Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 3Ob43/55 3Ob320/55 7Ob3...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0011633

Geschäftszahl

3Ob43/55; 3Ob320/55; 7Ob338/55; 3Ob497/55; 1Ob560/56; 5Ob42/60; 1Ob231/49; 3Ob313/54; 5Ob6/62; 5Ob297/62; 5Ob37/64; 5Ob41/65; 6Ob406/66; 1Ob60/67; 6Ob138/68 (6Ob142/68); 1Ob92/69; 1Ob16/73; 3Ob62/73; 7Ob49/74; 1Ob615/78; 2Ob609/79; 3Ob610/79; 1Ob7/84; 6Ob666/85; 2Ob527/86; 2Ob515/87; 3Ob139/90 (3Ob1104/90); 8Ob622/91; 7Ob560/94; 1Ob587/95; 7Ob603/94; 8Ob2024/96x; 1Ob14/97h; 6Ob117/97t; 4Ob190/97p; 1Ob112/97w; 10Ob68/98t; 1Ob128/98z; 7Ob286/99f (7Ob294/99g); 8Ob16/00m; 1Ob277/00t; 6Ob255/00v; 7Ob176/01k; 1Ob300/01a; 5Ob270/03x; 4Ob213/04h; 7Ob267/04x; 8Ob165/06g; 2Ob238/08a; 1Ob97/10m; 3Ob208/10z; 6Ob73/13y; 4Ob232/13s; 10Ob5/14d; 3Ob26/17w; 8Ob36/17b; 7Ob71/18v

Entscheidungsdatum

02.02.1955

Norm

ABGB §480
ABGB §1500

Rechtssatz

Für den Begriff der offenkundigen Dienstbarkeit ist es wesentlich, ob man vom dienenden Grundstück aus bei einiger Aufmerksamkeit Einrichtungen oder Vorgänge wahrnehmen kann, die das Bestehen einer Dienstbarkeit vermuten lassen. Unter den Begriff einer derartigen Dienstbarkeit können nur Grunddienstbarkeiten fallen, keineswegs aber persönliche wie das Wohnungsrecht, weil von außen her das Bestehen einer solchen Dienstbarkeit gar nicht wahrgenommen werden kann.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 43/55
    Entscheidungstext OGH 02.02.1955 3 Ob 43/55
    Veröff: SZ 28/30 = EvBl 1956/33
  • 3 Ob 320/55
    Entscheidungstext OGH 22.06.1955 3 Ob 320/55
  • 7 Ob 338/55
    Entscheidungstext OGH 28.09.1955 7 Ob 338/55
  • 3 Ob 497/55
    Entscheidungstext OGH 26.10.1955 3 Ob 497/55
    Ähnlich; nur: Für den Begriff der offenkundigen Dienstbarkeit ist es wesentlich, ob man vom dienenden Grundstück aus bei einiger Aufmerksamkeit Einrichtungen oder Vorgänge wahrnehmen kann, die das Bestehen einer Dienstbarkeit vermuten lassen. (T1)
  • 1 Ob 560/56
    Entscheidungstext OGH 28.11.1956 1 Ob 560/56
  • 5 Ob 42/60
    Entscheidungstext OGH 25.02.1960 5 Ob 42/60
    nur T1
  • 1 Ob 231/49
    Entscheidungstext OGH 05.04.1950 1 Ob 231/49
    Ebenso; Veröff: SZ 23/86
  • 3 Ob 313/54
    Entscheidungstext OGH 23.06.1954 3 Ob 313/54
  • 5 Ob 6/62
    Entscheidungstext OGH 01.03.1962 5 Ob 6/62
    Veröff: RZ 1962,173
  • 5 Ob 297/62
    Entscheidungstext OGH 22.11.1962 5 Ob 297/62
  • 5 Ob 37/64
    Entscheidungstext OGH 02.04.1964 5 Ob 37/64
  • 5 Ob 41/65
    Entscheidungstext OGH 11.03.1965 5 Ob 41/65
  • 6 Ob 406/66
    Entscheidungstext OGH 15.02.1967 6 Ob 406/66
    nur T1
  • 1 Ob 60/67
    Entscheidungstext OGH 13.04.1967 1 Ob 60/67
  • 6 Ob 138/68
    Entscheidungstext OGH 15.05.1968 6 Ob 138/68
    nur T1; Veröff: LwBetr 1970,78
  • 1 Ob 92/69
    Entscheidungstext OGH 29.05.1969 1 Ob 92/69
  • 1 Ob 16/73
    Entscheidungstext OGH 21.02.1973 1 Ob 16/73
  • 3 Ob 62/73
    Entscheidungstext OGH 08.05.1973 3 Ob 62/73
    nur T1
  • 7 Ob 49/74
    Entscheidungstext OGH 04.04.1974 7 Ob 49/74
    nur T1
  • 1 Ob 615/78
    Entscheidungstext OGH 22.05.1978 1 Ob 615/78
  • 2 Ob 609/79
    Entscheidungstext OGH 12.02.1980 2 Ob 609/79
    nur T1; Beisatz: Auch bloße Fahrspuren - im vorliegenden Fall sind immerhin bis zu 20 cm tiefe deutlich sichtbare Fahrrinnen festgestellt - ausreichend. (T2)
  • 3 Ob 610/79
    Entscheidungstext OGH 12.11.1980 3 Ob 610/79
    nur T1
  • 1 Ob 7/84
    Entscheidungstext OGH 02.05.1984 1 Ob 7/84
    Auch; nur T1
  • 6 Ob 666/85
    Entscheidungstext OGH 03.10.1985 6 Ob 666/85
    Auch; nur T1; Beisatz: Auch sichtbare Anlagen. (T3)
  • 2 Ob 527/86
    Entscheidungstext OGH 18.03.1986 2 Ob 527/86
    nur: Unter den Begriff einer derartigen Dienstbarkeit können nur Grunddienstbarkeiten fallen, keineswegs aber persönliche wie das Wohnungsrecht, weil von außen her das Bestehen einer solchen Dienstbarkeit gar nicht wahrgenommen werden kann. (T4)
    Beisatz: Hier: obligatorisches Nutzungsrecht (T5)
  • 2 Ob 515/87
    Entscheidungstext OGH 24.03.1987 2 Ob 515/87
    nur T4; Beis wie T4; Beis wie T5
  • 3 Ob 139/90
    Entscheidungstext OGH 30.01.1991 3 Ob 139/90
    Auch; Beis wie T1; Veröff: ÖBA 1991,597
  • 8 Ob 622/91
    Entscheidungstext OGH 09.04.1992 8 Ob 622/91
    Auch
  • 7 Ob 560/94
    Entscheidungstext OGH 12.10.1994 7 Ob 560/94
    nur T1
  • 1 Ob 587/95
    Entscheidungstext OGH 17.10.1995 1 Ob 587/95
    Vgl aber; Beisatz: Auch Wohnungsdienstbarkeiten können nach den Umständen des Einzelfalles entsprechend den bei der Grunddienstbarkeit herausgebildeten Kriterien offenkundig sein. (T6)
    Veröff: SZ 68/194
  • 7 Ob 603/94
    Entscheidungstext OGH 29.11.1995 7 Ob 603/94
    Auch; nur T4
  • 8 Ob 2024/96x
    Entscheidungstext OGH 14.03.1996 8 Ob 2024/96x
    Auch; Veröff: SZ 69/71
  • 1 Ob 14/97h
    Entscheidungstext OGH 18.03.1997 1 Ob 14/97h
    Vgl aber; Beis wie T6
  • 6 Ob 117/97t
    Entscheidungstext OGH 19.06.1997 6 Ob 117/97t
    nur T1
  • 4 Ob 190/97p
    Entscheidungstext OGH 26.06.1997 4 Ob 190/97p
    Vgl aber
  • 1 Ob 112/97w
    Entscheidungstext OGH 24.06.1997 1 Ob 112/97w
    Vgl aber; nur T5; Beis wie T6
  • 10 Ob 68/98t
    Entscheidungstext OGH 15.12.1998 10 Ob 68/98t
    Vgl auch; Veröff: SZ 71/212
  • 1 Ob 128/98z
    Entscheidungstext OGH 19.01.1999 1 Ob 128/98z
    Vgl aber
  • 7 Ob 286/99f
    Entscheidungstext OGH 23.11.1999 7 Ob 286/99f
    Vgl aber; Beis wie T6; Veröff: SZ 72/192
  • 8 Ob 16/00m
    Entscheidungstext OGH 07.09.2000 8 Ob 16/00m
    Teilweise gegenteilig; Beisatz: Auch bei nicht verbücherten offenkundigen persönlichen beziehungsweise unregelmäßigen Servituten wird der Eintragungsgrundsatz durchbrochen und derjenige, der einen gültigen Titel besitzt, gegen den unbelasteten Erwerb durch einen gutgläubigen Dritten nach § 1500 ABGB geschützt. (T7)
  • 1 Ob 277/00t
    Entscheidungstext OGH 27.02.2001 1 Ob 277/00t
    nur T1; Beisatz: Im Anlassfall steht fest, dass die Fischerei am streitverfangenen Bach samt seinen Zwischengewässern durch den Kläger und seine Rechtsvorgänger schon seit Jahrhunderten aufgrund gültiger Titel ständig ausgeübt wurde. (T8)
    Veröff: SZ 74/33
  • 6 Ob 255/00v
    Entscheidungstext OGH 29.03.2001 6 Ob 255/00v
    nur T1; Veröff: SZ 74/57
  • 7 Ob 176/01k
    Entscheidungstext OGH 31.07.2001 7 Ob 176/01k
    Vgl auch; Beis wie T7
  • 1 Ob 300/01a
    Entscheidungstext OGH 29.01.2002 1 Ob 300/01a
    Auch; nur T1
  • 5 Ob 270/03x
    Entscheidungstext OGH 09.12.2003 5 Ob 270/03x
    Auch; nur T1; Beisatz: Einen derartigen Hinweis liefert auch ein Zugangstor, das bei einer von Wegerechten freien Liegenschaft keine Funktion hätte. (T9)
    Beisatz: In diesem Zusammenhang schadet schon fahrlässige Unkenntnis. (T10)
  • 4 Ob 213/04h
    Entscheidungstext OGH 19.10.2004 4 Ob 213/04h
    nur T1
  • 7 Ob 267/04x
    Entscheidungstext OGH 15.12.2004 7 Ob 267/04x
    Auch; nur T1
  • 8 Ob 165/06g
    Entscheidungstext OGH 22.02.2007 8 Ob 165/06g
    Vgl auch
  • 2 Ob 238/08a
    Entscheidungstext OGH 29.04.2009 2 Ob 238/08a
    nur T1; Vgl aber hinsichtlich nur T4; Vgl Beis wie T6
  • 1 Ob 97/10m
    Entscheidungstext OGH 06.07.2010 1 Ob 97/10m
    nur T1
  • 3 Ob 208/10z
    Entscheidungstext OGH 23.02.2011 3 Ob 208/10z
    nur T4
  • 6 Ob 73/13y
    Entscheidungstext OGH 08.05.2013 6 Ob 73/13y
    nur T1; Beisatz: In jüngerer Zeit hat die Rechtsprechung im Einzelfall auch die Offenkundigkeit von persönlichen Dienstbarkeiten wie Wohnungsdienstbarkeiten bejaht. (T11)
    Beisatz: Hier: Fruchtgenussrecht an einem Garagenstellplatz. (T12)
  • 4 Ob 232/13s
    Entscheidungstext OGH 17.02.2014 4 Ob 232/13s
    Vgl; nur T1; Beis wie T9
  • 10 Ob 5/14d
    Entscheidungstext OGH 25.02.2014 10 Ob 5/14d
    nur T1; Beis wie T2
  • 3 Ob 26/17w
    Entscheidungstext OGH 07.06.2017 3 Ob 26/17w
    nur T1
  • 8 Ob 36/17b
    Entscheidungstext OGH 25.10.2017 8 Ob 36/17b
    Auch; nur T1
  • 7 Ob 71/18v
    Entscheidungstext OGH 20.06.2018 7 Ob 71/18v
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1955:RS0011633

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

06.08.2018

Dokumentnummer

JJR_19550202_OGH0002_0030OB00043_5500000_001

Rechtssatz für 3Ob497/55 7Ob308/57 5Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0011676

Geschäftszahl

3Ob497/55; 7Ob308/57; 5Ob298/59; 5Ob11/62; 5Ob378/63; 5Ob37/64; 5Ob41/65; 6Ob406/66; 6Ob138/68 (6Ob142/68); 3Ob62/73; 2Ob229/73 (2Ob230/73); 7Ob74/74; 7Ob512/76; 3Ob553/77; 1Ob646/77; 1Ob615/78; 7Ob569/79; 1Ob13/79; 2Ob609/79; 1Ob7/80; 3Ob610/79; 3Ob631/79; 4Ob524/80; 3Ob535/80; 1Ob513/82; 6Ob844/81; 1Ob1/84; 1Ob38/84; 6Ob666/85; 2Ob525/90; 1Ob587/92 (1Ob588/92); 5Ob563/93; 2Ob570/94; 7Ob560/94; 8Ob1610/95 (8Ob1611/95); 10Ob2470/96z; 1Ob112/97w; 4Ob266/97i; 9Ob167/97t; 6Ob80/98b; 6Ob79/98f; 10Ob68/98t; 7Ob209/98f; 2Ob48/97s; 1Ob150/99m; 10Ob291/99p; 7Ob127/00b; 9Ob26/00i; 5Ob283/00d; 7Ob176/01k; 2Ob232/01h; 7Ob241/02w; 7Ob160/02h; 7Ob95/03a; 6Ob323/02x; 5Ob270/03x; 4Ob96/04b; 7Ob267/04x; 10Ob54/05x; 1Ob50/06v; 9Ob122/06s; 8Ob138/07p; 1Ob241/08k; 5Ob58/09d; 2Ob11/10x; 9Ob46/10w; 8Ob67/11b; 6Ob73/13y; 10Ob5/14d; 5Ob27/14b; 2Ob171/14g; 1Ob92/15h; 1Ob50/16h; 1Ob129/16a; 8Ob101/17m; 1Ob188/17d; 8Ob36/17b

Entscheidungsdatum

26.10.1955

Norm

ABGB §480
ABGB §481
ABGB §1463
ABGB §1500

Rechtssatz

Berufung auf die Gutgläubigkeit bei Erwerb einer Liegenschaft hinsichtlich Freiheit von Dienstbarkeiten ist nur möglich, wenn keine Umstände vorliegen, die bei gehöriger Aufmerksamkeit den wahren vom Grundbuchsstand abweichenden Sachverhalt erkennen lassen.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 497/55
    Entscheidungstext OGH 26.10.1955 3 Ob 497/55
  • 7 Ob 308/57
    Entscheidungstext OGH 04.09.1957 7 Ob 308/57
  • 5 Ob 298/59
    Entscheidungstext OGH 02.09.1959 5 Ob 298/59
  • 5 Ob 11/62
    Entscheidungstext OGH 18.01.1962 5 Ob 11/62
    Veröff: RZ 1962,83
  • 5 Ob 378/63
    Entscheidungstext OGH 12.12.1963 5 Ob 378/63
  • 5 Ob 37/64
    Entscheidungstext OGH 02.04.1964 5 Ob 37/64
  • 5 Ob 41/65
    Entscheidungstext OGH 11.03.1965 5 Ob 41/65
  • 6 Ob 406/66
    Entscheidungstext OGH 15.02.1967 6 Ob 406/66
    Beisatz: Wenn sich aus den besonderen Umständen Bedenken gegen die Vollständigkeit des Grundbuchstandes ergeben, müssen auch Nachforschungen vorgenommen werden (vergleiche RZ 1962,83). (T1)
  • 6 Ob 138/68
    Entscheidungstext OGH 15.05.1968 6 Ob 138/68
    Beis wie T1; Veröff: LwBetr 1970,78
  • 3 Ob 62/73
    Entscheidungstext OGH 08.05.1973 3 Ob 62/73
    Beis wie T1
  • 2 Ob 229/73
    Entscheidungstext OGH 14.03.1974 2 Ob 229/73
    Beisatz: Kenntnis des Titelgeschäftes allein schadet nicht. (T2) Veröff: SZ 47/29
  • 7 Ob 74/74
    Entscheidungstext OGH 09.05.1974 7 Ob 74/74
    Beis wie T1
  • 7 Ob 512/76
    Entscheidungstext OGH 04.03.1976 7 Ob 512/76
    Beis wie T1; Veröff: JBl 1976,642 = NZ 1978,110
  • 3 Ob 553/77
    Entscheidungstext OGH 21.06.1977 3 Ob 553/77
    Vgl auch
  • 1 Ob 646/77
    Entscheidungstext OGH 14.09.1977 1 Ob 646/77
    Beis wie T1
  • 1 Ob 615/78
    Entscheidungstext OGH 22.05.1978 1 Ob 615/78
    Beis wie T2; Beisatz: Unter Auseinandersetzung mit Schilcher und Holzer, JBl 1974,454 (T3)
  • 7 Ob 569/79
    Entscheidungstext OGH 28.03.1979 7 Ob 569/79
  • 1 Ob 13/79
    Entscheidungstext OGH 16.05.1979 1 Ob 13/79
  • 2 Ob 609/79
    Entscheidungstext OGH 12.02.1980 2 Ob 609/79
    Beisatz: Auch bloße Fahrspuren - im vorliegenden Fall sind immerhin bis zu 20 cm tiefe deutlich sichtbare Fahrrinnen festgestellt - ausreichend. (T4)
  • 1 Ob 7/80
    Entscheidungstext OGH 30.04.1980 1 Ob 7/80
  • 3 Ob 610/79
    Entscheidungstext OGH 12.11.1980 3 Ob 610/79
  • 3 Ob 631/79
    Entscheidungstext OGH 21.01.1981 3 Ob 631/79
    Veröff: JBl 1982,32 (Anm v Iro)
  • 4 Ob 524/80
    Entscheidungstext OGH 17.02.1981 4 Ob 524/80
    Beis wie T1
  • 3 Ob 535/80
    Entscheidungstext OGH 11.03.1981 3 Ob 535/80
    Auch; Beis wie T1; Veröff: MietSlg 33040
  • 1 Ob 513/82
    Entscheidungstext OGH 31.03.1982 1 Ob 513/82
    Vgl auch; Veröff: SZ 55/46
  • 6 Ob 844/81
    Entscheidungstext OGH 12.05.1982 6 Ob 844/81
    Beisatz: Der gute Glaube muss sowohl im Zeitpunkt des Erwerbsgeschäftes als auch des Ansuchens um Einverleibung gegeben sein. (T5)
  • 1 Ob 1/84
    Entscheidungstext OGH 22.02.1984 1 Ob 1/84
    Auch; Beis wie T1; Veröff: SZ 57/38 = NZ 1987,22 (Hofmeister)
  • 1 Ob 38/84
    Entscheidungstext OGH 17.04.1985 1 Ob 38/84
    Beis wie T1
  • 6 Ob 666/85
    Entscheidungstext OGH 03.10.1985 6 Ob 666/85
    Auch; Beis wie T1
  • 2 Ob 525/90
    Entscheidungstext OGH 28.03.1990 2 Ob 525/90
    Auch; Beis wie T1
  • 1 Ob 587/92
    Entscheidungstext OGH 15.12.1992 1 Ob 587/92
    Auch; Beisatz: Selbst fahrlässige Unkenntnis wird nicht geschützt. (T6)
  • 5 Ob 563/93
    Entscheidungstext OGH 23.11.1993 5 Ob 563/93
    Vgl auch; Beis wie T1; Veröff: SZ 66/152
  • 2 Ob 570/94
    Entscheidungstext OGH 01.09.1994 2 Ob 570/94
    Auch; Beis wie T1
  • 7 Ob 560/94
    Entscheidungstext OGH 12.10.1994 7 Ob 560/94
    Auch; Beis wie T6
  • 8 Ob 1610/95
    Entscheidungstext OGH 08.02.1996 8 Ob 1610/95
    Auch; Beis wie T6
  • 10 Ob 2470/96z
    Entscheidungstext OGH 15.04.1997 10 Ob 2470/96z
    Vgl auch
  • 1 Ob 112/97w
    Entscheidungstext OGH 24.06.1997 1 Ob 112/97w
    Auch
  • 4 Ob 266/97i
    Entscheidungstext OGH 23.09.1997 4 Ob 266/97i
    Vgl auch; Beis wie T1; Veröff: SZ 70/185
  • 9 Ob 167/97t
    Entscheidungstext OGH 05.11.1997 9 Ob 167/97t
    Vgl aber; Beisatz: Die Zusage des Freiseins von Servituten verpflichtet selbst dann, wenn diese offenkundig sind, zur Gewährleistung. (T7)
  • 6 Ob 80/98b
    Entscheidungstext OGH 10.09.1998 6 Ob 80/98b
    Beis wie T1
  • 6 Ob 79/98f
    Entscheidungstext OGH 18.12.1998 6 Ob 79/98f
    Auch; Beisatz: Dieser für den derrivativen Eigentumserwerb geltende Grundsatz hat auch für den Eigentumserwerb durch Zuschlag im Zwangsversteigerungsverfahren (§ 237 Abs 1 EO), der ja ebenfalls eine Ausnahme vom Eintragungsgrundsatz darstellt, Gültigkeit. (T8); Veröff: SZ 71/214
  • 10 Ob 68/98t
    Entscheidungstext OGH 15.12.1998 10 Ob 68/98t
    Auch; Beis wie T6; Veröff: SZ 71/212
  • 7 Ob 209/98f
    Entscheidungstext OGH 28.04.1999 7 Ob 209/98f
    Vgl auch; Beisatz: Die Gutgläubigkeit des Erwerbers einer Liegenschaft ist ausgeschlossen, wenn er in schuldhafter Weise Indizien für das Abweichen des Grundbuchsstandes von der tatsächlichen Rechtslage ignoriert. Es genügt hiebei leichte Fahrlässigkeit. Der Umfang der Sorgfaltspflicht bestimmt sich nach der Verkehrsübung. (T9)
  • 2 Ob 48/97s
    Entscheidungstext OGH 20.05.1999 2 Ob 48/97s
    Vgl auch; Beisatz: Der Vertrauensgrundsatz kommt dem nicht zugute, der bei gehöriger Aufmerksamkeit die Abweichung des Buchstandes von der wahren Rechtslage erkennen konnte; fahrlässige Unkenntnis wird nicht geschützt. (T10)
  • 1 Ob 150/99m
    Entscheidungstext OGH 14.01.2000 1 Ob 150/99m
    Vgl auch; Beisatz: Nachforschungen über die Richtigkeit des Grundbuchsstands sind vom Ersteher nur bei Vorliegen besonderer, von dem Umständen des Einzelfalls abhängender Gegebenheiten zu verlangen. Nur wer in Kenntnis einer nicht völlig geklärten Rechtslage eine Liegenschaft erwirbt, kann sich weder allein auf den Grundbuchsstand noch auf die Behauptung der Lastenfreiheit durch den Voreigentümer berufen, sondern hat zumutbare Nachforschungen anzustellen. (T11) Beisatz: Der gute Glaube muss sowohl im Zeitpunkt des Vertragsabschlusses als auch im Zeitpunkt des Ansuchens um Einverleibung gegeben sein. Die nachträgliche Kenntnis der Rechte eines Dritten ist daher grundsätzlich ohne Bedeutung. (T12)
  • 10 Ob 291/99p
    Entscheidungstext OGH 25.01.2000 10 Ob 291/99p
    Vgl auch; Beis wie T1; Beis wie T9
  • 7 Ob 127/00b
    Entscheidungstext OGH 14.06.2000 7 Ob 127/00b
    Auch
  • 9 Ob 26/00i
    Entscheidungstext OGH 12.07.2000 9 Ob 26/00i
    Auch; Beis wie T5; Beis wie T6; Beis wie T10
  • 5 Ob 283/00d
    Entscheidungstext OGH 21.11.2000 5 Ob 283/00d
    Vgl auch; Beis wie T11; Beisatz: Hier: Keine Offenkundigkeit des Servitutsrechts der Klägerin, weil sichtbare Anlagen und Einrichtungen auf der Liegenschaft wie ein Privatweg und Abstellplätze mehreren Berechtigten zur Verfügung standen und von diesen auch genützt wurden, und die Erwerber, die von diesen Rechten Kenntnis hatten, erst durch Nachforschung der Zulassungsbesitzer der einzelnen Fahrzeuge eine Rechtsausübung auch durch die Klägerin in Erfahrung hätten bringen können. (T13)
  • 7 Ob 176/01k
    Entscheidungstext OGH 31.07.2001 7 Ob 176/01k
    Auch
  • 2 Ob 232/01h
    Entscheidungstext OGH 02.10.2001 2 Ob 232/01h
    Vgl auch; Beis wie T5
  • 7 Ob 241/02w
    Entscheidungstext OGH 13.11.2002 7 Ob 241/02w
    Auch
  • 7 Ob 160/02h
    Entscheidungstext OGH 11.12.2002 7 Ob 160/02h
    Vgl auch; Beis wie T12
  • 7 Ob 95/03a
    Entscheidungstext OGH 07.05.2003 7 Ob 95/03a
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T9
  • 6 Ob 323/02x
    Entscheidungstext OGH 11.09.2003 6 Ob 323/02x
    Auch; Beis wie T11; Beis wie T8
  • 5 Ob 270/03x
    Entscheidungstext OGH 09.12.2003 5 Ob 270/03x
    Auch; Beis ähnlich wie T1; Beis ähnlich wie T6; Beisatz: Einen derartigen Hinweis liefert auch ein Zugangstor, das bei einer von Wegerechten freien Liegenschaft keine Funktion hätte. (T14)
  • 4 Ob 96/04b
    Entscheidungstext OGH 04.05.2004 4 Ob 96/04b
    Auch; Beisatz: Hier: Markierter Wanderweg. (T15); Veröff: SZ 2004/71
  • 7 Ob 267/04x
    Entscheidungstext OGH 15.12.2004 7 Ob 267/04x
    Auch
  • 10 Ob 54/05x
    Entscheidungstext OGH 28.06.2005 10 Ob 54/05x
    Vgl auch; Beis wie T1; Beis wie T5
  • 1 Ob 50/06v
    Entscheidungstext OGH 16.05.2006 1 Ob 50/06v
    Vgl auch; Beisatz: Auch wenn bei der Beurteilung des gutgläubigen lastenfreien Erwerbs die Sorgfaltsanforderungen an den Erwerber nicht überspannt werden dürfen, darf er doch die Augen nicht vor klaren Hinweisen auf das Bestehen beziehungsweise den Umfang einer Servitut verschließen, sofern er Kenntnis von Tatsachen erlangt, die auf eine Belastung der Liegenschaft schließen lassen. (T16)
  • 9 Ob 122/06s
    Entscheidungstext OGH 28.11.2007 9 Ob 122/06s
    Vgl auch
  • 8 Ob 138/07p
    Entscheidungstext OGH 16.01.2008 8 Ob 138/07p
    Vgl auch; Beis wie T11 nur: Wer in Kenntnis einer nicht völlig geklärten Rechtslage eine Liegenschaft erwirbt, kann sich weder allein auf den Grundbuchsstand noch auf die Behauptung der Lastenfreiheit durch den Voreigentümer berufen, sondern hat zumutbare Nachforschungen anzustellen. (T17)
    Beisatz: Der Erwerber der mit einer Dienstbarkeit belasteten Liegenschaft muss damit rechnen, dass die Servitut entgegen dem Grundbuchseintrag nachträglich erweitert wurde. (T18)
  • 1 Ob 241/08k
    Entscheidungstext OGH 16.12.2008 1 Ob 241/08k
    Vgl auch; Beisatz: Gutgläubigkeit ist schon bei leichter Fahrlässigkeit ausgeschlossen. Besondere Nachforschungspflichten bestehen insbesondere bei indiziertem Verdacht, dass die tatsächlichen Besitzverhältnisse nicht dem Buchstand entsprechen. (T19)
  • 5 Ob 58/09d
    Entscheidungstext OGH 09.06.2009 5 Ob 58/09d
    Auch; Beisatz: Bei der Anwendung des § 1500 ABGB stellt sich die Frage nach der Schutzwürdigkeit des Vertrauens in die Vollständigkeit des Grundbuchs. (T20)
  • 2 Ob 11/10x
    Entscheidungstext OGH 11.11.2010 2 Ob 11/10x
    Vgl; Auch Beis wie T19; Veröff: SZ 2010/142
  • 9 Ob 46/10w
    Entscheidungstext OGH 27.04.2011 9 Ob 46/10w
    Auch; Beis wie T10
  • 8 Ob 67/11b
    Entscheidungstext OGH 24.10.2011 8 Ob 67/11b
    Auch; Beis wie T6
  • 6 Ob 73/13y
    Entscheidungstext OGH 08.05.2013 6 Ob 73/13y
    Beis ähnlich wie T19
  • 10 Ob 5/14d
    Entscheidungstext OGH 25.02.2014 10 Ob 5/14d
    Auch; Beis wie T13
  • 5 Ob 27/14b
    Entscheidungstext OGH 04.09.2014 5 Ob 27/14b
  • 2 Ob 171/14g
    Entscheidungstext OGH 09.04.2015 2 Ob 171/14g
    Vgl auch; Beis wie T4; Beis wie T9
  • 1 Ob 92/15h
    Entscheidungstext OGH 21.05.2015 1 Ob 92/15h
    Vgl auch; Beis wie T17; Beis wie T19
  • 1 Ob 50/16h
    Entscheidungstext OGH 31.03.2016 1 Ob 50/16h
    Beis wie T11; Beis wie T16
  • 1 Ob 129/16a
    Entscheidungstext OGH 20.12.2016 1 Ob 129/16a
    Vgl aber; Beis wie T7; Beisatz: Auf § 928 erster Satz ABGB kann sich der Erwerber nicht berufen, weil auch ein in die Augen fallender Zustand des Kaufobjekts im Falle einer ausdrücklichen Zusage der Lastenfreiheit die Gewährleistungspflicht nicht aufhebt; in einem solchen Fall kann sich der Erwerber ja auf die Zusage des Veräußerers verlassen und von einer näheren Prüfung des Objekts Abstand nehmen. (T21)
  • 8 Ob 101/17m
    Entscheidungstext OGH 25.10.2017 8 Ob 101/17m
    Beis wie T1; Beis wie T6
  • 1 Ob 188/17d
    Entscheidungstext OGH 15.11.2017 1 Ob 188/17d
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T12; Beisatz: Maßgeblicher Beurteilungszeitpunkt für das Vorliegen von gutem Glauben ist jener des Eigentumserwerbs, weshalb sogar die nachträgliche positive Kenntnis vom Bestehen der Dienstbarkeit nicht mehr schaden kann. (T22)
  • 8 Ob 36/17b
    Entscheidungstext OGH 25.10.2017 8 Ob 36/17b
    Beis wie T9; Beis wie T17; Beisatz: Dies gilt nicht nur für - regelmäßig durch Ersitzung - bereits endgültig erworbene dingliche Rechte, sondern auch für vertraglich eingeräumte Dienstbarkeiten, sofern diese nach dem Vertragswillen der Partner des Bestellungsvertrags dinglich wirken sollen. (T23)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1955:RS0011676

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

08.01.2018

Dokumentnummer

JJR_19551026_OGH0002_0030OB00497_5500000_001

Rechtssatz für 5Ob272/73 (5Ob14/74) 4Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0010184

Geschäftszahl

5Ob272/73 (5Ob14/74); 4Ob551/75; 5Ob505/76; 7Ob549/77 (7Ob550/77); 6Ob550/77; 1Ob631/77; 7Ob703/78; 7Ob603/79; 1Ob7/80; 3Ob618/81; 1Ob513/82; 4Ob574/82; 3Ob586/83; 1Ob31/88; 1Ob597/89; 5Ob508/91; 1Ob508/92 (1Ob509/92); 8Ob645/93; 1Ob598/95; 5Ob2090/96f; 1Ob382/97a; 6Ob158/99z; 2Ob280/00s; 7Ob269/00k; 5Ob324/00h; 6Ob246/01x; 1Ob67/02p; 6Ob312/03f; 7Ob267/04x; 3Ob103/05a; 1Ob41/08y; 5Ob36/10w; 1Ob89/10k; 3Ob181/10d; 1Ob202/13g; 6Ob235/13x; 7Ob27/14t; 1Ob74/14k; 4Ob167/14h; 8Ob38/14t; 8Ob96/14x; 10Ob11/15p; 9Ob16/15s; 9Ob57/15w; 10Ob101/15y; 1Ob38/16v; 3Ob54/16m; 2Ob74/16w; 4Ob49/16h; 1Ob226/16s; 4Ob78/17z; 3Ob216/18p

Entscheidungsdatum

23.01.1974

Norm

ABGB §326 A
ABGB §1463
ABGB §1477

Rechtssatz

Der für die Ersitzung erforderliche gute Glauben fällt weg, wenn der Besitzer entweder positiv Kenntnis erlangt, dass sein Besitz nicht rechtmäßig ist, oder wenn er zumindest solche Umstände erfährt, die zu Zweifeln an der Rechtmäßigkeit eines Besitzes Anlass geben (SZ 27/284, EvBl 1962/265).

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 272/73
    Entscheidungstext OGH 23.01.1974 5 Ob 272/73
  • 4 Ob 551/75
    Entscheidungstext OGH 23.09.1975 4 Ob 551/75
  • 5 Ob 505/76
    Entscheidungstext OGH 03.02.1976 5 Ob 505/76
  • 7 Ob 549/77
    Entscheidungstext OGH 14.04.1977 7 Ob 549/77
    Veröff: SZ 50/53 = EvBl 1978/25 S 95 = JBl 1978,144 (mit Anmerkung von König)
  • 6 Ob 550/77
    Entscheidungstext OGH 16.06.1977 6 Ob 550/77
    Veröff: SZ 50/91 = JBl 1978,148 (mit zustimmender Anmerkung von Sprung)
  • 1 Ob 631/77
    Entscheidungstext OGH 06.07.1977 1 Ob 631/77
    Ähnlich
  • 7 Ob 703/78
    Entscheidungstext OGH 19.10.1978 7 Ob 703/78
  • 7 Ob 603/79
    Entscheidungstext OGH 13.09.1979 7 Ob 603/79
    Ähnlich
  • 1 Ob 7/80
    Entscheidungstext OGH 30.04.1980 1 Ob 7/80
  • 3 Ob 618/81
    Entscheidungstext OGH 20.01.1982 3 Ob 618/81
    Auch
  • 1 Ob 513/82
    Entscheidungstext OGH 31.03.1982 1 Ob 513/82
    Veröff: SZ 55/46
  • 4 Ob 574/82
    Entscheidungstext OGH 14.12.1982 4 Ob 574/82
    Beisatz: Hiefür kann auch schon die Mitteilung des Rechtsstandpunktes des (Miteigentümers) Eigentümers der Sache hinreichen (JBl 1978,257). (T1)
  • 3 Ob 586/83
    Entscheidungstext OGH 29.06.1983 3 Ob 586/83
  • 1 Ob 31/88
    Entscheidungstext OGH 11.10.1988 1 Ob 31/88
  • 1 Ob 597/89
    Entscheidungstext OGH 14.05.1989 1 Ob 597/89
    Auch
  • 5 Ob 508/91
    Entscheidungstext OGH 22.03.1991 5 Ob 508/91
  • 1 Ob 508/92
    Entscheidungstext OGH 18.03.1992 1 Ob 508/92
    Auch; Beisatz: Ferner wenn sein Besitz vom Eigentümer des dienenden Gutes für sich in Anspruch genommen wird. (T2)
  • 8 Ob 645/93
    Entscheidungstext OGH 24.05.1995 8 Ob 645/93
  • 1 Ob 598/95
    Entscheidungstext OGH 29.08.1995 1 Ob 598/95
    Auch
  • 5 Ob 2090/96f
    Entscheidungstext OGH 16.04.1996 5 Ob 2090/96f
    Beis wie T1
  • 1 Ob 382/97a
    Entscheidungstext OGH 15.12.1997 1 Ob 382/97a
  • 6 Ob 158/99z
    Entscheidungstext OGH 29.03.2000 6 Ob 158/99z
    Vgl auch; Beisatz: Aus dem Umstand, dass sich im Grundbuchsbeschluss kein Hinweis auf eine Servitut an diesem Weg findet, lässt sich nicht ohne weiters der Schluss ziehen, dass ein Weg ohne Berechtigung in Anspruch genommen wird, wurde doch das Wegerecht bereits seit vielen Jahren unbeanstandet ausgeübt. (T3)
  • 2 Ob 280/00s
    Entscheidungstext OGH 25.10.2000 2 Ob 280/00s
    Auch; Beis wie T1
  • 7 Ob 269/00k
    Entscheidungstext OGH 23.01.2001 7 Ob 269/00k
  • 5 Ob 324/00h
    Entscheidungstext OGH 15.05.2001 5 Ob 324/00h
    Vgl; Beisatz: Hier: Gutgläubiger Pfandrechtserwerb. (T4)
    Beisatz: Die Fahrlässigkeit schließt den guten Glauben aus. (T5)
    Beisatz: Der Umfang der Sorgfaltspflicht bestimmt sich nach der Verkehrsübung und nach konkreten Verdachtsmomenten. Bei einer noch nicht rechtskräftigen Voreintragung ist wegen der Gefahr einer Anmerkung nach § 63 Abs 1 GBG besondere Vorsicht geboten. Eine Streitanmerkung nach den §§ 69, 70 GBG schließt den guten Glauben stets aus. (T6)
  • 6 Ob 246/01x
    Entscheidungstext OGH 08.11.2001 6 Ob 246/01x
    Auch
  • 1 Ob 67/02p
    Entscheidungstext OGH 11.06.2002 1 Ob 67/02p
    Vgl auch; Beisatz: Hier war der beschränkt geschäftsfähige Beklagte, der über die wahren Eigentumsverhältnisse immer Bescheid wusste, zu keiner Zeit redlicher Ersitzungsbesitzer, weil ihm nach dem bei ihm vorauszusetzenden Einsichtsvermögen immer klar sein musste, dass die von ihm als Geschenkgeber bezeichnete Person eine fremde Sachen nicht habe verschenken können und es so an einem Rechtsgrund für den Eigentumserwerb mangelt, was keiner feinen juristischen Unterscheidung bedurfte. (T7)
    Beisatz: Wer positiv weiß, welche Umstände einer Ersitzung des Eigentumsrechts entgegenstehen, kann mangelnde Fahrlässigkeit als Voraussetzung redlichen Ersitzungsbesitzes schon allein deshalb nicht für sich ins Treffen führen. (T8)
    Veröff: SZ 2002/81
  • 6 Ob 312/03f
    Entscheidungstext OGH 04.03.2004 6 Ob 312/03f
  • 7 Ob 267/04x
    Entscheidungstext OGH 15.12.2004 7 Ob 267/04x
  • 3 Ob 103/05a
    Entscheidungstext OGH 30.06.2005 3 Ob 103/05a
  • 1 Ob 41/08y
    Entscheidungstext OGH 06.05.2008 1 Ob 41/08y
    Auch; Beisatz: Hier: Keine Redlichkeit der Besitzausübung durch die Wegbenützer ab dem Aufstellen einer Hinweistafel „Privatbesitz - Durchgang bis auf Widerruf gestattet". (T9)
    Beisatz: „Scheinservitut" (T10)
    Beisatz: Maßgeblich ist, ob ein durchschnittlicher Verkehrsteilnehmer die in seiner Ausübungshandlung liegende Rechtsverletzung erkennen hätte können. (T11)
  • 5 Ob 36/10w
    Entscheidungstext OGH 27.05.2010 5 Ob 36/10w
  • 1 Ob 89/10k
    Entscheidungstext OGH 06.07.2010 1 Ob 89/10k
    Beisatz: Entscheidend für die Beurteilung der Redlichkeit ist ausschließlich die Rechtsausübung im Verhältnis zum Ersitzungsgegner. (T12)
  • 3 Ob 181/10d
    Entscheidungstext OGH 14.12.2010 3 Ob 181/10d
  • 1 Ob 202/13g
    Entscheidungstext OGH 19.12.2013 1 Ob 202/13g
    Auch; Beis wie T2
  • 6 Ob 235/13x
    Entscheidungstext OGH 23.01.2014 6 Ob 235/13x
    Beis wie T11; Beisatz: Die Beurteilung der Frage, ob in einem bestimmten Fall die konkret zu berücksichtigenden Umstände die Qualifikation des Verhaltens des Besitzers als redlich oder unredlich fordern, hängt von den konkreten Umständen des Einzelfalls ab und stellt daher regelmäßig keine erhebliche Rechtsfrage im Sinne des § 502 Abs 1 ZPO dar. (T13)
  • 7 Ob 27/14t
    Entscheidungstext OGH 19.03.2014 7 Ob 27/14t
  • 1 Ob 74/14k
    Entscheidungstext OGH 22.05.2014 1 Ob 74/14k
    Vgl; Beis wie T7; Beis wie T8; Beis wie T13
  • 4 Ob 167/14h
    Entscheidungstext OGH 21.10.2014 4 Ob 167/14h
    Beis wie T13; Beisatz: Dies trifft insbesondere auf die Frage zu, inwieweit Umstände geeignet sind, beim Erwerber dahingehende Zweifel hervorzurufen. (T14)
  • 8 Ob 38/14t
    Entscheidungstext OGH 30.10.2014 8 Ob 38/14t
    Vgl; Beis wie T13
  • 8 Ob 96/14x
    Entscheidungstext OGH 23.01.2015 8 Ob 96/14x
    Beis wie T13; Beisatz: Kein unterschiedlicher Sorgfaltsmaßstab für den guten Glauben zur Ersitzung beweglicher bzw unbeweglicher Güter. (T15)
  • 10 Ob 11/15p
    Entscheidungstext OGH 24.03.2015 10 Ob 11/15p
    Vgl auch; Beis wie T13; Veröff: SZ 2015/31
  • 9 Ob 16/15s
    Entscheidungstext OGH 29.04.2015 9 Ob 16/15s
    Beis wie T13
  • 9 Ob 57/15w
    Entscheidungstext OGH 28.10.2015 9 Ob 57/15w
    Beis wie T11; Beisatz: Die Redlichkeit fällt grundsätzlich weg, wenn der Ersitzungsgegner im Falle einer behaupteten Wegeservitut die Benutzung des Wegs von bestimmten Bedingungen abhängig gemacht hat. So ergibt sich etwa aus einer Hinweistafel mit der (oder einer inhaltsgleichen) Aufschrift „Durchgang bis auf Widerruf gestattet“, dass die Nutzungsbefugnis ermöglicht wurde, nicht aber die Begründung eines Rechts des dadurch Begünstigten. (T16)
  • 10 Ob 101/15y
    Entscheidungstext OGH 22.02.2016 10 Ob 101/15y
    Beis wie T13; Beis wie T14
  • 1 Ob 38/16v
    Entscheidungstext OGH 31.03.2016 1 Ob 38/16v
    Beis wie T13
  • 3 Ob 54/16m
    Entscheidungstext OGH 27.04.2016 3 Ob 54/16m
    Auch; Beis wie T13
  • 2 Ob 74/16w
    Entscheidungstext OGH 05.08.2016 2 Ob 74/16w
    Auch; Beis wie T14; Beisatz: Hier: Auslegung des Übergabevertrags (insbesondere die Klausel zur Zaunerrichtung) musste zumindest Zweifel an der Rechtmäßigkeit des Besitzes erwecken. (T17)
  • 4 Ob 49/16h
    Entscheidungstext OGH 30.08.2016 4 Ob 49/16h
    Auch; Beisatz: Ein Verbotsschild schließt zwar in der Regel den guten Glauben an die Rechtmäßigkeit der Rechtsausübung aus. Eine andere Beurteilung kann jedoch im Einzelfall dann angebracht sein, wenn der Eigentümer in Kenntnis der verbotswidrigen Benutzung diese jahrzehntelang unbeanstandet hinnimmt. (T18)
    Beis wie T11; Beis wie T13
  • 1 Ob 226/16s
    Entscheidungstext OGH 20.12.2016 1 Ob 226/16s
    Auch
  • 4 Ob 78/17z
    Entscheidungstext OGH 27.07.2017 4 Ob 78/17z
    Auch
  • 3 Ob 216/18p
    Entscheidungstext OGH 19.12.2018 3 Ob 216/18p

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1974:RS0010184

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

05.02.2019

Dokumentnummer

JJR_19740123_OGH0002_0050OB00272_7300000_001

Rechtssatz für 6Ob550/77 4Ob519/78 3Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0010298

Geschäftszahl

6Ob550/77; 4Ob519/78; 3Ob631/79; 6Ob312/03f; 7Ob267/04x; 1Ob41/08y

Entscheidungsdatum

16.06.1977

Norm

ABGB §337
ABGB §479
ABGB §1460
ABGB §1463
ABGB §1477

Rechtssatz

Zur Ersitzung der Dienstbarkeit der Skiabfahrt zu Gunsten einer Gemeinde ist der gute Glaube der Machthaber der Gemeinde (§ 337 ABGB) während der gesamten Ersitzungszeit erforderlich.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 550/77
    Entscheidungstext OGH 16.06.1977 6 Ob 550/77
    Veröff: SZ 50/91 = JBl 1978,148 (mit Zustimmung v. Sprung)
  • 4 Ob 519/78
    Entscheidungstext OGH 25.04.1978 4 Ob 519/78
    Auch; Beisatz: Guter Glaube des Touristenpublikums genügt nicht. (T1) Veröff: EvBl 1978/165 S 519
  • 3 Ob 631/79
    Entscheidungstext OGH 21.01.1981 3 Ob 631/79
    Vgl auch; Beisatz: Wegdienstbarkeit (T2)
  • 6 Ob 312/03f
    Entscheidungstext OGH 04.03.2004 6 Ob 312/03f
  • 7 Ob 267/04x
    Entscheidungstext OGH 15.12.2004 7 Ob 267/04x
    Auch; Beisatz: Hier: Pfarrgemeinde. (T3)
  • 1 Ob 41/08y
    Entscheidungstext OGH 06.05.2008 1 Ob 41/08y
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Ersitzung eines Wegerechts zu Gunsten eines im Eigentum des Landes stehenden Grundstücks durch Bestandnehmer als Besitzmittler. (T4); Beisatz: Neben dem guten Glauben der Machthaber ist auch der gute Glaube etwaiger Besitzmittler erforderlich. (T5)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1977:RS0010298

Zuletzt aktualisiert am

09.07.2008

Dokumentnummer

JJR_19770616_OGH0002_0060OB00550_7700000_002

Rechtssatz für 7Ob641/89 8Ob622/91 1Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0011591

Geschäftszahl

7Ob641/89; 8Ob622/91; 1Ob542/93; 7Ob267/04x; 2Ob252/05f; 5Ob48/19y

Entscheidungsdatum

19.10.1989

Norm

ABGB §479
ABGB §1455

Rechtssatz

Durch die Ersitzung können auch unregelmäßige Dienstbarkeiten außerbücherlich erworben werden, notwendig ist aber eine für den Eigentümer des belasteten Gutes erkennbare Rechtsausübung durch die Ersitzungszeit im wesentlich gleichbleibend zu bestimmten Zwecken in bestimmten Umfang.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 641/89
    Entscheidungstext OGH 19.10.1989 7 Ob 641/89
  • 8 Ob 622/91
    Entscheidungstext OGH 09.04.1992 8 Ob 622/91
    nur: Durch die Ersitzung können auch unregelmäßige Dienstbarkeiten außerbücherlich erworben werden. (T1) Beisatz: Ebenso können unregelmäßige Servituten durch Rechtsgeschäft erworben werden, wobei bei vertraglicher Einräumung Ersitzung ausscheidet. (T2)
  • 1 Ob 542/93
    Entscheidungstext OGH 20.04.1993 1 Ob 542/93
    Auch; Veröff: SZ 66/53
  • 7 Ob 267/04x
    Entscheidungstext OGH 15.12.2004 7 Ob 267/04x
  • 2 Ob 252/05f
    Entscheidungstext OGH 03.11.2005 2 Ob 252/05f
    Auch; Beisatz: Das bloße Setzen von Flugbewegungen und das Hinnehmen dieser Flugbewegungen durch die Anrainer ist aber unzureichend. (T3)
  • 5 Ob 48/19y
    Entscheidungstext OGH 13.06.2019 5 Ob 48/19y
    Vgl; nur T2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1989:RS0011591

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

07.08.2019

Dokumentnummer

JJR_19891019_OGH0002_0070OB00641_8900000_001

Rechtssatz für 1Ob542/93 8Ob579/92 3Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0011655

Geschäftszahl

1Ob542/93; 8Ob579/92; 3Ob560/95; 7Ob133/98d; 7Ob267/04x; 3Ob36/13k; 8Ob38/14t; 1Ob10/15z; 10Ob14/15d; 2Ob7/17v; 10Ob54/17i

Entscheidungsdatum

20.04.1993

Norm

ABGB §480
ABGB §1460

Rechtssatz

Der zur Ersitzung führende Besitz kann auch durch Stellvertreter, Boten oder andere Besitzmittler ausgeübt werden. Als solche Mittelspersonen kommen gerade dann, wenn es um die Ersitzung des Rechts zur Benützung von Grundflächen als Kundenparkplätze oder Gästeparkplätze als Bestandteile des auf dem berechtigten Grundstück betriebenen Unternehmens geht, naturgemäß nur die Kunden bzw Gäste in Betracht, sofern diese Rechtsausübung vom Besitzwillen des Unternehmers getragen wird.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 542/93
    Entscheidungstext OGH 20.04.1993 1 Ob 542/93
    Veröff: SZ 66/53 = EvBl 1993/175 S 737
  • 8 Ob 579/92
    Entscheidungstext OGH 19.11.1993 8 Ob 579/92
    Auch; nur: Der zur Ersitzung führende Besitz kann auch durch Stellvertreter, Boten oder andere Besitzmittler ausgeübt werden. (T1) Beisatz: Für einen Erwerb von neuen Besitzrechten des Bestandgebers durch seinen Bestandnehmer als Besitzmittler ist erforderlich, daß sie ihrer äußeren Erscheinung nach zum Bestandgegenstand gehören und diesem wirtschaftlich zugeordnet sind (hier: Bestandgegenstand ist die Ausübung von Fischereirechten). (T2)
  • 3 Ob 560/95
    Entscheidungstext OGH 13.09.1995 3 Ob 560/95
  • 7 Ob 133/98d
    Entscheidungstext OGH 15.09.1998 7 Ob 133/98d
    nur T1; Beisatz: Für den Besitzwillen ist das äußere Bild der Benützung ausschlaggebend. (T3)
    Beisatz: Hier: Fahrrecht. (T4)
  • 7 Ob 267/04x
    Entscheidungstext OGH 15.12.2004 7 Ob 267/04x
    Beis wie T3
  • 3 Ob 36/13k
    Entscheidungstext OGH 16.04.2013 3 Ob 36/13k
    Auch; Beis wie T2
  • 8 Ob 38/14t
    Entscheidungstext OGH 30.10.2014 8 Ob 38/14t
    Auch; nur: Der Rechtsbesitz kann auch durch Besitzmittler ausgeübt werden. (T5)
  • 1 Ob 10/15z
    Entscheidungstext OGH 23.04.2015 1 Ob 10/15z
    Auch; Beis wie T3
  • 10 Ob 14/15d
    Entscheidungstext OGH 19.05.2015 10 Ob 14/15d
    Auch; nur T1; Beisatz: Sofern diese Rechtsausübung vom Besitzwillen des Ersitzenden getragen wird. (T6)
  • 2 Ob 7/17v
    Entscheidungstext OGH 28.09.2017 2 Ob 7/17v
    Auch; Beis wie T2; Beis wie T6
  • 10 Ob 54/17i
    Entscheidungstext OGH 14.11.2017 10 Ob 54/17i
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1993:RS0011655

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

18.12.2017

Dokumentnummer

JJR_19930420_OGH0002_0010OB00542_9300000_002