Rechtssatz für 7Ob85/56 8Ob649/86 4Ob2...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0048557

Geschäftszahl

7Ob85/56; 8Ob649/86; 4Ob201/07y

Entscheidungsdatum

11.12.2007

Norm

ABGB §166 Ae
ABGB §1042 C4
ABGB §1295 Ia7
  1. ABGB § 166 heute
  2. ABGB § 166 gültig von 01.02.2013 bis 31.01.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 68/2012
  3. ABGB § 166 gültig ab 01.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 15/2013
  4. ABGB § 166 gültig von 01.07.2001 bis 31.01.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 135/2000
  5. ABGB § 166 gültig von 01.07.1989 bis 30.06.2001 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 162/1989
  1. ABGB § 1295 heute
  2. ABGB § 1295 gültig ab 01.01.1917 zuletzt geändert durch RGBl. Nr. 69/1916

Rechtssatz

Der (durch Versäumung der Wiederaufnahmsklage) als außerehelicher Vater endgültig Festgestellte hat gegen den natürlichen Vater keinen Anspruch nach Paragraph 1042, ABGB). Zur Frage, ob eine schuldhafte Unterlassung der Anerkennung der Vaterschaft den als Vater Festgestellten zur Geltendmachung von Schadenersatzansprüchen gegen den natürlichen Vater berechtigt.

RG vom 29.10.1941, römisch VIII 99/41

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 85/56
    Entscheidungstext OGH 29.02.1956 7 Ob 85/56
    Ähnlich; nur: Der (durch Versäumung der Wiederaufnahmsklage) als außerehelicher Vater endgültig Festgestellte hat gegen den natürlichen Vater keinen Anspruch nach § 1042 ABGB). (T1) Veröff: DREvBl 1941/342
  • 8 Ob 649/86
    Entscheidungstext OGH 12.03.1987 8 Ob 649/86
    Auch; nur T1; Beisatz: Ein zu Unrecht als unehelicher Vater urteilsmäßig festgestellter und zur Unterhaltsleistung an das Kind verurteilter Mann kann die von ihm an das Kind erbrachten Unterhaltsleistungen im Sinne des § 1042 ABGB nur dann vom wahren Vater des Kindes zurückverlangen, wenn das gegen ihn im Vaterschaftsprozess ergangene Urteil beseitigt ist. (T2)
  • 4 Ob 201/07y
    Entscheidungstext OGH 11.12.2007 4 Ob 201/07y
    Auch; Beis wie T2; Veröff: SZ 2007/193

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1956:RS0048557

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

10.08.2011

Dokumentnummer

JJR_19560229_OGH0002_0070OB00085_5600000_001

Rechtssatz für 3Ob36/73 3Ob593/78 3Ob5...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0048593

Geschäftszahl

3Ob36/73; 3Ob593/78; 3Ob515/80; 6Ob693/86; 4Ob201/07y

Entscheidungsdatum

11.12.2007

Norm

ABGB §163b
ABGB §163c
ABGB §163d
UeKindG allg
ZPO §240 Abs3 CIIc2
ZPO §477 B2b
  1. ABGB § 163b gültig von 01.01.2005 bis 31.01.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 58/2004
  2. ABGB § 163b gültig von 01.07.1989 bis 31.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 162/1989
  1. ABGB § 163c gültig von 01.01.2005 bis 31.01.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 58/2004
  2. ABGB § 163c gültig von 01.07.2001 bis 31.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 135/2000
  3. ABGB § 163c gültig von 01.07.1989 bis 30.06.2001 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 162/1989
  1. ABGB § 163d gültig von 01.01.2005 bis 31.01.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 58/2004
  2. ABGB § 163d gültig von 01.07.1989 bis 31.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 162/1989
  1. ZPO § 240 heute
  2. ZPO § 240 gültig ab 01.01.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 76/2002
  3. ZPO § 240 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 140/1997
  4. ZPO § 240 gültig von 01.05.1983 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 135/1983
  1. ZPO § 477 heute
  2. ZPO § 477 gültig ab 01.01.1998 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 140/1997
  3. ZPO § 477 gültig von 01.05.1983 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 135/1983

Rechtssatz

Rechtswirksames Anerkenntnis der Vaterschaft (hier Paragraph 163, c Absatz eins, Ziffer eins, ABGB) bewirkt durch seine Feststellungswirkung ein Prozesshindernis für die sachliche Prüfung einer Vaterschaftsklage gegen einen anderen Mann, welches von Amts wegen wahrgenommen werden und zur Klagszurückweisung führen muss.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 36/73
    Entscheidungstext OGH 06.03.1973 3 Ob 36/73
    Veröff: SZ 46/30 = RZ 1973/114 S 85
  • 3 Ob 593/78
    Entscheidungstext OGH 23.05.1978 3 Ob 593/78
    Veröff: SZ 51/70 = JBl 1979,316 = EvBl 1978/279 S 576
  • 3 Ob 515/80
    Entscheidungstext OGH 25.03.1981 3 Ob 515/80
    Vgl auch; Veröff: SZ 54/40 = JBl 1982,99 (zustimmend Schwimann) = ÖA 1983,47
  • 6 Ob 693/86
    Entscheidungstext OGH 12.02.1987 6 Ob 693/86
    Vgl auch
  • 4 Ob 201/07y
    Entscheidungstext OGH 11.12.2007 4 Ob 201/07y
    Beisatz: Hier: Anerkenntnis nach § 163b ABGB. (T1); Veröff: SZ 2007/193

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1973:RS0048593

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

10.08.2011

Dokumentnummer

JJR_19730306_OGH0002_0030OB00036_7300000_001

Rechtssatz für 4Ob201/07y 2Ob175/07k 3...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0122888

Geschäftszahl

4Ob201/07y; 2Ob175/07k; 3Ob134/08i; 4Ob198/09k; 2Ob74/10m; 4Ob46/13p

Entscheidungsdatum

17.04.2013

Rechtssatz

Die Verjährung des Anspruchs eines auf Grund eines Vaterschaftsanerkenntnisses feststehenden unehelichen Vaters gegen den leiblichen Vater des Kindes auf Ersatz von Unterhaltsleistungen gemäß Paragraph 1042, ABGB kann nicht vor der rechtskräftigen Beseitigung jenes Anerkenntnisses beginnen.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 201/07y
    Entscheidungstext OGH 11.12.2007 4 Ob 201/07y
    Veröff: SZ 2007/193
  • 2 Ob 175/07k
    Entscheidungstext OGH 24.01.2008 2 Ob 175/07k
    Beisatz: Auch die Verjährung eines auf § 1042 ABGB gestützten Anspruchs des ehelichen Scheinvaters gegen den leiblichen Vater auf Ersatz des für das Kind bezahlten Unterhalts kann nicht vor Rechtskraft des Urteils beginnen, in dem festgestellt wurde, dass das Kind kein eheliches Kind ist. (T1)
  • 3 Ob 134/08i
    Entscheidungstext OGH 03.10.2008 3 Ob 134/08i
    Auch; Beis wie T1
  • 4 Ob 198/09k
    Entscheidungstext OGH 19.01.2010 4 Ob 198/09k
  • 2 Ob 74/10m
    Entscheidungstext OGH 11.11.2010 2 Ob 74/10m
    Vgl; Auch Beis wie T1
  • 4 Ob 46/13p
    Entscheidungstext OGH 17.04.2013 4 Ob 46/13p
    Auch; Beisatz: Innerhalb der folgenden drei Jahre kann der Scheinvater seinen gesamten Regressanspruch ‑ also ohne Beschränkung in Bezug auf die Dauer seiner Leistungen ‑ geltend machen. (T2)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2007:RS0122888

Im RIS seit

10.01.2008

Zuletzt aktualisiert am

02.08.2013

Dokumentnummer

JJR_20071211_OGH0002_0040OB00201_07Y0000_001

Rechtssatz für 3Ob379/54 7Ob121/57 6Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0019915

Geschäftszahl

3Ob379/54; 7Ob121/57; 6Ob63/58; 5Ob569/59; 1Ob64/62; 6Ob173/62; 5Ob327/71; 1Ob14/73; 3Ob71/74; 5Ob651/77; 1Ob754/78; 3Ob89/79; 1Ob580/81; 1Ob618/84; 7Ob688/88; 7Ob705/88 (7Ob706/88); 7Ob530/89; 9ObA1/90; 3Ob606/90; 1Ob633/90; 4Ob518/96; 9ObA178/02w; 1Ob272/02k; 2Ob114/03h; 2Ob149/03f; 4Ob201/07y; 5Ob172/09v; 2Ob74/10m; 5Ob139/11v; 4Ob194/11z; 6Ob134/12t; 3Ob42/14v; 7Ob60/15x; 4Ob50/21p

Entscheidungsdatum

22.09.2021

Rechtssatz

Der animus obligandi ist im Zweifel anzunehmen.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 379/54
    Entscheidungstext OGH 16.06.1954 3 Ob 379/54
    Veröff: SZ 27/175
  • 7 Ob 121/57
    Entscheidungstext OGH 27.03.1957 7 Ob 121/57
  • 6 Ob 63/58
    Entscheidungstext OGH 25.06.1958 6 Ob 63/58
    Beisatz: Beweislast für animus obligandi (der durch Irrtum über die Person des Ersatzpflichtigen nicht ausgeschlossen wird). (T1)
  • 5 Ob 569/59
    Entscheidungstext OGH 02.12.1959 5 Ob 569/59
  • 1 Ob 64/62
    Entscheidungstext OGH 28.03.1962 1 Ob 64/62
  • 6 Ob 173/62
    Entscheidungstext OGH 13.06.1962 6 Ob 173/62
  • 5 Ob 327/71
    Entscheidungstext OGH 18.01.1972 5 Ob 327/71
    Veröff: JBl 1973,210
  • 1 Ob 14/73
    Entscheidungstext OGH 21.03.1973 1 Ob 14/73
  • 3 Ob 71/74
    Entscheidungstext OGH 23.04.1974 3 Ob 71/74
  • 5 Ob 651/77
    Entscheidungstext OGH 13.09.1977 5 Ob 651/77
  • 1 Ob 754/78
    Entscheidungstext OGH 06.12.1978 1 Ob 754/78
  • 3 Ob 89/79
    Entscheidungstext OGH 03.10.1979 3 Ob 89/79
    Veröff: EFSlg 34497
  • 1 Ob 580/81
    Entscheidungstext OGH 03.06.1981 1 Ob 580/81
    Auch
  • 1 Ob 618/84
    Entscheidungstext OGH 27.06.1984 1 Ob 618/84
    Veröff: SZ 57/121
  • 7 Ob 688/88
    Entscheidungstext OGH 10.11.1988 7 Ob 688/88
    Veröff: SZ 61/241 = JBl 1989,444 (Wilhelm) = RZ 1989/33 S 86 = ZVR 1990/154 S 370 = VersR 1989,1110
  • 7 Ob 705/88
    Entscheidungstext OGH 19.01.1989 7 Ob 705/88
    Veröff: SZ 62/9
  • 7 Ob 530/89
    Entscheidungstext OGH 09.03.1989 7 Ob 530/89
    Vgl auch; Beisatz: Bei irrtümlicher Erbringung von Leistungen ist ein hypothetischer Rückforderungswille anzunehmen; für das Fehlen des für eine Klage nach § 1042 ABGB erforderlichen "animus obligandi" ist derjenige beweispflichtig, von dem Ersatz verlangt wird. Ein Verzicht auf den Rückforderungsanspruch wird nicht vermutet. (T2) Veröff: JBl 1989,649
  • 9 ObA 1/90
    Entscheidungstext OGH 31.01.1990 9 ObA 1/90
    Veröff: JBl 1991,127
  • 3 Ob 606/90
    Entscheidungstext OGH 14.11.1990 3 Ob 606/90
    Vgl aber; Beisatz: Dieser Vermutung ist aber dann der Boden entzogen, wenn Unterhaltsansprüche des Unterhaltsberechtigten für die Vergangenheit noch geltend gemacht werden können. (T3) Veröff: SZ 63/202 = JBl 1991,309 (Apathy)
  • 1 Ob 633/90
    Entscheidungstext OGH 06.03.1991 1 Ob 633/90
    Vgl aber; Beis wie T3; Veröff: EFSlg 28/1
  • 4 Ob 518/96
    Entscheidungstext OGH 26.02.1996 4 Ob 518/96
    Veröff: SZ 69/40
  • 9 ObA 178/02w
    Entscheidungstext OGH 04.12.2002 9 ObA 178/02w
    Beisatz: Die Rückforderung ist nur ausgeschlossen, wenn die Leistung nachweislich in der Absicht erfolgte, keinen Ersatz zu verlangen. (T4)
  • 1 Ob 272/02k
    Entscheidungstext OGH 24.02.2003 1 Ob 272/02k
    Veröff: SZ 2003/17
  • 2 Ob 114/03h
    Entscheidungstext OGH 12.06.2003 2 Ob 114/03h
    Beis wie T4
  • 2 Ob 149/03f
    Entscheidungstext OGH 23.09.2004 2 Ob 149/03f
  • 4 Ob 201/07y
    Entscheidungstext OGH 11.12.2007 4 Ob 201/07y
    Beis wie T2; Veröff: SZ 2007/193
  • 5 Ob 172/09v
    Entscheidungstext OGH 01.09.2009 5 Ob 172/09v
    Vgl aber; Beisatz: Im Fall der Konkurrenz zwischen dem eigenen Unterhaltsanspruch des Kindes und dem Anspruch eines zahlenden Dritten nach § 1042 ABGB ist der Vermutung eines „animus obligandi" des Dritten dann der Boden entzogen, wenn noch Unterhaltsansprüche des Kindes geltend gemacht werden können, weil beide Forderungen nicht nebeneinander bestehen können. (T5)
  • 2 Ob 74/10m
    Entscheidungstext OGH 11.11.2010 2 Ob 74/10m
    Auch; Auch Beis wie T2; Auch Beis wie T4; Beisatz: Ist der Aufwand des Leistenden nur eine Folge eines unverschuldeten Irrtums über die wahre Rechtslage, nach der ein anderer leistungspflichtig ist, nicht aber das Ergebnis seines Willensentschlusses, den eigentlich Leistungspflichtigen von dessen Ersatzhaftung zu befreien, so muss in einem solchen Fall der nach § 1042 ABGB in Anspruch Genommene behaupten und beweisen, dass der Anspruchsteller auf den Leistungsersatz auch in Kenntnis des wahren Sachverhalts, somit ohne einen Irrtum verzichtet hätte. (T6); Beisatz: Der Zahlende hat jedenfalls einen Anspruch nach dieser Bestimmung, wenn er dem Empfänger die Leistung unter Verzicht auf eine Kondiktion endgültig belässt und den Aufwand nicht in der Absicht tätigte, keinen Ersatz begehren zu wollen. (T7)
  • 5 Ob 139/11v
    Entscheidungstext OGH 25.08.2011 5 Ob 139/11v
    Auch; Beis wie T2; Beis wie T4
  • 4 Ob 194/11z
    Entscheidungstext OGH 20.12.2011 4 Ob 194/11z
    Auch
  • 6 Ob 134/12t
    Entscheidungstext OGH 13.09.2012 6 Ob 134/12t
    Beis wie T5; Beisatz: Kann der betreuende Elternteil wegen der zwischenzeitig eingetretenen Volljährigkeit keinen Unterhaltsantrag im Namen des Sohnes stellen, scheidet die vorschussweise Zurverfügungstellung durch den leistenden Elternteil aus und ein Anspruch nach § 1042 ABGB steht dem Grunde nach zu. (T8)
  • 3 Ob 42/14v
    Entscheidungstext OGH 21.05.2014 3 Ob 42/14v
  • 7 Ob 60/15x
    Entscheidungstext OGH 02.07.2015 7 Ob 60/15x
    Beis wie T2; Veröff: SZ 2015/68
  • 4 Ob 50/21p
    Entscheidungstext OGH 22.09.2021 4 Ob 50/21p

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1954:RS0019915

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

17.11.2021

Dokumentnummer

JJR_19540616_OGH0002_0030OB00379_5400000_001

Rechtssatz für 1Ob665/57 6Ob63/58 3Ob8...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0019948

Geschäftszahl

1Ob665/57; 6Ob63/58; 3Ob82/60; 1Ob64/62; 5Ob341/62; 2Ob302/64; 6Ob281/70; 5Ob327/71; 5Ob651/77; 3Ob89/79; 1Ob618/84; 1Ob8/86; 3Ob606/90; 1Ob633/90; 6Ob551/92; 4Ob201/07y; 5Ob172/09v; 2Ob74/10m; 4Ob194/11z; 6Ob134/12t; 3Ob42/14v; 4Ob87/17y; 4Ob50/21p

Entscheidungsdatum

22.09.2021

Rechtssatz

Die rechtserzeugende Tatsache des animus obligandi bedarf im Normalfall keines besonderen Beweises der klagenden Partei, weil der Wille, jemanden aus einer Verpflichtung zu entlassen, von vornherein nicht angenommen werden kann, vielmehr grundsätzlich vermutet werden muss, dass eine Leistung nicht unentgeltlich, sondern entgeltlich erbracht wird. Der beklagten Partei steht es frei, den Beweis zu erbringen, dass im Einzelfall dieser der menschlichen Natur entsprechende Grundsatz der Eigennützigkeit nicht zutrifft, der Aufwand vielmehr in der Absicht gemacht worden ist, ihn endgültig aus eigenen Mitteln zu tragen. (Rückersatz des von der Ehefrau für das eheliche Kind geleisteten Unterhaltes vom Ehemann, der irrig für tot gehalten wurde, Beweislast).

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 665/57
    Entscheidungstext OGH 15.01.1958 1 Ob 665/57
    Veröff: SZ 31/8 = EvBl 1958/96 S 158 = RZ 1958,75
  • 6 Ob 63/58
    Entscheidungstext OGH 25.06.1958 6 Ob 63/58
    Beisatz: Beweislast für animus obligandi (der durch Irrtum über die Person des Ersatzpflichtigen nicht ausgeschlossen wird). (T1)
  • 3 Ob 82/60
    Entscheidungstext OGH 11.04.1960 3 Ob 82/60
    nur: Die rechtserzeugende Tatsache des animus obligandi bedarf im Normalfall keines besonderen Beweises der klagenden Partei, weil der Wille, jemanden aus einer Verpflichtung zu entlassen, von vornherein nicht angenommen werden kann, vielmehr grundsätzlich vermutet werden muss, dass eine Leistung nicht unentgeltlich, sondern entgeltlich erbracht wird. Der beklagten Partei steht es frei, den Beweis zu erbringen, dass im Einzelfall dieser der menschlichen Natur entsprechende Grundsatz der Eigennützigkeit nicht zutrifft, der Aufwand vielmehr in der Absicht gemacht worden ist, ihn endgültig aus eigenen Mitteln zu tragen. (T2); Beisatz: Rückersatz des Unterhaltes, den der vermutliche Vater bis zur Feststellung des außerehelichen Vaters bezahlt hat. (T3) Veröff: SZ 33/41
  • 1 Ob 64/62
    Entscheidungstext OGH 28.03.1962 1 Ob 64/62
    nur T2
  • 5 Ob 341/62
    Entscheidungstext OGH 07.02.1963 5 Ob 341/62
    nur T2
  • 2 Ob 302/64
    Entscheidungstext OGH 26.11.1964 2 Ob 302/64
    nur T2; Beisatz: Klage des väterlichen unehelichen Großvaters auf Ersatz des von ihm geleisteten Unterhalts. (T4) Veröff: EvBl 1965/143 S 205
  • 6 Ob 281/70
    Entscheidungstext OGH 08.01.1971 6 Ob 281/70
    nur T2; Veröff: EvBl 1971/207 S 392
  • 5 Ob 327/71
    Entscheidungstext OGH 18.01.1972 5 Ob 327/71
    nur T2; Veröff: JBl 1973,210
  • 5 Ob 651/77
    Entscheidungstext OGH 13.09.1977 5 Ob 651/77
    nur T2
  • 3 Ob 89/79
    Entscheidungstext OGH 03.10.1979 3 Ob 89/79
    Veröff: EFSlg 34497
  • 1 Ob 618/84
    Entscheidungstext OGH 27.06.1984 1 Ob 618/84
    Auch; Veröff: SZ 57/121
  • 1 Ob 8/86
    Entscheidungstext OGH 25.06.1986 1 Ob 8/86
    Auch; Veröff: SZ 59/111
  • 3 Ob 606/90
    Entscheidungstext OGH 14.11.1990 3 Ob 606/90
    Vgl aber; Beisatz: Dieser Vermutung ist aber dann der Boden entzogen, wenn Unterhaltsansprüche des Unterhaltsberechtigten für die Vergangenheit noch geltend gemacht werden können. (T5) Veröff: SZ 63/202 = JBl 1991,309 (Apathy)
  • 1 Ob 633/90
    Entscheidungstext OGH 06.03.1991 1 Ob 633/90
    Vgl aber; Beis wie T5; Veröff: EFSlg 28/1
  • 6 Ob 551/92
    Entscheidungstext OGH 14.05.1992 6 Ob 551/92
    Veröff: EvBl 1992/193 S 836 = ÖVA 1993,30
  • 4 Ob 201/07y
    Entscheidungstext OGH 11.12.2007 4 Ob 201/07y
    nur T2; Veröff: SZ 2007/193
  • 5 Ob 172/09v
    Entscheidungstext OGH 01.09.2009 5 Ob 172/09v
    Vgl aber; Beisatz: Im Fall der Konkurrenz zwischen dem eigenen Unterhaltsanspruch des Kindes und dem Anspruch eines zahlenden Dritten nach § 1042 ABGB ist der Vermutung eines „animus obligandi" des Dritten dann der Boden entzogen, wenn noch Unterhaltsansprüche des Kindes geltend gemacht werden können, weil beide Forderungen nicht nebeneinander bestehen können. (T6)
  • 2 Ob 74/10m
    Entscheidungstext OGH 11.11.2010 2 Ob 74/10m
    Vgl; nur T2; Vgl Beis wie T3; Beisatz: Der vom Scheinvater geltend gemachte Anspruch auf Aufwandersatz gemäß § 1042 ABGB ist nicht schon deshalb zu verneinen, weil er die Unterhaltszahlung in der Überzeugung leistete, dadurch eine eigene Schuld zu erfüllen. (T7)
  • 4 Ob 194/11z
    Entscheidungstext OGH 20.12.2011 4 Ob 194/11z
    Vgl auch
  • 6 Ob 134/12t
    Entscheidungstext OGH 13.09.2012 6 Ob 134/12t
    nur: Die rechtserzeugende Tatsache des animus obligandi bedarf im Normalfall keines besonderen Beweises, weil der Wille, jemanden aus einer Verpflichtung zu entlassen, von vornherein nicht angenommen werden kann. (T8); Beis wie T5; Beis wie T6; Beisatz: Kann der betreuende Elternteil wegen der zwischenzeitig eingetretenen Volljährigkeit keinen Unterhaltsantrag im Namen des Sohnes stellen, scheidet die vorschussweise Zurverfügungstellung durch den leistenden Elternteil aus und ein Anspruch nach § 1042 ABGB steht dem Grunde nach zu. (T9)
  • 3 Ob 42/14v
    Entscheidungstext OGH 21.05.2014 3 Ob 42/14v
    Auch; nur T8
  • 4 Ob 87/17y
    Entscheidungstext OGH 27.07.2017 4 Ob 87/17y
    Auch
  • 4 Ob 50/21p
    Entscheidungstext OGH 22.09.2021 4 Ob 50/21p
    Vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1958:RS0019948

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

17.11.2021

Dokumentnummer

JJR_19580115_OGH0002_0010OB00665_5700000_001

Rechtssatz für 3Ob13/72 1Ob790/82 1Ob6...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0034382

Geschäftszahl

3Ob13/72; 1Ob790/82; 1Ob669/89; 8Ob514/95; 2Ob40/97i; 2Ob118/03x; 7Ob129/03a; 7Ob128/03d; 5Ob126/03w; 1Ob115/05a; 4Ob201/07y; 3Ob219/08i; 7Ob91/10y; 5Ob192/10m; 3Ob70/11g; 9ObA9/12g; 9ObA46/12y; 4Ob245/12a; 7Ob81/14h; 4Ob148/15s; 9ObA106/21k; 8Ob73/21z

Entscheidungsdatum

29.11.2021

Norm

ABGB §1478
  1. ABGB § 1478 heute
  2. ABGB § 1478 gültig ab 01.04.1916 zuletzt geändert durch RGBl. Nr. 69/1916

Rechtssatz

Rechte verjähren durch Nichtausübung innerhalb der dreißigjährigen Verjährungszeit (Paragraph 1478, ABGB). Die Verjährung selbst beginnt mit der objektiven Möglichkeit der Rechtsausübung (JBl 1958, 522).

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 13/72
    Entscheidungstext OGH 02.03.1972 3 Ob 13/72
    Veröff: EvBl 1972/245 S 463
  • 1 Ob 790/82
    Entscheidungstext OGH 15.12.1982 1 Ob 790/82
    nur: Die Verjährung beginnt mit der objektiven Möglichkeit der Rechtsausübung. (T1)
  • 1 Ob 669/89
    Entscheidungstext OGH 15.11.1989 1 Ob 669/89
    nur T1
  • 8 Ob 514/95
    Entscheidungstext OGH 22.06.1995 8 Ob 514/95
    nur T1
  • 2 Ob 40/97i
    Entscheidungstext OGH 29.04.1999 2 Ob 40/97i
    Auch; nur T1; Beisatz: Die Verjährungsfrist beginnt daher erst zu laufen, sobald der Geltendmachung des Anspruchs kein rechtliches Hindernis entgegensteht. (T2)
  • 2 Ob 118/03x
    Entscheidungstext OGH 12.06.2003 2 Ob 118/03x
    nur T1; Beisatz: Die Frage, wann diese objektive Möglichkeit gegeben ist, hängt von den Umständen des Einzelfalles ab. (T3)
  • 7 Ob 129/03a
    Entscheidungstext OGH 30.06.2003 7 Ob 129/03a
    Beis wie T3
  • 7 Ob 128/03d
    Entscheidungstext OGH 05.08.2003 7 Ob 128/03d
    Vgl auch; nur T1; Beis wie T3
  • 5 Ob 126/03w
    Entscheidungstext OGH 17.06.2003 5 Ob 126/03w
    nur T1; Beis wie T3
  • 1 Ob 115/05a
    Entscheidungstext OGH 02.08.2005 1 Ob 115/05a
    nur T1; Beis wie T3
  • 4 Ob 201/07y
    Entscheidungstext OGH 11.12.2007 4 Ob 201/07y
    Veröff: SZ 2007/193
  • 3 Ob 219/08i
    Entscheidungstext OGH 17.12.2008 3 Ob 219/08i
    Auch; Beis wie T2; Beis wie T3
  • 7 Ob 91/10y
    Entscheidungstext OGH 01.09.2010 7 Ob 91/10y
    Auch; Veröff: SZ 2010/107
  • 5 Ob 192/10m
    Entscheidungstext OGH 29.03.2011 5 Ob 192/10m
    nur T1
  • 3 Ob 70/11g
    Entscheidungstext OGH 11.05.2011 3 Ob 70/11g
    Vgl auch; Beis wie T3
  • 9 ObA 9/12g
    Entscheidungstext OGH 27.02.2012 9 ObA 9/12g
    nur T1; Beis wie T3
  • 9 ObA 46/12y
    Entscheidungstext OGH 25.07.2012 9 ObA 46/12y
    Vgl auch; Beis wie T3; Beisatz: Hier: Dreijährige Verjährungsfrist. (T4)
  • 4 Ob 245/12a
    Entscheidungstext OGH 18.06.2013 4 Ob 245/12a
    Vgl auch; Beisatz: Geht man von einer grundsätzlichen Verjährbarkeit von vertraglichen Gestaltungsrechten aus, bedarf es der Klärung durch Auslegung des Parteiwillens, ob sich im konkreten Fall aus der Natur des strittigen Ablöserechts dessen Unverjährbarkeit ergibt. (T5)
    Beisatz: Die allgemeine Aussage, wonach Gestaltungsrechte grundsätzlich in 30 Jahren verjähren, trifft für die ordentliche Kündigung eines Dauerschuldverhältnisses nicht zu. (T6)
  • 7 Ob 81/14h
    Entscheidungstext OGH 04.06.2014 7 Ob 81/14h
    Vgl auch; Beisatz: Wenn keine Bedingung den Schwebezustand bewirkt hat, sondern der Umstand, dass beide Vertragsparteien die Möglichkeit hätten, durch Klagsführung oder Gebrauch von Gestaltungsrechten eine Klärung herbeizuführen, dies aber nicht tun, tritt bei entsprechender Dauer des „Schwebezustandes“ eine Klärung der Rechtslage durch Verjährung ein.
    Es unterliegen nämlich auch Gestaltungsrechte der Verjährung. (T7)
  • 4 Ob 148/15s
    Entscheidungstext OGH 27.01.2016 4 Ob 148/15s
    Auch; Beisatz: Wird ein Wiederkaufsrecht vom Eintritt bestimmter (wirtschaftlicher) Bedingungen abhängig gemacht, kann die Verjährungsfrist frühestens mit Eintritt des vereinbarten Wiederkaufsfalls zu laufen beginnen. (T8)
  • 9 ObA 106/21k
    Entscheidungstext OGH 28.09.2021 9 ObA 106/21k
    Vgl; Beis wie T3
  • 8 Ob 73/21z
    Entscheidungstext OGH 29.11.2021 8 Ob 73/21z
    Beisatz: Hier:Eine Bürgschaft, die für ein Dauerschuldverhältnis eingegangen wird, stellt ein echtes Dauerschuldverhältnis dar. (T9)
    Beisatz: Bezieht sich die Bürgschaftserklärung nicht auf ein bereits entstandene, sondern auf zukünftig immer wieder neu entstehende Verbindlichkeiten für die Dauer des - hier - Kontokorrentverhältnisses, kann man nicht von einem Nichtausüben der Verpflichtung im Sinne des § 1478 ABGB ausgehen. (T10)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1972:RS0034382

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

01.04.2022

Dokumentnummer

JJR_19720302_OGH0002_0030OB00013_7200000_004

Rechtssatz für 1Ob18/79 3Ob542/84 5Ob1...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0104150

Geschäftszahl

1Ob18/79; 3Ob542/84; 5Ob1592/94; 4Ob518/96; 1Ob122/00y; 6Ob129/02t; 9ObA178/02w; 4Ob201/07y; 4Ob119/15a; 2Ob226/16y; 4Ob209/17i; 5Ob69/19m; 8Ob126/22w

Entscheidungsdatum

16.12.2022

Rechtssatz

Die Bestimmung des Paragraph 1042, ABGB kommt nur zur Anwendung, wenn weder zwischen dem Kläger und dem Beklagten noch zwischen dem Kläger und dem Dritten, an den geleistet wurde, sondern nur zwischen dem Beklagten und dem Dritten, eine Rechtsbeziehung, die jenen zum Aufwand verpflichtet hätte, bestand. Entstand der Aufwand in Erfüllung einer Nebenverpflichtung aus einem Bestandvertrag, können Rückersatzansprüche der Bestandnehmer nur aus dem Vertragsverhältnis gegen den Bestandgeber geltend gemacht werden.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 18/79
    Entscheidungstext OGH 15.05.1979 1 Ob 18/79
    Veröff: SZ 52/79
  • 3 Ob 542/84
    Entscheidungstext OGH 30.05.1984 3 Ob 542/84
    nur: Die Bestimmung des § 1042 ABGB kommt nur zur Anwendung, wenn weder zwischen dem Kläger und dem Beklagten noch zwischen dem Kläger und dem Dritten, an den geleistet wurde, sondern nur zwischen dem Beklagten und dem Dritten, eine Rechtsbeziehung, die jenen zum Aufwand verpflichtet hätte, bestand. (T1)
  • 5 Ob 1592/94
    Entscheidungstext OGH 22.11.1994 5 Ob 1592/94
    nur T1
  • 4 Ob 518/96
    Entscheidungstext OGH 26.02.1996 4 Ob 518/96
    nur T1
  • 1 Ob 122/00y
    Entscheidungstext OGH 29.08.2000 1 Ob 122/00y
    nur T1; Beisatz: Die Rechte des Gläubigers bei Nichterfüllung des Vertrags durch den Schuldner sind in den §§ 918, 921 ABGB geregelt. Für einen Anspruch des Gläubigers gegen den Schuldner nach § 1042 ABGB ist daneben kein Raum. (T2)
  • 6 Ob 129/02t
    Entscheidungstext OGH 29.08.2002 6 Ob 129/02t
    nur T1
  • 9 ObA 178/02w
    Entscheidungstext OGH 04.12.2002 9 ObA 178/02w
    Vgl auch; nur T1
  • 4 Ob 201/07y
    Entscheidungstext OGH 11.12.2007 4 Ob 201/07y
    nur T1; Veröff: SZ 2007/193
  • 4 Ob 119/15a
    Entscheidungstext OGH 27.01.2016 4 Ob 119/15a
    Auch; Beisatz: Die Übernahme allgemeiner öffentlicher Pflichten, bezüglich derer kein subjektives Recht einer bestimmten Person besteht, berechtigt den Leistenden nicht zu Ersatzforderungen nach § 1042 ABGB. (T3)
    Beisatz: Voraussetzung einer Klage nach § 1042 ABGB ist die Erfüllung eines Anspruchs eines bestimmten Dritten, der gegen den Beklagten besteht. (T4); Veröff: SZ 2016/6
  • 2 Ob 226/16y
    Entscheidungstext OGH 28.09.2017 2 Ob 226/16y
    nur T1; Beisatz: Besteht eine eigene Schuld des Handelnden, ist § 1042 ABGB nur anwendbar, soweit diese Schuld gegenüber der Schuld des anderen subsidiär war. (T5)
  • 4 Ob 209/17i
    Entscheidungstext OGH 23.01.2018 4 Ob 209/17i
  • 5 Ob 69/19m
    Entscheidungstext OGH 31.07.2019 5 Ob 69/19m
    nur T1
  • 8 Ob 126/22w
    Entscheidungstext OGH 16.12.2022 8 Ob 126/22w
    nur T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1979:RS0104150

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

13.03.2023

Dokumentnummer

JJR_19790515_OGH0002_0010OB00018_7900000_011

Rechtssatz für 1Ob8/79; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0028050

Geschäftszahl

1Ob8/79; 1Ob18/79; 3Ob531/79; 7Ob651/83; 3Ob542/84; 5Ob1592/94; 4Ob518/96; 1Ob122/00y; 9ObA178/02w; 2Ob114/03h; 8Ob129/03h; 7Ob151/05i; 4Ob201/07y; 7Ob252/08x; 2Ob157/10t; 1Ob249/12t; 1Ob239/13y; 7Ob60/15x; 10Ob8/15x; 8Ob126/22w; 5Ob113/23p; 9ObA31/23h

Entscheidungsdatum

27.09.2023

Rechtssatz

Die Ansprüche nach Paragraph 1041 und Paragraph 1042, ABGB haben bloß ergänzende Funktion.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 8/79
    Entscheidungstext OGH 30.03.1979 1 Ob 8/79
  • 1 Ob 18/79
    Entscheidungstext OGH 15.05.1979 1 Ob 18/79
    Beisatz: Auch bloß fahrlässige Verletzung der den Vertragspartnern abliegenden Sorgfaltspflichten kann Ansprüche auf Schadenersatz begründen. (T1) Veröff: SZ 52/79
  • 3 Ob 531/79
    Entscheidungstext OGH 19.03.1980 3 Ob 531/79
    Auch
  • 7 Ob 651/83
    Entscheidungstext OGH 07.07.1983 7 Ob 651/83
    Vgl; Beisatz: § 1042 ABGB gewährt einen selbständigen Anspruch gegen denjenigen, dessen gesetzliche Verpflichtung erfüllt wurde (hier: Unterhalt), mag auch ein Rückforderungsanspruch gemäß § 1431 ABGB gegen den Empfänger bestehen. (T2)
  • 3 Ob 542/84
    Entscheidungstext OGH 30.05.1984 3 Ob 542/84
  • 5 Ob 1592/94
    Entscheidungstext OGH 22.11.1994 5 Ob 1592/94
  • 4 Ob 518/96
    Entscheidungstext OGH 26.02.1996 4 Ob 518/96
    Auch; Beisatz: § 1042 ABGB kommt dann nicht zur Anwendung, wenn die Vermögensverschiebung in einem Rechtsverhältnis zwischen dem Verkürzten und dem Bereicherten einen ausreichenden Rechtsgrund hat oder sonst durch das Gesetz gerechtfertigt oder geregelt ist. Außerdem scheidet die Anwendung des § 1042 ABGB immer dann aus, wenn der Aufwand durch ein Vertragsverhältnis zwischen dem Aufwendenden und dem Empfänger gerechtfertigt war, so, wenn der Kläger infolge einer eigenen Rechtspflicht, insbesondere Vertragspflicht an den Dritten zu leisten hatte. (T3) Veröff: SZ 69/40
  • 1 Ob 122/00y
    Entscheidungstext OGH 29.08.2000 1 Ob 122/00y
  • 9 ObA 178/02w
    Entscheidungstext OGH 04.12.2002 9 ObA 178/02w
    Auch; Beisatz: § 1042 ist im Verhältnis zu § 1422 subsidiär, und zwar gerade dann anwendbar, wenn es an einem (rechtzeitigen) Einlösungsbegehren mangelt. (T4)
  • 2 Ob 114/03h
    Entscheidungstext OGH 12.06.2003 2 Ob 114/03h
    Auch; Beisatz: § 1042 ABGB ergänzt die §§ 1358, 1422 ABGB bei Aufwand für einen anderen, insbesondere bei Bezahlung fremder Schulden, um einen Bereicherungsregress. (T5)
  • 8 Ob 129/03h
    Entscheidungstext OGH 19.12.2003 8 Ob 129/03h
  • 7 Ob 151/05i
    Entscheidungstext OGH 11.07.2005 7 Ob 151/05i
    Beis wie T3; Beisatz: Hier bestand zwischen dem Versicherten (samt Dritten) und dem Versicherer kein Vertragsverhältnis und keine gesetzliche Verpflichtung gegenüber dem Versicherten; dies rechtfertigt die Anwendung des § 1042 ABGB. (T6)
  • 4 Ob 201/07y
    Entscheidungstext OGH 11.12.2007 4 Ob 201/07y
    Auch; Beis wie T3; Veröff: SZ 2007/193
  • 7 Ob 252/08x
    Entscheidungstext OGH 13.05.2009 7 Ob 252/08x
    Auch; Beis ähnlich wie T3
  • 2 Ob 157/10t
    Entscheidungstext OGH 05.05.2011 2 Ob 157/10t
    Vgl aber; Auch Beis wie T2; Bem: Zur Frage der Konkurrenz zwischen Kondiktion nach § 1431 ABGB und Verwendungsanspruch nach § 1042 ABGB siehe nunmehr RS0126987. (T7); Veröff: SZ 2011/60
  • 1 Ob 249/12t
    Entscheidungstext OGH 14.03.2013 1 Ob 249/12t
    Auch; Beis wie T3 nur: Außerdem scheidet die Anwendung des § 1042 ABGB immer dann aus, wenn der Aufwand durch ein Vertragsverhältnis zwischen dem Aufwendenden und dem Empfänger gerechtfertigt war. (T8)
  • 1 Ob 239/13y
    Entscheidungstext OGH 06.03.2014 1 Ob 239/13y
    Auch; Beis ähnlich wie T4
  • 7 Ob 60/15x
    Entscheidungstext OGH 02.07.2015 7 Ob 60/15x
    Beis wie T3; Beis wie T8; Veröff: SZ 2015/68
  • 10 Ob 8/15x
    Entscheidungstext OGH 15.12.2015 10 Ob 8/15x
    Auch; Beis wie T3
  • 8 Ob 126/22w
    Entscheidungstext OGH 16.12.2022 8 Ob 126/22w
    Beis wie T3
  • 5 Ob 113/23p
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 17.08.2023 5 Ob 113/23p
    Beisatz wie T3
  • 9 ObA 31/23h
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 27.09.2023 9 ObA 31/23h

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1979:RS0028050

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

21.12.2023

Dokumentnummer

JJR_19790330_OGH0002_0010OB00008_7900000_002

Rechtssatz für 5Ob144/60; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0034248

Geschäftszahl

5Ob144/60; 1Ob282/66; 8Ob111/70; 4Ob9/71; 3Ob189/74 (3Ob190/74; 3Ob191/74); 4Ob37/76; 1Ob640/77; 4Ob151/77; 3Ob669/77; 6Ob523/78; 3Ob529/77; 4Ob87/78; 6Ob735/78; 8Ob511/79; 3Ob631/79; 1Ob745/80; 1Ob515/81; 3Ob39/80; 4Ob123/81; 1Ob762/81; 1Ob507/83; 2Ob562/83; 9ObA104/88; 7Ob554/92; 5Ob137/92; 5Ob1503/93; 4Ob514/96; 1Ob2341/96p; 4Ob2265/96h; 7Ob284/98k; 6Ob146/00i; 8ObA105/03d; 3Ob121/04x; 9Ob62/04i; 5Ob8/05w; 2Ob74/07g; 4Ob201/07y; 7Ob252/08x; 9ObA20/09w; 7Ob91/10y; 8ObA21/10m; 3Ob187/11p; 9ObA9/12g; 9ObA46/12y; 7Ob51/13w; 3Ob238/16w; 9ObA24/18x; 1Ob78/18d; 9ObA113/18k; 5Ob200/18z; 3Ob245/18b; 5Ob35/19m; 6Ob246/20z; 7Ob98/22w; 2Ob175/22g; 5Ob115/23g

Entscheidungsdatum

30.01.2024

Norm

ABGB §1478
  1. ABGB § 1478 heute
  2. ABGB § 1478 gültig ab 01.04.1916 zuletzt geändert durch RGBl. Nr. 69/1916

Rechtssatz

Die Möglichkeit zu klagen ist im objektiven Sinn zu verstehen. Subjektive oder nur in der Person des Berechtigten liegende Hindernisse haben in der Regel auf den Beginn der Verjährungszeit keinen Einfluss.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 144/60
    Entscheidungstext OGH 08.07.1960 5 Ob 144/60
  • 1 Ob 282/66
    Entscheidungstext OGH 15.12.1966 1 Ob 282/66
    Beisatz: Die Verjährung fängt in der Regel zu laufen an, sobald der Geltendmachung des Anspruches kein rechtliches Hindernis mehr im Wege steht, zB die mangelnde Fälligkeit. (T1) Veröff: JBl 1967,622 = RZ 1967,104
  • 8 Ob 111/70
    Entscheidungstext OGH 12.05.1970 8 Ob 111/70
    Beis wie T1
  • 4 Ob 9/71
    Entscheidungstext OGH 23.02.1971 4 Ob 9/71
    Veröff: Arb 8844
  • 3 Ob 189/74
    Entscheidungstext OGH 05.11.1974 3 Ob 189/74
    nur: Die Möglichkeit zu klagen ist im objektiven Sinn zu verstehen. (T2); Beis wie T1; Veröff: EvBl 1975/166 S 328
  • 4 Ob 37/76
    Entscheidungstext OGH 11.05.1976 4 Ob 37/76
    nur T2; Veröff: Arb 9469
  • 1 Ob 640/77
    Entscheidungstext OGH 06.07.1977 1 Ob 640/77
    nur T2; Beis wie T1; Beisatz: Die Verjährung beginnt grundsätzlich erst mit dem Zeitpunkt zu laufen, in welchem das Recht zuerst hätte ausgeübt werden können. (T3)
  • 4 Ob 151/77
    Entscheidungstext OGH 06.12.1977 4 Ob 151/77
    nur T2; Beis wie T1
  • 3 Ob 669/77
    Entscheidungstext OGH 10.01.1978 3 Ob 669/77
    nur T2; Beis wie T1
  • 6 Ob 523/78
    Entscheidungstext OGH 09.03.1978 6 Ob 523/78
    Auch; Beis wie T1
  • 3 Ob 529/77
    Entscheidungstext OGH 27.06.1978 3 Ob 529/77
    nur T2; Veröff: SZ 51/97
  • 4 Ob 87/78
    Entscheidungstext OGH 24.10.1978 4 Ob 87/78
    Auch; Beis wie T1; Veröff: IndS 1980 H4,1193
  • 6 Ob 735/78
    Entscheidungstext OGH 30.11.1978 6 Ob 735/78
    Auch; nur T2; Beis wie T3; Veröff: RZ 1979/36 S 145
  • 8 Ob 511/79
    Entscheidungstext OGH 14.09.1979 8 Ob 511/79
    nur T2; Beis wie T1; Veröff: SZ 52/137 = ImmZ 1980,220 (zustimmende Anmerkung von Call) = JBl 1980,149
  • 3 Ob 631/79
    Entscheidungstext OGH 21.01.1981 3 Ob 631/79
    nur T2
  • 1 Ob 745/80
    Entscheidungstext OGH 28.01.1981 1 Ob 745/80
    nur T2; Beis wie T3; Veröff: JBl 1982,37 = RZ 1982/12 S 34
  • 1 Ob 515/81
    Entscheidungstext OGH 18.03.1981 1 Ob 515/81
    Beis wie T1; Beisatz: Hier: Ausfall von Arbeitskräften, Zahlungsschwierigkeiten. (T4) Veröff: MietSlg 33249
  • 3 Ob 39/80
    Entscheidungstext OGH 25.03.1981 3 Ob 39/80
    nur T2
  • 4 Ob 123/81
    Entscheidungstext OGH 03.11.1981 4 Ob 123/81
    Veröff: Arb 10062 = DRdA 1987,139 (Holzner)
  • 1 Ob 762/81
    Entscheidungstext OGH 16.12.1981 1 Ob 762/81
    Beis wie T1
  • 1 Ob 507/83
    Entscheidungstext OGH 24.01.1983 1 Ob 507/83
    nur T2; Beis wie T3; Beis wie T1
  • 2 Ob 562/83
    Entscheidungstext OGH 29.02.1984 2 Ob 562/83
    nur T2; Beis wie T1
  • 9 ObA 104/88
    Entscheidungstext OGH 29.06.1988 9 ObA 104/88
    Auch; Beisatz: Die allgemeine oder besondere Befürchtung einer Beeinträchtigung des Arbeitsverhältnisses durch die gerichtliche Geltendmachung von Entgeltforderungen, hat als ein bloß subjektives, in der Person des Berechtigen liegendes Hindernis keinen Einfluss auf den Beginn der Verjährung. (T5)
  • 7 Ob 554/92
    Entscheidungstext OGH 25.06.1992 7 Ob 554/92
    nur T2; Beis wie T1
  • 5 Ob 137/92
    Entscheidungstext OGH 10.11.1992 5 Ob 137/92
    Beis wie T1; Veröff: EvBl 1993/91 S 384 = JBl 1993,526
  • 5 Ob 1503/93
    Entscheidungstext OGH 02.02.1993 5 Ob 1503/93
    Beis wie T1; Veröff: ÖBA 1993,658
  • 4 Ob 514/96
    Entscheidungstext OGH 12.03.1996 4 Ob 514/96
    nur T2; Beis wie T1; Veröff: SZ 69/60
  • 1 Ob 2341/96p
    Entscheidungstext OGH 26.11.1996 1 Ob 2341/96p
    Auch; Beis wie T1
  • 4 Ob 2265/96h
    Entscheidungstext OGH 12.11.1996 4 Ob 2265/96h
    nur T2; Beis wie T1; Beisatz: Hier: "Reine Stundung". (T6)
  • 7 Ob 284/98k
    Entscheidungstext OGH 10.12.1998 7 Ob 284/98k
    nur T2; Beis wie T1
  • 6 Ob 146/00i
    Entscheidungstext OGH 22.02.2001 6 Ob 146/00i
    Beis wie T1; Beis wie T3; Beisatz: Diese Regel gilt grundsätzlich für alle Verjährungsfristen. Soweit das Gesetz keine Ausnahmen macht - etwa im § 1489 ABGB für die Verjährung von Schadenersatzansprüchen - , hat die Kenntnis des Berechtigten vom Bestehen des Anspruches oder der Person des Verpflichteten keinen Einfluss auf den Beginn der Verjährung. (T7)
  • 8 ObA 105/03d
    Entscheidungstext OGH 15.04.2004 8 ObA 105/03d
    Auch; Beis wie T1 nur: Die Verjährung fängt in der Regel zu laufen an, sobald der Geltendmachung des Anspruches kein rechtliches Hindernis mehr im Wege steht. (T8); Beis wie T7 nur: Soweit das Gesetz keine Ausnahmen macht - etwa im § 1489 ABGB für die Verjährung von Schadenersatzansprüchen - , hat die Kenntnis des Berechtigten vom Bestehen des Anspruches oder der Person des Verpflichteten keinen Einfluss auf den Beginn der Verjährung. (T9)
  • 3 Ob 121/04x
    Entscheidungstext OGH 16.02.2005 3 Ob 121/04x
    Auch; nur T2; Beis wie T8; Beis wie T3
  • 9 Ob 62/04i
    Entscheidungstext OGH 06.04.2005 9 Ob 62/04i
    Auch; nur T2
  • 5 Ob 8/05w
    Entscheidungstext OGH 10.05.2005 5 Ob 8/05w
    Beis wie T9; Beisatz: Hier: Mit Rechtskraft des Urteils, mit dem festgestellt wird, dass der Minderjährige kein eheliches Kind ist, besteht kein rechtliches Hindernis mehr, welches einer Unterhaltsklage gegen den leiblichen Vater und damit aber auch dem Beginn der Verjährung der Unterhaltsansprüche entgegensteht. Dass der Minderjährige vom (richtigen) leiblichen Vater, also von der (richtigen) Person des Verpflichteten allenfalls keine (frühere) Kenntnis hatte, spielt für den Beginn der Verjährung als bloß subjektives Hindernis keine Rolle. (T10)
  • 2 Ob 74/07g
    Entscheidungstext OGH 09.08.2007 2 Ob 74/07g
    Auch; Beis wie T8; Beisatz: Subjektive Gründe, wieso ein Gläubiger trotz des Eintrittes der Voraussetzungen einen Anspruch nicht geltend macht, sind für den Beginn der Verjährung grundsätzlich irrelevant. (T11)
  • 4 Ob 201/07y
    Entscheidungstext OGH 11.12.2007 4 Ob 201/07y
    Auch; Beis wie T7, Beis wie T10; Veröff: SZ 2007/193
  • 7 Ob 252/08x
    Entscheidungstext OGH 13.05.2009 7 Ob 252/08x
    Auch; Beis wie T1; Beisatz: Diese Regel gilt grundsätzlich für alle Verjährungsfristen, soweit das Gesetz keine Ausnahmen macht, etwa im § 1489 ABGB für die Verjährung von Schadenersatzansprüchen. (T12)
  • 9 ObA 20/09w
    Entscheidungstext OGH 29.10.2009 9 ObA 20/09w
    Auch
  • 7 Ob 91/10y
    Entscheidungstext OGH 01.09.2010 7 Ob 91/10y
    Auch; Veröff: SZ 2010/107
  • 8 ObA 21/10m
    Entscheidungstext OGH 22.02.2011 8 ObA 21/10m
    Beis wie T1; Beis wie T12
  • 3 Ob 187/11p
    Entscheidungstext OGH 14.12.2011 3 Ob 187/11p
    Vgl
  • 9 ObA 9/12g
    Entscheidungstext OGH 27.02.2012 9 ObA 9/12g
  • 9 ObA 46/12y
    Entscheidungstext OGH 25.07.2012 9 ObA 46/12y
  • 7 Ob 51/13w
    Entscheidungstext OGH 23.05.2013 7 Ob 51/13w
    Beis wie T7
  • 3 Ob 238/16w
    Entscheidungstext OGH 13.12.2016 3 Ob 238/16w
    nur T9; Beis wie T11
  • 9 ObA 24/18x
    Entscheidungstext OGH 25.04.2018 9 ObA 24/18x
    Beisatz: Hier: Verjährung nach § 42 NÖ LVBG. (T13)
  • 1 Ob 78/18d
    Entscheidungstext OGH 29.05.2018 1 Ob 78/18d
    Beis wie T1; nur T9; Beis wie T11
  • 9 ObA 113/18k
    Entscheidungstext OGH 28.11.2018 9 ObA 113/18k
    Auch; Beis wie T7; Beis wie T9; Beisatz: Hier: Verjährungsregel: § 337 Abs 1 ASVG. (T14)
  • 5 Ob 200/18z
    Entscheidungstext OGH 13.12.2018 5 Ob 200/18z
    Beis wie T7
  • 3 Ob 245/18b
    Entscheidungstext OGH 23.01.2019 3 Ob 245/18b
    Auch; Beis wie T7; Beis wie T9
  • 5 Ob 35/19m
    Entscheidungstext OGH 25.04.2019 5 Ob 35/19m
    Beis wie T7
  • 6 Ob 246/20z
    Entscheidungstext OGH 12.05.2021 6 Ob 246/20z
    vgl; Beisatz wie T3; Beisatz wie T7; Beisatz wie T12
    Anm: Veröff: SZ 2021/46
  • 7 Ob 98/22w
    Entscheidungstext OGH 24.08.2022 7 Ob 98/22w
    Beis wie T8; Beisatz: Hier: betreffend Rechtsschutzversicherung. (T15)
  • 2 Ob 175/22g
    Entscheidungstext OGH 22.11.2022 2 Ob 175/22g
    Beisatz: Hier: Verjährung von Pflichtteilsansprüchen. (T16)
  • 5 Ob 115/23g
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 30.01.2024 5 Ob 115/23g
    vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1960:RS0034248

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

05.03.2024

Dokumentnummer

JJR_19600708_OGH0002_0050OB00144_6000000_001

Rechtssatz für 4Ob557/81; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0034343

Geschäftszahl

4Ob557/81; 5Ob639/82; 2Ob562/83; 4Ob6/84; 1Ob563/85; 1Ob606/94; 4Ob514/96; 4Ob2265/96h; 2Ob153/00i; 3Ob121/04x; 2Ob29/06p; 2Ob74/07g; 4Ob201/07y; 2Ob31/07h; 7Ob91/10y; 2Ob74/10m; 1Ob204/10x; 8ObA21/10m; 8ObA22/11k; 7Ob165/10f; 8ObA76/11a; 5Ob116/12p; 7Ob22/13f; 8ObA20/13v; 4Ob148/15s; 9ObA161/15i; 3Ob238/16w; 9ObA24/18x; 1Ob78/18d; 8ObA47/18x; 1Ob127/18k; 5Ob200/18z; 3Ob245/18b; 5Ob35/19m; 5Ob103/19m; 8ObA4/21b; 8ObA95/20h; 7Ob98/22w; 2Ob175/22g; 2Ob64/23k

Entscheidungsdatum

20.02.2024

Norm

ABGB §1478
EG-RL 2000/78/EG - Gleichbehandlungsrahmenrichtlinie 32000L0078 allg
GlBG §15 Abs1
  1. ABGB § 1478 heute
  2. ABGB § 1478 gültig ab 01.04.1916 zuletzt geändert durch RGBl. Nr. 69/1916
  1. GlBG § 15 heute
  2. GlBG § 15 gültig ab 01.08.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 107/2013
  3. GlBG § 15 gültig von 01.08.2008 bis 31.07.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 98/2008
  4. GlBG § 15 gültig von 01.01.2006 bis 31.07.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 82/2005
  5. GlBG § 15 gültig von 01.07.2004 bis 31.12.2005

Rechtssatz

Die Verjährung beginnt grundsätzlich mit dem Zeitpunkt zu laufen, in welchem das Recht "zuerst hätte ausgeübt werden können", seiner Geltendmachung also kein rechtliches Hindernis - zB mangelnde Fälligkeit - mehr entgegensteht (so schon SZ 38/44; Arb 8844 mit weiteren Nachweisen).

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 557/81
    Entscheidungstext OGH 16.02.1982 4 Ob 557/81
  • 5 Ob 639/82
    Entscheidungstext OGH 29.06.1982 5 Ob 639/82
    Beisatz: Hier: Architektenhonorar. (T1)
  • 2 Ob 562/83
    Entscheidungstext OGH 29.02.1984 2 Ob 562/83
  • 4 Ob 6/84
    Entscheidungstext OGH 04.06.1985 4 Ob 6/84
    Veröff: DRdA 1986,307 (Apathy)
  • 1 Ob 563/85
    Entscheidungstext OGH 10.07.1985 1 Ob 563/85
    Veröff: SZ 58/122 = JBl 1986,317 (Huber)
  • 1 Ob 606/94
    Entscheidungstext OGH 23.09.1994 1 Ob 606/94
  • 4 Ob 514/96
    Entscheidungstext OGH 12.03.1996 4 Ob 514/96
    Veröff: SZ 69/60
  • 4 Ob 2265/96h
    Entscheidungstext OGH 12.11.1996 4 Ob 2265/96h
  • 2 Ob 153/00i
    Entscheidungstext OGH 02.08.2000 2 Ob 153/00i
    nur: Die Verjährung beginnt grundsätzlich mit dem Zeitpunkt zu laufen, in welchem das Recht "zuerst hätte ausgeübt werden können", seiner Geltendmachung also kein rechtliches Hindernis mehr entgegensteht. (T2)
  • 3 Ob 121/04x
    Entscheidungstext OGH 16.02.2005 3 Ob 121/04x
    nur T2
  • 2 Ob 29/06p
    Entscheidungstext OGH 14.06.2007 2 Ob 29/06p
    nur T2
  • 2 Ob 74/07g
    Entscheidungstext OGH 09.08.2007 2 Ob 74/07g
    Auch; nur T2; Beisatz: Der Beginn der Verjährung hängt grundsätzlich von der objektiven Möglichkeit der Geltendmachung des Rechtes ab. (T3)
  • 4 Ob 201/07y
    Entscheidungstext OGH 11.12.2007 4 Ob 201/07y
    Veröff: SZ 2007/193
  • 2 Ob 31/07h
    Entscheidungstext OGH 27.03.2008 2 Ob 31/07h
    Auch; Beis wie T3
  • 7 Ob 91/10y
    Entscheidungstext OGH 01.09.2010 7 Ob 91/10y
    Auch; Beis wie T3; Veröff: SZ 2010/107
  • 2 Ob 74/10m
    Entscheidungstext OGH 11.11.2010 2 Ob 74/10m
    nur T2; Beisatz: Es kommt auf die objektive Möglichkeit zur Geltendmachung an. (T4)
    Beisatz: Soweit das Gesetz ‑ anders als etwa bei Schadenersatzansprüchen ‑ keine Ausnahme macht, kommt es auf die Kenntnis des Berechtigten vom Bestehen des Anspruchs oder der Person des Verpflichteten nicht an. (T5)
  • 1 Ob 204/10x
    Entscheidungstext OGH 15.12.2010 1 Ob 204/10x
    nur T2; Beis wie T3; Veröff: SZ 2010/156
  • 8 ObA 21/10m
    Entscheidungstext OGH 22.02.2011 8 ObA 21/10m
    nur T2; Beis wie T3
  • 8 ObA 22/11k
    Entscheidungstext OGH 26.04.2011 8 ObA 22/11k
    Veröff: SZ 2011/53
  • 7 Ob 165/10f
    Entscheidungstext OGH 27.04.2011 7 Ob 165/10f
    Beisatz: Das gilt auch für die kurze Verjährungsfrist nach § 1489 Satz 1 ABGB. (T6)
  • 8 ObA 76/11a
    Entscheidungstext OGH 22.11.2011 8 ObA 76/11a
    nur T2
  • 5 Ob 116/12p
    Entscheidungstext OGH 20.11.2012 5 Ob 116/12p
    Auch; Beisatz: Hier: Verjährungszeitpunkt der Erbschaftsklage und Heimfall. (T7)
    Veröff: SZ 2012/122
  • 7 Ob 22/13f
    Entscheidungstext OGH 17.04.2013 7 Ob 22/13f
    Auch
  • 8 ObA 20/13v
    Entscheidungstext OGH 27.06.2013 8 ObA 20/13v
  • 4 Ob 148/15s
    Entscheidungstext OGH 27.01.2016 4 Ob 148/15s
    Beisatz: Wird ein Wiederkaufsrecht vom Eintritt bestimmter (wirtschaftlicher) Bedingungen abhängig gemacht, kann die Verjährungsfrist frühestens mit Eintritt des vereinbarten Wiederkaufsfalls zu laufen beginnen. (T8)
  • 9 ObA 161/15i
    Entscheidungstext OGH 27.01.2016 9 ObA 161/15i
  • 3 Ob 238/16w
    Entscheidungstext OGH 13.12.2016 3 Ob 238/16w
  • 9 ObA 24/18x
    Entscheidungstext OGH 25.04.2018 9 ObA 24/18x
    Auch; Beis wie T5; Beisatz: Hier: Verjährung nach § 42 NÖ LVBG. (T9)
  • 1 Ob 78/18d
    Entscheidungstext OGH 29.05.2018 1 Ob 78/18d
    nur T2; Beis wie T4; Beis wie T5
  • 8 ObA 47/18x
    Entscheidungstext OGH 28.08.2018 8 ObA 47/18x
    Auch; Beisatz: Der Beginn des Laufs der Verjährungsfrist des § 4 Abs 5 UrlG setzt – wie im allgemeinen Zivilrecht – die objektive Möglichkeit der Geltendmachung des Anspruchs voraus. (T10)
    Beisatz: In der Zeit zwischen dem Ende der Kündigungsfrist und dem der Anfechtungsklage stattgebenden Urteil bestehen vorweg keine wechselseitigen Leistungs- und Entgeltpflichten, also aufgrund der Beendigung des Dienstverhältnisses auch kein Urlaubsanspruch des Dienstnehmers. Der Arbeitnehmer kann in dieser Zwischenzeit weder die Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses noch die Weiterzahlung des Entgelts verlangen und keinen Urlaub beanspruchen. (T11)
  • 1 Ob 127/18k
    Entscheidungstext OGH 21.11.2018 1 Ob 127/18k
    Beis wie T3; Beis wie T4
  • 5 Ob 200/18z
    Entscheidungstext OGH 13.12.2018 5 Ob 200/18z
  • 3 Ob 245/18b
    Entscheidungstext OGH 23.01.2019 3 Ob 245/18b
    Auch
  • 5 Ob 35/19m
    Entscheidungstext OGH 25.04.2019 5 Ob 35/19m
    Beis wie T4
  • 5 Ob 103/19m
    Entscheidungstext OGH 27.11.2019 5 Ob 103/19m
    Beis wie T3; Veröff: SZ 2019/108
  • 8 ObA 4/21b
    Entscheidungstext OGH 25.03.2021 8 ObA 4/21b
    nur T2; Beisatz: Die Verjährungsfrist einer allein auf einem Verstoß gegen eine europäische Richtlinie (hier: RL 2000/78/EG) beruhenden Forderung kann frühestens mit dem Ende der Umsetzungsfrist der entsprechenden Richtlinie zu laufen beginnen. (T12)
  • 8 ObA 95/20h
    Entscheidungstext OGH 25.06.2021 8 ObA 95/20h
    Vgl; Beisatz: Hier: Mit Entgeltdiskriminierung begründeter Anspruch auf Erbringung eines nachträglichen Deckungserfordernisses in die Pensionskasse, das als vorweggenommene Pensions- und damit Entgeltzahlung anzusehen ist. (T13)
  • 7 Ob 98/22w
    Entscheidungstext OGH 24.08.2022 7 Ob 98/22w
    nur T2; Beisatz: Hier: betreffend Rechtsschutzversicherung. (T14)
  • 2 Ob 175/22g
    Entscheidungstext OGH 22.11.2022 2 Ob 175/22g
    Beisatz: Hier: Verjährung von Pflichtteilsansprüchen. (T15)
  • 2 Ob 64/23k
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 20.02.2024 2 Ob 64/23k
    vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1982:RS0034343

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

18.03.2024

Dokumentnummer

JJR_19820216_OGH0002_0040OB00557_8100000_001

Rechtssatz für 4Ob15/05t; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0119861

Geschäftszahl

4Ob15/05t; 8Ob68/06t; 4Ob201/07y; 2Ob175/07k; 3Ob134/08i; 4Ob198/09k; 8Ob123/15v; 5Ob69/19m; 2Ob23/24g

Entscheidungsdatum

20.02.2024

Rechtssatz

Die Verjährungsfrist eines Anspruchs nach Paragraph 1042, ABGB folgt aus Gründen des Schuldnerschutzes der des getilgten Anspruchs. Der Ersatzanspruch nach Paragraph 1042, ABGB unterliegt daher keiner längeren Verjährung als der ihm zugrunde liegende Schadenersatzanspruch.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 15/05t
    Entscheidungstext OGH 05.04.2005 4 Ob 15/05t
    Veröff: SZ 2005/50
  • 8 Ob 68/06t
    Entscheidungstext OGH 19.06.2006 8 Ob 68/06t
    Auch
  • 4 Ob 201/07y
    Entscheidungstext OGH 11.12.2007 4 Ob 201/07y
    Ähnlich; Beisatz: Hier: Unterhaltsanspruch. (T1); Veröff: SZ 2007/193
  • 2 Ob 175/07k
    Entscheidungstext OGH 24.01.2008 2 Ob 175/07k
    Vgl auch
  • 3 Ob 134/08i
    Entscheidungstext OGH 03.10.2008 3 Ob 134/08i
    Vgl; Beis wie T1
  • 4 Ob 198/09k
    Entscheidungstext OGH 19.01.2010 4 Ob 198/09k
    Auch; Beis wie T1
  • 8 Ob 123/15v
    Entscheidungstext OGH 19.02.2016 8 Ob 123/15v
    Auch
  • 5 Ob 69/19m
    Entscheidungstext OGH 31.07.2019 5 Ob 69/19m
  • 2 Ob 23/24g
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 20.02.2024 2 Ob 23/24g
    Beisatz: Hier: dreijährige Verjährung für wiederkehrende Leistungen iSd § 1480 ABGB (T2)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2005:RS0119861

Im RIS seit

05.05.2005

Zuletzt aktualisiert am

18.03.2024

Dokumentnummer

JJR_20050405_OGH0002_0040OB00015_05T0000_001

Entscheidungstext 4Ob201/07y

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Fundstelle

Zak 2008/114 S 71 - Zak 2008,71 = EF-Z 2008/36 S 63 - EF-Z 2008,63 = EF-Z 2008/58 S 99 (Rummel) - EF-Z 2008,99 (Rummel) = iFamZ 2008/37 S 71 - iFamZ 2008,71 = EvBl 2008/69 S 362 - EvBl 2008,362 = ecolex 2008/176 S 522 - ecolex 2008,522 = ÖA 2008,24 U532 - ÖA 2008 U532 = Huber, iFamZ 2008,244 = EFSlg 117.243 = EFSlg 117.245 = RZ 2008,207 EÜ227 - RZ 2008 EÜ227 = SZ 2007/193

Geschäftszahl

4Ob201/07y

Entscheidungsdatum

11.12.2007

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofs Dr. Zechner als Vorsitzenden und durch die Hofrätin des Obersten Gerichtshofs Dr. Schenk sowie die Hofräte des Obersten Gerichtshofs Dr. Vogel, Dr. Jensik und Dr. Musger als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei Franz W*****, vertreten durch Dr. Alfred Hawel und Dr. Ernst Eypeltauer, Rechtsanwälte in Linz, wider die beklagte Partei Gerhard B*****, vertreten durch Prof. Haslinger & Partner, Rechtsanwälte in Linz, wegen 6.956,86 EUR sA, infolge Revision der beklagten Partei gegen das Urteil des Landesgerichts Linz als Berufungsgericht vom 21. Juni 2007, GZ 15 R 51/07m-11, mit dem infolge Berufung der beklagten Partei das Urteil des Bezirksgerichts Urfahr-Umgebung vom 17. November 2006, GZ 6 C 246/06x-7, bestätigt wurde, in nichtöffentlicher Sitzung zu Recht erkannt:

Spruch

Der Revision wird nicht Folge gegeben.

Die beklagte Partei ist schuldig, der klagenden Partei die mit 499,39 EUR (darin 83,23 EUR USt) bestimmten Kosten der Revisionsbeantwortung binnen 14 Tagen zu ersetzen.

Text

Entscheidungsgründe:

Der am 27. 9. 2000 geborene Clemens P***** ist der außereheliche Sohn des Beklagten und der Monika P*****. Am 27. 10. 2000 anerkannte der Kläger die Vaterschaft hinsichtlich des Minderjährigen und verpflichtete sich gleichzeitig zu einer monatlichen Unterhaltsleistung in Höhe von 203,48 EUR. Mit Beschluss des Bezirksgerichts Pregarten vom 21. 4. 2006 (rechtskräftig seit 24. 5. 2006) wurde das Vaterschaftsanerkenntnis - über Antrag des Klägers vom 18. 10. 2005 - für rechtsunwirksam erklärt und der Beklagte - über Antrag des Minderjährigen - nach Einholung eines DNA-Gutachtens als leiblicher Vater des Minderjährigen festgestellt. Der Kläger hat im Zeitraum September 2000 bis August 2005 203,48 EUR monatlich - insgesamt 12.208,86 EUR - Unterhaltsleistungen erbracht, wovon ihm der Beklagte 5.252 EUR ersetzt hat.

Mit Klage vom 14. 7. 2006 begehrte der Kläger als Scheinvater vom leiblichen Vater den Ersatz der restlichen von ihm erbrachten Unterhaltsleistungen. Er habe die Vaterschaft ausschließlich aufgrund der Angaben der Mutter anerkannt und seit der Geburt des Kindes bis August 2005 Unterhalt für den Minderjährigen geleistet. Dadurch habe er einen Aufwand im Sinne des Paragraph 1042, ABGB getätigt, für den der Beklagte hätte aufkommen müssen. Erst 2005 seien ihm Umstände zur Kenntnis gelangt, die seine Vaterschaft in Frage gestellt hätten; die Mutter habe damals die Möglichkeit eines anderen Vaters nicht bestritten. Ein vom Kläger sogleich veranlasstes Abstammungsgutachten habe ihn als Vater ausgeschlossen und ihn zur Beseitigung seines Vaterschaftsanerkenntnisses veranlasst. Der dem Kläger nach Unwirksamerklärung des Vaterschaftsanerkenntnisses zustehende Regressanspruch verjähre nach 30 Jahren. Auch die dreijährige Verjährungsfrist sei noch nicht abgelaufen, weil der Beginn des Fristenlaufes nach Paragraph 1480, ABGB mit der am 21. 4. 2006 erfolgten Unwirksamerklärung des Vaterschaftsanerkenntnisses anzusetzen sei; erst zu diesem Zeitpunkt sei das rechtliche Hindernis für die Geltendmachung eines Regressanspruchs weggefallen.

Der Beklagte wendete ein, der geltend gemachte Regressanspruch unterliege im Sinne des Schuldnerschutzes derselben dreijährigen Verjährungsfrist wie der zugrunde liegende Unterhaltsanspruch. Der Kläger habe die eingeklagten Unterhaltszahlungen vor dem 14. 7. 2003 erbracht, weshalb ein allfälliger Rückersatzanspruch verjährt sei. Die objektive Möglichkeit, das Vaterschaftsanerkenntnis zu beseitigen, habe bereits am Tag nach dessen Abgabe bestanden; es habe weder die Ehelichkeitsvermutung des Paragraph 138, ABGB noch ein gegen den Kläger ergangenes Vaterschaftsfeststellungsurteil bestanden. Auch habe der Kläger die Unterhaltsbeiträge nicht in der erforderlichen Absicht, Ersatz zu begehren, geleistet, sodass ihm hinsichtlich seiner irrtümlich erbrachten Unterhaltsleistungen lediglich Rückersatzansprüche gegen den Minderjährigen sowie Schadenersatzansprüche gegen dessen Mutter zustünden.

Das Erstgericht gab der Klage statt. Der Kläger als Scheinvater habe nach Beseitigung des ihn als Vater feststellenden Rechtsakts einen Ersatzanspruch nach Paragraph 1042, ABGB gegen den Beklagten als wahren Vater. Im Falle irrtümlich erbrachter Leistungen sei der erforderliche animus obligandi anzunehmen und ein Verzicht auf den Rückersatz nicht zu vermuten. Der Kläger habe durch die Klagsführung zum Ausdruck gebracht, seine Leistungen als solche auf die Unterhaltspflicht des Beklagten gelten zu lassen, deshalb stehe dem Minderjährigen ein Unterhaltsanspruch für die Vergangenheit insofern nicht mehr zu. Der Rückforderungswille des Klägers sei zu vermuten. Von einem Fehlen des erforderlichen animus obligandi könne nicht gesprochen werden, weil der Kläger zum Zeitpunkt der Unterhaltsleistungen von seiner in Wahrheit nicht bestehenden Unterhaltspflicht keine Kenntnis gehabt und bereits vor Feststellung der Vaterschaft des Beklagten keinen Unterhalt mehr geleistet habe. Der in der Rechtsprechung vertretene Grundsatz, dass die Verjährungsfrist des Paragraph 1042, ABGB jener der getilgten Forderung folge, sei im Anlassfall aufgrund des anders gelagerten Sachverhaltes nicht anzuwenden. Diese Rechtsprechung diene der Vermeidung einer Umgehung der bloß dreijährigen Verjährungsfrist für den Grundanspruch durch Geltendmachung eines der 30-jährigen Verjährungsfrist unterliegenden Bereicherungsanspruchs. Diese Rechtsprechung sei auch keinesfalls generell und uneingeschränkt anzuwenden, sondern die Verjährungsfrist sei im Einzelfall zu prüfen. Im Übrigen stehe dem Kläger der Regressanspruch ohnehin erst ab dem Zeitpunkt der Beseitigung des Vaterschaftsanerkenntnisses zu, sodass der Klagsbetrag selbst im Falle des Eingreifens der kurzen Verjährungsfrist noch nicht verjährt sei.

Das Berufungsgericht bestätigte dieses Urteil und sprach - auf Antrag der Beklagten gemäß Paragraph 508, Absatz eins, ZPO - letztlich aus, dass die ordentliche Revision zulässig sei, weil höchstgerichtliche Rechtsprechung zum Beginn der Verjährungsfrist eines Rückersatzanspruchs des Scheinvaters für geleistete Unterhaltszahlungen nach Wegfall eines Vaterschaftsanerkenntnisses fehle. Dem Kläger, der in der Meinung, Vater zu sein, vorerst die Vaterschaft anerkannt und Unterhaltsleistungen erbracht habe, stehe ein Ersatzanspruch nach Paragraph 1042, ABGB gegen den in Wahrheit nach dem Gesetz Unterhaltspflichtigen nach Unwirksamerklärung des Vaterschaftsanerkenntnisses zu; bis dahin habe er eine eigene Verpflichtung gegenüber dem Minderjährigen erfüllt. Die Anwendung des Paragraph 1042, ABGB setze nicht eine Leistung des Klägers im Bewusstsein, eine fremde Verbindlichkeit zu erfüllen, voraus. Ein solches Erfordernis würde den Ersatzanspruch nach dieser Bestimmung unterlaufen. Der Scheinvater, der in Unkenntnis seiner Nichtvaterschaft Leistungen erbringe, könne naturgemäß im Zeitpunkt der einzelnen Leistungen keinen Rückforderungswillen haben, zumal er im Glauben handle, eine eigene Verpflichtung zu erfüllen. Der geleistete Aufwand des Klägers sei die Folge eines unverschuldeten Irrtums, weshalb der Beklagte zu beweisen habe, dass der Kläger auf den Rückersatz auch dann verzichtet hätte, wenn er den wahren Sachverhalt gekannt hätte. Bei der Beurteilung, ob auf eine Rückforderung verzichtet worden sei, komme es nur auf den seit der rechtskräftigen Feststellung der Vaterschaft des Beklagten verstrichenen Zeitraum an. Ob die lange oder kurze Verjährungsfrist zur Anwendung gelange, könne offen bleiben: Der Kläger habe bis zur rechtskräftigen Unwirksamerklärung des Vaterschaftsanerkenntnisses keinen Ersatzanspruch nach Paragraph 1042, ABGB geltend machen können, weshalb die Verjährungsfrist nicht vor diesem Zeitpunkt begonnen habe. Das Vaterschaftsanerkenntnis sei mit Beschluss vom 21. 4. 2006 für rechtsunwirksam erklärt und die Klage bereits am 14. 7. 2006 erhoben worden, weshalb selbst bei Annahme einer dreijährigen Frist der verfolgte Ersatzanspruch nicht verjährt sei.

Rechtliche Beurteilung

Die Revision ist aus dem vom Berufungsgericht genannten Grund zulässig; das Rechtsmittel ist aber nicht berechtigt.

Der Beklagte macht geltend, es liege kein Fall des Paragraph 1042, ABGB vor, weil der Kläger den Aufwand in der Überzeugung, eine eigene Schuld zu erfüllen, getätigt habe; in einem solchen Fall bestehe nur ein Rückforderungsanspruch gegen den Minderjährigen und ein Schadenersatzanspruch gegen die Mutter. Überdies unterliege ein allfälliger Rückforderungsanspruch wegen geleisteter Unterhaltszahlungen aus Gründen des Schuldnerschutzes der kurzen Verjährungsfrist, weil die Ansammlung ruinöser, auf einmal fälliger Zahlungsrückstände vermieden werden solle. Die dreijährige Frist werde in Gang gesetzt, sobald der Gläubiger die objektive Möglichkeit habe, den Rückforderungsanspruch geltend zu machen. Der Kläger habe ab Geburt des Kindes die objektive Möglichkeit gehabt, die Vaterschaft überprüfen und sein Vaterschaftsanerkenntis beseitigen zu lassen; die Unterlassung dessen dürfe nicht zu Lasten des Beklagten gehen.

1.1. Wer für einen anderen einen Aufwand macht, den dieser nach dem Gesetz selbst hätte machen müssen, hat nach Paragraph 1042, ABGB das Recht, den Ersatz zu fordern. Davon sind vor allem auch Unterhaltspflichten erfasst (Koziol in KBB² Paragraph 1042, Rz 2 mwN).

1.2. Ein Anspruch gemäß Paragraph 1042, ABGB scheidet aus, wenn der Aufwand durch einen gültigen Rechtsgrund im Verhältnis zwischen dem Aufwendenden und dem Empfänger gerechtfertigt war, demnach dann, wenn der Kläger infolge einer eigenen Rechts-, insbesondere auch Vertragspflicht an den Dritten leisten musste (4 Ob 518/96 = SZ 69/40 mwN; RIS-Justiz RS0028050 [T3]). Die erörterte Bestimmung ist somit nur anzuwenden, wenn weder zwischen dem Kläger und dem Beklagten noch zwischen dem Kläger und dem Dritten als Leistungsempfänger, sondern nur zwischen dem Beklagten und dem Dritten eine Rechtsbeziehung bestand, die jenen zum Aufwand verpflichtet hätte (4 Ob 518/96 = SZ 69/40 mwN; RIS-Justiz RS0104150).

1.3. War der Zahlende der Meinung, eine eigene Verbindlichkeit zu erfüllen, beglich er jedoch irrtümlich eine fremde Schuld, so steht ihm grundsätzlich eine Leistungskondiktion nach Paragraph 1431, ABGB gegen den Empfänger zu, während der Gläubiger seinen Anspruch gegen den wahren Schuldner geltend machen kann (Koziol/Welser II13 290 f). Vor diesem Hintergrund schiede ein Anspruch gemäß Paragraph 1042, ABGB nach herrschender Ansicht aus, weil der wahre Schuldner mangels Befreiung von seiner Verbindlichkeit nicht bereichert wäre (Koziol aaO Rz 4).

1.4. Ein Vorteil für den durch die Zahlung des Irrenden begünstigten Schuldner soll nach anderer Auffassung aber bereits darin liegen, dass sich der Schuldner die Leistung vorläufig erspart habe. Nach dieser Sicht der Rechtslage setzt der Aufwandersatzanspruch gemäß Paragraph 1042, ABGB nicht voraus, dass der Leistende den Schuldner von dessen Verpflichtung befreit habe (Apathy in Schwimann, ABGB³ Paragraph 1042, ABGB Rz 5; Auckenthaler, Irrtümliche Zahlung fremder Schulden [1980] 59 ff; Reischauer, Unterhalt für die Vergangenheit und materielle Rechtskraft, JBl 2000, 421, 429). Eine solche Konsequenz ergebe sich weder aus dem Gesetzeswortlaut noch (zwingend) aus historischer Interpretation (Apathy, JBl 1991, 311; Kerschner, „Naturale" Bereicherungsansprüche im öffentlichen Recht? JBl 1986, 702, 704). Es genüge vielmehr, dass sich der Schuldner die Leistung vorläufig erspart habe. Der Unterhaltsberechtigte und der Drittzahler seien dann als Gesamtgläubiger anspruchsberechtigt (Apathy in Schwimann aaO Paragraph 1042, ABGB Rz 5; Rummel in Rummel, ABGB³ Paragraph 1042, Rz 4).

1.5. Der Zahlende hat indes jedenfalls einen Anspruch nach Paragraph 1042, ABGB, wenn er dem Empfänger die Leistung unter Verzicht auf eine Kondiktion endgültig belässt (Koziol aaO Paragraph 1042, Rz 4 mwN) und den Aufwand nicht in der Absicht tätigte, keinen Ersatz begehren zu wollen (Koziol aaO Paragraph 1042, Rz 3). Eine Absicht des Zahlenden, keinen Ersatz zu verlangen, ist nicht zu vermuten. Eine Rückforderung ist daher nur ausgeschlossen, wenn die streitverfangene Leistung nachweislich in der Absicht erfolgte, keinen Ersatz begehren zu wollen (2 Ob 149/03f). Die Behauptungs- und Beweislast für einen mangelnden Ersatzwillen hat der Beklagte. Diese Grundsätze gelten auch für einen Aufwand des Leistenden infolge eines unverschuldeten Irrtums über die wahre Rechtslage, nach der ein anderer leistungspflichtig ist. Dann ist der Aufwand des Leistenden nur eine Folge des Irrtums, nicht aber das Ergebnis seines Willensentschlusses, den eigentlich Leistungspflichtigen von dessen Ersatzhaftung zu befreien. In einem solchen Fall muss der nach Paragraph 1042, ABGB in Anspruch Genommene behaupten und beweisen, dass der Kläger auf den Leistungsersatz auch in Kenntnis des wahren Sachverhalts - somit ohne einen Irrtum im Zeitpunkt der Zahlung - verzichtet hätte (3 Ob 82/60 = SZ 33/41; siehe ferner RIS-Justiz RS0019948). Somit ist hier der vom Scheinvater geltend gemachte Anspruch auf Aufwandersatz gemäß Paragraph 1042, ABGB nicht schon deshalb zu verneinen, weil der Kläger die streitverfangenen Unterhaltszahlungen in der Überzeugung leistete, dadurch eine eigene Schuld zu erfüllen.

1.6. Der Kläger brachte vor, er habe für den Minderjährigen Unterhalt geleistet, obgleich der Beklagte als dessen Vater unterhaltspflichtig gewesen wäre (ON 1). Er habe damit nur „eine vermeintlich eigene Schuld beglichen" (ON 5 S 5). Die Behauptungen des Beklagten, die streitverfangenen Unterhaltszahlungen seien „nicht in der Absicht" erbracht worden, „Ersatz zu begehren", und der Leistende habe einen Anspruch gemäß Paragraph 1431, ABGB gegen den Empfänger, wurden vom Kläger bestritten (ON 6 S 1 f). Auf diesem Boden wurde bereits im Ersturteil zutreffend ausgesprochen, der Kläger habe „durch die gerichtliche Geltendmachung des Ersatzanspruchs zum Ausdruck gebracht ..., seine Leistungen als Leistungen auf die Unterhaltspflicht des Beklagten gelten zu lassen", konnte doch der Klageanspruch - im Licht der unter 1.3. referierten herrschenden Meinung - nur unter dieser Voraussetzung erfolgreich sein. Der Kläger trat dieser Beurteilung seines Verhaltens überdies auch im Rechtsmittelverfahren nicht entgegen. So ist in der Revisionsbeantwortung die Rede davon, er habe eine Unterhaltspflicht des Beklagten „erfüllt". Wollte der Kläger dem Empfänger die erbrachten Unterhaltsleistungen aber endgültig belassen, so steht einem Ersatzanspruch nach Paragraph 1042, ABGB gegen den Beklagten insofern jedenfalls kein Hindernis im Weg. Der Beklagte behauptete ferner gar nicht, der Kläger hätte auf einen Ersatz gemäß Paragraph 1042, ABGB auch dann verzichtet, wenn er dessen Vaterschaft bereits im Leistungszeitpunkt gekannt hätte. Damit sind - nach den Erwägungen unter 1.5. - alle Voraussetzungen für die Bejahung eines Verwendungsanspruchs verwirklicht. Der Klageanspruch könnte daher nur scheitern, wenn der Verjährungseinrede des Beklagten Berechtigung zukäme.

2.1. Wie der Senat in der Entscheidung 4 Ob 15/05t (= SZ 2005/50) begründete, folgt die Verjährungsfrist beim Anspruch nach Paragraph 1042, ABGB aus Gründen des Schuldnerschutzes jener des getilgten Anspruchs (RIS-Justiz RS0119861). Dieser Auffassung schloss sich mittlerweile - in einer Rechtssache, deren Gegenstand ein Ersatzanspruch gemäß Paragraph 1042, ABGB wegen erbrachter Unterhaltsleistungen war - der 8. Senat an (8 Ob 68/06t = EF-Ziffer 2006 /, 50, [Gitschthaler]). Sie wird in der Revisionsbeantwortung unter Berufung auf Spiro (Die Begrenzung privater Rechte durch Verjährungs-, Verwirkungs- und Fatalfristen römisch eins [Bern 1975] 622 ff) mit dem Argument bekämpft, der Hauptgrund für die kurze Verjährung bei wiederkehrenden Ansprüchen liege darin, dass der Gläubiger solche Ansprüche weniger leicht vergesse, sein Schweigen daher rascher einem Verzicht gleichzuhalten sei „und die Geltendmachung der Forderung für den Schuldner bald unerwartet komme". Das bedarf hier indes keiner Erörterung, weil die Entscheidung, wie tieferstehend zu begründen sein wird, nicht davon abhängt, ob für den Klageanspruch eine dreijährige oder doch eine dreißigjährige Verjährungsfrist maßgebend ist.

2.2. Die Verjährung beginnt grundsätzlich mit dem Zeitpunkt, in dem das Recht zuerst hätte ausgeübt werden können. Insofern kommt es auf die objektive Möglichkeit zur Geltendmachung an. Wesentlich ist demnach jener Zeitpunkt, in dem der Rechtsausübung kein rechtliches Hindernis mehr entgegenstand (RIS-Justiz RS0034343, RS0034382). Soweit das Gesetz - anders als etwa in Paragraph 1489, ABGB für Schadenersatzansprüche - keine Ausnahmen macht, hat die Kenntnis des Berechtigten vom Bestehen des Anspruchs oder der Person des Verpflichteten keinen Einfluss auf den Verjährungsbeginn (RIS-Justiz RS0034248 [T7]).

2.3. Ein kraft Urteils als unehelicher Vater festgestellter und zum Unterhalt an das Kind verpflichteter Mann kann die von ihm erbrachten Unterhaltsleistungen erst dann gemäß Paragraph 1042, ABGB vom wahren Vater des Kindes zurückverlangen, wenn das gegen ihn im Vaterschaftsprozess ergangene, der Sache nach unrichtige Urteil beseitigt ist (8 Ob 649/86 = EFSlg 54.188 = RIS-Justiz RS0048557 [T2]). Bis dahin erfüllt er eine eigene Pflicht (Apathy in Schwimann aaO Paragraph 1042, Rz 7 mwN).

2.4. Im Ergebnis Gleiches gilt im Fall eines während aufrechter Ehe geborenen Kindes: Erst mit Rechtskraft des Urteils, in dem festgestellt wurde, dass der Minderjährige kein eheliches Kind ist, besteht für die Geltendmachung eines Unterhaltsanspruchs gegen den leiblichen Vater kein - der Verjährung einzelner Unterhaltsleistungen entgegenstehendes - rechtliches Hindernis mehr. Erlangte der Unterhaltsberechtigte vom leiblichen Vater, also von der richtigerweise unterhaltspflichtigen Person aus subjektiven Gründen keine frühere Kenntnis, so spielt das für den Verjährungsbeginn nach der Rechtsprechung keine Rolle (5 Ob 8/05w = RIS-Justiz RS0034248 [T10]).

2.5. Das vom Kläger am 27. 10. 2000 abgegebene, gemäß Art römisch IV FamErbRÄG 2004 BGBl römisch eins 2004/58 nach der Rechtslage vor dem 1. 1. 2005 zu beurteilende Vaterschaftsanerkenntnis, dessen Rechtswirksamkeit im Verfahren unbestritten blieb, begründete mit rechtsgestaltender Wirkung das familienrechtliche Verhältnis der unehelichen Vaterschaft zwischen dem Anerkennenden und dem Kind mit Wirkung gegenüber jedermann (Paragraph 163 b, ABGB in der Fassung vor dem FamErbRÄG 2004 BGBl römisch eins 2004/58). Das so begründete Statusverhältnis bleibt bis zur Beseitigung des Anerkenntnisses auf dem nach dem Gesetz vorgesehenen Weg aufrecht (Stabentheiner in Rummel, ABGB³ Paragraph 163 b, Rz 1). Es ist infolge seiner Feststellungswirkung auch ein von Amts wegen wahrzunehmendes Prozesshindernis für die sachliche Prüfung einer Vaterschaftsklage gegen einen anderen Mann (RIS-Justiz RS0048593). Vor dem Hintergrund dieser Rechtslage stand der Geltendmachung eines Ersatzanspruchs nach Paragraph 1042, ABGB durch den Scheinvater auch im nunmehrigen Anlassfall als rechtliches Hindernis der Umstand entgegen, dass der Kläger gegenüber jedermann als Vater galt, solange das Vaterschaftsanerkenntnis nicht rechtswirksam beseitigt war.

Die Ausführungen zum Verjährungsbeginn sind daher wie folgt zusammenzufassen:

Die Verjährung des Anspruchs eines auf Grund eines Vaterschaftsanerkenntnisses feststehenden unehelichen Vaters gegen den leiblichen Vater des Kindes auf Ersatz von Unterhaltsleistungen gemäß Paragraph 1042, ABGB kann nicht vor der rechtskräftigen Beseitigung jenes Anerkenntnisses beginnen.

2.6. Somit ist der Ansicht des Berufungsgerichts beizutreten, dass die Verjährung für den - auf Paragraph 1042, ABGB gestützten - Ersatzanspruch des Klägers als Scheinvater gegen den Beklagten als letztlich festgestellter wahrer Vater für die von jenem an das Kind erbrachten Unterhaltsleistungen erst ab Eintritt der Rechtskraft des Gerichtsbeschlusses vom 21. 4. 2006, mit dem das Vaterschaftsanerkenntnis des Klägers für rechtsunwirksam erklärt und der Beklagte als leiblicher Vater des Minderjährigen festgestellt worden war, begann. Die Rechtskraft dieses Beschlusses trat mit Ablauf des 23. 5. 2006 ein. Der erhobene Anspruch im Umfang von 34,18 Monatsleistungen war daher bei Klagseinbringung am 14. 7. 2006, gleichviel, ob die lange oder die kurze Verjährungsfrist anzuwenden ist, nicht verjährt.

3. Die Kostenentscheidung beruht auf Paragraphen 41, Absatz eins,, 50 Absatz eins, ZPO.

Textnummer

E86200

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2007:0040OB00201.07Y.1211.000

Im RIS seit

10.01.2008

Zuletzt aktualisiert am

20.07.2011

Dokumentnummer

JJT_20071211_OGH0002_0040OB00201_07Y0000_000