Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 12Os95/78 11Os113/84 12...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0096721

Geschäftszahl

12Os95/78; 11Os113/84; 12Os116/88; 11Os2/03; 13Os151/03; 11Os18/04; 12Os95/04; 14Os120/06p; 12Os122/07v; 12Os170/08d; 12Os164/10z; 17Os16/13a; 17Os12/13p; 17Os3/14s; 14Os148/18y

Entscheidungsdatum

14.12.1978

Norm

StGB §302
KFG §57a

Rechtssatz

Konkretes (durch § 302 StGB geschütztes) Recht des Staates (und nicht bloße Formalität), die Ausgabe von Begutachtungsplaketten (§ 57a KFG) von der vorangehenden Überprüfung des Kraftfahrzeuges abhängig zu machen, unabhängig von der tatsächlich gegebenen Betriebssicherheit.

Entscheidungstexte

  • 12 Os 95/78
    Entscheidungstext OGH 14.12.1978 12 Os 95/78
    Veröff: SSt 49/65 = ZVR 1979/236 S 282
  • 11 Os 113/84
    Entscheidungstext OGH 19.09.1984 11 Os 113/84
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Zur Erteilung von Einzelgenehmigungen (§ 31 KFG). (T1)
    Veröff: JBl 1985,375
  • 12 Os 116/88
    Entscheidungstext OGH 13.10.1988 12 Os 116/88
    Vgl auch; Beisatz: Unterlassung der nach §§ 25 ff WeinG 1961 (Weinaufsicht) vorgesehenen Überwachungsmaßnahmen durch den Bundeskellereiinspektor. (T2)
  • 11 Os 2/03
    Entscheidungstext OGH 11.02.2003 11 Os 2/03
    Vgl auch
  • 13 Os 151/03
    Entscheidungstext OGH 17.12.2003 13 Os 151/03
    Vgl
  • 11 Os 18/04
    Entscheidungstext OGH 09.03.2004 11 Os 18/04
    Vgl auch
  • 12 Os 95/04
    Entscheidungstext OGH 13.01.2005 12 Os 95/04
    Auch; Beisatz: Eine konkrete Rechtsschädigung des Staates iSd § 302 Abs 1 StGB ist daher - ohne dass es auf die tatsächliche Verkehrs- und Betriebssicherheit des Kraftfahrzeuges ankommt - schon im Verstoß gegen die Bestimmungen des § 57a KFG über die wiederkehrende Begutachtung ohne vorangehende tatsächliche Überprüfung gelegen. (T3)
  • 14 Os 120/06p
    Entscheidungstext OGH 30.01.2007 14 Os 120/06p
    Auch; Beisatz: Nach ständiger Rechtsprechung wird der Staat in seinem Recht auf Überprüfung der Verkehrs- und Betriebssicherheit von Fahrzeugen dann beeinträchtigt, wenn der gemäß § 57a Abs 2 KFG zur Begutachtung Ermächtigte ein Gutachten nach § 57a Abs 4 KFG erstellt, ohne sich durch tatsächliche Überprüfung des Fahrzeuges an Hand des vorgeschriebenen Prüfungskataloges (§ 10 Abs 1 der Prüf- und Begutachtungsstellenverordnung BGBl II 78/1998, dort näher geregelt in der Anlage 6) von der Verkehrs- und Betriebssicherheit des Kraftfahrzeuges überzeugt zu haben, wobei es auf deren tatsächliche Verkehrs- und Betriebssicherheit nicht ankommt. (T4)
  • 12 Os 122/07v
    Entscheidungstext OGH 13.12.2007 12 Os 122/07v
    Auch
  • 12 Os 170/08d
    Entscheidungstext OGH 24.09.2009 12 Os 170/08d
    Vgl auch; Beis wie T4
  • 12 Os 164/10z
    Entscheidungstext OGH 21.12.2010 12 Os 164/10z
    Vgl
  • 17 Os 16/13a
    Entscheidungstext OGH 27.06.2013 17 Os 16/13a
    Vgl
  • 17 Os 12/13p
    Entscheidungstext OGH 30.09.2013 17 Os 12/13p
    Vgl; Beisatz: Wissentlichkeit des Befugnismissbrauchs könnte sich hier im Zusammenhang mit der Begutachtung von Fahrzeugen gemäß § 57a Abs 1 KFG aus der Ausstellung positiver Prüfgutachten trotz tatsächlichen Erkennens von (diesen entgegenstehenden) schweren Mängeln oder trotz bewusster Unterlassung einer den rechtlichen Vorgaben entsprechenden Prüfung (also wegen unvertretbarer Missachtung der Verfahrensvorschriften) ergeben. (T5)
  • 17 Os 3/14s
    Entscheidungstext OGH 12.05.2014 17 Os 3/14s
    Vgl; Beis wie T5
  • 14 Os 148/18y
    Entscheidungstext OGH 05.03.2019 14 Os 148/18y
    Beis wie T5; Beisatz: Bei erkannten schweren Mängeln des Fahrzeugs (vgl § 57a Abs 5a KFG) stellt das Überprüfungsrecht des Staats (im Sinn der Einhaltung von Verfahrensvorschriften) gar keinen Bezugspunkt des Schädigungsvorsatzes im Sinn des § 302 Abs 1 StGB dar. In solchen Fällen kommt vielmehr (neben dem Recht anderer Verkehrsteilnehmer auf Sicherheit) das staatliche Recht auf Ausschluss nicht verkehrs-, betriebssicherer und umweltverträglicher Fahrzeuge von der Teilnahme am Straßenverkehr zum Tragen. (T6)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1978:RS0096721

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

26.04.2019

Dokumentnummer

JJR_19781214_OGH0002_0120OS00095_7800000_004

Rechtssatz für 13Os151/03 12Os95/04 15...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0118428

Geschäftszahl

13Os151/03; 12Os95/04; 15Os72/04; 14Os120/06p; 12Os122/07v; 14Os105/10p; 17Os25/14a

Entscheidungsdatum

17.12.2003

Norm

StGB §74 Abs1 Z4
StGB §302
KFG §57a

Rechtssatz

Der zur Ausstellung eines Gutachtens nach § 57a Abs 4 KFG Befugte ist Beamter iS des § 302 StGB. Um strafbar zu sein, muss der Täter (§ 12 StGB) auch hinsichtlich des normativen Tatbestandsmerkmals "Beamter" vorsätzlich handeln, also Bedeutungskenntnis (§ 5 Abs 1 StGB) haben. Dazu genügt es, dass er zumindest in laienhafter Weise den sozialen Sinngehalt des § 74 Abs 1 Z 4 StGB, mithin erkennt, dass der zur Ausstellung eines Gutachtens nach § 57a Abs 4 KFG Befugte bestellt ist, im Namen des Bundes als dessen Organ Rechtshandlungen vorzunehmen oder sonst mit (Rechtshandlungen wenigstens einigermaßen gleichwertigen) Aufgaben der Bundesverwaltung betraut ist.

Entscheidungstexte

  • 13 Os 151/03
    Entscheidungstext OGH 17.12.2003 13 Os 151/03
  • 12 Os 95/04
    Entscheidungstext OGH 13.01.2005 12 Os 95/04
    Vgl auch; Beisatz: Einem gemäß § 57a Abs 2 KFG vom Landeshauptmann zur wiederkehrenden Begutachtung Ermächtigten werden hoheitliche Funktionen, nämlich die wesentliche Mitwirkung an der Erteilung der Berechtigung zur Teilnahme am Verkehr auf öffentlichen Straßen, übertragen. Er ist somit, weil solcherart (funktional) mit hoheitlichen Aufgaben der Bundesverwaltung betraut, Beamter iSd § 74 Abs 1 Z 4 (zweiter Fall) StGB und mithin Deliktssubjekt des § 302 Abs 1 StGB. (T1)
  • 15 Os 72/04
    Entscheidungstext OGH 21.04.2005 15 Os 72/04
    nur: Der zur Ausstellung eines Gutachtens nach § 57a Abs 4 KFG Befugte ist Beamter iS des § 302 StGB. (T2)
  • 14 Os 120/06p
    Entscheidungstext OGH 30.01.2007 14 Os 120/06p
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Gemäß § 57a Abs 2 KFG zur wiederkehrenden Begutachtung ermächtigter Gewerbetreibender. (T3); Beisatz: Die funktionale Beamteneigenschaft eines Gewerbetreibenden ist auch dann zu bejahen, wenn er zwar nicht selbst zur Vornahme der wiederkehrenden Prüfung von Fahrzeugen berechtigt, als Inhaber der Begutachtungsstelle (Gewerbetreibender) aber - nach vorheriger Untersuchung der vorgeführten PKW durch einen von der Behörde bescheidmäßig als geeignete Person im Sinne des § 57a KFG eingestuften Angestellten - zur Ausstellung von Gutachten nach § 57a KFG und von Begutachtungsplaketten ermächtigt war (so schon 11 Os 10/06i). (T4)
  • 12 Os 122/07v
    Entscheidungstext OGH 13.12.2007 12 Os 122/07v
    Vgl auch
  • 14 Os 105/10p
    Entscheidungstext OGH 19.10.2010 14 Os 105/10p
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Die Beamteneigenschaft eines Mitarbeiters einer gemäß § 40a KFG beliehenen Zulassungsstelle ist zu bejahen. (T5)
  • 17 Os 25/14a
    Entscheidungstext OGH 11.08.2014 17 Os 25/14a
    Vgl aber; Beisatz: Die Vorsorgeuntersuchungen eines Kinderarztes im Rahmen des Mutter-Kind-Pass-Programms unterscheiden sich von einer Überprüfung (§§ 56 f KFG) oder wiederkehrenden Begutachtung (§ 57a KFG) von Fahrzeugen durch dazu (gemäß § 57 Abs 4 oder § 57a Abs 2 KFG durch individuellen Verwaltungsakt) ermächtigte Personen, die in der Ausstellung einer öffentlichen Urkunde mündet, deren Inhalt (unmittelbar) die Grundlage für hoheitliches Handeln bildet (vgl §§ 36 lit e, 37 Abs 2 lit h und 44 Abs 1 lit a KFG). (T6)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2003:RS0118428

Im RIS seit

16.01.2004

Zuletzt aktualisiert am

26.09.2014

Dokumentnummer

JJR_20031217_OGH0002_0130OS00151_0300000_003

Rechtssatz für 12Os36/04 13Os71/04 13O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0119370

Geschäftszahl

12Os36/04; 13Os71/04; 13Os102/04; 14Os3/05f; 14Os101/05t; 14Os112/05k; 13Os123/05w; 14Os96/05g; 14Os29/06f; 11Os53/06p; 12Os109/06f; 12Os89/06i; 11Os110/06w; 11Os117/06z; 12Os117/06g; 13Os116/06t; 11Os122/06k; 13Os144/06k; 11Os129/06i; 11Os53/07i; 13Os92/07i; 13Os84/07p; 13Os129/07f; 11Os135/07y; 12Os122/07v; 11Os130/07p; 12Os156/07v; 14Os42/08w; 13Os68/08m; 13Os39/08x; 13Os78/08g; 13Os90/08x; 11Os93/08y; 12Os31/07m; 11Os122/08p; 15Os145/08z; 14Os166/08f; 13Os3/09d; 13Os10/09h; 15Os192/08m; 12Os13/09t; 14Os68/09w; 14Os15/09a; 12Os3/10y; 13Os40/10x; 11Os6/10g; 14Os10/10t (14Os11/10i; 15Os143/10h; 12Os2/11b; 11Os166/10m; 15Os5/11s; 13Os30/11b; 14Os59/11z; 12Os135/11m; 11Os157/11i; 15Os157/11v; 15Os5/12t; 15Os29/12x; 12Os59/12m; 12Os52/12g; 11Os73/12p; 15Os59/12h; 13Os4/12f (13Os5/12b, 13Os11/12kq); 14Os124/12k; 12Os2/13f; 11Os65/13p; 13Os11/13m; 15Os85/13h; 17Os4/13m (17Os5/13h); 15Os80/14z; 17Os17/14z; 14Os82/14m; 13Os136/14w; 13Os29/15m; 13Os3/14m; 13Os18/15v; 11Os38/15w; 14Os51/15d; 13Os99/16g; 13Os91/16f; 13Os103/17x; 15Os82/18z

Entscheidungsdatum

23.09.2004

Norm

StPO §281 Abs1 Z5

Rechtssatz

Die Mängelrüge ist nur dann gesetzmäßig ausgeführt, wenn sie die Gesamtheit der Entscheidungsgründe berücksichtigt (WK-StPO § 281 Rz 394).

Entscheidungstexte

  • 12 Os 36/04
    Entscheidungstext OGH 23.09.2004 12 Os 36/04
  • 13 Os 71/04
    Entscheidungstext OGH 06.10.2004 13 Os 71/04
  • 13 Os 102/04
    Entscheidungstext OGH 06.10.2004 13 Os 102/04
    Vgl auch
  • 14 Os 3/05f
    Entscheidungstext OGH 10.05.2005 14 Os 3/05f
  • 14 Os 101/05t
    Entscheidungstext OGH 18.10.2005 14 Os 101/05t
    Vgl auch
  • 14 Os 112/05k
    Entscheidungstext OGH 22.11.2005 14 Os 112/05k
    Vgl auch
  • 13 Os 123/05w
    Entscheidungstext OGH 14.12.2005 13 Os 123/05w
    Vgl auch
  • 14 Os 96/05g
    Entscheidungstext OGH 04.04.2006 14 Os 96/05g
    Vgl auch
  • 14 Os 29/06f
    Entscheidungstext OGH 09.05.2006 14 Os 29/06f
    Vgl auch
  • 11 Os 53/06p
    Entscheidungstext OGH 01.08.2006 11 Os 53/06p
    Vgl auch
  • 12 Os 109/06f
    Entscheidungstext OGH 19.10.2006 12 Os 109/06f
  • 12 Os 89/06i
    Entscheidungstext OGH 19.10.2006 12 Os 89/06i
  • 11 Os 110/06w
    Entscheidungstext OGH 21.11.2006 11 Os 110/06w
  • 11 Os 117/06z
    Entscheidungstext OGH 21.11.2006 11 Os 117/06z
    Vgl auch
  • 12 Os 117/06g
    Entscheidungstext OGH 30.11.2006 12 Os 117/06g
  • 13 Os 116/06t
    Entscheidungstext OGH 20.12.2006 13 Os 116/06t
  • 11 Os 122/06k
    Entscheidungstext OGH 23.01.2007 11 Os 122/06k
  • 13 Os 144/06k
    Entscheidungstext OGH 07.03.2007 13 Os 144/06k
  • 11 Os 129/06i
    Entscheidungstext OGH 27.03.2007 11 Os 129/06i
  • 11 Os 53/07i
    Entscheidungstext OGH 25.09.2007 11 Os 53/07i
    Auch
  • 13 Os 92/07i
    Entscheidungstext OGH 03.10.2007 13 Os 92/07i
  • 13 Os 84/07p
    Entscheidungstext OGH 03.10.2007 13 Os 84/07p
    Auch
  • 13 Os 129/07f
    Entscheidungstext OGH 05.12.2007 13 Os 129/07f
    Auch
  • 11 Os 135/07y
    Entscheidungstext OGH 29.01.2008 11 Os 135/07y
    Auch
  • 12 Os 122/07v
    Entscheidungstext OGH 13.12.2007 12 Os 122/07v
  • 11 Os 130/07p
    Entscheidungstext OGH 29.01.2008 11 Os 130/07p
    Auch
  • 12 Os 156/07v
    Entscheidungstext OGH 13.03.2008 12 Os 156/07v
  • 14 Os 42/08w
    Entscheidungstext OGH 15.04.2008 14 Os 42/08w
    Auch
  • 13 Os 68/08m
    Entscheidungstext OGH 11.06.2008 13 Os 68/08m
  • 13 Os 39/08x
    Entscheidungstext OGH 11.06.2008 13 Os 39/08x
  • 13 Os 78/08g
    Entscheidungstext OGH 23.07.2008 13 Os 78/08g
  • 13 Os 90/08x
    Entscheidungstext OGH 23.07.2008 13 Os 90/08x
  • 11 Os 93/08y
    Entscheidungstext OGH 19.08.2008 11 Os 93/08y
    Auch
  • 12 Os 31/07m
    Entscheidungstext OGH 15.05.2008 12 Os 31/07m
  • 11 Os 122/08p
    Entscheidungstext OGH 16.09.2008 11 Os 122/08p
    Vgl
  • 15 Os 145/08z
    Entscheidungstext OGH 16.10.2008 15 Os 145/08z
    Vgl
  • 14 Os 166/08f
    Entscheidungstext OGH 16.12.2008 14 Os 166/08f
  • 13 Os 3/09d
    Entscheidungstext OGH 19.02.2009 13 Os 3/09d
  • 13 Os 10/09h
    Entscheidungstext OGH 19.02.2009 13 Os 10/09h
    Auch
  • 15 Os 192/08m
    Entscheidungstext OGH 24.06.2009 15 Os 192/08m
    Auch; Beisatz: Die Mängelrüge ist vorweg darauf hinzuweisen, dass die Behauptung einer offenbar unzureichenden oder gar fehlenden Begründung bzw einer Scheinbegründung (Z 5 vierter Fall) stets sämtliche beweiswürdigenden Erwägungen der Tatrichter in Ansehung der bekämpften Feststellung berücksichtigen muss (Ratz, WK-StPO § 281 Rz 455), widrigenfalls sie ihren gesetzlichen Bezugspunkt verfehlt. (T1)
  • 12 Os 13/09t
    Entscheidungstext OGH 26.03.2009 12 Os 13/09t
  • 14 Os 68/09w
    Entscheidungstext OGH 21.07.2009 14 Os 68/09w
  • 14 Os 15/09a
    Entscheidungstext OGH 23.06.2009 14 Os 15/09a
  • 12 Os 3/10y
    Entscheidungstext OGH 11.02.2010 12 Os 3/10y
  • 13 Os 40/10x
    Entscheidungstext OGH 17.06.2010 13 Os 40/10x
    Auch
  • 11 Os 6/10g
    Entscheidungstext OGH 22.06.2010 11 Os 6/10g
    Vgl auch
  • 14 Os 10/10t
    Entscheidungstext OGH 13.04.2010 14 Os 10/10t
  • 15 Os 143/10h
    Entscheidungstext OGH 15.12.2010 15 Os 143/10h
    Auch
  • 12 Os 2/11b
    Entscheidungstext OGH 25.01.2011 12 Os 2/11b
  • 11 Os 166/10m
    Entscheidungstext OGH 17.02.2011 11 Os 166/10m
    Vgl auch
  • 15 Os 5/11s
    Entscheidungstext OGH 16.03.2011 15 Os 5/11s
  • 13 Os 30/11b
    Entscheidungstext OGH 12.05.2011 13 Os 30/11b
    Auch
  • 14 Os 59/11z
    Entscheidungstext OGH 30.08.2011 14 Os 59/11z
    Auch
  • 12 Os 135/11m
    Entscheidungstext OGH 20.12.2011 12 Os 135/11m
  • 11 Os 157/11i
    Entscheidungstext OGH 19.01.2012 11 Os 157/11i
  • 15 Os 157/11v
    Entscheidungstext OGH 25.01.2012 15 Os 157/11v
    Vgl
  • 15 Os 5/12t
    Entscheidungstext OGH 29.02.2012 15 Os 5/12t
    Auch
  • 15 Os 29/12x
    Entscheidungstext OGH 30.05.2012 15 Os 29/12x
    Auch
  • 12 Os 59/12m
    Entscheidungstext OGH 26.06.2012 12 Os 59/12m
    Auch; Auch Beis wie T1
  • 12 Os 52/12g
    Entscheidungstext OGH 26.06.2012 12 Os 52/12g
    Vgl auch
  • 11 Os 73/12p
    Entscheidungstext OGH 28.06.2012 11 Os 73/12p
    Vgl auch
  • 15 Os 59/12h
    Entscheidungstext OGH 27.06.2012 15 Os 59/12h
    Auch
  • 13 Os 4/12f
    Entscheidungstext OGH 05.07.2012 13 Os 4/12f
    Auch; Beisatz: Es sind formelle Begründungsmängel hinsichtlich entscheidender Tatsachen geltend zu machen. (T2)
  • 14 Os 124/12k
    Entscheidungstext OGH 29.01.2013 14 Os 124/12k
    Auch
  • 12 Os 2/13f
    Entscheidungstext OGH 07.03.2013 12 Os 2/13f
    Auch
  • 11 Os 65/13p
    Entscheidungstext OGH 28.05.2013 11 Os 65/13p
  • 13 Os 11/13m
    Entscheidungstext OGH 16.05.2013 13 Os 11/13m
    Vgl auch
  • 15 Os 85/13h
    Entscheidungstext OGH 21.08.2013 15 Os 85/13h
    Auch
  • 17 Os 4/13m
    Entscheidungstext OGH 30.09.2013 17 Os 4/13m
    Auch
  • 15 Os 80/14z
    Entscheidungstext OGH 08.07.2014 15 Os 80/14z
    Vgl; Beis wie T2
  • 17 Os 17/14z
    Entscheidungstext OGH 11.08.2014 17 Os 17/14z
    Auch
  • 14 Os 82/14m
    Entscheidungstext OGH 11.09.2014 14 Os 82/14m
    Auch
  • 13 Os 136/14w
    Entscheidungstext OGH 25.02.2015 13 Os 136/14w
  • 13 Os 29/15m
    Entscheidungstext OGH 15.04.2015 13 Os 29/15m
  • 13 Os 3/14m
    Entscheidungstext OGH 14.03.2015 13 Os 3/14m
    Auch
  • 13 Os 18/15v
    Entscheidungstext OGH 15.04.2015 13 Os 18/15v
  • 11 Os 38/15w
    Entscheidungstext OGH 02.06.2015 11 Os 38/15w
    Auch
  • 14 Os 51/15d
    Entscheidungstext OGH 04.08.2015 14 Os 51/15d
    Vgl
  • 13 Os 99/16g
    Entscheidungstext OGH 12.10.2016 13 Os 99/16g
  • 13 Os 91/16f
    Entscheidungstext OGH 12.10.2016 13 Os 91/16f
  • 13 Os 103/17x
    Entscheidungstext OGH 11.10.2017 13 Os 103/17x
  • 15 Os 82/18z
    Entscheidungstext OGH 26.09.2018 15 Os 82/18z

Anmerkung

Bem: Der Rechtssatz wird wegen der Häufigkeit seiner Zitierung ("überlanger RS") nicht bei jeder einzelnen Bezugnahme, sondern nur fallweise mit einer Gleichstellungsindizierung versehen.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2004:RS0119370

Im RIS seit

23.10.2004

Zuletzt aktualisiert am

05.07.2019

Dokumentnummer

JJR_20040923_OGH0002_0120OS00036_0400000_001

Entscheidungstext 12Os122/07v

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Geschäftszahl

12Os122/07v

Entscheidungsdatum

13.12.2007

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat am 13. Dezember 2007 durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofes Dr. Mayrhofer als Vorsitzenden sowie durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Hon. Prof. Dr. Schroll, Dr. Schwab, Dr. Lässig und Dr. T. Solé als weitere Richter in Gegenwart des Richteramtsanwärters Mag. Wiaderek als Schriftführer in der Strafsache gegen Christian K***** und andere Angeklagte wegen Verbrechen des Missbrauchs der Amtsgewalt nach § 302 Abs 1 StGB über die Nichtigkeitsbeschwerden sowie die Berufungen der Angeklagten Christian K***** und Franz P***** gegen das Urteil des Landesgerichtes St. Pölten als Schöffengericht vom 2. Juli 2007, GZ 34 Hv 48/06k-23, nach Anhörung der Generalprokuratur in nichtöffentlicher Sitzung den Beschluss

gefasst:

Spruch

Die Nichtigkeitsbeschwerden werden zurückgewiesen.

Zur Entscheidung über die Berufungen werden die Akten dem Oberlandesgericht Wien zugeleitet.

Den Angeklagten Christian K***** und Franz P***** fallen auch die Kosten des bisherigen Rechtsmittelverfahrens zur Last.

Text

Gründe:

Mit dem angefochtenen - auch einen in Rechtskraft erwachsenen Freispruch des Mitangeklagten Thomas L*****oidl enthaltenden - Urteil wurden Christian K***** des Verbrechens und Franz P***** der Verbrechen des Missbrauchs der Amtsgewalt nach § 302 Abs 1 StGB schuldig erkannt.

Danach haben sie in Böheimkirchen als Beamte mit dem Vorsatz, dadurch die Republik Österreich in ihrem Recht auf ordnungsgemäße Überprüfung von Kraftfahrzeugen im Sinne des § 57a Abs 4 KFG zu schädigen, ihre Befugnis, im Namen des Bundes als deren Organ in Vollziehung der Gesetze Amtsgeschäfte vorzunehmen, wissentlich missbraucht, indem sie als Verantwortliche eines durch das Amt der Niederösterreichischen Landesregierung zur wiederkehrenden Begutachtung von Fahrzeugen bescheidmäßig ermächtigten Unternehmens Gutachten nach § 57a KFG ohne Begutachtung des betreffenden Fahrzeuges ausstellten, und zwar (I) Christian K***** am 30. Juni 2004 als Verantwortlicher der K***** GesmbH für einen PKW der Marke Ford Escort und

(II) Franz P***** als Verantwortlicher des Raiffeisen Lagerhauses Böheimkirchen

1) am 5. Februar 2004 für einen PKW der Marke VW-Golf TDI Kombi, Baujahr 1997, und

2) zu einem nicht mehr feststellbaren Zeitpunkt zwischen 2002 und 2004 für einen PKW der Marke Renault Espace, Baujahr 1991. Der Angeklagte Franz P***** meldete unmittelbar nach Urteilsverkündung Nichtigkeitsbeschwerde und Berufung an (S 214 - hier offensichtlich irrtümlich als „Drittangeklagter" bezeichnet), führte sein Rechtsmittel jedoch nach Urteilszustellung an seinen Verteidiger (Rückschein S 257) nicht aus.

Mangels deutlicher und bestimmter Bezeichnung eines der in § 281 Abs 1 Z 1 bis 11 StPO angegebenen Nichtigkeitsgründe auch bei Anmeldung der Nichtigkeitsbeschwerde war diese schon bei nichtöffentlicher Beratung zurückzuweisen (§ 285d Abs 1 Z 1 iVm § 285a Z 2 StPO).

Rechtliche Beurteilung

Die gegen den Schuldspruch vom Angeklagten Christian K***** aus § 281 Abs 1 Z 5 und 9 lit a StPO ergriffene Nichtigkeitsbeschwerde geht fehl.

Als offenbar unzureichend begründet (Z 5 vierter Fall) rügt der Beschwerdeführer die tatrichterlichen Feststellungen, weil diese auf das Gutachten des Sachverständigen Ing. Johann B***** gegründet seien, obwohl dieser das Fahrzeug nicht selbst begutachtet habe. Dabei orientiert er sich jedoch nicht an der Gesamtheit der Entscheidungsgründe und verfehlt solcherart den vom Gesetz geforderten Bezugspunkt (Ratz, WK-StPO § 281 Rz 394). Das Erstgericht hat die Konstatierungen zur Unterlassung der Untersuchung des Fahrzeuges nämlich nicht auf das angeführte Gutachten gestützt, sondern aus den Angaben des Drittangeklagten Thomas L***** abgeleitet und lediglich ergänzend die allgemeinen Ausführungen des genannten Sachverständigen zur Dauer einer ordnungsgemäßen Überprüfung und seine Angaben zum nicht entscheidungswesentlichen (RIS-Justiz RS0096721) Zustand des Fahrzeuges herangezogen (US 11 f). In der Rechtsrüge (Z 9 lit a) bestreitet der Nichtigkeitswerber „im Sinne der nicht eindeutigen Lehre und Rechtsprechung" seine Beamteneigenschaft, führt durch diese unsubstantiierte Berufung auf nicht genannte Quellen den geltend gemachten Nichtigkeitsgrund jedoch nicht prozessförmig aus (Ratz, WK-StPO § 281 Rz 590). Im Übrigen kommt den zur Ausstellung von Gutachten nach § 57a Abs 4 KFG Befugten nach einhelliger Rechtsprechung sehr wohl Beamteneigenschaft zu (RIS-Justiz RS0118428; Jerabek in WK2 [2006] § 74 Rz 4; Fabrizy, StGB9 § 302 Rz 7; aM ohne Judikaturnachweise oder sonstige Begründung Bertel in WK2 § 302 Rz 12).

Mit dem Vorbringen, das bloße Ausfüllen eines Gutachtensformulars außerhalb der Toleranzfrist des § 57a Abs 3 KFG stelle kein hoheitliches oder behördliches Handeln und damit einen Nichtakt oder den absolut untauglichen Versuch eines behördlichen Handelns dar, leitet der Beschwerdeführer neuerlich nicht methodisch vertretbar aus dem Gesetz ab, weshalb das (der Ausstellung des Prüfgutachtens notwendigerweise vorangehende) Unterlassen der ordnungsgemäßen Überprüfung des vorgeführten Fahrzeuges keinen Befugnismissbrauch darstellen solle, zumal mit dem Gutachten die Prüfung des Fahrzeuges bei einem konkreten (überdies unrichtig angegebenen) Kilometerstand am 30. Juni 2004 bestätigt wurde (S 47) und damit der bestehenden Begutachtungsplakette zum Zwecke des Weiterverkaufs des Fahrzeuges (US 6; vgl auch den Eintrag „Anmelde-Gutachten" durch den Angeklagten, US 7) ein nicht gesetzeskonform zustandegekommenes Prüfgutachten zugeordnet wurde (vgl auch § 57a Abs 9 KFG, wonach nicht zum Verkehr zugelassene Fahrzeuge jederzeit zur wiederkehrenden Begutachtung vorgeführt werden können [Grundtner/Pürstl KFG7 § 57a Anm 57]).

Auch die Nichtigkeitsbeschwerde des Angeklagten K***** war daher - in Übereinstimmung mit der Stellungnahme der Generalprokuratur, jedoch entgegen der hiezu erstatteten Äußerung des Verteidigers - bereits in nichtöffentlicher Beratung sofort zurückzuweisen (§ 285d Abs 1 StPO), woraus die Zuständigkeit des Gerichtshofes zweiter Instanz zur Entscheidung über die Berufungen folgt (§ 285i StPO). Die Kostenentscheidung gründet sich auf § 390a Abs 1 StPO.

Anmerkung

E86304 12Os122.07v

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2007:0120OS00122.07V.1213.000

Dokumentnummer

JJT_20071213_OGH0002_0120OS00122_07V0000_000