Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 3Ob25/51 1Ob938/52 3Ob4...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0019322

Geschäftszahl

3Ob25/51; 1Ob938/52; 3Ob414/53; 3Ob638/53; 2Ob762/53; 3Ob850/54; 1Ob97/56; 3Ob265/55; 3Ob507/56; 3Ob339/58; 3Ob444/50; 7Ob425/57; 1Ob253/59; 3Ob357/61; 6Ob38/65; 5Ob132/66; 8Ob51/70; 1Ob11/71; 6Ob126/72; 5Ob255/75; 5Ob667/76; 5Ob524/77; 6Ob786/77; 1Ob505/79 (1Ob506/79); 5Ob590/80; 7Ob529/80; 6Ob3/83; 6Ob13/84; 6Ob518/88; 6Ob5/90; 1Ob527/91; 2Ob113/02k; 5Ob67/02t; 3Ob83/01d; 6Ob128/05z; 6Ob154/06z; 6Ob153/07d; 6Ob232/09z; 2Ob10/11a

Entscheidungsdatum

24.01.1951

Norm

ABGB §938 B
ABGB §948
ABGB §1284 Aa

Rechtssatz

Über die Voraussetzungen, unter denen ein Übergabsvertrag eine gemischte Schenkung darstellt. Eine gemischte Schenkung kann wegen groben Undankes nur hinsichtlich jenes ideellen Anteils widerrufen werden, der als geschenkt anzusehen ist.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 25/51
    Entscheidungstext OGH 24.01.1951 3 Ob 25/51
    Veröff: SZ 24/26
  • 1 Ob 938/52
    Entscheidungstext OGH 03.12.1952 1 Ob 938/52
    Ähnlich; nur: Über die Voraussetzungen, unter denen ein Übergabsvertrag eine gemischte Schenkung darstellt. (T1)
  • 3 Ob 414/53
    Entscheidungstext OGH 01.07.1953 3 Ob 414/53
    Ähnlich; nur T1; Veröff: EvBl 1953/370
  • 3 Ob 638/53
    Entscheidungstext OGH 17.02.1954 3 Ob 638/53
    Ähnlich
  • 2 Ob 762/53
    Entscheidungstext OGH 10.03.1954 2 Ob 762/53
  • 3 Ob 850/54
    Entscheidungstext OGH 12.01.1955 3 Ob 850/54
    nur T1
  • 1 Ob 97/56
    Entscheidungstext OGH 28.03.1956 1 Ob 97/56
  • 3 Ob 265/55
    Entscheidungstext OGH 13.07.1955 3 Ob 265/55
    Ähnlich
  • 3 Ob 507/56
    Entscheidungstext OGH 31.10.1956 3 Ob 507/56
    nur T1
  • 3 Ob 339/58
    Entscheidungstext OGH 04.09.1958 3 Ob 339/58
    nur: Eine gemischte Schenkung kann wegen groben Undankes nur hinsichtlich jenes ideellen Anteils widerrufen werden, der als geschenkt anzusehen ist. (T2) Reichsgericht vom 22.02.1940, DREvBl 1940/166
  • 3 Ob 444/50
    Entscheidungstext OGH 09.08.1950 3 Ob 444/50
    Beisatz: Bei der Beurteilung, ob ein Übergabsvertrag eine gemischte Schenkung bildet, sind die vom Übernehmer an den Erblasser zu erbringenden Gegenleistungen nicht streng nach versicherungstechnischen Grundsätzen zu bewerten, weil der Übernehmer wirtschaftlich bestehen können muss. Ob eine gemischte Schenkung vorliegt, kann nur nach der am Orte der Liegenschaft bestehenden bäuerlichen Lebensordnung beurteilt werden, wobei auf die Umstände des einzelnen Falles Rücksicht zu nehmen ist. (T3) Veröff: SZ 23/232
  • 7 Ob 425/57
    Entscheidungstext OGH 02.10.1957 7 Ob 425/57
    Veröff: JBl 1958,206
  • 1 Ob 253/59
    Entscheidungstext OGH 30.09.1959 1 Ob 253/59
  • 3 Ob 357/61
    Entscheidungstext OGH 04.10.1961 3 Ob 357/61
    nur T1; Beisatz: Abänderungsvertrag. (T4)
  • 6 Ob 38/65
    Entscheidungstext OGH 10.02.1965 6 Ob 38/65
    nur T1; Beisatz: Insoweit er eine Schenkung enthält, bei der Bemessung des Pflichtteiles in Anschlag zu bringen. (T5)
  • 5 Ob 132/66
    Entscheidungstext OGH 12.05.1966 5 Ob 132/66
    nur T1
  • 8 Ob 51/70
    Entscheidungstext OGH 10.03.1970 8 Ob 51/70
    nur T1; Veröff: NZ 1971,45
  • 1 Ob 11/71
    Entscheidungstext OGH 11.03.1971 1 Ob 11/71
  • 6 Ob 126/72
    Entscheidungstext OGH 06.07.1972 6 Ob 126/72
    nur T1; Veröff: NZ 1973,189
  • 5 Ob 255/75
    Entscheidungstext OGH 23.03.1976 5 Ob 255/75
    nur T1; Beisatz: Inwieweit eine Schenkung vorliegt, kann nicht allein danach beurteilt werden, dass der Empfänger des Vermögenswertes mangels Erbringung einer Gegenleistung objektiv in seinen Vermögen bereichert ist, vielmehr musste auch das Einverständnis der Vertragspartner über die Unentgeltlichkeit der Vermögensverschiebung vorhanden sein, welches ausdrücklich oder schlüssig erklärt worden sein muss. (T6) Veröff: SZ 49/43 = JBl 1976,425 = NZ 1978,140
  • 5 Ob 667/76
    Entscheidungstext OGH 02.11.1976 5 Ob 667/76
    Vgl; nur T1
  • 5 Ob 524/77
    Entscheidungstext OGH 15.03.1977 5 Ob 524/77
    Zweiter Rechtsgang zu 5 Ob 255/75
  • 6 Ob 786/77
    Entscheidungstext OGH 19.01.1978 6 Ob 786/77
    nur T1; Beisatz: Gemischte Schenkung, wenn der Wert der dem Übernehmer obliegenden Gegenleistung wesentlich geringer ist als der Sachwert der überlassenen Liegenschaft und die Vertragschließenden in diesem Umfang eine Schenkung beabsichtigen; bezüglich des Wertes der übernommenen Gegenleistung ist vom kapitalisierten Wert der zu erbringenden Ausgedingsleistung unter Berücksichtigung ihrer vermutlichen Dauer nach versicherungstechnischen Grundsätzen auszugehen. (T7) Veröff: JBl 1978,645
  • 1 Ob 505/79
    Entscheidungstext OGH 14.03.1979 1 Ob 505/79
    nur T2; Veröff: SZ 52/36 = EvBl 1979/218 S 577 = JBl 1980,368
  • 5 Ob 590/80
    Entscheidungstext OGH 09.09.1980 5 Ob 590/80
    nur T1; Beis wie T6 nur: Einverständnis der Vertragspartner über die Unentgeltlichkeit der Vermögensverschiebung vorhanden sein, welches ausdrücklich oder schlüssig erklärt worden sein muss. (T8); Beis wie T7; Beisatz: Bei einem Übergabsvertrag ist entscheidend, ob der Übernehmer um die Krankheiten des Übergebers wusste. (T9)
  • 7 Ob 529/80
    Entscheidungstext OGH 11.12.1980 7 Ob 529/80
    nur T1; Veröff: SZ 53/167
  • 6 Ob 3/83
    Entscheidungstext OGH 29.03.1984 6 Ob 3/83
    Vgl auch; Beis wie T3; Beisatz: Die Bewertung des Hofes ist bei bäuerlichen Übergabsverträgen grundsätzlich so vorzunehmen, dass der Übernehmer am Hof wohl bestehen kann. (T10)
  • 6 Ob 13/84
    Entscheidungstext OGH 12.07.1984 6 Ob 13/84
    Vgl auch; nur T1; Beis wie T10
  • 6 Ob 518/88
    Entscheidungstext OGH 14.04.1988 6 Ob 518/88
    Vgl auch; nur T1; Beis wie T7 nur: Gemischte Schenkung, wenn der Wert der dem Übernehmer obliegenden Gegenleistung wesentlich geringer ist als der Sachwert der überlassenen Liegenschaft und die Vertragschließenden in diesem Umfang eine Schenkung beabsichtigen. (T11)
  • 6 Ob 5/90
    Entscheidungstext OGH 31.05.1990 6 Ob 5/90
    nur T1; Beis wie T6
  • 1 Ob 527/91
    Entscheidungstext OGH 14.11.1990 1 Ob 527/91
    nur T1; nur T11
  • 2 Ob 113/02k
    Entscheidungstext OGH 23.05.2002 2 Ob 113/02k
    Gegenteilig; nur T2
  • 5 Ob 67/02t
    Entscheidungstext OGH 14.05.2002 5 Ob 67/02t
    nur T1; Beisatz: Parteien sind bei der Bewertung ihrer Leistungen grundsätzlich frei, sodass selbst ein "vielleicht sogar krasses objektives Missverhältnis" noch nicht zwingend die subjektiven Voraussetzungen für eine gemischte Schenkung nachweist. Das Missverhältnis, das ein Indiz für die Schenkungsabsicht ist, muss aber jedenfalls dem Übergeber bewusst sein, sodass über den Wertvergleich hinausgehend konkrete Feststellungen zum Schenkungsbewusstsein und zum Schenkungswillen der Parteien des Übergabsvertrags erforderlich sind. (T12)
  • 3 Ob 83/01d
    Entscheidungstext OGH 19.09.2002 3 Ob 83/01d
    nur T1; Beisatz: Keine gesetzliche Vermutung der (teilweisen beziehungsweise überwiegenden) Schenkungsabsicht im Falle eines bäuerlichen Übergabsvertrags an Fremde. (T13)
  • 6 Ob 128/05z
    Entscheidungstext OGH 14.07.2005 6 Ob 128/05z
    Auch; Beisatz: Ganz allgemein gilt für die gemischte Schenkung, dass es auf den Parteiwillen ankommt, ob ein Teil der Leistung als geschenkt angesehen werden kann. Eine gemischte Schenkung kann keinesfalls schon deshalb angenommen werden, weil die Leistung der einen Seite objektiv wertvoller ist als die der anderen, wenn das Entgelt für eine Leistung bewusst niedrig, unter ihrem objektiven Wert angesetzt wurde und sich ein Vertragspartner mit einer unter dem Wert seiner Leistung liegenden Gegenleistung begnügte oder sich die Partner des objektiven Missverhältnisses der ausgetauschten Werte bewusst waren. (T14); Beisatz: Nach dem Grundsatz des Wohlbestehens kann sich der Übernehmer für die Pflichtteilsberechnung, die Schenkungsanrechnung und die Herausgabepflicht des Beschenkten (§§ 785, 786, 794 ABGB) bei der Schätzung des Hofes auf den für ihn nach höferechtlichen Grundsätzen günstigen (niedrigeren) Übernahmswert berufen. (T15); Veröff: SZ 2005/103
  • 6 Ob 154/06z
    Entscheidungstext OGH 14.09.2006 6 Ob 154/06z
    Vgl auch; nur T1; Beis wie T14 nur: Ganz allgemein gilt für die gemischte Schenkung, dass es auf den Parteiwillen ankommt, ob ein Teil der Leistung als geschenkt angesehen werden kann. (T16); Beisatz: Die Schenkungsabsicht kann aus einem krassen Missverhältnis der beiderseitigen Leistungen erschlossen werden, und zwar vor allem dann, wenn der Übergabsvertrag schutzwürdige Interessen anderer Pflichtteilsberechtigter berührt. (T17) = Veröff: SZ 2006/134
  • 6 Ob 153/07d
    Entscheidungstext OGH 13.07.2007 6 Ob 153/07d
    Auch; Beis wie T14 nur: Ganz allgemein gilt für die gemischte Schenkung, dass es auf den Parteiwillen ankommt, ob ein Teil der Leistung als geschenkt angesehen werden kann. Eine gemischte Schenkung kann keinesfalls schon deshalb angenommen werden, weil die Leistung der einen Seite objektiv wertvoller ist als die der anderen und sich die Partner des objektiven Missverhältnisses der ausgetauschten Werte bewusst waren. (T18)
  • 6 Ob 232/09z
    Entscheidungstext OGH 14.01.2010 6 Ob 232/09z
    Auch; Beis wie T10; Beis wie T15; Beisatz: Hiebei ist stets auf die Umstände des Einzelfalls Bedacht zu nehmen (T19)
  • 2 Ob 10/11a
    Entscheidungstext OGH 17.02.2011 2 Ob 10/11a
    Vgl; nur T2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1951:RS0019322

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

06.05.2011

Dokumentnummer

JJR_19510124_OGH0002_0030OB00025_5100000_001

Rechtssatz für 8Ob51/70 6Ob126/72 5Ob1...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0012971

Geschäftszahl

8Ob51/70; 6Ob126/72; 5Ob123/74; 5Ob255/75; 5Ob31/76; 1Ob768/76; 5Ob524/77; 1Ob665/78; 4Ob583/78; 7Ob529/80; 6Ob3/83; 8Ob608/88; 7Ob547/90; 3Ob527/91 (3Ob528/91); 8Ob2311/96b; 8Ob184/97k; 6Ob24/01z; 6Ob92/01z; 5Ob67/02t; 3Ob83/01d; 5Ob247/02p; 6Ob311/04k; 6Ob128/05z; 7Ob162/05g; 6Ob154/06z; 7Ob23/09x; 9Ob36/09y; 6Ob140/11y; 1Ob29/12i; 5Ob235/13i; 5Ob227/14i; 2Ob96/16f

Entscheidungsdatum

10.03.1970

Norm

ABGB §785
ABGB §938 B
ABGB §951
ABGB §1284 Aa
ABGB §1284 Ab

Rechtssatz

Der bäuerliche Übergabsvertrag kann entgeltliche und auch unentgeltliche Elemente enthalten. Als Entgelt kommt auch ein Ausgedinge in Betracht; bis zur Höhe des Entgelts ist der Übergabsvertrag dann als entgeltlich anzusehen. Bei Beurteilung der Frage, ob eine teilweise Schenkung vorliegt, kommt es vor allem auch darauf an, ob der Wert der versprochenen Leistungen in einem krassen Missverhältnis zum Übergabswert steht, das zwar nicht ein Entgelt von weniger als der Hälfte des Wertes voraussetzt, aber dem Erblasser bewusst gewesen sein muss. Bei der Beurteilung wie weit der Übergabsvertrag ein entgeltlicher Vertrag war, kann nur der Wert der beiderseits erbrachten Leistungen im Zeitpunkt des Übergabsvertrages berücksichtigt werden; nachfolgende Ereignisse - insbesondere im Zeitpunkt des Abschlusses des Vertrages tatsächlich nicht gegebene Verwertungschancen (vorhersehbare Verwertungsmöglichkeiten) - können nicht berücksichtigt werden. Sind bei dem Vergleich des Wertes von Gegenleistungen die Erträgnisse aus der Bewirtschaftung fremder Liegenschaften zu veranschlagen, ist die Arbeitsleistung zu berücksichtigen und nur der Pachtwert (Pachtzins) einzusetzen. Wirksamkeit einer Vereinbarung, wonach die Vorleistungen des Übernehmers zu valorisieren sind.

Entscheidungstexte

  • 8 Ob 51/70
    Entscheidungstext OGH 10.03.1970 8 Ob 51/70
    Veröff: NZ 1971,45
  • 6 Ob 126/72
    Entscheidungstext OGH 06.07.1972 6 Ob 126/72
    nur: Der bäuerliche Übergabsvertrag kann entgeltliche und auch unentgeltliche Elemente enthalten. Als Entgelt kommt auch ein Ausgedinge in Betracht; bis zur Höhe des Entgelts ist der Übergabsvertrag dann als entgeltlich anzusehen. Bei Beurteilung der Frage, ob eine teilweise Schenkung vorliegt, kommt es vor allem auch darauf an, ob der Wert der versprochenen Leistungen in einem krassen Missverhältnis zum Übergabswert steht, das zwar nicht ein Entgelt von weniger als der Hälfte des Wertes voraussetzt, aber dem Erblasser bewusst gewesen sein muss. (T1)
    Veröff: NZ 1973,189
  • 5 Ob 123/74
    Entscheidungstext OGH 29.05.1974 5 Ob 123/74
    nur T1
  • 5 Ob 255/75
    Entscheidungstext OGH 23.03.1976 5 Ob 255/75
    Vgl aber; Beisatz: Der Unterschied im Wert von Leistung und Gegenleistung reicht für sich zur Annahme einer gemischten Schenkung nicht aus Maßgeblichkeit des Parteiwillens. (T2)
    Veröff: SZ 49/43= JBl 1976,425 = NZ 1978,140
  • 5 Ob 31/76
    Entscheidungstext OGH 25.01.1977 5 Ob 31/76
    Vgl aber; Beis wie T2; Beisatz: Fehlen die für einen Übergabsvertrag charakteristischen erb- und familienrechtlichen Aspekte, kann ein Vertragstyp eigener Art vorliegen. (T3)
    Veröff: EvBl 977/195 S 437 = JBl 1978,381
  • 1 Ob 768/76
    Entscheidungstext OGH 02.03.1977 1 Ob 768/76
    Vgl auch; nur T1
  • 5 Ob 524/77
    Entscheidungstext OGH 15.03.1977 5 Ob 524/77
    Zweiter Rechtsgang zu 5 Ob 255/75
  • 1 Ob 665/78
    Entscheidungstext OGH 07.07.1978 1 Ob 665/78
    Vgl auch; nur T1
  • 4 Ob 583/78
    Entscheidungstext OGH 29.05.1979 4 Ob 583/78
    nur: Bei der Beurteilung wie weit der Übergabsvertrag ein entgeltlicher Vertrag war, kann nur der Wert der beiderseits erbrachten Leistungen im Zeitpunkt des Übergabsvertrages berücksichtigt werden. (T4)
  • 7 Ob 529/80
    Entscheidungstext OGH 11.12.1980 7 Ob 529/80
    nur T1; Beis wie T2
    Veröff: SZ 53/167
  • 6 Ob 3/83
    Entscheidungstext OGH 29.03.1984 6 Ob 3/83
    Vgl auch; nur T1; nur T4; Beisatz: In Fällen, in denen schutzwürdige Dritter - wie etwa bei Übergabsverträgen und Vorhandensein anderer Pflichtteilsberechtigter - berührt werden, wird einem vorliegenden krassen Missverhältnis zwischen der Leistung des späteren Erblassers und der Gegenleistung ein besonderer Indizwert für das Vorliegen einer Schenkungsabsicht zuerkannt werden müssen. (T5)
  • 8 Ob 608/88
    Entscheidungstext OGH 07.12.1988 8 Ob 608/88
    nur: Der bäuerliche Übergabsvertrag kann entgeltliche und auch unentgeltliche Elemente enthalten. Als Entgelt kommt auch ein Ausgedinge in Betracht; bis zur Höhe des Entgelts ist der Übergabsvertrag dann als entgeltlich anzusehen. Bei Beurteilung der Frage, ob eine teilweise Schenkung vorliegt, kommt es vor allem auch darauf an, ob der Wert der versprochenen Leistungen in einem krassen Missverhältnis zum Übergabswert steht. (T6)
  • 7 Ob 547/90
    Entscheidungstext OGH 05.04.1990 7 Ob 547/90
    Beis wie T5
  • 3 Ob 527/91
    Entscheidungstext OGH 28.08.1991 3 Ob 527/91
    nur T1
  • 8 Ob 2311/96b
    Entscheidungstext OGH 27.03.1997 8 Ob 2311/96b
    nur T6
  • 8 Ob 184/97k
    Entscheidungstext OGH 26.06.1997 8 Ob 184/97k
    nur: Bei der Beurteilung wie weit der Übergabsvertrag ein entgeltlicher Vertrag war, kann nur der Wert der beiderseits erbrachten Leistungen im Zeitpunkt des Übergabsvertrages berücksichtigt werden; nachfolgende Ereignisse - insbesondere im Zeitpunkt des Abschlusses des Vertrages tatsächlich nicht gegebene Verwertungschancen (vorhersehbare Verwertungsmöglichkeiten) - können nicht berücksichtigt werden. (T7)
    Beisatz: Künftige Ereignisse und Entwicklungen, wie das Steigen des Verkehrswertes der übergebenen Liegenschaft oder das bei Vertragsabschluss nicht vorhersehbare tatsächliche Ausmaß der Pflegebedürftigkeit des Übergebers, sind daher für die Lösung dieser Frage ohne Bedeutung. (T8)
  • 6 Ob 24/01z
    Entscheidungstext OGH 22.02.2001 6 Ob 24/01z
    nur: Der bäuerliche Übergabsvertrag kann entgeltliche und auch unentgeltliche Elemente enthalten. Als Entgelt kommt auch ein Ausgedinge in Betracht. Bei der Beurteilung wie weit der Übergabsvertrag ein entgeltlicher Vertrag war, kann nur der Wert der beiderseits erbrachten Leistungen im Zeitpunkt des Übergabsvertrages berücksichtigt werden. (T9)
  • 6 Ob 92/01z
    Entscheidungstext OGH 18.10.2001 6 Ob 92/01z
    Vgl aber; Beis wie T2
  • 5 Ob 67/02t
    Entscheidungstext OGH 14.05.2002 5 Ob 67/02t
    Auch; nur: Der bäuerliche Übergabsvertrag kann entgeltliche und auch unentgeltliche Elemente enthalten. Bei Beurteilung der Frage, ob eine teilweise Schenkung vorliegt, kommt es vor allem auch darauf an, ob der Wert der versprochenen Leistungen in einem krassen Missverhältnis zum Übergabswert steht, das zwar nicht ein Entgelt von weniger als der Hälfte des Wertes voraussetzt, aber dem Erblasser bewusst gewesen sein muss. (T10)
    Beis wie T2 nur: Der Unterschied im Wert von Leistung und Gegenleistung reicht für sich zur Annahme einer gemischten Schenkung nicht aus. (T11)
  • 3 Ob 83/01d
    Entscheidungstext OGH 19.09.2002 3 Ob 83/01d
    Vgl auch; Beisatz: Die Übergabe eines bäuerlichen Gutes an Fremde, denen gegenüber nicht sittliche Verpflichtungen zu vorweggenommener erbrechtlicher Nachfolge oder zur Abfindung von Ausstattungs- und/oder Pflichtteilsansprüchen bestehen, bei der aber auch nicht eine (Minderbewertung) Bewertung des übergebenen Gutes zur Anwendung kommt, die den Übernehmer wohl bestehen lassen soll, kann als gemischter Vertrag, sohin als Vertrag mit schenkungsrechtlichem Einschlag angesehen werden, bei dem aber nicht von vornherein ein Überwiegen des Schenkungscharakters anzunehmen ist. (T12)
  • 5 Ob 247/02p
    Entscheidungstext OGH 17.12.2002 5 Ob 247/02p
    Vgl; Beisatz: Geht aus einem Übergabsvertrag dessen Zweck (bäuerlicher Übergabsvertrag beziehungsweise vorgenommene Erbauseinandersetzung) nicht hervor, so kommt die Beurteilung als Schenkung in Betracht, wenn das Eigentum unter Vorbehalt des Fruchtgenussrechtes des Übertragenden bewirkt werden soll und damit für die Substanz keine Gegenleistung erbracht wird. (T13)
  • 6 Ob 311/04k
    Entscheidungstext OGH 17.02.2005 6 Ob 311/04k
    nur T1
  • 6 Ob 128/05z
    Entscheidungstext OGH 14.07.2005 6 Ob 128/05z
    Auch; Beisatz: Nach dem Grundsatz des Wohlbestehens kann sich der Übernehmer für die Pflichtteilsberechnung, die Schenkungsanrechnung und die Herausgabepflicht des Beschenkten (§§ 785, 786, 794 ABGB) bei der Schätzung des Hofes auf den für ihn nach höferechtlichen Grundsätzen günstigen (niedrigeren) Übernahmswert berufen. Der Wohlbestehensgrundsatz wird jedoch stets erst nach dem Ableben des Übergebers im Pflichtteilsprozess relevant und analog angewendet und nicht schon - geradezu selbstverständlich - noch zu Lebzeiten. Bis zum Tod des Übergebers stehen keine Pflichtteilsansprüche gegen den präsumtiven (fiktiven) Erben zu. (T14)
    Veröff: SZ 2005/103
  • 7 Ob 162/05g
    Entscheidungstext OGH 31.08.2005 7 Ob 162/05g
    nur T6
  • 6 Ob 154/06z
    Entscheidungstext OGH 14.09.2006 6 Ob 154/06z
    Vgl auch; nur T6; Beis wie T5
    Veröff: SZ 2006/134
  • 7 Ob 23/09x
    Entscheidungstext OGH 03.06.2009 7 Ob 23/09x
    Auch; Beisatz: Bereits die Einräumung des Ausgedinges ist als Entgelt zu werten. (T15)
  • 9 Ob 36/09y
    Entscheidungstext OGH 02.06.2009 9 Ob 36/09y
    Auch; nur T4; Beisatz: Für die Frage, in welchem Ausmaß eine Liegenschaftsübertragung als entgeltlich oder als unentgeltlich zu werten ist bzw ob überhaupt eine Schenkung vorliegt, sind die Wertverhältnisse im Zeitpunkt des Vertragsabschlusses maßgeblich. (T16)
    Beisatz: Hier: Übergabe einer Wohnung. (T17)
  • 6 Ob 140/11y
    Entscheidungstext OGH 19.04.2012 6 Ob 140/11y
    nur T4
  • 1 Ob 29/12i
    Entscheidungstext OGH 01.03.2012 1 Ob 29/12i
    nur: Der bäuerliche Übergabsvertrag kann entgeltliche und auch unentgeltliche Elemente enthalten. (T18)
  • 5 Ob 235/13i
    Entscheidungstext OGH 21.01.2014 5 Ob 235/13i
    Vgl auch
  • 5 Ob 227/14i
    Entscheidungstext OGH 24.03.2015 5 Ob 227/14i
    Vgl auch
  • 2 Ob 96/16f
    Entscheidungstext OGH 23.02.2017 2 Ob 96/16f
    Auch; Beis wie T5

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1970:RS0012971

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

18.04.2017

Dokumentnummer

JJR_19700310_OGH0002_0080OB00051_7000000_001

Rechtssatz für 5Ob603/90 7Ob2373/96p 9...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0019370

Geschäftszahl

5Ob603/90; 7Ob2373/96p; 9Ob134/00x; 3Ob83/01d; 3Ob55/03i; 6Ob153/07d; 10Ob33/08p; 7Ob248/11p; 6Ob66/13v; 5Ob188/13b; 7Ob159/14d

Entscheidungsdatum

20.12.1990

Norm

ABGB §938 B
ABGB §1284 Aa
ZPO §503 E4c13

Rechtssatz

Den Bestand der Schenkungsabsicht hat derjenige zu beweisen, der darauf seinen Anspruch gründet.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 603/90
    Entscheidungstext OGH 20.12.1990 5 Ob 603/90
  • 7 Ob 2373/96p
    Entscheidungstext OGH 04.06.1997 7 Ob 2373/96p
    Auch; Veröff: SZ 70/107
  • 9 Ob 134/00x
    Entscheidungstext OGH 28.03.2001 9 Ob 134/00x
  • 3 Ob 83/01d
    Entscheidungstext OGH 19.09.2002 3 Ob 83/01d
    Beisatz: Für den Bestand oder das Fehlen der Schenkungsabsicht ist derjenige behauptungs- und beweispflichtig, der darauf seinen Anspruch oder seine Einwendung gründet. (T1)
  • 3 Ob 55/03i
    Entscheidungstext OGH 25.02.2004 3 Ob 55/03i
    Vgl; Beisatz: Wendet der Beklagte ein, er habe nur ein Schenkungsversprechen abgegeben, das mangels Einhaltung der Notariatsaktsform ungültig sei, so ist er hiefür beweispflichtig. (T2)
  • 6 Ob 153/07d
    Entscheidungstext OGH 13.07.2007 6 Ob 153/07d
  • 10 Ob 33/08p
    Entscheidungstext OGH 22.04.2008 10 Ob 33/08p
    Beisatz: Beweispflichtig ist jener, der das Vorliegen einer (gemischten) Schenkung als anspruchsbegründende Tatsache behauptet; bei der Schenkungspflichtteilsklage also der Pflichtteilsberechtigte. (T3)
  • 7 Ob 248/11p
    Entscheidungstext OGH 19.04.2012 7 Ob 248/11p
    Auch; Beis wie T3
  • 6 Ob 66/13v
    Entscheidungstext OGH 04.07.2013 6 Ob 66/13v
    Vgl
  • 5 Ob 188/13b
    Entscheidungstext OGH 21.01.2014 5 Ob 188/13b
  • 7 Ob 159/14d
    Entscheidungstext OGH 05.11.2014 7 Ob 159/14d

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1990:RS0019370

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

11.03.2015

Dokumentnummer

JJR_19901220_OGH0002_0050OB00603_9000000_002

Rechtssatz für 10ObS42/99w 1Ob56/00t 3...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0111682

Geschäftszahl

10ObS42/99w; 1Ob56/00t; 3Ob83/01d; 9ObA23/03b; 5Ob282/03m

Entscheidungsdatum

16.03.1999

Norm

ZPO §6 Abs2
ZPO §477 Abs1 Z5 D5
ZPO §477 Abs2 E

Rechtssatz

Ist der gesetzliche Vertreter, ohne den Mangel der Vertretung geltend zu machen, durch Erstattung der Berufungsschrift oder der Berufungsbeantwortung in das Berufungsverfahren eingetreten, tritt die Genehmigung der Prozeßführung rückwirkend ein. Ein solcher Eintritt in das Berufungsverfahren erfolgt etwa, wenn es der Vertreter unterläßt, den Nichtigkeitsgrund des § 477 Abs 1 Z 5 ZPO aufzuzeigen; zeigt er ihn auf, dann bringt er damit eindeutig zum Ausdruck, daß er das Verfahren nicht genehmigen will.

Entscheidungstexte

  • 10 ObS 42/99w
    Entscheidungstext OGH 16.03.1999 10 ObS 42/99w
  • 1 Ob 56/00t
    Entscheidungstext OGH 25.07.2000 1 Ob 56/00t
    Auch; Beisatz: Erklärt der Sachwalter im Sanierungsverfahren nach § 6a letzter Satz ZPO ausdrücklich, die Nichtigkeitsrevision "vollinhaltlich" aufrechtzuerhalten, kann eine nachträgliche Genehmigung der Prozessführung im Sinne des § 477 Abs 2 ZPO nicht unterstellt werden. (T1)
  • 3 Ob 83/01d
    Entscheidungstext OGH 19.09.2002 3 Ob 83/01d
    Auch; nur: Ist der gesetzliche Vertreter, ohne den Mangel der Vertretung geltend zu machen, durch Erstattung der Berufungsschrift oder der Berufungsbeantwortung in das Berufungsverfahren eingetreten, tritt die Genehmigung der Prozeßführung rückwirkend ein. (T2)
  • 9 ObA 23/03b
    Entscheidungstext OGH 19.03.2003 9 ObA 23/03b
    Auch; nur T2
  • 5 Ob 282/03m
    Entscheidungstext OGH 13.01.2004 5 Ob 282/03m
    Vgl auch; nur T2; Beisatz: Hier: Erstattung einer Revisionsrekursbeantwortung. (T3)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1999:RS0111682

Zuletzt aktualisiert am

16.02.2009

Dokumentnummer

JJR_19990316_OGH0002_010OBS00042_99W0000_001