Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 4Ob183/82 4Ob105/85 9Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0028428

Geschäftszahl

4Ob183/82; 4Ob105/85; 9ObA47/87; 9ObA204/93; 9ObA88/94 (9ObA89/94, 9ObA90/94); 9ObA193/94; 9ObA31/95; 8ObA261/95; 8ObA305/95; 8ObA2206/96m; 9ObA155/97b; 9ObA330/98i; 9ObA303/00z; 9ObA43/03v; 8ObA42/04s; 9ObA49/05d; 8ObA56/07d; 9ObA156/07t; 9ObA21/13y; 8ObA3/14w; 9ObA57/16x; 9ObA31/17z; 9ObA22/18b; 9ObA104/18m; 8ObA23/19v; 9ObA101/20y

Entscheidungsdatum

08.02.1983

Norm

ABGB §1158 I
AngG §19 I2b

Rechtssatz

Die Parteien können auch für ein auf bestimmte Zeit eingegangenes Arbeitsverhältnis die Möglichkeit einer Kündigung vereinbaren.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 183/82
    Entscheidungstext OGH 08.02.1983 4 Ob 183/82
    Veröff: Arb 10215
  • 4 Ob 105/85
    Entscheidungstext OGH 10.09.1985 4 Ob 105/85
    Veröff: JBl 1986,331 = DRdA 1986/19 S 323 (Petrovic)
  • 9 ObA 47/87
    Entscheidungstext OGH 15.07.1987 9 ObA 47/87
  • 9 ObA 204/93
    Entscheidungstext OGH 22.09.1993 9 ObA 204/93
  • 9 ObA 88/94
    Entscheidungstext OGH 08.06.1994 9 ObA 88/94
    Auch; Beisatz: Die Dauer der Befristung und die Möglichkeit einer Kündigung müssen in einem angemessenen Verhältnis stehen. (T1)
    Beisatz: § 48 ASGG (T2)
  • 9 ObA 193/94
    Entscheidungstext OGH 28.10.1994 9 ObA 193/94
    Auch; Beis wie T2
  • 9 ObA 31/95
    Entscheidungstext OGH 12.04.1995 9 ObA 31/95
    Veröff: SZ 68/76
  • 8 ObA 261/95
    Entscheidungstext OGH 24.10.1995 8 ObA 261/95
    Beis wie T2
  • 8 ObA 305/95
    Entscheidungstext OGH 30.11.1995 8 ObA 305/95
    Beis wie T1; Beis wie T2; Veröff: SZ 68/229
  • 8 ObA 2206/96m
    Entscheidungstext OGH 12.09.1996 8 ObA 2206/96m
    Beis wie T1; Beis wie T2; Beisatz: Gilt auch bei Saisonarbeitsverhältnissen. Eine Kündigungsfrist, die der des einschlägigen Kollektivvertrages bei Arbeitsverhältnissen auf unbestimmte Zeit entspricht, ist angemessen. (T3)
  • 9 ObA 155/97b
    Entscheidungstext OGH 09.07.1997 9 ObA 155/97b
    Auch
  • 9 ObA 330/98i
    Entscheidungstext OGH 10.02.1999 9 ObA 330/98i
    Beisatz: Die Kündigung zum vereinbarten Endtermin, zu dem das Arbeitsverhältnis ohnehin endet, ist hingegen rechtlich bedeutungslos. (T4)
  • 9 ObA 303/00z
    Entscheidungstext OGH 20.12.2000 9 ObA 303/00z
  • 9 ObA 43/03v
    Entscheidungstext OGH 27.08.2003 9 ObA 43/03v
    Beis wie T1
  • 8 ObA 42/04s
    Entscheidungstext OGH 24.06.2004 8 ObA 42/04s
    Beisatz: Hier: Die Vereinbarung einer Kündigungsmöglichkeit mit 14tägiger Kündigungsfrist bei auf sechs Monate befristetem, vom AMS geförderten Arbeitsverhältnis kann sachlich gerechtfertigt und damit zulässig sein. (T5)
  • 9 ObA 49/05d
    Entscheidungstext OGH 22.02.2006 9 ObA 49/05d
    Auch; Beis wie T1; Beisatz: Kündigt aber der Arbeitgeber das befristete Arbeitsverhältnis ohne eine solche Vereinbarung, wird es - sofern nicht eine ausdrückliche Vereinbarung über einen Kündigungsausschluss vorliegt - dennoch beendet; den Arbeitgeber treffen allerdings die Folgen der ungerechtfertigten vorzeitigen Auflösung. (T6)
  • 8 ObA 56/07d
    Entscheidungstext OGH 11.10.2007 8 ObA 56/07d
    Vgl auch
  • 9 ObA 156/07t
    Entscheidungstext OGH 28.11.2007 9 ObA 156/07t
    Auch; Beis wie T6
  • 9 ObA 21/13y
    Entscheidungstext OGH 29.05.2013 9 ObA 21/13y
    Auch; Beis wie T1
  • 8 ObA 3/14w
    Entscheidungstext OGH 23.07.2014 8 ObA 3/14w
    Beis wie T1
  • 9 ObA 57/16x
    Entscheidungstext OGH 28.10.2016 9 ObA 57/16x
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T5; Veröff: SZ 2016/113
  • 9 ObA 31/17z
    Entscheidungstext OGH 24.05.2017 9 ObA 31/17z
    Beis wie T1; Beis wie T5
  • 9 ObA 22/18b
    Entscheidungstext OGH 24.07.2018 9 ObA 22/18b
    Auch; Beis wie T4
  • 9 ObA 104/18m
    Entscheidungstext OGH 17.12.2018 9 ObA 104/18m
    Beis wie T1; Beisatz: Die Frage, ob ein Missverhältnis zwischen Befristung und Kündigungsmöglichkeit besteht oder eine sachliche Rechtfertigung für die Vereinbarung einer Kündigungsmöglichkeit vorliegt, ist eine solche des Einzelfalls. (T7)
    Beisatz: Die Notwendigkeit auf einen Leistungsabfall der Arbeitnehmer reagieren zu können, stellt keine sachliche Rechtfertigung für die Einräumung einer zusätzlichen Kündigungsmöglichkeit dar.
    mit Beisatz: Hier: Vereinbarte Kündigungsmöglichkeit bei einer Befristung von 3,5 Monaten, wobei die erste 14 Tage als Probezeit vereinbart wurden. (T8)
  • 8 ObA 23/19v
    Entscheidungstext OGH 24.05.2019 8 ObA 23/19v
    Beis wie T1; Beis wie T7; Beisatz: Allgemein ist davon auszugehen, dass eine Kündigung während der Dauer befristeter Dienstverhältnisse nur bei längerer Befristung zuzulassen ist, um die Vorteile der Bestandsfestigkeit des Arbeitsverhältnisses nicht durch eine Kündigung zu gefährden. (T9)
  • 9 ObA 101/20y
    Entscheidungstext OGH 25.11.2020 9 ObA 101/20y
    Beis wie T1; Beis wie T7; Beis wie T9; Beisatz: Hier: Befristung von vier Monaten und 14-tägige Kündigungsfrist. (T10)

Schlagworte

unbefristet, Dispositionsfreiheit, vorzeitige Auflösung, Ende, Beendigung, Endigung, Zeitablauf, Angemessenheit, Verhältnismäßigkeit, Angestellte, befristetes Dienstverhältnis, Fremdenverkehr

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1983:RS0028428

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

18.02.2021

Dokumentnummer

JJR_19830208_OGH0002_0040OB00183_8200000_001

Rechtssatz für 9ObA311/93 (9ObA312/93 -9...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0051091

Geschäftszahl

9ObA311/93 (9ObA312/93 -9ObA338/93); 9ObA184/01a; 9ObA79/03p; 9ObA49/05d; 9ObA28/21i

Entscheidungsdatum

23.02.1994

Norm

ArbVG §34

Rechtssatz

Mehrere Arbeitsstätten zusammen können dann als Betrieb angesehen werden, wenn der Betriebsinhaber in diesen Arbeitsstätten einen einheitlichen Zweck verfolgt. Abgrenzungsschwierigkeiten ergeben sich dabei bei Arbeitsstätten mit zugewandter Produktion, in denen jeweils nur ein Teil des Endproduktes hergestellt wird. Ist das Endprodukt als "technischer Zweck" anzusehen, dann können Arbeitsstätten bei einheitlichem Leitungsapparat zusammen als Betrieb angesehen werden; kommt es hingegen auf die Herstellung des Teilfabrikats an, kann kein gemeinsamer Betrieb vorliegen.

Entscheidungstexte

  • 9 ObA 311/93
    Entscheidungstext OGH 23.02.1994 9 ObA 311/93
    Veröff: ecolex 1994,418 = RdW 1994,183 = ZAS 1994,158; hiezu mit Besprechung von Tomandl ZAS 1994,149 ff
  • 9 ObA 184/01a
    Entscheidungstext OGH 05.09.2001 9 ObA 184/01a
    nur: Mehrere Arbeitsstätten zusammen können dann als Betrieb angesehen werden, wenn der Betriebsinhaber in diesen Arbeitsstätten einen einheitlichen Zweck verfolgt. (T1) Beisatz: Hier: Die von einer K u R einer Pfarrgemeinde, betriebenen Kindergärten, Pensionistenheime, Studentenheime und Friedhöfe bilden ungeachtet ihres unterschiedlichen Arbeitserfolgs aufgrund des gemeinsamen ideellen Zwecks einen einheitlichen Betrieb. (T2); Veröff: SZ 74/145
  • 9 ObA 79/03p
    Entscheidungstext OGH 25.06.2003 9 ObA 79/03p
    nur T1; Beisatz: Hier: Den Zweck der Parkgaragenbewirtschaftung in unterschiedlichen, mit den einzelnen Eigentümern beziehungsweise Nutzungsberechtigten vereinbarten Formen. (T3)
  • 9 ObA 49/05d
    Entscheidungstext OGH 22.02.2006 9 ObA 49/05d
    Vgl auch; Beisatz: Bei der Beurteilung der Betriebseigenschaft ist nicht auf formaljuristische oder firmenbuchmäßige Qualifizierungen der beteiligten Gesellschaften abzustellen. (T4)
  • 9 ObA 28/21i
    Entscheidungstext OGH 29.04.2021 9 ObA 28/21i
    Beisatz: Hier: In unterschiedlichen Bereichen (Vertrieb und Marketing) tätigen Arbeitnehmer der Beklagten verfolgen keinen einheitlichen Betriebszweck. (T5)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1994:RS0051091

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

28.07.2021

Dokumentnummer

JJR_19940223_OGH0002_009OBA00311_9300000_004

Rechtssatz für 9ObA2014/96h 8ObA70/01d...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0097919

Geschäftszahl

9ObA2014/96h; 8ObA70/01d; 8ObA126/02s; 9ObA49/05d

Entscheidungsdatum

14.02.1996

Norm

KO §46 Abs1 Z5
KO idF IRÄG 1994 BGBl 1994/153 §25 Abs1

Rechtssatz

Gründet sich eine Kündigung des Masseverwalters nicht auf § 25 Abs 1 KO und erfolgt fristwidrig, sind die Ansprüche des Arbeitnehmers aus der Beendigung des Arbeitsverhältnisses Masseforderungen. Für die analoge Anwendung des § 25 Abs 1 letzter Satz KO für diesen durch § 46 Abs 1 Z 5 KO geregelten Fall besteht mangels einer Gesetzeslücke kein Raum.

Entscheidungstexte

  • 9 ObA 2014/96h
    Entscheidungstext OGH 14.02.1996 9 ObA 2014/96h
  • 8 ObA 70/01d
    Entscheidungstext OGH 24.01.2002 8 ObA 70/01d
    Beisatz: Ansprüche des Arbeitnehmers aus der Beendigung des Arbeitsverhältnisses bei einer Kündigung durch den Masseverwalter sind nur dann Konkursforderungen, wenn dieser nach §25 KO gekündigt hat und ihm ein solches Kündigungsrecht auch zustand; sonstige Kündigungen durch den Masseverwalter, wozu auch zeitwidrige Kündigungen zählen, sind jedoch Masseforderungen. (T1)
  • 8 ObA 126/02s
    Entscheidungstext OGH 13.06.2002 8 ObA 126/02s
    Vgl auch; Beis wie T1
  • 9 ObA 49/05d
    Entscheidungstext OGH 22.02.2006 9 ObA 49/05d
    Auch; Beisatz: Wenn der Masseverwalter nach §25 KO kündigt, obwohl ihm ein Kündigungsrecht im Sinne dieser Bestimmung nicht zustand, ändert dies nichts an der Beendigungswirkung der Kündigung. Ob die Voraussetzungen des §25 KO vorliegen, ist daher nur für Art und Höhe der aus der Kündigung resultierenden Ansprüche des Klägers maßgebend, vermag aber seiner Behauptung, die Kündigung sei unwirksam geblieben, nicht zum Erfolg zu verhelfen. (T2)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1996:RS0097919

Dokumentnummer

JJR_19960214_OGH0002_009OBA02014_96H0000_003