Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 6Ob435/61 6Ob231/64 6Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0035170

Geschäftszahl

6Ob435/61; 6Ob231/64; 6Ob11/68; 1Ob52/68; 2Ob18/68; 5Ob74/69; 7Ob99/69; 5Ob173/70; 1Ob258/70 (1Ob259/70); 5Ob300/71; 7Ob81/72; 7Ob149/72; 5Ob231/73; 8Ob17/74; 8Ob192/75; 7Ob10/76 (7Ob11/76); 7Ob614/76; 8Ob526/77; 7Ob727/79; 4Ob562/81; 13Os211/83; 4Ob2154/96k; 2Ob564/95; 10Ob257/99p; 8Ob315/99b; 6Ob94/01v; 7Ob28/03y; 9ObA62/03p; 5Ob292/03g; 4Ob213/06m; 4Ob165/07d; 5Ob125/08f; 5Ob241/08i; 5Ob54/10t; 2Ob225/10t; 6Ob173/11a; 6Ob41/14v; 5Ob122/15z; 7Ob6/16g; 7Ob108/15f; 9ObA160/16v; 2Ob229/16i

Entscheidungsdatum

06.12.1961

Norm

ZPO §1 Ac

Rechtssatz

Die Entscheidung über die Frage der Sachlegitimation (Aktivlegitimation oder Passivlegitimation) ist nichts anderes als die meritorische Entscheidung über den Klagsanspruch im Hinblick auf seine subjektiven Voraussetzungen. Sie ist demnach Entscheidung sowohl einer Tatfrage als auch einer Rechtsfrage und unterliegt keiner Sonderregelung. Soweit sie rechtliche Beurteilung ist und in dem - allenfalls gemäß § 182 ZPO zu ergänzenden - Tatsachen - vorbringen der Parteien oder im festgestellten Sachverhalt Deckung findet, sind eine Einrede der mangelnden Sachlegitimation oder sonstige Rechtsausführungen der Parteien keine Entscheidungsvoraussetzungen, auch nicht in den Rechtsmittelinstanzen.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 435/61
    Entscheidungstext OGH 06.12.1961 6 Ob 435/61
    Veröff: SZ 34/186
  • 6 Ob 231/64
    Entscheidungstext OGH 02.12.1964 6 Ob 231/64
  • 6 Ob 11/68
    Entscheidungstext OGH 17.01.1968 6 Ob 11/68
  • 1 Ob 52/68
    Entscheidungstext OGH 18.04.1968 1 Ob 52/68
  • 2 Ob 18/68
    Entscheidungstext OGH 05.04.1968 2 Ob 18/68
    Veröff: ZVR 1969/213 S 181
  • 5 Ob 74/69
    Entscheidungstext OGH 26.03.1969 5 Ob 74/69
  • 7 Ob 99/69
    Entscheidungstext OGH 02.07.1969 7 Ob 99/69
    nur: Die Entscheidung über die Frage der Sachlegitimation (Aktivlegitimation oder Passivlegitimation) ist nichts anderes als die meritorische Entscheidung über den Klagsanspruch im Hinblick auf seine subjektiven Voraussetzungen. (T1)
    Veröff: SZ 42/105 = EvBl 1970/147 S 240 = VersR 1971,678
  • 5 Ob 173/70
    Entscheidungstext OGH 09.09.1970 5 Ob 173/70
  • 1 Ob 258/70
    Entscheidungstext OGH 26.11.1970 1 Ob 258/70
    nur T1
  • 5 Ob 300/71
    Entscheidungstext OGH 17.11.1971 5 Ob 300/71
  • 7 Ob 81/72
    Entscheidungstext OGH 05.04.1972 7 Ob 81/72
    nur T1
  • 7 Ob 149/72
    Entscheidungstext OGH 28.06.1972 7 Ob 149/72
  • 5 Ob 231/73
    Entscheidungstext OGH 20.02.1974 5 Ob 231/73
    Vgl
  • 8 Ob 17/74
    Entscheidungstext OGH 19.03.1974 8 Ob 17/74
    Veröff: ImmZ 1974,187 = MietSlg 26044/5
  • 8 Ob 192/75
    Entscheidungstext OGH 01.10.1975 8 Ob 192/75
  • 7 Ob 10/76
    Entscheidungstext OGH 04.03.1976 7 Ob 10/76
    Ähnlich; nur T1
  • 7 Ob 614/76
    Entscheidungstext OGH 01.07.1976 7 Ob 614/76
  • 8 Ob 526/77
    Entscheidungstext OGH 15.06.1977 8 Ob 526/77
    Vgl auch; Veröff: ImmZ 1978,75
  • 7 Ob 727/79
    Entscheidungstext OGH 04.10.1979 7 Ob 727/79
    nur: Soweit sie rechtliche Beurteilung ist und in dem - allenfalls gemäß § 182 ZPO zu ergänzen - Tatsachen - vorbringen der Parteien oder im festgestellten Sachverhalt Deckung findet, sind eine Einrede der mangelnden Sachlegitimation oder sonstige Rechtsausführungen der Parteien keine Entscheidungsvoraussetzungen, auch nicht in den Rechtsmittelinstanzen. (T2)
  • 4 Ob 562/81
    Entscheidungstext OGH 15.12.1981 4 Ob 562/81
    nur: Tatsachen - vorbringen der Parteien oder im festgestellten Sachverhalt Deckung findet, sind eine Einrede der mangelnden Sachlegitimation oder sonstige Rechtsausführungen der Parteien keine Entscheidungsvoraussetzungen, auch nicht in den Rechtsmittelinstanzen. (T3)
  • 13 Os 211/83
    Entscheidungstext OGH 26.01.1984 13 Os 211/83
    Vgl auch
  • 4 Ob 2154/96k
    Entscheidungstext OGH 25.06.1996 4 Ob 2154/96k
    Auch
  • 2 Ob 564/95
    Entscheidungstext OGH 26.05.1997 2 Ob 564/95
    Auch; nur T1
  • 10 Ob 257/99p
    Entscheidungstext OGH 04.04.2000 10 Ob 257/99p
    Auch; nur T1; Veröff: SZ 73/64
  • 8 Ob 315/99b
    Entscheidungstext OGH 07.09.2000 8 Ob 315/99b
    auch; Beisatz: Die Frage der Sachlegitimation ist auch noch im Rechtsmittelverfahren von Amts wegen zu prüfen, wenn sie sich als reine Rechtsfrage darstellt. (T4)
  • 6 Ob 94/01v
    Entscheidungstext OGH 26.04.2001 6 Ob 94/01v
    Vgl auch; nur T1; Beisatz: Die Passivlegitimation ist keine von Amts wegen zu prüfende Prozessvoraussetzung, sondern die materielle Verpflichtung des Beklagten bezüglich des Streitgegenstandes; ihr Fehlen führt nicht zur Zurückweisung der Klage, sondern zur Abweisung des Begehrens mit Urteil. (T5)
  • 7 Ob 28/03y
    Entscheidungstext OGH 02.04.2003 7 Ob 28/03y
    Beis wie T1
  • 9 ObA 62/03p
    Entscheidungstext OGH 27.08.2003 9 ObA 62/03p
    Auch; Beis wie T4
  • 5 Ob 292/03g
    Entscheidungstext OGH 20.01.2004 5 Ob 292/03g
    Vgl auch; nur: Die Entscheidung über die Frage der Sachlegitimation (Aktivlegitimation oder Passivlegitimation) ist nichts anderes als die meritorische Entscheidung über den Klagsanspruch im Hinblick auf seine subjektiven Voraussetzungen. Soweit sie rechtliche Beurteilung ist und in dem Tatsachenvorbringen der Parteien oder im festgestellten Sachverhalt Deckung findet, sind eine Einrede der mangelnden Sachlegitimation oder sonstige Rechtsausführungen der Parteien keine Entscheidungsvoraussetzungen, auch nicht in den Rechtsmittelinstanzen. (T6)
  • 4 Ob 213/06m
    Entscheidungstext OGH 23.04.2007 4 Ob 213/06m
    Auch; Beisatz: T4 betrifft nicht Fälle, in denen sich die Sachlage - wie hier - während des Rechtsmittelverfahrens änderte. (T7)
    Veröff: SZ 2007/59
  • 4 Ob 165/07d
    Entscheidungstext OGH 13.11.2007 4 Ob 165/07d
    nur T1; Beis wie T5
  • 5 Ob 125/08f
    Entscheidungstext OGH 24.06.2008 5 Ob 125/08f
    Vgl; Beisatz: Die Frage der Aktivlegitimation als materiellrechtliche Erfolgsvoraussetzung ist von der Frage der Parteistellung zu trennen. (T8)
    Beisatz: Hier: Außerstreitiges Verfahren, Antragslegitimation im Sinn des § 6 Abs 1 MRG. (T9)
  • 5 Ob 241/08i
    Entscheidungstext OGH 25.11.2008 5 Ob 241/08i
    Vgl; Beisatz: Fragen der Sachlegitimation oder der Schlüssigkeit eines Rechtsschutzbegehrens haben mit der zulässigen Verfahrensart oder überhaupt der Zulässigkeit des Rechtsschutzantrags nichts zu tun, sie sind nur (materielle) Bedingungen der Begründetheit des Begehrens. (T10)
    Beisatz: Das Fehlen der Sachlegitimation führt zur Abweisung des Rechtsschutzantrags wegen materieller oder formeller (unschlüssiger) Begründetheit. (T11)
    Beisatz: Das gilt auch im Verfahren nach § 37 MRG. (T12)
  • 5 Ob 54/10t
    Entscheidungstext OGH 31.08.2010 5 Ob 54/10t
    Vgl; Beis ähnlich wie T11; Beisatz: Der Einwand der mangelnden Aktivlegitimation betrifft die materielle Berechtigung des erhobenen Anspruchs, die Parteifähigkeit dagegen eine Prozessvoraussetzung. Die fehlende Aktivlegitimation führt zur Abweisung des Sachantrags, die fehlende Parteifähigkeit dagegen zu dessen Zurückweisung. (T13)
  • 2 Ob 225/10t
    Entscheidungstext OGH 05.05.2011 2 Ob 225/10t
  • 6 Ob 173/11a
    Entscheidungstext OGH 14.09.2011 6 Ob 173/11a
    Vgl auch
  • 6 Ob 41/14v
    Entscheidungstext OGH 28.08.2014 6 Ob 41/14v
    Veröff: SZ 2014/74
  • 5 Ob 122/15z
    Entscheidungstext OGH 14.07.2015 5 Ob 122/15z
    Auch
  • 7 Ob 6/16g
    Entscheidungstext OGH 16.03.2016 7 Ob 6/16g
    Auch
  • 7 Ob 108/15f
    Entscheidungstext OGH 27.01.2016 7 Ob 108/15f
    Auch
  • 9 ObA 160/16v
    Entscheidungstext OGH 28.02.2017 9 ObA 160/16v
  • 2 Ob 229/16i
    Entscheidungstext OGH 28.09.2017 2 Ob 229/16i
    Beis wie T4

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1961:RS0035170

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

16.11.2017

Dokumentnummer

JJR_19611206_OGH0002_0060OB00435_6100000_001

Rechtssatz für 5Ob228/72 5Ob231/73 8Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0035027

Geschäftszahl

5Ob228/72; 5Ob231/73; 8Ob17/74; 7Ob39/74; 2Ob60/75; 8Ob192/75; 7Ob510/76; 7Ob826/76; 7Ob33/77; 7Ob624/88; 1Ob592/91; 7Ob28/03y

Entscheidungsdatum

10.01.1973

Norm

ZPO §1 Ac
ZPO §226 IIIA

Rechtssatz

Die fehlende Sachlegitimation der klagenden Partei ist nur bei mangelnder Schlüssigkeit der Klage von Amts wegen, sonst aber nur bei Bestreitung des Anspruches durch die beklagte Partei zu beachten.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 228/72
    Entscheidungstext OGH 10.01.1973 5 Ob 228/72
    Veröff: MietSlg 25515
  • 5 Ob 231/73
    Entscheidungstext OGH 20.02.1974 5 Ob 231/73
    Vgl
  • 8 Ob 17/74
    Entscheidungstext OGH 19.03.1974 8 Ob 17/74
    Vgl; Veröff: ImmZ 1974,187 = MietSlg 26044/5
  • 7 Ob 39/74
    Entscheidungstext OGH 28.03.1974 7 Ob 39/74
    Vgl
  • 2 Ob 60/75
    Entscheidungstext OGH 03.04.1975 2 Ob 60/75
    Vgl
  • 8 Ob 192/75
    Entscheidungstext OGH 01.10.1975 8 Ob 192/75
    Vgl
  • 7 Ob 510/76
    Entscheidungstext OGH 12.02.1976 7 Ob 510/76
    Vgl
  • 7 Ob 826/76
    Entscheidungstext OGH 20.01.1977 7 Ob 826/76
    Vgl; Beisatz: Neuerungsverbot (T1)
  • 7 Ob 33/77
    Entscheidungstext OGH 12.05.1977 7 Ob 33/77
    Veröff: JBl 1978,429
  • 7 Ob 624/88
    Entscheidungstext OGH 28.07.1988 7 Ob 624/88
    Auch
  • 1 Ob 592/91
    Entscheidungstext OGH 20.11.1991 1 Ob 592/91
    Auch
  • 7 Ob 28/03y
    Entscheidungstext OGH 02.04.2003 7 Ob 28/03y
    Vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1973:RS0035027

Dokumentnummer

JJR_19730110_OGH0002_0050OB00228_7200000_001

Rechtssatz für 2Ob60/75 8Ob192/75 3Ob5...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0035196

Geschäftszahl

2Ob60/75; 8Ob192/75; 3Ob569/76; 7Ob514/77; 1Ob528/77 (1Ob529/77); 7Ob33/77; 8Ob526/77; 7Ob738/77; 8Ob54/78; 2Ob7/78; 2Ob215/78; 8Ob59/79; 7Ob602/79; 3Ob634/78; 7Ob727/79; 6Ob704/79; 5Ob702/81; 5Ob60/82; 1Ob754/82; 2Ob590/84; 7Ob690/84; 1Ob592/91; 5Ob2036/96i; 6Ob647/95; 1Ob2003/96g; 3Ob1/97m; 10Ob2/97k; 8Ob315/99b; 7Ob28/03y; 8ObA22/03y; 9ObA62/03p; 6Ob84/05d; 7Ob20/06a; 6Ob41/14v

Entscheidungsdatum

03.04.1975

Norm

ZPO §1 Ac

Rechtssatz

Der Mangel der Sachlegitimation ist auch ohne ausdrückliche Einwendung zu beachten, wenn er sich bereits aus dem Klagsvorbringen ergibt oder der Beklagte Tatsachen behauptet hat, aus denen der Mangel der Sachlegitimation bei richtiger rechtlicher Beurteilung folgt.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 60/75
    Entscheidungstext OGH 03.04.1975 2 Ob 60/75
  • 8 Ob 192/75
    Entscheidungstext OGH 01.10.1975 8 Ob 192/75
    Auch
  • 3 Ob 569/76
    Entscheidungstext OGH 07.09.1976 3 Ob 569/76
  • 7 Ob 514/77
    Entscheidungstext OGH 31.03.1977 7 Ob 514/77
    Auch
  • 1 Ob 528/77
    Entscheidungstext OGH 27.04.1977 1 Ob 528/77
  • 7 Ob 33/77
    Entscheidungstext OGH 12.05.1977 7 Ob 33/77
    Veröff: JBl 1978,429
  • 8 Ob 526/77
    Entscheidungstext OGH 15.06.1977 8 Ob 526/77
  • 7 Ob 738/77
    Entscheidungstext OGH 16.02.1978 7 Ob 738/77
    Veröff: JBl 1979,603
  • 8 Ob 54/78
    Entscheidungstext OGH 19.04.1978 8 Ob 54/78
  • 2 Ob 7/78
    Entscheidungstext OGH 27.04.1978 2 Ob 7/78
    Veröff: SZ 51/57
  • 2 Ob 215/78
    Entscheidungstext OGH 09.01.1979 2 Ob 215/78
    Veröff: ZVR 1980/43 S 45
  • 8 Ob 59/79
    Entscheidungstext OGH 25.05.1979 8 Ob 59/79
    Beisatz: Auch noch im Rechtsmittelverfahren im Rahmen der rechtlichen Beurteilung. (T1)
  • 7 Ob 602/79
    Entscheidungstext OGH 13.09.1979 7 Ob 602/79
    Ähnlich
  • 3 Ob 634/78
    Entscheidungstext OGH 03.10.1979 3 Ob 634/78
  • 7 Ob 727/79
    Entscheidungstext OGH 04.10.1979 7 Ob 727/79
    Auch; Beisatz: Es genügt, wenn das Tatsachenvorbringen die Sachlegitimation in Zweifel stellt. (T2) Veröff: JBl 1980,318
  • 6 Ob 704/79
    Entscheidungstext OGH 28.11.1979 6 Ob 704/79
  • 5 Ob 702/81
    Entscheidungstext OGH 27.10.1981 5 Ob 702/81
    Vgl auch
  • 5 Ob 60/82
    Entscheidungstext OGH 18.01.1983 5 Ob 60/82
    Auch
  • 1 Ob 754/82
    Entscheidungstext OGH 27.04.1983 1 Ob 754/82
  • 2 Ob 590/84
    Entscheidungstext OGH 28.08.1984 2 Ob 590/84
    Auch; Beisatz: Der Mangel der Sachlegitimation ist auch von Amts wegen wahrzunehmen, wenn er sich bereits aus dem Klagevorbringen ergibt. (T3)
  • 7 Ob 690/84
    Entscheidungstext OGH 07.11.1985 7 Ob 690/84
    Beis wie T3
  • 1 Ob 592/91
    Entscheidungstext OGH 20.11.1991 1 Ob 592/91
    Auch
  • 5 Ob 2036/96i
    Entscheidungstext OGH 30.04.1996 5 Ob 2036/96i
    Beis wie T2; Beis wie T3; Veröff: SZ 69/110
  • 6 Ob 647/95
    Entscheidungstext OGH 28.03.1996 6 Ob 647/95
  • 1 Ob 2003/96g
    Entscheidungstext OGH 26.11.1996 1 Ob 2003/96g
  • 3 Ob 1/97m
    Entscheidungstext OGH 28.08.1997 3 Ob 1/97m
  • 10 Ob 2/97k
    Entscheidungstext OGH 04.11.1997 10 Ob 2/97k
  • 8 Ob 315/99b
    Entscheidungstext OGH 07.09.2000 8 Ob 315/99b
    Auch; Beisatz: Die Frage der Sachlegitimation ist auch noch im Rechtsmittelverfahren von Amts wegen zu prüfen, wenn sie sich als reine Rechtsfrage darstellt. (T4)
  • 7 Ob 28/03y
    Entscheidungstext OGH 02.04.2003 7 Ob 28/03y
    Auch; Beisatz: Auch wenn sich die fehlende Sachlegitimation des Klägers schon aus dem Gesetz ergibt. (T5); Beisatz: Hier: Ehenichtigkeitsklage. (T6)
  • 8 ObA 22/03y
    Entscheidungstext OGH 22.05.2003 8 ObA 22/03y
    Auch; Beis wie T1
  • 9 ObA 62/03p
    Entscheidungstext OGH 27.08.2003 9 ObA 62/03p
    Auch; Beis wie T4
  • 6 Ob 84/05d
    Entscheidungstext OGH 23.06.2005 6 Ob 84/05d
    Beisatz: Hier: Miteigentümer sind im Streit über Grunddienstbarkeiten wegen deren Unteilbarkeit sowohl auf der Aktivseite wie auf der Passivseite-ausgenommen den Fall der Abwehr von Störungen-nicht klagelegitimiert, weil ein Urteil, das die anderen Miteigentümer nicht bindet, zu unlösbaren Verwicklungen führt. (T7)
  • 7 Ob 20/06a
    Entscheidungstext OGH 26.04.2006 7 Ob 20/06a
    Auch
  • 6 Ob 41/14v
    Entscheidungstext OGH 28.08.2014 6 Ob 41/14v
    Vgl; Veröff: SZ 2014/74

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1975:RS0035196

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

12.04.2016

Dokumentnummer

JJR_19750403_OGH0002_0020OB00060_7500000_002

Rechtssatz für 3Ob110/95 8ObA149/00w 7...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0079246

Geschäftszahl

3Ob110/95; 8ObA149/00w; 7Ob28/03y; 5Ob241/08i; 5Ob40/11k (5Ob51/11b); 5Ob255/15h; 5Ob2/16d; 6Ob168/17z

Entscheidungsdatum

11.10.1995

Norm

ZPO §226 IV
ZPO §230 Abs2

Rechtssatz

Die Zurückweisung der Klage a limine als unzulässig mit Beschluss nach der gemäß § 230 Abs 2 ZPO vorzunehmenden Vorprüfung kann nur dann erfolgen, wenn nicht alle Prozessvoraussetzungen gegeben sind beziehungsweise wenn Prozesshindernisse vorliegen. Über die Frage, ob die Klage begründet ist, ist hingegen mit Urteil zu entscheiden. Die Sachlegitimation hat - ebenso wie die Schlüssigkeit der Klage - nichts mit der Zulässigkeit der Klage zu tun, sondern ist (materielle) Vorfrage ihrer Begründetheit. Ist der Kläger nicht aktiv oder der Beklagte nicht passiv legitimiert, muss die Klage als unbegründet mit Urteil abgewiesen werden.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 110/95
    Entscheidungstext OGH 11.10.1995 3 Ob 110/95
  • 8 ObA 149/00w
    Entscheidungstext OGH 28.09.2000 8 ObA 149/00w
    nur: Über die Frage, ob die Klage begründet ist, ist hingegen mit Urteil zu entscheiden. Die Schlüssigkeit der Klage hat nichts mit der Zulässigkeit der Klage zu tun, sondern ist (materielle) Vorfrage ihrer Begründetheit. (T1)
  • 7 Ob 28/03y
    Entscheidungstext OGH 02.04.2003 7 Ob 28/03y
  • 5 Ob 241/08i
    Entscheidungstext OGH 25.11.2008 5 Ob 241/08i
    Auch; Beisatz: Fragen der Sachlegitimation oder der Schlüssigkeit eines Rechtsschutzbegehrens haben mit der zulässigen Verfahrensart oder überhaupt der Zulässigkeit des Rechtsschutzantrags nichts zu tun, sie sind nur (materielle) Bedingungen der Begründetheit des Begehrens. (T2)
  • 5 Ob 40/11k
    Entscheidungstext OGH 25.08.2011 5 Ob 40/11k
    Vgl; Beis wie T2
  • 5 Ob 255/15h
    Entscheidungstext OGH 25.08.2016 5 Ob 255/15h
    Auch
  • 5 Ob 2/16d
    Entscheidungstext OGH 25.08.2016 5 Ob 2/16d
    Auch
  • 6 Ob 168/17z
    Entscheidungstext OGH 26.09.2017 6 Ob 168/17z
    Vgl auch; ähnlich nur T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1995:RS0079246

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

03.11.2017

Dokumentnummer

JJR_19951011_OGH0002_0030OB00110_9500000_001

Rechtssatz für 1Ob2405/96z 2Ob348/98k...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0106922

Geschäftszahl

1Ob2405/96z; 2Ob348/98k; 1Ob245/00m; 7Ob28/03y; 5Ob119/04t; 5Ob18/06t; 5Ob206/07s; 5Ob235/12p

Entscheidungsdatum

28.01.1997

Norm

ZPO §1 Ab
ZPO §1 Ac

Rechtssatz

Die rein verfahrensrechtliche Frage nach der Parteifähigkeit ist allein danach zu beantworten, ob die Partei im Verfahren überhaupt als solche aufzutreten befähigt ist, wogegen die Frage nach der materiellrechtlichen Sachlegitimation, deren Mangel die Abweisung des Klagebegehrens zur Folge hat, auch davon abhängt, ob der Partei in diesem Belang Rechtsfähigkeit zukommt.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 2405/96z
    Entscheidungstext OGH 28.01.1997 1 Ob 2405/96z
    Veröff: SZ 70/10
  • 2 Ob 348/98k
    Entscheidungstext OGH 14.01.1999 2 Ob 348/98k
    Auch
  • 1 Ob 245/00m
    Entscheidungstext OGH 28.11.2000 1 Ob 245/00m
    Beisatz: Hier: Unzulässiger Parteiwechsel zwischen Bund und teilrechtsfähiger Hochschule (nunmehr Universität) für angewandte Kunst. (T1)
  • 7 Ob 28/03y
    Entscheidungstext OGH 02.04.2003 7 Ob 28/03y
    Vgl auch
  • 5 Ob 119/04t
    Entscheidungstext OGH 15.06.2004 5 Ob 119/04t
    Auch; Beisatz: Die Parteifähigkeit der beklagten Eigentümergemeinschaft nach dem WEG kann jedenfalls dann nicht verneint werden, wenn sich der geltend gemachte Rechtsschutzanspruch wenigstens abstrakt mit den Verwaltungsagenden einer Eigentümergemeinschaft in Verbindung bringen lässt. Über die Frage der materiellen Berechtigung des Anspruchs wäre dann mit einer Sachentscheidung abzusprechen. In Ansehung der ausdrücklich geltend gemachten Haftung nach § 1319 ABGB ist dies der Fall. (T2)
  • 5 Ob 18/06t
    Entscheidungstext OGH 21.03.2006 5 Ob 18/06t
    Auch; Beis ähnlich wie T2; Beisatz: Für die aktive Klagslegitimation ist maßgeblich, dass der geltend gemachte Rechtsschutzanspruch sich wenigstens abstrakt mit den Verwaltungsagenden der Eigentümergemeinschaft in Verbindung bringen lässt. (T3)
  • 5 Ob 206/07s
    Entscheidungstext OGH 08.01.2008 5 Ob 206/07s
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T2; Beis ähnlich wie T3; Beisatz: Hier: Parteifähigkeit der beklagten Eigentümergemeinschaft nach dem WEG. (T4); Veröff: SZ 2008/1
  • 5 Ob 235/12p
    Entscheidungstext OGH 21.03.2013 5 Ob 235/12p
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Parteifähigkeit der Eigentümergemeinschaft nach dem WEG. (T5)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1997:RS0106922

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

07.05.2013

Dokumentnummer

JJR_19970128_OGH0002_0010OB02405_96Z0000_004

Entscheidungstext 7Ob28/03y

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Fundstelle

ZfRV-LS 2003/63 = EFSlg 105.802

Geschäftszahl

7Ob28/03y

Entscheidungsdatum

02.04.2003

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofes Dr. Schalich als Vorsitzenden und die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Hon.-Prof. Dr. Danzl, Dr. Schaumüller, Dr. Hoch und Dr. Kalivoda als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei Hasan O*****, geboren am ***** vertreten durch Dr. Gottfried Waibel, Rechtsanwalt in Dornbirn, gegen die beklagte Partei Chafika O*****, geboren am ***** wegen Nichtigerklärung der Ehe, über den Rekurs der klagenden Partei gegen den Beschluss des Landesgerichtes Feldkirch als Rekursgericht vom 27. Dezember 2002, GZ 1 R 289/02m-6, womit der Beschluss des Bezirksgerichtes Dornbirn vom 9. Dezember 2002, GZ 1 C 235/02a-3, aufgehoben wurde, den

Beschluss

gefasst:

Spruch

Dem Rekurs wird nicht Folge gegeben.

 

Text

Begründung:

 

Mit der am 22. 11. 2002 beim Erstgericht eingelangten Klage begehrt der Kläger die Nichtigerklärung der zwischen ihm und der Beklagten am 11. 4. 2002 in Marokko geschlossenen Ehe deshalb, da die Beklagte ihn ausschließlich oder vorwiegend zu dem Zwecke geheiratet habe, eine unbeschränkte Aufenthaltsmöglichkeit für Österreich und den ungehinderten Zugang zum österreichischen Arbeitsmarkt zu erhalten. Der Kläger habe sich anlässlich eines Urlaubsaufenthaltes in Marokko in die um 27 Jahre jüngere Beklagte verliebt und sie nach wenigen Wochen geheiratet. Die Beklagte sei im Juli 2002 nach Österreich gekommen und habe mit ihm die eheliche Gemeinschaft aufgenommen. Kurz danach habe der Kläger feststellen müssen, dass die Beklagte überhaupt kein Interesse mehr an ihm habe, sich überwiegend bei Freunden aufhalte und nur kurz die Ehewohnung betrete, um etwas zu holen. Die Beklagte lehne jeden Kontakt und jedes Gespräch mit dem Kläger ab. Die Bestimmung des § 28 Abs 2 EheG, wonach ein Nichtigkeitsgrund nach § 23 EheG nur vom Staatsanwalt mit Nichtigkeitsklage geltend gemacht werden könne, verstoße gegen das Gleichheitsgebot. Es fehle jede sachliche Grundlage dafür, dass nicht auch der Ehegatte die Ehenichtigkeitsklage erheben könne. In eventu begehrt der Kläger die Ehescheidung aus dem Alleinverschulden der Beklagten, der er schwere Eheverfehlungen vorwirft.

Das Erstgericht wies die "Klage wegen Nichtigerklärung einer Ehe wegen mangelnder Aktivlegitimation" ab und das Eventualbegehren, die Ehe aus dem alleinigen Verschulden des Beklagten zu scheiden, zurück. Die Klagsbefugnis stehe nach § 28 Abs 1 EheG nur dem Staatsanwalt zu. Der Kläger sei deshalb nicht aktiv legitimiert, sodass die Klage "abzuweisen" sei. Das Eventualbegehren sei zurückzuweisen, da es sich um eine klare Umgehung der Nichtigkeitsprüfung durch den Staatsanwalt handle.

Das Rekursgericht hob den angefochtenen Beschluss ersatzlos auf. Es sei zwischen mangelnder Parteifähigkeit und mangelnder Sachlegitimation zu unterscheiden. Der Mangel der Parteifähigkeit sei von Amts wegen in jeder Lage des Verfahrens zu beachten, der Mangel der Sachlegitimation sei jedoch nur über Einwendung zu prüfen. Die Frage, ob jemand überhaupt Partei sein könne, also parteifähig sei, sei eine Frage des Prozessrechtes, die Frage, wer die "richtige" Partei sei, sei eine Frage der Sachlegitimation und des materiellen Rechtes. Es bestehe kein Zweifel darüber, dass dem Kläger als einer natürlichen Person grundsätzlich Prozessfähigkeit zukomme. Daraus folge, dass hier kein Fall mangelnder Parteifähigkeit, sondern mangelnder Sachlegitimation gegeben sei. Der Staatsanwalt sei nach § 28 Abs 1 EheG allein aktiv legitimiert, eine auf § 23 EheG gestützte Nichtigkeitsklage einzubringen. Ein Verstoß gegen das Gleichheitsgebot liege nicht vor. Vor Nichtigerklärung einer Ehe sei eine Scheidung (Aufhebung) zulässig. Nur eine rechtskräftig für nichtig erklärte Ehe könne nicht mehr geschieden (aufgehoben) werden. Das Erstgericht habe daher zuerst über das Hauptbegehren (Nichtigerklärung) abzusprechen und bei dessen Abweisung über das Eventualbegehren auf Scheidung der Ehe aus dem Alleinverschulden der Beklagten zu erkennen.

Das Rekursgericht erklärte den Rekurs an den Obersten Gerichtshof für zulässig, da noch keine oberstgerichtliche Rechtsprechung darüber bestehe, ob die im § 28 Abs 1 EheG geregelte Befugnis des Staatsanwalts dessen Parteifähigkeit oder die Klagslegitimation betreffe und ob diese Bestimmung gleichheitswidrig einzustufen sei.

Dagegen richtet sich der als Revisionsrekurs bezeichnete Rekurs des Klägers mit dem Antrag, "die Beschlüsse der Vorinstanzen ersatzlos" aufzuheben und dem Erstgericht die Einleitung des Verfahrens unter Abstandnahme vom Zurückweisungsgrund aufzutragen.

 

Rechtliche Beurteilung

Der Rekurs ist zulässig, er ist aber nicht berechtigt.

Der Kläger vertritt den Rechtsstandpunkt, dass im Ehenichtigkeitsverfahren die Sachlegitimation von Amts wegen zu prüfen sei und ihr Fehlen zur Klagszurückweisung mit Beschluss führe. Im vorliegenden Fall sei aber der Kläger zur Einbringung der Ehenichtigkeitsklage legitimiert.

Die Zurückweisung der Klage a limine als unzulässig mit Beschluss kann nur dann erfolgen, wenn nicht alle Prozessvoraussetzungen gegeben sind bzw wenn Prozesshindernisse vorliegen. Zu der Frage, ob die Klage begründet ist, gehört die Schlüssigkeit der Klage und damit auch die Frage, ob ein nach dem Vorbringen Berechtigter den Anspruch erhebt. Dies hat nichts mit der Zulässigkeit der Klage zu tun, sondern mit der materiellen Begründetheit. Fehlt es an der aktiven oder passiven Klagslegitimation, so muss die Klage als unbegründet mit Urteil abgewiesen werden (RIS-Justiz RS0079246, RS0106922). Die Frage der Sachlegitimation (Aktiv- oder Passivlegitimation) ist nichts anderes als die meritorische Entscheidung über den Klagsanspruch im Hinblick auf seine subjektiven Voraussetzungen (RIS-Justiz RS0035170). Ergibt sich die fehlende Sachlegitimation des Klägers schon aus dem Gesetz oder aus dem Vorbringen der Klage, so ist die mangelnde Schlüssigkeit von Amts wegen zu beachten (RIS-Justiz RS0035027, RS0035196).

Angewandt auf den vorliegenden Fall bedeutet dies, dass auch hier im Falle einer Ehenichtigkeitsklage über die Frage der Klagslegitimation des Klägers nur mit Urteil abgesprochen werden kann. Im Falle der offenbaren Unschlüssigkeit der Klage, weil etwa die Klagslegitimation schon nach dem Gesetz oder dem Vorbringen fehlt, ist auch ohne darauf abzielende Einwendung die Klage mit Urteil abzuweisen. Da das Erstgericht die Klage unrichtigerweise a limine zurückgewiesen hat, statt über die Klagslegitimation mit Urteil zu entscheiden, kann im gegenwärtigen Verfahrensstadium zu den materiellen Fragen der Aktivlegitimation noch nicht Stellung genommen werden. Aus demselben Grund kommt auch keine Befassung des Verfassungsgerichtshofes in Frage.

Textnummer

E69195

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2003:0070OB00028.03Y.0402.000

Im RIS seit

02.05.2003

Zuletzt aktualisiert am

16.10.2012

Dokumentnummer

JJT_20030402_OGH0002_0070OB00028_03Y0000_000