Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 9ObA36/95 9Ob243/01b 3O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0054895

Geschäftszahl

9ObA36/95; 9Ob243/01b; 3Ob205/04z; 3Ob318/04t; 6Ob24/05f; 10Ob39/03p; 10Ob22/05s; 6Ob67/05d; 7Ob99/05t; 7Ob152/05m; 10Ob127/05g; 10Ob102/05f; 6Ob300/05v; 3Ob11/06y; 6Ob34/06b; 9Ob42/05z; 10ObS116/06s; 7Ob189/06d; 4Ob218/06x; 2Ob258/06i; 6Ob276/06s; 7Ob281/06h; 7Ob104/07f; 9Ob25/07b; 1Ob189/07m; 5Ob267/07m; 10Ob11/08b; 8ObA33/08y; 2Ob245/08f; 4Ob76/10w; 2Ob140/10t; 1Ob208/10k; 8ObA2/11v; 4Ob160/11z; 4Ob150/12f

Entscheidungsdatum

28.06.1995

Norm

ZPO §519 Abs1 Z1 E4
ZPO §519 Abs1 Z1 G
ZPO §528 K

Rechtssatz

Es wäre ein unüberbrückbarer Wertungswiderspruch, wenn zwar im Berufungsverfahren die Verwerfung einer wegen Nichtigkeit erhobenen Berufung und die Ablehnung der beantragten Zurückweisung der Klage nicht angefochten werden könnte, ein inhaltsgleiches Rechtsschutzbegehren im Rekursverfahren aber einer Überprüfung in dritter Instanz zugänglich wäre. Die analoge Anwendung des § 519 Abs 1 Z 1 ZPO führt daher dazu, dass die Ansicht des Rekursgerichtes, für den vorliegenden Rechtsstreit sei der Rechtsweg zulässig, vom Obersten Gerichtshof nicht mehr geprüft werden kann.

Entscheidungstexte

  • 9 ObA 36/95
    Entscheidungstext OGH 28.06.1995 9 ObA 36/95
  • 9 Ob 243/01b
    Entscheidungstext OGH 27.03.2002 9 Ob 243/01b
  • 3 Ob 205/04z
    Entscheidungstext OGH 20.10.2004 3 Ob 205/04z
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Bejahung der Zuständigkeit des Erstgerichts. (T1)
  • 3 Ob 318/04t
    Entscheidungstext OGH 16.02.2005 3 Ob 318/04t
    Vgl; Beisatz: Hier: Bejahung des Prozesshindernisses der rechtskräftig entschiedenen Sache. (T2)
  • 6 Ob 24/05f
    Entscheidungstext OGH 17.03.2005 6 Ob 24/05f
  • 10 Ob 39/03p
    Entscheidungstext OGH 12.04.2005 10 Ob 39/03p
    Beisatz: Die Ansicht des Rekursgerichtes, für den vorliegenden Rechtsstreit seien die inländische Gerichtsbarkeit und die örtliche Zuständigkeit des Erstgerichtes gegeben, kann vom Obersten Gerichtshof nicht mehr geprüft werden. (T3)
  • 10 Ob 22/05s
    Entscheidungstext OGH 26.04.2005 10 Ob 22/05s
    Auch; Beisatz: Hier: Bejahung der internationalen Zuständigkeit des Erstgerichts. (T4)
  • 6 Ob 67/05d
    Entscheidungstext OGH 21.04.2005 6 Ob 67/05d
  • 7 Ob 99/05t
    Entscheidungstext OGH 25.05.2005 7 Ob 99/05t
    nur: Es wäre ein unüberbrückbarer Wertungswiderspruch, wenn zwar im Berufungsverfahren die Verwerfung einer wegen Nichtigkeit erhobenen Berufung und die Ablehnung der beantragten Zurückweisung der Klage nicht angefochten werden könnte, ein inhaltsgleiches Rechtsschutzbegehren im Rekursverfahren aber einer Überprüfung in dritter Instanz zugänglich wäre. (T5)
  • 7 Ob 152/05m
    Entscheidungstext OGH 11.07.2005 7 Ob 152/05m
    nur T5; Beisatz: Hier: Bejahung der Rechtswegzulässigkeit. (T6)
  • 10 Ob 127/05g
    Entscheidungstext OGH 08.11.2005 10 Ob 127/05g
    Beis wie T3
  • 10 Ob 102/05f
    Entscheidungstext OGH 08.11.2005 10 Ob 102/05f
  • 6 Ob 300/05v
    Entscheidungstext OGH 26.01.2006 6 Ob 300/05v
    Beisatz: Hier: Internationale Zuständigkeit und örtliche Zuständigkeit. (T7)
  • 3 Ob 11/06y
    Entscheidungstext OGH 15.02.2006 3 Ob 11/06y
    Vgl; Beis wie T4
  • 6 Ob 34/06b
    Entscheidungstext OGH 06.04.2006 6 Ob 34/06b
    Beisatz: Mehrere Räumungsklagen wegen titelloser Benützung - Prozesshindernis der entschiedenen Sache. (T8)
  • 9 Ob 42/05z
    Entscheidungstext OGH 12.07.2006 9 Ob 42/05z
    Beisatz: Nach der von der Lehre gebilligten Rsp des Obersten Gerichtshofs ist die im § 519 Abs 1 Z 1 ZPO für das Berufungsverfahren normierte Rechtsmittelbeschränkung analog auf das Rekursverfahren anzuwenden. (T9)
  • 10 ObS 116/06s
    Entscheidungstext OGH 17.08.2006 10 ObS 116/06s
    Beis wie T6; Beisatz: Auch das vorliegende Revisionsrekursverfahren ist nicht zweiseitig, weil Verfahrensgesetzen die Beantwortung eines jedenfalls unzulässigen Rechtsmittels fremd ist. (T10)
  • 7 Ob 189/06d
    Entscheidungstext OGH 13.09.2006 7 Ob 189/06d
    Auch; Beis wie T4
  • 4 Ob 218/06x
    Entscheidungstext OGH 21.11.2006 4 Ob 218/06x
    Vgl; Beisatz: Nach der wohl herrschenden Rechtsprechung ist der Revisionsrekurs gegen die Bejahung einer Prozessvoraussetzung durch das Rekursgericht absolut unzulässig. Die Frage der absoluten Unzulässigkeit bedarf hier aber keiner endgültigen Klärung. (T11); Beisatz: Hier wurde die internationale Zuständigkeit vom Erstgericht verneint und vom Rekursgericht bejaht. (T12)
  • 2 Ob 258/06i
    Entscheidungstext OGH 30.11.2006 2 Ob 258/06i
    Beis wie T4; Beis wie T7
  • 6 Ob 276/06s
    Entscheidungstext OGH 21.12.2006 6 Ob 276/06s
    Ausdrücklich gegenteilig; Beis wie T12; Beisatz: Hat das Rekursgericht in Abänderung der erstgerichtlichen Entscheidung eine Prozesseinrede verworfen und liegt kein anderer die Zulässigkeit ausschließender Grund des § 528 ZPO vor, kann der Oberste Gerichtshof zur Überprüfung der rekursgerichtlichen Entscheidung mit Revisionsrekurs angerufen werden. In einem solchen Fall kommt mangels vergleichbarer Ausgangssituation eine analoge Anwendung der Anfechtungsbeschränkungen des § 519 ZPO nicht in Betracht. (T13); Veröff: SZ 2006/192
  • 7 Ob 281/06h
    Entscheidungstext OGH 20.12.2006 7 Ob 281/06h
    Auch; nur T5; Beisatz: Die Ansicht, das Erstgericht habe über die Wiederaufnahmsklage unter Abstandnahme vom gebrauchten Zurückweisungsgrund zu entscheiden, stellt die Verneinung einer Nichtigkeit durch das Rekursgericht dar, die zufolge der auch hier gebotenen analogen Anwendung des § 519 Abs 1 Z 1 ZPO in dritter Instanz nicht mehr geltend gemacht und vom Obersten Gerichtshof nicht überprüft werden kann. (T14)
  • 7 Ob 104/07f
    Entscheidungstext OGH 20.06.2007 7 Ob 104/07f
    nur T5; Beis wie T14; Beisatz: Mit ausführlicher Begründung und Auseinandersetzung mit der Entscheidung 6 Ob 276/06s. (T15)
  • 9 Ob 25/07b
    Entscheidungstext OGH 08.08.2007 9 Ob 25/07b
    Ausdrücklich gegenteilig; Beis wie T12; Beis wie T13
  • 1 Ob 189/07m
    Entscheidungstext OGH 29.01.2008 1 Ob 189/07m
    Ausdrücklich gegenteilig
  • 5 Ob 267/07m
    Entscheidungstext OGH 11.12.2007 5 Ob 267/07m
    Ausdrücklich gegenteilig; Beis wie T12; Beis wie T13; Veröff: SZ 2007/196
  • 10 Ob 11/08b
    Entscheidungstext OGH 01.04.2008 10 Ob 11/08b
    Ausdrücklich gegenteilig; Beis wie T13
  • 8 ObA 33/08y
    Entscheidungstext OGH 10.07.2008 8 ObA 33/08y
    Ausdrücklich gegenteilig; Beisatz: Analoge Anwendung der Anfechtungsbeschränkungen des § 519 ZPO im Rekursverfahren verneint. (T16); Beisatz: Hier: Zuständigkeit nach Art 19 Nr 2 lit a EuGVVO vom Rekursgericht in Abänderung der erstinstanzlichen Entscheidung bejaht (unter Bezugnahme auf die Judikatur des EuGH zum „gewöhnlichen Arbeitsort"). (T17)
    Beisatz: Mit Auseinandersetzung mit der gegenteiligen Entscheidung 7 Ob 281/06h und Verweisen auf die herrschende Lehre. (T18)
    Beisatz: Zur neueren Rechtsprechung, welche eine analoge Anwendung der Anfechtungsbeschränkungen des § 519 ZPO im Rekursverfahren ablehhnt, vgl. auch RS0121604. (T19)
  • 2 Ob 245/08f
    Entscheidungstext OGH 25.06.2009 2 Ob 245/08f
    Ausdrücklich gegenteilig; Beis wie T13; Beis wie T19
  • 4 Ob 76/10w
    Entscheidungstext OGH 11.05.2010 4 Ob 76/10w
    Ausdrücklich gegenteilig; Beis wie T13; Beis wie T19
  • 2 Ob 140/10t
    Entscheidungstext OGH 02.12.2010 2 Ob 140/10t
    Auch; Vgl Beis wie T13
  • 1 Ob 208/10k
    Entscheidungstext OGH 23.02.2011 1 Ob 208/10k
    Ausdrücklich gegenteilig; Beis wie T6; Beis wie T13
  • 8 ObA 2/11v
    Entscheidungstext OGH 25.10.2011 8 ObA 2/11v
    Vgl; Veröff: SZ 2011/128
  • 4 Ob 160/11z
    Entscheidungstext OGH 20.12.2011 4 Ob 160/11z
    Vgl aber; nur T5; Beis wie T6; Beis wie T13; Beisatz: Wenn das Rekursgericht nach einer Sachentscheidung des Erstgerichts eine erstmals im Rechtsmittel geltend gemachte Nichtigkeit verneint, ist dies in dritter Instanz nicht mehr aufgreifbar. Hat das Rekursgericht hingegen eine zurückweisende Entscheidung des Erstgerichts behoben und die Einrede verworfen, ist dies nach § 528 ZPO bekämpfbar; eine analoge Anwendung des § 519 ZPO kommt diesfalls nicht in Betracht. (T20); Veröff: SZ 2011/151
  • 4 Ob 150/12f
    Entscheidungstext OGH 18.10.2012 4 Ob 150/12f
    Vgl aber; Beis wie T6

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1995:RS0054895

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

26.06.2013

Dokumentnummer

JJR_19950628_OGH0002_009OBA00036_9500000_001

Rechtssatz für 9NdA4/97 7Ob375/97s 7Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0109078

Geschäftszahl

9NdA4/97; 7Ob375/97s; 7Ob132/00p; 6Ob319/99a; 7Ob127/01d; 7Ob291/02y; 7Ob189/03z; 2Ob106/04h; 5Ob49/06a; 4Ob174/06a; 6Ob276/06s; 1Ob74/07z; 4Nc3/08s; 16Ok3/08; 6Ob133/08i; 3Ob182/08y; 4Ob203/08v; 12Os135/07f; 6Nc17/10t; 4Ob2/12s; 4Ob33/12z; 6Ob145/12k; 2Ob222/14g; 1Ob237/15g; 4Ob214/15x; 4Ob120/16z; 10Ob74/16d; 8Ob50/17m; 8Ob62/17a; 4Ob55/18v; 3Ob185/18d; 4Ob185/18m; 2Ob183/18b; 4Ob186/18h; 10Ob80/18i; 9Ob71/18h; 8Ob130/18b; 8Ob154/18g; 8Ob129/18f; 5Ob240/18g; 9Ob8/19w; 8Ob31/19w; 8Ob30/19y; 4Ob69/19d; 8Ob45/19d; 4Ob138/19a

Entscheidungsdatum

13.01.1998

Norm

EuGVÜ Art5
LGVÜ Art5 Z3
LGVÜ II 2007 Art5 Z3
Verordnung (EG) Nr 44/2001 des Rates 32001R0044 Brüssel I-Verordnung (EuGVVO) Art5 Nr3
EUGVVO 2012 Art7 Nr2

Rechtssatz

Der Begriff "unerlaubte Handlung" ist nach Ansicht des EuGH als autonomer Begriff anzusehen, der sich auf alle Klagen bezieht, mit denen eine Schadenshaftung geltend gemacht wird und die nicht an einen "Vertrag" im Sinne von Art 5 Nr 1 anknüpfen.

Entscheidungstexte

  • 9 Nda 4/97
    Entscheidungstext OGH 13.01.1998 9 Nda 4/97
    Veröff: SZ 71/1
  • 7 Ob 375/97s
    Entscheidungstext OGH 27.01.1998 7 Ob 375/97s
    Vgl auch; Beisatz: Einer unerlaubten Handlung sind Ansprüche aus der Gefährdungshaftung gleichgestellt, nicht dagegen Ansprüche aus ungerechtfertigter Bereicherung. (T1)
  • 7 Ob 132/00p
    Entscheidungstext OGH 28.06.2000 7 Ob 132/00p
    Beisatz: Unter Art 5 Z 3 LGVÜ fallen zum Beispiel Straßenverkehrsunfälle, Umweltbeeinträchtigungen, Schädigungen durch fehlerhafte Produkte und Schutzgesetzverstöße, auch reine Produkthaftungsansprüche. (T2)
    Beisatz: Die vertraglichen Beziehungen bilden die Grenze. Klagen, die auf Verletzung von vertraglichen Pflichten gestützt werden, fallen nicht unter Art 5 Nr 3. Der EuGH stellt darauf ab, ob die Pflichten, aus deren Verletzung der deliktische Schadenersatzanspruch hergeleitet wird, in einem so engen Zusammenhang mit einem Vertrag stehen, dass dieses vertragliche Element ganz im Vordergrund steht und auch den Charakter des deliktischen Rechtsverhältnisses ganz entscheidend prägt. In solchen Fällen ist Art 5 Nr 3 unanwendbar. (T3)
    Veröff: SZ 73/106
  • 6 Ob 319/99a
    Entscheidungstext OGH 30.08.2000 6 Ob 319/99a
    Beis wie T1; Beisatz: Ansprüche aus ungerechtfertigter Bereicherung können nicht beim Gerichtsstand für Deliktsklagen geltend gemacht werden. Das gilt selbst für solche Bereicherungsansprüche, die aus einem Eingriff in Rechtsgüter des Entreicherten herrühren, weil mit ihnen nur die Rückgängigmachung der Entreicherung, nicht aber Schadenersatz begehrt wird. (T4)
  • 7 Ob 127/01d
    Entscheidungstext OGH 17.04.2002 7 Ob 127/01d
    Beis wie T2; Beis wie T3
  • 7 Ob 291/02y
    Entscheidungstext OGH 29.01.2003 7 Ob 291/02y
    Auch; Beis wie T3; Beisatz: Unter Art 5 Z 3 EuGVÜ/LGVÜ fallen unterschiedliche "Deliktstypen" wie Straßenverkehrsunfälle, Umweltbeeinträchtigungen, Kartellverstöße, unlauterer Wettbewerb, Verletzung von Immaterialgüterrechten und dergleichen. (T5)
    Beisatz: Bei einem "Vertrag" im Sinn des Art 5 Z 1 EuGVÜ/LGVÜ muss es sich im einen Vertrag zwischen den Streitparteien handeln. (T6)
    Veröff: SZ 2003/11
  • 7 Ob 189/03z
    Entscheidungstext OGH 10.09.2003 7 Ob 189/03z
    Auch; Beisatz: Der Begriff der unerlaubten Handlung oder einer Handlung, die einer unerlaubten Handlung gleichgestellt ist, bezieht sich im Sinne von Art 5 Nr 3 EuGVÜ nach ständiger Rechtsprechung des EuGH auf alle nicht an einen Vertrag im Sinne von Art 5 Nr 1 EuGVÜ anknüpfenden Klagen, mit denen eine Schadenshaftung des Beklagten geltend gemacht wird. (T7)
  • 2 Ob 106/04h
    Entscheidungstext OGH 20.02.2006 2 Ob 106/04h
    Auch; Beisatz: Die Bestimmung ist nicht auf Personen- und Sachschäden beschränkt. Sie erfasst auch Ansprüche auf den Ersatz reiner Vermögensschäden, etwa aufgrund von culpa in contrahendo oder aufgrund deliktischen Verhaltens des Organs eines insolventen Vertragspartners. (T8)
  • 5 Ob 49/06a
    Entscheidungstext OGH 07.03.2006 5 Ob 49/06a
    Vgl auch; Beis wie T1; Beis wie T2; Beis wie T3; Beis wie T4
  • 4 Ob 174/06a
    Entscheidungstext OGH 17.10.2006 4 Ob 174/06a
    Auch; Beis wie T4; Beisatz: Ansprüche auf eine angemessene Vergütung nach § 42b Abs 1 UrhG (Leerkassettenvergütung) sind nicht Ansprüche aus einer unerlaubten Handlung oder einer Handlung, die einer unerlaubten Handlung gleichgestellt ist; sie fallen daher nicht unter Art 5 Nr 3 EuGVVO. (T9)
    Veröff: SZ 2006/156
  • 6 Ob 276/06s
    Entscheidungstext OGH 21.12.2006 6 Ob 276/06s
    Beisatz: Die autonome Auslegung der Begriffe „Vertrag" und „unerlaubte Handlung" führt dazu, dass es für die Zuordnung von Ansprüchen aus vorvertraglicher Haftung zum Gerichtsstand nach Nr 1 oder Nr 3 des Art 5 EuGVVO nicht darauf ankommen kann, ob derartige Ansprüche in den jeweiligen nationalen Rechtsordnungen dem Vertrags- oder dem Deliktsrecht zugeordnet werden. (T10)
    Beisatz: Hier: Der Kläger stützte seinen Schadenersatzanspruch auf die Verletzung vorvertraglicher Schutz-, Warn-und Aufklärungspflichten - unter Anwendung der Grundsätze der Entscheidung des EuGH Tacconi Rs C-334/00 Bejahung des Gerichtsstandes nach Art 5 Nr 3 EuGVVO. (T11)
    Veröff: SZ 2006/192
  • 1 Ob 74/07z
    Entscheidungstext OGH 03.05.2007 1 Ob 74/07z
    Vgl; Beisatz: Hier: Geltendmachung einer Haftung als falsus procurator - Anwendbarkeit des Art 5 Nr 3 EuGVVO bejaht. (T12)
  • 4 Nc 3/08s
    Entscheidungstext OGH 20.02.2008 4 Nc 3/08s
    Beis wie T5
  • 16 Ok 3/08
    Entscheidungstext OGH 16.07.2008 16 Ok 3/08
    nur: Der Begriff "unerlaubte Handlung" ist nach Ansicht des EuGH als autonomer Begriff anzusehen. (T13)
    Beis wie T5; Beisatz: Hier: EuGVVO. (T14)
    Veröff: SZ 2008/102
  • 6 Ob 133/08i
    Entscheidungstext OGH 07.08.2008 6 Ob 133/08i
    Vgl; Beisatz: Hier: Zwischenstreit nach Einrede der internationalen Unzuständigkeit. (T15)
    Beisatz: Der zwischen der beklagten Partei und der Leasingnehmerin der Klägerin abgeschlossene Wartungsvertrag vermag einen vertraglichen Anspruch der klagenden Partei gegen die beklagte Partei im Sinne des Art 5 EuGVVO nicht zu begründen. (T16)
    Beisatz: Durch den nach den Klagsbehauptungen von der beklagten Partei verschuldeten Flugzeugabsturz wurde in das Eigentumsrecht der klagenden Partei, mithin ein absolut geschütztes Rechtsgut, eingegriffen. (T17)
  • 3 Ob 182/08y
    Entscheidungstext OGH 19.11.2008 3 Ob 182/08y
    Beis wie T4; Beisatz: Art 5 Nr 3 EuGVVO ist anwendbar, wenn der Klageanspruch auf eine nach dem Strafrecht strafbare Handlung gestützt wird. (T18)
    Bem: Siehe RS0124294. (T19)
  • 4 Ob 203/08v
    Entscheidungstext OGH 18.11.2008 4 Ob 203/08v
    Vgl auch; Beisatz: Der Begriff des schädigenden Ereignisses in Art 5 Nr 3 EuGVVO ist weit zu verstehen. Er erfasst im Bereich des Verbraucherschutzes unter anderem Angriffe auf die Rechtsordnung eines Mitgliedstaats durch die Verwendung missbräuchlicher Klauseln, deren Verhinderung die Aufgabe von klagebefugten Verbänden ist. (T20)
    Beisatz: Hier: Klage der Bundesarbeitskammer gegen das Erwecken eines unrichtigen Eindrucks über die Unentgeltlichkeit der im Internetauftritt der Beklagten angebotenen Dienste und gegen das dortige Fehlen gesetzlich vorgesehener Informationen jeweils im Geschäftsverkehr mit in Österreich ansässigen Kunden: Damit liegt ein „Angriff" auf die österreichische Rechtsordnung vor. Auf welchem technischen Weg dieser „Angriff" erfolgt, ist unerheblich. (T21)
  • 12 Os 135/07f
    Entscheidungstext OGH 15.01.2009 12 Os 135/07f
    Vgl; Beisatz: Anspruch auf Urteilsveröffentlichung nach § 34 MedienG. Die Entscheidung nach § 34 Abs 4 MedienG ist eine Entscheidung zivilrechtlicher Art im Sinn der EuGVVO. (T22)
    Beisatz: Die Urteilsveröffentlichung ist gemäß § 34 Abs 4 letzter Satz MedienG im Wege der Verhängung von Geldbußen gemäß § 20 MedienG auch gegenüber ausländischen Medien, soweit sie in territorialer Hinsicht unter das Regime der EuGVVO fallen, durchsetzbar. (T23)
  • 6 Nc 17/10t
    Entscheidungstext OGH 30.08.2010 6 Nc 17/10t
    Vgl auch; Beisatz: Art 5 Nr 3 EuGVVO ist auf Klagen aufgrund einer Ehrenbeleidigung einschließlich der Geltendmachung von Gegendarstellungen der grenzüberschreitenden Veröffentlichungen anzuwenden. Der Kläger kann daher seine Klage bei dem Gericht einbringen, wo der Empfänger der inkriminierten Mitteilungen seinen Sitz hat. (T24)
  • 4 Ob 2/12s
    Entscheidungstext OGH 28.02.2012 4 Ob 2/12s
  • 4 Ob 33/12z
    Entscheidungstext OGH 10.07.2012 4 Ob 33/12z
    Beisatz: Für die Zuständigkeit nach Art 5 Nr 3 EuGVVO ist es grundsätzlich bedeutungslos, wo der Kläger seinen (Wohn‑)Sitz hat. (T25)
  • 6 Ob 145/12k
    Entscheidungstext OGH 16.11.2012 6 Ob 145/12k
    Vgl; Beis wie T24 nur: Art 5 Nr 3 EuGVVO ist auch auf Klagen aufgrund einer Ehrenbeleidigung einschließlich der Geltendmachung von Gegendarstellungen bei grenzüberschreitenden Veröffentlichungen anzuwenden. (T26)
  • 2 Ob 222/14g
    Entscheidungstext OGH 22.01.2015 2 Ob 222/14g
    Beisatz: Der EuGH hat in der grundsätzlichen Entscheidung Rs 21/76, Bier/Mines de Potasse, Slg 1976, 1735 die Auffassung vertreten, dass „der Ort, an dem das schädigende Ereignis eingetreten ist“ im Sinne einer autonomen Auslegung des Art 5 Nr 3 EuGVVO nach Wahl des Klägers sowohl den Erfolgsort oder Schadenseintrittsort (= Ort, an dem der Schaden eingetreten ist), als auch den Handlungsort (= Ort des dem Schaden zugrunde liegenden ursächlichen Geschehens) umfasse. Fallen beide Orte auseinander (Distanzdelikt), könne der Kläger zwischen dem Handlungsort und dem Erfolgsort als Anknüpfungspunkt für die Zuständigkeit wählen. (T27)
    Beisatz: Das Kriterium des Erfolgsorts ist einschränkend auszulegen. Nur der Ort des Eintritts des Erstschadens, nicht dagegen der Ort des Eintritts allfälliger Folgeschäden ist zuständigkeitsbegründend. (T28)
  • 1 Ob 237/15g
    Entscheidungstext OGH 28.01.2016 1 Ob 237/15g
    Auch; Beisatz: Die Zuhilfenahme gerichtlich vorgesehener Instrumente zur Durchsetzung einer vermeintlich zustehenden Forderung ist zulässig ‑ keine unerlaubte Handlung iSd § 5 Nr 3 LGVÜ 2007. (T29)
    Beisatz: Die bloße Aufforderung einer Partei eine Forderung zu begleichen, ist ohne Hinzutreten weiterer Umstände, die eine unerlaubte Handlung bzw einen Eingriff in eine rechtlich geschützte Position nahelegen, keine unerlaubte Handlung iSd Art 5 Nr 3 LGVÜ II 2007. (T30)
  • 4 Ob 214/15x
    Entscheidungstext OGH 23.02.2016 4 Ob 214/15x
    Beis wie T27; Beisatz: Darunter fallen insbesondere auch Ansprüche aus unlauterem Wettbewerb und Verletzungen von Persönlichkeitsrechten in Printmedien und im Internet. (T31)
  • 4 Ob 120/16z
    Entscheidungstext OGH 30.08.2016 4 Ob 120/16z
    Auch; Beis wie T31
  • 10 Ob 74/16d
    Entscheidungstext OGH 20.12.2016 10 Ob 74/16d
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Internationale Zuständigkeit für eine auf Unterlassung einer Beeinträchtigung der Benützung eines in Österreich gelegenen gemieteten Autoabstellplatzes gerichtete publizianische Klage (§ 372 ABGB) bejaht. (T32)
    Veröff: SZ 2016/140
  • 8 Ob 50/17m
    Entscheidungstext OGH 30.05.2017 8 Ob 50/17m
    Vgl auch; Beisatz: Bei Ansprüchen aus der Prospekthaftung oder der Verletzung gesetzlicher Informationspflichten handelt es sich um deliktische Ansprüche iSd Art 5 Nr 3 EuGVVO 2001. (T33)
    Beisatz: Werden in einer Klage sowohl vertragliche als auch deliktische Ansprüche geltend gemacht, ist die internationale Zuständigkeit für die einzelnen Ansprüche jeweils gesondert zu prüfen. (T34)
  • 8 Ob 62/17a
    Entscheidungstext OGH 30.05.2017 8 Ob 62/17a
    Vgl auch; Beis wie T33; Beis wie T34
  • 4 Ob 55/18v
    Entscheidungstext OGH 22.03.2018 4 Ob 55/18v
    Auch; Beis wie T27; Beisatz: Negative Feststellungsklage. (T35)
  • 3 Ob 185/18d
    Entscheidungstext OGH 24.10.2018 3 Ob 185/18d
    Auch
  • 4 Ob 185/18m
    Entscheidungstext OGH 23.10.2018 4 Ob 185/18m
    Auch; Beis wie T33; Beis wie T34
  • 2 Ob 183/18b
    Entscheidungstext OGH 30.10.2018 2 Ob 183/18b
    Vgl auch; Beis wie T15
  • 4 Ob 186/18h
    Entscheidungstext OGH 27.11.2018 4 Ob 186/18h
    Beis wie T15
  • 10 Ob 80/18i
    Entscheidungstext OGH 20.11.2018 10 Ob 80/18i
    Auch; Beis wie T15; Beis wie T33; Beis wie T34
  • 9 Ob 71/18h
    Entscheidungstext OGH 17.12.2018 9 Ob 71/18h
    Auch; Beis wie T15
  • 8 Ob 130/18b
    Entscheidungstext OGH 26.11.2018 8 Ob 130/18b
    Auch; Beis wie T15
  • 8 Ob 154/18g
    Entscheidungstext OGH 25.01.2019 8 Ob 154/18g
    Auch; Beis wie T15; Beis wie T33; Beis wie T34
  • 8 Ob 129/18f
    Entscheidungstext OGH 25.01.2019 8 Ob 129/18f
    Auch; Beis wie T15
  • 5 Ob 240/18g
    Entscheidungstext OGH 20.02.2019 5 Ob 240/18g
    Beis wie T15; Beis wie T27
  • 9 Ob 8/19w
    Entscheidungstext OGH 28.03.2019 9 Ob 8/19w
    Beis wie T15; Beis wie T27
  • 8 Ob 31/19w
    Entscheidungstext OGH 25.03.2019 8 Ob 31/19w
    Vgl auch; Beis wie T15
  • 8 Ob 30/19y
    Entscheidungstext OGH 29.04.2019 8 Ob 30/19y
    Vgl auch; Beis wie T27
  • 4 Ob 69/19d
    Entscheidungstext OGH 28.05.2019 4 Ob 69/19d
    Beis wie T15
  • 8 Ob 45/19d
    Entscheidungstext OGH 27.06.2019 8 Ob 45/19d
    Vgl; Beis wie T15
  • 4 Ob 138/19a
    Entscheidungstext OGH 24.09.2019 4 Ob 138/19a
    Beis wie T15

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1998:RS0109078

Im RIS seit

12.02.1998

Zuletzt aktualisiert am

25.11.2019

Dokumentnummer

JJR_19980113_OGH0002_009NDA00004_9700000_002

Rechtssatz für 4Ob12/06b 4Ob218/06x 6O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0120715

Geschäftszahl

4Ob12/06b; 4Ob218/06x; 6Ob276/06s; 6Ob132/07s; 6Ob167/07p; 4Ob165/07d; 1Ob189/07m; 8ObA33/08y; 1Ob208/10k; 4Ob160/11z; 8Ob72/12i; 4Ob150/12f; 6Ob7/13t

Entscheidungsdatum

14.03.2006

Norm

AußStrG 2005 §66 Abs1 Z1 AIB
ZPO §519 Abs1 Z1 G
ZPO §528 A
ZPO §528 L

Rechtssatz

Selbst wenn der Revisionsrekurs gegen die Verneinung einer Nichtigkeit unzulässig sein sollte, wäre die Abänderung einer erstinstanzlichen Antragszurückweisung doch anders zu beurteilen. Hier fehlt jenes Element, das die Unzulässigkeit des Revisionsrekurses sonst (allenfalls) trägt: die höhere Richtigkeitsgewähr bei übereinstimmenden Entscheidungen der Vorinstanzen. Wenn sogar die Nichtigkeit eines erstinstanzlichen Verfahrens, die auf einem Auftrag des Rekursgerichtes beruht, an den Obersten Gerichtshof herangetragen werden kann, dann muss der dazu führende Beschluss des Rekursgerichtes selbst um so eher bekämpfbar sein.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 12/06b
    Entscheidungstext OGH 14.03.2006 4 Ob 12/06b
    Veröff: SZ 2006/37
  • 4 Ob 218/06x
    Entscheidungstext OGH 21.11.2006 4 Ob 218/06x
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Verfahren nach der ZPO, jedoch Darstellung der Rechtsprechung zu dieser Frage. (T1)
  • 6 Ob 276/06s
    Entscheidungstext OGH 21.12.2006 6 Ob 276/06s
    Vgl auch; Beis ähnlich T1; Beisatz: Hat das Rekursgericht in Abänderung der erstgerichtlichen Entscheidung eine Prozesseinrede verworfen und liegt kein anderer die Zulässigkeit ausschließender Grund des § 528 ZPO vor, kann der Oberste Gerichtshof zur Überprüfung der rekursgerichtlichen Entscheidung mit Revisionsrekurs angerufen werden. In einem solchen Fall kommt mangels vergleichbarer Ausgangssituation eine analoge Anwendung der Anfechtungsbeschränkungen des § 519 ZPO nicht in Betracht. (T2); Veröff: SZ 2006/192
  • 6 Ob 132/07s
    Entscheidungstext OGH 13.09.2007 6 Ob 132/07s
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Verfahren nach dem FBG. Im neuen Außerstreitverfahren kann eine vom Rekursgericht verneinte Nichtigkeit des erstinstanzlichen Verfahrens im Revisionsrekurs neuerlich geltend gemacht werden. (T3); Veröff: SZ 2007/144
  • 6 Ob 167/07p
    Entscheidungstext OGH 13.09.2007 6 Ob 167/07p
    Vgl auch; Beis wie T3
  • 4 Ob 165/07d
    Entscheidungstext OGH 13.11.2007 4 Ob 165/07d
    Vgl; Bem: Diese Entscheidung zur Unzulässigkeit der Revision nach Verneinung eines Prozesshindernisses durch das Berufungsgericht differenziert ebenfalls diesen Fall von der Abänderung einer vom Erstgericht ausgesprochenen Klagszurückweisung. (T4)
  • 1 Ob 189/07m
    Entscheidungstext OGH 29.01.2008 1 Ob 189/07m
    Vgl auch; Beis wie T2
  • 8 ObA 33/08y
    Entscheidungstext OGH 10.07.2008 8 ObA 33/08y
    Vgl auch; Beisatz: Analoge Anwendung der Anfechtungsbeschränkungen des § 519 ZPO im Rekursverfahren verneint. (T5); Beisatz: Hier: Zuständigkeit nach Art 19 Nr 2 lit a EuGVVO vom Rekursgericht in Abänderung der erstinstanzlichen Entscheidung bejaht (unter Bezugnahme auf die Judikatur des EuGH zum „gewöhnlichen Arbeitsort"). (T6); Beisatz: Mit Auseinandersetzung mit der gegenteiligen Entscheidung 7 Ob 281/06h und Verweisen auf die herrschende Lehre. (T7); Beisatz: Zur neueren Rechtsprechung, welche eine analoge Anwendung der Anfechtungsbeschränkungen des § 519 ZPO im Rekursverfahren ablehhnt, vgl. auch RS0121604. (T8)
  • 1 Ob 208/10k
    Entscheidungstext OGH 23.02.2011 1 Ob 208/10k
    Vgl auch; Beis wie T2
  • 4 Ob 160/11z
    Entscheidungstext OGH 20.12.2011 4 Ob 160/11z
    Vgl auch; Beis wie T2; Beisatz: Wenn das Rekursgericht nach einer Sachentscheidung des Erstgerichts eine erstmals im Rechtsmittel geltend gemachte Nichtigkeit verneint, ist dies in dritter Instanz nicht mehr aufgreifbar. Hat das Rekursgericht hingegen eine zurückweisende Entscheidung des Erstgerichts behoben und die Einrede verworfen, ist dies nach § 528 ZPO bekämpfbar; eine analoge Anwendung des § 519 ZPO kommt diesfalls nicht in Betracht. (T9); Veröff: SZ 2011/151
  • 8 Ob 72/12i
    Entscheidungstext OGH 28.06.2012 8 Ob 72/12i
    Vgl auch; Beisatz: Eine abändernde Entscheidung des Rekursgerichts, mit der das Vorliegen eines Prozesshindernisses verneint wird, ist unter den Bedingungen des § 528 ZPO anfechtbar. (T10)
  • 4 Ob 150/12f
    Entscheidungstext OGH 18.10.2012 4 Ob 150/12f
    Vgl auch; Vgl auch Beis wie T2
  • 6 Ob 7/13t
    Entscheidungstext OGH 08.05.2013 6 Ob 7/13t
    Vgl auch; Beis wie T2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2006:RS0120715

Im RIS seit

13.04.2006

Zuletzt aktualisiert am

30.10.2013

Dokumentnummer

JJR_20060314_OGH0002_0040OB00012_06B0000_001

Rechtssatz für 6Ob276/06s 7Ob104/07f 4...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0121604

Geschäftszahl

6Ob276/06s; 7Ob104/07f; 4Ob87/07h; 1Ob114/07g; 1Ob189/07m; 10Ob11/08b; 8ObA33/08y; 2Ob245/08f; 6Ob225/09w; 6Ob24/10p; 3Ob12/10a; 4Ob76/10w; 2Ob140/10t; 1Ob208/10k; 4Ob160/11z; 8Ob61/12x; 4Ob150/12f; 4Ob119/13y; 6Ob7/13t; 4Ob86/15y

Entscheidungsdatum

21.12.2006

Norm

ZPO §519 Abs1 Z1 G
ZPO §528 A
ZPO §528 L

Rechtssatz

Hat das Rekursgericht in Abänderung der erstgerichtlichen Entscheidung eine Prozesseinrede verworfen und liegt kein anderer die Zulässigkeit ausschließender Grund des § 528 ZPO vor, kann der Oberste Gerichtshof zur Überprüfung der rekursgerichtlichen Entscheidung mit Revisionsrekurs angerufen werden. In einem solchen Fall kommt mangels vergleichbarer Ausgangssituation eine analoge Anwendung der Anfechtungsbeschränkungen des § 519 ZPO nicht in Betracht.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 276/06s
    Entscheidungstext OGH 21.12.2006 6 Ob 276/06s
    Beisatz: Hier: Einrede der mangelnden inländischen Gerichtsbarkeit. (T1)
    Veröff: SZ 2006/192
  • 7 Ob 104/07f
    Entscheidungstext OGH 20.06.2007 7 Ob 104/07f
    Vgl aber; Beisatz: Wenn das Rekursgericht mit Beschluss dem Erstgericht - in Abänderung der Zurückweisung einer Wiederaufnahmsklage - die Entscheidung unter Abstandnahme vom gebrauchten Zurückweisungsgrund aufträgt, ist jedenfalls weiterhin eine analoge Anwendung des § 519 Abs 1 Z 1 ZPO geboten und kann daher nicht mit einem Revisionsrekurs bekämpft werden. (T2)
  • 4 Ob 87/07h
    Entscheidungstext OGH 13.11.2007 4 Ob 87/07h
    Veröff: SZ 2007/177
  • 1 Ob 114/07g
    Entscheidungstext OGH 29.11.2007 1 Ob 114/07g
  • 1 Ob 189/07m
    Entscheidungstext OGH 29.01.2008 1 Ob 189/07m
    Auch
  • 10 Ob 11/08b
    Entscheidungstext OGH 01.04.2008 10 Ob 11/08b
  • 8 ObA 33/08y
    Entscheidungstext OGH 10.07.2008 8 ObA 33/08y
    Auch; Beisatz: Hier: Zuständigkeit nach Art 19 Nr 2 lit a EuGVVO vom Rekursgericht in Abänderung der erstinstanzlichen Entscheidung bejaht (unter Bezugnahme auf die Judikatur des EuGH zum „gewöhnlichen Arbeitsort"). (T3)
    Beisatz: Mit Auseinandersetzung mit der gegenteiligen Entscheidung 7 Ob 281/06h und Verweisen auf die herrschende Lehre. (T4)
  • 2 Ob 245/08f
    Entscheidungstext OGH 25.06.2009 2 Ob 245/08f
  • 6 Ob 225/09w
    Entscheidungstext OGH 18.02.2010 6 Ob 225/09w
    Auch
  • 6 Ob 24/10p
    Entscheidungstext OGH 18.02.2010 6 Ob 24/10p
    Auch; Bem: Hier: Verhalten der Anlageberatungsgesellschaft wurde der Abwicklungsbank zugerechnet. (T5)
  • 3 Ob 12/10a
    Entscheidungstext OGH 24.03.2010 3 Ob 12/10a
    Veröff: SZ 2010/26
  • 4 Ob 76/10w
    Entscheidungstext OGH 11.05.2010 4 Ob 76/10w
    Auch
  • 2 Ob 140/10t
    Entscheidungstext OGH 02.12.2010 2 Ob 140/10t
    Vgl
  • 1 Ob 208/10k
    Entscheidungstext OGH 23.02.2011 1 Ob 208/10k
  • 4 Ob 160/11z
    Entscheidungstext OGH 20.12.2011 4 Ob 160/11z
    Auch; Beisatz: Wenn das Rekursgericht nach einer Sachentscheidung des Erstgerichts eine erstmals im Rechtsmittel geltend gemachte Nichtigkeit verneint, ist dies in dritter Instanz nicht mehr aufgreifbar. Hat das Rekursgericht hingegen eine zurückweisende Entscheidung des Erstgerichts behoben und die Einrede verworfen, ist dies nach § 528 ZPO bekämpfbar; eine analoge Anwendung des § 519 ZPO kommt diesfalls nicht in Betracht. (T6)
    Veröff: SZ 2011/151
  • 8 Ob 61/12x
    Entscheidungstext OGH 30.05.2012 8 Ob 61/12x
    Auch
  • 4 Ob 150/12f
    Entscheidungstext OGH 18.10.2012 4 Ob 150/12f
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Zulässigkeit des Rechtswegs. (T7)
  • 4 Ob 119/13y
    Entscheidungstext OGH 09.07.2013 4 Ob 119/13y
    Vgl auch; Beis wie T7; Beisatz: Hier: Internationale Unzuständigkeit. (T8)
  • 6 Ob 7/13t
    Entscheidungstext OGH 08.05.2013 6 Ob 7/13t
  • 4 Ob 86/15y
    Entscheidungstext OGH 16.06.2015 4 Ob 86/15y

Schlagworte

Bem: Vgl zur älteren gegenteiligen Rsp RS0054895.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2006:RS0121604

Im RIS seit

20.01.2007

Zuletzt aktualisiert am

24.08.2015

Dokumentnummer

JJR_20061221_OGH0002_0060OB00276_06S0000_001