Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 3Ob253/76 7Ob457/56 4Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0023346

Geschäftszahl

3Ob253/76; 7Ob457/56; 4Ob34/57; 5Ob296/59; 1Ob939/54; 3Ob394/57; 2Ob500/57; 2Ob132/53; 1Ob153/55; 2Ob588/54; 2Ob217/60; 1Ob282/60; 3Ob351/60; 6Ob336/60; 5Ob402/60; 1Ob408/60; 2Ob298/61; 5Ob225/62 (5Ob226/62); 6Ob5/65; 6Ob324/65; 8Ob67/66; 6Ob119/66; 5Ob274/66; 6Ob101/67; 6Ob61/68 (6Ob62/68); 6Ob46/70; 7Ob49/70 (7Ob50/70); 6Ob18/71; 6Ob23/71; 6Ob63/71; 1Ob335/71; 8Ob33/72; 6Ob212/72 (6Ob213/72); 6Ob157/73; 8Ob82/74; 1Ob145/74; 7Ob176/74; 7Ob538/77; 6Ob717/81; 4Ob129/84; 6Ob683/85; 10ObS91/87; 2Ob674/87; 4Ob519/88; 6Ob596/88; 2Ob565/88; 4Ob507/89; 1Ob699/89; 7Ob728/89; 7Ob268/98g; 2Ob214/99f; 6Ob319/00f; 1Ob13/03y; 1Ob251/04z; 2Ob23/06f; 2Ob8/06z; 10Ob15/09t; 7Ob3/10g; 8Ob85/12a; 5Ob85/13f; 8ObA19/14y; 10ObS34/14v; 1Ob128/14a; 9ObA44/15h; 2Ob68/17i; 9Ob33/18w

Entscheidungsdatum

24.03.1936

Norm

ZPO §528 C2
ZPO §538
ZPO §543

Rechtssatz

Hat die zweite Instanz die irrig mit Urteil erfolgte Zurückweisung der Wiederaufnahmsklage dem Inhalte nach mit Beschluss bestätigt, so ist ein weiterer Rekurs nach § 528 ZPO ausgeschlossen.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 253/76
    Entscheidungstext OGH 24.03.1936 3 Ob 253/76
    Veröff: SZ 18/56
  • 7 Ob 457/56
    Entscheidungstext OGH 19.09.1956 7 Ob 457/56
  • 4 Ob 34/57
    Entscheidungstext OGH 26.03.1957 4 Ob 34/57
  • 5 Ob 296/59
    Entscheidungstext OGH 01.07.1959 5 Ob 296/59
  • 1 Ob 939/54
    Entscheidungstext OGH 15.12.1954 1 Ob 939/54
  • 3 Ob 394/57
    Entscheidungstext OGH 04.09.1957 3 Ob 394/57
  • 2 Ob 500/57
    Entscheidungstext OGH 06.11.1957 2 Ob 500/57
    Veröff: EvBl 1958/64 S 105
  • 2 Ob 132/53
    Entscheidungstext OGH 18.03.1953 2 Ob 132/53
    Ähnlich
  • 1 Ob 153/55
    Entscheidungstext OGH 06.04.1955 1 Ob 153/55
    Ähnlich
  • 2 Ob 588/54
    Entscheidungstext OGH 15.09.1954 2 Ob 588/54
    Ähnlich; Beisatz: Auch wenn die II. Instanz das Ersturteil aufhebt und die Klage zurückweist. (T1)
  • 2 Ob 217/60
    Entscheidungstext OGH 27.05.1960 2 Ob 217/60
  • 1 Ob 282/60
    Entscheidungstext OGH 18.08.1960 1 Ob 282/60
  • 3 Ob 351/60
    Entscheidungstext OGH 08.09.1960 3 Ob 351/60
  • 6 Ob 336/60
    Entscheidungstext OGH 30.11.1960 6 Ob 336/60
  • 5 Ob 402/60
    Entscheidungstext OGH 30.11.1960 5 Ob 402/60
  • 1 Ob 408/60
    Entscheidungstext OGH 11.01.1961 1 Ob 408/60
  • 2 Ob 298/61
    Entscheidungstext OGH 30.08.1961 2 Ob 298/61
  • 5 Ob 225/62
    Entscheidungstext OGH 15.11.1962 5 Ob 225/62
  • 6 Ob 5/65
    Entscheidungstext OGH 27.01.1965 6 Ob 5/65
  • 6 Ob 324/65
    Entscheidungstext OGH 15.12.1965 6 Ob 324/65
  • 8 Ob 67/66
    Entscheidungstext OGH 15.03.1966 8 Ob 67/66
  • 6 Ob 119/66
    Entscheidungstext OGH 21.04.1966 6 Ob 119/66
    Beisatz: Hier: Unzulässigkeit der Revision gegen ein bestätigendes Urteil, in welchem ebenso wie im Ersturteil das Vorliegen eines zulässigen Wiederaufnahmsgrundes verneint wird. (T2)
  • 5 Ob 274/66
    Entscheidungstext OGH 29.09.1966 5 Ob 274/66
    Beisatz: Zurückweisung einer Klage des Gemeinschuldners. (T3)
  • 6 Ob 101/67
    Entscheidungstext OGH 27.04.1967 6 Ob 101/67
    Beis wie T1
  • 6 Ob 61/68
    Entscheidungstext OGH 28.02.1968 6 Ob 61/68
    Ähnlich
  • 6 Ob 46/70
    Entscheidungstext OGH 04.03.1970 6 Ob 46/70
  • 7 Ob 49/70
    Entscheidungstext OGH 22.04.1970 7 Ob 49/70
  • 6 Ob 18/71
    Entscheidungstext OGH 10.02.1971 6 Ob 18/71
    Beisatz: T1; Beisatz: Hier: Erstgericht weist Klage ab statt richtigerweise zurück. (T4)
  • 6 Ob 23/71
    Entscheidungstext OGH 10.02.1971 6 Ob 23/71
    Beisatz: Auch wenn die II. Instanz das Ersturteil aufhebt und die Klage zurückweist; hier: Erstgericht weist Klage ab statt richtigerweise zurück. (T5)
  • 6 Ob 63/71
    Entscheidungstext OGH 24.03.1971 6 Ob 63/71
    Beisatz: Hier: Erstgericht weist Klage ab statt richtigerweise zurück. (T6)
  • 1 Ob 335/71
    Entscheidungstext OGH 17.12.1971 1 Ob 335/71
    Beis wie T6
  • 8 Ob 33/72
    Entscheidungstext OGH 22.02.1972 8 Ob 33/72
    Ähnlich
  • 6 Ob 212/72
    Entscheidungstext OGH 19.10.1972 6 Ob 212/72
    Beis wie T6
  • 6 Ob 157/73
    Entscheidungstext OGH 20.09.1973 6 Ob 157/73
  • 8 Ob 82/74
    Entscheidungstext OGH 21.05.1974 8 Ob 82/74
  • 1 Ob 145/74
    Entscheidungstext OGH 18.09.1974 1 Ob 145/74
    Beisatz: Erstgericht weist Klage mit Urteil ab, Zweitgericht bestätigt mit Urteil. (T7)
  • 7 Ob 176/74
    Entscheidungstext OGH 07.11.1974 7 Ob 176/74
    Beis wie T5
  • 7 Ob 538/77
    Entscheidungstext OGH 03.03.1977 7 Ob 538/77
    Beisatz: Hat jedoch das Erstgericht die Klage aus materiellen Gründen abgewiesen ist aber das Berufungsgericht der Ansicht, dass eine Zurückweisung im Sinne des § 543 ZPO geboten sei und weist deshalb die Klage zurück, so ist der Rekurs an den OGH zulässig. (T8)
  • 6 Ob 717/81
    Entscheidungstext OGH 27.08.1981 6 Ob 717/81
  • 4 Ob 129/84
    Entscheidungstext OGH 27.11.1984 4 Ob 129/84
  • 6 Ob 683/85
    Entscheidungstext OGH 14.11.1985 6 Ob 683/85
    Auch
  • 10 ObS 91/87
    Entscheidungstext OGH 06.10.1987 10 ObS 91/87
    Auch; Beisatz: Hier: Irrige Bestätigung mit Urteil anstatt mit Beschluss: Die amtswegige Wahrnehmung dieses Mangels anlässlich einer Revision führt dazu, dass der Entscheidung des Berufungsgerichtes die entsprechende Form gegeben wird (Maßgabebestätigung der Berufungsentscheidung). (T9) Veröff: SSV-NF 1/40
  • 2 Ob 674/87
    Entscheidungstext OGH 15.03.1988 2 Ob 674/87
    Beis wie T8
  • 4 Ob 519/88
    Entscheidungstext OGH 15.03.1988 4 Ob 519/88
    Auch; Beis wie T7; Beis wie T2
  • 6 Ob 596/88
    Entscheidungstext OGH 16.06.1988 6 Ob 596/88
    Beis wie T7
  • 2 Ob 565/88
    Entscheidungstext OGH 07.02.1989 2 Ob 565/88
    Auch; Beisatz: Hier: Irrige Abweisung der Klage mit Urteil (statt Klagszurückweisung mit Beschluss gemäß § 538 ZPO) durch das Erstgericht, Aufhebung des Urteils und Klagszurückweisung durch das Rekursgericht. (T10)
  • 4 Ob 507/89
    Entscheidungstext OGH 21.02.1989 4 Ob 507/89
    Auch
  • 1 Ob 699/89
    Entscheidungstext OGH 29.11.1989 1 Ob 699/89
  • 7 Ob 728/89
    Entscheidungstext OGH 21.12.1989 7 Ob 728/89
    Vgl auch; Beisatz: Wurde aber von den Vorinstanzen bewusst im Vorprüfungsverfahren beschlussmäßig entschieden, so ist der Oberste Gerichtshof auf Grund der Bestimmung des § 528 Abs 1 Z 1 ZPO nicht berechtigt, zu prüfen, ob die Rechtsansicht der Vorinstanzen bezüglich der Zuweisung der von ihn entschiedenen Frage in das Vorprüfungsverfahren richtig ist oder nicht. Auch eine Fehlbeurteilung durch die Vorinstanzen würde einen weiteren Rechtszug ausschließen. (T11)
  • 7 Ob 268/98g
    Entscheidungstext OGH 11.11.1998 7 Ob 268/98g
    Vgl aber; Beis wie T10; Beisatz: Sofern sich das Gericht dabei in der Entscheidungsform vergreift und mit Urteil erkennt, liegt in Wahrheit dennoch ein Beschluss vor, welcher mit Rekurs anzufechten ist. (T12);
    Beisatz: Der bestätigende Beschluss des Rekursgerichtes ist gemäß § 528 Abs 2 Z 2 ZPO (idF WGN 1997) nicht absolut unanfechtbar. (T13)
  • 2 Ob 214/99f
    Entscheidungstext OGH 08.09.2000 2 Ob 214/99f
    Vgl aber; Beis wie T6; Beis wie T12; Beis wie T13
  • 6 Ob 319/00f
    Entscheidungstext OGH 17.01.2001 6 Ob 319/00f
    Vgl aber; Beis wie T13
  • 1 Ob 13/03y
    Entscheidungstext OGH 18.11.2003 1 Ob 13/03y
    Vgl aber; Beis wie T13
  • 1 Ob 251/04z
    Entscheidungstext OGH 22.02.2005 1 Ob 251/04z
    Vgl auch; Beisatz: Erstgericht verneint die Zulässigkeit des geltend gemachten Wiederaufnahmsgrundes, weist die Wiederaufnahmsklage nach § 543 ZPO aber nicht mit Beschluss zurück, sondern mit Urteil ab. In Wahrheit liegt dennoch ein Beschluss vor, welcher mit Rekurs anzufechten ist. (T14)
  • 2 Ob 23/06f
    Entscheidungstext OGH 02.03.2006 2 Ob 23/06f
    Auch; Beis wie T13
  • 2 Ob 8/06z
    Entscheidungstext OGH 31.08.2006 2 Ob 8/06z
    Auch; Beis wie T7; Beis wie T12; Beis wie T13; Beisatz: Haben sich aber beide Instanzen in der Entscheidungsform vergriffen und mit Urteil erkannt, ist dennoch die Zulässigkeit des Rechtsmittels und seine Behandlung an der wahren Verfahrenslage zu messen und die richtige Entscheidungsform der Erledigung zugrundezulegen. (T15)
  • 10 Ob 15/09t
    Entscheidungstext OGH 21.04.2009 10 Ob 15/09t
    Vgl aber; Beis wie T13
  • 7 Ob 3/10g
    Entscheidungstext OGH 21.04.2010 7 Ob 3/10g
    Gegenteilig; Beisatz: Revisionsrekurs analog § 519 Abs 1 Z 1 ZPO zulässig. (T16)
  • 8 Ob 85/12a
    Entscheidungstext OGH 04.03.2013 8 Ob 85/12a
    Vgl aber; Beis wie T13
  • 5 Ob 85/13f
    Entscheidungstext OGH 16.05.2013 5 Ob 85/13f
    Vgl auch; Beis wie T13
  • 8 ObA 19/14y
    Entscheidungstext OGH 24.03.2014 8 ObA 19/14y
    Vgl aber; Beis wie T13
  • 10 ObS 34/14v
    Entscheidungstext OGH 23.04.2014 10 ObS 34/14v
    Gegenteilig; Beis wie T13
  • 1 Ob 128/14a
    Entscheidungstext OGH 24.07.2014 1 Ob 128/14a
    Auch; Beis ähnlich wie T13
  • 9 ObA 44/15h
    Entscheidungstext OGH 29.04.2015 9 ObA 44/15h
    Vgl; Beis wie T12; Beis wie T15
  • 2 Ob 68/17i
    Entscheidungstext OGH 27.04.2017 2 Ob 68/17i
    Gegenteilig; Beis wie T13
  • 9 Ob 33/18w
    Entscheidungstext OGH 28.06.2018 9 Ob 33/18w
    Auch; Beis wie T13

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1936:RS0023346

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

26.03.2019

Dokumentnummer

JJR_19360324_OGH0002_0030OB00253_7600000_001

Rechtssatz für 2Ob246/37 2Ob58/28 6Ob4...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0044437

Geschäftszahl

2Ob246/37; 2Ob58/28; 6Ob407/59; 8Ob66/74; 3Ob56/89; 1Ob619/89; 6Ob673/94; 5Ob112/02k; 1Ob251/04z; 3Ob286/04m; 10Ob12/09a; 6Ob30/09v; 3Ob58/13w; 3Ob148/14g; 8Ob74/14m; 7Ob183/16m

Entscheidungsdatum

17.03.1937

Norm

AußStrG 2005 §73 Abs1 Z6
ZPO §530 Abs1 Z7 G3

Rechtssatz

Die neue Tatsachen müssen bereits im Hauptprozess vorhanden gewesen sein.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 246/37
    Entscheidungstext OGH 17.03.1937 2 Ob 246/37
    Veröff: SZ 19/95
  • 2 Ob 58/28
    Entscheidungstext OGH 06.03.1928 2 Ob 58/28
    Ähnlich; Veröff: SZ 10/40
  • 6 Ob 407/59
    Entscheidungstext OGH 16.12.1959 6 Ob 407/59
  • 8 Ob 66/74
    Entscheidungstext OGH 14.05.1974 8 Ob 66/74
  • 3 Ob 56/89
    Entscheidungstext OGH 12.07.1989 3 Ob 56/89
  • 1 Ob 619/89
    Entscheidungstext OGH 20.09.1989 1 Ob 619/89
    Auch; Veröff: JBl 1990,253
  • 6 Ob 673/94
    Entscheidungstext OGH 01.06.1995 6 Ob 673/94
  • 5 Ob 112/02k
    Entscheidungstext OGH 14.05.2002 5 Ob 112/02k
    Auch
  • 1 Ob 251/04z
    Entscheidungstext OGH 22.02.2005 1 Ob 251/04z
  • 3 Ob 286/04m
    Entscheidungstext OGH 31.03.2005 3 Ob 286/04m
    Beisatz: Sowohl nach § 530 Abs 1 Z 7 ZPO als auch nach der Regelung des Abänderungsantrags nach § 73 Abs 1 Z 6 AußStrG 2005 müssen die neuen Tatsachen im vorangegangenen Verfahren bereits entstanden und vorhanden gewesen sein, dürfen also keine nova producta sein. (T1)
  • 10 Ob 12/09a
    Entscheidungstext OGH 12.05.2009 10 Ob 12/09a
    Auch; Beisatz: Hier: Abänderungsantrag nach § 73 Abs 1 Z 6 AußStrG. (T2); Veröff: SZ 2009/65
  • 6 Ob 30/09v
    Entscheidungstext OGH 05.08.2009 6 Ob 30/09v
    Vgl; Beisatz: Neue Tatsachen können schon begrifflich im Vorprozess noch nicht vorgebracht worden sein. Es spielt dabei keine Rolle, ob der Kläger in unverschuldeter Unkenntnis der für seinen Standpunkt wesentlichen Tatsachen im Vorverfahren bloß ein unzureichendes, oder aus Mangel erfolgversprechender Argumente überhaupt kein eigenes Bestreitungsvorbringen erstattet hat. (T3)
  • 3 Ob 58/13w
    Entscheidungstext OGH 15.05.2013 3 Ob 58/13w
  • 3 Ob 148/14g
    Entscheidungstext OGH 22.10.2014 3 Ob 148/14g
    Auch
  • 8 Ob 74/14m
    Entscheidungstext OGH 23.01.2015 8 Ob 74/14m
  • 7 Ob 183/16m
    Entscheidungstext OGH 13.10.2016 7 Ob 183/16m

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1937:RS0044437

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

20.12.2016

Dokumentnummer

JJR_19370317_OGH0002_0020OB00246_3700000_001

Rechtssatz für 3Ob417/56 2Ob146/72 1Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0044681

Geschäftszahl

3Ob417/56; 2Ob146/72; 1Ob148/74; 7Ob28/76; 6Ob621/84; 8Ob699/86; 10Ob89/97d; 9ObA351/98b; 9ObA349/98h; 5Ob11/04k; 1Ob251/04z; 7Ob99/05t; 2Ob8/06z; 7Ob62/09g; 6Ob120/11g; 4Ob139/17w

Entscheidungsdatum

05.09.1956

Norm

ZPO §543

Rechtssatz

Kommt das Berufungsgericht zu dem Ergebnis, dass die Wiederaufnahmsklage, über die das Erstgericht mit Urteil entschieden hat, auf keinen gesetzlichen Anfechtungsgrund gestützt ist, so hat es aus Anlass der Berufung das angefochtene Urteil aufzuheben und die Klage mit Beschluss zurückzuweisen.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 417/56
    Entscheidungstext OGH 05.09.1956 3 Ob 417/56
    Veröff: JBl 1957 H10,270
  • 2 Ob 146/72
    Entscheidungstext OGH 19.10.1972 2 Ob 146/72
    Veröff: SZ 45/109 = EvBl 1973/164 S 355
  • 1 Ob 148/74
    Entscheidungstext OGH 18.09.1974 1 Ob 148/74
    Veröff: SZ 47/99 = EvBl 1975/93 S 187
  • 7 Ob 28/76
    Entscheidungstext OGH 13.05.1976 7 Ob 28/76
    Veröff: SZ 49/67 = JBl 1976,599
  • 6 Ob 621/84
    Entscheidungstext OGH 24.10.1984 6 Ob 621/84
  • 8 Ob 699/86
    Entscheidungstext OGH 12.03.1987 8 Ob 699/86
    Vgl aber; Veröff: JBl 1989,186
  • 10 Ob 89/97d
    Entscheidungstext OGH 12.08.1997 10 Ob 89/97d
    Vgl auch
  • 9 ObA 351/98b
    Entscheidungstext OGH 20.01.1999 9 ObA 351/98b
    Vgl auch; Beisatz: Das Fehlen der Zulässigkeitsvoraussetzungen für die Wiederaufnahmsklage ist auch noch im Berufungsverfahren und im Revisionsverfahren von Amts wegen wahrzunehmen. (T1); Beisatz: Das Berufungsgericht oder Revisionsgericht hat nicht nur die Urteile der Vorinstanzen sondern auch das ihnen vorangegangene Verfahren als nichtig aufzuheben. (T2)
  • 9 ObA 349/98h
    Entscheidungstext OGH 14.04.1999 9 ObA 349/98h
    Vgl auch; Beis wie T1; Beis wie T2
  • 5 Ob 11/04k
    Entscheidungstext OGH 10.02.2004 5 Ob 11/04k
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T2
  • 1 Ob 251/04z
    Entscheidungstext OGH 22.02.2005 1 Ob 251/04z
    Beisatz: Die Zulässigkeit der Wiederaufnahmsklage (auch des Aufhebungsverfahrens) stellt eine vom Gesetzgeber an eng umgrenzte Voraussetzungen geknüpfte Ausnahme von der aus der Rechtskraft der Vorentscheidung abgeleiteten Einmaligkeitswirkung dar. Liegen die hiefür erforderlichen Voraussetzungen nicht vor, ist ein dessen ungeachtet durchgeführtes Verfahren (und zwar auch schon das Aufhebungsverfahren) wegen des darin liegenden Verstoßes gegen die Einmaligkeitswirkung des Vorprozesses nichtig. (T3)
  • 7 Ob 99/05t
    Entscheidungstext OGH 25.05.2005 7 Ob 99/05t
    Vgl auch; Beis wie T1
  • 2 Ob 8/06z
    Entscheidungstext OGH 31.08.2006 2 Ob 8/06z
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T3
  • 7 Ob 62/09g
    Entscheidungstext OGH 01.07.2009 7 Ob 62/09g
  • 6 Ob 120/11g
    Entscheidungstext OGH 18.07.2011 6 Ob 120/11g
  • 4 Ob 139/17w
    Entscheidungstext OGH 21.11.2017 4 Ob 139/17w
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1956:RS0044681

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

24.01.2018

Dokumentnummer

JJR_19560905_OGH0002_0030OB00417_5600000_001

Rechtssatz für 6Ob177/67 1Ob251/04z

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0044818

Geschäftszahl

6Ob177/67; 1Ob251/04z

Entscheidungsdatum

28.09.1967

Norm

ZPO §530 Abs1 Z7 G2

Rechtssatz

Bedarf ein Vertrag zu seiner Gültigkeit der Genehmigung der Devisenbehörde und wurde diese Genehmigung nach Schluss der mündlichen Verhandlung in erster Instanz des Vorprozesses erteilt, so ist sie selbst eine neue Tatsache im Sinne des § 530 Abs 1 Z 7 ZPO, aber eine solche, die zur Zeit des Vorprozesses noch nicht vorhanden war und daher für eine Wiederaufnahmsklage nicht geeignet ist (vgl ZBl 1937 Nr 297).

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 177/67
    Entscheidungstext OGH 28.09.1967 6 Ob 177/67
    Veröff: SZ 40/120 = EvBl 1968/178 S 296
  • 1 Ob 251/04z
    Entscheidungstext OGH 22.02.2005 1 Ob 251/04z
    Vgl; Beisatz: Hier: Bescheid der Wasserrechtsbehörde. Ein solcher Bescheid stellt nicht nur ein neues Beweismittel (nach Schluss der mündlichen Verhandlung im Hauptprozess) dar, sondern es handelt sich dabei inhaltlich auch um eine neue Tatsache selbst. (T1)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1967:RS0044818

Dokumentnummer

JJR_19670928_OGH0002_0060OB00177_6700000_001

Rechtssatz für 1Ob335/71 8Ob33/72 6Ob2...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0044264

Geschäftszahl

1Ob335/71; 8Ob33/72; 6Ob212/72 (6Ob213/72); 8Ob82/74; 1Ob145/74; 7Ob26/87; 4Ob507/89; 1Ob619/89; 6Ob749/89; 7Ob268/98g; 6Ob319/00f; 6Ob178/01x; 1Ob251/04z; 10Ob107/05s; 10Ob10/06b; 10Ob15/09t; 8Ob78/09t; 7Ob3/10g; 10ObS34/14v; 6Ob199/14d; 10ObS66/16b

Entscheidungsdatum

17.12.1971

Norm

ZPO §528 C2
ZPO §543

Rechtssatz

Verneint das Erstgericht die Zulässigkeit des geltend gemachten Wiederaufnahmsgrundes, ist die Wiederaufnahmsklage nach § 543 ZPO mit Beschluss zurückzuweisen. Geschieht dies mit Urteil und fasst das Gericht zweiter Instanz diese Entscheidung als in Beschlussform ergangen auf und bestätigt es diese mit der Maßgabe, dass die Wiederaufnahmsklage zurückgewiesen wird, dann ist dagegen gemäß § 528 ZPO ein weiterer Rechtszug an den OGH unzulässig.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 335/71
    Entscheidungstext OGH 17.12.1971 1 Ob 335/71
  • 8 Ob 33/72
    Entscheidungstext OGH 22.02.1972 8 Ob 33/72
    Ähnlich; Beisatz: Das Erstgericht wies die Wiederaufnahmsklage ab, führte in der Begründung jedoch aus, die Klage sei mit Beschluss zurückzuweisen; das Zweitgericht bestätigte mit der Maßgabe, dass die Wiederaufnahmsklage zurückgewiesen wird (vergleiche jedoch 4 Ob 545/71 und 8 Ob 52/70). (T1)
  • 6 Ob 212/72
    Entscheidungstext OGH 19.10.1972 6 Ob 212/72
  • 8 Ob 82/74
    Entscheidungstext OGH 21.05.1974 8 Ob 82/74
  • 1 Ob 145/74
    Entscheidungstext OGH 18.09.1974 1 Ob 145/74
    Beisatz: Erstgericht weist Klage mit Urteil ab, Zweitgericht bestätigt mit Urteil. (T2)
  • 7 Ob 26/87
    Entscheidungstext OGH 14.05.1987 7 Ob 26/87
    Auch; Veröff: VersRdSch 1988,25
  • 4 Ob 507/89
    Entscheidungstext OGH 21.02.1989 4 Ob 507/89
    Auch; Beis wie T2
  • 1 Ob 619/89
    Entscheidungstext OGH 20.09.1989 1 Ob 619/89
    Beis wie T2; Veröff: JBl 1990,253
  • 6 Ob 749/89
    Entscheidungstext OGH 18.01.1990 6 Ob 749/89
    Beis wie T2
  • 7 Ob 268/98g
    Entscheidungstext OGH 11.11.1998 7 Ob 268/98g
    Vgl aber; Beisatz: Sofern sich das Gericht dabei in der Entscheidungsform vergreift und mit Urteil erkennt, liegt in Wahrheit dennoch ein Beschluss vor, welcher mit Rekurs anzufechten ist. (T3); Beisatz: Der bestätigende Beschluss des Rekursgerichtes ist gemäß § 528 Abs 2 Z 2 ZPO (idF WGN 1997) nicht absolut unanfechtbar. (T4)
  • 6 Ob 319/00f
    Entscheidungstext OGH 17.01.2001 6 Ob 319/00f
    Vgl aber; Beis wie T4
  • 6 Ob 178/01x
    Entscheidungstext OGH 21.02.2002 6 Ob 178/01x
    Vgl aber; Beis wie T4
  • 1 Ob 251/04z
    Entscheidungstext OGH 22.02.2005 1 Ob 251/04z
    nur: Verneint das Erstgericht die Zulässigkeit des geltend gemachten Wiederaufnahmsgrundes, ist die Wiederaufnahmsklage nach § 543 ZPO mit Beschluss zurückzuweisen. (T5); Beis wie T3; Beis wie T4
  • 10 Ob 107/05s
    Entscheidungstext OGH 22.12.2005 10 Ob 107/05s
    Beis ähnlich wie T4; Beisatz: Da kein Fall des § 519 Abs 1 Z 1 ZPO vorliegt (das Gericht zweiter Instanz hat als Rekursgericht und nicht als Berufungsgericht entschieden), hängt die Zulässigkeit des Revisionsrekurses vom Vorliegen einer erheblichen Rechtsfrage iSd § 528 Abs 1 ZPO ab. (T6)
  • 10 Ob 10/06b
    Entscheidungstext OGH 14.11.2006 10 Ob 10/06b
    Beis wie T6
  • 10 Ob 15/09t
    Entscheidungstext OGH 21.04.2009 10 Ob 15/09t
    Vgl aber; Beis wie T4
  • 8 Ob 78/09t
    Entscheidungstext OGH 22.04.2010 8 Ob 78/09t
    Vgl; Beisatz: Auch über die Einrede der mangelnden Aktivlegitimation, die im Fall einer Wiederaufnahmsklage eine Zulässigkeitsvoraussetzung ist, ist mit Beschluss zu entscheiden. (T7); Veröff: SZ 2010/43
  • 7 Ob 3/10g
    Entscheidungstext OGH 21.04.2010 7 Ob 3/10g
    Gegenteilig; Beisatz: Revisionsrekurs analog § 519 Abs 1 Z 1 ZPO zulässig. (T8)
  • 10 ObS 34/14v
    Entscheidungstext OGH 23.04.2014 10 ObS 34/14v
    Teilweise abweichend; Beis wie T4
  • 6 Ob 199/14d
    Entscheidungstext OGH 15.12.2014 6 Ob 199/14d
    Auch; Beis wie T4; Beisatz: Trotz Vorliegens eines bestätigenden Beschlusses der zweiten Instanz ist dieser gemäß § 528 Abs 2 Z 2 ZPO nicht absolut unanfechtbar, weil die Klage ohne Sachentscheidung aus formellen Gründen zurückgewiesen wurde. (T9)
  • 10 ObS 66/16b
    Entscheidungstext OGH 28.06.2016 10 ObS 66/16b
    Auch; Beis ähnlich wie T4

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1971:RS0044264

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

11.07.2016

Dokumentnummer

JJR_19711217_OGH0002_0010OB00335_7100000_001

Rechtssatz für 6Ob517/86 5Ob653/89 9Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0043774

Geschäftszahl

6Ob517/86; 5Ob653/89; 9ObA98/91; 4Ob2018/96k; 6Ob59/97p; 5Ob120/99d; 8ObA345/99i; 8Ob264/00g; 9Ob204/02v; 3Ob155/04x; 1Ob251/04z; 3Ob19/05y; 2Ob37/08t; 6Ob98/09v; 2Ob178/09d; 10Ob29/10b; 9ObA1/11d; 4Ob41/11z; 2Ob210/11p; 8Ob111/13a; 5Ob109/14m; 3Ob165/15h; 3Ob173/16m; 5Ob213/18m

Entscheidungsdatum

13.02.1986

Norm

ZPO §519 Abs1 Z2 C
ZPO §528 Abs2 J

Rechtssatz

Erachtet sich ein als Rekursgericht angerufenes Gericht zweiter Instanz zu einer Nichtigerklärung des Verfahrens unter Zurückweisung der Klage bestimmt, so ist dieser Beschluss wie ein gleichartiger berufungsgerichtlicher Beschluss anfechtbar, ohne dass die Zulässigkeitsvoraussetzungen nach § 528 Abs 2 ZPO vorliegen müssten.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 517/86
    Entscheidungstext OGH 13.02.1986 6 Ob 517/86
    Veröff: SZ 59/28 = EvBl 1987/58 S 248 = RdW 1986,178 = GesRZ 1986,151 = RZ 1986/55 S 192
  • 5 Ob 653/89
    Entscheidungstext OGH 09.01.1990 5 Ob 653/89
  • 9 ObA 98/91
    Entscheidungstext OGH 08.05.1991 9 ObA 98/91
    Vgl auch
  • 4 Ob 2018/96k
    Entscheidungstext OGH 26.03.1996 4 Ob 2018/96k
  • 6 Ob 59/97p
    Entscheidungstext OGH 20.03.1997 6 Ob 59/97p
  • 5 Ob 120/99d
    Entscheidungstext OGH 28.09.1999 5 Ob 120/99d
  • 8 ObA 345/99i
    Entscheidungstext OGH 08.06.2000 8 ObA 345/99i
  • 8 Ob 264/00g
    Entscheidungstext OGH 05.07.2001 8 Ob 264/00g
  • 9 Ob 204/02v
    Entscheidungstext OGH 02.10.2002 9 Ob 204/02v
    Vgl auch
  • 3 Ob 155/04x
    Entscheidungstext OGH 21.07.2004 3 Ob 155/04x
    Auch
  • 1 Ob 251/04z
    Entscheidungstext OGH 22.02.2005 1 Ob 251/04z
  • 3 Ob 19/05y
    Entscheidungstext OGH 27.04.2005 3 Ob 19/05y
  • 2 Ob 37/08t
    Entscheidungstext OGH 26.06.2008 2 Ob 37/08t
    Auch
  • 6 Ob 98/09v
    Entscheidungstext OGH 18.09.2009 6 Ob 98/09v
    Auch
  • 2 Ob 178/09d
    Entscheidungstext OGH 28.09.2009 2 Ob 178/09d
  • 10 Ob 29/10b
    Entscheidungstext OGH 22.06.2010 10 Ob 29/10b
    Vgl auch
  • 9 ObA 1/11d
    Entscheidungstext OGH 28.02.2011 9 ObA 1/11d
  • 4 Ob 41/11z
    Entscheidungstext OGH 10.05.2011 4 Ob 41/11z
  • 2 Ob 210/11p
    Entscheidungstext OGH 19.01.2012 2 Ob 210/11p
    Auch; Veröff: SZ 2012/8
  • 8 Ob 111/13a
    Entscheidungstext OGH 29.11.2013 8 Ob 111/13a
  • 5 Ob 109/14m
    Entscheidungstext OGH 23.10.2014 5 Ob 109/14m
  • 3 Ob 165/15h
    Entscheidungstext OGH 17.09.2015 3 Ob 165/15h
    Auch
  • 3 Ob 173/16m
    Entscheidungstext OGH 13.12.2016 3 Ob 173/16m
    Vgl auch
  • 5 Ob 213/18m
    Entscheidungstext OGH 13.12.2018 5 Ob 213/18m
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1986:RS0043774

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

24.01.2019

Dokumentnummer

JJR_19860213_OGH0002_0060OB00517_8600000_002

Rechtssatz für 8ObA292/94 9ObA59/01v 4...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0044497

Geschäftszahl

8ObA292/94; 9ObA59/01v; 4Ob155/02a; 1Ob251/04z; 9ObA111/11f; 4Ob83/12b; 6Ob127/16v

Entscheidungsdatum

13.10.1994

Norm

ZPO §530 Abs1 Z7 G4

Rechtssatz

Bei der Prüfung, ob das Beweismittel in abstracto geeignet gewesen wäre, im Vorprozess eine andere Entscheidung herbeizuführen, ist von der vom nunmehrigen Wiederaufnahmskläger unbekämpft gebliebenen rechtlichen Beurteilung im Vorprozess über die Relevanz der durch das neue Beweismittel zu beweisenden Tatsachen auszugehen.

Entscheidungstexte

  • 8 ObA 292/94
    Entscheidungstext OGH 13.10.1994 8 ObA 292/94
  • 9 ObA 59/01v
    Entscheidungstext OGH 25.04.2001 9 ObA 59/01v
    Beisatz: Hat das Gericht eine Rechtsfrage selbst beurteilt, welche auch Gegenstand eines anderen Verfahrens war, dann stellt selbst eine nach Schluss der mündlichen Verhandlung im wiederaufzunehmenden Verfahren ergangene anderslautende Entscheidung der anderen Behörde (des anderen Gerichts) keinen Wiederaufnahmsgrund dar. (T1)
  • 4 Ob 155/02a
    Entscheidungstext OGH 20.08.2002 4 Ob 155/02a
    Vgl auch; Beisatz: Ein rechtskräftiges behördliches Erkenntnis fällt nicht unter den Begriff der "neuen Tatsachen oder Beweismittel", wären doch sonst die Wiederaufnahmsgründe nach § 530 Abs1 Z 5 und 6 ZPO überflüssig.(T2); Veröff: SZ 2002/103
  • 1 Ob 251/04z
    Entscheidungstext OGH 22.02.2005 1 Ob 251/04z
  • 9 ObA 111/11f
    Entscheidungstext OGH 25.10.2011 9 ObA 111/11f
    Auch; Beis wie T2
  • 4 Ob 83/12b
    Entscheidungstext OGH 12.06.2012 4 Ob 83/12b
    Vgl; Beis wie T1; Beis wie T2; Beisatz: Eine in einem anderen Prozess erfolgte abweichende rechtliche Beurteilung weder eine neue Tatsache noch ein neues Beweismittel. Gleiches gilt für Änderungen in der Rechtsprechung oder neue rechtswissenschaftliche Erkenntnisse. (T3)
    Veröff: SZ 2012/63
  • 6 Ob 127/16v
    Entscheidungstext OGH 27.06.2016 6 Ob 127/16v
    Vgl; Beisatz: Im wiederaufzunehmenden Verfahren war die außerordentliche Revision der Kläger vom Obersten Gerichtshof ohne Außenbegründung zurückgewiesen worden, sodass die Rechtsansicht des Berufungsgerichts im Vorprozess allein maßgeblich ist. (T4)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1994:RS0044497

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

22.07.2016

Dokumentnummer

JJR_19941013_OGH0002_008OBA00292_9400000_001

Entscheidungstext 1Ob251/04z

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Fundstelle

MietSlg 57.768 = MietSlg 57.772

Geschäftszahl

1Ob251/04z

Entscheidungsdatum

22.02.2005

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofs Dr. Gerstenecker als Vorsitzenden und durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofs Dr. Zechner, Univ. Doz. Dr. Bydlinski, Dr. Fichtenau und Dr. Gitschthaler als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei A***** GmbH, *****, vertreten durch Dr. Axel Friedberg, Rechtsanwalt in Wien, gegen die beklagten Parteien 1. Sofie V*****, 2. Robert Peter V*****, beide *****, vertreten durch Dr. Wolfgang Rumpl, Rechtsanwalt in Mödling, 3. DI Thomas S*****, 4. Rosa S*****, 5. Günter S***** und 6. Isabella S*****, 3.-6. beklagte Parteien vertreten durch Dr. Johannes Ehrenhöfer und Dr. Wilhelm Häusler, Rechtsanwälte in Wiener Neustadt, wegen Wiederaufnahme der Verfahren AZ 7 C 431/01z, AZ 18 C 695/01d und AZ 18 C 696/01a je des Bezirksgerichts Wiener Neustadt über den Revisionsrekurs der klagenden Partei gegen den Beschluss des Landesgerichts Wiener Neustadt als Berufungs-(richtig: Rekurs-)gericht vom 24. August 2004, GZ 18 R 143/04i-43, mit dem das Urteil des Bezirksgerichts Wiener Neustadt vom 18. März 2004, GZ C 431/01z-35, aufgehoben wurde, in nichtöffentlicher Sitzung den

Beschluss

gefasst:

Spruch

Dem Revisionsrekurs wird nicht Folge gegeben.

Die klagende Partei ist schuldig, den beklagten Parteien binnen 14 Tagen die Kosten ihrer Revisionsrekursbeantwortungen zu ersetzen, und zwar der Erst- und dem Zweitbeklagten insgesamt 366,48 EUR (darin enthalten 61,08 EUR Umsatzsteuer) und den Dritt- bis Sechstbeklagten insgesamt 599,27 EUR (darin enthalten 99,88 EUR Umsatzsteuer).

 

Text

Begründung:

 

Mit Urteil vom 29. 7. 2002 wies das Erstgericht in den verbundenen Verfahren AZ 7 C 431/01z, AZ 18 C 695/01d und 18 C 696/01a die auf Zahlung von 3.124,42, 3.900,02 und 3.300,86 EUR gerichteten Leistungsklagen der (nunmehrigen Wiederaufnahms- und dortigen) Klägerin mit folgender wesentlichen Begründung ab: Sie stütze ihre Ansprüche auf Geschäftsführung ohne Auftrag und - als Regressforderung - auf einen Bescheid des Landeshauptmanns von Niederösterreich vom 24. 3. 1997, mit welchem die wasserrechtliche Bewilligung zur Durchführung einer Nassbaggerung auf einer im gemeinsamen Eigentum der Parteien stehenden Liegenschaft und zur Nutzung des durch diese Nassbaggerung zu sanierenden Grundwasserteichs als Badeteich und zur extensiven Sportfischteichnutzung erteilt worden sei. Allerdings könne die Klägerin die von ihr bislang getragenen Kosten für die Nassbaggerung in Höhe von rund 5,4 Mio ATS nicht anteilig auf die (nunmehrigen Wiederaufnahms- und dortigen) Beklagten als Miteigentümer überwälzen, weil die Arbeiten nicht zum klaren und überwiegenden Vorteil der Beklagten geführt hätten, sei doch eine objektive Werterhöhung der Liegenschaft insbesondere infolge Nichterreichens der bescheidmäßig vorgeschriebenen Mindesttiefe des Grundwasserteichs nicht erzielt worden. Ein Regress gemäß § 896 ABGB komme nicht in Betracht, weil der erwähnte Bescheid lediglich eine Bewilligung, nicht jedoch eine Verpflichtung zur Durchführung der Nassbaggerung enthalten habe.

Das Landesgericht Wiener Neustadt als Berufungsgericht bestätigte mit Urteil vom 29. 11. 2002 zu 18 R 273/02d diese Entscheidung, billigte die rechtlichen Erwägungen des Erstgerichts und ergänzte diese dahin, dass die Klägerin zu ihrem Begehren aus dem Titel der Geschäftsführung ohne Auftrag lediglich vorgebracht habe, die Wasserrechtsbehörde habe zugestanden, sich mit den Abweichungen vom Bescheidziel (hinsichtlich der Mindesttiefe des Grundwasserteichs) zufrieden zu geben, ein derartiges Zugeständnis könne aber keine gesicherte Rechtsposition verschaffen. Von einem klaren und überwiegenden Vorteil der Nassbaggerung für die Beklagten könnte allenfalls ausgegangen werden, wenn bescheidmäßig eine Bewilligung der weiteren Nutzung als Bade- und Fischteich erteilt werden sollte.

Am 1. 12. 2003 beantragte die Klägerin die Wiederaufnahme der zitierten Verfahren mit der Begründung, mit Bescheid vom 16. 10. 2003 habe „das Amt der Niederösterreichischen Landesregierung" nunmehr festgestellt, dass die mit dem vorerwähnten Bescheid erteilte „wasserrechtliche Bewilligung hinsichtlich der Nassbaggerung im Wesentlichen projekts- und bedingungsgemäß ausgeführt" worden sei. Damit hätte es in den wiederaufzunehmenden Verfahren zu einer für die Klägerin günstigeren Entscheidung kommen müssen.

Die Beklagten wendeten ein, einerseits sei dieser Bescheid noch nicht rechtskräftig, weil der Drittbeklagte dagegen Berufung erhoben habe, und andererseits werde keine neue Tatsache im Sinne des § 530 Abs 1 Z 7 ZPO geltend gemacht, weil der Bescheid nicht schon zum Zeitpunkt der Vorprozesse vorhanden gewesen sei. Aus diesem Grund sei die Wiederaufnahmsklage nicht nur ab-, sondern zurückzuweisen.

Das Erstgericht wies das Klagebegehren mit der Begründung ab, der Bescheid der Wasserrechtsbehörde vom 16.10.2003 sei noch nicht rechtskräftig und könne daher keinen Wiederaufnahmsgrund darstellen.

Das Berufungsgericht hob das erstinstanzliche Urteil und das ihm vorangegangene Verfahren als nichtig auf und wies die Wiederaufnahmsklage zurück. Es vertrat die Auffassung, nach § 530 Abs 1 Z 7 ZPO müssten die neuen Tatsachen bereits im Hauptprozess vorhanden gewesen sein, was hinsichtlich des Bescheids vom 16. 10. 2003 nicht der Fall sei. Habe aber das Erstgericht trotz Fehlens eines gesetzlichen Wiederaufnahmstatbestands die Wiederaufnahmsklage zugelassen und mit Urteil entschieden, sei das Ersturteil aufzuheben, das Verfahren für nichtig zu erklären und die Klage gemäß §§ 538, 543 ZPO zurückzuweisen.

Der Revisionsrekurs der Klägerin ist zulässig, jedoch nicht berechtigt.

 

Rechtliche Beurteilung

1. Die Zulässigkeit der Wiederaufnahmsklage (auch des Aufhebungsverfahrens) stellt eine vom Gesetzgeber an eng umgrenzte Voraussetzungen geknüpfte Ausnahme von der aus der Rechtskraft der Vorentscheidung abgeleiteten Einmaligkeitswirkung dar. Liegen die hiefür erforderlichen Voraussetzungen nicht vor, ist ein dessen ungeachtet durchgeführtes Verfahren (und zwar auch schon das Aufhebungsverfahren) wegen des darin liegenden Verstoßes gegen die Einmaligkeitswirkung des Vorprozesses nichtig (9 ObA 351/98b; 5 Ob 11/04k). Der Oberste Gerichtshof vertritt daher in ständiger Rechtsprechung die Auffassung, dass das Berufungsgericht aus Anlass einer Berufung das angefochtene Urteil aufzuheben und die Klage - unter Nichtigerklärung des vorangegangenen Verfahrens - zurückzuweisen hat, wenn es zum Ergebnis kommt, dass die Wiederaufnahmsklage, über die das Erstgericht mit Urteil entschieden hat, auf keinen gesetzlichen Anfechtungsgrund gestützt wurde (RIS-Justiz RS0044681).

Verneint bereits das Erstgericht die Zulässigkeit des geltend gemachten Wiederaufnahmsgrundes, weist es die Wiederaufnahmsklage nach § 543 ZPO aber nicht mit Beschluss zurück, sondern geschieht dies mit Urteil, so hat es sich in der Entscheidungsform vergriffen. In Wahrheit liegt dann dennoch ein Beschluss vor, welcher mit Rekurs anzufechten ist (JBl 2000, 193 mwN; RIS-Justiz RS0023346). Das Erstgericht hat mit seiner Begründung, dass kein tauglicher Wiederaufnahmsgrund im Sinne des § 530 Abs 1 Z 7 ZPO vorliegt, die Unschlüssigkeit der Wiederaufnahmsklage wahrgenommen. Das Gericht zweiter Instanz hatte somit als Rekursgericht die „Berufung" als Rekurs zu behandeln. Inhaltlich liegt ein bestätigender Beschluss des Rekursgerichts vor, der gemäß § 528 Abs 2 Z 2 ZPO nicht absolut unanfechtbar ist, weil die Klage ohne Sachentscheidung aus formellen Gründen zurückgewiesen wurde (JBl 2000, 193). Dass das Erstgericht zunächst eine mündliche Verhandlung durchgeführt hat, ändert im Hinblick auf § 543 ZPO nichts an der Erledigungsform (4 Ob 507/89).

Nun hat das Gericht zweiter Instanz unter Bedachtnahme auf die dargestellte Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofs die Wiederaufnahmsklage unter Aufhebung der angefochtenen Entscheidung des Erstgerichts zurückgewiesen und das vorangegangene Verfahren für nichtig erklärt. Erachtet sich aber ein als Rekursgericht angerufenes (bzw anzurufendes) Gericht zweiter Instanz zu einer Nichtigerklärung des Verfahrens unter Zurückweisung der Klage bestimmt, so ist dieser Beschluss wie ein gleichartiger berufungsgerichtlicher Beschluss (§ 519 Abs 1 Z 1 ZPO) anfechtbar, ohne dass die Zulässigkeitsvoraussetzungen nach § 528 ZPO vorliegen müssten (SZ 59/28; EvBl 2001/274; 1 Ob 26/02h; RIS-Justiz RS0043774; E. Kodek in Rechberger ZPO² § 519 Rz 3). Dies gilt auch für die Frage des Streitwerts (vgl RZ 1992/1 mwN; 2 Ob 2260/96h; E. Kodek aaO); insoweit bedarf § 528 Abs 2 ZPO einer berichtigenden Auslegung (SZ 59/28).

Der Revisionsrekurs der Klägerin ist somit zulässig.

2. Es ist ständige Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofs, dass nach § 530 Abs 1 Z 7 ZPO nur solche neuen Tatsachen und Beweismittel zur Wiederaufnahmsklage berechtigen, deren Vorbringen und Benützung im früheren Verfahren eine für die Partei günstigere Entscheidung herbeigeführt haben würde (RIS-Justiz RS0044676). Dabei müssen zwar die neuen Tatsachen bereits im Hauptprozess vorhanden gewesen sein (RIS-Justiz RS0044437), nicht aber auch die neuen Beweismittel (RIS-Justiz RS0044441), sodass auch erst nach Schluss der mündlichen Verhandlung im Hauptprozess entstandene - und nicht nur benutzbar gewordene - Beweismittel taugliche Wiederaufnahmsgründe sein können (MietSlg 32.732 mwN; EvBl 2002/215). Voraussetzung ist dabei allerdings, dass eine bestimmte Tatsache im Hauptprozess zwar behauptet wurde, jedoch nicht bewiesen werden konnte und das neue Beweismittel nunmehr eben den Beweis dieser Tatsache erbringen soll (EvBl 1970/234 uva).

Die Rechtsprechung zu neu entstandenen Beweismitteln hat die Klägerin offensichtlich im Auge, wenn sie den Bescheid vom 16.10.2003 als nunmehr - erstmals - verfügbares Beweismittel und damit tauglichen Wiederaufnahmsgrund darzustellen versucht. Allerdings übersieht die Klägerin dabei, dass bei Beurteilung der Frage, ob eine neue Tatsache (9 ObA 59/01v = RdW 2002, 236) oder ein neues Beweismittel (8 ObA 292/94) in abstracto geeignet gewesen wären, im Hauptprozess eine andere Entscheidung herbeizuführen, von der vom Wiederaufnahmswerber unbekämpft gebliebenen rechtlichen Beurteilung im Hauptprozess auszugehen ist.

Vorliegendenfalls wurde in den wiederaufzunehmenden Verfahren die Rechtsansicht vertreten, ein allfälliges Zugeständnis der Wasserrechtsbehörde, sich mit den Abweichungen vom Bescheidziel (hinsichtlich der Mindesttiefe des Grundwasserteichs) zufrieden zu geben, könne keine gesicherte Rechtsposition verschaffen. Von einem klaren und überwiegenden Vorteil der Nassbaggerung für die Beklagten könnte daher allenfalls (erst) ausgegangen werden, wenn bescheidmäßig eine Bewilligung der weiteren Nutzung als Bade- und Fischteich erteilt werden sollte. Diese Rechtsansicht hat die Klägerin in ihrer Berufung gegen das erstinstanzliche Urteil in den wiederaufzunehmenden Verfahren zwar als „schlicht unrichtig" bezeichnet, habe die Wasserrechtsbehörde die Kollaudierung doch nur deshalb bislang nicht vorgenommen gehabt, weil unter anderem die Beklagten - wahrscheinlich aus Sorge vor Zahlungspflichten für die Kosten der Nassbaggerung - gegen eine solche Maßnahme im Wasserrechtsverfahren aufgetreten seien. Allerdings hat dem das Berufungsgericht in den wiederaufzunehmenden Verfahren zutreffend das Neuerungsverbot nach § 482 ZPO entgegen gehalten, sodass von einer mangelnden Behauptung der angeblichen „Tatsache" auszugehen ist.

Damit stellt der Bescheid vom 16. 10. 2003 aber nicht nur ein neues Beweismittel (nach Schluss der mündlichen Verhandlung im Hauptprozess) dar, sondern handelt es sich dabei inhaltlich auch um eine neue Tatsache selbst (vgl SZ 40/120 zum insofern durchaus vergleichbaren Fall der nachträglichen devisenbehördlichen Genehmigung eines Vertrags). Hat die Klägerin ihre Wiederaufnahmsklage auf keinen gesetzlichen Anfechtungsgrund gestützt, dann war die Klage unter Aufhebung des Ersturteils und Nichtigerklärung des erstinstanzlichen Verfahrens zurückzuweisen.

Dem Revisionsrekurs ist ein Erfolg zu versagen.

Die Entscheidung über die Kosten des Revisionsrekursverfahrens gründet auf §§ 41, 50 ZPO. Einheitswert gebührt gemäß § 23 Abs 3 RATG nur im Ausmaß von 60 %.

Textnummer

E76411

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2005:0010OB00251.04Z.0222.000

Im RIS seit

24.03.2005

Zuletzt aktualisiert am

13.01.2011

Dokumentnummer

JJT_20050222_OGH0002_0010OB00251_04Z0000_000