Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 1Ob610/95 6Ob2222/96z 1...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0102059

Geschäftszahl

1Ob610/95; 6Ob2222/96z; 1Ob2349/96i; 6Ob2341/96z; 1Ob2383/96i; 6Ob251/98z; 6Ob28/99g; 9ObA112/99g; 1Ob243/00t; 2Ob147/01h; 3Ob130/01s; 5Ob127/01i; 5Ob261/01w; 5Ob290/01k; 9Ob156/02k; 5Ob133/02y; 3Ob300/02t; 6Ob23/03f; 5Ob17/03s; 5Ob78/03m; 3Ob142/03h; 3Ob88/03t; 7Ob262/03k; 7Ob120/04d; 7Ob186/04k; 3Ob56/05i; 10Ob74/05p; 2Ob114/05m; 7Ob90/06w; 5Ob65/06d; 10Ob48/06s; 9ObA88/06s; 10Ob71/06y; 9Ob26/06y; 2Ob35/06w; 9Ob43/07z; 9Ob71/06s; 9Ob12/07s; 3Ob181/07z; 2Ob32/07f; 2Ob207/07s; 2Ob62/07t; 8Ob57/08b; 2Ob115/07m; 10Ob10/08f; 5Ob9/08x; 6Ob118/08h; 6Ob111/08d; 6Ob164/08y; 5Ob55/08m; 3Ob186/08m; 4Ob140/08d; 3Ob156/08z; 2Ob23/08h; 3Ob30/09x; 1Ob40/09b; 10ObS20/09b; 1Ob47/09g; 4Ob120/09i; 2Ob65/09m; 1Ob51/09w; 6Ob238/09g; 2Ob219/09h; 2Ob195/09d; 3Ob10/10g; 2Ob113/09w; 10ObS37/10d; 5Ob4/10i; 3Ob21/10z; 2Ob110/09d; 5Ob133/10k; 2Ob217/09i; 1Ob128/10w; 2Ob228/10h; 2Ob138/10y; 5Ob9/11a; 5Ob216/10s; 5Ob246/10b; 10Ob20/11f; 5Ob61/11y; 1Ob8/11z; 6Ob109/11i; 9Ob55/10v; 10Ob50/11t; 2Ob184/10p; 1Ob9/11x; 6Ob170/11k; 9ObA132/10t; 3Ob166/11z; 10Ob61/11k; 4Ob137/11t; 1Ob122/11i; 2Ob146/11a; 10Ob103/11m; 10Ob93/11s; 10ObS14/12z; 5Ob34/12d; 2Ob221/11f; 2Ob63/12x; 1Ob74/12g; 10Ob62/11g; 2Ob125/11p; 2Ob41/11k; 2Ob220/11h; 4Ob93/12y; 2Ob121/12a; 1Ob143/12d; 1Ob220/12b; 9ObA24/12p; 7Ob44/12i; 10Ob63/12f; 4Ob62/13s; 2Ob82/12s; 5Ob132/13t; 5Ob29/13w; 1Ob140/13i; 10Ob57/13z; 7Ob204/13w; 4Ob197/13v; 4Ob44/14w; 2Ob119/13h; 5Ob40/14i; 5Ob81/14v; 2Ob236/13i; 1Ob135/14f; 1Ob172/14x; 8ObS8/14f; 8ObA20/15x; 1Ob10/15z; 5Ob122/15z; 8ObA46/15w; 2Ob12/15a; 9Ob41/15t; 4Ob246/14a; 9ObA102/15p; 1Ob68/16f; 9ObA41/16v; 7Ob118/16b; 7Ob150/16h; 9ObA51/16i; 2Ob18/17m; 5Ob6/17v; 9ObA71/17g; 4Ob183/17s; 10ObS24/18d; 5Ob179/17k; 9ObA60/18s; 5Ob115/18z; 1Ob92/18p; 3Ob113/18s; 6Ob228/18z; 8Ob20/19b; 4Ob217/18t; 5Ob32/19w; 9Ob27/19i

Entscheidungsdatum

30.01.1996

Norm

AußStrG §14 D1a
AußStrG §62 Abs1 B1a
ZPO §502 HIV1
ZPO §508a
ZPO §528 A

Rechtssatz

Selbst wenn das Berufungsgericht - zu Recht - ausgesprochen hatte, die ordentliche Revision (oder der Rekurs an den Obersten Gerichtshof) sei zulässig, das Rechtsmittel aber dann nur solche Gründe geltend macht, deren Erledigung nicht von der Lösung erheblicher Rechtsfragen abhängt, ist die Revision (der Rekurs) trotz der Zulässigerklärung durch das Gericht zweiter Instanz zurückzuweisen (vergleiche 8 Ob 2/95).

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 610/95
    Entscheidungstext OGH 30.01.1996 1 Ob 610/95
  • 6 Ob 2222/96z
    Entscheidungstext OGH 05.12.1996 6 Ob 2222/96z
    Beisatz: Dieser Grundsatz ist mit Einschränkungen auch im Verfahren außer Streitsachen anzuwenden. (T1)
  • 1 Ob 2349/96i
    Entscheidungstext OGH 28.01.1997 1 Ob 2349/96i
  • 6 Ob 2341/96z
    Entscheidungstext OGH 05.12.1996 6 Ob 2341/96z
  • 1 Ob 2383/96i
    Entscheidungstext OGH 18.03.1997 1 Ob 2383/96i
    Auch
  • 6 Ob 251/98z
    Entscheidungstext OGH 28.01.1999 6 Ob 251/98z
    Beis wie T1
  • 6 Ob 28/99g
    Entscheidungstext OGH 25.03.1999 6 Ob 28/99g
  • 9 ObA 112/99g
    Entscheidungstext OGH 01.09.1999 9 ObA 112/99g
  • 1 Ob 243/00t
    Entscheidungstext OGH 24.10.2000 1 Ob 243/00t
    Auch; Beisatz: Der Oberste Gerichtshof hätte sich nur dann in der Sache auseinanderzusetzen gehabt, wenn der Kläger wenigstens eine für die Entscheidung präjudizielle Rechtsfrage von erheblicher Bedeutung angeschnitten hätte. Die Revision ist nämlich auch dann unzulässig, wenn das Berufungsgericht die Zulässigkeit der Revision mit Recht ausgesprochen hätte, der Revisionswerber dann aber nur solche Gründe geltend macht, deren Erledigung nicht von der Lösung erheblicher Rechtsfragen abhängt. (T2)
  • 2 Ob 147/01h
    Entscheidungstext OGH 21.06.2001 2 Ob 147/01h
    Vgl auch; Beis wie T2 nur: Der Oberste Gerichtshof hätte sich nur dann in der Sache auseinanderzusetzen gehabt, wenn der Kläger wenigstens eine für die Entscheidung präjudizielle Rechtsfrage von erheblicher Bedeutung angeschnitten hätte. (T3)
    Beisatz: Hier: Keine Beschwer des Revisionswerbers. (T4)
  • 3 Ob 130/01s
    Entscheidungstext OGH 09.10.2001 3 Ob 130/01s
    Auch
  • 5 Ob 127/01i
    Entscheidungstext OGH 13.11.2001 5 Ob 127/01i
    Ähnlich; Beisatz: Hier: Verfahren nach § 37 MRG. (T5)
  • 5 Ob 261/01w
    Entscheidungstext OGH 27.11.2001 5 Ob 261/01w
    Vgl; Beisatz: Wenn der Revisionswerber eine der beiden vom Berufungsgericht für die Zulässigkeit der Revision ins Treffen geführten Rechtsfragen in seinem Rechtsmittel nicht mehr aufgreift, hat sich die Zulässigkeit der Anrufung des Obersten Gerichtshofes nur an der zweiten angesprochenen Rechtsfrage zu orientieren. (T6)
  • 5 Ob 290/01k
    Entscheidungstext OGH 11.12.2001 5 Ob 290/01k
    Auch; Beis wie T5
  • 9 Ob 156/02k
    Entscheidungstext OGH 10.07.2002 9 Ob 156/02k
    Auch
  • 5 Ob 133/02y
    Entscheidungstext OGH 25.06.2002 5 Ob 133/02y
    Ähnlich
  • 3 Ob 300/02t
    Entscheidungstext OGH 18.12.2002 3 Ob 300/02t
    Auch
  • 6 Ob 23/03f
    Entscheidungstext OGH 20.02.2003 6 Ob 23/03f
  • 5 Ob 17/03s
    Entscheidungstext OGH 11.02.2003 5 Ob 17/03s
    Auch; Beis wie T5
  • 5 Ob 78/03m
    Entscheidungstext OGH 29.04.2003 5 Ob 78/03m
    Auch; Beis wie T5
  • 3 Ob 142/03h
    Entscheidungstext OGH 26.09.2003 3 Ob 142/03h
    Vgl; Beisatz: Hat der Revisionswerber eine in erster Instanz vorgebrachte rechtsvernichtende Tatsache in der Rechtsrüge seiner Berufung nicht mehr aufrecht erhalten, ist deren Vorliegen im Revisionsverfahren vom Obersten Gerichtshof nicht mehr zu prüfen. Insoweit fehlt es an der Präjudizialität der dargestellten Rechtsfrage. (T7)
  • 3 Ob 88/03t
    Entscheidungstext OGH 28.01.2004 3 Ob 88/03t
  • 7 Ob 262/03k
    Entscheidungstext OGH 17.03.2004 7 Ob 262/03k
  • 7 Ob 120/04d
    Entscheidungstext OGH 16.06.2004 7 Ob 120/04d
    Vgl auch; Beis wie T3
  • 7 Ob 186/04k
    Entscheidungstext OGH 08.09.2004 7 Ob 186/04k
    Vgl auch; Beis wie T3
  • 3 Ob 56/05i
    Entscheidungstext OGH 23.05.2005 3 Ob 56/05i
  • 10 Ob 74/05p
    Entscheidungstext OGH 06.09.2005 10 Ob 74/05p
  • 2 Ob 114/05m
    Entscheidungstext OGH 20.10.2005 2 Ob 114/05m
    Beis wie T1
  • 7 Ob 90/06w
    Entscheidungstext OGH 26.04.2006 7 Ob 90/06w
  • 5 Ob 65/06d
    Entscheidungstext OGH 27.06.2006 5 Ob 65/06d
    Vgl; Beis wie T6
  • 10 Ob 48/06s
    Entscheidungstext OGH 17.08.2006 10 Ob 48/06s
    Vgl auch; Beisatz: Die vom Rekursgericht als erheblich im Sinn des § 62 Abs 1 AußStrG beurteilte Rechtsfrage wird im Rechtsmittel nicht angesprochen. Da der Oberste Gerichtshof aber nicht dazu berufen ist, theoretisch zu einer Rechtsfrage, deren Lösung durch die zweite Instanz vom Rechtsmittelwerber gar nicht bestritten wird, Stellung zu nehmen, ist auf diese Frage nicht weiter einzugehen. Daran hat auch die Reform des Außerstreitverfahrens durch das AußStrG BGBl I 2003/111 nichts geändert. (T8)
  • 9 ObA 88/06s
    Entscheidungstext OGH 27.09.2006 9 ObA 88/06s
  • 10 Ob 71/06y
    Entscheidungstext OGH 05.12.2006 10 Ob 71/06y
    Vgl auch; Beis wie T8
  • 9 Ob 26/06y
    Entscheidungstext OGH 02.03.2007 9 Ob 26/06y
    Vgl auch; Beis wie T8
  • 2 Ob 35/06w
    Entscheidungstext OGH 12.04.2007 2 Ob 35/06w
    Auch
  • 9 Ob 43/07z
    Entscheidungstext OGH 25.06.2007 9 Ob 43/07z
    Auch; Beis wie T3; Beisatz: Dies rechtfertigt die Zulässigkeit der Revision nur dann, wenn darin Rechtsfragen von erheblicher Bedeutung auch konkret releviert werden. (T9)
  • 9 Ob 71/06s
    Entscheidungstext OGH 28.09.2007 9 Ob 71/06s
    Auch; Beis wie T1
  • 9 Ob 12/07s
    Entscheidungstext OGH 28.09.2007 9 Ob 12/07s
    Auch; Beis wie T9
  • 3 Ob 181/07z
    Entscheidungstext OGH 23.10.2007 3 Ob 181/07z
    Auch
  • 2 Ob 32/07f
    Entscheidungstext OGH 29.11.2007 2 Ob 32/07f
    Vgl auch; Beis auch wie T3; Beis wie T9
    Veröff: SZ 2007/189
  • 2 Ob 207/07s
    Entscheidungstext OGH 14.02.2008 2 Ob 207/07s
  • 2 Ob 62/07t
    Entscheidungstext OGH 24.01.2008 2 Ob 62/07t
    Auch; Beis auch wie T3
  • 8 Ob 57/08b
    Entscheidungstext OGH 28.04.2008 8 Ob 57/08b
    Auch; Beis wie T9
  • 2 Ob 115/07m
    Entscheidungstext OGH 28.04.2008 2 Ob 115/07m
    Auch; Beis wie T3
  • 10 Ob 10/08f
    Entscheidungstext OGH 06.05.2008 10 Ob 10/08f
    Beis wie T9
  • 5 Ob 9/08x
    Entscheidungstext OGH 14.05.2008 5 Ob 9/08x
    Auch; Beisatz: Das gilt auch in außerstreitigen Verfahren nach § 37 MRG. (T10)
  • 6 Ob 118/08h
    Entscheidungstext OGH 07.07.2008 6 Ob 118/08h
  • 6 Ob 111/08d
    Entscheidungstext OGH 05.06.2008 6 Ob 111/08d
    Vgl; nur T8
  • 6 Ob 164/08y
    Entscheidungstext OGH 07.08.2008 6 Ob 164/08y
  • 5 Ob 55/08m
    Entscheidungstext OGH 26.08.2008 5 Ob 55/08m
    Bem: Hier: Verfahren nach § 22 WGG. (T11)
  • 3 Ob 186/08m
    Entscheidungstext OGH 03.10.2008 3 Ob 186/08m
    Auch
  • 4 Ob 140/08d
    Entscheidungstext OGH 14.10.2008 4 Ob 140/08d
  • 3 Ob 156/08z
    Entscheidungstext OGH 19.11.2008 3 Ob 156/08z
    Auch
  • 2 Ob 23/08h
    Entscheidungstext OGH 30.10.2008 2 Ob 23/08h
    Auch; Beis wie T2
  • 3 Ob 30/09x
    Entscheidungstext OGH 22.04.2009 3 Ob 30/09x
    Beis wie T2; Beis wie T9
  • 1 Ob 40/09b
    Entscheidungstext OGH 31.03.2009 1 Ob 40/09b
    Auch; Beisatz: Hier: Revisionsrekurs. (T12)
  • 10 ObS 20/09b
    Entscheidungstext OGH 21.04.2009 10 ObS 20/09b
  • 1 Ob 47/09g
    Entscheidungstext OGH 31.03.2009 1 Ob 47/09g
    Auch; Beisatz: Eine Revision ist nur dann im Sinne des § 502 Abs 1 ZPO zulässig, wenn der Revisionswerber die für die Entscheidung maßgeblichen erheblichen Rechtsfragen auch in seinen Rechtsmittelausführungen aufgreift. Er muss somit wenigstens in Ansätzen versuchen, eine erhebliche Rechtsfrage des materiellen Rechts oder des Verfahrensrechts aufzuwerfen, bei deren Beurteilung er von der Rechtsansicht der zweiten Instanz abweicht. (T13)
  • 4 Ob 120/09i
    Entscheidungstext OGH 08.09.2009 4 Ob 120/09i
    Auch
  • 2 Ob 65/09m
    Entscheidungstext OGH 03.09.2009 2 Ob 65/09m
  • 1 Ob 51/09w
    Entscheidungstext OGH 13.10.2009 1 Ob 51/09w
    Auch
  • 6 Ob 238/09g
    Entscheidungstext OGH 18.12.2009 6 Ob 238/09g
    Vgl
  • 2 Ob 219/09h
    Entscheidungstext OGH 18.12.2009 2 Ob 219/09h
  • 2 Ob 195/09d
    Entscheidungstext OGH 18.12.2009 2 Ob 195/09d
  • 3 Ob 10/10g
    Entscheidungstext OGH 24.03.2010 3 Ob 10/10g
    Beis wie T2
  • 2 Ob 113/09w
    Entscheidungstext OGH 17.02.2010 2 Ob 113/09w
    Auch; Auch Beis wie T2; Beis wie T4
    Veröff: SZ 2010/11
  • 10 ObS 37/10d
    Entscheidungstext OGH 13.04.2010 10 ObS 37/10d
    Beis wie T9
  • 5 Ob 4/10i
    Entscheidungstext OGH 27.05.2010 5 Ob 4/10i
    Vgl; Bem: Hier: Verfahren nach § 52 WEG 2002. (T14)
  • 3 Ob 21/10z
    Entscheidungstext OGH 30.06.2010 3 Ob 21/10z
    Auch; Beis wie T8; Beis ähnlich wie T2; Beis ähnlich wie T13
  • 2 Ob 110/09d
    Entscheidungstext OGH 06.05.2010 2 Ob 110/09d
    Auch; Auch Beis wie T1; Beisatz: Dieser Grundsatz gilt auch im außerstreitigen Verfahren jedenfalls dann, wenn im Revisionsrekurs eine erhebliche Rechtsfrage nicht einmal angesprochen wird. (T15)
    Auch Beis wie T8
  • 5 Ob 133/10k
    Entscheidungstext OGH 23.09.2010 5 Ob 133/10k
    Vgl; Beis wie T10
  • 2 Ob 217/09i
    Entscheidungstext OGH 15.09.2010 2 Ob 217/09i
  • 1 Ob 128/10w
    Entscheidungstext OGH 20.10.2010 1 Ob 128/10w
    nur: Selbst wenn das Berufungsgericht - zu Recht - ausgesprochen hatte, die ordentliche Revision sei zulässig, das Rechtsmittel aber dann nur solche Gründe geltend macht, deren Erledigung nicht von der Lösung erheblicher Rechtsfragen abhängt, ist die Revision trotz der Zulässigerklärung durch das Gericht zweiter Instanz zurückzuweisen. (T16)
  • 2 Ob 228/10h
    Entscheidungstext OGH 27.01.2011 2 Ob 228/10h
  • 2 Ob 138/10y
    Entscheidungstext OGH 03.03.2011 2 Ob 138/10y
  • 5 Ob 9/11a
    Entscheidungstext OGH 09.02.2011 5 Ob 9/11a
    Auch
  • 5 Ob 216/10s
    Entscheidungstext OGH 08.03.2011 5 Ob 216/10s
    Beis ähnlich wie T8
  • 5 Ob 246/10b
    Entscheidungstext OGH 29.03.2011 5 Ob 246/10b
    Auch; Beis wie T6; Beis ähnlich wie T7
  • 10 Ob 20/11f
    Entscheidungstext OGH 03.05.2011 10 Ob 20/11f
    Vgl auch
  • 5 Ob 61/11y
    Entscheidungstext OGH 27.04.2011 5 Ob 61/11y
    Auch; nur T16; Beis wie T7
  • 1 Ob 8/11z
    Entscheidungstext OGH 28.04.2011 1 Ob 8/11z
    Auch; Beisatz: Hier: Revisionsrekurs im außerstreitigen Verfahren. (T17)
  • 6 Ob 109/11i
    Entscheidungstext OGH 18.07.2011 6 Ob 109/11i
  • 9 Ob 55/10v
    Entscheidungstext OGH 27.07.2011 9 Ob 55/10v
    Auch; Beis wie T2
  • 10 Ob 50/11t
    Entscheidungstext OGH 30.08.2011 10 Ob 50/11t
    Auch
  • 2 Ob 184/10p
    Entscheidungstext OGH 14.07.2011 2 Ob 184/10p
    Auch Beis wie T1; Beis wie T15
  • 1 Ob 9/11x
    Entscheidungstext OGH 31.03.2011 1 Ob 9/11x
    Auch
  • 6 Ob 170/11k
    Entscheidungstext OGH 14.09.2011 6 Ob 170/11k
    Auch; Beis wie T15
  • 9 ObA 132/10t
    Entscheidungstext OGH 28.06.2011 9 ObA 132/10t
    Auch; nur T16; Beis wie T9
  • 3 Ob 166/11z
    Entscheidungstext OGH 12.10.2011 3 Ob 166/11z
    Auch; Beis wie T12
  • 10 Ob 61/11k
    Entscheidungstext OGH 20.12.2011 10 Ob 61/11k
    Auch
  • 4 Ob 137/11t
    Entscheidungstext OGH 20.12.2011 4 Ob 137/11t
    Auch
  • 1 Ob 122/11i
    Entscheidungstext OGH 01.09.2011 1 Ob 122/11i
    nur T16
  • 2 Ob 146/11a
    Entscheidungstext OGH 22.12.2011 2 Ob 146/11a
  • 10 Ob 103/11m
    Entscheidungstext OGH 14.02.2012 10 Ob 103/11m
    Auch; Beis wie T1
  • 10 Ob 93/11s
    Entscheidungstext OGH 14.02.2012 10 Ob 93/11s
    Auch
  • 10 ObS 14/12z
    Entscheidungstext OGH 12.04.2012 10 ObS 14/12z
    Auch; Beis wie T6; Beis wie T7; Beis wie T8
  • 5 Ob 34/12d
    Entscheidungstext OGH 24.04.2012 5 Ob 34/12d
    Vgl; Beis ähnlich wie T2
  • 2 Ob 221/11f
    Entscheidungstext OGH 08.03.2012 2 Ob 221/11f
  • 2 Ob 63/12x
    Entscheidungstext OGH 24.04.2012 2 Ob 63/12x
  • 1 Ob 74/12g
    Entscheidungstext OGH 24.05.2012 1 Ob 74/12g
    Auch; Beis wie T8; Beis wie T15; Beis wie T17
  • 10 Ob 62/11g
    Entscheidungstext OGH 05.06.2012 10 Ob 62/11g
    Auch
  • 2 Ob 125/11p
    Entscheidungstext OGH 13.06.2012 2 Ob 125/11p
  • 2 Ob 41/11k
    Entscheidungstext OGH 24.04.2012 2 Ob 41/11k
    Auch; Auch Beis wie T3
    Veröff: SZ 2012/49
  • 2 Ob 220/11h
    Entscheidungstext OGH 28.06.2012 2 Ob 220/11h
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T15
  • 4 Ob 93/12y
    Entscheidungstext OGH 18.09.2012 4 Ob 93/12y
    Auch; Beis wie T17
  • 2 Ob 121/12a
    Entscheidungstext OGH 20.09.2012 2 Ob 121/12a
  • 1 Ob 143/12d
    Entscheidungstext OGH 15.11.2012 1 Ob 143/12d
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T8; Beis wie T15; Beis wie T17
  • 1 Ob 220/12b
    Entscheidungstext OGH 13.12.2012 1 Ob 220/12b
    Auch; Vgl auch Beis wie T8; Vgl auch Beis wie T15
  • 9 ObA 24/12p
    Entscheidungstext OGH 17.12.2012 9 ObA 24/12p
    Vgl auch
  • 7 Ob 44/12i
    Entscheidungstext OGH 19.12.2012 7 Ob 44/12i
    Auch; Beis wie T17
  • 10 Ob 63/12f
    Entscheidungstext OGH 29.01.2013 10 Ob 63/12f
    Beis wie T8; Beis wie T15
  • 4 Ob 62/13s
    Entscheidungstext OGH 23.05.2013 4 Ob 62/13s
    Auch; Ähnlich Beis wie T13; Beis wie T17
  • 2 Ob 82/12s
    Entscheidungstext OGH 21.02.2013 2 Ob 82/12s
    Auch; Beis wie T15
  • 5 Ob 132/13t
    Entscheidungstext OGH 16.07.2013 5 Ob 132/13t
    Auch; Ähnlich Beis wie T10; Beis wie T15; Beis wie T17
  • 5 Ob 29/13w
    Entscheidungstext OGH 20.06.2013 5 Ob 29/13w
    Auch; Beis wie T8
  • 1 Ob 140/13i
    Entscheidungstext OGH 19.09.2013 1 Ob 140/13i
    Auch
  • 10 Ob 57/13z
    Entscheidungstext OGH 17.12.2013 10 Ob 57/13z
    Vgl; Beis wie T8 nur: Die vom Rekursgericht als erheblich im Sinn des § 62 Abs 1 AußStrG beurteilte Rechtsfrage wird im Rechtsmittel nicht angesprochen. Da der Oberste Gerichtshof aber nicht dazu berufen ist, theoretisch zu einer Rechtsfrage, deren Lösung durch die zweite Instanz vom Rechtsmittelwerber gar nicht bestritten wird, Stellung zu nehmen, ist auf diese Frage nicht weiter einzugehen. (T18)
    Beis wie T15
  • 7 Ob 204/13w
    Entscheidungstext OGH 29.01.2014 7 Ob 204/13w
    Auch
  • 4 Ob 197/13v
    Entscheidungstext OGH 17.02.2014 4 Ob 197/13v
    Auch
  • 4 Ob 44/14w
    Entscheidungstext OGH 25.03.2014 4 Ob 44/14w
  • 2 Ob 119/13h
    Entscheidungstext OGH 13.02.2014 2 Ob 119/13h
    Auch
  • 5 Ob 40/14i
    Entscheidungstext OGH 23.04.2014 5 Ob 40/14i
    Auch; Beis wie T17
  • 5 Ob 81/14v
    Entscheidungstext OGH 30.06.2014 5 Ob 81/14v
    Vgl auch; Beis wie T8; Beis wie T10
  • 2 Ob 236/13i
    Entscheidungstext OGH 27.11.2014 2 Ob 236/13i
  • 1 Ob 135/14f
    Entscheidungstext OGH 22.10.2014 1 Ob 135/14f
    Auch
  • 1 Ob 172/14x
    Entscheidungstext OGH 27.11.2014 1 Ob 172/14x
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T15; Beis wie T17
  • 8 ObS 8/14f
    Entscheidungstext OGH 24.03.2015 8 ObS 8/14f
  • 8 ObA 20/15x
    Entscheidungstext OGH 24.03.2015 8 ObA 20/15x
  • 1 Ob 10/15z
    Entscheidungstext OGH 23.04.2015 1 Ob 10/15z
    Auch
  • 5 Ob 122/15z
    Entscheidungstext OGH 14.07.2015 5 Ob 122/15z
    Vgl auch
  • 8 ObA 46/15w
    Entscheidungstext OGH 30.07.2015 8 ObA 46/15w
  • 2 Ob 12/15a
    Entscheidungstext OGH 06.08.2015 2 Ob 12/15a
  • 9 Ob 41/15t
    Entscheidungstext OGH 29.07.2015 9 Ob 41/15t
    Vgl auch; Beis wie T12; Beis wie T13
  • 4 Ob 246/14a
    Entscheidungstext OGH 11.08.2015 4 Ob 246/14a
    Auch; Beis wie T8; Beis wie T18
  • 9 ObA 102/15p
    Entscheidungstext OGH 28.10.2015 9 ObA 102/15p
  • 1 Ob 68/16f
    Entscheidungstext OGH 28.04.2016 1 Ob 68/16f
    Vgl auch
  • 9 ObA 41/16v
    Entscheidungstext OGH 25.05.2016 9 ObA 41/16v
    Beis wie T13
  • 7 Ob 118/16b
    Entscheidungstext OGH 06.07.2016 7 Ob 118/16b
    Auch
  • 7 Ob 150/16h
    Entscheidungstext OGH 31.08.2016 7 Ob 150/16h
    Vgl auch; Beis wie T8; Beis wie T15
  • 9 ObA 51/16i
    Entscheidungstext OGH 18.08.2016 9 ObA 51/16i
    Beisatz: Hier: Verfahren zur Erlassung einer einstweiligen Verfügung. (T19)
  • 2 Ob 18/17m
    Entscheidungstext OGH 23.02.2017 2 Ob 18/17m
    Auch; Beis wie T18
  • 5 Ob 6/17v
    Entscheidungstext OGH 26.09.2017 5 Ob 6/17v
    Vgl auch; Beis wie T18
  • 9 ObA 71/17g
    Entscheidungstext OGH 18.12.2017 9 ObA 71/17g
    Auch
  • 4 Ob 183/17s
    Entscheidungstext OGH 23.01.2018 4 Ob 183/17s
  • 10 ObS 24/18d
    Entscheidungstext OGH 14.03.2018 10 ObS 24/18d
    Auch
  • 5 Ob 179/17k
    Entscheidungstext OGH 15.05.2018 5 Ob 179/17k
    Beis wie T8; Beis wie T13; Beis wie T18
  • 9 ObA 60/18s
    Entscheidungstext OGH 28.06.2018 9 ObA 60/18s
  • 5 Ob 115/18z
    Entscheidungstext OGH 18.07.2018 5 Ob 115/18z
    Auch
  • 1 Ob 92/18p
    Entscheidungstext OGH 17.07.2018 1 Ob 92/18p
    Beis wie T15; Beis wie T17
  • 3 Ob 113/18s
    Entscheidungstext OGH 14.08.2018 3 Ob 113/18s
    Auch; Beis wie T13
  • 6 Ob 228/18z
    Entscheidungstext OGH 20.12.2018 6 Ob 228/18z
    Auch
  • 8 Ob 20/19b
    Entscheidungstext OGH 25.03.2019 8 Ob 20/19b
  • 4 Ob 217/18t
    Entscheidungstext OGH 26.03.2019 4 Ob 217/18t
    Beis wie T8
  • 5 Ob 32/19w
    Entscheidungstext OGH 25.04.2019 5 Ob 32/19w
    Beis wie T10
  • 9 Ob 27/19i
    Entscheidungstext OGH 23.07.2019 9 Ob 27/19i

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1996:RS0102059

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

09.09.2019

Dokumentnummer

JJR_19960130_OGH0002_0010OB00610_9500000_001

Rechtssatz für 3Ob162/03z (3Ob163/03x)...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0118686

Geschäftszahl

3Ob162/03z (3Ob163/03x); 3Ob52/04z; 3Ob39/04p; 3Ob77/04a; 3Ob61/04y; 3Ob64/04i; 3Ob167/04m; 3Ob302/04i; 3Ob79/05x; 3Ob166/05s (3Ob167/05p); 3Ob270/05k; 3Ob69/06b; 3Ob217/05s; 3Ob142/06p; 3Ob61/06a; 3Ob162/06d; 3Ob177/06k; 3Ob222/06b; 3Ob273/06b; 3Ob64/07v; 3Ob51/07g; 3Ob181/07z; 3Ob167/07s; 3Ob7/09i; 3Ob145/09h; 3Ob153/09k; 3Ob251/09x; 3Ob98/10y; 3Ob157/10z; 3Ob161/10p; 3Ob152/10i; 3Ob217/10y; 3Ob168/10t; 8Ob27/11w; 3Ob198/10d; 3Ob86/11k; 3Ob118/11s; 3Ob247/11m; 3Ob32/12w; 3Ob31/12y; 3Ob65/12y; 3Ob81/12a; 3Ob127/12s; 3Ob163/13m; 3Ob197/14p; 3Ob97/14g; 3Ob32/15z; 3Ob41/15y; 3Ob79/15m; 3Ob152/15x; 3Ob199/15h; 3Ob243/15d; 3Ob68/16w; 3Ob25/16x; 3Ob26/16v; 3Ob63/16k; 3Ob223/16i; 3Ob193/16b; 3Ob239/16t; 3Ob100/17b; 3Ob54/17p; 3Ob108/17d; 3Ob118/17z; 3Ob119/17x; 3Ob117/17b; 3Ob126/17a; 3Ob28/18s; 8Ob48/18v; 3Ob23/18f; 3Ob146/18v

Entscheidungsdatum

25.02.2004

Norm

EO §65 F
EO §355 II
ZPO §521a
ZPO §528 Abs2 A
ZPO §528 Abs2a A

Rechtssatz

Unter Bedachtnahme auf die E des EGMR vom 6. Februar 2001 Beer gegen Österreich und die darauf gestützte Rechtsfortbildung durch Analogie im österreichischen Verfahrensrecht bleibt das Exekutionsbewilligungsverfahren - so auch bei der Exekution nach § 355 EO - in erster Instanz jedenfalls einseitig. In zweiter Instanz bleibt es gleichfalls weiterhin einseitig, soweit die Herstellung der Waffengleichheit im Rekursverfahren durch Anhörung des Rekursgegners nicht aus besonderen - nur von der zweiten Instanz im Einzelfall im Rahmen ihres pflichtgemäßen rechtlichen Ermessens beurteilbaren - Gründen geboten erscheint; letzterer Gesichtspunkt kann - in manchen Fällen (vgl 3 Ob 92/03f) - dann zum Tragen kommen, wenn eine Anrufung des Obersten Gerichtshofs jedenfalls unzulässig ist und das Rekursgericht deshalb als letzte Instanz entscheidet. In dritter Instanz ist das Rechtsmittelverfahren an sich gleichfalls einseitig, sofern nicht der Oberste Gerichtshof im Einzelfall (vgl 3 Ob 92/03f) eine Rechtsmittelbeantwortung für geboten hält.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 162/03z
    Entscheidungstext OGH 25.02.2004 3 Ob 162/03z
    Veröff: SZ 2004/26
  • 3 Ob 52/04z
    Entscheidungstext OGH 25.03.2004 3 Ob 52/04z
    nur: In dritter Instanz ist das Rechtsmittelverfahren an sich gleichfalls einseitig, sofern nicht der Oberste Gerichtshof im Einzelfall (vgl 3 Ob 92/03f) eine Rechtsmittelbeantwortung für geboten hält. (T1)
  • 3 Ob 39/04p
    Entscheidungstext OGH 28.04.2004 3 Ob 39/04p
    nur: Unter Bedachtnahme auf die E des EGMR vom 6. Februar 2001 Beer gegen Österreich und die darauf gestützte Rechtsfortbildung durch Analogie im österreichischen Verfahrensrecht bleibt das Exekutionsbewilligungsverfahren - so auch bei der Exekution nach § 355 EO - in erster Instanz jedenfalls einseitig. (T2)
  • 3 Ob 77/04a
    Entscheidungstext OGH 26.05.2004 3 Ob 77/04a
    Auch
  • 3 Ob 61/04y
    Entscheidungstext OGH 26.05.2004 3 Ob 61/04y
  • 3 Ob 64/04i
    Entscheidungstext OGH 21.07.2004 3 Ob 64/04i
    Vgl auch; Beisatz: Hier hielt der Oberste Gerichtshof eine Rechtsmittelbeantwortung für geboten, weil neue rechtliche Aspekte im Revisionsrekurs vorgetragen wurden. (T3)
    Veröff: SZ 2004/109
  • 3 Ob 167/04m
    Entscheidungstext OGH 20.10.2004 3 Ob 167/04m
    Auch
  • 3 Ob 302/04i
    Entscheidungstext OGH 26.01.2005 3 Ob 302/04i
    Auch; Beisatz: Einseitigkeit des Exekutionsbewilligungs-/Strafantragsverfahrens. (T4)
  • 3 Ob 79/05x
    Entscheidungstext OGH 20.10.2005 3 Ob 79/05x
    Vgl auch
  • 3 Ob 166/05s
    Entscheidungstext OGH 20.10.2005 3 Ob 166/05s
  • 3 Ob 270/05k
    Entscheidungstext OGH 24.11.2005 3 Ob 270/05k
  • 3 Ob 69/06b
    Entscheidungstext OGH 29.03.2006 3 Ob 69/06b
    nur T1
  • 3 Ob 217/05s
    Entscheidungstext OGH 26.04.2006 3 Ob 217/05s
    nur T1; Beisatz: Hier: Freistellung einer Revisionsrekursbeantwortung an die betreibende Partei, weil sie sonst keine Gelegenheit gehabt hätte, sich zu den Einwänden des erst in dritter Instanz ins Verfahren einbezogenen Verpflichteten zu äußern. (T5)
    Veröff: SZ 2006/66
  • 3 Ob 142/06p
    Entscheidungstext OGH 27.06.2006 3 Ob 142/06p
    nur T1; Beisatz: Die Kompetenz zur Zurückweisung einer Revisionsrekursbeantwortung steht dem Erstgericht nicht zu. (T6)
    Veröff: SZ 2006/95
  • 3 Ob 61/06a
    Entscheidungstext OGH 27.06.2006 3 Ob 61/06a
    nur T1
  • 3 Ob 162/06d
    Entscheidungstext OGH 13.09.2006 3 Ob 162/06d
    Vgl auch
  • 3 Ob 177/06k
    Entscheidungstext OGH 13.09.2006 3 Ob 177/06k
    Auch; nur T1; Beisatz: Im Aufschiebungsverfahren ergeht „eine weniger wichtige Entscheidung als die Bewilligung der Exekution", sodass eine Rechtsmittelbeantwortung nur dann in Betracht kommt, wenn sie der Oberste Gerichtshof im Einzelfall für geboten hält. (T7)
    Beisatz: Hier: Rechtsmittelbeantwortung freigestellt (komplexe Rechtslage). (T8)
  • 3 Ob 222/06b
    Entscheidungstext OGH 30.11.2006 3 Ob 222/06b
    Auch
  • 3 Ob 273/06b
    Entscheidungstext OGH 21.12.2006 3 Ob 273/06b
    Auch; Beisatz: Die Möglichkeit zur nachträglichen Zulassung des Revisionsrekurses bei einem Entscheidungsgegenstand zwischen 4.000 und 20.000 Euro bildet nur ein „Notventil", um einem versehentlich fehlerhaften Ausspruch über die Unzulässigkeit des Revisionsrekurses abzuhelfen. Sie bezweckt nicht, eine allenfalls gebotene Anhörung des Rekursgegners usuell in das Revisionsrekursverfahren zu verschieben, um so eine Zweiseitigkeit des Rekursverfahrens generell zu vermeiden. (T9)
  • 3 Ob 64/07v
    Entscheidungstext OGH 23.05.2007 3 Ob 64/07v
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Da kein Grund für die Freistellung einer Revisionsrekursbeantwortung vorliegt, hat die betreibende Partei deren Kosten selbst zu tragen. (T10)
  • 3 Ob 51/07g
    Entscheidungstext OGH 28.06.2007 3 Ob 51/07g
    Auch; nur T1; Beis ähnlich wie T10
  • 3 Ob 181/07z
    Entscheidungstext OGH 23.10.2007 3 Ob 181/07z
    nur T1; Beis wie T10; Beisatz: Die nicht gebotene Revisionsrekursbeantwortung ist mangels gesetzlicher Anordnung nicht zurückzuweisen. (T11)
  • 3 Ob 167/07s
    Entscheidungstext OGH 19.12.2007 3 Ob 167/07s
    Beis wie T11; Veröff: SZ 2007/205
  • 3 Ob 7/09i
    Entscheidungstext OGH 25.03.2009 3 Ob 7/09i
    Auch; nur T1
  • 3 Ob 145/09h
    Entscheidungstext OGH 26.08.2009 3 Ob 145/09h
    Vgl; Beis wie T11; Beisatz: Sie dient allerdings nicht der zweckentsprechenden Rechtsverfolgung und ist daher nicht zu honorieren. (T12)
  • 3 Ob 153/09k
    Entscheidungstext OGH 30.09.2009 3 Ob 153/09k
    Beis wie T11; Beisatz: Jetzt ausdrücklich § 65 Abs 3 EO (ZVN 2009). (T13)
    Beis wie T12; Veröff: SZ 2009/130
  • 3 Ob 251/09x
    Entscheidungstext OGH 27.01.2010 3 Ob 251/09x
    Beis wie T10
  • 3 Ob 98/10y
    Entscheidungstext OGH 04.08.2010 3 Ob 98/10y
    Beis wie T13; Veröff: SZ 2010/93
  • 3 Ob 157/10z
    Entscheidungstext OGH 13.10.2010 3 Ob 157/10z
    Auch; Beis wie T11; Beis ähnlich wie T12; Beis wie T13
  • 3 Ob 161/10p
    Entscheidungstext OGH 11.11.2010 3 Ob 161/10p
    Vgl auch; Beis wie T10; vgl auch Beis wie T11; Beis wie T12; Beis wie T13; Veröff: SZ 2010/144
  • 3 Ob 152/10i
    Entscheidungstext OGH 19.01.2011 3 Ob 152/10i
    Vgl auch
  • 3 Ob 217/10y
    Entscheidungstext OGH 23.02.2011 3 Ob 217/10y
    Auch; Beis wie T11; Beis wie T13
  • 3 Ob 168/10t
    Entscheidungstext OGH 13.04.2011 3 Ob 168/10t
    Vgl auch
  • 8 Ob 27/11w
    Entscheidungstext OGH 22.03.2011 8 Ob 27/11w
    Auch
  • 3 Ob 198/10d
    Entscheidungstext OGH 09.06.2011 3 Ob 198/10d
    Auch
  • 3 Ob 86/11k
    Entscheidungstext OGH 24.08.2011 3 Ob 86/11k
    Auch; Beis wie T11; Beis wie T13
  • 3 Ob 118/11s
    Entscheidungstext OGH 12.10.2011 3 Ob 118/11s
    Vgl; Beis wie T11; Beis wie T12
  • 3 Ob 247/11m
    Entscheidungstext OGH 22.02.2012 3 Ob 247/11m
    Vgl; Beis wie T11; Beis ähnlich wie T12
  • 3 Ob 32/12w
    Entscheidungstext OGH 22.02.2012 3 Ob 32/12w
    Vgl; nur T2
  • 3 Ob 31/12y
    Entscheidungstext OGH 18.04.2012 3 Ob 31/12y
    Vgl; Beis wie T11; Beis wie T12
  • 3 Ob 65/12y
    Entscheidungstext OGH 15.05.2012 3 Ob 65/12y
    Auch
  • 3 Ob 81/12a
    Entscheidungstext OGH 15.05.2012 3 Ob 81/12a
    Vgl auch; Beis wie T11; Beis wie T12
  • 3 Ob 127/12s
    Entscheidungstext OGH 19.09.2012 3 Ob 127/12s
    Auch; Veröff: SZ 2012/93
  • 3 Ob 163/13m
    Entscheidungstext OGH 21.08.2013 3 Ob 163/13m
    Auch; Beis wie T12
  • 3 Ob 197/14p
    Entscheidungstext OGH 21.01.2015 3 Ob 197/14p
    Auch; Beis wie T11; Beis wie T12; Veröff: SZ 2015/1
  • 3 Ob 97/14g
    Entscheidungstext OGH 27.01.2015 3 Ob 97/14g
    Auch
  • 3 Ob 32/15z
    Entscheidungstext OGH 21.04.2015 3 Ob 32/15z
    Auch; Beis wie T11; Beis wie T12
  • 3 Ob 41/15y
    Entscheidungstext OGH 20.05.2015 3 Ob 41/15y
    Auch; Beisatz: Einseitigkeit des Revisionsrekursverfahrens. (T14)
  • 3 Ob 79/15m
    Entscheidungstext OGH 19.08.2015 3 Ob 79/15m
    Auch; Beis wie T10; Beis wie T11; Veröff: SZ 2015/81
  • 3 Ob 152/15x
    Entscheidungstext OGH 17.09.2015 3 Ob 152/15x
    Auch; Beis wie T11; Beis wie T12; Veröff: SZ 2015/98
  • 3 Ob 199/15h
    Entscheidungstext OGH 18.11.2015 3 Ob 199/15h
    Auch; Beis wie T11; Beis wie T12
  • 3 Ob 243/15d
    Entscheidungstext OGH 17.02.2016 3 Ob 243/15d
    Auch; Beis wie T10; Beis wie T11; Beis wie T12; Beis wie T13; Beis wie T14
  • 3 Ob 68/16w
    Entscheidungstext OGH 27.04.2016 3 Ob 68/16w
    Auch; Beis wie T11; Beis wie T12
  • 3 Ob 25/16x
    Entscheidungstext OGH 16.03.2016 3 Ob 25/16x
    Auch; Beis wie T11; Beis wie T12; Beisatz: Hier: Delegierungsantrag. (T15)
  • 3 Ob 26/16v
    Entscheidungstext OGH 18.05.2016 3 Ob 26/16v
    Auch; Beis wie T11; Beis wie T12
  • 3 Ob 63/16k
    Entscheidungstext OGH 14.06.2016 3 Ob 63/16k
    Auch; Beis wie T10; Beis wie T11; Beis wie T12
  • 3 Ob 223/16i
    Entscheidungstext OGH 23.11.2016 3 Ob 223/16i
    Auch; Beis wie T11; Beis wie T12
  • 3 Ob 193/16b
    Entscheidungstext OGH 13.12.2016 3 Ob 193/16b
  • 3 Ob 239/16t
    Entscheidungstext OGH 22.02.2017 3 Ob 239/16t
    Auch; Beis wie T11; Beis wie T12
  • 3 Ob 100/17b
    Entscheidungstext OGH 07.06.2017 3 Ob 100/17b
    Auch; Beis wie T11; Beis wie T12; Beisatz: Bei der Entscheidung über einen Einspruch gegen die Exekutionsbewilligung handelt es sich nicht (unmittelbar) um eine Entscheidung über einen Einstellungsantrag iSd § 65 Abs 3 Z 2 EO, auch wenn die Stattgebung eines Einspruchs gegen die Exekutionsbewilligung gemäß § 54e EO zur Einstellung des Exekutionsverfahrens führt. (T16)
  • 3 Ob 54/17p
    Entscheidungstext OGH 04.07.2017 3 Ob 54/17p
    Auch; Beis wie T11; Beis wie T12
  • 3 Ob 108/17d
    Entscheidungstext OGH 04.07.2017 3 Ob 108/17d
    Auch; Beis wie T11; Beis wie T12
  • 3 Ob 118/17z
    Entscheidungstext OGH 04.07.2017 3 Ob 118/17z
    Auch; Beis wie T11; Beis wie T12
  • 3 Ob 119/17x
    Entscheidungstext OGH 04.07.2017 3 Ob 119/17x
    Auch; Beis wie T11; Beis wie T12
  • 3 Ob 117/17b
    Entscheidungstext OGH 04.07.2017 3 Ob 117/17b
    Auch; Beis wie T11; Beis wie T12
  • 3 Ob 126/17a
    Entscheidungstext OGH 25.10.2017 3 Ob 126/17a
    Auch; nur T1; Beis wie T11; Beis wie T12
  • 3 Ob 28/18s
    Entscheidungstext OGH 21.02.2018 3 Ob 28/18s
    nur T1; nur T2
  • 8 Ob 48/18v
    Entscheidungstext OGH 27.04.2018 8 Ob 48/18v
    Auch; Beisatz: Eine Veranlassung, dem Gegner dennoch die Möglichkeit einer Revisionsrekursbeantwortung einzuräumen, bestand im konkreten Fall nicht, hatte er doch seinen Rechtsstandpunkt bereits im vom Erstgericht abgewiesenen Antrag und in seinem Rekurs gegen den abweisenden erstinstanzlichen Beschluss dargelegt. (T17)
  • 3 Ob 23/18f
    Entscheidungstext OGH 27.06.2018 3 Ob 23/18f
    Auch; Beisatz: Meistbotsverteilung. (T18)
  • 3 Ob 146/18v
    Entscheidungstext OGH 21.11.2018 3 Ob 146/18v
    Auch; nur T1; Beis wie T12; Beis wie T17

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2004:RS0118686

Im RIS seit

26.03.2004

Zuletzt aktualisiert am

21.01.2019

Dokumentnummer

JJR_20040225_OGH0002_0030OB00162_03Z0000_001

Rechtssatz für 3Ob146/06a 3Ob181/07z 1...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0121588

Geschäftszahl

3Ob146/06a; 3Ob181/07z; 17Ob28/07b; 3Ob205/07d; 4Ob83/12b; 4Ob182/13p

Entscheidungsdatum

21.12.2006

Norm

EG Amsterdam Art10
EG Amsterdam allg
EO §3 IIID
EO §3 IVA
EO §7 Ab
ZPO §530 A

Rechtssatz

Nach der Entscheidung des EuGH Rs C-234/04 gebietet es der sich aus Art 10 EG ergebende Grundsatz der Zusammenarbeit einem nationalen Gericht nicht, von der Anwendung innerstaatlicher Verfahrensvorschriften zu dem Zweck abzusehen, eine in Rechtskraft erwachsene gerichtliche Entscheidung zu überprüfen und aufzuheben, falls sich zeigt, dass sie gegen Gemeinschaftsrecht verstößt.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 146/06a
    Entscheidungstext OGH 21.12.2006 3 Ob 146/06a
    Beisatz: Für das Exekutionsverfahren ist es daher ohne Bedeutung, ob eine dem rechtskräftigen Exekutionstitel nachfolgende Entscheidung des EuGH diesem widerspricht. (T1)
  • 3 Ob 181/07z
    Entscheidungstext OGH 23.10.2007 3 Ob 181/07z
    Auch; Beis wie T1; Bem: Weiterer Rechtsgang im Verfahren, das der E 3 Ob 146/06a zu Grunde lag. (T2)
  • 17 Ob 28/07b
    Entscheidungstext OGH 11.12.2007 17 Ob 28/07b
    Veröff: SZ 2007/198
  • 3 Ob 205/07d
    Entscheidungstext OGH 19.12.2007 3 Ob 205/07d
    Auch; Beisatz: Die Frage der allfälligen Gemeinschaftsrechtswidrigkeit des rechtskräftigen Exekutionstitels ist weder im Exekutionsverfahren noch über eine Impugnationsklage zu untersuchen. (T3)
  • 4 Ob 83/12b
    Entscheidungstext OGH 12.06.2012 4 Ob 83/12b
    Vgl auch
    Veröff: SZ 2012/63
  • 4 Ob 182/13p
    Entscheidungstext OGH 20.01.2014 4 Ob 182/13p
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2006:RS0121588

Im RIS seit

20.01.2007

Zuletzt aktualisiert am

05.06.2014

Dokumentnummer

JJR_20061221_OGH0002_0030OB00146_06A0000_001

Rechtssatz für 2Ob177/06b 3Ob181/07z

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0122027

Geschäftszahl

2Ob177/06b; 3Ob181/07z

Entscheidungsdatum

12.04.2007

Norm

GEG §6
EO §1 Z12 IIH
EO §1 Z12 IIJ
EO §1 Z12 IIL

Rechtssatz

Erst ein auf einem strafgerichtlichen Urteil gründender, gemäß §6 GEG vom Kostenbeamten erlassener Zahlungsauftrag begründet einen verwaltungsbehördlichen Exekutionstitel im Sinne des § 1 Z12 EO.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 177/06b
    Entscheidungstext OGH 12.04.2007 2 Ob 177/06b
    Veröff: SZ 2007/55
  • 3 Ob 181/07z
    Entscheidungstext OGH 23.10.2007 3 Ob 181/07z
    Ähnlich; Beisatz: Hier: Geldstrafe nach § 354 EO. (T1)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2007:RS0122027

Im RIS seit

12.05.2007

Zuletzt aktualisiert am

12.12.2011

Dokumentnummer

JJR_20070412_OGH0002_0020OB00177_06B0000_003

Rechtssatz für 3Ob181/07z 3Ob61/19w

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0122815

Geschäftszahl

3Ob181/07z; 3Ob61/19w

Entscheidungsdatum

23.10.2007

Norm

EO §35 Abs1 Ag

Rechtssatz

Die Erfüllung einer titelmäßigen Verpflichtung ist mittels Oppositionsklage nach §35 EO geltend zu machen. Im Stadium der Bewilligung des Exekutionsantrags oder Strafantrags ist die Behauptung des Verpflichteten, er habe erfüllt, schon wegen des Neuerungsverbots im Rechtsmittelverfahren unbeachtlich.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 181/07z
    Entscheidungstext OGH 23.10.2007 3 Ob 181/07z
    Beisatz: Hier: Rechnungslegung. (T1)
  • 3 Ob 61/19w
    Entscheidungstext OGH 26.04.2019 3 Ob 61/19w
    nur: Die Erfüllung einer titelmäßigen Verpflichtung ist mittels Oppositionsklage nach § 35 EO geltend zu machen. (T2); Beisatz: Ist die Rechnungslegung nach dem Titel nicht nur einmal, sondern laufend zu erbringen, wäre im Fall der Stattgebung der Oppositionsklage (nur, aber immerhin) der betriebene Anspruch (nicht aber der gesamte titulierte Anspruch für die Zeit ab Einbringung des Exekutionsantrags) als erloschen anzusehen. (T3); Bem: siehe auch 3 Ob 59/19a, 3 Ob 60/19y (T4)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2007:RS0122815

Im RIS seit

22.11.2007

Zuletzt aktualisiert am

14.06.2019

Dokumentnummer

JJR_20071023_OGH0002_0030OB00181_07Z0000_001

Entscheidungstext 3Ob181/07z

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Geschäftszahl

3Ob181/07z

Entscheidungsdatum

23.10.2007

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofs Dr. Schiemer als Vorsitzenden und die Hofräte des Obersten Gerichtshofs Dr. Prückner, Hon.-Prof. Dr. Sailer sowie Dr. Jensik und die Hofrätin des Obersten Gerichtshofs Dr. Fichtenau als weitere Richter in der Exekutionssache der betreibenden Parteien 1.) C***** (C***** Inc.), ***** Japan, 2.) C***** GmbH, *****, beide vertreten durch ploil krepp & partner, Rechtsanwälte GmbH in Wien, wider die verpflichtete Partei D***** GmbH, *****, vertreten durch Dr. Reinhard Armster, Rechtsanwalt in Maria Enzersdorf, wegen Rechnungslegung und Urkundeneinsicht, infolge Revisionsrekurses der verpflichteten Partei gegen den Beschluss des Landesgerichts Wiener Neustadt als Rekursgericht vom 12. Juni 2007, GZ 17 R 157/07w, 158/07t, 159/07i, 178/07h-39, womit unter anderem die Beschlüsse des Bezirksgerichts Mödling vom 26. März und 16. April 2007, GZ 10 E 7465/05f-29 und 10 E 7465/05f-31 (richtig 31a), teilweise bestätigt und teilweise abgeändert wurde, den Beschluss

gefasst:

Spruch

Der Revisionsrekurs wird zurückgewiesen.

Die betreibende Partei hat die Kosten ihrer Revisionsrekursbeantwortung selbst zu tragen.

Text

Begründung:

Auf Grund des Urteils des Obersten Gerichtshofs vom 15. September 2005, AZ 4 Ob 145/05k (= ÖBl 2006, 82 [Gamerith] = ecolex 2006, 588 [Schachter] = wbl 2006, 65 = RdW 2006, 19) muss die verpflichtete Partei den betreibenden Parteien binnen 14 Tagen über die von ihr durch den Verkauf von zu Kopiergeräten einer bestimmten Marke gehörenden Geräten, Zubehör und Ersatzteilen, insbesondere Kopierer-Trommeln, -Toner und Cartridges, die nicht von den betreibenden Parteien selbst und nicht mit ihrer Zustimmung innerhalb des EWR erstmals in Verkehr gebracht worden sind, unter Verwendung einer bestimmten Marke erzielten Umsätze anhand von Einkaufs- und Verkaufsbelegen mit der Maßgabe Rechnung zu legen, dass die auf den Einkaufs- und Verkaufsbelegen aufscheinenden Lieferanten und Abnehmer unkenntlich gemacht werden und die Originale dieser Belege dem Sachverständigen offen zu legen sind.

Das Erstgericht bewilligte der betreibenden Partei auf Grund dieses Urteils die Exekution nach § 354 EO und verhängte über die verpflichtete Partei eine Geldstrafe. Das Gericht zweiter Instanz änderte diese Entscheidung teilweise dahin ab, dass es statt der Verhängung einer Geldstrafe nur eine solche für den Fall androhte, dass die verpflichtete Partei nicht binnen 14 Tagen die geschuldeten Leistungen erbringe. Den Revisionsrekurs der verpflichteten Partei gegen diese Entscheidung wies der Oberste Gerichtshof mit Beschluss vom 21. Dezember 2006, AZ 3 Ob 146/06a, zurück.

Mit seinen Beschlüssen ON 29 und 31(a) verhängte das Exekutionsgericht erneut Geldstrafen von 5.000 EUR und 15.000 EUR und drohte für den Fall des Nichterbringens der geschuldeten Leistung binnen 14 Tagen Geldstrafen von 15.000 EUR und 30.000 EUR an. Das Gericht zweiter Instanz änderte mit dem angefochtenen Beschluss (Punkte 2. und 3.) diese Entscheidungen dahin ab, dass es beim ersten Beschluss die angedrohte Geldstrafe auf 7.000 EUR und beim zweiten die verhängte auf ebenfalls 7.000 EUR und die angedrohte auf 9.000 EUR herabsetzte. Es sprach zu beiden Entscheidungen aus, dass der Wert des Entscheidungsgegenstands 4.000 EUR, nicht aber 20.000 EUR übersteige und der ordentliche Revisionsrekurs zulässig sei. Die Argumente der verpflichteten Partei seien nicht stichhältig. Selbst wenn eine Holschuld vorläge, wäre der Strafantrag zu bewilligen gewesen, weil sich nicht einmal dem Rekursvorbringen entnehmen lasse, die verpflichtete Partei habe den betreibenden Parteien Termin und Ort für eine Urkundeneinsicht bekanntgegeben. Dass es nicht Sache des Exekutionsgerichts sei, anlässlich der Bewilligung der Exekution (oder hier eines Strafantrags) die Richtigkeit der zu vollstreckenden Entscheidung zu überprüfen, auch nicht im Hinblick auf deren Vereinbarkeit mit europäischem Recht, habe der Oberste Gerichtshof bereits zu 3 Ob 146/06a ausgesprochen. Allerdings erscheine bei umfassender rechtlicher Beurteilung die Steigerung bei den angedrohten Strafen - und folglich auch die Höhe der im zweiten Beschluss verhängten - zu hoch.

Es fehle Rsp des Obersten Gerichtshofs dazu, ob die Rechnungslegungspflicht nach § 55 MSchG iVm § 151 PatG eine Hol-, Bring- oder Schickschuld sei; weiters dazu, was eine verpflichtete Partei tun müsse, wenn sie im Fall einer Holschuld dem betreibenden Gläubiger Einsicht in Urkunden zu gewähren habe; schließlich noch dazu, ob die Androhung einer Geldstrafe nach § 354 EO der Rechtskraft fähig sei.

Rechtliche Beurteilung

In ihrem allein gegen die dargestellten Teile der zweitinstanzlichen Entscheidung gerichteten Revisionsrekurs macht die verpflichtete Partei unrichtige rechtliche Beurteilung geltend. Ausdrücklich wird das Vorliegen erheblicher Rechtsfragen iSd § 78 EO iVm § 528 Abs 1 ZPO nicht releviert.

Solche sind auch entgegen dem den Obersten Gerichtshof nicht bindenden Ausspruch der zweiten Instanz nicht zu beantworten. Releviert der Rechtsmittelwerber die vom Rekursgericht als erheblich bezeichnete Rechtsfrage in seinem Rechtsmittel nicht und wirft er auch im Übrigen keine erheblichen Rechtsfragen auf, so ist sein Rechtsmittel selbst dann unzulässig, wenn das Gericht zweiter Instanz zu Recht ausgesprochen haben sollte, die Anrufung des Obersten Gerichtshofs sei zulässig (RIS-Justiz RS0080388 [T1]). Dasselbe muss gelten, wenn weitere vom zweitinstanzlichen Gericht angesprochene Rechtsfragen nicht die erforderliche Qualität aufweisen. Dass es auf die Frage nach Hol-, Bring- oder Schickschuld (und deren näherer Ausgestaltung) im Stadium der Bewilligung des Exekutionsantrags oder Strafantrags nicht ankommt, wurde in diesem Verfahren bereits zu 3 Ob 146/06a dargelegt, geht doch aus dem Exekutionsantrag nicht hervor, dass die Rechnungslegungspflicht in Wahrheit schon erfüllt sei. Für die hier zu beurteilenden Strafanträge gilt nichts anderes. Die Erfüllung einer titelmäßigen Verpflichtung ist, schon weil Behauptungen in Rechtsmitteln gegen das Neuerungsverbot verstoßen, mittels Oppositionsklage nach § 35 EO geltend zu machen (SZ 25/99; 3 Ob 89/95 = ecolex 1996, 13; Jakusch in Angst, EO § 35 Rz 24; Dullinger in Burgstaller/Deixler-Hübner, EO, § 35 Rz 2).

Auf die Strafhöhe und die etwaige Teilrechtskraft angedrohter Strafen geht die Revisionsrekurswerberin mit keinem Wort ein. Die von der zweiten Instanz als erheblich gewerteten Rechtsfragen sind demnach in Wahrheit nicht zu beantworten.

Auch die übrigen Ausführungen im Rechtsmittel lassen solche nicht erkennen. Zur mangelnden Überprüfbarkeit des Titels auf seine Vereinbarkeit mit Entscheidungen des EuGH wurde ebenfalls bereits zu 3 Ob 146/06a Stellung genommen. Der erkennende Senat hegt keine Bedenken gegen die Verfassungskonformität des, wie schon vom Rekursgericht zutreffend dargelegt, von ihm gar nicht anzuwendenden § 359 Abs 2 EO. Sie übersieht offenbar, dass sich die von ihr zitierten Passagen der Rekursentscheidung auf die für die Frage der Bewilligung von Strafanträgen unerhebliche rechtliche Beurteilung im Zusammenhang mit der unanfechtbaren Erledigung eines Aufschiebungsantrags bezieht. Diesen Entscheidungsteil hat die verpflichtete Partei richtigerweise auch gar nicht anzufechten versucht.

Abgesehen davon würde die der Revisionsrekurswerberin allenfalls vorschwebende fehlende Vollstreckbarkeit von Geldstrafen nach § 354 (und wohl auch § 355) EO bis zum Abschluss allfälliger Oppositions- oder Impugnationsstreitigkeiten ohne Rücksicht auf die in der EO festgelegten Voraussetzungen der Aufschiebung die genannten Exekutionsarten ihrer Durchschlagskraft völlig berauben. Dazu kommt, dass ein Verpflichteter ohnehin gegen den erst den gegen ihn vollstreckbaren Exekutionstitel auf Zahlung der Geldstrafe bildenden Zahlungsauftrag vorgehen kann, wie in den von der Revisionsrekurswerberin zitierten Entscheidungen 6 Ob 44/05z und 6 Ob 43/05z (= SZ 2005/50; ebenso schon 3 Ob 5/04z = SZ 2004/14 zu Strafen nach § 355 EO) erläutert wird.

Somit ist der Revisionsrekurs zurückzuweisen.

Der Oberste Gerichtshof stellte den betreibenden Parteien nicht frei, den Revisionsrekurs zu beantworten. Nach stRsp des erkennenden Senats ist jedoch das Rechtsmittelverfahren nach der EO auch in dritter Instanz idR einseitig (3 Ob 162/03z, 163/03x = SZ 2004/26 u.v.a.; RIS-Justiz RS0118686), sofern nicht eine Beantwortung im Einzelfall geboten erscheint. Das ist hier nicht der Fall, macht doch die Revisionsrekurswerberin durchwegs Rechtsfragen geltend, die keine Stellungnahme ihrer Gegner erforderten. Daran muss auch deren Kostenanspruch (iSd § 78 EO iVm §§ 50, 40 ZPO) scheitern (zuletzt 3 Ob 269/06i; 3 Ob 64/07v; 3 Ob 51/07g). Deren Revisionsrekursbeantwortung ist daher entgegen einem Teil der Rechtsprechung (3 Ob 52/04z; 3 Ob 61/04y; 3 Ob 166/05s) mangels gesetzlicher Anordnung nicht zurückzuweisen.

Anmerkung

E85678 3Ob181.07z

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2007:0030OB00181.07Z.1023.000

Dokumentnummer

JJT_20071023_OGH0002_0030OB00181_07Z0000_000