Rechtssatz für 6Ob148/66 5Ob269/69 1Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0017394

Geschäftszahl

6Ob148/66; 5Ob269/69; 1Ob151/70; 4Ob618/71; 5Ob190/72; 3Ob45/74; 5Ob667/76; 7Ob570/81; 1Ob504/82; 5Ob796/81; 1Ob687/82; 7Ob646/82; 1Ob517/83 (1Ob518/83); 6Ob627/83; 8Ob588/83; 1Ob503/89; 2Ob527/92; 6Ob154/02v; 6Ob148/07v; 5Ob121/07s; 9Ob12/10w; 1Ob22/12k; 5Ob136/12d; 7Ob66/14b; 2Ob67/14p; 9Ob46/14a

Entscheidungsdatum

25.09.2014

Rechtssatz

Eine individuelle Voraussetzung (Geschäftsgrundlage), von der beide Parteien bei Vertragsabschluss ausgegangen sind, ist nur dann von Bedeutung, wenn die Parteien durch ausdrückliche oder stillschweigende Vereinbarung die Wirkungen des Geschäftes von dem Vorhandensein der vorausgesetzten Sachlage abhängig gemacht haben.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 148/66
    Entscheidungstext OGH 25.05.1966 6 Ob 148/66
  • 5 Ob 269/69
    Entscheidungstext OGH 29.10.1969 5 Ob 269/69
  • 1 Ob 151/70
    Entscheidungstext OGH 10.09.1970 1 Ob 151/70
  • 4 Ob 618/71
    Entscheidungstext OGH 11.01.1972 4 Ob 618/71
  • 5 Ob 190/72
    Entscheidungstext OGH 07.11.1972 5 Ob 190/72
    Veröff: MietSlg 24089
  • 3 Ob 45/74
    Entscheidungstext OGH 30.08.1974 3 Ob 45/74
    Veröff: EvBl 1975/31 S 67
  • 5 Ob 667/76
    Entscheidungstext OGH 02.11.1976 5 Ob 667/76
    Veröff: NZ 1979,172
  • 7 Ob 570/81
    Entscheidungstext OGH 26.03.1981 7 Ob 570/81
    Vgl
  • 1 Ob 504/82
    Entscheidungstext OGH 17.03.1982 1 Ob 504/82
    Beisatz: Hier: Geschäftszweck: Unterlassung einer Strafanzeige bei Schadensgutmachung durch einen Dritten. (T1)
  • 5 Ob 796/81
    Entscheidungstext OGH 20.04.1982 5 Ob 796/81
    Auch
  • 1 Ob 687/82
    Entscheidungstext OGH 03.11.1982 1 Ob 687/82
  • 7 Ob 646/82
    Entscheidungstext OGH 16.12.1982 7 Ob 646/82
    Auch
  • 1 Ob 517/83
    Entscheidungstext OGH 13.04.1983 1 Ob 517/83
    Auch; Beisatz: Beweislast trifft den, der sich auf die Vereinbarung beruft. (T2)
  • 6 Ob 627/83
    Entscheidungstext OGH 19.01.1984 6 Ob 627/83
    Vgl auch
  • 8 Ob 588/83
    Entscheidungstext OGH 10.05.1984 8 Ob 588/83
  • 1 Ob 503/89
    Entscheidungstext OGH 26.04.1989 1 Ob 503/89
  • 2 Ob 527/92
    Entscheidungstext OGH 29.10.1992 2 Ob 527/92
  • 6 Ob 154/02v
    Entscheidungstext OGH 20.02.2003 6 Ob 154/02v
  • 6 Ob 148/07v
    Entscheidungstext OGH 13.07.2007 6 Ob 148/07v
    Beisatz: Ob etwas Vertragsinhalt geworden ist, kann nur unter Berücksichtigung der Umstände des Einzelfalls beurteilt werden; dies verhindert in der Regel das Vorliegen einer erheblichen Rechtsfrage (so schon 3Ob116/04m). (T3); Beisatz: Hier: Annahme, es werde kein (gewinnbringender) Verkauf der Aktien ins Ausland erfolgen - keine Geschäftsgrundlage. (T4)
  • 5 Ob 121/07s
    Entscheidungstext OGH 02.10.2007 5 Ob 121/07s
  • 9 Ob 12/10w
    Entscheidungstext OGH 24.03.2010 9 Ob 12/10w
    Beis wie T3
  • 1 Ob 22/12k
    Entscheidungstext OGH 01.03.2012 1 Ob 22/12k
    Beis wie T3
  • 5 Ob 136/12d
    Entscheidungstext OGH 17.12.2012 5 Ob 136/12d
    Auch
  • 7 Ob 66/14b
    Entscheidungstext OGH 21.05.2014 7 Ob 66/14b
    Auch
  • 2 Ob 67/14p
    Entscheidungstext OGH 09.07.2014 2 Ob 67/14p
    Vgl; Beisatz: Hier aber Einwand nicht auf enttäuschte gemeinsame Erwartungen gestützt. (T5)
  • 9 Ob 46/14a
    Entscheidungstext OGH 25.09.2014 9 Ob 46/14a
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1966:RS0017394

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

21.11.2014

Dokumentnummer

JJR_19660525_OGH0002_0060OB00148_6600000_001

Rechtssatz für 1Ob675/83 7Ob522/87 (7Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0017453

Geschäftszahl

1Ob675/83; 7Ob522/87 (7Ob523/87); 3Ob513/94; 6Ob202/00z; 6Ob148/07v; 9Ob63/07s; 1Ob95/08i; 8Ob62/14x; 7Ob155/18x

Entscheidungsdatum

26.09.2018

Rechtssatz

Ein Rückgriff auf die Lehre von der Geschäftsgrundlage hat zu unterbleiben, wenn ein Vertrag nach seinem von den Parteien festgelegten immanenten Zweck nicht lückenhaft ist, sondern ein im Vertrag nicht ausdrücklich geregelter Fall im Auslegungswege geklärt werden kann.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 675/83
    Entscheidungstext OGH 14.12.1983 1 Ob 675/83
  • 7 Ob 522/87
    Entscheidungstext OGH 05.03.1987 7 Ob 522/87
    Beisatz: Ebenso die Vertragsergänzung oder Vertragsanpassung. (T1) Veröff: SZ 60/42
  • 3 Ob 513/94
    Entscheidungstext OGH 25.05.1994 3 Ob 513/94
    Beis wie T1
  • 6 Ob 202/00z
    Entscheidungstext OGH 30.08.2000 6 Ob 202/00z
    Vgl auch; Beisatz: Der ergänzender Vertragsauslegung ist immer dann vorzunehmen, wenn nicht feststeht, was die Parteien in vertraglich nicht vorgesehenen Fällen gewollt hätten und führt zu einer Ergänzung des Vertrages um dasjenige, was unter Berücksichtigung des von den Parteien verfolgten Vertragszweckes, sowie unter Heranziehung der Verkehrssitte einer unter redlichen und vernünftigen Personen geschlossenen Vereinbarung entsprechen würde. (T2)
  • 6 Ob 148/07v
    Entscheidungstext OGH 13.07.2007 6 Ob 148/07v
    Auch
  • 9 Ob 63/07s
    Entscheidungstext OGH 22.10.2007 9 Ob 63/07s
  • 1 Ob 95/08i
    Entscheidungstext OGH 16.09.2008 1 Ob 95/08i
  • 8 Ob 62/14x
    Entscheidungstext OGH 24.03.2015 8 Ob 62/14x
  • 7 Ob 155/18x
    Entscheidungstext OGH 26.09.2018 7 Ob 155/18x

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1983:RS0017453

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

11.01.2019

Dokumentnummer

JJR_19831214_OGH0002_0010OB00675_8300000_001

Rechtssatz für 1Ob507/50 2Ob266/57 3Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0014920

Geschäftszahl

1Ob507/50; 2Ob266/57; 3Ob284/58; 6Ob267/63 (6Ob268/63); 6Ob342/66; 6Ob61/67; 7Ob154/71; 5Ob89/72; 7Ob8/75; 2Ob362/74; 6Ob156/75; 7Ob602/77; 5Ob748/79; 6Ob662/81; 3Ob542/87; 6Ob146/97g; 1Ob339/98d; 1Ob157/02y; 3Ob13/07v; 6Ob148/07v; 4Ob65/10b; 8Ob25/10z; 4Ob190/10k; 8Ob151/10d; 5Ob18/11z; 2Ob176/10m; 2Ob30/11t; 9ObA83/13s; 1Ob85/16f; 9Ob69/19s

Entscheidungsdatum

28.11.2019

Norm

ABGB §871 BII
  1. ABGB § 871 heute
  2. ABGB § 871 gültig ab 01.10.1979 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 140/1979

Rechtssatz

Ein Irrtum über den Wert der Sache ist ein Irrtum im Beweggrunde (Motivirrtum) und nur dann rechtlich relevant, wenn listige Irreführung vorliegt.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 507/50
    Entscheidungstext OGH 28.09.1950 1 Ob 507/50
    Veröff: SZ 23/272
  • 2 Ob 266/57
    Entscheidungstext OGH 20.11.1957 2 Ob 266/57
  • 3 Ob 284/58
    Entscheidungstext OGH 14.10.1958 3 Ob 284/58
  • 6 Ob 267/63
    Entscheidungstext OGH 16.10.1963 6 Ob 267/63
    Veröff: EvBl 1964/317 S 465
  • 6 Ob 342/66
    Entscheidungstext OGH 30.11.1966 6 Ob 342/66
    Veröff: EvBl 1967/281 S 397
  • 6 Ob 61/67
    Entscheidungstext OGH 15.03.1967 6 Ob 61/67
    Ähnlich; Beisatz: Hier: Irrtum beim Vergleichsabschluss. (T1)
  • 7 Ob 154/71
    Entscheidungstext OGH 10.09.1971 7 Ob 154/71
    Beisatz: Hier: Orientteppiche (T2)
  • 5 Ob 89/72
    Entscheidungstext OGH 20.06.1972 5 Ob 89/72
    Veröff: JBl 1972,611
  • 7 Ob 8/75
    Entscheidungstext OGH 23.01.1975 7 Ob 8/75
    Ähnlich; Beisatz: Umsatz eines gekauften Getränkeautomaten. (T3)
  • 2 Ob 362/74
    Entscheidungstext OGH 13.02.1975 2 Ob 362/74
    Beis wie T1; Veröff: SZ 48/14 = EvBl 1975/252 S 573 = JBl 1976,88
  • 6 Ob 156/75
    Entscheidungstext OGH 08.01.1976 6 Ob 156/75
    Beisatz: Hier: Gemälde (T4)
  • 7 Ob 602/77
    Entscheidungstext OGH 30.06.1977 7 Ob 602/77
    Ähnlich
  • 5 Ob 748/79
    Entscheidungstext OGH 15.01.1980 5 Ob 748/79
  • 6 Ob 662/81
    Entscheidungstext OGH 17.03.1983 6 Ob 662/81
    Veröff: EvBl 1983/100 S 396
  • 3 Ob 542/87
    Entscheidungstext OGH 11.11.1987 3 Ob 542/87
  • 6 Ob 146/97g
    Entscheidungstext OGH 11.09.1997 6 Ob 146/97g
  • 1 Ob 339/98d
    Entscheidungstext OGH 29.06.1999 1 Ob 339/98d
    Auch; Beisatz: Der Irrtum über den gemeinen Wert (Verkehrswert) einer Sache gehört nicht zu deren Eigenschaften. (T5)
    Beisatz: Ein Irrtum über den Verkehrswert einer Sache bildet jedenfalls nur dann einen rechtlich relevanten Anfechtungsgrund, wenn der Erklärungsempfänger den Motivirrtum arglistig im Sinn des § 870 ABGB herbeigeführt oder im Sinne einer bewussten Verschleierung des Sachverhalts ausgenützt hat, somit bewusste Täuschung vorliegt, wenn die Parteien das Motiv zumindest stillschweigend zu einer echten Bedingung erhoben haben, wenn der Gegner des Anfechtenden gesetzliche oder vorvertragliche Aufklärungspflichten verletzte, oder wenn der Irrtum ohne Mitwirken des anderen Teils nicht vermeidbar war; gerade in den letzten drei Fällen ist ein Geschäftsirrtum anzunehmen. (T6)
  • 1 Ob 157/02y
    Entscheidungstext OGH 30.09.2002 1 Ob 157/02y
  • 3 Ob 13/07v
    Entscheidungstext OGH 22.02.2007 3 Ob 13/07v
    Beis ähnlich wie T6
  • 6 Ob 148/07v
    Entscheidungstext OGH 13.07.2007 6 Ob 148/07v
    Auch
  • 4 Ob 65/10b
    Entscheidungstext OGH 31.08.2010 4 Ob 65/10b
    Auch; nur: Ein Irrtum über den Wert der Sache ist ein Irrtum im Beweggrunde (Motivirrtum). (T7)
  • 8 Ob 25/10z
    Entscheidungstext OGH 22.09.2010 8 Ob 25/10z
    Vgl; Beisatz: Im Fall des Verkaufs börsennotierter Wertpapiere können Fehlvorstellungen über die künftige Wert‑ und Kursentwicklung (zumindest mangels anderslautender Vereinbarung) nur als Motivirrtum qualifiziert werden. Hingegen betrifft eine Fehlvorstellung über eine dem Anlageprodukt immanente Begrenzung des Verlustpotentials wegen einer besonderen Risikoabsicherung (zB Ausfallgarantie, Versicherung, Pfandrechte) oder darüber, ob eine direkte Investition in Güter erfolgt, nicht nur im Vorfeld des Kaufentschlusses liegende individuelle Erwartungen, sondern für die Identität des Kaufgegenstands maßgebliche und daher den Inhalt des Geschäfts bestimmende Eigenschaften. Die Risikogeneigtheit einer Anlageform ist als Produkteigenschaft anzusehen. (T8) Veröff: SZ 2010/113
  • 4 Ob 190/10k
    Entscheidungstext OGH 15.12.2010 4 Ob 190/10k
    Auch; nur T7; Beisatz: Ein Irrtum über eine wertbildende Eigenschaft gehört hingegen zum Inhalt des Geschäfts. (T9)
    Beisatz: Hier: Wertpapiere. (T10)
  • 8 Ob 151/10d
    Entscheidungstext OGH 26.04.2011 8 Ob 151/10d
    Vgl; Beis wie T10
  • 5 Ob 18/11z
    Entscheidungstext OGH 07.07.2011 5 Ob 18/11z
    Auch; nur T7; Beis wie T9; Beis wie T10
  • 2 Ob 176/10m
    Entscheidungstext OGH 22.06.2011 2 Ob 176/10m
    nur T7; Beis wie T9
  • 2 Ob 30/11t
    Entscheidungstext OGH 19.01.2012 2 Ob 30/11t
    Auch; Beis wie T5; Beis wie T9
  • 9 ObA 83/13s
    Entscheidungstext OGH 27.09.2013 9 ObA 83/13s
    Auch
  • 1 Ob 85/16f
    Entscheidungstext OGH 30.08.2016 1 Ob 85/16f
    Beis wie T9
  • 9 Ob 69/19s
    Entscheidungstext OGH 28.11.2019 9 Ob 69/19s
    Vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1950:RS0014920

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

19.02.2020

Dokumentnummer

JJR_19500928_OGH0002_0010OB00507_5000000_001

Rechtssatz für 3Ob520/94 (3Ob559/95) 1O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0087574

Geschäftszahl

3Ob520/94 (3Ob559/95); 1Ob161/01k; 6Ob148/07v; 3Ob50/14w; 6Ob20/16h; 8Ob82/20x

Entscheidungsdatum

18.12.2020

Norm

ABGB §935
  1. ABGB § 935 heute
  2. ABGB § 935 gültig ab 01.10.1979 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 140/1979

Rechtssatz

Laesio enormis ist nur dann ausgeschlossen, wenn der Verkürzte Kenntnis von wahren Wert hat, die bloße Erklärung, den wahren Wert zu kennen, reicht nicht aus. Dafür, dass dem Verkürzten der wahre Wert bekannt war, ist der andere Teil beweispflichtig.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 520/94
    Entscheidungstext OGH 30.08.1995 3 Ob 520/94
    Veröff: SZ 68/152
  • 1 Ob 161/01k
    Entscheidungstext OGH 07.08.2001 1 Ob 161/01k
    Beisatz: Hat sich der Verkürzte bewusst auf ein Verlustgeschäft eingelassen, so ist er doch nicht von der Anfechtung wegen laesio enormis ausgeschlossen, wenn sich nachträglich eine noch größere Abweichung von wahren Wert herausstellt, die zur Hälftewertüberschreitung führt. (T1)
    Beisatz: Ebenso stellt die Bestimmung des § 351a HGB einen Ausschlussgrund dar, für den stets der "Verkürzende" die Beweislast trägt. (T2)
  • 6 Ob 148/07v
    Entscheidungstext OGH 13.07.2007 6 Ob 148/07v
    Auch; nur: Laesio enormis ist nur dann ausgeschlossen, wenn der Verkürzte Kenntnis von wahren Wert hat. (T3)
    Beisatz: Hier: Die im Konzern-auch als Organe-involvierten Kläger wussten beim Vertragsabschluss umfassend über den gesamten Konzern, dessen Wert und den Wert der Aktien des Konzerns Bescheid. (T4)
  • 3 Ob 50/14w
    Entscheidungstext OGH 08.04.2014 3 Ob 50/14w
    Auch; Beis wie T1; Beisatz: Hier war dem Kläger beim Verkauf seines Liegenschaftsanteils bewusst, dass er einen die Grenzen der laesio enormis (weit) übersteigenden Verlust hinnehmen wird. (T5)
  • 6 Ob 20/16h
    Entscheidungstext OGH 30.03.2016 6 Ob 20/16h
    Beisatz: Eine Partei kann bewusst einen die Grenzen der laesio enormis weit übersteigenden Verlust hinnehmen und eine Schenkung vereinbaren. (T6)
  • 8 Ob 82/20x
    Entscheidungstext OGH 18.12.2020 8 Ob 82/20x
    Vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1995:RS0087574

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

09.04.2021

Dokumentnummer

JJR_19950830_OGH0002_0030OB00520_9400000_004

Rechtssatz für 6Ob220/64 4Ob63/69 5Ob1...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0014913

Geschäftszahl

6Ob220/64; 4Ob63/69; 5Ob126/72; 4Ob68/73; 7Ob8/75; 1Ob188/75; 5Ob631/76; 1Ob735/76; 5Ob748/79; 4Ob92/81; 3Ob609/85; 3Ob116/04m; 7Ob111/06h; 6Ob148/07v; 5Ob195/09a; 8Ob25/10z; 8ObA93/10z; 5Ob146/11y; 3Ob65/13z; 7Ob48/17k; 6Ob55/19k; 8Ob76/19p; 9Ob69/19s; 9ObA100/21b

Entscheidungsdatum

28.09.2021

Norm

ABGB §871 BII
  1. ABGB § 871 heute
  2. ABGB § 871 gültig ab 01.10.1979 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 140/1979

Rechtssatz

Unterschied zwischen Geschäfts- und Motivirrtum. Geschäftsirrtum ist wie Erklärungsirrtum zu behandeln.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 220/64
    Entscheidungstext OGH 09.09.1964 6 Ob 220/64
    Veröff: JBl 1965,318
  • 4 Ob 63/69
    Entscheidungstext OGH 21.10.1969 4 Ob 63/69
    Veröff: SZ 42/155 = EvBl 1970/82 S 128 = Arb 8669 = SOZ IAd,883 = JBl 1970,536 (mit kritischer Stellungsnahme von Spielbüchler) = Ind 1970 3/4/755 = DRdA 1970,228 (Dirschmied) = ZAS 1971,13 (krit Mayer-Maly)
  • 5 Ob 126/72
    Entscheidungstext OGH 20.06.1972 5 Ob 126/72
    Beisatz: Geschäftsirrtum setzt eine unrichtige Vorstellung der Streitteile von innerhalb des Geschäfts liegenden Umständen voraus.
    (T1)
  • 4 Ob 68/73
    Entscheidungstext OGH 25.09.1973 4 Ob 68/73
    Veröff: Arb 9142 = SozM IAd,1069 = ZAS 1975,19 (krit Spielbüchler)
  • 7 Ob 8/75
    Entscheidungstext OGH 23.01.1975 7 Ob 8/75
    Beis wie T1; Veröff: EvBl 1975/205 = JBl 1976,145
  • 1 Ob 188/75
    Entscheidungstext OGH 08.10.1975 1 Ob 188/75
    Beis wie T1
  • 5 Ob 631/76
    Entscheidungstext OGH 13.07.1976 5 Ob 631/76
    Beis wie T1; Beisatz: Hier: Unrichtige Vorstellung über eine für das Geschäft bedeutsame Eigenschaft des Geschäftspartners. (T2)
  • 1 Ob 735/76
    Entscheidungstext OGH 26.01.1977 1 Ob 735/76
    Beisatz: Man kann sich der vertraglichen Verpflichtung nicht mit der Begründung entziehen, man sei bei der Willensbildung unter einem psychologischen Kaufzwang gestanden. (T3)
  • 5 Ob 748/79
    Entscheidungstext OGH 15.01.1980 5 Ob 748/79
  • 4 Ob 92/81
    Entscheidungstext OGH 29.09.1981 4 Ob 92/81
    Vgl; Veröff: DRdA 1983,370 (Bernat)
  • 3 Ob 609/85
    Entscheidungstext OGH 22.01.1986 3 Ob 609/85
    Beisatz: Ein "Irrtum über Zukünftiges" ist in aller Regel nicht als Geschäftsirrtum im engeren Sinn, sondern als unbeachtlicher Motivirrtum einzustufen. (T4)
    Veröff: SZ 59/17
  • 3 Ob 116/04m
    Entscheidungstext OGH 24.11.2004 3 Ob 116/04m
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T1
  • 7 Ob 111/06h
    Entscheidungstext OGH 28.03.2007 7 Ob 111/06h
    Vgl auch; Beisatz: Die Abgrenzung zwischen dem Wertirrtum, der im Regelfall einen unbeachtlichen Motivirrtum darstellt, und dem Irrtum über die Eigenschaft der Sache, der Geschäftsirrtum ist, kann schwierig sein. Erst durch Vertragsauslegung kann jeweils festgestellt werden, ob der Umstand, über den geirrt wurde, zum Geschäft selbst gehört. (T5)
  • 6 Ob 148/07v
    Entscheidungstext OGH 13.07.2007 6 Ob 148/07v
    Auch; Beis wie T4; Beisatz: Ein Irrtum über den Wert der Sache ist in der Regel unbeachtlich. (T6)
    Beisatz: Die Abgrenzung zwischen Geschäftsirrtum im engeren Sinne und bloßem Motivirrtum kann nur im Einzelfall nach dessen konkreten Umständen vorgenommen werden (so schon 3Ob 116/04m). (T7)
  • 5 Ob 195/09a
    Entscheidungstext OGH 22.06.2010 5 Ob 195/09a
    Vgl; Beis ähnlich wie T5; Beis ähnlich wie T7; Beisatz: Erst durch Vertragsauslegung im Einzelfall und auf der Grundlage der Feststellungen über das Zustandekommen des Vertrags und das Vertragsverständnis der Parteien kann festgestellt werden, ob ein Umstand zum Inhalt (Gegenstand) des Geschäft gehörte und ob darüber ein Irrtum vorlag. (T8)
  • 8 Ob 25/10z
    Entscheidungstext OGH 22.09.2010 8 Ob 25/10z
    Auch; Beis ähnlich wie T7; Beisatz: Im Fall des Verkaufs börsennotierter Wertpapiere können Fehlvorstellungen über die künftige Wert‑ und Kursentwicklung (zumindest mangels anderslautender Vereinbarung) nur als Motivirrtum qualifiziert werden. Hingegen betrifft eine Fehlvorstellung über eine dem Anlageprodukt immanente Begrenzung des Verlustpotentials wegen einer besonderen Risikoabsicherung (zB Ausfallgarantie, Versicherung, Pfandrechte) oder darüber, ob eine direkte Investition in Güter erfolgt, nicht nur im Vorfeld des Kaufentschlusses liegende individuelle Erwartungen, sondern für die Identität des Kaufgegenstands maßgebliche und daher den Inhalt des Geschäfts bestimmende Eigenschaften. Die Risikogeneigtheit einer Anlageform ist als Produkteigenschaft anzusehen. (T9)
    Veröff: SZ 2010/113
  • 8 ObA 93/10z
    Entscheidungstext OGH 26.04.2011 8 ObA 93/10z
    Beis wie T4; Beis wie T7
  • 5 Ob 146/11y
    Entscheidungstext OGH 16.05.2012 5 Ob 146/11y
    Vgl; Beis ähnlich wie T9
  • 3 Ob 65/13z
    Entscheidungstext OGH 21.08.2013 3 Ob 65/13z
    Auch; Beis wie T9
  • 7 Ob 48/17k
    Entscheidungstext OGH 17.05.2017 7 Ob 48/17k
    Vgl; Beis wie T9
  • 6 Ob 55/19k
    Entscheidungstext OGH 25.04.2019 6 Ob 55/19k
    Vgl; Beis wie T4; Beis wie T7
  • 8 Ob 76/19p
    Entscheidungstext OGH 29.08.2019 8 Ob 76/19p
    Auch; Beis wie T4
  • 9 Ob 69/19s
    Entscheidungstext OGH 28.11.2019 9 Ob 69/19s
    Vgl; Beis wie T7
  • 9 ObA 100/21b
    Entscheidungstext OGH 28.09.2021 9 ObA 100/21b
    Beis wie T7; Beis wie T8

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1964:RS0014913

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

14.12.2021

Dokumentnummer

JJR_19640909_OGH0002_0060OB00220_6400000_001

Rechtssatz für 1Ob778/81; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0017454

Geschäftszahl

1Ob778/81; 7Ob542/86; 1Ob641/87; 8Ob585/88; 3Ob502/94; 3Ob513/94; 8Ob99/99p; 2Ob322/00t; 6Ob30/02h; 8ObA72/03a; 9Ob152/03y; 9Ob42/04y; 6Ob148/07v; 1Ob95/08i; 9ObA132/11v; 7Ob192/12d; 2Ob173/12y; 5Ob117/13m; 7Ob66/14b; 2Ob67/14p; 5Ob4/14w; 6Ob68/15s; 9ObA134/16w; 1Ob17/17g; 8Ob4/17x; 5Ob58/18t; 3Ob143/18b; 4Ob151/21s; 5Ob56/23f; 6Ob160/22f

Entscheidungsdatum

20.11.2023

Rechtssatz

Das Institut des Wegfalls der Geschäftsgrundlage ist (gegenüber anderen Möglichkeiten, rechtsgeschäftliche Bindungen zu beseitigen) nur als letztes Mittel heranzuziehen.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 778/81
    Entscheidungstext OGH 21.04.1982 1 Ob 778/81
    Veröff: SZ 55/51
  • 7 Ob 542/86
    Entscheidungstext OGH 24.04.1986 7 Ob 542/86
  • 1 Ob 641/87
    Entscheidungstext OGH 21.10.1987 1 Ob 641/87
    Veröff: SZ 60/218 = EvBl 1988/31 S 207 = RdW 1988,88
  • 8 Ob 585/88
    Entscheidungstext OGH 20.07.1989 8 Ob 585/88
  • 3 Ob 502/94
    Entscheidungstext OGH 15.12.1993 3 Ob 502/94
  • 3 Ob 513/94
    Entscheidungstext OGH 25.05.1994 3 Ob 513/94
    Veröff: ImmZ 1994,487
  • 8 Ob 99/99p
    Entscheidungstext OGH 27.05.1999 8 Ob 99/99p
    Veröff: SZ 72/95
  • 2 Ob 322/00t
    Entscheidungstext OGH 25.01.2001 2 Ob 322/00t
    Veröff: SZ 74/11
  • 6 Ob 30/02h
    Entscheidungstext OGH 14.03.2002 6 Ob 30/02h
    Beisatz: Das ist der Fall, wenn die geltend gemachte Änderung der Verhältnisse in keiner Weise vorauszusehen war und die Änderung auch nicht dem Bereich jener Partei zuzuschreiben ist, die sich auf diese Änderung beruft. (T1)
    Veröff: SZ 2002/36
  • 8 ObA 72/03a
    Entscheidungstext OGH 18.09.2003 8 ObA 72/03a
    Beisatz: Die ergänzende Vertragsauslegung steht zwar in einem fließenden Übergang zu Geschäftsgrundlagefällen, setzt aber - zum Unterschied von den Geschäftsgrundlagefällen - voraus, dass eine Störung in der Vertragsabwicklung vorliegt, für die die Vertragsschließenden keine Regelung getroffen haben. (T2)
  • 9 Ob 152/03y
    Entscheidungstext OGH 05.05.2004 9 Ob 152/03y
    Beis wie T1
  • 9 Ob 42/04y
    Entscheidungstext OGH 15.09.2004 9 Ob 42/04y
    Beisatz: Storno wegen der Terroranschläge vom 11. 9. 2001 in den USA. (T3)
  • 6 Ob 148/07v
    Entscheidungstext OGH 13.07.2007 6 Ob 148/07v
  • 1 Ob 95/08i
    Entscheidungstext OGH 16.09.2008 1 Ob 95/08i
    Beis wie T1
  • 9 ObA 132/11v
    Entscheidungstext OGH 30.01.2012 9 ObA 132/11v
    Auch
  • 7 Ob 192/12d
    Entscheidungstext OGH 19.12.2012 7 Ob 192/12d
    Auch; Beis wie T1; Veröff: SZ 2012/144
  • 2 Ob 173/12y
    Entscheidungstext OGH 29.05.2013 2 Ob 173/12y
  • 5 Ob 117/13m
    Entscheidungstext OGH 17.12.2013 5 Ob 117/13m
    Beis wie T1
  • 7 Ob 66/14b
    Entscheidungstext OGH 21.05.2014 7 Ob 66/14b
    Auch
  • 2 Ob 67/14p
    Entscheidungstext OGH 09.07.2014 2 Ob 67/14p
  • 5 Ob 4/14w
    Entscheidungstext OGH 26.09.2014 5 Ob 4/14w
  • 6 Ob 68/15s
    Entscheidungstext OGH 29.06.2015 6 Ob 68/15s
    Beis wie T1
  • 9 ObA 134/16w
    Entscheidungstext OGH 29.11.2016 9 ObA 134/16w
    Auch
  • 1 Ob 17/17g
    Entscheidungstext OGH 27.02.2017 1 Ob 17/17g
    Beis wie T1
  • 8 Ob 4/17x
    Entscheidungstext OGH 27.01.2017 8 Ob 4/17x
    Beisatz: Mit der Ultima-Ratio-Funktion der Geschäftsgrundlage wird nur ausgedrückt, wann sich der auflösungswillige Vertragspartner überhaupt auf deren Wegfall berufen kann. Dies bedeutet aber nicht, dass diesem in jedem Fall eine Gelegenheit zur sofortigen Abstandnahme vom Vertrag zur Verfügung stehen müsste. (T4)
  • 5 Ob 58/18t
    Entscheidungstext OGH 15.05.2018 5 Ob 58/18t
  • 3 Ob 143/18b
    Entscheidungstext OGH 21.09.2018 3 Ob 143/18b
  • 4 Ob 151/21s
    Entscheidungstext OGH 16.12.2021 4 Ob 151/21s
  • 5 Ob 56/23f
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 25.05.2023 5 Ob 56/23f
  • 6 Ob 160/22f
    Entscheidungstext OGH 20.11.2023 6 Ob 160/22f
    Beisatz: Hier: Diesel-Abgasskandal (T5)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1982:RS0017454

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

12.02.2024

Dokumentnummer

JJR_19820421_OGH0002_0010OB00778_8100000_005

Rechtssatz für 8Ob60/70; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0017593

Geschäftszahl

8Ob60/70; 6Ob92/71; 1Ob193/71; 8Ob307/71; 7Ob201/73; 5Ob64/74; 5Ob243/75; 4Ob102/76 (4Ob103/76-4Ob105/76); 2Ob507/77; 1Ob764/77; 3Ob505/78 (3Ob506/78-3Ob514/78); 7Ob544/79; 1Ob770/79; 1Ob725/80; 1Ob687/82; 5Ob39/81; 1Ob517/83 (1Ob518/83); 8Ob615/84; 5Ob576/83; 3Ob609/85; 5Ob537/86; 7Ob656/86; 2Ob613/86; 4Ob542/87; 8Ob585/88; 8Ob684/89; 8Ob46/89; 3Ob513/94; 4Ob255/97x; 1Ob2342/96k; 5Ob285/98t; 1Ob340/98a; 2Ob47/99x; 7Ob355/98a; 4Ob270/99f; 1Ob234/99i; 8ObA30/00w; 6Ob154/02v; 1Ob47/05a; 6Ob148/07v; 5Ob121/07s; 6Ob68/15s; 6Ob225/19k; 7Ob14/22t; 4Ob217/21x; 9ObA106/23p

Entscheidungsdatum

24.01.2024

Rechtssatz

Ein Vertragspartner kann sich auf eine Änderung der Sachlage, deren Fortdauer eine typische Voraussetzung des Geschäftes bildet, nicht berufen, wenn die Änderung keine unvorhersehbare ist, wenn also mit der Möglichkeit einer Änderung gerechnet werden musste; wer angesichts einer solchen Möglichkeit vorbehaltlos ein Geschäft schließt, trägt das Risiko des Wegfalles der Geschäftsgrundlage.

Entscheidungstexte

  • 8 Ob 60/70
    Entscheidungstext OGH 17.03.1970 8 Ob 60/70
    Veröff: NZ 1971,92 = SZ 43/63 = JBl 1970,420 = EvBl 1971/2 S 14 = MietSlg 22538(13) = MietSlg 22541 = MietSlg 22560 = MietSlg 22611
  • 6 Ob 92/71
    Entscheidungstext OGH 11.06.1971 6 Ob 92/71
    Veröff: MietSlg 23076 = MietSlg 23077
  • 1 Ob 193/71
    Entscheidungstext OGH 26.08.1971 1 Ob 193/71
    Veröff: MietSlg 23076 = MietSlg 23078
  • 8 Ob 307/71
    Entscheidungstext OGH 23.11.1971 8 Ob 307/71
    nur: Ein Vertragspartner kann sich auf eine Änderung der Sachlage, deren Fortdauer eine typische Voraussetzung des Geschäftes bildet, nicht berufen, wenn die Änderung keine unvorhersehbare ist, und wenn sich die Änderung auf Tatsachen in der eigenen persönlichen Sphäre bezieht. (T1)
  • 7 Ob 201/73
    Entscheidungstext OGH 17.10.1973 7 Ob 201/73
    Beisatz: Dies trifft aber nur dann zu, wenn die Möglichkeit der Änderung der Sachlage nur der Partei bekannt war, die sich wegen Wegfalles der typischen Geschäftsgrundlage an den abgeschlossenen Vertrag nicht mehr gebunden erachtet. Ist hingegen die Möglichkeit einer Änderung der Sachlage beiden Vertragsparteien bekannt, so bildet dieser Umstand ein von bei den Parteien ihrem Vertragsabschluss zugrunde gelegtes Risiko (MietSlg 23077). Es kann sich dann keine der Vertragsparteien darauf berufen, dass der Wegfall der Geschäftsgrundlage vorhersehbar gewesen sei. (T2) Veröff: RZ 1974/59 S 101 = MietSlg 25.078
  • 5 Ob 64/74
    Entscheidungstext OGH 03.04.1974 5 Ob 64/74
    Beisatz: Mit einer Änderung der Warenpreise und mit einer Minderung der Kaufkraft einer Valuta muss jeder rechnen. (T3)
  • 5 Ob 243/75
    Entscheidungstext OGH 03.02.1976 5 Ob 243/75
    nur T1; Veröff: SZ 49/13 = EvBl 1976/193 S 398
  • 4 Ob 102/76
    Entscheidungstext OGH 21.09.1976 4 Ob 102/76
    Beisatz: Bei den Erfahrungen mit der Entwicklung des Sozialrechtes und Arbeitsrechtes ist geradezu eine Änderung im Sinne einer Besserstellung der Dienstnehmer zu erwarten (hier EFZG). (T4) Veröff: Arb 9520
  • 2 Ob 507/77
    Entscheidungstext OGH 31.03.1977 2 Ob 507/77
    Vgl; Beis wie T3; Beisatz: Verkleinerung des Betriebes beim Wegfall der Geschäftsgrundlage. (T5)
  • 1 Ob 764/77
    Entscheidungstext OGH 11.01.1978 1 Ob 764/77
    Vgl; Veröff: EvBl 1978/137 S 435
  • 3 Ob 505/78
    Entscheidungstext OGH 21.02.1978 3 Ob 505/78
    Beis wie T2
  • 7 Ob 544/79
    Entscheidungstext OGH 15.03.1979 7 Ob 544/79
    Beisatz: Fortschreitender Geldwertverfall seit Ende des zweiten Weltkrieges ist bei unvalorisiertem Wiederkaufsrecht ein von den Vertragsparteien zugrunde gelegtes Risiko. (T6) Veröff: JBl 1979,651
  • 1 Ob 770/79
    Entscheidungstext OGH 14.12.1979 1 Ob 770/79
    Beisatz: Das gilt auch für die Annahme, zur Führung eines Betriebes berechtigt zu sein. (T7)
  • 1 Ob 725/80
    Entscheidungstext OGH 14.01.1981 1 Ob 725/80
    Auch; nur T1; Beis wie T6 nur: Fortschreitender Geldwertverfall ist bei unvalorisiertem Wiederkaufsrecht ein von den Vertragsparteien zugrunde gelegtes Risiko. (T8) Beisatz: Erhöhung von Baukosten. (T9) Veröff: SZ 54/4 = JBl 1982,431
  • 1 Ob 687/82
    Entscheidungstext OGH 03.11.1982 1 Ob 687/82
  • 5 Ob 39/81
    Entscheidungstext OGH 19.04.1983 5 Ob 39/81
    Auch; Beisatz: Die von einem Vertragspartner angestrebte Vertragsanpassung infolge wesentlicher Änderung der Geschäftsgrundlage kann keine Erfolg haben, wenn sich diese Änderung ausschließlich in seiner eigenen Sphäre ereignete, von ihm selbst herbeigeführt worden ist und vorsehbar war. (T10)
  • 1 Ob 517/83
    Entscheidungstext OGH 13.04.1983 1 Ob 517/83
    Auch; nur T1
  • 8 Ob 615/84
    Entscheidungstext OGH 25.01.1985 8 Ob 615/84
  • 5 Ob 576/83
    Entscheidungstext OGH 20.12.1984 5 Ob 576/83
    Beisatz: Bei Ehelosigkeit oder Eheschließung handelt sich nicht um Vorkommnisse, die von vornherein überhaupt nicht überschaubar sind. (T11) Veröff: SZ 57/208
  • 3 Ob 609/85
    Entscheidungstext OGH 22.01.1986 3 Ob 609/85
    Veröff: SZ 59/17
  • 5 Ob 537/86
    Entscheidungstext OGH 08.07.1986 5 Ob 537/86
    Auch; Beis wie T2
  • 7 Ob 656/86
    Entscheidungstext OGH 06.11.1986 7 Ob 656/86
  • 2 Ob 613/86
    Entscheidungstext OGH 07.07.1987 2 Ob 613/86
    Vgl auch; Beisatz: Auch bei begehrter Vertragsanpassung, wobei bei einem vereinbarten Pauschalpreis die Unzumutbarkeit der Vertragszuhaltung weitere Voraussetzung ist. (T12) Veröff: EvBl 1987/176 S 653
  • 4 Ob 542/87
    Entscheidungstext OGH 15.09.1987 4 Ob 542/87
    nur: Wer angesichts einer solchen Möglichkeit vorbehaltlos ein Geschäft schließt, trägt das Risiko des Wegfalles der Geschäftsgrundlage. (T13)
  • 8 Ob 585/88
    Entscheidungstext OGH 20.07.1989 8 Ob 585/88
    nur: Ein Vertragspartner kann sich auf eine Änderung der Sachlage, deren Fortdauer eine typische Voraussetzung des Geschäftes bildet, nicht berufen, wenn die Änderung keine unvorhersehbare ist, wenn also mit der Möglichkeit einer Änderung gerechnet werden musste. (T14)
  • 8 Ob 684/89
    Entscheidungstext OGH 27.10.1989 8 Ob 684/89
    Auch; Veröff: RdW 1990,249 = ecolex 1991,386 (Reich - Rohrwig)
  • 8 Ob 46/89
    Entscheidungstext OGH 11.04.1991 8 Ob 46/89
    Auch; Beis wie T2; Veröff: WBl 1991,243 = ÖBA 1991,759
  • 3 Ob 513/94
    Entscheidungstext OGH 25.05.1994 3 Ob 513/94
  • 4 Ob 255/97x
    Entscheidungstext OGH 07.10.1997 4 Ob 255/97x
  • 1 Ob 2342/96k
    Entscheidungstext OGH 15.12.1997 1 Ob 2342/96k
    Vgl; Beisatz: Ein Vertragspartner kann selbst dann, wenn es sich beim Wegfall der Geschäftsgrundlage um eine typische Voraussetzung handelte, sich nicht mit Erfolg darauf berufen, wenn diese Änderung auf Tatsachen der eigenen Sphäre zurückzuführen ist. (T15); Beisatz: Aufhebung der Wohngemeinschaft durch die Klägerin, bloß weil sie sich "in Gesellschaft der Beklagten nicht mehr wohl fühlte". (T16)
  • 5 Ob 285/98t
    Entscheidungstext OGH 22.12.1998 5 Ob 285/98t
    Vgl auch
  • 1 Ob 340/98a
    Entscheidungstext OGH 23.03.1999 1 Ob 340/98a
    Vgl; Beisatz: Hier: § 1117f ABGB. (T17)
  • 2 Ob 47/99x
    Entscheidungstext OGH 11.03.1999 2 Ob 47/99x
    Vgl auch; nur T1
  • 7 Ob 355/98a
    Entscheidungstext OGH 28.05.1999 7 Ob 355/98a
    nur T1; Beisatz: Oder wenn die Zweckverfehlung vorhersehbar war. (T18)
  • 4 Ob 270/99f
    Entscheidungstext OGH 19.10.1999 4 Ob 270/99f
    Auch; Beis wie T15 nur: Ein Vertragspartner kann selbst dann, wenn es sich beim Wegfall der Geschäftsgrundlage um eine typische Voraussetzung handelte, sich nicht mit Erfolg darauf berufen. (T19)
  • 1 Ob 234/99i
    Entscheidungstext OGH 22.10.1999 1 Ob 234/99i
    Vgl auch; nur T14; Beisatz: Bei Ehen ist die Möglichkeit einer Scheidung, also eine Änderung der Verhältnisse, jedenfalls vorhersehbar, weshalb sich die Ehepartner nicht auf einen Wegfall der Geschäftsgrundlage berufen könnten. (T20)
  • 8 ObA 30/00w
    Entscheidungstext OGH 09.11.2000 8 ObA 30/00w
    Auch; nur T14
  • 6 Ob 154/02v
    Entscheidungstext OGH 20.02.2003 6 Ob 154/02v
    Auch
  • 1 Ob 47/05a
    Entscheidungstext OGH 24.06.2005 1 Ob 47/05a
    Beisatz: Wenn abweichend von den subjektiven Vorstellungen der Verkäufer ein größerer Teil der verkauften Liegenschaft in Bauland umgewidmet oder mit mehr Gewinn als erwartet weiterverkauft wird, liegt darin keine unvorhersehbare Änderung. (T21)
  • 6 Ob 148/07v
    Entscheidungstext OGH 13.07.2007 6 Ob 148/07v
    Ähnlich; Beis wie T3; Beis wie T21; Beisatz: Der Umstand, dass der Wert der verkauften Sachen in der Folge steigt, ist im Regelfall vorhersehbar. (T22)
  • 5 Ob 121/07s
    Entscheidungstext OGH 02.10.2007 5 Ob 121/07s
    Beisatz: Hier: Ungültigkeit einer fideikommissarischen Substitution. (T23)
  • 6 Ob 68/15s
    Entscheidungstext OGH 29.06.2015 6 Ob 68/15s
  • 6 Ob 225/19k
    Entscheidungstext OGH 25.06.2020 6 Ob 225/19k
    nur T14
  • 7 Ob 14/22t
    Entscheidungstext OGH 28.04.2022 7 Ob 14/22t
    Beis wie T3; Beis wie T22
  • 4 Ob 217/21x
    Entscheidungstext OGH Verstärkter Senat 28.03.2023 4 Ob 217/21x
    Beisatz wie T3; Beisatz wie T22
    Beisatz: Hier: Die Vereinbarung sollte erkennbar gerade für diesen Fall der Auflösung der Lebensgemeinschaft gelten. Auch die Änderung der Grundstückspreise war im vorliegenden Fall nicht unvorhersehbar. Den Parteien war das Risiko einer Wertveränderung durchaus
    bewusst, wie die für den Kaufpreis vereinbarte Wertsicherung zeigt. Tatsächlich hat sich der Wert des Kaufgegenstands innerhalb von nicht ganz zehn Jahren nicht einmal verdoppelt. (T24)
  • 9 ObA 106/23p
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 24.01.2024 9 ObA 106/23p
    nur T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1970:RS0017593

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

16.02.2024

Dokumentnummer

JJR_19700317_OGH0002_0080OB00060_7000000_003

Rechtssatz für 5Ob508/96; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0102181

Geschäftszahl

5Ob508/96; 2Ob259/99y; 2Ob246/99m; 9ObA95/00m; 7Ob37/01v; 7Ob314/00b; 2Ob104/01k; 7Ob120/01z; 7Ob72/01s; 3Ob286/01g; 2Ob102/02t; 7Ob113/01w; 7Ob117/02k; 8ObA175/02x; 8ObA78/02g; 3Ob322/02b; 7Ob201/03i; 7Ob249/03y; 7Ob53/04a; 3Ob77/04a; 8Ob26/05i; 7Ob140/05x; 10Ob22/04i; 3Ob202/05k; 3Ob245/05h; 10Ob30/06v; 7Ob180/06f; 3Ob24/06k; 6Ob264/06a; 4Ob12/07d; 2Ob273/05v; 6Ob148/07v; 2Ob30/07m; 2Ob215/07t; 10Ob24/08i; 8ObA35/08t; 2Ob7/08f; 8ObA48/08d; 8Ob91/08b; 2Ob123/08i; 5Ob8/09a; 7Ob43/09p; 2Ob275/08t; 4Ob145/09s; 7Ob157/09b; 4Ob170/09t; 3Ob272/09k; 4Ob76/10w; 5Ob69/10y; 9ObA15/10m; 6Ob165/10y; 2Ob210/09k; 3Ob194/10s; 1Ob162/10w; 4Ob186/10x; 8Ob58/10b; 3Ob202/10t; 1Ob29/11p; 2Ob103/10a; 5Ob6/11k; 5Ob12/11t; 3Ob62/11f; 1Ob88/11i; 10Ob55/11b; 3Ob95/11h; 8Ob98/11m; 8Ob93/11a; 1Ob203/11a; 2Ob13/11t; 5Ob209/11p; 3Ob21/12b; 5Ob22/12i; 8Ob19/12w; 7Ob59/12w; 8ObA26/12z; 1Ob153/12z; 9ObA24/12p; 10Ob44/12m; 9Ob29/13z; 1Ob39/13m; 2Ob150/12s; 2Ob65/12s; 9ObA73/13w; 10Ob24/13x; 9ObA60/13h; 5Ob216/13w; 5Ob137/14d; 10Ob59/14w; 5Ob207/14y; 1Ob26/15b; 6Ob100/15x; 1Ob180/15z; 4Ob115/15p; 8Ob118/15h; 9ObA146/15h; 9ObA152/15s; 8ObA30/16v; 3Ob72/16h; 3Ob42/16x; 6Ob178/16v; 1Ob98/17v; 9Ob34/17s; 9Ob6/17y; 4Ob13/18t; 6Ob120/18t; 9ObA92/18x; 7Ob175/18p; 8Ob147/18b; 7Ob208/18s; 7Ob19/19y; 5Ob79/19g; 4Ob1/21g; 5Ob231/20m; 10Ob32/21k; 1Ob137/22m; 5Ob179/22t; 2Ob66/23d; 2Ob133/23g; 17Ob24/23p

Entscheidungsdatum

22.02.2024

Norm

ZPO §500 Abs3
ZPO §502 Abs2
ZPO §502 Abs4 Z1
AußStrG 2005 §62 Abs1
  1. ZPO § 500 heute
  2. ZPO § 500 gültig ab 19.01.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 26/2013
  3. ZPO § 500 gültig von 01.07.2009 bis 18.01.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 52/2009
  4. ZPO § 500 gültig von 01.01.2002 bis 30.06.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 98/2001
  5. ZPO § 500 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 140/1997
  6. ZPO § 500 gültig von 01.08.1989 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 343/1989
  1. ZPO § 502 heute
  2. ZPO § 502 gültig von 01.01.2031 bis 30.04.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 148/2020
  3. ZPO § 502 gültig ab 01.01.2031 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 61/2022
  4. ZPO § 502 gültig von 01.05.2022 bis 31.12.2030 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 61/2022
  5. ZPO § 502 gültig von 01.01.2021 bis 30.04.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 148/2020
  6. ZPO § 502 gültig von 01.07.2009 bis 31.12.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 52/2009
  7. ZPO § 502 gültig von 01.01.2005 bis 30.06.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 128/2004
  8. ZPO § 502 gültig von 01.01.2005 bis 31.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 112/2003
  9. ZPO § 502 gültig von 01.01.2003 bis 31.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 76/2002
  10. ZPO § 502 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 98/2001
  11. ZPO § 502 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 140/1997
  12. ZPO § 502 gültig von 01.08.1989 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 343/1989
  1. ZPO § 502 heute
  2. ZPO § 502 gültig von 01.01.2031 bis 30.04.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 148/2020
  3. ZPO § 502 gültig ab 01.01.2031 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 61/2022
  4. ZPO § 502 gültig von 01.05.2022 bis 31.12.2030 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 61/2022
  5. ZPO § 502 gültig von 01.01.2021 bis 30.04.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 148/2020
  6. ZPO § 502 gültig von 01.07.2009 bis 31.12.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 52/2009
  7. ZPO § 502 gültig von 01.01.2005 bis 30.06.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 128/2004
  8. ZPO § 502 gültig von 01.01.2005 bis 31.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 112/2003
  9. ZPO § 502 gültig von 01.01.2003 bis 31.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 76/2002
  10. ZPO § 502 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 98/2001
  11. ZPO § 502 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 140/1997
  12. ZPO § 502 gültig von 01.08.1989 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 343/1989

Rechtssatz

Dass eine Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofes zu einem vergleichbaren Sachverhalt fehlt, bedeutet keineswegs, dass die Entscheidung von der Lösung einer im Sinne des Paragraph 502, Absatz eins, ZPO erheblichen Rechtsfrage des materiellen Rechts oder des Verfahrensrechtes abhängt. Besonderheiten der Fallgestaltung schließen eine richtungsweisende, die Rechtsentwicklung vorantreibende und für zukünftige Entscheidungen nutzbringende Judikatur des Obersten Gerichtshofes sogar eher aus.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 508/96
    Entscheidungstext OGH 26.03.1996 5 Ob 508/96
  • 2 Ob 259/99y
    Entscheidungstext OGH 23.09.1999 2 Ob 259/99y
    nur: Dass eine Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofes zu einem vergleichbaren Sachverhalt fehlt, bedeutet keineswegs, dass die Entscheidung von der Lösung einer im Sinne des § 502 Abs 1 ZPO erheblichen Rechtsfrage des materiellen Rechts oder des Verfahrensrechtes abhängt. (T1)
    Beisatz: Zur Haftung Unmündiger gemäß § 1310 ABGB und zum Mitverschulden Unmündiger existiert bereits eine umfangreiche Rechtsprechung. (T2)
  • 2 Ob 246/99m
    Entscheidungstext OGH 23.09.1999 2 Ob 246/99m
    Vgl auch; Beisatz: Dass es keine Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofes "für eine Unfallsituation im Freizeitsportbereich auf Parkplätzen" gibt, begründet für sich keine erhebliche Rechtsfrage, weil es nicht Aufgabe des Obersten Gerichtshofes ist, abstrakt die "Unfallsituation im Freizeitsportbereich auf Parkplätzen" zu beurteilen. (T3)
  • 9 ObA 95/00m
    Entscheidungstext OGH 05.04.2000 9 ObA 95/00m
  • 7 Ob 37/01v
    Entscheidungstext OGH 28.02.2001 7 Ob 37/01v
    Auch
  • 7 Ob 314/00b
    Entscheidungstext OGH 23.01.2001 7 Ob 314/00b
  • 2 Ob 104/01k
    Entscheidungstext OGH 16.05.2001 2 Ob 104/01k
  • 7 Ob 120/01z
    Entscheidungstext OGH 23.05.2001 7 Ob 120/01z
    Auch
  • 7 Ob 72/01s
    Entscheidungstext OGH 13.06.2001 7 Ob 72/01s
    Vgl auch; nur T1
  • 3 Ob 286/01g
    Entscheidungstext OGH 27.02.2002 3 Ob 286/01g
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Schmerzengeldbemessung. (T4)
  • 2 Ob 102/02t
    Entscheidungstext OGH 06.05.2002 2 Ob 102/02t
    nur T1
  • 7 Ob 113/01w
    Entscheidungstext OGH 07.05.2002 7 Ob 113/01w
    Auch; nur T1; Beisatz: Diese Begründung des Zulassungsausspruches reicht daher nicht aus, um das Vorliegen der Zulässigkeitsvoraussetzungen des § 502 Abs 1 ZPO darzustellen. (T5)
  • 7 Ob 117/02k
    Entscheidungstext OGH 12.06.2002 7 Ob 117/02k
    GlRS
  • 8 ObA 175/02x
    Entscheidungstext OGH 08.08.2002 8 ObA 175/02x
    Beisatz: Hier: § 46 Abs 1 ASGG. (T6)
  • 8 ObA 78/02g
    Entscheidungstext OGH 08.08.2002 8 ObA 78/02g
    Beis wie T6
  • 3 Ob 322/02b
    Entscheidungstext OGH 21.08.2003 3 Ob 322/02b
    Auch; nur T1
  • 7 Ob 201/03i
    Entscheidungstext OGH 01.10.2003 7 Ob 201/03i
    nur T1
  • 7 Ob 249/03y
    Entscheidungstext OGH 10.11.2003 7 Ob 249/03y
    Auch; nur T1
  • 7 Ob 53/04a
    Entscheidungstext OGH 31.03.2004 7 Ob 53/04a
    nur T1
  • 3 Ob 77/04a
    Entscheidungstext OGH 26.05.2004 3 Ob 77/04a
    Vgl auch; nur T1; Beisatz: Das Äußern von abstrusen Rechtsansichten allein führt noch nicht zum Vorliegen erheblicher Rechtsfragen, die der Oberste Gerichtshof jedenfalls beantworten müsste. (T7)
  • 8 Ob 26/05i
    Entscheidungstext OGH 17.03.2005 8 Ob 26/05i
  • 7 Ob 140/05x
    Entscheidungstext OGH 11.07.2005 7 Ob 140/05x
  • 10 Ob 22/04i
    Entscheidungstext OGH 27.09.2005 10 Ob 22/04i
    nur T1; Beisatz: Die ordentliche Revision wäre andernfalls im Zulassungsbereich nahezu immer zulässig. (T8)
  • 3 Ob 202/05k
    Entscheidungstext OGH 29.03.2006 3 Ob 202/05k
    nur T1; Beisatz: Die Frage nach der Vertretbarkeit einer anderen als der von der zweiten Instanz erzielten Lösung rechtfertigt die Anrufung des Obersten Gerichtshof nicht. (T9)
  • 3 Ob 245/05h
    Entscheidungstext OGH 29.03.2006 3 Ob 245/05h
    Auch; nur T1
  • 10 Ob 30/06v
    Entscheidungstext OGH 22.05.2006 10 Ob 30/06v
    Auch; nur T1; Beis wie T8
  • 7 Ob 180/06f
    Entscheidungstext OGH 30.08.2006 7 Ob 180/06f
  • 3 Ob 24/06k
    Entscheidungstext OGH 19.10.2006 3 Ob 24/06k
    Auch
  • 6 Ob 264/06a
    Entscheidungstext OGH 30.11.2006 6 Ob 264/06a
  • 4 Ob 12/07d
    Entscheidungstext OGH 13.02.2007 4 Ob 12/07d
    Beisatz: Hier: Irreführungseignung eines Preisvergleichs nach § 2 UWG. (T10)
  • 2 Ob 273/05v
    Entscheidungstext OGH 19.04.2007 2 Ob 273/05v
    Auch; nur T1
  • 6 Ob 148/07v
    Entscheidungstext OGH 13.07.2007 6 Ob 148/07v
    Auch; nur T1; Beis wie T8; Beisatz: Die Höhe des Streitwerts ist für sich genommen für das Vorliegen einer erheblichen Rechtsfrage im Sinne des § 502 Abs 1 ZPO ohne Bedeutung. (T11)
  • 2 Ob 30/07m
    Entscheidungstext OGH 28.06.2007 2 Ob 30/07m
  • 2 Ob 215/07t
    Entscheidungstext OGH 17.12.2007 2 Ob 215/07t
    Auch, nur T1
  • 10 Ob 24/08i
    Entscheidungstext OGH 10.03.2008 10 Ob 24/08i
    nur T1
  • 8 ObA 35/08t
    Entscheidungstext OGH 27.05.2008 8 ObA 35/08t
    nur T1; Beisatz: Dass eine Entscheidung des Obersten Gerichtshofs zu einem gleichartigen (oder hinreichend ähnlichen) Fall fehlt, begründet noch nicht das Vorliegen einer erheblichen Rechtsfrage. (T12)
  • 2 Ob 7/08f
    Entscheidungstext OGH 29.05.2008 2 Ob 7/08f
    Auch; nur T1
  • 8 ObA 48/08d
    Entscheidungstext OGH 02.09.2008 8 ObA 48/08d
    Vgl; Beisatz: Allein die Frage nach der Vertretbarkeit einer anderen als der in zweiter Instanz erzielten Lösung kann die Anrufung des Obersten Gerichtshofs nicht rechtfertigen; andernfalls hätte der Oberste Gerichtshof in solchen, in den Zulassungsbereich fallenden Fällen immer die Sachentscheidung zu fällen. (T13)
  • 8 Ob 91/08b
    Entscheidungstext OGH 14.10.2008 8 Ob 91/08b
    Vgl; Beisatz: Der Umstand, dass „zu einer solchen Konstellation" noch keine ausdrückliche Rechtsprechung vorliegt, ist eine bloße Leerformel. (T14)
  • 2 Ob 123/08i
    Entscheidungstext OGH 27.11.2008 2 Ob 123/08i
    Auch; nur T1
  • 5 Ob 8/09a
    Entscheidungstext OGH 03.03.2009 5 Ob 8/09a
    Vgl; Beis wie T12
  • 7 Ob 43/09p
    Entscheidungstext OGH 03.06.2009 7 Ob 43/09p
    Auch
  • 2 Ob 275/08t
    Entscheidungstext OGH 20.05.2009 2 Ob 275/08t
  • 4 Ob 145/09s
    Entscheidungstext OGH 29.09.2009 4 Ob 145/09s
    Auch
  • 7 Ob 157/09b
    Entscheidungstext OGH 02.09.2009 7 Ob 157/09b
    Auch
  • 4 Ob 170/09t
    Entscheidungstext OGH 19.11.2009 4 Ob 170/09t
    Vgl; Beis wie T12
  • 3 Ob 272/09k
    Entscheidungstext OGH 27.01.2010 3 Ob 272/09k
  • 4 Ob 76/10w
    Entscheidungstext OGH 11.05.2010 4 Ob 76/10w
    Auch; Beis wie T12
  • 5 Ob 69/10y
    Entscheidungstext OGH 31.08.2010 5 Ob 69/10y
    Vgl; Beis wie T12
  • 9 ObA 15/10m
    Entscheidungstext OGH 29.09.2010 9 ObA 15/10m
  • 6 Ob 165/10y
    Entscheidungstext OGH 22.09.2010 6 Ob 165/10y
  • 2 Ob 210/09k
    Entscheidungstext OGH 24.08.2010 2 Ob 210/09k
    Auch; nur T1
  • 3 Ob 194/10s
    Entscheidungstext OGH 11.11.2010 3 Ob 194/10s
    nur T1
  • 1 Ob 162/10w
    Entscheidungstext OGH 23.11.2010 1 Ob 162/10w
    nur T1
  • 4 Ob 186/10x
    Entscheidungstext OGH 18.01.2011 4 Ob 186/10x
    Auch; nur T1
  • 8 Ob 58/10b
    Entscheidungstext OGH 22.02.2011 8 Ob 58/10b
    nur T1
  • 3 Ob 202/10t
    Entscheidungstext OGH 23.02.2011 3 Ob 202/10t
    nur T1
  • 1 Ob 29/11p
    Entscheidungstext OGH 31.03.2011 1 Ob 29/11p
    nur T1; Beisatz: Hier: § 62 Abs 1 AußStrG 2005. (T15)
  • 2 Ob 103/10a
    Entscheidungstext OGH 17.02.2011 2 Ob 103/10a
    Auch; nur T1
  • 5 Ob 6/11k
    Entscheidungstext OGH 09.02.2011 5 Ob 6/11k
    Auch; Beis wie T12
  • 5 Ob 12/11t
    Entscheidungstext OGH 09.02.2011 5 Ob 12/11t
    Beis wie T9; Beis wie T13
  • 3 Ob 62/11f
    Entscheidungstext OGH 11.05.2011 3 Ob 62/11f
  • 1 Ob 88/11i
    Entscheidungstext OGH 24.05.2011 1 Ob 88/11i
    Vgl auch
  • 10 Ob 55/11b
    Entscheidungstext OGH 30.08.2011 10 Ob 55/11b
    Auch
  • 3 Ob 95/11h
    Entscheidungstext OGH 24.08.2011 3 Ob 95/11h
    nur T1
  • 8 Ob 98/11m
    Entscheidungstext OGH 24.10.2011 8 Ob 98/11m
  • 8 Ob 93/11a
    Entscheidungstext OGH 24.10.2011 8 Ob 93/11a
    Auch
  • 1 Ob 203/11a
    Entscheidungstext OGH 24.11.2011 1 Ob 203/11a
    nur T1
  • 2 Ob 13/11t
    Entscheidungstext OGH 19.01.2012 2 Ob 13/11t
    Auch; nur T1
  • 5 Ob 209/11p
    Entscheidungstext OGH 14.02.2012 5 Ob 209/11p
    Auch
  • 3 Ob 21/12b
    Entscheidungstext OGH 14.03.2012 3 Ob 21/12b
  • 5 Ob 22/12i
    Entscheidungstext OGH 20.03.2012 5 Ob 22/12i
    Auch
  • 8 Ob 19/12w
    Entscheidungstext OGH 28.03.2012 8 Ob 19/12w
    Auch
  • 7 Ob 59/12w
    Entscheidungstext OGH 25.04.2012 7 Ob 59/12w
    nur T1
  • 8 ObA 26/12z
    Entscheidungstext OGH 30.05.2012 8 ObA 26/12z
    Auch
  • 1 Ob 153/12z
    Entscheidungstext OGH 15.11.2012 1 Ob 153/12z
    nur T1
  • 9 ObA 24/12p
    Entscheidungstext OGH 17.12.2012 9 ObA 24/12p
    nur T1
  • 10 Ob 44/12m
    Entscheidungstext OGH 29.01.2013 10 Ob 44/12m
    nur T1
  • 9 Ob 29/13z
    Entscheidungstext OGH 24.04.2013 9 Ob 29/13z
    Auch
  • 1 Ob 39/13m
    Entscheidungstext OGH 29.04.2013 1 Ob 39/13m
    Auch; nur T1; Beis wie T12
  • 2 Ob 150/12s
    Entscheidungstext OGH 21.02.2013 2 Ob 150/12s
    nur T1
  • 2 Ob 65/12s
    Entscheidungstext OGH 14.03.2013 2 Ob 65/12s
    Auch
  • 9 ObA 73/13w
    Entscheidungstext OGH 25.06.2013 9 ObA 73/13w
    nur T1
  • 10 Ob 24/13x
    Entscheidungstext OGH 23.07.2013 10 Ob 24/13x
    Auch; Beis wie T12; Beisatz: Hier: erhebliche Rechtsfrage iSd § 528 Abs 1 ZPO. (T16)
  • 9 ObA 60/13h
    Entscheidungstext OGH 27.09.2013 9 ObA 60/13h
    Auch; nur T1
  • 5 Ob 216/13w
    Entscheidungstext OGH 25.07.2014 5 Ob 216/13w
  • 5 Ob 137/14d
    Entscheidungstext OGH 04.09.2014 5 Ob 137/14d
    Auch
  • 10 Ob 59/14w
    Entscheidungstext OGH 21.10.2014 10 Ob 59/14w
    Vgl
  • 5 Ob 207/14y
    Entscheidungstext OGH 24.02.2015 5 Ob 207/14y
    Auch
  • 1 Ob 26/15b
    Entscheidungstext OGH 03.03.2015 1 Ob 26/15b
    Auch; nur T1; Beis wie T12; Beis wie T16
  • 6 Ob 100/15x
    Entscheidungstext OGH 29.06.2015 6 Ob 100/15x
  • 1 Ob 180/15z
    Entscheidungstext OGH 17.09.2015 1 Ob 180/15z
    Auch; Beis wie T15
  • 4 Ob 115/15p
    Entscheidungstext OGH 17.11.2015 4 Ob 115/15p
    Auch
  • 8 Ob 118/15h
    Entscheidungstext OGH 25.11.2015 8 Ob 118/15h
  • 9 ObA 146/15h
    Entscheidungstext OGH 21.12.2015 9 ObA 146/15h
    Auch
  • 9 ObA 152/15s
    Entscheidungstext OGH 27.01.2016 9 ObA 152/15s
    Auch
  • 8 ObA 30/16v
    Entscheidungstext OGH 27.04.2016 8 ObA 30/16v
    Auch
  • 3 Ob 72/16h
    Entscheidungstext OGH 18.05.2016 3 Ob 72/16h
    Auch
  • 3 Ob 42/16x
    Entscheidungstext OGH 14.06.2016 3 Ob 42/16x
    Vgl
  • 6 Ob 178/16v
    Entscheidungstext OGH 30.01.2017 6 Ob 178/16v
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Da die Revision die Anwendung der vom Berufungsgericht angezogenen Gesetzesbestimmungen nicht konkret bekämpft, ist es dem Obersten Gerichtshof verwehrt, die Rechtsansicht der Vorinstanzen dazu unter dem Aspekt der Geltendmachung einer erheblichen Rechtsfrage zu überprüfen. (T17)
  • 1 Ob 98/17v
    Entscheidungstext OGH 28.06.2017 1 Ob 98/17v
    Auch
  • 9 Ob 34/17s
    Entscheidungstext OGH 28.06.2017 9 Ob 34/17s
    Auch; nur T1
  • 9 Ob 6/17y
    Entscheidungstext OGH 28.06.2017 9 Ob 6/17y
    Beis wie T16
  • 4 Ob 13/18t
    Entscheidungstext OGH 20.02.2018 4 Ob 13/18t
    Auch
  • 6 Ob 120/18t
    Entscheidungstext OGH 31.08.2018 6 Ob 120/18t
    Auch; nur T1; Beis wie T14
  • 9 ObA 92/18x
    Entscheidungstext OGH 27.09.2018 9 ObA 92/18x
    Auch
  • 7 Ob 175/18p
    Entscheidungstext OGH 31.10.2018 7 Ob 175/18p
    Auch
  • 8 Ob 147/18b
    Entscheidungstext OGH 26.11.2018 8 Ob 147/18b
    Auch
  • 7 Ob 208/18s
    Entscheidungstext OGH 21.11.2018 7 Ob 208/18s
    Auch
  • 7 Ob 19/19y
    Entscheidungstext OGH 27.02.2019 7 Ob 19/19y
    Auch
  • 5 Ob 79/19g
    Entscheidungstext OGH 31.07.2019 5 Ob 79/19g
  • 4 Ob 1/21g
    Entscheidungstext OGH 27.05.2021 4 Ob 1/21g
    Vgl; Beis wie T12
  • 5 Ob 231/20m
    Entscheidungstext OGH 20.07.2021 5 Ob 231/20m
    Vgl; Beis wie T17
  • 10 Ob 32/21k
    Entscheidungstext OGH 22.02.2022 10 Ob 32/21k
    Beis wie T17
  • 1 Ob 137/22m
    Entscheidungstext OGH 14.09.2022 1 Ob 137/22m
    Beis wie T12; Beis wie T14
  • 5 Ob 179/22t
    Entscheidungstext OGH 08.11.2022 5 Ob 179/22t
    Beis wie T17
  • 2 Ob 66/23d
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 20.04.2023 2 Ob 66/23d
    vgl; Beisatz: Hier: im Einzelfall vorzunehmende Interessenabwägung hinsichtlich der geltend gemachten Duldung des persönlichen Kontakts zwischen der Klägerin und ihrem Ehemann durch die Betreiberin des die Klägerin betreuenden Pflegewohnheims. (T18)
  • 2 Ob 133/23g
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 19.09.2023 2 Ob 133/23g
    Beisatz: Ob für die Nachlassabsonderung nach § 812 ABGB im jeweils zu beurteilenden Fall konkrete Umstände behauptet wurden, die eine objektive Gefährdung der Forderung des Gläubigers begründen können, richtet sich nach den Umständen des Einzelfalls. (T19)
  • 17 Ob 24/23p
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 22.02.2024 17 Ob 24/23p
    nur T1; Beisatz wie T12

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1996:RS0102181

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

28.03.2024

Dokumentnummer

JJR_19960326_OGH0002_0050OB00508_9600000_001

Entscheidungstext 6Ob148/07v

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Geschäftszahl

6Ob148/07v

Entscheidungsdatum

13.07.2007

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofs Dr. Pimmer als Vorsitzenden sowie die Hofrätin des Obersten Gerichtshofs Dr. Schenk und die Hofräte des Obersten Gerichtshofs Dr. Schramm, Dr. Gitschthaler und Univ. Doz. Dr. Kodek als weitere Richter in den verbundenen Rechtssachen der klagenden Parteien 1. Dkfm. Dr. Helmut M*****, 2. Dr. Thomas M*****, beide vertreten durch Dr. Michael Metzler, Rechtsanwalt in Linz, gegen die beklagte Partei B***** AG, ***** vertreten durch Wolf Theiss Rechtsanwälte GmbH in Wien, wegen EUR 21,057.298,52 sA und EUR 914.784,28 sA, über die Revision der klagenden Parteien gegen das Urteil des Oberlandesgerichts Linz als Berufungsgericht vom 21. März 2007, GZ 4 R 148/06x-97, womit das Urteil des Landesgerichts Linz vom 16. März 2006, GZ 5 Cg 206/03v-76, bestätigt wurde, in nichtöffentlicher Sitzung den Beschluss

gefasst:

Spruch

Die Revision wird zurückgewiesen.

Der Erstkläger ist schuldig, der beklagten Partei binnen 14 Tagen die mit EUR 39.889,23 (darin EUR 6.648,20 USt) bestimmten Kosten des Revisionsverfahrens zu ersetzen.

Der Zweitkläger ist schuldig, der beklagten Partei binnen 14 Tagen die mit EUR 2.099,43 (darin EUR 349,90 USt) bestimmten Kosten des Revisionsverfahrens zu ersetzen.

Text

Begründung:

Die Kläger als Aktionäre eines Brauereikonzerns mit sehr komplizierter innerer Struktur konnten sich mit ihren Vorstellungen über eine Strukturveränderung des Konzerns und die Hereinnahme eines ausländischen Partners nicht durchsetzen, weil sie nicht über die erforderliche Aktienmehrheit verfügten. Im Zuge einer Umstrukturierung des Konzerns äußerten die federführenden Aktionäre gegenüber den übrigen Aktionärsgruppen und auch öffentlich, dass die Hereinnahme eines starken ausländischen Partners in den Konzern nicht in Frage komme. Da sich die Kläger unter diesen Umständen und nach Auseinandersetzungen weder einen ausreichenden Einfluss auf die Konzernführung noch die von ihnen durch die vorgeschlagene Internationalisierung angestrebte Wertsteigerung ihrer Aktien erwarteten, verkauften sie ihr Aktienpaket mit Kaufverträgen samt Zusatzvereinbarungen vom 9. 4. 2001 an die Rechtsvorgängerin der beklagten Partei. Etwa eineinhalb Jahre später begann die Konzernleitung entgegen der Erwartung der Kläger, den Verkauf einer Aktienmehrheit an einen ausländischen Brauereikonzern einzuleiten. Dieser Verkauf am 15. 10. 2003 erbrachte sodann einen wesentlich höheren Preis, als die Kläger für ihre Aktien erhalten hatten. Wenn die Kläger das geahnt hätten, hätten sie ihre Aktien im April 2001 nicht verkauft.

Die Kläger (und zwar der Erstkläger zu 5 Cg 206/03v und der Zweitkläger zu 5 Cg 205/03x) fechten den Aktienverkauf aus den Gründen der listigen Irreführung, des wesentlichen Geschäftsirrtums, der culpa in contrahendo, der laesio enormis und wegen Wegfalls der Geschäftsgrundlage an und verlangen ihre Beteiligung am Mehrerlös. Das Erstgericht wies beide Klagen ab. Nach den Feststellungen des Erstgerichts gingen beide Kläger beim Aktienverkauf davon aus, dass eine Änderung der Konzernstrategie für längere Zeit nicht möglich sein werde. Eine vertragliche Zusicherung dahingehend, dass der Konzern in Hinkunft ausschließlich in österreichischer Mehrheit verbleiben werde, erfolgte nicht. Die Vertragsparteien haben keine „Besserungsvereinbarung" erörtert. Bis Herbst 2002 gab es im Konzern keine Überlegungen dahingehend, die Eigentümerstruktur im Holdingbereich zu ändern. Gespräche über einen Mehrheitsverkauf gab es im Bereich der Kernaktionäre ab November 2002. Die Vertreter der Kernaktionäre fassten erstmals in der Syndikatsausschusssitzung vom 26. 11. 2002 den Beschluss, Möglichkeiten der Mehrheitsabgabe prüfen zu lassen.

Rechtlich würdigte das Erstgericht diesen Sachverhalt dahingehend, dass die Vertragsanfechtung wegen List und Irrtums daran scheitere, dass es im April 2001 noch keine Absichten und Pläne zum Verkauf der Mehrheit an einen internationalen Braukonzern gegeben habe. Der Irrtum der Kläger über die zukünftigen Entwicklungen sei ein unbeachtlicher Motivirrtum. Mit ihrer Einschätzung, innerhalb der Konzernstruktur nichts mehr bewegen zu können, hätten sich die Kläger ohnedies nicht geirrt. Die Anfechtung wegen laesio enormis scheitere zufolge Paragraph 1386, ABGB daran, dass der Aktienverkauf eine untrennbare Einheit mit dem außergerichtlichen Generalvergleich bilde. Auch Wegfall der Geschäftsgrundlage sei kein tauglicher Anfechtungsgrund, weil die Kontinuität der Aktionärsstruktur kein geschäftstypischer Umstand sei, dessen Fortbestand jedermann bei Aktienverkäufen annehme. Änderungen in der Unternehmensstruktur gehörten vielmehr zum spekulativen Charakter von Aktienverkäufen.

Das Berufungsgericht bestätigte diese Entscheidung. Eine Anfechtung oder Anpassung des Kaufvertrages wegen List oder Geschäftsirrtums käme nur in Betracht, wenn die künftige Konzernstruktur oder Konzernstrategie von den Vertragsparteien derart zum Vertragsinhalt gemacht worden wäre, dass man von einer verbindlichen Zusage der Käuferseite im Sinn einer Leistungs- oder Unterlassungspflicht oder einer vereinbarten Bedingung sprechen könnte. Diese Voraussetzungen hätten die Kläger jedoch nicht beweisen können.

Auch für eine ergänzende Vertragsauslegung bestünde kein Raum. Eine Pflicht des Aktienkäufers, die Kläger darüber zu belehren, dass der Wert der Aktien möglicherweise höher sei als der in Aussicht genommene Kaufpreis, habe nicht bestanden, weil bei Umsatzgeschäften jeder Partner die Vorteilhaftigkeit des Geschäftes selbst zu prüfen habe (Bollenberger in Koziol/Bydlinski/Bollenberger, ABGB Paragraph 870, Rz 1); die Vertragspartner beurteilten den Wert der Kaufsache prinzipiell auf eigenes Risiko (1 Ob 552/91). Ein Irrtum über den Wert einer Sache sei grundsätzlich unbeachtlich (Rummel in Rummel, ABGB³ Paragraph 871, Rz 11). Dies gelte umso mehr für sachverständige Vertragsparteien wie die Kläger.

Auch Wegfall der Geschäftsgrundlage rechtfertige die Vertragsanfechtung nicht, weil es für den Verkäufer eines Aktienpaketes keine geschäftstypische Voraussetzung sei, dass die Aktiengesellschaft, an der er künftig nicht mehr beteiligt ist, ihre Konzernstruktur und Geschäftspolitik nicht ändere. Ein allgemeiner Rechtssatz, dass jeder Vertrag unter der clausula rebus sic stantibus geschlossen wäre, bestehe nicht (EvBl 1970/203; SZ 60/42). Es bestehe kein Bedürfnis, missglückte Chancen auf Erzielung eines höheren Gewinnes durch das Institut des Wegfalls der Geschäftsgrundlage zu sanieren und damit das Prinzip der Vertragstreue unnötig zu untergraben.

Die Anfechtung wegen laesio enormis scheitere sowohl an Paragraph 935, ABGB als auch an Paragraph 1386, ABGB, ohne dass es auf eine objektive Bewertung der von den Klägern verkauften Aktien ankomme. Nach Paragraph 935, ABGB scheide die Anfechtung wegen laesio enormis aus, wenn der verkürzte Vertragspartner, obgleich ihm der wahre Wert bekannt war, sich dennoch zu dem unverhältnismäßigen Wert verstanden hat. Die Anfechtung wegen laesio enormis verlange neben dem objektiven Wertmissverhältnis auch ein Element mangelhafter Willensbildung (P. Bydlinski in Koziol/Bydlinski/Bollenberger, ABGB Paragraph 934, Rz 2). Möglichkeiten, eine Willensbildung noch besser abzusichern als durch professionelle und hochqualitative Studien, wie sie im gegenständlichen Fall vorlagen, seien kaum vorstellbar. Außerdem sei der Aktienverkauf Teil eines Generalvergleichs gewesen. Die ordentliche Revision sei zulässig. Zwar sei das Berufungsgericht von keiner höchstgerichtlichen Judikatur abgewichen, doch habe insbesondere die zum Wegfall der Geschäftsgrundlage aufgefundene oberstgerichtliche Judikatur keinen hinreichend ähnlichen Sachverhalt betroffen. Auch habe keine höchstgerichtliche Judikatur zu der Rechtsfrage aufgefunden werden können, ob es für die Anwendbarkeit des Paragraph 1386, ABGB auf die wirtschaftliche Bedeutung eines in einen Generalvergleich einbezogenen, zunächst unstrittigen Aktienverkaufs ankomme.

Die Revision ist entgegen dem - den Obersten Gerichtshof nicht bindenden - Ausspruch des Berufungsgerichtes nicht zulässig:

Rechtliche Beurteilung

1. Dass kein „hinreichend ähnlicher Sachverhalt" in der Vergangenheit Entscheidungsgegenstand war, reicht für das Vorliegen einer erheblichen Rechtsfrage im Sinne des Paragraph 502, Absatz eins, ZPO nicht aus (RIS-Justiz RS0110702; RS0102181). Andernfalls wäre die ordentliche Revision im Zulassungsbereich nahezu stets zulässig (2 Ob 114/06p). Auch die Höhe des Streitwerts ist für sich genommen für das Vorliegen einer erheblichen Rechtsfrage im Sinne des Paragraph 502, Absatz eins, ZPO ohne Bedeutung.

2.1. Auf die Anfechtung wegen List kommen die Revisionswerber in der Revision nicht mehr zurück. Eine Anfechtung wegen Irrtums nach Paragraph 871, ABGB scheitert schon daran, dass nach den Feststellungen der Vorinstanzen zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses von einem Einstieg ausländischer Investoren keine Rede war, sondern sich eine derartige Möglichkeit erst rund eineinhalb Jahre später eröffnete. Damit ist aber auch nicht ansatzweise erkennbar, auf welche - verkehrswidrige vergleiche Rummel in Rummel, ABGB³ Paragraph 871, Rz 15) - Weise die beklagten Parteien eine diesbezügliche Fehlvorstellung der Kläger veranlassten.

2.2. Ein „Irrtum über Zukünftiges" ist in aller Regel nicht als Geschäftsirrtum im engeren Sinn, sondern als unbeachtlicher Motivirrtum einzustufen (SZ 59/17); Gleiches gilt - sofern keine listige Irreführung vorliegt (RIS-Justiz RS0014920) - für den Irrtum über den Wert der Sache (7 Ob 111/06h). Ein derartiger Irrtum ist grundsätzlich unbeachtlich (Rummel in Rummel, ABGB³ Paragraph 871, Rz 11); die Vertragspartner beurteilen den Wert der Kaufsache prinzipiell auf eigenes Risiko (1 Ob 552/91; vergleiche auch Bollenberger in Koziol/Bydlinski/Bollenberger, ABGB² Paragraph 870, Rz 1).

Der Umstand, dass der Wert der verkauften Sachen in der Folge steigt, ist zudem im Regelfall vorhersehbar vergleiche RIS-Justiz RS0017593 [T3] und [21]). In diesem Sinne hat der Oberste Gerichtshof in dem Umstand, dass - abweichend von den subjektiven Vorstellungen der Verkäufer - ein größerer Teil der verkauften Liegenschaft in Bauland umgewidmet oder mit mehr Gewinn als erwartet weiterverkauft wurde, keine unvorhersehbare Änderung erblickt (1 Ob 47/05a). In anderem Zusammenhang hat der Oberste Gerichtshof ausgesprochen, dass mit einer Änderung der Warenpreise jedermann grundsätzlich rechnen muss (5 Ob 64/74). Im Übrigen wäre es den selbst sachkundigen und sachkundig beratenen Klägern freigestanden, in den Kaufvertrag eine Besserungsvereinbarung aufzunehmen.

2.3. Dies kann - entgegen der Auffassung des Privatgutachters F. Bydlinski - auch nicht durch die Konstruktion umgangen werden, es liege ein Irrtum in der Person des Vertragspartners vor, weil die Kläger von der Vorstellung ausgegangen wären, bei den Käufern des Aktienpakets handle es sich um „Menschen von konsequenten, verlässlichen Entschlüssen". Diese Formulierung bezieht sich offensichtlich auf die - von den Klägern angeblich erwartete - (immerwährende?) Beibehaltung der Konzernstrategie, keine Aktien in das Ausland zu verkaufen. Damit hat ein diesbezüglicher Irrtum aber wieder nur Einfluss auf den (zukünftig realisierbaren) Wert der Aktien und stellt somit einen bloßen Motivirrtum dar.

2.4. Im Übrigen handelt es sich bei der Abgrenzung zwischen Geschäftsirrtum im engeren Sinne und bloßem Motivirrtum gleichfalls in der Regel um keine erhebliche Rechtsfrage, kann die Abgrenzung doch nur im Einzelfall nach dessen konkreten Umständen vorgenommen werden (3 Ob 116/04m). Eine erhebliche Fehlbeurteilung durch das Berufungsgericht, die vom Obersten Gerichtshof im Interesse der Rechtssicherheit aufzugreifen wäre, vermögen die Revisionswerber nicht aufzuzeigen.

3.1. Auch für eine Anfechtung wegen Wegfalls der Geschäftsgrundlage besteht kein Raum. Die Annahme, es werde kein (gewinnbringender) Verkauf der Aktien ins Ausland erfolgen, ist jedenfalls keine Voraussetzung geschäftstypischen Inhalts, hat doch typischerweise der Verkäufer gerade kein Interesse an dem weiteren Schicksal der Kaufsache; auch entspricht es üblicherweise gerade nicht den Absichten eines Käufers, sich diesbezüglich Beschränkungen zu unterwerfen.

3.2. Eine individuelle Voraussetzung (Geschäftsgrundlage), von der beide Parteien bei Vertragsschluss ausgegangen sind, ist aber nur dann von Bedeutung, wenn die Parteien durch ausdrückliche oder stillschweigende Vereinbarung die Wirkungen des Geschäftes von dem Vorhandensein der vorausgesetzten Sachlage abhängig gemacht haben (RIS-Justiz RS0017394). Ob etwas Vertragsinhalt geworden ist, kann indes jeweils nur unter Berücksichtigung der Umstände des Einzelfalls beurteilt werden; dies verhindert in der Regel das Vorliegen einer erheblichen Rechtsfrage (1 Ob 47/05a; 3 Ob 116/04m).

3.3. Im Übrigen ist anerkannt, dass das Institut des Wegfalls der Geschäftsgrundlage gegenüber anderen Möglichkeiten, rechtsgeschäftliche Bindungen zu beseitigen, nur als letztes Mittel heranzuziehen ist (RIS-Justiz RS0017454). Ein Rückgriff auf die Lehre von der Geschäftsgrundlage hat zu unterbleiben, wenn ein Vertrag nach seinem von den Parteien festgelegten immanenten Zweck nicht lückenhaft ist vergleiche RIS-Justiz RS0017453).

4. Die Anfechtung des Vertrages wegen laesio enormis geht ins Leere. Nach den Feststellungen der Vorinstanzen wussten die im Konzern - auch als Organe - involvierten Kläger beim Vertragsabschluss umfassend über den gesamten Konzern, dessen Wert und den Wert der Aktien des Konzerns Bescheid vergleiche RIS-Justiz RS0087574). Dabei lagen den Klägern auch mehrere Studien über durch eine Restrukturierung des Konzerns erzielbare Wertsteigerungen vor. Dass die konkrete Höhe des seinerzeitigen Werts der Aktien von den Vorinstanzen nicht festgestellt wurde, schadet dabei entgegen der Rechtsansicht der Kläger nicht; rechtlich ausschlaggebend ist ausschließlich, dass dieser Wert den Klägern bekannt war. Dies haben aber die Vorinstanzen übereinstimmend bejaht.

5. Ausgehend von dieser Rechtslage kommt es aber auf die von den klagenden Parteien als klärungsbedürftig erachtete Frage, ob es sich bei dem gegenständlichen Vergleich um einen „Generalvergleich" handelte und daher die Anfechtung wegen Verkürzung über die Hälfte (Paragraph 934, ABGB) auch aus diesem Grund ausgeschlossen ist (Paragraph 1386, ABGB), oder nicht, ebenso wenig an wie auf die Frage, ob auf diesen „Generalvergleich" wegen der darin enthaltenen Elemente mehrerer Vertragstypen die Kumulations- oder Absorptionstheorie anzuwenden ist.

6. In der zusammengefassten Wiedergabe der Feststellungen des Erstgerichts durch das Berufungsgericht auf S 11 des Berufungsurteils liegt weder eine Abweichung von den Feststellungen des Erstgerichts noch ein (sonstiger) relevanter Verfahrensmangel im Sinne des Paragraph 503, Ziffer 2, ZPO.

7. Damit vermögen die Kläger aber keine Rechtsfragen der in Paragraph 502, Absatz eins, ZPO geforderten Qualität aufzuzeigen, sodass die Revision spruchgemäß zurückzuweisen war.

8. Die Kostenentscheidung gründet sich auf Paragraphen 41,, 50 ZPO. Dabei waren die Kosten des Revisionsverfahrens den Klägern im (ungefähren) Verhältnis der Streitwerte, sohin im Verhältnis 95 : 5, aufzuerlegen. In Hinblick auf die besondere Schwierigkeit der Sach- und Rechtslage erweist sich auch der verzeichnete Zuschlag gem Paragraph 21, Absatz eins, RATG in Höhe von 20 % als berechtigt. Die beklagte Partei konnte sich nämlich nicht auf die Darlegung der - vom Obersten Gerichtshof bejahten - Unzulässigkeit der Revision (Paragraph 502, Absatz eins, ZPO) beschränken; sie musste sich vielmehr darüber hinaus in der Sache mit den umfangreichen Argumenten der Revision auseinandersetzen.

Anmerkung

E84647 6Ob148.07v

Schlagworte

Kennung XPUBL Diese Entscheidung wurde veröffentlicht in Zak 2007/608 S 352 - Zak 2007,352 = ecolex 2007/384 S 929 - ecolex 2007,929 = RdW 2008/36 S 80 - RdW 2008,80 XPUBLEND

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2007:0060OB00148.07V.0713.000

Dokumentnummer

JJT_20070713_OGH0002_0060OB00148_07V0000_000