinweis, dass der Beklagte in seiner Fahrschule nur Kurse der Gruppe B anbiete) ist jener des Sicherungsantrags im Kern gleichwertig.

3. Das mit Punkt b. des Sicherungsantrags angestrebte Verbot, Anmeldungen für Führerscheinkurse für andere Fahrzeugklassen als die Klasse B anzunehmen oder diese anzukündigen, anzubieten oder durchzuführen, stützt der Kläger ausschließlich auf das Fehlen der Bewilligung nach § 108 Abs 3 KFG 1967. Anspruchsgrundlage ist daher § 1 UWG idF vor der Novelle 2007 bzw § 1 Abs 1 Z 1 UWG idgF, und zwar die lauterkeitsrechtliche Fallgruppe Wettbewerbsvorsprung durch Rechtsbruch, nicht aber eine damit allenfalls verbundene Irreführung des Publikums. Die Vorinstanzen haben sich mit dieser Anspruchsgrundlage nicht auseinandergesetzt.

3.1. Ein Verstoß gegen eine nicht dem Lauterkeitsrecht im engeren Sinn zuzuordnende generelle Norm ist (nur) dann als unlautere Geschäftspraktik oder als sonstige unlautere Handlung iSv § 1 Abs 1 Z 1 UWG idF der UWG-Novelle 2007 zu werten, wenn die Norm nicht auch mit guten Gründen in einer Weise ausgelegt werden kann, dass sie dem beanstandeten Verhalten nicht entgegensteht. Der Unterlassungsanspruch setzt ferner voraus, dass das beanstandete Verhalten geeignet ist, den Wettbewerb zum Nachteil von rechtstreuen Mitbewerbern nicht bloß unerheblich zu beeinflussen (4 Ob 225/07b = MR 2008, 114 - Stadtrundfahrten; RIS-Justiz RS0123239). Maßgebend für die Beurteilung der Vertretbarkeit sind der eindeutige Wortlaut und Zweck der angeblich übertretenen Norm sowie gegebenenfalls die Rechtsprechung der Gerichtshöfe des öffentlichen Rechts und eine beständige Praxis von Verwaltungsbehörden (4 Ob 225/07b mwN; 4 Ob 34/08s; 4 Ob 48/08z).

3.2. Nach § 108 Abs 3 KFG 1967 bedürfen die Errichtung einer Fahrschule und die Verlegung ihres Standorts der Bewilligung der Bezirksverwaltungsbehörde. Der Betrieb darf erst aufgenommen werden, wenn die Bezirksverwaltungsbehörde die Genehmigung hiezu erteilt hat. In der Bewilligung ist anzuführen, für welche Klassen und Unterklassen von Kraftfahrzeugen gemäß § 2 Abs 1 und 2 FSG Lenker ausgebildet werden dürfen. Offenkundiger Zweck dieser Bestimmung ist es, durch ein Bewilligungssystem die Qualität der Fahrschulausbildung zu sichern.

3.3. Aus Wortlaut und Zweck von § 108 Abs 3 KFG 1967 folgt zwar die Unzulässigkeit des Durchführens von Kursen, die nicht von der jeweiligen Fahrschulbewilligung gedeckt sind. Denn dadurch würde eine Fahrschule außerhalb des durch die Bewilligung vorgegebenen Rahmens betrieben; die Qualität der Ausbildung wäre insofern nicht sichergestellt.

Der Revisionsrekurs zeigt allerdings zutreffend auf, dass der Beklagte bisher kein solches Verhalten gesetzt hat. Denn es ist nur bescheinigt, dass er eine diesbezügliche Anmeldung für eine andere Fahrschule seiner Gruppe entgegengenommen hat. Es liegen auch keine Anhaltspunkte dafür vor, dass der Beklagte in naher Zukunft Fahrschulkurse für nicht von seiner Bewilligung gedeckte Kurse anbieten könnte. Der Sicherungsantrag muss daher in Bezug auf das Durchführen von Kursen am Fehlen der Wiederholungs- oder Erstbegehungsgefahr scheitern (RIS-Justiz RS0037660, RS0037456).

3.4. Dass es einer Fahrschule untersagt wäre, Kurse anzukündigen oder anzubieten, die tatsächlich von anderen Fahrschulen durchgeführt werden, lässt sich aus § 108 Abs 3 KFG 1967 nicht mit der nötigen Eindeutigkeit (4 Ob 225/07b) ableiten.

Aus dem Wortlaut dieser Bestimmung ergibt sich ein solches Verbot nicht. Auch ihr oben dargestellter Zweck fordert nur, dass das Durchführen der Ausbildung von der jeweiligen Bewilligung gedeckt ist. Das bloße Anbieten oder Ankündigen von Kursen, die tatsächlich in anderen, dazu befugten Fahrschulen durchgeführt werden, gefährdet die Qualität der Ausbildung nicht. Das KFG 1967 enthält auch keine § 1 Abs 4 GewO 1994 vergleichbare Bestimmung, wonach das „Anbieten" einer unter ein Gewerbe fallenden Leistung dem tatsächlichen Ausüben dieses Gewerbes gleichzuhalten ist. Auf die Frage, wie in diesem Zusammenhang der Begriff des Anbietens zu verstehen ist, kommt es daher nicht an (vgl dazu 4 Ob 171/07m = wbl 2008, 100 - Passfotos mwN).

Der Beklagte konnte daher in vertretbarer Weise annehmen, dass § 108 Abs 3 KFG 1967 das Anbieten oder Ankündigen von Kursen, die von der Fahrschulbewilligung nicht gedeckt sind, nicht verbietet, wenn die Kurse tatsächlich in einer anderen, dazu befugten Fahrschule durchgeführt werden. Gleiches gilt für die Entgegennahme von Anmeldungen, die an die andere Fahrschule weitergeleitet werden.

3.3. Das Anbieten und Ankündigen einer scheinbar eigenen Leistung, die tatsächlich von einem anderen Unternehmen erbracht wird, kann zwar unter Umständen eine irreführende Geschäftspraktik iSv § 2 UWG bilden. Darauf hat der Kläger das hier erörterte Teilbegehren aber nicht gestützt. Zudem wird dieser Unrechtsgehalt ohnehin weitgehend durch das Verbot der irreführenden Gestaltung der Website abgedeckt.

4. Aus diesen Gründen ist die angefochtene Entscheidung zu bestätigen, soweit sie sich auf die Gestaltung der Website bezieht. Das Mehrbegehren ist abzuweisen.

5. Die Kostenentscheidung gründet sich auf § 393 Abs 1 EO, für den Zuspruch an den Beklagten iVm §§ 43 Abs 1, 50 ZPO. Der Beklagte hat den Sicherungsantrag zur Hälfte abgewehrt; er hat daher Anspruch auf die Hälfte seiner im Sicherungsverfahren angefallenen Kosten. Für den zusammen mit der Berufung ausgeführten Rekurs gebühren allerdings nur 50 % Einheitssatz.

Textnummer

E88012

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2008:0040OB00099.08Z.0708.000

Im RIS seit

07.08.2008

Zuletzt aktualisiert am

14.05.2012

Dokumentnummer

JJT_20080708_OGH0002_0040OB00099_08Z0000_000