Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 2Ob223/49 1Ob754/79 1Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0041327

Geschäftszahl

2Ob223/49; 1Ob754/79; 1Ob781/79; 1Ob317/97t; 7Ob307/97s; 7Ob139/99p; 5Ob131/02d; 2Ob274/08w; 7Ob86/11i

Entscheidungsdatum

14.12.1949

Norm

ZPO §411 E

Rechtssatz

Ausländische Urteile, die im Inland vollstreckbar sind, begründen die Einrede der Rechtskraft.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 223/49
    Entscheidungstext OGH 14.12.1949 2 Ob 223/49
    Veröff: SZ 22/198
  • 1 Ob 754/79
    Entscheidungstext OGH 12.11.1979 1 Ob 754/79
    Veröff: EFSlg 35149
  • 1 Ob 781/79
    Entscheidungstext OGH 14.12.1979 1 Ob 781/79
    Veröff: ÖA 1981,96
  • 1 Ob 317/97t
    Entscheidungstext OGH 28.07.1998 1 Ob 317/97t
    Beisatz: Ein in Österreich zu einem späteren Zeitpunkt erhobenes deckungsgleiches Begehren ist wegen entschiedener Streitsache zurückzuweisen. (T1)
  • 7 Ob 307/97s
    Entscheidungstext OGH 10.08.1998 7 Ob 307/97s
  • 7 Ob 139/99p
    Entscheidungstext OGH 23.06.1999 7 Ob 139/99p
    Auch; Beisatz: Kann mangels einer staatsvertraglichen Regelung die Entscheidung in Österreich nicht vollstreckt werden, kommt von vornherein zufolge fehlender Durchsetzungsmöglichkeit die Einmaligkeitswirkung einer ausländischen Vorentscheidung nicht zum Tragen. (T2); Beisatz: Hier: Unterhaltsvergleich mit gerichtlicher Genehmigung (südafrikanische Republik) (T3)
  • 5 Ob 131/02d
    Entscheidungstext OGH 25.06.2002 5 Ob 131/02d
    Auch; Beisatz: Entscheidungen ausländischer Gerichte begründen die Einrede der Rechtskraft, wenn sie im Inland vollstreckbar bzw anzuerkennen sind. (T4); Veröff: SZ 2002/89
  • 2 Ob 274/08w
    Entscheidungstext OGH 29.01.2009 2 Ob 274/08w
    Vgl auch; Veröff: SZ 2009/16
  • 7 Ob 86/11i
    Entscheidungstext OGH 06.07.2011 7 Ob 86/11i

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1949:RS0041327

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

24.07.2012

Dokumentnummer

JJR_19491214_OGH0002_0020OB00223_4900000_002

Rechtssatz für 2Ob15/70 5Ob134/73 8Ob3...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0016665

Geschäftszahl

2Ob15/70; 5Ob134/73; 8Ob33/74; 8Ob20/74; 7Ob218/74; 8O88/75; 3Ob8/77; 5Ob662/78; 7Ob742/78; 2Ob47/81; 8Ob192/81; 2Ob180/82; 8Ob530/84; 7Ob600/86; 6Ob535/87; 1Ob648/90 (1Ob649/90); 5Ob131/02d; 3Ob221/04b; 7Ob199/06z; 9Ob34/10f; 8Ob118/12d; 4Ob230/18d

Entscheidungsdatum

09.04.1970

Norm

ABGB §879 BIIl
4. DVEheG §18
IPRG §6

Rechtssatz

Der ordre public dient dem Schutz der inländischen Rechtsordnung, nicht so sehr der inländischen Rechtssubjekte. Er ist nicht verletzt, wenn ein Anspruch nach dem anzuwendenden ausländischen Recht höher ist, als er bei Anwendung des inländischen Rechtes wäre (SZ 37/68).

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 15/70
    Entscheidungstext OGH 09.04.1970 2 Ob 15/70
    Veröff: JBl 1971,93 = ZVR 1971/222 S 299 = SZ 43/70
  • 5 Ob 134/73
    Entscheidungstext OGH 11.07.1973 5 Ob 134/73
    nur: Der ordre public dient dem Schutz der inländischen Rechtsordnung. (T1) Veröff: EvBl 1974/40 S 99
  • 8 Ob 33/74
    Entscheidungstext OGH 12.03.1974 8 Ob 33/74
    Beisatz: Die individuelle Rechtssphäre der Inländer ist nicht Schutzobjekt. (T2)
  • 8 Ob 20/74
    Entscheidungstext OGH 12.03.1974 8 Ob 20/74
    Veröff: SZ 47/10
  • 7 Ob 218/74
    Entscheidungstext OGH 07.11.1974 7 Ob 218/74
    Veröff: Schutz vor dem Eindringen mit ihr vollkommenen unvereinbarer Rechtsgedanken (Mänhardt, Internationales Ehe- und Kindschaftsrecht 28; Köhler IPR 3. Auflage, 22 ähnlich Kegel IPR 3. Auflage, 208; EvBl 1974/40; SZ 43/70 ua) (T3) Veröff: EvBl 1975/161 S 323 = SZ 47/121 = JBl 1975,375 = RZ 1975/16 S 40
  • 8 O 88/75
    Entscheidungstext OGH 14.05.1975 8 O 88/75
    nur: Der ordre public dient dem Schutz der inländischen Rechtsordnung, nicht so sehr der inländischen Rechtssubjekte. (T4); Veröff: JBl 1986,142 = EvBl 1976/19 S 40 = ZVR 1976/71 S 79
  • 3 Ob 8/77
    Entscheidungstext OGH 01.03.1977 3 Ob 8/77
    Beis wie T3; Beisatz: Entscheidend ist, ob die Entscheidung eines ausländischen Gerichtes das inländische Rechtsempfinden in unerträglichem Masse verletzt. (T5); Veröff: EvBl 1977/257 S 638
  • 5 Ob 662/78
    Entscheidungstext OGH 14.11.1978 5 Ob 662/78
    nur T4
  • 7 Ob 742/78
    Entscheidungstext OGH 01.02.1979 7 Ob 742/78
  • 2 Ob 47/81
    Entscheidungstext OGH 16.06.1981 2 Ob 47/81
    nur T1; Beis wie T2
  • 8 Ob 192/81
    Entscheidungstext OGH 01.10.1981 8 Ob 192/81
    Vgl; Beis wie T3; Beis wie T5
  • 2 Ob 180/82
    Entscheidungstext OGH 17.01.1984 2 Ob 180/82
    Beis wie T3
  • 8 Ob 530/84
    Entscheidungstext OGH 21.02.1985 8 Ob 530/84
    nur T1; Beis wie T3; Veröff: ZfRV 1987,53 (Hoyer)
  • 7 Ob 600/86
    Entscheidungstext OGH 10.07.1986 7 Ob 600/86
    nur T4; Beis wie T3; Veröff: ZVR 1986,486 (Koziol); JBl 1987,115 = RdW 1986,341 = SZ 59/128 = IPRax 1988,33 (Morschner, 40)
  • 6 Ob 535/87
    Entscheidungstext OGH 19.05.1988 6 Ob 535/87
    nur T4
  • 1 Ob 648/90
    Entscheidungstext OGH 11.07.1990 1 Ob 648/90
    nur T4; Beis wie T3; Beis wie T5; Veröff: IPRax 1992,47 (Posch 51) = JBl 1992,189 (Schwimann 192)
  • 5 Ob 131/02d
    Entscheidungstext OGH 25.06.2002 5 Ob 131/02d
    Auch; nur T4; Veröff: SZ 2002/89
  • 3 Ob 221/04b
    Entscheidungstext OGH 26.01.2005 3 Ob 221/04b
    Auch; nur T4; Beis ähnlich T5; Veröff: SZ 2005/9
  • 7 Ob 199/06z
    Entscheidungstext OGH 23.10.2006 7 Ob 199/06z
    Auch; nur T4
  • 9 Ob 34/10f
    Entscheidungstext OGH 28.02.2011 9 Ob 34/10f
    Vgl auch; Beis wie T5
  • 8 Ob 118/12d
    Entscheidungstext OGH 19.12.2012 8 Ob 118/12d
    nur T1
  • 4 Ob 230/18d
    Entscheidungstext OGH 25.04.2019 4 Ob 230/18d
    nur T4; Beisatz: Eine überlange Verfahrensdauer führt nicht dazu, dass die schlussendlich ergangene Entscheidung wegen Verstoßes gegen den ordre prublic unbeachtlich wäre. (T6); Beisatz: Eine Judikaturwende bewirkte keine ordre public-Widrigkeit. (T7)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1970:RS0016665

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

24.06.2019

Dokumentnummer

JJR_19700409_OGH0002_0020OB00015_7000000_002

Rechtssatz für 1Ob77/72 6Ob785/79 3Ob3...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0005874

Geschäftszahl

1Ob77/72; 6Ob785/79; 3Ob321/99y; 9Ob126/02y; 5Ob131/02d; 6Ob170/04z; 1Ob21/04a

Entscheidungsdatum

19.04.1972

Norm

ABGB §33 ff
AußStrG §2 B
AußStrG §16 BII2a
AußStrG §185d
4.DVEheG §13
JN §113b
JN §113c

Rechtssatz

Die Wirksamkeit eines im Ausland abgeschlossenen und von einem ausländischen Gericht bewilligten Adoptionsvertrags über ein österreichisches Kind ist für den österreichischen Rechtsbereich nach österreichischen internationalem Privatrecht zu beurteilen. Ist kein Fall des § 113c JN gegeben und wurde dem Vorbehalt des § 13 Abs 2 der

4. DVEheG Rechnung getragen, ist die im Ausland nach ausländischen Recht vollzogene Adoption im Inland ohne weiters wirksam, eine inländische Bewilligung also entbehrlich und unzulässig. Jede österreichische Behörde hat vielmehr selbst die Anerkennung der Adoption zu prüfen. Eine allgemeine Feststellung der Wirksamkeit durch das österreichische Gericht bewirkt Nichtigkeit dieser Entscheidung.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 77/72
    Entscheidungstext OGH 19.04.1972 1 Ob 77/72
    SZ 45/50
  • 6 Ob 785/79
    Entscheidungstext OGH 19.12.1979 6 Ob 785/79
    Auch; Beisatz: Wahlkind mit ungarischer Staatsangehörigkeit. (T1) = EFSlg 34344 = EFSlg 35093
  • 3 Ob 321/99y
    Entscheidungstext OGH 22.12.1999 3 Ob 321/99y
    Auch; Beisatz: Selbständige gerichtliche Entscheidung über die Wirksamkeit einer durch ausländische Gerichte oder Behörden bewilligten oder auch bewirkten Adoption (im ersten Fall sogar eines österreichischen Kindes) unzulässig. (T2)
  • 9 Ob 126/02y
    Entscheidungstext OGH 05.06.2002 9 Ob 126/02y
    Auch; Beis wie T2
  • 5 Ob 131/02d
    Entscheidungstext OGH 25.06.2002 5 Ob 131/02d
    Auch; nur: Jede österreichische Behörde hat vielmehr selbst die Anerkennung der Adoption zu prüfen. (T3); Beisatz: Für ausländische Adoptionsentscheidungen ist kein eigenes Anerkennungsverfahren vorgsehen. (T4); Veröff: SZ 2002/89
  • 6 Ob 170/04z
    Entscheidungstext OGH 23.09.2004 6 Ob 170/04z
    Vgl aber; Beisatz: Diese oberstgerichtliche Rechtsprechung erging zur Rechtslage vor dem am 1.3.2001 in Kraft getretenen KindRÄG 2001, BGBl I 2000/135. Der hier zu beurteilende Adoptionsvertrag und die (allfällige) Mitwirkung einer indischen Behörde erfolgte erst nach dem Inkrafttreten der Bestimmungen des AußStrG idF des KindRÄG 2001 über die Vollstreckbarerklärung ausländischer Entscheidungen über die Regelung der Obsorge und das Recht auf persönlichen Verkehr (§ 185d AußStrG). Adoptionsentscheidungen ausländischer Behörden fallen zwar nicht nach dem Gesetzeswortlaut, wohl aber nach dem offenkundigen Gesetzeszweck in den (zumindest mittelbaren) Anwendungsbereich des Anerkennungsverfahrens: Der Oberste Gerichtshof hatte im Rahmen eines Besuchsrechtsverfahrens als Vorfrage die Wirkung einer griechischen Adoptionsentscheidung zu beurteilen, womit dem leiblichen Vater die Grundlage seines Besuchsrechts zu seinem unehelichen Kind entzogen worden war. Der 1.Senat erachtete die §§ 185d bis 185h AußStrG als tragfähige Analogiegrundlage, weil sich die Adoptionsentscheidung auf das Obsorgeverhältnis und das Recht des Vaters auf persönlichen Verkehr zu seinem Kind bindend auswirke (1 Ob 190/03b). Dieser Ansicht ist zu folgen. Der Antrag der Wahleltern ist aber nicht auf beschlussmäßige Anerkennung der indischen Adoptionsentscheidung gerichtet. Nur in einem solchen Fall wäre zu prüfen, ob das Verfahren nach den §§ 185d ff AußStrG unmittelbar Anwendung finden könnte. (T5)
  • 1 Ob 21/04a
    Entscheidungstext OGH 14.12.2004 1 Ob 21/04a
    Auch; Beis wie T3; Veröff: SZ 2004/174

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1972:RS0005874

Dokumentnummer

JJR_19720419_OGH0002_0010OB00077_7200000_001

Rechtssatz für 3Ob97/91 1Ob365/97a 5Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0054672

Geschäftszahl

3Ob97/91; 1Ob365/97a; 5Ob131/02d

Entscheidungsdatum

27.11.1991

Norm

dZPO §328 Abs1 Z4
IPRG §6
MRK Art6 V1

Rechtssatz

Zur Wahrnehmung des Vorbehalts nach § 328 Abs 1 Z 4 dZPO reicht nicht jeder Verfahrensverstoß aus, sondern es muß sich um ein Vorgehen handeln, das die Rechte einer Partei in unerträglichem Maße einengte. Nur wenn der Grundsatz des rechtlichen Gehörs so verletzt worden wäre, daß der betroffene Teil überhaupt keine Gelegenheit hatte, seine Interessen wahrzunehmen, läge eine solche Anstößigkeit vor.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 97/91
    Entscheidungstext OGH 27.11.1991 3 Ob 97/91
    Veröff: SZ 64/165 = ÖA 1992,161
  • 1 Ob 365/97a
    Entscheidungstext OGH 24.03.1998 1 Ob 365/97a
    Beisatz: Hier: Androhung von Säumnisfolgen. (T1)
  • 5 Ob 131/02d
    Entscheidungstext OGH 25.06.2002 5 Ob 131/02d
    Vgl; nur: Nur wenn der Grundsatz des rechtlichen Gehörs so verletzt worden wäre, daß der betroffene Teil überhaupt keine Gelegenheit hatte, seine Interessen wahrzunehmen, läge eine solche Anstößigkeit vor. (T2); Beisatz: Hier: Frage der Anerkennung einer ausländischen Adoptionsentscheidung. (T3); Beisatz: Einer am ausländischen Verfahren zu beteiligenden Partei darf nicht durch eine Unregelmäßigkeit dieses Verfahrens das rechtliche Gehör entzogen worden sei, und zwar in einer Weise, die den tragenden Grundwertungen der österreichischen Rechtsordnung eklatant widerspricht. (T4); Veröff: SZ 2002/89

Schlagworte

*YU*

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1991:RS0054672

Dokumentnummer

JJR_19911127_OGH0002_0030OB00097_9100000_002

Rechtssatz für 1Ob612/95 3Ob90/94 3Ob9...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0074226

Geschäftszahl

1Ob612/95; 3Ob90/94; 3Ob92/94; 8Ob139/98v; 6Ob254/98s; 9Ob307/98g; 6Ob265/00i; 7Ob253/00g; 7Ob57/01k; 3Ob8/00y; 5Ob131/02d; 1Ob190/03b; 3Ob220/02b; 3Ob318/04t; 3Ob193/07i; 17Ob28/09f; 2Ob97/10v; 4Ob16/11y; 7Ob93/14y; 9ObA150/15x; 8ObS10/17d; 4Ob88/18x; 5Ob2/19h

Entscheidungsdatum

17.10.1995

Norm

ZPO §411 E
ZPO §477 B2a

Rechtssatz

Die materielle Rechtskraft ist auch, soweit sie als Bindungswirkung auftritt, von Amts wegen wahrzunehmen, so dass die durch diesen Nichtigkeitsgrund betroffenen Entscheidungen aufzuheben, die neuerliche Sachentscheidung aber unter Bindung an die rechtskräftig entschiedene Vorfrage zu treffen ist.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 612/95
    Entscheidungstext OGH 17.10.1995 1 Ob 612/95
    Verstärkter Senat; Veröff: SZ 68/195
  • 3 Ob 90/94
    Entscheidungstext OGH 24.01.1996 3 Ob 90/94
    nur: Die materielle Rechtskraft ist auch, soweit sie als Bindungswirkung auftritt, von Amts wegen wahrzunehmen. (T1)
  • 3 Ob 92/94
    Entscheidungstext OGH 24.01.1996 3 Ob 92/94
    nur T1
  • 8 Ob 139/98v
    Entscheidungstext OGH 22.10.1998 8 Ob 139/98v
    nur T1; Veröff: SZ 71/176
  • 6 Ob 254/98s
    Entscheidungstext OGH 26.11.1998 6 Ob 254/98s
  • 9 Ob 307/98g
    Entscheidungstext OGH 25.11.1998 9 Ob 307/98g
    nur T1
  • 6 Ob 265/00i
    Entscheidungstext OGH 23.11.2000 6 Ob 265/00i
    Auch
  • 7 Ob 253/00g
    Entscheidungstext OGH 14.12.2000 7 Ob 253/00g
    nur T1; Veröff: SZ 73/200
  • 7 Ob 57/01k
    Entscheidungstext OGH 30.03.2001 7 Ob 57/01k
    nur T1
  • 3 Ob 8/00y
    Entscheidungstext OGH 23.05.2001 3 Ob 8/00y
    Auch; nur T1; Beisatz: Dies gilt auch dann, wenn ein Oppositionsgrund im vorangehenden Verfahren wegen des Verstoßes gegen die Eventualmaxime nicht berücksichtigt wurde. (T2)
  • 5 Ob 131/02d
    Entscheidungstext OGH 25.06.2002 5 Ob 131/02d
    Auch; Veröff: SZ 2002/89
  • 1 Ob 190/03b
    Entscheidungstext OGH 02.09.2003 1 Ob 190/03b
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Bindungswirkung einer im Inland anzuerkennenden ausländischen Adoptionsentscheidung (so schon 5 Ob 131/02d). (T3)
    Veröff: SZ 2003/100
  • 3 Ob 220/02b
    Entscheidungstext OGH 26.09.2003 3 Ob 220/02b
    Vgl auch
  • 3 Ob 318/04t
    Entscheidungstext OGH 16.02.2005 3 Ob 318/04t
    Auch; nur T1; Beisatz: Das Prozesshindernis der entschiedenen Sache muss zur Nichtigerklärung des Verfahrens und zur Zurückweisung der Klage führen. (T4)
  • 3 Ob 193/07i
    Entscheidungstext OGH 23.10.2007 3 Ob 193/07i
    Vgl; Beis wie T2
  • 17 Ob 28/09f
    Entscheidungstext OGH 16.12.2009 17 Ob 28/09f
    Auch; nur T1
  • 2 Ob 97/10v
    Entscheidungstext OGH 27.01.2011 2 Ob 97/10v
    Vgl
  • 4 Ob 16/11y
    Entscheidungstext OGH 15.02.2011 4 Ob 16/11y
    Vgl auch; Beis wie T4
  • 7 Ob 93/14y
    Entscheidungstext OGH 25.06.2014 7 Ob 93/14y
    Vgl auch; Beisatz: Nach ständiger Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofs bildet der Verstoß gegen die Bindungswirkung einer Vorentscheidung einen Nichtigkeitsgrund. (T5)
  • 9 ObA 150/15x
    Entscheidungstext OGH 21.12.2015 9 ObA 150/15x
    Auch; Beis wie T5
  • 4 Ob 88/18x
    Entscheidungstext OGH 11.06.2018 4 Ob 88/18x
    Auch; Beisatz: Nach der österreichischen ZPO ist die Rechtskraft einer anderen Entscheidung in jeder Lage des Verfahrens von Amts wegen wahrzunehmen (§ 230 Abs 3, § 411 Abs 2 ZPO); jeder Verstoß gegen die Rechtskraft verwirklicht einen in jeder Lage des Verfahrens auch von Amts wegen zu beachtenden Nichtigkeitsgrund. Dies bedeutet, dass auch die Rechtsmittelinstanzen die Rechtskraft einer Entscheidung berücksichtigen müssen, wenn diese während des Rechtsmittelverfahrens eingetreten ist. Die Nichtigkeitssanktion gilt nicht nur für die Einmaligkeitswirkung sondern auch für die Bindungswirkung der materiellen Rechtskraft eines präjudiziellen Urteils. (T6)
  • 5 Ob 2/19h
    Entscheidungstext OGH 25.04.2019 5 Ob 2/19h

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1995:RS0074226

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

17.05.2019

Dokumentnummer

JJR_19951017_OGH0002_0010OB00612_9500000_003

Rechtssatz für 1Ob73/98m 7Ob32/00g 8Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0110172

Geschäftszahl

1Ob73/98m; 7Ob32/00g; 8Ob18/01g; 5Ob131/02d; 1Ob190/03b; 4Ob252/03t; 1Ob21/04a; 8Ob82/05z; 9Ob31/08m; 9Ob88/10x; 6Ob247/12k; 2Ob238/13h; 4Ob30/15p; 7Ob142/15f; 1Ob135/16h; 7Ob186/18f; 6Ob142/18b

Entscheidungsdatum

19.05.1998

Norm

ZPO §411 H

Rechtssatz

Urteile und Beschlüsse ausländischer Gerichte können im Inland nur dann materielle Rechtskraft äußern, wenn sie kraft staatsvertraglicher Regelung im Inland entweder anerkannt oder vollstreckt werden können. Es bedarf also eines "Anerkennungsvertrags und (oder) Vollstreckungsvertrags".

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 73/98m
    Entscheidungstext OGH 19.05.1998 1 Ob 73/98m
    Veröff: SZ 71/89
  • 7 Ob 32/00g
    Entscheidungstext OGH 15.03.2000 7 Ob 32/00g
    Auch; nur: Urteile und Beschlüsse ausländischer Gerichte können im Inland nur dann materielle Rechtskraft äußern, wenn sie kraft staatsvertraglicher Regelung im Inland entweder anerkannt oder vollstreckt werden können. (T1)
    Beisatz: Die durch die materielle Rechtskraft bewirkte Maßgeblichkeit der Entscheidung äußert sich aber auch in einer inhaltlichen Bindung an diese, wenn der rechtskräftig entschiedene Anspruch Vorfrage, für den im zweiten Prozess erhobenen Anspruch ist. (T2)
  • 8 Ob 18/01g
    Entscheidungstext OGH 15.02.2001 8 Ob 18/01g
  • 5 Ob 131/02d
    Entscheidungstext OGH 25.06.2002 5 Ob 131/02d
    Auch; nur T1; Beisatz: Entscheidungen ausländischer Gerichte begründen die Einrede der Rechtskraft, wenn sie im Inland vollstreckbar bzw anzuerkennen sind. (T3); Veröff: SZ 2002/89
  • 1 Ob 190/03b
    Entscheidungstext OGH 02.09.2003 1 Ob 190/03b
    Vgl auch; Beis wie T2; Beis wie T3; Veröff: SZ 2003/100
  • 4 Ob 252/03t
    Entscheidungstext OGH 20.01.2004 4 Ob 252/03t
    Auch; Beisatz: Ein Urteil eines ausländischen Gerichts kann aber im Inland nur jene Wirkungen entfalten, die ihm im Bereich der Jurisdiktion dieses Gerichts zukommt. (T4)
    Beisatz: Hier: Die Wirkungen der im Vorverfahren ergangenen rechtskräftigen Entscheidung eines deutschen Gerichts erstrecken sich auf die Beklagte als Streitverkündungsempfänger, da das deutsche Zivilprozessrecht die Bindungswirkung rechtskräftiger Entscheidungen für einen Folgeprozess im Verhältnis zwischen dem Nebenintervenienten oder dem Streitverkündungsempfänger zur unterstützten Partei bejaht und andererseits die grundsätzliche Anerkennung und Vollstreckbarkeit der Entscheidungen deutscher Gerichte in Österreich gewährleistet ist (Art 33 Abs 1 EuGVVO). (T5)
  • 1 Ob 21/04a
    Entscheidungstext OGH 14.12.2004 1 Ob 21/04a
    Vgl auch; Beisatz: Ist eine im Ausland ergangene Adoptionsentscheidung für den österreichischen Rechtsbereich anzuerkennen, so erzeugt sie Bindungswirkung, die von Amts wegen wahrzunehmen ist und unter Nichtigkeitssanktion keine andere Lösung der bereits rechtskräftig entschiedenen Vorfrage zulässt. (T6); Veröff: SZ 2004/174
  • 8 Ob 82/05z
    Entscheidungstext OGH 08.09.2005 8 Ob 82/05z
    Beisatz: Dies gilt auch für das Außerstreitverfahren. (T7); Veröff: SZ 2005/127
  • 9 Ob 31/08m
    Entscheidungstext OGH 29.06.2009 9 Ob 31/08m
    Auch; Beis wie T4; Beisatz: Wenn aufgrund staatsvertraglicher Regelungen ein Urteil in Österreich vollstreckbar (anzuerkennen) ist, äußert dieses materielle Rechtskraft. (T8)
    Beisatz: Da im vorliegenden Fall das in Zivilsachen ergangene Urteil eines italienischen Gerichts zur Beurteilung steht, kann kein Zweifel sein, dass gemäß Art 33 Abs 1 EuGVVO eine derartige Bindung besteht (vgl 4 Ob 252/03t). (T9)
  • 9 Ob 88/10x
    Entscheidungstext OGH 28.02.2011 9 Ob 88/10x
    nur T1; Beis wie T4; Beis wie T8; Beis wie T9
  • 6 Ob 247/12k
    Entscheidungstext OGH 06.06.2013 6 Ob 247/12k
    Vgl auch; Beis wie T8; Beis wie T9
  • 2 Ob 238/13h
    Entscheidungstext OGH 27.11.2014 2 Ob 238/13h
    Auch; Beis wie T3; Veröff: SZ 2014/122
  • 4 Ob 30/15p
    Entscheidungstext OGH 11.08.2015 4 Ob 30/15p
    Auch; Beis wie T4
  • 7 Ob 142/15f
    Entscheidungstext OGH 16.10.2015 7 Ob 142/15f
    Auch; Beis wie T3
  • 1 Ob 135/16h
    Entscheidungstext OGH 18.10.2016 1 Ob 135/16h
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Mangels materieller Rechtskraft der (zukünftigen) slowakischen Aufteilungsentscheidung in Österreich ist damit aber der Voraussetzung der Bindungswirkung iSd § 25 Abs 2 Z 1 AußStrG der Boden entzogen. (T10); Veröff: SZ 2016/107
  • 7 Ob 186/18f
    Entscheidungstext OGH 21.11.2018 7 Ob 186/18f
    Auch; Beis wie T3
  • 6 Ob 142/18b
    Entscheidungstext OGH 20.12.2018 6 Ob 142/18b
    Vgl auch; Beisatz: Nur dann, wenn ein ausländischer Rechtsakt nicht als Entscheidung zu qualifizieren wäre, wäre seine Wirksamkeit kollisionsrechtlich zu beurteilen. (T11)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1998:RS0110172

Im RIS seit

18.06.1998

Zuletzt aktualisiert am

06.02.2019

Dokumentnummer

JJR_19980519_OGH0002_0010OB00073_98M0000_004

Rechtssatz für 6Ob242/98a 1Ob33/00k 4O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0110743

Geschäftszahl

6Ob242/98a; 1Ob33/00k; 4Ob199/00v; 5Ob131/02d; 3Ob221/04b; 8Ob60/05i; 3Ob242/05t; 7Ob236/05i; 3Ob211/05h; 3Ob49/06m; 1Ob13/07d; 2Ob50/08d; 9Ob53/08x; 9Ob70/10z; 7Ob200/10b; 3Ob38/11a; 9Ob34/10f; 3Ob65/11x; 3Ob186/11s; 2Ob9/12f; 1Ob180/12w; 2Ob206/12a; 9Ob27/12d; 6Ob138/13g; 2Ob238/13h; 2Ob22/14w; 8Ob28/15y; 8Ob53/15z; 18OCg2/15s; 7Ob142/15f; 3Ob208/15g; 18OCg3/15p; 18OCg2/16t; 18OCg6/16f; 3Ob10/17t; 1Ob24/18p; 18OCg2/18w; 7Ob145/18a; 3Ob153/18y; 3Ob249/18s; 3Ob251/18k; 2Ob170/18s; 4Ob230/18d; 18OCg1/19z

Entscheidungsdatum

24.09.1998

Norm

EuGVVO 2012 Art 45 Abs1 lita
Verordnung (EG) Nr 44/2001 des Rates 32001R0044 Brüssel I-Verordnung (EuGVVO) Art34 Nr1
IPRG §6
Vollstreckungsvertrag Österreich - Jugoslawien betr Schiedssprüche und Schiedsvergleiche Art2 lite
UN-Übk über die Anerkennung und Vollstreckung ausländischer Schiedssprüche ArtV Abs2 litb
ZPO §595 Abs1 Z6
ZPO §611 Abs2 Z5

Rechtssatz

Weil die ordre-public-Klausel eine systemwidrige Ausnahme darstellt, wird allgemein sparsamster Gebrauch gefordert, eine schlichte Unbilligkeit des Ergebnisses genügt ebensowenig wie der bloße Widerspruch zu zwingenden österreichischen Vorschriften. Gegenstand der Verletzung müssen vielmehr Grundwertungen der österreichischen Rechtsordnung sein. Zweite wesentliche Voraussetzung für das Eingreifen der Vorbehaltsklausel ist, dass das Ergebnis der Anwendung fremden Sachrechtes und nicht bloß dieses selbst anstößig ist und überdies eine ausreichende Inlandsbeziehung besteht.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 242/98a
    Entscheidungstext OGH 24.09.1998 6 Ob 242/98a
  • 1 Ob 33/00k
    Entscheidungstext OGH 28.03.2000 1 Ob 33/00k
    Auch; Beisatz: Eine Bestimmung des fremden Rechts ist nur dann nicht anzuwenden, wenn ihre Anwendung zu einem Ergebnis führte, das mit den Grundwertungen der österreichischen Rechtsordnung unvereinbar wäre (§ 6 IPRG). Schutzobjekt sind primär die Grundwertungen der österreichischen Rechtsordnung und nicht subjektive Rechtspositionen von Inländern. (T1)
    Beisatz: Hier: Heilung der (Formunwirksamkeit) Unwirksamkeit der Anerkenntniserklärung durch Zeitablauf nach deutschen BGB. (T2)
  • 4 Ob 199/00v
    Entscheidungstext OGH 13.09.2000 4 Ob 199/00v
    Auch; nur: Zweite wesentliche Voraussetzung für das Eingreifen der Vorbehaltsklausel ist, dass das Ergebnis der Anwendung fremden Sachrechtes und nicht bloß dieses selbst anstößig ist und überdies eine ausreichende Inlandsbeziehung besteht. (T3) Veröff: SZ 73/142
  • 5 Ob 131/02d
    Entscheidungstext OGH 25.06.2002 5 Ob 131/02d
    Auch; nur: Gegenstand der Verletzung müssen vielmehr Grundwertungen der österreichischen Rechtsordnung sein. Zweite wesentliche Voraussetzung für das Eingreifen der Vorbehaltsklausel ist, dass das Ergebnis der Anwendung fremden Sachrechtes und nicht bloß dieses selbst anstößig ist. (T4)
    Veröff: SZ 2002/89
  • 3 Ob 221/04b
    Entscheidungstext OGH 26.01.2005 3 Ob 221/04b
    Auch; nur: Weil die ordre-public-Klausel eine systemwidrige Ausnahme darstellt, wird allgemein sparsamster Gebrauch gefordert, eine schlichte Unbilligkeit des Ergebnisses genügt ebensowenig wie der bloße Widerspruch zu zwingenden österreichischen Vorschriften. Gegenstand der Verletzung müssen vielmehr Grundwertungen der österreichischen Rechtsordnung sein. (T5)
    Beisatz: Als vom ordre public erfasste Grundwertungen werden vor allem die tragenden Grundsätze der Bundesverfassung, aber auch des Strafrechts, des Privatrechts und des Prozessrechts verstanden werden müssen, wobei für die Vereinbarkeit nicht der Weg oder die Begründung, sondern das Ergebnis des Schiedsspruchs maßgeblich ist. (T6)
    Beisatz: Nicht ausreichend ist es, dass das Recht oder Rechtsverhältnis selbst dem ordre public widerspricht, es muss auch die Durchsetzung für die inländische Rechtsordnung untragbar sein. (T7)
    Veröff: SZ 2005/9
  • 8 Ob 60/05i
    Entscheidungstext OGH 30.05.2005 8 Ob 60/05i
  • 3 Ob 242/05t
    Entscheidungstext OGH 15.02.2006 3 Ob 242/05t
    nur: Zweite wesentliche Voraussetzung für das Eingreifen der Vorbehaltsklausel ist, dass das Ergebnis der Anwendung fremden Sachrechtes und nicht bloß dieses selbst anstößig ist. (T8)
  • 7 Ob 236/05i
    Entscheidungstext OGH 26.04.2006 7 Ob 236/05i
    nur T5
  • 3 Ob 211/05h
    Entscheidungstext OGH 26.04.2006 3 Ob 211/05h
    nur T5; Veröff: SZ 2006/65
  • 3 Ob 49/06m
    Entscheidungstext OGH 30.05.2006 3 Ob 49/06m
    Auch; nur T5; Beis wie T1 nur: Eine Bestimmung des fremden Rechts ist nur dann nicht anzuwenden wäre, wenn ihre Anwendung zu einem Ergebnis führte, das mit den Grundwertungen der österreichischen Rechtsordnung unvereinbar wäre. (T9)
  • 1 Ob 13/07d
    Entscheidungstext OGH 27.02.2007 1 Ob 13/07d
    Auch; Beis ähnlich wie T6
  • 2 Ob 50/08d
    Entscheidungstext OGH 10.04.2008 2 Ob 50/08d
    Auch; nur: Weil die ordre-public-Klausel eine systemwidrige Ausnahme darstellt, wird allgemein sparsamster Gebrauch gefordert. (T10)
  • 9 Ob 53/08x
    Entscheidungstext OGH 20.08.2008 9 Ob 53/08x
    Auch; Beisatz: Die „Grundwertungen der österreichischen Rechtsordnung" (ordre public) sind als Aufhebungsgrund äußerst sparsam einzusetzen: (T11)
    Beisatz: Hier: Aufhebung eines Schiedsspruchs nach § 595 Abs 1 Z 6 ZPO. (T12)
  • 9 Ob 70/10z
    Entscheidungstext OGH 22.10.2010 9 Ob 70/10z
    Auch; nur: Weil die ordre-public-Klausel eine systemwidrige Ausnahme darstellt, wird allgemein sparsamster Gebrauch gefordert, eine schlichte Unbilligkeit des Ergebnisses genügt ebensowenig wie der bloße Widerspruch zu zwingenden österreichischen Vorschriften. Gegenstand der Verletzung müssen vielmehr Grundwertungen der österreichischen Rechtsordnung sein. Zweite wesentliche Voraussetzung für das Eingreifen der Vorbehaltsklausel ist, dass das Ergebnis der Anwendung fremden Sachrechtes und nicht bloß dieses selbst anstößig ist. (T13)
    Beisatz: Die Unmöglichkeit der Adoption eines ausländischen Erwachsenen verstößt nicht schon per se gegen den ordre public. (T14)
  • 7 Ob 200/10b
    Entscheidungstext OGH 19.01.2011 7 Ob 200/10b
    Auch; Beisatz: Nach ständiger Rechtsprechung ist von der Anwendung der ordre‑public‑Klausel sparsamster Gebrauch zu machen, weil sie eine systemwidrige Ausnahme darstellt. Eine schlichte Unbilligkeit des Ergebnisses genügt ebenso wenig wie der bloße Widerspruch zu zwingenden österreichischen Vorschriften. Gegenstand der Verletzung müssen vielmehr Grundwertungen der österreichischen Rechtsordnung sein. (T15)
  • 3 Ob 38/11a
    Entscheidungstext OGH 22.03.2011 3 Ob 38/11a
  • 9 Ob 34/10f
    Entscheidungstext OGH 28.02.2011 9 Ob 34/10f
  • 3 Ob 65/11x
    Entscheidungstext OGH 24.08.2011 3 Ob 65/11x
    Auch; Veröff: SZ 2011/106
  • 3 Ob 186/11s
    Entscheidungstext OGH 12.10.2011 3 Ob 186/11s
    Auch; Beisatz: Worin diese ausreichende Inlandsbeziehung liegt, kann nur im Einzelfall bestimmt werden. Anhaltspunkte sind etwa gewöhnlicher Aufenthalt, Geburt oder Eheschließung im Inland, oder die österreichische Staatsangehörigkeit. Je stärker die Inlandsbeziehung, desto weniger werden befremdliche Ergebnisse der Anwendung ausländischen Rechts hingenommen, und umgekehrt. (T16)
    Veröff: SZ 2011/124
  • 2 Ob 9/12f
    Entscheidungstext OGH 28.03.2012 2 Ob 9/12f
    Auch; nur T8
  • 1 Ob 180/12w
    Entscheidungstext OGH 11.10.2012 1 Ob 180/12w
    Auch
  • 2 Ob 206/12a
    Entscheidungstext OGH 24.01.2013 2 Ob 206/12a
    Vgl auch; nur T5
  • 9 Ob 27/12d
    Entscheidungstext OGH 24.04.2013 9 Ob 27/12d
    nur T5; Beis wie T6; Beisatz: Hier: Überschreitung der Prüfkompetenz durch das Berufungsgericht. (T17)
  • 6 Ob 138/13g
    Entscheidungstext OGH 28.08.2013 6 Ob 138/13g
  • 2 Ob 238/13h
    Entscheidungstext OGH 27.11.2014 2 Ob 238/13h
    Auch; Beisatz: Hier: Anerkennung eines kenianischen Gerichtsbeschlusses betreffend Vaterschaftsanerkenntnis; kein Widerspruch zu ordre public (§ 6 IPRG). (T18)
    Veröff: SZ 2014/122
  • 2 Ob 22/14w
    Entscheidungstext OGH 18.02.2015 2 Ob 22/14w
    Vgl; Beisatz: Maßgebend ist das Ergebnis des Schiedsspruchs und nicht seine Begründung. (T19)
  • 8 Ob 28/15y
    Entscheidungstext OGH 24.03.2015 8 Ob 28/15y
    Auch; Beisatz: Die Verletzung des rechtlichen Gehörs ist eine besondere Ausprägung des verfahrensrechtlichen ordre public. (T20)
  • 8 Ob 53/15z
    Entscheidungstext OGH 27.05.2015 8 Ob 53/15z
    Auch; Beis wie T14
  • 18 OCg 2/15s
    Entscheidungstext OGH 19.08.2015 18 OCg 2/15s
    Auch
  • 7 Ob 142/15f
    Entscheidungstext OGH 16.10.2015 7 Ob 142/15f
  • 3 Ob 208/15g
    Entscheidungstext OGH 17.02.2016 3 Ob 208/15g
    Auch
  • 18 OCg 3/15p
    Entscheidungstext OGH 23.02.2016 18 OCg 3/15p
    Auch; Beisatz: Aufhebungsgrund des § 611 Abs 2 Z 2 ZPO nur verwirklicht, wenn Gehörverletzung im staatlichen Verfahren mit Nichtigkeit zu ahnden wäre oder wenn der Gehörentzug einem Nichtigkeitsgrund wertungsmäßig zumindest nahekommt. (T21)
  • 18 OCg 2/16t
    Entscheidungstext OGH 28.09.2016 18 OCg 2/16t
    Auch
  • 18 OCg 6/16f
    Entscheidungstext OGH 02.03.2017 18 OCg 6/16f
    Auch
  • 3 Ob 10/17t
    Entscheidungstext OGH 07.06.2017 3 Ob 10/17t
  • 1 Ob 24/18p
    Entscheidungstext OGH 21.03.2018 1 Ob 24/18p
  • 18 OCg 2/18w
    Entscheidungstext OGH 09.10.2018 18 OCg 2/18w
    Auch
  • 7 Ob 145/18a
    Entscheidungstext OGH 26.09.2018 7 Ob 145/18a
  • 3 Ob 153/18y
    Entscheidungstext OGH 19.12.2018 3 Ob 153/18y
    Auch
  • 3 Ob 249/18s
    Entscheidungstext OGH 23.01.2019 3 Ob 249/18s
    Beisatz: Hier: Unterschiedliche Publizitätsvorschriften bei Sicherungseigentum. (T22)
  • 3 Ob 251/18k
    Entscheidungstext OGH 20.02.2019 3 Ob 251/18k
    Auch; Beisatz: Es besteht auch keine Bindung, wenn ein Gericht eines anderen Mitgliedsstaats das Vorliegen eines ordre public-Verstoßes bejaht oder verneint hat. (T23)
    Beisatz: Zu bejahen wäre ein Verstoß gegen den ordre public also nur dann, wenn die Verfahrensrechte einer Partei in unerträglicher Weise beschnitten worden sind. Dafür ist stets das ausländische Verfahren als Ganzes und anhand sämtlicher Umstände zu beurteilen. (T24)
  • 2 Ob 170/18s
    Entscheidungstext OGH 29.01.2019 2 Ob 170/18s
    nur T3
  • 4 Ob 230/18d
    Entscheidungstext OGH 25.04.2019 4 Ob 230/18d
    Beisatz: Eine überlange Verfahrensdauer führt nicht dazu, dass die schlussendlich ergangene Entscheidung wegen Verstoßes gegen den ordre prublic unbeachtlich wäre. (T25)
    Beisatz: Eine Judikaturwende bewirkte keine ordre public-Widrigkeit. (T26)
  • 18 OCg 1/19z
    Entscheidungstext OGH 15.05.2019 18 OCg 1/19z
    Auch; nur T5; Beis wie T19

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1998:RS0110743

Im RIS seit

24.10.1998

Zuletzt aktualisiert am

08.08.2019

Dokumentnummer

JJR_19980924_OGH0002_0060OB00242_98A0000_001

Rechtssatz für 6Ob24/98t 5Ob131/02d 1O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0111346

Geschäftszahl

6Ob24/98t; 5Ob131/02d; 1Ob21/04a; 10Ob45/12h

Entscheidungsdatum

18.12.1998

Norm

AußStrG §185
AußStrG 2005 §112
AußStrG 2005 §113
EO §79
EO §80
EO §81

Rechtssatz

Die sonst erforderliche Gegenseitigkeit (§ 79 EO, der Akten und Urkunden erfasst) ist für die Anerkennung von Entscheidungen, die den Personenstand betreffen, nicht notwendig. Waren beide Prozessparteien ausschließlich Angehörige des Entscheidungsstaates, sind lediglich die positiven Anerkennungsvoraussetzungen des § 80 EO und das Fehlen von Versagungsgründen des § 81 EO zu prüfen.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 24/98t
    Entscheidungstext OGH 18.12.1998 6 Ob 24/98t
  • 5 Ob 131/02d
    Entscheidungstext OGH 25.06.2002 5 Ob 131/02d
    nur: Die sonst erforderliche Gegenseitigkeit (§ 79 EO, der Akten und Urkunden erfaßt) ist für die Anerkennung von Entscheidungen, die den Personenstand betreffen, nicht notwendig. (T1)
    Beisatz: Da die Rechtsähnlichkeit zwischen Exekutionstiteln und familienrechtlichen Entscheidungen zu gering für eine reine Gesetzesanalogie ist, muss bei jeder einzelnen der in den §§ 79 ff EO normierten Anerkennungsvoraussetzungen hinterfragt werden, ob sie auch mit den Wertungen übereinstimmen, die der Gesetzgeber mit familienrechtlichen Regelungen verbindet. (T2); Veröff: SZ 2002/89
  • 1 Ob 21/04a
    Entscheidungstext OGH 14.12.2004 1 Ob 21/04a
    Vgl; Beis wie T2; Beisatz: Schon nach der Rechtslage vor Inkrafttreten des KindRÄG 2001 (BGBl I 2000/135) war die Gegenseitigkeit nach der Rechtsprechung keine Anerkennungsvoraussetzung. Dies ergibt sich nun unmittelbar aus § 185d Abs 2 AußStrG, nach dem es für die Vollstreckbarkeitserklärung und die Anerkennung (§ 185g AußStrG) ausländischer Entscheidungen oder diesen gleichzuhaltender öffentlicher Urkunden nur mehr Voraussetzung ist, dass Verweigerungsgründe gemäß § 185e AußStrG fehlen und dass die Vollstreckbarkeit nach dem Recht des Ursprungstaats gegeben ist. Nur der Vollständigkeit halber sei darauf hingewiesen, dass auch das mit 1. 1. 2005 in Kraft tretende Außerstreitgesetz (BGBl I 2003/111) in seinen §§ 112 und 113 den zitierten Bestimmungen im Wesentlichen gleichlautende Anordnungen enthält. (T3); Veröff: SZ 2004/174
  • 10 Ob 45/12h
    Entscheidungstext OGH 29.01.2013 10 Ob 45/12h
    Beis ähnlich wie T3; Beis wie T2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1998:RS0111346

Im RIS seit

17.01.1999

Zuletzt aktualisiert am

13.06.2013

Dokumentnummer

JJR_19981218_OGH0002_0060OB00024_98T0000_001

Rechtssatz für 5Ob131/02d 1Ob190/03b

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0117176

Geschäftszahl

5Ob131/02d; 1Ob190/03b

Entscheidungsdatum

25.06.2002

Norm

IPRG §26

Rechtssatz

Es sind keine einschlägigen Staatsverträge und auch sonst keine Rechtsnormen vorhanden, die sich im Verhältnis zwischen Österreich und Bulgarien direkt damit befassen, wie bei der Anerkennung von Adoptionsentscheidungen zu verfahren ist.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 131/02d
    Entscheidungstext OGH 25.06.2002 5 Ob 131/02d
    Veröff: SZ 2002/89
  • 1 Ob 190/03b
    Entscheidungstext OGH 02.09.2003 1 Ob 190/03b
    Vgl; Beisatz: Hier: Adoptionsentscheidung aus Griechenland. (T1); Veröff: SZ 2003/100

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2002:RS0117176

Dokumentnummer

JJR_20020625_OGH0002_0050OB00131_02D0000_001

Rechtssatz für 5Ob131/02d 1Ob190/03b 1...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0117177

Geschäftszahl

5Ob131/02d; 1Ob190/03b; 1Ob21/04a; 8Ob41/11d

Entscheidungsdatum

25.06.2002

Norm

IPRG §26

Rechtssatz

Das Adoptionsstatut des § 26 Abs 1 IPRG gibt nur die materiellrechtlichen Voraussetzungen einer inländischen Adoption mit Auslandsbezug vor, sagt aber nichts über die dem Verfahrensrecht zuzuordnende Anerkennung einer ausländischen Adoptionsentscheidung aus.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 131/02d
    Entscheidungstext OGH 25.06.2002 5 Ob 131/02d
    Veröff: SZ 2002/89
  • 1 Ob 190/03b
    Entscheidungstext OGH 02.09.2003 1 Ob 190/03b
    Veröff: SZ 2003/100
  • 1 Ob 21/04a
    Entscheidungstext OGH 14.12.2004 1 Ob 21/04a
    Beisatz: Hier: Volksrepublik China. (T1); Veröff: SZ 2004/174
  • 8 Ob 41/11d
    Entscheidungstext OGH 26.04.2011 8 Ob 41/11d
    Veröff: SZ 2011/51

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2002:RS0117177

Im RIS seit

25.07.2002

Zuletzt aktualisiert am

29.04.2013

Dokumentnummer

JJR_20020625_OGH0002_0050OB00131_02D0000_002

Rechtssatz für 5Ob131/02d

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0117178

Geschäftszahl

5Ob131/02d

Entscheidungsdatum

25.06.2002

Norm

ABGB §181a Abs1 Z1
IPRG §6

Rechtssatz

Dass §181a Abs1 Z1 ABGB dem Wahlkind schon ab vollendetem 5. Lebensjahr das Recht der persönlichen Anhörung zugesteht, konkret die Festmachung des Anhörungsrechts an diesem Alter, ist kein iSd §6 IPRG absolut schutzwürdiges Grundprinzip der österreichischen Rechtsordung.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 131/02d
    Entscheidungstext OGH 25.06.2002 5 Ob 131/02d
    Veröff: SZ 2002/89

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2002:RS0117178

Dokumentnummer

JJR_20020625_OGH0002_0050OB00131_02D0000_003

Rechtssatz für 5Ob131/02d

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0117179

Geschäftszahl

5Ob131/02d

Entscheidungsdatum

25.06.2002

Norm

ABGB §184a
ABGB §185a
IPRG §6

Rechtssatz

Es ist nicht per se ordre public-widrig, wenn das ausländische Recht mehr Gründe für die Aufhebung einer Adoption anerkennt als das österreichische.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 131/02d
    Entscheidungstext OGH 25.06.2002 5 Ob 131/02d
    Veröff: SZ 2002/89

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2002:RS0117179

Dokumentnummer

JJR_20020625_OGH0002_0050OB00131_02D0000_004

Rechtssatz für 5Ob131/02d 6Ob138/13g

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0117180

Geschäftszahl

5Ob131/02d; 6Ob138/13g

Entscheidungsdatum

25.06.2002

Norm

Haager Minderjährigenschutzabk Art16
IPRG §6

Rechtssatz

Nur eine eklatante Gefährdung des Kindeswohls steht unter der Vorbehaltsklausel. Der Verlust von Unterhalts- und Erbrechtsansprüchen erfüllt diesen Tatbestand nicht oder jedenfalls nicht allein.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 131/02d
    Entscheidungstext OGH 25.06.2002 5 Ob 131/02d
    Veröff: SZ 2002/89
  • 6 Ob 138/13g
    Entscheidungstext OGH 28.08.2013 6 Ob 138/13g
    nur: Eine eklatante Gefährdung des Kindeswohls steht unter der Vorbehaltsklausel. (T1)
    Beisatz: Hier: Droht eine eklatante Gefährdung des Kindeswohls, liegt die Anwendung der Vorbehaltsklausel des Art 16 MSA nahe. (T2)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2002:RS0117180

Im RIS seit

25.07.2002

Zuletzt aktualisiert am

24.10.2013

Dokumentnummer

JJR_20020625_OGH0002_0050OB00131_02D0000_005