Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 11Os84/81 15Os130/96 11...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0086590

Geschäftszahl

11Os84/81; 15Os130/96; 11Os36/04; 13Os142/08v; 13Os152/08i; 13Os105/08b; 13Os154/09k; 13Os12/10d; 13Os70/12m; 13Os15/13z (13Os16/13x); 13Os58/13y; 13Os115/14g; 13Os1/15v; 13Os139/15p; 13Os114/15m; 13Ns18/16z; 13Os119/16y; 13Os88/17s (13Os89/17p, 13Os90, 17k, 13Os91/17g, 13Os92/17d, 13Os93/17a); 13Os40/18h (13Os56/18m)

Entscheidungsdatum

25.11.1981

Norm

FinStrG §21 Abs1
FinStrG §33
StGB §28 D

Rechtssatz

Es liegt Realkonkurrenz vor, wenn die Hinterziehung verschiedener aus selbständiger gewerblicher Tätigkeit resultierender Abgaben in zeitlich auseinanderfallenden unterschiedlichen Begehungsweisen bewirkt wird (hier: Hinterziehung von Gewerbesteuer durch Unterlassen der Einbringung von Gewerbesteuererklärungen und Hinterziehung von Einkommensteuer und Umsatzsteuer durch Einbringung unrichtiger Einkommensteuererklärungen und Umsatzsteuererklärungen).

Entscheidungstexte

  • 11 Os 84/81
    Entscheidungstext OGH 25.11.1981 11 Os 84/81
    Veröff: SSt 52/61
  • 15 Os 130/96
    Entscheidungstext OGH 05.09.1996 15 Os 130/96
    Vgl auch; Beisatz: Gleichartige Realkonkurrenz - ein Delikt. (T1)
  • 11 Os 36/04
    Entscheidungstext OGH 25.05.2004 11 Os 36/04
    Auch
  • 13 Os 142/08v
    Entscheidungstext OGH 22.01.2009 13 Os 142/08v
    Auch; Beisatz: Mit (nacheinander erfolgter) Abgabe unrichtiger Jahreserklärungen mehrere Veranlagungsjahre hindurch werden real konkurrierende Vergehen der Abgabenhinterziehung nach § 33 Abs 1 FinStrG begründet, mit Abgabe inhaltlich unrichtiger Jahreserklärungen zu unterschiedlichen Steuerarten wird für jedes Jahr und jede Abgabenart je ein Finanzvergehen der Abgabenhinterziehung nach § 33 Abs 1 FinStrG begründet. Solcherart bildet die Jahreserklärung zu einer Steuerart - allenfalls auch als Bündel mehrerer steuerlich trennbarer Einzelaspekte - das kleinste nicht mehr teilbare Element des Sachverhalts, also eine selbstständige Tat im materiellen Sinn. (T2)
  • 13 Os 152/08i
    Entscheidungstext OGH 19.02.2009 13 Os 152/08i
    Auch; Beis wie T2; Beisatz: Für die - auf ein Veranlagungsjahr bezogene - Forschungsprämie nach § 108c Abs 2 Z 1 EStG kann nichts anderes gelten. Durch Geltendmachung und anschließende Berichtigung des Antrags auf Gutschrift der Prämie für ein Veranlagungsjahr wird demzufolge eine selbstständige Tat und damit ein Finanzvergehen verwirklicht. (T3)
  • 13 Os 105/08b
    Entscheidungstext OGH 19.03.2009 13 Os 105/08b
    Auch; Beis wie T2
  • 13 Os 154/09k
    Entscheidungstext OGH 19.08.2010 13 Os 154/09k
    Auch; Beis ähnlich wie T2
  • 13 Os 12/10d
    Entscheidungstext OGH 17.02.2011 13 Os 12/10d
    Auch; Beis wie T2
  • 13 Os 70/12m
    Entscheidungstext OGH 30.08.2012 13 Os 70/12m
    Vgl auch; Auch Beis wie T2
  • 13 Os 15/13z
    Entscheidungstext OGH 02.07.2013 13 Os 15/13z
    Vgl auch; Auch Beis wie T2
  • 13 Os 58/13y
    Entscheidungstext OGH 19.11.2013 13 Os 58/13y
    Vgl auch; Beis wie T2; Beisatz: Entsprechendes gilt für das Unterlassen der Abgabe einer Jahressteuererklärung: selbständige Tat ist die Nichtabgabe bis zum gesetzlich vorgesehenen Endzeitpunkt (§ 33 Abs 3 lit a zweiter Fall FinStrG). (T4)
  • 13 Os 115/14g
    Entscheidungstext OGH 15.04.2015 13 Os 115/14g
    Auch; Beis ähnlich wie T2
  • 13 Os 1/15v
    Entscheidungstext OGH 18.12.2015 13 Os 1/15v
    Auch
  • 13 Os 139/15p
    Entscheidungstext OGH 18.12.2015 13 Os 139/15p
    Auch
  • 13 Os 114/15m
    Entscheidungstext OGH 09.03.2016 13 Os 114/15m
    Auch
  • 13 Ns 18/16z
    Entscheidungstext OGH 27.06.2016 13 Ns 18/16z
    Auch
  • 13 Os 119/16y
    Entscheidungstext OGH 22.02.2017 13 Os 119/16y
    Auch; Beis wie T2; Beis wie T4
  • 13 Os 88/17s
    Entscheidungstext OGH 11.10.2017 13 Os 88/17s
    Auch
  • 13 Os 40/18h
    Entscheidungstext OGH 09.05.2018 13 Os 40/18h
    Auch; Beis wie T2; Beis wie T4

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1981:RS0086590

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

28.06.2018

Dokumentnummer

JJR_19811125_OGH0002_0110OS00084_8100000_001

Rechtssatz für 10Os39/87 12Os102/89 13...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0085962

Geschäftszahl

10Os39/87; 12Os102/89; 13Os122/90; 14Os136/92; 14Os59/93; 13Os27/95; 13Os187/95; 15Os61/96; 14Os90/97; 13Os108/03; 11Os36/04; 15Os31/04; 13Os140/10b; 13Os41/11w; 13Os1/13s; 13Os96/14p; 13Os67/14y; 13Os12/17i; 13Os114/18s

Entscheidungsdatum

19.01.1988

Norm

FinStrG §21 Abs2
FinStrG §23 Abs2

Rechtssatz

Doppelverwertungsverbot: Das Zusammentreffen zweier Finanzvergehen ist nicht erschwerend, wenn dieser Umstand bereits die (größere) Höhe der Geldstrafdrohung bestimmt.

Entscheidungstexte

  • 10 Os 39/87
    Entscheidungstext OGH 19.01.1988 10 Os 39/87
  • 12 Os 102/89
    Entscheidungstext OGH 09.11.1989 12 Os 102/89
    Beisatz: Allerdings hier keine Nichtigkeit nach § 281 Abs 1 Z 11, zweiter Fall, StPO, weil es sich beim (realkonkurrierenden) Zusammentreffen zweier Finanzvergehen angesichts der darin manifesten repetitiven Kriminalität immerhin um einen nach den allgemeinen Grundsätzen der Strafbemessung (§ 32 Abs 2 und 3 StGB, § 23 Abs 2 FinStrG) für die Gewichtung der Strafzumessungsschuld als aggravierend bedeutsamen Umstand handelt, der bloß irrig als besonderer Strafzumessungsgrund angeführt wurde. (T1)
  • 13 Os 122/90
    Entscheidungstext OGH 30.01.1991 13 Os 122/90
  • 14 Os 136/92
    Entscheidungstext OGH 24.11.1992 14 Os 136/92
  • 14 Os 59/93
    Entscheidungstext OGH 22.06.1993 14 Os 59/93
    Beis wie T1
  • 13 Os 27/95
    Entscheidungstext OGH 26.04.1995 13 Os 27/95
    Beis wie T1
  • 13 Os 187/95
    Entscheidungstext OGH 31.01.1996 13 Os 187/95
    Vgl; Beis wie T1; Beisatz: Erschwerende Berücksichtigung der Deliktswiederholung durch den OGH anläßlich der Strafneubemessung. (T2)
  • 15 Os 61/96
    Entscheidungstext OGH 09.05.1996 15 Os 61/96
    vgl; Beis wie T1
  • 14 Os 90/97
    Entscheidungstext OGH 09.09.1997 14 Os 90/97
    Vgl auch
  • 13 Os 108/03
    Entscheidungstext OGH 24.09.2003 13 Os 108/03
    Vgl; Beis wie T1
  • 11 Os 36/04
    Entscheidungstext OGH 25.05.2004 11 Os 36/04
    Vgl; Beis ähnlich wie T1
  • 15 Os 31/04
    Entscheidungstext OGH 07.04.2005 15 Os 31/04
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Erschwerende Wertung des „hohen Schadens" und des „Zusammentreffens mehrerer (Finanz)vergehen". (T3)
  • 13 Os 140/10b
    Entscheidungstext OGH 17.02.2011 13 Os 140/10b
    Vgl; Beis ähnlich wie T2
  • 13 Os 41/11w
    Entscheidungstext OGH 14.07.2011 13 Os 41/11w
    Vgl aber; Beisatz: Die aggravierende Wertung des Zusammentreffens mehrerer Finanzvergehen verstößt nicht gegen das ‑ gemäß § 23 Abs 2 letzter Satz FinStrG auch im Finanzstrafverfahren zu beachtende ‑ Doppelverwertungsverbot des § 32 Abs 2 erster Satz StGB, weil hier zwar die Summe der Verkürzungsbeträge (§ 21 Abs 2 dritter Satz FinStrG), nicht jedoch der Umstand des Zusammentreffens die Strafdrohung bestimmt. (T4)
  • 13 Os 1/13s
    Entscheidungstext OGH 14.02.2013 13 Os 1/13s
    Vgl aber; Auch Beis wie T4
  • 13 Os 96/14p
    Entscheidungstext OGH 15.04.2015 13 Os 96/14p
    Auch; Beis wie T4
  • 13 Os 67/14y
    Entscheidungstext OGH 10.06.2015 13 Os 67/14y
    Auch; Beis wie T4
  • 13 Os 12/17i
    Entscheidungstext OGH 28.06.2017 13 Os 12/17i
    Auch; Beis wie T4
  • 13 Os 114/18s
    Entscheidungstext OGH 19.12.2018 13 Os 114/18s
    Auch; Beis wie T4

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1988:RS0085962

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

12.02.2019

Dokumentnummer

JJR_19880119_OGH0002_0100OS00039_8700000_002

Rechtssatz für 14Os108/95 (14Os109/95)...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0085974

Geschäftszahl

14Os108/95 (14Os109/95); 13Os68/02; 11Os36/04; 15Os10/06v; 15Os95/07w; 13Os123/08z; 12Os130/12b; 13Os96/14p; 13Os57/15d; 12Os131/17g

Entscheidungsdatum

08.08.1995

Norm

FinStrG §21 Abs3
FinStrG §21 Abs4
StGB §31
StPO §281 Abs1 Z11
StPO §345 Abs1 Z13

Rechtssatz

Die rechtsirrige Anwendung oder Nichtanwendung der § 31 StGB; § 21 Abs 3 und Abs 4 FinStrG stellt eine offenbar unrichtige Beurteilung für die Strafbemessung entscheidender Tatsachen dar und kann daher mit Nichtigkeitsbeschwerde aus § 281 Abs 1 Z 11 StPO angefochten werden.

(Aus der Neufassung des § 281 Abs 1 Z 11 StPO durch das StRÄG 1987 abgeleitete implizite Ablehnung der früheren Rechtsprechung, wonach nur bei Überschreiten einer der in § 31 Abs 1 StGB beziehungsweise § 21 Abs 3 FinStrG zwingend angeordneten Grenzen Nichtigkeit angenommen wurde; vgl auch 14 Os 22/95).

Entscheidungstexte

  • 14 Os 108/95
    Entscheidungstext OGH 08.08.1995 14 Os 108/95
  • 13 Os 68/02
    Entscheidungstext OGH 16.10.2002 13 Os 68/02
    nur: Die rechtsirrige Anwendung oder Nichtanwendung der § 31 StGB; § 21 Abs 3 und Abs 4 FinStrG stellt eine offenbar unrichtige Beurteilung für die Strafbemessung entscheidender Tatsachen dar und kann daher mit Nichtigkeitsbeschwerde aus § 281 Abs 1 Z 11 StPO angefochten werden. (T1)
  • 11 Os 36/04
    Entscheidungstext OGH 25.05.2004 11 Os 36/04
    Auch; nur T1
  • 15 Os 10/06v
    Entscheidungstext OGH 16.03.2006 15 Os 10/06v
    Auch; nur T1
  • 15 Os 95/07w
    Entscheidungstext OGH 22.11.2007 15 Os 95/07w
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Keine Bedachtnahme auf ein voriges Urteil gemäß §§ 31, 40 StGB. Das Geschworenengericht ist von einem zu weiten Strafrahmen ausgegangen und hat seine Strafbefugnis überschritten, sodass Nichtigkeit nach § 345 Abs 1 Z 13 erster Fall StPO vorliegt (Mayerhofer StGB5 § 31 Rz 82; WK-StPO § 281 Rz 670). (T2)
  • 13 Os 123/08z
    Entscheidungstext OGH 01.10.2008 13 Os 123/08z
    Auch; Beisatz: Die Nichtanwendung des § 31 StGB bewirkt Nichtigkeit aus Z 11 erster Fall (WK-StPO § 281 Rz 670). (T3)
  • 12 Os 130/12b
    Entscheidungstext OGH 11.04.2013 12 Os 130/12b
    Auch
  • 13 Os 96/14p
    Entscheidungstext OGH 15.04.2015 13 Os 96/14p
    Auch
  • 13 Os 57/15d
    Entscheidungstext OGH 30.06.2015 13 Os 57/15d
    Auch
  • 12 Os 131/17g
    Entscheidungstext OGH 21.06.2018 12 Os 131/17g
    Vgl

Schlagworte

R.I.P., Bem: Siehe nunmehr RS0099852 und RS0088469

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1995:RS0085974

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

05.09.2018

Dokumentnummer

JJR_19950808_OGH0002_0140OS00108_9500000_001

Rechtssatz für 14Os129/99 (14Os130/99, ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0112524

Geschäftszahl

14Os129/99 (14Os130/99, 14Os131/99); 12Os10/00; 13Os161/01; 15Os23/02; 12Os37/02; 14Os32/02; 11Os28/02; 11Os160/01; 15Os115/02; 13Os68/02; 13Os102/02; 15Os10/03; 13Os137/02; 15Os86/03; 14Os53/03; 13Os40/04; 11Os36/04; 12Os126/04; 13Os143/04; 14Os39/05z; 12Os98/05m; 11Os124/05b; 13Os4/06x; 12Os17/06a (12Os18/06y); 15Os82/06g; 13Os107/06v (13Os108/06s, 13Os109/06p, 13Os110/06k); 11Os120/06s; 13Os132/06w; 1Bkd7/08; 13Os57/11y (13Os58/11w); 12Os169/11m; 13Os29/13h; 11Os115/13s; 15Os61/14f; 12Os139/13b; 22Os5/14x; 12Os150/14x; 22Os9/15m; 12Os29/17g; 14Os89/17w; 12Os56/18d; 15Os93/18t; 14Os122/18z

Entscheidungsdatum

28.09.1999

Norm

StGB §31 Abs1
StGB §39
StRegG §5 Abs1
TilgG §4 Abs5

Rechtssatz

Liegen zwischen Tatbegehung und Aburteilung mehrere bestrafende Urteile, ist nur dann auf alle Bedacht zu nehmen, wenn sämtliche Taten vor dem ersten Urteil liegen, somit alle Vor-Urteile durch das in § 31 Abs 1 StGB beschriebene Verhältnis verknüpft sind (vgl SSt 29/44, ÖJZ-LSK 1980/51, Leukauf/Steininger Komm3 § 31 RN 15 unter Ablehnung von EvBl 1975/97, Ratz WK § 31 Rz 5). Ist dies nicht der Fall, sondern liegt (wie hier) nach dem Urteil im ersten Verfahren - in dem die frühere Tat nach der Zeit ihrer Begehung hätte abgeurteilt werden können - weiteres strafbares Verhalten, das zu einer zweiten Verurteilung geführt hat, trifft auf diese die in § 31 Abs 1 StGB normierte Voraussetzung einer Bedachtnahme in einem dritten Urteil schon nach dem Gesetzeswortlaut nicht zu, weil die in Rede stehende (vor dem ersten Urteil begangene) Tat im zweiten Verfahren nicht abermals hätte abgeurteilt werden können. Im Fall mehrerer nicht gemäß § 31 Abs 1 StGB verbundener Vor-Urteile ist demnach nur auf das erste (tatnächste) Bedacht zu nehmen (idS Faseth, ÖJZ 1968, 458).

Entscheidungstexte

  • 14 Os 129/99
    Entscheidungstext OGH 28.09.1999 14 Os 129/99
  • 12 Os 10/00
    Entscheidungstext OGH 17.02.2000 12 Os 10/00
  • 13 Os 161/01
    Entscheidungstext OGH 16.01.2002 13 Os 161/01
  • 15 Os 23/02
    Entscheidungstext OGH 04.04.2002 15 Os 23/02
    Vgl auch
  • 12 Os 37/02
    Entscheidungstext OGH 04.06.2002 12 Os 37/02
    nur: Liegen zwischen Tatbegehung und Aburteilung mehrere bestrafende Urteile, ist nur dann auf alle Bedacht zu nehmen, wenn sämtliche Taten vor dem ersten Urteil liegen, somit alle Vor-Urteile durch das in § 31 Abs 1 StGB beschriebene Verhältnis verknüpft sind. Im Fall mehrerer nicht gemäß § 31 Abs 1 StGB verbundener Vor-Urteile ist demnach nur auf das erste (tatnächste) Bedacht zu nehmen (idS Faseth, ÖJZ 1968, 458). (T1)
  • 14 Os 32/02
    Entscheidungstext OGH 07.05.2002 14 Os 32/02
    Auch; Beisatz: Treffen die Voraussetzungen des § 31 Abs 1 StGB, isoliert betrachtet, auf mehrere - nicht ihrerseits zueinander in diesem Verhältnis stehende - Verurteilungen zu, so ist nur auf die tatnächste Bedacht zu nehmen, weil das Gesetz nur einmalige Bedachtnahme kennt. § 4 Abs 5 TilgG, wonach solche Verurteilungen tilgungsrechtlich nicht gesondert gelten, stellt auf das tatsächliche Verhältnis von Verurteilungen zueinander, also auf die tatsächliche Voraussetzung für und nicht die Tatsache der Anwendung des § 31 StGB (§ 260 Abs 1 Z 4 StPO) ab. Nimmt eine Verurteilung demnach zu Unrecht auf ein weiteres Urteil (Vorurteil) durch Verhängung einer Zusatzstrafe Bedacht und gelangt dies einem Strafgericht zur Kenntnis, hat es der Bundespolizeidirektion Wien von dieser Tatsache gemäß § 5 Abs 1 StRegG Mitteilung zu machen. (T2)
  • 11 Os 28/02
    Entscheidungstext OGH 25.06.2002 11 Os 28/02
    Auch; Beisatz: Der in der Strafregisterauskunft bei der Eintragung des dritten Urteiles enthaltene rechtsfehlerhafte Hinweis auf eine Zusatzstrafe steht der selbständigen Beurteilung des Vorliegens eines nach §§ 31, 40 StGB als Einheit zu behandelnden Strafurteils ebensowenig entgegen wie der Umstand, dass im Urteil die verhängte Strafe rechtsirrig als Zusatzstrafe bezeichnet wurde. (T3); Beisatz: Hier: Die beiden Urteile sind daher als zwei Verurteilungen zu Freiheitsstrafen wegen auf der gleichen schädlichen Neigung beruhender Taten anzusehen, welche auch verbüßt wurden und damit die Voraussetzungen für eine Strafschärfung nach § 39 StGB verwirklichen. (T4)
  • 11 Os 160/01
    Entscheidungstext OGH 25.06.2002 11 Os 160/01
    Auch; Beis wie T2 nur: Treffen die Voraussetzungen des § 31 Abs 1 StGB, isoliert betrachtet, auf mehrere - nicht ihrerseits zueinander in diesem Verhältnis stehende - Verurteilungen zu, so ist nur auf die tatnächste Bedacht zu nehmen, weil das Gesetz nur einmalige Bedachtnahme kennt. (T5)
  • 15 Os 115/02
    Entscheidungstext OGH 10.10.2002 15 Os 115/02
    Auch; nur: Liegen zwischen Tatbegehung und Aburteilung mehrere bestrafende Urteile, ist nur dann auf alle Bedacht zu nehmen, wenn sämtliche Taten vor dem ersten Urteil liegen, somit alle Vor-Urteile durch das in § 31 Abs 1 StGB beschriebene Verhältnis verknüpft sind. (T6)
  • 13 Os 68/02
    Entscheidungstext OGH 16.10.2002 13 Os 68/02
    Vgl; Beis wie T2 nur: § 4 Abs 5 TilgG stellt auf das tatsächliche Verhältnis von Verurteilungen zueinander, also auf die tatsächliche Voraussetzung für und nicht die Tatsache der Anwendung des § 31 StGB (§ 260 Abs 1 Z 4 StPO) ab. Gelangt dies einem Strafgericht zur Kenntnis, hat es der Bundespolizeidirektion Wien von dieser Tatsache gemäß § 5 Abs 1 StRegG Mitteilung zu machen. (T7)
  • 13 Os 102/02
    Entscheidungstext OGH 13.11.2002 13 Os 102/02
    Vgl auch
  • 15 Os 10/03
    Entscheidungstext OGH 06.03.2003 15 Os 10/03
    Auch; nur T6
  • 13 Os 137/02
    Entscheidungstext OGH 04.06.2003 13 Os 137/02
    Vgl auch
  • 15 Os 86/03
    Entscheidungstext OGH 26.06.2003 15 Os 86/03
    Auch; nur T6
  • 14 Os 53/03
    Entscheidungstext OGH 21.10.2003 14 Os 53/03
    Vgl auch; nur T1
  • 13 Os 40/04
    Entscheidungstext OGH 19.05.2004 13 Os 40/04
    Vgl auch
  • 11 Os 36/04
    Entscheidungstext OGH 25.05.2004 11 Os 36/04
    Auch; Beis ähnlich wie T5; Beisatz: Hier zu § 21 Abs 3 FinStrG. (T8)
  • 12 Os 126/04
    Entscheidungstext OGH 16.12.2004 12 Os 126/04
    Vgl auch; nur T6
  • 13 Os 143/04
    Entscheidungstext OGH 12.01.2005 13 Os 143/04
    Auch; nur T6
  • 14 Os 39/05z
    Entscheidungstext OGH 10.05.2005 14 Os 39/05z
    Auch; nur: Im Fall mehrerer nicht gemäß § 31 Abs 1 StGB verbundener Vor-Urteile ist nur auf das erste (tatnächste) Bedacht zu nehmen. (T9)
  • 12 Os 98/05m
    Entscheidungstext OGH 17.11.2005 12 Os 98/05m
    nur T1
  • 11 Os 124/05b
    Entscheidungstext OGH 31.01.2006 11 Os 124/05b
    Vgl auch
  • 13 Os 4/06x
    Entscheidungstext OGH 22.03.2006 13 Os 4/06x
    Auch; nur T6; Beis wie T5
  • 12 Os 17/06a
    Entscheidungstext OGH 01.06.2006 12 Os 17/06a
    Auch; Beisatz: Nach dem Wortlaut des § 31 Abs 1 StGB kommt es nicht nur auf einen vor dem früheren Urteil gelegenen Tatzeitpunkt an, sondern auch darauf, ob diese Tat „in dem früheren Verfahren" schon hätte abgeurteilt werden können. (T10)
  • 15 Os 82/06g
    Entscheidungstext OGH 07.09.2006 15 Os 82/06g
    Auch; Beis wie T5
  • 13 Os 107/06v
    Entscheidungstext OGH 08.11.2006 13 Os 107/06v
    Auch
  • 11 Os 120/06s
    Entscheidungstext OGH 19.12.2006 11 Os 120/06s
    Auch; nur T1
  • 13 Os 132/06w
    Entscheidungstext OGH 24.01.2007 13 Os 132/06w
    Auch; nur T6; Beisatz: Nichtigkeit nach § 281 Abs 1 Z 11 erster Fall. (T11)
  • 1 Bkd 7/08
    Entscheidungstext OGH 15.06.2009 1 Bkd 7/08
    Auch; Beisatz: Die Bedachtnahme auf ein Vorerkenntnis, womit bereits auf ein (noch) früheres Erkenntnis Bedacht genommen wurde, ist nur möglich, wenn die nunmehr abgeurteilte Tat nach der Zeit ihrer Begehung auch schon im früheren Verfahren hätte abgeurteilt werden können. (T12)
  • 13 Os 57/11y
    Entscheidungstext OGH 14.07.2011 13 Os 57/11y
    Auch; nur T6
  • 12 Os 169/11m
    Entscheidungstext OGH 20.12.2011 12 Os 169/11m
    nur T6
  • 13 Os 29/13h
    Entscheidungstext OGH 16.05.2013 13 Os 29/13h
    Auch; Beisatz: Die Bedachtnahme auf ein Vor-Urteil gemäß § 31 StGB kommt nur dann in Betracht, wenn sämtliche der nachträglichen Verurteilung zugrunde liegenden Taten vor dem Vor-Urteil erster Instanz verübt wurden. (T13)
  • 11 Os 115/13s
    Entscheidungstext OGH 29.10.2013 11 Os 115/13s
    Auch
  • 15 Os 61/14f
    Entscheidungstext OGH 27.05.2014 15 Os 61/14f
    Vgl
  • 12 Os 139/13b
    Entscheidungstext OGH 08.05.2014 12 Os 139/13b
    Auch; nur T6
  • 22 Os 5/14x
    Entscheidungstext OGH 11.11.2014 22 Os 5/14x
    Auch
  • 12 Os 150/14x
    Entscheidungstext OGH 07.05.2015 12 Os 150/14x
    Vgl
  • 22 Os 9/15m
    Entscheidungstext OGH 18.05.2016 22 Os 9/15m
    Auch
  • 12 Os 29/17g
    Entscheidungstext OGH 18.05.2017 12 Os 29/17g
    Auch
  • 14 Os 89/17w
    Entscheidungstext OGH 29.05.2018 14 Os 89/17w
    Auch
  • 12 Os 56/18d
    Entscheidungstext OGH 13.09.2018 12 Os 56/18d
    Auch
  • 15 Os 93/18t
    Entscheidungstext OGH 26.09.2018 15 Os 93/18t
    Auch
  • 14 Os 122/18z
    Entscheidungstext OGH 11.11.2018 14 Os 122/18z
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1999:RS0112524

Im RIS seit

28.10.1999

Zuletzt aktualisiert am

10.01.2019

Dokumentnummer

JJR_19990928_OGH0002_0140OS00129_9900000_001

Rechtssatz für 14Os51/02 14Os67/02 13O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0116565

Geschäftszahl

14Os51/02; 14Os67/02; 13Os104/02; 15Os6/03; 11Os55/03; 12Os35/03; 12Os72/03; 12Os35/04; 12Os5/04; 11Os34/04; 14Os53/04; 11Os36/04; 13Os135/03; 14Os137/04; 15Os132/04; 15Os19/05s; 12Os35/05x; 14Os36/05h; 14Os94/05p; 14Os110/05s; 14Os8/06t; 14Os131/05d; 13Os10/06d; 15Os68/06y; 11Os61/06i; 13Os84/06m; 11Os75/07z; 14Os139/07h; 13Os131/07z; 12Os27/07y; 11Os38/08k; 14Os92/08y (14Os93/08w); 12Os86/08a; 12Os31/07m; 12Os139/08w; 11Os185/08b; 13Os3/09d; 13Os10/09h; 13Os31/09x; 12Os96/08x; 14Os49/09a; 12Os138/09z; 15Os19/10y; 13Os32/10w; 11Os79/10t; 14Os111/10w; 11Os10/11x; 13Os13/11b; 15Os46/11w; 12Os76/11k; 11Os4/12s; 15Os5/12t; 15Os43/12f; 12Os52/12g; 13Os106/12f; 11Os2/13y; 15Os64/13w; 13Os53/13p; 11Os3/14x; 15Os75/14i; 15Os57/14t; 15Os104/14d; 15Os86/14g; 14Os109/14g; 14Os21/15t; 13Os8/15y; 13Os18/15v; 24Os7/14f; 12Os57/16y; 25Ds2/17m; 13Os124/18m; 15Os122/18g

Entscheidungsdatum

28.05.2002

Norm

DSt §49
StPO §281 Abs1 Z9 lita
StPO §281 Abs1 Z9 litb
StPO §281 Abs1 Z10 A

Rechtssatz

Die in der Rechtsrüge behauptete rechtliche Konsequenz ist aus dem Gesetz methodengerecht abzuleiten (WK-StPO § 281 Rz 588).

Entscheidungstexte

  • 14 Os 51/02
    Entscheidungstext OGH 28.05.2002 14 Os 51/02
  • 14 Os 67/02
    Entscheidungstext OGH 25.06.2002 14 Os 67/02
    Vgl auch
  • 13 Os 104/02
    Entscheidungstext OGH 16.10.2002 13 Os 104/02
  • 15 Os 6/03
    Entscheidungstext OGH 27.03.2003 15 Os 6/03
    Auch
  • 11 Os 55/03
    Entscheidungstext OGH 13.05.2003 11 Os 55/03
    Auch
  • 12 Os 35/03
    Entscheidungstext OGH 03.07.2003 12 Os 35/03
    Vgl auch
  • 12 Os 72/03
    Entscheidungstext OGH 31.07.2003 12 Os 72/03
  • 12 Os 35/04
    Entscheidungstext OGH 22.04.2004 12 Os 35/04
    Auch
  • 12 Os 5/04
    Entscheidungstext OGH 22.04.2004 12 Os 5/04
    Auch
  • 11 Os 34/04
    Entscheidungstext OGH 27.04.2004 11 Os 34/04
    Vgl auch
  • 14 Os 53/04
    Entscheidungstext OGH 25.05.2004 14 Os 53/04
    Vgl auch
  • 11 Os 36/04
    Entscheidungstext OGH 25.05.2004 11 Os 36/04
    Vgl auch
  • 13 Os 135/03
    Entscheidungstext OGH 06.10.2004 13 Os 135/03
    vgl auch
  • 14 Os 137/04
    Entscheidungstext OGH 30.11.2004 14 Os 137/04
    Auch
  • 15 Os 132/04
    Entscheidungstext OGH 02.12.2004 15 Os 132/04
    Auch
  • 15 Os 19/05s
    Entscheidungstext OGH 17.03.2005 15 Os 19/05s
  • 12 Os 35/05x
    Entscheidungstext OGH 02.06.2005 12 Os 35/05x
    Auch
  • 14 Os 36/05h
    Entscheidungstext OGH 10.05.2005 14 Os 36/05h
    Auch
  • 14 Os 94/05p
    Entscheidungstext OGH 20.09.2005 14 Os 94/05p
    Auch
  • 14 Os 110/05s
    Entscheidungstext OGH 22.11.2005 14 Os 110/05s
    Auch
  • 14 Os 8/06t
    Entscheidungstext OGH 17.02.2006 14 Os 8/06t
    Auch
  • 14 Os 131/05d
    Entscheidungstext OGH 17.02.2006 14 Os 131/05d
    Vgl auch
  • 13 Os 10/06d
    Entscheidungstext OGH 05.04.2006 13 Os 10/06d
    Vgl auch
  • 15 Os 68/06y
    Entscheidungstext OGH 05.10.2006 15 Os 68/06y
  • 11 Os 61/06i
    Entscheidungstext OGH 19.09.2006 11 Os 61/06i
    Auch; Beisatz: „Methodengerecht heißt folgerichtig aus dem Gesetz entwickelt." (T1)
  • 13 Os 84/06m
    Entscheidungstext OGH 11.10.2006 13 Os 84/06m
    Auch
  • 11 Os 75/07z
    Entscheidungstext OGH 21.08.2007 11 Os 75/07z
    Vgl auch
  • 14 Os 139/07h
    Entscheidungstext OGH 04.12.2007 14 Os 139/07h
    Auch
  • 13 Os 131/07z
    Entscheidungstext OGH 05.12.2007 13 Os 131/07z
    Auch
  • 12 Os 27/07y
    Entscheidungstext OGH 13.12.2007 12 Os 27/07y
    Auch; Beisatz: Bei Ausführung eines materiellrechtlichen Nichtigkeitsgrundes ist am gesamten wesentlichen Urteilssachverhalt festzuhalten, dieser mit dem darauf anzuwendenden Gesetz zu vergleichen und auf dieser Basis der Einwand zu entwickeln, dass das Erstgericht bei Beurteilung dieses Sachverhalts einem Rechtsirrtum unterlegen sei. (T2)
  • 11 Os 38/08k
    Entscheidungstext OGH 01.04.2008 11 Os 38/08k
    Auch
  • 14 Os 92/08y
    Entscheidungstext OGH 05.08.2008 14 Os 92/08y
    Vgl auch
  • 12 Os 86/08a
    Entscheidungstext OGH 17.07.2008 12 Os 86/08a
    Auch
  • 12 Os 31/07m
    Entscheidungstext OGH 15.05.2008 12 Os 31/07m
  • 12 Os 139/08w
    Entscheidungstext OGH 23.10.2008 12 Os 139/08w
    Beis wie T2
  • 11 Os 185/08b
    Entscheidungstext OGH 20.01.2009 11 Os 185/08b
  • 13 Os 3/09d
    Entscheidungstext OGH 19.02.2009 13 Os 3/09d
  • 13 Os 10/09h
    Entscheidungstext OGH 19.02.2009 13 Os 10/09h
    Auch
  • 13 Os 31/09x
    Entscheidungstext OGH 07.05.2009 13 Os 31/09x
    Auch
  • 12 Os 96/08x
    Entscheidungstext OGH 23.04.2009 12 Os 96/08x
  • 14 Os 49/09a
    Entscheidungstext OGH 23.06.2009 14 Os 49/09a
  • 12 Os 138/09z
    Entscheidungstext OGH 29.10.2009 12 Os 138/09z
  • 15 Os 19/10y
    Entscheidungstext OGH 17.03.2010 15 Os 19/10y
    Auch
  • 13 Os 32/10w
    Entscheidungstext OGH 17.06.2010 13 Os 32/10w
    Auch
  • 11 Os 79/10t
    Entscheidungstext OGH 17.08.2010 11 Os 79/10t
  • 14 Os 111/10w
    Entscheidungstext OGH 28.09.2010 14 Os 111/10w
  • 11 Os 10/11x
    Entscheidungstext OGH 17.03.2011 11 Os 10/11x
  • 13 Os 13/11b
    Entscheidungstext OGH 12.05.2011 13 Os 13/11b
    Auch
  • 15 Os 46/11w
    Entscheidungstext OGH 04.05.2011 15 Os 46/11w
    Vgl auch
  • 12 Os 76/11k
    Entscheidungstext OGH 15.11.2011 12 Os 76/11k
  • 11 Os 4/12s
    Entscheidungstext OGH 16.02.2012 11 Os 4/12s
    Vgl auch
  • 15 Os 5/12t
    Entscheidungstext OGH 29.02.2012 15 Os 5/12t
    Auch
  • 15 Os 43/12f
    Entscheidungstext OGH 30.05.2012 15 Os 43/12f
    Vgl auch
  • 12 Os 52/12g
    Entscheidungstext OGH 26.06.2012 12 Os 52/12g
    Vgl auch; Auch Beis wie T2
  • 13 Os 106/12f
    Entscheidungstext OGH 18.10.2012 13 Os 106/12f
    Auch
  • 11 Os 2/13y
    Entscheidungstext OGH 12.02.2013 11 Os 2/13y
    Auch
  • 15 Os 64/13w
    Entscheidungstext OGH 26.06.2013 15 Os 64/13w
  • 13 Os 53/13p
    Entscheidungstext OGH 02.07.2013 13 Os 53/13p
  • 11 Os 3/14x
    Entscheidungstext OGH 11.02.2014 11 Os 3/14x
  • 15 Os 75/14i
    Entscheidungstext OGH 27.08.2014 15 Os 75/14i
  • 15 Os 57/14t
    Entscheidungstext OGH 27.08.2014 15 Os 57/14t
    Auch; Beis wie T2
  • 15 Os 104/14d
    Entscheidungstext OGH 01.10.2014 15 Os 104/14d
    Auch
  • 15 Os 86/14g
    Entscheidungstext OGH 27.08.2014 15 Os 86/14g
    Auch
  • 14 Os 109/14g
    Entscheidungstext OGH 28.10.2014 14 Os 109/14g
    Auch
  • 14 Os 21/15t
    Entscheidungstext OGH 28.04.2015 14 Os 21/15t
  • 13 Os 8/15y
    Entscheidungstext OGH 15.04.2015 13 Os 8/15y
  • 13 Os 18/15v
    Entscheidungstext OGH 15.04.2015 13 Os 18/15v
  • 24 Os 7/14f
    Entscheidungstext OGH 09.09.2015 24 Os 7/14f
    Auch; Beisatz: Das gilt auch für die Geltendmachung materiell‑rechtlicher Nichtigkeit im Rahmen der Berufung nach § 49 DSt. (T3)
  • 12 Os 57/16y
    Entscheidungstext OGH 22.09.2016 12 Os 57/16y
  • 25 Ds 2/17m
    Entscheidungstext OGH 23.05.2017 25 Ds 2/17m
    Vgl auch
  • 13 Os 124/18m
    Entscheidungstext OGH 19.12.2018 13 Os 124/18m
    Auch
  • 15 Os 122/18g
    Entscheidungstext OGH 21.11.2018 15 Os 122/18g
    Auch

Anmerkung

Bem: Der Rechtssatz wird wegen der Häufigkeit seiner Zitierung ("überlanger RS") nicht bei jeder einzelnen Bezugnahme, sondern nur fallweise mit einer Gleichstellungsindizierung versehen.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2002:RS0116565

Im RIS seit

27.06.2002

Zuletzt aktualisiert am

05.07.2019

Dokumentnummer

JJR_20020528_OGH0002_0140OS00051_0200000_001

Rechtssatz für 12Os87/01 11Os36/04 13O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0116876

Geschäftszahl

12Os87/01; 11Os36/04; 13Os99/05s; 11Os130/07p; 13Os14/08w; 14Os129/10t; 13Os104/10h; 14Os54/11i (14Os55/11m); 13Os18/12i; 14Os40/12g; 17Os10/14w; 11Os23/16s; 15Os1/17m

Entscheidungsdatum

03.10.2002

Norm

FinStrG §4 Abs2
FinStrG §31
StGB §57ff
StGB §58 Abs3 Z3

Rechtssatz

Ob eine Tat verjährt ist, richtet sich grundsätzlich nach dem im Entscheidungszeitpunkt geltenden Recht, nach früherem Recht nur dann, wenn die Verjährung bereits unter dessen Geltung eingetreten war. Ein dem Ausscheiden einer Verjährungsnorm aus dem Rechtsbestand nachfolgender Zeitablauf hat bei dem die außer Kraft getretene Verjährungsbestimmung betreffenden Günstigkeitsvergleich gemäß § 4 Abs 2 FinStrG außer Betracht zu bleiben.

Entscheidungstexte

  • 12 Os 87/01
    Entscheidungstext OGH 03.10.2002 12 Os 87/01
  • 11 Os 36/04
    Entscheidungstext OGH 25.05.2004 11 Os 36/04
    nur: Ob eine Tat verjährt ist, richtet sich grundsätzlich nach dem im Entscheidungszeitpunkt geltenden Recht, nach früherem Recht nur dann, wenn die Verjährung bereits unter dessen Geltung eingetreten war. (T1)
    Beisatz: Der Günstigkeitsvergleich des § 4 Abs 2 FinStrG ist diesbezüglich also nicht vorzunehmen, weil sich diese Bestimmung (nur) auf die Strafe, nicht aber auf die Verjährungsregelungen bezieht (VwGH 86/02/0171 verst Senat, JBl 1988, 738; VfGHB 284/78, VfSlg 9382 [jeweils zur - bezogen auf § 4 Abs 2 FinStrG - kongruenten Norm des § 1 Abs 2 VStG]). (T2)
  • 13 Os 99/05s
    Entscheidungstext OGH 15.02.2006 13 Os 99/05s
    Auch; nur T1; Beis wie T2 nur: Der Günstigkeitsvergleich des § 4 Abs 2 FinStrG ist diesbezüglich also nicht vorzunehmen, weil sich diese Bestimmung (nur) auf die Strafe, nicht aber auf die Verjährungsregelungen bezieht. (T3)
  • 11 Os 130/07p
    Entscheidungstext OGH 29.01.2008 11 Os 130/07p
    Auch; nur T1
  • 13 Os 14/08w
    Entscheidungstext OGH 23.04.2008 13 Os 14/08w
    Vgl auch; Beisatz: Der Ablauf einer zwar zur Tatzeit, nicht jedoch im Entscheidungszeitpunkt aktuellen Verjährungsfrist beweist nur dann Straflosigkeit, wenn er innerhalb der Geltungsdauer des Tatzeit-Rechts erfolgt ist. Verjährungsbestimmungen entfalten somit nicht schon zur Tatzeit, sondern erst mit Ablauf der Verjährungsfrist strafbefreiende Wirkung. Demgemäß sind sie - als potenziell den Entfall der Strafbarkeit bewirkende Normen - zwar prinzipiell in den Günstigkeitsvergleich (§ 4 Abs 2 FinStrG) einzubeziehen, vermögen die zu prüfende Rechtslage aber nur dann zu Gunsten des Täters zu beeinflussen, wenn das die Strafaufhebung (erst) aktualisierende Fristende auf einen Zeitpunkt fällt, zu dem die jeweilige Verjährungsnorm noch gilt. (T4)
  • 14 Os 129/10t
    Entscheidungstext OGH 25.01.2011 14 Os 129/10t
    Vgl auch; nur T1; Beis wie T4 nur: Demgemäß sind sie - als potenziell den Entfall der Strafbarkeit bewirkende Normen - zwar prinzipiell in den Günstigkeitsvergleich (§ 4 Abs 2 FinStrG) einzubeziehen, vermögen die zu prüfende Rechtslage aber nur dann zu Gunsten des Täters zu beeinflussen, wenn das die Strafaufhebung (erst) aktualisierende Fristende auf einen Zeitpunkt fällt, zu dem die jeweilige Verjährungsnorm noch gilt. (T5)
  • 13 Os 104/10h
    Entscheidungstext OGH 17.02.2011 13 Os 104/10h
    Auch; Beis wie T4; Beisatz: Diese Differenzierung ergibt sich aus der Rechtsnatur der Verjährung, die nach hM einen Strafaufhebungsgrund darstellt, was bedeutet, dass die zunächst gegebene Strafbarkeit einer Tat zu einem darauf folgenden Zeitpunkt (durch Fristablauf) beseitigt wird. (T6)
  • 14 Os 54/11i
    Entscheidungstext OGH 28.06.2011 14 Os 54/11i
    nur T1; Beis wie T6
  • 13 Os 18/12i
    Entscheidungstext OGH 05.04.2012 13 Os 18/12i
    Auch; Beisatz: Hier: § 31 Abs 5 FinStrG idF BGBl 1985/571 / AbgÄG 1998. (T7)
  • 14 Os 40/12g
    Entscheidungstext OGH 15.05.2012 14 Os 40/12g
    Vgl; nur T1; Beisatz: Hier: § 58 Abs 3 Z 3 StGB in der seit 1. Juni 2009 geltenden Fassung (BGBl I 2009/40) ist hier nicht anzuwenden, weil Verjährung ohne entsprechend hemmende Maßnahmen ‑ zumal § 105 StGB von § 58 Abs 3 StGB idF BGBl I 1998/153 nicht umfasst ist ‑ unter der Geltung des früheren Rechts eingetreten ist, der Angeklagte also bereits nach früherem Recht straflos geworden wäre. (T8)
  • 17 Os 10/14w
    Entscheidungstext OGH 11.08.2014 17 Os 10/14w
    Vgl
  • 11 Os 23/16s
    Entscheidungstext OGH 10.05.2016 11 Os 23/16s
    Auch; Beisatz: Zur Hemmung der Verjährung nach § 58 Abs 3 Z 2 StGB idF vor BGBl I 2007/93. (T9)
  • 15 Os 1/17m
    Entscheidungstext OGH 24.05.2017 15 Os 1/17m
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2002:RS0116876

Im RIS seit

02.11.2002

Zuletzt aktualisiert am

13.07.2017

Dokumentnummer

JJR_20021003_OGH0002_0120OS00087_0100000_001