Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 3Ob750/53 (3Ob751/53) 3O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0000762

Geschäftszahl

3Ob750/53 (3Ob751/53); 3Ob59/54; 1Ob927/54; 3Ob605/57; 3Ob337/58; 3Ob338/58; 3Ob58/54; 3Ob167/59; 3Ob100/61; 3Ob2/63; 3Ob18/64; 3Ob67/64; 4Ob304/67; 3Ob63/67; 3Ob4/68; 3Ob103/68; 3Ob138/69; 3Ob122/71; 3Ob104/72; 3Ob239/75; 3Ob245/75; 3Ob172/76; 3Ob163/76; 4Ob397/76; 7Ob562/77; 3Ob130/77; 3Ob42/78 (3Ob43/78); 3Ob92/78; 4Ob381/79; 3Ob49/81; 3Ob136/81; 4Ob380/82; 3Ob85/82; 3Ob80/84; 3Ob4/85; 3Ob8/94; 3Ob215/02t (3Ob321/02f); 3Ob30/05s; 3Ob8/07h; 3Ob8/12s; 3Ob32/12w; 3Ob41/15y

Entscheidungsdatum

02.12.1953

Norm

EO §36 Z1 Aa
EO §355 Abs1 IIIa
EO §355 Abs1 IX

Rechtssatz

Für die Bewilligung einer Exekution nach § 355 EO genügt die Behauptung, die verpflichtet Partei habe dem im Exekutionstitel erteilten Auftrag oder Verbot zuwidergehandelt; dem Verpflichteten bleibt es vorbehalten, das Nichtvorhandensein der Voraussetzungen für den Bewilligungsbeschluß mit Klage nach § 36 Z 1 EO geltend zu machen. Zur Bedeutung der von der betreibenden Partei zum Beweise der Richtigkeit ihrer Behauptung angeschlossenen Urkunden.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 750/53
    Entscheidungstext OGH 02.12.1953 3 Ob 750/53
    Veröff: JBl 1954,14
  • 3 Ob 59/54
    Entscheidungstext OGH 07.04.1954 3 Ob 59/54
    nur: Für die Bewilligung einer Exekution nach § 355 EO genügt die Behauptung, die verpflichtet Partei habe dem im Exekutionstitel erteilten Auftrag oder Verbot zuwidergehandelt; dem Verpflichteten bleibt es vorbehalten, das Nichtvorhandensein der Voraussetzungen für den Bewilligungsbeschluß mit Klage nach § 36 Z 1 EO geltend zu machen. (T1)
  • 1 Ob 927/54
    Entscheidungstext OGH 05.01.1955 1 Ob 927/54
    nur T1
  • 3 Ob 605/57
    Entscheidungstext OGH 06.02.1958 3 Ob 605/57
    Beisatz: Mit Ausführungen zur Beweisregelung nach § 1298 ABGB. (T2)
  • 3 Ob 337/58
    Entscheidungstext OGH 24.07.1958 3 Ob 337/58
  • 3 Ob 338/58
    Entscheidungstext OGH 24.07.1958 3 Ob 338/58
  • 3 Ob 58/54
    Entscheidungstext OGH 10.02.1954 3 Ob 58/54
  • 3 Ob 167/59
    Entscheidungstext OGH 13.05.1959 3 Ob 167/59
  • 3 Ob 100/61
    Entscheidungstext OGH 07.03.1961 3 Ob 100/61
    nur T1
  • 3 Ob 2/63
    Entscheidungstext OGH 15.01.1964 3 Ob 2/63
    nur: Für die Bewilligung einer Exekution nach § 355 EO genügt die Behauptung, die verpflichtet Partei habe dem im Exekutionstitel erteilten Auftrag oder Verbot zuwidergehandelt. (T3) Veröff: EvBl 1964/248 S.351
  • 3 Ob 18/64
    Entscheidungstext OGH 12.02.1964 3 Ob 18/64
    nur T1
  • 3 Ob 67/64
    Entscheidungstext OGH 11.06.1964 3 Ob 67/64
  • 4 Ob 304/67
    Entscheidungstext OGH 14.02.1967 4 Ob 304/67
    nur T1; Veröff: ÖBl 1967,71
  • 3 Ob 63/67
    Entscheidungstext OGH 12.07.1967 3 Ob 63/67
    nur T1
  • 3 Ob 4/68
    Entscheidungstext OGH 24.01.1968 3 Ob 4/68
    nur T1
  • 3 Ob 103/68
    Entscheidungstext OGH 21.08.1968 3 Ob 103/68
    nur T1
  • 3 Ob 138/69
    Entscheidungstext OGH 14.01.1970 3 Ob 138/69
    nur T1; Beisatz: Hier § 354 EO. (T4)
  • 3 Ob 122/71
    Entscheidungstext OGH 10.11.1971 3 Ob 122/71
    nur T3
  • 3 Ob 104/72
    Entscheidungstext OGH 28.09.1972 3 Ob 104/72
    nur T1; Veröff: MietSlg 24643
  • 3 Ob 239/75
    Entscheidungstext OGH 28.10.1975 3 Ob 239/75
    Veröff: EvBl 1956/129 S 241
  • 3 Ob 245/75
    Entscheidungstext OGH 18.11.1975 3 Ob 245/75
    nur T1
  • 3 Ob 172/76
    Entscheidungstext OGH 14.12.1976 3 Ob 172/76
    nur T1; Beisatz: Die Aufrechterhaltung der bereits vor Schaffung des Titels vorgenommenen Weitergabe der Geschäftsräume stellt aber für sich kein neuerlicher Zuwiderhandeln gegen den Exekutionstitel dar. (T5)
  • 3 Ob 163/76
    Entscheidungstext OGH 21.12.1976 3 Ob 163/76
    nur T1; Beisatz: Beim auf ein bestimmtes Zuwiderhandeln gestützeten Exekutionsantrag ist allein der hiezu vorgebrachte Sachverhalt für die Beurteilung der Rechtmässigkeit der Exekutionsbewilligung maßgeblich. (T6)
  • 4 Ob 397/76
    Entscheidungstext OGH 08.02.1977 4 Ob 397/76
    Vgl auch
  • 7 Ob 562/77
    Entscheidungstext OGH 30.06.1977 7 Ob 562/77
    nur T1; Veröff: SZ 50/99
  • 3 Ob 130/77
    Entscheidungstext OGH 21.02.1978 3 Ob 130/77
    nur T1; Veröff: ÖBl 1978,106 = SZ 51/19
  • 3 Ob 42/78
    Entscheidungstext OGH 18.04.1978 3 Ob 42/78
  • 3 Ob 92/78
    Entscheidungstext OGH 20.07.1978 3 Ob 92/78
    nur T3
  • 4 Ob 381/79
    Entscheidungstext OGH 16.10.1979 4 Ob 381/79
    nur T1; Beisatz: Im Impugnationsstreit ist das Ausmaß der Sicherheitsleitern zu stellenden "Sicherheits- und Fertigkeitsanforderungen" klarzustellen. (T7); Veröff: ÖBl 1980,41
  • 3 Ob 49/81
    Entscheidungstext OGH 10.06.1981 3 Ob 49/81
    nur T1
  • 3 Ob 136/81
    Entscheidungstext OGH 09.12.1981 3 Ob 136/81
    Gegenteilig; nur T3; Veröff: ÖBl 1982,51 = JBl 1982,605 (Zust Mayr)
  • 4 Ob 380/82
    Entscheidungstext OGH 12.10.1982 4 Ob 380/82
    Auch
  • 3 Ob 85/82
    Entscheidungstext OGH 23.02.1983 3 Ob 85/82
    nur T1; Veröff: ÖBl 1983,94
  • 3 Ob 80/84
    Entscheidungstext OGH 12.09.1984 3 Ob 80/84
    nur T3; Veröff: RdW 1985,42 = SZ 57/137 = ÖBl 1985,85
  • 3 Ob 4/85
    Entscheidungstext OGH 08.05.1985 3 Ob 4/85
    nur T1; Veröff: MR 1985,5,15 = ÖBl 1985,136
  • 3 Ob 8/94
    Entscheidungstext OGH 24.11.1993 3 Ob 8/94
    Auch; Beis wie T5
  • 3 Ob 215/02t
    Entscheidungstext OGH 18.12.2002 3 Ob 215/02t
    Vgl auch; nur T3; Veröff: SZ 2002/178
  • 3 Ob 30/05s
    Entscheidungstext OGH 20.10.2005 3 Ob 30/05s
    Vgl auch; nur T1; Beisatz: Bei der Entscheidung über den Exekutionsantrag - wie auch über weitere Strafanträge - wird ausschließlich auf Grundlage der Tatsachenbehauptungen des betreibenden Gläubigers geprüft, ob ein Zuwiderhandeln des Verpflichteten gegen den (aktenkundigen) Exekutionstitel konkret behauptet wird; die Unrichtigkeit dieser Tatsachenbehauptungen des betreibenden Gläubigers kann der Verpflichtete nur mit Impugnationsklage (§ 36 EO) geltend machen. Dementsprechend hat das Erstgericht auch keine Tatsachenfeststellungen zu treffen, weshalb in der Regel bei dieser Beschlussfassung die gekürzte Urschrift in Form eines Bewilligungsvermerks (Bewilligungsstampiglie) gemäß § 112 Geo genügt. (T8)
  • 3 Ob 8/07h
    Entscheidungstext OGH 25.04.2007 3 Ob 8/07h
    nur T1; Beisatz: Die betreibende Partei muss im Exekutionsantrag das Datum der Vollstreckbarkeit nicht nennen, es genügt die Behauptung des Zuwiderhandelns des Verpflichteten nach Erlassung der einstweiligen Verfügung. (T9)
  • 3 Ob 8/12s
    Entscheidungstext OGH 22.02.2012 3 Ob 8/12s
    Vgl auch
  • 3 Ob 32/12w
    Entscheidungstext OGH 22.02.2012 3 Ob 32/12w
    Auch; nur ähnlich T1
  • 3 Ob 41/15y
    Entscheidungstext OGH 20.05.2015 3 Ob 41/15y
    Auch; Beis wie T6; Beis wie T8

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1953:RS0000762

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

11.08.2015

Dokumentnummer

JJR_19531202_OGH0002_0030OB00750_5300000_001

Rechtssatz für 1Ob154/58 4Ob328/73 (4Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0005146

Geschäftszahl

1Ob154/58; 4Ob328/73 (4Ob329/73); 8Ob510/81; 4Ob420/81; 4Ob301/89; 4Ob122/93; 4Ob510/96; 4Ob2055/96a; 3Ob215/02t (3Ob321/02f)

Entscheidungsdatum

11.04.1958

Norm

ABGB §1330 BI
EO §378 B
EO §381 A
UrhG §81
UrhG §82
UWG §15

Rechtssatz

Der Unterlassungsanspruch ist im Beseitigungsanspruch nicht enthalten. Eine einstweilige Verfügung auf Unterlassung von Eingriffshandlungen ist nicht möglich, wenn im Hauptprozeß bloß ein Beseitigungsanspruch geltend gemacht wird.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 154/58
    Entscheidungstext OGH 11.04.1958 1 Ob 154/58
    JBl 1958/21,551 = ÖBl 1959/1,15
  • 4 Ob 328/73
    Entscheidungstext OGH 25.09.1973 4 Ob 328/73
    Beisatz: Bei bloßem Unterlassungsbegehren kein Beseitigungsanspruch.(T1) = ÖBl 1973,139 = JBl 1974,529
  • 8 Ob 510/81
    Entscheidungstext OGH 12.03.1981 8 Ob 510/81
    Vgl; Beisatz: Schon wegen des zeitlichen Unterschiedes umfaßt weder ein Beseitigungsanspruch einen Unterlassungsanspruch noch umgekehrt. (T2)
  • 4 Ob 420/81
    Entscheidungstext OGH 01.12.1981 4 Ob 420/81
    nur: Der Unterlassungsanspruch ist im Beseitigungsanspruch nicht enthalten. (T3) Beis wie T1; Beisatz: Beseitigung irreführender Geschäftsaufschriften Kirchberger Skiverleih. (T4) = ÖBl 1982,69
  • 4 Ob 301/89
    Entscheidungstext OGH 26.09.1989 4 Ob 301/89
    Vgl aber; JBl 1990,119
  • 4 Ob 122/93
    Entscheidungstext OGH 12.10.1993 4 Ob 122/93
    auch; Beisatz: Tatsächlich hat der Oberste Gerichtshof schon in mehreren Fällen neben einem Unterlassungsanspruch auch einen Beteiligungsanspruch zuerkannt und zu dessen Sicherung eine einstweilige Verfügung erlassen. (T5)
  • 4 Ob 510/96
    Entscheidungstext OGH 30.01.1996 4 Ob 510/96
    Vgl; nur T3; Beis wie T1; Veröff: SZ 69/21
  • 4 Ob 2055/96a
    Entscheidungstext OGH 30.04.1996 4 Ob 2055/96a
    Vgl aber; Beisatz: Neben der Unterlassung kann auch die Beseitigung der wettbewerbswidrigen Gegenstände gefordert werden, wenn das widerrechtliche Verhalten des Störers einen Dauerzustand herbeigeführt hat; dann umfaßt der Anspruch auf Unterlassung auch das Recht, vom Verpflichteten die Beseitigung dieses gesetzwidrigen Zustands zu fordern, soweit dem Störer die Verfügung hierüber zusteht. (T6)
  • 3 Ob 215/02t
    Entscheidungstext OGH 18.12.2002 3 Ob 215/02t
    Vgl auch; Beisatz: Der Beseitigungsanspruch ist kein Unterlassungsanspruch, weil er auf ein positives Verhalten gerichtet ist (die Entscheidung betrifft §1330 ABGB). (T7); Veröff: SZ 2002/178

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1958:RS0005146

Dokumentnummer

JJR_19580411_OGH0002_0010OB00154_5800000_001

Rechtssatz für 3Ob74/66 3Ob21/77 3Ob80...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0000614

Geschäftszahl

3Ob74/66; 3Ob21/77; 3Ob80/77; 3Ob130/77; 3Ob76/79; 3Ob14/80; 3Ob147/79; 3Ob147/80; 3Ob136/81; 3Ob178/82; 3Ob70/89 (3Ob71/89); 3Ob68/89 (3Ob69/89); 3Ob22/91 (3Ob1032/91); 3Ob65/93; 3Ob59/94 (3Ob60/94 -3Ob80/94); 3Ob215/02t (3Ob321/02f); 3Ob162/03z (3Ob163/03x); 3Ob125/11w; 3Ob41/15y; 3Ob223/16i; 3Ob191/16h; 3Ob118/17z; 3Ob119/17x; 3Ob117/17b

Entscheidungsdatum

21.09.1966

Norm

EO §16 Abs1
EO §355 VIIIa

Rechtssatz

Anders als im Antrag auf Exekutionsbewilligung müssen im Vollzugsantrag nach § 355 EO konkrete Behauptungen über die angeblichen Zuwiderhandlungen des Verpflichteten aufgestellt werden. Das Exekutionsgericht hat dann zu prüfen, ob die behaupteten Zuwiderhandlungen unter die in der Exekutionsbewilligung angeführten Verbote fallen.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 74/66
    Entscheidungstext OGH 21.09.1966 3 Ob 74/66
    Veröff: ÖBl 1966,144
  • 3 Ob 21/77
    Entscheidungstext OGH 01.03.1977 3 Ob 21/77
  • 3 Ob 80/77
    Entscheidungstext OGH 22.08.1977 3 Ob 80/77
    Veröff: JBl 1978,322
  • 3 Ob 130/77
    Entscheidungstext OGH 21.02.1978 3 Ob 130/77
    Beisatz: Gegenteilig bezüglich Exekutionsantrag (T1)
    Veröff: SZ 51/19 = ÖBl 1978,106
  • 3 Ob 76/79
    Entscheidungstext OGH 20.06.1979 3 Ob 76/79
  • 3 Ob 14/80
    Entscheidungstext OGH 09.04.1980 3 Ob 14/80
    Beisatz: Nur ein Verhalten, das klar und eindeutig gegen diese Unterlassungsgebote verstößt, rechtfertigt die Verhängung einer Beugestrafe. (T2)
    Veröff: ÖBl 1980,165
  • 3 Ob 147/79
    Entscheidungstext OGH 11.06.1980 3 Ob 147/79
  • 3 Ob 147/80
    Entscheidungstext OGH 26.11.1980 3 Ob 147/80
  • 3 Ob 136/81
    Entscheidungstext OGH 09.12.1981 3 Ob 136/81
    Vgl aber; Veröff: ÖBl 1982,51 = JBl 1982,605 (zustimmend Mayr)
  • 3 Ob 178/82
    Entscheidungstext OGH 13.04.1983 3 Ob 178/82
    Vgl aber; Beisatz: Entscheidend ist nur, ob der betreibende Gläubiger ein Zuwiderhandeln darzutun vermag, das sich gegen die Exekutionsbewilligung richtet. (T3)
  • 3 Ob 70/89
    Entscheidungstext OGH 12.07.1989 3 Ob 70/89
    nur: Müssen im Vollzugsantrag nach § 355 EO konkrete Behauptungen über die angeblichen Zuwiderhandlungen des Verpflichteten aufgestellt werden. (T4)
    Veröff: WBl 189,343 = MR 1990,26
  • 3 Ob 68/89
    Entscheidungstext OGH 04.10.1989 3 Ob 68/89
    Vgl auch; nur T4
  • 3 Ob 22/91
    Entscheidungstext OGH 05.06.1991 3 Ob 22/91
    nur T4
  • 3 Ob 65/93
    Entscheidungstext OGH 28.04.1993 3 Ob 65/93
    nur T4
  • 3 Ob 59/94
    Entscheidungstext OGH 25.01.1995 3 Ob 59/94
    nur T4; Beis wie T2
  • 3 Ob 215/02t
    Entscheidungstext OGH 18.12.2002 3 Ob 215/02t
    Vgl aber; Beisatz: Die betreibende Partei muss im Exekutionsantrag konkret und schlüssig behaupten, dass und wie der Verpflichtete dem Exekutionstitel nach Eintritt der Vollstreckbarkeit zuwider gehandelt hat. (T5)
    Beisatz: Die betreibende Partei muss dabei etwa einzelne konkrete "Tathandlungen" herausgreifen. Es muss zumindest ein konkreter Verstoß gegen das Unterlassungsgebot angeführt werden, damit geprüft werden kann, ob dieses im konkreten Fall verletzt oder eingehalten wurde. (T6)
    Veröff: SZ 2002/178
  • 3 Ob 162/03z
    Entscheidungstext OGH 25.02.2004 3 Ob 162/03z
    Auch; nur T4;Veröff: SZ 2004/26
  • 3 Ob 125/11w
    Entscheidungstext OGH 06.07.2011 3 Ob 125/11w
    Auch
  • 3 Ob 41/15y
    Entscheidungstext OGH 20.05.2015 3 Ob 41/15y
    Auch; Beis wie T5
  • 3 Ob 223/16i
    Entscheidungstext OGH 23.11.2016 3 Ob 223/16i
    Vgl auch; Beis wie T5
  • 3 Ob 191/16h
    Entscheidungstext OGH 26.01.2017 3 Ob 191/16h
    Auch; Beis wie T5; Beis wie T6
  • 3 Ob 118/17z
    Entscheidungstext OGH 04.07.2017 3 Ob 118/17z
    Vgl auch; Beis wie T5; Beis wie T6
  • 3 Ob 119/17x
    Entscheidungstext OGH 04.07.2017 3 Ob 119/17x
    Vgl auch; Beis wie T5; Beis wie T6
  • 3 Ob 117/17b
    Entscheidungstext OGH 04.07.2017 3 Ob 117/17b
    Vgl auch; Beis wie T5; Beis wie T6

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1966:RS0000614

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

06.09.2017

Dokumentnummer

JJR_19660921_OGH0002_0030OB00074_6600000_001

Rechtssatz für 3Ob184/74 3Ob1/81 3Ob70...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0079555

Geschäftszahl

3Ob184/74; 3Ob1/81; 3Ob70/89 (3Ob71/89); 3Ob68/89 (3Ob69/89); 3Ob12/91; 4Ob79/95; 3Ob110/97s; 3Ob2392/96b; 3Ob162/00w; 3Ob215/02t (3Ob321/02f); 3Ob198/02t; 3Ob47/04i; 3Ob39/06s; 3Ob257/08b; 3Ob240/11g; 3Ob8/12s

Entscheidungsdatum

11.02.1975

Norm

EO §355 XII
MSchG §52
UWG §15

Rechtssatz

Ein Zuwiderhandeln gegen einen bloß auf Unterlassung und nicht auch auf Beseitigung lautenden Exekutionsbeschluß liegt auch dann vor, wenn der Verpflichtete einen - sei es von wen immer geschaffenen - den Vorschriften des Gesetzes widersprechenden Zustand nicht beseitigt, soweit ihm die Verfügung zusteht (SZ 12/312).

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 184/74
    Entscheidungstext OGH 11.02.1975 3 Ob 184/74
    Veröff: ÖBl 1976,27
  • 3 Ob 1/81
    Entscheidungstext OGH 11.03.1981 3 Ob 1/81
    Vgl
  • 3 Ob 70/89
    Entscheidungstext OGH 12.07.1989 3 Ob 70/89
    Veröff: WBl 1989,343 = MR 1990,26 = ÖBl 1990,134
  • 3 Ob 68/89
    Entscheidungstext OGH 04.10.1989 3 Ob 68/89
    Vgl auch
  • 3 Ob 12/91
    Entscheidungstext OGH 10.04.1991 3 Ob 12/91
    Veröff: ÖBl 1991,115
  • 4 Ob 79/95
    Entscheidungstext OGH 05.12.1995 4 Ob 79/95
    Auch; Beisatz: Der Beseitigungsanspruch setzt voraus, dass eine Beseitigung des gesetzwidrigen Zustandes in der Verfügungsmacht des Verpflichteten liegt. Die Verfügungsbefugnis des Störers ist vom Kläger zu behaupten und zu beweisen. (T1)
  • 3 Ob 110/97s
    Entscheidungstext OGH 23.04.1997 3 Ob 110/97s
  • 3 Ob 2392/96b
    Entscheidungstext OGH 11.03.1998 3 Ob 2392/96b
  • 3 Ob 162/00w
    Entscheidungstext OGH 30.10.2000 3 Ob 162/00w
    Auch
  • 3 Ob 215/02t
    Entscheidungstext OGH 18.12.2002 3 Ob 215/02t
    Auch; Beisatz: Dass dem Verpflichteten kein Einfluss auf die von ihm "eingeschalteten Personen/Unternehmen" zustehe und er deshalb ohne Verschulden den von ihm veranlassten Dauerzustand nicht beenden (die Störungsquelle nicht beseitigen) könne, muss der Verpflichtete mit Klage nach § 36 EO beweisen (ÖBl 1991, 115). (T2); Beisatz: Einem Unterlassungsgebot kann also in einem solchen Fall auch durch bloße Untätigkeit zuwider gehandelt werden (ÖBl 1990, 134 mwN). (T3); Beisatz: § 15 UWG ist eben keine reine Vorschrift des materiellen Rechts, deren Bedeutung sich im Titelverfahren erschöpft (Nachweise bei Feil, EO4 § 355 Rz 9). (T4); Veröff: SZ 2002/178
  • 3 Ob 198/02t
    Entscheidungstext OGH 26.09.2003 3 Ob 198/02t
    Vgl auch; Beisatz: Die Unmöglichkeit der Beseitigung des bestehenden Zustands stellt einen Umstand dar, der vom Verpflichteten als Neuerung nicht mit Rekurs, sondern nur mit Impugnationsklage (§ 36 EO) geltend gemacht werden kann. (T5)
  • 3 Ob 47/04i
    Entscheidungstext OGH 20.10.2004 3 Ob 47/04i
    Vgl auch; Beisatz: Eine gegen den Unterlassungstitel verstoßende Veröffentlichung auf der eigenen Homepage rechtfertigt die Bewilligung der Unterlassungsexekution. (T6)
  • 3 Ob 39/06s
    Entscheidungstext OGH 27.06.2006 3 Ob 39/06s
    Vgl; Beisatz: Hier: Beseitigungspflicht nach § 52 Abs 1 MSchG. (T7)
  • 3 Ob 257/08b
    Entscheidungstext OGH 17.12.2008 3 Ob 257/08b
  • 3 Ob 240/11g
    Entscheidungstext OGH 18.01.2012 3 Ob 240/11g
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T3
  • 3 Ob 8/12s
    Entscheidungstext OGH 22.02.2012 3 Ob 8/12s
    Auch; Beis wie T5

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1975:RS0079555

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

21.03.2012

Dokumentnummer

JJR_19750211_OGH0002_0030OB00184_7400000_003

Rechtssatz für 4Ob316/75 4Ob340/80 (4Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0079572

Geschäftszahl

4Ob316/75; 4Ob340/80 (4Ob341/80); 4Ob93/90; 3Ob215/02t (3Ob321/02f)

Entscheidungsdatum

22.04.1975

Norm

UWG §15

Rechtssatz

Der Unterlassungsanspruch im weiteren Sinne umfasst auch den auf Unterlassung künftiger Störungen oder Eingriffe gerichteten Unterlassungsanspruch im engeren Sinn. Der Unterlassungsanspruch im weiteren Sinne umfasst ferner den Beseitigungsanspruch und den Urteilsveröffentlichungsanspruch (Schischule Mitterbach).

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 316/75
    Entscheidungstext OGH 22.04.1975 4 Ob 316/75
    Veröff: ÖBl 1976,24
  • 4 Ob 340/80
    Entscheidungstext OGH 17.03.1981 4 Ob 340/80
    Ähnlich
  • 4 Ob 93/90
    Entscheidungstext OGH 26.06.1990 4 Ob 93/90
    Vgl auch; Veröff: SZ 63/109 = ÖBl 1991,113
  • 3 Ob 215/02t
    Entscheidungstext OGH 18.12.2002 3 Ob 215/02t
    Auch; nur: Der Unterlassungsanspruch im weiteren Sinne umfasst auch den Beseitigungsanspruch. (T1); Veröff: SZ 2002/178

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1975:RS0079572

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

05.06.2018

Dokumentnummer

JJR_19750422_OGH0002_0040OB00316_7500000_001

Rechtssatz für 4Ob313/76 1Ob598/80 1Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0008866

Geschäftszahl

4Ob313/76; 1Ob598/80; 1Ob778/81; 6Ob547/84; 5Ob607/84; 6Ob697/85; 6Ob16/85 (6Ob17/85); 14Ob154/86; 1Ob605/88; 10ObS21/89; 10ObS330/88; 9ObA221/89; 10ObS316/89; 10ObS222/89; 1Ob692/89; 3Ob583/90; 10ObS216/90; 7Ob586/91; 10ObS71/92; 3Ob557/92; Prä1040/93-2; 9ObA605/93; 9ObA194/91; 9ObA159/93; 8Ob23/93 (8Ob24/93); 10ObS101/94; 15Os189/94 (15Os190/94); 10ObS134/94; 1Ob7/95; 4Ob2074/96w; 3Ob2090/96s; 1Ob2131/96f; 8Ob2233/96g; 10ObS2354/96s; 1Ob2416/96t; 7Ob2430/96w; 9Ob2065/96h; 10ObS88/98h; 5Ob42/98g; 10ObS56/98b; 10ObS261/98z; 10ObS329/98z; 1Ob235/98k; 1Ob265/98x; 5Ob9/99f; 10ObS312/98z; 5Ob323/98f; 8Ob41/99h; 9ObA343/98a; 4Ob137/99x; 10ObS266/99m; 1Ob315/99a; 5Ob334/99z; 10ObS236/99z; 3Ob201/01g; Rkv1/01; 10ObS91/02h; 10ObS360/01s; 3Ob215/02t (3Ob321/02f); 4Ob7/04i; 8ObA75/04v; 9ObA61/05v; 16Ok52/05; 10Ob29/06x; 8ObA76/06v; 4Ob193/06w; 8ObA107/06b; 5Ob234/07h; 5Ob52/08w; 9ObA41/08g; 10ObS118/09i; 6Ob261/09i; 10ObS25/10i; 7Ob13/10b; 16Ok3/10; 5Ob63/10s; 8ObA60/10x; 5Ob190/10t; 10Ob23/11x; 9ObA53/11a; 7Ob124/11b; 7Ob215/11k; 5Ob52/12a; 8ObA17/12a; 7Ob212/11v; 1Ob148/12i; 5Ob191/12t; 15Os102/12g (15Os103/12d); 1Ob88/13t; 10ObS100/13y; 10ObS114/13g; 2Ob165/13y; 10ObS1/13i; 1Ob215/13v; 6Ob160/13t; 10ObS12/14h; 5Ob205/13b; 7Ob1/14v; 10Ob46/14h; 4Ob126/14d; 8ObA57/14m; 10ObS63/14h; 10ObS17/15w; 3Ob136/15v; 5Ob154/15f; 10ObS67/15y; 5Ob88/15z; 1Ob190/16x; 9ObA107/17a; 9ObA99/17z; 10ObS154/17w; 10ObS10/18w; 8Ob79/18b; 6Ob126/18z; 7Ob241/18v; 7Ob45/19x

Entscheidungsdatum

23.03.1976

Norm

ABGB §7

Rechtssatz

Eine Rechtslücke ist eine planwidrige Unvollständigkeit innerhalb des positiven Rechts, gemessen am Maßstab der gesamten geltenden Rechtsordnung. Das Gesetz ist in einem solchen Fall, gemessen an seiner eigenen Absicht und immanenten Teleologie, ergänzungsbedürftig, ohne dass seine Ergänzung einer vom Gesetz gewollten Beschränkung widerspricht.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 313/76
    Entscheidungstext OGH 23.03.1976 4 Ob 313/76
    Veröff: SZ 49/45 = EvBl 1976/263 S 606 = ÖBl 1976,113 = JBl 1976,490 = GRURInt 1977,211; hiezu Besprechung von Federsel im ÖBl 1977,26
  • 1 Ob 598/80
    Entscheidungstext OGH 27.05.1980 1 Ob 598/80
    Vgl auch
  • 1 Ob 778/81
    Entscheidungstext OGH 21.04.1982 1 Ob 778/81
    Veröff: SZ 55/51
  • 6 Ob 547/84
    Entscheidungstext OGH 26.04.1984 6 Ob 547/84
    Vgl auch; Veröff: JBl 1984,675 = ZVR 1985/133 S 244
  • 5 Ob 607/84
    Entscheidungstext OGH 11.12.1984 5 Ob 607/84
    Vgl auch; Veröff: SZ 57/194
  • 6 Ob 697/85
    Entscheidungstext OGH 16.01.1986 6 Ob 697/85
    Vgl auch; Veröff: SZ 59/12
  • 6 Ob 16/85
    Entscheidungstext OGH 12.12.1985 6 Ob 16/85
    Auch; Beisatz: Eine Gesetzeslücke liegt vor, wenn die Regelung eines Sachbereiches keine Bestimmung für eine Frage enthält, die im Zusammenhang mit dieser Regelung an sich geregelt werden müsste. (T1)
    Veröff: SZ 58/206 = NZ 1987,14
  • 14 Ob 154/86
    Entscheidungstext OGH 21.10.1986 14 Ob 154/86
    Beis wie T1; Veröff: SZ 59/177 = EvBl 1987/9 S 52 = Arb 10560 = RZ 1987/24 S 111 = DRdA 1987,428 (Cerny)
  • 1 Ob 605/88
    Entscheidungstext OGH 28.09.1988 1 Ob 605/88
    Veröff: SZ 61/206 = RZ 1990/2 S 20
  • 10 ObS 21/89
    Entscheidungstext OGH 24.01.1989 10 ObS 21/89
    Veröff: SSV - NF 3/20
  • 10 ObS 330/88
    Entscheidungstext OGH 10.01.1989 10 ObS 330/88
    Auch; Beisatz: Eine planwidrige Gesetzeslücke ist durch Analogie zu schließen. (T2)
    Veröff: SZ 62/3
  • 9 ObA 221/89
    Entscheidungstext OGH 30.08.1989 9 ObA 221/89
    Beisatz: § 48 ASGG (T3)
  • 10 ObS 316/89
    Entscheidungstext OGH 07.11.1989 10 ObS 316/89
  • 10 ObS 222/89
    Entscheidungstext OGH 05.12.1989 10 ObS 222/89
    Beis wie T2; Veröff: SZ 62/194 = SSV - NF 3/143
  • 1 Ob 692/89
    Entscheidungstext OGH 29.11.1989 1 Ob 692/89
    Veröff: SZ 62/184 = EvBl 1990/96 S 468
  • 3 Ob 583/90
    Entscheidungstext OGH 17.10.1990 3 Ob 583/90
    Auch; Veröff: RZ 1991/12 S 73
  • 10 ObS 216/90
    Entscheidungstext OGH 23.10.1990 10 ObS 216/90
    Vgl auch; nur: Eine Rechtslücke ist eine planwidrige Unvollständigkeit innerhalb des positiven Rechts, gemessen am Maßstab der gesamten geltenden Rechtsordnung. (T4)
  • 7 Ob 586/91
    Entscheidungstext OGH 04.09.1991 7 Ob 586/91
    nur: Das Gesetz ist in einem solchen Fall, gemessen an seiner eigenen Absicht und immanenten Teleologie, ergänzungsbedürftig, ohne dass seine Ergänzung einer vom Gesetz gewollten Beschränkung widerspricht. (T5)
    Beisatz: Dass eine Regelung wünschenswert wäre, rechtfertigt noch nicht die Annahme einer Gesetzeslücke. (T6)
  • 10 ObS 71/92
    Entscheidungstext OGH 18.12.1991 10 ObS 71/92
    nur T5; Beis wie T1
  • 3 Ob 557/92
    Entscheidungstext OGH 26.05.1992 3 Ob 557/92
    Auch; nur T4; Veröff: SZ 65/78
  • Prä 1040/93-2
    Entscheidungstext OGH 15.10.1992 Prä 1040/93-2
    Vgl auch
  • 9 ObA 605/93
    Entscheidungstext OGH 15.04.1993 9 ObA 605/93
    nur T4; Personalsenat des OGH
  • 9 ObA 194/91
    Entscheidungstext OGH 11.08.1993 9 ObA 194/91
    Auch; Beis wie T1
  • 9 ObA 159/93
    Entscheidungstext OGH 08.09.1993 9 ObA 159/93
    Auch; Beis wie T1
  • 8 Ob 23/93
    Entscheidungstext OGH 03.02.1994 8 Ob 23/93
    Beis wie T1; Veröff: SZ 67/21
  • 10 ObS 101/94
    Entscheidungstext OGH 18.10.1994 10 ObS 101/94
    Auch; Veröff: SZ 67/176
  • 15 Os 189/94
    Entscheidungstext OGH 09.02.1995 15 Os 189/94
    Vgl auch
  • 10 ObS 134/94
    Entscheidungstext OGH 31.05.1994 10 ObS 134/94
    Vgl auch; nur T4
  • 1 Ob 7/95
    Entscheidungstext OGH 29.05.1995 1 Ob 7/95
    Vgl; Beisatz: Eine solche Unvollständigkeit liegt jedoch nur vor, wenn eine anzuwendende Rechtsvorschrift zwar vorhanden, aber in einer bestimmten Richtung nicht präzisiert (unvollständig) ist. Durch Analogie ist nicht eine beliebige, sondern nur eine im System liegende Lösung anzustreben. Eine unechte Lücke liegt vor, wenn man von einem bestimmten Standpunkt aus die konkrete Regelung eines Sachverhalts erwartet, eine solche aber fehlt. (T7)
    Veröff: SZ 68/102
  • 4 Ob 2074/96w
    Entscheidungstext OGH 30.04.1996 4 Ob 2074/96w
    Auch; nur T4; Beis wie T1; Veröff: SZ 69/109
  • 3 Ob 2090/96s
    Entscheidungstext OGH 27.03.1996 3 Ob 2090/96s
    nur T4; Veröff: SZ 69/82
  • 1 Ob 2131/96f
    Entscheidungstext OGH 25.06.1996 1 Ob 2131/96f
    Vgl; Beis wie T2; Veröff: SZ 69/146
  • 8 Ob 2233/96g
    Entscheidungstext OGH 12.09.1996 8 Ob 2233/96g
    Auch
  • 10 ObS 2354/96s
    Entscheidungstext OGH 05.11.1996 10 ObS 2354/96s
    nur T5; Beis wie T1; Beis wie T6; Beisatz: Wurde von der Gesetzgebungsinstanz für einen bestimmten Sachverhalt eine bestimmte Rechtsfolge bewusst nicht angeordnet, so fehlt es an einer Gesetzeslücke und daher auch an der Möglichkeit ergänzender Rechtsfindung. (T8)
  • 1 Ob 2416/96t
    Entscheidungstext OGH 28.01.1997 1 Ob 2416/96t
    Auch; nur T4
  • 7 Ob 2430/96w
    Entscheidungstext OGH 02.04.1997 7 Ob 2430/96w
    Auch
  • 9 Ob 2065/96h
    Entscheidungstext OGH 17.12.1997 9 Ob 2065/96h
    Vgl auch; Beis wie T8
  • 10 ObS 88/98h
    Entscheidungstext OGH 10.03.1998 10 ObS 88/98h
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T6; Beis wie T8
  • 5 Ob 42/98g
    Entscheidungstext OGH 24.02.1998 5 Ob 42/98g
    Auch; nur T5; Beisatz: Eine Gesetzeslücke liegt vor, wenn die aus der konkreten gesetzlichen Regelung hervorleuchtenden Zwecke und Werte die Annahme nahelegen, der Gesetzgeber habe einen nach denselben Maßstäben regelungsbedürftigen Sachverhalt übersehen. (T9)
  • 10 ObS 56/98b
    Entscheidungstext OGH 31.03.1998 10 ObS 56/98b
    Auch; Beis wie T1
  • 10 ObS 261/98z
    Entscheidungstext OGH 18.08.1998 10 ObS 261/98z
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T6; Beis wie T8
  • 10 ObS 329/98z
    Entscheidungstext OGH 20.10.1998 10 ObS 329/98z
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T6; Beis wie T8
  • 1 Ob 235/98k
    Entscheidungstext OGH 27.10.1998 1 Ob 235/98k
    Auch; Beisatz: Das bloß rechtspolitisch Erwünschte vermag dagegen der ergänzenden Rechtsfindung durch Analogiebildung nicht als ausreichende Grundlage zu dienen. Eine Gesetzeslücke ist nur dann anzunehmen, wenn Wertungen und Zweck der konkreten gesetzlichen Regelung die Annahme rechtfertigen, der Gesetzgeber habe einen nach denselben Maßstäben regelungsbedürftigen Sachverhalt übersehen. (T10)
  • 1 Ob 265/98x
    Entscheidungstext OGH 24.11.1998 1 Ob 265/98x
    Auch; nur: Eine Rechtslücke ist eine planwidrige Unvollständigkeit innerhalb des positiven Rechts. (T11)
    Beis wie T10 nur: Das bloß rechtspolitisch Erwünschte vermag dagegen der ergänzenden Rechtsfindung durch Analogiebildung nicht als ausreichende Grundlage zu dienen. (T12)
    Beisatz: Hat der Gesetzgeber eine bestimmte Rechtsfolge für einen bestimmten Sachverhalt bewusst nicht angeordnet, so fehlt es an einer Gesetzeslücke und demgemäß auch an der Grundvoraussetzung einer ergänzenden Rechtsfindung. (T13)
  • 5 Ob 9/99f
    Entscheidungstext OGH 26.01.1999 5 Ob 9/99f
    Vgl; Beis ähnlich wie T2
  • 10 ObS 312/98z
    Entscheidungstext OGH 12.01.1999 10 ObS 312/98z
    Auch; Beis wie T6; Beis wie T8; nur T11; Beis wie T12; Beis wie T13
    Veröff: SZ 72/1
  • 5 Ob 323/98f
    Entscheidungstext OGH 12.01.1999 5 Ob 323/98f
    Vgl; Beis wie T2
  • 8 Ob 41/99h
    Entscheidungstext OGH 15.04.1999 8 Ob 41/99h
    Vgl; nur T11; Beis ähnlich wie T12
  • 9 ObA 343/98a
    Entscheidungstext OGH 17.03.1999 9 ObA 343/98a
    Auch; Beis wie T6
    Veröff: SZ 72/44
  • 4 Ob 137/99x
    Entscheidungstext OGH 01.06.1999 4 Ob 137/99x
    Auch; nur T5
  • 10 ObS 266/99m
    Entscheidungstext OGH 09.11.1999 10 ObS 266/99m
    Beis wie T1; Beis wie T6; Beis wie T13; Beisatz: Hier: § 11 Abs 2 KGG. (T14)
  • 1 Ob 315/99a
    Entscheidungstext OGH 14.01.2000 1 Ob 315/99a
    Auch; Beis wie T2
    Veröff: SZ 73/7
  • 5 Ob 334/99z
    Entscheidungstext OGH 25.01.2000 5 Ob 334/99z
    Vgl auch; nur T11; Beisatz: Hier: Keine analoge Anwendung des § 13 Abs 2 WEG. (T15)
    Veröff: SZ 73/17
  • 10 ObS 236/99z
    Entscheidungstext OGH 06.06.2000 10 ObS 236/99z
    Auch; Beis wie T6; Beisatz: Ohne Vorliegen einer Gesetzeslücke gleichsam an die Stelle des Gesetzgebers zu treten und einen Regelungsinhalt (rechtsfortbildend) zu schaffen, dessen Herbeiführung ausschließlich diesem obläge, steht den Gerichten nicht zu. (T16)
    Veröff: SZ 73/92
  • 3 Ob 201/01g
    Entscheidungstext OGH 29.08.2001 3 Ob 201/01g
    Auch; Veröff: SZ 74/141
  • Rkv 1/01
    Entscheidungstext OGH 28.11.2001 Rkv 1/01
    nur T5; Beis wie T9; Beis wie T10
  • 10 ObS 91/02h
    Entscheidungstext OGH 30.04.2002 10 ObS 91/02h
    Auch
  • 10 ObS 360/01s
    Entscheidungstext OGH 17.09.2002 10 ObS 360/01s
    Beis wie T8; Beis wie T13; Beis wie T16
  • 3 Ob 215/02t
    Entscheidungstext OGH 18.12.2002 3 Ob 215/02t
    Vgl auch; Beis wie T16
    Veröff: SZ 2002/178
  • 4 Ob 7/04i
    Entscheidungstext OGH 16.03.2004 4 Ob 7/04i
    Vgl auch; Beisatz: Ob eine Gesetzeslücke vorliegt, ist auf Grund der Rechtsordnung einschließlich aller auch als Auslegungskriterien heranzuziehenden Maßstäbe zu beurteilen. Eine teleologische Lücke liegt vor, wenn die - mit Hilfe der Interpretationsregeln ermittelte - ratio legis (das höhere Rechtsprinzip) in Verbindung mit dem Gleichheitsgrundsatz die Erstreckung der Rechtsfolgenanordnung (der Werttendenz) einer gesetzlichen Norm (oder auch mehrerer Vorschriften) auf den gesetzlichen nicht unmittelbar geregelten Fall fordert. (T17)
    Beisatz: Hier: Analoge Anwendung des § 18 Abs 4 ECG im Bereich des TKG. (T18)
    Veröff: SZ 2004/33
  • 8 ObA 75/04v
    Entscheidungstext OGH 24.09.2004 8 ObA 75/04v
    Auch; Beis wie T7; Beis wie T16
  • 9 ObA 61/05v
    Entscheidungstext OGH 16.12.2005 9 ObA 61/05v
    Auch
  • 16 Ok 52/05
    Entscheidungstext OGH 27.02.2006 16 Ok 52/05
    Beisatz: Hier: Die kartellrechtliche Geldbuße ist eine Sanktion mit strafrechtsähnlichem Charakter. Nach Auffassung des Senats bedeutet es einen Wertungswiderspruch, gäbe es im Kartellrecht - anders als im Straf- und Verwaltungsstrafrecht - keine Möglichkeit, von der Verhängung einer Strafe abzusehen, wenn das Verschulden des Beschuldigten geringfügig ist und die Folgen der Übertretung unbedeutend sind. (T19)
    Veröff: SZ 2006/30
  • 10 Ob 29/06x
    Entscheidungstext OGH 22.05.2006 10 Ob 29/06x
    Auch; Beis wie T8; Beis wie T13; Beis wie T16
  • 8 ObA 76/06v
    Entscheidungstext OGH 23.11.2006 8 ObA 76/06v
    Auch; Beisatz: Hier: Annahme einer Gesetzeslücke in § 10 Abs 7 MuttSchG; analoge Anwendung der §§ 10 Abs 2, 10a MuttSchG für den Fall der schriftlichen einvernehmlichen Auflösung in Unkenntnis der Schwangerschaft. (T20)
    Veröff: SZ 2006/174
  • 4 Ob 193/06w
    Entscheidungstext OGH 21.11.2006 4 Ob 193/06w
    Auch; nur T5; Beis wie T17
    Veröff: SZ 2006/173
  • 8 ObA 107/06b
    Entscheidungstext OGH 31.01.2007 8 ObA 107/06b
    Auch; Beisatz: Annahme einer Gesetzeslücke in § 177 Abs 3 ArbVG, welche durch analoge Anwendung der aus der Bestimmung des § 91 Abs 1 ArbVG abzuleitenden allgemeinen Informationsverpflichtungen, die nach § 177 Abs 3 ArbVG auch im Verhältnis zwischen den „Schwesterunternehmen" zum Tragen kommen, geschlossen werden kann. (T21)
  • 5 Ob 234/07h
    Entscheidungstext OGH 06.11.2007 5 Ob 234/07h
    Beisatz: Hier: Die für Notare und Gerichte maßgebliche Rechtsentwicklung in Richtung einer Identitätsprüfung durch einen Lichtbildausweis hat der Gesetzgeber bei den Legalisatoren nicht nachvollzogen. Die Beglaubigung durch den Legalisator auf Grund einer (bloßen) Identitätsprüfung an Hand eines Lichtbildausweises ist daher durch den unverändert gebliebenen Wortlaut des Art IV § 8 Abs 1 Vlbg GARG nicht gedeckt. Insoweit besteht aber auch keine durch Analogie (etwa zu § 55 Abs 1 Z 5 NO) zu schließende Gesetzeslücke. (T22)
    Beis wie T16; Beis wie T10
  • 5 Ob 52/08w
    Entscheidungstext OGH 01.04.2008 5 Ob 52/08w
    Vgl auch; Beisatz: Begnügt sich der Gesetzgeber bei der Novellierung von Ausländergrunderwerbsgesetzen trotz des Gesetzeszwecks, die Umgehung des Ausländergrundverkehrsrechts zu verhindern, mit einer im Vergleich zu anderen Landesgesetzen engeren Definition der Ausländereigenschaft, können auf rechtspolitisch vielleicht wünschenswerte Ergebnisse gestützte Überlegungen eine extensive Auslegung nicht rechtfertigen. (T23)
    Beisatz: Hier: § 2 Z 3 Wr Ausländergrunderwerbsgesetz. (T24)
  • 9 ObA 41/08g
    Entscheidungstext OGH 29.06.2009 9 ObA 41/08g
    nur T5; Beis wie T6; Beis wie T9
  • 10 ObS 118/09i
    Entscheidungstext OGH 20.10.2009 10 ObS 118/09i
    Auch; Beis wie T17
  • 6 Ob 261/09i
    Entscheidungstext OGH 14.01.2010 6 Ob 261/09i
    Auch; Beis wie T5; Beis wie T8; Bem: Hier: Die Frage der Zulässigkeit einer analogen Anwendung des § 215 AktG im Privatstiftungsrecht wird ausdrücklich offen gelassen (mit eingehender Darstellung der Lehre). (T25)
  • 10 ObS 25/10i
    Entscheidungstext OGH 02.03.2010 10 ObS 25/10i
    Vgl; Beisatz: Der rechtspolitische Wunsch, dass eine bestimmte Regelung gerecht(er) wäre, vermag für sich allein eine planwidrige Lücke nicht zu begründen. (T26)
  • 7 Ob 13/10b
    Entscheidungstext OGH 17.03.2010 7 Ob 13/10b
  • 16 Ok 3/10
    Entscheidungstext OGH 22.06.2010 16 Ok 3/10
    Vgl auch; Veröff: SZ 2010/74
  • 5 Ob 63/10s
    Entscheidungstext OGH 31.08.2010 5 Ob 63/10s
    Beis wie T10 nur: Eine Gesetzeslücke ist nur dann anzunehmen, wenn Wertungen und Zweck der konkreten gesetzlichen Regelung die Annahme rechtfertigen, der Gesetzgeber habe einen nach denselben Maßstäben regelungsbedürftigen Sachverhalt übersehen. (T27)
    Beis wie T16
    Veröff: SZ 2010/104
  • 8 ObA 60/10x
    Entscheidungstext OGH 22.02.2011 8 ObA 60/10x
    Auch; nur T5; Beis ähnlich wie T6
  • 5 Ob 190/10t
    Entscheidungstext OGH 24.01.2011 5 Ob 190/10t
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Keine Regelungslücke bei § 10 Abs 3 und 4 WEG. (T28)
  • 10 Ob 23/11x
    Entscheidungstext OGH 03.05.2011 10 Ob 23/11x
    Vgl auch; nur T4; Beis wie T8
  • 9 ObA 53/11a
    Entscheidungstext OGH 28.06.2011 9 ObA 53/11a
  • 7 Ob 124/11b
    Entscheidungstext OGH 30.11.2011 7 Ob 124/11b
    Auch; Beis wie T27
    Veröff: SZ 2011/140
  • 7 Ob 215/11k
    Entscheidungstext OGH 27.02.2012 7 Ob 215/11k
    Vgl auch; nur T5
    Veröff: SZ 2012/21
  • 5 Ob 52/12a
    Entscheidungstext OGH 24.04.2012 5 Ob 52/12a
    Vgl
  • 8 ObA 17/12a
    Entscheidungstext OGH 24.04.2012 8 ObA 17/12a
    Auch
  • 7 Ob 212/11v
    Entscheidungstext OGH 27.02.2012 7 Ob 212/11v
    Auch
  • 1 Ob 148/12i
    Entscheidungstext OGH 13.12.2012 1 Ob 148/12i
    Auch; Beis wie T9
  • 5 Ob 191/12t
    Entscheidungstext OGH 14.02.2013 5 Ob 191/12t
    Auch; Ähnlich Beis wie T6; Beis wie T9; Veröff: SZ 2013/17
  • 15 Os 102/12g
    Entscheidungstext OGH 24.04.2013 15 Os 102/12g
    Beis wie T9; Beis wie T10; Beis wie T16; Beis wie T18
  • 1 Ob 88/13t
    Entscheidungstext OGH 27.06.2013 1 Ob 88/13t
    Vgl auch
  • 10 ObS 100/13y
    Entscheidungstext OGH 12.09.2013 10 ObS 100/13y
    Beis wie T6; Beis wie T16
  • 10 ObS 114/13g
    Entscheidungstext OGH 22.10.2013 10 ObS 114/13g
    Beis wie T6; Beis wie T16; Veröff: SZ 2013/100
  • 2 Ob 165/13y
    Entscheidungstext OGH 14.11.2013 2 Ob 165/13y
    Auch; Beisatz: Hier: Problematik des Mietzinsminderungsanspruchs nach Mängelbehebung durch den Mieter; keine analoge Anwendung des § 1096 ABGB mangels planwidriger Gesetzeslücke. Mit ausführlicher Darstellung der Gesetzesmaterialien zur WRN 2006. (T29)
  • 10 ObS 1/13i
    Entscheidungstext OGH 28.01.2014 10 ObS 1/13i
    Auch
  • 1 Ob 215/13v
    Entscheidungstext OGH 23.01.2014 1 Ob 215/13v
    Auch; Beis wie T27
  • 6 Ob 160/13t
    Entscheidungstext OGH 16.12.2013 6 Ob 160/13t
    Vgl; Beis wie T1; Beis wie T6; Beis wie T10; Beis wie T16; Beisatz: Hier: Das Fehlen einer § 142 UGB entsprechenden Regelung im Genossenschaftsrecht kann nicht als planwidrige Unvollständigkeit des Umgründungsrechts angesehen werden. (T30)
    Veröff: SZ 2013/123
  • 10 ObS 12/14h
    Entscheidungstext OGH 25.02.2014 10 ObS 12/14h
    Beis wie T17; Beisatz: Hier: § 255 Abs 2 ASVG. (T31)
  • 5 Ob 205/13b
    Entscheidungstext OGH 13.03.2014 5 Ob 205/13b
    Auch; Beisatz: Keine analoge Anwendung des § 15 KSchG. (T32)
    Veröff: SZ 2014/23
  • 7 Ob 1/14v
    Entscheidungstext OGH 22.04.2014 7 Ob 1/14v
    Auch; Beis wie T27; Veröff: SZ 2014/36
  • 10 Ob 46/14h
    Entscheidungstext OGH 26.08.2014 10 Ob 46/14h
    Auch; Beis wie T16
  • 4 Ob 126/14d
    Entscheidungstext OGH 17.09.2014 4 Ob 126/14d
    Auch; Beis wie T6; Beis wie T9; Beis wie T10; Beis wie T27; Beisatz: Hier: Keine Analogie zu § 25 Abs 3 GlücksspielG hinsichtlich Spekulationsgeschäften an der Börse. (T33)
  • 8 ObA 57/14m
    Entscheidungstext OGH 29.09.2014 8 ObA 57/14m
    Beisatz: Hier: Mutterschaftsaustritt iSd § 15r MSchG als rückforderungsschädliche Beendigung nach § 2d Abs 4 Z 3 AVRAG. (T34)
    Veröff: SZ 2014/88
  • 10 ObS 63/14h
    Entscheidungstext OGH 30.09.2014 10 ObS 63/14h
    Beis wie T16; Veröff: SZ 2014/90
  • 10 ObS 17/15w
    Entscheidungstext OGH 28.04.2015 10 ObS 17/15w
    Veröff: SZ 2015/43
  • 3 Ob 136/15v
    Entscheidungstext OGH 15.07.2015 3 Ob 136/15v
    Auch; Beis wie T17; Beisatz: Bei der Ermittlung der ratio legis ist auf die Rechtsentwicklung Bedacht zu nehmen; dies kann zur Feststellung einer „nachträglichen“ Gesetzeslücke führen. (T35)
    Veröff: SZ 2015/70
  • 5 Ob 154/15f
    Entscheidungstext OGH 25.09.2015 5 Ob 154/15f
    Auch; Beis wie T8; Beis wie T13; Veröff: SZ 2015/102
  • 10 ObS 67/15y
    Entscheidungstext OGH 02.09.2015 10 ObS 67/15y
    Auch; Beis wie T16
  • 5 Ob 88/15z
    Entscheidungstext OGH 30.10.2015 5 Ob 88/15z
    Vgl auch; Beis wie T6; Beis wie T12; Beis wie T26
  • 1 Ob 190/16x
    Entscheidungstext OGH 16.03.2017 1 Ob 190/16x
    Vgl; nur T4; nur T11; Beis wie T2; Beis wie T8; Beis wie T13; Beis wie T16; Beis wie T27; Beisatz: Fremdwährungskredit; keine analoge Anwendung des § 27 KSchG. (T36)
    Veröff: SZ 2017/34
  • 9 ObA 107/17a
    Entscheidungstext OGH 30.10.2017 9 ObA 107/17a
    Auch
  • 9 ObA 99/17z
    Entscheidungstext OGH 28.11.2017 9 ObA 99/17z
    Auch
  • 10 ObS 154/17w
    Entscheidungstext OGH 23.01.2018 10 ObS 154/17w
    Auch; Beis wie T8
  • 10 ObS 10/18w
    Entscheidungstext OGH 20.02.2018 10 ObS 10/18w
    Auch; Beis wie T6; Beis wie T7; Beis wie T10; Beis wie T27
  • 8 Ob 79/18b
    Entscheidungstext OGH 29.05.2018 8 Ob 79/18b
    Beis wie T6
  • 6 Ob 126/18z
    Entscheidungstext OGH 20.12.2018 6 Ob 126/18z
    Auch
  • 7 Ob 241/18v
    Entscheidungstext OGH 30.01.2019 7 Ob 241/18v
    Beisatz: Hier: § 165a VersVG idF BGBl Nr 90/1993. (T37)
  • 7 Ob 45/19x
    Entscheidungstext OGH 26.06.2019 7 Ob 45/19x
    Vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1976:RS0008866

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

05.12.2019

Dokumentnummer

JJR_19760323_OGH0002_0040OB00313_7600000_001

Rechtssatz für 3Ob70/76 3Ob92/81 3Ob18...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0004852

Geschäftszahl

3Ob70/76; 3Ob92/81; 3Ob181/82; 3Ob88/95; 3Ob2433/96g; 3Ob156/00p; 3Ob215/02t (3Ob321/02f); 3Ob107/07t; 3Ob273/07d

Entscheidungsdatum

22.06.1976

Norm

EO §355 Abs3 VIIIa

Rechtssatz

Bei Anwendung von Zwangsmittel ist das Gericht nur an die Grenzen des § 355 Abs 1 und 3 EO gebunden. Innerhalb dieser Grenzen unterliegt die Auswahl und Bemessung der einzelnen Strafen dem zweckgebundenen Ermessen des Vollzugsgerichtes. Es entspricht dem Zweck der Beugemittel, dass sie mit dem Grad und der Hartnäckigkeit des Zuwiderhandelns eine Steigerung erfahren müssen.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 70/76
    Entscheidungstext OGH 22.06.1976 3 Ob 70/76
  • 3 Ob 92/81
    Entscheidungstext OGH 26.08.1981 3 Ob 92/81
    nur: Bei Anwendung von Zwangsmittel ist das Gericht nur an die Grenzen des § 355 Abs 1 und 3 EO gebunden. Innerhalb dieser Grenzen unterliegt die Auswahl und Bemessung der einzelnen Strafen dem zweckgebundenen Ermessen des Vollzugsgerichtes. (T1) Veröff: SZ 54/115 = ÖBl 1981,164
  • 3 Ob 181/82
    Entscheidungstext OGH 13.04.1983 3 Ob 181/82
    Vgl auch; Beisatz: Die Zwangsmittel sind nach Art und Schwere des jeweiligen Zuwiderhandelns auszumessen. (T2)
  • 3 Ob 88/95
    Entscheidungstext OGH 09.10.1996 3 Ob 88/95
    nur: Es entspricht dem Zweck der Beugemittel, dass sie mit dem Grad und der Hartnäckigkeit des Zuwiderhandelns eine Steigerung erfahren müssen. (T3) Veröff: SZ 69/226
  • 3 Ob 2433/96g
    Entscheidungstext OGH 23.04.1997 3 Ob 2433/96g
    Veröff: SZ 70/76
  • 3 Ob 156/00p
    Entscheidungstext OGH 20.06.2000 3 Ob 156/00p
    nur T1
  • 3 Ob 215/02t
    Entscheidungstext OGH 18.12.2002 3 Ob 215/02t
    Vgl auch; Veröff: SZ 2002/178
  • 3 Ob 107/07t
    Entscheidungstext OGH 23.05.2007 3 Ob 107/07t
  • 3 Ob 273/07d
    Entscheidungstext OGH 30.01.2008 3 Ob 273/07d
    Auch; nur T3; Beisatz: Bei der Beurteilung der Hartnäckigkeit spielt die Art des Titelverstoßes grundsätzlich keine Rolle. (T4)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1976:RS0004852

Dokumentnummer

JJR_19760622_OGH0002_0030OB00070_7600000_001

Rechtssatz für 1Ob652/77 (1Ob653/77) 1O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0031841

Geschäftszahl

1Ob652/77 (1Ob653/77); 1Ob708/78; 2Ob588/82; 1Ob658/83; 6Ob2297/96d; 6Ob80/01k; 3Ob215/02t (3Ob321/02f)

Entscheidungsdatum

31.08.1977

Norm

ABGB §1330 BI
ABGB §1330 BIV

Rechtssatz

Da die Zielrichtung des Begehrens auf Unterlassung und Widerruf nicht dieselbe ist, besteht kein Grund, bei Vorliegen der Voraussetzungen nicht sowohl ein Unterlassungsbegehren als auch Widerrufsbegehren zuzulassen. Wie bei allen Unterlassungsansprüchen muß allerdings Wiederholungsgefahr bestehen.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 652/77
    Entscheidungstext OGH 31.08.1977 1 Ob 652/77
    Veröff: EvBl 1978/65 S 182 = ÖBl 1978,34 = SZ 50/111
  • 1 Ob 708/78
    Entscheidungstext OGH 18.10.1978 1 Ob 708/78
    Veröff: RZ 1979/69 S 233
  • 2 Ob 588/82
    Entscheidungstext OGH 01.02.1983 2 Ob 588/82
    Auch
  • 1 Ob 658/83
    Entscheidungstext OGH 31.08.1983 1 Ob 658/83
    nur: Da die Zielrichtung des Begehrens auf Unterlassung und Widerruf nicht dieselbe ist, besteht kein Grund, bei Vorliegen der Voraussetzungen nicht sowohl ein Unterlassungsbegehren als auch Widerrufsbegehren zuzulassen. (T1) Veröff: ÖBl 1984,18 = EvBl 1984/60 S 241 = GRURInt 1985,340 = JBl 1984,492 = SZ 56/124
  • 6 Ob 2297/96d
    Entscheidungstext OGH 07.11.1996 6 Ob 2297/96d
    Auch
  • 6 Ob 80/01k
    Entscheidungstext OGH 16.05.2001 6 Ob 80/01k
    Vgl auch; nur T1; Beisatz: Während der Widerruf der Beseitigung der negativen Folgen der Ehrverletzung dient, ist Ziel des Unterlassungsanspruches die Verhinderung künftiger gleichartiger Verletzungen. Die Unterlassungsklage ist somit kein Minus zum Widerrufsanspruch, vielmehr sind beide Ansprüche kumulierbar. (T2)
  • 3 Ob 215/02t
    Entscheidungstext OGH 18.12.2002 3 Ob 215/02t
    Vgl auch; nur T1; Beis wie T2; Beisatz: Dies bedeutet aber nichts anderes, als dass der Unterlassungsanspruch und der Widerrufs- als (besonderer, dem §1330 ABGB eigener) Beseitigungsanspruch nebeneinander bestehen und daher ein Beseitigungsanspruch nicht im Unterlassungsanspruch enthalten sein kann (Analogieschluss von §15 UWG auf §1330 ABGB nicht zulässig). (T3); Veröff: SZ 2002/178

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1977:RS0031841

Dokumentnummer

JJR_19770831_OGH0002_0010OB00652_7700000_002

Rechtssatz für 4Ob415/77 (4Ob416/77) 4O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0079560

Geschäftszahl

4Ob415/77 (4Ob416/77); 4Ob340/80 (4Ob341/80); 4Ob345/81 (4Ob346/81); 4Ob301/89; 4Ob34/91; 3Ob12/91; 4Ob79/95; 4Ob2055/96a; 4Ob214/97t; 4Ob216/98p; 4Ob170/99z; 3Ob168/99y (3Ob169/99w, 3Ob170/99t, 3Ob241/99h); 3Ob162/00w; 3Ob215/02t (3Ob321/02f); 3Ob198/02t; 3Ob97/04t; 3Ob47/04i; 3Ob109/04g; 4Ob202/05t; 17Ob24/09t; 17Ob13/09z; 3Ob120/10h; 4Ob158/11f; 4Ob43/11v; 3Ob240/11g; 3Ob8/12s; 6Ob160/12s; 4Ob63/13p; 4Ob209/13h; 6Ob129/14k; 3Ob256/15s; 7Ob81/16m; 4Ob257/16x

Entscheidungsdatum

07.02.1978

Norm

EO §355 XIV
UGB §283
UWG §15

Rechtssatz

Wer durch einen Gesetzesverstoß einen Störungszustand geschaffen hat, stört weiter, solange dieser Zustand nicht beseitigt ist. Seine Pflicht zum Handeln folgt aus seinem vorangegangenen Verhalten.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 415/77
    Entscheidungstext OGH 07.02.1978 4 Ob 415/77
    Veröff: ÖBl 1978,28
  • 4 Ob 340/80
    Entscheidungstext OGH 17.03.1981 4 Ob 340/80
    Beisatz: Wenn sich das widerrechtliche Verhalten des Störers nicht in einer vorübergehenden, abgeschlossenen Handlung erschöpft, sondern einen Dauerzustand herbeigeführt hat, umfasst somit der Anspruch auf Unterlassung auch das Recht, vom Verpflichteten die Beseitigung dieses gesetzwidrigen Zustandes zu verlangen, soweit ihm die Verfügung hierüber zusteht. (T1)
  • 4 Ob 345/81
    Entscheidungstext OGH 19.05.1981 4 Ob 345/81
    Beis wie T1; Beisatz: Konkurswarenvermarktungsgesellschaft mbH II (T2)
    Veröff: SZ 54/77 = ÖBl 1982,132 = NZ 1982,160
  • 4 Ob 301/89
    Entscheidungstext OGH 26.09.1989 4 Ob 301/89
    Beis wie T1; Veröff: JBl 1990,119 = ÖBl 1990,132
  • 4 Ob 34/91
    Entscheidungstext OGH 07.05.1991 4 Ob 34/91
    Beis wie T1; Beisatz: Offenhalten ist aber kein "Gegenstand", der beseitigt werden könnte, sondern eine Handlung, deren Unterlassung erzwungen werden kann. (T3)
    Veröff: MR 1991,209
  • 3 Ob 12/91
    Entscheidungstext OGH 10.04.1991 3 Ob 12/91
    Beis wie T1; Veröff: ÖBl 1991,115
  • 4 Ob 79/95
    Entscheidungstext OGH 05.12.1995 4 Ob 79/95
    Beisatz: Der Beseitigungsanspruch setzt demnach voraus, dass eine Beseitigung des gesetzwidrigen Zustandes in der Verfügungsmacht des Verpflichteten liegt. Die Verfügungsbefugnis des Störers ist vom Kläger zu behaupten und zu beweisen. (T4)
  • 4 Ob 2055/96a
    Entscheidungstext OGH 30.04.1996 4 Ob 2055/96a
    Beis wie T1; Beisatz: Die für den Beseitigungsanspruch erforderliche fortdauernde Störung wird - im Zusammenhalt mit der zurückliegenden Markenrechtsverletzung - schon durch das Vorhandensein der Eingriffsgegenstände im Betrieb des Beklagten, wo sie regelmäßig zu keiner anderen Verwendung als dem Verkauf bestimmt sein können, bewirkt. (T5)
  • 4 Ob 214/97t
    Entscheidungstext OGH 09.09.1997 4 Ob 214/97t
    Beis wie T1; Veröff: SZ 70/173
  • 4 Ob 216/98p
    Entscheidungstext OGH 20.10.1998 4 Ob 216/98p
    Auch; Beis wie T1
    Veröff: SZ 71/168
  • 4 Ob 170/99z
    Entscheidungstext OGH 13.07.1999 4 Ob 170/99z
    Auch; nur: Wer durch einen Gesetzesverstoß einen Störungszustand geschaffen hat, stört weiter, solange dieser Zustand nicht beseitigt ist. (T6)
    Beisatz: Seine Verpflichtung, den gesetzwidrigen Zustand zu beseitigen, besteht unabhängig davon, ob die "Störquellen" bereits vor Schaffung des Titels vorhanden waren. (T7)
  • 3 Ob 168/99y
    Entscheidungstext OGH 24.11.1999 3 Ob 168/99y
    Auch; Beisatz: Gerade der Umstand, dass die Objekte an Bestandnehmer vermietet wurden, die deren Nutzung bereits vor der Erlassung der einstweiligen Verfügung begonnen hatten, war Grund für das mit dieser einstweiligen Verfügung ausgesprochene Verbot, mit dem auch die Aufrechterhaltung des bereits bestehenden Zustands untersagt wurde. Zur Erwirkung der Beseitigung dieses Zustands ist die Unterlassungsexekution das dem Titel entsprechende zulässige Exekutionsmittel. (T8)
    Veröff: SZ 72/194
  • 3 Ob 162/00w
    Entscheidungstext OGH 30.10.2000 3 Ob 162/00w
    Auch; Beisatz: Auch die Aufrechterhaltung des verbotenen Zustandes stellt einen Verstoß gegen den Unterlassungstitel dar. (T9)
  • 3 Ob 215/02t
    Entscheidungstext OGH 18.12.2002 3 Ob 215/02t
    Auch; Beis wie T1; Beisatz: Dass dem Verpflichteten kein Einfluss auf die von ihm "eingeschalteten Personen/Unternehmen" zustehe und er deshalb ohne Verschulden den von ihm veranlassten Dauerzustand nicht beenden (die Störungsquelle nicht beseitigen) könne, muss der Verpflichtete mit Klage nach § 36 EO beweisen (ÖBl 1991, 115). (T10)
    Beis ähnlich wie T8 nur: Zur Erwirkung der Beseitigung dieses Zustands ist die Unterlassungsexekution das dem Titel entsprechende zulässige Exekutionsmittel. (T11)
    Beisatz: Den Verpflichteten trifft insoweit auch außerhalb des Anwendungsbereichs des § 356 EO eine echte Beseitigungspflicht, um eine Exekutionsführung zu vermeiden. (T12)
    Beisatz: Einem Unterlassungsgebot kann also in einem solchen Fall auch durch bloße Untätigkeit zuwider gehandelt werden (ÖBl 1990, 134 mwN). (T13)
    Veröff: SZ 2002/178
  • 3 Ob 198/02t
    Entscheidungstext OGH 26.09.2003 3 Ob 198/02t
    Vgl auch; Beis wie T11; Beisatz: Die Unmöglichkeit der Beseitigung des bestehenden Zustands stellt einen Umstand dar, der vom Verpflichteten als Neuerung nicht mit Rekurs, sondern nur mit Impugnationsklage (§ 36 EO) geltend gemacht werden kann. (T14)
  • 3 Ob 97/04t
    Entscheidungstext OGH 21.07.2004 3 Ob 97/04t
    Vgl auch
  • 3 Ob 47/04i
    Entscheidungstext OGH 20.10.2004 3 Ob 47/04i
    Vgl auch; Beisatz: Eine gegen den Unterlassungstitel verstoßende Veröffentlichung auf der eigenen Homepage rechtfertigt die Bewilligung der Unterlassungsexekution. (T15)
  • 3 Ob 109/04g
    Entscheidungstext OGH 26.01.2005 3 Ob 109/04g
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T9
  • 4 Ob 202/05t
    Entscheidungstext OGH 24.01.2006 4 Ob 202/05t
    Beis wie T4
  • 17 Ob 24/09t
    Entscheidungstext OGH 19.11.2009 17 Ob 24/09t
    Auch; nur T6; Beis wie T7
    Veröff: SZ 2009/154
  • 17 Ob 13/09z
    Entscheidungstext OGH 19.11.2009 17 Ob 13/09z
    Auch; nur T6; Beis wie T7
  • 3 Ob 120/10h
    Entscheidungstext OGH 13.10.2010 3 Ob 120/10h
  • 4 Ob 158/11f
    Entscheidungstext OGH 22.11.2011 4 Ob 158/11f
    Auch; nur T6; Beis wie T7
  • 4 Ob 43/11v
    Entscheidungstext OGH 22.11.2011 4 Ob 43/11v
    Beis wie T1; Beisatz: Hier: (gefährlicher) Überhang iSd § 364 ABGB als dauerhafter Eingriff in das Eigentumsrecht des Nachbarn. (T16)
  • 3 Ob 240/11g
    Entscheidungstext OGH 18.01.2012 3 Ob 240/11g
    Auch
  • 3 Ob 8/12s
    Entscheidungstext OGH 22.02.2012 3 Ob 8/12s
    Vgl; Beis wie T7; Beis wie T14
  • 6 Ob 160/12s
    Entscheidungstext OGH 27.02.2013 6 Ob 160/12s
    Vgl auch; Beisatz: Die Zwangsstrafe nach § 283 UGB sanktioniert nicht ein punktuell begangenes Unrecht, sondern einen rechtswidrigen Dauerzustand, der mit Ablauf der neunmonatigen Frist des § 277 Abs 1 UGB beginnt und erst mit der vollständigen Einreichung des Jahresabschlusses endet. (T17)
  • 4 Ob 63/13p
    Entscheidungstext OGH 23.05.2013 4 Ob 63/13p
    Vgl; Beis wie T1; Beis wie T16
  • 4 Ob 209/13h
    Entscheidungstext OGH 25.03.2014 4 Ob 209/13h
    Beisatz: Hier: Störung des Wettbewerbs durch die Möglichkeit des Erwerbs von Aktien einer Bank durch Mitbewerber unter dem Marktwert. (T18)
    Veröff: SZ 2014/29
  • 6 Ob 129/14k
    Entscheidungstext OGH 19.11.2014 6 Ob 129/14k
    Beis wie T1; Beis wie T9
  • 3 Ob 256/15s
    Entscheidungstext OGH 17.02.2016 3 Ob 256/15s
    Auch; Beis wie T15
  • 7 Ob 81/16m
    Entscheidungstext OGH 06.07.2016 7 Ob 81/16m
    Vgl aber; Beis wie T1; Beis wie T4
  • 4 Ob 257/16x
    Entscheidungstext OGH 24.01.2017 4 Ob 257/16x
    Beisatz: Wenn sich das widerrechtliche Verhalten des Störers nicht in einer vorübergehenden, abgeschlossenen Handlung erschöpft, sondern einen Dauerzustand herbeigeführt hat, umfasst somit der Anspruch auf Unterlassung auch das Recht, vom Verpflichteten die Beseitigung dieses gesetzwidrigen Zustands zu verlangen, soweit ihm die Verfügung darüber zusteht. (T19)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1978:RS0079560

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

23.02.2017

Dokumentnummer

JJR_19780207_OGH0002_0040OB00415_7700000_003

Rechtssatz für 3Ob130/77 3Ob147/80 3Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0000709

Geschäftszahl

3Ob130/77; 3Ob147/80; 3Ob162/83; 3Ob80/84; 3Ob22/87; 3Ob82/88; 3Ob51/89; 3Ob64/89; 4Ob125/89; 3Ob17/90; 3Ob3/90; 4Ob17/91; 3Ob64/90 (3Ob65/90 -3Ob67/90); 3Ob77/91; 3Ob65/93; 3Ob134/93; 3Ob178/93; 3Ob90/95 (3Ob91/95); 3Ob2169/96h; 3Ob199/97d; 3Ob136/97i; 3Ob311/97z; 3Ob164/98h; 3Ob319/98b (3Ob320/98z); 3Ob85/99t; 16Ok3/00; 3Ob317/01s; 3Ob215/02t (3Ob321/02f); 3Ob177/03f; 3Ob162/03z (3Ob163/03x); 3Ob26/04a; 3Ob252/04m; 3Ob72/05t (3Ob73/05i, 3Ob75/05m); 3Ob162/05b; 3Ob64/06t; 3Ob225/06v; 3Ob205/07d; 3Ob257/08b; 3Ob226/10x; 3Ob125/11w; 3Ob8/12s; 3Ob98/12a; 3Ob152/13v; 4Ob71/14s; 3Ob41/15y; 3Ob154/16t; 3Ob223/16i; 3Ob191/16h; 3Ob197/18v; 3Ob121/19v

Entscheidungsdatum

21.02.1978

Norm

EO §36 Z1 Aa
EO §355 IIIa

Rechtssatz

Der betreibende Gläubiger muss das Zuwiderhandeln, auf das er sein Exekutionsrecht stützt, konkret und schlüssig im Exekutionsantrag behaupten. Der Verpflichtete muss nämlich genau wissen, welches Zuwiderhandeln ihm vorgeworfen wird, und so in der Lage sein, allenfalls seine Einwendungen gegen die Exekutionsbewilligung nach § 36 Abs 1 Z 1 EO erheben zu können.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 130/77
    Entscheidungstext OGH 21.02.1978 3 Ob 130/77
    Veröff: SZ 51/19 = ÖBl 1978,106
  • 3 Ob 147/80
    Entscheidungstext OGH 26.11.1980 3 Ob 147/80
  • 3 Ob 162/83
    Entscheidungstext OGH 11.01.1984 3 Ob 162/83
    Beisatz: Dieser Pflicht ist die betreibende Partei durch die Behauptung ausreichend nachgekommen, dass der Verpflichtete an einem durch Datum bestimmten Tag einen genau bezeichneten Gegenstand (Etikettenbänder) verbotswidrig feilgehalten und verkauft habe. Konkrete Einwendungen des Verpflichteten im Sinne des § 36 Abs 1 Z 1 EO können sich darauf beschränken, an diesem Tag diesen Gegenstand nicht feilgehalten und verkauft zu haben. (T1)
    Veröff: ÖBl 1984,51
  • 3 Ob 80/84
    Entscheidungstext OGH 12.09.1984 3 Ob 80/84
    Veröff: SZ 57/137 = RdW 1985,42 = ÖBl 1985,85
  • 3 Ob 22/87
    Entscheidungstext OGH 01.07.1987 3 Ob 22/87
    nur: Der betreibende Gläubiger muss das Zuwiderhandeln, auf das er sein Exekutionsrecht stützt, konkret und schlüssig im Exekutionsantrag behaupten. (T2)
    Beisatz: Ist der Exekutionsantrag datiert, muss daraus entnommen werden, dass die betreibende Partei den Antrag auf ein Zuwiderhandel stützt, das an oder vor diesem Tag geschah; es kommt nicht auf den Tag an, an dem der Exekutionsantrag bei Gericht einlangte. (T3)
    Veröff: SZ 60/131 = MR 1988,26 (Rechberger)
  • 3 Ob 82/88
    Entscheidungstext OGH 29.06.1988 3 Ob 82/88
  • 3 Ob 51/89
    Entscheidungstext OGH 12.04.1989 3 Ob 51/89
    Auch; nur T2
  • 3 Ob 64/89
    Entscheidungstext OGH 28.06.1989 3 Ob 64/89
    Veröff: MR 1989,182
  • 4 Ob 125/89
    Entscheidungstext OGH 10.10.1989 4 Ob 125/89
    nur T2; Beisatz: Er braucht aber dafür keinen Nachweis (insbesondere auch keinen urkundlichen Nachweis im Sinne des § 7 Abs 2 Satz 2 EO) zu erbringen (§ 3 Abs 2 EO; SZ 57/137). (T4)
  • 3 Ob 17/90
    Entscheidungstext OGH 24.01.1990 3 Ob 17/90
    Veröff: RZ 1990/62 S 149
  • 3 Ob 3/90
    Entscheidungstext OGH 14.03.1990 3 Ob 3/90
    Beisatz: Angabe der Zeit und des Ortes. (T5)
  • 4 Ob 17/91
    Entscheidungstext OGH 12.03.1991 4 Ob 17/91
    nur T2; Veröff: ÖBl 1991,105
  • 3 Ob 64/90
    Entscheidungstext OGH 27.02.1991 3 Ob 64/90
    nur T2; Beis wie T4 nur: Er braucht aber dafür keinen Nachweis zu erbringen. (T6)
  • 3 Ob 77/91
    Entscheidungstext OGH 13.03.1991 3 Ob 77/91
    nur T2; Beisatz: Bei einem Titel auf Unterlassung nicht gekennzeichneter entgeltlicher Veröffentlichungen in einer Zeitung ein Verstoß gegen das Unterlassungsgebot geschehen ist. (T7)
    Veröff: WBl 1991,364 = MR 1991,209 (Korn)
  • 3 Ob 65/93
    Entscheidungstext OGH 28.04.1993 3 Ob 65/93
    nur T2; Beisatz: Gilt auch für weitere Strafanträge. (T8)
  • 3 Ob 134/93
    Entscheidungstext OGH 14.07.1993 3 Ob 134/93
    nur T2; Beisatz: Zur Bewilligung der Exekution reicht es aus, dass zumindest ein erkennbarer Verstoß behauptet wird oder dass sich aus dem Gesamtzusammenhang der Veröffentlichung in der Druckschrift ein Zuwiderhandeln schlüssig und konkret erkennen lässt. (T9)
  • 3 Ob 178/93
    Entscheidungstext OGH 20.10.1993 3 Ob 178/93
    nur T2; Beis wie T7
  • 3 Ob 90/95
    Entscheidungstext OGH 31.08.1995 3 Ob 90/95
    nur T2
  • 3 Ob 2169/96h
    Entscheidungstext OGH 12.06.1996 3 Ob 2169/96h
  • 3 Ob 199/97d
    Entscheidungstext OGH 09.07.1997 3 Ob 199/97d
    nur T2
  • 3 Ob 136/97i
    Entscheidungstext OGH 09.07.1997 3 Ob 136/97i
  • 3 Ob 311/97z
    Entscheidungstext OGH 26.11.1997 3 Ob 311/97z
    Beis wie T4
  • 3 Ob 164/98h
    Entscheidungstext OGH 24.06.1998 3 Ob 164/98h
    nur T2; Beis wie T6
  • 3 Ob 319/98b
    Entscheidungstext OGH 13.01.1999 3 Ob 319/98b
    nur T2
  • 3 Ob 85/99t
    Entscheidungstext OGH 20.10.1999 3 Ob 85/99t
    Auch; Beisatz: Für die verpflichtete Partei ist eindeutig, in welchem Zeitraum sie welche Zuwiderhandlungen gegen den Exekutionstitel begangen haben soll, wenn im Strafantrag das behauptete Zuwiderhandeln auf einen Zeitraum zwischen 25.6.1998 und 25.9.1998 eingeschränkt wurde. Eine nähere Spezifizierung ist hier (anders als etwa beim Vertrieb von Druckschriften in Trafiken, vergleiche MR 1989,182) nicht erforderlich. (T10)
  • 16 Ok 3/00
    Entscheidungstext OGH 15.05.2000 16 Ok 3/00
    Vgl auch
  • 3 Ob 317/01s
    Entscheidungstext OGH 27.02.2002 3 Ob 317/01s
    Auch; nur T2; Veröff: SZ 2002/30
  • 3 Ob 215/02t
    Entscheidungstext OGH 18.12.2002 3 Ob 215/02t
    Auch; nur T2; Beis wie T6; Beisatz: Die betreibende Partei muss dabei etwa einzelne konkrete "Tathandlungen" herausgreifen. Es muss zumindest ein konkreter Verstoß gegen das Unterlassungsgebot angeführt werden, damit geprüft werden kann, ob dieses im konkreten Fall verletzt oder eingehalten wurde. (T11)
    Veröff: SZ 2002/178
  • 3 Ob 177/03f
    Entscheidungstext OGH 21.08.2003 3 Ob 177/03f
  • 3 Ob 162/03z
    Entscheidungstext OGH 25.02.2004 3 Ob 162/03z
    nur T2; Veröff: SZ 2004/26
  • 3 Ob 26/04a
    Entscheidungstext OGH 28.04.2004 3 Ob 26/04a
    Auch; nur T2; Beisatz: Zwar braucht der betreibende Gläubiger das Zuwiderhandeln des Verpflichteten nicht zu beweisen oder zu bescheinigen, die Behauptung über das Zuwiderhandeln des Verpflichteten ist also auf ihre inhaltliche Richtigkeit, ob somit der behauptete Verstoß tatsächlich gesetzt wurde, nicht zu überprüfen; mit dem Antrag vorgelegte Bescheinigungsmittel sind aber bei der Beurteilung des Antragsvorbringens mit einzubeziehen. (T12)
  • 3 Ob 252/04m
    Entscheidungstext OGH 24.11.2004 3 Ob 252/04m
    nur: Der betreibende Gläubiger muss das Zuwiderhandeln, auf das er sein Exekutionsrecht stützt, konkret und schlüssig im Exekutionsantrag behaupten. Der Verpflichtete muss nämlich genau wissen, welches Zuwiderhandeln ihm vorgeworfen wird. (T13) Beis wie T6
  • 3 Ob 72/05t
    Entscheidungstext OGH 27.07.2005 3 Ob 72/05t
  • 3 Ob 162/05b
    Entscheidungstext OGH 24.08.2005 3 Ob 162/05b
    Auch; Beis wie T4; Veröff: SZ 2005/115
  • 3 Ob 64/06t
    Entscheidungstext OGH 26.04.2006 3 Ob 64/06t
  • 3 Ob 225/06v
    Entscheidungstext OGH 19.10.2006 3 Ob 225/06v
    Auch; nur T2; Beisatz: Eine konkrete und schlüssige Behauptung erfordert in der Regel nähere Angaben über Zeit, Ort und Art (Beschaffenheit) des Zuwiderhandelns. (T14)
  • 3 Ob 205/07d
    Entscheidungstext OGH 19.12.2007 3 Ob 205/07d
  • 3 Ob 257/08b
    Entscheidungstext OGH 17.12.2008 3 Ob 257/08b
  • 3 Ob 226/10x
    Entscheidungstext OGH 19.01.2011 3 Ob 226/10x
    Auch; nur T2; Beis wie T12 nur: Der betreibende Gläubiger braucht das Zuwiderhandeln des Verpflichteten nicht zu beweisen oder zu bescheinigen, die Behauptung über das Zuwiderhandeln des Verpflichteten ist also auf ihre inhaltliche Richtigkeit, ob somit der behauptete Verstoß tatsächlich gesetzt wurde, nicht zu überprüfen. (T15)
    Beis wie T14
  • 3 Ob 125/11w
    Entscheidungstext OGH 06.07.2011 3 Ob 125/11w
  • 3 Ob 8/12s
    Entscheidungstext OGH 22.02.2012 3 Ob 8/12s
    Ähnlich; Auch Beis wie T12
  • 3 Ob 98/12a
    Entscheidungstext OGH 14.06.2012 3 Ob 98/12a
    Auch; Beis wie T14; Beis wie T11
  • 3 Ob 152/13v
    Entscheidungstext OGH 21.08.2013 3 Ob 152/13v
  • 4 Ob 71/14s
    Entscheidungstext OGH 24.06.2014 4 Ob 71/14s
    Auch; Beis wie T12; Veröff: SZ 2014/59
  • 3 Ob 41/15y
    Entscheidungstext OGH 20.05.2015 3 Ob 41/15y
    Auch; Beis wie T14
  • 3 Ob 154/16t
    Entscheidungstext OGH 22.09.2016 3 Ob 154/16t
    Auch
  • 3 Ob 223/16i
    Entscheidungstext OGH 23.11.2016 3 Ob 223/16i
    Vgl auch
  • 3 Ob 191/16h
    Entscheidungstext OGH 26.01.2017 3 Ob 191/16h
    Beis wie T14
  • 3 Ob 197/18v
    Entscheidungstext OGH 21.11.2018 3 Ob 197/18v
    Auch; Beis wie T14
  • 3 Ob 121/19v
    Entscheidungstext OGH 26.06.2019 3 Ob 121/19v
    Auch; Beis wie T14

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1978:RS0000709

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

13.08.2019

Dokumentnummer

JJR_19780221_OGH0002_0030OB00130_7700000_001

Rechtssatz für 3Ob109/81 3Ob27/83 3Ob6...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0004698

Geschäftszahl

3Ob109/81; 3Ob27/83; 3Ob67/85; 3Ob72/90 (3Ob73/90, 3Ob1016/90); 3Ob187/93 (3Ob188/93 - 3Ob199/93); 3Ob168/99y (3Ob169/99w, 3Ob170/99t, 3Ob241/99h); 3Ob21/00k; 3Ob215/02t (3Ob321/02f); 3Ob274/06z

Entscheidungsdatum

08.10.1981

Norm

EO §355 VIIb

Rechtssatz

Bei Vorliegen mehrerer unerledigter Strafvollzugsanträge hat das Exekutionsgericht entsprechend der dargelegten "Stufenabgrenzung" über alle diese unerledigten Anträge gemeinsam zu entscheiden; es darf hiebei für alle Zuwiderhandlungen, die Gegenstand der unerledigten Anträge sind, nur eine gemeinsame Strafe verhängt werden.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 109/81
    Entscheidungstext OGH 08.10.1981 3 Ob 109/81
    Veröff: EvBl 1982/19 S 39 = ÖBl 1982,163
  • 3 Ob 27/83
    Entscheidungstext OGH 15.06.1983 3 Ob 27/83
    Veröff: ÖBl 1983,171
  • 3 Ob 67/85
    Entscheidungstext OGH 03.07.1985 3 Ob 67/85
  • 3 Ob 72/90
    Entscheidungstext OGH 16.05.1990 3 Ob 72/90
  • 3 Ob 187/93
    Entscheidungstext OGH 24.11.1993 3 Ob 187/93
    Gegenteilig; Beisatz: (Abstellung auf Vollzugsstufen); Durch die Neufassung des § 359 Abs. 1 EO durch die WGN 1989 sollte zwar vom Absorptionsprinzip nicht abgegangen werden, doch ist nunmehr für jeden berechtigten Strafantrag eine Geldstrafe zu verhängen. (T1)
  • 3 Ob 168/99y
    Entscheidungstext OGH 24.11.1999 3 Ob 168/99y
    Ausdrücklich gegenteilig; Beisatz: Gemäß § 359 Abs 1 EO in der nunmehr geltenden, durch die WGN 1989 geschaffenen Fassung darf die einzelne Geldstrafe je Antrag S 80.000 nicht übersteigen und es ist daher naheliegend und auch sachgerecht, dass auf Grund jedes Strafantrags gesondert eine Geldstrafe verhängt wird, wobei es aber als zulässig angesehen werden wird können, dass zusätzlich die Gesamtsumme der verhängten Geldstrafen angeführt wird. (T2); Veröff: SZ 72/194
  • 3 Ob 21/00k
    Entscheidungstext OGH 20.06.2000 3 Ob 21/00k
    Ausdrücklich gegenteilig; Beis wie T2
  • 3 Ob 215/02t
    Entscheidungstext OGH 18.12.2002 3 Ob 215/02t
    Gegenteilig; Beisatz: Auf Grund jedes Strafantrags ist eine gesonderte Strafe zu verhängen. (T3); Veröff: SZ 2002/178
  • 3 Ob 274/06z
    Entscheidungstext OGH 31.01.2007 3 Ob 274/06z
    Gegenteilig; Beis wie T3; Beisatz: Wegen eines jeden für verschiedene Tage behaupteten Titelverstoßes ist je Strafantrag eine gesonderte Strafe zu verhängen. (T4)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1981:RS0004698

Dokumentnummer

JJR_19811008_OGH0002_0030OB00109_8100000_002

Rechtssatz für 3Ob136/81 3Ob11/82 3Ob1...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0004808

Geschäftszahl

3Ob136/81; 3Ob11/82; 3Ob101/81; 3Ob27/83; 3Ob162/83; 3Ob77/84; 3Ob1012/86; 3Ob110/87; 3Ob149/88; 3Ob186/88; 3Ob77/91; 4Ob109/91; 4Ob137/91; 3Ob85/99t; 3Ob298/99s; 3Ob161/00y; 3Ob215/02t (3Ob321/02f); 3Ob153/03a; 3Ob162/03z (3Ob163/03x); 3Ob26/04a; 3Ob252/04m; 3Ob270/05k; 3Ob13/06t; 3Ob257/08b; 3Ob223/10f; 3Ob226/10x; 3Ob8/11i; 4Ob71/14s; 3Ob41/15y; 3Ob74/16b; 3Ob191/16h; 3Ob197/18v; 3Ob191/19p (3Ob192/19k, 3Ob193/19g)

Entscheidungsdatum

09.12.1981

Norm

EO §355 IIIa

Rechtssatz

Da ein Exekutionsantrag nach § 355 EO jetzt auch Elemente eines Strafvollzugsantrages enthält, hat die betreibende Partei schon im Exekutionsantrag konkrete Behauptungen über das angebliche Zuwiderhandeln des Verpflichteten aufzustellen, während die bloße allgemeine Behauptung eines Zuwiderhandelns nicht genügt.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 136/81
    Entscheidungstext OGH 09.12.1981 3 Ob 136/81
    Veröff: ÖBl 1982,51 = JBl 1982,605 (zust. Mayr)
  • 3 Ob 11/82
    Entscheidungstext OGH 27.01.1982 3 Ob 11/82
    Veröff: ÖBl 1983,21 = SZ 55/6
  • 3 Ob 101/81
    Entscheidungstext OGH 10.03.1982 3 Ob 101/81
    Beisatz: Da anläßlich der Exekutionsbewilligung nur eine Geldstrafe verhängt werden darf, braucht das Zuwiderhandeln allerdings nicht bewiesen bzw glaubhaft gemacht werden. Ergibt sich jedoch auf Grund der angebotenen Bescheinigungsmittel die Unrichtigkeit der Behauptung, ist der Exekutionsantrag abzuweisen. (T1); Veröff: ÖBl 1983,20
  • 3 Ob 27/83
    Entscheidungstext OGH 15.06.1983 3 Ob 27/83
    Veröff: ÖBl 1983,171
  • 3 Ob 162/83
    Entscheidungstext OGH 11.01.1984 3 Ob 162/83
    Beisatz: Dieser Pflicht ist die betreibende Partei durch die Behauptung ausreichend nachgekommen, daß der Verpflichtete an einem durch Datum bestimmten Tag einen genau bezeichneten Gegenstand (Etikettenbänder) verbotswidrig feilgehalten und verkauft habe. Konkrete Einwendungen des Verpflichteten im Sinne des § 36 Abs 1 Z 1 EO können sich darauf beschränken, an diesem Tag diesen Gegenstand nicht feilgehalten und verkauft zu haben. (T2); Veröff: ÖBl 1984,51
  • 3 Ob 77/84
    Entscheidungstext OGH 03.10.1984 3 Ob 77/84
  • 3 Ob 1012/86
    Entscheidungstext OGH 30.04.1986 3 Ob 1012/86
    Auch
  • 3 Ob 110/87
    Entscheidungstext OGH 27.01.1988 3 Ob 110/87
    nur: Die betreibende Partei schon im Exekutionsantrag konkrete Behauptungen über das angebliche Zuwiderhandeln des Verpflichteten aufzustellen, während die bloße allgemeine Behauptung eines Zuwiderhandelns nicht genügt. (T3)
  • 3 Ob 149/88
    Entscheidungstext OGH 19.10.1988 3 Ob 149/88
  • 3 Ob 186/88
    Entscheidungstext OGH 25.01.1989 3 Ob 186/88
    Auch; Beisatz: Anders jedoch bei Exekution nach § 354 EO. (T4)
  • 3 Ob 77/91
    Entscheidungstext OGH 13.03.1991 3 Ob 77/91
    nur T3; Beisatz: Die Entscheidung über den Exekutionsantrag hat sich streng an den Titel zu halten. (T5); Veröff: MR 1991,209 (Korn) = WBl 1991,364
  • 4 Ob 109/91
    Entscheidungstext OGH 19.11.1991 4 Ob 109/91
    Vgl auch; Beisatz hier: Konkretisierung des Titels durch Angaben im Exekutionsantrag im Einzelfall ermöglicht. (T6)
  • 4 Ob 137/91
    Entscheidungstext OGH 17.12.1991 4 Ob 137/91
    Auch; nur T3; Veröff: SZ 64/177
  • 3 Ob 85/99t
    Entscheidungstext OGH 20.10.1999 3 Ob 85/99t
    Auch; Beisatz: Für die verpflichtete Partei ist eindeutig, in welchem Zeitraum sie welche Zuwiderhandlungen gegen den Exekutionstitel begangen haben soll, wenn im Strafantrag das behauptete Zuwiderhandeln auf einen Zeitraum zwischen 25.6.1998 und 25.9.1998 eingeschränkt wurde. Eine nähere Spezifizierung ist hier (anders als etwa beim Vetrieb von Druckschriften in Trafiken, vergleiche MR 1989,182) nicht erforderlich. (T7)
  • 3 Ob 298/99s
    Entscheidungstext OGH 23.08.2000 3 Ob 298/99s
    Vgl; Beis wie T1; Beisatz: Diese Grundsätze gelten auch für den Strafantrag. (T8)
  • 3 Ob 161/00y
    Entscheidungstext OGH 29.01.2001 3 Ob 161/00y
    Auch; Beisatz: Der betreibende Gläubiger muss das Zuwiderhandeln, auf das er sein Exekutionsrecht stützt, im Exekutionsantrag konkret und schlüssig behaupten. (T9)
  • 3 Ob 215/02t
    Entscheidungstext OGH 18.12.2002 3 Ob 215/02t
    Auch; Beisatz: Die betreibende Partei muss dabei etwa einzelne konkrete "Tathandlungen" herausgreifen. Es muss zumindest ein konkreter Verstoß gegen das Unterlassungsgebot angeführt werden, damit geprüft werden kann, ob dieses im konkreten Fall verletzt oder eingehalten wurde. (T10); Veröff: SZ 2002/178
  • 3 Ob 153/03a
    Entscheidungstext OGH 22.10.2003 3 Ob 153/03a
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T1; Beis wie T8; Beis wie T9
  • 3 Ob 162/03z
    Entscheidungstext OGH 25.02.2004 3 Ob 162/03z
    nur T3; Beis wie T9; Veröff: SZ 2004/26
  • 3 Ob 26/04a
    Entscheidungstext OGH 28.04.2004 3 Ob 26/04a
    Auch; Beis wie T9; Beisatz: Zwar braucht der betreibende Gläubiger das Zuwiderhandeln des Verpflichteten nicht zu beweisen oder zu bescheinigen, die Behauptung über das Zuwiderhandeln des Verpflichteten ist also auf ihre inhaltliche Richtigkeit, ob somit der behauptete Verstoß tatsächlich gesetzt wurde, nicht zu überprüfen; mit dem Antrag vorgelegte Bescheinigungsmittel sind aber bei der Beurteilung des Antragsvorbringens mit einzubeziehen. (T11)
  • 3 Ob 252/04m
    Entscheidungstext OGH 24.11.2004 3 Ob 252/04m
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T1; Beis wie T9; Beis wie T11
  • 3 Ob 270/05k
    Entscheidungstext OGH 24.11.2005 3 Ob 270/05k
    nur: Die betreibende Partei hat schon im Exekutionsantrag konkrete Behauptungen über das angebliche Zuwiderhandeln des Verpflichteten aufzustellen. (T12)
    Beis wie T1; Beis wie T9
  • 3 Ob 13/06t
    Entscheidungstext OGH 29.03.2006 3 Ob 13/06t
    nur T3; Beis wie T9; Beisatz: Ob ein Exekutionsantrag ausreichend schlüssig und konkret begründet wurde, hängt immer von den Umständen des Einzelfalls ab. (T13)
  • 3 Ob 257/08b
    Entscheidungstext OGH 17.12.2008 3 Ob 257/08b
  • 3 Ob 223/10f
    Entscheidungstext OGH 14.12.2010 3 Ob 223/10f
    Auch; Beis wie T9
  • 3 Ob 226/10x
    Entscheidungstext OGH 19.01.2011 3 Ob 226/10x
    Beis wie T11 nur: Der betreibende Gläubiger braucht das Zuwiderhandeln des Verpflichteten nicht zu beweisen oder zu bescheinigen, die Behauptung über das Zuwiderhandeln des Verpflichteten ist also auf ihre inhaltliche Richtigkeit, ob somit der behauptete Verstoß tatsächlich gesetzt wurde, nicht zu überprüfen. (T14)
  • 3 Ob 8/11i
    Entscheidungstext OGH 23.02.2011 3 Ob 8/11i
    nur T12
  • 4 Ob 71/14s
    Entscheidungstext OGH 24.06.2014 4 Ob 71/14s
    Auch; Beis wie T11; Veröff: SZ 2014/59
  • 3 Ob 41/15y
    Entscheidungstext OGH 20.05.2015 3 Ob 41/15y
    Auch
  • 3 Ob 74/16b
    Entscheidungstext OGH 27.04.2016 3 Ob 74/16b
    Auch
  • 3 Ob 191/16h
    Entscheidungstext OGH 26.01.2017 3 Ob 191/16h
  • 3 Ob 197/18v
    Entscheidungstext OGH 21.11.2018 3 Ob 197/18v
    Auch
  • 3 Ob 191/19p
    Entscheidungstext OGH 04.11.2019 3 Ob 191/19p
    Beis wie T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1981:RS0004808

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

28.01.2020

Dokumentnummer

JJR_19811209_OGH0002_0030OB00136_8100000_001

Rechtssatz für 3Ob80/84 3Ob70/89 (3Ob71...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0004747

Geschäftszahl

3Ob80/84; 3Ob70/89 (3Ob71/89); 3Ob68/89 (3Ob69/89); 4Ob74/91; 3Ob134/93; 3Ob215/02t (3Ob321/02f); 3Ob162/05b; 3Ob225/06v; 3Ob223/10f; 3Ob8/11i; 3Ob125/11w

Entscheidungsdatum

12.09.1984

Norm

EO §355 II

Rechtssatz

Auch für die Exekution nach § 355 EO gilt der Grundsatz, dass die Exekutionsführung gegen den sich titelgemäß verhaltenden Verpflichteten unzulässig ist. Das Zuwiderhandeln gegen den Exekutionstitel ist daher eine bejahende Bedingung für den Eintritt der materiellen Vollstreckbarkeit im Sinn des § 7 Abs 2 Satz 2 EO, die allerdings vom betreibenden Gläubiger im Bewilligungsverfahren nicht nachgewiesen, wohl aber konkret und schlüssig behauptet werden muss (§ 3 Abs 2 EO).

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 80/84
    Entscheidungstext OGH 12.09.1984 3 Ob 80/84
    Veröff: SZ 57/137 = RdW 1985,42 = ÖBl 1985,85
  • 3 Ob 70/89
    Entscheidungstext OGH 12.07.1989 3 Ob 70/89
    nur: Das Zuwiderhandeln gegen den Exekutionstitel ist eine bejahende Bedingung für den Eintritt der materiellen Vollstreckbarkeit im Sinn des § 7 Abs 2 Satz 2 EO, die allerdings vom betreibenden Gläubiger im Bewilligungsverfahren nicht nachgewiesen, wohl aber konkret und schlüssig behauptet werden muss (§ 3 Abs 2 EO). (T1) Veröff: WBl 1989,343 = ÖBl 1990,134
  • 3 Ob 68/89
    Entscheidungstext OGH 04.10.1989 3 Ob 68/89
    Vgl auch; nur T1
  • 4 Ob 74/91
    Entscheidungstext OGH 28.05.1991 4 Ob 74/91
    nur: Das Zuwiderhandeln gegen den Exekutionstitel ist eine bejahende Bedingung für den Eintritt der materiellen Vollstreckbarkeit im Sinn des § 7 Abs 2 Satz 2 EO. (T2)
  • 3 Ob 134/93
    Entscheidungstext OGH 14.07.1993 3 Ob 134/93
    vgl auch; nur T2 ; Beisatz: Ein Zuwiderhandeln liegt schon vor, wenn die Druckschrift herausgebracht wird und in ihr Tatsachenbehauptungen enthalten sind, deren Unterlassung dem Medienunternehmen aufgetragen wurde; es bedarf im Exekutionsantrag nicht der Angabe, zu welcher Zeit und an welchem Ort die periodische Druckschrift verkauft wurde. (T3)
  • 3 Ob 215/02t
    Entscheidungstext OGH 18.12.2002 3 Ob 215/02t
    Auch; nur T1; Veröff: SZ 2002/178
  • 3 Ob 162/05b
    Entscheidungstext OGH 24.08.2005 3 Ob 162/05b
    Auch; nur T1; Veröff: SZ 2005/115
  • 3 Ob 225/06v
    Entscheidungstext OGH 19.10.2006 3 Ob 225/06v
    Auch; nur T1
  • 3 Ob 223/10f
    Entscheidungstext OGH 14.12.2010 3 Ob 223/10f
    nur T1
  • 3 Ob 8/11i
    Entscheidungstext OGH 23.02.2011 3 Ob 8/11i
    nur T1
  • 3 Ob 125/11w
    Entscheidungstext OGH 06.07.2011 3 Ob 125/11w
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1984:RS0004747

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

05.09.2011

Dokumentnummer

JJR_19840912_OGH0002_0030OB00080_8400000_005

Rechtssatz für 4Ob301/89 3Ob12/91 3Ob1...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0004413

Geschäftszahl

4Ob301/89; 3Ob12/91; 3Ob185/94; 4Ob2055/96a; 3Ob215/02t (3Ob321/02f); 3Ob8/12s

Entscheidungsdatum

26.09.1989

Norm

EO §355 XII
EO §355 XIV
UWG §15

Rechtssatz

Wo die Nichtbeseitigung gleichbedeutend mit der Fortsetzung der Verletzungshandlung ist, läuft der Beseitigungsanspruch mit dem Unterlassungsanspruch parallel; das muß freilich in anderen Fällen nicht zutreffen und kann dann zur Selbständigkeit des Beseitigungsanspruches von dem damit nicht "gleichgerichteten" Unterlassungsanspruch führen.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 301/89
    Entscheidungstext OGH 26.09.1989 4 Ob 301/89
    Veröff: JBl 1990,119 = ÖBl 1990,132
  • 3 Ob 12/91
    Entscheidungstext OGH 10.04.1991 3 Ob 12/91
    nur: Wo die Nichtbeseitigung gleichbedeutend mit der Fortsetzung der Verletzungshandlung ist, läuft der Beseitigungsanspruch mit dem Unterlassungsanspruch parallel. (T1) Beisatz: Wenn der Verpflichtete einen dem Verbot widersprechenden Zustand nicht behebt, handelt er auch schon dem bloß auf Unterlassung (und nicht auch auf Beseitigung) lautenden Gebot zuwider. (T2) Veröff: ÖBl 1991,115
  • 3 Ob 185/94
    Entscheidungstext OGH 30.08.1995 3 Ob 185/94
    nur T1; Veröff: SZ 68/151
  • 4 Ob 2055/96a
    Entscheidungstext OGH 30.04.1996 4 Ob 2055/96a
    Beis wie T2
  • 3 Ob 215/02t
    Entscheidungstext OGH 18.12.2002 3 Ob 215/02t
    Auch; nur T1; Beisatz: Sogenannte "gleichgerichtete Zustandsstörung". (T3); Beis wie T2; Beisatz: Den Verpflichteten trifft insoweit auch außerhalb des Anwendungsbereichs des § 356 EO eine echte Beseitigungspflicht, um eine Exekutionsführung zu vermeiden. (T4); Beisatz: Einem Unterlassungsgebot kann also in einem solchen Fall auch durch bloße Untätigkeit zuwider gehandelt werden (ÖBl 1990, 134 mwN). (T5); Veröff: SZ 2002/178
  • 3 Ob 8/12s
    Entscheidungstext OGH 22.02.2012 3 Ob 8/12s
    Vgl auch Beis wie T2; Beis wie T5

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1989:RS0004413

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

21.03.2012

Dokumentnummer

JJR_19890926_OGH0002_0040OB00301_8900000_001

Rechtssatz für 4Ob301/89 3Ob12/91 4Ob1...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0004490

Geschäftszahl

4Ob301/89; 3Ob12/91; 4Ob164/93; 4Ob28/94; 3Ob185/94; 4Ob2055/96a; 3Ob2392/96b; 3Ob168/99y (3Ob169/99w, 3Ob170/99t, 3Ob241/99h); 3Ob21/00k; 3Ob215/02t (3Ob321/02f); 3Ob198/02t; 3Ob109/04g; 4Ob210/06w; 3Ob172/09d; 4Ob158/11f; 3Ob8/12s

Entscheidungsdatum

26.09.1989

Norm

EO §355 XIV
UWG §15

Rechtssatz

Der Verletzte kann auf Grund eines nur auf Unterlassung lautenden Exekutionstitels (jedenfalls) wegen Zuwiderhandelns gegen die Unterlassungspflicht Zwangsvollstreckung nach § 355 EO führen, wenn der Verpflichtete bereits vor der Schaffung des Exekutionstitels vorhandene Störungsquellen nicht beseitigt, sondern sie belässt. Insofern wirkt sich die Klarstellung des § 15 UWG - wonach dort, wo Unterlassungsansprüche eingeräumt werden, stets auch Beseitigungsansprüche gemeint sind - auch unmittelbar bei der Rechtsdurchsetzung aus.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 301/89
    Entscheidungstext OGH 26.09.1989 4 Ob 301/89
    Veröff: JBl 1990,119 = ÖBl 1990,132
  • 3 Ob 12/91
    Entscheidungstext OGH 10.04.1991 3 Ob 12/91
    nur: Der Verletzte kann auf Grund eines nur auf Unterlassung lautenden Exekutionstitels (jedenfalls) wegen Zuwiderhandelns gegen die Unterlassungspflicht Zwangsvollstreckung nach § 355 EO führen, wenn der Verpflichtete bereits vor der Schaffung des Exekutionstitels vorhandene Störungsquellen nicht beseitigt, sondern sie belässt. (T1) Veröff: ÖBl 1991,115
  • 4 Ob 164/93
    Entscheidungstext OGH 11.01.1994 4 Ob 164/93
    Auch
  • 4 Ob 28/94
    Entscheidungstext OGH 12.04.1994 4 Ob 28/94
    Beisatz: Zur Sicherung eines solchen Beseitigungsbegehrens können auch einstweilige Verfügungen erlassen werden. (T2) Veröff: SZ 67/60
  • 3 Ob 185/94
    Entscheidungstext OGH 30.08.1995 3 Ob 185/94
    nur T1; Veröff: SZ 68/151
  • 4 Ob 2055/96a
    Entscheidungstext OGH 30.04.1996 4 Ob 2055/96a
    nur T1; Beis wie T2; Beisatz: Die zur Sicherung des Beseitigungsanspruchs beantragte Maßnahme kann auch in einem Unterlassungsgebot bestehen. (T3)
  • 3 Ob 2392/96b
    Entscheidungstext OGH 11.03.1998 3 Ob 2392/96b
    nur T1
  • 3 Ob 168/99y
    Entscheidungstext OGH 24.11.1999 3 Ob 168/99y
    Auch; Beisatz: Gerade der Umstand, dass die Objekte an Bestandnehmer vermietet wurden, die deren Nutzung bereits vor der Erlassung der einstweiligen Verfügung begonnen hatten, war Grund für das mit dieser einstweiligen Verfügung ausgesprochene Verbot, mit dem auch die Aufrechterhaltung des bereits bestehenden Zustands untersagt wurde. Zur Erwirkung der Beseitigung dieses Zustands ist die Unterlassungsexekution das dem Titel entsprechende zulässige Exekutionsmittel. Die Unmöglichkeit der Beseitigung des bestehenden Zustands stellt einen Umstand dar, der vom Verpflichteten als Neuerung nicht mit Rekurs, sondern nur mit Impugnationsklage geltend gemacht werden könnte. (T4); Veröff: SZ 72/194
  • 3 Ob 21/00k
    Entscheidungstext OGH 20.06.2000 3 Ob 21/00k
    Auch; Beis wie T4
  • 3 Ob 215/02t
    Entscheidungstext OGH 18.12.2002 3 Ob 215/02t
    Auch; nur T1; Beisatz: Dass dem Verpflichteten kein Einfluss auf die von ihm "eingeschalteten Personen/Unternehmen" zustehe und er deshalb ohne Verschulden den von ihm veranlassten Dauerzustand nicht beenden (die Störungsquelle nicht beseitigen) könne, muss der Verpflichtete mit Klage nach § 36 EO beweisen (ÖBl 1991, 115). (T5); Beisatz: Den Verpflichteten trifft insoweit auch außerhalb des Anwendungsbereichs des § 356 EO eine echte Beseitigungspflicht, um eine Exekutionsführung zu vermeiden. (T6); Beisatz: § 15 UWG ist eben keine reine Vorschrift des materiellen Rechts, deren Bedeutung sich im Titelverfahren erschöpft (Nachweise bei Feil, EO 4 § 355 Rz 9). (T7); Veröff: SZ 2002/178
  • 3 Ob 198/02t
    Entscheidungstext OGH 26.09.2003 3 Ob 198/02t
    Vgl auch; nur T1; Beisatz: Die Unmöglichkeit der Beseitigung des bestehenden Zustands stellt einen Umstand dar, der vom Verpflichteten als Neuerung nicht mit Rekurs, sondern nur mit Impugnationsklage (§ 36 EO) geltend gemacht werden kann. (T8)
  • 3 Ob 109/04g
    Entscheidungstext OGH 26.01.2005 3 Ob 109/04g
    Auch; nur T1
  • 4 Ob 210/06w
    Entscheidungstext OGH 21.11.2006 4 Ob 210/06w
    Auch; nur T1; Beis wie T8
  • 3 Ob 172/09d
    Entscheidungstext OGH 22.10.2009 3 Ob 172/09d
    Auch
  • 4 Ob 158/11f
    Entscheidungstext OGH 22.11.2011 4 Ob 158/11f
    Vgl auch; Beisatz: Wer durch einen Gesetzesverstoß einen störenden Zustand geschaffen hat, stört weiter, solange dieser Zustand andauert. (T9); Beisatz: Seine Verpflichtung, den gesetzwidrigen Zustand zu beseitigen, besteht unabhängig davon, ob die Störquellen bereits vor Schaffung des Titels vorhanden waren. (T10)
  • 3 Ob 8/12s
    Entscheidungstext OGH 22.02.2012 3 Ob 8/12s
    Beis wie T10

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1989:RS0004490

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

21.03.2012

Dokumentnummer

JJR_19890926_OGH0002_0040OB00301_8900000_002

Rechtssatz für 4Ob301/89 4Ob2055/96a 3...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0079549

Geschäftszahl

4Ob301/89; 4Ob2055/96a; 3Ob215/02t (3Ob321/02f); 3Ob109/04g; 3Ob172/09d; 4Ob158/11f; 3Ob8/12s

Entscheidungsdatum

26.09.1989

Norm

UWG §15

Rechtssatz

Ist die Nichtbeseitigung mit der Fortsetzung der Verletzungshandlung gleichlautend, dann liegt ein Zuwiderhandeln gegen ein bloß auf Unterlassung und nicht auch auf Beseitigung lautendes Gebot auch dann vor, wenn der Verpflichtete einen den Vorschriften des Gesetzes widersprechenden Zustand nicht beseitigt.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 301/89
    Entscheidungstext OGH 26.09.1989 4 Ob 301/89
    Veröff: JBl 1990,119 = ÖBl 1990,132
  • 4 Ob 2055/96a
    Entscheidungstext OGH 30.04.1996 4 Ob 2055/96a
  • 3 Ob 215/02t
    Entscheidungstext OGH 18.12.2002 3 Ob 215/02t
    Auch; Veröff: SZ 2002/178
  • 3 Ob 109/04g
    Entscheidungstext OGH 26.01.2005 3 Ob 109/04g
    Vgl auch
  • 3 Ob 172/09d
    Entscheidungstext OGH 22.10.2009 3 Ob 172/09d
    Vgl
  • 4 Ob 158/11f
    Entscheidungstext OGH 22.11.2011 4 Ob 158/11f
    Auch
  • 3 Ob 8/12s
    Entscheidungstext OGH 22.02.2012 3 Ob 8/12s
    Vgl auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1989:RS0079549

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

21.03.2012

Dokumentnummer

JJR_19890926_OGH0002_0040OB00301_8900000_004

Rechtssatz für 3Ob46/91 (3Ob47/91 - 3Ob6...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0004679

Geschäftszahl

3Ob46/91 (3Ob47/91 - 3Ob66/91, 3Ob1053/91); 3Ob215/02t (3Ob321/02f)

Entscheidungsdatum

16.10.1991

Norm

EO §355 VIIIa

Rechtssatz

Wenn die Exekutionsbewilligung in zweiter Instanz nur deshalb versagt wird, weil die im Exekutionsantrag behauptete Handlung nicht als Zuwiderhandln gegen den Exekutionstitel gewertet wird, dann wäre es nicht sachgerecht, auch alle in der Zwischenzeit wegen anders gearteter Verstöße ergangenen Strafbeschlüsse aufzuheben. Wenn die nachfolgenden Strafbeschlüsse Gegenstand einer gleichzeitigen Überprüfung durch die Rechtsmittelinstanz sind, dann sind die noch nicht rechtskräftig erledigten weiteren Vollzugsanträge nicht ohne Prüfung der sonstigen Voraussetzungen schon allein wegen der Abweisung des Exekutionsbewilligungsantrages abzuweisen.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 46/91
    Entscheidungstext OGH 16.10.1991 3 Ob 46/91
  • 3 Ob 215/02t
    Entscheidungstext OGH 18.12.2002 3 Ob 215/02t
    Vgl auch; Veröff: SZ 2002/178

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1991:RS0004679

Dokumentnummer

JJR_19911016_OGH0002_0030OB00046_9100000_007

Rechtssatz für 4Ob59/93 4Ob94/93 6Ob11...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0031855

Geschäftszahl

4Ob59/93; 4Ob94/93; 6Ob119/99i; 6Ob96/01p; 6Ob51/01w; 6Ob45/01p; 3Ob215/02t (3Ob321/02f); 6Ob218/03g

Entscheidungsdatum

08.06.1993

Norm

ABGB §1330 BII
MedienG §1 Abs1 Z8

Rechtssatz

Der Verleger von Büchern ist zweifellos ein "intellektueller Verbreiter", dem der Inhalt des von ihm verlegten und damit verbreiteten Werkes sehr wohl bekannt ist. Daß die Leser den Inhalt des Werkes nicht dem Verleger, sondern den Autoren (oder den von diesen zitierten Quellen) zuordnen, ist rechtlich unerheblich.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 59/93
    Entscheidungstext OGH 08.06.1993 4 Ob 59/93
  • 4 Ob 94/93
    Entscheidungstext OGH 29.06.1993 4 Ob 94/93
  • 6 Ob 119/99i
    Entscheidungstext OGH 29.09.1999 6 Ob 119/99i
    Vgl auch; Veröff: SZ 72/144
  • 6 Ob 96/01p
    Entscheidungstext OGH 26.04.2001 6 Ob 96/01p
    Ähnlich; nur: Der Verleger von Büchern ist zweifellos ein "intellektueller Verbreiter", dem der Inhalt des von ihm verlegten und damit verbreiteten Werkes sehr wohl bekannt ist. (T1) Beisatz: Dem Medieninhaber, der ein Medienunternehmen betreibt, obliegt die unternehmerische Tätigkeit am Medienunternehmen. Er ist im Gegensatz zum bloß technischen Verbreiter als "intellektueller" Verbreiter, also als derjenige, der zu der darin enthaltenen Äußerung eine individuelle geistige Beziehung hat, anzusehen. (T2)
  • 6 Ob 51/01w
    Entscheidungstext OGH 15.03.2001 6 Ob 51/01w
    Ähnlich, nur: Der Verleger von Büchern ist zweifellos ein "intellektueller Verbreiter". (T3) Beisatz: Hier: Medieninhaber. (T4)
  • 6 Ob 45/01p
    Entscheidungstext OGH 15.03.2001 6 Ob 45/01p
    nur T3; Beis wie T4; Beisatz: Der Medieninhaber wirkt - über die bloße Veranlassung oder Besorgung der Verbreitung eines Medienwerkes hinaus - an der inhaltlichen Gestaltung und Herstellung des Medienwerkes (zumindest) mit. (T5)
  • 3 Ob 215/02t
    Entscheidungstext OGH 18.12.2002 3 Ob 215/02t
    Auch; nur T3; Beisatz: Der Verleger hat sich zwar die inkriminierten Äußerungen des Autors zurechnen zu lassen, nicht aber die Vertriebstätigkeit eines von ihm unabhängigen Buchhändlers oder Versandbuchhändlers. (T6); Veröff: SZ 2002/178
  • 6 Ob 218/03g
    Entscheidungstext OGH 11.12.2003 6 Ob 218/03g
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1993:RS0031855

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

25.01.2016

Dokumentnummer

JJR_19930608_OGH0002_0040OB00059_9300000_005

Rechtssatz für 3Ob151/93 3Ob16/97t 3Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0030819

Geschäftszahl

3Ob151/93; 3Ob16/97t; 3Ob393/97h (3Ob394/97f); 3Ob319/98b (3Ob320/98z); 3Ob317/01s; 3Ob215/02t (3Ob321/02f); 3Ob254/09p; 3Ob133/10w; 3Ob132/10y; 3Ob7/12v; 3Ob74/16b

Entscheidungsdatum

20.10.1993

Norm

EO §355 VIIIb
EO idF WGN 1989 §359 Abs1

Rechtssatz

Ein mehrfaches Zuwiderhandeln ist bei der Bemessung der Strafe zu berücksichtigen.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 151/93
    Entscheidungstext OGH 20.10.1993 3 Ob 151/93
    Veröff: SZ 66/132
  • 3 Ob 16/97t
    Entscheidungstext OGH 23.04.1997 3 Ob 16/97t
  • 3 Ob 393/97h
    Entscheidungstext OGH 06.05.1998 3 Ob 393/97h
  • 3 Ob 319/98b
    Entscheidungstext OGH 13.01.1999 3 Ob 319/98b
  • 3 Ob 317/01s
    Entscheidungstext OGH 27.02.2002 3 Ob 317/01s
    Veröff: SZ 2002/30
  • 3 Ob 215/02t
    Entscheidungstext OGH 18.12.2002 3 Ob 215/02t
    Vgl auch; Veröff: SZ 2002/178
  • 3 Ob 254/09p
    Entscheidungstext OGH 27.01.2010 3 Ob 254/09p
  • 3 Ob 133/10w
    Entscheidungstext OGH 11.11.2010 3 Ob 133/10w
  • 3 Ob 132/10y
    Entscheidungstext OGH 11.11.2010 3 Ob 132/10y
  • 3 Ob 7/12v
    Entscheidungstext OGH 14.03.2012 3 Ob 7/12v
  • 3 Ob 74/16b
    Entscheidungstext OGH 27.04.2016 3 Ob 74/16b
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1993:RS0030819

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

01.06.2016

Dokumentnummer

JJR_19931020_OGH0002_0030OB00151_9300000_003

Rechtssatz für 3Ob146/93 3Ob185/94 3Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0013517

Geschäftszahl

3Ob146/93; 3Ob185/94; 3Ob93/95 (3Ob1094/95, 3Ob1095/95); 3Ob2433/96g; 3Ob153/98s; 3Ob92/98w; 3Ob319/98b (3Ob320/98z); 3Ob215/02t (3Ob321/02f); 3Ob191/04s (3Ob192/04p); 3Ob274/06z; 3Ob107/07t

Entscheidungsdatum

24.11.1993

Norm

EO §359

Rechtssatz

Umstände, die nur für die Strafhöhe von Bedeutung sind und die nicht aktenkundig sind, muss der betreibende Gläubiger bescheinigen. Ersetzt ein gerichtlicher Vergleich eine einstweilige Verfügung, auf Grund derer schon mehrfach Geldstrafen in der Höhe des Höchstbetrages verhängt wurden, so ist es geboten, schon wegen des ersten Zuwiderhandelns gegen den Vergleich die Höchststrafe auszusprechen.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 146/93
    Entscheidungstext OGH 24.11.1993 3 Ob 146/93
  • 3 Ob 185/94
    Entscheidungstext OGH 30.08.1995 3 Ob 185/94
    nur: Umstände, die nur für die Strafhöhe von Bedeutung sind und die nicht aktenkundig sind, muss der betreibende Gläubiger bescheinigen. (T1) Beisatz: Sofern sie nicht aktenkundig ist. (T2) Veröff: SZ 68/151
  • 3 Ob 93/95
    Entscheidungstext OGH 11.10.1995 3 Ob 93/95
  • 3 Ob 2433/96g
    Entscheidungstext OGH 23.04.1997 3 Ob 2433/96g
    nur T1; Veröff: SZ 70/76
  • 3 Ob 153/98s
    Entscheidungstext OGH 24.06.1998 3 Ob 153/98s
    Vgl auch; nur T1; Beisatz: Als Voraussetzung eines Bescheinigungsverfahrens ist die Angabe konkreter Wirtschaftsdaten (Vermögen, Umsatz und Gewinn) erforderlich. (T3)
  • 3 Ob 92/98w
    Entscheidungstext OGH 11.11.1998 3 Ob 92/98w
    Vgl auch; Beis wie T3
  • 3 Ob 319/98b
    Entscheidungstext OGH 13.01.1999 3 Ob 319/98b
    Vgl auch; nur T1; Beis wie T3
  • 3 Ob 215/02t
    Entscheidungstext OGH 18.12.2002 3 Ob 215/02t
    Vgl auch; nur T1; Beis wie T3; Beisatz: Die verpflichtete Partei muss, wenn sie im Rekurs gegen die Strafhöhe vorbringt, die verhängten Geldstrafen nicht ohne Gefährdung ihrer wirtschaftlichen Existenz zahlen zu können, die für eine allfällige Strafherabsetzung wesentlichen Tatsachen im Rechtsmittel behaupten und dafür Bescheinigungsmittel anbieten. (T4); Veröff: SZ 2002/178
  • 3 Ob 191/04s
    Entscheidungstext OGH 26.08.2004 3 Ob 191/04s
    Auch; nur T1; Beis wie T3; Veröff: SZ 2004/131
  • 3 Ob 274/06z
    Entscheidungstext OGH 31.01.2007 3 Ob 274/06z
    Auch; nur T1; Beis wie T3; Beis wie T4
  • 3 Ob 107/07t
    Entscheidungstext OGH 23.05.2007 3 Ob 107/07t
    nur T1; Beisatz: Die Bescheinigung hat in erster Instanz zu erfolgen. (T5)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1993:RS0013517

Dokumentnummer

JJR_19931124_OGH0002_0030OB00146_9300000_001

Rechtssatz für 3Ob187/93 (3Ob188/93 -3Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0013532

Geschäftszahl

3Ob187/93 (3Ob188/93 -3Ob199/93); 3Ob2231/96a; 3Ob136/97i; 3Ob393/97h (3Ob394/97f); 3Ob281/98i; 3Ob60/01x; 3Ob215/02t (3Ob321/02f); 3Ob256/04z; 3Ob280/05f; 3Ob2/16i

Entscheidungsdatum

24.11.1993

Norm

EO §355 VII

Rechtssatz

Nach Einbringen aber vor Erledigung des Exekutionsbewilligungsantrages kann der betreibende Gläubiger bei weiteren Zuwiderhandeln bereits Strafanträge stellen. Wird der Exekutionsbewilligungsbeschluss und damit erste Strafbeschluss aufgehoben, ersetzt der nächste Strafbeschluss die Exekutionsbewilligung.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 187/93
    Entscheidungstext OGH 24.11.1993 3 Ob 187/93
  • 3 Ob 2231/96a
    Entscheidungstext OGH 18.06.1997 3 Ob 2231/96a
  • 3 Ob 136/97i1
    Entscheidungstext OGH 09.07.1997 3 Ob 136/97i1
    nur: Wird der Exekutionsbewilligungsbeschluss und damit erste Strafbeschluss aufgehoben, ersetzt der nächste Strafbeschluss die Exekutionsbewilligung. (T1)
  • 3 Ob 393/97h
    Entscheidungstext OGH 06.05.1998 3 Ob 393/97h
    nur T1
  • 3 Ob 281/98i
    Entscheidungstext OGH 24.02.1999 3 Ob 281/98i
    nur T1
  • 3 Ob 60/01x
    Entscheidungstext OGH 29.08.2001 3 Ob 60/01x
    Auch
  • 3 Ob 215/02t
    Entscheidungstext OGH 18.12.2002 3 Ob 215/02t
    Auch; nur T1; Veröff: SZ 2002/178
  • 3 Ob 256/04z
    Entscheidungstext OGH 23.05.2005 3 Ob 256/04z
    nur T1
  • 3 Ob 280/05f
    Entscheidungstext OGH 27.06.2006 3 Ob 280/05f
    Auch
  • 3 Ob 2/16i
    Entscheidungstext OGH 17.02.2016 3 Ob 2/16i
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1993:RS0013532

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

15.03.2016

Dokumentnummer

JJR_19931124_OGH0002_0030OB00187_9300000_001

Rechtssatz für 6Ob30/95 6Ob5/96 4Ob138...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0064443

Geschäftszahl

6Ob30/95; 6Ob5/96; 4Ob138/97s; 6Ob222/99m; 4Ob213/99y; 6Ob197/99k; 6Ob75/00y; 6Ob51/01w; 6Ob45/01p; 3Ob215/02t (3Ob321/02f); 6Ob40/03f; 3Ob261/03h; 6Ob287/04f; 6Ob178/04a

Entscheidungsdatum

22.08.1995

Norm

ABGB §1330 Abs2 BII

Rechtssatz

Nach § 1330 Abs 2 ABGB haftet, wer verursacht, daß die Tatsache einem größeren Kreis von Menschen bekannt wird (so schon MR 1993, 144). In diesem Sinn ist nicht nur der Verleger eines Buches oder einer periodischen Druckschrift "Verbreiter" der darin veröffentlichten Behauptungen, sondern auch der Medieninhaber (Verleger), und zwar ohne Rücksicht darauf, ob es sich um redaktionelle Artikel, einen Leserbrief oder um ein Zeitungsinterview handelt.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 30/95
    Entscheidungstext OGH 22.08.1995 6 Ob 30/95
    Veröff: SZ 68/136
  • 6 Ob 5/96
    Entscheidungstext OGH 25.01.1996 6 Ob 5/96
  • 4 Ob 138/97s
    Entscheidungstext OGH 27.05.1997 4 Ob 138/97s
    nur: Nach § 1330 Abs 2 ABGB haftet, wer verursacht, daß die Tatsache einem größeren Kreis von Menschen bekannt wird (so schon MR 1993, 144). (T1)
  • 6 Ob 222/99m
    Entscheidungstext OGH 29.09.1999 6 Ob 222/99m
    Vgl auch; Beisatz: "Verbreiten" einer Tatsache nach § 1330 Abs 2 ABGB bedeutet das Mitteilen dieser Tatsache, und zwar sowohl des Äußern der eigenen Überzeugung als auch das Weitergeben der Behauptungen eines Dritten. Im Hinblick auf den Schutzzweck des § 1330 Abs 2 ABGB ist allein auf die Störung abzustellen, an der jemand beteiligt ist. Eine intellektuelle Beziehung des Verbreiters zu dem wiedergegebenen Gedankeninhalt wird daher nicht für erforderlich gehalten. (T2)
  • 4 Ob 213/99y
    Entscheidungstext OGH 19.10.1999 4 Ob 213/99y
    Auch
  • 6 Ob 197/99k
    Entscheidungstext OGH 15.12.1999 6 Ob 197/99k
    nur T1; Beis wie T2 nur: "Verbreiten" einer Tatsache nach § 1330 Abs 2 ABGB bedeutet das Mitteilen dieser Tatsache, und zwar sowohl des Äußern der eigenen Überzeugung als auch das Weitergeben der Behauptungen eines Dritten. (T3) Beisatz: "Verbreiten" einer Tatsache nach § 1330 Abs 2 ABGB ist das Mitteilen einer Tatsachenbehauptung auch ohne sich damit zu identifizieren. (T4)
  • 6 Ob 75/00y
    Entscheidungstext OGH 17.05.2000 6 Ob 75/00y
    Beisatz: Hier: Leserbrief. (T5)
  • 6 Ob 45/01p
    Entscheidungstext OGH 15.03.2001 6 Ob 45/01p
    Vgl auch; Beisatz: Zwischen dem intellektuellen Verbreiter, also demjenigen, der zu der Äußerung eine individuelle geistige Beziehung hat, und dem bloß technischen Verbreiter, dem eine solche Beziehung fehlt, ist zu unterscheiden. (T7); Beis ähnlich wie T6
  • 6 Ob 51/01w
    Entscheidungstext OGH 15.03.2001 6 Ob 51/01w
    Vgl auch; Beis wie T5; Beisatz: Der Medieninhaber als "intellektueller" Verbreiter, also im Unterschied zum bloßen "technischen" Verbreiter ist als derjenige anzusehen, der zu der Äußerung eine individuelle geistige Beziehung hat. Er muss sich zurechnen lassen, dass die Unrichtigkeit der Tatsachen bei Einhaltung der objektiv gebotenen Sorgfalt für ihn erkennbar war und dass er die Tatsachen dennoch verbreitet hat. (T6)
  • 3 Ob 215/02t
    Entscheidungstext OGH 18.12.2002 3 Ob 215/02t
    Vgl auch; Beis wie T7; Beis wie T6 nur: Der Medieninhaber als "intellektueller" Verbreiter, also im Unterschied zum bloßen "technischen" Verbreiter ist als derjenige anzusehen, der zu der Äußerung eine individuelle geistige Beziehung hat. (T8); Veröff: SZ 2002/178
  • 6 Ob 40/03f
    Entscheidungstext OGH 02.10.2003 6 Ob 40/03f
    Auch
  • 3 Ob 261/03h
    Entscheidungstext OGH 25.02.2004 3 Ob 261/03h
    Vgl auch; Beis wie T2 nur: "Verbreiten" einer Tatsache nach § 1330 Abs 2 ABGB bedeutet auch das Weitergeben der Behauptungen eines Dritten. Eine intellektuelle Beziehung des Verbreiters zu dem weitergegebenen Gedankeninhalt wird nicht für erforderlich gehalten. (T9)
  • 6 Ob 287/04f
    Entscheidungstext OGH 15.12.2004 6 Ob 287/04f
    Auch; nur: Nach § 1330 Abs 2 ABGB haftet, wer verursacht, daß die Tatsache einem größeren Kreis von Menschen bekannt wird. (T10); Beis wie T4
  • 6 Ob 178/04a
    Entscheidungstext OGH 21.12.2006 6 Ob 178/04a
    Auch; Beis wie T3; Beis wie T4; Beis ähnlich wie T8; Beisatz: Hier: Online-Gästebuch. (T11)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1995:RS0064443

Dokumentnummer

JJR_19950822_OGH0002_0060OB00030_9500000_001

Rechtssatz für 3Ob185/94 3Ob135/97t 3O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0085144

Geschäftszahl

3Ob185/94; 3Ob135/97t; 3Ob2433/96g; 3Ob110/97s; 3Ob199/97d; 3Ob2231/96a; 3Ob307/97m; 4Ob366/97w; 3Ob1/98p; 3Ob153/98s; 3Ob243/98a; 3Ob156/00p; 3Ob102/00x; 3Ob215/02t (3Ob321/02f); 3Ob20/03t; 3Ob106/03i; 3Ob191/04s (3Ob192/04p); 3Ob26/05b; 3Ob30/05s; 3Ob163/06a; 3Ob181/09b; 3Ob35/12m; 3Ob104/13k

Entscheidungsdatum

30.08.1995

Norm

EO §65 E
EO §355 VIIIa
EO §355 VIIIe
EO §358
EO §359
MRK Art6 Abs1 II5a4
ZPO §482

Rechtssatz

Der Verpflichtete kann im Verfahren über die Strafhöhe im Rekurs nicht nur dann Neuerungen vorbringen, wenn er zu Unrecht nicht gemäß § 358 EO gehört wurde, sondern auch dann, wenn sich aus den Akten ergebende, für die Strafbemessung wesentliche Umstände (etwa seine wirtschaftliche Leistungsfähigkeit) in der Zwischenzeit geändert haben.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 185/94
    Entscheidungstext OGH 30.08.1995 3 Ob 185/94
    Veröff: SZ 68/151
  • 3 Ob 135/97t
    Entscheidungstext OGH 23.04.1997 3 Ob 135/97t
  • 3 Ob 2433/96g
    Entscheidungstext OGH 23.04.1997 3 Ob 2433/96g
    Veröff: SZ 70/76
  • 3 Ob 110/97s
    Entscheidungstext OGH 23.04.1997 3 Ob 110/97s
  • 3 Ob 199/97d
    Entscheidungstext OGH 09.07.1997 3 Ob 199/97d
    Beisatz: Die Behauptung eines [zur Gänze] mangelnden Verschuldens betrifft jedoch nicht die Strafbemessung. (T1)
  • 3 Ob 2231/96a
    Entscheidungstext OGH 18.06.1997 3 Ob 2231/96a
  • 3 Ob 307/97m
    Entscheidungstext OGH 26.11.1997 3 Ob 307/97m
  • 4 Ob 366/97w
    Entscheidungstext OGH 19.12.1997 4 Ob 366/97w
    Vgl auch
  • 3 Ob 1/98p
    Entscheidungstext OGH 11.03.1998 3 Ob 1/98p
  • 3 Ob 153/98s
    Entscheidungstext OGH 24.06.1998 3 Ob 153/98s
    Beisatz: Neuerungen, die für die Strafhöhe von Bedeutung sind, können auch im Revisionsrekurs vorgebracht werden, wenn der Verpflichtete vorher noch nicht gehört und Strafanträgen erst im Rekursverfahren stattgegeben wurde. (T2)
  • 3 Ob 243/98a
    Entscheidungstext OGH 25.11.1998 3 Ob 243/98a
  • 3 Ob 156/00p
    Entscheidungstext OGH 20.06.2000 3 Ob 156/00p
    Auch; Beis wie T1
  • 3 Ob 102/00x
    Entscheidungstext OGH 20.12.2000 3 Ob 102/00x
    Beisatz: So auch 3 Ob 157/00k. (T3)
  • 3 Ob 215/02t
    Entscheidungstext OGH 18.12.2002 3 Ob 215/02t
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T2; Veröff: SZ 2002/178
  • 3 Ob 20/03t
    Entscheidungstext OGH 26.11.2003 3 Ob 20/03t
    Vgl auch; Beisatz: Eine Art 6 MRK gerecht werdende Auslegung verbietet es, das Neuerungsverbot für den Rekurs des Verpflichteten gegen einen ohne seine Anhörung ergangenen Beschluss auch dann gelten zu lassen, wenn kein anderes Rechtsmittel mit Neuerungserlaubnis zur Nachholung des rechtlichen Gehörs zur Verfügung steht. (T4)
  • 3 Ob 106/03i
    Entscheidungstext OGH 28.01.2004 3 Ob 106/03i
    Vgl auch; Beisatz: In jenen Fällen, in denen im Verfahren über die Strafhöhe Feststellungen zu Lasten des Verpflichteten ohne seine Äußerungsmöglichkeit vorher oder Rechtsmittelbefugnis (im weiteren Sinn) nachher (also unter Einbeziehung etwaiger Klagemöglichkeiten) getroffen werden, wird eine Ausnahme vom Neuerungsverbot anerkannt. (T5)
  • 3 Ob 191/04s
    Entscheidungstext OGH 26.08.2004 3 Ob 191/04s
    Vgl auch; Veröff: SZ 2004/131
  • 3 Ob 26/05b
    Entscheidungstext OGH 27.07.2005 3 Ob 26/05b
    Vgl auch; Beis wie T5
  • 3 Ob 30/05s
    Entscheidungstext OGH 20.10.2005 3 Ob 30/05s
    Vgl auch; Beisatz: Dem Verpflichteten steht frei, im Rekurs zur Strafhöhe wesentliche Umstände, die sich aus den Akten nicht ergeben, vorzubringen. Damit wird Art 6 EMRK ausreichend Rechnung getragen. (T6)
  • 3 Ob 163/06a
    Entscheidungstext OGH 13.09.2006 3 Ob 163/06a
    Auch
  • 3 Ob 181/09b
    Entscheidungstext OGH 30.09.2009 3 Ob 181/09b
  • 3 Ob 35/12m
    Entscheidungstext OGH 18.04.2012 3 Ob 35/12m
    Auch
  • 3 Ob 104/13k
    Entscheidungstext OGH 19.06.2013 3 Ob 104/13k
    Gegenteilig; Beisatz: Das nunmehr eingeführte Widerspruchssystem lässt das Bedürfnis für diese Durchbrechung des Neuerungsverbots entfallen. Will der Verpflichtete, der bisher dazu nicht gehört wurde, zur Frage der Strafhöhe neue, bisher nicht aktenkundige Umstände vorbringen, steht hiefür der Widerspruch zur Verfügung. Entsprechendes Rekursvorbringen unterfällt hingegen dem Neuerungsverbot. (T7); Veröff: SZ 2013/58

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1995:RS0085144

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

07.09.2015

Dokumentnummer

JJR_19950830_OGH0002_0030OB00185_9400000_002

Rechtssatz für 4Ob2074/96w 7Ob2430/96w...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0098756

Geschäftszahl

4Ob2074/96w; 7Ob2430/96w; 9Ob2065/96h; 1Ob292/98t; 1Ob265/98x; 10ObS312/98z; 5Ob323/98f; 5Ob213/99f; 10ObS266/99m; 10ObS236/99z; 7Ob313/01g; 10ObS91/02h; 5Ob9/02p; 9Ob85/02v; 3Ob215/02t (3Ob321/02f); 5Ob88/03g; 6Ob112/04w; 8Ob84/06w; 8ObA76/06v; 4Ob193/06w; 8ObA107/06b; 5Ob234/07h; 2Ob67/08d; 2Ob32/08g; 7Ob168/08v; 9ObA5/08p; 9ObA41/08g; 4Ob227/08y; 6Ob261/09i; 7Ob13/10b; 5Ob63/10s; 8ObA88/10i; 8ObA60/10x; 5Ob190/10t; 7Ob124/11b; 8ObA91/11g; 9Ob65/11s; 7Ob215/11k; 8ObA31/11h; 7Ob212/11v; 8Ob62/12v; 5Ob66/12k; 1Ob148/12i; 8Ob132/12p; 10ObS100/13y; 9ObA60/13h; 10ObS114/13g; 5Ob76/13g; 10ObS1/13i; 1Ob215/13v; 9ObA5/14x; 5Ob220/13h; 10ObS63/14h; 6Ob17/14i; 8ObA6/15p; 8ObS8/14f; 3Ob136/15v; 10ObS67/15y; 5Ob88/15z; 6Ob179/14p; 5Ob100/16s; 11Os23/17t; 8Ob65/16s; 7Ob74/17h; 10ObS154/17w; 9ObA78/18p; 6Ob126/18z; 6Ob81/19h; 7Ob45/19x

Entscheidungsdatum

30.04.1996

Norm

ABGB §7

Rechtssatz

Ein Analogieschluss setzt eine Gesetzeslücke voraus, das heißt also, dass der Rechtsfall nach dem Gesetz nicht beurteilt werden kann, jedoch von Rechts wegen einer Beurteilung bedarf. Es muss also eine "planwidrige Unvollständigkeit", dass heißt eine nicht gewollte Lücke, vorliegen.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 2074/96w
    Entscheidungstext OGH 30.04.1996 4 Ob 2074/96w
  • 7 Ob 2430/96w
    Entscheidungstext OGH 02.04.1997 7 Ob 2430/96w
    Auch; Veröff: SZ 69/109
  • 9 Ob 2065/96h
    Entscheidungstext OGH 17.12.1997 9 Ob 2065/96h
    Auch
  • 1 Ob 292/98t
    Entscheidungstext OGH 27.10.1998 1 Ob 292/98t
    Auch; nur: Ein Analogieschluss setzt eine Gesetzeslücke voraus. Es muss also eine "planwidrige Unvollständigkeit" vorliegen. (T1)
  • 1 Ob 265/98x
    Entscheidungstext OGH 24.11.1998 1 Ob 265/98x
    Auch; nur T1
  • 10 ObS 312/98z
    Entscheidungstext OGH 12.01.1999 10 ObS 312/98z
    nur T1; Veröff: SZ 72/1
  • 5 Ob 323/98f
    Entscheidungstext OGH 12.01.1999 5 Ob 323/98f
    Vgl auch; nur T1
  • 5 Ob 213/99f
    Entscheidungstext OGH 12.10.1999 5 Ob 213/99f
    nur T1; Veröff: SZ 72/146
  • 10 ObS 266/99m
    Entscheidungstext OGH 09.11.1999 10 ObS 266/99m
    Vgl auch; Beisatz: Die Nichterwähnung der Teilzeitbeihilfe nach dem KGG, BSVG und GSVG im § 11 Abs 2 KGG stellt keine Regelungslücke dar. (T2)
  • 10 ObS 236/99z
    Entscheidungstext OGH 06.06.2000 10 ObS 236/99z
    Auch; Beisatz: Die bloße Meinung des Rechtsanwenders, eine Regelung sei wünschenswert, rechtfertigt die Annahme einer Gesetzeslücke noch nicht. Ohne Vorliegen einer Gesetzeslücke gleichsam an die Stelle des Gesetzgebers zu treten und einen Regelungsinhalt (rechtsfortbildend) zu schaffen, dessen Herbeiführung ausschließlich diesem obläge, steht den Gerichten nicht zu. (T3)
    Veröff: SZ 73/92
  • 7 Ob 313/01g
    Entscheidungstext OGH 17.04.2002 7 Ob 313/01g
    Auch
  • 10 ObS 91/02h
    Entscheidungstext OGH 30.04.2002 10 ObS 91/02h
    Auch; Beisatz: Eine Lücke im Rechtssinn ist dort anzunehmen, wo das Gesetz, gemessen an seiner eigenen Absicht und immanenten Teleologie, unvollständig ist. (T4)
  • 5 Ob 9/02p
    Entscheidungstext OGH 12.02.2002 5 Ob 9/02p
    Auch
  • 9 Ob 85/02v
    Entscheidungstext OGH 05.06.2002 9 Ob 85/02v
    Beis wie T3; Veröff: SZ 2002/80
  • 3 Ob 215/02t
    Entscheidungstext OGH 18.12.2002 3 Ob 215/02t
    Beis wie T3 nur: Ohne Vorliegen einer Gesetzeslücke gleichsam an die Stelle des Gesetzgebers zu treten und einen Regelungsinhalt (rechtsfortbildend) zu schaffen, dessen Herbeiführung ausschließlich diesem obläge, steht den Gerichten nicht zu. (T5)
    Veröff: SZ 2002/178
  • 5 Ob 88/03g
    Entscheidungstext OGH 13.05.2003 5 Ob 88/03g
    Auch; nur T1
  • 6 Ob 112/04w
    Entscheidungstext OGH 23.09.2004 6 Ob 112/04w
  • 8 Ob 84/06w
    Entscheidungstext OGH 03.08.2006 8 Ob 84/06w
    Vgl auch; Beisatz: Eine solche Lücke wäre dann nachgewiesen, wenn das Gesetz gemessen an seiner eigenen Absicht und immanenten Teleologie unvollständig, also ergänzungsbedürftig wäre und die Ergänzung aber auch nicht vom Gesetz gewollten Beschränkungen widerspricht. (T6)
  • 8 ObA 76/06v
    Entscheidungstext OGH 23.11.2006 8 ObA 76/06v
    Auch; Beisatz: Hier: Annahme einer Gesetzeslücke in § 10 Abs 7 MuttSchG; analoge Anwendung der §§ 10 Abs 2, 10a MuttSchG für den Fall der schriftlichen einvernehmlichen Auflösung in Unkenntnis der Schwangerschaft. (T7)
    Veröff: SZ 2006/174
  • 4 Ob 193/06w
    Entscheidungstext OGH 21.11.2006 4 Ob 193/06w
    Auch; Beis wie T6
    Veröff: SZ 2006/173
  • 8 ObA 107/06b
    Entscheidungstext OGH 31.01.2007 8 ObA 107/06b
    Auch; Beisatz: Annahme einer Gesetzeslücke in § 177 Abs 3 ArbVG, welche durch analoge Anwendung der aus der Bestimmung des § 91 Abs 1 ArbVG abzuleitenden allgemeinen Informationsverpflichtungen, die nach § 177 Abs 3 ArbVG auch im Verhältnis zwischen den „Schwesterunternehmen" zum Tragen kommen, geschlossen werden kann. (T8)
  • 5 Ob 234/07h
    Entscheidungstext OGH 06.11.2007 5 Ob 234/07h
    Auch; Beis wie T3; Beis wie T5
  • 2 Ob 67/08d
    Entscheidungstext OGH 28.04.2008 2 Ob 67/08d
    Veröff: SZ 2008/55
  • 2 Ob 32/08g
    Entscheidungstext OGH 24.09.2008 2 Ob 32/08g
    Auch; Beis wie T6
  • 7 Ob 168/08v
    Entscheidungstext OGH 22.10.2008 7 Ob 168/08v
    Auch; Beisatz: § 59 Abs 2 KFG. (T9)
    Veröff: SZ 2008/157
  • 9 ObA 5/08p
    Entscheidungstext OGH 17.12.2008 9 ObA 5/08p
    Auch; Beisatz: Dass eine Regelung allenfalls wünschenswert wäre, reicht für die Annahme einer Gesetzeslücke nicht aus. (T10)
  • 9 ObA 41/08g
    Entscheidungstext OGH 29.06.2009 9 ObA 41/08g
    Auch; nur T1; Beis ähnlich wie T6; Beis wie T10
  • 4 Ob 227/08y
    Entscheidungstext OGH 09.06.2009 4 Ob 227/08y
    Vgl; Veröff: SZ 2009/76
  • 6 Ob 261/09i
    Entscheidungstext OGH 14.01.2010 6 Ob 261/09i
    Auch; nur T1; Beis wie T6; Bem: Hier: Die Frage der Zulässigkeit einer analogen Anwendung des § 215 AktG im Privatstiftungsrecht wird ausdrücklich offen gelassen (mit eingehender Darstellung der Lehre). (T11)
  • 7 Ob 13/10b
    Entscheidungstext OGH 17.03.2010 7 Ob 13/10b
    Auch
  • 5 Ob 63/10s
    Entscheidungstext OGH 31.08.2010 5 Ob 63/10s
    Beis wie T3; Veröff: SZ 2010/104
  • 8 ObA 88/10i
    Entscheidungstext OGH 21.12.2010 8 ObA 88/10i
    Auch; nur T1; Beisatz: Hier: Kollektivvertrag. (T12)
  • 8 ObA 60/10x
    Entscheidungstext OGH 22.02.2011 8 ObA 60/10x
    Auch; nur T1; Beis wie T4; Beis wie T10
  • 5 Ob 190/10t
    Entscheidungstext OGH 24.01.2011 5 Ob 190/10t
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Keine Regelungslücke bei § 10 Abs 3 und 4 WEG. (T13)
  • 7 Ob 124/11b
    Entscheidungstext OGH 30.11.2011 7 Ob 124/11b
    Auch; Veröff: SZ 2011/140
  • 8 ObA 91/11g
    Entscheidungstext OGH 20.12.2011 8 ObA 91/11g
    Auch
  • 9 Ob 65/11s
    Entscheidungstext OGH 27.02.2012 9 Ob 65/11s
    Auch
    Veröff: SZ 2012/23
  • 7 Ob 215/11k
    Entscheidungstext OGH 27.02.2012 7 Ob 215/11k
    Auch; nur T1; Beisatz: Eine solche Lücke ist dort anzunehmen, wo das Gesetz angemessen an seiner eigenen Ansicht und immanenten Teleologie unvollständig und ergänzungsbedürftig ist, ohne dass eine Ergänzung einer vom Gesetz gewollten Beschränkung widerspricht. (T14)
    Beis ähnlich wie T10
    Veröff: SZ 2012/21
  • 8 ObA 31/11h
    Entscheidungstext OGH 24.04.2012 8 ObA 31/11h
    Auch; Beis wie T10
  • 7 Ob 212/11v
    Entscheidungstext OGH 27.02.2012 7 Ob 212/11v
    Auch; nur T1; Beis wie T14; Auch Beis wie T10
  • 8 Ob 62/12v
    Entscheidungstext OGH 28.06.2012 8 Ob 62/12v
    Vgl auch
    Veröff: SZ 2012/67
  • 5 Ob 66/12k
    Entscheidungstext OGH 09.08.2012 5 Ob 66/12k
  • 1 Ob 148/12i
    Entscheidungstext OGH 13.12.2012 1 Ob 148/12i
    Auch; nur T1; Beisatz: Hier: Keine Regelungslücke bei § 163 Abs 2 zweiter Halbsatz ABGB. (T15)
  • 8 Ob 132/12p
    Entscheidungstext OGH 28.05.2013 8 Ob 132/12p
    Auch; Veröff: SZ 2013/53
  • 10 ObS 100/13y
    Entscheidungstext OGH 12.09.2013 10 ObS 100/13y
    Beis wie T3; Beis wie T5
  • 9 ObA 60/13h
    Entscheidungstext OGH 27.09.2013 9 ObA 60/13h
    Auch; Beis wie T10; Beisatz: Hier: Keine Regelungslücke bei §§ 5 Abs 1 und 2, 6 und 7 iVm § 1 Z 2 Stmk L‑GlBG. (T16)
  • 10 ObS 114/13g
    Entscheidungstext OGH 22.10.2013 10 ObS 114/13g
    Auch; Beis wie T3; Beis wie T5; Veröff: SZ 2013/100
  • 5 Ob 76/13g
    Entscheidungstext OGH 17.12.2013 5 Ob 76/13g
    Vgl auch; Beis wie T13; Veröff: SZ 2013/125
  • 10 ObS 1/13i
    Entscheidungstext OGH 28.01.2014 10 ObS 1/13i
    Auch
  • 1 Ob 215/13v
    Entscheidungstext OGH 23.01.2014 1 Ob 215/13v
    Vgl
  • 9 ObA 5/14x
    Entscheidungstext OGH 25.03.2014 9 ObA 5/14x
  • 5 Ob 220/13h
    Entscheidungstext OGH 26.09.2014 5 Ob 220/13h
    Auch; Beisatz: Der Ansicht, dass eine dem Gesetzeszweck Rechnung tragende Auslegung des § 18b MRG nicht nur eine korrigierende Auslegung seines Anwendungsbereichs auf landesgesetzlich geförderte Arbeiten, sondern auch eine korrigierende Auslegung dahin, dass in jenen Fällen, in denen nach den landesgesetzlichen Regelungen ein längerer Rückzahlungszeitraum als zehn Jahre vorgesehen sei, steht der klare und zwingende Gesetzeswortlaut betreffend die Laufzeit des geförderten oder (Förderungs-)Darlehens entgegen, welcher nach dem Wortlaut des § 18b MRG 10 Jahre nicht übersteigen darf. (T17)
  • 10 ObS 63/14h
    Entscheidungstext OGH 30.09.2014 10 ObS 63/14h
    Vgl; Beis wie T3; Beis wie T5; Veröff: SZ 2014/90
  • 6 Ob 17/14i
    Entscheidungstext OGH 19.11.2014 6 Ob 17/14i
    Beis wie T5; Veröff: SZ 2014/108
  • 8 ObA 6/15p
    Entscheidungstext OGH 26.02.2015 8 ObA 6/15p
    Beis wie T3; Beis wie T10; Beis wie T14
  • 8 ObS 8/14f
    Entscheidungstext OGH 24.03.2015 8 ObS 8/14f
    Auch; Beis wie T3
  • 3 Ob 136/15v
    Entscheidungstext OGH 15.07.2015 3 Ob 136/15v
    Auch; Veröff: SZ 2015/70
  • 10 ObS 67/15y
    Entscheidungstext OGH 02.09.2015 10 ObS 67/15y
    Auch; Beis wie T3; Beis wie T5
  • 5 Ob 88/15z
    Entscheidungstext OGH 30.10.2015 5 Ob 88/15z
    Vgl auch; Beis wie T3; Beis wie T10
  • 6 Ob 179/14p
    Entscheidungstext OGH 01.12.2015 6 Ob 179/14p
    Verstärkter Senat; Beis wie T5; Beisatz: Hier: Keine analoge Anwendung von § 149 Abs 1 IO auf aufrechnungsberechtigte Insolvenzgläubiger. (T18); Veröff: SZ 2015/135
  • 5 Ob 100/16s
    Entscheidungstext OGH 11.07.2016 5 Ob 100/16s
  • 11 Os 23/17t
    Entscheidungstext OGH 21.03.2017 11 Os 23/17t
    Auch
  • 8 Ob 65/16s
    Entscheidungstext OGH 22.02.2017 8 Ob 65/16s
    Veröff: SZ 2017/17
  • 7 Ob 74/17h
    Entscheidungstext OGH 21.09.2017 7 Ob 74/17h
  • 10 ObS 154/17w
    Entscheidungstext OGH 23.01.2018 10 ObS 154/17w
    Auch; Beis wie T3; Beis wie T14
  • 9 ObA 78/18p
    Entscheidungstext OGH 30.10.2018 9 ObA 78/18p
    Auch; Beis wie T3
  • 6 Ob 126/18z
    Entscheidungstext OGH 20.12.2018 6 Ob 126/18z
    Auch
  • 6 Ob 81/19h
    Entscheidungstext OGH 23.05.2019 6 Ob 81/19h
    Auch; Beisatz: Keine analoge Anwendung der §§ 19 ff JN und § 49 Abs 4 und 5 RstDG. (T19)
  • 7 Ob 45/19x
    Entscheidungstext OGH 26.06.2019 7 Ob 45/19x
    Beis wie T4

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1996:RS0098756

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

05.12.2019

Dokumentnummer

JJR_19960430_OGH0002_0040OB02074_96W0000_004

Rechtssatz für 6Ob2334/96w 6Ob295/97v...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0107663

Geschäftszahl

6Ob2334/96w; 6Ob295/97v; 6Ob78/99k; 6Ob328/00d; 6Ob50/01y; 6Ob80/01k; 6Ob137/01t; 6Ob312/01b; 3Ob215/02t (3Ob321/02f); 6Ob235/02f; 6Ob295/03f; 9ObA32/06f; 4Ob32/07w; 6Ob21/13a; 6Ob17/14i; 1Ob96/15x; 6Ob100/17z

Entscheidungsdatum

27.02.1997

Norm

ABGB §1330 Abs2 BIV

Rechtssatz

Beim Widerrufsanspruch nach § 1330 Abs 2 ABGB handelt es sich um einen Schadenersatzanspruch, der den Täter zur Wiederherstellung des vorigen Zustands durch Beseitigung des rufschädigenden schlechten Bildes über den Verletzten verpflichtet. Der Täter hat seine unwahren Tatsachenmitteilungen als unwahr zu widerrufen. Der Verletzte hat aber keinen Anspruch auf Widerruf in der Form, dass den zurückgenommenen Tatsachenbehauptungen der vom Kläger behauptete Sachverhalt als richtig gegenübergestellt wird. Eine derartige Gegendarstellung sieht das Gesetz nur unter den im Mediengesetz normierten Voraussetzungen gegenüber dem Medieninhaber vor. Mangels planwidriger Gesetzeslücke kann das im Mediengesetz vorgesehene Recht auf Gegendarstellung (§ 9 MedG) auf den Widerrufsanspruch nach § 1330 ABGB nicht analog angewendet werden (abweichend von EvBl 1957/188, ÖBl 1992, 146 und MR 1993, 55).

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 2334/96w
    Entscheidungstext OGH 27.02.1997 6 Ob 2334/96w
    Veröff: SZ 70/38
  • 6 Ob 295/97v
    Entscheidungstext OGH 17.12.1997 6 Ob 295/97v
    nur: Beim Widerrufsanspruch nach § 1330 Abs 2 ABGB handelt es sich um einen Schadenersatzanspruch, der den Täter zur Wiederherstellung des vorigen Zustands durch Beseitigung des rufschädigenden schlechten Bildes über den Verletzten verpflichtet. (T1) Veröff: SZ 70/267
  • 6 Ob 78/99k
    Entscheidungstext OGH 20.01.2000 6 Ob 78/99k
    Vgl auch; nur: Beim Widerrufsanspruch nach § 1330 Abs 2 ABGB handelt es sich um einen Schadenersatzanspruch. (T2)
  • 6 Ob 328/00d
    Entscheidungstext OGH 22.02.2001 6 Ob 328/00d
    Auch; nur: Beim Widerrufsanspruch nach § 1330 Abs 2 ABGB handelt es sich um einen Schadenersatzanspruch, der den Täter zur Wiederherstellung des vorigen Zustands durch Beseitigung des rufschädigenden schlechten Bildes über den Verletzten verpflichtet. Der Täter hat seine unwahren Tatsachenmitteilungen als unwahr zu widerrufen. (T3)
  • 6 Ob 50/01y
    Entscheidungstext OGH 15.03.2001 6 Ob 50/01y
    Auch; nur T1; Beisatz: Der Widerrufsanspruch ist kein Strafanspruch. (T4)
  • 6 Ob 80/01k
    Entscheidungstext OGH 16.05.2001 6 Ob 80/01k
    Auch; nur T1
  • 6 Ob 137/01t
    Entscheidungstext OGH 23.08.2001 6 Ob 137/01t
    nur T3
  • 6 Ob 312/01b
    Entscheidungstext OGH 14.03.2002 6 Ob 312/01b
    Auch; Beis wie T4
  • 3 Ob 215/02t
    Entscheidungstext OGH 18.12.2002 3 Ob 215/02t
    Auch; nur T3; Veröff: SZ 2002/178
  • 6 Ob 235/02f
    Entscheidungstext OGH 29.01.2004 6 Ob 235/02f
    Vgl; Beisatz: Der Anspruch auf Widerruf nach § 1330 Abs 2 Satz 2 ABGB ist verschuldensabhängig. (T5)
  • 6 Ob 295/03f
    Entscheidungstext OGH 14.07.2005 6 Ob 295/03f
    Vgl auch; Beisatz: Der in § 1330 Abs 2 ABGB normierte Anspruch auf Widerruf und dessen Veröffentlichung steht nur zu, wenn eine unwahre, kreditschädigende Tatsachenbehauptung im Sinn dieser Gesetzesstelle vorliegt und den Täter ein Verschulden trifft. Wiederholungsgefahr ist für diesen Anspruch nicht erforderlich. Der Widerruf von Äußerungen, die auf ihren Wahrheitsgehalt im Beweisweg objektiv nicht überprüft werden können, weil sie nur eine subjektive Meinung, ein wertendes Urteil enthalten, kann nicht verlangt werden. (T6)
  • 9 ObA 32/06f
    Entscheidungstext OGH 29.03.2006 9 ObA 32/06f
    nur T1; Beisatz: Auch der Widerrufsanspruch setzt die Rechtswidrigkeit des Eingriffs voraus. (T7)
  • 4 Ob 32/07w
    Entscheidungstext OGH 23.04.2007 4 Ob 32/07w
    Auch; ähnlich nur T2; Beisatz: Der Widerrufsanspruch ist nach Lehre und Rechtsprechung ein gesetzlich geregelter Sonderfall des allgemeinen Beseitigungsanspruchs, der - als eine Art der Naturalherstellung - die Wirkungen einer unwahren Äußerung beseitigen soll. (Hier: Anspruch nach UWG.) (T8)
  • 6 Ob 21/13a
    Entscheidungstext OGH 08.05.2013 6 Ob 21/13a
    Vgl; Beisatz: Nach ständiger Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofs steht einem Geschädigten nach § 1330 Abs 2 ABGB zwar ein Anspruch auf Widerruf der Äußerungen und auf Veröffentlichung dieses Widerrufs zu. Zwischen diesen Veröffentlichungsansprüchen ist strikt zu unterscheiden, sie stehen zueinander in einem Aliud-Verhältnis. (T9)
  • 6 Ob 17/14i
    Entscheidungstext OGH 19.11.2014 6 Ob 17/14i
    Vgl auch; Beisatz: Zieht man die Wertungen des historischen Gesetzgebers heran, widerspricht eine analoge Anwendung der Bestimmungen des MedienG, die die Freiheit der Medien einschränken, dem Gesetzeszweck, wonach die volle Freiheit der Medien zur Sicherung der Meinungsäußerungsfreiheit gewährleistet wird. Die Verpflichtung des § 46 MedienG kann daher nicht für eine Verpflichtung zur Veröffentlichung eines Widerrufs herangezogen werden. (T10); Veröff: SZ 2014/108
  • 1 Ob 96/15x
    Entscheidungstext OGH 08.07.2015 1 Ob 96/15x
    Vgl; Beis wie T5
  • 6 Ob 100/17z
    Entscheidungstext OGH 07.07.2017 6 Ob 100/17z
    Auch; nur: Der Verletzte hat aber keinen Anspruch auf Widerruf in der Form, dass den zurückgenommenen Tatsachenbehauptungen der vom Kläger behauptete Sachverhalt als richtig gegenübergestellt wird. (T11)
    Beisatz: Aus dem Charakter des Widerrufs als Naturalrestitutionsanspruch folgt, dass der Täter selbst die Naturalrestitution zu bewirken hat; der Verletzte muss sich nicht mit einer Ermächtigung zur Veröffentlichung des Widerrufs begnügen, sondern kann die Veröffentlichung durch den Beklagten selbst verlangen. (T12)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1997:RS0107663

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

22.08.2017

Dokumentnummer

JJR_19970227_OGH0002_0060OB02334_96W0000_001

Rechtssatz für 6Ob119/99i 3Ob215/02t (3...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0112801

Geschäftszahl

6Ob119/99i; 3Ob215/02t (3Ob321/02f); 4Ob221/03h; 6Ob178/04a

Entscheidungsdatum

29.09.1999

Norm

ABGB §1330 Abs2 BII, ABGB §1330 Abs2 BIII
MedienG §1 Abs1 Z8
MedienG §6 Abs2 Z3a

Rechtssatz

Der Buchhändler ist weder Verleger noch Medieninhaber im Sinne des § 1 Abs 1 Z 8 MedG. Die Öffentlichkeit weiß, daß es dem Buchhändler regelmäßig verwehrt ist, auf den Inhalt eines Buches Einfluß zu nehmen, und daß es ihm auch nicht darauf ankommt, die in einem bestimmten Buch vertretenen Ansichten zu seiner eigenen Sicht der Dinge zu machen. Seine Aufgabe ist vielmehr in der Regel nur der Vertrieb der in den Büchern vertretenen Tatsachen und Meinungen Dritter an das interessierte Publikum, somit eine rein technisch-kaufmännische Angelegenheit. Der Buchhändler ist somit nur bei Kennen oder bei Kennenmüsssen der Unwahrheit von kreditschädigenden Tatsachen, die in den von ihm vertriebenen Büchern enthalten sind, zur Unterlassung verpflichtet.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 119/99i
    Entscheidungstext OGH 29.09.1999 6 Ob 119/99i
    Veröff: SZ 72/144
  • 3 Ob 215/02t
    Entscheidungstext OGH 18.12.2002 3 Ob 215/02t
    Auch; nur: Der Buchhändler ist weder Verleger noch Medieninhaber im Sinne des § 1 Abs 1 Z 8 MedG. Die Öffentlichkeit weiß, daß es dem Buchhändler regelmäßig verwehrt ist, auf den Inhalt eines Buches Einfluß zu nehmen, und daß es ihm auch nicht darauf ankommt, die in einem bestimmten Buch vertretenen Ansichten zu seiner eigenen Sicht der Dinge zu machen. Seine Aufgabe ist vielmehr in der Regel nur der Vertrieb der in den Büchern vertretenen Tatsachen und Meinungen Dritter an das interessierte Publikum, somit eine rein technisch-kaufmännische Angelegenheit. (T1); Beisatz: Der Buchhändler, der ein Buch mit inkriminiertem Inhalt verkauft, ist angesichts seiner eigenen wirtschaftlichen Interessen selbstständig und beim Verkauf nicht Gehilfe des Verlegers im Rechtssinn. (T2);Veröff: SZ 2002/178
  • 4 Ob 221/03h
    Entscheidungstext OGH 16.12.2003 4 Ob 221/03h
    nur: Der Buchhändler ist somit nur bei Kennen oder bei Kennenmüsssen der Unwahrheit von kreditschädigenden Tatsachen, die in den von ihm vertriebenen Büchern enthalten sind, zur Unterlassung verpflichtet. (T3)
  • 6 Ob 178/04a
    Entscheidungstext OGH 21.12.2006 6 Ob 178/04a
    Vgl auch; Beisatz: Im Hinblick auf die vom Gesetzgeber durch Einführung des § 6 Abs 2 Z 3a MedG idF MedG-Novelle 2005 gezogene Parallele ist es angezeigt, sich bei der Beantwortung der Frage des Bestehens eines auf § 1330 ABGB gestützten Unterlassungsanspruchs gegen den Betreiber eines Online-Gästebuchs als Verbreiter der darin eingestellten Beiträge Dritter mit rechtsverletzendem Inhalt an der Vorjudikatur zum Buchhändler und Betreiber eines Online-Archivs zu orientieren und dabei die Besonderheiten einer Veröffentlichung im Internet zu beachten. (T4)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1999:RS0112801

Im RIS seit

29.10.1999

Zuletzt aktualisiert am

02.02.2016

Dokumentnummer

JJR_19990929_OGH0002_0060OB00119_99I0000_002

Rechtssatz für 3Ob168/99y (3Ob169/99w, ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0113233

Geschäftszahl

3Ob168/99y (3Ob169/99w, 3Ob170/99t, 3Ob241/99h); 3Ob21/00k; 3Ob215/02t (3Ob321/02f); 3Ob107/07t; 3Ob273/07d

Entscheidungsdatum

24.11.1999

Norm

EO §65 D
EO §74
EO §355 II
EO §355 VIIIe
RATG allg

Rechtssatz

Bemessungsgrundlage für Kostenzusprüche für Rechtsmittel der Parteien ist in den Fällen, in denen mit dem Rekurs bzw Revisionsrekurs eine Änderung der verhängten Geldstrafe erwirkt wird, nicht der Wert des betriebenen Unterlassungsanspruchs, sondern für einen erfolgreichen Rekurs bzw Revisionsrekurs der verpflichteten Parteien der Betrag, um den die Geldstrafe reduziert wird, für einen erfolgreichen Rekurs bzw Revisionsrekurs der betreibenden Partei der Betrag, um den die Geldstrafe erhöht wird.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 168/99y
    Entscheidungstext OGH 24.11.1999 3 Ob 168/99y
    Veröff: SZ 72/194
  • 3 Ob 21/00k
    Entscheidungstext OGH 20.06.2000 3 Ob 21/00k
  • 3 Ob 215/02t
    Entscheidungstext OGH 18.12.2002 3 Ob 215/02t
    Veröff: SZ 2002/178
  • 3 Ob 107/07t
    Entscheidungstext OGH 23.05.2007 3 Ob 107/07t
    Auch; Beisatz: Hier: Erfolgreicher Rekurs der betreibenden Partei. (T1)
  • 3 Ob 273/07d
    Entscheidungstext OGH 30.01.2008 3 Ob 273/07d
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1999:RS0113233

Dokumentnummer

JJR_19991124_OGH0002_0030OB00168_99Y0000_002

Rechtssatz für 3Ob215/02t (3Ob321/02f)...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0117238

Geschäftszahl

3Ob215/02t (3Ob321/02f); 3Ob261/03h; 3Ob166/05s (3Ob167/05p); 3Ob149/10y; 3Ob134/13x; 6Ob17/14i

Entscheidungsdatum

18.12.2002

Norm

ABGB §1330 BI
UWG §15

Rechtssatz

Bei einer auf § 1330 ABGB gestützten einstweiligen Verfügung ist mit einem Unterlassungsgebot (auch in Fassung eines Verbots) mangels analoger Anwendbarkeit des § 15 UWG damit nicht auch schon die Verpflichtung zur Vornahme bestimmter Beseitigungshandlungen durch den Verpflichteten tituliert. Es bleibt dem durch einen Eingriff in seiner Ehre Verletzten überlassen, neben seinem im Gesetz ausdrücklich genannten Widerrufsanspruch bestimmte - wenngleich weit formulierte - Beseitigungsmaßnahmen bereits im Titelverfahren zu begehren und einen entsprechenden Titel zu erwirken (mit eingehender Begründung).

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 215/02t
    Entscheidungstext OGH 18.12.2002 3 Ob 215/02t
    Veröff: SZ 2002/178
  • 3 Ob 261/03h
    Entscheidungstext OGH 25.02.2004 3 Ob 261/03h
    nur: Bei einer auf § 1330 ABGB gestützten einstweiligen Verfügung ist mit einem Unterlassungsgebot (auch in Fassung eines Verbots) mangels analoger Anwendbarkeit des § 15 UWG damit nicht auch schon die Verpflichtung zur Vornahme bestimmter Beseitigungshandlungen durch den Verpflichteten tituliert. (T1); Beisatz: Wurde eine durch eine einstweilige Verfügung verbotene Äußerung verbreitet, diese Hompage jedoch nach Erlassen der einstweiligen Verfügung geändert, so ist darin, dass die verpflichtete Partei nicht alles ihr Mögliche und Zumutbare getan hat, um den Aufruf der bereits geänderten Internet-Seiten über lokale Speicherebenen (u.a. einen Proxy) auf dem PC des Benutzers zu verhindern, noch kein Verstoß gegen den Exekutionstitel zu sehen. (T2)
  • 3 Ob 166/05s
    Entscheidungstext OGH 20.10.2005 3 Ob 166/05s
    nur T1
  • 3 Ob 149/10y
    Entscheidungstext OGH 13.10.2010 3 Ob 149/10y
    Auch; Beisatz: Für Unterlassungsgebote, die nicht mit dem Wettbewerb oder vergleichbaren Rechtsgebieten im Zusammenhang stehen, gilt ganz allgemein, dass mit ihnen nicht auch schon die Verpflichtung zur Vornahme bestimmter Beseitigungshandlungen durch den Verpflichteten tituliert ist. (T3)
  • 3 Ob 134/13x
    Entscheidungstext OGH 21.08.2013 3 Ob 134/13x
    Beis wie T3
  • 6 Ob 17/14i
    Entscheidungstext OGH 19.11.2014 6 Ob 17/14i
    Auch; Beisatz: Das gilt auch für § 25 Abs 7 UWG und § 85 Abs 4 UrhG. (T4); Veröff: SZ 2014/108

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2002:RS0117238

Im RIS seit

17.01.2003

Zuletzt aktualisiert am

14.04.2016

Dokumentnummer

JJR_20021218_OGH0002_0030OB00215_02T0000_001

Entscheidungstext 3Ob215/02t (3Ob321/02f)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Fundstelle

ÖJZ-LSK 2003/73 = MR 2003,82 (Rechberger) = RZ 2003,19 S 161 - RZ 2003,161 = EvBl 2003/77 S 339 - EvBl 2003,339 = wbl 2003,290 = Klicka, wbl 2003,260 = RdW 2003,435 = SZ 2002/178 = Jus-Extra OGH-Z 3511

Geschäftszahl

3Ob215/02t (3Ob321/02f)

Entscheidungsdatum

18.12.2002

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofs Dr. Schiemer als Vorsitzenden sowie die Hofräte des Obersten Gerichtshofs Dr. Graf, Dr. Pimmer, Dr. Zechner und Dr. Sailer als weitere Richter in der Exekutionssache der betreibenden Parteien 1. Dr. Thomas K*****, und 2. Dr. Margot K*****, beide vertreten durch Korn Frauenberger, Rechtsanwälte in Wien, wider die verpflichtete Partei E***** Verlagsgesellschaft mbH, ***** vertreten durch Dr. Edwin Morent, Rechtsanwalt in Wien, wegen Erwirkung von Unterlassungen (Streitwert jeweils 50.000 EUR), infolge außerordentlicher Revisionsrekurse der betreibenden Parteien gegen die Beschlüsse des Landesgerichts für Zivilrechtssachen Wien als Rekursgericht vom 1.) 12. Juni 2002, GZ 47 R 377/02t-105, womit der Beschluss des Bezirksgerichts Innere Stadt Wien vom 2. Mai 2002, GZ 64 E 4868/02s-2, abgeändert wurde, und 2.) 26. Juli 2002, GZ 47 R 507/02k bis 47 R 542/02g-120, womit die Beschlüsse des Bezirksgerichts Innere Stadt Wien vom 3. Mai 2002, GZ 64 E 4868/02s-4, 6. Mai 2002, GZ 64 E 4868/02s-6 und 8, 10. Mai 2002, GZ 64 E 4868/02s-9, 10, 11, 13 und 14, 14. Mai 2002, GZ 64 E 4868/02s-17, 18 und 19, 15. Mai 2002, GZ 64 E 4868/02s-20 und 21, 17. Mai 2002, GZ 64 E 4868/02s-22 und 23, 21. Mai 2002, GZ 64 E 4868/02s-24, 25, 26 und 27, 23. Mai 2002, GZ 64 E 4868/02s-28, 24. Mai 2002, GZ 64 E 4868/02s-30 und 43, 28. Mai 2002, GZ 64 E 4868/02s-46, 47 und 48, 29. Mai 2002, GZ 64 E 4868/02s-49 und 52, 31. Mai 2002, GZ 64 E 4868/02s-54, 3. Juni 2002, GZ 64 E 4868/02s-53a, 4. Juni 2002, GZ 64 E 4868/02s-61, 6. Juni 2002, GZ 64 E 4868/02s-67, 68 und 70, 10. Juni 2002, GZ 64 E 4868/02s-71, und 12. Juni 2002, GZ 64 E 4868/02s-72 und 77, abgeändert wurden, folgenden

Beschluss

gefasst:

Spruch

1.) Dem außerordentlichen Revisionsrekurs der betreibenden Parteien gegen den zweitinstanzlichen Beschluss ON 105 wird nicht Folge gegeben.

Die betreibenden Parteien haben die Kosten ihres erfolglosen Rechtsmittels ON 113 selbst zu tragen.

2.) Dem außerordentlichen Revisionsrekurs der betreibenden Parteien gegen den zweitinstanzlichen Beschluss ON 120 wird hingegen teilweise Folge gegeben. In Ansehung der erstgerichtlichen Beschlüsse ON 4, 6, 8 bis 11, 13, 14, 18 bis 20 wird der Beschluss des Rekursgerichts wie folgt abgeändert:

a) Der erstinstanzliche Beschluss vom 3. Mai 2002 ON 4 wird dahin wiederhergestellt, dass er zu lauten hat:

"Den betreibenden Parteien wird gegen die verpflichtete Partei aufgrund der vollstreckbaren einstweiligen Verfügung des Handelsgerichts Wien vom 22. April 2002, AZ 30 Cg 41/02k, zur Durchsetzung ihres Anspruchs, die verpflichtete Partei habe es zu unterlassen, ehrenbeleidigende und/oder kreditschädigende Äußerungen, wonach die zweitbetreibende Partei mit Wissen und Willen der erstbetreibenden Partei eine Abtreibung, insbesondere eine Abtreibung, zu der sie von der erstbetreibenden Partei genötigt worden sei, an sich habe vornehmen lassen, und/oder sinngleiche Äußerungen zu verbreiten, wegen des Zuwiderhandelns gegen dieses Unterlassungsgebot dadurch, dass die verpflichtete Partei am 30. April 2002 das Buch "*****" des Autors ***** auf der eigenen Homepage im Internet vertrieben hat, die Exekution gemäß § 355 EO bewilligt.

Wegen dieses Zuwiderhandelns gegen dieses Gebot wird eine Geldstrafe von 1.000 EUR verhängt.

Soweit im Antrag ON 3 auch andere Verstöße gegen den vollstreckbaren Unterlassungstitel behauptet werden, wird dieses Mehrbegehren abgewiesen."

Die Kostenentscheidung laut Punkt 3.) des erstinstanzlichen Beschlusses ON 4 wird wiederhergestellt.

b) Die erstinstanzlichen Beschlüsse ON 6, 8 bis 11, 13, 14, 18 bis 20 werden wegen des Zuwiderhandelns gegen dieses Unterlassungsgebot dadurch, dass die verpflichtete Partei am 2. Mai 2002, 3. Mai 2002, 4. Mai 2002, 5. Mai 2002, 6. Mai 2002, 7. Mai 2002, 8. Mai 2002, 10. Mai 2002, 11. Mai 2002 und 12. Mai 2002 das Buch "*****" des Autors ***** auf der eigenen Homepage im Internet vertrieben hat, mit folgenden - in teilweiser Stattgebung der Rekurse der verpflichteten Partei - geänderten Strafaussprüchen wiederhergestellt:

ON 6, 8, 9, 10 und 11: je 1.000 EUR;

ON 13, 14, 18, 19 und 20: je 2.000 EUR.

Soweit in den Anträgen ON 5, 8, 9, 10, 11, 13, 14, 18, 19 und 20 auch andere Verstöße gegen den vollstreckbaren Unterlassungstitel behauptet werden, wird dieses Mehrbegehren abgewiesen.

Die Kostenentscheidungen jeweils laut Punkt3.) der erstinstanzlichen Beschlüsse ON 6, 8 bis 11, 13, 14, 18 bis 20 werden wiederhergestellt.

c) Im Übrigen wird der zweitinstanzliche Beschluss ON 120 bestätigt.

Jede betreibende Partei ist schuldig, der verpflichteten Partei je die Hälfte der mit 16.582,19 EUR (incl. 20 % USt von 2.758,70 EUR) neu bestimmten Rekurskosten binnen 14 Tagen zu ersetzen.

Die Revisionsrekurskosten der betreibenden Parteien werden mit 3.995,44 EUR (incl. 20 % USt von 665,91 EUR) als weitere Exekutionskosten bestimmt.

Text

Begründung:

Die verpflichtete Partei verlegte das Buch des Autors ***** "*****" über die Betreibenden, das auf den Seiten 173 und 174 aus dem Spruch ersichtliche, den höchstpersönlichen Lebensbereich der Betreibenden betreffende, verletzende Äußerungen enthielt. Das Titelgericht trug mit der auf § 1330 ABGB gestützten einstweiligen Verfügung (EV) vom 22. April 2002 der verpflichteten Partei auf, ab sofort die Verbreitung dieser Äußerungen (Mitteilungen) und/oder sinngleicher Äußerungen zu unterlassen. Diese EV wurde der verpflichteten Partei am 24. April 2002 zugestellt und ist seit diesem Tag vollstreckbar.

In ihrem Exekutionsantrag vom 30. April 2002 brachten die Betreibenden im Wesentlichen vor, dass ungeachtet der seit 24. April 2002 vollstreckbaren EV am 25., 26., 27. und 29. April 2002 in allen Buchhandlungen Österreichs das Buch mit den durch den Exekutionstitel untersagten Äußerungen verkauft worden sei. Das Buch sei auch über den A & M Versandhandel vertrieben und im Internet angeboten worden. Die verpflichtete Partei habe die Verbreitung der verbotenen Äußerungen nicht verhindert, zumal sie auch nach Auslieferung des Buches (an Buchhändler und Versandbuchhändler) keine Maßnahmen gesetzt habe, um die, die inkriminierten Textstellen enthaltende Auflage von den von ihr belieferten (Versand)Buchhändlern vor Verkauf an Letztverbraucher zurückzuholen oder zurückholen zu lassen.

Mit Beschluss vom 2. Mai 2002 ON 2 bewilligte das Erstgericht aufgrund dieses Antrags die Exekution nach § 355 EO und verhängte über die verpflichtete Partei eine Geldstrafe von 10.000 EUR.

In weiteren Strafanträgen brachten die Betreibenden im Wesentlichen vor, die verpflichtete Partei habe gegen die EV an jeweils bestimmten Tagen verstoßen, indem sie das am 9. April 2002 ausgelieferte Buch mit den inkriminierten Textstellen in allen bzw. vielen - insbesondere in bestimmten, in den Strafanträgen näher bezeichneten Buchhandlungen Österreichs - vertrieben habe; das Buch sei auch über den A & M Versandhandel bzw. den Versandhandel Amazon vertrieben worden. In den Strafanträgen ON 3, 5, 7, 9 bis 11, 13, 14, 18 bis 20 wurde weiters vorgebracht, die verpflichtete Partei habe das Buch auch auf der eigenen Homepage im Internet angeboten. Sämtliche Strafanträge enthielten schließlich den Vorwurf, die verpflichtete Partei habe die Verbreitung der verbotenen Äußerungen nicht verhindert und nach Auslieferung des Buches keine bzw. nur ungenügende Maßnahmen gesetzt, um die Auflage mit den verpönten Textstellen von den von ihr belieferten Buchhändlern vor Verkauf an Letztverbraucher zurückzuholen oder zurückholen zu lassen.

Das Erstgericht gab allen Strafanträgen statt und verhängte über die verpflichtete Partei in Beschlussform Geldstrafen von 10.000 EUR (ON 4, 6, 8 bis 11 und 13), 20.000 EUR (ON 14, 17 bis 23), 25.000 EUR (ON 24 bis 27), 30.000 EUR (ON 28), 35.000 EUR (ON 30 und 43), 40.000 EUR (ON 46 bis 48), 45.000 EUR (ON 49), 50.000 EUR (ON 52), 55.000 EUR (ON 54), 60.000 EUR (ON 53a), 65.000 EUR (ON 61), 70.000 EUR (ON 67, 68, 70 und 71) und 75.000 EUR (ON 72 und 77).

Die Betreibenden rekurrierten nur gegen die Beschlüsse ON 4, 6, 8 bis 11, 13, 14, 17 bis 21, 28, 30, 43, 46 bis 49, 52, 54 und 53a und beantragten jeweils die Erhöhung der verhängten Geldstrafen. Die verpflichtete Partei rekurrierte gegen alle erstinstanzlichen Beschlüsse und beantragte, diese dahin abzuändern, dass die zugrunde liegenden Anträge der Betreibenden abgewiesen werden. Hilfsweise begehrte sie - überwiegend - die Aufhebung der angefochtenen Beschlüsse sowie insgesamt die Herabsetzung der verhängten Geldstrafen auf jeweils 150 EUR.

Das Rekursgericht gab nur den Rekursen der verpflichteten Partei Folge und wies mit seinem Beschluss ON 105 den Exekutionsbewilligungsantrag und mit seinem Beschluss ON 120 sämtliche weiteren Strafanträge ab. Es sprach in beiden Entscheidungen aus, dass der Wert des Entscheidungsgegenstands bei beiden Betreibenden 20.000 EUR übersteige und der ordentliche Revisionsrekurs nicht zulässig sei. Die Betreibenden stützten ihren Exekutionsantrag nicht darauf, dass die verpflichtete Partei die inkriminierten Äußerungen auch nach Vollstreckbarkeit des Exekutionstitels weiterhin verbreitet habe, sie erblickten vielmehr ein titelwidriges Verhalten allein darin, dass die verpflichtete Partei nichts gegen den Verkauf von Buchexemplaren unternommen habe, die bereits vor Vollstreckbarkeit des Exekutionstitels ausgeliefert worden seien. In Wahrheit wollten die Betreibenden daher nicht die Verbreitung bestimmter Äußerungen durch die verpflichtete Partei ahnden, sondern die Unterlassung der Beseitigung eines Zustands, den die verpflichtete Partei in rechtswidriger Weise vor dem Eintritt der Vollstreckbarkeit des Exekutionstitels durch die Auslieferung der Buchexemplare herbeigeführt habe. Aus § 15 UWG leite der Oberste Gerichtshof in stRsp ab, dass derjenige, der einen Exekutionstitel auf Unterlassung bestimmter wettbewerbswidriger Handlungen erwirkt habe, gemäß § 355 EO Unterlassungsexekution führen könne, wenn der Verpflichtete bereits vor Schaffung des Titels vorhandene Störungsquellen nicht beseitige, sondern belasse. Etwa umfasse daher das Gebot der Unterlassung wettbewerbswidriger Ankündigungen in einer vom Verpflichteten herausgegebenen Zeitschrift nicht nur die eigentliche Herausgabe der Zeitschrift, sondern auch deren Vertrieb. Der Verstoß liege dabei in der Unterlassung geeigneter Maßnahmen, etwa den Vertrieb durch Zeitschriftenhändler einzustellen. Hier beruhe der titulierte Unterlassungsanspruch der Betreibenden nicht auf den Bestimmungen des UWG. Außerhalb des wettbewerbsrechtlichen Anwendungsbereichs des § 15 UWG rechtfertige aber die bloße Aufrechterhaltung eines vor Entstehung des Exekutionstitels herbeigeführten Zustands keine Exekutionsführung nach § 355 EO. Daher könnten die Betreibenden aufgrund der dem Exekutionsantrag zugrunde liegenden EV keine von der verpflichteten Partei vorzunehmenden Beseitigungshandlungen erwirken. Ihr ausschließlich auf die Erzwingung solcher Beseitigungsmaßnahmen abzielender Exekutionsantrag sei daher abzuweisen.

Den in ihren Strafanträgen aufgestellten Behauptungen der Betreibenden, wonach die verpflichtete Partei das von ihr verlegte Buch mit den inkriminierten Äußerungen über Buchhandlungen und Versandhäuser vertreibe und auf ihrer Homepage im Internet angeboten habe, lasse sich nicht entnehmen, dass sie dieses Druckwerk auch nach der vorgebrachten Auslieferung vom 9. April 2002 und nach der am 24. April 2002 eingetretenen Vollstreckbarkeit der EV weiterhin an Buchhandlungen und Buchversandhändler ausgeliefert oder direkt an Konsumenten verkauft habe. Nur unter diesen Voraussetzungen könnte der verpflichteten Partei mit Recht der Vorwurf gemacht werden, die verpönten Äußerungen weiterhin titelwidrig "verbreitet", also in irgendeiner Form einer dritten Person mitgeteilt zu haben. Beseitigungsmaßnahmen könnten die betreibenden Parteien von der verpflichteten Partei nicht erzwingen. Der Oberste Gerichtshof habe in der E ÖBl 1990, 134 die Anwendbarkeit des § 15 UWG außerhalb des Wettbewerbsrechts unter Hinweis auf eine Glosse Schönherrs zu ÖBl 1961, 49 ausdrücklich verneint. Für eine vom Gesetzgeber übersehene, planwidrige Regelungslücke, die hier eine analoge Anwendung des § 15 UWG rechtfertigen könnte, fehle jeder Anhaltspunkt. Zusammenfassend zeige sich somit, dass in den Strafanträgen kein titelwidriges Verhalten der verpflichteten Partei in schlüssiger Weise geltend gemacht werde.

Rechtliche Beurteilung

Die sorgfältig ausgeführten außerordentlichen Revisionsrekurse der betreibenden Parteien sind - entgegen dem den Obersten Gerichtshof nicht bindenden Ausspruch der Vorinstanz - zulässig; das Rechtsmittel ON 113 gegen den Beschluss des Rekursgerichts ON 105 ist nicht berechtigt, das Rechtsmittel ON 121 gegen den Beschluss des Rekursgerichts ON 120 ist hingegen teilweise berechtigt. Die Rechtsmittel werden im Folgenden gemeinsam behandelt.

a) Gemäß § 355 Abs 1 EO idFd hier anzuwendenden EO-Novelle 2000 erfolgt die Exekution gegen den zur Unterlassung einer Handlung Verpflichteten dadurch, dass wegen eines jeden Zuwiderhandelns nach Eintritt der Vollstreckbarkeit des Exekutionstitels auf Antrag vom Exekutionsgericht anlässlich der Bewilligung der Exekution eine Geldstrafe verhängt wird. Wegen eines jeden weiteren Zuwiderhandelns hat das Exekutionsgericht auf Antrag eine weitere Geldstrafe (oder Haft) zu verhängen. Diese sind nach Art und Schwere des jeweiligen Zuwiderhandelns, unter Bedachtnahme auf die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Verpflichteten und das Ausmaß der Beteiligung an der Zuwiderhandlung auszumessen. Gemäß § 359 Abs 1 EO darf die einzelne Geldstrafe je Antrag 100.000 EUR nicht übersteigen. Die bejahende Bedingung für den Eintritt der materiellen Vollstreckbarkeit des Titels iSd § 7 Abs 2 EO muss die betreibende Partei im Bewilligungsverfahren zwar nicht nachweisen, sie muss aber im Exekutionsantrag konkret und schlüssig behaupten, dass und wie der Verpflichtete dem Exekutionstitel nach Eintritt der Vollstreckbarkeit zuwider gehandelt hat, etwa durch Herausgreifen einzelner konkreter "Tathandlungen". Es muss zumindest ein konkreter Verstoß gegen das Unterlassungsgebot angeführt werden, damit geprüft werden kann, ob dieses im konkreten Fall verletzt oder eingehalten wurde (Klicka in Angst, EO, § 355 Rz 11 mwN aus der Rsp). Die in den vorliegenden Vollzugsanträgen enthaltene allgemeine Wendung, die verpflichtete Partei vertreibe nach wie vor das näher bezeichnete Buch mit jenen Textstellen, die zur EV geführt haben, wird für sich allein diesem Erfordernis nach konkreter Behauptung eines Zuwiderhandelns nicht gerecht. Zutreffend haben die Betreibenden daher jeweils auch konkrete Verstöße behauptet, auf die im Folgenden einzugehen sein wird.

b) Nach § 15 UWG umfasst der Anspruch auf Unterlassung auch das Recht, vom Verpflichteten die Beseitigung des den Vorschriften des Gesetzes widerstreitenden Zustandes zu verlangen, soweit ihm die Verfügung hierüber zusteht. Der Beseitigungsanspruch ist Bestandteil des Unterlassungsanspruchs (im weiteren Sinn) mit dem Zweck der Abwehr bereits erfolgter, noch fortdauernder Störungen. Nach stRsp liegt deshalb ein Zuwiderhandeln gegen ein "gleichgerichtetes" Unterlassungsgebot auch dann vor, wenn der Verpflichtete den in seinem Verfügungsbereich bestehenden, fortdauernden Störungszustand nicht beseitigt ("gleichgerichtete Zustandsstörung"). Der betreibende Gläubiger kann daher aufgrund eines nur auf Unterlassung lautenden Titels wegen des Zuwiderhandelns gegen die Unterlassungspflicht auch dann Exekution nach § 355 EO führen, wenn der Verpflichtete bereits vor der Schaffung des Exekutionstitels vorhandene, seiner Verfügung unterliegende Störungsquellen nicht beseitigt, sondern belässt (Höllwerth in Burgstaller/Deixler, EO, § 355 Rz 28 mwN aus der Rsp). Den Verpflichteten trifft insoweit auch außerhalb des Anwendungsbereichs des § 356 EO eine echte Beseitigungspflicht, um eine Exekutionsführung zu vermeiden (Höllwerth aaO; Klicka aaO § 355 Rz 6 mwN, beide auch mit krit Anmerkungen). Dass dem Verpflichteten kein Einfluss auf die von ihm "eingeschalteten Personen/Unternehmen" zustehe und er deshalb ohne Verschulden den von ihm veranlassten Dauerzustand nicht beenden (die Störungsquelle nicht beseitigen) könne, muss nach der Rsp der Verpflichtete mit Klage nach § 36 EO beweisen (ÖBl 1991, 115). Einem Unterlassungsgebot kann also in einem solchen Fall auch durch bloße Untätigkeit zuwider gehandelt werden (ÖBl 1990, 134 mwN). § 15 UWG ist eben - entgegen der Meinung Jelineks (in Zwangsvollstreckung zur Erwirkung von Unterlassungen 34 ff, 39) - keine reine Vorschrift des materiellen Rechts, deren Bedeutung sich im Titelverfahren erschöpft (Nachweise bei Feil, EO4 § 355 Rz 9).

c) Damit stellt sich die Frage, ob aus § 15 UWG ein darüber hinaus wirkender, allgemeiner privatrechtlicher Grundsatz ableitbar ist, dass jeder Anspruch auf Unterlassung auch das Recht umfasst, die Beseitigung einer nach Titelschaffung weiterwirkenden Verletzungshandlung zu verlangen, im Besonderen, ob die Grundsätze der dargestellten Rsp auch für einen Anspruch nach § 1330 ABGB fruchtbar gemacht werden können. Rsp des Obersten Gerichtshofs dazu fehlt. Dies ist schon deshalb verständlich, weil in Vollziehung des Wettbewerbsrechts wegen der Fassung des § 15 UWG keine Notwendigkeit besteht, die erörterte Verpflichtung als Grundsatz nach allgemeinen zivilrechtlichen Gesichtspunkten zu begründen. Höllwerth (aaO § 355 Rz 27) führt dazu aus, wer nach formeller Vollstreckbarkeit des Unterlassungstitels untätig bleibe, handle nicht, verstoße daher auch nicht gegen den Unterlassungstitel. Aus dem (bloß) auf Unterlassung lautenden Titel könne daher der Verpflichtete nicht verhalten werden, einen vor Wirksamkeit des Titels mit dem dann als verboten erkannten Verhalten herbeigeführten Zustand zu beseitigen. Die bloße Aufrechterhaltung eines vor Entstehung des Exekutionstitels herbeigeführten Zustandes rechtfertige daher außerhalb des Wettbewerbsrechts keine Exekutionsführung nach § 355 EO. Dazu stützt sich Höllwerth auf die auch von der zweiten Instanz zur Stützung ihres Standpunkts herangezogenen Entscheidungen MietSlg 26.603, 28.680 und 38.862 sowie auf die Entscheidung ÖBl 1990, 134 = MR 1990, 26 = WBl 1989, 343, in der ausgesprochen wurde, die im dortigen Rechtsmittel des Verpflichteten zitierte Entscheidung MietSlg 38.862 betreffe keinen Wettbewerbsverstoß, sodass § 15 UWG nicht zum Tragen kommen könne. Diese mietrechtliche Rechtsprechung betrifft Fälle, in denen eine (miet)vertragliche Verpflichtung (Verbot der Weitergabe des Mietgegenstands an Dritte) nicht eingehalten wurde und durch die dort vorgelegene Vertragsverletzung zwar ein Dauerzustand geschaffen wurde, der möglicherweise nicht gegen absolute Rechte (etwa das Eigentumsrecht), sondern nur gegen vertragliche Rechte des Vermieters verstieß. Auch Schönherr (in seiner Glosse ÖBl 1961, 49 f mwN) führt aus, der "erweiterte" Unterlassungsschutz gelte nur im Wettbewerbsrecht. Richtig ist, wie die Rechtsmittelwerber ausführen, dass Schönherr in seiner Glosse zur Entscheidung ÖBl 1982, 69 meinte, es sei dem Berufungsgericht zuzustimmen, dass bei Verstößen gegen das UWG und andere Rechtsvorschriften, auf die § 15 UWG anzuwenden ist, ein gesondertes Beseitigungsbegehren "nichts schadet", jedoch nicht geboten ist. Zur Frage der analogen Anwendung des § 15 UWG auf die Vorschrift des § 1330 ABGB wird aber damit nicht Stellung genommen.

§ 1330 ABGB idFd III. Teilnovelle enthält nur Ansprüche auf Schadenersatz und Widerruf; dass überdies Unterlassungsansprüche gewährt werden, ist ein Ergebnis der richterlichen Rechtsfortbildung. Der Beseitigungsanspruch ist nun kein Unterlassungsanspruch, weil er auf ein positives Verhalten gerichtet ist (Koziol/Welser, Grundriß12 II 284). Das österr. Recht enthält - anders als § 1004 BGB - keine allgemeinen Vorschriften über Beseitigungsansprüche, anerkennt sie aber in einer Reihe von Einzelbestimmungen (§§ 339, 364, 523 ABGB; §§ 29 ff MSchG; § 148 PatG; §§ 82 ff UrhG). Gegen einen allgemeinen privatrechtlichen Grundsatz der erörterten Art spricht vorerst, dass in Einzelbestimmungen der Beseitigungsanspruch durch den Gesetzgeber gesondert geregelt wurde. Dies trifft im Übrigen auch für § 1330 Abs 2 zweiter Satz ABGB zu, der einen eigenen besonderen Beseitigungsanspruch, nämlich den auf Widerruf, zum Gegenstand hat. Der Widerruf ist die Zurücknahme einer Behauptung als unwahr, er dient als verschuldensabhängiger Schadenersatzanspruch der Naturalrestitution (6 Ob 295/97v = SZ 70/267) und beseitigt das vom Täter hervorgerufene rufschädigende schlechte Bild des durch die Äußerung Verletzten (SZ 70/38 u.a.). Dass aber ein Unterlassungsanspruch nach § 1330 ABGB etwas anderes als ein Beseitigungsanspruch bezweckt, verdeutlicht etwa jüngst die Entscheidung 6 Ob 80/01k. Dort wurde ausgesprochen, während der Widerruf der Beseitigung der negativen Folgen der Ehrverletzung diene, sei Ziel des Unterlassungsanspruchs die Verhinderung künftiger gleichartiger Verletzungen. Die Unterlassungsklage sei somit kein Minus zum Widerrufsanspruch, vielmehr seien beide Ansprüche kumulierbar. Dies bedeutet aber nichts anderes, als dass der Unterlassungsanspruch und der Widerrufs- als Beseitigungsanspruch nebeneinander bestehen und daher der Beseitigungsanspruch nicht im Unterlassungsanspruch enthalten sein kann.

Dass im Übrigen ein Analogieschluss - in casu: von Bestimmungen des UWG auf § 1330 ABGB - eine Gesetzeslücke voraussetzt, somit der Rechtsfall nach dem Gesetz nicht beurteilt werden kann, jedoch von Rechts wegen einer Beurteilung bedarf, daher eine "planwidrige Unvollständigkeit", eine nicht gewollte Lücke, vorliegen muss (4 Ob 2074/96w = SZ 69/109 = MietSlg 48/20 mwN u.a.; RIS-Justiz RS0098756 u.a.), hat schon das Rekursgericht zutreffend erkannt. Ohne Vorliegen einer Regelungslücke gleichsam an die Stelle des Gesetzgebers zu treten und einen Regelungsinhalt (rechtsfortbildend) zu schaffen, dessen Herbeiführung ausschließlich diesem obläge, steht den Gerichten nicht zu. Wenn der Gesetzgeber nur in bestimmten Ausnahmefällen den Beseitigungsanspruch eigenständig regelt, ergibt sich daraus nur, dass auch in anderen Fällen ein Beseitigungsanspruch bestehen kann, aber nicht, dass der Unterlassungstitel auch zur Exekution auf Beseitigung berechtigt, zumal ja die Beseitigungsexekution in der EO eine gegenüber der Unterlassungsexekution eigenständige Regelung erfahren hat. Der vorliegende, aus § 1330 ABGB abgeleitete Anspruch der Betreibenden ist den sogenannten wettbewerbsrechtlichen Ansprüchen nach den §§ 1, 2, 7 UWG u.a., für die § 15 UWG gilt, nicht derart rechtsähnlich, dass jede andere Beurteilung nicht sachgerecht wäre. Der von den Rechtsmittelwerbern unter Hinweis auf die Vorschriften des § 1330 ABGB und § 7 UWG behauptete Wertungswiderspruch, der darin liege, dass der Erstbetreibende bei Handeln zu Zwecken des Wettbewerbs den Schutz eines im Unterlassungstitel liegenden Beseitigungsanspruchs habe, besteht tatsächlich nicht. Dass einem "kleineren Personenkreis", nämlich den zueinander in einem Wettbewerbsverhältnis stehenden Normunterworfenen dieser "weitere Schutz" gewährt wird, hat seine Ursache erkennbar darin, dass die Besonderheiten, unter denen sich im Wettbewerb stehende Personen und Unternehmen bei der Werbung um Kunden zu kreditschädigenden Äußerungen hinreißen lassen, eben mit sonstigen kreditschädigenden Äußerungen nicht ohne weiteres vergleichen lassen. Diese wettbewerbsrechtlichen Kategorien rechtfertigen die unterschiedlichen Rechtsfolgen. Denn die Besonderheiten des Wettbewerbs liegen u.a. in der Eile des geschäftlichen Verkehrs. Ein Verstoß gegen Vorschriften - etwa sklavische Nachahmung, irreführende Angaben über eigene geschäftliche Verhältnisse (§ 2 UWG) etc. - wirkt schnell, die gerichtliche Abhilfe kommt oft zu spät. Wenn in solchen Fällen der Kläger erst mühsam erforschen muss, was er alles an Beseitigungsmaßnahmen fordern kann, vergeht für die Geltendmachung weitere Zeit. Das Gesetz (§ 15 UWG) stattet erkennbar deshalb schon den Unterlassungstitel auch als Beseitigungstitel aus, damit der auch im öffentlichen Interesse stehende lautere Wettbewerb wiederhergestellt ist. Vor allem dieses öffentliche Interesse fehlt bei Ansprüchen nach § 1330 ABGB. Auch dieser Unterschied verbietet die analoge Anwendung des § 15 UWG auf Ansprüche nach § 1330 ABGB.

Die von den Rechtsmittelwerbern angestrebte analoge Anwendung des § 15 UWG auch auf Unterlassungspflichten nach § 1330 ABGB nimmt schließlich auf spezifische exekutionsrechtliche Probleme nicht ausreichend Bedacht: Beachtenswert sind in diesem Zusammenhang vorerst die kritischen Überlegungen Höllwerths (aaO § 355 EO Rz 29) zur Rsp zu § 15 UWG, in praxi sei die Beseitigungspflicht nach § 355 EO, noch dazu ohne dass dem Verpflichteten eine Leistungsfrist bleibe, vielfach weitergehender als sie bei einem titulierten Beseitigungsanspruch für unvertretbare Handlungen nach § 354 EO durchsetzbar wäre. Habe etwa der Verpflichtete vor Titelschaffung wettbewerbswidrige Druckwerke verbreitet, sei aufgrund eines späteren (bloßen) Unterlassungstitels allein aufgrund des Fortbestands dieses Zustands die Exekution nach § 355 EO zu bewilligen, obwohl ein titulierter Anspruch auf Beseitigung (Rückkauf vertriebener Druckwerke) wegen der Abhängigkeit vom Willen Dritter wohl schon an den Voraussetzungen für eine Exekutionsbewilligung scheitern würde. Damit werde im Bereich des § 15 UWG aufgrund teilweise nach § 354 EO vorweg bewilligungsuntauglicher Beseitigungspflichten die Exekution nach § 355 EO bewilligt. Dazu kommt, dass allgemein einen Unterlassungstitel verletzende Handlungen Beseitigungsmaßnahmen unterschiedlichster Art erfordern können. Dies erkennen auch zutreffend die Rechtsmittelwerber, gehen sie doch selbst davon aus, dass sie gewisse Beseitigungsmaßnahmen (Vernichtung der entsprechenden Manuskripte mit den inkriminierten Textstellen oder der noch bei der verpflichteten Partei lagernden Exemplare des Buches) nicht durchsetzen könnten. Es obliegt aber nicht dem Exekutionsgericht, darüber zu rätseln, welche Beseitigungsmaßnahmen ein Unterlassungstitel gerade noch oder welche er gerade nicht mehr deckt. Es genügt daher jedenfalls außerhalb des Anwendungsbereichs des UWG eben nicht ein Unterlassungstitel, um jede denkbare Art von Beseitigungshandlungen zu erzwingen, sondern es bleibt dem durch einen Eingriff in seiner Ehre Verletzten überlassen, neben seinem im Gesetz ausdrücklich genannten Widerrufsanspruch bestimmte - wenngleich weit formulierte - Beseitigungsmaßnahmen bereits im Titelverfahren zu begehren und einen entsprechenden Titel zu erwirken, um nicht die Beurteilung der Reichweite eines Unterlassungstitels (auch) als Beseitigungsgebot zur Gänze in das Exekutionsverfahren zu verlagern. All diese Erwägungen führen zwingend zum Ergebnis, dass bei einer auf § 1330 ABGB gestützten einstweiligen Verfügung mit einem Unterlassungsgebot (auch in Fassung eines Verbots) mangels analoger Anwendbarkeit des § 15 UWG damit nicht auch schon die Verpflichtung zur Vornahme bestimmter Beseitigungshandlungen durch den Verpflichteten tituliert ist.

d) Wird das konkrete Vorbringen der Betreibenden im Exekutionsantrag und in ihren weiteren Strafanträgen im Lichte dieser rechtlichen Erwägungen geprüft, so ergibt sich dazu Folgendes:

d.1.) Soweit in den Vollzugsanträgen vorgebracht wird, die verpflichtete Partei habe nach Auslieferung des Buches keine oder unzureichende (so die Vollzugsanträge ON 65, 67, 68, 70 bis 72 und 77) Maßnahmen gesetzt, um die mit den inkriminierten Textstellen ausgelieferte Erstauflage von den von ihr belieferten Buchhändlern und Versandbuchhändlern vor Verkauf an Letztverbraucher zurückzuholen bzw. zurückholen zu lassen, und diese nicht davon in Kenntnis gesetzt, dass die inkriminierten Textstellen nicht mehr verbreitet werden dürfen, werden - wie die zweite Instanz zutreffend erkannte - in Wahrheit keine Verstöße gegen das titelmäßige Unterlassungsgebot, sondern zwei verschiedene Beseitigungsansprüche geltend gemacht, die aber durch den Exekutionstitel aus den oben zu c) dargestellten Gründen nicht gedeckt sind. Dem Vorwurf in den Rechtsmitteln, gerade weil die verpflichtete Partei technischer Verbreiter sei, stelle die bloße Untätigkeit des Verbreiters eine neuerliche Verbreitungshandlung dar, kann nicht gefolgt werden, hat sich doch die verpflichtete Partei als Verleger und damit technischer Verbreiter zwar die inkriminierten Äußerungen des Autors zurechnen zu lassen, nicht aber die Vertriebstätigkeit eines von ihr unabhängigen Buchhändlers oder Versandbuchhändlers.

Auf das Vorbringen der verpflichteten Partei in ihren Rekursen gegen die erstinstanzlichen Entscheidungen, ihr stünden gegenüber den Buchhändlern und Versandbuchhändlern keine rechtlichen Möglichkeiten zur Erwirkung titelgemäßen Verhaltens zu bzw. sie habe ohnedies auf diese in der Richtung eingewirkt, was nur im Impugnationsverfahren nach § 36 EO geklärt werden könnte, braucht demnach nicht mehr eingegangen zu werden.

d.2) Soweit in den Anträgen der Betreibenden (in Passivform) behauptet wird, das Buch werde in allen Buchhandlungen Österreichs - von denen dann jeweils einige genannt werden - sowie über den A & M Versandhandel vertrieben oder bloß, es sei verkauft worden (so der Exekutionsantrag ON 1) - aber nicht von der verpflichteten Partei - ergibt sich Folgendes: Nach stRsp zu § 1330 ABGB ist zwischen dem intellektuellen Verbreiter, also demjenigen, der zu der Äußerung eine individuelle geistige Beziehung hat, und dem bloß technischen Verbreiter, dem eine solche Beziehung fehlt, zu unterscheiden. Der Medieninhaber eines periodischen Druckwerkes (oder der Verleger eines Buches) wird als intellektueller Verbreiter angesehen (SZ 68/136; 6 Ob 119/99i = SZ 72/144 = ÖBl 2000, 279 = MR 1999, 334 [Neumann] mwN; 6 Ob 45/01p). Damit ist freilich für die Betreibenden nichts gewonnen, wird doch durch die Behauptungen im Exekutionsantrag und in den Strafanträgen schlüssig ein Verstoß durch die verpflichtete Partei gegen das Unterlassungsgebot in der EV nicht dargetan, weil keineswegs zum Ausdruck gebracht wird, die verpflichtete Partei nehme das Anbieten des Buches und damit die Verbreitung der darin enthaltenen inkriminierten Äußerungen selbst vor. Bereits in der Entscheidung 6 Ob 119/99i wurde ausgesprochen, die Öffentlichkeit wisse, dass es dem Buchhändler regelmäßig verwehrt sei, auf den Inhalt eines Buches Einfluss zu nehmen, und dass es ihm auch nicht darauf ankomme, die in einem bestimmten Buch vertretenen Ansichten zu seiner eigenen Sicht der Dinge zu machen; seine Aufgabe sei vielmehr in der Regel nur der Vertrieb der in den Büchern vertretenen Tatsachen und Meinungen Dritter an das interessierte Publikum, somit eine rein technisch-kaufmännische Angelegenheit. Der Buchhändler, der ein Buch mit inkriminiertem Inhalt verkauft, ist angesichts seiner eigenen wirtschaftlichen Interessen selbstständig und beim Verkauf nicht Gehilfe des Verlegers im Rechtssinn. Ein Sachverhalt, aus dem im vorliegenden Fall eine Gehilfenhaftung - § 18 UWG kommt ja hier nicht zur Anwendung - ableitbar wäre, wird im Exekutionsantrag nicht vorgetragen; darauf wird der Anspruch auch im Rechtsmittel nicht gestützt.

Die in Vollzugsanträgen aufgestellte Behauptung, die verpflichtete Partei vertreibe das Buch in allen Buchhandlungen Österreichs, wobei dann jeweils einige Buchhandlungen genannt sind, ist eine reine Rechtsbehauptung und deshalb unschlüssig, weil jede Behauptung fehlt, wie ein Verleger wie die verpflichtete Partei in die eigenständige wirtschaftliche Vertriebstätigkeit eines Buchhändlers eingreifen könnte.

d.3) Soweit in den Anträgen der Betreibenden behauptet wird, die verpflichtete Partei biete das Buch weiterhin, somit auch nach Vollstreckbarkeit der EV auf der eigenen Homepage im Internet (so in den Vollzugsanträgen ON 3, 5, 7, 9 bis 11, 13, 14 und 18 bis 20 - denen die erstinstanzlichen Beschlüsse ON 4, 6, 8, 9 bis 11, 13, 14 und 18 bis 20 folgten) an, liegt zweifellos ein schlüssiges Vorbringen iSd § 355 EO vor, das die Bewilligung der Unterlassungsexekution rechtfertigt. Der Vollzugsantrag ON 17 und alle Vollzugsanträge ab einschließlich ON 21 enthalten dazu kein Vorbringen.

Im Exekutionsantrag ON 1 wird zu diesem Verbreitungsgrund nur vorgebracht, "... darüber hinaus wurde das genannte Buch während des gesamten Zeitraums auch im A & M Versandhandel vertrieben und im Internet angeboten." Dies stellt kein ausreichend konkretes Vorbringen dar, die verpflichtete Partei selbst habe auf ihrer eigenen Homepage das Buch im Internet angeboten und nicht ein Buchhändler, Versandbuchhändler etc. In den Vollzugsanträgen ab ON 24 wird auch vorgetragen, die verpflichtete Partei habe das Buch über den Versandhandel Amazon unter der Internet-Adresse www.amazon.de vertrieben. Ein solcher Vertrieb kann nicht als solcher der verpflichteten Partei gewertet werden, handelt es sich doch dabei um einen Versandbuchhandel mit eigener Homepage, für den die bereits dargelegten Erwägungen gelten.

Diese Erwägungen führen sohin zur teilweisen Wiederherstellung der erstinstanzlichen Beschlüsse, freilich nur in dem Umfang, in dem das Verbreiten des Buches mit den inkriminierten Textstellen durch die verpflichtete Partei (auf der eigenen Homepage im Internet) behauptet wird, das ist in den Strafanträgen ON 3, 5, 7, 9 bis 11, 13, 14 und 18 bis 20. Entsprechend war auch eine Neuformulierung erforderlich.

Auch der Exekutionsantrag (in casu ON 1) ist bereits ein Strafantrag, mit dem eine Vollzugsstufe beginnt, doch enthält er, wie bereits dargestellt, kein Vorbringen einer Verbreitung über eine eigene Homepage der verpflichteten Partei. Zu beachten ist nun, dass der Exekutionsantrag ON 1 abgewiesen bleiben muss. Dies führt sowohl zur Bestätigung des zweitinstanzlichen Beschlusses ON 105 wie zur Frage, ob damit auch die weiteren Strafbeschlüsse ihre rechtliche Wirksamkeit verloren haben. Es entspricht aber der jetzt herrschenden Auffassung (Klicka aaO § 355 EO Rz 14 mwN), dass ein Strafbeschluss die Exekutionsbewilligung ersetzt, wenn ein vorangegangener Exekutionsbewilligungsbeschluss infolge eines Rechtsmittels - wie hier - oder von Einwendungen nach § 36 EO wegfällt. Im vorliegenden Fall ist demnach der Beschluss ON 4 zugleich auch Exekutionsbewilligungsbeschluss. Dass die Erstrichterin auch den Beschluss ON 4 als Exekutionsbewilligungsbeschluss formulierte, obwohl ein solcher Beschluss bereits mit ON 2 vorlag, schadet nicht, weil ja der Beschluss ON 2 iS einer Abweisung des Exekutionsantrags abgeändert wurde. Soweit auch noch in weiteren Strafbeschlüssen weitere gleichlautende Exekutionsbewilligungen enthalten sind, müssen sie als gegenstandslos angesehen werden.

e) Bei dieser Verfahrenslage obliegt es dem Obersten Gerichtshof, die Rekurse der Parteien gegen die (Un-)Angemessenheit der vom Erstgericht verhängten Geldstrafen in Ansehung der Strafanträge ON 3, 5, 7, 9 bis 11, 13, 14 und 18 bis 20 zu erledigen.

Da den Rekursen der verpflichteten Partei in diesem Umfang das Neuerungsverbot nicht entgegensteht (SZ 68/151 = ecolex 1995/907 [zust Graff] u.v.a.), ist zunächst auf das von der verpflichteten Partei in ihren Rekursen über ihre wirtschaftliche Leistungsfähigkeit erstattete Vorbringen einzugehen. Zusammengefasst behauptet die verpflichtete Partei im Wesentlichen, sie sei ein "Kleinstverlag mit bescheidener Kapitaldecke", für sie sei es völlig ausgeschlossen, Hunderttausende (Schilling) "auf die Beine zu stellen", dies wäre ihr Ruin, die vom Erstgericht verhängten Strafen seien krass überhöht. Stereotyp begehrt sie die Herabsetzung der Geldstrafen auf jeweils 150 EUR. Im Übrigen bemängelt sie, dass die erstinstanzlichen Entscheidungen (auch im Punkte der Ausmessung der Geldstrafen) unbegründet seien, was zumindest für jene Beschlüsse, die zu einem Zeitpunkt gefällt wurden, in dem bereits der erste und zweite Rekurs der verpflichteten Partei aktenkundig waren, eine an Nichtigkeit grenzende Mangelhaftigkeit bewirke. Weiters wendet die verpflichtete Partei wiederholt ein, das Erstgericht hätte über am selben Tag bei ihm einlangende Strafanträge der betreibenden Parteien nicht gesonderte Beschlüsse, sondern jeweils nur einen einzigen Beschluss fassen dürfen.

Die Betreibenden beantragten in ihren Rekursen gegen einzelne Strafbeschlüsse des Erstgerichts die Erhöhung der verhängten Geldstrafen. Zur Strafhöhe ist - in Erledigung aller Rechtsmittel - zu erwägen:

Vorauszuschicken ist, dass auf Grund jedes Strafantrags eine gesonderte Strafe zu verhängen ist (3 Ob 168/99y = SZ 72/194). Somit rügt die verpflichtete Partei unzutreffend, die Strafbeschlüsse des Erstgerichts verletzten das "Absorptionsprinzip" nach § 359 Abs 1 EO, ist doch wegen jedes, in den Strafanträgen behaupteten Zuwiderhandelns, das nach dem Vorbringen der Betreibenden jeweils unterschiedliche "Titelverstoßtage" betrifft, eine gesonderte Strafe zu verhängen (siehe auch Klicka aaO § 355 Rz 20 mwN). Der erkennende Senat stellte ferner schon wiederholt klar, die verpflichtete Partei, müsse, wenn sie im Rekurs gegen die Strafhöhe vorbringe, die verhängten Geldstrafen nicht ohne Gefährdung ihrer wirtschaftlichen Existenz zahlen zu können, die für eine allfällige Strafherabsetzung wesentlichen Tatsachen im Rechtsmittel behaupten und dafür Bescheinigungsmittel anbieten. Als Voraussetzung des Bescheinigungsverfahrens sei die Angabe konkreter Wirtschaftsdaten (Vermögen, Umsatz und Gewinn) erforderlich (3 Ob 153/98s, 3 Ob 319/98b). Diesen Anforderungen genügen die Behauptungen der verpflichteten Partei nicht, erschöpft sich doch deren Vorbringen in allgemeinen Floskeln über eine geringe wirtschaftliche Potenz. Behauptungen zu den erwähnten konkreten Wirtschaftsdaten fehlen indes zur Gänze. Demnach ist das Strafherabsetzungsbegehren der verpflichteten Partei soweit gar nicht schlüssig.

Die verhängten Strafen sind jedoch - aufgrund der wegen der Rechtsrüge der verpflichteten Partei gebotenen allseitigen Beurteilung der Rechtslage - aus anderen Erwägungen herabzusetzen. Das Erstgericht verhängte an sich viel zu hohe Strafen. Diese wurden - innerhalb des gesamten Vollzugszeitraums - überdies einer viel zu scharfen Progression unterworfen. Daraus folgte als Summe der verhängten Einzelstrafen eine exorbitant hohe Gesamtstrafe, die - gemessen am Unrechtsgehalt des in den Strafanträgen behaupteten Zuwiderhandelns gegen den Exekutionstitel - als Überreaktion anzusehen ist. Nach dem bereits zuvor begründeten Ergebnis wurden zahlreiche Strafanträge überdies zu Unrecht gestellt, weil dem dort jeweils behaupteten Zuwiderhandeln eine titulierte Beseitigungspflicht nicht zugrunde lag. Die Betreibenden drangen daher letztlich nur in elf Fällen und überdies nur mit einem Teil ihres Begehrens durch, während Strafanträge in 26 Fällen scheiterten. Auch das muss Auswirkungen auf die Strafhöhe für jedes zu ahndende Zuwiderhandeln, aber auch auf die Progression der Strafen haben (vgl. dazu 3 Ob 317/01s = RdW 2002/661). Es ist ferner eine bei Gericht offenkundige Tatsache, dass die verpflichtete Partei jedenfalls nicht zu den wenigen Großverlagen in Österreich mit großer wirtschaftlicher Potenz gehört. Somit ist aber die Verhängung hoher Strafen zur Umsetzung deren Pönal- und Beugecharakters am Beginn des gesamten Vollzugszeitraums nicht erforderlich, um die Strafen andernfalls nicht bloß als "Mückenstiche" wirken zu lassen. Der wirtschaftliche Nutzen der verpflichteten Partei als Verlegerin des maßgebenden Buchs ist auch als eher gering zu veranschlagen, ist doch dieses Buch in der Öffentlichkeit nicht als Longseller bekannt geworden. Zu beachten ist weiters, dass die verpflichtete Partei den Buchvertrieb zunächst offenbar auf "Anraten" ihres Rechtsvertreters nicht sofort einstellte. Das Verschulden einer unrichtigen Beurteilung der Rechtslage durch einen Bevollmächtigten ist zwar an sich der verpflichteten Partei zuzurechnen, doch lässt deren so motiviertes Verhalten erkennen, dass sie dem Unterlassungstitel nicht aus purer und sturer Hartnäckigkeit wider besseres Wissen fortgesetzt zuwiderhandeln wollte, sondern offenkundig nur einem unzutreffenden Rat ihres rechtskundigen Bevollmächtigten folgte. Das indiziert ein geringeres Verschulden, als es im ersteren Fall vorläge. Schließlich darf auch die Werbewirksamkeit der nicht sehr langen Aufrechterhaltung des Buchverkaufsanbots auf der eigenen Homepage der verpflichteten Partei nicht überschätzt werden. Aus allen diesen Erwägungen hält der erkennende Senat daher eine erhebliche Herabsetzung der vom Erstgericht verhängten Geldstrafen für geboten. Im Interesse einer Verwirklichung der bereits erwähnten Strafzwecke erscheint es daher angemessen, Strafen von je 1.000 EUR für die ersten acht, den Strafanträgen ON 3, 5, 7, 9 bis 11, 13 und 14 zugrunde liegenden Titelverstöße, insofern also eine Gesamtstrafe von 8.000 EUR, sowie weitere Strafen von je 2.000 EUR für das in den Strafanträgen ON 18 bis 20 behauptete Zuwiderhandeln, insofern also eine Gesamtstrafe von 6.000 EUR, zu verhängen.

Dies wird als dem Zweck der Geldstrafenverhängung entsprechend erachtet (vgl dazu Klicka aaO § 355 Rz 16 bis 18 je mwN), zumal sich Art und Ausmaß der Titelverstöße der verpflichteten Partei (unverändertes Belassen der eigenen Homepage) nicht verändert haben. Die zeitliche Reihenfolge von Vollzugsantrag, erstinstanzlichem Beschluss und dessen Zustellung ist unten bei der Kostenentscheidung dargestellt.

Aus diesen Erwägungen ist der Exekutionsantrag ON 1 und sind die Strafanträge, soweit nicht ein eigener Vertrieb des Buches mit den durch die EV verbotenen Äußerungen durch die verpflichtete Partei via ihre eigene Homepage im Internet behauptet wird, nicht berechtigt und insoweit der zweitinstanzliche Beschluss zu bestätigen. Soweit dagegen ein Titelverstoß schlüssig (in ON 3, 5, 7, 9 bis 11, 13, 14 und 18 bis 20) behauptet wurde, ist die Entscheidung der zweiten Instanz ON 120 dahin abzuändern, dass die vom Erstgericht verhängten Geldstrafen wie im Spruch der Entscheidung in teilweiser Stattgebung der Rekurse der verpflichteten Partei an die zweite Instanz entsprechend herabzusetzen sind. Die Rekurse der betreibenden Parteien gegen das Ausmaß der Geldstrafen erweisen sich dagegen als unberechtigt.

f) Zu den Kostenentscheidungen:

f.1) Die betreibenden Parteien haben gemäß §§ 40, 50 Abs 1 ZPO iVm § 78 EO die Kosten ihres erfolglosen Rechtsmittels ON 113 selbst zu tragen.

f.2) Zum außerordentlichen Revisionsrekurs ON 121 fußt die Kostenentscheidung auf § 78 EO iVm §§ 40, 41, 46 Abs 1 und 50 ZPO. Einerseits sind die Betreibenden mit ihrem Rechtsmittel teilweise durchgedrungen, wurden doch die erstinstanzlichen Strafbeschlüsse "dem Grunde nach" zum Teil (Verbreitung via eigene Homepage im Internet) wiederherstellt, andererseits ist auch die verpflichtete Partei durchgedrungen, weil in Stattgebung ihrer - jetzt mitzubehandelnden - Rekurse an die zweite Instanz die verhängten Strafen herabgesetzt wurden.

Zum Kostenanspruch der Betreibenden: Die Werte der Streitgegenstände der beiden Betreibenden sind gemäß § 12 Abs 1 zweiter Satz RATG zusammenzurechnen, Kostenbemessungsgrundlage ist jeweils der Wert des betriebenen Unterlassungsanspruchs (in casu: je 50.000 EUR), daher für den außerordentlichen Revisionsrekurs ON 121, bei dem sie in Ansehung der wiederhergestellten erstinstanzlichen Strafbeschlüsse (mit jeweils gleichem Streitwert von 100.000 EUR) ON 4, 6, 8, 9 bis 11, 13, 14, 18 bis 20, somit in elf Fällen durchdrangen, 11 x 100.000 EUR oder insgesamt 1,1 Mio EUR, wobei nach § 15 lit a RATG auch ein Streitgenossenzuschlag von 10 % zu berücksichtigen ist. Dies ergibt einen Betrag von 3.995,44 EUR (incl. 20 % USt von 665,91 EUR).

Die Kosten ihrer erfolglosen Rekurse an die zweite Instanz haben die Betreibenden selbst zu tragen.

Zum Kostenanspruch der verpflichteten Partei für ihre Rekurse an die zweite Instanz: Soweit mit einem Rekurs oder Revisionsrekurs eine Änderung der verhängten Geldstrafe erwirkt wird, ist Kostenbemessungsgrundlage nicht der Wert des betriebenen Unterlassungsanspruchs, sondern für einen erfolgreichen Rekurs oder Revisionsrekurs der verpflichteten Partei der Betrag, um den die Geldstrafe reduziert wird (SZ 72/194; 3 Ob 21/00k; RIS-Justiz RS0113233). Der verpflichteten Partei gebühren für ihre elf erfolgreichen Rekurse ON 16, 31 bis 37 und 39 bis 41 gegen die erstinstanzlichen Strafbeschlüsse ON 4, 6, 8, 9 bis 11, 13, 14, 18 bis 20 folgende Rekurskosten, ausgehend von folgendem Bild:

1.) Vollzugsantrag vom 2. Mai 2002 ON 3, Strafbeschluss vom 3. Mai 2002 ON 4, zugestellt am 8. Mai 2002, Rekurs vom 10. Mai 2002 ON 16;

2.) Vollzugsantrag vom 3. Mai 2002 ON 5, Strafbeschluss vom 6. Mai 2002 ON 6, zugestellt am 10. Mai 2002, Rekurs vom 23. Mai 2002 ON 31;

3.) Vollzugsantrag vom 6. Mai 2002 ON 7, Strafbeschluss vom 6. Mai 2002 ON 8, zugestellt am 21. Mai 2002, Rekurs vom 23. Mai 2002 ON 32;

4.) Vollzugsantrag vom 7. Mai 2002 ON 9, Strafbeschluss vom 10. Mai 2002 ON 9, zugestellt am 21. Mai 2002, Rekurs vom 23. Mai 2002 ON 33;

5.) Vollzugsantrag vom 7. Mai 2002 ON 10, Strafbeschluss vom 7. Mai 2002 ON 10, zugestellt am 21. Mai 2002, Rekurs vom 23. Mai 2002 ON 34;

6.) Vollzugsantrag vom 8. Mai 2002 ON 11, Strafbeschluss vom 10. Mai 2002 ON 11, zugestellt am 21. Mai 2002, Rekurs vom 23. Mai 2002 ON 35;

7.) Vollzugsantrag vom 10. Mai 2002 ON 13, Strafbeschluss vom 10. Mai 2002 ON 13, zugestellt am 21. Mai 2002, Rekurs vom 23. Mai 2002 ON 36;

8.) Vollzugsantrag vom 10. Mai 2002 ON 14, Strafbeschluss vom 10. Mai 2002 ON 14, zugestellt am 21. Mai 2002, Rekurs vom 23. Mai 2002 ON 37;

9.) Vollzugsantrag vom 13. Mai 2002 ON 18, Strafbeschluss vom 14. Mai 2002 ON 18, zugestellt am 21. Mai 2002, Rekurs vom 23. Mai 2002 ON 39;

10.) Vollzugsantrag vom 13. Mai 2002 ON 19, Strafbeschluss vom 14. Mai 2002 ON 19, zugestellt am 21. Mai 2002, Rekurs vom 23. Mai 2002 ON 40 und

11.) Vollzugsantrag vom 14. Mai 2002 ON 20, Strafbeschluss vom 15. Mai 2002 ON 20, zugestellt am 23. Mai 2002, Rekurs vom 23. Mai 2002 ON 41.

Die neu zu berechnenden Rekurskosten der verpflichteten Partei werden nun so ermittelt, dass von den von ihr in zweiter Instanz obsiegten Gesamtkosten von 19.353,93 EUR (incl. 20 % USt von 3.225,66 EUR) Abzüge deshalb vorzunehmen sind, weil die verpflichtete Partei in elf Fällen nur mit ihrem Antrag auf Strafherabsetzung durchdrang und sich somit in diesen Fällen die Bemessungsgrundlage reduziert.

Zunächst wird als Kostenbemessungsgrundlage für die nach TP 3B vorzunehmende Kostenberechnung die jeweils ersiegte Herabsetzung der Geldstrafe gewählt, wobei ausgehend von obigem Bild von den Rekursen der verpflichteten Partei nur der Rekurs ON 16 gegen den Strafbeschluss ON 4 mit einer Bemessungsgrundlage von 9.000 EUR (10.000 EUR minus 1.000 EUR) gesondert zu honorieren ist. Dies ergibt bei einem Tarifansatz nach TP 3B von 289 EUR, 60 % Einheitssatz von 173,40 EUR und Streitgenossenzuschlag von 10 % oder 46,24 EUR einen Kostenanspruch der verpflichteten Partei von insgesamt vorerst 610,37 EUR incl. 20 % USt von 101,73 EUR. Die zweite Instanz kam in Ansehung des Strafbeschlusses ON 4 - ausgehend von einer anderen Bemessungsgrundlage - zu einem Kostenzuspruch von 1.766,95 EUR (incl. 20 % USt von 294,49 EUR); tatsächlich stehen der verpflichteten Partei aber nur 610,37 EUR (incl. 20 % USt von 101,73 EUR) zu. Demnach reduziert sich der Kostenzuspruch insoweit um 1.156,58 EUR (1.766,95 EUR minus 610,37 EUR) incl. 20 % USt von 192,76 EUR (294,49 EUR minus 101,73 EUR).

Soweit der verpflichteten Partei mehrere erstinstanzliche Beschlüsse am selben Tag oder doch so knapp nacheinander zugestellt wurden, dass sie noch genügend Zeit zur Vorbereitung und Abfassung der dagegen erhobenen (weitgehend inhaltsgleichen) Rekurse hatte, sind die Rekurse nach folgenden Gesichtspunkten in Gruppen mit jeweils zusammengerechneten "Bemessungsgrundlagen (Erfolgsbeträgen)", somit durch Multiplikation der Zahl der bekämpften Strafbeschlüsse zu honorieren: Die Rekurse gegen die erstgerichtlichen Beschlüsse ON 6, 8 bis 11, 13, 14, 18 bis 20 mit einer Bemessungsgrundlage von zusammen 117.000 EUR (7 x 10.000 EUR = 70.000 EUR minus 7.000 EUR = 63.000 EUR für die Rekurse ON 31 bis 37 und 3 x 20.000 EUR = 60.000 EUR minus 6.000 EUR = 54.000 EUR für die Rekurse ON 39 bis 41). Dies ergibt bei einem Tarifansatz nach TP 3B von 913,62 EUR, 50 % Einheitssatz von 456,81 EUR und Streitgenossenzuschlag von 10 % oder 137,04 EUR einen Kostenanspruch der verpflichteten Partei von 1.808,96 EUR incl. 20 % USt von 301,49 EUR. Die zweite Instanz kam in Ansehung der Beschlüsse ON 6, 8 bis 11, ON 14 und ON 17 bis 21 zu Gesamtkosten von 3,454,12 EUR (incl. 20 % USt von 575,69 EUR), wobei insoweit eine Reduktion um 1.808,96 EUR erforderlich ist. Demnach reduziert sich der Kostenzuspruch insoweit um 1.645,16 EUR (3.454,12 EUR minus 1.808,96 EUR) incl. 20 % USt von 274,20 EUR (575,69 EUR minus 301,49 EUR).

Eine Addition der beiden Kürzungsbeträge für den Rekurs der verpflichteten Partei an die zweite Instanz von 1.156,58 EUR (incl. 20 % USt von 192,76 EUR) und 1.615,16 EUR (incl. 20 % USt von 274,20 EUR) ergibt einen Gesamtkürzungsbetrag von 2.771,74 EUR (incl. 20 % USt von 466,96 EUR). Bei Kürzung der von der zweiten Instanz zugesprochenen Rekurskosten von 19.353,93 (incl. 20 % USt von 3.225,66 EUR) um diesen Gesamtkürzungsbetrag verbleiben somit an die verpflichtete Partei zuzusprechende Rekurskosten von 16.582,19 EUR (incl. 20 % USt von 2.758,70 EUR), die beiden Betreibenden gemäß § 46 Abs 1 ZPO iVm § 78 EO zu gleichen Teilen aufzuerlegen sind.

Textnummer

E67981

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2002:0030OB00215.02T.1218.000

Im RIS seit

17.01.2003

Zuletzt aktualisiert am

08.11.2013

Dokumentnummer

JJT_20021218_OGH0002_0030OB00215_02T0000_000