Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 7Ob15/66 1Ob308/68 3Ob1...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0012193

Geschäftszahl

7Ob15/66; 1Ob308/68; 3Ob18/82; 7Ob663/89; 5Ob543/94; 5Ob192/99t; 3Ob64/99d; 3Ob56/05i; 5Ob44/15d; 6Ob202/18a

Entscheidungsdatum

26.01.1966

Norm

ABGB §530 B
ABGB §1284 Ab

Rechtssatz

Im Zweifel können die im Übergabsvertrag vereinbarten Rechte nicht einzeln für sich betrachtet werden, sondern der ganze Vertrag muss als Einheit behandelt werden (Recht des Übergebers zum freien Eingang und Ausgang auf dem ganzen übergebenen Besitz).

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 15/66
    Entscheidungstext OGH 26.01.1966 7 Ob 15/66
  • 1 Ob 308/68
    Entscheidungstext OGH 09.01.1969 1 Ob 308/68
    Beisatz: Hier: Verpflichtung des Übernehmers, die Liegenschaft dem Enkel des Übergebers zu hinterlassen. (T1) Veröff: EvBl 1969/253 S 391
  • 3 Ob 18/82
    Entscheidungstext OGH 28.04.1982 3 Ob 18/82
    Ähnlich; Beisatz: Hier: Ausgedinge (T2) Veröff: SZ 55/58 = NZ 1983,137
  • 7 Ob 663/89
    Entscheidungstext OGH 30.11.1989 7 Ob 663/89
    Veröff: NZ 1991/30
  • 5 Ob 543/94
    Entscheidungstext OGH 20.09.1994 5 Ob 543/94
    Vgl auch
  • 5 Ob 192/99t
    Entscheidungstext OGH 31.08.1999 5 Ob 192/99t
    Beis wie T2
  • 3 Ob 64/99d
    Entscheidungstext OGH 28.02.2000 3 Ob 64/99d
    nur: Im Zweifel können die im Übergabsvertrag vereinbarten Rechte nicht einzeln für sich betrachtet werden, sondern der ganze Vertrag muss als Einheit behandelt werden. (T3) Beis wie T2; Beisatz: Aus der Natur des Übergabsvertrags ergibt sich nicht, dass bei Nichterfüllung nur einzelner vertraglicher Verpflichtungen auf Zuhaltung des gesamten Vertrages, also auch solcher Verpflichtungen, die ohnedies erfüllt werden, geklagt werden könnte. (T4)
  • 3 Ob 56/05i
    Entscheidungstext OGH 23.05.2005 3 Ob 56/05i
    Auch; nur T3; Beisatz: Auf Grund dieser gebotenen Gesamtbetrachtung aller mit dem Begriff Ausgedinge zusammengefassten Pflichten, die regelmäßig auch ein Wohnungsrecht beinhalten, steht die rechtliche Beurteilung des Berufungsgerichts nicht mit der Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofs in Widerspruch, wonach die Unmöglichkeit der Ausübung eines Wohnungsgebrauchsrechts allein dem Berechtigten keinen Anspruch auf angemessene Vergütung in Geld gibt. (T5)
  • 5 Ob 44/15d
    Entscheidungstext OGH 14.07.2015 5 Ob 44/15d
    nur T3; Beis wie T2
  • 6 Ob 202/18a
    Entscheidungstext OGH 21.11.2018 6 Ob 202/18a
    Auch; nur T3

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1966:RS0012193

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

24.01.2019

Dokumentnummer

JJR_19660126_OGH0002_0070OB00015_6600000_001

Rechtssatz für 1Ob182/69 6Ob129/70 8Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0022521

Geschäftszahl

1Ob182/69; 6Ob129/70; 8Ob205/70; 1Ob110/73; 5Ob41/74 (5Ob42/74); 4Ob621/74; 1Ob130/75; 6Ob14/77; 6Ob547/78; 1Ob503/80; 1Ob591/81; 6Ob2/80; 5Ob711/81; 7Ob510/82; 5Ob532/83; 1Ob772/83; 8Ob573/86 (8Ob574/86); 7Ob601/88; 7Ob690/89; 6Ob6/90; 2Ob503/92; 5Ob543/94; 7Ob643/95; 2Ob551/95; 4Ob199/97m; 10ObS358/98i; 5Ob29/02d; 6Ob328/02g; 7Ob287/02k; 6Ob157/03m; 6Ob315/03x; 3Ob56/05i; 6Ob169/18y; 6Ob202/18a

Entscheidungsdatum

02.10.1969

Norm

ABGB §1284 Ae

Rechtssatz

Der sogenannte "Unvergleichsfall" ("Nichtvertragsfall"), der den Ausgedingsnehmer berechtigt, die Ablösung des Naturalausgedinges in Geld zu verlangen, ist dann verwirklicht, wenn dem Ausgedingsberechtigten der Genuss des Naturalausgedinges nach dem Verhalten des Eigentümers der Übergabsliegenschaft billigerweise nicht mehr zumutbar ist.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 182/69
    Entscheidungstext OGH 02.10.1969 1 Ob 182/69
    Veröff: NZ 1970,127 = EvBl 1970/90 S 152 = LwBetr 1970,141
  • 6 Ob 129/70
    Entscheidungstext OGH 03.06.1970 6 Ob 129/70
    Beisatz: Geringfügige Vernachlässigung reicht nicht hin. Der Anspruch auf "liebevolle" Betreuung erschöpft sich in anständiger und sorgfältiger Betreuung. (T1)
  • 8 Ob 205/70
    Entscheidungstext OGH 06.10.1970 8 Ob 205/70
    Veröff: EvBl 1971/248 S 461
  • 1 Ob 110/73
    Entscheidungstext OGH 20.06.1973 1 Ob 110/73
  • 5 Ob 41/74
    Entscheidungstext OGH 25.04.1974 5 Ob 41/74
    Veröff: SZ 47/54 = EvBl 1975/160 S 323
  • 4 Ob 621/74
    Entscheidungstext OGH 14.01.1975 4 Ob 621/74
    Beisatz: Ausgedingsähnliche Vereinbarung des Unterhaltes für die Schwester des Übernehmers. (T2)
  • 1 Ob 130/75
    Entscheidungstext OGH 10.09.1975 1 Ob 130/75
  • 6 Ob 14/77
    Entscheidungstext OGH 21.12.1977 6 Ob 14/77
    nur: Der sogenannte "Unvergleichsfall" ("Nichtvertragsfall"), der den Ausgedingsnehmer berechtigt, die Ablösung des Naturalausgedinges in Geld zu verlangen. (T3) Beisatz: Aber nicht vom Vertrag zurückzutreten. (T4) Veröff: SZ 50/166
  • 6 Ob 547/78
    Entscheidungstext OGH 11.05.1978 6 Ob 547/78
  • 1 Ob 503/80
    Entscheidungstext OGH 30.01.1980 1 Ob 503/80
    Veröff: SZ 53/15 = JBl 1981,88
  • 1 Ob 591/81
    Entscheidungstext OGH 01.07.1981 1 Ob 591/81
    nur T3
  • 6 Ob 2/80
    Entscheidungstext OGH 01.07.1981 6 Ob 2/80
    Beisatz: Diese Umwandlung setzt weder ein als mitvereinbart zu unterstellendes Wahlrecht des Berechtigten noch den Verzug mit den bedungenen Hauptleistungen voraus, sondern ist bereits Rechtsfolge des Wegfalles einer als übereinstimmend zugrundegelegten Voraussetzung für die Annahme der Naturalleistungen, sofern nur nicht die Beeinträchtigung dieser Voraussetzungen in der vom Berechtigten selbst zu vertretenden Lebenssphäre begründet ist. (T5) Veröff: NZ 1982,157
  • 5 Ob 711/81
    Entscheidungstext OGH 23.02.1982 5 Ob 711/81
    Vgl; Beisatz: Nicht jedoch dann, wenn sich der Übergeber grundlos beharrlich weigert, die Ausgedingsleistungen in natura anzunehmen. (T6)
  • 7 Ob 510/82
    Entscheidungstext OGH 18.02.1982 7 Ob 510/82
    Vgl; nur T3; Veröff: SZ 55/23
  • 5 Ob 532/83
    Entscheidungstext OGH 01.03.1983 5 Ob 532/83
    Auch; Beisatz: Nicht schon jede unbedeutende Verzögerung einzelner Naturalleistungen, wie sie auch sonst in einem Familienverband auftreten kann, vermag den Anspruch auf eine Geldrente zu rechtfertigen. (T7)
  • 1 Ob 772/83
    Entscheidungstext OGH 04.04.1984 1 Ob 772/83
    nur T3
  • 8 Ob 573/86
    Entscheidungstext OGH 09.10.1986 8 Ob 573/86
    nur T3; Beisatz: Keine analoge Anwendung auf Wohnungsgebrauchsrecht; ausdrückliche Ablehnung von GlU 13428. (T8) Veröff: SZ 59/165 = MietSlg XXXVIII/40
  • 7 Ob 601/88
    Entscheidungstext OGH 16.06.1988 7 Ob 601/88
    Beis wie T7; Beisatz: Selbst eine Unzumutbarkeit der Annahme der Naturalleistungen durch den Übergeber würde dann zu keiner Umwandlung in einen Geldanspruch führen, wenn diese Unzumutbarkeit vorwiegend durch den Übergeber hervorgerufen worden wäre. (T9) Veröff: NZ 1989,262
  • 7 Ob 690/89
    Entscheidungstext OGH 09.11.1989 7 Ob 690/89
    nur T3; Beisatz: Kein Recht des Ausgedingsverpflichteten, die Ablösung in Geld zu verlangen. Weigert sich der Ausgedingsberechtigte, die ordnungsgemäß erbrachte Leistung anzunehmen, gerät er in Annahmeverzug. (T10)
  • 6 Ob 6/90
    Entscheidungstext OGH 26.04.1990 6 Ob 6/90
    nur T3
  • 2 Ob 503/92
    Entscheidungstext OGH 09.09.1992 2 Ob 503/92
    Beis wie T1 nur: Geringfügige Vernachlässigung reicht nicht hin. (T11)
  • 5 Ob 543/94
    Entscheidungstext OGH 20.09.1994 5 Ob 543/94
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Analoge Anwendung der für den Unvergleichsfall entwickelten Regeln, wenn die für ein Ausgedinge typische Begründung einer Reallast unterblieben ist (hier: nur Verbücherung des Wohnungsrechtes des Ausgedingsberechtigten, wobei dies nur einen Teil der einheitlichen Daseinsvorsorge darstellte); daher Gleichbehandlung der Dienstbarkeit und der sonstigen Versorgungsansprüche im Unvergleichsfall. (T12)
  • 7 Ob 643/95
    Entscheidungstext OGH 21.02.1996 7 Ob 643/95
    Auch; Beisatz: Hier: Grundlosen Mitteilungen an das Pflegschaftsgericht, die dreimal zur erfolglosen Einleitung eines Sachwalterbestellungsverfahrens führten, ohne dass jemals Anhaltspunkte vorgefunden werden konnten, die eine Sachwalterbestellung gerechtfertigt hätten. (T13)
  • 2 Ob 551/95
    Entscheidungstext OGH 10.07.1997 2 Ob 551/95
    Beis wie T5; Beisatz: Da die Ablösung des Naturalausgedinges in Geld den Übernehmer ungleich schwerer belastet als die Reichung der Naturalien, liegt es in erster Linie am Ausgedingspflichtigen, durch friedfertiges und verständnisvolles Verhalten gegen die aufgrund ihres fortgeschrittenen Alters oft auch wunderlich oder starrsinnig werdenden Auszügler den Nichtvertragsfall gar nicht entstehen zu lassen. (T14)
  • 4 Ob 199/97m
    Entscheidungstext OGH 09.09.1997 4 Ob 199/97m
    Auch; Beisatz: Gründe sind schuldhafter Verzug oder sonst schuldhaft vertragswidriges Verhalten des Verpflichteten. (T15)
  • 10 ObS 358/98i
    Entscheidungstext OGH 24.11.1998 10 ObS 358/98i
    Vgl auch
  • 5 Ob 29/02d
    Entscheidungstext OGH 26.02.2002 5 Ob 29/02d
    Auch
  • 6 Ob 328/02g
    Entscheidungstext OGH 23.01.2003 6 Ob 328/02g
  • 7 Ob 287/02k
    Entscheidungstext OGH 19.03.2003 7 Ob 287/02k
    Vgl auch
  • 6 Ob 157/03m
    Entscheidungstext OGH 11.09.2003 6 Ob 157/03m
    Beis wie T5; Beis wie T9
  • 6 Ob 315/03x
    Entscheidungstext OGH 19.02.2004 6 Ob 315/03x
  • 3 Ob 56/05i
    Entscheidungstext OGH 23.05.2005 3 Ob 56/05i
    nur: Der sogenannte "Unvergleichsfall" ("Nichtvertragsfall) ist dann verwirklicht, wenn dem Ausgedingsberechtigten der Genuss des Naturalausgedinges nach dem Verhalten des Eigentümers der Übergabsliegenschaft billigerweise nicht mehr zumutbar ist. (T16)
  • 6 Ob 169/18y
    Entscheidungstext OGH 26.09.2018 6 Ob 169/18y
    Beis wie T6; Beis wie T7; Beis wie T10; Beis wie T11; Beis wie T14; Beis wie T15
  • 6 Ob 202/18a
    Entscheidungstext OGH 21.11.2018 6 Ob 202/18a
    Beis wie T7; Beis wie T15

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1969:RS0022521

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

24.01.2019

Dokumentnummer

JJR_19691002_OGH0002_0010OB00182_6900000_001

Rechtssatz für 1Ob503/79 3Ob64/99d 6Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0022408

Geschäftszahl

1Ob503/79; 3Ob64/99d; 6Ob85/00v; 3Ob56/05i; 5Ob44/15d

Entscheidungsdatum

31.01.1979

Norm

ABGB §1284 Aa
ABGB §1284 C

Rechtssatz

Das Ausgedinge ist ein eigenartiges einheitliches Rechtsinstitut, dessen wirtschaftlicher Zweck die darin enthaltenen Rechte - nämlich bloße Forderungsrechte, persönliche Dienstbarkeiten und Reallasten - zu einer Einheit verbindet, die eine einheitliche rechtliche Beurteilung erfordert. Nach seinem kennzeichnendsten Bestandteil ist es eine Reallast.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 503/79
    Entscheidungstext OGH 31.01.1979 1 Ob 503/79
    Veröff: EvBl 1979/168 S 460
  • 3 Ob 64/99d
    Entscheidungstext OGH 28.02.2000 3 Ob 64/99d
    Auch; Beisatz: Bei nur teilweiser Nichterfüllung der Verpflichtung in einem Ausgedingsvertrag besteht kein Recht des Ausgedingsberechtigten, einen Exekutionstitel zur Durchsetzung von Ausgedingsleistungen zu erlangen, die ohnehin erbracht werden. Insoweit liegt kein Verzug in der Erbringung der Ausgedingsleistungen vor. (T1)
  • 6 Ob 85/00v
    Entscheidungstext OGH 29.03.2000 6 Ob 85/00v
    Vgl auch; Beisatz: Das Ausgedinge ist eine besondere, regelmäßig durch Rechtsgeschäft begründete, bäuerlichen Übergabsverträgen typische, der Versorgung (dem Unterhalt) des (Hof-)Übergebers und naher Angehöriger dienende und daher auf seine Lebenszeit beschränkte Zusammenfassung verschiedener Leistungspflichten zu einer Einheit, bei der das Element der Reallast überwiegt und die deshalb insgesamt nach deren Regeln behandelt wird. Es ist höchstpersönlich und daher regelmäßig auch nicht der Ausübung nach übertragbar. (T2)
  • 3 Ob 56/05i
    Entscheidungstext OGH 23.05.2005 3 Ob 56/05i
    Vgl auch; nur: Das Ausgedinge ist ein eigenartiges einheitliches Rechtsinstitut, dessen wirtschaftlicher Zweck die darin enthaltenen Rechte - nämlich bloße Forderungsrechte, persönliche Dienstbarkeiten und Reallasten - zu einer Einheit verbindet, die eine einheitliche rechtliche Beurteilung erfordert. (T3); Beisatz: Auf Grund dieser gebotenen Gesamtbetrachtung aller mit dem Begriff Ausgedinge zusammengefassten Pflichten, die regelmäßig auch ein Wohnungsrecht beinhalten, steht die rechtliche Beurteilung des Berufungsgerichts nicht mit der Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofs in Widerspruch, wonach die Unmöglichkeit der Ausübung eines Wohnungsgebrauchsrechts allein dem Berechtigten keinen Anspruch auf angemessene Vergütung in Geld gibt. (T4)
  • 5 Ob 44/15d
    Entscheidungstext OGH 14.07.2015 5 Ob 44/15d
    Vgl auch; nur T3

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1979:RS0022408

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

14.09.2015

Dokumentnummer

JJR_19790131_OGH0002_0010OB00503_7900000_002

Rechtssatz für 1Ob503/80 1Ob591/81 6Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0022564

Geschäftszahl

1Ob503/80; 1Ob591/81; 6Ob2/80; 7Ob510/82; 5Ob532/83; 7Ob601/88; 2Ob503/92; 2Ob551/95; 5Ob29/02d; 6Ob315/03x; 3Ob56/05i; 4Ob47/15p; 4Ob223/17y; 6Ob169/18y; 6Ob202/18a

Entscheidungsdatum

30.01.1980

Norm

ABGB §1284 Ae

Rechtssatz

Der Auszugsberechtigte kann dann, wenn er durch den Auszugsverpflichteten schuldhafterweise außerstandegesetzt wurde, die bedungenen Naturalleistungen zu beziehen, eine Geldrente in Anspruch nehmen, die an Stelle der ursprünglichen Leistung tritt, im übrigen die Natur des Ausgedinges bewahrt.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 503/80
    Entscheidungstext OGH 30.01.1980 1 Ob 503/80
    Veröff: SZ 53/15 = JBl 1981,88
  • 1 Ob 591/81
    Entscheidungstext OGH 01.07.1981 1 Ob 591/81
    Auch
  • 6 Ob 2/80
    Entscheidungstext OGH 01.07.1981 6 Ob 2/80
    Auch; Beisatz: Diese Umwandlung des Leistungsinhaltes besteht nicht bloß in Ansehung fälliger, sondern des Unterhaltszweckes wegen auch in Ansehung künftig fällig werdender Ersatzleistung. Die Bewertung hat sich einerseits am Standard der vereinbarten Leistungen am Ort des Hofes, andererseits aber an den Kosten für die Beschaffung von Ersatzgütern am Ort des notwendig gewordenen abgesonderten Wohnens des Berechtigten auszurichten. Eine Umwandlung kann aus dem Verhalten des Berechtigten ausgeschlossen sein. (T1) Veröff: NZ 1982,157
  • 7 Ob 510/82
    Entscheidungstext OGH 18.02.1982 7 Ob 510/82
    Vgl; Veröff: SZ 55/23
  • 5 Ob 532/83
    Entscheidungstext OGH 01.03.1983 5 Ob 532/83
    Auch; Beis wie T1 nur: Diese Umwandlung des Leistungsinhaltes besteht nicht bloß in Ansehung fälliger, sondern des Unterhaltszweckes wegen auch in Ansehung künftig fällig werdender Ersatzleistung. (T2)
  • 7 Ob 601/88
    Entscheidungstext OGH 16.06.1988 7 Ob 601/88
    Auch; Beisatz: Auch geringfügige Verstöße können durch ihre Summierung entscheidende Bedeutung erlangen. (T3) Veröff: NZ 1989,262
  • 2 Ob 503/92
    Entscheidungstext OGH 09.09.1992 2 Ob 503/92
    Auch; Beis wie T3
  • 2 Ob 551/95
    Entscheidungstext OGH 10.07.1997 2 Ob 551/95
    Auch; Beis wie T1
  • 5 Ob 29/02d
    Entscheidungstext OGH 26.02.2002 5 Ob 29/02d
    Vgl auch
  • 6 Ob 315/03x
    Entscheidungstext OGH 19.02.2004 6 Ob 315/03x
    Auch; Beis wie T1 nur: Die Bewertung hat sich einerseits am Standard der vereinbarten Leistungen am Ort des Hofes, andererseits aber an den Kosten für die Beschaffung von Ersatzgütern am Ort des notwendig gewordenen abgesonderten Wohnens des Berechtigten auszurichten. (T4)
  • 3 Ob 56/05i
    Entscheidungstext OGH 23.05.2005 3 Ob 56/05i
    nur: Der Auszugsberechtigte kann dann, wenn er durch den Auszugsverpflichteten schuldhafterweise außerstandegesetzt wurde, die bedungenen Naturalleistungen zu beziehen, eine Geldrente in Anspruch nehmen, die an Stelle der ursprünglichen Leistung tritt. (T5); Beis wie T2; Beisatz: Das vom Gläubiger wahrgenommene Recht, sich die Naturalleistungen durch Geldleistungen (auch für die Zukunft) ablösen zu lassen, führt zu einer Umwandlung des Naturalleistungsanspruchs in einen Schadenersatzanspruch. Die zukünftigen Leistungen fallen somit nicht weg, werden aber eben in eine Geldrente umgewandelt. (T6)
  • 4 Ob 47/15p
    Entscheidungstext OGH 22.04.2015 4 Ob 47/15p
    Vgl; Beisatz: Die Geldrente soll die Natur des Ausgedinges (möglichst) bewahren. (T7)
    Beisatz: Die hiefür erforderliche Berücksichtigung der konkreten Umstände des Einzelfalls wirft ebenso wie die Einschätzung des Aufwands für Verpflegung und Wohnversorgung der zur Erbringung der erforderlichen Pflegeleistungen nötigen Pflegekräfte nach § 273 ZPO keine erheblichen Rechtsfragen iSd § 502 Abs 1 ZPO auf. (T8)
  • 4 Ob 223/17y
    Entscheidungstext OGH 19.04.2018 4 Ob 223/17y
    Beis wie T1
  • 6 Ob 169/18y
    Entscheidungstext OGH 26.09.2018 6 Ob 169/18y
    Beis wie T3; Beis wie T6; Beis ähnlich wie T8
  • 6 Ob 202/18a
    Entscheidungstext OGH 21.11.2018 6 Ob 202/18a
    Beis wie T6; Beisatz: Ansonsten ist bei nicht rechtzeitig erbrachten Versorgungsleistungen § 919 zweiter Satz ABGB anzuwenden: Der Ausgedingsberechtigte muss, um leben zu können, sich die nicht rechtzeitig erbrachten Naturalleistungen beschaffen und sie zunächst selbst bezahlen; anschließend kann er vom Verpflichteten Ersatz der Kosten verlangen. (T9)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1980:RS0022564

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

24.01.2019

Dokumentnummer

JJR_19800130_OGH0002_0010OB00503_8000000_004

Rechtssatz für 6Ob2/80 7Ob690/89 4Ob19...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0022479

Geschäftszahl

6Ob2/80; 7Ob690/89; 4Ob199/97m; 6Ob315/03x; 3Ob56/05i; 4Ob47/15p; 4Ob223/17y

Entscheidungsdatum

01.07.1981

Norm

ABGB §1284 Ae

Rechtssatz

Solange ohne den sogenannten Unvergleichsfall die Naturalleistungspflicht ungeschmälert aufrecht bestünde, kann der Leistungspflichtige im Falle der Umwandlung seiner Schuld in eine Geldersatzverpflichtung nicht mit Erfolg einwenden, dass ihm die Erbringung der Naturalleistung wirtschaftlich leichter fiele als die Geldzahlung und diese daher einer Kürzung zu unterziehen wäre. Die Leistungsfähigkeit des Hofes und die sonstigen wirtschaftlichen Verhältnisse des Ausgedingsschuldners haben bei der Ausmittlung des Geldersatzbetrages außer Ansatz zu bleiben, weil für die Bewertung der Geldrente nur der objektive Wert der jeweils geschuldeten Naturalleistungen bestimmend ist.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 2/80
    Entscheidungstext OGH 01.07.1981 6 Ob 2/80
    Veröff: NZ 1982,157
  • 7 Ob 690/89
    Entscheidungstext OGH 09.11.1989 7 Ob 690/89
  • 4 Ob 199/97m
    Entscheidungstext OGH 09.09.1997 4 Ob 199/97m
    Vgl auch
  • 6 Ob 315/03x
    Entscheidungstext OGH 19.02.2004 6 Ob 315/03x
    Vgl
  • 3 Ob 56/05i
    Entscheidungstext OGH 23.05.2005 3 Ob 56/05i
    nur: Für die Bewertung der Geldrente ist nur der objektive Wert der jeweils geschuldeten Naturalleistungen bestimmend. (T1)
  • 4 Ob 47/15p
    Entscheidungstext OGH 22.04.2015 4 Ob 47/15p
    nur T1
  • 4 Ob 223/17y
    Entscheidungstext OGH 19.04.2018 4 Ob 223/17y
    Auch; nur T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1981:RS0022479

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

06.06.2018

Dokumentnummer

JJR_19810701_OGH0002_0060OB00002_8000000_003

Rechtssatz für 7Ob510/82 1Ob772/83 3Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0022412

Geschäftszahl

7Ob510/82; 1Ob772/83; 3Ob22/99k; 6Ob328/02g; 6Ob315/03x; 3Ob56/05i; 5Ob44/15d; 4Ob236/15g; 6Ob202/18a

Entscheidungsdatum

18.02.1982

Norm

ABGB §1284 C

Rechtssatz

Dem Wesen nach ist eine Verletzung des Ausgedingsvertrages wegen Nichterbringung der Naturalleistungen einem sonstigen unleidlichen Verhalten des Übernehmers gleichzuhalten. Man muss daher dem Übergeber einen Anspruch auf Geldersatz anstelle der Erbringung der Ausgedingsleistungen, abgesehen vom sogenannten Unvergleichsfall, auch dann zugestehen, wenn der Verpflichtete mit den Naturalleistungen schuldhaft in Verzug gerät.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 510/82
    Entscheidungstext OGH 18.02.1982 7 Ob 510/82
    Veröff: SZ 55/23
  • 1 Ob 772/83
    Entscheidungstext OGH 04.04.1984 1 Ob 772/83
  • 3 Ob 22/99k
    Entscheidungstext OGH 24.02.1999 3 Ob 22/99k
    Vgl; Beisatz: Es hängt von den Umständen des Einzelfalles ab, ob es für den Schutz des Anspruchs auf Ausgedingsleistungen besser ist, Naturalleistungen durchzusetzen oder einen Geldanspruch, für den erst ein Titel geschaffen werden muss und dessen Hereinbringung möglicherweise an mangelnder Leistungsfähigkeit des Verpflichteten scheitert. Es ist verfehlt, den Übergebern die Wahlmöglichkeit grundsätzlich zu versagen, auch wenn nach einhelliger Lehre und Rechtsprechung jedenfalls ein schuldhafter Verzug mit den Ausgedingsleistungen wie beim Unvergleichsfall die Umwandlung der Naturalleistungen in eine Geldrente herbeiführt. (T1)
  • 6 Ob 328/02g
    Entscheidungstext OGH 23.01.2003 6 Ob 328/02g
    Auch
  • 6 Ob 315/03x
    Entscheidungstext OGH 19.02.2004 6 Ob 315/03x
    Vgl auch
  • 3 Ob 56/05i
    Entscheidungstext OGH 23.05.2005 3 Ob 56/05i
    Auch; Beisatz: Das vom Gläubiger wahrgenommene Recht, sich die Naturalleistungen durch Geldleistungen (auch für die Zukunft) ablösen zu lassen, führt zu einer Umwandlung des Naturalleistungsanspruchs in einen Schadenersatzanspruch. Die zukünftigen Leistungen fallen somit nicht weg, werden aber eben in eine Geldrente umgewandelt. (T2)
  • 5 Ob 44/15d
    Entscheidungstext OGH 14.07.2015 5 Ob 44/15d
    Auch
  • 4 Ob 236/15g
    Entscheidungstext OGH 27.01.2016 4 Ob 236/15g
    Auch
  • 6 Ob 202/18a
    Entscheidungstext OGH 21.11.2018 6 Ob 202/18a
    Vgl auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1982:RS0022412

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

24.01.2019

Dokumentnummer

JJR_19820218_OGH0002_0070OB00510_8200000_001

Rechtssatz für 3Ob39/84 5Ob141/92 5Ob5...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0012172

Geschäftszahl

3Ob39/84; 5Ob141/92; 5Ob543/94; 3Ob56/05i; 8Ob105/05g; 5Ob44/15d

Entscheidungsdatum

11.04.1984

Norm

ABGB §530 A
ABGB §530 B

Rechtssatz

Das Ausgedinge ist eine besondere, der Versorgung des Übergebers dienende Reallast, deren Umfang im Einzelfall durch den Vertrag bestimmt wird. In der Regel ist die Leistung von Unterhalt, die Einräumung des Wohnungsrechtes, die Betreuung, Reichung der Speisen und die Krankenpflege als Einheit zusammengefasst. Es ist aber durchaus zulässig, nur einzelne Ausgedingsleistungen zu vereinbaren.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 39/84
    Entscheidungstext OGH 11.04.1984 3 Ob 39/84
  • 5 Ob 141/92
    Entscheidungstext OGH 13.10.1992 5 Ob 141/92
    nur: Es ist aber durchaus zulässig, nur einzelne Ausgedingsleistungen zu vereinbaren. (T1) Veröff: JBl 1993,457
  • 5 Ob 543/94
    Entscheidungstext OGH 20.09.1994 5 Ob 543/94
  • 3 Ob 56/05i
    Entscheidungstext OGH 23.05.2005 3 Ob 56/05i
    Vgl auch; nur: Das Ausgedinge ist eine besondere, der Versorgung des Übergebers dienende Reallast, deren Umfang im Einzelfall durch den Vertrag bestimmt wird. In der Regel ist die Leistung von Unterhalt, die Einräumung des Wohnungsrechtes, die Betreuung, Reichung der Speisen und die Krankenpflege als Einheit zusammengefasst. (T2)
  • 8 Ob 105/05g
    Entscheidungstext OGH 30.03.2006 8 Ob 105/05g
    Vgl auch
  • 5 Ob 44/15d
    Entscheidungstext OGH 14.07.2015 5 Ob 44/15d
    nur T2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1984:RS0012172

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

14.09.2015

Dokumentnummer

JJR_19840411_OGH0002_0030OB00039_8400000_003

Rechtssatz für 1Ob626/92 3Ob86/95 3Ob5...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0017669

Geschäftszahl

1Ob626/92; 3Ob86/95; 3Ob56/05i; 7Ob164/10h

Entscheidungsdatum

15.12.1992

Norm

ABGB §906
ABGB §1414
ZPO §410

Rechtssatz

Wird dem Schuldner eine Lösungsbefugnis eingeräumt, schuldet er im Gegensatz zur Wahlschuld nur eine bestimmte Leistung, ihm steht das Recht zu, anstelle der geschuldeten eine andere Leistung mit schuldbefreiender Wirkung zu erbringen. Die Lösungsbefugnis unterscheidet sich von einer Leistung an Zahlungs Statt dadurch, dass das alte Schuldverhältnis nicht durch ein neues ersetzt wird. Es liegt vielmehr die Einräumung eines Gestaltungsrechtes vor.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 626/92
    Entscheidungstext OGH 15.12.1992 1 Ob 626/92
    Veröff: SZ 65/156 = EvBl 1993/118 S 519
  • 3 Ob 86/95
    Entscheidungstext OGH 30.08.1995 3 Ob 86/95
  • 3 Ob 56/05i
    Entscheidungstext OGH 23.05.2005 3 Ob 56/05i
    Beisatz: Umgekehrt bildet die in das Urteil aufgenommene Lösungsbefugnis keinen Exekutionstitel; nur die ursprünglich geschuldete Leistung kann exekutiv hereingebracht werden. (T1)
  • 7 Ob 164/10h
    Entscheidungstext OGH 24.11.2010 7 Ob 164/10h
    Beis wie T1; Veröff: SZ 2010/149

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1992:RS0017669

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

28.02.2013

Dokumentnummer

JJR_19921215_OGH0002_0010OB00626_9200000_003

Rechtssatz für 10ObS2/93 1Ob70/02d 3Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0012170

Geschäftszahl

10ObS2/93; 1Ob70/02d; 3Ob56/05i; 5Ob44/15d; 4Ob236/15g

Entscheidungsdatum

11.05.1993

Norm

ABGB §530 A
ABGB §530 B
ABGB §881 Abs3

Rechtssatz

Das Ausgedinge ist eine besondere, regelmäßig durch Rechtsgeschäft begründete, bäuerlichen Übergabsverträgen typische, der Versorgung des Hofübergebers oder naher Angehöriger dienende und daher auf dessen (deren) Lebenszeit beschränkte Zusammenfassung verschiedenartiger Leistungspflichten zu einer Einheit, bei der das Element der Reallast überwiegt (Petrasch in Rummel 2. Auflage; ABGB, Rz 5 zu § 530 ABGB). Es soll dem Altbauern einen ruhigen Lebensabend sichern und enthält zumeist das Recht auf Wohnung (Benützung des "Austragsstüberls"), Unterhalt und Fürsorge (Koziol-Welser 9. Auflage II170).

Entscheidungstexte

  • 10 ObS 2/93
    Entscheidungstext OGH 11.05.1993 10 ObS 2/93
    Veröff: SZ 66/60
  • 1 Ob 70/02d
    Entscheidungstext OGH 30.04.2002 1 Ob 70/02d
    Auch; Beisatz: Das Ausgedinge kann nicht nur der Versorgung des Hofübergebers allein, sondern auch der Versorgung naher Angehöriger (insbesondere der Ehegattin oder des Ehegatten) dienen. (T1)
  • 3 Ob 56/05i
    Entscheidungstext OGH 23.05.2005 3 Ob 56/05i
    Vgl auch; nur: Das Ausgedinge ist eine besondere, regelmäßig durch Rechtsgeschäft begründete, bäuerlichen Übergabsverträgen typische, der Versorgung des Hofübergebers oder naher Angehöriger dienende und daher auf dessen (deren) Lebenszeit beschränkte Zusammenfassung verschiedenartiger Leistungspflichten zu einer Einheit. (T2)
  • 5 Ob 44/15d
    Entscheidungstext OGH 14.07.2015 5 Ob 44/15d
    Vgl auch; nur T2
  • 4 Ob 236/15g
    Entscheidungstext OGH 27.01.2016 4 Ob 236/15g
    Vgl auch; Beisatz: Ein Ausgedinge kann auch zur Versorgung naher Angehöriger des Übergebers bedungen werden (hier: behinderte Geschwister). (T3)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1993:RS0012170

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

14.03.2016

Dokumentnummer

JJR_19930511_OGH0002_010OBS00002_9300000_001

Rechtssatz für 1Ob14/95 3Ob56/05i

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0044118

Geschäftszahl

1Ob14/95; 3Ob56/05i

Entscheidungsdatum

27.03.1995

Norm

ABGB §906
ABGB §918 IVa
ABGB §1284 Ab

Rechtssatz

Der Ersatzberechtigte kann - auch nach Rücktritt - dem Schuldner als Alternativermächtigung freistellen, die Primärleistung zu erbringen.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 14/95
    Entscheidungstext OGH 27.03.1995 1 Ob 14/95
  • 3 Ob 56/05i
    Entscheidungstext OGH 23.05.2005 3 Ob 56/05i
    Auch; Beisatz: Der Ersatzberechtigte selbst hat aber sein Wahlrecht in diesem Fall bereits ausgeübt. Dass es sich um wiederkehrende Leistungen in einem Dauerschuldverhältnis handelt, ändert daran nichts (hier: Ausgedinge). (T1)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1995:RS0044118

Dokumentnummer

JJR_19950327_OGH0002_0010OB00014_9500000_002

Rechtssatz für 1Ob610/95 6Ob2222/96z 1...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0102059

Geschäftszahl

1Ob610/95; 6Ob2222/96z; 1Ob2349/96i; 6Ob2341/96z; 1Ob2383/96i; 6Ob251/98z; 6Ob28/99g; 9ObA112/99g; 1Ob243/00t; 2Ob147/01h; 3Ob130/01s; 5Ob127/01i; 5Ob261/01w; 5Ob290/01k; 9Ob156/02k; 5Ob133/02y; 3Ob300/02t; 6Ob23/03f; 5Ob17/03s; 5Ob78/03m; 3Ob142/03h; 3Ob88/03t; 7Ob262/03k; 7Ob120/04d; 7Ob186/04k; 3Ob56/05i; 10Ob74/05p; 2Ob114/05m; 7Ob90/06w; 5Ob65/06d; 10Ob48/06s; 9ObA88/06s; 10Ob71/06y; 9Ob26/06y; 2Ob35/06w; 9Ob43/07z; 9Ob71/06s; 9Ob12/07s; 3Ob181/07z; 2Ob32/07f; 2Ob207/07s; 2Ob62/07t; 8Ob57/08b; 2Ob115/07m; 10Ob10/08f; 5Ob9/08x; 6Ob118/08h; 6Ob111/08d; 6Ob164/08y; 5Ob55/08m; 3Ob186/08m; 4Ob140/08d; 3Ob156/08z; 2Ob23/08h; 3Ob30/09x; 1Ob40/09b; 10ObS20/09b; 1Ob47/09g; 4Ob120/09i; 2Ob65/09m; 1Ob51/09w; 6Ob238/09g; 2Ob219/09h; 2Ob195/09d; 3Ob10/10g; 2Ob113/09w; 10ObS37/10d; 5Ob4/10i; 3Ob21/10z; 2Ob110/09d; 5Ob133/10k; 2Ob217/09i; 1Ob128/10w; 2Ob228/10h; 2Ob138/10y; 5Ob9/11a; 5Ob216/10s; 5Ob246/10b; 10Ob20/11f; 5Ob61/11y; 1Ob8/11z; 6Ob109/11i; 9Ob55/10v; 10Ob50/11t; 2Ob184/10p; 1Ob9/11x; 6Ob170/11k; 9ObA132/10t; 3Ob166/11z; 10Ob61/11k; 4Ob137/11t; 1Ob122/11i; 2Ob146/11a; 10Ob103/11m; 10Ob93/11s; 10ObS14/12z; 5Ob34/12d; 2Ob221/11f; 2Ob63/12x; 1Ob74/12g; 10Ob62/11g; 2Ob125/11p; 2Ob41/11k; 2Ob220/11h; 4Ob93/12y; 2Ob121/12a; 1Ob143/12d; 1Ob220/12b; 9ObA24/12p; 7Ob44/12i; 10Ob63/12f; 4Ob62/13s; 2Ob82/12s; 5Ob132/13t; 5Ob29/13w; 1Ob140/13i; 10Ob57/13z; 7Ob204/13w; 4Ob197/13v; 4Ob44/14w; 2Ob119/13h; 5Ob40/14i; 5Ob81/14v; 2Ob236/13i; 1Ob135/14f; 1Ob172/14x; 8ObS8/14f; 8ObA20/15x; 1Ob10/15z; 5Ob122/15z; 8ObA46/15w; 2Ob12/15a; 9Ob41/15t; 4Ob246/14a; 9ObA102/15p; 1Ob68/16f; 9ObA41/16v; 7Ob118/16b; 7Ob150/16h; 9ObA51/16i; 2Ob18/17m; 5Ob6/17v; 9ObA71/17g; 4Ob183/17s; 10ObS24/18d; 5Ob179/17k; 9ObA60/18s; 5Ob115/18z; 1Ob92/18p; 3Ob113/18s; 6Ob228/18z; 8Ob20/19b; 4Ob217/18t; 5Ob32/19w; 9Ob27/19i

Entscheidungsdatum

30.01.1996

Norm

AußStrG §14 D1a
AußStrG §62 Abs1 B1a
ZPO §502 HIV1
ZPO §508a
ZPO §528 A

Rechtssatz

Selbst wenn das Berufungsgericht - zu Recht - ausgesprochen hatte, die ordentliche Revision (oder der Rekurs an den Obersten Gerichtshof) sei zulässig, das Rechtsmittel aber dann nur solche Gründe geltend macht, deren Erledigung nicht von der Lösung erheblicher Rechtsfragen abhängt, ist die Revision (der Rekurs) trotz der Zulässigerklärung durch das Gericht zweiter Instanz zurückzuweisen (vergleiche 8 Ob 2/95).

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 610/95
    Entscheidungstext OGH 30.01.1996 1 Ob 610/95
  • 6 Ob 2222/96z
    Entscheidungstext OGH 05.12.1996 6 Ob 2222/96z
    Beisatz: Dieser Grundsatz ist mit Einschränkungen auch im Verfahren außer Streitsachen anzuwenden. (T1)
  • 1 Ob 2349/96i
    Entscheidungstext OGH 28.01.1997 1 Ob 2349/96i
  • 6 Ob 2341/96z
    Entscheidungstext OGH 05.12.1996 6 Ob 2341/96z
  • 1 Ob 2383/96i
    Entscheidungstext OGH 18.03.1997 1 Ob 2383/96i
    Auch
  • 6 Ob 251/98z
    Entscheidungstext OGH 28.01.1999 6 Ob 251/98z
    Beis wie T1
  • 6 Ob 28/99g
    Entscheidungstext OGH 25.03.1999 6 Ob 28/99g
  • 9 ObA 112/99g
    Entscheidungstext OGH 01.09.1999 9 ObA 112/99g
  • 1 Ob 243/00t
    Entscheidungstext OGH 24.10.2000 1 Ob 243/00t
    Auch; Beisatz: Der Oberste Gerichtshof hätte sich nur dann in der Sache auseinanderzusetzen gehabt, wenn der Kläger wenigstens eine für die Entscheidung präjudizielle Rechtsfrage von erheblicher Bedeutung angeschnitten hätte. Die Revision ist nämlich auch dann unzulässig, wenn das Berufungsgericht die Zulässigkeit der Revision mit Recht ausgesprochen hätte, der Revisionswerber dann aber nur solche Gründe geltend macht, deren Erledigung nicht von der Lösung erheblicher Rechtsfragen abhängt. (T2)
  • 2 Ob 147/01h
    Entscheidungstext OGH 21.06.2001 2 Ob 147/01h
    Vgl auch; Beis wie T2 nur: Der Oberste Gerichtshof hätte sich nur dann in der Sache auseinanderzusetzen gehabt, wenn der Kläger wenigstens eine für die Entscheidung präjudizielle Rechtsfrage von erheblicher Bedeutung angeschnitten hätte. (T3)
    Beisatz: Hier: Keine Beschwer des Revisionswerbers. (T4)
  • 3 Ob 130/01s
    Entscheidungstext OGH 09.10.2001 3 Ob 130/01s
    Auch
  • 5 Ob 127/01i
    Entscheidungstext OGH 13.11.2001 5 Ob 127/01i
    Ähnlich; Beisatz: Hier: Verfahren nach § 37 MRG. (T5)
  • 5 Ob 261/01w
    Entscheidungstext OGH 27.11.2001 5 Ob 261/01w
    Vgl; Beisatz: Wenn der Revisionswerber eine der beiden vom Berufungsgericht für die Zulässigkeit der Revision ins Treffen geführten Rechtsfragen in seinem Rechtsmittel nicht mehr aufgreift, hat sich die Zulässigkeit der Anrufung des Obersten Gerichtshofes nur an der zweiten angesprochenen Rechtsfrage zu orientieren. (T6)
  • 5 Ob 290/01k
    Entscheidungstext OGH 11.12.2001 5 Ob 290/01k
    Auch; Beis wie T5
  • 9 Ob 156/02k
    Entscheidungstext OGH 10.07.2002 9 Ob 156/02k
    Auch
  • 5 Ob 133/02y
    Entscheidungstext OGH 25.06.2002 5 Ob 133/02y
    Ähnlich
  • 3 Ob 300/02t
    Entscheidungstext OGH 18.12.2002 3 Ob 300/02t
    Auch
  • 6 Ob 23/03f
    Entscheidungstext OGH 20.02.2003 6 Ob 23/03f
  • 5 Ob 17/03s
    Entscheidungstext OGH 11.02.2003 5 Ob 17/03s
    Auch; Beis wie T5
  • 5 Ob 78/03m
    Entscheidungstext OGH 29.04.2003 5 Ob 78/03m
    Auch; Beis wie T5
  • 3 Ob 142/03h
    Entscheidungstext OGH 26.09.2003 3 Ob 142/03h
    Vgl; Beisatz: Hat der Revisionswerber eine in erster Instanz vorgebrachte rechtsvernichtende Tatsache in der Rechtsrüge seiner Berufung nicht mehr aufrecht erhalten, ist deren Vorliegen im Revisionsverfahren vom Obersten Gerichtshof nicht mehr zu prüfen. Insoweit fehlt es an der Präjudizialität der dargestellten Rechtsfrage. (T7)
  • 3 Ob 88/03t
    Entscheidungstext OGH 28.01.2004 3 Ob 88/03t
  • 7 Ob 262/03k
    Entscheidungstext OGH 17.03.2004 7 Ob 262/03k
  • 7 Ob 120/04d
    Entscheidungstext OGH 16.06.2004 7 Ob 120/04d
    Vgl auch; Beis wie T3
  • 7 Ob 186/04k
    Entscheidungstext OGH 08.09.2004 7 Ob 186/04k
    Vgl auch; Beis wie T3
  • 3 Ob 56/05i
    Entscheidungstext OGH 23.05.2005 3 Ob 56/05i
  • 10 Ob 74/05p
    Entscheidungstext OGH 06.09.2005 10 Ob 74/05p
  • 2 Ob 114/05m
    Entscheidungstext OGH 20.10.2005 2 Ob 114/05m
    Beis wie T1
  • 7 Ob 90/06w
    Entscheidungstext OGH 26.04.2006 7 Ob 90/06w
  • 5 Ob 65/06d
    Entscheidungstext OGH 27.06.2006 5 Ob 65/06d
    Vgl; Beis wie T6
  • 10 Ob 48/06s
    Entscheidungstext OGH 17.08.2006 10 Ob 48/06s
    Vgl auch; Beisatz: Die vom Rekursgericht als erheblich im Sinn des § 62 Abs 1 AußStrG beurteilte Rechtsfrage wird im Rechtsmittel nicht angesprochen. Da der Oberste Gerichtshof aber nicht dazu berufen ist, theoretisch zu einer Rechtsfrage, deren Lösung durch die zweite Instanz vom Rechtsmittelwerber gar nicht bestritten wird, Stellung zu nehmen, ist auf diese Frage nicht weiter einzugehen. Daran hat auch die Reform des Außerstreitverfahrens durch das AußStrG BGBl I 2003/111 nichts geändert. (T8)
  • 9 ObA 88/06s
    Entscheidungstext OGH 27.09.2006 9 ObA 88/06s
  • 10 Ob 71/06y
    Entscheidungstext OGH 05.12.2006 10 Ob 71/06y
    Vgl auch; Beis wie T8
  • 9 Ob 26/06y
    Entscheidungstext OGH 02.03.2007 9 Ob 26/06y
    Vgl auch; Beis wie T8
  • 2 Ob 35/06w
    Entscheidungstext OGH 12.04.2007 2 Ob 35/06w
    Auch
  • 9 Ob 43/07z
    Entscheidungstext OGH 25.06.2007 9 Ob 43/07z
    Auch; Beis wie T3; Beisatz: Dies rechtfertigt die Zulässigkeit der Revision nur dann, wenn darin Rechtsfragen von erheblicher Bedeutung auch konkret releviert werden. (T9)
  • 9 Ob 71/06s
    Entscheidungstext OGH 28.09.2007 9 Ob 71/06s
    Auch; Beis wie T1
  • 9 Ob 12/07s
    Entscheidungstext OGH 28.09.2007 9 Ob 12/07s
    Auch; Beis wie T9
  • 3 Ob 181/07z
    Entscheidungstext OGH 23.10.2007 3 Ob 181/07z
    Auch
  • 2 Ob 32/07f
    Entscheidungstext OGH 29.11.2007 2 Ob 32/07f
    Vgl auch; Beis auch wie T3; Beis wie T9
    Veröff: SZ 2007/189
  • 2 Ob 207/07s
    Entscheidungstext OGH 14.02.2008 2 Ob 207/07s
  • 2 Ob 62/07t
    Entscheidungstext OGH 24.01.2008 2 Ob 62/07t
    Auch; Beis auch wie T3
  • 8 Ob 57/08b
    Entscheidungstext OGH 28.04.2008 8 Ob 57/08b
    Auch; Beis wie T9
  • 2 Ob 115/07m
    Entscheidungstext OGH 28.04.2008 2 Ob 115/07m
    Auch; Beis wie T3
  • 10 Ob 10/08f
    Entscheidungstext OGH 06.05.2008 10 Ob 10/08f
    Beis wie T9
  • 5 Ob 9/08x
    Entscheidungstext OGH 14.05.2008 5 Ob 9/08x
    Auch; Beisatz: Das gilt auch in außerstreitigen Verfahren nach § 37 MRG. (T10)
  • 6 Ob 118/08h
    Entscheidungstext OGH 07.07.2008 6 Ob 118/08h
  • 6 Ob 111/08d
    Entscheidungstext OGH 05.06.2008 6 Ob 111/08d
    Vgl; nur T8
  • 6 Ob 164/08y
    Entscheidungstext OGH 07.08.2008 6 Ob 164/08y
  • 5 Ob 55/08m
    Entscheidungstext OGH 26.08.2008 5 Ob 55/08m
    Bem: Hier: Verfahren nach § 22 WGG. (T11)
  • 3 Ob 186/08m
    Entscheidungstext OGH 03.10.2008 3 Ob 186/08m
    Auch
  • 4 Ob 140/08d
    Entscheidungstext OGH 14.10.2008 4 Ob 140/08d
  • 3 Ob 156/08z
    Entscheidungstext OGH 19.11.2008 3 Ob 156/08z
    Auch
  • 2 Ob 23/08h
    Entscheidungstext OGH 30.10.2008 2 Ob 23/08h
    Auch; Beis wie T2
  • 3 Ob 30/09x
    Entscheidungstext OGH 22.04.2009 3 Ob 30/09x
    Beis wie T2; Beis wie T9
  • 1 Ob 40/09b
    Entscheidungstext OGH 31.03.2009 1 Ob 40/09b
    Auch; Beisatz: Hier: Revisionsrekurs. (T12)
  • 10 ObS 20/09b
    Entscheidungstext OGH 21.04.2009 10 ObS 20/09b
  • 1 Ob 47/09g
    Entscheidungstext OGH 31.03.2009 1 Ob 47/09g
    Auch; Beisatz: Eine Revision ist nur dann im Sinne des § 502 Abs 1 ZPO zulässig, wenn der Revisionswerber die für die Entscheidung maßgeblichen erheblichen Rechtsfragen auch in seinen Rechtsmittelausführungen aufgreift. Er muss somit wenigstens in Ansätzen versuchen, eine erhebliche Rechtsfrage des materiellen Rechts oder des Verfahrensrechts aufzuwerfen, bei deren Beurteilung er von der Rechtsansicht der zweiten Instanz abweicht. (T13)
  • 4 Ob 120/09i
    Entscheidungstext OGH 08.09.2009 4 Ob 120/09i
    Auch
  • 2 Ob 65/09m
    Entscheidungstext OGH 03.09.2009 2 Ob 65/09m
  • 1 Ob 51/09w
    Entscheidungstext OGH 13.10.2009 1 Ob 51/09w
    Auch
  • 6 Ob 238/09g
    Entscheidungstext OGH 18.12.2009 6 Ob 238/09g
    Vgl
  • 2 Ob 219/09h
    Entscheidungstext OGH 18.12.2009 2 Ob 219/09h
  • 2 Ob 195/09d
    Entscheidungstext OGH 18.12.2009 2 Ob 195/09d
  • 3 Ob 10/10g
    Entscheidungstext OGH 24.03.2010 3 Ob 10/10g
    Beis wie T2
  • 2 Ob 113/09w
    Entscheidungstext OGH 17.02.2010 2 Ob 113/09w
    Auch; Auch Beis wie T2; Beis wie T4
    Veröff: SZ 2010/11
  • 10 ObS 37/10d
    Entscheidungstext OGH 13.04.2010 10 ObS 37/10d
    Beis wie T9
  • 5 Ob 4/10i
    Entscheidungstext OGH 27.05.2010 5 Ob 4/10i
    Vgl; Bem: Hier: Verfahren nach § 52 WEG 2002. (T14)
  • 3 Ob 21/10z
    Entscheidungstext OGH 30.06.2010 3 Ob 21/10z
    Auch; Beis wie T8; Beis ähnlich wie T2; Beis ähnlich wie T13
  • 2 Ob 110/09d
    Entscheidungstext OGH 06.05.2010 2 Ob 110/09d
    Auch; Auch Beis wie T1; Beisatz: Dieser Grundsatz gilt auch im außerstreitigen Verfahren jedenfalls dann, wenn im Revisionsrekurs eine erhebliche Rechtsfrage nicht einmal angesprochen wird. (T15)
    Auch Beis wie T8
  • 5 Ob 133/10k
    Entscheidungstext OGH 23.09.2010 5 Ob 133/10k
    Vgl; Beis wie T10
  • 2 Ob 217/09i
    Entscheidungstext OGH 15.09.2010 2 Ob 217/09i
  • 1 Ob 128/10w
    Entscheidungstext OGH 20.10.2010 1 Ob 128/10w
    nur: Selbst wenn das Berufungsgericht - zu Recht - ausgesprochen hatte, die ordentliche Revision sei zulässig, das Rechtsmittel aber dann nur solche Gründe geltend macht, deren Erledigung nicht von der Lösung erheblicher Rechtsfragen abhängt, ist die Revision trotz der Zulässigerklärung durch das Gericht zweiter Instanz zurückzuweisen. (T16)
  • 2 Ob 228/10h
    Entscheidungstext OGH 27.01.2011 2 Ob 228/10h
  • 2 Ob 138/10y
    Entscheidungstext OGH 03.03.2011 2 Ob 138/10y
  • 5 Ob 9/11a
    Entscheidungstext OGH 09.02.2011 5 Ob 9/11a
    Auch
  • 5 Ob 216/10s
    Entscheidungstext OGH 08.03.2011 5 Ob 216/10s
    Beis ähnlich wie T8
  • 5 Ob 246/10b
    Entscheidungstext OGH 29.03.2011 5 Ob 246/10b
    Auch; Beis wie T6; Beis ähnlich wie T7
  • 10 Ob 20/11f
    Entscheidungstext OGH 03.05.2011 10 Ob 20/11f
    Vgl auch
  • 5 Ob 61/11y
    Entscheidungstext OGH 27.04.2011 5 Ob 61/11y
    Auch; nur T16; Beis wie T7
  • 1 Ob 8/11z
    Entscheidungstext OGH 28.04.2011 1 Ob 8/11z
    Auch; Beisatz: Hier: Revisionsrekurs im außerstreitigen Verfahren. (T17)
  • 6 Ob 109/11i
    Entscheidungstext OGH 18.07.2011 6 Ob 109/11i
  • 9 Ob 55/10v
    Entscheidungstext OGH 27.07.2011 9 Ob 55/10v
    Auch; Beis wie T2
  • 10 Ob 50/11t
    Entscheidungstext OGH 30.08.2011 10 Ob 50/11t
    Auch
  • 2 Ob 184/10p
    Entscheidungstext OGH 14.07.2011 2 Ob 184/10p
    Auch Beis wie T1; Beis wie T15
  • 1 Ob 9/11x
    Entscheidungstext OGH 31.03.2011 1 Ob 9/11x
    Auch
  • 6 Ob 170/11k
    Entscheidungstext OGH 14.09.2011 6 Ob 170/11k
    Auch; Beis wie T15
  • 9 ObA 132/10t
    Entscheidungstext OGH 28.06.2011 9 ObA 132/10t
    Auch; nur T16; Beis wie T9
  • 3 Ob 166/11z
    Entscheidungstext OGH 12.10.2011 3 Ob 166/11z
    Auch; Beis wie T12
  • 10 Ob 61/11k
    Entscheidungstext OGH 20.12.2011 10 Ob 61/11k
    Auch
  • 4 Ob 137/11t
    Entscheidungstext OGH 20.12.2011 4 Ob 137/11t
    Auch
  • 1 Ob 122/11i
    Entscheidungstext OGH 01.09.2011 1 Ob 122/11i
    nur T16
  • 2 Ob 146/11a
    Entscheidungstext OGH 22.12.2011 2 Ob 146/11a
  • 10 Ob 103/11m
    Entscheidungstext OGH 14.02.2012 10 Ob 103/11m
    Auch; Beis wie T1
  • 10 Ob 93/11s
    Entscheidungstext OGH 14.02.2012 10 Ob 93/11s
    Auch
  • 10 ObS 14/12z
    Entscheidungstext OGH 12.04.2012 10 ObS 14/12z
    Auch; Beis wie T6; Beis wie T7; Beis wie T8
  • 5 Ob 34/12d
    Entscheidungstext OGH 24.04.2012 5 Ob 34/12d
    Vgl; Beis ähnlich wie T2
  • 2 Ob 221/11f
    Entscheidungstext OGH 08.03.2012 2 Ob 221/11f
  • 2 Ob 63/12x
    Entscheidungstext OGH 24.04.2012 2 Ob 63/12x
  • 1 Ob 74/12g
    Entscheidungstext OGH 24.05.2012 1 Ob 74/12g
    Auch; Beis wie T8; Beis wie T15; Beis wie T17
  • 10 Ob 62/11g
    Entscheidungstext OGH 05.06.2012 10 Ob 62/11g
    Auch
  • 2 Ob 125/11p
    Entscheidungstext OGH 13.06.2012 2 Ob 125/11p
  • 2 Ob 41/11k
    Entscheidungstext OGH 24.04.2012 2 Ob 41/11k
    Auch; Auch Beis wie T3
    Veröff: SZ 2012/49
  • 2 Ob 220/11h
    Entscheidungstext OGH 28.06.2012 2 Ob 220/11h
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T15
  • 4 Ob 93/12y
    Entscheidungstext OGH 18.09.2012 4 Ob 93/12y
    Auch; Beis wie T17
  • 2 Ob 121/12a
    Entscheidungstext OGH 20.09.2012 2 Ob 121/12a
  • 1 Ob 143/12d
    Entscheidungstext OGH 15.11.2012 1 Ob 143/12d
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T8; Beis wie T15; Beis wie T17
  • 1 Ob 220/12b
    Entscheidungstext OGH 13.12.2012 1 Ob 220/12b
    Auch; Vgl auch Beis wie T8; Vgl auch Beis wie T15
  • 9 ObA 24/12p
    Entscheidungstext OGH 17.12.2012 9 ObA 24/12p
    Vgl auch
  • 7 Ob 44/12i
    Entscheidungstext OGH 19.12.2012 7 Ob 44/12i
    Auch; Beis wie T17
  • 10 Ob 63/12f
    Entscheidungstext OGH 29.01.2013 10 Ob 63/12f
    Beis wie T8; Beis wie T15
  • 4 Ob 62/13s
    Entscheidungstext OGH 23.05.2013 4 Ob 62/13s
    Auch; Ähnlich Beis wie T13; Beis wie T17
  • 2 Ob 82/12s
    Entscheidungstext OGH 21.02.2013 2 Ob 82/12s
    Auch; Beis wie T15
  • 5 Ob 132/13t
    Entscheidungstext OGH 16.07.2013 5 Ob 132/13t
    Auch; Ähnlich Beis wie T10; Beis wie T15; Beis wie T17
  • 5 Ob 29/13w
    Entscheidungstext OGH 20.06.2013 5 Ob 29/13w
    Auch; Beis wie T8
  • 1 Ob 140/13i
    Entscheidungstext OGH 19.09.2013 1 Ob 140/13i
    Auch
  • 10 Ob 57/13z
    Entscheidungstext OGH 17.12.2013 10 Ob 57/13z
    Vgl; Beis wie T8 nur: Die vom Rekursgericht als erheblich im Sinn des § 62 Abs 1 AußStrG beurteilte Rechtsfrage wird im Rechtsmittel nicht angesprochen. Da der Oberste Gerichtshof aber nicht dazu berufen ist, theoretisch zu einer Rechtsfrage, deren Lösung durch die zweite Instanz vom Rechtsmittelwerber gar nicht bestritten wird, Stellung zu nehmen, ist auf diese Frage nicht weiter einzugehen. (T18)
    Beis wie T15
  • 7 Ob 204/13w
    Entscheidungstext OGH 29.01.2014 7 Ob 204/13w
    Auch
  • 4 Ob 197/13v
    Entscheidungstext OGH 17.02.2014 4 Ob 197/13v
    Auch
  • 4 Ob 44/14w
    Entscheidungstext OGH 25.03.2014 4 Ob 44/14w
  • 2 Ob 119/13h
    Entscheidungstext OGH 13.02.2014 2 Ob 119/13h
    Auch
  • 5 Ob 40/14i
    Entscheidungstext OGH 23.04.2014 5 Ob 40/14i
    Auch; Beis wie T17
  • 5 Ob 81/14v
    Entscheidungstext OGH 30.06.2014 5 Ob 81/14v
    Vgl auch; Beis wie T8; Beis wie T10
  • 2 Ob 236/13i
    Entscheidungstext OGH 27.11.2014 2 Ob 236/13i
  • 1 Ob 135/14f
    Entscheidungstext OGH 22.10.2014 1 Ob 135/14f
    Auch
  • 1 Ob 172/14x
    Entscheidungstext OGH 27.11.2014 1 Ob 172/14x
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T15; Beis wie T17
  • 8 ObS 8/14f
    Entscheidungstext OGH 24.03.2015 8 ObS 8/14f
  • 8 ObA 20/15x
    Entscheidungstext OGH 24.03.2015 8 ObA 20/15x
  • 1 Ob 10/15z
    Entscheidungstext OGH 23.04.2015 1 Ob 10/15z
    Auch
  • 5 Ob 122/15z
    Entscheidungstext OGH 14.07.2015 5 Ob 122/15z
    Vgl auch
  • 8 ObA 46/15w
    Entscheidungstext OGH 30.07.2015 8 ObA 46/15w
  • 2 Ob 12/15a
    Entscheidungstext OGH 06.08.2015 2 Ob 12/15a
  • 9 Ob 41/15t
    Entscheidungstext OGH 29.07.2015 9 Ob 41/15t
    Vgl auch; Beis wie T12; Beis wie T13
  • 4 Ob 246/14a
    Entscheidungstext OGH 11.08.2015 4 Ob 246/14a
    Auch; Beis wie T8; Beis wie T18
  • 9 ObA 102/15p
    Entscheidungstext OGH 28.10.2015 9 ObA 102/15p
  • 1 Ob 68/16f
    Entscheidungstext OGH 28.04.2016 1 Ob 68/16f
    Vgl auch
  • 9 ObA 41/16v
    Entscheidungstext OGH 25.05.2016 9 ObA 41/16v
    Beis wie T13
  • 7 Ob 118/16b
    Entscheidungstext OGH 06.07.2016 7 Ob 118/16b
    Auch
  • 7 Ob 150/16h
    Entscheidungstext OGH 31.08.2016 7 Ob 150/16h
    Vgl auch; Beis wie T8; Beis wie T15
  • 9 ObA 51/16i
    Entscheidungstext OGH 18.08.2016 9 ObA 51/16i
    Beisatz: Hier: Verfahren zur Erlassung einer einstweiligen Verfügung. (T19)
  • 2 Ob 18/17m
    Entscheidungstext OGH 23.02.2017 2 Ob 18/17m
    Auch; Beis wie T18
  • 5 Ob 6/17v
    Entscheidungstext OGH 26.09.2017 5 Ob 6/17v
    Vgl auch; Beis wie T18
  • 9 ObA 71/17g
    Entscheidungstext OGH 18.12.2017 9 ObA 71/17g
    Auch
  • 4 Ob 183/17s
    Entscheidungstext OGH 23.01.2018 4 Ob 183/17s
  • 10 ObS 24/18d
    Entscheidungstext OGH 14.03.2018 10 ObS 24/18d
    Auch
  • 5 Ob 179/17k
    Entscheidungstext OGH 15.05.2018 5 Ob 179/17k
    Beis wie T8; Beis wie T13; Beis wie T18
  • 9 ObA 60/18s
    Entscheidungstext OGH 28.06.2018 9 ObA 60/18s
  • 5 Ob 115/18z
    Entscheidungstext OGH 18.07.2018 5 Ob 115/18z
    Auch
  • 1 Ob 92/18p
    Entscheidungstext OGH 17.07.2018 1 Ob 92/18p
    Beis wie T15; Beis wie T17
  • 3 Ob 113/18s
    Entscheidungstext OGH 14.08.2018 3 Ob 113/18s
    Auch; Beis wie T13
  • 6 Ob 228/18z
    Entscheidungstext OGH 20.12.2018 6 Ob 228/18z
    Auch
  • 8 Ob 20/19b
    Entscheidungstext OGH 25.03.2019 8 Ob 20/19b
  • 4 Ob 217/18t
    Entscheidungstext OGH 26.03.2019 4 Ob 217/18t
    Beis wie T8
  • 5 Ob 32/19w
    Entscheidungstext OGH 25.04.2019 5 Ob 32/19w
    Beis wie T10
  • 9 Ob 27/19i
    Entscheidungstext OGH 23.07.2019 9 Ob 27/19i

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1996:RS0102059

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

09.09.2019

Dokumentnummer

JJR_19960130_OGH0002_0010OB00610_9500000_001

Rechtssatz für 3Ob56/05i

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0120071

Geschäftszahl

3Ob56/05i

Entscheidungsdatum

23.05.2005

Norm

ABGB §1284 Ab
ABGB §1284 Ae

Rechtssatz

Hat der Ausgedingsberechtigte von seinem Wahlrecht, auf Erfüllung zu bestehen oder das Erfüllungsinteresse (Interesse der primär geschuldeten Naturalleistung in Geld) begehren zu können, Gebrauch gemacht, ist er an eine einmal getroffene Wahl - wie bei einer Wahlschuld-gebunden. Wird nämlich bei aufrechtem Vertrag das Interesse der primär geschuldeten Leistung in Geld verlangt, kommt es nicht mehr zu einem Aufleben des primär geschuldeten Naturalleistungsanspruchs.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 56/05i
    Entscheidungstext OGH 23.05.2005 3 Ob 56/05i

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2005:RS0120071

Dokumentnummer

JJR_20050523_OGH0002_0030OB00056_05I0000_001

Entscheidungstext 3Ob56/05i

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Fundstelle

ecolex 2005,837 = EFSlg 111.031 = MietSlg 57.053 = MietSlg 57.087 = MietSlg 57.688

Geschäftszahl

3Ob56/05i

Entscheidungsdatum

23.05.2005

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofs Dr. Schiemer als Vorsitzenden sowie die Hofräte des Obersten Gerichtshofs Dr. Pimmer, Dr. Zechner, Dr. Sailer und Dr. Jensik als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei Hedwig L*****, vertreten durch Dr. August Rogler, Rechtsanwalt in Vöcklabruck, wider die beklagten Parteien 1. Franz R*****, 2. Klaudia R*****, 3. Friedrich R***** und 4. Brigitte R*****, alle vertreten durch Dr. Alois Nußbaumer und andere Rechtsanwälte in Vöcklabruck, wegen Wiederherstellung und Übergabe einer Dienstbarkeitswohnung sowie Feststellung (Streitwert 1.453,46 Euro), infolge Revision der klagenden Partei und Rekurs der beklagten Partei gegen das Teilurteil des Landesgerichts Wels als Berufungsgericht vom 10. November 2004, GZ 23 R 154/04t-48, womit infolge Berufung der beklagten Partei das Endurteil des Bezirksgerichts Vöcklabruck vom 8. April 2004, GZ 13 C 775/01y-42, teilweise bestätigt und teilweise aufgehoben wurde, in nichtöffentlicher Sitzung

I. den

Beschluss

gefasst:

Der Rekurs der beklagten Parteien wird mangels der Voraussetzungen des § 502 Abs 1 ZPO zurückgewiesen (§ 526 Abs 2 ZPO).

II. zu Recht erkannt:

Spruch

Der Revision der klagenden Partei wird nicht Folge gegeben.

Die Kosten des Revisionsverfahrens sind weitere Verfahrenskosten.

 

Text

Entscheidungsgründe:

 

Der Rechtsvorgänger der Beklagten verpflichtete sich gegenüber seinen Eltern, der Klägerin und den verstorbenen Vater, im Übergabsvertrag vom 2. Juli 1959 zur Leistung eines detailliert umschriebenen „Wohnungs- und Naturalauszugs", der neben dem lebenslänglichen unentgeltlichen Wohnrecht an bestimmten Räumen des übergebenen Hauses samt bestimmter Mitbenützungsrechte auch die Erbringung detailliert beschriebener Verpflegungs- und Pflegeleistungen umfasste.

Die Klägerin und ihr Ehegatte begehrten im Jahr 1991 die Ablösung der gesamten Naturalleistungen einschließlich des Wohnungsrechts in Geld, weil eine Bewohnung der zugewiesenen Räume nicht möglich sei, zumal sich diese in katastrophalen Zustand befänden. Die Geldleistung wurde sowohl für die Vergangenheit als auch fortlaufend monatlich für die Zukunft (ab 5. März 1991) begehrt, wobei die Kläger darauf hinwiesen, dass durch das Begehren auf Geldersatz nicht auf das Wohnrecht gemäß Übergabsvertrag vom 2. Juli 1959 verzichtet werde. Bei ordnungsgemäßer Erfüllung dieses Rechts könne sich der Beklagte vom Geldersatz befreien. Das Landesgericht Wels als Berufungsgericht verpflichtete den Rechtsvorgänger der Beklagten mit Urteil vom 21. Mai 1996 (unter anderem) zur Leistung einer monatlichen Versorgungsrente von 1.666,66 S ab 5. März 1991, welche nach Gewährung des Wohnrechts gemäß Übergabsvertrag vom 2. Juli 1959 entfalle.

Bereits im Jahr 1979 hatte die Klägerin mit ihrem verstorbenen Ehegatten ein Grundstück zum Zweck der Errichtung eines Wohnhauses gekauft, dieses in weiterer Folge errichtet und im Jahr 1981 nach Auszug aus der Dienstbarkeitswohnung auch bezogen. Seit diesem Zeitpunkt wohnt sie in diesem in ihrem Hälfteeigentum stehenden Haus, wobei ihr ein Wohnrecht an den im Erdgeschoß des Hauses liegenden Räumen im Ausmaß von 120 m2 zukommt.

Seit dem Jahr 1981 haben die Klägerin und ihr verstorbener Mann die Dienstbarkeitswohnung im Anwesen der Beklagten nicht mehr zu Wohnzwecken verwendet. Der Rechtsvorgänger der Beklagten hatte nach Erwerb der Liegenschaft im Rahmen einer Zwangsversteigerung die Einrichtung der ehemaligen Gaststättenküche entfernt, seither ist die Wohnung nicht bewohnbar. Sie stand der Klägerin und ihrem verstorbenen Mann aber immer zur Verfügung, sie benutzten sie jedoch nur gelegentlich zu Wirtschaftszwecken. Eine Verwendung zu Wohnzwecken erfolgte nicht mehr. Seit etwa fünf Jahren kommt die Klägerin oder Familienmitglieder von ihr nur mehr etwa einmal im Jahr zur Auszugswohnung, um sich dort kurz aufzuhalten. Sie lagert dort lediglich altes Bettzeug der Schwiegermutter. Selbst wenn die Auszugswohnung bewohnbar wäre, würde die Klägerin dort nicht wohnen.

Mit der am 11. Juli 2001 beim Erstgericht eingelangten Klage begehrt die Klägerin die Instandsetzung der sich in einem extrem schlechten Zustand befindlichen Dienstbarkeitswohnung mit der Begründung, die Beklagten hätten die Räumlichkeiten bewohnbar herzustellen, damit - wie mehrfach von der Klägerin verlangt - diese nunmehr wiederum die Dienstbarkeitswohnung in Anspruch nehmen könne. In Ansehung der Wohnung sei nicht von einem Unvergleichsfall auszugehen, weil die den Unvergleichsfall rechtfertigenden Animositäten zwar persönliche Dienstleistungen des Rechtsvorgängers der Beklagten und seiner Kinder der Klägerin gegenüber unzumutbar erscheinen ließen, jedoch bei Ausübung des Wohnungsrechts wegen vollständiger räumlicher Trennung keine Berührungspunkte zwischen den Streitteilen gegeben seien.

Die beklagten Parteien wendeten ein, das Wohnrecht sei im Zusammenhang mit den übrigen Bestimmungen des Übergabsvertrags zu sehen und als Teil des Ausgedinges zu betrachten. Der Unvergleichsfall betreffe daher auch das Wohnungsrecht. Die Klägerin sei bereits im Jahr 1980 freiwillig ausgezogen. Es sei eine Umwandlung der Naturalleistungen in Geld erfolgt. Ein persönlicher Verkehr zwischen den Streitteilen sei wegen Feindschaft zwischen den Familien der Streitparteien und vieler negativer Vorkommnisse in den letzten Jahrzehnten ausgeschlossen. Das Begehren auf Herstellung der Dienstbarkeitswohnung sei auch schikanös. Die Beklagten begehrten darüber hinaus die Feststellung, das Wohnrecht sei erloschen und begründeten dies damit, für die Klägerin bestehe überhaupt kein Bedarf an der Dienstbarkeitswohnung, sie sei wohnmäßig völlig ausreichend versorgt und würde von ihrem Haus nicht wegziehen. Die Umstände hätten sich derart geändert, dass der Klägerin kein Vorteil mehr aus dem ihr grundbücherlich eingeräumten Wohnungsrecht erwachse, es sei von dessen völliger Zwecklosigkeit auszugehen. Das Wohnungsrecht sei daher erloschen.

Die Klägerin replizierte, sie habe ein rechtliches Interesse an der Möglichkeit, in die Dienstbarkeitswohnung einzuziehen, wenn ihr Sohn die Liegenschaft, auf der sie wohne, für seine Familie benötige. Das Wegziehen aus der Dienstbarkeitswohnung und deren Nichtgebrauch stelle keinen Verzicht dar.

Sollte das Erstgericht von einem Unvergleichsfall im Hinblick auf die Dienstbarkeitswohnung ausgehen, müssten die Beklagten einen Ablösebetrag für die Dienstbarkeit bezahlen, der den bislang bezahlten Ablösebetrag von 121 Euro übersteige. Für den Zeitraum März bis November 2003 werde daher hilfsweise ein Betrag von 900 Euro begehrt.

Das Erstgericht gab dem Zwischenfeststellungsantrag der Beklagten statt und wies das Hauptbegehren (Wiederherstellung und Übergabe der Dienstbarkeitswohnung) sowie das Eventualbegehren (erhöhte Ablöse des Wohnungsrechts) ab. Das Wohnrecht sei als Ausgedingsleistung gemäß Übergabsvertrag vom 2. Juli 1959 zu behandeln und habe auch Versorgungscharakter. Da die Klägerin woanders wohne und nicht beabsichtige, von dort wieder wegzuziehen, sei der Zweck der Dienstbarkeitswohnung weggefallen. Die Klägerin sei seit 1981 auf die Versorgung in Form einer Dienstbarkeitswohnung nicht mehr angewiesen, es sei daher von einer völligen Zwecklosigkeit der Dienstbarkeit auszugehen. Sie sei daher erloschen, weshalb dem Zwischenfeststellungsantrag Berechtigung zukomme und das Haupt- und Eventualbegehren abzuweisen sei, weil hiefür das Bestehen der Dienstbarkeit Voraussetzung sei.

Das Berufungsgericht bestätigte die Stattgebung des Zwischenfeststellungsantrags sowie die Abweisung des Begehrens auf Wiederherstellung der Dienstbarkeitswohnung, hob aber die Abweisung des Eventualbegehrens (erhöhte Ablöse für das Wohnungsrecht) auf, und verwies insoweit die Rechtssache an das Erstgericht zurück. Es sprach aus, dass der Wert des Entscheidungsgegenstands 4.000 EUR, nicht aber auch 20.000 EUR übersteige und die ordentliche Revision sowie der Rekurs an den Obersten Gerichtshof zulässig seien, weil keine Rsp des Obersten Gerichtshofs bestehe, ob bei einer Umwandlung eines auf Naturalversorgung gerichteten Anspruchs in eine Geldrente dieser Teil eines einheitlichen Ausgedinges erlösche und die Geldrente nur durch eine neue Reallast gesichert werden könnte und ob sich überhaupt oder unter welchen Voraussetzungen ein auf Naturalversorgung gerichteter Anspruch nach dessen Umwandlung in eine Geldrente wieder in den ursprünglichen Anspruch auf Naturalversorgung rückwandeln könne.

Erlöschen der Dienstbarkeit iSd § 524 ABGB sei nicht anzunehmen, weil das eingeräumte Wohnungsrecht als Teil einer einheitlichen Daseinsvorsorge zu sehen sei, das Ausgedinge, selbst wenn es ein eigenes verbüchertes Wohnungsrecht umfasse, keine Dienstbarkeit bilde, sondern eine Zusammenfassung verschiedenartiger Leistungspflichten zu einer Einheit, bei der das Element der Reallast überwiege, sodass das eingeräumte Wohnungsrecht als Teil des Ausgedinges nach den Regeln über die Reallast zu beurteilen sei und daher nur bei völliger Zwecklosigkeit, also in der Regel erst mit dem Tod des Ausgedingers oder durch Verzicht des Berechtigten ende. Auf einen Verzicht auf das Wohnrecht hätten sich die Beklagten im erstinstanzlichen Verfahren gar nicht berufen, er könne im Hinblick auf den eindeutig gegenteiligen Hinweis bei Eintragung der Geldrente als Abgeltung für das Wohnrecht aus dem Verhalten der Klägerin auch nicht abgeleitet werden. Aus dem Nichtgebrauch könne kein schlüssiger Verzicht abgeleitet werden. Das die Klägerin die Dienstbarkeit nicht brauche, beseitige auch nicht die an sich gegebene Utilität. Wenn dem Ausgedingsberechtigten die Inanspruchnahme der Naturalleistungen wegen vom Übernehmer zu vertretender Umstände billigerweise nicht mehr zugemutet werden könne, etwa wegen schuldhaften Verzugs oder sonst schuldhaft vertragswidrigen Verhaltens des Verpflichteten, verwandle sich der Anspruch auf Naturalleistung in einen solchen auf Geldersatz, es komme zu einer Ablösung des Naturalausgedinges in Geld. Die Geldrente trete anstelle der ürsprünglichen Leistung, im Übrigen werde aber die Natur des Ausgedinges gewahrt. Es komme zu einer Umwandlung des Leistungsinhalts in Ansehung fälliger und des Unterhaltszwecks wegen auch in Ansehung erst künftig fällig werdender Ersatzleistungen. Auf Grund eines schuldhaften Verzugs der beklagten Parteien (ihres Rechtsvorgängers) mit der Instandsetzung der „Auszugswohnung" gebühre der Klägerin die von ihr schon im Jahr 1991 geltend gemachte Geldrente, wodurch es zu einer Umwandlung des Leistungsinhalts gekommen sei. Daran sei die Klägerin nun gebunden, eine Rückwandlung des Versorgungsanspruchs in Form der Geldrente in jene auf die ursprünglich vereinbarten Naturalleistungen komme nicht in Betracht. Die Klägerin habe bereits im Jahr 1991 von ihrem Wahlrecht, auf Erfüllung zu bestehen oder das Erfüllungsinteresse begehren zu können, Gebrauch gemacht. Es liege nicht der Fall vor, dass dem Gläubiger auch nach Wahl der Erfüllung des Anspruchs noch immer die Möglichkeit offenbleibe, von der Erfüllung abzustehen und auf den Interessenersatz umzusteigen, sondern jener, dass bei aufrechtem Vertrag das Interesse der primär geschuldeten Leistung in Geld verlangt worden sei, in welchem Fall es jedoch nicht mehr zu einem Aufleben des „Primäranspruchs" komme. Die seinerzeit eingeräumte Lösungsbefugnis führe nicht dazu, dass die Beklagten weiterhin die Naturalleistung schuldeten, die Klägerin dürfe nur die ihr im Exekutionstitel zugesprochene Geldrente fordern. Es stehe nur dem Schuldner das Recht zu, anstelle der allein geschuldeten Geldleistung mit schuldbefreiender Wirkung aufgrund der privatrechtlichen Willenserklärung der Klägerin die Naturalleistung zu erbringen. Da das Wohnungsrecht nicht mehr so wie im Grundbuch einverleibt - nämlich als Anspruch auf Naturalversorgung gemäß dem Übergabsvertrag - aufrecht sei, sondern durch die Schuldumwandlung weggefallen sei, komme dem Zwischenfeststellungsantrag der Beklagten Berechtigung zu. Da die Bewertung des Geldinteresses sich einerseits am Standard der vereinbarten Leistungen am Ort des Hofs, andererseits aber an den Kosten für die Beschaffung von Ersatzgütern am Ort des notwendig gewordenen abgesonderten Wohnens des Berechtigten auszurichten habe und wegen des Unterhaltscharakters wertgesichert sei, die seinerzeit festgesetzte Ablöse aber auf Verhältnisse abgestellt habe, die mittlerweile etwa 8 Jahre zurück liegen, sei noch zu prüfen, ob die der Klägerin im Jahr 1996 zugesprochene monatliche Geldrente von 121 Euro noch immer ein ausreichendes Äquivalent für eine in natura zu gewährende Wohnversorgung bilde.

Der Rekurs der Beklagten ist mangels Geltendmachung erheblicher Rechtsfragen iSd § 502 Abs 1 ZPO unzulässig; die Revision der Klägerin ist aus den vom Berufungsgericht genannten Gründen zulässig, aber nicht berechtigt.

 

Rechtliche Beurteilung

Zum Rekurs der Beklagten:

Selbst wenn das Berufungsgericht - zu Recht - ausgesprochen hat, die ordentliche Revision (oder der Rekurs an den Obersten Gerichtshof) sei zulässig, das Rechtsmittel aber dann nur solche Gründe geltend macht, deren Erledigung nicht von der Lösung erheblicher Rechtsfragen abhängt, ist die Revision (der Rekurs) trotz der Zulässigerklärung durch das Gericht zweiter Instanz zurückzuweisen (stRsp; RIS-Justiz RS0102059).

Die Rekurswerber sehen eine erhebliche Rechtsfrage darin, dass das Berufungsgericht in Widerspruch zur Rsp des Obersten Gerichtshofs die Dienstbarkeit der Wohnung als Reallast behandelt habe. Die E 5 Ob 543/94 (= EFSlg 75.274) bezieht sich mit der von den Rekurswerbern zitierten Aussage, die klare rechtliche Unterscheidung zwischen Dienstbarkeit und Reallast verbiete es, ein als Dienstbarkeit der Wohnung eingetragenes Recht als Reallast des Ausgedinges zu behandeln, auf einen Fall, in dem lediglich ein Wohnrecht verbüchert wurde, nicht aber die urspünglich gemeinsam vereinbarten Ausgedingsleistungen, weshalb - sollten andere Verpflichtungsgründe nicht zum Tragen kommen - der infolge Liegenschaftserwerb bloß mit der Sache Haftende nur Ansprüche aus dem verbücherten Wohnungsrecht zu erfüllen habe. Im vorliegenden Fall trifft die Beklagten als Rechtsnachfolger der seinerzeitigen Übernehmer aufgrund der Verbücherung des Ausgedinges sowie der Wohnungsdienstbarkeit die Haftung für die sich aus dem Übergabsvertrag vom 2. Juli 1959 ergebenden gesamten Versorgungspflichten zugunsten der Klägerin, welche das Berufungsgericht zutreffend als Einheit behandelt hat (stRsp; RIS-Justiz RS0012193, RS0022408, RS0012170 und RS0012172). Auf Grund dieser gebotenen Gesamtbetrachtung aller mit dem Begriff Ausgedinge zusammengefassten Pflichten, die regelmäßig auch ein Wohnungsrecht beinhalten, steht die rechtliche Beurteilung des Berufungsgerichts in Gegensatz zu der von der Beklagten vertretenen Auffassung auch nicht mit der Rsp des Obersten Gerichtshofs in Widerspruch, wonach die Unmöglichkeit der Ausübung eines Wohnungsgebrauchsrechts allein dem Berechtigten keinen Anspruch auf angemessene Vergütung in Geld gibt (8 Ob 573, 574/86 = SZ 59/165).

Unabhängig von der Frage, ob das Bestreitungsvorbringen der Beklagten im Verfahren erster Instanz auch als Berufung auf einen Verzicht der Klägerin auf das Wohnungsrecht aufgefasst werden kann - die Auslegung des Parteienvorbringens im Einzelfall bildet keine erhebliche Rechtsfrage (RIS-Justiz RS0044273) - ist die Beurteilung des Verhaltens eines Berechtigten in der Richtung, ob ein schlüssiger Anspruchsverzicht anzunehmen ist, regelmäßig von den Umständen des Einzelfalls abhängig, weshalb - von der hier nicht vorliegenden vom Obersten Gerichtshof aufzugreifenden Fehlbeurteilung abgesehen - die Verneinung eines Verzichts der Klägerin auf das ihr eingeräumte Wohnungsrecht keine erhebliche Rechtsfrage iSd § 502 Abs 1 ZPO bildet (RIS-Justiz RS0043253).

Die abschließend von der Beklagten aufgeworfene Frage, ob ein Eventualbegehren nicht nur bedingt durch die Abweisung des Hauptbegehrens, sondern auch bedingt durch die Annahme einer bestimmten Rechtslage (hier der Bejahung des Unvergleichsfalls) gestellt werden könne, ist im vorliegenden Fall nicht zu beantworten, weil eine derartige Beschränkung (Anknüpfung an eine bestimmte rechtliche Beurteilung) dem erstinstanzlichen Vorbringen der Klägerin nicht entnommen werden kann. Dem Vorbringen der Klägerin ist vielmehr zu entnehmen, dass sie für den Fall, dass ihr Begehren auf Wiederherstellung und Übergabe der Dienstbarkeitswohnung abgewiesen wird, zusätzlich zu der ihr bereits aufgrund des im Jahr 1991 begonnenen Verfahrens zugesprochenen monatlichen Rente von 121 EUR weitere 100 EUR (für einen Zeitraum von neun Monaten = 900 EUR) als erhöhte Abgeltung für das verweigerte Wohnungsrecht zuerkannt erhalten will.

Einer weiteren Begründung bedarf dieser Beschluss nicht (§ 510 Abs 3 iVm § 528a ZPO).

Zur Revision der Klägerin:

Es entspricht stRsp des Obersten Gerichtshofs, das nicht nur im Unvergleichsfall (Nichtvertragsfall), der dann verwirklicht ist, wenn dem Ausgedingsberechtigten der Genuss des Naturalausgedinges nach dem Verhalten des Eigentümers der Übergabsliegenschaft billigerweise nicht mehr zumutbar ist (RIS-Justiz RS0022521), sondern auch dann ein Geldanspruch, der an die Stelle der ursprünglich bestehenden Forderung auf Naturalleistungen tritt, zusteht, wenn er durch den zur Ausgedingsleistung verpflichteten sonst schuldhafterweise außerstande gesetzt wurde, die bedungenen Naturalleistungen zu beziehen, also etwa wenn der Verpflichtete mit den Naturalleistungen schuldhaft in Verzug gerät (RIS-Justiz RS0022412, RS0025654).

In einem solchen Fall verwandelt sich der Anspruch auf Naturalleistung in einen solchen auf Geld, wobei für die Bewertung der Geldrente der objektive Wert der jeweils geschuldeten Naturalleistung maßgeblich ist (RIS-Justiz RS0022479). Es kommt zu einer Umwandlung des Leistungsinhalts in Ansehung fälliger - und des Unterhaltszwecks wegen -, auch in Ansehung erst künftig fälliger Ersatzleistungen (5 Ob 532/83). Der Oberste Gerichtshof schließt sich der zutreffenden Auffassung des Berufungsgerichts an, wonach die Klägerin infolge schuldhaften Verzugs der Beklagten bzw. ihres Rechtsvorgängers mit der Instandsetzung der Dienstbarkeitswohnung eine Geldrente begehren durfte, also Schadenersatz für die ihr vorenthaltene Naturalleistung begehren konnte. Ob dies als Rücktritt von der Sachleistung (bei Aufrechterhaltung des Vertrags) oder als Nachfristsetzung mit Gewährung einer Nachholchance bei sonstigem Umsteigen auf Schadenersatz zu begreifen ist, ist ohne Belang; der Sache nach wird bei Umsteigen auf Schadenersatz stets das Austauschinteresse geltend gemacht, was dazu führt, dass das vom Gläubiger wahrgenommene Recht, sich die Naturalleistungen durch Geldleistungen (auch für die Zukunft) ablösen zu lassen, zu einer Umwandlung des Naturalleistungsanspruchs in einen Schadenersatzanspruch nach sich zieht, die zukünftigen Leistungen somit nicht wegfallen, aber eben in eine Geldrente umgewandelt werden (Reischauer in Rummel3, § 918 ABGB Rz 26; Binder in Schwimann2, § 918 ABGB Rz 31).

Die Klägerin hat in dem im Jahr 1991 eingeleiteten Verfahren von ihrem Wahlrecht, auf Erfüllung zu bestehen oder das Erfüllungsinteresse (Interesse der primär geschuldeten Naturalleistung in Geld) begehren zu können, Gebrauch gemacht. An eine einmal getroffene Wahl ist der Gläubiger aber - wie bei einer Wahlschuld - gebunden, wird nämlich bei aufrechtem Vertrag das Interesse der primär geschuldeten Leistung in Geld verlangt, kommt es nicht mehr zu einem Aufleben des primär geschuldeten Naturalleistungsanspruchs (Binder aaO § 918 ABGB Rz 79 mwN). Die im Verfahren zur Erlangung des Geldersatzes für die vorenthaltene Bewohnbarkeit der Auszugswohnung eingeräumte Alternativermächtigung für den Rechtsvorgänger der Beklagten, die Naturalleistung zu erbringen, stellte dem Schuldner lediglich frei, anstatt der geforderten Geldleistung doch noch die ursprünglich geschuldete Naturalleistung zu erbringen, das Wahlrecht hat die Klägerin aber bereits ausgeübt (1 Ob 14/95 mwN). Dass es sich um wiederkehrende Leistungen in einem Dauerschuldverhältnis handelte, ändert daran nichts (GlUNF 7.691; Reischauer aaO § 906 ABGB Rz 4). Wird dem Schuldner eine Lösungsbefugnis eingeräumt, schuldet er im Gegensatz zur Wahlschuld nur eine bestimmte Leistung, ihm steht das Recht zu, anstelle der geschuldeten eine andere Leistung mit schuldbefreiender Wirkung zu erbringen. Die Lösungsbefugnis unterscheidet sich von einer Leistung an Zahlung statt dadurch, dass das alte Schuldverhältnis nicht durch ein neues ersetzt wird. Es liegt vielmehr nur die Einräumung eines Gestaltungsrechts für den Schuldner vor. Umgekehrt bildet die in das Urteil aufgenommene Lösungsbefugnis keinen Exekutionstitel; nur die ursprünglich geschuldete Leistung kann exekutiv hereingebracht werden (1 Ob 626/92 = SZ 65/156 = EvBl 1993/118 ua; RIS-Justiz RS0017669; Fucik in Fasching/Konecny2, § 410 ZPO Rz 10; Reischauer aaO § 906 ABGB Rz 9).

Überdies hat das Berufungsgericht zu Recht das Vorliegen einer unangemessenen Wahlentscheidung, für die eine Korrekturmöglichkeit offenbleiben müsse, verneint, zumal die Klägerin weder die hier strittige Dienstbarkeitswohnung zu Wohnzwecken benötigt noch überhaupt in diese zurückkehren will.

Der Versuch der Klägerin, ihr im Jahr 1991 gestelltes Begehren auf Ablösung des Wohnrechts in Geld als bloß für einen bestimmten vergangenen Zeitraum wirkendes Schadenersatzbegehren zu verstehen, welches für die Zukunft ihren Anspruch auf Naturalleistung (zur - Verfügung - Stellung der Wohnung sowie deren Instandsetzung und -haltung) unberührt ließe, muss im Hinblick auf die von ihr für die Zukunft begehrte (und auch rechtskräftig zuerkannte) Geldrente scheitern. Es erübrigten sich daher auch (weitergehende) Feststellungen zur damals bestehenden Parteienabsicht. Darüberhinaus ist nicht nachvollziehbar, wie die Revisionswerberin aus der Zurückweisung der außerordentlichen Revision gegen die mit Urteil des Berufungsgerichts ausgesprochene Verpflichtung zur Leistung der ersatzweisen Geldrente (8 Ob 2243/96b) ableiten will, dass damit die (fortdauernde) Verpflichtung zur Erbringung der Naturalleistung (Instandsetzung und -haltung der Ausgedingswohnung und deren Übergabe an die Klägerin) ausgesprochen worden sei.

Der Revision muss daher ein Erfolg versagt bleiben.

Der Kostenvorbehalt gründet sich auf § 52 Abs 2 ZPO.

Textnummer

E77343

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2005:0030OB00056.05I.0523.000

Im RIS seit

22.06.2005

Zuletzt aktualisiert am

03.11.2011

Dokumentnummer

JJT_20050523_OGH0002_0030OB00056_05I0000_000