Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 5Ob574/90 8Ob503/93 6Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0048979

Geschäftszahl

5Ob574/90; 8Ob503/93; 6Ob660/94; 5Ob559/94; 3Ob2126/96k; 6Ob282/02t

Entscheidungsdatum

29.05.1990

Norm

ABGB §273

Rechtssatz

Die Möglichkeit der Bevollmächtigung eines Anwaltes durch die Betroffene schließt die Sachwalterbestellung nicht aus, weil durch die Sachwalterbestellung nicht nur Vorsorge für die mangelnden Rechtskenntnisse der Betroffenen getroffen, sondern weil die Betroffene vor Rechtsnachteilen durch die Auftragserteilung an einen zur juristischen Vertretung berufenen Anwalt infolge unrichtiger vorausgehender wirtschaftlicher Dispositionen (wegen der Beeinträchtigung durch die festgestellte Krankheit) bewahrt werden soll.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 574/90
    Entscheidungstext OGH 29.05.1990 5 Ob 574/90
  • 8 Ob 503/93
    Entscheidungstext OGH 04.02.1993 8 Ob 503/93
  • 6 Ob 660/94
    Entscheidungstext OGH 09.03.1995 6 Ob 660/94
  • 5 Ob 559/94
    Entscheidungstext OGH 04.07.1995 5 Ob 559/94
    Vgl auch
  • 3 Ob 2126/96k
    Entscheidungstext OGH 29.05.1996 3 Ob 2126/96k
  • 6 Ob 282/02t
    Entscheidungstext OGH 12.12.2002 6 Ob 282/02t
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1990:RS0048979

Dokumentnummer

JJR_19900529_OGH0002_0050OB00574_9000000_001

Entscheidungstext 6Ob282/02t

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Geschäftszahl

6Ob282/02t

Entscheidungsdatum

12.12.2002

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofes Dr. Ehmayr als Vorsitzenden und die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr. Huber, Dr. Prückner, Dr. Schenk und Dr. Schramm als weitere Richter in der Sachwalterschaftssache des Betroffenen Josef L*****, vertreten durch Mag. László Szabó, Rechtsanwalt in Innsbruck, wegen Enthebung des Sachwalters, über den Rekurs des Betroffenen gegen den Beschluss des Landesgerichtes Innsbruck als Rekursgericht vom 13. September 2002, GZ 53 R 46/02g-76, womit der Beschluss des Bezirksgerichtes Telfs vom 3. Juli 2002, GZ 8 P 1115/95h-69, bestätigt wurde, den Beschluss

gefasst:

Spruch

Der außerordentliche Revisionsrekurs wird mangels der Voraussetzungen des § 14 Abs 1 AußStrG zurückgewiesen.

Text

Begründung:

Rechtliche Beurteilung

Der Beantwortung der Frage, ob die beim Betroffenen eingetretene Besserung seines Gesundheitszustands die Enthebung seines Sachwalters rechtfertigt oder ob nach wie vor genügend Anhaltspunkte für die Notwendigkeit der Beibehaltung der Sachwalterschaft vorliegen, kommt keine über den Anlassfall hinausgehende und damit keine erhebliche Bedeutung im Sinn des § 14 Abs 1 AußStrG zu. Dass die Möglichkeit der Bevollmächtigung eines Anwalts durch den Betroffenen die Sachwalterbestellung nicht ausschließt, hat der Oberste Gerichtshof bereits wiederholt ausgesprochen (RIS-Justiz RS0048979).

Anmerkung

E68501 6Ob282.02t

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2002:0060OB00282.02T.1212.000

Dokumentnummer

JJT_20021212_OGH0002_0060OB00282_02T0000_000