Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 1Ob556/91 8Ob6/92 5Ob50...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0104146

Geschäftszahl

1Ob556/91; 8Ob6/92; 5Ob504/93; 6Ob619/93; 9ObA1014/95; 6Ob2292/96v; 8Ob306/97a; 8Ob352/97s; 10ObS94/99t; 10Ob203/99x; 4Ob191/01v; 3Ob241/01i; 10ObS91/05p; 10ObS19/06a; 4Ob30/08b; 6Ob43/10g; 10Ob29/10b; 8Ob79/10s; 1Ob196/10w; 5Ob34/12d; 9ObA27/12d; 9ObA36/15g; 4Ob15/17k

Entscheidungsdatum

18.09.1991

Norm

ZPO §528 Abs2 Z3 D2
ZPO §528 Abs2 Z3 K
ASGG §47 Abs1

Rechtssatz

Die selbständige oder die in einer Revision enthaltene Anfechtung einer Kostenentscheidung des Gerichtes II.Instanz ist grundsätzlich ausgeschlossen.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 556/91
    Entscheidungstext OGH 18.09.1991 1 Ob 556/91
  • 8 Ob 6/92
    Entscheidungstext OGH 09.04.1992 8 Ob 6/92
  • 5 Ob 504/93
    Entscheidungstext OGH 09.03.1993 5 Ob 504/93
  • 6 Ob 619/93
    Entscheidungstext OGH 21.10.1993 6 Ob 619/93
  • 9 ObA 1014/95
    Entscheidungstext OGH 10.05.1995 9 ObA 1014/95
  • 6 Ob 2292/96v
    Entscheidungstext OGH 24.10.1996 6 Ob 2292/96v
  • 8 Ob 306/97a
    Entscheidungstext OGH 16.10.1997 8 Ob 306/97a
  • 8 Ob 352/97s
    Entscheidungstext OGH 13.11.1997 8 Ob 352/97s
  • 10 ObS 94/99t
    Entscheidungstext OGH 04.05.1999 10 ObS 94/99t
    Vgl auch; Beisatz: Da im § 46 ASGG hiefür nichts anderes angeordnet ist und gemäß § 47 Abs 1 ASGG nur die Rekursbeschränkungen des § 528 Abs 1, Abs 2 Z 1, 1a und 2 und Abs 2a ZPO nicht gelten, ist § 528 Abs 2 Z 3 ZPO iVm § 2 Abs 1 ASGG auch in Sozialrechtssachen anzuwenden. (T1)
  • 10 Ob 203/99x
    Entscheidungstext OGH 07.09.1999 10 Ob 203/99x
  • 4 Ob 191/01v
    Entscheidungstext OGH 12.09.2001 4 Ob 191/01v
  • 3 Ob 241/01i
    Entscheidungstext OGH 09.10.2001 3 Ob 241/01i
    Auch; Beisatz: Auch nicht wegen allfälliger Nichtigkeit. (T2)
  • 10 ObS 91/05p
    Entscheidungstext OGH 18.10.2005 10 ObS 91/05p
  • 10 ObS 19/06a
    Entscheidungstext OGH 17.02.2006 10 ObS 19/06a
  • 4 Ob 30/08b
    Entscheidungstext OGH 11.03.2008 4 Ob 30/08b
  • 6 Ob 43/10g
    Entscheidungstext OGH 19.03.2010 6 Ob 43/10g
  • 10 Ob 29/10b
    Entscheidungstext OGH 22.06.2010 10 Ob 29/10b
    Auch
  • 8 Ob 79/10s
    Entscheidungstext OGH 04.11.2010 8 Ob 79/10s
    Auch
  • 1 Ob 196/10w
    Entscheidungstext OGH 15.12.2010 1 Ob 196/10w
    Auch
  • 5 Ob 34/12d
    Entscheidungstext OGH 24.04.2012 5 Ob 34/12d
    Auch
  • 9 ObA 27/12d
    Entscheidungstext OGH 20.06.2012 9 ObA 27/12d
    Auch
  • 9 ObA 36/15g
    Entscheidungstext OGH 29.04.2015 9 ObA 36/15g
  • 4 Ob 15/17k
    Entscheidungstext OGH 24.01.2017 4 Ob 15/17k
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1991:RS0104146

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

16.02.2017

Dokumentnummer

JJR_19910918_OGH0002_0010OB00556_9100000_002

Entscheidungstext 10ObS91/05p

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Geschäftszahl

10ObS91/05p

Entscheidungsdatum

18.10.2005

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofes Dr. Schinko als Vorsitzenden und die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr. Fellinger und Hon. Prof. Dr. Neumayr sowie die fachkundigen Laienrichter Dr. Carl Hennrich und Dr. Friedrich Stefan (beide aus dem Kreis der Arbeitgeber) als weitere Richter in der Sozialrechtssache der klagenden Partei Franz V*****, vor dem Obersten Gerichtshof nicht vertreten, gegen die beklagte Partei Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft, Wiedner Hauptstraße 84 - 86, 1051 Wien, vertreten durch Bachmann & Bachmann, Rechtsanwälte in Wien, wegen Höhe der Erwerbsunfähigkeitspension, über den Kostenrekurs der beklagten Partei gegen das Urteil des Oberlandesgerichtes Innsbruck als Berufungsgericht in Arbeits- und Sozialrechtssachen vom 18. Mai 2005, GZ 23 Rs 30/05s-14, den Beschluss

gefasst:

Spruch

Der Rekurs wird zurückgewiesen.

Text

Begründung:

Der Kläger war im erst- und zweitinstanzlichen Verfahren durch einen Angestellten der Wirtschaftskammer Tirol vertreten. Im Verfahren erster Instanz wurden keine Kosten verzeichnet.

Mit Urteil vom 12. 1. 2005 wies das Erstgericht das Hauptbegehren des Klägers und seine beiden Eventualbegehren ab. Über Berufung des Klägers, in der Kosten von EUR 340 „gem. § 1 Aufwandsersatzgesetz iVm Zif. 2 Aufwandersatz-VO" verzeichnet wurden, änderte das Berufungsgericht das angefochtene Urteil dahin ab, dass dem zweiten Eventualbegehren des Klägers Folge gegeben wurde; die beklagte Partei wurde verpflichtet, „dem Kläger zu Handen seines Vertreters die mit EUR 340 bestimmten Kosten des Berufungsverfahrens zu ersetzen". Die Kostenentscheidung wurde damit begründet, dass der Kläger als obsiegend anzusehen sei, weshalb die beklagte Partei dem Klagevertreter als gesetzlichem Interessenvertreter gemäß § 1 Aufwandersatzgesetz iVm § 2 der Aufwandersatzverordnung EUR 340 als pauschalierten Aufwandersatz im Berufungsverfahren zu ersetzen habe. Im erstinstanzlichen Verfahren sei kein Kostenersatz geltend gemacht worden.

Gegen die Kostenentscheidung richtet sich der Rekurs der beklagten Partei mit dem Antrag auf Abänderung im Sinne einer Abweisung des Kostenbegehrens. Hilfsweise wird ein Aufhebungs- und Zurückweisungsantrag gestellt.

Die klagende Partei hat sich am Rekursverfahren nicht beteiligt.

Rechtliche Beurteilung

Der Rekurs ist nicht zulässig.

Eine selbstständige (aber auch die in einem Rechtsmittel an den OGH in der Hauptsache mitausgeführte) Anfechtung der Kostenentscheidung zweiter Instanz ist ausnahmslos unzulässig (1 Ob 556/91 mwN; 10 ObS 94/99t; RIS-Justiz RS0104146; Zechner in Fasching/Konecny² IV/1 § 528 ZPO Rz 136). Dem Obersten Gerichtshof ist es daher verwehrt, auf die Richtigkeit der angefochtenen Kostenentscheidung einzugehen.

Anmerkung

E78920 10ObS91.05p

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2005:010OBS00091.05P.1018.000

Dokumentnummer

JJT_20051018_OGH0002_010OBS00091_05P0000_000