Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 7Ob650/56 1Ob29/80 1Ob7...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0049554

Geschäftszahl

7Ob650/56; 1Ob29/80; 1Ob703/83; 8Ob626/84; 1Ob583/85; 1Ob6/89; 7Ob628/89; 7Ob686/89; 7Ob701/89; 1Ob38/92 (1Ob39/92); 1Ob512/96; 1Ob53/97v; 6Ob230/98m; 1Ob13/99i; 9Ob26/00i; 7Ob271/01f; 1Ob295/03v; 7Ob239/04d; 10Ob18/05b; 9Ob18/08z; 4Ob94/08i; 9Ob46/10w; 1Ob100/13g; 8Ob39/13p; 4Ob253/16h; 1Ob14/17s; 9Ob77/17i; 4Ob53/18z; 3Ob40/18f; 5Ob57/18w; 4Ob21/19w; 6Ob107/19g

Entscheidungsdatum

09.01.1957

Norm

ABGB §523 A
ABGB §851 Abs2
AllgGAG §3

Rechtssatz

Der Mappendarstellung kommt nicht die Bedeutung einer bücherlichen Eintragung zu. Sie ist nur dazu bestimmt, die Lage der Liegenschaften zu veranschaulichen.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 650/56
    Entscheidungstext OGH 09.01.1957 7 Ob 650/56
  • 1 Ob 29/80
    Entscheidungstext OGH 12.11.1980 1 Ob 29/80
  • 1 Ob 703/83
    Entscheidungstext OGH 10.10.1983 1 Ob 703/83
    Veröff: SZ 56/141
  • 8 Ob 626/84
    Entscheidungstext OGH 21.03.1985 8 Ob 626/84
  • 1 Ob 583/85
    Entscheidungstext OGH 22.05.1985 1 Ob 583/85
  • 1 Ob 6/89
    Entscheidungstext OGH 05.04.1989 1 Ob 6/89
    Veröff: SZ 62/59
  • 7 Ob 628/89
    Entscheidungstext OGH 20.07.1989 7 Ob 628/89
  • 7 Ob 686/89
    Entscheidungstext OGH 09.11.1989 7 Ob 686/89
    Beisatz: Das Vertrauen auf die Darstellung der Grenze wird daher nicht geschützt. Maßgeblich ist der in der Natur festzustellende Verlauf. (T1)
  • 7 Ob 701/89
    Entscheidungstext OGH 25.01.1990 7 Ob 701/89
    Auch; Beisatz: Maßgeblich sind nicht die Papiergrenzen, sondern die Naturgrenzen. (T2)
    Veröff: RZ 1990/65 S 150
  • 1 Ob 38/92
    Entscheidungstext OGH 29.01.1993 1 Ob 38/92
    Auch; Beis wie T1
    Veröff: SZ 66/11 = EvBl 1993/193 S 810
  • 1 Ob 512/96
    Entscheidungstext OGH 22.08.1996 1 Ob 512/96
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T2
    Veröff: SZ 69/187
  • 1 Ob 53/97v
    Entscheidungstext OGH 24.06.1997 1 Ob 53/97v
    Auch; Beis wie T1
  • 6 Ob 230/98m
    Entscheidungstext OGH 20.05.1999 6 Ob 230/98m
    Vgl auch; Beis wie T1; Beis wie T2; Beisatz: Maßgeblich ist der in der Natur festzustellende Verlauf der Grenzen. Solche "natürlichen Grenzen" können in den Almregionen und im Gebirge beispielsweise ein Grat (Wasserscheide), ein Bach in der Talsohle oder, wie der Kläger im Verfahren erster Instanz selbst noch vorgebracht hat, sonstige auffällige Gegebenheiten in der Natur (Felsen, Bäume, Berggipfel, Bergrücken, unterschiedliche Kulturgattungen, Schlucht usw) bilden. Die Frage der rechtlichen Beurteilung der Mappengrenzen gehört zur rechtlichen Beurteilung. (T3)
  • 1 Ob 13/99i
    Entscheidungstext OGH 29.06.1999 1 Ob 13/99i
    nur: Die Mappendarstellung ist nur dazu bestimmt, die Lage der Liegenschaft zu veranschaulichen. (T4)
    Beisatz: Die Grundbuchsmappe macht daher keinen Beweis über die Größe und die Grenzen der Grundstücke. (T5)
  • 9 Ob 26/00i
    Entscheidungstext OGH 12.07.2000 9 Ob 26/00i
    Auch; Beis wie T1
  • 7 Ob 271/01f
    Entscheidungstext OGH 07.12.2001 7 Ob 271/01f
    Auch; Beis wie T1
  • 1 Ob 295/03v
    Entscheidungstext OGH 12.08.2004 1 Ob 295/03v
    Auch; Veröff: SZ 2004/120
  • 7 Ob 239/04d
    Entscheidungstext OGH 16.02.2005 7 Ob 239/04d
    Beis wie T1
  • 10 Ob 18/05b
    Entscheidungstext OGH 27.09.2005 10 Ob 18/05b
    Auch; Beis ähnlich wie T2
  • 9 Ob 18/08z
    Entscheidungstext OGH 10.04.2008 9 Ob 18/08z
  • 4 Ob 94/08i
    Entscheidungstext OGH 08.07.2008 4 Ob 94/08i
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T2; Beis wie T5
  • 9 Ob 46/10w
    Entscheidungstext OGH 27.04.2011 9 Ob 46/10w
    Beis wie T1
  • 1 Ob 100/13g
    Entscheidungstext OGH 19.09.2013 1 Ob 100/13g
    Auch
  • 8 Ob 39/13p
    Entscheidungstext OGH 28.10.2013 8 Ob 39/13p
    Auch; Beisatz: Für den Grenzverlauf ist nicht die Grundbuchsmappe, sondern der Wille der Parteien, der sich vor allem in sichtbaren „natürlichen Grenzen“ manifestieren kann, entscheidend. (T6)
  • 4 Ob 253/16h
    Entscheidungstext OGH 20.12.2016 4 Ob 253/16h
    Auch; Beis wie T1; Beisatz: Gilt nicht, wenn die betroffene Grenze im Grenzkataster eingetragen ist. (T7)
  • 1 Ob 14/17s
    Entscheidungstext OGH 16.03.2017 1 Ob 14/17s
    Auch
  • 9 Ob 77/17i
    Entscheidungstext OGH 30.01.2018 9 Ob 77/17i
  • 4 Ob 53/18z
    Entscheidungstext OGH 22.03.2018 4 Ob 53/18z
  • 3 Ob 40/18f
    Entscheidungstext OGH 21.03.2018 3 Ob 40/18f
    Beis wie T1; Beis wie T2; Beis wie T7
  • 5 Ob 57/18w
    Entscheidungstext OGH 03.10.2018 5 Ob 57/18w
    Beis wie T1; nur T4
  • 4 Ob 21/19w
    Entscheidungstext OGH 25.04.2019 4 Ob 21/19w
    Beis wie T2; Beis wie T4; Beisatz: Für die Maßgeblichkeit der Naturgrenzen kommt es auf deren Akzeptanz durch die Parteien nicht an. (T8)
  • 6 Ob 107/19g
    Entscheidungstext OGH 24.10.2019 6 Ob 107/19g
    Auch; Beisatz: Hier: Dies gilt auch für die digitale Katastermappe. (T9)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1957:RS0049554

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

16.12.2019

Dokumentnummer

JJR_19570109_OGH0002_0070OB00650_5600000_002

Rechtssatz für 3Ob394/61 7Ob305/62 5Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0049559

Geschäftszahl

3Ob394/61; 7Ob305/62; 5Ob333/64; 8Ob504/78; 1Ob29/80; 8Ob626/84; 6Ob656/87; 7Ob628/89; 1Ob38/92 (1Ob39/92); 1Ob512/96; 1Ob53/97v; 4Ob266/97i; 6Ob12/98b; 6Ob230/98m; 7Ob239/04d; 10Ob18/05b; 9Ob18/08z; 4Ob94/08i; 6Ob102/08f; 6Ob256/10f; 1Ob181/14w; 1Ob77/16d; 2Ob22/17z; 1Ob14/17s; 9Ob34/17s; 9Ob77/17i

Entscheidungsdatum

18.10.1961

Norm

ABGB §523 A
ZPO §272 A
AllgGAG §3

Rechtssatz

Die Grundbuchmappe beurkundet nicht die Grenze; sie ist nur ein Beweismittel wie jedes anderes.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 394/61
    Entscheidungstext OGH 18.10.1961 3 Ob 394/61
  • 7 Ob 305/62
    Entscheidungstext OGH 24.10.1962 7 Ob 305/62
  • 5 Ob 333/64
    Entscheidungstext OGH 21.01.1965 5 Ob 333/64
  • 8 Ob 504/78
    Entscheidungstext OGH 17.05.1978 8 Ob 504/78
    nur: Die Grundbuchmappe beurkundet nicht die Grenze. (T1)
    Veröff: SZ 51/64
  • 1 Ob 29/80
    Entscheidungstext OGH 12.11.1980 1 Ob 29/80
    Auch
  • 8 Ob 626/84
    Entscheidungstext OGH 21.03.1985 8 Ob 626/84
    Auch
  • 6 Ob 656/87
    Entscheidungstext OGH 12.11.1987 6 Ob 656/87
    Beisatz: Erst durch die Eintragung der Grundstücke im Grenzkataster wird die "Papiergrenze" verbindlich. (T2)
  • 7 Ob 628/89
    Entscheidungstext OGH 20.07.1989 7 Ob 628/89
    nur T1
  • 1 Ob 38/92
    Entscheidungstext OGH 29.01.1993 1 Ob 38/92
    Auch; nur T1; Beisatz: Die Behauptung eines bestimmten Grenzverlaufs kann weder durch Grundbuchsauszüge noch durch Mappenkopien bewiesen werden. (T3)
    Veröff: SZ 66/11 = EvBl 1993/193 S 810
  • 1 Ob 512/96
    Entscheidungstext OGH 22.08.1996 1 Ob 512/96
    Auch; Beis wie T3; Veröff: SZ 69/187
  • 1 Ob 53/97v
    Entscheidungstext OGH 24.06.1997 1 Ob 53/97v
    Auch; Beis wie T3
  • 4 Ob 266/97i
    Entscheidungstext OGH 23.09.1997 4 Ob 266/97i
    Vgl auch; Veröff: SZ 70/185
  • 6 Ob 12/98b
    Entscheidungstext OGH 29.01.1998 6 Ob 12/98b
    Beis wie T3
  • 6 Ob 230/98m
    Entscheidungstext OGH 20.05.1999 6 Ob 230/98m
    Vgl auch; Beisatz: Die Frage, wo die natürliche Grenze verläuft, ist eine Frage der Würdigung aller Beweise einschließlich der Katastermappe und Grundbuchsmappe sowie eine Frage der Feststellung von Tatsachen. Dazu gehört auch die Frage der Kulturgattungen. (T4)
  • 7 Ob 239/04d
    Entscheidungstext OGH 16.02.2005 7 Ob 239/04d
    Auch
  • 10 Ob 18/05b
    Entscheidungstext OGH 27.09.2005 10 Ob 18/05b
    Auch
  • 9 Ob 18/08z
    Entscheidungstext OGH 10.04.2008 9 Ob 18/08z
    Auch; Beis wie T4
  • 4 Ob 94/08i
    Entscheidungstext OGH 08.07.2008 4 Ob 94/08i
    Beis wie T3
  • 6 Ob 102/08f
    Entscheidungstext OGH 05.06.2008 6 Ob 102/08f
    Beis wie T2; Beis wie T4
  • 6 Ob 256/10f
    Entscheidungstext OGH 28.01.2011 6 Ob 256/10f
    Vgl; nur T2
  • 1 Ob 181/14w
    Entscheidungstext OGH 22.01.2015 1 Ob 181/14w
    Vgl auch; Beisatz: Nach § 8 Z 1 VermG erbringt der Grenzkataster den verbindlichen Nachweis für die darin enthaltenen Grundstücksgrenzen. (T5)
  • 1 Ob 77/16d
    Entscheidungstext OGH 24.05.2016 1 Ob 77/16d
    Auch; Beis wie T4
  • 2 Ob 22/17z
    Entscheidungstext OGH 23.02.2017 2 Ob 22/17z
    Vgl
  • 1 Ob 14/17s
    Entscheidungstext OGH 16.03.2017 1 Ob 14/17s
  • 9 Ob 34/17s
    Entscheidungstext OGH 28.06.2017 9 Ob 34/17s
    Vgl auch; Beis wie T4 nur: Die Frage, wo die natürliche Grenze verläuft, ist eine Frage der Würdigung aller Beweise sowie eine Frage der Feststellung von Tatsachen. (T6)
  • 9 Ob 77/17i
    Entscheidungstext OGH 30.01.2018 9 Ob 77/17i
    Vgl auch; Beis wie T4

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1961:RS0049559

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

10.04.2018

Dokumentnummer

JJR_19611018_OGH0002_0030OB00394_6100000_001

Rechtssatz für 7Ob214/71 (7Ob215/71) 6O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0009792

Geschäftszahl

7Ob214/71 (7Ob215/71); 6Ob70/75; 4Ob609/75 (4Ob610/75); 3Ob516/78; 8Ob508/79; 1Ob7/80; 6Ob600/82; 1Ob720/82; 1Ob502/83; 7Ob528/86; 7Ob1735/95; 9Ob2020/96s; 1Ob512/96; 1Ob229/97a; 2Ob104/98b; 1Ob75/06w; 9Ob18/08z; 5Ob36/10w; 9Ob64/09s; 2Ob11/10x; 7Ob180/10m; 1Ob177/11b; 6Ob63/13b; 3Ob24/14x; 1Ob137/14z; 1Ob38/15t; 1Ob10/15z; 10Ob14/15d; 1Ob98/15s; 1Ob168/16m; 4Ob21/19w

Entscheidungsdatum

15.12.1971

Norm

ABGB §288
ABGB §312
ABGB §1460

Rechtssatz

Die Ersitzung des Eigentumsrechtes setzt Alleinbesitz voraus (Klang Komm VI, 577; GlUNF 5319 und 5920). Das Abmähen des Grases einer Wegparzelle genügt jedenfalls nicht für die Annahme eines Alleinbesitzes.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 214/71
    Entscheidungstext OGH 15.12.1971 7 Ob 214/71
    Veröff: SZ 44/190
  • 6 Ob 70/75
    Entscheidungstext OGH 04.09.1975 6 Ob 70/75
  • 4 Ob 609/75
    Entscheidungstext OGH 04.11.1975 4 Ob 609/75
    Beisatz: Wohl aber die Vornahme aller "bäuerlichen Nutzungen" wie Weidenlassen, Mähen, Heuen, Rünsten, Laubsammeln, Aufforsten und im Rahmen des möglichen Holzschlägern. (T1)
  • 3 Ob 516/78
    Entscheidungstext OGH 21.02.1979 3 Ob 516/78
  • 8 Ob 508/79
    Entscheidungstext OGH 10.05.1979 8 Ob 508/79
    nur: Die Ersitzung des Eigentumsrechtes setzt Alleinbesitz voraus. (T2)
  • 1 Ob 7/80
    Entscheidungstext OGH 30.04.1980 1 Ob 7/80
    nur T2
  • 6 Ob 600/82
    Entscheidungstext OGH 31.03.1982 6 Ob 600/82
    nur T2
  • 1 Ob 720/82
    Entscheidungstext OGH 15.09.1982 1 Ob 720/82
    Auch; nur T2
  • 1 Ob 502/83
    Entscheidungstext OGH 24.01.1983 1 Ob 502/83
    Auch; nur T2; Beisatz: hier: Benützung eines Gewässerteils durch Errichtung einer Bootshütte. (T3)
  • 7 Ob 528/86
    Entscheidungstext OGH 03.04.1986 7 Ob 528/86
  • 7 Ob 1735/95
    Entscheidungstext OGH 10.01.1996 7 Ob 1735/95
    nur T2; Beisatz: Hingegen erfordert die Ersitzung von Wegdienstbarkeiten nicht den ausschließlichen Besitz des Ersitzungsbesitzers an der (dienenden) Sache. (T4)
  • 9 Ob 2020/96s
    Entscheidungstext OGH 16.10.1996 9 Ob 2020/96s
    Beisatz: Wohl aber das Befahren und Ausmähen eines Weges. (T5); Beisatz: Hier: Des ganzen Weges bei Miteigentumsanteilen. (T6)
  • 1 Ob 512/96
    Entscheidungstext OGH 22.08.1996 1 Ob 512/96
    Auch; Beisatz: Das bloße Weiden von Tieren auf dem Weggrundstück, dessen Düngung und dessen Abmähen bringen dessen Inanspruchnahme durch den Eigentümer noch nicht sinnfällig zum Ausdruck, weil eine solche "Bewirtschaftung" auch von einem Servituts- oder aufgrund eines Vertrags Nutzungsberechtigten vorgenommen werden kann. (T7) Veröff: SZ 69/187
  • 1 Ob 229/97a
    Entscheidungstext OGH 14.10.1997 1 Ob 229/97a
    nur T2
  • 2 Ob 104/98b
    Entscheidungstext OGH 25.05.1998 2 Ob 104/98b
    nur T2
  • 1 Ob 75/06w
    Entscheidungstext OGH 11.07.2006 1 Ob 75/06w
    nur T2
  • 9 Ob 18/08z
    Entscheidungstext OGH 10.04.2008 9 Ob 18/08z
    Auch; Beis wie T7; Beisatz: Die Bewirtschaftung in Form einer Weide muss noch nicht sinnfällig einen Eigentumsanspruch zum Ausdruck bringen, zumal eine derartige Nutzung auch im Rahmen einer Servitut oder einer vertraglichen Übereinkunft erfolgen kann. (T8)
  • 5 Ob 36/10w
    Entscheidungstext OGH 27.05.2010 5 Ob 36/10w
    Vgl auch; Beisatz: Die Besitzausübung muss die volle Zugehörigkeit der Sache zum Ausübenden sichtbar zum Ausdruck bringen. Typische Arten der Ausübung des Sachbesitzes an unbeweglichen Sachen sind das Betreten, Verrainen, Einzäunen, Bezeichnen oder Bearbeiten (§ 312 ABGB). (T9); Beisatz: Die Rechtsprechung nimmt bei geringer Bewirtschaftungsintensität in der Regel bloß die Ersitzung einer Grunddienstbarkeit an. (T10); Beisatz: Der mit der Nutzung als „Obstgarten“ ausgeübte Rechtsinhalt lässt sich noch nicht sinnfällig als Inanspruchnahme eines Rechts durch den Eigentümer bewerten, weil eine solche „Bewirtschaftung“ auch von einem Servituts‑ oder aufgrund eines Vertrags Nutzungsberechtigten vorgenommen werden kann. (T11)
  • 9 Ob 64/09s
    Entscheidungstext OGH 30.06.2010 9 Ob 64/09s
    nur T2; Beis wie T9
  • 2 Ob 11/10x
    Entscheidungstext OGH 11.11.2010 2 Ob 11/10x
    nur T2; Beis wie T9; Beisatz: Die Besitzausübung dritter Personen muss erkennbar ausgeschlossen sein. (T12); Auch Beis wie T5; Beisatz: Hier: Errichtung und Instandhaltung des Wegs auf eigene Kosten, regelmäßiges Befahren des Wegs unter anderem zur Durchführung von Heu‑ und Viehtransporten, Gestattung der entgeltlichen oder unentgeltlichen Benützung des Wegs durch Dritte und Aufstellen einer Fahrverbotstafel, reichen als im Vertrauen auf die Gültigkeit eines Kaufvertrags gesetzte Besitzhandlungen in ihrer Gesamtheit aus, um das Wesen der vollen Zugehörigkeit der Sache nach außen (insbesondere für den benachbarten Beklagten) sichtbar zum Ausdruck zu bringen. (T13); Beisatz: Es ändert auch nichts am uneingeschränkten Sachbesitz des Klägers, wenn dieser dem Beklagten durch Einräumung eines Fahrrechts die Ausübung von Rechtsbesitz ermöglicht hat. (T14); Veröff: SZ 2010/142
  • 7 Ob 180/10m
    Entscheidungstext OGH 19.01.2011 7 Ob 180/10m
  • 1 Ob 177/11b
    Entscheidungstext OGH 29.09.2011 1 Ob 177/11b
    nur T2; Beis wie T1; Beis wie T9
  • 6 Ob 63/13b
    Entscheidungstext OGH 08.05.2013 6 Ob 63/13b
    Vgl auch; Beis wie T9; Beisatz: Hier: Die einmalige Errichtung eines Kanals und die zweimalige Einräumung von Zufahrtsrechten über die Fläche in einem Zeitraum von fast 20 Jahren reicht für die Ersitzung des Eigentumsrechts nicht aus. (T15)
  • 3 Ob 24/14x
    Entscheidungstext OGH 25.06.2014 3 Ob 24/14x
    Auch; Beis wie T7; Beis wie T8
  • 1 Ob 137/14z
    Entscheidungstext OGH 22.10.2014 1 Ob 137/14z
    Vgl; Beis wie T1; Beisatz: Die Jagdausübung ist keine taugliche Besitzergreifungshandlung; dies auch dann nicht, wenn die Flächen nicht land- oder forstwirtschaftlich genutzt werden können. (T16)
    Beisatz: 2. Rechtsgang zu 1Ob177/11b. (T17)
  • 1 Ob 38/15t
    Entscheidungstext OGH 23.04.2015 1 Ob 38/15t
    Vgl; Beis wie T16
  • 1 Ob 10/15z
    Entscheidungstext OGH 23.04.2015 1 Ob 10/15z
    Vgl auch; Beis wie T1; Beis wie T17
  • 10 Ob 14/15d
    Entscheidungstext OGH 19.05.2015 10 Ob 14/15d
    Vgl auch; Beis wie T4
  • 1 Ob 98/15s
    Entscheidungstext OGH 22.10.2015 1 Ob 98/15s
    Vgl auch; Beis wie T9; Veröff: SZ 2015/116
  • 1 Ob 168/16m
    Entscheidungstext OGH 20.12.2016 1 Ob 168/16m
    nur T2; Beis ähnlich T9 nur: Die Besitzausübung muss die volle Zugehörigkeit der Sache zum Ausübenden sichtbar zum Ausdruck bringen. (T18);
    Beis wie T12
    Beisatz: Hier: Ersitzungszeit hinsichtlich öffentlichen Wasserguts vor dem 1.11.1934 (Inkrafttreten des WRG) abgeschlossen. (T19)
  • 4 Ob 21/19w
    Entscheidungstext OGH 25.04.2019 4 Ob 21/19w
    Vgl; Beis wie T8

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1971:RS0009792

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

24.05.2019

Dokumentnummer

JJR_19711215_OGH0002_0070OB00214_7100000_001

Rechtssatz für 7Ob239/04d 9Ob18/08z 4O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0119746

Geschäftszahl

7Ob239/04d; 9Ob18/08z; 4Ob51/15a; 8Ob59/17k

Entscheidungsdatum

16.02.2005

Norm

Geo §169

Rechtssatz

Wird eine Urkunde (hier: Plan) als integrierender Bestandteil eines Urteils aufgenommen, so ist in dem Urteil alles festgestellt, was sich aus dem Plan ergibt und Gegenstand des Verfahrens war.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 239/04d
    Entscheidungstext OGH 16.02.2005 7 Ob 239/04d
  • 9 Ob 18/08z
    Entscheidungstext OGH 10.04.2008 9 Ob 18/08z
  • 4 Ob 51/15a
    Entscheidungstext OGH 24.03.2015 4 Ob 51/15a
  • 8 Ob 59/17k
    Entscheidungstext OGH 29.06.2017 8 Ob 59/17k
    Vgl auch; Beisatz: Die Beschreibung von Wegerechten durch Bezugnahme auf einen Lage oder Vermessungsplan oder auf eine Skizze, die zum Gegenstand des Urteilsspruchs gemacht werden, ist zulässig. (T1)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2005:RS0119746

Im RIS seit

18.03.2005

Zuletzt aktualisiert am

31.08.2017

Dokumentnummer

JJR_20050216_OGH0002_0070OB00239_04D0000_001

Entscheidungstext 9Ob18/08z

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Geschäftszahl

9Ob18/08z

Entscheidungsdatum

10.04.2008

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht durch den Vizepräsidenten des Obersten Gerichtshofs Dr. Rohrer als Vorsitzenden und die Hofräte des Obersten Gerichtshofs Dr. Spenling, Dr. Hradil, Dr. Hopf und Dr. Kuras als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Parteien 1) Josef K*****, 2) Johann K*****, 3) Franz K*****, 4) Susanne K*****, 5) Sabine K*****, alle *****, vertreten durch Dr. Klaus Dengg ua, Rechtsanwälte in Zell am Ziller, gegen die beklagte Partei Z***** G***** GmbH & Co KG, *****, vertreten durch Dr. Axel Fuith, Rechtsanwalt in Innsbruck, wegen Löschung, Entfernung und Wiederherstellung, Unterlassung, Zahlung sowie Feststellung (Gesamtstreitwert 325.200 EUR), über die außerordentliche Revision der klagenden Parteien gegen das Urteil des Oberlandesgerichts Innsbruck als Berufungsgericht vom 20. Dezember 2007, GZ 2 R 213/07a-45, den Beschluss

gefasst:

Spruch

Die außerordentliche Revision der klagenden Parteien wird gemäß § 508a Abs 2 ZPO mangels der Voraussetzungen des § 502 Abs 1 ZPO zurückgewiesen (§ 510 Abs 3 ZPO).

Begründung:

Rechtliche Beurteilung

Die behaupteten Mängel des Berufungsverfahrens bzw eine Aktenwidrigkeit des Berufungsurteils liegen nicht vor (§ 510 Abs 3 ZPO). Lediglich ergänzend ist hiezu auszuführen: Wird eine Urkunde (hier: ein Vermessungsplan) als integrierender Bestandteil eines Urteils aufgenommen, so ist in dem Urteil alles festgestellt, was sich aus dem Plan ergibt und Gegenstand des Verfahrens war (RIS-Justiz RS0119746). Wenn nur das Berufungsgericht aus diesem Vermessungsplan im Rahmen der Beweiswürdigung ausführte, dass die natürliche Grenze durch einen Steilabfall südlich des strittigen Grundstücks 1037/4 gebildet wird, liegt darin weder eine Ergänzung der Feststellungen noch eine Aktenwidrigkeit. Richtig ist zwar, dass das Berufungsgericht die Feststellungen des Erstgerichts über den Grenzverlauf im strittigen Bereich als „zumindest vertretbar" bezeichnete; es setzte sich aber dennoch mit der Beweisrüge der Kläger auseinander und übernahm letztlich die Feststellungen des Erstgerichts als unbedenklich.

Zur Rechtsrüge: Auch die Vorinstanzen gehen von der Rechtsprechung aus, nach der der Mappendarstellung nicht die Bedeutung einer bücherlichen Eintragung zukommt und diese nur dazu bestimmt ist, die Lage der Liegenschaften zu veranschaulichen (RIS-Justiz RS0049554) und - ohne Eintragung im Grenzkataster - die Grundbuchsmappe nur den Charakter eines Beweismittels hat (RIS-Justiz RS0049559). Diesem Umstand trug das Erstgericht schon mit der Feststellung Rechnung, dass sich die Papiergrenze „in der Umgebung" der natürlichen Grenze zwischen den Grundstücken 1038/1 und 1039 einerseits und 1037/1 andererseits befindet, die im strittigen Bereich durch einen felsigen Steilabfall gebildet wird (S 20, 21 in ON 40).

Während die soeben behandelte - und von den Vorinstanzen richtig gelöste - Frage der Mappengrenzen zur rechtlichen Beurteilung gehört, ist die Frage, wo die natürliche Grenze zwischen den Grundstücken der Parteien verläuft, eine Frage der Würdigung aller Beweise einschließlich der Kataster- und Grundbuchsmappe sowie eine Frage der Feststellung von Tatsachen, die durch den Obersten Gerichtshof nicht mehr überprüft werden kann (6 Ob 230/98m). Eine derart unzulässige Beweisrüge versuchen die Kläger aber einzubringen, wenn sie behaupten, dass nicht der südlich des strittigen Grundstücks 1037/4 (Talstation) gelegene Steilabfall, sondern der nördlich davon gelegene „Samweg" die natürliche Grenze bilden soll. Auf dieses Argument ist daher nicht weiter einzugehen.

Das Berufungsgericht hat mit jedenfalls vertretbarer Auffassung auch die Eigentumsersitzung der strittigen Grundstücksfläche durch Betreiben einer Viehweide verneint. Zutreffend verweist das Berufungsgericht auf die Judikatur (1 Ob 512/96), nach der die Bewirtschaftung in Form einer Weide noch nicht sinnfällig einen Eigentumsanspruch zum Ausdruck bringen muss, zumal eine derartige Nutzung auch im Rahmen einer Servitut oder einer vertraglichen Übereinkunft erfolgen kann. Für letztere Annahme spricht im Übrigen die Feststellung, dass auch die Eigentümer der westlich gelegenen Grundstücke die strittige Fläche zu Weidezwecken nutzten (S 22 in ON 40).

Mangels Geltendmachung einer erheblichen Rechtsfrage im Sinn des § 502 Abs 1 ZPO erweist sich die Revision der Kläger daher als unzulässig.

Anmerkung

E87160 9Ob18.08z

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2008:0090OB00018.08Z.0410.000

Zuletzt aktualisiert am

10.07.2008

Dokumentnummer

JJT_20080410_OGH0002_0090OB00018_08Z0000_000