Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 4Ob339/61 4Ob302/63 4Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0078301

Geschäftszahl

4Ob339/61; 4Ob302/63; 4Ob342/65; 4Ob347/65; 4Ob307/66; 4Ob342/66; 4Ob316/69; 4Ob356/69; 4Ob314/72; 4Ob309/73; 4Ob337/73; 4Ob362/74 (4Ob363/74); 4Ob306/76; 4Ob383/76; 4Ob323/77; 4Ob364/77; 4Ob408/77; 4Ob385/78; 4Ob382/79; 4Ob405/79; 4Ob407/83; 4Ob312/84; 4Ob308/86; 4Ob354/87; 4Ob365/87; 4Ob361/87; 4Ob387/87; 4Ob390/87; 4Ob13/88; 4Ob410/87; 4Ob6/89; 4Ob78/89; 4Ob55/90; 4Ob137/90; 4Ob126/90; 4Ob13/93; 4Ob64/93; 4Ob113/93; 4Ob112/93; 4Ob84/94; 4Ob11/95; 4Ob37/95; 4Ob34/95; 4Ob73/95; 4Ob2228/96t; 4Ob173/97p; 4Ob157/98m; 4Ob70/99v; 4Ob93/00f; 4Ob164/00x; 4Ob4/01v; 4Ob275/01x; 4Ob99/02s; 4Ob262/03p; 4Ob243/03v; 4Ob38/04y; 4Ob127/07s; 4Ob111/10t; 4Ob68/13y; 4Ob201/13g; 4Ob175/15m; 4Ob250/16t

Entscheidungsdatum

10.10.1961

Norm

UWG §2 C2b

Rechtssatz

Für die marktschreierische Anpreisung ist wesentlich, dass sie sofort von niemandem wörtlich ernst genommen wird. Es muss sich um eine nicht wörtlich zu nehmende, bloß reklamehafte Übertreibung handeln, die jedermann den sogleich erkennbaren Eindruck vermittelt, es handle sich hier nur um eine ohne Anspruch auf Glaubwürdigkeit und Gültigkeit auftretende Anpreisung; im Zweifel, ob eine marktschreierische Anpreisung oder eine ernst gemeinte Behauptung vorliegt, ist immer das letztere anzunehmen.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 339/61
    Entscheidungstext OGH 10.10.1961 4 Ob 339/61
    Veröff: JBl 1962,331 = ÖBl 1962,49
  • 4 Ob 302/63
    Entscheidungstext OGH 12.02.1963 4 Ob 302/63
    Beisatz: Gelee royale. (T1)
    Veröff: JBl 1964,91 = ÖBl 1963,110
  • 4 Ob 342/65
    Entscheidungstext OGH 28.07.1965 4 Ob 342/65
    Veröff: ÖBl 1966,7 = GRURAusl 1966,334
  • 4 Ob 347/65
    Entscheidungstext OGH 05.10.1965 4 Ob 347/65
    Veröff: GRURInt 1967,220
  • 4 Ob 307/66
    Entscheidungstext OGH 22.02.1966 4 Ob 307/66
    Veröff: ÖBl 1966,65
  • 4 Ob 342/66
    Entscheidungstext OGH 20.12.1966 4 Ob 342/66
    Veröff: ÖBl 1967,38
  • 4 Ob 316/69
    Entscheidungstext OGH 22.04.1969 4 Ob 316/69
    Veröff: EvBl 1969/428 S 665 = ÖBl 1969,82
  • 4 Ob 356/69
    Entscheidungstext OGH 25.11.1969 4 Ob 356/69
    Veröff: ÖBl 1970,52
  • 4 Ob 314/72
    Entscheidungstext OGH 25.04.1972 4 Ob 314/72
    Veröff: ÖBl 1973,55
  • 4 Ob 309/73
    Entscheidungstext OGH 27.03.1973 4 Ob 309/73
    nur: Für die marktschreierische Anpreisung ist wesentlich, daß sie sofort von niemandem wörtlich ernst genommen wird. (T2)
    Veröff: ÖBl 1973,131
  • 4 Ob 337/73
    Entscheidungstext OGH 11.12.1973 4 Ob 337/73
  • 4 Ob 362/74
    Entscheidungstext OGH 14.01.1975 4 Ob 362/74
    nur T2; Beisatz: Wir sind besser als die anderen. (T3)
    Veröff: ÖBl 1975,146
  • 4 Ob 306/76
    Entscheidungstext OGH 02.03.1976 4 Ob 306/76
    Beisatz: Erfolgreichster Rennski. (T4)
  • 4 Ob 383/76
    Entscheidungstext OGH 15.11.1976 4 Ob 383/76
    Beisatz: Fotobestpreisgarantie und Filmbestpreisgarantie "In Österreich konkurrenzlos". (T5); nur T2
  • 4 Ob 323/77
    Entscheidungstext OGH 22.03.1977 4 Ob 323/77
    Veröff: ÖBl 1977,68
  • 4 Ob 364/77
    Entscheidungstext OGH 13.09.1977 4 Ob 364/77
    Beisatz: Fliesen aus aller Welt: Billiger als in aller Welt. (T6)
    Veröff: ÖBl 1978,31
  • 4 Ob 408/77
    Entscheidungstext OGH 21.02.1978 4 Ob 408/77
    Auch; Beisatz: Jolly muß her, denn Jolly kann mehr! (T7)
    Veröff: ÖBl 1978,64
  • 4 Ob 385/78
    Entscheidungstext OGH 17.10.1978 4 Ob 385/78
    Beisatz: Auch hier gilt, dass der Beurteilung einer Werbeaussage nicht deren einzelne Teile zugrunde gelegt werden dürfen, sondern dass immer von dem beanstandeten Text in seiner Gesamtheit auszugehen und auf den Gesamteindruck der Ankündigung abzustellen ist. Hier: "Der Größte bei Schuhen - Der Kleinste bei Preisen" = keine bloß marktschreierische Reklame. (T8)
  • 4 Ob 382/79
    Entscheidungstext OGH 16.10.1979 4 Ob 382/79
    nur: Im Zweifel, ob eine marktschreierische Anpreisung oder eine ernst gemeinte Behauptung vorliegt, ist immer das letztere anzunehmen. (T9)
    Beis wie T8; Beisatz: Hier: Das kann nur der Hartlauer. (T10)
    Veröff: ÖBl 1980,44
  • 4 Ob 405/79
    Entscheidungstext OGH 18.12.1979 4 Ob 405/79
    Veröff: ÖBl 1980,73
  • 4 Ob 407/83
    Entscheidungstext OGH 10.01.1984 4 Ob 407/83
    nur T2; nur T9; Beisatz: Die sogenannte "marktschreierische Anpreisung" wird sogleich als Übertreibung aufgefasst und damit von jedermann unschwer auf ihren tatsächlichen Gehalt zurückgeführt, welcher deutlich erkennbar nicht in einer ernstzunehmenden Tatsachenbehauptung, sondern in einer ohne Anspruch auf Glaubwürdigkeit auftretenden reklamehaften Anpreisung liegt. - "hält Beine geruchlos". (T11)
    Veröff: ÖBl 1984,73
  • 4 Ob 312/84
    Entscheidungstext OGH 21.02.1984 4 Ob 312/84
    nur: Für die marktschreierische Anpreisung ist wesentlich, dass sie sofort von niemandem wörtlich ernst genommen wird. Es muss sich um eine nicht wörtlich zu nehmende, bloß reklamehafte Übertreibung handeln, die jedermann den sogleich erkennbaren Eindruck vermittelt, es handle sich hier nur um eine ohne Anspruch auf Glaubwürdigkeit und Gültigkeit auftretende Anpreisung (T12)
    Beisatz: Wir sind immer billiger. (T13)
  • 4 Ob 308/86
    Entscheidungstext OGH 25.03.1986 4 Ob 308/86
    nur T12; Veröff: ÖBl 1987,49
  • 4 Ob 354/87
    Entscheidungstext OGH 19.05.1987 4 Ob 354/87
    Auch; Beisatz: Hier: Behauptung, die "BEZIRKSJOURNALE" würden "Seite für Seite, Artikel für Artikel, Anzeige für Anzeige" gelesen. - " Das BEZIRKSJOURNAL - die Lieblingszeitung der Wiener". (T14)
    Veröff: MR 1987 H4,144 (Korn)
  • 4 Ob 365/87
    Entscheidungstext OGH 20.10.1987 4 Ob 365/87
    nur T2; Beis wie T11; Beisatz: Ob im einzelnen Fall eine solche Übertreibung oder eine ernst zu nehmende Tatsachenbehauptung vorliegt, hängt ua von der Person des Werbenden und dem Schauplatz der Werbeankündigung, aber auch von der Form der Werbung ab. Werbeankündigungen bedeutender Unternehmen werden im allgemeinen eher ernst genommen als jene kleiner Kaufleute. - "Neue Vorarlberger Tageszeitung, schneller, aktueller". (T15)
    Veröff: SZ 60/211 = WBl 1988,53
  • 4 Ob 361/87
    Entscheidungstext OGH 15.09.1987 4 Ob 361/87
    nur T2, Beisatz: Kaufen Sie jetzt keine Möbel. (T16)
    Veröff: ÖBl 1988,46 = WBl 1988,21
  • 4 Ob 387/87
    Entscheidungstext OGH 15.12.1987 4 Ob 387/87
    nur T12; Veröff: ÖBl 1989,50
  • 4 Ob 390/87
    Entscheidungstext OGH 15.12.1987 4 Ob 390/87
    Auch; nur T12; Beisatz: Sieben von zehn Vorarlbergern lesen VN. (T17)
    Veröff: ÖBl 1989,42 = WBl 1988,157 = MR 1988,100
  • 4 Ob 13/88
    Entscheidungstext OGH 12.04.1988 4 Ob 13/88
    Auch; Veröff: WBl 1988,336
  • 4 Ob 410/87
    Entscheidungstext OGH 12.04.1988 4 Ob 410/87
    nur T9; Beisatz: Im Zweifel ist vom Vorliegen eines Tatsachenkerns auszugehen. (T18)
    Veröff: MR 1988,166 = ÖBl 1989,45
  • 4 Ob 6/89
    Entscheidungstext OGH 13.06.1989 4 Ob 6/89
    Vgl auch; nur T2; Beisatz: Hier: "Preisboxer DOGRO" und "DOGRO - Preise alle absolut sensationell in Österreich" werden vom angesprochenen Publikum auch nicht wörtlich verstanden, sondern nur als Übertreibung angesehen, weil niemand annehmen wird, ein Lebensmittel - Supermarkt habe immer und zu jeder Zeit bei jeden einzelnen von zahlreichen angebotenen Waren die niedrigsten Preise. (T19)
  • 4 Ob 78/89
    Entscheidungstext OGH 12.09.1989 4 Ob 78/89
    Veröff: ÖBl 1990,113 = MR 1990,31
  • 4 Ob 55/90
    Entscheidungstext OGH 24.04.1990 4 Ob 55/90
    Auch
  • 4 Ob 137/90
    Entscheidungstext OGH 11.09.1990 4 Ob 137/90
    Auch; nur T12; Veröff: ÖBl 1991,81
  • 4 Ob 126/90
    Entscheidungstext OGH 25.09.1990 4 Ob 126/90
    Beisatz: Daueraktionspreise. (T20)
    Veröff: ÖBl 1991,157
  • 4 Ob 13/93
    Entscheidungstext OGH 26.01.1993 4 Ob 13/93
    nur T9; Veröff: WBl 1993,231
  • 4 Ob 64/93
    Entscheidungstext OGH 29.06.1993 4 Ob 64/93
    Beisatz: Wir machen das einhundertfache aus Ihren Banknoten. (T21)
  • 4 Ob 113/93
    Entscheidungstext OGH 12.10.1993 4 Ob 113/93
    Beisatz: Hier: "News" - eintausend Schilling - Gewinnjeton. (T22)
  • 4 Ob 112/93
    Entscheidungstext OGH 02.11.1993 4 Ob 112/93
  • 4 Ob 84/94
    Entscheidungstext OGH 19.09.1994 4 Ob 84/94
    Beisatz: Führerschein auf Anhieb. (T23)
  • 4 Ob 11/95
    Entscheidungstext OGH 31.01.1995 4 Ob 11/95
    nur T12; Beisatz: Hier: Die Aussage, das Waschmittel habe "wesentlich mehr Waschkraft" als herkömmliche Pulver, wird aber zumindest von einem nicht unerheblichen Teil der angesprochenen Verkehrskreise ernst genommen. (T24)
  • 4 Ob 37/95
    Entscheidungstext OGH 09.05.1995 4 Ob 37/95
    Auch; nur T2; nur T9; Beisatz: Bei Verbindung der Aussage, die eigene Zeitung sei "besser" als alle anderen, mit einer Preisgegenüberstellung kann nicht mehr von einer bloß marktschreierischen, von niemandem ernstgemeinten Äußerung gesprochen werden. (T25) Veröff: SZ 68/89
  • 4 Ob 34/95
    Entscheidungstext OGH 23.05.1995 4 Ob 34/95
    Auch; nur T2; nur T9; Beis wie T25
  • 4 Ob 73/95
    Entscheidungstext OGH 19.09.1995 4 Ob 73/95
    nur T12; Beis wie T11
  • 4 Ob 2228/96t
    Entscheidungstext OGH 01.10.1996 4 Ob 2228/96t
    nur T12, Beis wie T11
  • 4 Ob 173/97p
    Entscheidungstext OGH 09.09.1997 4 Ob 173/97p
    Vgl auch; Beis wie T11 nur: Die sogenannte "marktschreierische Anpreisung" wird sogleich als Übertreibung aufgefaßt und damit von jedermann unschwer auf ihren tatsächlichen Gehalt zurückgeführt, welcher deutlich erkennbar nicht in einer ernstzunehmenden Tatsachenbehauptung, sondern in einer ohne Anspruch auf Glaubwürdigkeit auftretenden reklamehaften Anpreisung liegt. (T26)
  • 4 Ob 157/98m
    Entscheidungstext OGH 12.08.1998 4 Ob 157/98m
    Auch; nur T2; Beis wie T26
  • 4 Ob 70/99v
    Entscheidungstext OGH 23.03.1999 4 Ob 70/99v
    Auch; Beisatz: Hier: "Bester Optiker Europas". (T27)
  • 4 Ob 93/00f
    Entscheidungstext OGH 12.04.2000 4 Ob 93/00f
    Auch; Beis wie T11 nur: Die sogenannte "marktschreierische Anpreisung" wird sogleich als Übertreibung aufgefaßt und damit von jedermann unschwer auf ihren tatsächlichen Gehalt zurückgeführt, welcher deutlich erkennbar nicht in einer ernstzunehmenden Tatsachenbehauptung, sondern in einer ohne Anspruch auf Glaubwürdigkeit auftretenden reklamehaften Anpreisung liegt. (T28)
  • 4 Ob 164/00x
    Entscheidungstext OGH 15.06.2000 4 Ob 164/00x
    Vgl auch; Beis wie T28
  • 4 Ob 4/01v
    Entscheidungstext OGH 16.01.1901 4 Ob 4/01v
    Auch; Beis wie T11
  • 4 Ob 275/01x
    Entscheidungstext OGH 29.01.2002 4 Ob 275/01x
    Vgl auch; Beisatz: Hat die beanstandete Aussage einen eindeutigen (unrichtigen) Inhalt, braucht die Unklarheitenregel gar nicht herangezogen zu werden. (T29)
  • 4 Ob 99/02s
    Entscheidungstext OGH 02.07.2002 4 Ob 99/02s
    Auch
  • 4 Ob 262/03p
    Entscheidungstext OGH 20.01.2004 4 Ob 262/03p
    Vgl auch; Beis wie T26; Beisatz: "Bestpreis". (T30)
  • 4 Ob 243/03v
    Entscheidungstext OGH 20.01.2004 4 Ob 243/03v
    Auch; nur T12; Beisatz: Bei der marktschreierischen Anpreisung genügt es, dass der sachlich nachprüfbare Tatsachenkern der Wahrheit entspricht. (T31)
    Die Aussage, das neue Geschirrspülmittel der Beklagten steigere den Glanz der damit gespülten Gläser "um 100%", wird keineswegs von jedermann sogleich als nicht ernst gemeinte reklamehafte Übertreibung aufgefasst. (T32)
  • 4 Ob 38/04y
    Entscheidungstext OGH 04.05.2004 4 Ob 38/04y
    Auch; Beisatz: Im Zweifel ist stets eine ernst gemeinte Tatsachenbehauptung anzunehmen. (T33); Beisatz: Hier: Werbeeinschaltung einer Gratiswochenzeitung: "Maximale Reichweite, maximaler Erfolg". (T34)
  • 4 Ob 127/07s
    Entscheidungstext OGH 10.07.2007 4 Ob 127/07s
    Auch
  • 4 Ob 111/10t
    Entscheidungstext OGH 09.11.2010 4 Ob 111/10t
  • 4 Ob 68/13y
    Entscheidungstext OGH 09.07.2013 4 Ob 68/13y
    Vgl auch
  • 4 Ob 201/13g
    Entscheidungstext OGH 20.01.2014 4 Ob 201/13g
    Beisatz: Auch marktschreierische Anpreisungen lassen sich zumeist auf einen sachlich nachprüfbaren Tatsachenkern zurückführen, der von Werbeadressaten ernst genommen wird und daher bei Unrichtigkeit zur Irreführung geeignet ist. (T35)
  • 4 Ob 175/15m
    Entscheidungstext OGH 20.10.2015 4 Ob 175/15m
    Ähnlich; Beis wie T8 nur: Auch hier gilt, dass der Beurteilung einer Werbeaussage nicht deren einzelne Teile zugrunde gelegt werden dürfen, sondern dass immer von dem beanstandeten Text in seiner Gesamtheit auszugehen und auf den Gesamteindruck der Ankündigung abzustellen ist. (T36)
  • 4 Ob 250/16t
    Entscheidungstext OGH 03.05.2017 4 Ob 250/16t
    Auch; nur T9; Beis wie T33

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1961:RS0078301

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

09.06.2017

Dokumentnummer

JJR_19611010_OGH0002_0040OB00339_6100000_001

Rechtssatz für 4Ob308/74 4Ob354/74 4Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0043590

Geschäftszahl

4Ob308/74; 4Ob354/74; 4Ob331/77; 4Ob413/77; 4Ob334/78; 4Ob367/78 (4Ob368/78); 4Ob387/78; 4Ob402/78; 4Ob313/79; 4Ob320/79; 4Ob368/79; 4Ob309/80; 4Ob351/80; 4Ob388/80; 4Ob305/81; 4Ob326/81; 4Ob308/82; 4Ob382/82; 4Ob383/83; 4Ob402/83; 7Ob554/84; 4Ob305/85; 4Ob370/87; 4Ob378/87; 4Ob4/88; 4Ob35/88; 4Ob118/88; 4Ob43/89; 4Ob86/89; 4Ob128/89; 4Ob120/89; 4Ob36/90; 4Ob53/90; 4Ob129/90; 4Ob171/90; 4Ob47/91; 4Ob14/93; 4Ob12/93; 4Ob19/93; 4Ob52/93; 4Ob64/93; 4Ob119/93; 4Ob1/94; 4Ob84/94; 4Ob1118/94; 4Ob1007/95; 4Ob62/95; 6Ob24/95; 4Ob88/95; 4Ob1/96; 4Ob2102/96p; 4Ob2064/96z; 4Ob2081/96z; 4Ob2338/96v; 4Ob56/97g; 4Ob170/97x; 4Ob238/97x; 4Ob47/98k; 4Ob228/98b; 4Ob243/98h; 4Ob296/98b; 4Ob320/98g; 4Ob45/99t; 4Ob232/99t; 4Ob259/99p; 4Ob334/99t; 4Ob31/00p; 4Ob49/00k; 4Ob60/00b; 4Ob93/00f; 4Ob295/99g; 4Ob67/00g; 4Ob141/00i; 4Ob103/00a; 4Ob142/00m; 4Ob208/00t; 4Ob246/00f; 4Ob260/00i; 4Ob276/00t; 4Ob290/00a; 4Ob48/01i (4Ob125/01p); 4Ob45/02z; 4Ob215/02z; 4Ob23/04t; 4Ob243/03v; 4Ob62/05d; 4Ob123/06a; 4Ob120/06k; 4Ob233/06b; 4Ob127/07s; 4Ob245/07v; 4Ob69/08p; 3Ob178/08k; 4Ob177/08w; 4Ob176/08y; 4Ob178/08t; 4Ob188/08p; 4Ob199/08f; 4Ob29/10h; 4Ob47/10f; 4Ob39/10d; 17Ob16/10t; 4Ob228/10y; 4Ob20/11m; 4Ob45/11p; 17Ob15/11x; 4Ob155/11i; 4Ob220/11y; 17Ob27/11m; 4Ob97/12m; 4Ob161/12y; 4Ob220/12z; 4Ob149/13k; 4Ob221/13y; 4Ob67/14b; 4Ob94/14y; 4Ob134/15g; 4Ob95/16y; 4Ob136/17d; 4Ob56/19t

Entscheidungsdatum

19.03.1974

Norm

UWG §2 C2a
UWG §2 A2
ZPO §503 Z4 E4c23

Rechtssatz

Welchen Eindruck eine Ankündigung auf den Durchschnittsleser vermittelt, ist eine Rechtsfrage, die nach objektiven Maßstäben zu lösen ist. Maßgeblich ist die Verkehrsauffassung, nämlich der Eindruck, der sich bei auch nur flüchtigem Lesen für den Durchschnittsinteressenten ergibt, wobei der Ankündigende bei Mehrdeutigkeit der Ankündigung auch die für ihn ungünstigste Auslegung gegen sich gelten lassen muss (hier: ZugG).

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 308/74
    Entscheidungstext OGH 19.03.1974 4 Ob 308/74
    Beisatz: Taxispesenersatz. (T1)
    Veröff: SZ 47/31 = ÖBl 1974,117
  • 4 Ob 354/74
    Entscheidungstext OGH 10.12.1974 4 Ob 354/74
    Beisatz: Österreichs größtes Fachgeschäft für Skiläufer. (T2)
  • 4 Ob 331/77
    Entscheidungstext OGH 03.05.1977 4 Ob 331/77
    nur: Maßgeblich ist die Verkehrsauffassung, nämlich der Eindruck, der sich bei auch nur flüchtigem Lesen für den Durchschnittsinteressenten ergibt, wobei der Ankündigende bei Mehrdeutigkeit der Ankündigung auch die für ihn ungünstigste Auslegung gegen sich gelten lassen muss. (T3)
  • 4 Ob 413/77
    Entscheidungstext OGH 17.01.1978 4 Ob 413/77
    nur T3; Beisatz: Kneissl, der erfolgreichste Ski der Olympischen Winterspiele 1976. (T4)
  • 4 Ob 334/78
    Entscheidungstext OGH 13.06.1978 4 Ob 334/78
    nur T3; Beisatz: Statt - Preise (T5)
  • 4 Ob 367/78
    Entscheidungstext OGH 17.10.1978 4 Ob 367/78
    nur T3; Veröff: ÖBl 1979,101
  • 4 Ob 387/78
    Entscheidungstext OGH 24.10.1978 4 Ob 387/78
    nur T3
  • 4 Ob 402/78
    Entscheidungstext OGH 05.12.1978 4 Ob 402/78
    nur T3; Veröff: ÖBl 1979,126
  • 4 Ob 313/79
    Entscheidungstext OGH 13.03.1979 4 Ob 313/79
    Veröff: ÖBl 1979,124
  • 4 Ob 320/79
    Entscheidungstext OGH 27.03.1979 4 Ob 320/79
    nur T3; Beisatz: Saturday night Disco Fever (T6)
    Veröff: ÖBl 1979,105
  • 4 Ob 368/79
    Entscheidungstext OGH 15.01.1980 4 Ob 368/79
    nur T3; Beisatz: Bestpreisgarantie (T7)
    Veröff: ÖBl 1980,42
  • 4 Ob 309/80
    Entscheidungstext OGH 04.03.1980 4 Ob 309/80
    nur T3; Beisatz: Referance to the Beatles (T8)
    Veröff: ÖBl 1981,48
  • 4 Ob 351/80
    Entscheidungstext OGH 18.09.1980 4 Ob 351/80
    nur T3; Beisatz: Auslegung der Worte "Materialteuerungszuschlag abgeschafft". (T9)
  • 4 Ob 388/80
    Entscheidungstext OGH 25.11.1980 4 Ob 388/80
    nur T3; Beisatz: Egger - Bier seit 1675 (T10)
  • 4 Ob 305/81
    Entscheidungstext OGH 17.02.1981 4 Ob 305/81
  • 4 Ob 326/81
    Entscheidungstext OGH 28.04.1981 4 Ob 326/81
    Beisatz: Rechtsfrage, soweit dazu die Erfahrungssätze des täglichen Lebens ausreichen. Gae - Wolf - Jacken (T11)
    Veröff: ÖBl 1981,159 (mit Anmerkung von Schönherr)
  • 4 Ob 308/82
    Entscheidungstext OGH 16.02.1982 4 Ob 308/82
    nur T3; Beisatz: Flasch Gordon II (T12)
    Veröff: ÖBl 1983,106
  • 4 Ob 382/82
    Entscheidungstext OGH 09.11.1982 4 Ob 382/82
    nur T3; Beisatz: J.Arch. (T13)
    Veröff: ÖBl 1983,46
  • 4 Ob 383/83
    Entscheidungstext OGH 20.09.1983 4 Ob 383/83
    Beis wie T11; Beisatz: Hier: Bezeichnung eines Kraftfahrzeugreparaturbetriebs als "BMW - Spezialist". (T14)
    Veröff: NZ 1984,62 = ÖBl 1984,78
  • 4 Ob 402/83
    Entscheidungstext OGH 13.12.1983 4 Ob 402/83
    nur T3; Beisatz: Fototasche obligat (T15)
    Veröff: ÖBl 1984,75
  • 7 Ob 554/84
    Entscheidungstext OGH 19.04.1984 7 Ob 554/84
    Auch; nur: Welchen Eindruck eine Ankündigung auf den Durchschnittsleser vermittelt, ist eine Rechtsfrage, die nach objektiven Maßstäben zu lösen ist. Maßgeblich ist die Verkehrsauffassung, nämlich der Eindruck, der sich bei auch nur flüchtigem Lesen für den Durchschnittsinteressenten ergibt. (T16)
    Beis wie T11
  • 4 Ob 305/85
    Entscheidungstext OGH 27.02.1985 4 Ob 305/85
    Veröff: SZ 58/38 = RdW 1985,212 = ÖBl 1986,68
  • 4 Ob 370/87
    Entscheidungstext OGH 29.09.1987 4 Ob 370/87
    nur T3; Beisatz: Dem Publikum kann nicht zugemutet werden, besondere Überlegungen oder Nachforschungen anzustellen, um Sinn und Bedeutung einer geschäftlichen Ankündigung aufzuklären. Auch von Prospekten, die jedem Haushalt in einem bestimmten Gebiet zugestellt werden, kann nicht erwartet werden, dass sie aufmerksam und genau gelesen werden. (T17)
  • 4 Ob 378/87
    Entscheidungstext OGH 12.01.1988 4 Ob 378/87
    Beis wie T11
  • 4 Ob 4/88
    Entscheidungstext OGH 12.04.1988 4 Ob 4/88
  • 4 Ob 35/88
    Entscheidungstext OGH 14.06.1988 4 Ob 35/88
    Beisatz: Keine Heranziehung der für die Auslegung rechtsgeschäftlicher Erklärungen geltenden Regeln (§§ 914 f) Beurteilung einzig und allein nach der Verkehrsauffassung. (T18)
  • 4 Ob 118/88
    Entscheidungstext OGH 24.01.1989 4 Ob 118/88
    nur T3
  • 4 Ob 43/89
    Entscheidungstext OGH 09.05.1989 4 Ob 43/89
    nur: Maßgeblich ist die Verkehrsauffassung, nämlich der Eindruck, der sich bei auch nur flüchtigem Lesen für den Durchschnittsinteressenten ergibt. (T19)
  • 4 Ob 86/89
    Entscheidungstext OGH 27.06.1989 4 Ob 86/89
    nur T3
  • 4 Ob 128/89
    Entscheidungstext OGH 10.10.1989 4 Ob 128/89
    Auch; nur T19; Beisatz: Dieser Eindruck ist auch bei der Beurteilung der Frage maßgebend, ob eine Tatsachenmitteilung im Sinne des § 7 UWG oder ein unüberprüfbares Werturteil vorliegt. (T20)
    Veröff: ÖBl 1990,18 = MR 1989,219 (Korn)
  • 4 Ob 120/89
    Entscheidungstext OGH 26.09.1989 4 Ob 120/89
    Auch; nur T19
  • 4 Ob 36/90
    Entscheidungstext OGH 20.02.1990 4 Ob 36/90
    nur T19; Beisatz: Burgenländischer Winzerverband Gesellschaft mbH (T21)
  • 4 Ob 53/90
    Entscheidungstext OGH 12.06.1990 4 Ob 53/90
    Beis wie T11 nur: Rechtsfrage, soweit dazu die Erfahrungssätze des täglichen Lebens ausreichen. (T22)
  • 4 Ob 129/90
    Entscheidungstext OGH 09.10.1990 4 Ob 129/90
    Auch; nur T19
  • 4 Ob 171/90
    Entscheidungstext OGH 29.01.1991 4 Ob 171/90
    Auch; Beis wie T11; Veröff: WBl 1991,203
  • 4 Ob 47/91
    Entscheidungstext OGH 09.07.1991 4 Ob 47/91
    Auch; Veröff: GRURInt 1992,468 = WBl 1991,397 = ecolex 1991,862
  • 4 Ob 14/93
    Entscheidungstext OGH 09.03.1993 4 Ob 14/93
    nur T3; Veröff: WBl 1993,337 = MR 1993,116
  • 4 Ob 12/93
    Entscheidungstext OGH 09.03.1993 4 Ob 12/93
    nur T3
  • 4 Ob 19/93
    Entscheidungstext OGH 23.03.1993 4 Ob 19/93
    Auch
  • 4 Ob 52/93
    Entscheidungstext OGH 04.05.1993 4 Ob 52/93
    Auch; nur T3; Beisatz: Hier: § 1330 Abs 2 ABGB. (T23)
  • 4 Ob 64/93
    Entscheidungstext OGH 29.06.1993 4 Ob 64/93
    nur T3
  • 4 Ob 119/93
    Entscheidungstext OGH 12.10.1993 4 Ob 119/93
    nur T3
  • 4 Ob 1/94
    Entscheidungstext OGH 15.02.1994 4 Ob 1/94
    Auch; Beisatz: Götz - Zitat (T24)
  • 4 Ob 84/94
    Entscheidungstext OGH 19.09.1994 4 Ob 84/94
    nur T3
  • 4 Ob 1118/94
    Entscheidungstext OGH 08.11.1994 4 Ob 1118/94
    Auch; nur T3
  • 4 Ob 1007/95
    Entscheidungstext OGH 31.01.1995 4 Ob 1007/95
    Auch; nur T3; Beisatz: Hier: Landeck Taxi (T25)
  • 4 Ob 62/95
    Entscheidungstext OGH 11.07.1995 4 Ob 62/95
    Auch; nur: Welchen Eindruck eine Ankündigung auf den Durchschnittsleser vermittelt, ist eine Rechtsfrage. (T26)
    Beis wie T11
  • 6 Ob 24/95
    Entscheidungstext OGH 13.10.1995 6 Ob 24/95
    nur T3
  • 4 Ob 88/95
    Entscheidungstext OGH 05.12.1995 4 Ob 88/95
    Auch; nur T26; Beis wie T22; Beisatz: Die Frage, welche Wirkung eine Werbeaussage auf die beteiligten Verkehrskreise hat, ist eine Rechtsfrage, wenn zu ihrer Beurteilung die Erfahrungen des täglichen Lebens ausreichen; sie ist aber immer dann eine Tatfrage, wenn dies nicht der Fall ist. (T27)
  • 4 Ob 1/96
    Entscheidungstext OGH 30.01.1996 4 Ob 1/96
    nur T26; nur T19, Beis wie T11
  • 4 Ob 2102/96p
    Entscheidungstext OGH 14.05.1996 4 Ob 2102/96p
    Auch; nur T19
  • 4 Ob 2064/96z
    Entscheidungstext OGH 14.05.1996 4 Ob 2064/96z
    nur T26; nur T19; Beis wie T11; Beisatz: Ob eine Angabe zur Irreführung geeignet ist, hängt davon ab, wie die angesprochenen Verkehrskreise die Angabe verstehen. Eine Ankündigung verstößt schon dann gegen § 2 UWG, wenn sie nach ihrem Gesamteindruck bei flüchtiger Betrachtung durch einen Kunden mit durchschnittlicher Aufmerksamkeit irrige Vorstellungen erwecken kann. Der EuGH geht vom Bild eines mündigen und verständigen Verbrauchers aus. (T28)
  • 4 Ob 2081/96z
    Entscheidungstext OGH 16.04.1996 4 Ob 2081/96z
    Auch
  • 4 Ob 2338/96v
    Entscheidungstext OGH 17.12.1996 4 Ob 2338/96v
    nur T19; Beis wie T28 nur: Der EuGH geht vom Bild eines mündigen und verständigen Verbrauchers aus. (T29)
  • 4 Ob 56/97g
    Entscheidungstext OGH 08.04.1997 4 Ob 56/97g
    Auch
  • 4 Ob 170/97x
    Entscheidungstext OGH 10.06.1997 4 Ob 170/97x
    nur T3
  • 4 Ob 238/97x
    Entscheidungstext OGH 09.09.1997 4 Ob 238/97x
    Vgl auch; Beisatz: "Führungsteam". (T30)
    Beisatz: Auch fachkundige Personen und Unternehmer können diese Aussage in dem genannten, ungünstigen Sinn verstehen. (T31)
  • 4 Ob 47/98k
    Entscheidungstext OGH 24.02.1998 4 Ob 47/98k
    Auch; nur T3; Beisatz: Hier: "Schweizer Qualität beziehungsweise "swiss quality for european cellular". (T32)
  • 4 Ob 228/98b
    Entscheidungstext OGH 28.09.1998 4 Ob 228/98b
    Vgl; nur: Wobei der Ankündigende bei Mehrdeutigkeit der Ankündigung auch die für ihn ungünstigste Auslegung gegen sich gelten lassen muss. (T33)
  • 4 Ob 243/98h
    Entscheidungstext OGH 10.11.1998 4 Ob 243/98h
    Vgl; Beis wie T27 nur: Die Frage, welche Wirkung eine Werbeaussage auf die beteiligten Verkehrskreise hat, ist eine Rechtsfrage, wenn zu ihrer Beurteilung die Erfahrungen des täglichen Lebens ausreichen. (T34)
  • 4 Ob 296/98b
    Entscheidungstext OGH 24.11.1998 4 Ob 296/98b
    Auch
  • 4 Ob 320/98g
    Entscheidungstext OGH 15.12.1998 4 Ob 320/98g
    Vgl; nur T19
  • 4 Ob 45/99t
    Entscheidungstext OGH 23.02.1999 4 Ob 45/99t
    Vgl; Beis wie T22; Beis wie T28 nur: Ob eine Angabe zur Irreführung geeignet ist, hängt davon ab, wie die angesprochenen Verkehrskreise die Angabe verstehen. (T35)
  • 4 Ob 232/99t
    Entscheidungstext OGH 14.09.1999 4 Ob 232/99t
    Vgl auch; Beis wie T28 nur: Ob eine Angabe zur Irreführung geeignet ist, hängt davon ab, wie die angesprochenen Verkehrskreise die Angabe verstehen. Eine Ankündigung verstößt schon dann gegen § 2 UWG, wenn sie nach ihrem Gesamteindruck bei flüchtiger Betrachtung durch einen Kunden mit durchschnittlicher Aufmerksamkeit irrige Vorstellungen erwecken kann. (T36)
  • 4 Ob 259/99p
    Entscheidungstext OGH 23.11.1999 4 Ob 259/99p
    Vgl; nur T33; Beis wie T22
  • 4 Ob 334/99t
    Entscheidungstext OGH 14.12.1999 4 Ob 334/99t
    Auch; nur T33
  • 4 Ob 31/00p
    Entscheidungstext OGH 15.02.2000 4 Ob 31/00p
    Auch; nur T3; Beis wie T34
  • 4 Ob 49/00k
    Entscheidungstext OGH 14.03.2000 4 Ob 49/00k
    Auch; nur T3; Beis wie T34
  • 4 Ob 60/00b
    Entscheidungstext OGH 14.03.2000 4 Ob 60/00b
    Vgl auch; nur T3
  • 4 Ob 93/00f
    Entscheidungstext OGH 12.04.2000 4 Ob 93/00f
    Vgl; Beis wie T27 nur: Die Frage, welche Wirkung eine Werbeaussage auf die beteiligten Verkehrskreise hat, ist eine Rechtsfrage, wenn zu ihrer Beurteilung die Erfahrungen des täglichen Lebens ausreichen. (T37)
  • 4 Ob 295/99g
    Entscheidungstext OGH 18.01.2000 4 Ob 295/99g
    Auch; nur T3
  • 4 Ob 67/00g
    Entscheidungstext OGH 14.03.2000 4 Ob 67/00g
    Auch; nur T3; Beis wie T37
  • 4 Ob 141/00i
    Entscheidungstext OGH 23.05.2000 4 Ob 141/00i
    Auch; nur T3
  • 4 Ob 103/00a
    Entscheidungstext OGH 23.05.2000 4 Ob 103/00a
    Vgl auch; nur: wobei der Ankündigende bei Mehrdeutigkeit der Ankündigung auch die für ihn ungünstigste Auslegung gegen sich gelten lassen muss. (T38)
    Beis wie T28 nur: Ob eine Angabe zur Irreführung geeignet ist, hängt davon ab, wie die angesprochenen Verkehrskreise die Angabe verstehen. Eine Ankündigung verstößt schon dann gegen § 2 UWG, wenn sie nach ihrem Gesamteindruck bei flüchtiger Betrachtung durch einen Kunden mit durchschnittlicher Aufmerksamkeit irrige Vorstellungen erwecken kann. (T39)
  • 4 Ob 142/00m
    Entscheidungstext OGH 23.05.2000 4 Ob 142/00m
    Vgl auch; Beis wie T28 nur: Eine Ankündigung verstößt schon dann gegen § 2 UWG, wenn sie nach ihrem Gesamteindruck bei flüchtiger Betrachtung durch einen Kunden mit durchschnittlicher Aufmerksamkeit irrige Vorstellungen erwecken kann. (T40)
  • 4 Ob 208/00t
    Entscheidungstext OGH 17.08.2000 4 Ob 208/00t
    Vgl auch; Beis wie T40
  • 4 Ob 246/00f
    Entscheidungstext OGH 03.10.2000 4 Ob 246/00f
    Auch; Beis wie T22
  • 4 Ob 260/00i
    Entscheidungstext OGH 14.11.2000 4 Ob 260/00i
    Vgl; nur T33; Beis wie T35
  • 4 Ob 276/00t
    Entscheidungstext OGH 16.01.2001 4 Ob 276/00t
    Auch; nur T33; Beis wie T35
  • 4 Ob 290/00a
    Entscheidungstext OGH 16.01.2001 4 Ob 290/00a
    Auch; nur T3; Beis wie T37
  • 4 Ob 48/01i
    Entscheidungstext OGH 29.05.2001 4 Ob 48/01i
    Vgl auch; Beis wie T6
  • 4 Ob 45/02z
    Entscheidungstext OGH 13.03.2002 4 Ob 45/02z
    Vgl auch
  • 4 Ob 215/02z
    Entscheidungstext OGH 15.10.2002 4 Ob 215/02z
    Vgl aber; Beisatz: Richtet sich eine Werbeaussage - wie hier - allein an Fachkreise, ist für die wettbewerbsrechtliche Beurteilung dieser Werbebehauptung allein die Verkehrsauffassung dieser Fachkreise maßgebend. (T41)
  • 4 Ob 23/04t
    Entscheidungstext OGH 10.02.2004 4 Ob 23/04t
    Auch; Beisatz: "Eigene Büros in Fernost". (T42)
  • 4 Ob 243/03v
    Entscheidungstext OGH 20.01.2004 4 Ob 243/03v
    Auch; nur T3; Beisatz: Was der Werbende meint, ist nicht maßgeblich. (T43)
    Beisatz: Die für ihn ungünstigste Auslegung muss der werbende dann gegen sich gelten lassen, wenn ein nicht unbeträchtlicher Teil des angesprochenen Publikums die Äußerung tatsächlich in diesem ungünstigen Sinn verstehen kann. (T44)
    Beisatz: Hier: Das beworbene Geschirrspülmittel steigert den Glanz um 100 %. (T45)
  • 4 Ob 62/05d
    Entscheidungstext OGH 26.04.2005 4 Ob 62/05d
    Beisatz: Hier: „Österreichs beliebtester Verbrauchermarkt". (T46a)
    Bem: Umnummerierung vormals (T46)
  • 4 Ob 120/06k
    Entscheidungstext OGH 28.09.2006 4 Ob 120/06k
    Auch; Beisatz: „Es gibt nichts Besseres für Ihre Hypertonie-Patienten". (T47)
  • 4 Ob 123/06a
    Entscheidungstext OGH 28.09.2006 4 Ob 123/06a
    Auch; Beisatz: Ob Angaben zur Irreführung geeignet sind, ist nach dem Gesamteindruck der Werbung zu beurteilen. (T46)
  • 4 Ob 233/06b
    Entscheidungstext OGH 13.02.2007 4 Ob 233/06b
    Beis ähnlich wie T44
  • 4 Ob 127/07s
    Entscheidungstext OGH 10.07.2007 4 Ob 127/07s
    Auch; Beisatz: Maßgebend ist der durchschnittlich informierte und verständige Adressat der Werbung, der eine dem Anlass angemessene Aufmerksamkeit aufwendet (siehe RS0114366). (T48)
  • 4 Ob 245/07v
    Entscheidungstext OGH 08.04.2008 4 Ob 245/07v
    Auch; Beisatz: Nichts geändert hat die UWG-Novelle 2007 an der Rechtsprechung, wonach eine Ankündigung nach ihrem Gesamteindruck zu beurteilen ist. (T49)
  • 4 Ob 69/08p
    Entscheidungstext OGH 20.05.2008 4 Ob 69/08p
    Auch; Beis wie T49
  • 3 Ob 178/08k
    Entscheidungstext OGH 03.10.2008 3 Ob 178/08k
    Auch; nur T26; Beisatz: Weder die (strafrechtliche und auf Tatfragen bezogene) Zweifelsregel "in dubio pro reo" noch die in diesem Zusammenhang in der E 11 Os 124/07f (11 Os 125/07b) angestellten Erwägungen sind auf die zivilrechtliche Judikatur zu übertragen. (T50)
  • 4 Ob 177/08w
    Entscheidungstext OGH 18.11.2008 4 Ob 177/08w
    Vgl; Beis wie T46; Beis wie T49
  • 4 Ob 176/08y
    Entscheidungstext OGH 20.01.2009 4 Ob 176/08y
    Vgl
  • 4 Ob 178/08t
    Entscheidungstext OGH 18.11.2008 4 Ob 178/08t
    Vgl; Beis ähnlich wie T36
  • 4 Ob 188/08p
    Entscheidungstext OGH 20.01.2009 4 Ob 188/08p
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T36; Veröff: SZ 2009/6
  • 4 Ob 199/08f
    Entscheidungstext OGH 20.01.2009 4 Ob 199/08f
    Vgl auch
  • 4 Ob 29/10h
    Entscheidungstext OGH 11.05.2010 4 Ob 29/10h
    Vgl auch; Beis wie T49
  • 4 Ob 47/10f
    Entscheidungstext OGH 11.05.2010 4 Ob 47/10f
    Vgl; Beis wie T49
  • 4 Ob 39/10d
    Entscheidungstext OGH 13.07.2010 4 Ob 39/10d
    Vgl; Beis wie T48
  • 17 Ob 16/10t
    Entscheidungstext OGH 18.01.2011 17 Ob 16/10t
    Auch; Beis wie T27; Beisatz: Den Parteien steht es aber frei, Erfahrungssätze zu behaupten und unter Beweis zu stellen oder den Beweis der Unrichtigkeit der vom Obersten Gerichtshof zugrunde gelegten Erfahrungssätze anzutreten. (T51)
  • 4 Ob 228/10y
    Entscheidungstext OGH 15.02.2011 4 Ob 228/10y
    Vgl; Beis ähnlich wie T36; Beis ähnlich wie T39; Beis ähnlich wie T40; Beisatz: Hier: Waldbeeren‑Fruchtschnitte. (T52)
  • 4 Ob 20/11m
    Entscheidungstext OGH 23.03.2011 4 Ob 20/11m
    Vgl auch; Beis wie T48; Beis wie T49; Beisatz: Dragon FX Garant ‑ Garantiezusage. (T53)
  • 4 Ob 45/11p
    Entscheidungstext OGH 21.06.2011 4 Ob 45/11p
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T22; Beis ähnlich wie T27; Beis ähnlich wie T37; Beisatz: Hier: Formular zur (kostenpflichtigen) Eintragung in ein „Online-Branchenregister“. (T54)
  • 17 Ob 15/11x
    Entscheidungstext OGH 19.09.2011 17 Ob 15/11x
    Vgl auch; Beis wie T51
  • 4 Ob 155/11i
    Entscheidungstext OGH 22.11.2011 4 Ob 155/11i
    Vgl auch; Beis wie T41; Beis wie T49; Beis ähnlich wie T48
  • 4 Ob 220/11y
    Entscheidungstext OGH 28.02.2012 4 Ob 220/11y
    Vgl auch; Beis wie T41; Beis wie T46; Beis wie T48; Beis wie T49
  • 17 Ob 27/11m
    Entscheidungstext OGH 12.06.2012 17 Ob 27/11m
    Vgl; Beis wie T27; Beis wie T51; Beisatz: Der Beweis eines abweichenden Erfahrungsssatzes ist nur dann aufzunehmen, wenn die Lebenserfahrung keine sichere Beurteilung der Verkehrsauffassung gestattet. (T55)
    Bem: abweichend zu 17 Ob 16/10t und 17 Ob 15/11x (T56)
  • 4 Ob 97/12m
    Entscheidungstext OGH 18.09.2012 4 Ob 97/12m
    Vgl auch; Beis wie T49
  • 4 Ob 161/12y
    Entscheidungstext OGH 28.11.2012 4 Ob 161/12y
    nur T26; Beis ähnlich wie T55
  • 4 Ob 220/12z
    Entscheidungstext OGH 15.01.2013 4 Ob 220/12z
    Vgl auch; Beis wie T49
  • 4 Ob 149/13k
    Entscheidungstext OGH 17.12.2013 4 Ob 149/13k
    Vgl auch; Beis wie T36; Beis wie T39; Beis wie T40
  • 4 Ob 221/13y
    Entscheidungstext OGH 20.01.2014 4 Ob 221/13y
    Auch; Beis ähnlich wie T39; Beisatz: Hier: Keine Irreführung der Ausdrücke „Unabhängige Opferschutzanwaltschaft“ - „Unabhängige Opferschutzkommission“. (T57)
  • 4 Ob 67/14b
    Entscheidungstext OGH 20.05.2014 4 Ob 67/14b
    Vgl auch; Beis wie T41; Beis wie T49
  • 4 Ob 94/14y
    Entscheidungstext OGH 24.06.2014 4 Ob 94/14y
    Vgl auch; Beis wie T44; Beis wie T46; Beisatz: Auch bei vergleichender Werbung kommt es auf den Gesamteindruck an. (T58)
  • 4 Ob 134/15g
    Entscheidungstext OGH 11.08.2015 4 Ob 134/15g
    Vgl auch; Beis wie T22; Beis wie T34; Beis wie T37; Beisatz: Hier: Irreführende Verwendung der Bezeichnung „Klinik“ bzw „Augenklinik“ für eine augenärztliche Praxis. (T59)
  • 4 Ob 95/16y
    Entscheidungstext OGH 24.05.2016 4 Ob 95/16y
    Auch; Beis wie T48; Beisatz: Hier: Ankündigung eines Geschenks von 20 % Mehrwertsteuer auf ein Möbelstück. (T60)
  • 4 Ob 136/17d
    Entscheidungstext OGH 20.02.2018 4 Ob 136/17d
    Beis wie T44; Beis wie T48
  • 4 Ob 56/19t
    Entscheidungstext OGH 25.04.2019 4 Ob 56/19t

Schlagworte

Auto, Prozent, Unklarheitenregel

Anmerkung

Bem: Der Rechtssatz wird wegen der Häufigkeit seiner Zitierung ("überlanger RS") nicht bei jeder einzelnen Bezugnahme, sondern nur fallweise mit einer Gleichstellungsindizierung versehen.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1974:RS0043590

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

20.05.2019

Dokumentnummer

JJR_19740319_OGH0002_0040OB00308_7400000_001

Rechtssatz für 4Ob384/83 4Ob341/84 4Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0078228

Geschäftszahl

4Ob384/83; 4Ob341/84; 4Ob243/03v

Entscheidungsdatum

20.09.1984

Norm

UWG §2 D1

Rechtssatz

In der Waschmittelindustrie werden Veränderungen (Verbesserungen) der Erzeugnisse so häufig mit dem Schlagwort "Das neue ....."

angekündigt, daß das Publikum dieser Abgabe nicht die Bedeutung einer tiefgreifenden Veränderung des Erzeugnisses beimißt.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 341/84
    Entscheidungstext OGH 26.06.1984 4 Ob 341/84
    Ähnlich; Beisatz: Messeaktion (T1) Veröff: ÖBl 1984,153
  • 4 Ob 384/83
    Entscheidungstext OGH 20.09.1984 4 Ob 384/83
    Veröff: ÖBl 1984,70
  • 4 Ob 243/03v
    Entscheidungstext OGH 20.01.2004 4 Ob 243/03v
    Beisatz: Daraus kann aber nicht geschlossen werden, dass auch andere Angaben nicht wörtlich oder gar nicht ernst genommen werden. (T2)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1984:RS0078228

Dokumentnummer

JJR_19840920_OGH0002_0040OB00384_8300000_002

Rechtssatz für 4Ob243/03v 4Ob208/06a 4...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0118488

Geschäftszahl

4Ob243/03v; 4Ob208/06a; 4Ob131/07d; 4Ob199/07d; 4Ob195/07s; 4Ob186/07t; 4Ob6/08y; 4Ob27/08m; 4Ob18/08p; 4Ob109/08w; 4Ob188/08p; 4Ob29/10h; 4Ob220/11y; 3Ob25/12s; 4Ob220/12z; 4Ob29/13p; 4Ob68/13y; 4Ob202/13d; 4Ob149/13k; 4Ob95/16y; 4Ob117/16h; 4Ob136/17d; 4Ob116/18i; 4Ob150/18i; 4Ob56/19t; 4Ob120/19d; 4Ob137/19d

Entscheidungsdatum

20.01.2004

Norm

UWG §2 C2a
UWG §2 A2

Rechtssatz

Ein aufklärender Hinweis kann eine Täuschung durch eine mehrdeutige Werbeaussage nur verhindern, wenn er von den angesprochenen Verkehrskreisen auch wahrgenommen wird. Das setzt im Regelfall gleiche Auffälligkeit voraus. Gleiche Auffälligkeit ist nicht erst dann gegeben, wenn die Schriftgröße übereinstimmt. Maßgebend ist vielmehr, ob ein durchschnittlich informierter, verständiger Verbraucher den aufklärenden Hinweis wahrnimmt, wenn er mit der Werbeaussage konfrontiert wird.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 243/03v
    Entscheidungstext OGH 20.01.2004 4 Ob 243/03v
  • 4 Ob 208/06a
    Entscheidungstext OGH 21.11.2006 4 Ob 208/06a
    Auch; nur: Ein aufklärender Hinweis kann eine Täuschung durch eine mehrdeutige Werbeaussage nur verhindern, wenn er von den angesprochenen Verkehrskreisen auch wahrgenommen wird. Maßgebend ist, ob ein durchschnittlich informierter, verständiger Verbraucher den aufklärenden Hinweis wahrnimmt, wenn er mit der Werbeaussage konfrontiert wird. (T1)
    Beisatz: ...., und ob er ihn im Zusammenhalt mit der übrigen Werbung überhaupt als ernst gemeint auffassen wird. (T2)
    Beisatz: Eindruck medizinischer Zweckbestimmung - „medizinischer Disclaimer". (T3)
  • 4 Ob 131/07d
    Entscheidungstext OGH 10.07.2007 4 Ob 131/07d
    Auch; Beisatz: Die kaum lesbare Fußzeile in der Zeitungswerbung erfüllt dieses Erfordernis selbstverständlich nicht. (T4)
  • 4 Ob 199/07d
    Entscheidungstext OGH 13.11.2007 4 Ob 199/07d
    Vgl; Beisatz: Das drückt die jüngere Rechtsprechung präziser aus, wenn sie einen zur Beseitigung der Irreführungseignung „ausreichend deutlichen" Hinweis fordert (so bereits 4 Ob 131/07d, 4 Ob 208/06a). (T5)
  • 4 Ob 195/07s
    Entscheidungstext OGH 13.11.2007 4 Ob 195/07s
    Auch; Beisatz: Ein aufklärender Hinweis reicht zur Beseitigung der Irreführungseignung aus, wenn ihn ein durchschnittlich informierter, verständiger Adressat der Werbung bei anlassbezogener Aufmerksamkeit. (T6)
  • 4 Ob 186/07t
    Entscheidungstext OGH 13.11.2007 4 Ob 186/07t
    Beis wie T5; Beisatz: Das Erfordernis gleicher Auffälligkeit ist dahin zu verstehen, dass der Auffälligkeitswert des aufklärenden Hinweises im konkreten Fall ausreichen muss, um den durch die (übrige) Ankündigung verursachten irreführenden Eindruck zu beseitigen. Formale Erfordernisse wie gleiche Schriftgröße oder Farbe lassen sich daraus nicht ableiten. (T7)
  • 4 Ob 6/08y
    Entscheidungstext OGH 14.02.2008 4 Ob 6/08y
    Auch; Beis wie T5; Beis wie T7; Beisatz: Hier: Zur Formulierung einer einstweiligen Verfügung, mit der die Verwendung eines aufklärenden Hinweises geboten wurde. (T8)
  • 4 Ob 27/08m
    Entscheidungstext OGH 08.04.2008 4 Ob 27/08m
    nur T1; Beis wie T2; Bem: Diese Entscheidung betrifft (auch) die Rechtslage nach der UWG-Novelle 2007. (T9)
  • 4 Ob 18/08p
    Entscheidungstext OGH 20.05.2008 4 Ob 18/08p
    nur T1; Beis wie T5
    Veröff: SZ 2008/66
  • 4 Ob 109/08w
    Entscheidungstext OGH 26.08.2008 4 Ob 109/08w
    Auch; Beis wie T9
  • 4 Ob 188/08p
    Entscheidungstext OGH 20.01.2009 4 Ob 188/08p
    Vgl; Beisatz: Dieser Hinweis müsste so gestaltet sein, dass ihn ein Durchschnittsverbraucher im Gesamtzusammenhang der Werbung nicht nur wahrnimmt, sondern auch als ernst gemeint auffasst. (T10)
    Beisatz: Hier: Werbung für den Erwerb von Wertpapieren. (T11)
    Veröff: SZ 2009/6
  • 4 Ob 29/10h
    Entscheidungstext OGH 11.05.2010 4 Ob 29/10h
    Auch; Beisatz: Ein aufklärender Hinweis kann die Irreführungseignung nur bei ausreichender Deutlichkeit beseitigen. (T12)
  • 4 Ob 220/11y
    Entscheidungstext OGH 28.02.2012 4 Ob 220/11y
    Auch; Beis wie T12
  • 3 Ob 25/12s
    Entscheidungstext OGH 14.03.2012 3 Ob 25/12s
    Vgl
  • 4 Ob 220/12z
    Entscheidungstext OGH 15.01.2013 4 Ob 220/12z
    nur T1; Beis wie T4; Beis wie T7; Beisatz: Hier: Eingeblendeter Text in einem Fernsehwerbespot. (T13)
  • 4 Ob 29/13p
    Entscheidungstext OGH 23.05.2013 4 Ob 29/13p
    Auch; nur T1; Beis wie T6; Beisatz: Vom Durchschnittsverbraucher, der aus dem Gesamteindruck eines Geschäftsauftritts beinahe zwingend ableiten muss, es mit einem österreichischen Unternehmen zu tun zu haben, ist aber nicht zu erwarten, dass er dies durch Einsicht in die Geschäftsbedingungen und in das Impressum einer Website verifiziert. (T14)
    Veröff: SZ 2013/51
  • 4 Ob 68/13y
    Entscheidungstext OGH 09.07.2013 4 Ob 68/13y
    Beis wie T13
  • 4 Ob 202/13d
    Entscheidungstext OGH 17.12.2013 4 Ob 202/13d
    Auch; Beis wie T6
  • 4 Ob 149/13k
    Entscheidungstext OGH 17.12.2013 4 Ob 149/13k
    Beisatz: Hier: Irreführungseignung einer blickfangartigen Gewinnspielankündigung mangels gleicher Auffälligkeit des aufklärenden Hinweises über die Gewinnspiellogik bejaht. (T15)
  • 4 Ob 95/16y
    Entscheidungstext OGH 24.05.2016 4 Ob 95/16y
    Beis wie T7; Beisatz: Hier: Sternchen bei der blickfangartigen Ankündigung. (T16)
  • 4 Ob 117/16h
    Entscheidungstext OGH 25.10.2016 4 Ob 117/16h
    Auch
  • 4 Ob 136/17d
    Entscheidungstext OGH 20.02.2018 4 Ob 136/17d
  • 4 Ob 116/18i
    Entscheidungstext OGH 25.09.2018 4 Ob 116/18i
    Beisatz: Das gilt nicht, wenn die Richtigkeit des aufklärenden Hinweises nicht feststeht. (T17)
  • 4 Ob 150/18i
    Entscheidungstext OGH 29.01.2019 4 Ob 150/18i
    Auch; Beisatz: Die Bedeutung eines aufklärenden Hinweises liegt in der Beseitigung einer selbst geschaffenen Irreführungsgefahr. Sein Fehlen wird dem Werbenden nicht als Rechtsbruch angelastet, sondern eine allfällige Aufklärung steht ihm als Möglichkeit frei. Macht er von dieser Möglichkeit nicht Gebrauch, geht dies beim Irreführungstatbestand zu seinen Lasten. (T18)
  • 4 Ob 56/19t
    Entscheidungstext OGH 25.04.2019 4 Ob 56/19t
  • 4 Ob 120/19d
    Entscheidungstext OGH 05.07.2019 4 Ob 120/19d
    Auch
  • 4 Ob 137/19d
    Entscheidungstext OGH 22.08.2019 4 Ob 137/19d
    Vgl; Beisatz: Diese Rechtsprechung gilt auch für einen tatsachenwidrigen Eindruck im Rahmen einer Beurteilung nach den §§ 1 und 7 UWG. (T19)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2004:RS0118488

Im RIS seit

19.02.2004

Zuletzt aktualisiert am

09.09.2019

Dokumentnummer

JJR_20040120_OGH0002_0040OB00243_03V0000_001

Entscheidungstext 4Ob243/03v

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Fundstelle

RZ 2004,115 = ÖBl-LS 2004/57 = wbl 2004,297 = ecolex 2004,462 (Tonninger)

Geschäftszahl

4Ob243/03v

Entscheidungsdatum

20.01.2004

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofs Dr. Kodek als Vorsitzenden und die Hofrätinnen des Obersten Gerichtshofes Hon. Prof. Dr. Griß und Dr. Schenk sowie die Hofräte des Obersten Gerichtshofs Dr. Vogel und Dr. Jensik als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei H***** C***** E***** E***** GmbH (vormals: H***** A***** GmbH), ***** vertreten durch Ploil Krepp & Partner, Rechtsanwälte in Wien, gegen die beklagte Partei R***** GmbH, ***** vertreten durch Gassauer-Fleissner Rechtsanwälte GmbH in Wien, wegen Unterlassung und Urteilsveröffentlichung (Streitwert im Provisorialverfahren 36.000 EUR), über den außerordentlichen Revisionsrekurs der Klägerin gegen den Beschluss des Oberlandesgerichts Linz als Rekursgericht vom 31. Oktober 2003, GZ 1 R 156/03x-12, mit dem der Beschluss des Landesgerichts Salzburg vom 28. August 2003, GZ 7 Cg 156/03g-4, abgeändert wurde, den

Beschluss

gefasst:

Spruch

Dem Revisionsrekurs wird Folge gegeben.

Der angefochtene Beschluss wird dahin abgeändert, dass die einstweilige Verfügung des Erstgerichts wiederhergestellt wird.

Die Klägerin hat die Kosten des Rechtsmittelverfahrens vorläufig selbst zu tragen; die Beklagte hat die Kosten des Rechtsmittelverfahrens endgültig selbst zu tragen.

 

Text

Begründung:

 

Klägerin und Beklagte vertreiben (ua) Geschirrreinigungsmittel.

Die Beklagte wirbt für ihr Spülmittel „Calgonit 3 in 1 Brilliant" (ua) im Fernsehen. Im Werbefilm wird zunächst eine junge Frau gezeigt, die ein Kelchglas in der Hand hält und folgenden Text spricht:

„Weißt eh, ich hab' einen neuen Nachbarn. Ein ursüßer Typ. Der hat einen Glanz in seinen Augen. Da hab' ich ihn heut' am Abend gleich auf ein Glaserl Wein eingeladen, aber bei den Wasserflecken wird das bestimmt ein kurzer Abend."

Das gleichzeitig gezeigte Kelchglas weist deutlich sichtbar Wasserflecken auf. Anschließend wird ein Kelchglas gezeigt, auf welches das Produkt der Beklagten einwirkt, danach sind zunächst ein und dann mehrere strahlend saubere Kelchgläser zu sehen. Gleichzeitig mit dem ersten fleckenfreien Glas wird der Hinweis „100 % mehr Glanz" und für die Dauer von 1,5 Sekunden in winziger, selbst für den die Einblendung erwartenden und sich darauf konzentrierenden Fernsehzuschauer nicht lesbarer Schrift der Text „Reduktion von Wasserflecken auf Gläsern bei 21 Grad Wasserhärte im Labortest im Vergleich zum Vorgängerprodukt" eingeblendet. Dann wird folgender Text gesprochen:

„Nicht mit dem neuen Calgonit 3 in 1 Brilliant, denn Powerball und die neuen Wasserfleckenblocker machen Schluss mit Wasserflecken. Erleben Sie jetzt 100 % mehr Glanz. Jeden Tag, jedes Mal."

Schließlich erscheint wieder die junge Frau, sie hält ein reines Kelchglas hoch und sagt:

„Wahnsinn. Wie das glänzt. Hoffentlich schaut er mich dann überhaupt noch an."

Die Klägerin begehrt zur Sicherung ihres inhaltsgleichen Unterlassungsanspruchs, der Beklagten mit einstweilige Verfügung zu untersagen, im geschäftlichen Verkehr zu Zwecken des Wettbewerbs für das von ihr vertriebene Mittel „Calgonit 3 in 1 Brilliant" mit der Aussage „100 % mehr Glanz" zu werben, insbesondere wenn die Beklagte nicht mit der gleichen Auffälligkeit, mit der diese Werbeaussage verbreitet wird, darauf hinweist, dass sich die beworbene Steigerung des Glanzes auf das Vorgängerprodukt „Calgonit 3 in 1 Total" bezieht, und wenn sie nicht mit der gleichen Auffälligkeit darauf hinweist, dass diese Verbesserung nur unter Laborbedingungen und bei Verwendung von Wasser mit einem Härtegrad von 21 Grad deutscher Härte erreicht wird. Die Werbeaussage „100 % mehr Glanz" sei aus mehreren Gründen zur Irreführung geeignet. Sie sei in der allgemeinen Form, in der sie verbreitet werde, unwahr. Die angesprochenen Verkehrskreise verstünden sie jedenfalls auch als Vergleich mit Geschirrspülmitteln anderer Erzeuger. Auch insoweit treffe sie nicht zu, weil das Produkt der Beklagten keine der glanzbeeinträchtigenden Einwirkungen in einem Ausmaß beseitige, das die Eigenschaften der Konkurrenzprodukte um 100 % übertreffe.

Die Beklagte beantragt, den Sicherungsantrag abzuweisen. Qualitäts- und Eigenschaftsangaben seien insbesondere in der Waschmittelwerbung nicht im Sinne vollkommener Exaktheit zu verstehen. Eine Aussage über „Glanz" werde als Werturteil aufgefasst. Auf den Tatsachenkern reduziert werde der Aussage die Zusicherung der Verringerung von Wasserflecken auf dem Spülgut entnommen. Erwartet werde daher eine erhebliche Verbesserung der Glanzleistung im Zusammenhang mit Wasserflecken; insoweit sei die Werbeaussage auch weder unwahr noch sonst täuschend. Den Konsumenten sei nicht bekannt, dass Testverfahren für die Prüfung des Glanzes existieren. Die Beklagte habe eine Verbesserung von „100 %" ausgelobt, da die Angabe „100 %" auf Grund ihres marktschreierischen Charakters genau auf jenen Tatsachenkern zurückgeführt werde, der der Wahrheit entspreche. Es finde sich überhaupt kein Anhaltspunkt dafür, dass sich die Aussage auf Konkurrenzprodukte beziehen solle. Der Disclaimer spiele keine Rolle; wer ihn lesen könne, werde nicht getäuscht; wer ihn nicht lesen könne (oder wolle), werde ebenso wenig getäuscht, weil die Aussage nicht gegen § 2 UWG verstoße. Das Begehren gehe zu weit, so weit die Klägerin „gleiche Auffälligkeit" für die Aufklärung verlange.

Das Erstgericht erließ die einstweilige Verfügung. Die beanstandete Werbeaussage lasse offen, mit welchem Produkt das Erzeugnis der Beklagten verglichen werde. Bereits deshalb sei die Werbung zur Irreführung geeignet, weil bei den beteiligten Verkehrskreisen auch der Eindruck entstehen könne, das Produkt der Beklagten sei um 100 % besser als ein Konkurrenzprodukt. Auch der verständige und aufmerksame Verbraucher könne nicht erkennen, dass sich die Angabe „100 % mehr Glanz" auf ein Vorgängerprodukt beziehe, und auch dies nur unter Laborbedingungen und bei Verwendung von Wasser mit einem Härtegrad von 21 Grad.

Das Rekursgericht wies den Sicherungsantrag ab und sprach aus, dass der Wert des Entscheidungsgegenstands 20.000 EUR übersteige und der ordentliche Revisionsrekurs nicht zulässig sei. Durch den Hinweis auf das „neue Calgonit" sei klargestellt, dass sich der Vergleich auf das Vorgängerprodukt beziehe. Die Werbeaussage „100 % mehr Glanz" sei nicht wörtlich zu nehmen; sie werde als Aussage verstanden, dass die Glanzleistung erheblich verbessert sei. Die Unklarheitenregel sei nicht anzuwenden, weil die Aussage von jedermann sogleich als nicht ernst gemeinte reklamehafte Übertreibung erkannt werde.

Der gegen diese Entscheidung gerichtete außerordentliche Revisionsrekurs der Klägerin ist zulässig, weil die angefochtene Entscheidung der Rechtsprechung zur Beurteilung mehrdeutiger Werbeaussagen widerspricht; der Revisionsrekurs ist auch berechtigt.

Die Klägerin macht unter Hinweis auf die Entscheidungen ÖBl 2001, 114 und ÖBl 2001, 262 geltend, dass das Rekursgericht die Grundsätze zur Auslegung von Werbeaussagen unrichtig angewandt habe.

 

Rechtliche Beurteilung

Die Entscheidungen 4 Ob 260/00i (= ÖBl 2001, 114 - Risikoloses Probetragen) und 4 Ob 290/00a (= ÖBl 2001, 262 - NET(a)LINE) folgen der ständigen Rechtsprechung (ua 4 Ob 139/93 = ÖBl 1994, 73 - Verkauf zum Fabrikspreis; 4 Ob 84/94 = ÖBl 1995, 67 - Führerschein auf Anhieb; 4 Ob 2064/96 = ÖBl 1997, 20 - Steirischer Medienjumbo), wonach sich die Bedeutung von Werbeankündigungen danach richtet, wie sie die angesprochenen Verkehrskreise verstehen und nicht danach, was der Werbende meint. Entscheidend ist der Gesamteindruck bei flüchtiger Betrachtung und durchschnittlicher Aufmerksamkeit, wobei auf den Grad der Aufmerksamkeit des durchschnittlich informierten und verständigen Verbrauchers (4 Ob 260/00i = ÖBl 2001, 114 - Risikoloses Probetragen) abzustellen ist. Bei einer mehrdeutigen Angabe muss der Werbende die für ihn ungünstigste Auslegung gegen sich gelten lassen, wenn ein nicht unbeträchtlicher Teil des angesprochenen Publikums die Äußerung tatsächlich in diesem ungünstigen Sinn verstehen kann.

Wendet man diese Grundsätze im vorliegenden Fall an, so ist der Klägerin zuzustimmen, dass die beanstandete Werbeaussage zur Irreführung geeignet ist:

Nach dem Gesamteindruck, den der Werbefilm erweckt, wird die Behauptung, das neue Geschirrspülmittel der Beklagten steigere den Glanz der damit gespülten Gläser "um 100 %", keineswegs von jedermann sogleich als nicht ernst gemeinte reklamehafte Übertreibung aufgefasst. Nur unter dieser Voraussetzung läge aber eine marktschreierische Anpreisung vor, bei der es genügt, dass der sachlich nachprüfbare Tatsachenkern der Wahrheit entspricht (4 Ob 64/93 = ÖBl 1993, 161 - Verhundertfachen Sie Ihr Geld; 4 Ob 112/93 = ÖBl 1993, 239 - Rad-Welt ua).

Für die Waschmittelwerbung gilt auch nach der von der Beklagten zitierten Entscheidung 4 Ob 384/83 (= ÖBl 1984, 70 - MOLKO-mat) nichts anderes. Nach dieser Entscheidung werden zwar in der Waschmittelindustrie Veränderungen (Verbesserungen) so häufig mit dem Schlagwort "Das neue..." angekündigt, dass das Publikum dieser Angabe nicht die Bedeutung einer tiefgreifenden Veränderung des Erzeugnisses beimisst. Daraus kann aber nicht geschlossen werden, dass auch andere Angaben nicht wörtlich oder gar nicht ernst genommen werden.

Im vorliegenden Fall wird der Werbeaussage die Behauptung entnommen, dass es mit dem Geschirrspülmittel der Beklagten möglich sei, den Glanz der damit gespülten Gläser in jedem Fall "um %", dh ganz erheblich gegenüber jedem anderen Produkt, zu steigern. Das trifft aber selbst nach dem von der Beklagten beigefügten aufklärenden Hinweis nicht zu. Danach wird die Steigerung um "100 %" im Labortest bei einer bestimmten Wasserhärte und gegenüber dem Vorgängerprodukt erreicht.

Der aufklärende Hinweis ist, wie das Erstgericht festgestellt hat, nicht lesbar; er kann daher auch nicht verhindern, dass die angesprochenen Verkehrskreise über die Wirksamkeit des neuen Geschirrspülmittels der Beklagten getäuscht werden. Ein aufklärender Hinweis kann eine Täuschung durch eine - wie hier - umfassend formulierte und daher mehrdeutige Werbeaussage nur verhindern, wenn er von den angesprochenen Verkehrskreisen auch wahrgenommen wird. Das setzt im Regelfall gleiche Auffälligkeit voraus. Gleiche Auffälligkeit ist nicht erst dann gegeben, wenn die Schriftgröße übereinstimmt. Maßgebend ist vielmehr, ob ein durchschnittlich informierter, verständiger Verbraucher den aufklärenden Hinweis wahrnimmt, wenn er mit der Werbeaussage konfrontiert wird.

Dem Revisionsrekurs war Folge zu geben.

Die Entscheidung über die Kosten der Klägerin beruht auf § 393 Abs 1 EO; jene über die Kosten der Beklagten auf §§ 78, 402 Abs 4 EO iVm §§ 40, 50 ZPO.

Textnummer

E72082

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2004:0040OB00243.03V.0120.000

Im RIS seit

19.02.2004

Zuletzt aktualisiert am

18.09.2012

Dokumentnummer

JJT_20040120_OGH0002_0040OB00243_03V0000_000