Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 1Ob12/59 7Ob174/71 3Ob5...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0023235

Geschäftszahl

1Ob12/59; 7Ob174/71; 3Ob569/81; 2Ob47/07m; 2Ob60/08z; 2Ob137/11b; 2Ob70/12a; 2Ob43/14h

Entscheidungsdatum

21.01.1959

Norm

ABGB §1096 A1
ABGB §1096 B
ABGB §1295 IId3
StVO §93 Abs1

Rechtssatz

Die Streupflicht des Bestandgebers wird aus ihrem Wesen als Nebenverpflichtung eines Bestandvertrages heraus durch die Verkehrsbedürfnisse einerseits und durch die Zumutbarkeit von Streumaßnahmen anderseits abgrenzt.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 12/59
    Entscheidungstext OGH 21.01.1959 1 Ob 12/59
    Veröff: ZVR 1959/93 S 95
  • 7 Ob 174/71
    Entscheidungstext OGH 24.11.1971 7 Ob 174/71
    Beisatz: Diese Beschränkung gilt naturgemäß allgemein, also nicht nur für die Häufigkeit des Streuens, sondern auch für die Aufwendigkeit der Streumittel. Nun ist die Verwendung von Asche als Streugut durchaus üblich und angemessen. Dass dies erst recht auf einen nur von wenigen Menschen begangenen Haushof in ländlicher Gegend zutrifft, versteht sich von selbst. Vom Vermieter zu verlangen, dass er den fraglichen Verbindungsweg mit Salz zu bestreuen hätte, so wie dies seit einiger Zeit auf öffentlichen Verkehrsflächen immer häufiger zu geschehen pflegt, wäre daher nicht nur wegen der Unüblichkeit einer solchen Maßnahme, sondern auch wegen der Kostspieligkeit eine über das Zumutbare erheblich hinausgehende Anforderung an die Sorgfaltspflicht eines Vermieters. (T1) Veröff: ImmZ 1972,43 = MietSlg 23205 = ZVR 1973/6 S 8 = ZVR 1982/261 S 231
  • 3 Ob 569/81
    Entscheidungstext OGH 25.11.1981 3 Ob 569/81
    Veröff: RZ 1982/58 S 220 = ZVR 1982/261 S 231
  • 2 Ob 47/07m
    Entscheidungstext OGH 12.07.2007 2 Ob 47/07m
    Vgl; nur: Die Streupflicht des Bestandgebers ist Nebenverpflichtung eines Bestandvertrages. (T2)
  • 2 Ob 60/08z
    Entscheidungstext OGH 10.04.2008 2 Ob 60/08z
    Auch; nur T2; Vgl Beis wie T1; Veröff: SZ 2008/46
  • 2 Ob 137/11b
    Entscheidungstext OGH 30.08.2011 2 Ob 137/11b
    Auch; nur T1
  • 2 Ob 70/12a
    Entscheidungstext OGH 29.11.2012 2 Ob 70/12a
    Auch; nur T2; Veröff: SZ 2012/134
  • 2 Ob 43/14h
    Entscheidungstext OGH 28.03.2014 2 Ob 43/14h
    Beis wie T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1959:RS0023235

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

24.06.2015

Dokumentnummer

JJR_19590121_OGH0002_0010OB00012_5900000_001

Rechtssatz für 4Ob108/64 2Ob282/65 2Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0026351

Geschäftszahl

4Ob108/64; 2Ob282/65; 2Ob62/68; 2Ob25/70; 6Ob309/70; 8Ob3/71; 1Ob208/71; 2Ob179/71 (2Ob180/71); 8Ob221/72; 1Ob246/72; 8Ob150/74; 2Ob283/75; 1Ob541/77; 2Ob14/77; 6Ob760/77; 2Ob15/78; 2Ob5/78 (2Ob6/78); 2Ob112/78; 8Ob225/78; 8Ob35/79 (8Ob36/79); 8Ob63/70; 2Ob194/79; 8Ob273/79 (8Ob274/79); 8Ob195/80; 8Ob216/80 (2Ob274/80); 7Ob555/81 (7Ob556/81); 5Ob611/81; 8Ob268/81; 2Ob55/82; 7Ob568/82; 8Ob224/82; 2Ob189/82; 8Ob249/82; 2Ob121/83; 1Ob42/83; 4Ob571/83; 6Ob662/84; 8Ob58/84; 8Ob49/85; 1Ob25/86; 2Ob20/86; 8Ob12/87; 2Ob8/89; 2Ob4/89 (2Ob5/89); 7Ob540/90; 1Ob22/92; 1Ob25/93; 4Ob578/95; 2Ob2030/96k; 1Ob27/95 (1Ob28/95); 2Ob2423/96d; 2Ob45/97z; 2Ob355/97p; 1Ob306/99b; 2Ob175/03d; 2Ob211/06b; 2Ob47/07m; 3Ob11/12g; 4Ob46/12m

Entscheidungsdatum

10.11.1964

Norm

ABGB §1297
ABGB §1298
ABGB §1311 IIa

Rechtssatz

Auch § 1311 ABGB setzt ein Verschulden dessen, der die Schutzvorschrift übertreten hat, voraus.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 108/64
    Entscheidungstext OGH 10.11.1964 4 Ob 108/64
    Veröff: SZ 37/159 = Arb 8006 = ZVR 1965/195 S 210
  • 2 Ob 282/65
    Entscheidungstext OGH 30.09.1965 2 Ob 282/65
    Veröff: ZVR 1966/157 S 157
  • 2 Ob 62/68
    Entscheidungstext OGH 04.04.1968 2 Ob 62/68
  • 2 Ob 25/70
    Entscheidungstext OGH 05.03.1970 2 Ob 25/70
    Beisatz: Die Beweislast, dass das Schutzgesetz unverschuldet übertreten worden sei, trifft den Schädiger - grundsätzliche Ausführungen. (T1) Veröff: ZVR 1970/232 S 296 = RZ 1970,168 = EvBl 1970/310 S 545
  • 6 Ob 309/70
    Entscheidungstext OGH 27.01.1971 6 Ob 309/70
    Veröff: LwBetr 1972,77
  • 8 Ob 3/71
    Entscheidungstext OGH 16.02.1971 8 Ob 3/71
  • 1 Ob 208/71
    Entscheidungstext OGH 26.08.1971 1 Ob 208/71
    Beis wie T1
  • 2 Ob 179/71
    Entscheidungstext OGH 09.12.1971 2 Ob 179/71
    Beis wie T1; Veröff: SZ 44/187 = RZ 1972,169
  • 8 Ob 221/72
    Entscheidungstext OGH 07.11.1972 8 Ob 221/72
    Beis wie T1
  • 1 Ob 246/72
    Entscheidungstext OGH 22.11.1972 1 Ob 246/72
    Beis wie T1
  • 8 Ob 150/74
    Entscheidungstext OGH 17.09.1974 8 Ob 150/74
    Veröff: ZVR 1975/111 S 174
  • 2 Ob 283/75
    Entscheidungstext OGH 29.01.1976 2 Ob 283/75
  • 1 Ob 541/77
    Entscheidungstext OGH 02.03.1977 1 Ob 541/77
  • 2 Ob 14/77
    Entscheidungstext OGH 10.03.1977 2 Ob 14/77
    Beis wie T1; Beisatz: Maßstab für das Verschulden sind die Vorschriften des ABGB. (T2) Veröff: ZVR 1978/242 S 278
  • 6 Ob 760/77
    Entscheidungstext OGH 02.02.1978 6 Ob 760/77
    Auch; Beis wie T1
  • 2 Ob 15/78
    Entscheidungstext OGH 30.03.1978 2 Ob 15/78
    Beisatz: Verschulden in bezug auf die Übertretung der Schutznorm genügt. (T3)
  • 2 Ob 5/78
    Entscheidungstext OGH 06.07.1978 2 Ob 5/78
    Beis wie T1; Beisatz: Mit Darstellung der bisherigen Lehre und Rechtsprechung. (T4) Veröff: SZ 51/109 = RZ 1979/67 S 232
  • 2 Ob 112/78
    Entscheidungstext OGH 12.10.1978 2 Ob 112/78
  • 8 Ob 225/78
    Entscheidungstext OGH 15.12.1979 8 Ob 225/78
    Beis wie T1; Veröff: ZVR 1980/33 S 40
  • 8 Ob 35/79
    Entscheidungstext OGH 29.03.1979 8 Ob 35/79
  • 8 Ob 63/70
    Entscheidungstext OGH 25.05.1979 8 Ob 63/70
    Beis wie T1
  • 2 Ob 194/79
    Entscheidungstext OGH 22.01.1980 2 Ob 194/79
    Vgl auch; Beis wie T1; Veröff: ZVR 1980/344 S 373
  • 8 Ob 273/79
    Entscheidungstext OGH 10.04.1980 8 Ob 273/79
    Auch; Beis wie T1
  • 8 Ob 195/80
    Entscheidungstext OGH 20.11.1980 8 Ob 195/80
  • 8 Ob 216/80
    Entscheidungstext OGH 18.12.1980 8 Ob 216/80
    Beis wie T1
  • 7 Ob 555/81
    Entscheidungstext OGH 11.06.1981 7 Ob 555/81
    Beis wie T1; Veröff: SZ 54/92 = ZVR 1982/146 S 133
  • 5 Ob 611/81
    Entscheidungstext OGH 10.11.1981 5 Ob 611/81
    Vgl auch
  • 8 Ob 268/81
    Entscheidungstext OGH 15.04.1982 8 Ob 268/81
    Beis wie T1; Veröff: ZVR 1983/206 S 262
  • 2 Ob 55/82
    Entscheidungstext OGH 27.04.1982 2 Ob 55/82
    Beis wie T1
  • 7 Ob 568/82
    Entscheidungstext OGH 23.09.1982 7 Ob 568/82
  • 8 Ob 224/82
    Entscheidungstext OGH 04.11.1982 8 Ob 224/82
    Beis wie T1
  • 2 Ob 189/82
    Entscheidungstext OGH 09.11.1982 2 Ob 189/82
    Beis wie T1; Beisatz: § 7 StVO (T5)
  • 8 Ob 249/82
    Entscheidungstext OGH 02.12.1982 8 Ob 249/82
    Beis wie T1 nur: Die Beweislast, dass das Schutzgesetz unverschuldet übertreten worden sei, trifft den Schädiger. (T6)
  • 2 Ob 121/83
    Entscheidungstext OGH 17.05.1983 2 Ob 121/83
    Auch; Beis wie T1; Veröff: ZVR 1984/153 S 174
  • 1 Ob 42/83
    Entscheidungstext OGH 25.01.1984 1 Ob 42/83
    Auch; Beis wie T6; Veröff: SZ 57/16 = ZVR 1985/68 S 121 = EvBl 1984/130 S 515
  • 4 Ob 571/83
    Entscheidungstext OGH 10.07.1984 4 Ob 571/83
    Beis wie T1
  • 6 Ob 662/84
    Entscheidungstext OGH 24.10.1984 6 Ob 662/84
    Beis wie T1; Veröff: SZ 57/162
  • 8 Ob 58/84
    Entscheidungstext OGH 08.11.1984 8 Ob 58/84
    Beis wie T1; Veröff: ZVR 1985/153 S 296
  • 8 Ob 49/85
    Entscheidungstext OGH 24.10.1985 8 Ob 49/85
    Auch; Beis wie T6; Veröff: SZ 58/154 = ZVR 1987/8 S 12
  • 1 Ob 25/86
    Entscheidungstext OGH 28.05.1986 1 Ob 25/86
    Auch; Beis wie T1; Veröff: SZ 59/92
  • 2 Ob 20/86
    Entscheidungstext OGH 07.04.1987 2 Ob 20/86
    Auch
  • 8 Ob 12/87
    Entscheidungstext OGH 08.07.1987 8 Ob 12/87
    Beis wie T1; Veröff: EvBl 1988/68 S 146
  • 2 Ob 8/89
    Entscheidungstext OGH 28.02.1989 2 Ob 8/89
    Veröff: ZVR 1989/153 S 268
  • 2 Ob 4/89
    Entscheidungstext OGH 05.07.1989 2 Ob 4/89
  • 7 Ob 540/90
    Entscheidungstext OGH 22.03.1990 7 Ob 540/90
    Veröff: ImmZ 1990,287
  • 1 Ob 22/92
    Entscheidungstext OGH 22.06.1993 1 Ob 22/92
    Vgl auch; Beis wie T1; Beisatz: Bei Schutzgesetzverletzung tritt Beweislastumkehr ein. (T7) Veröff: SZ 66/77 = JBl 1993,788
  • 1 Ob 25/93
    Entscheidungstext OGH 19.10.1993 1 Ob 25/93
    Vgl auch; Beis wie T6; Beisatz: Hier: Amtshaftung (T8) Veröff: SZ 66/130
  • 4 Ob 578/95
    Entscheidungstext OGH 07.11.1995 4 Ob 578/95
    Beis wie T3
  • 2 Ob 2030/96k
    Entscheidungstext OGH 30.05.1996 2 Ob 2030/96k
    Vgl auch; Beis wie T6, Beis wie T7
  • 1 Ob 27/95
    Entscheidungstext OGH 04.06.1996 1 Ob 27/95
    Vgl; Beis wie T1; Veröff: SZ 69/132
  • 2 Ob 2423/96d
    Entscheidungstext OGH 12.12.1996 2 Ob 2423/96d
    Auch; Beis wie T6; Beis wie T7
  • 2 Ob 45/97z
    Entscheidungstext OGH 10.04.1997 2 Ob 45/97z
    Vgl; Beis wie T1
  • 2 Ob 355/97p
    Entscheidungstext OGH 24.09.1999 2 Ob 355/97p
    Beis wie T1
  • 1 Ob 306/99b
    Entscheidungstext OGH 25.07.2000 1 Ob 306/99b
    Beis wie T1; Veröff: SZ 73/118
  • 2 Ob 175/03d
    Entscheidungstext OGH 12.09.2003 2 Ob 175/03d
    Auch; Beis wie T3
  • 2 Ob 211/06b
    Entscheidungstext OGH 12.04.2007 2 Ob 211/06b
    Vgl auch; Beis wie T1
  • 2 Ob 47/07m
    Entscheidungstext OGH 12.07.2007 2 Ob 47/07m
    Vgl auch; Beis wie T1
  • 3 Ob 11/12g
    Entscheidungstext OGH 14.03.2012 3 Ob 11/12g
    Vgl; Beis ähnlich wie T1; Beis ähnlich wie T6; Beisatz: Hier: Beweislast des Impugnationsklägers dafür, dass ihn am Titelverstoß kein Verschulden trifft. (T9)
  • 4 Ob 46/12m
    Entscheidungstext OGH 02.08.2012 4 Ob 46/12m
    Vgl auch; Beis wie T6; Beis wie T7; Veröff: SZ 2012/78

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1964:RS0026351

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

11.06.2015

Dokumentnummer

JJR_19641110_OGH0002_0040OB00108_6400000_002

Rechtssatz für 2Ob120/69 1Ob37/75 2Ob6...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0023377

Geschäftszahl

2Ob120/69; 1Ob37/75; 2Ob67/87; 7Ob561/90; 1Ob277/97k; 2Ob64/98w; 5Ob173/02f; 2Ob47/07m; 2Ob127/08b; 2Ob231/12b; 2Ob33/13m; 9Ob69/17p

Entscheidungsdatum

12.06.1969

Norm

ABGB §1295 IIa2
ABGB §1315 IId
StVO §93

Rechtssatz

Schadenersatzansprüche gegen den Hauseigentümer können nur im Fall eigenen Verschuldens seinerseits oder bei Vorliegen der Voraussetzungen des § 1315 ABGB geltend gemacht werden (JBl 1933,367).

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 120/69
    Entscheidungstext OGH 12.06.1969 2 Ob 120/69
    Veröff: ZVR 1970/70 S 101 = MietSlg 21254
  • 1 Ob 37/75
    Entscheidungstext OGH 09.04.1975 1 Ob 37/75
    Veröff: MietSlg 27224
  • 2 Ob 67/87
    Entscheidungstext OGH 26.01.1988 2 Ob 67/87
    Vgl auch; Veröff: ZVR 1988/101 S 224
  • 7 Ob 561/90
    Entscheidungstext OGH 25.04.1990 7 Ob 561/90
    Beisatz: Verschulden durch mangelhafte Instruktion oder bei Verletzung der gebotenen Überwachungspflicht. (T1)
  • 1 Ob 277/97k
    Entscheidungstext OGH 27.01.1998 1 Ob 277/97k
    Ähnlich
  • 2 Ob 64/98w
    Entscheidungstext OGH 25.06.1998 2 Ob 64/98w
    Vgl auch
  • 5 Ob 173/02f
    Entscheidungstext OGH 12.09.2002 5 Ob 173/02f
    Auch; Beisatz: Für das Verschulden eines Gehilfen wird nicht nach § 1313a ABGB, sondern lediglich im Rahmen des § 1315 ABGB gehaftet. Das gilt nicht nur für den primär Verkehrssicherungspflichtigen, sondern auch für denjenigen, der gemäß § 93 Abs 5 StVO - durch vertragliche Übernahme der Pflicht - an dessen Stelle getreten ist. (T2); Veröff: SZ 2002/116
  • 2 Ob 47/07m
    Entscheidungstext OGH 12.07.2007 2 Ob 47/07m
    Vgl auch; auch Beis wie T2
  • 2 Ob 127/08b
    Entscheidungstext OGH 17.12.2008 2 Ob 127/08b
    Auch; Beisatz: Der Liegenschaftseigentümer, der seine aus § 93 Abs 1 StVO entspringenden Pflichten durch Rechtsgeschäft gemäß § 93 Abs 5 Satz 2 StVO auf einen anderen übertragen hat, muss für diesen als seinen Besorgungsgehilfen gemäß § 1315 ABGB einstehen. (T3)
    Beisatz: Dies gilt jedenfalls dann, wenn es sich beim Beauftragten um keinen selbständigen, weisungsfreien Unternehmer handelt. (T4)
  • 2 Ob 231/12b
    Entscheidungstext OGH 21.02.2013 2 Ob 231/12b
    Beis wie T2
  • 2 Ob 33/13m
    Entscheidungstext OGH 17.06.2013 2 Ob 33/13m
    Vgl; Beis wie T2 nur: Für das Verschulden eines Gehilfen wird nicht nach § 1313a ABGB, sondern lediglich im Rahmen des § 1315 ABGB gehaftet. (T5)
  • 9 Ob 69/17p
    Entscheidungstext OGH 30.01.2018 9 Ob 69/17p
    Auch; Beis wie T2; Beis wie T5

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1969:RS0023377

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

10.04.2018

Dokumentnummer

JJR_19690612_OGH0002_0020OB00120_6900000_001

Rechtssatz für 8Ob281/70 5Ob88/72 4Ob5...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0037785

Geschäftszahl

8Ob281/70; 5Ob88/72; 4Ob589/73; 8Ob119/75; 5Ob105/75; 5Ob258/75; 1Ob190/75; 5Ob536/76; 8Ob198/76 (8Ob199/76, 8Ob200/76); 1Ob761/76; 7Ob16/77 (7Ob17/77); 7Ob595/77; 6Ob572/78; 7Ob564/78; 8Ob539/78; 3Ob572/78; 4Ob554/78; 6Ob532/80; 4Ob596/79; 4Ob567/79; 3Ob570/79; 3Ob594/80; 1Ob587/81; 1Ob714/80; 6Ob693/81; 1Ob26/80; 4Ob540/81; 3Ob502/82; 4Ob504/82; 7Ob524/83; 1Ob582/84; 8Ob207/83; 1Ob661/85; 1Ob1/86 (1Ob2/86); 7Ob662/86; 1Ob502/87 (1Ob503/87); 3Ob513/87; 3Ob559/86; 1Ob15/88; 6Ob645/88 (6Ob646/88); 8Ob606/89; 8Ob516/90; 1Ob603/90; 1Ob664/90; 1Ob49/91; 6Ob611/91; 2Ob27/92; 2Ob50/92 (2Ob51/92); 4Ob2/93; 1Ob529/94; 8Ob614/93; 7Ob627/95; 1Ob603/95; 2Ob2363/96f; 1Ob2227/96y; 1Ob2317/96h; 7Ob2377/96a; 1Ob2377/96g; 2Ob335/97x; 1Ob66/98g; 1Ob231/98x; 4Ob325/98t; 2Ob390/97k; 1Ob330/98f; 4Ob203/00g; 2Ob136/99k; 10Ob81/00k; 7Ob151/00g; 7Ob271/00d; 6Ob250/01k; 6Ob296/01z; 7Ob316/01y; 7Ob24/02h; 2Ob95/01m; 1Ob33/02p; 8Ob287/01s; 7Ob245/02h; 7Ob165/03w; 3Ob265/02w; 9Ob128/03v; 6Ob155/04v; 7Ob281/04f; 4Ob229/04m; 6Ob21/04p; 7Ob211/05p; 6Ob70/06x; 2Ob271/05z; 2Ob226/05g; 7Ob218/06v; 4Ob104/07h; 9Ob79/06t; 1Ob153/07t; 2Ob47/07m; 7Ob30/07y; 7Ob165/08b; 2Ob128/09a; 8Ob155/09s; 1Ob18/10v; 9Ob83/09k; 9Ob76/10g; 7Ob20/11h; 7Ob26/11s; 3Ob95/11h; 7Ob170/11t; 7Ob185/11y; 1Ob220/12b; 2Ob70/12a; 2Ob4/13x; 2Ob191/12w; 2Ob229/13k; 1Ob150/13k; 2Ob50/14p; 8Ob53/14y; 2Ob13/14x; 3Ob102/14t; 1Ob103/14z; 7Ob96/16t; 7Ob38/17i; 2Ob209/17z; 5Ob82/19y

Entscheidungsdatum

22.12.1970

Norm

ABGB §881 IA
ABGB §1295 Ia2

Rechtssatz

Wenn einem Vertragspartner als vertragliche Nebenpflicht eine Schutzpflicht dritten Personen gegenüber, die der Vertragsleistung nahestehen, obliegt, wird dritten Personen die Geltendmachung eines eigenen Schadens aus dem fremden Vertrag zuerkannt.

Entscheidungstexte

  • 8 Ob 281/70
    Entscheidungstext OGH 22.12.1970 8 Ob 281/70
    Veröff: SZ 43/236
  • 5 Ob 88/72
    Entscheidungstext OGH 18.04.1972 5 Ob 88/72
  • 4 Ob 589/73
    Entscheidungstext OGH 11.12.1973 4 Ob 589/73
    Ähnlich; Veröff: SZ 46/121 = EvBl 1974/98 S 211
  • 8 Ob 119/75
    Entscheidungstext OGH 18.06.1975 8 Ob 119/75
    Beisatz: Hiebei handelt es sich um Fälle in denen die Verbindung mit Verträgen zugunsten Dritter naheliegt, in denen also ein Dritter, auch wenn er nicht Vertragspartner ist, erkennbar begünstigt erscheint. (T1)
    Veröff: JBl 1976,210
  • 5 Ob 105/75
    Entscheidungstext OGH 01.07.1975 5 Ob 105/75
  • 5 Ob 258/75
    Entscheidungstext OGH 20.01.1976 5 Ob 258/75
    Auch; Beisatz: Die in einem Vertrag übernommene Nebenverpflichtung der Einhaltung einer Maßnahme zum Schutz eines Rechtsgutes (hier eines Fernkabels) eines am Vertrag nicht beteiligten Dritten ist eine Abart des Vertrages zugunsten Dritter. Aus der Verletzung der dadurch zu seinen Gunsten vertraglich begründeten Schutzpflicht kann der Dritte seinen Schadenersatzanspruch unmittelbar ableiten (Bydlinski JBl 1960,360). (T2)
  • 1 Ob 190/75
    Entscheidungstext OGH 04.02.1976 1 Ob 190/75
    Beisatz: Produzentenhaftung (T3)
    Veröff: SZ 49/14 = EvBl 1976/168 S 325 = JBl 1977,146 (mit Anmerkung von Rummel)
  • 5 Ob 536/76
    Entscheidungstext OGH 23.03.1976 5 Ob 536/76
    Beisatz: Werkleistungen (T4)
  • 8 Ob 198/76
    Entscheidungstext OGH 19.01.1977 8 Ob 198/76
    Beisatz: Begünstigte Personen sind Dritte, deren Kontakt mit der vertraglichen Hauptleistung beim Vertragsabschluss voraussehbar war und die der Vertragspartner entweder erkennbar durch Zuwendung der Hauptleistung begünstigte oder an denen er ein sichtbares eigenes Interesse hat oder denen er selbst offensichtlich rechtlich zur Fürsorge verpflichtet ist. (T5)
    Veröff: EvBl 1977/205 S 459 = JBl 1978,479
  • 1 Ob 761/76
    Entscheidungstext OGH 02.03.1977 1 Ob 761/76
    Auch; Veröff: SZ 50/34
  • 7 Ob 16/77
    Entscheidungstext OGH 28.04.1977 7 Ob 16/77
    Beis wie T5; Veröff: VersR 1978,167
  • 7 Ob 595/77
    Entscheidungstext OGH 30.06.1977 7 Ob 595/77
    Beis wie T5; Veröff: SZ 50/102
  • 6 Ob 572/78
    Entscheidungstext OGH 11.05.1978 6 Ob 572/78
    Auch; Beisatz: Wohnungswerber beziehungsweise Miteigentümer - Verspätungsschaden wegen verspäteter Rohbauerstellung. (T6)
  • 7 Ob 564/78
    Entscheidungstext OGH 11.05.1978 7 Ob 564/78
    Beis wie T5; Beisatz: Eigentümer als begünstigter Dritter eines Untermietvertrages in Bezug auf die vertragliche Nebenverpflichtung, eine übermäßige oder missbräuchliche Abnützung der Bestandsache zu unterlassen. (T7)
    Veröff: JBl 1979,37
  • 8 Ob 539/78
    Entscheidungstext OGH 11.10.1978 8 Ob 539/78
    Vgl
  • 3 Ob 572/78
    Entscheidungstext OGH 17.10.1978 3 Ob 572/78
    Auch
  • 4 Ob 554/78
    Entscheidungstext OGH 16.01.1979 4 Ob 554/78
    Beis wie T5; Veröff: ÖBA 1980,370
  • 6 Ob 532/80
    Entscheidungstext OGH 21.05.1980 6 Ob 532/80
  • 4 Ob 596/79
    Entscheidungstext OGH 18.09.1980 4 Ob 596/79
    Beis wie T5
  • 4 Ob 567/79
    Entscheidungstext OGH 14.10.1980 4 Ob 567/79
    Beis wie T1; Beis wie T5; Beisatz: Hier: Erdgasleistung - Explosionsschäden (T8)
  • 3 Ob 570/79
    Entscheidungstext OGH 26.11.1980 3 Ob 570/79
    Beis wie T5
  • 3 Ob 594/80
    Entscheidungstext OGH 25.03.1981 3 Ob 594/80
    Auch; Beisatz: Nahverhältnis zwischen Personenhandelsgesellschaft und persönlich haftendem Gesellschafter, der als Mitglied des ÖAMTC dessen Pannenhilfe in Anspruch nimmt. (T9)
    Veröff: SZ 54/41 = JBl 1982,95 = ZVR 1982/64 S 50
  • 1 Ob 587/81
    Entscheidungstext OGH 08.04.1981 1 Ob 587/81
    Beis wie T5
  • 1 Ob 714/80
    Entscheidungstext OGH 29.04.1981 1 Ob 714/80
    Veröff: SZ 54/65 = JBl 1982,601
  • 6 Ob 693/81
    Entscheidungstext OGH 12.08.1981 6 Ob 693/81
    Beis wie T5; Beisatz: Hier: Wohnungseigentümer bei Mangelhaftigkeit des Gesamtbauwerks. (T10)
  • 1 Ob 26/80
    Entscheidungstext OGH 29.04.1981 1 Ob 26/80
    Auch; Veröff: SZ 54/63
  • 4 Ob 540/81
    Entscheidungstext OGH 03.11.1981 4 Ob 540/81
    Beisatz: Haftung auch für Rechtsmängel. (T11)
    Veröff: SZ 54/152 = JBl 1983,253 (ablehnend Posch)
  • 3 Ob 502/82
    Entscheidungstext OGH 24.03.1982 3 Ob 502/82
    Beis wie T5
  • 4 Ob 504/82
    Entscheidungstext OGH 14.12.1982 4 Ob 504/82
    Beis wie T5; Beisatz: Schutzwirkung zugunsten künftiger Kunden des Vertragspartners des Produzenten: Vom Produzenten abgefüllte Sodawasserflasche explodiert in einem Selbstbedienungsladen und verletzt dort eine andere Ware einkaufende Person. (T12)
  • 7 Ob 524/83
    Entscheidungstext OGH 26.05.1983 7 Ob 524/83
  • 1 Ob 582/84
    Entscheidungstext OGH 05.06.1984 1 Ob 582/84
    Beis wie T5; Veröff: EvBl 1985/63 S 304 = JBl 1985,295
  • 8 Ob 207/83
    Entscheidungstext OGH 11.09.1984 8 Ob 207/83
  • 1 Ob 661/85
    Entscheidungstext OGH 13.11.1985 1 Ob 661/85
    Beis wie T5; Veröff: SZ 58/4 = EvBl 1986/110 S 400 = JBl 1986,452
  • 1 Ob 1/86
    Entscheidungstext OGH 05.03.1986 1 Ob 1/86
    Auch; Veröff: JBl 1986/782
  • 7 Ob 662/86
    Entscheidungstext OGH 26.11.1986 7 Ob 662/86
    Auch; Beis wie T5; Veröff: JBl 1987,250 = MietSlg XXXVIII/51
  • 1 Ob 502/87
    Entscheidungstext OGH 08.04.1987 1 Ob 502/87
    Auch; Veröff: SZ 60/64
  • 3 Ob 513/87
    Entscheidungstext OGH 11.11.1987 3 Ob 513/87
    Beisatz: Da diese Schutzwirkungen aber eine Folge der zwischen den Vertragsparteien geschlossenen Vereinbarung sind, kommen sie nicht in Betracht, wenn das Verhalten des Schädigers der Vereinbarung entspricht. (T13)
  • 3 Ob 559/86
    Entscheidungstext OGH 08.03.1988 3 Ob 559/86
    Auch; Beis wie T5; Veröff: SZ 61/55 = EvBl 1989/1 S 13 = WBl 1988,240 = RZ 1988/51 S 221 = ÖBA 1988,1022 (Jabornegg)
  • 1 Ob 15/88
    Entscheidungstext OGH 19.07.1988 1 Ob 15/88
    Beis wie T5
  • 6 Ob 645/88
    Entscheidungstext OGH 06.09.1988 6 Ob 645/88
    Auch
  • 8 Ob 606/89
    Entscheidungstext OGH 19.10.1989 8 Ob 606/89
  • 8 Ob 516/90
    Entscheidungstext OGH 28.06.1990 8 Ob 516/90
    Auch; Beis wie T5; Beisatz: Hier: Versender und Zwischenspediteur. (T14)
    Veröff: SZ 63/123
  • 1 Ob 603/90
    Entscheidungstext OGH 28.11.1990 1 Ob 603/90
    Beis wie T5
  • 1 Ob 664/90
    Entscheidungstext OGH 16.01.1991 1 Ob 664/90
    Veröff: JBl 1991,453
  • 1 Ob 49/91
    Entscheidungstext OGH 18.12.1991 1 Ob 49/91
    Auch; Beis wie T5; Vgl Beis wie T2
  • 6 Ob 611/91
    Entscheidungstext OGH 28.11.1991 6 Ob 611/91
  • 2 Ob 27/92
    Entscheidungstext OGH 01.07.1992 2 Ob 27/92
    Beis wie T5
  • 2 Ob 50/92
    Entscheidungstext OGH 11.11.1992 2 Ob 50/92
    Beis wie T5 nur: Begünstigte Personen sind Dritte, deren Kontakt mit der vertraglichen Hauptleistung beim Vertragsabschluss voraussehbar war. (T15)
  • 4 Ob 2/93
    Entscheidungstext OGH 15.12.1992 4 Ob 2/93
    Auch; Beis wie T5; Beisatz: Der Kreis der geschützten Dritten ist auf Grund umfassender Interessenabwägung zu umgrenzen. (T16)
  • 1 Ob 529/94
    Entscheidungstext OGH 11.03.1994 1 Ob 529/94
    Auch; Veröff: SZ 67/40
  • 8 Ob 614/93
    Entscheidungstext OGH 03.02.1994 8 Ob 614/93
    Auch; Beis wie T5
  • 7 Ob 627/95
    Entscheidungstext OGH 08.11.1995 7 Ob 627/95
    Beisatz: Hier: Hochspannungskabel. (T17)
  • 1 Ob 603/95
    Entscheidungstext OGH 04.06.1996 1 Ob 603/95
    Auch; Beisatz: Empfänger des Frachtgutes von den Schutzwirkungen des Vertrages zwischen Speditionsunternehmen und Unterfrachtführer umfasst. (T18)
  • 2 Ob 2363/96f
    Entscheidungstext OGH 14.11.1996 2 Ob 2363/96f
    Auch
  • 1 Ob 2227/96y
    Entscheidungstext OGH 25.10.1996 1 Ob 2227/96y
    Auch
  • 1 Ob 2317/96h
    Entscheidungstext OGH 16.12.1996 1 Ob 2317/96h
    Auch; Beis wie T5; Beis wie T16; Beisatz: Der in den Schutzkreis des Vertrags aufgenommene Dritte kann direkt gegen den Schuldner ex contractu Schadenersatzansprüche geltend machen. (T19)
  • 7 Ob 2377/96a
    Entscheidungstext OGH 15.01.1997 7 Ob 2377/96a
    Beis wie T15
  • 1 Ob 2377/96g
    Entscheidungstext OGH 14.10.1997 1 Ob 2377/96g
    Auch; Beis wie T18
  • 2 Ob 335/97x
    Entscheidungstext OGH 20.11.1997 2 Ob 335/97x
  • 1 Ob 66/98g
    Entscheidungstext OGH 24.03.1998 1 Ob 66/98g
    Vgl auch; Beis wie T18
  • 1 Ob 231/98x
    Entscheidungstext OGH 19.01.1999 1 Ob 231/98x
    Auch
  • 4 Ob 325/98t
    Entscheidungstext OGH 26.01.1999 4 Ob 325/98t
    Vgl auch
  • 2 Ob 390/97k
    Entscheidungstext OGH 25.03.1999 2 Ob 390/97k
    Auch; Beis wie T15; Beisatz: Werden Sachen eines Dritten beschädigt, wird der Kreis der schutzwürdigen Personen dahin abgegrenzt, dass an den beschädigten Gegenständen entweder die Hauptleistung vorgenommen werden soll, ein offensichtliches Interesse des Vertragspartners besteht oder dieser selbst kraft eigener Sorgfaltspflicht die Sache zu bewahren verpflichtet ist. (T20)
  • 1 Ob 330/98f
    Entscheidungstext OGH 25.05.1999 1 Ob 330/98f
    Auch; Beis wie T5 nur: Begünstigte Personen sind Dritte, deren Kontakt mit der vertraglichen Hauptleistung beim Vertragsabschluss voraussehbar war und die der Vertragspartner entweder erkennbar durch Zuwendung der Hauptleistung begünstigte oder denen er selbst offensichtlich rechtlich zur Fürsorge verpflichtet ist. (T21)
    Veröff: SZ 72/89
  • 4 Ob 203/00g
    Entscheidungstext OGH 17.08.2000 4 Ob 203/00g
    Auch; Beis wie T21; Beis wie T19; Veröff: SZ 73/126
  • 2 Ob 136/99k
    Entscheidungstext OGH 02.08.2000 2 Ob 136/99k
    Auch; Beis wie T5; Beis wie T16
  • 10 Ob 81/00k
    Entscheidungstext OGH 05.12.2000 10 Ob 81/00k
    Auch; Beis wie T1; Beis ähnlich T5; Beisatz: Man prüft, ob der Dritte erkennbar durch die Zuwendung der Hauptleistung begünstigt werden soll, ob der Gläubiger, dem gegenüber Erfüllungshandlungen gesetzt werden, ein (besonderes) eigenes Interesse (am Schutz) des geschädigten Dritten hat oder diesem zur Fürsorge verpflichtet ist. Man untersucht, ob bei Vertragsabschluss der Kontakt einer Person oder ihrer Sache mit der Leistung beziehungsweise mit der Hauptleistung oder der auf das Leistungsergebnis hinzielenden Handlung voraussehbar war und es wird die Erkennbarkeit des Gläubigerinteresses ins Treffen geführt. (T22)
  • 7 Ob 151/00g
    Entscheidungstext OGH 14.12.2000 7 Ob 151/00g
    Auch; Beis wie T5; Beisatz: Bei Verträgen, die die Zurverfügungstellung einer Wohnmöglichkeit beinhalten und die Verpflichtung zur Freihaltung und dem Bestreuen der Zugangswege umfassen, ist davon auszugehen, dass davon auch jene Personen erfasst sind, die vorhersehbar diese Wege in einem den Bewohnern vergleichbaren Ausmaß in deren Interesse zu deren Pflege benützen (hier: Pflegehelfer des Wohnberechtigten). (T23)
  • 7 Ob 271/00d
    Entscheidungstext OGH 20.12.2000 7 Ob 271/00d
    Beis wie T5
  • 6 Ob 250/01k
    Entscheidungstext OGH 29.11.2001 6 Ob 250/01k
    Beis wie T4
  • 6 Ob 296/01z
    Entscheidungstext OGH 31.01.2002 6 Ob 296/01z
    Auch; Beis wie T5
  • 7 Ob 316/01y
    Entscheidungstext OGH 11.02.2002 7 Ob 316/01y
    Auch; Beis ähnlich T5; Beisatz: Der klagende Haftpflichtversicherer ist Ansehung des ihm entstandenen Vermögensschadens in den Schutzbereich des vom beklagten Rechtsanwalt mit dem Versicherungsnehmer abgeschlossenen Mandantsvertrages über die Vertretung im verfahrensgegenständlichen Vorprozess einbezogen. (T24)
  • 7 Ob 24/02h
    Entscheidungstext OGH 29.04.2002 7 Ob 24/02h
    Auch; Beis wie T5
  • 2 Ob 95/01m
    Entscheidungstext OGH 09.07.2002 2 Ob 95/01m
    Auch; Beis wie T5
  • 1 Ob 33/02p
    Entscheidungstext OGH 25.10.2002 1 Ob 33/02p
    Beis wie T1; Beis wie T19; Beisatz: Der begünstigte Personenkreis wird durch objektive Auslegung des Vertrags bestimmt. (T25)
  • 8 Ob 287/01s
    Entscheidungstext OGH 28.11.2002 8 Ob 287/01s
    Beis wie T4; Beis ähnlich T5; Beis wie T25
  • 7 Ob 245/02h
    Entscheidungstext OGH 13.11.2002 7 Ob 245/02h
    Vgl auch; Beis wie T19; Beisatz: Ein Vertrag mit Schutzwirkungen zu Gunsten Dritter ist dort nicht zu unterstellen, wo der Dritte gegen einen der beiden Kontrahenten Ansprüche aus eigenem Vertrag hat (vgl SZ 51/176; 7 Ob 672/89; 4 Ob 325/98t; 4 Ob 203/00g). (T26)
  • 7 Ob 165/03w
    Entscheidungstext OGH 05.08.2003 7 Ob 165/03w
    Auch; Beisatz: Hier: Unmittelbare Auswirkung eines Gesamtvertrages (§ 341 ASVG) auf den Vertragsarzt als Partei des Einzelvertrages. (T27)
    Beisatz: Die Schutzwirkung des Gesamtvertrages hinsichtlich der Vertragsärzte schlägt auch auf deren Rechtsnachfolger durch. (T28)
    Veröff: SZ 2003/90
  • 3 Ob 265/02w
    Entscheidungstext OGH 22.10.2003 3 Ob 265/02w
    Auch; Beis wie T19; Beis wie T25; Beis wie T16; Beis wie T21; Beis wie T26
  • 9 Ob 128/03v
    Entscheidungstext OGH 25.02.2004 9 Ob 128/03v
    Vgl; Beis wie T5 nur: Begünstigte Personen sind Dritte, deren Kontakt mit der vertraglichen Hauptleistung beim Vertragsabschluss voraussehbar war und die der Vertragspartner erkennbar durch Zuwendung der Hauptleistung begünstigte. (T29)
    Beisatz: Beim Treuhandkonto soll die Leistung der Bank aber gerade an den Treuhänder und nicht an die Treugeber erfolgen. Es wäre widersprüchlich, wollte man zum Beispiel annehmen, die Bank sei zwar nur gegenüber dem Treuhänder zur Auszahlung eines Guthabens verpflichtet, doch bei schuldhaftem Verzug stehe der Schadenersatzanspruch den Treugebern zu. Dazu kommt, dass der Ersatz reiner Vermögensschäden beim Vertrag mit Schutzwirkung zugunsten Dritter eher zurückhaltend beurteilt wird. (T30)
  • 6 Ob 155/04v
    Entscheidungstext OGH 23.09.2004 6 Ob 155/04v
    Auch; Beis wie T21
  • 7 Ob 281/04f
    Entscheidungstext OGH 15.12.2004 7 Ob 281/04f
    Vgl auch; Beis wie T26
  • 4 Ob 229/04m
    Entscheidungstext OGH 21.12.2004 4 Ob 229/04m
    Auch; Beis wie T5; Beisatz: Hier: Baustellenkoordinator als begünstigter Dritter des (Werkvertrages) Vertrages zwischen Bauherr/Bauunternehmer. (T31)
  • 6 Ob 21/04p
    Entscheidungstext OGH 03.11.2005 6 Ob 21/04p
    Beis wie T5; Beisatz: Das schutzwürdige Interesse des Geschädigten wird nicht dadurch beseitigt, dass er auch aus einem anderen Vertrag mit Schutzwirkung für Dritte vorgehen könnte. Hier: Der Kläger aus dem Vertrag seines Arbeitgebers mit der Drittbeklagten. (T32)
  • 7 Ob 211/05p
    Entscheidungstext OGH 28.11.2005 7 Ob 211/05p
    Auch; Beis wie T30
  • 6 Ob 70/06x
    Entscheidungstext OGH 06.04.2006 6 Ob 70/06x
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Die allfällige Schutzwirkung eines Vertrages zugunsten Dritter erstreckt sich nicht auf bloße Besucher. (T33)
  • 2 Ob 271/05z
    Entscheidungstext OGH 12.06.2006 2 Ob 271/05z
    Auch; Beis wie T18
  • 2 Ob 226/05g
    Entscheidungstext OGH 12.06.2006 2 Ob 226/05g
    Auch; Beisatz: In diesem Fall erwirbt der Dritte unmittelbare vertragliche Ansprüche gegen den Schuldner, der dann auch gemäß § 1313a ABGB für das Verschulden jener Personen haftet, deren er sich zur Erfüllung bediente. (T34)
  • 7 Ob 218/06v
    Entscheidungstext OGH 27.09.2006 7 Ob 218/06v
    Vgl auch; Beisatz: Ein Kaskoversicherungsvertrag entfaltet keine Schutzwirkung zugunsten einer Kfz-Reparaturwerkstätte. (T35)
  • 4 Ob 104/07h
    Entscheidungstext OGH 10.07.2007 4 Ob 104/07h
    Auch; Beis wie T26; Veröff: SZ 2007/110
  • 9 Ob 79/06t
    Entscheidungstext OGH 08.08.2007 9 Ob 79/06t
    Auch; Beis wie T21
  • 1 Ob 153/07t
    Entscheidungstext OGH 11.09.2007 1 Ob 153/07t
    Beis wie T5; Beisatz: Haftung des Werkunternehmers auf Grund eines Vertrags mit Schutzwirkung zu Gunsten Dritter tritt bei Emissionen (§ 364a ABGB) oder Grundstückssetzungen (§ 364b ABGB) neben die Haftung des Grundeigentümers. (T36)
  • 2 Ob 47/07m
    Entscheidungstext OGH 12.07.2007 2 Ob 47/07m
    Vgl auch; Beis wie T26
  • 7 Ob 30/07y
    Entscheidungstext OGH 16.11.2007 7 Ob 30/07y
    Beis wie T32 nur: Das schutzwürdige Interesse des Geschädigten wird nicht dadurch beseitigt, dass er auch aus einem anderen Vertrag mit Schutzwirkung für Dritte vorgehen könnte. (T37)
  • 7 Ob 165/08b
    Entscheidungstext OGH 29.04.2009 7 Ob 165/08b
    Beisatz: Zum Kreis der in diesen Schutzbereich des Transportvertrags über die verladende Ware einzubeziehenden Personen gehört auch der, der diese Ware als Unterfrachtführer zu transportieren hatte. (T38)
  • 2 Ob 128/09a
    Entscheidungstext OGH 28.01.2010 2 Ob 128/09a
    Auch; Beis wie T5; Beis wie T25; Beis wie T34; Beisatz: Schutz- und Sorgfaltspflichten aus einem Vertragsverhältnis bestehen nicht nur zwischen den Vertragsparteien, sondern auch gegenüber bestimmten dritten Personen, die durch die Vertragserfüllung erkennbar in erhöhtem Maße gefährdet werden. (T39)
  • 8 Ob 155/09s
    Entscheidungstext OGH 23.03.2010 8 Ob 155/09s
  • 1 Ob 18/10v
    Entscheidungstext OGH 20.04.2010 1 Ob 18/10v
    Vgl auch; Beis wie T26
  • 9 Ob 83/09k
    Entscheidungstext OGH 30.06.2010 9 Ob 83/09k
    Auch; Beis wie T5; Beisatz: Im Falle eines ärztlichen Kunstfehlers mit der Folge des Todes des Patienten ist auch der in aufrechter Lebensgemeinschaft mit dem Patienten lebende Ehegatte aus dem Behandlungsvertrag derart geschützt, dass er für einen bei ihm eingetretenen Trauerschaden mit Krankheitswert vom Vertragspartner des Getöteten Ersatz wegen Verletzung vertraglicher Schutz- und Sorgfaltspflichten begehren kann. (T40)
    Veröff: SZ 2010/79
  • 9 Ob 76/10g
    Entscheidungstext OGH 24.11.2010 9 Ob 76/10g
    Auch; Beis wie T5 nur: Begünstigte Personen sind unter anderem Dritte, an denen der Vertragspartner ein sichtbares eigenes Interesse hat oder denen er selbst offensichtlich rechtlich zur Fürsorge verpflichtet ist. (T41)
    Beis wie T39
  • 7 Ob 20/11h
    Entscheidungstext OGH 09.03.2011 7 Ob 20/11h
    Auch
  • 7 Ob 26/11s
    Entscheidungstext OGH 18.05.2011 7 Ob 26/11s
    Auch
  • 3 Ob 95/11h
    Entscheidungstext OGH 24.08.2011 3 Ob 95/11h
    Vgl auch; Beis wie T15
  • 7 Ob 170/11t
    Entscheidungstext OGH 28.03.2012 7 Ob 170/11t
    Vgl auch; Beis wie T34
  • 7 Ob 185/11y
    Entscheidungstext OGH 19.04.2012 7 Ob 185/11y
    Vgl auch; Auch Beis wie T5; Auch Beis wie T34
  • 1 Ob 220/12b
    Entscheidungstext OGH 13.12.2012 1 Ob 220/12b
    Vgl auch; Beis wie T19; Beis wie T34
  • 2 Ob 70/12a
    Entscheidungstext OGH 29.11.2012 2 Ob 70/12a
    Auch; Beis wie T34; Beis wie T5; Veröff: SZ 2012/134
  • 2 Ob 4/13x
    Entscheidungstext OGH 17.06.2013 2 Ob 4/13x
    Vgl; nur T26; Auch Beis wie T41
  • 2 Ob 191/12w
    Entscheidungstext OGH 30.07.2013 2 Ob 191/12w
    Auch; Beisatz: Hier: Kauf- und Liefervertrag, verletzter Lagerleiter. (T42)
  • 2 Ob 229/13k
    Entscheidungstext OGH 19.12.2013 2 Ob 229/13k
    Auch; Beisatz: Hier: Bei Flugzeugabsturz verletzte Ehefrau des Piloten als dessen Passagier gegenüber dem Flugsportverein als Flugzeughalter. (T43)
  • 1 Ob 150/13k
    Entscheidungstext OGH 27.02.2014 1 Ob 150/13k
    Auch
  • 2 Ob 50/14p
    Entscheidungstext OGH 25.06.2014 2 Ob 50/14p
    Beisatz: Hier aber: Fesselballonstarts für Gewinner eines Gewinnspieles aufgrund Vertrag mit Verein durchgeführt; Berechtigung des Geschädigten zur Ballonfahrt (Gewinn) nicht festgestellt. (T44)
  • 8 Ob 53/14y
    Entscheidungstext OGH 26.06.2014 8 Ob 53/14y
    Beis wie T5
  • 2 Ob 13/14x
    Entscheidungstext OGH 11.09.2014 2 Ob 13/14x
    Vgl; Beis wie T26
  • 3 Ob 102/14t
    Entscheidungstext OGH 22.10.2014 3 Ob 102/14t
    Auch; Beisatz: Schutz- und Sorgfaltspflichten bestehen nicht nur zwischen den Vertragsparteien, sondern auch gegenüber bestimmten dritten Personen, die durch die Vertragserfüllung erkennbar in erhöhtem Maße gefährdet werden und der Interessensphäre eines Vertragspartners angehören. Der Dritte erwirbt unmittelbare vertragliche Ansprüche gegen den Schuldner. (T45); Veröff: SZ 2014/97
  • 1 Ob 103/14z
    Entscheidungstext OGH 22.01.2015 1 Ob 103/14z
    Vgl; Veröff: SZ 2015/3
  • 7 Ob 96/16t
    Entscheidungstext OGH 28.09.2016 7 Ob 96/16t
    Beisatz: Hier: Gebäudebündelversicherung der Wohnungseigentümergemeinschaft. Dieser (unechte) Vertrag zugunsten Dritter entfaltet Schutz‑ und Sorgfaltspflichten zugunsten der Versicherten. (T46)
  • 7 Ob 38/17i
    Entscheidungstext OGH 20.12.2017 7 Ob 38/17i
  • 2 Ob 209/17z
    Entscheidungstext OGH 29.11.2018 2 Ob 209/17z
    Auch; Beis wie T5; Beis wie T22; Beis wie T34; Beis wie T45; Beisatz: erständige Vertragsparteien einer Vereinbarung über Reinigungsdienstleistungen würden alle mit der vertraglichen Hauptleistung der beklagten Partei geradezu typischerweise in Berührung geratenden Personen, wie etwa Kunden und Personal des Auftraggebers, in den Schutzbereich des Vertrags, mit dem eine gefahrlose Benutzung von dessen Flächen und Räumlichkeiten sichergestellt werden sollte, einbeziehen. (T47)
  • 5 Ob 82/19y
    Entscheidungstext OGH 22.10.2019 5 Ob 82/19y
    Beis wie T5; Beis wie T21; Beis wie T22; Beis wie T25; Beis wie T34; Beis wie T45

Anmerkung

Bem: Der Rechtssatz wird wegen der Häufigkeit seiner Zitierung ("überlanger RS") nicht bei jeder einzelnen Bezugnahme, sondern nur fallweise mit einer Gleichstellungsindizierung versehen.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1970:RS0037785

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

21.11.2019

Dokumentnummer

JJR_19701222_OGH0002_0080OB00281_7000000_006

Rechtssatz für 2Ob179/71 (2Ob180/71) 8O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0023138

Geschäftszahl

2Ob179/71 (2Ob180/71); 8Ob229/78; 8Ob66/86; 2Ob47/07m; 2Ob36/12a

Entscheidungsdatum

09.12.1971

Norm

ABGB §1295 IIb2
ABGB §1295 IId3
ABGB §1315 I

Rechtssatz

Eine Gemeinde haftet für eigenes Verschulden ihrer leitenden Funktionäre, wenn ihre Organisation unzureichend ist, um einen entsprechenden Schneeräumdienst und Streudienst sicherzustellen (zB Einsatz ungeeigneter Maschinen, mangelhafte Instruktion oder Beaufsichtigung des Besorgungsgehilfen).

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 179/71
    Entscheidungstext OGH 09.12.1971 2 Ob 179/71
    Veröff: SZ 44/187 = RZ 1972,169
  • 8 Ob 229/78
    Entscheidungstext OGH 26.01.1979 8 Ob 229/78
    Beisatz: Grobes Organisationsverschulden. (T1)
  • 8 Ob 66/86
    Entscheidungstext OGH 12.03.1987 8 Ob 66/86
    Beisatz: Hier: Eindeutiges Organisationsverschulden. (T2) Veröff: ZVR 1988/50 S 113
  • 2 Ob 47/07m
    Entscheidungstext OGH 12.07.2007 2 Ob 47/07m
    Beisatz: Auch andere Rechtsträger, seien sie juristische, seien sie natürliche Personen, sind bei unzureichender Organisation des Winterdienstes so zu behandeln wie politische Gemeinden. (T3); Beisatz: Die Beweislast für die gehörige Organisation des Schneeräumungsdienstes und Streudienstes sowie dessen Überwachung trifft den Schädiger. (T4)
  • 2 Ob 36/12a
    Entscheidungstext OGH 20.11.2012 2 Ob 36/12a
    Vgl; Auch Beis wie T3

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1971:RS0023138

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

11.04.2013

Dokumentnummer

JJR_19711209_OGH0002_0020OB00179_7100000_003

Rechtssatz für 1Ob625/78 1Ob31/81 3Ob6...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0009113

Geschäftszahl

1Ob625/78; 1Ob31/81; 3Ob660/81; 7Ob725/81; 4Ob18/84 (4Ob19/84); 1Ob8/85; 4Ob109/90 (4Ob110/90); 8Ob705/89; 1Ob39/90 (1Ob40/90); 1Ob36/89; 6Ob542/92; 9ObA241/94; 1Ob24/95; 1Ob8/95; 2Ob2416/96z; 1Ob53/95; 2Ob569/95; 2Ob2398/96b; 2Ob64/98w; 2Ob107/98v; 4Ob179/99y; 3Ob119/99t; 6Ob220/99t; 2Ob226/99w; 6Ob249/00m; 7Ob271/00d; 8Ob84/02i; 5Ob173/02f; 7Ob271/02g; 2Ob291/03p; 3Ob180/03x; 2Ob148/04k; 7Ob128/04f; 6Ob12/05s; 6Ob95/05x; 6Ob196/05z; 2Ob123/06m; 2Ob273/05v; 2Ob47/07m; 6Ob108/07m; 17Ob40/08v; 4Ob75/09x; 9ObA141/09i; 9Ob9/11f; 4Ob106/12k; 5Ob76/12f; 3Ob23/13y; 2Ob115/13w; 6Ob183/13z; 9Ob74/14v; 10Ob86/14s; 7Ob197/16w; 1Ob90/17t; 2Ob73/17z; 9ObA45/18k; 5Ob99/19y; 5Ob37/19f

Entscheidungsdatum

07.06.1978

Norm

ABGB §26
ABGB §1313a IIa
ABGB §1315 I

Rechtssatz

Die Auffassung, die juristische Person habe für das Verschulden der Personen zu haften, die in ihrer Organisation eine leitende Stellung innehaben und dabei mit eigenverantwortlicher Entscheidungsbefugnis ausgestattet sind (Ostheim in JBl 1978,63) ist weitgehend überzeugend.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 625/78
    Entscheidungstext OGH 07.06.1978 1 Ob 625/78
    Veröff: SZ 51/80 = JBl 1980,482 (zustimmend Ostheim)
  • 1 Ob 31/81
    Entscheidungstext OGH 07.10.1981 1 Ob 31/81
    Vgl auch
  • 3 Ob 660/81
    Entscheidungstext OGH 10.03.1982 3 Ob 660/81
    Beisatz: Der Geschäftsführer einer Raiffeisenkasse ist unabhängig von der Größe des Geschäftsbetriebes Repräsentant. (T1)
  • 7 Ob 725/81
    Entscheidungstext OGH 15.02.1983 7 Ob 725/81
    Auch
  • 4 Ob 18/84
    Entscheidungstext OGH 13.03.1984 4 Ob 18/84
    Auch; Veröff: ZAS 1985,24 (P Bydlinski)
  • 1 Ob 8/85
    Entscheidungstext OGH 27.02.1985 1 Ob 8/85
  • 4 Ob 109/90
    Entscheidungstext OGH 11.09.1990 4 Ob 109/90
    Auch
  • 8 Ob 705/89
    Entscheidungstext OGH 29.11.1990 8 Ob 705/89
    Veröff: SZ 63/217 = ZVR 1991/122 S 308
  • 1 Ob 39/90
    Entscheidungstext OGH 16.01.1991 1 Ob 39/90
    Auch; Veröff: SZ 64/3 = JBl 1991,580 (Kerschner)
  • 1 Ob 36/89
    Entscheidungstext OGH 10.04.1991 1 Ob 36/89
    Veröff: SZ 64/36 = JBl 1991,796 = ÖBl 1991,161
  • 6 Ob 542/92
    Entscheidungstext OGH 25.11.1992 6 Ob 542/92
  • 9 ObA 241/94
    Entscheidungstext OGH 25.01.1995 9 ObA 241/94
    Auch; Veröff: SZ 68/14
  • 1 Ob 24/95
    Entscheidungstext OGH 25.04.1995 1 Ob 24/95
    Auch
  • 1 Ob 8/95
    Entscheidungstext OGH 17.10.1995 1 Ob 8/95
    Auch; Beisatz: Auf die verfassungsmäßige Berufung zur Vertretung kommt es dabei nicht an. (T2)
    Veröff: SZ 68/191
  • 2 Ob 2416/96z
    Entscheidungstext OGH 19.12.1996 2 Ob 2416/96z
  • 1 Ob 53/95
    Entscheidungstext OGH 03.10.1996 1 Ob 53/95
    Vgl; Beisatz: Ein Pilot ist kein Repräsentant des Luftfahrzeughalters. (T3)
    Veröff: SZ 69/219
  • 2 Ob 569/95
    Entscheidungstext OGH 10.07.1997 2 Ob 569/95
    Auch
  • 2 Ob 2398/96b
    Entscheidungstext OGH 10.07.1997 2 Ob 2398/96b
    Beisatz: Hier: Jagdgesellschaft als Gesellschaft bürgerlichen Rechts. (T4)
    Veröff: SZ 70/138
  • 2 Ob 64/98w
    Entscheidungstext OGH 25.06.1998 2 Ob 64/98w
    Vgl
  • 2 Ob 107/98v
    Entscheidungstext OGH 20.05.1998 2 Ob 107/98v
    Auch; Beisatz: Auf das Erfordernis eines Wirkungskreises, der jenem eines Organs annähernd entspricht, kommt es hiebei nicht an. Der die Straßenbaustelle betreuende bauleitende Ingenieur eines Subunternehmers ist als deren Repräsentant anzusehen. (T5)
  • 4 Ob 179/99y
    Entscheidungstext OGH 13.07.1999 4 Ob 179/99y
    Auch
  • 3 Ob 119/99t
    Entscheidungstext OGH 28.02.2000 3 Ob 119/99t
    Auch; Beisatz: Der Hauptkameramann ist Repräsentant der Fernsehunternehmer. (T6)
  • 6 Ob 220/99t
    Entscheidungstext OGH 28.06.2000 6 Ob 220/99t
    Auch; Beisatz: Die juristische Person kann sich ihrer Haftung nach § 1319 ABGB nicht dadurch entziehen, dass sie die ihr obliegenden Aufgaben einem in untergeordneter Stellung Tätigen ohne jegliche weitere Kontrolle überträgt. In einem solchen Fall haftet sie für das Versäumnis ihrer Organe (Repräsentanten), für wirksame Kontrollen zu sorgen. (T7)
    Beisatz: Hier: Balustradeneinsturz bei der Universität Wien. (T8)
  • 2 Ob 226/99w
    Entscheidungstext OGH 02.08.2000 2 Ob 226/99w
    Vgl auch; Beis wie T7; Beis wie T8
  • 6 Ob 249/00m
    Entscheidungstext OGH 23.11.2000 6 Ob 249/00m
    Beisatz: Die rechtsgeschäftliche Vertretungsmacht des Täters ist dabei nicht entscheidend. (T9)
    Beisatz: Die Repräsentantenhaftung einer juristischen Person besteht auch bei Eingriffen in das absolut geschützte Rechtsgut der Ehre. (T10)
    Beisatz: Hier: Vorsitzender einer Landesexekutive des ÖGB. (T11)
  • 7 Ob 271/00d
    Entscheidungstext OGH 20.12.2000 7 Ob 271/00d
    Auch; Beis wie T5 nur: Auf das Erfordernis eines Wirkungskreises, der jenem eines Organs annähernd entspricht, kommt es hiebei nicht an. (T12)
    Beis wie T7; Beisatz: Lediglich Personen, die untergeordnete Tätigkeiten ausüben, kommen nicht in Betracht. (T13)
  • 8 Ob 84/02i
    Entscheidungstext OGH 16.05.2002 8 Ob 84/02i
    Auch; Beisatz: Hier: Polier eines Bauunternehmens. (T14)
  • 5 Ob 173/02f
    Entscheidungstext OGH 12.09.2002 5 Ob 173/02f
    Vgl; Beisatz: Die Repräsentantenhaftung ist unter gleichen Wertungsaspekten wie bei juristischen Personen auch auf natürliche Personen anzuwenden, die in ihrem Unternehmen Leitungsfunktionen von anderen Personen wahrnehmen lassen. (T15)
    Veröff: SZ 2002/116
  • 7 Ob 271/02g
    Entscheidungstext OGH 17.12.2003 7 Ob 271/02g
    Auch; Beis wie T7; Beis wie T9; Beis wie T12; Beis wie T13; Beisatz: Repräsentant ist jeder, der eine leitende Stellung mit selbständigem Wirkungsbereich innehat, also in verantwortlicher, leitender oder überwachender Funktion Tätigkeiten für die juristische Person ausübt. (T16)
  • 2 Ob 291/03p
    Entscheidungstext OGH 22.12.2003 2 Ob 291/03p
    Auch; Beis wie T15; Beisatz: Auch der Bereichsleiter eines Winterdienstunternehmens, dem von der Unternehmensleitung Organisations- und Überwachungsaufgaben übertragen wurden, kann als dessen Repräsentant angesehen werden, für den ohne die Beschränkung des § 1315 ABGB zu haften ist. Die formale Auslagerung von unternehmerischen Leitungsfunktionen auf einen "selbständigen Subunternehmer" steht dem nicht entgegen. (T17)
  • 3 Ob 180/03x
    Entscheidungstext OGH 28.01.2004 3 Ob 180/03x
    Auch; Beis wie T12; Beis wie T16; Beis wie T9; Beisatz: Der Grundgedanke, dass jene Vermögensmasse, die den Vorteil des Handelns des "Machthabers" genießt, auch die daraus entstehenden Nachteile zu tragen hat, trägt bei allen diesen Funktionären, weil sie wegen der Selbständigkeit ihrer Tätigkeit eine besondere Gefährdungsmöglichkeit haben. (T18)
  • 2 Ob 148/04k
    Entscheidungstext OGH 01.07.2004 2 Ob 148/04k
    Beis wie T12; Beis wie T16
  • 7 Ob 128/04f
    Entscheidungstext OGH 17.11.2004 7 Ob 128/04f
    Auch; Beis wie T7; Beis wie T12; Beis wie T13; Beis wie T16; Beisatz: Hier: Sparkassenleiter, der einem Kreditgeber mit einem vorschriftswidrig ausgestellten Duplikatssparbuch eine Sicherheit vortäuschte. (T19)
  • 6 Ob 12/05s
    Entscheidungstext OGH 19.05.2005 6 Ob 12/05s
    Auch; Beisatz: Eine GmbH haftet sowohl für das deliktische Verhalten ihres Geschäftsführers als auch für die durch ihn gesetzte Verletzung von Vertragspflichten. (T20)
  • 6 Ob 95/05x
    Entscheidungstext OGH 25.08.2005 6 Ob 95/05x
    Vgl auch; Beisatz: Daneben auch Durchgriffshaftung auf Organe des Vereins (Vereinsobmann), die ein deliktisches Verhalten setzen (§ 1330 ABGB). (T21)
  • 6 Ob 196/05z
    Entscheidungstext OGH 01.12.2005 6 Ob 196/05z
    Vgl; Beisatz: Hier: Geklagt ist eine OEG, die zivilrechtlich nach der Repräsentantenhaftung mithaftet. (T22)
  • 2 Ob 123/06m
    Entscheidungstext OGH 30.11.2006 2 Ob 123/06m
    Auch
  • 2 Ob 273/05v
    Entscheidungstext OGH 19.04.2007 2 Ob 273/05v
    Auch; Beis wie T9; Beis wie T16; vgl Beis wie T5; vgl Beis wie T6; vgl Beis wie T14; vgl Beis wie T17; Beis wie T7; Beis wie T12; Beis wie T13; Beisatz: Hier: Gewerberechtlicher Geschäftsführer eines Abschleppunternehmens, der über eine entsprechende Weisungsbefugnis verfügt und nicht durch entsprechende Weisungen und Kontrollen sicherstellt, dass es im Zuge der Ausführung des Abschleppauftrags nicht zu einem Eingriff in das absolut geschützte Rechtsgut (Eigentum) des Klägers kommt - unterlassener Auftrag an den Abschleppfahrer, eine Identifikation der an Ort und Stelle befindlichen Person vorzunehmen beziehungsweise eine allfällige Nahebeziehung dieser Person zum abzuschleppenden Fahrzeug zu überprüfen. (T23)
  • 2 Ob 47/07m
    Entscheidungstext OGH 12.07.2007 2 Ob 47/07m
    Vgl; Beisatz: Unzureichende Organisation, um einen entsprechenden Schneeräumdienst und Streudienst sicherzustellen (zB Einsatz ungeeigneter Maschinen, mangelhafte Instruktion oder Beaufsichtigung des Besorgungsgehilfen). (T24)
  • 6 Ob 108/07m
    Entscheidungstext OGH 27.02.2009 6 Ob 108/07m
    Vgl; Beisatz: Eine juristische Person haftet im deliktischen Bereich für das schädigende Verhalten ihrer Organe und aller anderen Personen in eigenverantwortlicher, leitender oder überwachender Funktion, für das Fehlverhalten anderer Dienstnehmer aber nur in den engen Grenzen des § 1315 ABGB. (T25)
  • 17 Ob 40/08v
    Entscheidungstext OGH 24.03.2009 17 Ob 40/08v
    Vgl auch; Beisatz: Ob dem Unternehmensinhaber neben der Kenntnis oder fahrlässigen Unkenntnis ihrer Organe - wie im allgemeinen Zivilrecht - auch der Wissensstand anderer „Repräsentanten" zugerechnet werden kann, ist hier nicht zu entscheiden; ebensowenig die Frage, ob und gegebenenfalls bei wem die für die Anwendung von § 54 Abs 3 iVm § 53 Abs 3 MSchG erforderliche grobe Fahrlässigkeit vorliegen muss. (T26)
  • 4 Ob 75/09x
    Entscheidungstext OGH 12.05.2009 4 Ob 75/09x
    Auch; Beisatz: Ob deren Wirkungskreis dem eines Organs entspricht, ist unerheblich. (T27)
  • 9 ObA 141/09i
    Entscheidungstext OGH 03.09.2010 9 ObA 141/09i
    Auch; Beis wie T12; Beis wie T13; Beis wie T16
  • 9 Ob 9/11f
    Entscheidungstext OGH 26.05.2011 9 Ob 9/11f
    Vgl; Beis wie T15; Beis wie T17; Beis wie T18; Beisatz: Hier: Zurechnung eines „Revierorgans“ an Jagdpächter. (T28)
  • 4 Ob 106/12k
    Entscheidungstext OGH 18.09.2012 4 Ob 106/12k
    Vgl; Beisatz: Hier: Berücksichtigung des Verhaltens eines Organs der dienstbarkeitsberechtigten Gesellschaft bei der Beurteilung, ob ein Auflösungsgrund vorliegt. (T29)
  • 5 Ob 76/12f
    Entscheidungstext OGH 09.08.2012 5 Ob 76/12f
    Vgl; Beis ähnlich wie T25; Auch Beis wie T27; Vgl Beis wie T7; Auch Beis wie T13; Beisatz: Hier: Haftungsfragen zu Eigentümergemeinschaft, Verwalter, Hausbesorger und Mieter. Repräsentantenhaftung der angestellten Hausbesorgerin verneint. (T30)
  • 3 Ob 23/13y
    Entscheidungstext OGH 17.07.2013 3 Ob 23/13y
    Vgl
  • 2 Ob 115/13w
    Entscheidungstext OGH 19.12.2013 2 Ob 115/13w
    Auch; Beis wie T5; Beis wie T14; Beis wie T16; Beisatz: Hier: Direkte Arbeitsaufträge und Arbeitsweisungen an Arbeitnehmer eines Subunternehmens ohne dessen Einbeziehung als Arbeitgeber erteilender, regelmäßig tätig werdender Mitarbeiter eines Bauunternehmens ist dessen Repräsentant. (T31)
  • 6 Ob 183/13z
    Entscheidungstext OGH 20.02.2014 6 Ob 183/13z
    Vgl auch; Beisatz: Bei Schädigung der Gesellschaft durch ihren eigenen Geschäftsführer muss sich die Gesellschaft das Verschulden des Geschäftsführers gegenüber Dritten nicht zurechnen lassen, wenn diese Dritten gerade ihre Sorgfalts- und Überwachungspflichten hinsichtlich des Geschäftsführers verletzt haben. (T32)
  • 9 Ob 74/14v
    Entscheidungstext OGH 18.12.2014 9 Ob 74/14v
    Beisatz: Juristische Personen haften im deliktischen Bereich für das schädigende Verhalten ihrer verfassungsmäßigen Organe und aller anderen Personen, die in verantwortlicher, leitender oder überwachender Funktion für sie tätig sind. (T33)
    Beisatz: Ein einmaliges Auftragsverhältnis mit einer organisationsfremden Person ist nicht geeignet, deren Repräsentantenstellung für die Beklagte zu begründen. (T34)
  • 10 Ob 86/14s
    Entscheidungstext OGH 22.10.2015 10 Ob 86/14s
  • 7 Ob 197/16w
    Entscheidungstext OGH 30.11.2016 7 Ob 197/16w
    Beisatz: Hier: Verpflichtung nach § 103 KFG iVm § 6 KFG. (T35)
  • 1 Ob 90/17t
    Entscheidungstext OGH 24.05.2017 1 Ob 90/17t
    Beis wie T25; Beis wie T33
  • 2 Ob 73/17z
    Entscheidungstext OGH 28.11.2017 2 Ob 73/17z
  • 9 ObA 45/18k
    Entscheidungstext OGH 30.08.2018 9 ObA 45/18k
    Beis wie T18; Beisatz: Ein gewerberechtlicher Geschäftsführer (§ 39 Abs 1 GewO) ist als solcher noch kein Repräsentant für Personalangelegenheiten. (T36)
  • 5 Ob 99/19y
    Entscheidungstext OGH 31.07.2019 5 Ob 99/19y
    Auch
  • 5 Ob 37/19f
    Entscheidungstext OGH 31.07.2019 5 Ob 37/19f
    Beisatz: Haftung der Eigentümergemeinschaft für Verschulden des Hausbesorgers. (T37)

Schlagworte

Repräsentantenhaftung

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1978:RS0009113

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

17.09.2019

Dokumentnummer

JJR_19780607_OGH0002_0010OB00625_7800000_001

Rechtssatz für 7Ob738/80 8Ob611/89 9Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0030061

Geschäftszahl

7Ob738/80; 8Ob611/89; 9ObA83/97i; 8Ob164/00a; 6Ob21/01h; 8Ob93/04s; 5Ob117/07b; 2Ob47/07m; 1Ob236/07y; 2Ob38/08i; 2Ob217/08p; 2Ob79/11y; 5Ob76/12f; 2Ob70/12a; 7Ob214/13s; 2Ob43/14h; 2Ob16/16s; 7Ob218/16h

Entscheidungsdatum

11.12.1980

Norm

ABGB §1319a A

Rechtssatz

Die in einem abgezäunten Grundstück befindlichen Wege, wie etwa die in einem Fabriksgelände, Krankenhausgelände oder Eisenbahngelände angelegten Verkehrsflächen, fallen ebenso aus dem Anwendungsbereich der Bestimmung heraus wie die der Öffentlichkeit nicht, auch nicht gegen Zahlung einer Eintrittsgebühr, zugänglichen Wege in einem privaten Garten, Park oder Wald. Bei solchen Verkehrsflächen fehlt die sachliche Rechtfertigung einer haftpflichtrechtlichen Sonderbehandlung, nämlich das den Verantwortlichen besonders belastende Merkmal der "Zulässigkeit der allgemeinen Benützung" des Weges; es muss daher bei den allgemeinen Grundsätzen über den Schadenersatz bleiben (hier: Zugang zum Flugzeug auf Flugplatz).

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 738/80
    Entscheidungstext OGH 11.12.1980 7 Ob 738/80
    Veröff: SZ 53/169
  • 8 Ob 611/89
    Entscheidungstext OGH 31.01.1991 8 Ob 611/89
  • 9 ObA 83/97i
    Entscheidungstext OGH 27.08.1997 9 ObA 83/97i
    nur: Die in einem abgezäunten Grundstück befindlichen Wege, wie etwa die in einem Fabriksgelände, Krankenhausgelände oder Eisenbahngelände angelegten Verkehrsflächen, fallen ebenso aus dem Anwendungsbereich der Bestimmung heraus wie die der Öffentlichkeit nicht, auch nicht gegen Zahlung einer Eintrittsgebühr, zugänglichen Wege in einem privaten Garten, Park oder Wald. Bei solchen Verkehrsflächen fehlt die sachliche Rechtfertigung einer haftpflichtrechtlichen Sonderbehandlung, nämlich das den Verantwortlichen besonders belastende Merkmal der "Zulässigkeit der allgemeinen Benützung" des Weges; es muss daher bei den allgemeinen Grundsätzen über den Schadenersatz bleiben. (T1)
  • 8 Ob 164/00a
    Entscheidungstext OGH 25.01.2001 8 Ob 164/00a
  • 6 Ob 21/01h
    Entscheidungstext OGH 26.04.2001 6 Ob 21/01h
    Vgl auch; Beisatz: Unter den Begriff "Wege" fallen nach dem weiten Begriffsinhalt des § 1319a Abs 2 ABGB auch alle öffentlichen Verkehrsflächen und die von jedermann benutzbaren Privatstraßen. (T2)
    Veröff: SZ 74/78
  • 8 Ob 93/04s
    Entscheidungstext OGH 20.10.2004 8 Ob 93/04s
    Auch; nur: Die in einem abgezäunten Grundstück befindlichen Wege, fallen aus dem Anwendungsbereich der Bestimmung heraus. Bei solchen Verkehrsflächen fehlt die sachliche Rechtfertigung einer haftpflichtrechtlichen Sonderbehandlung, nämlich das den Verantwortlichen besonders belastende Merkmal der "Zulässigkeit der allgemeinen Benützung" des Weges. (T3)
  • 5 Ob 117/07b
    Entscheidungstext OGH 03.07.2007 5 Ob 117/07b
    Vgl auch; Beis wie T2; Beisatz: Bei einer auf einem Privatgrund liegenden Fläche ist, wenn sich nicht aus besonderen Umständen das Gegenteil ergibt, davon auszugehen, dass kein „Weg" im Sinn der Bestimmung des § 1319a ABGB vorliegt. (T4)
    Beisatz: Hier: Bis auf Widerruf gestattetem Durchgang gewidmete Hoffläche. (T5)
  • 2 Ob 47/07m
    Entscheidungstext OGH 12.07.2007 2 Ob 47/07m
    Vgl auch
  • 1 Ob 236/07y
    Entscheidungstext OGH 29.01.2008 1 Ob 236/07y
    Vgl auch; Beisatz: Keine Anwendung des § 1319a ABGB bei Schulliegenschaften, bei denen Fremden der freie Zutritt versagt ist. (T6)
  • 2 Ob 38/08i
    Entscheidungstext OGH 29.05.2008 2 Ob 38/08i
    Vgl auch; Veröff: SZ 2008/75
  • 2 Ob 217/08p
    Entscheidungstext OGH 29.04.2009 2 Ob 217/08p
    Auch; Veröff: SZ 2009/57
  • 2 Ob 79/11y
    Entscheidungstext OGH 16.09.2011 2 Ob 79/11y
    Auch; nur T3; Auch Beis wie T4
  • 5 Ob 76/12f
    Entscheidungstext OGH 09.08.2012 5 Ob 76/12f
    Auch; nur ähnlich T3
  • 2 Ob 70/12a
    Entscheidungstext OGH 29.11.2012 2 Ob 70/12a
    Vgl; nur T3; Beisatz: In solchen Fällen bleibt zu prüfen, ob der Beklagte für den Schaden des Klägers wegen einer Verletzung allgemeiner Verkehrssicherungspflichten einzustehen hat. (T7)
    Veröff: SZ 2012/134
  • 7 Ob 214/13s
    Entscheidungstext OGH 11.12.2013 7 Ob 214/13s
    Auch
  • 2 Ob 43/14h
    Entscheidungstext OGH 28.03.2014 2 Ob 43/14h
    Vgl; nur T3, Beis wie T4; Beisatz: Hier Benützung „von jedermann ohne jede Einschränkung“ nicht festgestellt. (T8)
  • 2 Ob 16/16s
    Entscheidungstext OGH 25.05.2016 2 Ob 16/16s
    Vgl; Beisatz: Hier: Absperrung eines Zufahrtsweges durch Schranken. (T9)
  • 7 Ob 218/16h
    Entscheidungstext OGH 15.02.2017 7 Ob 218/16h
    Vgl aber

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1980:RS0030061

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

27.03.2017

Dokumentnummer

JJR_19801211_OGH0002_0070OB00738_8000000_001

Rechtssatz für 3Ob569/81 6Ob722/81 1Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0021318

Geschäftszahl

3Ob569/81; 6Ob722/81; 1Ob684/83; 2Ob64/98w; 5Ob173/02f; 2Ob47/07m; 2Ob60/08z; 2Ob75/11k; 2Ob173/11x; 2Ob70/12a; 9Ob69/17p

Entscheidungsdatum

25.11.1981

Norm

ABGB §1096 B
ABGB §1096 E
StVO §93 Abs1

Rechtssatz

Die Säuberungspflicht und Streupflicht ist eine gegenüber der Allgemeinheit bestehende (gesetzliche) Obliegenheit zur Verkehrssicherung. Im Verhältnis des Bestandgebers zum Bestandnehmer ist sie Vertragspflicht aus dem Grunde des § 1096 ABGB und besteht als solche nicht bloß gegenüber dem unmittelbaren Vertragspartner, sondern nach Lehre und Rechtsprechung auch gegenüber den der Vertragsleistung nahestehenden dritten Personen, denen gegenüber dem Vertragspartner als vertragliche Nebenpflicht eine Schutzpflicht und Sorgfaltspflicht obliegt.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 569/81
    Entscheidungstext OGH 25.11.1981 3 Ob 569/81
    Veröff: RZ 1982/58 S 220 = ZVR 1982/261 S 231
  • 6 Ob 722/81
    Entscheidungstext OGH 25.11.1981 6 Ob 722/81
    Vgl auch
  • 1 Ob 684/83
    Entscheidungstext OGH 09.11.1983 1 Ob 684/83
    Veröff: ZVR 1984/315 S 336
  • 2 Ob 64/98w
    Entscheidungstext OGH 25.06.1998 2 Ob 64/98w
    nur: Die Säuberungspflicht und Streupflicht ist eine gegenüber der Allgemeinheit bestehende (gesetzliche) Obliegenheit zur Verkehrssicherung. (T1); Beisatz: Diese Verkehrssicherungspflicht trifft den gemäß § 93 Abs 5 StVO für die Gehsteigbetreuung verantwortlichen Reinigungsunternehmer, und nicht dessen unselbständige Hilfspersonen. (T2)
  • 5 Ob 173/02f
    Entscheidungstext OGH 12.09.2002 5 Ob 173/02f
    nur T1; Beisatz: Für das Verschulden eines Gehilfen wird nicht nach § 1313a ABGB, sondern lediglich im Rahmen des § 1315 ABGB gehaftet. Das gilt nicht nur für den primär Verkehrssicherungspflichtigen, sondern auch für denjenigen, der gemäß § 93 Abs 5 StVO - durch vertragliche Übernahme der Pflicht - an dessen Stelle getreten ist. (T3); Veröff: SZ 2002/116
  • 2 Ob 47/07m
    Entscheidungstext OGH 12.07.2007 2 Ob 47/07m
    nur: Die Säuberungspflicht und Streupflicht ist im Verhältnis des Bestandgebers zum Bestandnehmer Vertragspflicht aus dem Grunde des § 1096 ABGB. (T4)
  • 2 Ob 60/08z
    Entscheidungstext OGH 10.04.2008 2 Ob 60/08z
    Auch; nur T4; Veröff: SZ 2008/46
  • 2 Ob 75/11k
    Entscheidungstext OGH 30.08.2011 2 Ob 75/11k
    nur T1; nur T4
  • 2 Ob 173/11x
    Entscheidungstext OGH 14.02.2012 2 Ob 173/11x
    nur T1; Beis wie T3
  • 2 Ob 70/12a
    Entscheidungstext OGH 29.11.2012 2 Ob 70/12a
    Auch; nur T4; Veröff: SZ 2012/134
  • 9 Ob 69/17p
    Entscheidungstext OGH 30.01.2018 9 Ob 69/17p
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1981:RS0021318

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

10.04.2018

Dokumentnummer

JJR_19811125_OGH0002_0030OB00569_8100000_001

Rechtssatz für 1Ob600/87 2Ob523/91 1Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0020884

Geschäftszahl

1Ob600/87; 2Ob523/91; 1Ob600/93; 10Ob529/94; 2Ob513/96; 2Ob335/97x; 6Ob103/99m; 3Ob44/99p; 2Ob202/00w; 2Ob216/01f; 7Ob24/02h; 6Ob42/02y; 2Ob216/03h; 7Ob281/04f; 6Ob70/06x; 2Ob47/07m; 2Ob60/08z; 1Ob39/08d; 2Ob206/08w; 4Ob223/10p; 2Ob70/12a; 8Ob106/12i; 6Ob163/18s

Entscheidungsdatum

10.06.1987

Norm

ABGB §1096 A1
ABGB §1295 IIf7g

Rechtssatz

Den Bestandgeber treffen bei Erbringung der Hauptleistung gegenüber dem Bestandnehmer (und dessen Angehörige als geschützte Dritte) Schutzpflichten und Sorgfaltspflichten, vor allem soweit es um Gefahrenquellen geht, die mit der Beschaffenheit des Bestandgegenstandes im Zusammenhang stehen und nicht ohnehin für jedermann leicht erkennbar sind. Der Bestandgeber hat demnach dafür Sorge zu tragen, dass der Bestandnehmer durch Gefahrenquellen, die mit dem Bestandgegenstand, seiner Beschaffenheit beziehungsweise der Art des Gebrauchs zusammenhängen, nicht geschädigt werde; er hat diesen vor solchen Gefahrenquellen - soweit ihm zumutbar - zu schützen, zumindest aber zu warnen. Für die infolge Vernachlässigung einer dieser Pflichten zur Gebrauchsüberlassung verursachten Schäden an Person oder Eigentum des Bestandnehmers hat der Bestandgeber diesem einzustehen.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 600/87
    Entscheidungstext OGH 10.06.1987 1 Ob 600/87
  • 2 Ob 523/91
    Entscheidungstext OGH 18.09.1991 2 Ob 523/91
    Auch
  • 1 Ob 600/93
    Entscheidungstext OGH 21.12.1993 1 Ob 600/93
    Auch; Beisatz: Die gleichen Schutzpflichten und Sorgfaltspflichten treffen den Gastwirt gegenüber dem Gast, soweit es um dessen Unterbringung geht. (T1)
    Veröff: SZ 66/179 = ZfRV 1994,161 (Schwind)
  • 10 Ob 529/94
    Entscheidungstext OGH 23.01.1996 10 Ob 529/94
    Auch; Beis wie T1; Veröff: SZ 69/8
  • 2 Ob 513/96
    Entscheidungstext OGH 04.07.1996 2 Ob 513/96
    Beisatz: Diese Schutzpflichten und Sorgfaltspflichten bestehen sohin auch Personen gegenüber, die der Sphäre eines Vertragspartners angehören und denen dieser selbst offensichtlich rechtlich zur Fürsorge verpflichtet ist. (T2)
    Beisatz: Hier: Sohn der Mieter. (T3)
  • 2 Ob 335/97x
    Entscheidungstext OGH 20.11.1997 2 Ob 335/97x
    nur: Den Bestandgeber treffen bei Erbringung der Hauptleistung gegenüber dem Bestandnehmer (und dessen Angehörige als geschützte Dritte) Schutzpflichten und Sorgfaltspflichten, vor allem soweit es um Gefahrenquellen geht, die mit der Beschaffenheit des Bestandgegenstandes im Zusammenhang stehen und nicht ohnehin für jedermann leicht erkennbar sind. Der Bestandgeber hat demnach dafür Sorge zu tragen, dass der Bestandnehmer durch Gefahrenquellen, die mit dem Bestandgegenstand, seiner Beschaffenheit beziehungsweise der Art des Gebrauchs zusammenhängen, nicht geschädigt werde. (T4)
    Beisatz: Diese Schutzpflichten und Sorgfaltspflichten bestehen nicht nur zwischen den Vertragspartnern selbst, sondern auch gegenüber jenen Personen, die durch die Vertragserfüllung in erhöhtem Maße gefährdet werden und der Interessenssphäre eines Partners angehören, sohin gegenüber Personen, denen der Vertragspartner selbst offensichtlich rechtlich zur Fürsorge verpflichtet ist. (T5)
    Beisatz: Der Kreis der begünstigten Personen umfasst die zur Hausgemeinschaft des Mieters gehörenden Personen, insbesondere seine Familienangehörigen und Hausangestellte, nicht aber Personen, mit denen er rein gesellschaftlich oder im allgemeinen Verkehr mit der Umwelt in Kontakt kommt. Nicht in den Schutzbereich des Mietvertrages sind daher Personen einzubeziehen, die sich in den Mieträumen nur kurzfristig aufhalten, wie Gäste, Lieferanten und Handwerker. (T6)
  • 6 Ob 103/99m
    Entscheidungstext OGH 25.11.1999 6 Ob 103/99m
    Vgl auch; Beis wie T2
  • 3 Ob 44/99p
    Entscheidungstext OGH 28.02.2000 3 Ob 44/99p
    Auch; Beis wie T1
  • 2 Ob 202/00w
    Entscheidungstext OGH 02.08.2000 2 Ob 202/00w
    Vgl auch; Beis wie T5; Beis wie T6
  • 2 Ob 216/01f
    Entscheidungstext OGH 20.09.2001 2 Ob 216/01f
    Auch; Beis wie T1
  • 7 Ob 24/02h
    Entscheidungstext OGH 29.04.2002 7 Ob 24/02h
    Vgl auch; Beis wie T5
  • 6 Ob 42/02y
    Entscheidungstext OGH 16.05.2002 6 Ob 42/02y
    Vgl auch
  • 2 Ob 216/03h
    Entscheidungstext OGH 16.10.2003 2 Ob 216/03h
    Vgl auch; Beis wie T6; Beisatz: Bei der Miete von Geschäftsräumlichkeiten sind alle Arbeitnehmer des Mieters geschützt, die dort ihre Dienste verrichten; sie sind den Hausgenossen eines Wohnungsmieters gleichzuhalten. (T7)
    Beisatz: Keine Einbeziehung in den Schutzbereich des Mietvertrages des behandelnden Arztes mit dem von der Begleitperson des Patienten noch weiter entfernten Vermieter. (T8)
  • 7 Ob 281/04f
    Entscheidungstext OGH 15.12.2004 7 Ob 281/04f
    Vgl auch; Beis wie T6
  • 6 Ob 70/06x
    Entscheidungstext OGH 06.04.2006 6 Ob 70/06x
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Die allfällige Schutzwirkung eines Vertrages zugunsten Dritter erstreckt sich nicht auf bloße Besucher. (T9)
  • 2 Ob 47/07m
    Entscheidungstext OGH 12.07.2007 2 Ob 47/07m
    Vgl; Beisatz: Der Vermieter hat im Rahmen seiner Schutzpflichten und Sorgfaltspflichten gegenüber dem Mieter dafür zu sorgen, dass dieser durch die Unterlassung von Erhaltungsmaßnahmen und Betreuungsmaßnahmen an allgemeinen Teilen der Liegenschaft nicht zu Schaden kommt (so schon 5 Ob 3/05k). (T10)
  • 2 Ob 60/08z
    Entscheidungstext OGH 10.04.2008 2 Ob 60/08z
    nur T4; Beis wie T10; Beis wie T7; Beis wie T6 nur: Der Kreis der begünstigten Personen umfasst die zur Hausgemeinschaft des Mieters gehörenden Personen, insbesondere seine Familienangehörigen. (T11)
    Veröff: SZ 2008/46
  • 1 Ob 39/08d
    Entscheidungstext OGH 11.08.2008 1 Ob 39/08d
    Vgl auch
  • 2 Ob 206/08w
    Entscheidungstext OGH 22.01.2009 2 Ob 206/08w
    Beis wie T2; Beis wie T5; Beis wie T6; Beis wie T9
  • 4 Ob 223/10p
    Entscheidungstext OGH 15.02.2011 4 Ob 223/10p
    Vgl aber; Beisatz: Die Rechtsprechung, wonach die Schutzwirkung des Mietvertrags nur Personen erfasst, die mit dem Mieter in Wohngemeinschaft leben, nicht aber Besucher, steht im Spannungsverhältnis mit den Grundsätzen des RS0034594. (T12)
  • 2 Ob 70/12a
    Entscheidungstext OGH 29.11.2012 2 Ob 70/12a
    Auch; nur T4; Veröff: SZ 2012/134
  • 8 Ob 106/12i
    Entscheidungstext OGH 29.08.2013 8 Ob 106/12i
    Vgl auch; Beisatz: Bei der Beurteilung der aus dem Beherbergungsvertrag resultierenden Schutz- und Sorgfaltspflichten wird auf den Bestandvertrag und die dem Bestandgeber gegenüber dem Bestandnehmer obliegenden Pflichten abgestellt. (T13)
  • 6 Ob 163/18s
    Entscheidungstext OGH 26.09.2018 6 Ob 163/18s
    Vgl auch; Beis wie T6

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1987:RS0020884

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

13.11.2018

Dokumentnummer

JJR_19870610_OGH0002_0010OB00600_8700000_001

Rechtssatz für 5Ob521/91 6Ob276/98a 7O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0021681

Geschäftszahl

5Ob521/91; 6Ob276/98a; 7Ob271/00d; 6Ob250/01k; 7Ob24/02h; 6Ob146/04w; 4Ob229/04m; 6Ob21/04p; 6Ob124/06p; 2Ob226/05g; 3Ob224/06x; 2Ob47/07m; 7Ob30/07y; 6Ob32/07k; 8Ob155/09s; 7Ob170/11t

Entscheidungsdatum

11.06.1991

Norm

ABGB §1165 D
ABGB §1295 IIf7g

Rechtssatz

Die vertraglichen Schutzpflichten, die etwa ein Bauunternehmer in einem Werkvertrag über die Renovierung oder den Anbau eines Hauses übernimmt, bestehen gegenüber Familienangehörigen des Auftraggebers, auch seine Mieter sind davon erfasst, nicht jedoch Personen, mit denen er rein gesellschaftlich oder im allgemeinen Verkehr mit der Umwelt in Kontakt kommt. (Hier: Briefträger)

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 521/91
    Entscheidungstext OGH 11.06.1991 5 Ob 521/91
    Veröff: SZ 64/76 = RdW 1991,322
  • 6 Ob 276/98a
    Entscheidungstext OGH 25.03.1999 6 Ob 276/98a
  • 7 Ob 271/00d
    Entscheidungstext OGH 20.12.2000 7 Ob 271/00d
  • 6 Ob 250/01k
    Entscheidungstext OGH 29.11.2001 6 Ob 250/01k
    Vgl aber; Beisatz: Vom Schutzbereich eines Werkvertrages des Vermieters ist nicht in jedem Fall auch der Mieter erfasst. Eine extensive Auslegung des Parteiwillens der Vertragsparteien dahin, dass auch Dritte geschützt werden sollen, ist immer dann gerechtfertigt, wenn ansonsten ein Rechtsschutzdefizit vorläge. Ansonsten ist der Geschädigte aber an seinen Vertragspartner zu verweisen. (T1)
  • 7 Ob 24/02h
    Entscheidungstext OGH 29.04.2002 7 Ob 24/02h
    Auch; nur: Die vertraglichen Schutzpflichten, die etwa ein Bauunternehmer in einem Werkvertrag übernimmt, bestehen gegenüber Familienangehörigen des Auftraggebers, auch seine Mieter sind davon erfasst. (T2)
  • 6 Ob 146/04w
    Entscheidungstext OGH 26.08.2004 6 Ob 146/04w
    Auch
  • 4 Ob 229/04m
    Entscheidungstext OGH 21.12.2004 4 Ob 229/04m
    Auch; Beisatz: Baustellenkoordinator vom Schutzbereich erfasst. (T3)
  • 6 Ob 21/04p
    Entscheidungstext OGH 03.11.2005 6 Ob 21/04p
    Vgl auch; Beisatz: Das schutzwürdige Interesse des Geschädigten wird nicht dadurch beseitigt, dass er auch aus einem anderen Vertrag mit Schutzwirkung für Dritte vorgehen könnte. Hier: Der Kläger aus dem Vertrag seines Arbeitgebers mit der Drittbeklagten. (T4); Beisatz: Entscheidend für die Frage, welche vertragsfremden Dritten in den Schutzbereich eines (Werkvertrags) Vertrags einzubeziehen sind, ist immer die Auslegung des Vertrags nach den Umständen des Einzelfalls. (T5)
  • 6 Ob 124/06p
    Entscheidungstext OGH 29.06.2006 6 Ob 124/06p
    Vgl; Beis wie T5
  • 2 Ob 226/05g
    Entscheidungstext OGH 12.06.2006 2 Ob 226/05g
    Auch; Beis wie T4 nur: Das schutzwürdige Interesse des Geschädigten wird nicht dadurch beseitigt, dass er auch aus einem anderen Vertrag mit Schutzwirkung für Dritte vorgehen könnte. (T6); Beisatz: Ein schutzwürdiges Interesse wird regelmäßig dann verneint, wenn der Dritte kraft eigener rechtlicher Sonderverbindung mit seinem Vertragspartner, der seinerseits den späteren Schuldner vertraglich als Erfüllungsgehilfen beizog, einen deckungsgleichen Anspruch auf Schadenersatz hat. (T7)
  • 3 Ob 224/06x
    Entscheidungstext OGH 30.11.2006 3 Ob 224/06x
    Auch; Beis wie T5
  • 2 Ob 47/07m
    Entscheidungstext OGH 12.07.2007 2 Ob 47/07m
    Vgl aber; nur: Die vertraglichen Schutzpflichten, die etwa ein Bauunternehmer in einem Werkvertrag über die Renovierung oder den Anbau eines Hauses übernimmt, bestehen gegenüber des Auftraggebers. (T8); Beis ähnlich wie T1; Beis wie T7
  • 7 Ob 30/07y
    Entscheidungstext OGH 16.11.2007 7 Ob 30/07y
    Auch; Beis wie T5; Beis wie T6
  • 6 Ob 32/07k
    Entscheidungstext OGH 13.03.2008 6 Ob 32/07k
    Vgl; Beis wie T5; Beis wie T7
  • 8 Ob 155/09s
    Entscheidungstext OGH 23.03.2010 8 Ob 155/09s
    Vgl auch; Beisatz: Wanderer vom Schutzbereich des Vertrags, mit welchem der Erhalter des Wanderwegs eine Baufirma mit Felsräumarbeiten oberhalb des Wanderwegs beauftragte, erfasst. (T9)
  • 7 Ob 170/11t
    Entscheidungstext OGH 28.03.2012 7 Ob 170/11t
    nur T2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1991:RS0021681

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

10.07.2012

Dokumentnummer

JJR_19910611_OGH0002_0050OB00521_9100000_002

Rechtssatz für 2Ob335/97x 2Ob202/00w 8...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0109222

Geschäftszahl

2Ob335/97x; 2Ob202/00w; 8Ob93/04s; 5Ob117/07b; 2Ob47/07m; 2Ob217/08p; 2Ob79/11y; 2Ob70/12a; 7Ob214/13s; 2Ob43/14h

Entscheidungsdatum

20.11.1997

Norm

ABGB §1319a A
StVO §93

Rechtssatz

Bei einer in einem Hof liegenden Fläche ist jedenfalls im Allgemeinen davon auszugehen, dass kein Weg im Sinne der angeführten Bestimmung gegeben ist, und dass höchstens auf Grund von besonderen Umständen das Gegenteil angenommen werden darf.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 335/97x
    Entscheidungstext OGH 20.11.1997 2 Ob 335/97x
  • 2 Ob 202/00w
    Entscheidungstext OGH 02.08.2000 2 Ob 202/00w
    Vgl auch; Beisatz: Keine Streupflicht für Innenhöfe nach § 93 StVO. (T1)
  • 8 Ob 93/04s
    Entscheidungstext OGH 20.10.2004 8 Ob 93/04s
    Auch; Beisatz: Innerhalb eines Grundstückes befindliche Wege sind vom Anwendungsbereich des § 1319a ABGB ausgenommen. (T2)
  • 5 Ob 117/07b
    Entscheidungstext OGH 03.07.2007 5 Ob 117/07b
    Vgl aber; Beis wie T2; Beisatz: Bei einer auf einem Privatgrund liegenden Fläche ist, wenn sich nicht aus besonderen Umständen das Gegenteil ergibt, davon auszugehen, dass kein „Weg" im Sinn der Bestimmung des § 1319a ABGB vorliegt. (T3); Beisatz: Hier: Bis auf Widerruf gestattetem Durchgang gewidmete Hoffläche. (T4)
  • 2 Ob 47/07m
    Entscheidungstext OGH 12.07.2007 2 Ob 47/07m
    Vgl auch
  • 2 Ob 217/08p
    Entscheidungstext OGH 29.04.2009 2 Ob 217/08p
    Vgl; Beisatz: Schon nach dem Wortlaut des § 93 Abs 1 StVO setzt diese Bestimmung voraus, dass die zu betreuenden Gehsteige und Gehwege dem öffentlichen Verkehr dienen, sondern auch, dass sie „entlang der Liegenschaft" gelegen sind. Ihre Anwendung auf Wege, die nicht „entlang" sondern innerhalb der Liegenschaft gelegen sind. (T5); Beisatz: Hier: Innerhalb einer Wohnanlage einer Eigentümergemeinschaft angebrachte Gehwege. (T6); Veröff: SZ 2009/57
  • 2 Ob 79/11y
    Entscheidungstext OGH 16.09.2011 2 Ob 79/11y
    Auch; Auch Beis wie T2
  • 2 Ob 70/12a
    Entscheidungstext OGH 29.11.2012 2 Ob 70/12a
    Auch; Auch Beis wie T1; Veröff: SZ 2012/134
  • 7 Ob 214/13s
    Entscheidungstext OGH 11.12.2013 7 Ob 214/13s
    Auch; Beis wie T3
  • 2 Ob 43/14h
    Entscheidungstext OGH 28.03.2014 2 Ob 43/14h
    Auch; Beis wie T2; Beis wie T3

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1997:RS0109222

Im RIS seit

20.12.1997

Zuletzt aktualisiert am

24.06.2015

Dokumentnummer

JJR_19971120_OGH0002_0020OB00335_97X0000_001

Rechtssatz für 2Ob156/05p 2Ob47/07m

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0121972

Geschäftszahl

2Ob156/05p; 2Ob47/07m

Entscheidungsdatum

23.03.2007

Norm

StVO §93 Abs1

Rechtssatz

Bei der Beurteilung, ob es sich um einen „dem öffentlichen Verkehr dienenden Gehweg" iSd § 93 Abs1 StVO handelt und ob daher den Grundeigentümer die Pflichten im Sinn dieser Gesetzesbestimmung treffen, kommt es auf das Grundeigentum nicht an (vergleiche VwGH85/02/0073).

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 156/05p
    Entscheidungstext OGH 23.03.2007 2 Ob 156/05p
  • 2 Ob 47/07m
    Entscheidungstext OGH 12.07.2007 2 Ob 47/07m

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2007:RS0121972

Dokumentnummer

JJR_20070323_OGH0002_0020OB00156_05P0000_001