Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 2Ob896/53 4Ob66/65 6Ob2...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0019558

Geschäftszahl

2Ob896/53; 4Ob66/65; 6Ob287/66; 8Ob72/67; 6Ob240/68; 5Ob144/69 (5Ob162/69); 1Ob88/70; 1Ob154/70; 1Ob199/70; 6Ob9/71; 5Ob219/71; 1Ob324/71; 7Ob230/71; 1Ob21/72; 7Ob81/72; 1Ob157/72; 6Ob122/74; 3Ob241/74; 4Ob9/75; 4Ob46/75; 1Ob515/76; 4Ob542/76; 6Ob640/76; 3Ob540/77; 5Ob304/77; 5Ob578/77; 1Ob699/77; 6Ob788/77; 3Ob537/78; 1Ob650/78; 7Ob746/78; 5Ob508/79; 4Ob572/78; 1Ob570/79; 5Ob554/79; 3Ob503/79; 5Ob596/79; 7Ob40/79; 6Ob704/79; 5Ob756/79; 2Ob612/79; 2Ob594/79; 2Ob533/80; 1Ob748/80; 1Ob664/80; 3Ob570/79; 8Ob59/81; 4Ob103/80; 5Ob614/81; 6Ob704/81; 8Ob292/81; 1Ob660/82; 6Ob776/81; 6Ob674/83; 14Ob103/86 (14Ob104/86); 4Ob555/87; 3Ob540/87; 9ObA337/89; 4Ob508/91; 3Ob6/96; 10Ob2119/96g; 8Ob291/97w; 2Ob348/97h; 7Ob212/98x; 6Ob195/05b; 6Ob69/04x; 8Ob87/06m; 4Ob130/16w; 7Ob106/17i

Entscheidungsdatum

09.12.1953

Norm

ABGB §1017

Rechtssatz

Die Grundsätze von Treu und Glauben erfordern, dass derjenige, der nicht im eigenen Namen, sondern als Vertreter eines anderen Verträge abschließt, dies eindeutig zum Ausdruck bringt, wenn es den Vertragsteilen nicht ohne weiteres erkennbar ist. (EvBl 54/310)

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 896/53
    Entscheidungstext OGH 09.12.1953 2 Ob 896/53
  • 4 Ob 66/65
    Entscheidungstext OGH 25.05.1965 4 Ob 66/65
    Veröff: HS 5078
  • 6 Ob 287/66
    Entscheidungstext OGH 28.09.1966 6 Ob 287/66
  • 8 Ob 72/67
    Entscheidungstext OGH 04.04.1967 8 Ob 72/67
    Veröff: HS 6083
  • 6 Ob 240/68
    Entscheidungstext OGH 18.09.1968 6 Ob 240/68
    Veröff: MietSlg 20095
  • 5 Ob 144/69
    Entscheidungstext OGH 02.07.1969 5 Ob 144/69
  • 1 Ob 88/70
    Entscheidungstext OGH 30.04.1970 1 Ob 88/70
  • 1 Ob 154/70
    Entscheidungstext OGH 09.07.1970 1 Ob 154/70
  • 1 Ob 199/70
    Entscheidungstext OGH 24.09.1970 1 Ob 199/70
  • 6 Ob 9/71
    Entscheidungstext OGH 27.01.1971 6 Ob 9/71
  • 5 Ob 219/71
    Entscheidungstext OGH 22.09.1971 5 Ob 219/71
  • 1 Ob 324/71
    Entscheidungstext OGH 25.11.1971 1 Ob 324/71
  • 7 Ob 230/71
    Entscheidungstext OGH 12.01.1972 7 Ob 230/71
    Beisatz: Hier: Bestellung durch Geschäftsführer einer GmbH ohne Erklärung, für GmbH anzuschließen. (T1)
  • 1 Ob 21/72
    Entscheidungstext OGH 16.02.1972 1 Ob 21/72
  • 7 Ob 81/72
    Entscheidungstext OGH 05.04.1972 7 Ob 81/72
    Veröff: MietSlg 24101 (dort falsch mit 7 Ob 61/72 zitiert)
  • 1 Ob 157/72
    Entscheidungstext OGH 06.09.1972 1 Ob 157/72
  • 6 Ob 122/74
    Entscheidungstext OGH 26.08.1974 6 Ob 122/74
    Beisatz: Geschäftsführer des Komplementärs einer GmbH & Co KG. (T2)
  • 3 Ob 241/74
    Entscheidungstext OGH 21.01.1975 3 Ob 241/74
  • 4 Ob 9/75
    Entscheidungstext OGH 08.04.1975 4 Ob 9/75
  • 4 Ob 46/75
    Entscheidungstext OGH 09.09.1975 4 Ob 46/75
    Beisatz: Nachträglich auftretenden Umstände verändern das schon begründete (Dienstverhältnis) Verhältnis nicht mehr. (T3) Veröff: ZAS 1976,184 (kritisch Welser) = Arb 9371 = JBl 1983,449 (Hügel)
  • 1 Ob 515/76
    Entscheidungstext OGH 04.02.1976 1 Ob 515/76
  • 4 Ob 542/76
    Entscheidungstext OGH 11.05.1976 4 Ob 542/76
  • 6 Ob 640/76
    Entscheidungstext OGH 16.09.1976 6 Ob 640/76
  • 3 Ob 540/77
    Entscheidungstext OGH 21.06.1977 3 Ob 540/77
    Veröff: HS 10173
  • 5 Ob 304/77
    Entscheidungstext OGH 05.07.1977 5 Ob 304/77
    Veröff: HS 10176
  • 5 Ob 578/77
    Entscheidungstext OGH 13.09.1977 5 Ob 578/77
    Veröff: SZ 50/119
  • 1 Ob 699/77
    Entscheidungstext OGH 09.11.1977 1 Ob 699/77
  • 6 Ob 788/77
    Entscheidungstext OGH 01.12.1977 6 Ob 788/77
  • 3 Ob 537/78
    Entscheidungstext OGH 21.02.1978 3 Ob 537/78
    Veröff: HS 10190
  • 1 Ob 650/78
    Entscheidungstext OGH 28.06.1978 1 Ob 650/78
    Veröff: GesRZ 1979,39 = SZ 51/102; hiezu Hügel JBl 1983,449
  • 7 Ob 746/78
    Entscheidungstext OGH 11.01.1979 7 Ob 746/78
  • 5 Ob 508/79
    Entscheidungstext OGH 06.02.1979 5 Ob 508/79
  • 4 Ob 572/78
    Entscheidungstext OGH 13.03.1979 4 Ob 572/78
  • 1 Ob 570/79
    Entscheidungstext OGH 18.04.1979 1 Ob 570/79
  • 5 Ob 554/79
    Entscheidungstext OGH 24.04.1979 5 Ob 554/79
    Veröff: HS 10196
  • 3 Ob 503/79
    Entscheidungstext OGH 25.04.1979 3 Ob 503/79
    Veröff: HS 10197
  • 5 Ob 596/79
    Entscheidungstext OGH 16.10.1979 5 Ob 596/79
    Beisatz: Auf den rechtsgeschäftlichen Zuordnungswillen des Handelnden allein kann es nämlich wegen des Vertrauensschutzes nicht ankommen. (T4)
  • 7 Ob 40/79
    Entscheidungstext OGH 04.10.1979 7 Ob 40/79
    Veröff: JBl 1980,535
  • 6 Ob 704/79
    Entscheidungstext OGH 28.11.1979 6 Ob 704/79
  • 5 Ob 756/79
    Entscheidungstext OGH 15.01.1980 5 Ob 756/79
  • 2 Ob 612/79
    Entscheidungstext OGH 26.02.1980 2 Ob 612/79
    Veröff: HS 10220
  • 2 Ob 594/79
    Entscheidungstext OGH 15.04.1980 2 Ob 594/79
    Veröff: HS 10212
  • 2 Ob 533/80
    Entscheidungstext OGH 16.09.1980 2 Ob 533/80
    Veröff: HS 10220
  • 1 Ob 748/80
    Entscheidungstext OGH 12.11.1980 1 Ob 748/80
    Beis wie T4
  • 1 Ob 664/80
    Entscheidungstext OGH 31.10.1980 1 Ob 664/80
    Veröff: SZ 53/138
  • 3 Ob 570/79
    Entscheidungstext OGH 26.11.1980 3 Ob 570/79
    Ähnlich
  • 8 Ob 59/81
    Entscheidungstext OGH 26.03.1981 8 Ob 59/81
    Vgl auch
  • 4 Ob 103/80
    Entscheidungstext OGH 19.05.1981 4 Ob 103/80
    Beisatz: Es kommt nicht darauf an, ob dem Vertragspartner insoweit Fahrlässigkeit zur Last fällt, als er bei gehöriger Aufmerksamkeit - gegebenenfalls auch auf Grund eigener Erkundigungen - hätte erkennen können, daß der Vertreter nicht im eigenen Namen abschließen wollte. (T5) Veröff: Arb 9973 = EvBl 1981/168 S 492; hiezu Hügel JBl 1983,449
  • 5 Ob 614/81
    Entscheidungstext OGH 09.06.1981 5 Ob 614/81
    Beisatz: Für den Dritten muß Klarheit bestehen, daß der Handelnde nicht im eigenen, sondern im fremden Namen agiert, und deshalb muß auch vom Handelnden gefordert werden, daß sein Zuordnungswille erkennbar ist, sei es auch nur aus den Umständen, unter denen der Rechtsakt gesetzt wird. (T6)
  • 6 Ob 704/81
    Entscheidungstext OGH 27.08.1981 6 Ob 704/81
    Beisatz: Ein mit dem bevollmächtigten Vertreter eines Gewerbetreibenden geschlossener Vertrag kommt dann mit dem Gewerbetreibenden zustande, wenn der Vertreter den auch nicht ausgedrückten Willen hatte, für diesen abzuschließen und es für den Dritten gleichgültig ist, mit wem er abschließt. (T7)
  • 8 Ob 292/81
    Entscheidungstext OGH 25.03.1982 8 Ob 292/81
  • 1 Ob 660/82
    Entscheidungstext OGH 15.09.1982 1 Ob 660/82
    Beis wie T1
  • 6 Ob 776/81
    Entscheidungstext OGH 16.12.1982 6 Ob 776/81
    Beisatz: Abweichend von 4 Ob 103/80 (T8)
  • 6 Ob 674/83
    Entscheidungstext OGH 09.06.1983 6 Ob 674/83
  • 14 Ob 103/86
    Entscheidungstext OGH 01.07.1986 14 Ob 103/86
    Beis wie T6; Veröff: JBl 1987,198
  • 4 Ob 555/87
    Entscheidungstext OGH 16.06.1987 4 Ob 555/87
    Beisatz: Für die Offenlegung reicht es auch nicht ohne weiteres aus, daß dem Dritten erkennbar ist, der Handelnde wolle im Interesse eines anderen tätig werden, weil dies ebensogut im Weg der indirekten Stellvertretung geschehen kann. Im Zweifel ist ein Eigengeschäft des Handelnden anzunehmen. (T9) Veröff: EvBl 1987/202 S 755 = WBl 1987,277 = RdW 1987,411
  • 3 Ob 540/87
    Entscheidungstext OGH 02.03.1988 3 Ob 540/87
  • 9 ObA 337/89
    Entscheidungstext OGH 06.12.1989 9 ObA 337/89
    Beisatz: § 48 ASGG (T10)
  • 4 Ob 508/91
    Entscheidungstext OGH 28.01.1992 4 Ob 508/91
    Auch
  • 3 Ob 6/96
    Entscheidungstext OGH 26.06.1996 3 Ob 6/96
    Beisatz: Oder der andere Teil erkennbar auf eine Offenlegung verzichtete. (T11)
  • 10 Ob 2119/96g
    Entscheidungstext OGH 22.10.1996 10 Ob 2119/96g
    Vgl auch; Beis wie T1; Beisatz: Macht der Geschäftsführer einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung nicht deutlich, daß er für die Gesellschaft handelt, haftet er persönlich. (T12)
  • 8 Ob 291/97w
    Entscheidungstext OGH 22.12.1997 8 Ob 291/97w
  • 2 Ob 348/97h
    Entscheidungstext OGH 25.03.1999 2 Ob 348/97h
    Beis wie T9; Beisatz: Einer Offenlegung bedarf es jedoch dann nicht, wenn dem anderen Teil ohne weiteres oder aus den Umständen erkennbar ist, daß nicht im eigenen Namen gehandelt wird oder der andere Teil erkennbar auf eine Offenlegung verzichtet. (T13)
  • 7 Ob 212/98x
    Entscheidungstext OGH 28.04.1999 7 Ob 212/98x
    Vgl auch; Beis wie T13
  • 6 Ob 195/05b
    Entscheidungstext OGH 06.10.2005 6 Ob 195/05b
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Die Revisionswerberin übergeht das grundsätzlich bestehende Indiz, dass ein Architekt gewöhnlich auf fremde Rechnung handelt und Aufträge erteilt. (T14)
  • 6 Ob 69/04x
    Entscheidungstext OGH 06.10.2005 6 Ob 69/04x
    Vgl. auch; Beisatz: Der Offenlegungsgrundsatz verlangt nicht die Nennung des Namens des Geschäftsherrn durch den Vertreter; es genügt, wenn sich der dritte Kontrahent jederzeit danach erkundigen oder darüber informieren kann. (T15); Beisatz: Selbst wenn ein ausdrücklicher Hinweis, dass im Fernsehen Tiere eines Vereins präsentiert werden, fehlte, ist für einen durchschnittlichen und an einem der präsentierten Tiere interessierten Zuschauer bei der Präsentation in der Sendung und dem daran anschließenden Vertragsabschluss über die Unterbringung eines Tieres erkennbar, dass der Moderator im Namen des Überlassers des jeweiligen Tieres (Verein) und nicht im Namen des Produzenten der Sendung handelte. (T16)
  • 8 Ob 87/06m
    Entscheidungstext OGH 18.04.2007 8 Ob 87/06m
    Auch; Beisatz: Derjenige, der nicht im eigenem Namen, sondern in seiner Eigenschaft als vertretungsbefugtes Organ einer Gesellschaft Verträge abschließen will, muss dies eindeutig zum Ausdruck bringen, wenn dies dem Vertragspartner nicht ohne weiteres erkennbar ist. (T17); Beisatz: Hier: Frage des Zustandekommens eines Treuhandverhältnisses. (T18)
  • 4 Ob 130/16w
    Entscheidungstext OGH 30.08.2016 4 Ob 130/16w
    Beis wie T9
  • 7 Ob 106/17i
    Entscheidungstext OGH 29.11.2017 7 Ob 106/17i
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1953:RS0019558

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

18.01.2018

Dokumentnummer

JJR_19531209_OGH0002_0020OB00896_5300000_001

Rechtssatz für 2Ob527/54 5Ob48/62 7Ob2...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0017756

Geschäftszahl

2Ob527/54; 5Ob48/62; 7Ob227/66; 5Ob142/70; 5Ob215/71; 6Ob195/71; 5Ob233/71; 3Ob49/72; 5Ob57/73; 7Ob246/73; 3Ob14/74; 7Ob226/74; 7Ob158/75; 8Ob251/75; 4Ob63/75; 6Ob531/77; 6Ob551/77; 3Ob562/76; 8Ob510/77; 1Ob542/77; 6Ob620/77; 1Ob692/77; 7Ob630/78; 4Ob571/78; 2Ob578/78; 8Ob566/78; 1Ob698/79; 4Ob546/79; 7Ob533/80; 8Ob525/79; 1Ob784/79; 1Ob803/79; 3Ob588/80; 3Ob509/81; 5Ob726/81; 6Ob756/81; 1Ob1/82; 7Ob789/81; 6Ob810/81; 3Ob597/82; 7Ob817/82; 8Ob518/82; 8Ob637/84; 3Ob530/85; 8Ob526/87; 7Ob550/87; 9ObA115/87; 8Ob591/87; 7Ob726/87; 2Ob672/87; 8Ob606/87 (8Ob607/87); 6Ob739/87; 8Ob611/87; 7Ob679/88; 2Ob510/89; 2Ob45/89 (2Ob46/89); 8Ob513/89; 7Ob530/91; 7Ob523/91; 7Ob596/91; 7Ob559/95; 3Ob567/95; 1Ob517/95; 2Ob2133/96g; 4Ob111/98x; 1Ob211/99g; 8Ob87/06m; 8Ob163/06p; 2Ob253/08g; 1Ob210/15m

Entscheidungsdatum

17.07.1954

Norm

ABGB §914 II

Rechtssatz

Unter Parteiabsicht im Sinne des § 914 ist keineswegs irgendein unkontrollierbarer Parteiwille, sondern nichts anders als der Geschäftszweck zu verstehen.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 527/54
    Entscheidungstext OGH 17.07.1954 2 Ob 527/54
    Veröff: MietSlg 3644
  • 5 Ob 48/62
    Entscheidungstext OGH 11.04.1962 5 Ob 48/62
  • 7 Ob 227/66
    Entscheidungstext OGH 08.04.1967 7 Ob 227/66
  • 5 Ob 142/70
    Entscheidungstext OGH 17.06.1970 5 Ob 142/70
    Veröff: MietSlg 22073
  • 5 Ob 215/71
    Entscheidungstext OGH 27.10.1971 5 Ob 215/71
    Veröff: MietSlg 23080
  • 6 Ob 195/71
    Entscheidungstext OGH 06.10.1971 6 Ob 195/71
    Veröff: EvBl 1972/111 S 206
  • 5 Ob 233/71
    Entscheidungstext OGH 10.11.1971 5 Ob 233/71
  • 3 Ob 49/72
    Entscheidungstext OGH 18.05.1972 3 Ob 49/72
  • 5 Ob 57/73
    Entscheidungstext OGH 11.04.1973 5 Ob 57/73
    Auch; Beisatz: Hier: Auslegung einer Bürgschaftsgarantie - Erklärung beziehungsweise Bankgarantie - Erklärung (T1)
    Veröff: EvBl 1973/177 S 396 = NZ 1974,77 = QuHGZ 1973 3/419 = QuHGZ 1973 4/19 = ZfRV 1973 4/303 (mit zustimmender Glosse von Schinnerer)
  • 7 Ob 246/73
    Entscheidungstext OGH 17.01.1974 7 Ob 246/73
    Auch
  • 3 Ob 14/74
    Entscheidungstext OGH 05.02.1974 3 Ob 14/74
    Veröff: EvBl 1974/220 S 488 = Arb 9192
  • 7 Ob 226/74
    Entscheidungstext OGH 28.11.1974 7 Ob 226/74
  • 7 Ob 158/75
    Entscheidungstext OGH 02.10.1975 7 Ob 158/75
    Veröff: MietSlg 27117
  • 8 Ob 251/75
    Entscheidungstext OGH 17.12.1975 8 Ob 251/75
  • 4 Ob 63/75
    Entscheidungstext OGH 13.01.1976 4 Ob 63/75
    Beisatz: "Freie Betriebsvereinbarung" (T2)
    Veröff: Arb 9430 = JBl 1976,657 (mit kritischer Anmerkung von Bydlinski) = ZAS 1977/19 S 140 (Anmerkung von Klein) = SozM IE,139
  • 6 Ob 531/77
    Entscheidungstext OGH 10.03.1977 6 Ob 531/77
  • 6 Ob 551/77
    Entscheidungstext OGH 31.03.1977 6 Ob 551/77
  • 3 Ob 562/76
    Entscheidungstext OGH 01.02.1977 3 Ob 562/76
    Veröff: JBl 1979,146
  • 8 Ob 510/77
    Entscheidungstext OGH 30.03.1977 8 Ob 510/77
  • 1 Ob 542/77
    Entscheidungstext OGH 04.05.1977 1 Ob 542/77
    Veröff: JBl 1978,428
  • 6 Ob 620/77
    Entscheidungstext OGH 30.06.1977 6 Ob 620/77
    Veröff: HS X/XI/9
  • 1 Ob 692/77
    Entscheidungstext OGH 01.02.1978 1 Ob 692/77
  • 7 Ob 630/78
    Entscheidungstext OGH 07.09.1978 7 Ob 630/78
  • 4 Ob 571/78
    Entscheidungstext OGH 19.12.1978 4 Ob 571/78
    Auch
  • 2 Ob 578/78
    Entscheidungstext OGH 13.02.1979 2 Ob 578/78
    Veröff: SZ 52/18 = JBl 1978,596
  • 8 Ob 566/78
    Entscheidungstext OGH 01.03.1979 8 Ob 566/78
  • 1 Ob 698/79
    Entscheidungstext OGH 03.09.1979 1 Ob 698/79
    Veröff: SZ 52/130
  • 4 Ob 546/79
    Entscheidungstext OGH 27.11.1979 4 Ob 546/79
    Beisatz: Bürgschaftserklärung (T3)
  • 7 Ob 533/80
    Entscheidungstext OGH 28.02.1980 7 Ob 533/80
    Auch
  • 8 Ob 525/79
    Entscheidungstext OGH 06.03.1980 8 Ob 525/79
    Beisatz: Rücklegung in der Bürgschaftserklärung. (T4)
  • 1 Ob 784/79
    Entscheidungstext OGH 16.04.1980 1 Ob 784/79
  • 1 Ob 803/79
    Entscheidungstext OGH 09.07.1980 1 Ob 803/79
    Veröff: SZ 53/104
  • 3 Ob 588/80
    Entscheidungstext OGH 17.09.1980 3 Ob 588/80
  • 3 Ob 509/81
    Entscheidungstext OGH 10.06.1981 3 Ob 509/81
    Auch
  • 5 Ob 726/81
    Entscheidungstext OGH 17.11.1981 5 Ob 726/81
    Auch
  • 6 Ob 756/81
    Entscheidungstext OGH 21.04.1982 6 Ob 756/81
    Beisatz: Hier: "Erschließungskosten" und "Anliegeleistungen". (T5)
    Veröff: MietSlg 34132(14)
  • 1 Ob 1/82
    Entscheidungstext OGH 21.04.1982 1 Ob 1/82
  • 7 Ob 789/81
    Entscheidungstext OGH 15.04.1982 7 Ob 789/81
  • 6 Ob 810/81
    Entscheidungstext OGH 26.05.1982 6 Ob 810/81
    Auch; Beisatz: Hier: Bankgarantie (T6)
  • 3 Ob 597/82
    Entscheidungstext OGH 10.11.1982 3 Ob 597/82
    Beisatz: Erst wenn feststeht, dass der schriftliche Vergleichsinhalt die Absicht der Parteien nicht richtig wiedergibt, ist ein weiterer Parteiwille zu erforschen und der Vertrag zu ergänzen. (T7)
  • 7 Ob 817/82
    Entscheidungstext OGH 27.01.1983 7 Ob 817/82
  • 8 Ob 518/82
    Entscheidungstext OGH 19.05.1983 8 Ob 518/82
  • 8 Ob 637/84
    Entscheidungstext OGH 21.03.1985 8 Ob 637/84
    Veröff: JBl 1986,46
  • 3 Ob 530/85
    Entscheidungstext OGH 24.04.1985 3 Ob 530/85
  • 8 Ob 526/87
    Entscheidungstext OGH 26.02.1987 8 Ob 526/87
    Beisatz: Der Geschäftszweck, den jeder der vertragsschließenden Teile redlicherweise der Vereinbarung unterstellen muss. (T8) Veröff: WBl 1987,239
  • 7 Ob 550/87
    Entscheidungstext OGH 26.03.1987 7 Ob 550/87
  • 9 ObA 115/87
    Entscheidungstext OGH 04.11.1987 9 ObA 115/87
    Ähnlich; Beisatz: § 48 ASGG (T9)
  • 8 Ob 591/87
    Entscheidungstext OGH 09.12.1987 8 Ob 591/87
    Beis wie T8
  • 7 Ob 726/87
    Entscheidungstext OGH 21.01.1988 7 Ob 726/87
  • 2 Ob 672/87
    Entscheidungstext OGH 15.03.1988 2 Ob 672/87
  • 8 Ob 606/87
    Entscheidungstext OGH 27.04.1988 8 Ob 606/87
  • 6 Ob 739/87
    Entscheidungstext OGH 24.03.1988 6 Ob 739/87
  • 8 Ob 611/87
    Entscheidungstext OGH 16.06.1988 8 Ob 611/87
    Veröff: ÖBA 1989,183
  • 7 Ob 679/88
    Entscheidungstext OGH 20.10.1988 7 Ob 679/88
  • 2 Ob 510/89
    Entscheidungstext OGH 30.08.1989 2 Ob 510/89
  • 2 Ob 45/89
    Entscheidungstext OGH 26.09.1989 2 Ob 45/89
    Veröff: ZVR 1990/81 S 229
  • 8 Ob 513/89
    Entscheidungstext OGH 29.03.1990 8 Ob 513/89
  • 7 Ob 530/91
    Entscheidungstext OGH 21.03.1991 7 Ob 530/91
    Vgl; Veröff: EFSlg XXVIII/13
  • 7 Ob 523/91
    Entscheidungstext OGH 02.05.1991 7 Ob 523/91
  • 7 Ob 596/91
    Entscheidungstext OGH 10.10.1991 7 Ob 596/91
  • 7 Ob 559/95
    Entscheidungstext OGH 10.05.1995 7 Ob 559/95
    Beis wie T1; Beis wie T8
  • 3 Ob 567/95
    Entscheidungstext OGH 11.10.1995 3 Ob 567/95
  • 1 Ob 517/95
    Entscheidungstext OGH 23.04.1996 1 Ob 517/95
    Auch
  • 2 Ob 2133/96g
    Entscheidungstext OGH 10.07.1997 2 Ob 2133/96g
    Auch; Beis wie T8; Beisatz: Zur Erforschung der Parteienabsicht sind vor allem die Erklärungen der Partei heranzuziehen (EvBl 1973/177). (T10)
  • 4 Ob 111/98x
    Entscheidungstext OGH 26.05.1998 4 Ob 111/98x
  • 1 Ob 211/99g
    Entscheidungstext OGH 05.08.1999 1 Ob 211/99g
    Auch; Veröff: SZ 72/123
  • 8 Ob 87/06m
    Entscheidungstext OGH 18.04.2007 8 Ob 87/06m
  • 8 Ob 163/06p
    Entscheidungstext OGH 18.04.2007 8 Ob 163/06p
  • 2 Ob 253/08g
    Entscheidungstext OGH 16.07.2009 2 Ob 253/08g
    auch Beis wie T8; Beisatz: Unter dem übereinstimmend erklärten Parteiwillen, ist der dem Erklärungsgegner erkennbare, redlicherweise zu unterstellende Geschäftszweck zu verstehen. (T11)
  • 1 Ob 210/15m
    Entscheidungstext OGH 24.11.2015 1 Ob 210/15m
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1954:RS0017756

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

30.12.2015

Dokumentnummer

JJR_19540717_OGH0002_0020OB00527_5400000_001

Rechtssatz für 3Ob503/79 2Ob612/79 1Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0019675

Geschäftszahl

3Ob503/79; 2Ob612/79; 1Ob664/80; 6Ob687/81; 5Ob673/81; 6Ob541/83; 9ObA3/87; 9ObA236/92; 8Ob291/97w; 8Ob87/06m

Entscheidungsdatum

25.04.1979

Norm

ABGB §1017

Rechtssatz

Es widerspricht den Regeln des redlichen Verkehrs, wenn derjenige, der nicht in eigenem Namen, sondern in seiner Eigenschaft als vertretungsbefugtes Organ einer Gesellschaft Verträge abschließt, dies nicht eindeutig zum Ausdruck bringt, obwohl es dem Vertragspartner nicht ohne weiteres erkennbar ist.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 503/79
    Entscheidungstext OGH 25.04.1979 3 Ob 503/79
    Veröff: HS 10197
  • 2 Ob 612/79
    Entscheidungstext OGH 26.02.1980 2 Ob 612/79
    Beisatz: Geschäftsführer für Gesellschaft mit beschränkter Haftung. (T1) Veröff: HS 10220
  • 1 Ob 664/80
    Entscheidungstext OGH 31.10.1980 1 Ob 664/80
    Veröff: GesRZ 1981,42 (teilweise zustimmend Ostheim) = SZ 53/138
  • 6 Ob 687/81
    Entscheidungstext OGH 02.09.1981 6 Ob 687/81
  • 5 Ob 673/81
    Entscheidungstext OGH 13.10.1981 5 Ob 673/81
    Vgl auch; Veröff: RZ 1982/36 S 131 (dort falsch zitiert mit 6 Ob 673/81) = GesRZ 1982,54 = JBl 1983,97 (P Bydlinski)
  • 6 Ob 541/83
    Entscheidungstext OGH 25.03.1983 6 Ob 541/83
  • 9 ObA 3/87
    Entscheidungstext OGH 20.05.1987 9 ObA 3/87
    Vgl auch; Veröff: WBl 1987,309 = Arb 10666
  • 9 ObA 236/92
    Entscheidungstext OGH 11.11.1992 9 ObA 236/92
    Vgl auch; Beisatz: Wird ein unternehmensbezogenes Rechtsgeschäft (hier: Arbeitsvertrag) abgeschlossen, weist dies auf die Organstellung hin. (§ 48 ASGG). (T2)
  • 8 Ob 291/97w
    Entscheidungstext OGH 22.12.1997 8 Ob 291/97w
    Vgl
  • 8 Ob 87/06m
    Entscheidungstext OGH 18.04.2007 8 Ob 87/06m
    Beisatz: Hier: Frage des Zustandekommens eines Treuhandverhältnisses. (T3)

Schlagworte

GmbH GesmbH

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1979:RS0019675

Dokumentnummer

JJR_19790425_OGH0002_0030OB00503_7900000_003

Rechtssatz für 7Ob622/79 8Ob531/79 (8Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0017791

Geschäftszahl

7Ob622/79; 8Ob531/79 (8Ob532/79); 3Ob550/80; 5Ob726/81; 7Ob613/82; 3Ob530/85; 1Ob633/85; 1Ob1/86 (1Ob2/86); 2Ob530/87; 1Ob33/87; 1Ob638/88; 4Ob604/89; 2Ob579/89; 1Ob702/89; 2Ob513/91; 1Ob540/92; 7Ob646/92; 8ObA206/95; 2Ob36/98b; 5Ob31/99s; 3Ob2/98k; 8Ob87/06m; 8Ob163/06p; 1Ob79/10i; 4Ob142/17m

Entscheidungsdatum

05.07.1979

Norm

ABGB §914 I

Rechtssatz

Zunächst hat die wörtliche (grammatikalische) Auslegung eines schriftlichen Vertrages zu erfolgen, sofern dessen Inhalt klar und deutlich ist. Erst wenn feststeht, dass der schriftliche Vertragsinhalt die Absicht der Parteien nicht richtig wiedergibt, ist der Parteiwille zu erforschen und der Vertrag zu ergänzen.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 622/79
    Entscheidungstext OGH 05.07.1979 7 Ob 622/79
  • 8 Ob 531/79
    Entscheidungstext OGH 24.04.1980 8 Ob 531/79
  • 3 Ob 550/80
    Entscheidungstext OGH 25.02.1981 3 Ob 550/80
    Vgl auch
  • 5 Ob 726/81
    Entscheidungstext OGH 17.11.1981 5 Ob 726/81
    Auch
  • 7 Ob 613/82
    Entscheidungstext OGH 29.07.1982 7 Ob 613/82
    Auch
  • 3 Ob 530/85
    Entscheidungstext OGH 24.04.1985 3 Ob 530/85
    Auch
  • 1 Ob 633/85
    Entscheidungstext OGH 16.09.1985 1 Ob 633/85
    Auch; Veröff: MietSlg XXXVII/36 = JBl 1986,38
  • 1 Ob 1/86
    Entscheidungstext OGH 05.03.1986 1 Ob 1/86
    nur: Zunächst hat die wörtliche (grammatikalische) Auslegung eines schriftlichen Vertrages zu erfolgen, sofern dessen Inhalt klar und deutlich ist. (T1) Veröff: JBl 1986,782
  • 2 Ob 530/87
    Entscheidungstext OGH 01.09.1987 2 Ob 530/87
    Vgl auch; nur: Erst wenn feststeht, dass der schriftliche Vertragsinhalt die Absicht der Parteien nicht richtig wiedergibt, ist der Parteiwille zu erforschen und der Vertrag zu ergänzen. (T2)
  • 1 Ob 33/87
    Entscheidungstext OGH 21.10.1987 1 Ob 33/87
    Veröff: SZ 60/216
  • 1 Ob 638/88
    Entscheidungstext OGH 30.11.1988 1 Ob 638/88
    Auch
  • 4 Ob 604/89
    Entscheidungstext OGH 21.11.1989 4 Ob 604/89
    nur T1
  • 2 Ob 579/89
    Entscheidungstext OGH 28.11.1989 2 Ob 579/89
    Auch
  • 1 Ob 702/89
    Entscheidungstext OGH 02.05.1990 1 Ob 702/89
    Auch; nur T1; Veröff: ÖBA 1990,843 (Bydlinski) = AnwBl 1991,50
  • 2 Ob 513/91
    Entscheidungstext OGH 13.03.1991 2 Ob 513/91
  • 1 Ob 540/92
    Entscheidungstext OGH 19.02.1992 1 Ob 540/92
    Auch; Beisatz: Zunächst ist vom Wortsinn in seiner gewöhnlichen Bedeutung auszugehen, soweit nicht der aus der Vertragsformulierung hervorleuchtende Wille der Parteien ein anderes Ergebnis zeitigt. (T3) Veröff: EvBl 1992/112 S 505
  • 7 Ob 646/92
    Entscheidungstext OGH 26.11.1992 7 Ob 646/92
    nur T2
  • 8 ObA 206/95
    Entscheidungstext OGH 27.04.1995 8 ObA 206/95
    Auch; nur T2
    Bem: Die ursprünglich an dieser Stelle aus Versehen mit der Kennzeichnung T4 erfolgte Wiederholung des Teilsatzes T2 wurde gelöscht. - August 2017 (T4)
  • 2 Ob 36/98b
    Entscheidungstext OGH 27.01.1998 2 Ob 36/98b
    Auch; Beisatz: Die Auslegungsregel des § 915 ABGB ist erst dann für die Auslegung heranzuziehen, wenn die Ermittlung der erklärten Absicht der Parteien (auch unter Einschluß der ergänzenden Verkehrsübung) ohne eindeutiges Ergebnis geblieben ist; man kann (arg: "im Zweifel") § 915 ABGB insofern als subsidiär bezeichnen. (T5)
  • 5 Ob 31/99s
    Entscheidungstext OGH 23.02.1999 5 Ob 31/99s
    Vgl; Beis ähnlich wie T5; Veröff: SZ 72/34
  • 3 Ob 2/98k
    Entscheidungstext OGH 25.08.1999 3 Ob 2/98k
    Auch
  • 8 Ob 87/06m
    Entscheidungstext OGH 18.04.2007 8 Ob 87/06m
    Auch; Beisatz: Dann, wenn die wörtliche Auslegung des schriftlichen Vertrages erfolglos ist, ist jedenfalls auf die Absicht der Parteien zurückzugreifen. (T6); Beisatz: Stets ist vom objektiven Erklärungswert der Willensäußerungen auszugehen. (T7); Beisatz: Hier: Treuhandverhältnis. (T8)
  • 8 Ob 163/06p
    Entscheidungstext OGH 18.04.2007 8 Ob 163/06p
    Auch
  • 1 Ob 79/10i
    Entscheidungstext OGH 06.07.2010 1 Ob 79/10i
  • 4 Ob 142/17m
    Entscheidungstext OGH 21.11.2017 4 Ob 142/17m
    Auch; Beis wie T2; Beisatz: Ergänzende Vertragsauslegung kann in zwei Fällen Platz greifen: Einerseits ist der Vertrag zu ergänzen, wenn feststeht, dass der schriftliche Vertragsinhalt die Absicht der Parteien nicht richtig wiedergibt. Andererseits im Fall einer nachträglich hervorgekommenen, planwidrigen Unvollständigkeit des Vertrags (Vertragslücke, vgl RS0017758). (T9)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1979:RS0017791

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

24.01.2018

Dokumentnummer

JJR_19790705_OGH0002_0070OB00622_7900000_003

Rechtssatz für 6Ob575/83 6Ob504/83 4Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0017915

Geschäftszahl

6Ob575/83; 6Ob504/83; 4Ob137/83; 5Ob693/83; 6Ob675/83; 8Ob565/83; 8Ob653/84; 8Ob609/85; 7Ob653/85; 8Ob584/85; 2Ob64/86; 6Ob573/85; 6Ob579/87; 7Ob41/87; 9ObA115/87; 7Ob657/87; 7Ob509/88; 2Ob672/87; 8Ob606/87 (8Ob607/87); 6Ob739/87; 8Ob611/87; 2Ob519/88; 2Ob94/88; 2Ob510/89; 7Ob617/89; 2Ob45/89 (2Ob46/89); 2Ob557/89; 8Ob513/89; 4Ob511/90; 9ObA8/91 (9ObA9/91); 9ObA142/91; 8Ob598/90; 2Ob568/91; 7Ob508/92; 7Ob542/92; 8Ob1659/92; 7Ob625/92; 9ObA107/93; 9ObA51/93; 1Ob628/93; 9ObA303/93 (9ObA304/93); 9ObA185/94; 9ObA803/94; 1Ob543/95; 1Ob533/95; 1Ob582/95 (1Ob583/95); 3Ob567/95; 2Ob89/95; 1Ob517/95; 1Ob2385/96h; 4Ob59/97y; 2Ob585/95; 2Ob223/97a; 4Ob296/97a; 5Ob365/97f; 9ObA55/99z; 8Ob232/99x; 8ObA293/99t; 5Ob86/00h; 8Ob27/00d; 1Ob157/01x; 1Ob99/02v; 8Ob101/02i; 8Ob29/03b; 3Ob240/02v; 4Ob1/04g; 7Ob113/05a; 3Ob125/05m; 9ObA142/05f; 2Ob237/06a; 8Ob15/07z; 8Ob87/06m; 8Ob163/06p; 9ObA151/07g; 16Ok5/07; 1Ob204/07t; 9Ob73/07m; 17Ob5/08x; 2Ob31/07h; 9Ob45/07v; 8ObS7/08z; 3Ob103/08f; 2Ob212/08b; 10Bkd3/08; 9Ob45/09x; 8ObA62/09i; 3Ob28/10d; 2Ob222/09z; 1Ob79/10i; 2Ob199/09t; 2Ob11/10x; 1Ob158/10g; 6Ob142/10s; 8Ob4/11p; 4Ob2/11i; 9ObA97/11x; 8Ob93/11a; 17Ob29/11f; 3Ob192/12z; 7Ob93/12w; 3Ob7/13w; 10Ob14/13a; 9Ob49/13s; 7Ob200/14h; 1Ob9/15b; 1Ob77/15b; 7Ob49/15d; 10Ob70/14p; 7Ob218/14f; 7Ob76/15z; 3Ob90/15d; 7Ob186/15a; 9ObA28/16g; 3Ob26/17w; 6Ob154/17s; 7Ob38/17i; 1Ob214/17b; 7Ob68/18b; 8Ob28/18b; 1Ob103/18f; 2Ob114/18f; 7Ob50/19g; 5Ob30/19a

Entscheidungsdatum

09.03.1983

Norm

ABGB §914 I
ABGB §914 II
ABGB §1444 A

Rechtssatz

Bei Auslegung einer Willenserklärung nach den §§ 914 ff ABGB ist zunächst vom Wortsinn in seiner gewöhnlichen Bedeutung auszugehen, dabei aber nicht stehen zu bleiben, sondern der Wille der Parteien, das ist die dem Erklärungsempfänger erkennbare Absicht des Erklärenden zu erforschen. Letztlich ist die Willenserklärung so zu verstehen, wie es der Übung des redlichen Verkehrs entspricht, wobei die Umstände der Erklärung und die im Verkehr geltenden Gewohnheiten und Gebräuche heranzuziehen sind. (Hier: Kein Kündigungsverzicht für die Zukunft, wenn der Erklärende deutlich nur zum Ausdruck bringt, dass der Erklärende im Zeitpunkt der Äußerung "nichts gegen die Beklagte gehabt" hat, keine Absicht zu kündigen hatte und sich nicht auf einen Prozess einlassen wollte.)

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 575/83
    Entscheidungstext OGH 09.03.1983 6 Ob 575/83
  • 6 Ob 504/83
    Entscheidungstext OGH 19.05.1983 6 Ob 504/83
    Auch
  • 4 Ob 137/83
    Entscheidungstext OGH 08.11.1983 4 Ob 137/83
    nur: Bei Auslegung einer Willenserklärung nach den §§ 914 ff ABGB ist zunächst vom Wortsinn in seiner gewöhnlichen Bedeutung auszugehen, dabei aber nicht stehen zu bleiben, sondern der Wille der Parteien, das ist die dem Erklärungsempfänger erkennbare Absicht des Erklärenden zu erforschen. Letztlich ist die Willenserklärung so zu verstehen, wie es der Übung des redlichen Verkehrs entspricht. (T1)
  • 5 Ob 693/83
    Entscheidungstext OGH 15.11.1983 5 Ob 693/83
    nur T1
  • 6 Ob 675/83
    Entscheidungstext OGH 12.07.1984 6 Ob 675/83
    nur T1
  • 8 Ob 565/83
    Entscheidungstext OGH 08.11.1984 8 Ob 565/83
    nur T1
  • 8 Ob 653/84
    Entscheidungstext OGH 19.06.1985 8 Ob 653/84
    nur: Bei Auslegung einer Willenserklärung nach den §§ 914 ff ABGB ist zunächst vom Wortsinn in seiner gewöhnlichen Bedeutung auszugehen, dabei aber nicht stehen zu bleiben, sondern der Wille der Parteien, das ist die dem Erklärungsempfänger erkennbare Absicht des Erklärenden zu erforschen. (T2)
  • 8 Ob 609/85
    Entscheidungstext OGH 24.10.1985 8 Ob 609/85
    nur: Letztlich ist die Willenserklärung so zu verstehen, wie es der Übung des redlichen Verkehrs entspricht. (T3)
    Beisatz: Hier: Gerichtlicher Vergleich (T4)
  • 7 Ob 653/85
    Entscheidungstext OGH 21.11.1985 7 Ob 653/85
    nur T1
  • 8 Ob 584/85
    Entscheidungstext OGH 23.01.1986 8 Ob 584/85
    nur T1
  • 2 Ob 64/86
    Entscheidungstext OGH 10.03.1987 2 Ob 64/86
    nur T2
  • 6 Ob 573/85
    Entscheidungstext OGH 04.06.1987 6 Ob 573/85
  • 6 Ob 579/87
    Entscheidungstext OGH 23.07.1987 6 Ob 579/87
    nur T2; Veröff: JBl 1988,38
  • 7 Ob 41/87
    Entscheidungstext OGH 15.10.1987 7 Ob 41/87
    nur T2; Veröff: VersRdSch 1988,133 = ZVR 1988/124 S 273
  • 9 ObA 115/87
    Entscheidungstext OGH 04.11.1987 9 ObA 115/87
    Vgl auch; Beisatz: § 48 ASGG (T5)
  • 7 Ob 657/87
    Entscheidungstext OGH 29.10.1987 7 Ob 657/87
    Ähnlich; nur T2; Beisatz: Es darf jedoch die Buchstabeninterpretation bei Ermittlung der Absicht der Parteien nicht im Wege stehen. Die Absicht der Parteien ist im buchstäblichen Sinn des Ausdrucks keineswegs nachrangig. (T6)
  • 7 Ob 509/88
    Entscheidungstext OGH 04.02.1988 7 Ob 509/88
    nur T2; Beis wie T6; Beisatz: Falls jemand dann, wenn der Wortsinn dem Zweck der Vereinbarung entspricht, einen abweichenden Parteiwillen oder eine andere Verkehrssitte geltend machen will, so muss er dies in einem Prozess behaupten und beweisen. (T7)
  • 2 Ob 672/87
    Entscheidungstext OGH 15.03.1988 2 Ob 672/87
    Auch; nur T1; nur: Bei Auslegung einer Willenserklärung nach den §§ 914 ff ABGB ist zunächst vom Wortsinn in seiner gewöhnlichen Bedeutung auszugehen, dabei aber nicht stehen zu bleiben, sondern der Wille der Parteien, das ist die dem Erklärungsempfänger erkennbare Absicht des Erklärenden zu erforschen. Letztlich ist die Willenserklärung so zu verstehen, wie es der Übung des redlichen Verkehrs entspricht, wobei die Umstände der Erklärung und die im Verkehr geltenden Gewohnheiten und Gebräuche heranzuziehen sind. (T8)
  • 8 Ob 606/87
    Entscheidungstext OGH 27.04.1988 8 Ob 606/87
    nur T8
  • 6 Ob 739/87
    Entscheidungstext OGH 24.03.1988 6 Ob 739/87
    Beisatz: Hier: Zum Begriff der "engeren Familie" bei vertraglicher Vorkaufsrechte. (T9)
  • 8 Ob 611/87
    Entscheidungstext OGH 16.06.1988 8 Ob 611/87
    nur T2
    Veröff: ÖBA 1989,183
  • 2 Ob 519/88
    Entscheidungstext OGH 28.06.1988 2 Ob 519/88
    nur T2
  • 2 Ob 94/88
    Entscheidungstext OGH 30.08.1988 2 Ob 94/88
    nur T1
  • 2 Ob 510/89
    Entscheidungstext OGH 30.08.1989 2 Ob 510/89
    nur T8
  • 7 Ob 617/89
    Entscheidungstext OGH 06.07.1989 7 Ob 617/89
    nur T8
  • 2 Ob 45/89
    Entscheidungstext OGH 26.09.1989 2 Ob 45/89
    nur T1
  • 2 Ob 557/89
    Entscheidungstext OGH 17.10.1989 2 Ob 557/89
  • 8 Ob 513/89
    Entscheidungstext OGH 29.03.1990 8 Ob 513/89
    nur T1
  • 4 Ob 511/90
    Entscheidungstext OGH 24.04.1990 4 Ob 511/90
  • 9 ObA 8/91
    Entscheidungstext OGH 10.04.1991 9 ObA 8/91
    nur T2
    Veröff: WBl 1991,332
  • 9 ObA 142/91
    Entscheidungstext OGH 06.11.1991 9 ObA 142/91
    Auch; nur T3
  • 8 Ob 598/90
    Entscheidungstext OGH 12.12.1991 8 Ob 598/90
    nur T8
  • 2 Ob 568/91
    Entscheidungstext OGH 11.11.1991 2 Ob 568/91
    nur: Bei Auslegung einer Willenserklärung nach den §§ 914 ff ABGB ist zunächst vom Wortsinn in seiner gewöhnlichen Bedeutung auszugehen. (T10)
  • 7 Ob 508/92
    Entscheidungstext OGH 20.02.1992 7 Ob 508/92
    nur T2; Veröff: ÖBA 1992,745
  • 7 Ob 542/92
    Entscheidungstext OGH 19.03.1992 7 Ob 542/92
    Auch; nur T2
  • 8 Ob 1659/92
    Entscheidungstext OGH 12.11.1992 8 Ob 1659/92
    nur T2
  • 7 Ob 625/92
    Entscheidungstext OGH 26.11.1992 7 Ob 625/92
    nur T3
  • 9 ObA 107/93
    Entscheidungstext OGH 28.04.1993 9 ObA 107/93
    nur T2
  • 9 ObA 51/93
    Entscheidungstext OGH 31.03.1993 9 ObA 51/93
    nur T1
  • 1 Ob 628/93
    Entscheidungstext OGH 21.12.1993 1 Ob 628/93
    nur T2; Veröff: ÖBA 1994,804 (Iro)
  • 9 ObA 303/93
    Entscheidungstext OGH 23.02.1994 9 ObA 303/93
    Auch; nur T2
    Veröff: SZ 67/31
  • 9 ObA 185/94
    Entscheidungstext OGH 11.01.1995 9 ObA 185/94
    Auch; nur T2
  • 9 ObA 803/94
    Entscheidungstext OGH 11.01.1995 9 ObA 803/94
    nur T1
  • 1 Ob 543/95
    Entscheidungstext OGH 27.03.1995 1 Ob 543/95
    nur T2
  • 1 Ob 533/95
    Entscheidungstext OGH 27.02.1995 1 Ob 533/95
    Beisatz: Einfache Vertragsauslegung, wenn der ermittelte Sinn im Wortlaut der Erklärung noch eine Stütze findet. (T11)
  • 1 Ob 582/95
    Entscheidungstext OGH 23.06.1995 1 Ob 582/95
    Auch; nur T2; Beisatz: Der objektiv erkennbare Zweck der Erklärung ist zu erforschen. (T12)
    Veröff: SZ 68/119
  • 3 Ob 567/95
    Entscheidungstext OGH 11.10.1995 3 Ob 567/95
    nur T2
  • 2 Ob 89/95
    Entscheidungstext OGH 07.12.1995 2 Ob 89/95
    Auch; nur T1
  • 1 Ob 517/95
    Entscheidungstext OGH 23.04.1996 1 Ob 517/95
    Auch; nur T1
  • 1 Ob 2385/96h
    Entscheidungstext OGH 28.01.1997 1 Ob 2385/96h
    Auch; nur T10
  • 4 Ob 59/97y
    Entscheidungstext OGH 25.02.1997 4 Ob 59/97y
    Auch; nur T1
  • 2 Ob 585/95
    Entscheidungstext OGH 24.04.1997 2 Ob 585/95
    nur T2
  • 2 Ob 223/97a
    Entscheidungstext OGH 26.05.1997 2 Ob 223/97a
    Auch; nur T10; Beis wie T7; Beisatz: Der Wortsinn muss auch nach § 914 ABGB Ausgangspunkt jeder Auslegung sein. (T13)
  • 4 Ob 296/97a
    Entscheidungstext OGH 28.10.1997 4 Ob 296/97a
    nur: Bei Auslegung einer Willenserklärung nach den §§ 914 ff ABGB ist zunächst vom Wortsinn in seiner gewöhnlichen Bedeutung auszugehen, dabei aber nicht stehen zu bleiben. (T14)
  • 5 Ob 365/97f
    Entscheidungstext OGH 25.11.1997 5 Ob 365/97f
    nur T2
  • 9 ObA 55/99z
    Entscheidungstext OGH 16.06.1999 9 ObA 55/99z
    Vgl auch; nur T2; Beis wie T7
  • 8 Ob 232/99x
    Entscheidungstext OGH 09.03.2000 8 Ob 232/99x
    Beisatz: Allerdings braucht nicht der subjektive unerkennbare Parteiwille ergründet zu werden, sondern ist herauszufinden, wie der andere Teil der Erklärung verstehen musste. Unter der gemäß § 914 ABGB zu erforschenden "Absicht der Parteien" ist die dem Erklärungsgegner erkennbare und von ihm widerspruchslos zur Kenntnis genommene Absicht des Erklärenden zu verstehen. Es ist dabei das gesamte Verhalten der Vertragsteile, das sich aus Äußerungen in Wort und Schrift sowie aus sonstigen Tun oder Nichttun zusammensetzen kann, zu berücksichtigen. (T15)
  • 8 ObA 293/99t
    Entscheidungstext OGH 09.03.2000 8 ObA 293/99t
    nur T2; Beisatz: Hier: Aufrechnungserklärung. (T16)
  • 5 Ob 86/00h
    Entscheidungstext OGH 07.04.2000 5 Ob 86/00h
    Vgl auch; nur T2
  • 8 Ob 27/00d
    Entscheidungstext OGH 23.11.2000 8 Ob 27/00d
    Beis wie T12
  • 1 Ob 157/01x
    Entscheidungstext OGH 07.08.2001 1 Ob 157/01x
    nur T1; Beisatz: Hier: Auslegung eines gerichtlichen Vergleiches. (T17)
  • 1 Ob 99/02v
    Entscheidungstext OGH 30.04.2002 1 Ob 99/02v
    Auch; Beisatz: Auch ein gerichtlicher Vergleich ist so zu verstehen, wie es der Übung des redlichen Verkehrs entspricht. (T18)
  • 8 Ob 101/02i
    Entscheidungstext OGH 08.08.2002 8 Ob 101/02i
    nur T8
  • 8 Ob 29/03b
    Entscheidungstext OGH 20.03.2003 8 Ob 29/03b
    auch
  • 3 Ob 240/02v
    Entscheidungstext OGH 22.10.2003 3 Ob 240/02v
    Auch; Beisatz: Auszugehen ist vom Wortlaut der Vereinbarung und der vom Erstrichter erforschten Parteienabsicht unter Berücksichtigung der redlichen Verkehrsübung unter Heranziehung des Parteienverhaltens und ihrer Erklärungen, gemessen am Empfängerhorizont. (T19)
    Beisatz: Auch bei einem Unterhaltsvergleich für die Zukunft kommt es auf die allgemeinen Vertragsauslegungsgrundsätze an. (T20)
  • 4 Ob 1/04g
    Entscheidungstext OGH 20.01.2004 4 Ob 1/04g
    Vgl; nur T10; Beisatz: Nach dem klaren Wortsinn sind mit "Kosten für die Beheizung" die durch das Beheizen der Räume erwachsenden Selbstkosten und nicht auch kalkulatorische Kosten gemeint. (T21)
  • 7 Ob 113/05a
    Entscheidungstext OGH 09.11.2005 7 Ob 113/05a
    Vgl auch
  • 3 Ob 125/05m
    Entscheidungstext OGH 21.12.2005 3 Ob 125/05m
    Auch; nur: Bei Auslegung einer Willenserklärung nach den §§ 914 ff ABGB ist zunächst vom Wortsinn auszugehen, dabei aber nicht stehen zu bleiben, sondern der Wille der Parteien zu erforschen. (T22)
    Beis wie T13; Beisatz: Für die Beurteilung der „Absicht" der Parteien im Sinne des § 914 ABGB kommt es maßgebend auf den Zweck der Regelung an, den beide Teile redlicherweise unterstellen mussten. (T23)
    Veröff: SZ 2005/190
  • 9 ObA 142/05f
    Entscheidungstext OGH 22.02.2006 9 ObA 142/05f
    nur T8
  • 2 Ob 237/06a
    Entscheidungstext OGH 30.11.2006 2 Ob 237/06a
    Auch; Beis wie T7; Beis wie T20
  • 8 Ob 15/07z
    Entscheidungstext OGH 18.04.2007 8 Ob 15/07z
    nur T8; Beis wie T17
  • 8 Ob 87/06m
    Entscheidungstext OGH 18.04.2007 8 Ob 87/06m
    nur T1; Beisatz: Hier: Treuhandverhältnis. (T24)
  • 8 Ob 163/06p
    Entscheidungstext OGH 18.04.2007 8 Ob 163/06p
    Beisatz: Hier: Auslegung der Klausel, wonach die Parteien die aufschiebende Bedingung der „Errichtung der zur verkehrsmäßigen Erschließung des Kaufobjektes erforderlichen Aufschließungs- und Zufahrtsstraße... auf Kosten der Verkäuferin" vereinbaren. Zwar wurde dies im Vertrag nicht als ausdrückliche Verpflichtung der Beklagten festgelegt; im Sinne der allgemeinen Rechtsprechung zur Verpflichtung der Vertragsparteien, auf den Eintritt derartiger aufschiebender Bedingungen einzuwirken und die ausdrückliche Kostenübernahmeregelung, wird insoweit eine Verpflichtung der Beklagten abzuleiten sein. (T25)
    Beisatz: Unter „Zufahrtsstraße" zu einem Kaufobjekt im Sinne eines Baugrundstückes wird mangels besonderer Umstände (etwa Unmöglichkeit der Errichtung der Häuser) oder anderer konkreter Vereinbarungen regelmäßig eine Zufahrtsstraße zu verstehen sein, die an das bestehende Niveau des Grundstückes anschließt. (T26)
  • 9 ObA 151/07g
    Entscheidungstext OGH 22.10.2007 9 ObA 151/07g
    Beis wie T15; Beisatz: Unter der Absicht im Sinne der „Vertrauenstheorie" ist die dem Erklärungsempfänger erkennbare und von ihm nicht widersprochene Absicht des Erklärenden zu verstehen. (T27)
  • 16 Ok 5/07
    Entscheidungstext OGH 05.12.2007 16 Ok 5/07
    Veröff: SZ 2007/191
  • 1 Ob 204/07t
    Entscheidungstext OGH 29.11.2007 1 Ob 204/07t
    Vgl auch; nur T2; Beisatz: Ein Vertrag ist dann primär nach seinem Wortlaut auszulegen, wenn ein vom übrigen Verständnis einer Vertragsbestimmung abweichender gemeinsamer Parteiwille nicht behauptet wird. (T28)
  • 9 Ob 73/07m
    Entscheidungstext OGH 19.12.2007 9 Ob 73/07m
    Auch; Beis wie T23
  • 17 Ob 5/08x
    Entscheidungstext OGH 08.04.2008 17 Ob 5/08x
    Auch; nur T10; Beis wie T7; Beis wie T27; Beis wie T28
  • 2 Ob 31/07h
    Entscheidungstext OGH 27.03.2008 2 Ob 31/07h
    Vgl; Beis wie T15 nur: Unter der gemäß § 914 ABGB zu erforschenden "Absicht der Parteien" ist die dem Erklärungsgegner erkennbare und von ihm widerspruchslos zur Kenntnis genommene Absicht des Erklärenden zu verstehen. Es ist dabei das gesamte Verhalten der Vertragsteile, das sich aus Äußerungen in Wort und Schrift sowie aus sonstigen Tun oder Nichttun zusammensetzen kann, zu berücksichtigen. (T29)
    Beis wie T23
  • 9 Ob 45/07v
    Entscheidungstext OGH 20.08.2008 9 Ob 45/07v
    Auch; Beis wie T20; Beis wie T23
  • 8 ObS 7/08z
    Entscheidungstext OGH 02.09.2008 8 ObS 7/08z
    Vgl; Beisatz: Hier: Vereinbarung einer freiwilligen Abfertigung. (T30)
  • 3 Ob 103/08f
    Entscheidungstext OGH 03.09.2008 3 Ob 103/08f
    Vgl; Beis ähnlich wie T23
  • 2 Ob 212/08b
    Entscheidungstext OGH 22.01.2009 2 Ob 212/08b
    Auch; nur T2; Beis wie T29 nur: Unter der gemäß § 914 ABGB zu erforschenden "Absicht der Parteien" ist die dem Erklärungsgegner erkennbare und von ihm widerspruchslos zur Kenntnis genommene Absicht des Erklärenden zu verstehen. (T31)
  • 10 Bkd 3/08
    Entscheidungstext OGH 18.05.2009 10 Bkd 3/08
    Auch; Beis ähnlich wie T15; Beis ähnlich wie T27; Beis ähnlich wie T29
  • 9 Ob 45/09x
    Entscheidungstext OGH 29.10.2009 9 Ob 45/09x
    Auch; nur T2; Beis ähnlich wie T12; Beisatz: Es ist auf die konkreten Umstände, wie den Geschäftszweck und die Interessenlage hierbei Bedacht zu nehmen sowie das Gesamtverhalten der Parteien zu berücksichtigen. (T32)
  • 8 ObA 62/09i
    Entscheidungstext OGH 28.01.2010 8 ObA 62/09i
    Auch; Beis ähnlich wie T22; Beis wie T27; Beisatz: Hier: Auslegung von Pensions- und Auflösungsvereinbarungen. (T33)
  • 3 Ob 28/10d
    Entscheidungstext OGH 24.02.2010 3 Ob 28/10d
    Auch; nur T23
  • 2 Ob 222/09z
    Entscheidungstext OGH 17.02.2010 2 Ob 222/09z
    Vgl; nur T2; Beisatz: Maßgebliche Auslegungskriterien des § 914 ABGB sind der Wortsinn in seiner gewöhnlichen Bedeutung und die Absicht der Parteien. (T34)
    Beis wie T31; Beisatz: Der Wortlaut der Vereinbarung ist allein maßgeblich, wenn keine abweichende Absicht festgestellt werden kann. (T35)
  • 1 Ob 79/10i
    Entscheidungstext OGH 06.07.2010 1 Ob 79/10i
    nur T2; Beis wie T7; Beis wie T34
  • 2 Ob 199/09t
    Entscheidungstext OGH 27.05.2010 2 Ob 199/09t
    Vgl; nur T1; Beis wie T35
  • 2 Ob 11/10x
    Entscheidungstext OGH 11.11.2010 2 Ob 11/10x
    Auch; nur T2; Beis wie T31; Beis wie T34
    Veröff: SZ 2010/142
  • 1 Ob 158/10g
    Entscheidungstext OGH 15.12.2010 1 Ob 158/10g
    nur T8
  • 6 Ob 142/10s
    Entscheidungstext OGH 17.12.2010 6 Ob 142/10s
    nur T2
  • 8 Ob 4/11p
    Entscheidungstext OGH 22.02.2011 8 Ob 4/11p
    nur T3; Veröff: SZ 2011/20
  • 4 Ob 2/11i
    Entscheidungstext OGH 12.04.2011 4 Ob 2/11i
    Auch; nur T1; Beisatz: Hier: Vertragsstrafe zur Verstärkung einer vertraglichen Unterlassungspflicht und Vereinfachung des Schadenersatzes. (T36)
  • 9 ObA 97/11x
    Entscheidungstext OGH 29.08.2011 9 ObA 97/11x
  • 8 Ob 93/11a
    Entscheidungstext OGH 24.10.2011 8 Ob 93/11a
    Auch; Beis wie T20
  • 17 Ob 29/11f
    Entscheidungstext OGH 22.11.2011 17 Ob 29/11f
    Auch; Beis ähnlich wie T8; Beis wie T18; Beis wie T27; Beis wie T29; Beisatz: Dem Vertragsschluss nachfolgende Erklärungen oder Handlungen der Beteiligten können als Indiz zur Feststellung des seinerzeitigen Verständnisses beitragen. (T37)
  • 3 Ob 192/12z
    Entscheidungstext OGH 14.11.2012 3 Ob 192/12z
    Auch; Beis wie T23; Beis wie T27
  • 7 Ob 93/12w
    Entscheidungstext OGH 28.11.2012 7 Ob 93/12w
    Vgl auch; Beisatz: Soweit ein übereinstimmender Wille vorliegt, legt er den Inhalt des Vertrags fest und geht dem objektiven Erklärungswert vor. (T38)
    Veröff: SZ 2012/132
  • 3 Ob 7/13w
    Entscheidungstext OGH 20.02.2013 3 Ob 7/13w
    Auch; Beis wie T15; Beis wie T29; Beisatz: Hier: Begriff „Titelseite“. (T39)
  • 10 Ob 14/13a
    Entscheidungstext OGH 28.05.2013 10 Ob 14/13a
    Auch; nur T8
  • 9 Ob 49/13s
    Entscheidungstext OGH 26.11.2013 9 Ob 49/13s
    Vgl auch; Beis wie T20
  • 7 Ob 200/14h
    Entscheidungstext OGH 26.11.2014 7 Ob 200/14h
    Auch; nur T2
  • 1 Ob 9/15b
    Entscheidungstext OGH 17.03.2015 1 Ob 9/15b
    Auch; nur T2; Beis wie T31; Beis wie T34
  • 1 Ob 77/15b
    Entscheidungstext OGH 21.05.2015 1 Ob 77/15b
    Vgl auch; Beis wie T15; Beis wie T27; Beisatz: Hier: Beurteilung einer Erklärung, den Vertragspartner nicht auf Zuhaltung des Vertrags zu klagen, als pactum de non petendo, womit nicht auf die Forderung selbst, aber auf die gerichtliche Geltendmachung, etwa zur Vermeidung eines Rechtsstreits, verzichtet wird. (T40)
  • 7 Ob 49/15d
    Entscheidungstext OGH 20.05.2015 7 Ob 49/15d
    nur T8
  • 10 Ob 70/14p
    Entscheidungstext OGH 30.07.2015 10 Ob 70/14p
    Auch
  • 7 Ob 218/14f
    Entscheidungstext OGH 10.06.2015 7 Ob 218/14f
    Auch
  • 7 Ob 76/15z
    Entscheidungstext OGH 20.05.2015 7 Ob 76/15z
    Auch; Beis wie T27; Beis wie T29
  • 3 Ob 90/15d
    Entscheidungstext OGH 17.09.2015 3 Ob 90/15d
    Auch; Beis wie T29
  • 7 Ob 186/15a
    Entscheidungstext OGH 19.11.2015 7 Ob 186/15a
    Auch; Beis wie T27; Beis wie T29
  • 9 ObA 28/16g
    Entscheidungstext OGH 24.06.2016 9 ObA 28/16g
  • 3 Ob 26/17w
    Entscheidungstext OGH 07.06.2017 3 Ob 26/17w
    Auch; Beis wie T29
  • 6 Ob 154/17s
    Entscheidungstext OGH 21.11.2017 6 Ob 154/17s
    Auch; nur T2; Beis wie T35; Beisatz: Oberstes Ziel der Auslegung ist die Erforschung der Absicht der Parteien. (T41)
  • 7 Ob 38/17i
    Entscheidungstext OGH 20.12.2017 7 Ob 38/17i
    Auch
  • 1 Ob 214/17b
    Entscheidungstext OGH 15.12.2017 1 Ob 214/17b
    Auch; nur T8; Beisatz: Hat ein Vertragspartner Kenntnis über einen konkreten Regelungswunsch des anderen und stimmt der entsprechenden Formulierung zu, klärt aber nicht darüber auf, dass er diesem Wunsch bei der Vertragserfüllung unter Berufung auf eine andere Vertragsbestimmung nicht voll nachkommen will, kann ein redlicher Erklärungsempfänger dies als uneingeschränkte Zustimmung zur gewünschten Regelung verstehen. (T42)
  • 7 Ob 68/18b
    Entscheidungstext OGH 24.05.2018 7 Ob 68/18b
    Auch; Beis wie T27; Beis wie T29
  • 8 Ob 28/18b
    Entscheidungstext OGH 29.05.2018 8 Ob 28/18b
    nur T2
  • 1 Ob 103/18f
    Entscheidungstext OGH 17.07.2018 1 Ob 103/18f
    nur T1; Beis wie T15; Beis wie T23; Beis wie T29; Beis wie T32
  • 2 Ob 114/18f
    Entscheidungstext OGH 30.10.2018 2 Ob 114/18f
    nur T2; Beis wie T27; Beis ähnlich wie T29
  • 7 Ob 50/19g
    Entscheidungstext OGH 29.05.2019 7 Ob 50/19g
    Auch; Beis wie T23
  • 5 Ob 30/19a
    Entscheidungstext OGH 21.05.2019 5 Ob 30/19a
    nur T8

Anmerkung

Bem: Der Rechtssatz wird wegen der Häufigkeit seiner Zitierung ("überlanger RS") nicht bei jeder einzelnen Bezugnahme, sondern nur fallweise mit einer Gleichstellungsindizierung versehen.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1983:RS0017915

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

26.07.2019

Dokumentnummer

JJR_19830309_OGH0002_0060OB00575_8300000_001

Entscheidungstext 8Ob87/06m

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Geschäftszahl

8Ob87/06m

Entscheidungsdatum

18.04.2007

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht durch die Vizepräsidentin des Obersten Gerichtshofes Hon. Prof. Dr. Langer als Vorsitzende und durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr. Spenling und Dr. Kuras sowie die Hofrätinnen des Obersten Gerichtshofes Dr. Lovrek und Dr. Glawischnig als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei Dieter W*****, vertreten durch Dr. Monika Linder, Rechtsanwältin in Wien, wider die beklagte Partei Michael D*****, vertreten durch Draxler & Partner, Rechtsanwälte in Wien, wegen EUR 65.400,-- sA, infolge außerordentlicher Revision der beklagten Partei (Revisionsinteresse EUR 34.500,-- sA) gegen das Urteil des Oberlandesgerichtes Linz als Berufungsgericht vom 12. Mai 2006, GZ 4 R 66/06p-17, mit dem infolge Berufung der beklagten Partei das Urteil des Landesgerichtes Wels vom 18. Jänner 2006, GZ 1 Cg 46/05t-13, bestätigt worden war, in nichtöffentlicher Sitzung den Beschluss

gefasst:

Spruch

Der Revision wird Folge gegeben. Das angefochtene Urteil, das hinsichtlich der Feststellung der Hauptforderung und des Zuspruchs von EUR 30.900 sA mangels Anfechtung als Teilurteil unberührt bleibt, wird im angefochtenen Umfang von EUR 34.500 sowie in der Kostenentscheidung aufgehoben und die Rechtssache insoweit an das Erstgericht zur Erörterung und neuerlichen Entscheidung zurückverwiesen.

Die Kosten des Revisionsverfahrens sind weitere Verfahrenskosten.

Text

Begründung:

Zu der im Revisionsverfahren allein maßgeblichen Gegenforderung wurden im Wesentlichen folgende Feststellungen getroffen:

Der Beklagte befasste sich im Jahr 2004 mit der Frage der Förderung umweltgerechter Energienutzung. Der den Kläger war für den Beklagte bereits seit 2003 in verschiedener Form - teilweise verdeckt, weil der Kläger mit internationalem Haftbefehl gesucht worden war - für „Informationsgewinnung" gegen eine monatliches „Pauschalentgelt" tätig. Der Beklagte ersuchte den Kläger im Herbst 2004 seine guten Kontakte nach Kroatien für den Bereich erneuerbare Energien einzusetzen. Im November 2004 wurde dann entschieden, die Aktivitäten dort in der Rechtsform einer in Kroatien zu gründenden GmbH zu bündeln. Da Ende des Jahres 2004 feststand, dass die übrigen vom Kläger für den Beklagten zu verrichtenden Tätigkeiten wegfallen, sollte dem Kläger durch das Biodiesel-Projekt eine selbständige wirtschaftliche Tätigkeit ermöglicht werden. Er sollte über eine in seinem Eigentum stehende kroatische Gesellschaft Kontakte mit amtlichen Stellen knüpfen, Informationen über die Möglichkeit der Verwertung von Biodiesel einholen, ein Projekt entwickeln und Biodiesel zur Serienreife bringen.

Am 3. 1. 2005 wurde die kroatische Gesellschaft mit dem Kläger als Gründer, Alleingesellschafter und Geschäftsführer gegründet. Am 4. 1. 2005 wurde dann eine schriftliche Vereinbarung über die Zusammenarbeit von Kläger und Beklagten im Bereich Biodiesel in Kroatien unterfertigt. Danach „organisiert und exekutiert" der Kläger „exklusiv, in Absprache" mit dem Beklagten für den Beklagten das Projekt Biodiesel und gründet zu diesem Zweck die - allerdings faktisch bereits gegründete - kroatische Gesellschaft, die nach der Vereinbarung allerdings auch andere Projekte durchführen kann. Nach dieser von den Streitteilen unterfertigten Vereinbarung kann das Projekt Biodiesel später auch wieder von einer anderen Firma weiter betrieben und die für diesen Bereich abgeschlossenen Verträge auf diese übertragen werden. Unter Bezugnahme auf die erforderliche Vorbereitung garantiert darin der Beklagte die Rapslieferungen an die Gesellschaft erforderlichenfalls über Bankbürgschaften und Kreditlinien einer von ihm zu bestimmenden kroatischen Bank. Weiters soll er EUR 60.000 an sie zur treuhändigen Verwaltung zur Marktvorbereitung überweisen. Der verbleibenden Betrag soll in ein Darlehen an die Gesellschaft umgewandelt oder an den Beklagte ausbezahlt bzw in eine neue Firma als Grundkapitel einbezahlt werden. Diese Vereinbarung wurde von den Streitteilen persönlich ohne Hinweise auf irgendeine Funktion in einer Gesellschaft unterfertigt. In Ausführung dieser Vereinbarung übergab der Beklagte dem Kläger persönlich am 14. 2. 2005 EUR 49.500,-- mit der Bedingung, dass „mit diesem Geld Biodiesel fließen" müsse, und keine weiteren Kosten mehr entstehen dürften, widrigenfalls „die Operation einzustellen sei". Als sich bereits im März 2005 herausstellte, dass kein Biodiesel „fließen" werde, bemängelte der Kläger bei einer Besprechung mit dem Beklagten, dass er zu wenig Geld bekommen habe, was der Beklagte bestritt und meinte, dass ihm sogar noch eine Rückforderung von EUR

34.500 zustehe.

Mit seiner Klage begehrt der Kläger -zwischenzeitig rechtskräftig als zu Recht bestehend erkannt - EUR 65.400 an monatlichen Pauschalentgelten für die Zeit von Februar bis September 2005. Zu der hier maßgeblichen eingewendeten Gegenforderung aus der Abrechnung des kroatischen Biodieselprojekts führte der Kläger aus, dass er für den Beklagten dieses vorbereitet und durchgeführt habe. Der Beklagte habe ihm zugesagt für sämtliche Zahlungen im Zusammenhang mit der Marktvorbereitung und Durchführung aufzukommen. Den Betrag von EUR

49.500 aber habe der Beklagte der kroatischen Gesellschaft und nicht dem Kläger zur Verfügung gestellt. Diese habe auch die Biodieselstudie erstellen lassen und dem Beklagten übermittelt. Die Klagevertreterin habe dem Beklagten auch eine Abrechnung über die gesamten EUR 49.500 zur Verfügung gestellt. Im übrigen sei der Kläger gar nicht passiv legitimiert, sondern nur die kroatische Gesellschaft.

Der Beklagte beantragte die Abweisung des Klagebegehrens und wendete unter anderem auch die hier maßgebliche Gegenforderung ein. Der Beklagte habe dem Kläger EUR 50.000 für das Biodieselprojekt in Kroatien übergeben. Davon seien noch EUR 34.500 offen und zurückzuzahlen. Der Kläger habe das Geld erhalten, habe auch die an ihn ausgestellten Rechnungen an den Beklagten weitergegeben und die Spesen abgerechnet. Der Kläger sei für die Rückforderung passiv klagslegitimiert.

Das Erstgericht gab dem Klagebegehren statt und erkannte die hier maßgebliche Gegenforderung als unberechtigt. Es ging insoweit rechtlich im Wesentlichen davon aus, dass der Kläger ja auch Geschäftsführer der kroatischen Gesellschaft gewesen sei, als er die Vereinbarung unterfertigt habe und dieser Gesellschaft ja auch das Geld zur Verfügung gestellt werden sollte. Nur diese Gesellschaft sei daher passiv klagslegitimiert.

Das Berufungsgericht gab der gegen dieses Urteil erhobenen Berufung des Beklagten nicht Folge. Zur Gegenforderung vertrat es rechtlich die Ansicht, dass die Zahlung für die kroatische Gesellschaft gewidmet gewesen sei. Diese habe das Geld treuhändig für den Beklagten halten sollen. Der Kläger habe diese Gesellschaft zwar beherrscht, sei aber nicht passiv klagslegitimiert. Das Berufungsgericht erachtete die ordentliche Revision als nicht zulässig, da es nur um die Auslegung von Verträgen und schlüssigen Willenserklärungen im Einzelfall gehe.

Nur gegen den Ausspruch hinsichtlich der mangelnden Berechtigung der Gegenforderung richtet sich die außerordentliche Revision des Beklagten.

Die außerordentliche Revision des Beklagten ist zulässig und berechtigt. Er zeigt zutreffend auf, dass das Berufungsgericht nicht ausreichend berücksichtigt hat, wodurch überhaupt ein unmittelbares Treuhandverhältnis zwischen dem Beklagten und der kroatischen Gesellschaft begründet hätte werden sollen bzw inwieweit es der Kläger bei Vertragsabschluss hätte offenlegen müssen, wenn er insoweit die Gesellschaft als Geschäftsführer vertreten und keine eigenen Verpflichtungen eingehen wolle.

Rechtliche Beurteilung

Im Wesentlichen als unstrittig zwischen den Parteien angesehen werden kann, dass das Biodieselprojekt als gescheitert beendet ist und die dafür vom Beklagten zur „Marktvorbereitung" geleistete Zahlung von EUR 49.500 abzurechnen ist und der verbleibende Betrag von diesem gefordert werden kann. Die Abrechnung ist nach dem übereinstimmenden Vorbringen der Parteien auch bereits erfolgt, jedoch offensichtlich - bisher ungeprüft - die Berechtigung einzelner Abrechnungsposten strittig.

Strittig ist hier aufgrund der Entscheidungen der Vorinstanzen vor allem, ob auch der Kläger selbst auf diesen strittigen Abrechnungsbetrag in Anspruch genommen werden kann oder nur die kroatische Gesellschaft.

Einzugehen ist damit auf die Annahme des Berufungsgerichtes, dass durch die Vereinbarung ein Treuhandverhältnis zwischen der kroatischen Gesellschaft, deren Alleingesellschafter und Geschäftsführer der Kläger war, und dem Beklagten zustande gekommen wäre.

Grundsätzlich ist davon auszugehen dass derjenige, der nicht im eigenem Namen, sondern in seiner Eigenschaft als vertretungsbefugtes Organ einer Gesellschaft Verträge abschließen will, dies eindeutig zum Ausdruck bringen muss, wenn dies dem Vertragspartner nicht ohne weiteres erkennbar ist (RIS-Justiz RS0019558 mwN; RIS-Justiz RS0019675 mwN etwa etw 9 ObA 236/92 - zu Bedeutung des Unternehmensbezogenheit; ähnlich RIS-Justiz RS0014561 - zur Beweislast). Dazu ist auch der Vertrag auszulegen. Die Auslegung von Verträgen hat zufolge § 914 ABGB nicht am „buchstäblichen Sinne des Ausdruckes" zu haften, sondern es ist unter Berücksichtigung aller Umstände die Absicht der Parteien zu erforschen (vgl RIS-Justiz RS0017817, RS0017915 uva). Es ist zunächst vom Wortsinn und der gewöhnlichen Bedeutung auszugehen, aber in weiterer Folge auch der Wille der Parteien im Sinne der dem Erklärungsempfänger erkennbaren Absicht des Erklärenden zu beurteilen bzw wäre letztlich auch die Übung des redlichen Verkehrs zur Auslegung heranzuziehen (vgl allgemein RIS-Justiz RS0017915 mwN etwa 9 ObA 142/05f oder RIS-Justiz RS0017797 mwN etwa OGH 8 ObA 34/05s). Dann, wenn die wörtliche Auslegung des schriftlichen Vertrages erfolglos ist, ist jedenfalls auf die Absicht der Parteien zurückzugreifen (vgl RIS-Justiz RS0017791, zuletzt etwa 3 Ob 2/98 oder RIS-Justiz RS0017865 mwN zuletzt 8 Ob 29/03b). Stets ist vom objektiven Erklärungswert der Willensäußerungen auszugehen (vgl RIS-Justiz RS0014160 mwN zuletzt 9 ObA 142/05f). Was nun die Bedeutung der „Parteienabsicht" im Sinne des § 914 anlangt, so ist damit nicht der unkontrollierbare Wille einer Partei gemeint, sondern im Wesentlichen der „Geschäftszweck" (vgl RIS-Justiz RS0017756 mwN zuletzt 1 Ob 211/99g; RIS-Justiz RS0000406 mwN zuletzt 9 ObA 83/98s; ähnlich auch RIS-Justiz RS0017781 mwN).

In der schriftlichen Vereinbarung wird nun ausdrücklich der Kläger persönlich als Vertragspartner genannt und nicht die Gesellschaft, die der Kläger schon in Ausführung früherer offensichtlich mündlicher Vereinbarungen mit dem Beklagten gegründet hat und deren Alleingesellschafter und Geschäftsführer er war. Der ja noch für den Beklagten im Rahmen der Pauschalvereinbarung beschäftigte Kläger selbst soll nach der Vereinbarung den Bereich Biodiesel in Kroatien „exklusiv, in Absprache" mit dem Beklagten für diesen „organisiert und exekutiert" und zu diesem Zweck die kroatische Gesellschaft gründen, also im Ergebnis heranziehen. Der Beklagte sollte das Projekt einerseits über allfällige Bankbürgschaften oder Kreditlinien zur Finanzierung von Rapslieferungen als auch durch Überweisung der - hier maßgeblichen - EUR 60.000 an die Gesellschaft zur treuhändigen Verwaltung zur Marktvorbereitung finanzieren. Hinsichtlich des verbleibenden Betrages wurde ihm als „Treugeber" ein Dispositionsrecht eingeräumt. Das Geld (EUR 49.500,--) wurde dem Kläger persönlich übergeben.

Aus dieser Vereinbarung ergibt sich aber, dass die Gründung und Beherrschung der Gesellschaft durch den Kläger Gegenstand des Vertrages und der von ihm übernommenen Verpflichtungen war. Vor diesem Hintergrund ist aber die Vereinbarung der treuhändigen Verwaltung der Gelder zur Markteinführung auch so - wie sie ja geschlossen wurde - als unmittelbare Verpflichtung zwischen der Vertragsparteien zu verstehen, zu deren Durchführung sich der Kläger eben der von ihm entsprechend der Vereinbarung zu gründenden Gesellschaft zu bedienen hat. Es ist von einer Gesamtverantwortung des Klägers für die im Auftrag des Beklagten durchzuführenden Geschäfte im Biodieselbereich auszugehen. Eine Situation im Sinne der oben dargestellten Rechtsprechung, wonach für den Beklagten ersichtlich gewesen wäre, dass sich der Kläger nicht persönlich verpflichten wollte, sondern nur die kroatische Gesellschaft, oder den Kläger daraus keine Verpflichtungen treffen sollten, liegt hier jedenfalls nicht vor. Dementsprechend hat der Kläger für die in der Vereinbarung übernommene Verpflichtung einzustehen und damit auch für die Abrechnung und die Rückzahlung.

Da diese aber aufgrund der vom Obersten Gerichtshof nicht geteilten Rechtsansicht der Vorinstanzen der Höhe nach ungeprüft blieb, war daher die Rechtssache an das Erstgericht zur ergänzenden Erörterung und Feststellung zurückzuverweisen.

Der Kostenvorbehalt gründet sich auf § 52 Abs 2 ZPO.

Anmerkung

E84102 8Ob87.06m

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2007:0080OB00087.06M.0418.000

Dokumentnummer

JJT_20070418_OGH0002_0080OB00087_06M0000_000