Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 7Ob564/56 3Ob501/54 1Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0067733

Geschäftszahl

7Ob564/56; 3Ob501/54; 1Ob32/58; 5Ob436/59; 5Ob12/60; 5Ob466/60; 5Ob13/65; 7Ob13/70; 6Ob54/70; 1Ob190/70; 1Ob27/71; 5Ob91/71; 1Ob135/71; 7Ob63/72; 1Ob25/73; 7Ob71/74; 6Ob86/74; 6Ob722/76; 5Ob773/78; 7Ob716/79; 1Ob618/81; 7Ob764/82; 6Ob509/83; 3Ob576/85; 4Ob2054/96d; 7Ob113/00v; 6Ob17/03y; 10Ob62/04x; 5Ob242/08m; 10Ob68/08k; 5Ob226/09k; 5Ob227/09g; 8Ob23/11g; 8Ob53/11v; 8Ob94/11y; 10Ob4/15h; 1Ob30/15s; 10Ob83/15a; 7Ob144/15z; 3Ob182/16k; 3Ob214/17t; 10Ob19/19w; 8Ob54/21f

Entscheidungsdatum

21.11.1956

Norm

MG §19 Abs2 Z3 B1
MRG §30 Abs2 Z3 E

Rechtssatz

Es kommt nicht darauf an, ob den Mieter ein Verschulden trifft, sondern darauf, ob das objektiv in Erscheinung tretende Verhalten als ein grob ungehöriges, das Zusammenwohnen verleidendes angesehen werden muss, auch wenn es etwa auf eine geistige Erkrankung zurückgeführt werden kann.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 564/56
    Entscheidungstext OGH 21.11.1956 7 Ob 564/56
    Veröff: MietSlg 5132
  • 3 Ob 501/54
    Entscheidungstext OGH 08.09.1954 3 Ob 501/54
  • 1 Ob 32/58
    Entscheidungstext OGH 26.03.1958 1 Ob 32/58
    Veröff: JBl 1958,626
  • 5 Ob 436/59
    Entscheidungstext OGH 21.10.1959 5 Ob 436/59
  • 5 Ob 12/60
    Entscheidungstext OGH 27.01.1960 5 Ob 12/60
    Veröff: JBl 1960,494 = HBZ 1960 H20,3
  • 5 Ob 466/60
    Entscheidungstext OGH 01.02.1961 5 Ob 466/60
  • 5 Ob 13/65
    Entscheidungstext OGH 18.02.1965 5 Ob 13/65
    Veröff: MietSlg 17384
  • 7 Ob 13/70
    Entscheidungstext OGH 28.01.1970 7 Ob 13/70
    Veröff: MietSlg 22336
  • 6 Ob 54/70
    Entscheidungstext OGH 20.05.1970 6 Ob 54/70
    Veröff: EvBl 1971/5 S 17 = JBl 1970,523 = MietSlg 22122 = MietSlg 22332/19
  • 1 Ob 190/70
    Entscheidungstext OGH 03.09.1970 1 Ob 190/70
    Veröff: MietSlg 22123 = MietSlg 22337
  • 1 Ob 27/71
    Entscheidungstext OGH 28.01.1971 1 Ob 27/71
    Veröff: MietSlg 23335
  • 5 Ob 91/71
    Entscheidungstext OGH 21.04.1971 5 Ob 91/71
    Veröff: MietSlg 23336.
  • 1 Ob 135/71
    Entscheidungstext OGH 27.05.1971 1 Ob 135/71
    Veröff: MietSlg 23331
  • 7 Ob 63/72
    Entscheidungstext OGH 08.03.1972 7 Ob 63/72
    Veröff: MietSlg 24277
  • 1 Ob 25/73
    Entscheidungstext OGH 07.03.1973 1 Ob 25/73
    Veröff: MietSlg 25269
  • 7 Ob 71/74
    Entscheidungstext OGH 25.04.1974 7 Ob 71/74
    Beisatz: Hohes Alter. (T1)
  • 6 Ob 86/74
    Entscheidungstext OGH 16.05.1974 6 Ob 86/74
  • 6 Ob 722/76
    Entscheidungstext OGH 03.02.1977 6 Ob 722/76
    nur: Es kommt nicht darauf an, ob den Mieter ein Verschulden trifft, sondern darauf, ob das objektiv in Erscheinung tretende Verhalten als ein grob ungehöriges, das Zusammenwohnen verleidendes angesehen werden muss. (T2)
  • 5 Ob 773/78
    Entscheidungstext OGH 20.02.1979 5 Ob 773/78
    nur T2
  • 7 Ob 716/79
    Entscheidungstext OGH 04.10.1979 7 Ob 716/79
    nur T2
  • 1 Ob 618/81
    Entscheidungstext OGH 20.05.1981 1 Ob 618/81
    Auch; nur T2
  • 7 Ob 764/82
    Entscheidungstext OGH 28.10.1982 7 Ob 764/82
  • 6 Ob 509/83
    Entscheidungstext OGH 15.12.1983 6 Ob 509/83
  • 3 Ob 576/85
    Entscheidungstext OGH 03.07.1985 3 Ob 576/85
    Auch; Beis wie T1
  • 4 Ob 2054/96d
    Entscheidungstext OGH 26.03.1996 4 Ob 2054/96d
    Auch; Beisatz: Grundsätzlich ist auch Geisteskrankheit kein Freibrief für unleidliches Verhalten. (T3)
  • 7 Ob 113/00v
    Entscheidungstext OGH 29.05.2000 7 Ob 113/00v
    Vgl auch; Beisatz: Grundsätzlich ist daher auch Geisteskrankheit kein Freibrief für unleidliches Verhalten. Das Verhalten einer geisteskranken Person ist aber nicht unter allen Umständen ebenso unleidlich (das heißt für die Mitbewohner unerträglich), wie ein gleichartiges Verhalten einer zurechnungsfähigen Person. Das kann jedoch nicht dahin verstanden werden, dass die anderen Bewohner des Miethauses jedwedes Verhalten einer geistig behinderten Person in Kauf zu nehmen hätten, auch wenn dadurch ihre Lebensqualität in gravierender Weise beeinträchtigt wird. Vielmehr hat in solchen Fällen eine Interessenabwägung stattzufinden, bei der an das Verhalten der behinderten Person ein weniger strenger Maßstab anzulegen ist. (T4)
  • 6 Ob 17/03y
    Entscheidungstext OGH 20.02.2003 6 Ob 17/03y
  • 10 Ob 62/04x
    Entscheidungstext OGH 27.09.2005 10 Ob 62/04x
    Auch; Beis wie T4
  • 5 Ob 242/08m
    Entscheidungstext OGH 04.11.2008 5 Ob 242/08m
    Beisatz: Bei krankheitsbedingtem Verhalten ist eine Interessenabwägung aufgrund der konkreten Umstände des Einzelfalls vorzunehmen, die als typische Einzelfallbeurteilung idR nicht revisibel ist. (T5)
  • 10 Ob 68/08k
    Entscheidungstext OGH 25.11.2008 10 Ob 68/08k
    Auch; Beisatz: Auch wenn der Umstand der Unzurechnungsfähigkeit zumindest in der Weise berücksichtigt werden muss, dass das Verhalten einer geisteskranken Person nicht unter allen Umständen ebenso unleidlich ist wie ein gleichartiges Verhalten einer vollkommen zurechnungsfähigen Person, stellt auch eine Geisteskrankheit keinen Freibrief für ein unleidliches Verhalten dar. (T6)
  • 5 Ob 226/09k
    Entscheidungstext OGH 10.11.2009 5 Ob 226/09k
    Beis wie T3; Beis wie T4; Beis ähnlich wie T5
  • 5 Ob 227/09g
    Entscheidungstext OGH 20.04.2010 5 Ob 227/09g
    Beis wie T3; Beis wie T4; Beis ähnlich wie T5
  • 8 Ob 23/11g
    Entscheidungstext OGH 22.03.2011 8 Ob 23/11g
    Auch
  • 8 Ob 53/11v
    Entscheidungstext OGH 15.07.2011 8 Ob 53/11v
    Vgl; Beis auch wie T4
  • 8 Ob 94/11y
    Entscheidungstext OGH 24.10.2011 8 Ob 94/11y
    Auch; Beis auch wie T4
  • 10 Ob 4/15h
    Entscheidungstext OGH 24.02.2015 10 Ob 4/15h
    Beis wie T4
  • 1 Ob 30/15s
    Entscheidungstext OGH 19.03.2015 1 Ob 30/15s
    Auch
  • 10 Ob 83/15a
    Entscheidungstext OGH 01.10.2015 10 Ob 83/15a
  • 7 Ob 144/15z
    Entscheidungstext OGH 19.11.2015 7 Ob 144/15z
  • 3 Ob 182/16k
    Entscheidungstext OGH 22.09.2016 3 Ob 182/16k
    Vgl auch; Beis wie T4
  • 3 Ob 214/17t
    Entscheidungstext OGH 20.12.2017 3 Ob 214/17t
    Beis wie T4
  • 10 Ob 19/19w
    Entscheidungstext OGH 26.03.2019 10 Ob 19/19w
  • 8 Ob 54/21f
    Entscheidungstext OGH 29.04.2021 8 Ob 54/21f
    Beis wie T4

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1956:RS0067733

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

11.06.2021

Dokumentnummer

JJR_19561121_OGH0002_0070OB00564_5600000_001

Rechtssatz für 3Ob38/64 8Ob212/67 4Ob5...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0105354

Geschäftszahl

3Ob38/64; 8Ob212/67; 4Ob594/71; 5Ob683/82; 2Ob560/82; 6Ob858/82; 7Ob585/86; 7Ob538/89; 2Ob538/89; 7Ob702/89; 3Ob7/91; 1Ob685/90; 6Ob589/91; 5Ob18/93; 6Ob572/94 (6Ob573/94, 6Ob574/94); 3Ob176/94; 4Ob2307/96k; 7Ob207/97k; 3Ob28/99k; 8Ob47/03z; 3Ob24/04g; 10Ob62/04x; 3Ob202/06m; 8Ob96/08p; 1Ob29/09k; 6Ob269/09s; 6Ob50/10m; 2Ob164/11y; 1Ob39/12k; 1Ob166/12m; 5Ob71/15z; 3Ob191/15g; 1Ob33/16h; 3Ob37/18i; 4Ob99/18i; 5Ob100/19w; 8Ob53/20g; 3Ob64/21i

Entscheidungsdatum

15.04.1964

Norm

ABGB §1118 A1

Rechtssatz

Die Aufhebung eines Bestandverhältnisses nach § 1118 ABGB erfolgt schon durch die Aufhebungserklärung. Eine Klage nach dieser Gesetzesstelle ist als Aufhebungserklärung zu werten. Eine derartige Aufhebungserklärung kann im Wege der Vereinbarung wieder rückgängig gemacht und der Bestandvertrag einverständlich mit oder ohne Änderung fortgesetzt werden.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 38/64
    Entscheidungstext OGH 15.04.1964 3 Ob 38/64
    Veröff: MietSlg 16153
  • 8 Ob 212/67
    Entscheidungstext OGH 01.09.1967 8 Ob 212/67
    nur: Die Aufhebung eines Bestandverhältnisses nach § 1118 ABGB erfolgt schon durch die Aufhebungserklärung. (T1)
    Beisatz: Zugehen der Erklärung an den Vertragspartner (empfangsbedürftige Willenserklärung!). (T2)
    Veröff: MietSlg 19155
  • 4 Ob 594/71
    Entscheidungstext OGH 12.10.1971 4 Ob 594/71
    nur T1; Veröff: MietSlg 23184
  • 5 Ob 683/82
    Entscheidungstext OGH 14.09.1982 5 Ob 683/82
    nur: Die Aufhebung eines Bestandverhältnisses nach § 1118 ABGB erfolgt schon durch die Aufhebungserklärung. Eine Klage nach dieser Gesetzesstelle ist als Aufhebungserklärung zu werten. (T3)
    Beis wie T2
  • 2 Ob 560/82
    Entscheidungstext OGH 22.02.1983 2 Ob 560/82
    nur T3
  • 6 Ob 858/82
    Entscheidungstext OGH 09.06.1983 6 Ob 858/82
    Auch; nur T1
  • 7 Ob 585/86
    Entscheidungstext OGH 10.07.1986 7 Ob 585/86
    Auch; Beisatz: Hat der Vermieter berechtigt nach § 1118 ABGB seinen Rücktritt vom Vertrag erklärt, so ist das Vertragsverhältnis mit dieser Rücktrittserklärung beendet, und er kann es nicht durch einseitige Erklärung wieder in Kraft setzen. (T4)
    Veröff: SZ 59/127 = JBl 1987,180 = MietSlg XXXVIII/31
  • 7 Ob 538/89
    Entscheidungstext OGH 09.03.1989 7 Ob 538/89
    nur T3; Beisatz: Wird also die Auflösungserklärung in der Räumungsklage abgegeben, so tritt die Auflösung des Bestandverhältnisses mit der Zustellung der Klage ein. (T5)
  • 2 Ob 538/89
    Entscheidungstext OGH 23.05.1989 2 Ob 538/89
    nur T1; Beis wie T4; Beisatz: Eine Auflösungserklärung kann jedoch einvernehmlich zurückgenommen werden. (T6)
  • 7 Ob 702/89
    Entscheidungstext OGH 30.11.1989 7 Ob 702/89
    nur T1; Beis wie T5; Beisatz: Die Rücknahme der Auflösungserklärung und die Rückziehung einer auf sie gestützten Räumungsklage käme in Wahrheit einer Neubegründung des Bestandverhältnisses gleich. (T7)
  • 3 Ob 7/91
    Entscheidungstext OGH 19.12.1990 3 Ob 7/91
    nur T3
  • 1 Ob 685/90
    Entscheidungstext OGH 18.09.1991 1 Ob 685/90
    Auch; nur: Eine Klage nach dieser Gesetzesstelle ist als Aufhebungserklärung zu werten. (T8)
  • 6 Ob 589/91
    Entscheidungstext OGH 23.01.1992 6 Ob 589/91
    Auch; nur T1; Beis wie T2; Veröff: EvBl 1992,143
  • 5 Ob 18/93
    Entscheidungstext OGH 09.03.1993 5 Ob 18/93
    nur T3; Beisatz: Das wegen § 1118 zweiter Fall ABGB anhängige Räumungsverfahren nimmt dem Antragsteller nicht die Legitimation, seine vermeintlichen Mieterrechte geltend zu machen. (T9)
    Veröff: ImmZ 1993,242
  • 6 Ob 572/94
    Entscheidungstext OGH 10.11.1994 6 Ob 572/94
    nur T1; Beis wie T2; Beisatz: Eine dasselbe Bestandverhältnis betreffende spätere Räumungsklage ist abzuweisen. (T10)
  • 3 Ob 176/94
    Entscheidungstext OGH 25.01.1995 3 Ob 176/94
    nur T3; Beis wie T5
  • 4 Ob 2307/96k
    Entscheidungstext OGH 17.12.1996 4 Ob 2307/96k
    nur T8
  • 7 Ob 207/97k
    Entscheidungstext OGH 13.07.1998 7 Ob 207/97k
    nur T1; Beisatz: Dementsprechend ist eine spätere Besserung des Verhaltens des Bestandnehmers rechtlich bedeutungslos. (T11)
  • 3 Ob 28/99k
    Entscheidungstext OGH 28.06.1999 3 Ob 28/99k
    nur T1; Beisatz: Bei Vorliegen eines zureichenden Auflösungsgrundes. (T12)
    Veröff: SZ 72/108
  • 8 Ob 47/03z
    Entscheidungstext OGH 12.06.2003 8 Ob 47/03z
    Auch; Beis wie T2
  • 3 Ob 24/04g
    Entscheidungstext OGH 25.02.2004 3 Ob 24/04g
    Auch; nur T1; Beis wie T2; Beis wie T11
  • 10 Ob 62/04x
    Entscheidungstext OGH 27.09.2005 10 Ob 62/04x
    nur T1; Beis wie T11
  • 3 Ob 202/06m
    Entscheidungstext OGH 19.10.2006 3 Ob 202/06m
    Auch; nur T1
  • 8 Ob 96/08p
    Entscheidungstext OGH 05.08.2008 8 Ob 96/08p
    Auch; Beisatz: Hat der Vermieter vor Einbringung der Räumungsklage die Mietzinsrückstände zwar gemahnt, aber keine außergerichtliche Auflösungserklärung gemäß § 1118 zweiter Fall ABGB abgegeben, ersetzt die Räumungsklage die Auflösungserklärung. (T13)
  • 1 Ob 29/09k
    Entscheidungstext OGH 26.02.2009 1 Ob 29/09k
    Auch; Beis wie T13
  • 6 Ob 269/09s
    Entscheidungstext OGH 14.01.2010 6 Ob 269/09s
    Vgl auch; Beis wie T11
  • 6 Ob 50/10m
    Entscheidungstext OGH 15.04.2010 6 Ob 50/10m
    Vgl; Beis wie T5; Beisatz: Ebenso wie dann, wenn die Auflösungserklärung bereits in der Räumungsklage abgegeben wird, die Auflösung des Bestandverhältnisses mit der Zustellung der Klage eintritt gilt gleiches auch für eine später vorgenommene Klagsausdehnung, geht es doch hier lediglich um die materiellen Wirkungen der Auflösungserklärung nach § 1118 ABGB, nicht hingegen um die Frage, ob derartiges bloß schriftliches Vorbringen im Hinblick auf den Mündlichkeitsgrundsatz des § 176 ZPO im Rahmen der Entscheidung berücksichtigt werden kann. (T14)
  • 2 Ob 164/11y
    Entscheidungstext OGH 08.03.2012 2 Ob 164/11y
    Auch; Beis wie T5; Beis wie T11
  • 1 Ob 39/12k
    Entscheidungstext OGH 26.04.2012 1 Ob 39/12k
    Auch; nur T3; Beis wie T5; Beis wie T11
  • 1 Ob 166/12m
    Entscheidungstext OGH 11.10.2012 1 Ob 166/12m
    Vgl auch; Beis wie T5
  • 5 Ob 71/15z
    Entscheidungstext OGH 28.04.2015 5 Ob 71/15z
    Auch; Beis wie T5
  • 3 Ob 191/15g
    Entscheidungstext OGH 14.10.2015 3 Ob 191/15g
    Auch
  • 1 Ob 33/16h
    Entscheidungstext OGH 19.10.2016 1 Ob 33/16h
    Auch; Beis wie T13; Beis wie T14
  • 3 Ob 37/18i
    Entscheidungstext OGH 21.03.2018 3 Ob 37/18i
    Auch
  • 4 Ob 99/18i
    Entscheidungstext OGH 29.05.2018 4 Ob 99/18i
    Auch
  • 5 Ob 100/19w
    Entscheidungstext OGH 31.07.2019 5 Ob 100/19w
    Vgl
  • 8 Ob 53/20g
    Entscheidungstext OGH 25.08.2020 8 Ob 53/20g
    Vgl; Beisatz: Deshalb ist eine spätere Besserung des Verhaltens des Bestandnehmers (hier nachdem der Beklagte Kenntnis von dem Räumungsverfahren erlangt hatte) rechtlich bedeutungslos. (T15)
  • 3 Ob 64/21i
    Entscheidungstext OGH 20.05.2021 3 Ob 64/21i
    nur T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1964:RS0105354

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

15.07.2021

Dokumentnummer

JJR_19640415_OGH0002_0030OB00038_6400000_001

Rechtssatz für 1Ob182/72 3Ob212/73 3Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0021018

Geschäftszahl

1Ob182/72; 3Ob212/73; 3Ob668/80; 8Ob567/90; 1Ob550/95; 3Ob33/97t; 8Ob58/99h; 7Ob321/99b; 10Ob230/00x; 9Ob37/00g; 1Ob41/02i; 3Ob235/03k; 5Ob145/04s; 10Ob62/04x; 6Ob301/05s; 8Ob44/07i; 5Ob291/07s; 5Ob235/07f; 6Ob288/07g; 8Ob36/09s; 9Ob88/08v; 6Ob269/09s; 3Ob4/10z; 8Ob137/10w; 7Ob242/10d; 8Ob47/10k; 8Ob140/10m; 5Ob142/11k; 5Ob128/12b; 2Ob23/13s; 9Ob71/13a; 1Ob58/15h; 5Ob45/15a; 4Ob225/15i; 7Ob99/17k; 8Ob119/17h; 8Ob123/17x; 7Ob198/17v; 1Ob82/18t; 1Ob100/18i; 6Ob170/18w; 4Ob107/19t; 5Ob84/19t; 1Ob39/19w; 8Ob84/20s; 1Ob151/20t

Entscheidungsdatum

04.10.1972

Norm

ABGB §1118 C
MRG §30 Abs2 Z3 B

Rechtssatz

Ob ein erheblich nachteiliger Gebrauch vorliegt, ist nach den Umständen des Einzelfalles zu beurteilen (so schon MietSlg 18209, 18379 ua).

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 182/72
    Entscheidungstext OGH 04.10.1972 1 Ob 182/72
    Veröff: MietSlg 24167
  • 3 Ob 212/73
    Entscheidungstext OGH 11.12.1973 3 Ob 212/73
  • 3 Ob 668/80
    Entscheidungstext OGH 11.11.1981 3 Ob 668/80
    Vgl auch; Beisatz: Bei der Beurteilung, ob der Klagegrund des § 1118 Fall 1 ABGB vorliegt, muss jedoch von den festgestellten Tatsachen in ihrer Gesamtheit ausgegangen werden. Hier: Bordellähnliche Zustände. (T1) Veröff: RZ 1982/19 S 60
  • 8 Ob 567/90
    Entscheidungstext OGH 29.03.1990 8 Ob 567/90
  • 1 Ob 550/95
    Entscheidungstext OGH 25.04.1995 1 Ob 550/95
    Auch; Beis wie T1 nur: Bei der Beurteilung, ob der Klagegrund des § 1118 Fall 1 ABGB vorliegt, muss jedoch von den festgestellten Tatsachen in ihrer Gesamtheit ausgegangen werden. (T2)
  • 3 Ob 33/97t
    Entscheidungstext OGH 16.09.1998 3 Ob 33/97t
    Beisatz: Insbesondere sind das Ausmaß des eingetretenen oder drohenden Schadens sowie die Dauer des beeinträchtigenden Verhaltens zu berücksichtigen. (T3)
  • 8 Ob 58/99h
    Entscheidungstext OGH 26.08.1999 8 Ob 58/99h
  • 7 Ob 321/99b
    Entscheidungstext OGH 16.02.2000 7 Ob 321/99b
    Veröff: SZ 73/29
  • 10 Ob 230/00x
    Entscheidungstext OGH 05.09.2000 10 Ob 230/00x
    Auch; Beis wie T2
  • 9 Ob 37/00g
    Entscheidungstext OGH 04.10.2000 9 Ob 37/00g
  • 1 Ob 41/02i
    Entscheidungstext OGH 26.02.2002 1 Ob 41/02i
    Beis wie T2
  • 3 Ob 235/03k
    Entscheidungstext OGH 25.02.2004 3 Ob 235/03k
    Auch
  • 5 Ob 145/04s
    Entscheidungstext OGH 29.06.2004 5 Ob 145/04s
    Beis wie T2
  • 10 Ob 62/04x
    Entscheidungstext OGH 27.09.2005 10 Ob 62/04x
  • 6 Ob 301/05s
    Entscheidungstext OGH 26.01.2006 6 Ob 301/05s
    Beisatz: Hier: Nachteiliger Gebrauch verneint: Dem Bestandnehmer war es gestattet, das im Bestandobjekt befindliche Inventar zu entfernen und durch eigenes zu ersetzen. Die übrigen Schäden entstanden bei ordnungsgemäßer Benutzung des Bestandobjekts. (T4)
  • 8 Ob 44/07i
    Entscheidungstext OGH 21.05.2007 8 Ob 44/07i
    Beisatz: Hier zu § 30 Abs 2 Z 3 erster Fall MRG. (T5)
  • 5 Ob 291/07s
    Entscheidungstext OGH 22.01.2008 5 Ob 291/07s
    Auch; Beis wie T5
  • 5 Ob 235/07f
    Entscheidungstext OGH 19.02.2008 5 Ob 235/07f
    Beis ähnlich wie T2; Beisatz: Die in ihrer Gesamtheit zu betrachtenden Umstände sind nicht in Einzelfakten zu zerlegen. (T6)
  • 6 Ob 288/07g
    Entscheidungstext OGH 21.02.2008 6 Ob 288/07g
    Beis wie T5
  • 8 Ob 36/09s
    Entscheidungstext OGH 18.06.2009 8 Ob 36/09s
    Auch; Beisatz: Hier: Trotz grundsätzlicher Einzelfallbezogenheit ausnahmsweise korrigierendes Eingreifen des Obersten Gerichtshofs wegen Fehlens entscheidungswesentlicher Feststellungen erforderlich. (T7)
  • 9 Ob 88/08v
    Entscheidungstext OGH 30.09.2009 9 Ob 88/08v
    Auch; Beis wie T5
  • 6 Ob 269/09s
    Entscheidungstext OGH 14.01.2010 6 Ob 269/09s
  • 3 Ob 4/10z
    Entscheidungstext OGH 27.01.2010 3 Ob 4/10z
    Beis wie T2
  • 8 Ob 137/10w
    Entscheidungstext OGH 25.01.2011 8 Ob 137/10w
    Beis wie T5
  • 7 Ob 242/10d
    Entscheidungstext OGH 19.01.2011 7 Ob 242/10d
  • 8 Ob 47/10k
    Entscheidungstext OGH 22.02.2011 8 Ob 47/10k
  • 8 Ob 140/10m
    Entscheidungstext OGH 25.05.2011 8 Ob 140/10m
  • 5 Ob 142/11k
    Entscheidungstext OGH 14.09.2011 5 Ob 142/11k
    Auch
  • 5 Ob 128/12b
    Entscheidungstext OGH 26.07.2012 5 Ob 128/12b
    Auch
  • 2 Ob 23/13s
    Entscheidungstext OGH 21.02.2013 2 Ob 23/13s
  • 9 Ob 71/13a
    Entscheidungstext OGH 19.12.2013 9 Ob 71/13a
  • 1 Ob 58/15h
    Entscheidungstext OGH 23.04.2015 1 Ob 58/15h
    Auch
  • 5 Ob 45/15a
    Entscheidungstext OGH 19.05.2015 5 Ob 45/15a
  • 4 Ob 225/15i
    Entscheidungstext OGH 23.02.2016 4 Ob 225/15i
  • 7 Ob 99/17k
    Entscheidungstext OGH 05.07.2017 7 Ob 99/17k
  • 8 Ob 119/17h
    Entscheidungstext OGH 25.10.2017 8 Ob 119/17h
    Auch
  • 8 Ob 123/17x
    Entscheidungstext OGH 20.12.2017 8 Ob 123/17x
  • 7 Ob 198/17v
    Entscheidungstext OGH 21.03.2018 7 Ob 198/17v
  • 1 Ob 82/18t
    Entscheidungstext OGH 29.05.2018 1 Ob 82/18t
  • 1 Ob 100/18i
    Entscheidungstext OGH 29.08.2018 1 Ob 100/18i
  • 6 Ob 170/18w
    Entscheidungstext OGH 25.10.2018 6 Ob 170/18w
    Beis wie T2
  • 4 Ob 107/19t
    Entscheidungstext OGH 05.07.2019 4 Ob 107/19t
  • 5 Ob 84/19t
    Entscheidungstext OGH 31.07.2019 5 Ob 84/19t
  • 1 Ob 39/19w
    Entscheidungstext OGH 03.04.2019 1 Ob 39/19w
  • 8 Ob 84/20s
    Entscheidungstext OGH 23.10.2020 8 Ob 84/20s
  • 1 Ob 151/20t
    Entscheidungstext OGH 23.09.2020 1 Ob 151/20t
    Vgl; Beisatz: Nicht jede gesetz‑ oder vertragswidrige Verwendung des Bestandgegenstands durch den Mieter berechtigt zur Aufkündigung, wenn diesem Verhalten auch mit Unterlassungsklage begegnet werden könnte. (T8)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1972:RS0021018

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

28.12.2020

Dokumentnummer

JJR_19721004_OGH0002_0010OB00182_7200000_002

Rechtssatz für 3Ob576/85 2Ob520/86 8Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0020956

Geschäftszahl

3Ob576/85; 2Ob520/86; 8Ob650/86; 6Ob227/00a; 6Ob328/04k; 10Ob62/04x; 10Ob39/07v; 3Ob87/10f; 2Ob164/11y; 1Ob39/12k; 2Ob212/14m; 10Ob26/15v; 1Ob33/16h; 9Ob23/17y; 9Ob17/17s; 3Ob112/18v

Entscheidungsdatum

03.07.1985

Norm

ABGB §1118 C
MRG §30 Abs2 Z3 C

Rechtssatz

Ein "unleidliches Verhalten" im Sinn des Kündigungsgrundes nach § 30 Abs 2 Z 3 zweiter Fall MRG, das mit dem Kündigungsgrund des "erheblich nachteiligen Gebrauchs" im Sinne des § 30 Abs 2 Z 3 erster Fall MRG zusammengefasst ist und daher vom Gesetz offenbar als gleichwertig angesehen wird, ist unter den Tatbestand des § 1118 erster Fall ABGB zu subsumieren.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 576/85
    Entscheidungstext OGH 03.07.1985 3 Ob 576/85
  • 2 Ob 520/86
    Entscheidungstext OGH 04.03.1986 2 Ob 520/86
  • 8 Ob 650/86
    Entscheidungstext OGH 23.10.1986 8 Ob 650/86
  • 6 Ob 227/00a
    Entscheidungstext OGH 05.10.2000 6 Ob 227/00a
    Auch
  • 6 Ob 328/04k
    Entscheidungstext OGH 21.04.2005 6 Ob 328/04k
  • 10 Ob 62/04x
    Entscheidungstext OGH 27.09.2005 10 Ob 62/04x
    Auch
  • 10 Ob 39/07v
    Entscheidungstext OGH 17.04.2007 10 Ob 39/07v
    Vgl auch
  • 3 Ob 87/10f
    Entscheidungstext OGH 04.08.2010 3 Ob 87/10f
  • 2 Ob 164/11y
    Entscheidungstext OGH 08.03.2012 2 Ob 164/11y
    Auch
  • 1 Ob 39/12k
    Entscheidungstext OGH 26.04.2012 1 Ob 39/12k
    Auch
  • 2 Ob 212/14m
    Entscheidungstext OGH 27.11.2014 2 Ob 212/14m
    Auch
  • 10 Ob 26/15v
    Entscheidungstext OGH 28.04.2015 10 Ob 26/15v
    Auch; nur: Ein "unleidliches Verhalten" im Sinn des Kündigungsgrundes nach § 30 Abs 2 Z 3 zweiter Fall MRG ist unter den Tatbestand des § 1118 erster Fall ABGB zu subsumieren. (T1)
  • 1 Ob 33/16h
    Entscheidungstext OGH 19.10.2016 1 Ob 33/16h
    nur T1
  • 9 Ob 23/17y
    Entscheidungstext OGH 20.04.2017 9 Ob 23/17y
    Auch
  • 9 Ob 17/17s
    Entscheidungstext OGH 20.04.2017 9 Ob 17/17s
    Auch; nur T1
  • 3 Ob 112/18v
    Entscheidungstext OGH 14.08.2018 3 Ob 112/18v
    nur T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1985:RS0020956

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

13.09.2018

Dokumentnummer

JJR_19850703_OGH0002_0030OB00576_8500000_001

Rechtssatz für 3Ob576/85 4Ob2054/96d 1...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0020957

Geschäftszahl

3Ob576/85; 4Ob2054/96d; 10Ob2159/96i; 9Ob212/99p; 7Ob113/00v; 9Ob304/01y; 6Ob17/03y; 9Ob11/04i; 10Ob62/04x; 8Ob133/07b; 5Ob242/08m; 10Ob68/08k; 3Ob136/09k; 5Ob226/09k; 5Ob227/09g; 8Ob23/11g; 8Ob53/11v; 8Ob94/11y; 6Ob108/14x; 10Ob4/15h; 10Ob19/19w; 4Ob124/20v; 8Ob54/21f

Entscheidungsdatum

03.07.1985

Norm

ABGB §1118 C
MRG §30 Abs2 Z3 C
MRG §30 Abs2 Z3 E

Rechtssatz

Bei gewissen Verhaltensweisen muss aber der Umstand der Unzurechnungsfähigkeit zumindest in der Weise berücksichtigt werden, dass das Verhalten einer geisteskranken Person nicht unter allen Umständen ebenso unleidlich, dh für die Mitbewohner unerträglich ist, wie ein gleichartiges Verhalten einer zurechnungsfähigen Person.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 576/85
    Entscheidungstext OGH 03.07.1985 3 Ob 576/85
  • 4 Ob 2054/96d
    Entscheidungstext OGH 26.03.1996 4 Ob 2054/96d
    Beisatz: Grundsätzlich ist auch Geisteskrankheit kein Freibrief für unleidliches Verhalten. (T1)
  • 10 Ob 2159/96i
    Entscheidungstext OGH 27.03.1997 10 Ob 2159/96i
    Beis wie T1; Beisatz: In diesen Fällen hat eine Interessenabwägung stattzufinden, bei der an das Verhalten der behinderten Person ein weniger strenger Maßstab anzulegen ist. (T2); Beisatz: Hier: Trampeln und Brüllen in der Wohnung und am Gang nur zum Zweck der Lärmerzeugung und Störung der anderen Mieter, schlagen auf andere Wohnungstüren zur Nachtzeit und ständige Beschimpfungen verleiden den anderen Mietern das Zusammenleben mit der Behinderten in einem solchen Maß, dass ihnen nicht zugemutet werden kann, dies länger hinzunehmen. (T3)
  • 9 Ob 212/99p
    Entscheidungstext OGH 01.09.1999 9 Ob 212/99p
    Beis wie T1; Beis wie T2
  • 7 Ob 113/00v
    Entscheidungstext OGH 29.05.2000 7 Ob 113/00v
    Vgl auch; Beis wie T1; Beis wie T2; Beisatz: Die Vornahme der gebotenen Interessenabwägung kann nur auf Grund der konkreten Umstände des Einzelfalles erfolgen und ist daher nicht revisibel. (T4); Beisatz: Hier: Schütten von Fäkalien ins Stiegenhaus oder aus dem Fenster, Schläge mit der Hacke gegen die Türe einer anderen Mieterin. (T5)
  • 9 Ob 304/01y
    Entscheidungstext OGH 23.01.2002 9 Ob 304/01y
    Beis wie T1; Beis wie T2; Beis wie T4; Beisatz: Hier: Brandgefahr oder Ungeziefergefahr durch Lagerung von Unrat. (T6)
  • 6 Ob 17/03y
    Entscheidungstext OGH 20.02.2003 6 Ob 17/03y
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T2
  • 9 Ob 11/04i
    Entscheidungstext OGH 25.02.2004 9 Ob 11/04i
    Auch; Beis wie T4
  • 10 Ob 62/04x
    Entscheidungstext OGH 27.09.2005 10 Ob 62/04x
    Vgl auch; Beis wie T1
  • 8 Ob 133/07b
    Entscheidungstext OGH 17.12.2007 8 Ob 133/07b
    Vgl auch; Beis wie T1
  • 5 Ob 242/08m
    Entscheidungstext OGH 04.11.2008 5 Ob 242/08m
    Vgl auch; Beis wie T4; Bem: Hier: Ständiges, auch am Gang des Hauses erfolgendes und in seiner Lautstärke das Ausmaß eines Brüllens erreichendes Rülpsen. (T7)
  • 10 Ob 68/08k
    Entscheidungstext OGH 25.11.2008 10 Ob 68/08k
    Auch; Beis wie T1; Beisatz: Die fehlende Vorwerfbarkeit des Verhaltens schließt die Annahme der Unzumutbarkeit nicht aus. (T8)
  • 3 Ob 136/09k
    Entscheidungstext OGH 22.07.2009 3 Ob 136/09k
    Beis wie T1
  • 5 Ob 226/09k
    Entscheidungstext OGH 10.11.2009 5 Ob 226/09k
    Beis wie T1; Beis wie T8; Beis ähnlich wie T4
  • 5 Ob 227/09g
    Entscheidungstext OGH 20.04.2010 5 Ob 227/09g
    Beis wie T1; Beis wie T2; Beis wie T4
  • 8 Ob 23/11g
    Entscheidungstext OGH 22.03.2011 8 Ob 23/11g
    Beis wie T4
  • 8 Ob 53/11v
    Entscheidungstext OGH 15.07.2011 8 Ob 53/11v
    Vgl auch
  • 8 Ob 94/11y
    Entscheidungstext OGH 24.10.2011 8 Ob 94/11y
    Auch; Beis wie T2; Beis auch wie T8
  • 6 Ob 108/14x
    Entscheidungstext OGH 28.08.2014 6 Ob 108/14x
    Auch; Beis wie T4
  • 10 Ob 4/15h
    Entscheidungstext OGH 24.02.2015 10 Ob 4/15h
    Beis ähnlich wie T1; Beis ähnlich wie T4
  • 10 Ob 19/19w
    Entscheidungstext OGH 26.03.2019 10 Ob 19/19w
    Auch; Beis wie T4
  • 4 Ob 124/20v
    Entscheidungstext OGH 11.08.2020 4 Ob 124/20v
    Beis wie T1; Beis wie T2; Beis wie T4
  • 8 Ob 54/21f
    Entscheidungstext OGH 29.04.2021 8 Ob 54/21f
    Beis wie T4

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1985:RS0020957

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

11.06.2021

Dokumentnummer

JJR_19850703_OGH0002_0030OB00576_8500000_002

Rechtssatz für 10Ob2073/96t 1Ob2315/96i...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0102020

Geschäftszahl

10Ob2073/96t; 1Ob2315/96i; 3Ob33/97t; 3Ob65/99a; 1Ob117/00p; 6Ob227/00a; 9Ob187/01t; 1Ob41/02i; 7Ob17/03f; 3Ob164/02t; 3Ob268/02m; 5Ob145/04s; 10Ob62/04x; 9Ob51/06z; 6Ob269/09s; 3Ob4/10z; 3Ob87/10f; 2Ob165/11w; 2Ob164/11y; 7Ob199/11g; 2Ob23/13s; 10Ob26/15v; 5Ob45/15a; 3Ob5/17g; 7Ob99/17k; 1Ob75/17m; 8Ob123/17x; 7Ob198/17v; 7Ob53/18x; 5Ob84/19t; 8Ob84/20s

Entscheidungsdatum

09.04.1996

Norm

ABGB §1118 A1
ABGB §1118 C
MRG §30 Abs2 Z3 B

Rechtssatz

Die Bestimmung des § 1118 ABGB soll die Auflösung eines Dauerschuldverhältnisses ermöglichen, wenn der Bestandnehmer der Sache einen erheblich nachteiligen Gebrauch davon macht. Ein erheblich nachteiliger Gebrauch im Sinne des § 30 Abs 2 Z 3 MRG sowie des § 1118 ABGB setzt eine wiederholte längerwährende vertragswidrige Benützung des Mietgegenstandes oder eine erhebliche Verletzung oder Drohung mit einer Verletzung der Substanz des Mietgegenstandes voraus.

Entscheidungstexte

  • 10 Ob 2073/96t
    Entscheidungstext OGH 09.04.1996 10 Ob 2073/96t
  • 1 Ob 2315/96i
    Entscheidungstext OGH 29.04.1997 1 Ob 2315/96i
  • 3 Ob 33/97t
    Entscheidungstext OGH 16.09.1998 3 Ob 33/97t
  • 3 Ob 65/99a
    Entscheidungstext OGH 28.10.1999 3 Ob 65/99a
    Auch; Beisatz: Dieser Auflösungstatbestand wird durch eine wiederholte, länger währende vertragswidrige Benützung des Bestandobjekts oder durch Unterlassung notwendiger Vorkehrungen, wodurch die erhebliche Substanzverletzung des Bestandobjekts herbeigeführt oder sonstige gewichtige Interessen des Bestandgebers verletzt werden, erfüllt. Der vertragswidrige Gebrauch muss entweder wiederholt oder längerdauernd sein und bei Unterlassungen bedarf es einer längeren Reihe. Es kann aber auch unleidliches Verhalten im Sinn des § 30 Abs 2 Z 3 MRG dem ersten Fall des § 1118 ABGB unterstellt werden. Maßgebend sind die Umstände des Einzelfalles in ihrer Gesamtheit. (T1); Beisatz: Die nicht einmal bewusst fahrlässige Verursachung eines Wasserschadens und die eigenmächtige - wenn auch nicht mutwillige - Anbringung eines Stützbalkens zusammen, können nicht als lang dauerende bzw wiederholte vertragswidrige Benützung des Bestandobjektes qualifiziert werden, selbst wenn man außer Acht lässt, dass nach den Feststellungen der Voreigentümer das Haus bereits vor diesen Vorfällen als Abbruchhaus angesehen hatte, was ebenfalls geeignet wäre, die Schwere der Vorfälle weiter zu relativieren. (T2)
  • 1 Ob 117/00p
    Entscheidungstext OGH 30.05.2000 1 Ob 117/00p
    Vgl; Beisatz: Bei der Beurteilung, ob ein erheblich nachteiliger Gebrauch der Bestandsache vorliegt, ist von den Umständen des Einzelfalls, aber in ihrer Gesamtheit auszugehen. (T3)
  • 6 Ob 227/00a
    Entscheidungstext OGH 05.10.2000 6 Ob 227/00a
    Auch; Beis ähnlich T1; Beisatz: Hier: Die Mieterin hat Problemstoffe auf dem Freigelände des Mietobjekts gelagert und der Geschäftsführers der Mieterin in der Dusche des Mietobjekts gereinigt, wodurch silberhältiges Material in die Sickergrube gelangte und den Klärschlamm verunreinigte. Dadurch war eine normale Entsorgung nicht mehr möglich. (T4)
  • 9 Ob 187/01t
    Entscheidungstext OGH 28.11.2001 9 Ob 187/01t
    nur: Ein erheblich nachteiliger Gebrauch im Sinne des § 30 Abs 2 Z 3 MRG setzt eine wiederholte längerwährende vertragswidrige Benützung des Mietgegenstandes oder eine erhebliche Verletzung oder Drohung mit einer Verletzung der Substanz des Mietgegenstandes voraus. (T5)
  • 1 Ob 41/02i
    Entscheidungstext OGH 26.02.2002 1 Ob 41/02i
    Beis wie T3; Beis wie T1 nur: Dieser Auflösungstatbestand wird durch eine wiederholte, länger währende vertragswidrige Benützung des Bestandobjekts oder durch Unterlassung notwendiger Vorkehrungen, wodurch die erhebliche Substanzverletzung des Bestandobjekts herbeigeführt oder sonstige gewichtige Interessen des Bestandgebers verletzt werden, erfüllt. (T6)
  • 7 Ob 17/03f
    Entscheidungstext OGH 12.02.2003 7 Ob 17/03f
    Auch; Beisatz: Der Kündigungsgrund des erheblich nachteiligen Gebrauches liegt vor, wenn durch eine wiederholte, längerwährende vertragswidrige Benützung des Bestandobjektes oder durch eine längere Reihe von Unterlassungen notwendiger Vorkehrungen eine erhebliche Verletzung der Substanz des Mietgegenstandes erfolgte oder auch nur droht. (T7)
  • 3 Ob 164/02t
    Entscheidungstext OGH 24.04.2003 3 Ob 164/02t
    Auch; Beis wie T7; Beisatz: Es kommt daher nicht darauf an, dass sich bisher die übrigen Hausbewohner durch die Beklagte nicht beschwert fühlten, kein greifbarer Nachteil im Zusammenleben im Hausverband entsprungen ist oder für die Vermieterin ein konkreter Schaden am Mietobjekt (bisher) nicht entstand. (T8)
  • 3 Ob 268/02m
    Entscheidungstext OGH 21.08.2003 3 Ob 268/02m
    Vgl auch; Beisatz: Es genügt unter anderem bereits die drohende Schädigung der Substanz des Mietgegenstands. (T9)
  • 5 Ob 145/04s
    Entscheidungstext OGH 29.06.2004 5 Ob 145/04s
    Vgl auch; Beis wie T3
  • 10 Ob 62/04x
    Entscheidungstext OGH 27.09.2005 10 Ob 62/04x
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T3
  • 9 Ob 51/06z
    Entscheidungstext OGH 07.06.2006 9 Ob 51/06z
    Beis wie T1; Beisatz: Maßgebend sind die Umstände des Einzelfalls in ihrer Gesamtheit. (T10)
  • 6 Ob 269/09s
    Entscheidungstext OGH 14.01.2010 6 Ob 269/09s
    Vgl; Beis wie T3; Beisatz: Der Aufhebungsgrund des „erheblich nachteiligen Gebrauchs" gemäß § 1118 erster Fall ABGB liegt dann vor, wenn durch eine wiederholte oder länger währende vertragswidrige Benützung des Bestandobjekts oder durch Unterlassung notwendiger Vorkehrungen durch den Bestandnehmer wichtige ideelle oder wirtschaftliche Interessen des Vermieters verletzt werden oder eine erhebliche Verletzung der Substanz des Mietgegenstands erfolgte oder auch nur droht. (T10a)
    Bem: Änderung der versehentlich ein zweites Mal vergebenen Beisatznummer (T10) auf (T10a) - Jänner 2011 (T10b)
    Bem: Hier: In der länger dauernden Benützung eines Ofens trotz Anschluss- und Aufstellungsmängel, weil ein Rauchfangkehrer trotz Hinweis nicht beigezogen und der Anschluss und die Aufstellung von einem Nichtfachmann durchgeführt wurde, und der daraus resultierenden Substanzgefährdung liegt ein erheblich nachteiliger Gebrauch. (T11)
  • 3 Ob 4/10z
    Entscheidungstext OGH 27.01.2010 3 Ob 4/10z
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T6; Beis wie T10a
  • 3 Ob 87/10f
    Entscheidungstext OGH 04.08.2010 3 Ob 87/10f
    Auch
  • 2 Ob 165/11w
    Entscheidungstext OGH 10.11.2011 2 Ob 165/11w
    Auch; Beis wie T7
  • 2 Ob 164/11y
    Entscheidungstext OGH 08.03.2012 2 Ob 164/11y
    Auch
  • 7 Ob 199/11g
    Entscheidungstext OGH 28.03.2012 7 Ob 199/11g
    Auch; Beisatz: Hier: Besonders rücksichtslose Durchsetzung von Sanierungsplänen unter Missachtung einer einstweiligen Vorkehrung und Begehung von Besitzstörungen. (T12)
  • 2 Ob 23/13s
    Entscheidungstext OGH 21.02.2013 2 Ob 23/13s
    Auch
  • 10 Ob 26/15v
    Entscheidungstext OGH 28.04.2015 10 Ob 26/15v
    Auch; Beis wie T7; Beis wie T10a
  • 5 Ob 45/15a
    Entscheidungstext OGH 19.05.2015 5 Ob 45/15a
    Auch
  • 3 Ob 5/17g
    Entscheidungstext OGH 29.03.2017 3 Ob 5/17g
    Auch; Beis wie T3
  • 7 Ob 99/17k
    Entscheidungstext OGH 05.07.2017 7 Ob 99/17k
    Auch
  • 1 Ob 75/17m
    Entscheidungstext OGH 30.08.2017 1 Ob 75/17m
    Vgl auch; Beis wie T3; Beis wie T10
  • 8 Ob 123/17x
    Entscheidungstext OGH 20.12.2017 8 Ob 123/17x
  • 7 Ob 198/17v
    Entscheidungstext OGH 21.03.2018 7 Ob 198/17v
    Auch
  • 7 Ob 53/18x
    Entscheidungstext OGH 20.04.2018 7 Ob 53/18x
    Auch
  • 5 Ob 84/19t
    Entscheidungstext OGH 31.07.2019 5 Ob 84/19t
  • 8 Ob 84/20s
    Entscheidungstext OGH 23.10.2020 8 Ob 84/20s

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1996:RS0102020

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

07.12.2020

Dokumentnummer

JJR_19960409_OGH0002_0100OB02073_96T0000_001

Entscheidungstext 10Ob62/04x

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Fundstelle

immolex-LS 2005/83 = immolex 2006,19 = ImmZ 2006,71 = immolex 2006,80/33 - immolex 2006/33 = MietSlg 57.175

Geschäftszahl

10Ob62/04x

Entscheidungsdatum

27.09.2005

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofes Dr. Schinko als Vorsitzenden und die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr. Fellinger, Dr. Hoch, Hon. Prof. Dr. Neumayr und Dr. Schramm als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei F***** reg. Genossenschaft mbH, *****, vertreten durch Dr. Rolf Schuhmeister und Dr. Walter Schuhmeister, Rechtsanwälte in Schwechat, gegen die beklagte Partei Erich G*****, vertreten durch Mag. Andreas Kleiber, Rechtsanwalt in Wien, und der Nebenintervenientin auf Seiten der beklagten Partei Christine G*****, vertreten durch Dr. Christian Falkner, Rechtsanwalt in Wien, wegen Räumung, über die außerordentliche Revision der beklagten Partei gegen das Urteil des Landesgerichtes für Zivilrechtssachen Wien als Berufungsgericht vom 2. Juni 2004, GZ 38 R 136/04p-32, den

Beschluss

gefasst:

Spruch

Die außerordentliche Revision der beklagten Partei wird gemäß § 508a Abs 2 ZPO mangels der Voraussetzungen des § 502 Abs 1 ZPO zurückgewiesen.

Begründung:

Rechtliche Beurteilung

Nach Rechtsprechung und Lehre kann unleidliches Verhalten im Sinn des § 30 Abs 2 Z 3 MRG auch dem ersten Fall des § 1118 ABGB unterstellt werden (RIS-Justiz RS0020956; Würth in Rummel3, ABGB § 1118 Rz 11; Binder in Schwimann2 ABGB § 1118 Rz 56 je mwN). Maßgebend sind die Umstände des Einzelfalles in ihrer Gesamtheit (RIS-Justiz RS0021018; RS0102020; Würth aaO § 1118 Rz 11).

Der Revisionswerber selbst meint, das von den Vorinstanzen festgestellte unleidliche Verhalten seiner Ehefrau, das er unstrittig zu verantworten hat, würde zwar bei einer zurechnungsfähigen Person den Auflösungstatbestand des § 1118 erster Fall ABGB verwirklichen, sei aber bei einer unzurechnungsfähigen Person wegen der gebotenen Interessensabwägung im vorliegenden Fall für diesen Auflösungstatbestand nicht ausreichend.

Auch Geisteskrankheit ist kein „Freibrief" für unleidliches Verhalten (RIS-Justiz RS0020957). Es kommt vielmehr darauf an, ob das objektiv in Erscheinung tretende Verhalten des Mieters oder seines Mitbewohners als ein grob ungehöriges, das Zusammenleben verleidendes angesehen werden muss (RIS-Justiz RS0067733). In einem solchen Fall hat allerdings eine Interessenabwägung stattzufinden, bei der an das Verhalten der behinderten Person ein weniger strenger Maßstab anzulegen ist (6 Ob 17/03y mwN). Dies bedeutet aber nicht, dass die anderen Bewohner eines Miethauses jedwedes Verhalten einer geistig behinderten Person selbst dann in Kauf nehmen müssen, wenn dadurch ihre Lebensqualität gravierend beeinträchtigt wird. Die gebotene Interessenabwägung kann nur auf Grund der konkreten Umstände des Einzelfalles vorgenommen werden und stellt daher keine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung im Sinn des § 502 Abs 1 ZPO dar. Eine diese Grundsätze, die schon das Berufungsgericht darlegte, nicht ausreichend berücksichtigende Fehlbeurteilung dieses Einzelfalles vermag der Revisionswerber nicht aufzuzeigen. Der vorliegende Sachverhalt ist nicht mit jenem vergleichbar, der der von der Revision zitierten Entscheidung 4 Ob 2054/96d zugrundelag. Dort waren Schimpftiraden und Hetzparolen der offenbar geisteskranken beklagten Mieterin, die niemand persönlich angriff, in ihrer Wohnung zu beurteilen, die man über den Gang oder über den Lichthof auch in anderen Wohnungen hören konnte. Im vorliegenden Fall aber beschränkt sich das Verhalten der Ehegattin des Beklagten nicht auf Beschimpfungen.

Dem Berufungsgericht ist auch keine korrekturbedürftige Fehlbeurteilung unterlaufen, wenn es annahm, dass eine Wiederholung des zu Brand- und Rauchgerüchen führenden Verbrennens von Gegenständen in der Wohnung des Beklagten nicht dadurch ausgeschlossen werde, dass der Beklagte die Gaszufuhr zum Backrohr absperrte. Allein die Tatsache, dass die Gaszufuhr nach den Feststellungen im Jahr 2002 (und nicht - wie in der Revision behauptet - im 2003) zwar abgesperrt wurde, es jedoch am 30. 3. 2003 neuerlich zu Brand- und Rauchgerüchen aus der Wohnung kam, die zu einem Feuerwehreinsatz führten, lässt erkennen, dass eine Wiederholung des bisherigen Verhaltens nicht mit hoher Wahrscheinlichkeit auszuschließen ist.

Nach ständiger Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofes wird ein Bestandverhältnis nach Verwirklichung eines Auflösungsgrundes gemäß § 1118 ABGB bereits mit Zugang der Auflösungserklärung beendet (RIS-Justiz RS0105354). Deshalb wurde bereits konsequenterweise ausgesprochen, dass „eine spätere Besserung des Verhaltens des Bestandnehmers rechtlich bedeutungslos" ist (7 Ob 207/97k; 3 Ob 24/04g). Die vom Revisionswerber zitierten Entscheidungen haben nicht die Vertragsauflösung nach § 1118 ABGB, sondern den Kündigungsprozess zum Gegenstand. Im Übrigen stellt die Beurteilung des Berufungsgerichtes, dass hier nicht eine Wiederholung des bisherigen unleidlichen Verhaltens künftig mit hoher Wahrscheinlichkeit auszuschließen, also eine positive Zukunftsprognose nicht angebracht ist, keine zur Korrektur anlassgebende Fehlbeurteilung dar.

Textnummer

E78498

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2005:0100OB00062.04X.0927.000

Im RIS seit

27.10.2005

Zuletzt aktualisiert am

10.09.2012

Dokumentnummer

JJT_20050927_OGH0002_0100OB00062_04X0000_000