Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 4Ob301/86 4Ob320/86 4Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0051450

Geschäftszahl

4Ob301/86; 4Ob320/86; 4Ob340/86; 4Ob29/88; 4Ob62/88; 4Ob123/89; 4Ob311/98h; 4Ob54/99s; 4Ob212/99a; 4Ob211/99d; 4Ob304/99f; 4Ob20/00w; 4Ob208/06a; 4Ob27/08m; 17Ob14/10y; 4Ob117/16h; 4Ob190/17w

Entscheidungsdatum

18.02.1986

Norm

AMG §1 Abs1

Rechtssatz

Für die Beurteilung, ob ein Arzneimittel vorliegt oder nicht, sind grundsätzlich zwei Kriterien maßgebend, nämlich einerseits die objektive Zweckbestimmung und andererseits die subjektive Zweckbestimmung durch den Hersteller, Depositeur, Großhändler usw. Im Regelfall werden beide Voraussetzungen gleichzeitig zutreffen, dh einem als Arzneimittel bezeichneten Mittel werden auch nach der allgemeinen Verkehrsauffassung arzneiliche Wirkungen zukommen. - "Gesundheitstees".

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 301/86
    Entscheidungstext OGH 18.02.1986 4 Ob 301/86
    Veröff: SZ 59/32 = EvBl 1986/100 S 368 = ÖBl 1986,45 = ern 1986,894
  • 4 Ob 320/86
    Entscheidungstext OGH 08.04.1986 4 Ob 320/86
    Veröff: RdW 1986,243
  • 4 Ob 340/86
    Entscheidungstext OGH 15.12.1986 4 Ob 340/86
    Beisatz: Gesundheitstees II (T1) Veröff: ÖBl 1987,71
  • 4 Ob 29/88
    Entscheidungstext OGH 28.06.1988 4 Ob 29/88
    nur: Für die Beurteilung, ob ein Arzneimittel vorliegt oder nicht, sind grundsätzlich zwei Kriterien maßgebend, nämlich einerseits die objektive Zweckbestimmung und andererseits die subjektive Zweckbestimmung durch den Hersteller, Depositeur, Großhändler usw. (T2); Beisatz: Ein Arzneimittel liegt daher immer dann vor, wenn auch nur eine dieser Zweckbestimmungen gegeben ist. (T3)
  • 4 Ob 62/88
    Entscheidungstext OGH 12.07.1988 4 Ob 62/88
    nur T2; Beis wie T3
  • 4 Ob 123/89
    Entscheidungstext OGH 17.10.1989 4 Ob 123/89
    Beisatz: Die subjektive Zweckbestimmung kann den objektiven Zweck des Mittels nicht ändern (hier: "Kosmetisches Mittel"). - "Kiefernbalsam". (T4) Veröff: ern 1989,767
  • 4 Ob 311/98h
    Entscheidungstext OGH 23.02.1999 4 Ob 311/98h
    Auch; nur T2; Beis wie T3
  • 4 Ob 54/99s
    Entscheidungstext OGH 13.04.1999 4 Ob 54/99s
    Auch; nur T2; Beis wie T3
  • 4 Ob 212/99a
    Entscheidungstext OGH 14.09.1999 4 Ob 212/99a
    Auch; nur T2
  • 4 Ob 211/99d
    Entscheidungstext OGH 14.09.1999 4 Ob 211/99d
    Auch; nur T2
  • 4 Ob 304/99f
    Entscheidungstext OGH 18.01.2000 4 Ob 304/99f
    Auch; nur: Für die Beurteilung, ob ein Arzneimittel vorliegt oder nicht, sind grundsätzlich zwei Kriterien maßgebend, nämlich einerseits die objektive Zweckbestimmung und andererseits die subjektive Zweckbestimmung durch den Hersteller. (T5)
  • 4 Ob 20/00w
    Entscheidungstext OGH 14.03.2000 4 Ob 20/00w
    Auch; nur: Für die Beurteilung, ob ein Arzneimittel vorliegt oder nicht, sind grundsätzlich zwei Kriterien maßgebend. (T6); Beisatz: Wobei eines dieser Kriterien ausreicht. (T7)
  • 4 Ob 208/06a
    Entscheidungstext OGH 21.11.2006 4 Ob 208/06a
    Auch; nur T6; Beis wie T3; Beis wie T7
  • 4 Ob 27/08m
    Entscheidungstext OGH 08.04.2008 4 Ob 27/08m
    Beis wie T3; Beis wie T7
  • 17 Ob 14/10y
    Entscheidungstext OGH 16.02.2011 17 Ob 14/10y
    Auch; nur T2; Beis wie T3; Beis wie T7; Beisatz: Wird ein Stoff als Arzneimittel iSd § 1 Abs 1 Z 1 AMG (Art 1 Nr 2 GemeinschaftskodexRL), und nicht nur iSd Z 5 auf den Markt gebracht, unterliegt er ausschließlich den Bestimmungen des Arzneimittelrechts. (T8)
  • 4 Ob 117/16h
    Entscheidungstext OGH 25.10.2016 4 Ob 117/16h
    Auch; Beisatz: Für die Annahme eines Arzneimittels genügt schon die subjektive Zweckbestimmung. Dafür ist maßgebend, wie die angesprochenen Verkehrskreise die Angaben zum Produkt auffassen, nicht dagegen, wie sie der Werbende verstanden wissen wollte. (T9)
  • 4 Ob 190/17w
    Entscheidungstext OGH 21.12.2017 4 Ob 190/17w
    Auch; Beis wie T8; Beisatz: Ein Produkt kann nicht zugleich Arzneimittel und Medizinprodukt sein. Der MEDDEV‑Borderline‑Leitlinie der Europäischen Kommission zur Abgrenzung zwischen Medizinprodukten und Arzneimitteln folgend, liegt eine pharmakologische Wirkung dann vor, wenn irgendeine Art von unmittelbarer oder mittelbarer Wechselwirkung zwischen den Molekülen des in Frage stehenden Wirkstoffs und einem zellulären Bestandteil des menschlichen Körpers erfolgt. Eine solche Wechselwirkung ist danach bereits dann zu bejahen, wenn die Moleküle eine ohne sie gegebene Einwirkung anderer Stoffe auf die Körperzellen verhindern. (T10)

Schlagworte

Präsentationsarzneimittel

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1986:RS0051450

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

19.03.2018

Dokumentnummer

JJR_19860218_OGH0002_0040OB00301_8600000_007

Rechtssatz für 4Ob358/87 4Ob98/88 4Ob4...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0043000

Geschäftszahl

4Ob358/87; 4Ob98/88; 4Ob4/91; 4Ob1013/91; 4Ob72/91; 4Ob78/91 (4Ob79/91); 4Ob82/94; 4Ob1072/94; 4Ob101/94; 4Ob23/95; 4Ob68/95; 4Ob2395/96a; 3Ob91/98y; 4Ob100/01m; 6Ob318/03p; 4Ob208/06a; 4Ob131/07d; 4Ob84/08v; 4Ob90/08a; 3Ob178/08k; 4Ob119/08s; 4Ob176/08y; 4Ob153/08s; 4Ob184/09a; 4Ob92/10y; 6Ob220/10m; 4Ob176/10a; 4Ob162/10t; 4Ob220/10x; 4Ob20/11m; 4Ob56/11f; 4Ob81/11g; 4Ob39/12g; 4Ob152/12z; 4Ob14/13g; 4Ob6/13f; 4Ob221/13y; 4Ob134/15g; 4Ob127/15b; 4Ob175/15m; 4Ob203/15d; 4Ob172/16x; 4Ob231/16y; 3Ob3/17p; 4Ob181/17x; 4Ob195/17f; 4Ob206/17y; 4Ob154/18b

Entscheidungsdatum

15.09.1987

Norm

ZPO §502 Abs1 HIII3
ZPO §502 Abs4 Z1 HIII3
UWG §2 A2
UWG §2 C2a

Rechtssatz

Die Frage, welchen Inhalt eine bestimmte Bekanntmachung oder Mitteilung nach ihrem Eindruck auf die angesprochenen Verkehrskreise hat (hier: ob die Werbeaussage auf sämtliche angebotenen Normalpapierkopierer oder nur auf solche bestimmter Typen zu beziehen ist) muss keine Rechtsfrage im Sinne des § 502 Abs 4 Z 1 ZPO sein.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 358/87
    Entscheidungstext OGH 15.09.1987 4 Ob 358/87
  • 4 Ob 98/88
    Entscheidungstext OGH 29.11.1988 4 Ob 98/88
    Auch; Beisatz: "Anti - Zahnstein" (T1)
  • 4 Ob 4/91
    Entscheidungstext OGH 29.01.1991 4 Ob 4/91
    Auch
  • 4 Ob 1013/91
    Entscheidungstext OGH 23.04.1991 4 Ob 1013/91
    Auch
  • 4 Ob 72/91
    Entscheidungstext OGH 09.07.1991 4 Ob 72/91
  • 4 Ob 78/91
    Entscheidungstext OGH 10.09.1991 4 Ob 78/91
    Auch
  • 4 Ob 82/94
    Entscheidungstext OGH 19.09.1994 4 Ob 82/94
    Auch; Beisatz: Hier: Die Ermittlung des Bedeutungsinhalts einer Wort - Bild - Äußerung nach dem Verständnis des unbefangenen Durchschnittslesers. (T2)
  • 4 Ob 1072/94
    Entscheidungstext OGH 10.09.1994 4 Ob 1072/94
    Auch; Beisatz: Hier: "Tiefstpreisgarantie" (T3)
  • 4 Ob 101/94
    Entscheidungstext OGH 04.10.1994 4 Ob 101/94
    Auch; Beisatz: Hier: Hauszustellungen des Kurier - kein Werben mit der Angst. (T4)
  • 4 Ob 23/95
    Entscheidungstext OGH 28.03.1995 4 Ob 23/95
    Auch
  • 4 Ob 68/95
    Entscheidungstext OGH 21.11.1995 4 Ob 68/95
    Auch; Beisatz: Ebenso keine erhebliche Rechtsfrage, ob Inserate den Eindruck eines gemäß § 9 Abs 1 lit b LMG verbotenen Hinweises auf eine ärztliche Empfehlung erwecken können. (T5)
  • 4 Ob 2395/96a
    Entscheidungstext OGH 14.01.1997 4 Ob 2395/96a
    Auch; Beisatz: Ob aus der - als Einheit zu betrachtenden - Ankündigung in einem bestimmten Werbeprospekt deutlich genug hervorgeht, auf welche Preise zu Vergleichszwecken hingewiesen wird, hat keine über den Einzelfall hinausgehende Bedeutung und bildet daher keine erhebliche Rechtsfrage, sofern nicht infolge einer wesentlichen Verkennung der Rechtslage eine krasse Fehlbeurteilung vorliegt, die im Interesse der Rechtssicherheit wahrzunehmen ist. (T6)
  • 3 Ob 91/98y
    Entscheidungstext OGH 24.06.1998 3 Ob 91/98y
    Beis wie T6 nur: Sofern nicht infolge einer wesentlichen Verkennung der Rechtslage eine krasse Fehlbeurteilung vorliegt. (T7)
  • 4 Ob 100/01m
    Entscheidungstext OGH 14.05.2001 4 Ob 100/01m
    Vgl auch
  • 6 Ob 318/03p
    Entscheidungstext OGH 19.02.2004 6 Ob 318/03p
    Auch
  • 4 Ob 208/06a
    Entscheidungstext OGH 21.11.2006 4 Ob 208/06a
    Beisatz: Dass die Werbung mit einer „unterstützenden" Wirkung bei verschiedenen Krankheiten diese Krankheiten zu lindern verspricht, ist jedenfalls vertretbar. (T8)
  • 4 Ob 131/07d
    Entscheidungstext OGH 10.07.2007 4 Ob 131/07d
  • 4 Ob 84/08v
    Entscheidungstext OGH 10.06.2008 4 Ob 84/08v
    Auch
  • 4 Ob 90/08a
    Entscheidungstext OGH 10.06.2008 4 Ob 90/08a
    Auch
  • 3 Ob 178/08k
    Entscheidungstext OGH 03.10.2008 3 Ob 178/08k
    Auch
  • 4 Ob 119/08s
    Entscheidungstext OGH 14.10.2008 4 Ob 119/08s
    Auch
  • 4 Ob 176/08y
    Entscheidungstext OGH 20.01.2009 4 Ob 176/08y
    Auch
  • 4 Ob 153/08s
    Entscheidungstext OGH 20.01.2009 4 Ob 153/08s
    Vgl
  • 4 Ob 184/09a
    Entscheidungstext OGH 16.12.2009 4 Ob 184/09a
    Auch
  • 4 Ob 92/10y
    Entscheidungstext OGH 08.06.2010 4 Ob 92/10y
    Auch
  • 6 Ob 220/10m
    Entscheidungstext OGH 17.12.2010 6 Ob 220/10m
    Vgl
  • 4 Ob 176/10a
    Entscheidungstext OGH 15.12.2010 4 Ob 176/10a
    Auch
  • 4 Ob 162/10t
    Entscheidungstext OGH 15.12.2010 4 Ob 162/10t
    Vgl; Beisatz: Hier: Nr 1 Salonmarke. (T9)
  • 4 Ob 220/10x
    Entscheidungstext OGH 18.01.2011 4 Ob 220/10x
    Vgl
  • 4 Ob 20/11m
    Entscheidungstext OGH 23.03.2011 4 Ob 20/11m
    Vgl; Beisatz: Gleiche Werbebroschüre wie in 4 Ob 176/10a (Dragon FX Garant) inhaltlich besprochen. (T9a)
    Bem: Änderung der versehentlich ein zweites Mal vergebenen Beisatznummer (T9) auf (T9a) - Juni 2012 (T9b)
  • 4 Ob 56/11f
    Entscheidungstext OGH 12.04.2011 4 Ob 56/11f
    Auch
  • 4 Ob 81/11g
    Entscheidungstext OGH 21.06.2011 4 Ob 81/11g
    Auch; Beisatz: Hier: Balkendiagramm als Werbegrafik. (T10)
  • 4 Ob 39/12g
    Entscheidungstext OGH 27.03.2012 4 Ob 39/12g
    Auch
  • 4 Ob 152/12z
    Entscheidungstext OGH 18.10.2012 4 Ob 152/12z
    Vgl auch; Beis wie T10; Beisatz: Hier: Werbung mit Druckauflage. (T11)
    Beisatz: Hier: Werbung mit Kauf‑ und Gratisauflage. (T12)
  • 4 Ob 14/13g
    Entscheidungstext OGH 12.02.2013 4 Ob 14/13g
    Auch; Beis wie T7
  • 4 Ob 6/13f
    Entscheidungstext OGH 09.07.2013 4 Ob 6/13f
    Auch
  • 4 Ob 221/13y
    Entscheidungstext OGH 20.01.2014 4 Ob 221/13y
    Auch; Beisatz: Hier: Keine Irreführung der Ausdrücke „Unabhängige Opferschutzanwaltschaft“ - „Unabhängige Opferschutzkommission“. (T13)
  • 4 Ob 134/15g
    Entscheidungstext OGH 11.08.2015 4 Ob 134/15g
    Auch; Beis wie T7; Beisatz: Hier: Irreführende Verwendung der Bezeichnung „Klinik“ bzw „Augenklinik“ für eine augenärztliche Praxis. (T14)
  • 4 Ob 127/15b
    Entscheidungstext OGH 22.09.2015 4 Ob 127/15b
    Auch; Beis wie T7
  • 4 Ob 175/15m
    Entscheidungstext OGH 20.10.2015 4 Ob 175/15m
    Auch; Beis wie T7; Beisatz: Hier: Werbung unter Bezugnahme auf geplante Druckauflage. (T15)
  • 4 Ob 203/15d
    Entscheidungstext OGH 17.11.2015 4 Ob 203/15d
    Auch; Beis wie T7
  • 4 Ob 172/16x
    Entscheidungstext OGH 30.08.2016 4 Ob 172/16x
    Auch
  • 4 Ob 231/16y
    Entscheidungstext OGH 22.11.2016 4 Ob 231/16y
    Auch; Beis wie T7
  • 3 Ob 3/17p
    Entscheidungstext OGH 26.01.2017 3 Ob 3/17p
    Auch
  • 4 Ob 181/17x
    Entscheidungstext OGH 26.09.2017 4 Ob 181/17x
    Auch; Beis wie T7
  • 4 Ob 195/17f
    Entscheidungstext OGH 24.10.2017 4 Ob 195/17f
    Auch; Beis wie T7
  • 4 Ob 206/17y
    Entscheidungstext OGH 20.02.2018 4 Ob 206/17y
    Auch
  • 4 Ob 154/18b
    Entscheidungstext OGH 29.01.2019 4 Ob 154/18b

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1987:RS0043000

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

08.03.2019

Dokumentnummer

JJR_19870915_OGH0002_0040OB00358_8700000_001

Rechtssatz für 4Ob74/92 4Ob311/98h 4Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0051461

Geschäftszahl

4Ob74/92; 4Ob311/98h; 4Ob20/00w; 4Ob5/00i; 4Ob207/03z; 4Ob22/04w; 4Ob208/06a; 4Ob213/06m; 4Ob27/08m; 17Ob14/10y; 4Ob117/16h

Entscheidungsdatum

24.11.1992

Norm

AMG §1 Abs3 Z3
AMG §5

Rechtssatz

Für die Beurteilung, ob ein Produkt nach Art und Form des Inverkehrbringens dazu bestimmt ist, bei Abwendung am oder im menschlichen oder tierischen Körper die Zweckbestimmung des § 1 Abs 1 Z 1 bis 5 AMG zu erfüllen, ist die allgemeine Verkehrsauffassung maßgebend. Demnach kommt es darauf an, wie die Angaben der Beklagten auf der Verpackung ihres Mittels und im Inserat vom Verkehr aufgefasst wurden, nicht aber darauf, wie sie die Beklagte verstanden wissen wollte. Die für die Beurteilung von Werbeankündigungen zu § 2 UWG entwickelten Grundsätze sind auch hier heranzuziehen; entscheidend ist demnach der Gesamteindruck der Ankündigungen, wie er sich bei flüchtiger Wahrnehmung für einen nicht ganz unerheblichen Teil der angesprochenen Kreise ergibt. Allfällige Zweifel gehen dabei zu Lasten der Beklagten.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 74/92
    Entscheidungstext OGH 24.11.1992 4 Ob 74/92
    Veröff: ÖBl 1993,68
  • 4 Ob 311/98h
    Entscheidungstext OGH 23.02.1999 4 Ob 311/98h
    nur: Die für die Beurteilung von Werbeankündigungen zu § 2 UWG entwickelten Grundsätze sind auch hier heranzuziehen; entscheidend ist demnach der Gesamteindruck der Ankündigungen, wie er sich bei flüchtiger Wahrnehmung für einen nicht ganz unerheblichen Teil der angesprochenen Kreise ergibt. Allfällige Zweifel gehen dabei zu Lasten der Beklagten. (T1)
  • 4 Ob 20/00w
    Entscheidungstext OGH 14.03.2000 4 Ob 20/00w
    Auch
  • 4 Ob 5/00i
    Entscheidungstext OGH 14.03.2000 4 Ob 5/00i
  • 4 Ob 207/03z
    Entscheidungstext OGH 18.11.2003 4 Ob 207/03z
    nur: Für die Beurteilung, ob ein Produkt nach Art und Form des Inverkehrbringens dazu bestimmt ist, bei Abwendung am oder im menschlichen oder tierischen Körper die Zweckbestimmung des § 1 Abs 1 Z 1 bis 5 AMG zu erfüllen, ist die allgemeine Verkehrsauffassung maßgebend. Demnach kommt es darauf an, wie die Angaben der Beklagten auf der Verpackung ihres Mittels und im Inserat vom Verkehr aufgefasst wurden, nicht aber darauf, wie sie die Beklagte verstanden wissen wollte. Die für die Beurteilung von Werbeankündigungen zu § 2 UWG entwickelten Grundsätze sind auch hier heranzuziehen; entscheidend ist demnach der Gesamteindruck der Ankündigungen, wie er sich bei flüchtiger Wahrnehmung für einen nicht ganz unerheblichen Teil der angesprochenen Kreise ergibt. (T2)
  • 4 Ob 22/04w
    Entscheidungstext OGH 10.02.2004 4 Ob 22/04w
    Beisatz: Weil jeder Werbende bei mehrdeutigen Äußerungen die für ihn ungünstigste Auslegung gegen sich gelten lassen muss. (T3); Beisatz: Verfehlt ist es, bei der Beurteilung, ob ein Arzneimittel vorliegt oder nicht, auf den üblichen Vertriebsweg abzustellen. (T4)
  • 4 Ob 208/06a
    Entscheidungstext OGH 21.11.2006 4 Ob 208/06a
  • 4 Ob 213/06m
    Entscheidungstext OGH 23.04.2007 4 Ob 213/06m
    Beisatz: Hier: Cellulitemittel. (T5); Veröff: SZ 2007/59
  • 4 Ob 27/08m
    Entscheidungstext OGH 08.04.2008 4 Ob 27/08m
  • 17 Ob 14/10y
    Entscheidungstext OGH 16.02.2011 17 Ob 14/10y
    Auch
  • 4 Ob 117/16h
    Entscheidungstext OGH 25.10.2016 4 Ob 117/16h
    Auch; Beis ähnlich wie T3

Schlagworte

Präsentationsarzneimittel, Unklarheitenregel

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1992:RS0051461

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

13.12.2016

Dokumentnummer

JJR_19921124_OGH0002_0040OB00074_9200000_001

Rechtssatz für 4Ob260/01s 4Ob208/06a 4...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0115866

Geschäftszahl

4Ob260/01s; 4Ob208/06a; 4Ob199/07d; 4Ob195/07s; 4Ob186/07t; 4Ob220/12z; 4Ob192/17i; 4Ob116/18i

Entscheidungsdatum

13.11.2001

Norm

ZPO §502 Abs1 HIII3
ZPO §528 Abs1 A
UWG §2 A2

Rechtssatz

Aufklärende Hinweise auf der Hompage sind geeignet, die Verwechslungsgefahr zu beseitigen. Ob der aufklärende Hinweis im Einzelfall ausreichend deutlich ist, eine Irreführung zu vermeiden, betrifft keine erhebliche Rechtsfrage iSd § 528 Abs 1 ZPO.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 260/01s
    Entscheidungstext OGH 13.11.2001 4 Ob 260/01s
  • 4 Ob 208/06a
    Entscheidungstext OGH 21.11.2006 4 Ob 208/06a
    Beisatz: Hier: Eindruck medizinischer Zweckbestimmung - „medizinischer Disclaimer". (T1)
  • 4 Ob 199/07d
    Entscheidungstext OGH 13.11.2007 4 Ob 199/07d
    Ähnlich; nur: Ob der aufklärende Hinweis im Einzelfall ausreichend deutlich ist, eine Irreführung zu vermeiden, betrifft keine erhebliche Rechtsfrage iSd § 528 Abs 1 ZPO. (T2)
  • 4 Ob 195/07s
    Entscheidungstext OGH 13.11.2007 4 Ob 195/07s
    Beisatz: Hier wurde ein Hinweis, der auf einer Website zwar nicht sofort sichtbar ist, aber durch „Scrollen" am Ende einer Liste erreicht werden kann, als ausreichend erachtet. (T3)
  • 4 Ob 186/07t
    Entscheidungstext OGH 13.11.2007 4 Ob 186/07t
    nur T2
  • 4 Ob 220/12z
    Entscheidungstext OGH 15.01.2013 4 Ob 220/12z
    nur T2; Beisatz: Hier: Eingeblendeter Text in einem Fernsehwerbespot. (T4)
  • 4 Ob 192/17i
    Entscheidungstext OGH 29.05.2018 4 Ob 192/17i
    Auch; Beis ähnlich wie T3
  • 4 Ob 116/18i
    Entscheidungstext OGH 25.09.2018 4 Ob 116/18i

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2001:RS0115866

Im RIS seit

13.12.2001

Zuletzt aktualisiert am

16.10.2018

Dokumentnummer

JJR_20011113_OGH0002_0040OB00260_01S0000_001

Rechtssatz für 4Ob243/03v 4Ob208/06a 4...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0118488

Geschäftszahl

4Ob243/03v; 4Ob208/06a; 4Ob131/07d; 4Ob199/07d; 4Ob195/07s; 4Ob186/07t; 4Ob6/08y; 4Ob27/08m; 4Ob18/08p; 4Ob109/08w; 4Ob188/08p; 4Ob29/10h; 4Ob220/11y; 3Ob25/12s; 4Ob220/12z; 4Ob29/13p; 4Ob68/13y; 4Ob202/13d; 4Ob149/13k; 4Ob95/16y; 4Ob117/16h; 4Ob136/17d; 4Ob116/18i; 4Ob150/18i

Entscheidungsdatum

20.01.2004

Norm

UWG §2 C2a
UWG §2 A2

Rechtssatz

Ein aufklärender Hinweis kann eine Täuschung durch eine mehrdeutige Werbeaussage nur verhindern, wenn er von den angesprochenen Verkehrskreisen auch wahrgenommen wird. Das setzt im Regelfall gleiche Auffälligkeit voraus. Gleiche Auffälligkeit ist nicht erst dann gegeben, wenn die Schriftgröße übereinstimmt. Maßgebend ist vielmehr, ob ein durchschnittlich informierter, verständiger Verbraucher den aufklärenden Hinweis wahrnimmt, wenn er mit der Werbeaussage konfrontiert wird.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 243/03v
    Entscheidungstext OGH 20.01.2004 4 Ob 243/03v
  • 4 Ob 208/06a
    Entscheidungstext OGH 21.11.2006 4 Ob 208/06a
    Auch; nur: Ein aufklärender Hinweis kann eine Täuschung durch eine mehrdeutige Werbeaussage nur verhindern, wenn er von den angesprochenen Verkehrskreisen auch wahrgenommen wird. Maßgebend ist, ob ein durchschnittlich informierter, verständiger Verbraucher den aufklärenden Hinweis wahrnimmt, wenn er mit der Werbeaussage konfrontiert wird. (T1)
    Beisatz: ...., und ob er ihn im Zusammenhalt mit der übrigen Werbung überhaupt als ernst gemeint auffassen wird. (T2)
    Beisatz: Eindruck medizinischer Zweckbestimmung - „medizinischer Disclaimer". (T3)
  • 4 Ob 131/07d
    Entscheidungstext OGH 10.07.2007 4 Ob 131/07d
    Auch; Beisatz: Die kaum lesbare Fußzeile in der Zeitungswerbung erfüllt dieses Erfordernis selbstverständlich nicht. (T4)
  • 4 Ob 199/07d
    Entscheidungstext OGH 13.11.2007 4 Ob 199/07d
    Vgl; Beisatz: Das drückt die jüngere Rechtsprechung präziser aus, wenn sie einen zur Beseitigung der Irreführungseignung „ausreichend deutlichen" Hinweis fordert (so bereits 4 Ob 131/07d, 4 Ob 208/06a). (T5)
  • 4 Ob 195/07s
    Entscheidungstext OGH 13.11.2007 4 Ob 195/07s
    Auch; Beisatz: Ein aufklärender Hinweis reicht zur Beseitigung der Irreführungseignung aus, wenn ihn ein durchschnittlich informierter, verständiger Adressat der Werbung bei anlassbezogener Aufmerksamkeit. (T6)
  • 4 Ob 186/07t
    Entscheidungstext OGH 13.11.2007 4 Ob 186/07t
    Beis wie T5; Beisatz: Das Erfordernis gleicher Auffälligkeit ist dahin zu verstehen, dass der Auffälligkeitswert des aufklärenden Hinweises im konkreten Fall ausreichen muss, um den durch die (übrige) Ankündigung verursachten irreführenden Eindruck zu beseitigen. Formale Erfordernisse wie gleiche Schriftgröße oder Farbe lassen sich daraus nicht ableiten. (T7)
  • 4 Ob 6/08y
    Entscheidungstext OGH 14.02.2008 4 Ob 6/08y
    Auch; Beis wie T5; Beis wie T7; Beisatz: Hier: Zur Formulierung einer einstweiligen Verfügung, mit der die Verwendung eines aufklärenden Hinweises geboten wurde. (T8)
  • 4 Ob 27/08m
    Entscheidungstext OGH 08.04.2008 4 Ob 27/08m
    nur T1; Beis wie T2; Bem: Diese Entscheidung betrifft (auch) die Rechtslage nach der UWG-Novelle 2007. (T9)
  • 4 Ob 18/08p
    Entscheidungstext OGH 20.05.2008 4 Ob 18/08p
    nur T1; Beis wie T5
    Veröff: SZ 2008/66
  • 4 Ob 109/08w
    Entscheidungstext OGH 26.08.2008 4 Ob 109/08w
    Auch; Beis wie T9
  • 4 Ob 188/08p
    Entscheidungstext OGH 20.01.2009 4 Ob 188/08p
    Vgl; Beisatz: Dieser Hinweis müsste so gestaltet sein, dass ihn ein Durchschnittsverbraucher im Gesamtzusammenhang der Werbung nicht nur wahrnimmt, sondern auch als ernst gemeint auffasst. (T10)
    Beisatz: Hier: Werbung für den Erwerb von Wertpapieren. (T11)
    Veröff: SZ 2009/6
  • 4 Ob 29/10h
    Entscheidungstext OGH 11.05.2010 4 Ob 29/10h
    Auch; Beisatz: Ein aufklärender Hinweis kann die Irreführungseignung nur bei ausreichender Deutlichkeit beseitigen. (T12)
  • 4 Ob 220/11y
    Entscheidungstext OGH 28.02.2012 4 Ob 220/11y
    Auch; Beis wie T12
  • 3 Ob 25/12s
    Entscheidungstext OGH 14.03.2012 3 Ob 25/12s
    Vgl
  • 4 Ob 220/12z
    Entscheidungstext OGH 15.01.2013 4 Ob 220/12z
    nur T1; Beis wie T4; Beis wie T7; Beisatz: Hier: Eingeblendeter Text in einem Fernsehwerbespot. (T13)
  • 4 Ob 29/13p
    Entscheidungstext OGH 23.05.2013 4 Ob 29/13p
    Auch; nur T1; Beis wie T6; Beisatz: Vom Durchschnittsverbraucher, der aus dem Gesamteindruck eines Geschäftsauftritts beinahe zwingend ableiten muss, es mit einem österreichischen Unternehmen zu tun zu haben, ist aber nicht zu erwarten, dass er dies durch Einsicht in die Geschäftsbedingungen und in das Impressum einer Website verifiziert. (T14); Veröff: SZ 2013/51
  • 4 Ob 68/13y
    Entscheidungstext OGH 09.07.2013 4 Ob 68/13y
    Beis wie T13
  • 4 Ob 202/13d
    Entscheidungstext OGH 17.12.2013 4 Ob 202/13d
    Auch; Beis wie T6
  • 4 Ob 149/13k
    Entscheidungstext OGH 17.12.2013 4 Ob 149/13k
    Beisatz: Hier: Irreführungseignung einer blickfangartigen Gewinnspielankündigung mangels gleicher Auffälligkeit des aufklärenden Hinweises über die Gewinnspiellogik bejaht. (T15)
  • 4 Ob 95/16y
    Entscheidungstext OGH 24.05.2016 4 Ob 95/16y
    Beis wie T7; Beisatz: Hier: Sternchen bei der blickfangartigen Ankündigung. (T16)
  • 4 Ob 117/16h
    Entscheidungstext OGH 25.10.2016 4 Ob 117/16h
    Auch
  • 4 Ob 136/17d
    Entscheidungstext OGH 20.02.2018 4 Ob 136/17d
  • 4 Ob 116/18i
    Entscheidungstext OGH 25.09.2018 4 Ob 116/18i
    Beisatz: Das gilt nicht, wenn die Richtigkeit des aufklärenden Hinweises nicht feststeht. (T17)
  • 4 Ob 150/18i
    Entscheidungstext OGH 29.01.2019 4 Ob 150/18i
    Auch; Beisatz: Die Bedeutung eines aufklärenden Hinweises liegt in der Beseitigung einer selbst geschaffenen Irreführungsgefahr. Sein Fehlen wird dem Werbenden nicht als Rechtsbruch angelastet, sondern eine allfällige Aufklärung steht ihm als Möglichkeit frei. Macht er von dieser Möglichkeit nicht Gebrauch, geht dies beim Irreführungstatbestand zu seinen Lasten. (T18)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2004:RS0118488

Im RIS seit

19.02.2004

Zuletzt aktualisiert am

18.03.2019

Dokumentnummer

JJR_20040120_OGH0002_0040OB00243_03V0000_001